Ludwigsbad, Bad Aibling, 1931

Ludwigsbad, Bad Aibling, 1931

Bad Aibling / Landkreis Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in das Jahr 1931. Auf der historischen Aufnahme zu sehen ist das ehemalige Kurhotel Ludwigsbad in Bad Aibling. 

Das ehemalige Kurhotel Ludwigsbad in Bad Aibling war das erste Moorheilbad Bayerns und das erste salinische Moorheilbad der Welt. E$s ging aus einer „Soolen- und Moorschlamm-Badeanstalt“, hervor, die Desiderius Beck 1845 gründete.
1871 erhielt das Hotel zu Ehren des Bayernkönigs den Namen Ludwigsbad.  1902 wurde das Ludwigsbad dann zwangsversteigert. Der Unternehmer und Bankier Ludwig Meggendorfer übernahm es und modernisierte es aufwendig, beispielsweise mit Dampfheizung, elektrischem Licht und Duschenzimmern. Danach erlebte das Haus bis zum Ersten Weltkrieg seine Blütezeit. In den 20er-Jahren wurde es erneut veräußert.  Bis 1936 befand es sich dann im Besitz der Stadt. Danach erwarb es die Familie Antretter und es ging noch einmal bergauf mit dem Ludwigsplatz. 
Ende des 20.Jahrhunderts wurde es aber im Zuge des Niedergangs des Kurwesens aus wirtschaftlichen Gründen endgültig eingestellt. 
(Quelle: Archiv: Beitragsbild Herbert Borrmann)

Werbung für Prien in Südfrankreich

Werbung für Prien in Südfrankreich

Prien / Landkreis Rosenheim – 50 Jahre Freundschaft zwischen Graulhet in Südfrankreich und Prien am Chiemsee – das war für die Prien Marketing GmbH (PriMa) ein guter Grund, zusammen mit der offiziellen Jubiläums-Delegation mit auf die 1.450 Kilometer lange Reise zu gehen. Besonders präsentierte sich die PriMa beim Besuch des Sonntags-Marktes mit einem eigens für die Freunde Frankreichs geschaffenen Werbe- und Informationsstand.

Zu den dabei gemachten Erfahrungen hielt PriMa-Geschäftsführerin Andrea Hübner folgendes Resümee fest: „Der Stand war sehr gut besucht und die Besucher aus Graulhet und der näheren Umgebung haben sich für unsere Broschüren, Flyer und Werbegeschenke sehr gefreut. Besonders unser `Wiggerl` wurde uns regelrecht aus den Händen gerissen“. Die Aktion war letztlich nicht nur eine Anregung für die Bürger von Graulhet, Bayern, den Chiemsee und die Partnergemeinde Prien zu besuchen, es war auch -so Bürgermeister Andreas Friedrich – ein sympathischer Beitrag zur Festigung der Freundschaft über Grenzen hinweg.
(Quelle: Pressemitteilung Prien Marketing GmbH / Beitragsbild: Prien Marketing GmbH, zeigt das enthüllte Kunstdenkmal „Hymne der Hoffnung“. 

Wenn Langeweile zum Problem wird

Wenn Langeweile zum Problem wird

Rosenheim / Bayern / Deutschland – Schon der Lyriker Rainer Maria Rilke beschrieb 1902 in seinem Gedicht „Der Panther“ – „Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte, der sich im allerkleinsten Kreise dreht“ – eindrücklich die dramatischen Folgen einer nicht verhaltensgerechten Tierhaltung. Zoologische Gärten haben die Konsequenzen aus ihren früheren Fehlern gezogen und versuchen heute unter anderem durch ein vielfältiges Beschäftigungsprogramm, Langeweile und daraus resultierende Verhaltensstörungen bei ihren Tieren zu vermeiden und somit deren Lebensqualität zu erhöhen. Welche Nutzen können Tierhalter aus diesen Erfahrungen ziehen und für welche Heimtiere ist Beschäftigung sinnvoll?

