Guten Morgen

Guten Morgen

Heute ist der 5. Januar

Namenstag haben: Edward, Emilia, Gerlach, Johann Nepomuk, Roger

3 bekannte Geburtstagskinder:

– Konrad Adenauer (1876 – war ein deutscher CDU-Politiker, der als erster Bundeskanzler – 1949 – 1963 – , Außenminister – 1951 – 1955 -, die Geschicke der jungen Bundesrepublik lenkte.)

– Friedrich Dürrenmatt (1921 – war ein bekannter Schweizer Schriftsteller und Dramatiker. Sein Roman „Der Richter und sein Henker“ und die Theaterstücke „Der Besuch der alten Dame“ und „Die Physiker“ zählen heute zu den Gegenwartsklassikern.)

–  Umberto Eco (1932 – war ein italienischer Schriftsteller, Philosoph und Semiotiker. Sein wohl bekanntestes und hierzulande meistgelesene Werk: „Der Name der Rose“.) (Quelle: geboren.am)

3 Ereignisse der Geschichte:

  • 1769: James Watt erhält das Patent auf seine Dampfmaschine.
  • 1813: Dänemark erklärt seinen Staatsbankrott.
  • 1914: Auf einer Pressekonferenz kündigt Henry Ford die Einführung des Achtstundentags in seinem Unternehmen und einen Mindestlohn von fünf US-Dollar pro Trag an.
    (Quelle: wikipedia.org / Beitragsbild: Gisela Schreiner)
Jugendschöffen gesucht

Jugendschöffen gesucht

Landkreis Rosenheim – Für den Landkreis Rosenheim werden Jugendschöffen gesucht. Das Kreisjugendamt des Landratsamtes Rosenheim nimmt bis zum 24. Februar Bewerbungen entgegen.

Sinn für Gerechtigkeit, Empathiefähigkeit, der Wunsch, die eigene Meinung zu vertreten – all das eint Jugendschöffen. Jugendschöffen vertreten die Stimme des Volkes vor Gericht und leisten so einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft. Die Aufgabe der Jugendschöffen besteht darin, in Strafverfahren mit Jugendlichen oder jungen Heranwachsenden die Richterinnen und Richter beim Jugendschöffengericht des Amtsgerichtes Rosenheim und den Jugendkammern des Landgerichts Traunstein zu unterstützen. Für die Wahlperiode von 2024 bis 2028 können sich Interessierte noch bis 24. Februar 2023 für das besondere Ehrenamt bewerben.
Das Kreisjugendamt des Landratsamtes Rosenheim nimmt die Bewerbungen entgegen, sichtet diese und der Jugendhilfeausschuss des Landkreises erstellt in einer seiner nächsten Sitzungen eine Vorschlagsliste für das Jugendschöffengericht Rosenheim und die Jugendkammer am Landgericht in Traunstein.

Nicht nur Richter,
sondern auch Erziehende

Gesucht werden Männer und Frauen aus verschiedenen Kreisen der Bevölkerung. Auch gegenwärtig amtierende Schöffen können sich erneut zur Wiederwahl bewerben.
Jugendschöffen wirken an Gerichtsverhandlungen mit, bei denen Jugendliche ab dem 14. Lebensjahr angeklagt sind. Sie entscheiden mit den Berufsrichterinnen und -richtern über Schuld oder Unschuld und auch über die Höhe des Strafmaßes.
Das Jugendstrafrecht geht davon aus, dass Jugendliche, die gegen das Gesetz verstoßen, anders zu beurteilen sind als Erwachsene. Bei Jugendlichen ist der Reifungsprozess der Persönlichkeit noch nicht abgeschlossen – daher fehlt ihnen häufig die notwendige Einsicht in die Konsequenzen ihrer Handlungen. Das Jugendstrafrecht folgt daher dem Grundgedanken „Erziehung statt Strafe“. Jugendrichter und Jugendschöffen sind also nicht nur Richter, sondern auch „Erziehende“. Das Ziel ist es, die Entwicklung des jungen Menschen möglichst positiv zu beeinflussen. Neben Strafmaßnahmen kommen daher auch und in erster Linie Erziehungsmaßnahmen in Betracht.

