„Zu massiv“: Pläne zur Bebauung beim ehemaligen Kastenauer Hof in Rosenheim stoßen auf Widerstand

„Zu massiv“: Pläne zur Bebauung beim ehemaligen Kastenauer Hof in Rosenheim stoßen auf Widerstand

Rosenheim –  Der ehemalige „Kastenauer Hof“  wird abgerissen und macht damit Platz für eine Wohnbebauung. Das steht schon seit einigen Jahren fest. Aber die Dimension dieses Bauprojekts schockiert jetzt viele Bewohner des Rosenheimer Stadtteils. „Viel zu massiv“, sind sich viele einig. Nun wurde eine Unterschriftenaktion gestartet.

Nachdem das rund 6400 Quadratmeter große Areal den Besitzer gewechselt hat,  verabschiedete sich die Pächterfamilie, die den Gasthof und Hotel zuletzt bewirtschaftet hatte, nach 32 Jahren (wir berichteten). Ende März 2022 wurde der Geschäftsbetrieb eingestellt. Seitdem wird das Gebäude vorübergehend als Flüchtlingsunterkunft genutzt. Die Pläne für die Zukunft des Areals stehen aber längst fest: Ein privater Investor will das alte Gebäude abreißen und durch eine neue Wohnbebauung ersetzen.

Vier Gebäude mit 101 Wohnungen sind im Gespräch

Nun nimmt dieses Vorhaben immer konkretere Formen an. Bei der Bürgerversammlung im Oktober 2024 sprach die Stadt von 70 neuen Wohnungen, die entstehen sollen (wir berichteten). Nun stellt sich die Lage aber anders dar. Vor wenigen Wochen erreichte die direkten Anlieger eine Postwurf-Information des Bauherren  – und da war der Schock bei vielen groß: Insgesamt vier Gebäude mit insgesamt 101 Wohnungen und einer fast 4000 Quadratmeter großen Unterkellerung für eine Tiefgarage stehen nun zur Debatte.

„Ein komplett neuer Stadtteil im Stadtteil“

„Ich schätze das Engagement im Wohnungsbau. Aber das ist deutlich zu massiv“, meint der Kastenauer Max Breu. Er hat deswegen nun eine Unterschriftenaktion gestartet, Die Unterstützung dafür ist groß, nicht nur bei den direkten Anliegern rund um das Areal.
„Als ich diese Pläne zu Gesicht bekommen habe, war ich geschockt“, erzählt eine Kastenauerin, die gegenüber dem Areal wohnt. Wie viele andere in dem Rosenheimer Stadtteil auch, befürchtet sie enorme negative Auswirkungen, sollten die derzeitigen Pläne des Bauherrn tatsächlich in dieser Form realisiert werden. „Damit würde quasi ein komplett neues Stadtteil im Stadtteil entstehen“, meint ein Kastenauer, der ebenfalls in unmittelbarer Nähe des ehemaligen Kastenauer Hofs wohnt.

Stand 2020 zählt der Rosenheimer Stadtteil rund 1240 Einwohner. „Bei über 100 Wohnungen kämen mit einem Schlag um die 250 neue Bewohner hinzu“ rechnet Max Breu vor. Er befürchtet, dass dadurch das soziale Gefüge innerhalb des Stadtteils, das sich gerne als „Dorf“ definiert, leidet und die Infrastruktur nicht ausreichen wird:  „Durch dieses Bauvorhaben kommt es zu einer erheblichen Zunahme des Verkehrsaufkommens. Und schon jetzt gibt es in vielen Straßen Parkplatzprobleme. Bestes Beispiel dafür ist der Lindenweg, der durch vorhandene, aber nicht genutzte Parkdecks in der Brückenstraße überbelegt wird“.  Die Straßen seien größtenteils schmal, teils kurvenreich und fast an keiner Stelle gäbe es einen Fuß- oder Radweg. Die Stecke von der Hainholzstraße zum Birkenweg, die direkt zum ehemaligen Kastenauer Hof führe, sei deswegen aus gutem Grund für den Schwerlastverkehr gesperrt. „Und genau dieser muss ja dann wohl zum Einsatz kommen, wenn dort gebaut wird. Meiner Meinung nach führt das dann zu lebensgefährlichen Situationen, insbesondere für die Kinder, die über diesen Weg zur Schule gehen“, so Breu.