In ihrem natürlichen Lebensraum werden Tiere – unabhängig von ihrer Art – mit vielfältigen Herausforderungen konfrontiert. Hierzu gehören vor allem die zeitintensive Suche nach Nahrung und Wasser sowie geeigneten Partnern oder Revieren. Gleichzeitig müssen sie sich vor Fressfeinden schützen oder ihr Revier gegen ungewollte Konkurrenten verteidigen. Hinzu kommt, dass sich die Umwelt permanent verändert und die Tiere auch darauf adäquat reagieren müssen. In einer vorbildlich eingerichteten Voliere oder einem Gehege bleibt von diesen (natürlichen) Herausforderungen und Aufgaben jedoch kaum etwas übrig. Futter und Wasser sind ständig vorhanden und beides befindet sich an seinem gewohnten Platz. Fressfeinde können die Pfleglinge nicht erreichen und im Falle von Nahrungskonkurrenten wird ausreichend Futter für alle Tiere zur Verfügung gestellt, sodass niemand hungern muss.

Reizarmes „Paradies“
fördert Langeweile

Ein solch eher reizarmes „Paradies“ kann letztendlich zu Langeweile und damit zu schwerwiegenden physischen und psychischen Gesundheitsstörungen führen. Dazu gehören etwa Verhaltensstörungen, die nicht nur die Lebensqualität, sondern auch die Lebenserwartung der Tiere teilweise deutlich reduzieren. Besonders betroffen sind dabei Vögel und Säugetiere, die aufgrund ihrer evolutionären Entwicklung über komplexe Verhaltensweisen verfügen. Normale Tätigkeiten, etwa die Gefiederpflege bei Vögeln, werden dann immer häufiger wiederholt oder intensiver durchgeführt, bis sie irgendwann zu einem schädlichen Federknabbern oder gar Rupfen ausarten. Aber auch bei Reptilien und sogar bei Amphibien und Fischen mehren sich die Hinweise, dass diese Tiere unter Langweile leiden können.

Selbst Fische können
sich langweilen

Um Langeweile zu vermeiden und die Lebensqualität der Pfleglinge zu steigern, gibt es mehrere Möglichkeiten, die gut miteinander kombiniert werden können. Die Bereitstellung von möglichst viel Platz ermöglicht den Tieren, sich Mikrohabitate und Rückzugsmöglichkeiten zu schaffen. Je nach Tier oder Tierart lassen sich auch mehrere Pfleglinge als „Spielgefährten“ in einer Gruppe halten. Zusätzliche Beschäftigung, wie das Erarbeiten von Futter, sorgt für Unterhaltung und stärkt die kognitiven Fähigkeiten. Wie die einzelnen Aspekte umgesetzt werden und welche sich besonders eignen, ist nicht nur abhängig von der Tierart und ihren natürlichen Verhaltensweisen, sondern letztendlich auch von den individuellen Fähigkeiten des Tieres. Viele Tiere reagieren auf Veränderungen ihrer Umwelt im ersten Moment panisch oder haben Angst vor unbekannten Gegenständen. Gerade bei älteren oder ängstlichen Tieren sollte jede Veränderung daher langsam und nur unter Kontrolle erfolgen.
Platzangebot: Schon bei der Auswahl sollte darauf geachtet werden, möglichst große Gehege zu erwerben. Idealerweise sind diese größer, als es in den jeweiligen „Gutachten über die Mindestanforderungen“ empfohlen wird. Denn je mehr Platz vorhanden ist, desto mehr Möglichkeiten haben Tierhalter, die Gehege verhaltensgerecht einzurichten. Bestehende Gehege können gegebenenfalls mithilfe von Etagen, Zwischenwänden oder auch modularen Erweiterungen ergänzt und somit aufgewertet werden. Der Zoofachhandel berät hier gerne.

Freilauf bei Kaninchen,
Meerschweinchen und Co.