Voraussetzungen und
Dauer der Wahlperiode

Alle fünf Jahre werden die Jugendschöffen neu gewählt. Interessierte müssen zum 01.01.2024 zwischen 25 und 69 Jahre alt sein und müssen im Landkreis Rosenheim wohnen. Jugendschöffe zu sein, ist eine besonders verantwortungsvolle Aufgabe. Überparteilichkeit, Selbstständigkeit, deutsche Sprachkenntnisse und Reife sind ebenso notwendig wie körperliche und geistige Fitness, um Verhandlungen zu jeder Zeit konzentriert verfolgen zu können. Von Jugendschöffen werden Lebenserfahrung und Menschenkenntnis erwartet.
Jugendschöffen sollten aber auch erzieherische Erfahrung und soziale Kompetenz mitbringen: Ein Ehrenamt im Verein beispielsweise, als Ausbilder, Berufserfahrung in Schulen kann hierbei helfen. Auch berufliche Erfahrung im sozialen Bereich oder in der Jugendhilfe ist ebenso denkbar wie private Betreuungs- bzw. Erziehungserfahrung. Die Jugendschöffen kommen bestenfalls aus allen Bereichen der Gesellschaft.
Wer aktiv mithelfen will, jungen Menschen, die straffällig geworden sind, bestmöglich zu unterstützen, sich positiv zu entwickeln, bewirbt sich bis 24. Februar 2023 mit dem bereitgestellten Bewerbungsformular über die Homepage des Landratsamtes Rosenheim per Mail an kreisjugendamt@lra-rosenheim.de
(Quelle: Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

 

 

Saline, Rosenheim, 1960

Saline, Rosenheim, 1960

Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in das Jahr 1960. Auf der historischen Aufnahme blicken wir auf die Salinstraße zur damaligen Zeit. 

In der Rosenheimer Saline wurde zwischen 1810 und 1958 durch das Sieden von Sole in Feuerpfannen Salz gewonnen. Die Sole kam über eine rund 80 Kilometer lange Leitung aus Holzrohren aus dem Salzbergwerk Berchtesgaden. In den drei Sudhäusern wurden jährlich bis 26.000 Tonnen Salz produziert. 
Im Jahr 1960 war diese Ära dann schon Geschichte und die heutige Salinstraße glich zu dieser Zeit mehr einen Feldweg. 
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann / Bildtext: Karin Wunsam)

Eine Straße noch ohne Autos

Eine Straße noch ohne Autos

Rosenheim – Der Ausbau der B15 ist seit Jahren das Mega-Bauprojekt in der Region Rosenheim. Der aufwendige Bau geht aber nun langsam auf die Zielgerade.

Ruhig und friedlich ist es aktuell noch auf diesem frisch fertiggestellten Teil der Strecke beim Keferwald in Rosenheim. Fußgänger, Radfahrer und Jogger haben derzeit die Straße noch ganz für sich allein. Bis Mitte 2025 sollen die Arbeiten an der nicht unumstrittenen Westtangente dann komplett abgeschlossen sein.
(Quelle: Bildtext Karin Wunsam / Beitragsbild: Gisela Schreiner)

 

Das Telegramm ist Geschichte

Das Telegramm ist Geschichte

Rosenheim / Bayern / Deutschland – Das Telegramm ist Geschichte: 170 Jahre, nachdem der Amerikaner E.P.Smith diese Bezeichnung im Jahr 1852 für telegrafisch übermittelte Nachrichten erfand, hat die Deutsche Post dieses Produkt nun zum Jahresende eingestellt. Zum Abschied wurden 3228 Telegramme versendet.

Nach Mitteilung der Deutschen Post DHL Group nutzten an den letzten beiden Werktagen des Jahres 2022 noch einmal jeweils mehr als 3000 Kunden das Telegramm. Am 31. Dezember waren es genau 3228. Zum Vergleich: in den Vorjahren wurden gerade einmal 200 und 300 Telegramme versendet – pro Monat!

Lange Zeit war das Telegramm weltweit die schnellste Art zu kommunizieren. In knappen Zeilen wurden besonders wichtige politische oder militärische Nachrichten übermittelt, aber auch solche privater Natur wie Hochzeiten oder Geburten. Eine gekürzte Sprache sowie das Weglassen von Personalpronomen und Adjektiven – jedes Wort und jedes Zeichen kostete schließlich Geld – zeichneten Telegramme aus. Wahlweise konnten die Kunden Schmuckblätter auswählen, um ihren Botschaften den nötigen Glanz zu verleihen. In den letzten Jahren sank die Nachfrage nach diesem Produkt auf Privatkundenseite jedoch immer mehr, lediglich Unternehmen und Verwaltungen nutzten dieses Produkt noch in nennenswertem Umfang, beispielsweise bei Firmenjubiläen oder als Einladungen.