Soll Gießenbach verschoben werden

Zuletzt sehen er und auch viele andere Kastenauer durch dieses Großbauprojekt auch einen Verlust von Naturräumen. Max Breu bereitet in dieser Hinsicht vor allem Sorge, dass in dem ihm vorliegenden Bauwerber-Plan der Gießenbach verschoben wird. Mit dieser Thematik hat sich auch bereits der Bund Naturschutz auseinandergesetzt. „Dies würde das Landschaftsschutzgebiet und den Wald entsprechend verkleinern, was nicht akzeptabel ist“, so die Stellungnahme des Bund Naturschutz dazu.

Am Dienstag, 28. Januar, findet um 19.30 Uhr im Schützenheim der Kastenauer Schützen (neben dem ehemaligen Kastenauer Hof, Birkenweg 20) eine öffentliche Informationsveranstaltung, insbesondere für Anlieger, statt.

Die Stadt Rosenheim hat auf Nachfrage von Innpuls.me bestätigt, dass ein Bauantrag eines privaten Investors für Abriss und Neubau auf dem Gelände des ehemaligen Kastenauer Hofs eingegangen ist. Er befinde sich derzeit in der Planung.  Max Breu und viele andere Kastenauer hoffen nun, dass die aktuellen Pläne noch einmal überdacht werden und die Dimension des Bauprojekts deutlich reduziert wird.. „Wir hoffen auf einen Kompromiss, der den gesetzlichen Vorlagen und Anforderungen des Gesetzgebers entspricht, die wirtschaftlichen Interessen des Bauherrn befriedigt und auch den berechtigten Einwänden, Bedenken und Ängsten der Kastenauer Rechnung trägt“, so Breu.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Archiv Innpuls.me)

Osterwarngau: Nutzholz zersägt – für Mountainbiketrail

Osterwarngau: Nutzholz zersägt – für Mountainbiketrail

Osterwarngau / Landkreis Miesbach –  In einem Waldstück in Osterwarngau (Landkreis Miesbach) wurde illegal Nutzholz zersägt – wohl um sich einen Mountainbiketrail anzulegen. Die Polizei sucht Zeugen.

Die Pressemitteilung im Wortlaut: 
In der Zeit vom 15.01.25 bis 22.01.25 zersägten bislang unbekannte Täter insgesamt 4 Bäume in einem Waldstück nahe des Birkenwegs in Osterwarngau.
Das Waldstück liegt neben einer sich dort anschließenden Forststraße und ist für den Pkw-Verkehr gesperrt. Die 4 Bäume lagen vor der Tat schon am Boden als Sturmschäden. Das Holz sollte noch als Nutzholz verwendet werden.

Unbekannte Täter zersägten die am Boden liegenden Baumstämme, damit sie dort sogenannte „Trails“ anlegen können. Das sind Strecken für Mountainbike-Fahrer, denen die Baumstämme offensichtlich im Weg waren und deshalb mit einer Motorsäge zersägt wurden. Der Schaden beläuft sich auf ca. 300 Euro.
Die Polizei Holzkirchen bittet um sachdienliche Hinweise unter 08024-9074-0.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Holzkirchen / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Asphaltabfall illegal entsorgt

Asphaltabfall illegal entsorgt

Holzkirchen / Landkreis Miesbach – An vier Stellen im Gemeindebereich von Holzkirchen und Warngau (Landkreis Miesbach) wurde unerlaubt Asphaltabfall entsorgt. Die Polizei sucht Zeugen: 

Gefunden wurden die Reste von Gussasphalt und Estrich vom Bauhof Holzkirchen am 20. Januar. 
Nun sucht die Polizei Zeugen. Wer hat an folgenden Örtlichkeiten Beobachtungen in der letzten Zeit dahingehend gemacht, dass jemand, evtl. von einem Lkw aus, etwas ausgebracht hat?
– Ortsverbindungsstraße Lochham – Osterwarngau, Abzweigung Valleyer Straße zum Birkerfeld (Industriegebiet Warngau) am Straßenrand
– Ortsverbindungstraße Thann – Sufferloh kurz vor Sufferloh an der Abzweigung nach Hartpenning am Straßenrand
– Im Ortsteil Thann auf der Straße neben den Reitplätzen Richtung Lochham / Bahnübergang
– Auf einem Feldweg vom Parkplatz an der B13 zwischen Holzkirchen und Hartpenning in Richtung Staatsstraße 2073
An den Ablageorten wurden jeweils nur immer kleinere Mengen abgeladen.
Wer kann Hinweise auf den Verursacher der unerlaubten Ablage geben?
Hinweise werden von der Polizeiinspektion Holzkirchen unter der Nummer 08024/ 90 74-0 entgegengenommen.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Holzkirchen / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Geplante Flüchtlingsunterkunft in Rott am Inn:  Landratsamt Rosenheim veröffentlicht FAQs