Bei vielen Arten, wie Ziervögeln, Kaninchen und Meerschweinchen, muss zusätzlich noch Freiflug bzw. Freilauf angeboten werden. Hierfür eignen sich entsprechend ausgestattete Zimmer oder abgetrennte Bereiche, die keine Gefahren für die Tiere aufweisen (etwa Zimmerpflanzen) und von diesen ständig oder zumindest stundenweise genutzt werden können. Die den Tieren zur Verfügung stehende Fläche sollte entsprechend gestaltet und abwechslungsreich eingerichtet werden. Über Sitzplätze (idealerweise an Fenstern) und Spielplätze für Vögel oder Buddelkisten und Höhlen für Kaninchen freuen sich die tierischen Mitbewohner besonders.
Futterangebot verändern: Damit die Tiere nicht nur zwischen Schlaf- und Futterplatz „pendeln“, kann zumindest ein Teil des Futters im Gehege verteilt oder etwas schwerer zugänglich angeboten werden. Das mag sich im ersten Moment zwar gemein anhören, aber die Suche und damit das Erarbeiten von Futter gehört bei vielen Tierarten zum natürlichen Verhalten und ist sehr zeitaufwendig. So benötigen beispielsweise Wellensittiche in ihrem natürlichen Lebensraum ca. 80 Prozent der Tageszeit für die Suche nach Futter. Studien mit Graupapageien haben gezeigt, dass die Tiere Futterangebote bevorzugen, bei denen sie sich ihr Futter erarbeiten müssen. Folgende Möglichkeiten gibt es, die Futtersuche bzw. Aufnahme zu verlängern:
– Energiearmes Futter anbieten: Manche Futterbestandteile wie Sonnenblumenkerne oder Nüsse sind relativ groß und haben einen hohen Energiegehalt – die Tiere werden hiervon schnell satt. Energiereduzierte Futtermischungen bestehend aus kleineren Sämereien können dabei helfen, Langeweile zu verhindern, da die Tiere einfach mehr Zeit aufwenden müssen, um von den kleinen Nahrungsbestandteilen satt zu werden. Auch Frischfutter, wie Gemüse, Salate und Kräuter sowie ein wenig Obst, verlängert die Fresszeiten und ist zudem noch gesund.
– Zugang zu Futter erschweren: Futter kann an nicht so leicht zugänglichen Stellen platziert oder sogar versteckt werden. So lässt sich zum Beispiel ein Teil des (Körner-)Futters für Hamster oder Rennmäuse als eine Art Suchspiel auf die Einstreu verteilen. Karotten und anderes Gemüse, welches leicht erhöht angeboten wird, animiert die Tiere zum Klettern. Der Futternapf für Vögel kann von der Decke abgehängt werden, sodass er nur fliegend erreicht werden kann. Besondere Leckerlis lassen sich schnell und einfach in Pappschachteln, Papiertüten oder einfach nur in Papier einwickeln, und sorgen beim Auspacken für Aktivität im Gehege. Für eine Erarbeitung des Futters können auch Futterspielzeug, Futterbälle, -spieße oder -klammern gute Dienste leisten.

Artgenossen als
 „Beschäftigungstherapie“

Soziale Gruppen: Insbesondere bei natürlicherweise in Gruppen lebenden Tierarten – hierzu zählen fast alle haltungsrelevanten Ziervögel und Kleinsäuger – sind Artgenossen eine hervorragende „Beschäftigungstherapie“. Aber welches ist die ideale Haltungsform? Einige Arten, beispielsweise Wellensittiche oder Meerschweinchen, fühlen sich nachweislich in der Gruppe (Schwarm, Rudel) von mindestens 4 Tieren wohler als bei einer paarweisen Haltung. Idealerweise sollte die zukünftige Gruppengröße schon bei der Anschaffung der Tiere geklärt werden, da sich junge Tiere deutlich einfacher vergesellschaften lassen.
Zusätzliche Beschäftigung: Neben ihrem gewohnten Umfeld sollten Tiere immer wieder gezielt mit neuen Impulsen und Aufgaben konfrontiert werden, die es ihnen ermöglichen, ihre Sinne und Fähigkeiten einzusetzen, und Neues kennenzulernen. Eine Möglichkeit hierfür ist ein gezieltes Training, beispielsweise Clicker-, Target- oder Agility-Training. Neben Kenntnissen in der korrekten Durchführung der jeweiligen Trainingsmethode ist ein kontinuierliches Üben entscheidend für den Erfolg. Eine abwechslungsreiche Beschäftigung kann aber auch mit weniger Zeitaufwand erfolgen: Für Ziervögel bieten sich frische Äste mit Blättern von Laubbäumen an. Rennmäuse oder Hamster lassen sich mit etwas zusätzlichem Heu, Stroh und Körnern in einer Pappröhre oder einem Karton unterhalten. Wenn die Körner gefressen sind, kann der Karton als zusätzliches Spielmaterial zernagt und zerlegt werden. Mit ein wenig Fantasie lassen sich viele Möglichkeiten kreieren, um den tierischen Mitbewohnern das Leben abwechslungsreicher und spannender zu gestalten.
(Quelle: IVH/BNA / Beitragsbild: Symbolfoto: Josefa Staudhammer)

Guten Morgen

Guten Morgen

Heute ist der 17. September.