In anderen Ländern gibt es schon
lange keine Telegramme mehr

2018 hatte die Deutsche Post bereits den Versand von Telegrammen ins Ausland eingestellt. Die Deutsche Post war zuletzt eines der wenigen Postunternehmen weltweit, das überhaupt noch ein Telegramm-Produkt anbot. In den letzten Jahren haben verschiedene Post- und Telekommunikations-Unternehmen das Telegramm aus dem Produktangebot gestrichen, unter anderen in Indien, Thailand, Frankreich, Österreich und der Schweiz.
(Quelle: Pressemitteilung Deutsche Post DHL Group / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Benedikt XVI: Details zur Beerdigung

Benedikt XVI: Details zur Beerdigung

Bayern / Rom – Am Silvestertag ist der emeritierte Papst Benedikt XVI. im Alter von 95 Jahren in Rom gestorben (wir berichteten). Am morgigen Donnerstag findet die Beerdigung statt. Details zur Grablegung wurden jetzt bekannt gegeben. Die Erzdiözese München und und Freising nimmt mit einer rund 30-köpfigen Delegation an den Feierlichkeiten teil und auch aus Stadt- und Landkreis Rosenheim haben sich schon einige auf nach Rom gemacht.  

Die Wurzeln zu Bayern waren auch während der Jahre in Rom immer stark bei Benedikt XVI. Immer wieder einmal bekam er auch Besuch aus Stadt und Landkreis Rosenheim. Da ist es für viele, insbesondere aus den Reihen der heimischen Trachtenvereine, eine Selbstverständlichkeit dem einstigen Kirchenoberhaupt nun auch die letzte Ehre zu erweisen und an den morgigen Trauerfeierlichkeiten teilzunehmen.
Wie diese aussehen werden, wurde am gestrigen Dienstag aus dem Vatikan bekanntgegeben. Größtenteils soll Benedikt XVI. laut Vatican News wie ein amtierender Papst beerdigt werden. Nur einigen Elementen weiche man bei dem Begräbnis von einer „normalen“ Papstbestattung ab.

Dazu gehört auch der aus Zypressen gefertigte Sarg. Dieser wird am heutigen Mittwochnachmittag mit einem besonderen Ritus verschlossen. Morgen gegen 8.45 Uhr soll er dann feierlich aus dem Petersdom auf den Platz getragen und ausgestellt werden, um so den Gläubigen die Möglichkeit zu geben, einen Rosenkranz für den emeritierten Papst zu beten, bevor das Requiem beginnt. Am ende der Messe wird der Leichnam dann in die Grotten überführt.

Ein dreifacher Sarg 
für Benedikt XVI.

Zum Ritus für ein Papstbegräbnis gehört auch, dass ein Band mit den Siegeln des Domkapitels von Sankt Peter, des Päpstlichen Hauses und des Amtes für Liturgische Feiern um den Zypressensarg gelegt wird. anschließend wird der Zypressensarg in einen versigelten Zinksarg gelegt und dieser wiederum in eine Holzkiste. Diese wird dann an der ursprünglichen Grabstätte von Johannes Paul II. beigesetzt.
Papst Franziskus wird die Messe, aufgrund gesundheitlicher Probleme, nicht selbst zelebrieren. Aber er soll die Predigt sprechen. Zelebrant ist laut Vatican-News Kardinal Re, Dekan des Kardinalskollegiums.

Öffentlich überragen werden von den Trauerfeierlichkeiten nur die Momente auf dem Petersplatz.

Zu sehen ist die Beerdigung im Fernsehen live:
– ZDF ab 9.05 Uhr
– Phoenix ab 9 Uhr

– BR Fernsehen ab 8.45 Uhr

Der Ritus in den Vatikanischen Grotten findet danach, wie in der Vergangenheit bei anderen Papstbegräbnissen auch – ohne Beteiligung der Öffentlichkeit statt. Noch nicht bekannt ist die genaue Inschrift des Grabes von Benedikt XVI.

Rund 60.000 Menschen
werden zu der Trauerfeier erwartet

Erwartet werden zu den morgigen Trauerfeierlichkeiten in Rom rund 60.0000 Menschen. Angeführt von Kardinal Reinhard Marx fliegt auch eine rund 30-köpfige Delegation der Erzdiözese München und Freising zu der Beerdigung. Mit dabei sind neben dem Erzbischof von München und Freising auch Vertreter des Domkapitels, der Leitung des Erzbischöflichen Ordinariats sowie des Diözesanrats der Katholiken.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Mitteilung Vatican-News / Pressemitteilung Erzbistum München und Freising / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Zelle mehrfach „gebucht“

Zelle mehrfach „gebucht“

Rosenheim – Ein 34-jähriger warf in einer Gemeinschaftsunterkunft in Rosenheim Teller und Geschirr durch die Gänge, zerschlug Lampen, knallte Türen und schrie herum – und das nicht nur einmal. Deshalb kam er auch gleich mehrfach in eine Zelle.