Geplante Flüchtlingsunterkunft in Rott am Inn: Landratsamt Rosenheim veröffentlicht FAQs

Rott / Landkreis Rosenheim – Die geplante Flüchtlingsunterkunft in Rott am Inn erhitzt nach wie vor die Gemüter. Die Gemeinde Rott am Inn hat eine Klage gegen die Baugenehmigung angekündigt (wir berichteten). Die Baugenehmigung bleibt aber dennoch vorerst wirksam. Das Landratsamt hat jetzt zu den Projekt umfassende FAQs veröffentlicht.

Rein rechtlich hat die von der Gemeinde Rott am Inn angekündigte Klage gegen die Baugenehmigung keine aufschiebende Wirkung, sodass die erteilte Baugenehmigung wirksam bleibt. Lediglich im Falle eines erfolgreichen Eilantrags, den die Gemeinde zusätzlich zur Klage stellen kann, müsste das Projekt bis zur endgültigen gerichtlichen Entscheidung ruhen“, stellt das Landratsamt Rosenheim in einer aktuellen Pressemitteilung klar.
Vor einigen Tagen hat das Landratsamt auf seiner Webseite einen umfassenden Fragen- und Antworten-Katalog zur geplanten Flüchtlingsunterkunft in Rott am Inn veröffentlicht. Dort zu finden sind viele Hintergrundinformationen von der rechtlichen Grundlage der am 18. Dezember erteilten Baugenehmigung bis hin zum Beschluss des Petitionsausschusses des Bayerischen Landtags.

“Mit der Veröffentlichung dieser ausführlichen Informationen kommen wir dem berechtigten Interesse der Bürgerinnen und Bürger nach Transparenz nach”, erklärt Rosenheims Landrat Otto Lederer. “Uns ist bewusst, dass das Thema viele Menschen bewegt. Gerade deshalb ist es wichtig, dass wir alle Fakten auf den Tisch legen und sachlich informieren.” Die Unterbringungssituation im Landkreis sei weiter angespannt: „Aus Mangel an Alternativen müssen die Schulturnhallen in Raubling und Bruckmühl weiter als Ankunftseinrichtung genutzt werden. Das beeinträchtigt den regulären Schul- und Vereinssport erheblich. Die geplante Ankunftseinrichtung in Rott am Inn soll hier dringend benötigte Entlastung schaffen. Die Belegung wird dabei in zwei Phasen erfolgen – zunächst mit 120 bis 150 Personen, erst nach sechs Monaten ist die volle Belegung mit maximal 270 Personen vorgesehen. Die Nutzung ist bis zum 30. September 2028 befristet“

Als Landratsamt habe man nicht nur eine gesetzliche, sondern auch eine humanitäre Verantwortung. „Menschen, die in Deutschland Schutz suchen, brauchen ein Dach über dem Kopf. Gleichzeitig nehmen wir die Sorgen der Bürgerinnen und Bürger sehr ernst”, betont Landrat Lederer.
(Quelle: Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto Landratsamt Rosenheim)

ADAC: „Fortdauernde Unsicherheiten hemmen E-Auto-Hochlauf“

ADAC: „Fortdauernde Unsicherheiten hemmen E-Auto-Hochlauf“

Rosenheim / Bayern / Deutschland – E-Autos waren im vergangenen Jahr alles andere als heiß begehrt. Rund 140.000 Elektrofahrzeuge weniger als im Vorjahr wurden 2024 hierzulande zugelassen, meldet der ADAC. Warum es 2025 besser mit dem Verkauf laufen könnte, erfahrt Ihr hier:

Vor allem der Anteil der privaten Anmeldungen von E-Autos hat 2024 laut ADAC stark nachgelassen: Mit 136.570 Fahrzeugen lag der Anteil bei nur knapp 36 Prozent aller E-Pkw. 2023 machten die privaten Käufer noch fast 43 Prozent aus. „Private Käufer stellen angesichts fortdauernder Unsicherheiten und nach wie vor bestehender Sorgen in Hinblick auf Reichweiten und Lademöglichkeiten eine Kaufentscheidung entweder ganz zurück oder weichen auf Verbrenner-Fahrzeuge aus“, so das Fazit des ADAC.
Umso wichtiger sei es, dass die Verantwortlichen – Gesetzgeber, Ladestromanbieter und Hersteller – gemeinsam daran arbeiten, die Attraktivität der E-Mobilität zu steigern. Entscheidend dafür seien einerseits günstigere Modelle, andererseits bezahlbare und transparente Ladepreise. Positiv bewertet der Mobilitätsclub, dass einige Hersteller für dieses Jahr neue Einstiegsmodelle unter 25.000 Euro angekündigt haben. „Das Modellangebot wächst, und auch der Ausbau der Ladeinfrastruktur schreitet voran,“ erklärt Stefan Gerwens, Leiter Verkehr beim ADAC. „2024 hat die Anzahl der Ladepunkte um über 20 Prozent zugenommen, bei den Schnellladern sogar um fast 40 Prozent. Allerding sehen wir bei den Preisen noch immer große Unterschiede und Unklarheiten.“

Angebot an gebrauchten E-Autos steigt

Was steigt ist der Anteil von E-Autos bei den Gebrauchtwagen. Machten Elektroautos 2023 noch 1,6 Prozent aller Besitzumschreibungen aus, ist der Anteil im vergangenen Jahr auf 2,7 Prozent gestiegen. Für den Dezember 2024 meldet das KBA sogar einen Anteil von 3,4 Prozent. „Das Angebot an gebrauchte E-Autos steigt und die Skepsis der Käufer scheint nachzulassen,“ so Gerwens. Unter diesem Aspekt lasse sich der hohe, gewerbliche Anteil an E-Auto-Neuzulassungen auch positiv bewerten: Die meisten dienstlich genutzten Fahrzeuge würden nach zwei, drei Jahren wieder als günstigere Gebrauchte auf den Markt kommen.

Nun kommt es auch auf die Bundestagswahl an

Für das aktuelle Jahr erwartet der ADAC eine Zunahme der E-Auto-Zulassungen, da der Druck auf die Hersteller durch reduzierte CO2-Flottengrenzwerte steigt. Autokäufer könnten davon durch höhere Rabatte profitieren. Entscheidend dürfte nach Ansicht des ADAC aber auch der Ausgang der Bundestagswahl Ende Februar sein. „Verlässliche politische Rahmenbedingungen sind für den Hochlauf der E-Mobilität unabdingbar,“ so Stefan Gerwens.
(Quelle: Pressemitteilung ADAC / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Region Rosenheim: DWD warnt vor Glätte

Region Rosenheim: DWD warnt vor Glätte

Rosenheim – Alle, die sich jetzt dann auf den Weg nach draußen machen, bitte aufpassen. Es kann stellenweise sehr glatt sein. Vom Deutschen Wetterdienst (DWD) gibt es aktuell (23.1.2025) eine dementsprechende Warnung. 

Die Temperaturen steigen. Regen ist möglich – und fällt dieser auf den gefrorenen Boden, kann es schnell sehr rutschig werden auf Straßen und Fuß-und Gehwegen. Die DWD-Warnung gilt derzeit bis 12 Uhr. 
Im Laufe des Tages kann der Wetterumschwung dann auch für teils kräftige Windböen mit Geschwindigkeiten bis 60 km/h sorgen. 
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Hundegebell: Was ist wann und wie lange erlaubt?

Hundegebell: Was ist wann und wie lange erlaubt?

Deutschland / Bayern / Rosenheim – Hundegebell führt bei Nachbarn oft zu Streit. Doch was ist erlaubt und ab wann muss Ruhe sein? Das verrät der IHV.

Bellen ist für Hunde ein Kommunikationsmittel und liegt in der Natur der Tiere. Bellt ein Hund aber besonders häufig oder lange, kann dies zu Streitigkeiten mit den Nachbarn führen.
Die Frage ist: Wann ist Hundegebell als Ruhestörung einzustufen und was müssen Mitbewohner einfach erdulden? Verschiedene Gerichtsurteile geben Antworten.
Ob vor Freude, weil der geliebte Mensch nach Hause kommt oder vor Aufregung, wenn der Postbote an der Haustür klingelt: Mit ihrem Bellen drücken Hunde Emotionen aus. Vielen Rassen liegt es im Blut, Geräusche lautstark zu melden, manchmal zum Unmut des Nachbarn, der die Lautäußerungen als Lärmbelästigung empfinden kann. Damit haben sich bereits diverse Gerichte beschäftigt. Das übereinstimmende Urteil: Auch für Hundegebell gelten Richtlinien, Regeln und Ruhezeiten.

Wie viel und wie lange dürfen Hunde bellen?