Namenstag haben: Herlinde, Lambert, Reinfried, Ricarda

3 bekannte Geburtstagskinder:

– William Brodie (1741 – war ein schottischer Tischler und Stadtrat von Edinburgh, der zur Finanzierung seiner Spielsucht ein zweites Leben als Einbrecher führte. Damit war er die Inspiration für die Novelle „Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde“.)

– Greta Garbo (1905 – war eine schwedische Schauspielerin, die durch Filme wie „Es war“, „Anna Christie“, „Mata Hari“ oder „Die Kameliendame“ berühmt wurde. Richtiger Name: Greta Lovisa Gustafsson.)

– Mark Shuttleworth  (1973 – ist ein südafrikanischer Unternehmer, der der Begründer des Linux-Projekts „Ubuntu“ ist und mit seinem Flug zur ISS der zweite Weltraumtourist sowie der erste Afrikaner im Weltraum war.)
(Quelle: geboren.am)

3 Ereignisse der Geschichte:

  • 1837: In New York City gründen Charles Lewis Tiffany und John B. Young ein Schmuckunternehmen, aus dem die Firma „Tiffany & Co.“ hervorgeht.
  • 1927: In den USA beginnt das Vorläuferunternehmen der Columbia Broadcasting System mit den Senden von Radioprogrammen.
  • 2004: Die Radiokohlenstoffdatierung von menschlichen Skelettresten aus einer Höhle bei Hagen ergeben ein Alter von 10.700 Jahren Damit handelt es sich um die ältesten Überreste von anatomisch modernen Menschen in Deutschland
  • (Quelle: wikipedia.org / Beitragsbild: Marion Protzek)
„Die Menschen zählen aus Sie“

„Die Menschen zählen aus Sie“

Landkreis Rosenheim – „Wer sich freiwillig engagiert und für die Menschen und die Gesellschaft eintritt, verdient höchsten Respekt.“ – Mit diesen Worten begrüßte Rosenheims Landrat Otto Lederer die Gäste auf Schloss Hartmannsberg. Zusammen mit Daniela Ludwig, Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende des BRK-Kreisverbands Rosenheim, sowie Falk Brem, Leiter des Amtes für Digitalisierung, Breitband und Vermessung, ehrte er in einer feierlichen Zeremonie elf Personen für ihre langjährigen Verdienste beim Bayerischen Roten Kreuz und fünf Personen für ihre langjährige Tätigkeit als Feldgeschworene.

Für diesen feierlichen Anlass hat der Landrat an einen besonders geschichtsträchtigen Ort eingeladen: Schloss Hartmannsberg in Bad Endorf. „Auch Sie sind jetzt Teil der Geschichte dieses Schlosses“, richtete er seine Worte an die zu Ehrenden. „Ich möchte Ihnen allen herzlich für Ihr Engagement danken. Die Menschen zählen auf Sie.“
Die Mitglieder des Bayerischen Roten Kreuzes Rosenheim unterstützen hilfsbedürftige und in Not geratene Menschen. Dabei waren sie im Zuge der Corona-Pandemie besonders gefordert. „Sie alle setzen sich seit vielen Jahren mit Herzblut und Leidenschaft für das Leben, die Gesundheit und das Wohlergehen Ihrer Mitmenschen ein. Das ist keine Selbstverständlichkeit“, sprach Otto Lederer den elf BRK-Mitgliedern seinen Dank und seine Anerkennung aus. Auch Daniela Ludwig zeigte sich begeistert von dem Engagement. „Sie alle sind ein Aushängeschild, die beste Werbung, die man haben kann, um weiter Menschen für dieses Ehrenamt zu begeistern.“

