Den Igeln an heißen Tagen helfen

Den Igeln an heißen Tagen helfen

Hilpoltstein / Bayern – In Bayern bleibt es in den kommenden Tagen hochsommerlich. Wir Menschen flüchten uns bei Hitze gerne in schattige Biergärten oder in kühle Räume.  Doch wie kommen Tiere mit den hohen Temperaturen und der damit einhergehenden Trockenheit zurecht? „Die Hitze und extreme Dürre in Bayern macht vielen Wildtieren zu schaffen. Sie finden weniger Nahrung und brauchen einen Unterschlupf, um der Hitze des Tages zu entkommen“, sagt die LBV-Biologin Dr. Angelika Nelson. Selbst der nachtaktive Igel kämpft um Nahrung und kühles Nass. Der bayerische Naturschutzverband LBV gibt Tipps, wie man dem stacheligen Gartenbewohner und anderen Wildtieren jetzt und langfristig helfen kann.

Viele Tiere versuchen den hohen Tagestemperaturen in kühlen Verstecken zu entkommen. So verschlafen Igel in einem schattigen Unterschlupf, unter einer Hecke, in trockenen Hohlräumen unter Holzstapeln oder in einem kühlen Reisighaufen die Hitze des Tages. Doch immer mehr Flächen in den bayerischen Gärten sind versiegelt und bieten weniger schattige Plätze für Tiere. Noch dazu heizen sich Asphalt und Steine in der Sonne auf und speichern die Wärme noch lange bis in die Nacht. „Immer öfter werden dem LBV Igel gemeldet, die tagsüber im Garten nach Nahrung suchen, weil sie nachts nicht genug finden. Unterernährte Igel erkennt man an einer deutlichen Hungerfalte hinter dem Kopf sowie eingefallenen Flanken“, berichtet Angelika Nelson.

Nahrung des Igels
entflieht der Hitze

Der Igel leidet bereits unter dem Rückgang der Insekten in Bayern. Nun lässt die Hitze und Trockenheit feuchtigkeitsliebende Regenwürmer in tiefe Bodenschichten verschwinden. Auch Schmetterlingsraupen und Ohrwürmer entfliehen der Hitze. Somit sind sie außer Reichweite für den Fleischfresser. „Besonders die Laufkäfer, die Lieblingsnahrung des Igels, brauchen für ihre Entwicklung ausreichend feuchte Böden, damit sich Larven aus den Eiern entwickeln können“, so die Biologin. Auch die Hochsaison der Schnecken ist vorbei, die dem Igel zur Not als Nahrung dienen.
Besonders Igeldamen und Jungtieren macht der Nahrungsmangel zu schaffen. „Einige Igel kommen im August zur Welt und werden sechs Wochen lang von der Mutter gesäugt. Wenn das Muttertier jedoch nicht genug Futter findet, produziert es zu wenig Milch, um den Nachwuchs ausreichend zu versorgen“, sagt Angelika Nelson. Dies hat langanhaltende Auswirkungen auf die Entwicklung der Jungigel bis in den Herbst hinein, wenn sie eigentlich mehr Gewicht zum Überwintern zulegen sollten.

Was ein Igel wirklich braucht:

Kurzfristig hilft es dem Igel, wenn Gartenbesitzer Wasserschalen zum Trinken anbieten, die auch von anderen Tieren dankbar angenommen wird. Auch eine Schale mit Katzenfutter kann für kurze Zeit im Garten bereitgestellt werden. „Die Futtergabe sollte nur in Ausnahmefällen erfolgen, wenn über mehrere Tage hinweg tagaktive, unterernährte Igel beobachtet werden. Der Rückgang an natürlicher Nahrung kann nicht durch dauerhafte Zufütterung der Igel ausgeglichen werden“, sagt die LBV-Igelexpertin.
Langfristig helfen dem kleinen Stachelritter nur bessere Lebensräume wie naturnahe Gärten und Parks. Als Kulturfolger lebt der Igel oft eng mit den Menschen im Siedlungsraum zusammen. Mit der Gestaltung der Grünanlagen können Privatpersonen und Kommunen entscheiden, ob das Umfeld für Igel lebenswert ist. „Wenn wir statt Unkrautvernichter oder Pestiziden Lebensraum für Insekten, Amphibien und Vögel bieten, dann stellt sich das ökologische Gleichgewicht ein, in dem auch der Igel seinen Platz findet“, so Angelika Nelson. Naturnahe Gärten bieten dem Igel Unterschlupf und ausreichend Nahrung. Durchschlüpfe zu anderen Gärten ermöglichen ihm, auf der Nahrungssuche große Gebiete zu durchstreifen.