„Das Urteil des Oberlandesgericht Köln vom 7. Juni 1993 wird mittlerweile als Standardurteil in Lärmangelegenheiten verwendet“, erklärt der auf Tierrecht spezialisierte Anwalt Andreas Ackenheil. Dieses Urteil mit dem Aktenzeichen 12 U 40/93 verpflichtete einen Hundehalter, sein Tier so zu halten, dass Hundegebell, Winseln oder Jaulen auf dem Grundstück des Nachbarn zu bestimmten Ruhezeiten nicht zu hören ist. Diese Zeiten gelten von 13 bis 15 Uhr sowie von 22 bis 6 Uhr. Darüber hinaus darf Hundegebell nicht länger als zehn Minuten ununterbrochen und insgesamt 30 Minuten täglich zu hören sein. „Natürlich können festgesetzte Bellzeiten einem Hund nicht verständlich gemacht werden, daher sind die Regelungen eher als Orientierung zu verstehen“, erklärt der Tierrechtsexperte.
Auch in ländlicher Umgebung muss ein Hundehalter sicherstellen, dass Nachbarn vor 7 Uhr morgens, zwischen 13 und 15 Uhr und nach 22 Uhr keiner Lärmbelästigung durch Hundegebell ausgesetzt sind. Das Recht der Nachbarn auf Ruhe hat hier Vorrang vor dem Interesse des Hundehalters, wie das Landgericht Mainz am 22. Juni 1994 unter dem Aktenzeichen 6 S 87/94 urteilte.

Dürfen Hunde an Sonn- und Feiertagen bellen?

„Geht von einer Hundehaltung eine erhebliche Lärmbelästigung durch das Hundegebell aus, so kann die Ordnungsbehörde anordnen, dass die Hunde nachts und an Sonn- und Feiertagen in geschlossenen Gebäuden gehalten werden. Diese Maßnahme ist angesichts des ordnungswidrigen Verhaltens des Hundehalters zulässig“, erläutert Anwalt Ackenheil. Dies hat das Oberverwaltungsgericht Lüneburg am 5. Juli 2013 unter dem Aktenzeichen 11 ME 148/13 entschieden. Begründet wurde das Urteil damit, dass häufiges, übermäßig lautes und langanhaltendes Hundegebell, insbesondere zu Ruhezeiten wie der Mittags- und Nachtzeit sowie an Sonn- und Feiertagen, eine erhebliche Belästigung der Nachbarschaft und damit eine Ordnungswidrigkeit darstellt.

Besteht ein Anrecht auf Mietminderung?

„Andere Mieter können die Miete wegen nachbarlichen Hundegebells allenfalls dann mindern, wenn der Hund regelmäßig und langanhaltend laut bellt. Gelegentliches Bellen stellt keinen Grund für eine Mietminderung dar“, sagt der Anwalt unter Berufung auf ein Urteil des Amtsgerichts Hamburg vom 6. März 2005 mit dem Aktenzeichen 49 C 165/05. Das Gericht führte aus, dass ein gelegentliches Bellen noch nicht als Mietmangel bezeichnet werden könne, ebenso wenig wie andere, mit der Wohnnutzung zwangsläufig verbundene nachbarliche Laute wie Schritte, das Rauschen einer Dusche oder Toilettenspülung. Derartige Geräusche gehören ebenso wie die Lebenszeichen eines Hundes zu dem Geräuschspektrum, das jeden Mieter eines Mehrfamilienhauses erwarte.
Aus einem weiteren Urteil des Amtsgerichts Rheine vom 3. Februar 1998 mit dem Aktenzeichen 14 C 731/97 geht hervor, dass Mieter, die wegen Hundegebells in der Nachbarswohnung die Miete mindern, in einem Prozess konkret darlegen müssen, zu welchen Zeiten der Hund hörbare Geräusche von sich gegeben hat.
Um Konflikte in der Nachbarschaft zu vermeiden, ist es daher nicht nur hilfreich, frühzeitig das Gespräch zu suchen. Der Hundehalter sollte auch Ursachenforschung betreiben und gemeinsam mit dem Vierbeiner daran arbeiten, gegebenenfalls auch mithilfe eines Hundetrainers.
(Quelle: Pressemitteilung IVH / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Guten Morgen

Guten Morgen

Heute ist der 23. Januar

Namenstag haben: Emrentia, Eugen, Hartmut, Heinrich, Reinhold

3 bekannte Geburtstagskinder:

Arjen Robben (1984 – ist ein niederländischer Fußballspieler, der aktuell beim FC Bayern München unter Vertrag steht.)