Ehrenzeichen am Bande
sowie Ehrenurkunde überreicht

Im Auftrag des Bayerischen Innenministers, Joachim Herrmann, überreichten Otto Lederer und Daniela Ludwig zusammen mit den jeweiligen Bürgermeistern den BRK-Mitgliedern das Ehrenzeichen am Bande sowie die Ehrenurkunde. Für 25 Jahre Tätigkeit beim Bayerischen Roten Kreuz wurden Korbinian Brandmaier aus Rohrdorf, Johannes Dreikorn aus Prien, Siegfried Kaufmann aus Bernau, Franziska Krüger aus Bruckmühl, Anna-Maria Lichtmannegger aus Eiselfing und Monika Maurer aus Stephanskirchen geehrt. Für 40 Jahre Dienst wurden Anna Brunner aus Eiselfing, Gerhard Hintermeier aus Schechen und Walter Holdinger aus Prien geehrt. Zur Goldenen Hochzeit mit dem BRK, für 50 Jahre wurden Katharina Hellmeier aus Schnaitsee und Johann Retzer aus Raubling geehrt.
Im Anschluss wurden fünf langjährige Feldgeschworene geehrt. Feldgeschworene unterstützen die Vermessungsbehörden. Sie pflegen alte Ortsgrenzen, wissen, wo Grenzsteine liegen und treten als Vermittler und Schlichter auf. „Sie übernehmen freiwillig Verantwortung für Ihre Mitmenschen und unser Zusammenleben“, dankte Otto Lederer den Anwesenden. Auch Falk Brem vom Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung schloss sich dem Dank an. „Was Sie tun, ist gelebter Dienst am Bürger. Sie sind bei Wind und Wetter draußen – vielen Dank.“
Im Auftrag des Staatsministers Albert Füracker, überreichte Otto Lederer zusammen mit Falk Brem und den jeweiligen Bürgermeistern die Ehrenurkunde. Für 40 Jahre Dienst ehrten sie Christian Berndl aus Höslwang, Max Grießl aus Bad Endorf und Ludwig Schmidmaier aus Vogtareuth. Jakob Löw aus Eiselfing kann auf ein halbes Jahrhundert als Feldgeschworener zurückblicken, er wurde für 50 Jahre geehrt. Johann Rappel aus Prien bekam an diesem Tag den längsten Applaus: Er ist seit 60 Jahren im Dienst als Feldgeschworener.
(Quelle: Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim / Beitragsbild: Landratsamt Rosenheim, zeigt von links: Landrat Otto Lederer, Anna Brunner aus Eiselfing, Korbinian Brandmaier aus Rohrdorf, Anna-Maria Lichtmannegger aus Eiselfing, Gerhard Hintermeier aus Schechen, Franziska Krüger aus Bruckmühl, Johannes Dreikorn aus Prien, Johann Retzer aus Raubling, Katharina Hellmeier aus Schnaitsee, Siegfried Kaufmann aus Bernau, Monika Maurer aus Stephanskirchen, Walter Holdinger aus Prien, Thomas Neugebauer (Stellvertretender Bereichsleiter Rettungsdienst beim BRK) und Daniela Ludwig, Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende des BRK-Kreisverbands Rosenheim.) 

 

„Thermen sind keine Spaßbäder“

„Thermen sind keine Spaßbäder“

Bad Füssing / Bayern  – Entsetzen beim Bayerischen Heilbäder-Verband (BHV): Die Bundesnetzagentur stuft Thermalbäder als Freizeiteinrichtungen ein. Die Folge: Bei einer Gasmangellage würden sie nicht mehr mit Gas versorgt werden und müssten komplett heruntergefahren werden. Der Verband schickte deshalb Brandbriefe an die Bundesnetzagentur und das Bundeswirtschaftsministerium. „Wir sind fassungslos über diese Einstufung und fordern die Bundesnetzagentur auf, das zu ändern und die Thermen als geschützte Kunden nach „SoS-Verordnung“ (2017/1938) einzustufen“, sagt der BHV-Vorsitzende und Landrat Peter Berek. „Wir fordern auch Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck auf, hier unverzüglich tätig zu werden. Thermen sind keine Spaßbäder, sondern ein wichtiger Bestandteil der Gesundheitsprävention.“

Die Bundesnetzagentur setze mit ihrer falschen Einstufung nicht nur die Existenz von Thermen aufs Spiel, sondern gefährde auch die Zukunft der Heilbäder und Kurorte. „Und nicht nur das: Sie torpediert die Gesundheitsprävention in Deutschland, die gerade in Pandemiezeiten eine herausragende Bedeutung erlangt hat“, betont Berek. Die Thermen als Freizeiteinrichtungen einzustufen, widerspreche allen wissenschaftlichen und medizinischen Erkenntnissen, erläutert BHV-Geschäftsführer Thomas Jahn. „Thermalwasser ist offiziell als Heilmittel deklariert und wird für therapeutische Zwecke eingesetzt, unter anderem bei Gelenkschmerzen oder bei Muskel- und Nervenleiden.“