Igel gefunden – Was tun?

Wer ein verletztes Tier findet, sollte dieses zu einem Tierarzt, der sich mit Wildtieren auskennt oder zu einer Auffangstation für Wildtiere bringen. Die regionalen Natur- oder Tierschutzvereine können hierbei helfen. Der LBV möchte noch mehr über den heimischen Gartenbewohner erfahren und ruft deshalb alle Naturfreunde dazu auf, ihre Igel-Beobachtungen dem LBV-Bürgerforscher-Projekt „Igel in Bayern“ zu melden. Mitmachen ist ganz einfach: jeden lebendigen oder toten Igel über die App „Igel in Bayern“ melden oder unter www.igel-in-bayern.de.

LBV-Igeltelefon: Kompetente Beratung zu Fragen rund um den Igel
Informationen und Tipps zum Schutz von Igeln, der richtigen Fütterung und der Gestaltung eines igelfreundlichen Gartens bietet der bayerische Naturschutzverband kostenlos am LBV-Igeltelefon an. Zu erreichen ist das LBV-Igeltelefon Montag bis Freitag von 9 bis 16 Uhr unter 09174/4775-5001.
(Quelle: Pressemitteilung LBV / Beitragsbild: Symbolfoto: Karin Wunsam)

 

Auf den Spuren von König Ludwig II.

Auf den Spuren von König Ludwig II.

Herrenchiemsee / Landkreis Rosenheim  – Endlich hatten zahlreiche Besucher wieder die Möglichkeit, im Schloss Herrenchiemsee auf den Spuren von König Ludwig II. zu wandeln. Nach zweijähriger coronabedingter Pause lud die Bücherei Prien zu „Sonnenkönig und Schneerahmtörtchen“.

Wie bei den vorangegangenen Veranstaltungen seit 2013 gewann die Bücherei Prien hierfür den renommierten Ludwig-II.-Biografen und -Experten Marcus Spangenberg. Der Historiker führte die Teilnehmenden mit seinem breiten Wissen über die Vita des Königs und die Schlossanlage von Herrenchiemsee unterhaltsam durch den Abend.
Viele der knapp 50 Gäste hatten ihre Teilnahmekarten bereits für 2020 erworben und fieberten seitdem diesem Abend entgegen. Und das Warten hatte sich gelohnt. Bei hochsommerlichen Temperaturen begann der Abend mit einem Sektempfang vor den Toren des „Alten Schlosses“ Herrenchiemsee. Zu Fuß ging es von dort weiter zum „Neuen Schloss“. Dies betraten die Besucher, nachdem es die letzten Touristen verlassen hatten. Ausgehend von den Privaträumen Ludwigs II. wurde das Schloss – jener „Tempel des Ruhms“, welchen der König für Ludwig XIV. errichten wollte – auf eine Weise erkundet, wie es ausschließlich bei „Sonnenkönig und Schneerahmtörtchen“ möglich ist. Gespickt mit vielen Anekdoten erfuhren die Teilnehmer beispielsweise, dass das Schloss keine reine Kopie von Schloss Versailles ist. Der kostspieligste Bau Ludwigs II. sei vielmehr eine Weiterentwicklung, wenn nicht sogar eine eigene Schöpfung des Märchenkönigs, untermauerte Spangenberg mit zahlreichen Beispielen direkt vor Ort.
Nach einem anschließenden Spaziergang im rötlichen Licht des Sonnenuntergangs folgte der literarische und kulinarische Höhepunkt des Abends. In der Schlosswirtschaft Herrenchiemsee erwartete die Gäste ein reichhaltiges Drei-Gänge-Menü mit abendlichem Blick auf den Chiemsee. Vor jedem Gang tauchten die Teilnehmer:innen durch eine Lesung des Ludwig-Biografen tiefer in das Leben des „Märchenkönigs“ ein.
Es ging dabei längst nicht nur um dessen Biografie, sondern auch um den König als Mensch. So erfuhren die Besucher, dass er zu Lebzeiten eine große Schwäche für gutes Essen und süße Speisen hatte. Aufgrund mangelnder Zahnhygiene wirkte sich dieses Laster deutlich auf die Anzahl und den Zustand seiner Zähne aus, die ihm Zeit seines Lebens große Qual bereiteten.
In erlesener Kulisse endete für die Teilnehmer der literarische Abend voller Köstlichkeiten mit den lang ersehnten Schneerahmtörtchen, die schon König Ludwig so liebte. Unter einem beeindruckenden Sternenhimmel gleitete ein Sonderschiff gegen 23 Uhr über den ruhigen See und brachte alle Gäste zurück nach Prien.
(Quelle: Pressemitteilung Prien Marketing GmbH / Beitragsbild: Copyright Prien Marketing GmbH, zeigt Historiker Marcus Spangenberg in der  „Großen Spiegelgalerie“)