Richard Dean Anderson (1950 – ist ein US-amerikanischer Schauspieler und Produzent.)

– Jeanne Moreau (1928 – war eine französische Schauspielerin, die seit Ende der 1940er-Jahre in über 100 Filmen mitspielte.)
(Quelle: geboren.am)

3 Ereignisse der Geschichte:

  • 1843: Jacob Christoph Rad erhält ein fünf Jahre gültiges österreichisches Privileg auf seine Erfindung der Würfelzuckerpresse. Der Würfelzucker kommt in den Gebrauch.
  • 1945: Der gesamte Schnellzugverkehr in Deutschland wird wegen des Zweiten Weltkriegs eingestellt. Lediglich die internationalen Züge von Berlin nach Kopenhagen und Prag verkehren bis April weiter.
  • 1988: Nirvana nehmen in Seattle innerhalb von wenigen Stunden ihre ersten im Studio produzierten Songs auf.
    (Quelle: wikipedia.org / Beitragsbild: re)
Starbulls Rosenheim: Kein Glück im Spitzenspiel gegen die Dresdner Eislöwen

Starbulls Rosenheim: Kein Glück im Spitzenspiel gegen die Dresdner Eislöwen

Rosenheim – Rosenheim gegen Dresden – Tabellenvierter gegen Tabellenführer: Das mit Spannung erwartete Topspiel der DEL2 am Dienstagabend (21.1.2025) ging mit 3:0 an die Gäste aus Sachsen. Das bessere Team mit dem deutlichen Plus an Torchancen waren aber die Starbulls, die für ihren starken Auftritt von ihren Fans nach der Schlusssirene mit viel Applaus verabschiedet wurden. Rosenheimer Torerfolgen standen der herausragende Dresdner Torwart Danny aus den Birken und zweimal das Torgestänge im Weg.

Starbulls Rosenheim gegen Dresdner Eislöwen: Fotos: Ludwig Schirmer / Peter Lion

4.050 Zuschauer verfolgten das Spiel im Rosenheimer Eisstadion. Fotos: Copyright Ludwig Schirmer-Peter Lion

Unter den 4.050 Zuschauern waren über 700 Mitarbeiter von insgesamt 60 Blaulicht-Organisationen, die von den Starbulls zum Besuch des DEL2-Spitzenvergleichs zwischen Rosenheim und Dresden ins ROFA-Stadion eingeladen wurden. Mit dieser Aktion will der Verein allen Einsatzkräften und ehrenamtlichen Helfern bei Feuerwehren, Rettungsdiensten, der Polizei und dem Technischen Hilfswerk ein kleines Dankeschön für ihren täglichen großartigen Einsatz aussprechen. Der „Blaulicht-Tag“ soll vor allem ein deutliches Zeichen setzen, wie unglaublich wichtig das oft unterschätzte Engagement von haupt- wie ehrenamtlich in diesen Bereichen tätigen Menschen für die Allgemeinheit ist.

Starbulls Rosenheim gegen Dresdner Eislöwen: Fotos: Ludwig Schirmer / Peter Lion
Eislöwen gehen ausgeruht und top aufgestellt ins Spiel

Es war des Topspiel des 39. Spieltags in der DEL2. Die Dresdner Eislöwen gingen mit der breiten Brust des unangefochtenen Tabellenführers ins Spiel, der sich 17 Spiele hintereinander nicht in der regulären Spielzeit bezwingen ließ – und der sich für die klare 0:5-Niederlage beim ersten Gastspiel der laufenden Saison auf Rosenheimer Eis drei Monate zuvor revanchieren wollte. Dresdens Cheftrainer Niklas Sundblad konnte aus dem Vollen schöpfen und alle 19 möglichen Feldspielerpositionen besetzen. Sein Team musste am vergangenen Wochenende nur einmal antreten und gewann dabei in Freiburg klar und deutlich 8:2.
Die Starbulls haben im Jahr 2025 bereits zwei Partien mehr auf dem Buckel. Im Line-up fehlten gegen den Tabellenführer Fabjon Kuqi und die langfristig verletzten Stefan Reiter, Norman Hauner und Maximilian Vollmayer. Torwart Oskar Autio war zwar nominiert, musste nach dem Aufwärmen aber krankheitsbedingt passen. Weil Pascal Seidel bei seiner Stammorganisation Straubing Tigers weilte und Patrik Mühlberger ebenfalls krank war, hütete der 19-jährige Alexander Rose das Rosenheimer Tor – es war sein erster Spiel-Einsatz im Herrenbereich überhaupt.