„Therapien in Thermen wesentlicher
Bestandteil der ambulanten Vorsorgeleistungen“

Therapien in Thermen seien ein wesentlicher Bestandteil der ambulanten Vorsorgeleistungen, wie sie unter anderem auch im Sozialgesetzbuch V, §23 Absatz 2 festgehalten sind. Die ambulanten Vorsorgeleistungen sind seit Juni 2021 Pflichtleistung der Kassen. „Es ist unglaublich, dass diese Gesetzeslage noch nicht bei der Bundesnetzagentur und beim Bundeswirtschaftsministerium angekommen ist“, so BHV-Vorsitzender Peter Berek. „Im Übrigen sollte gerade das Bundeswirtschaftsministerium an die Wirtschaft denken. Werden Thermen geschlossen, hat das eine Kettenwirkung: Hotels machen Verluste und müssen möglicherweise schließen anschließende Branchen wie Handel und Handwerk würden ebenfalls massive Verluste erleiden. Das wäre ein gravierender Einbruch in unserer vornehmlich mittelständisch geprägten Wirtschaft.“
Der Bayerische Heilbäder-Verband hat auch die Bayerische Staatsregierung um Unterstützung gebeten. „Wir müssen und werden alle Hebel in Bewegung setzen, um die Existenz unserer Heilbäder und Kurorte zu sichern“, so Berek.
(Quelle: Pressemitteilung Bayerischer Heilbäder-Verband / Beitragsbild: Therme in Bad Füssing / Copyright Kur- & GästeService Bad Füssing)

Ludwigsplatz, Rosenheim, 1890

Ludwigsplatz, Rosenheim, 1890

Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in das Jahr 1890. Auf der historischen Aufnahme zu sehen ist der Ludwigsplatz in Rosenheim. 

Beschaulich wirkt der Ludwigplatz auf diesem Foto. Die meisten Gebäude, die zu sehen sind, existieren auch heute noch – auch wenn sich in dieser langen Zeit dann doch so einiges verändert hat. 
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann)

„Oper für alle“ trotzte dem Regen

„Oper für alle“ trotzte dem Regen

Rosenheim – Zum zweiten Mal überhaupt eröffnete die Bayerische Staatsoper die Opernsaison außerhalb von München. Die Wahl fiel nach Ansbach im vergangenen Jahr heuer auf Rosenheim. Rund 3000 Menschen trotzten am gestrigen Freitagabend im Mangfallpark Süd Regen und Kälte und lauschten den klassischen Klängen der Superlative – und das bei freiem Eintritt.

Die Wettervorhersage war für eine Open Air Veranstaltung alles andere als günstig. Bis zuletzt war es darum am gestrigen Freitag unklar, ob das Konzert überhaupt stattfinden kann. Aber die Bayerische Staatsoper entschied sich schließlich doch zur Durchführung. 5000 Karten wurden im Vorfeld für das Konzert kostenlos herausgegeben. Aufgrund des regnerischen, kalten Wetters blieben dann doch einige der Kartenbesitzer der Veranstaltung fern. Aber gut 3000 wurden es doch, die den ungemütlichen Witterungsbedingungen trotzten und mit winterlicher, regendichter Kleidung zum Mangfallpark Süd kamen.

Auch für die Zuschauer
gab es Applaus

Die Erleichterung über diesen Zuspruch war dann auch bei den Musikern und Sängern groß. Darum applaudierten sie zu Beginn des zweieinhalbstündigen Konzerts dann auch gleich einmal den Zuschauern dafür, dass sie trotz schlechten Wetters gekommen waren.
Warum sich die Bayerische Staatsoper für ihren zweiten Saisonauftakt außerhalb München für Rosenheim entschieden hat, begründete Staatsintendant Serge Dorny so: „Rosenheim hat ein sehr reichhaltiges Kulturleben. Aber noch kein eigenes Opernhaus“.
Sonya Yoncheva singt an den bedeutendsten Opernhäusern weltweit, darunter die Mailänder Scala und die Metropolitan Opera in New York. In Rosenheim bezauberte die Sopranistin nicht nur mit ihrer Stimme, sondern auch mit Herzlichkeit und Charme. Der britisch-italienische Tenor Freddie De Tommaso machte sich einen Namen, als er 2018 den ersten Preis, den Plàcido-Domingo-Tenor Preis und den Verdi-Peis beim Vinas- Gesangswettbewerb in Barcelona gewann.
Auf dem Programm standen Werke von Guiseppe Verdi, Jules Massenet, Pietro Mascagni und Giacomo Puccini. Die Musikalische Leitung lag bei Daniele Rustioni.
Sänger und Musiker waren mit so viel Herzblut, Temperament und Ausdrucksstärke bei der Sache, dass die Zuschauer das schlechte Wetter schnell ausblendeten und sich völlig dem musikalischen Großereignis hingaben. Selbst die Regenschirme blieben allesamt zu, um den Gesamteindruck nicht zu schmälern. Ein unvergesslicher Abend.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild, Fotos: Karin Wunsam)