Dixie-Frühschoppen in Bad Aibling

Dixie-Frühschoppen in Bad Aibling

Bad Aibling / Landkreis Rosenheim – Dixie-Frühschoppen mit dem Heinz Dauhrer Quartett am Sonntag, 21. August im Brunnenhof des Kurhauses Bad Aibling (Wilhelm-Leibl-Platz 1, 83043 Bad Aibling). Der Eintritt ist frei.

Die vier Musiker des Heinz Dauhrer Quartetts haben sich dem traditionellen Swing- und Dixie-Jazz verschrieben. Dieser Jazz-Stil ist mittlerweile über 100 Jahre alt. Heinz Dauhrer an der Trompete, Susi Weiss am Piano, Eric Stevens Bassam und Hermann Roth am Schlagzeug haben die Jazz Evergreens entstaubt und präsentieren sie am Sonntag, 21. August, von 11 bis 13 Uhr mit großer Spielfreude, Witz und abwechslungsreichen Arrangements im Brunnenhof des Kurhauses Bad Aibling.
Die Plätze sind überdacht. Das Team des Kurhauses bewirtet seine Gäste mit Biergartenschmankerln und Getränken.
Mehr Infos und das gesamte Sommerprogramm sind auch unter www.bad-aibling.de/kultur-events zu finden.
(Quelle: Aib-Kur / Beitragsbild: Copyright Aib-Kur)

Ludwigsplatz, Rosenheim, 1972

Ludwigsplatz, Rosenheim, 1972

Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute in das Jahr 1972 zurück. Auf der historischen Aufnahme sehen wir den Ludwigsplatz in Rosenheim mit Blick in die Innstrasse. 

So viel los wie heute war da damals noch nicht. Allerdings schaut es auch bei den wenigen Autos auf dem Bild etwas nach Verkehrs-Chaos aus. 
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann)

Priener Marktfest lädt ein

Priener Marktfest lädt ein

Prien / Landkreis Rosenheim – Zum 36. Mal wird in Prien am Chiemsee zum Marktfest eingeladen. Am kommenden Sonntag, 14. August ist es so weit. Um 12 Uhr mittags wird Erster Bürgermeister Andreas Friedrich das erste Fass vom Hofbräuhaus Traunstein anzapfen.