Starbulls Rosenheim gegen Dresdner Eislöwen: Fotos: Ludwig Schirmer / Peter Lion
Dresden ging mit dem ersten Torschuss in Führung

In den Anfangsminuten begegneten sich beide Mannschaften mit Respekt. Bis zum ersten Schuss auf eines der Tore dauerte es 3 Minuten und 55 Sekunden – und dann stand es 0:1. Dresdens Verteidiger Yannick Drews tankte sich zentral durch und traf ins rechte Eck. „Eigentlich hab ich einen schnellen Pass nach vorne gesucht, da war aber leider nichts frei. Auf gut bayerisch hab ich mich bissl durchgewurschtelt, zum Glück ist die Scheibe wieder auf meinen Schläger gekommen und dann war sie drin“, beschrieb der Torschütze die Szene im Live-Interview zu Beginn der ersten Drittelpause.
Da stand es bereits 0:2, weil Sebastian Gorcik die Scheibe aus wenigen Zentimetern über die Torlinie schubste, nachdem Rosenheims Schlussmann Rose ein Schuss von Niklas Postel durchgerutscht war (14.). Zwischen den beiden Gegentoren machten die Starbulls Druck und hatten – unter anderem bei einem stark aufgezogenem Powerplay – gute Schüsse, die aber zur Beute vom fehlerlosen Gästekeeper Danny aus den Birken wurden oder abgefälscht knapp am Tor vorbeitrudelten. Kurz vor der Pausensirene hatte Ville Järveläinen, der im Slot frei zum Abschluss kam, den Anschlusstreffer auf der Kelle, doch auch da war Dresdens Torwart zur Stelle.

Deutliches Rosenheimer Chancenplus ab dem zweiten Drittel

Gleich zu Beginn des zweiten Spielabschnitt trafen die Gäste zum dritten Mal – erneut in einer Situation, die gar nicht zwingend aussah. Dane Fox schien im „Topscorer-Zweikampf“ von C.J. Stretch schon abgedrängt, bugsierte die Scheibe aber raffiniert mit der Rückhand in den linken oberen Torwinkel (22.). Das mögliche 0:4 verhinderte Alexander Rose mit einem Reflex gegen den frei vor ihm zum Abschluss kommenden Travis Turnbull (28.). Das war es aber dann auch schon fast mit Dresdner Torchancen.
Vor allem in der zweiten Hälfte des zweiten Drittels stand Gästekeeper Danny aus den Birken permanent im Fokus. Als Simon Gnyp abzog, verhinderte der Pfosten den ersten Rosenheimer Torerfolg (32.). Nicht nur in Überzahl schnürten die Hausherren den Spitzenreiter lange in dessen Zone ein. Järveläinens Versuche blieben am Torraum hängen, Stretch bugsierte einen Abpraller per Rückhand über das leere Dresdner Tor (33.). Zahlreiche weitere Abschlüsse wurden zur Beute vom Dresdens Torwart, den Starbulls-Cheftrainer Jari Pasanen nach der Partie zum „besten Spieler auf dem Eis“ adelte.

Starbulls Rosenheim gegen Dresdner Eislöwen: Fotos: Ludwig Schirmer / Peter Lion
Starbulls blieben bis zur letzten Sekunde engagiert