Hier Bilder von der „Oper für Alle“: 

 

Oper fuer alle in Rosenheim - Blick ins Publikum
Oper fuer alle in Rosenheim. Blick auf die Buehne
Oper fuer alle in Rosenheim
Oper fuer alle in Rosenheim
Oper fuer alle in Rosenheim
Oper fuer alle in Rosenheim
Oper fuer alle in Rosenheim
Oper fuer alle in Rosenheim
Oper fuer alle in Rosenheim
Guten Morgen

Guten Morgen

Heute ist der 16. September.

Namenstag haben: Ariane, Colomba, Paloma, Hildegard, Hilde, Lambert, Reinfried, Robert

3 bekannte Geburtstagskinder:

– Käthe Kruse (1883 – war eine weltbekannte deutsche Puppenmacherin, deren Werke nach wie vor gefragte Sammlerstücke sind.)

– Robert Lembke (1913 – war ein bekannter deutscher Journalist und Fernsehmoderator der einst beliebten Ratesendung „Was bin ich?“.)

– Reinhold Messner (1944 – ist ein bekannter Tiroler Bergsteiger, der als erster Mensch all 14 Achttausender der Erde bestieg.)
(Quelle: geboren.am)

3 Ereignisse der Geschichte:

  • 1861: Der Straßburger Buchhändler Oscar Berger-Levrault gibt in einer Auflage von wenigen Dutzend den weltweit ersten Briefmarkenkatalog heraus.
  • 1904: Der Drogist Max Riese meldet die von ihm erfundene Penaten-Creme beim Reichspatentamt in Berlin an.
  • 1931: Die erste für die Öffentlichkeit bestimmte Langspielplatte mit 33⅓ Umdrehungen pro Minute wird in New York vorgesellt.
  • (Quelle: wikipedia.org / Beitragsbild: Marion Protzek)
Bahnhofstraße, Rosenheim, 1959

Bahnhofstraße, Rosenheim, 1959

Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht zurück in das Jahr 1959. Auf der historischen Aufnahme zu sehen ist die Bahnhofstraße in Rosenheim. 
(Quelle: Archiv: Beitragsbild: Herbert Borrmann)

Neue Kaufland-Filiale eröffnet

Neue Kaufland-Filiale eröffnet

Rosenheim – Gut ein halbes Jahr liefen die Umbauarbeiten am ehemaligen Real-Standort an der Kufsteiner Straße in Rosenheim auf Hochtouren. Am gestrigen Donnerstag wurde die neue Kaufland-Filiale eröffnet. Der Andrang dort ist auch am heutigen Freitag noch groß.

Einiges ist gleich geblieben. Beispielsweise gibt es wieder einen Schlüsseldienst und ein Zeitschriftengeschäft. Nicht mehr da ist dafür der Frisör. Weitere Neuerungen: die Rossmann-Filiale und der Döner-Imbiss.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild, Foto: Josefa Staudhammer)

Rosenheim bleibt „Fairtrade-Stadt“

Rosenheim bleibt „Fairtrade-Stadt“

Rosenheim – Die Stadt Rosenheim ist seit 2016 „Fairtrade-Stadt“. Dieses Siegel wurde jetzt rezertifiziert. Zur Überreichung der Urkunde fand am heutigen Freitagvormittag eine kleine Feierstunde mit Musik der Wasner Musi, „fairem“ Kaffee und „fairen“ Süßigkeiten am Mittertor statt. 