Veranstalter sind der Förderverein für den Trachtenverein Prien und der Ski-Club Prien. Erwartet werden bis zu 10.000 Besucher. Gefeiert wird bis Mitternacht.
Heuer gibt es einige Änderungen. So wird es in der Schulstraße keine Bühne, sondern eine Flanierzone mit Bewirtung geben. Priener Blasmusikanten, die Trachtenjugend und die Priener Goaßlschnalzer haben ihre Hauptauftritte inmitten des Marktplatzes.
Für weitere musikalische Darbietungen gegenüber der Marienapotheke sorgen die „Preaner Baum“, die „Sulzberger“ und die „Schladl Musi“.
Mit Hüpfburg, Kinderschminken und Karussell gibt es auch kurzweilige Kinder- und Familien-Angebote. Und natürlich ist auch für das leibliche Wohl der Besucher gut gesorgt.
Ausweichtermin bei schlechtem Wetter ist der Mariä-Himmelfahrt am Montag danach.
(Quelle: Info / Beitragsbild: Archiv Anton Hötzelsperger von den Samerberger Nachrichten)

Die Wiesn nimmt Formen an

Die Wiesn nimmt Formen an

Rosenheim – Am Samstag, 27. August heißt es nach zwei Jahren Corona-Zwangspause auf der Loretowiese wieder „O`zapt is“. Die Vorbereitungen für das Herbstfest schreiten jetzt zügig voran, wie unsere aktuellen Impressionen vom gestrigen Dienstagabend zeigen.

Auch zu später Stunde wurde da noch auf der Loretowiese gewerkelt. Das Flötzinger-Bierzelt steht bereits. Die Auerbräu-Festhalle hat einen neuen Anstrich bekommen und auch der Tatzelwurm präsentiert sich von der Außenansicht her schon sehr einladend. Bierkrüge und Biertische haben wir auch schon entdeckt. Es fehlt also nicht mehr viel zur urbayerischen Gemütlichkeit.
Noch ein Tipp von uns: Wer die Aufbauarbeiten live mitverfolgen will – kein Problem, dank drei Webcams. Die sind nun wieder live geschaltet – mit Blick vom Glückshafen Richtung Haupteingang, Blick vom Glückshafen Richtung Auerbräu-Festhalle und Blick vom Glückshafen in Richtung Loretokapelle / Riesenrad.
(Quelle: Beitragsbild, Fotos: Josefa Staudhammer)

Herbstfest Rosenheim Aufbau
Herbstfest Rosenheim Aufbau
Herbstfest Rosenheim Aufbau
Herbstfest Rosenheim Aufbau
Herbstfest Rosenheim Aufbau
Herbstfest Rosenheim Aufbau
Herbstfest Rosenheim Aufbau
Wieder Streik am Flughafen München

Wieder Streik am Flughafen München

München / Bayern – Erneut ruft die Gewerkschaft Verdi mitten in den bayerischen Sommerferien zum Warnstreik am Flughafen München auf  am heutigen Mittwoch, 10.Agust. Ziel ist diesmal der Bodenverkehrsdienstleister Swissport Losch. 

Laut Pressemeldung des Flughafens München legen Beschäftigte von Swissport Losch von 10 bis 15 Uhr die Arbeit nieder. Damit kann es wieder zu Verzögerungen im Betriebsablauf und Flugstreichungen kommen. 
Wer also für heute einen Flug ab München geplant hat, sollte sich frühzeitig bei der entsprechenden Airline oder dem Reiseveranstalter über den aktuellen Flugstatus informieren.
(Quelle: Pressemitteilung Flughafen München / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Guten Morgen

Guten Morgen

Heute ist der 10. August.

Namenstag haben: Asteria, Erik, Laurentius, Laurenz, Tiburtius,  Tibor

3 bekannte Geburtstagskinder:

– Suzanne Collins (1962 – ist eine US-amerikanische Schriftstellerin, die ihren internationalen Durchbruch mit der Jugendbuch-Trilogie „Die Tribute von Panem“ hatte.)

– Juan Manuel Santos (1951 – ist ein kolumbianischer Politiker und ehemaliger Präsident Kolumbiens.)