Nach Mitternacht verständigten Nachbarn am heutigen Mittwoch die Roseneimer Polizei über Lärm in der Gemeinschaftsunterkunft in der Brunnholzstraße. Als die Rosenheimer Beamten sich vor Ort ein Bild der Situation machte, zeigte sich der 34-jährige nach den Angaben der Polizei wieder ruhig und versicherte, jetzt wieder schlafen zu gehen.
Keine 30 Minuten später ging erneut die Mitteilung ein, dass der Mann wieder randaliere. Diesmal wurde er von der Polizei in Gewahrsam genommen und schlief in einer Zelle der Rosenheimer Polizei. Gegen 6 Uhr am Morgen wurde er aus dem polizeilichen Gewahrsam entlassen und bereits um 6.30 Uhr gingen erneut Notrufe bei der Polizei ein, dass der 34-jährige erneut alles in der Wohnung zerschlage.
Die Polizei prüft jetzt mit den zuständigen Behörden und Einrichtungen, ob eine einvernehmliche Lösung gefunden werden kann, damit in Zukunft wieder Ruhe in der betreffenden Gemeinschaftsunterkunft herrscht. 
Durch das Zerschlagen der Gegenstände entstand ein Sachschaden von rund 100 Euro. Die Polizei ermittelt hier wegen Sachbeschädigung.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto Polizeipräsidium Oberbayern Süd)

Guten Morgen

Guten Morgen

Heute ist der 4. Januar

Namenstag haben: Angelika, Anneliese, Christiane, 

3 bekannte Geburtstagskinder:

– Jacob Grimm (1785 – war ein deutscher Sprach- und Literaturwissenschaftler, Jurist, Begründer der deutschen Philologie und Altertumswissenschaft. Bekannt ist er aber vor allem zusammen mit seinem Bruder Wilhelm Grimm als Sammler von Sagen und Märchen und ihren „Kinder- und Hausmärchen“.)

– Louis Braille (1809 – war der mit dem dritten Lebensjahr selbst erblindete Erfinder der nach ihm benannten „Brailleschrift“. Diese ist bis heute die bekannteste Schriftart für Blinde.)

–  Hellmuth Karasek (1934 – war ein bekannter deutscher Literaturkritiker und Journalist. In Erinnerung geblieben ist er vor allem durch sein Mitwirken bei der Literatursendung „Das Literarische Quartett“ an der Seite von Marcel-Reich-Ranicki.) (Quelle: geboren.am)

3 Ereignisse der Geschichte:

  • 1954: Duisburg stellt als erste deutsche Stadt Parkuhren auf.
  • 1961: Der letzte Band des von den Brüdern Grimm 123 Jahre zuvor begonnenen Deutschen Wörterbuchs erscheint.
  • 2010: Mit offiziellen Feierlichkeiten wird in Dubai das höchste Gebäude der Welt, der Burji Khalifa, eingeweiht.
    (Quelle: wikipedia.org / Beitragsbild: Julia Dinner, zeigt Rotwand)
Sternsinger sind wieder unterwegs

Sternsinger sind wieder unterwegs

Rosenheim / Bayern / Deutschland – Bundesweit sind derer Tage die Sternsinger unterwegs. Auch in der Stadt Rosenheim ziehen sie jetzt wieder von Haus zu Haus und sammeln Geld für Kinderprojekte in der ganzen Welt.

Sternsinger-Begleiter klebt Segensspruch an weiße Haustür

Weil Kreide an glatten und weißen Türen nicht funktioniert, wird der Segenspruch mittlerweile auch aufgeklebt. Fotos: Josefa Staudhammer

Nach zwei Jahren Corona-bedingten Einschränkungen können die jungen „Könige“ ihren Segen heuer endlich wieder persönlich überbringen. Bundesweit sind in diesem Jahr 300.000 Buben und Mädchen für die gute Sache unterwegs und schreiben oder kleben an die Haustüren das bekannte C+M+B. Das steht für „Christus mansionem benedicat“ – zu Deutsch „Christus segne dieses Haus“.
Bei Innpuls.me haben sie am heutigen Abend auch schon vorbeigeschaut, ihren Segensspruch aufgesagt und ein kleines Ständchen gesungen (Unser Beitragsbild und Foto).
(Quelle: Artikel: Josefa Staudhammer / Beitragsbild, Foto: Josefa Staudhammer) 