 

Fairtrade Rosenheim-Rezertifizierung

Der Weg hin zur Fairtrade-Stadt im Jahr 2016 war mit viel Arbeit, enormer Planung und zahlreichen Diskussionen verbunden. Seitdem trinken Rosenheims Oberbürgermeister Andreas März und der Rat fair gehandelten Kaffee und halten die Unterstützung des fairen Handels in einem Ratsbeschluss fest, eine Steuerungsgruppe koordiniert alle Aktivitäten, in Geschäften und gastronomischen Betrieben werden Produkte aus fairem Handel angeboten, die Zivilgesellschaft leistet Bildungsarbeit und die lokalen Medien berichten über die Aktivitäten vor Ort.
Ein Selbstläufer ist der Titel nach wie vor nicht. „Die Hürden für die Rezertifizierung sind hoch“, erklärte Christian Baab bei der heutigen Feierstunde. Der Pressesprecher der Stadt Rosenheim sprang beim Grußwort kurzfristig für den erkrankten Oberbürgermeister ein.
Das Engagement in Rosenheim in Sachen „Fairer Handel“ ist aber auch nach wie vor sehr vielfältig und reicht von der Verteilung fairerer Rosen zum Valentinstag, fairem Einkaufsführer und Fairtrade-Sportbällen für Schulen und Vereinen über Plakataktionen, eigenen Social-Media-Accounts bis hin zu Stadtführungen und einem Schokoladenprojekt für Grundschulen.
„Wir verstehen die bestätigte Auszeichnung als Motivation und Aufforderung für weiterführendes Engagement“, sagt Dr. Beate Burkl, Vorsitzende des Fördervereins Fairtrade-Stadt Rosenheim. Geplant seien Projekte zur öffentlichen Beschaffung und in Kooperation mit den Schulen.
Rosenheim ist eine von fast 800 Fairtrade-Towns in Deutschland. Das globale Netzwerk der Fairtrade-Towns umfasst mittlerweile über 2000 Fairtrade-Towns in insgesamt 26 Ländern, darunter Großbritannien, Schweden, Brasilien und der Libanon.
Mit der heutigen Feierstunde startete auch die Faire Woche. Sie steht heuer unter dem Motto „Fair steht dir“ und beschäftigt sich mit menschenwürdigen Arbeitsbedingungen und nachhaltigem Wirtschaften in der Textil-Lieferkette.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild, Fotos: Josefa Staudhammer)

Der Terminkalender zur Fairen Woche 2022 in Rosenheim:

Freitag, 23. September, 19.30 Uhr: Bildungswerk St. Nikolaus, Pettenkoferstraße 5, Vortrag: „Schokolade fair naschen“. Über den fairen Handel von Kakao und die Produktion von Schokolade berichten in einer Multivisionsshow Dr. Jutta Ulmer und Dr. Michael Wolfsteiner bekannt als LobOlmo. Es gibt Kostproben von Schokoladeprodukten vom Weltladen. Gebühr: 10 Euro.

Dienstag, 4. Oktober, 19.30 Uhr, Bildungswerk St. Nikolaus, Pettenkoferstraße 5, Vortrag: Ultra Fast Fashion – Schluss mit der Wegwerfmode“. Der bekannte Sachbuchautor Frank Herrmann (Fair einkaufen – aber wie, FAIR-Reisen) berichtet authentisch und aus eigener Erfahrung über die Folgen für Mensch und Umwelt durch die Wegwerfmode. Gebühr: 8 Euro.

Samstag, 8. Oktober, 11 bis 13 Uhr, vor der Stadtbibliothek am Salzstadel, bei Regen drinnen, Modenschau „Fair steht mir“. Faire Mode vom Weltladen und von Precious wird von Models aus dem Tanzraumstudio Stefanie Scheidler präsentiert. Die Moderation übernimmt Helmut Enzinger vom Weltladen.

Hier noch einige Impressionen von der heutigen Rezertifizierungsfeier am Ludwigsplatz in Rosenheim: 

Dr. Beate Burkl links überreicht die Rezertifizierungsurkunde für Fair-Trade-Town Rosenheim an Christian Baab, Pressesprecher der Stadt Rosenheim - Schokolade in der Schuessel
Wasner Musi am Ludwigsplatz in Rosenheim
Christian Baab, Pressesprecher der Stadt Rosenheim bei seinem Grußwort
Dr. Beate Burkl bei ihrer Rede
Tisch mit einigen fairen Suessigkeiten
Wasner Musi wird gefilmt