– William Van Alen (1883 –  war ein US-amerikanischer Architekt, der mit dem Wolkenkratzer „Chrysler Building“ sein wohl berühmtestes Werk und ein Wahrzeichen der New Yorker Skyline schuf.)
(Quelle: geboren.am)

3 Ereignisse der Geschichte:

  • 1881: In Paris wird die erste internationale Elektrizitätsausstellung gezeigt. Die Besucher sind von den von Thomas Alva Edison gemeinsam mit Sigmund Bergmann entwickelte Glühlampe faszinierend.
  • 1893: Der erste Versuchsmotor Rudolf Diesels läuft in der Maschinenfabrik Augsburg aus eigener Kraft.
  • 1897: Felix Hoffman stellt zum ersten Mal Acetylsalicylsäure her,  das später als Aspirin verkauft wird.
  • (Quelle: wikipedia.org / Beitragsbild: Josefa Staudhammer)
Gäste kommen wieder nach Bayern

Gäste kommen wieder nach Bayern

Fürth / Bayern – Nach zwei Jahren mit deutlichen Einschränkungen durch die Corona-Pandemie sind in der hiesigen Tourismus-Branche laut dem Bayerischen Landesamt für Statistik wieder positive Entwicklungen zu beobachten. So kommen im Juni 2022 insgesamt rund 3,6 Millionen Gäste für knapp 9,8 Millionen Übernachtungen in einen der 11 520 geöffneten Beherbergungsbetriebe1 nach Bayern. Das seien fast so viele, wie vor der Corona-Pandemie im Juni 2019. Im ersten Halbjahr des Jahres 2022 wurden knapp 13,6 Millionen Gästeankünfte und rund 37,8 Millionen Übernachtungen registriert.

Im Juni 2022 meldet das Bayerische Landesamt für Statistik in den 11 520 geöffneten Beherbergungsbetrieben Bayerns rund 3,6 Millionen Gästeankünfte und knapp 9,8 Millionen Übernachtungen. Bayern nähert sich somit weiter den Zahlen aus Zeiten vor Beginn der Corona-Pandemie. Die Gästeankünfte für Juni 2022 entsprechen 92,0 Prozent derer von Juni 2019 (Juni 2019: rund 3,9 Millionen) und 98,0 Prozent der Übernachtungen (Juni 2019: knapp 10,0 Millionen).
Bei den inländischen Gästen übersteigen die Übernachtungszahlen mit 8,3 Millionen sogar leicht den Wert von Juni 2019 (8,1 Millionen Übernachtungen). Rund 1,5 Millionen Übernachtungen, das entspricht rund drei Viertel des Vor-Pandemie-Wertes von Juni 2019, fallen auf Gäste aus dem Ausland.
Im ersten Halbjahr 2022 werden knapp 13,6 Millionen Gästeankünfte (davon 82,3 Prozent aus dem Inland, 17,7 Prozent aus dem Ausland) und rund 37,8 Millionen Übernachtungen verzeichnet, bedeutend mehr als im Vorjahreszeitraum 2021, der Großteils noch vom zweiten Corona-Lockdown geprägt war.
Alle Regierungsbezirke und Tourismusregionen Bayerns können dem Pressebericht zufolge sowohl für Juni 2022, als auch für das erste Halbjahr 2022, durchweg positive Veränderungsraten zum Juni 2021 verzeichnen. Die Landeshauptstadt München erreicht im Juni 2022 87,6 Prozent der Gästeankünfte aus dem „Vor-Corona-Jahr“ 2019 und sogar 98,3 Prozent der zu dieser Zeit ausgewiesenen Übernachtungen.
(Quelle: Pressemitteilung Bayerisches Landesamt für Statistik / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Wieder Ententreffen am Samerberg

Wieder Ententreffen am Samerberg

Samerberg / Landkreis Rosenheim – Diesen Termin haben sich viele Fans der Citroen 2CV dick im Kalender angestrichen: Zum 23. Mal findet das Ententreffen beim Entenwirt Peter Schrödl am Samerberg statt. Gefeiert wird am Samstag, 13. August, mit gemeinsamer Enten-Ausfahrt, Enten-Ausstellung auf der Entenwiese und vielen kulinarischen Schmankerln. Der Eintritt ist frei