Immer weniger Kleinschmetterlinge

Immer weniger Kleinschmetterlinge

Bayern – Mit rund 2.000 Arten bilden Kleinschmetterlinge, landläufig oft als Motten bezeichnet, unter den rund 3.300 Schmetterlingsarten in Bayern die bei weitem größte Gruppe. Der Bestand ist seit 2003, laut dem Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU) rückläufig. 53 Arten gelten sogar als ausgestorben oder verschollen.

Das Bayerische Landesamt für Umwelt aktualisiert kontinuierlich die Roten Listen gefährdeter Arten und hat nun eine neue Rote Liste für Kleinschmetterlinge veröffentlicht. In einem ersten Teil werden ca. 760 Arten bearbeitet, vorwiegend Zünslerfalter und Wickler. Ein zweiter Teil über weitere Familien der Kleinschmetterlingsarten soll bis 2024 vorliegen. Etwa die Hälfte der in dieser ersten Liste bewerteten Kleinschmetterlinge werden als gefährdet eingestuft. Davon gelten 53 Arten als ausgestorben oder verschollen. „Mit 92 Arten ist die Gefährdungskategorie ‚Vom Aussterben bedroht‘ überdurchschnittlich umfangreich“, bilanziert der Bearbeiter der Roten Liste Dr. Andreas Segerer von der Zoologische Staatssammlung München. Die Bestandsentwicklungen im Vergleich zur letzten Erhebung im Jahr 2003 seien überwiegend rückläufig.

Veränderung der Lebensräume
schuld am negativen Trend

Wie in den Roten Listen allgemein, sind auch bei den Kleinschmetterlingen vor allem Arten gefährdet, die auf nährstoffarme Offenland-Lebensräume wie Magerrasen, Extensivwiesen, Moore oder Kulturbrachen angewiesen sind. „Überraschend ist jedoch, dass auch unter den sonst weniger bedrohten Arten der Wälder und Gebüsche 36 Prozent als gefährdet gelten“, sagt Johannes Voith vom Bayerischen Artenschutzzentrum im Bayerischen Landesamt für Umwelt. Die wesentlichen Gefährdungsfaktoren liegen in der Veränderung der Lebensräume. Sowohl die Nutzungsintensivierung als auch die Nutzungsaufgabe von Flächen führt zu einem Verlust an Strukturreichtum und Lebensräumen. Nicht zuletzt spielt der Klimawandel eine immer größere und überwiegend negative Rolle für die aktuelle Bestandsentwicklung einiger Arten.
Entsprechend der großen Artenzahl existiert unter den Kleinschmetterlingen ein breites Spektrum an ökologischer Vielfalt. Es reicht von (Vorrats-)Schädlingen wie Maiszünsler oder Apfelwickler bis zu hochgradigen und sehr seltenen Spezialisten. Insbesondere die Spezialisten haben Gebiete früherer Vorkommen eingebüßt oder kommen gar nur an einem einzigen Standort in Bayern vor, wie etwa der Salzsteppen-Graszünsler, Pediasia aridella ludovicellus, oder der Vierfleckige Storchschnabelzünsler, Ostrinia quadripunctalis. Eine Besonderheit stellen die Raupen der Wasserzünsler dar. Sie leben aquatisch und fressen an Wasserpflanzen, etwa an Laichkraut.

Aufgrund der großen Artenzahl und zahlreichen seltenen und gefährdeten Spezialisten in einem weiten Spektrum an Lebensräumen haben Kleinschmetterlinge eine hohe artenschutzbezogene Bedeutung. Mit zahlreichen Maßnahmen wird die Strukturvielfalt der Lebensräume in Bayern gefördert. Die Förderung zum Erhalt und Aufbau von Streuobstwiesen mit dem Streuobstpakt sowie das Vertragsnaturschutzprogramm sind wesentliche Bestandteile der Schutzmaßnahmen. Für die hochgradig gefährdeten Arten entwickelt das Bayerische Artenschutzzentrum weitere Schutzkonzepte.
(Quelle: Pressemitteilung Bayerisches Landesamt für Umwelt / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Teuerstes Tankjahr aller Zeiten

Teuerstes Tankjahr aller Zeiten

Rosenheim / Bayern / Deutschland – So viel wie im Jahr 2022 mussten deutsche Autofahrer noch nie für Sprit bezahlen. Das vergangene Jahr war laut ADAC das teuerste Tankjahr aller Zeiten.