Ursprünglich war die Liebe zur Ente bei Wirt Peter Schrödl hauptsächlich kulinarischer Natur. Seine Gaststätte in Törwang (Samerstraße 5, 83122 Samerberg) ist seit vielen Jahren Treffpunkt für alle, die Entenspezialitäten lieben. Vor gut 20 Jahren hatte er dann zusammen mit 2CV-Enten fahrenden Freunden die Idee, ein Treffen der kultigen Fahrzeuge zu organisieren. Der Erfolg gab ihm recht.
Gleich beim ersten Mal machten rund 80 Enten Station am Samerberg. In den Jahren danach wurden sogar regelmäßig über 100 „Döschwos“ gezählt. Ihre Besitzer kommen aus ganz Deutschland. Einige reisen sogar aus den Nachbarländern an. Sie genießen den beschaulichen Rahmen im dörflicher Atmosphäre und die Möglichkeit, ihre vierrädrigen, gehegten und gepflegten Lieblinge stolz der Öffentlichkeit zu präsentieren:

Zum Programm des Ententreffens:
Am Samstag, 13. August, treffen ab 10 Uhr die Enten-Fahrzeuge nach und nach ein. Um 12 Uhr steht dann für sie ein gemeinsames Entenessen vom Fensterbuffet auf dem Programm. Um 14 Uhr startet dann die gemeinsame Enten-Ausfahrt rund um den Samerberg. Nach ihrer Rückkehr beim Entenwirt beginnt dann das Dorffest auf dem Platz vor dem Entenwirt.
Ab 17 Uhr gibt es bayerische Schmankerl, stimmungsvolle Feuerschalen-, Fackeln- und Kerzen-Licht sowie musikalische Unterhaltung durch die Samerberger Musikanten.
Für 19.30 Uhr ist der Bieranstich durch Samerbergs Bürgermeister Georg Huber vorgesehen. Ab 21 Uhr gibt es dann auch Bar-Betrieb mit DJ-Live-Musik.
Weitere Infos gibt es auf der Internet-Seite vom Entenwirt.
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Anton Hötzelsperger)

Max-Josefs-Platz, Rosenheim, 1916

Max-Josefs-Platz, Rosenheim, 1916

Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in das Jahr 1916. Auf der historischen Aufnahme zu sehen ist der Max-Josefs-Platz in Rosenheim mit dem bekannten Nepomuk-Brunnen.

 

Den Nepomukbrunnen schuf der Bildhauer Franz de Paula Hitzl im Aufftrag der Rosenheimer Bürgerschaft im Jahr 1773, um damit den damaligen Schrannenplatz zu schmücken. Hitzl erschuf den Patron der Schiffer und Flößer in Lebensgröße aus einem weißem Marmorblock.
Die erste große Sanierung des Brunnens erfolgte 1904. 50 Jahre später riss ein mit Baumstämmen beladener Lastwagen dann die Figur vom Sockel. Es soll danach sogar Überlegungen gegeben haben, die Figur gänzlich verschwinden zu lassen. Doch man entschloss sich letztendlich dann doch dazu den arg ramponierten Heiligen wieder herzustellen und an seinen Platz zu bringen. 1960 verschwand dann der rechte Arm samt Kreuz und musste erneuert werden. 1972 wurde erneut durch ein Fahrzeug eine Hand abgebrochen und während der Umgestaltung des Max-Josefs-Platzes zur Fußgängerzone im Jahr 1984 verschwand der Heilige für acht Monate in der Versenkung, bis er dann am Nikolaustag wieder aufgestellt wurde.
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann / Info: stadtarchiv.de.)

Was ist los an Mariä Himmelfahrt?

Was ist los an Mariä Himmelfahrt?

Landkreis Rosenheim / München / Bayern – Mit feierlichen Gottesdiensten und Kräutersegnungen begehen Katholiken am Montag, 15. August, das Hochfest Mariä Aufnahme in den Himmel. Es wird auch Mariä Himmelfahrt oder Frauentag genannt und gilt als wichtigstes unter den Marienfesten. Traditionell werden zu Sträußen gebundene Kräuter gesegnet, die Gläubige zu den Gottesdiensten mitbringen. Mehr als 100 Kirchen im Erzbistum München und Freising begehen auch ihr Patrozinium – darunter auch im Landkreis Rosenheim.

Der Brauch der Kräuterweihe geht auf eine Erzählung des Johannes von Damaskus zurück, der als Mönch um 700 im Kloster Mar Saba bei Jerusalem lebte. Laut dieser Erzählung erfüllte „wundersamer Kräuterduft“ das Grab Mariens. Auch aus dem 14. Jahrhundert ist eine Legende überliefert, wonach die Grabtücher, in die der Leichnam Mariens gewickelt war, „gleich Balsam und der Blume der Lilien“ dufteten. Vor diesem Hintergrund werden in Bayern zu Mariä Himmelfahrt die zu Sträußen zusammengebundenen Kräuter gesegnet. Bei der Kräutersegnung wird über die Fürsprache Mariens Gottes Heil erbeten. Darin drückt sich nicht nur die Achtung vor der Schöpfung aus, die Heilkraft der Kräuter symbolisiert auch die liebende Zuwendung Gottes zu den Menschen.

Traditionell werden lebensnotwendige und heilkräftige Pflanzen wie Brotgetreide, Heil- und Gewürzpflanzen eingebunden. Vor allem im Oberland wird in der Mitte eine Königskerze eingefügt. Hinzu kommen Rohrkolben und Rainfarn sowie Heilpflanzen wie Johanniskraut, Salbei, Schafgarbe und Kamille. Als Gewürzpflanzen gehören Majoran, Thymian, Bohnenkraut, Minze und Liebstöckl in den Strauß, daneben die Hauptgetreidearten Hafer, Gerste, Weizen und Roggen. Oft wird der Kräuterbuschen auch mit Blumen aus dem sommerlichen Garten und einer Rose, dem Symbol für Maria, geschmückt. Gerade in bäuerlichen Familien werden die Kräuterbuschen kopfüber an einem schattigen Ort aufgehängt, getrocknet und später im Herrgottswinkel aufgesteckt.

Patrozinium wird auch in
Tuntenhausen gefeiert

Der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, feiert um 10 Uhr einen Pontifikalgottesdienst in der Wallfahrtsbasilika Mariä Himmelfahrt in Tuntenhausen, Landkreis Rosenheim, zum Patrozinium sowie zum 80. Jahrestag der Basilikaerhebung.

Der Bischofsvikar für die Seelsorgsregion Süd, Weihbischof Wolfgang Bischof, zelebriert um 10 Uhr einen festlichen Gottesdienst anlässlich des Patroziniums der Wallfahrtskirche Birkenstein in Fischbachau, Landkreis Miesbach. Zum Hochfest und Patrozinium der Klosterkirche Mariä Himmelfahrt in Rohr in Niederbayern feiert Weihbischof Rupert Graf zu Stolberg um 10 Uhr einen Pontifikalgottesdienst und hält die Festpredigt. Zum Abschluss des Patroziniums feiert er um 14 Uhr eine festliche Marienvesper in der Klosterkirche.

Im Münchner Liebfrauendom feiert Domdekan Prälat Lorenz Wolf um 10 Uhr einen Festgottesdienst. Das Vokalensemble der Dommusik, Solisten und Domorchester singen unter Leitung von Domkantor Benedikt Celler die „Spatzenmesse“ von Wolfgang Amadeus Mozart. Der Gottesdienst wird unter www.erzbistum-muenchen.de/stream live gestreamt und gebärdet.

In zwei Münchner Marien-Wallfahrtsorten
beginnt wieder der „Frauendreißiger“

In den zwei Münchner Marien-Wallfahrtsorten Ramersdorf und Thalkirchen beginnt wieder der traditionelle „Frauendreißiger“: 30 Tage lang bis zum Fest Kreuzerhöhung am 14. September finden in den Kirchen täglich Gottesdienste, Andachten und Rosenkranzgebete statt. Auch heute noch pilgern Menschen in allen Lebenslagen, pfarrliche Gruppen oder Touristen zu den beiden Gnadenorten, um Ruhe und Einkehr zu finden. In Maria Ramersdorf wird der Frauendreißiger um 10 Uhr mit einem Pontifikalgottesdienst eröffnet, in Maria Thalkirchen um 19 Uhr mit anschließender Lichterprozession.
(Quelle: Pressemitteilung Erzdiözese München und Freising / Beitragsbild: Symbolfoto re)