Super E10 lag mit einem Jahresdurchschnittspreis von 1,860 Euro knapp 34 Cent über dem Wert von 2021 (1,522 Euro). Bei Diesel fällt der Sprung nach oben mit über 56 Cent noch viel deutlicher aus. Ein Liter kostete 2022 durchschnittlich 1,946 Euro (2021: 1,385 Euro), damit liegt der Jahresdurchschnittspreis von Diesel erstmals über dem von Super E10. Die Differenz zwischen dem teuersten und preisgünstigsten Tag des abgelaufenen Jahres lag bei Super E10 bei 55,9 Cent je Liter (2,203 Euro am 14.3./1,644 Euro am 7.1.), bei Diesel sogar bei 75,9 Cent (2,321 Euro am 10.3., 1,562 am 4.1.).

Viele Faktoren waren für
Verteuerung verantwortlich

Die überaus starke Verteuerung im Vergleich zum Vorjahr ist laut ADAC auf viele Faktoren zurückzuführen. Unsicherheiten bezüglich des Ukraine-Kriegs, Lieferengpässe und -schwierigkeiten, steigende industrielle Nachfrage nach Diesel sowie eine Entkoppelung der Preise an den Tankstellen von den Rohölnotierungen kennzeichneten den Markt. Aber auch die Margen der Raffinerien sind deutlich gestiegen. So verzwölffachte sich die Brutto-Raffineriemarge in Deutschland in den ersten elf Monaten des Jahres 2022 gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Nach Ansicht des ADAC lagen die Kraftstoffpreise 2022 insgesamt auf einem viel zu hohen Niveau. Das Potenzial für künftige Preisnachlässe ist gerade bei Dieselkraftstoff noch erheblich, denn für einen Liter Diesel fallen gut 20 Cent weniger Steuern an. Tatsächlich liegt der Dieselpreis im Jahresdurchschnitt aber um mehr als acht Cent über dem von Super E10.

Eine Entspannung an den Zapfsäulen zeige ein Blick auf die Durchschnittspreise im Dezember: Laut aktueller Auswertung des ADAC war hier, wie schon im Vormonat, ein Rückgang erkennbar. Super E10 kostete im Durchschnitt 1,690 Euro je Liter und damit gut 14 Cent weniger als im November. Ein Liter Diesel lag sogar mehr als 15 Cent unter dem Vormonatsniveau: Für einen Liter mussten Dieselfahrer im Monatsmittel 1,811 Euro bezahlen.
(Quelle: Pressemitteilung ADAC / Beitragsbild: Symbolfoto re)

 

Aktion für die Vielfalt

Aktion für die Vielfalt

Rosenheim – Die jungen Menschen, die im Landkreis Rosenheim das Jugendmagazin „aROund“ betreiben, laden interessierte Gleichaltrige am 20. Januar zu einem besonderen Abend ein. Zuerst wird gemeinsam die Städtische Galerie in Rosenheim besucht, wo an diesem Abend das Autoren-Team Christina und Benjamin Knödler zu Gast ist und das Buch „Young Rebels“ vorstellt. Im Anschluss dreht die bunte Truppe eine Runde durch die neue Ausstellung „Wegschauen verboten!“ und danach ziehen alle Interessierten noch weiter ins Turmcafé, um gemeinsam das Spiel „Mensch, L!“ zu spielen.

Bei dem neu entwickelten Vielfalts-Spiel des Lesben- und Schwulenverbands Deutschland geht es darum, gemeinsam und mit dem Handy Aufgaben zu lösen. Treffpunkt ist um 17:45 Uhr vor der Städtischen Galerie Rosenheim am Max-Bram-Platz 2. Geplantes Ende ist gegen 22 Uhr. Eingeladen sind junge Menschen zwischen 14 und 23 Jahren, die Lust haben, das Team von aROund kennenzulernen und vielleicht selbst beim Jugendmagazin mitzumachen. Bei aROund kann man ehrenamtlich Medienluft schnuppern, texten oder fotografieren und eigene Beiträge im Jugendmagazin veröffentlichen. Begleitet wird das Projekt von Fachleuten aus der Medienbranche, die in der Kommunalen Jugendarbeit des Landkreises Rosenheim arbeiten.
(Quelle: Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim / Beitragsbild: Landratsamt Rosenheim)