Auch dem dritten und vierten Rosenheimer Powerplay entsprangen gefährliche Schüsse, aber keine Treffer. Lukas Laub hatte Pech, dass seine Direktabnahme nur an die Latte des Gästetores klatsche (46.). Während der Tabellenführer kaum noch etwas für die Offensive tat, arbeitete die Eislöwen-Defensive konsequent und klärte alle Abpraller. Die Starbulls gaben nicht auf, versuchten es in den letzten drei Minuten durchgehend ohne Torwart und mit sechstem Feldspieler, blieben aber trotzdem zum dritten Mal in der laufenden Saison ohne Torerfolg in der regulären Spielzeit – zum ersten Mal jedoch in einem solchen Fall auch ohne Punktgewinn, denn gegen Landshut und in Weißwasser ging es mit einem 0:0 in die Verlängerung.
„Ich bin mit der Art und Weise, wie wir gegen einen Top-Gegner gespielt haben, sehr zufrieden. An der Mannschaftsleistung gibt es nichts zu rütteln. Sehr schade, dass wir keine Tore geschossen haben“, sagte Jari Pasanen nach dem Spiel.
Rosenheim weiter acht Punkte vor Tabellenplatz fünf
Weil Verfolger Ravensburg ebenfalls verlor, beträgt der Rosenheimer Vorsprung auf den fünften Tabellenrang weiterhin acht Punkte. „Wenn alle Spieler gesund geblieben wären und wir wären Vierter, Fünfter oder Sechster würde ich sagen – ok. Aber jetzt mit so einer kurzen Bank zu spielen und Topleuten, die fehlen – ich hätte nie und nimmer geglaubt, dass wir so lange auf dem vierten Platz bleiben. Das spricht für die Mannschaft und den Zusammenhalt. Ich ziehe den Hut davor, was unsere Spieler in den letzten drei, vier Wochen geleistet haben. Aber es wird von Woche zu Woche schwieriger“, ordnete der Starbulls-Headcoach die Situation nach drei absolvierten Vierteln der Hauptrunde ein.
Weiter geht es für die Starbulls Rosenheim in der DEL2 mit einem Auswärtsspiel gegen die Eisbären Regensburg (Freitag, 20 Uhr). Beim nächsten Rosenheimer Heimspiel am kommenden Sonntag (26.1.2025) um 17 Uhr sind die Blue Devils Weiden zu Gast im ROFA-Stadion.
(Quelle: Pressemitteilung Starbulls Rosenheim / Beitragsbild, Fotos: Copyright: Peter Lion – Ludwig Schirmer)

Einbruch in Einfamilienhaus in Rosenheim – Kripo sucht Zeugen

Einbruch in Einfamilienhaus in Rosenheim – Kripo sucht Zeugen

Rosenheim – Im Zeitraum von Dienstagnachmittag, 21. Januar 2025, bis Mittwochmorgen, 22. Januar 2025, brachen Unbekannte in ein Einfamilienhaus in Rosenheim ein. Die Kriminalpolizei Rosenheim hat die Ermittlungen übernommen und bittet dabei auch um Hinweise aus der Bevölkerung.

Die Pressemitteilung im Wortlaut:
Ein oder mehrere Einbrecher öffneten bei einem Einfamilienhaus in der Bromberger Straße im Zeitraum von Dienstagnachmittag (21.01.2025) bis Mittwochmorgen (22.01.2025) gewaltsam ein Fenster und gelangten so in das Haus. Drinnen durchsuchten sie die Räume offenbar nach Wertgegenständen. Ob solche entwendet wurde, wird derzeit geprüft. Beim Einbruch richteten der oder die Täter einen Sachschaden in Höhe von etwa 500 Euro an.

Die ersten Ermittlungen vor Ort wurden durch Beamte der Polizeiinspektion Rosenheim und des Kriminaldauerdienstes der Kriminalpolizeiinspektion Rosenheim getätigt. Die weitere Sachbearbeitung wird vom zuständigen Fachkommissariat 2 der Kriminalpolizei fortgeführt.

Dabei bitten die Ermittler auch um Hinweise aus der Bevölkerung:

  • Wer hat im Zusammenhang mit dem Einbruch am Dienstag 21. Januar auf Mittwoch, 22. Januar 2025 in der Bromberger Straße im Stadtteil Mitterfeld in Rosenheim verdächtige Wahrnehmungen gemacht?
  • Wem sind vielleicht in der Zeit vor dem Einbruch bereits im Umfeld des Tatortes verdächtige Personen oder Fahrzeuge aufgefallen?
    Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 08031/200-0 bei der Kriminalpolizeiinspektion Rosenheim oder bei jeder anderen Dienststelle zu melden.
    (Quelle: Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd / Beitragsbild: Symbolfoto re)
TH-Technologiepark Rosenheim: Müssen Bäume für Schachbrett und 3 Stellplätze weichen?

TH-Technologiepark Rosenheim: Müssen Bäume für Schachbrett und 3 Stellplätze weichen?

Rosenheim – Müssen gesunde Bäume, die eigentlich durch die Baumschutzverordnung geschützt sind, für ein Schachbrett und drei Autostellplätzen weichen? Diese Frage dürfte bei der Sitzung des Stadtentwicklungs- und Baugenehmigungsausschuss am morgigen Donnerstag (23.1.2024) eine Rolle spielen, bevor die Entscheidung zum geplanten Technologiepark und dem neuen Studentenzentrum der TH Rosenheim fällt.
Bäume in der ehemaligen Bogensiedlung in Rosenheim. Foto: Innpuls.me
Derzeit wirkt das Gelände der ehemaligen Bogensiedlung noch wie ein idyllischer Park. Bald soll dort schon ein großer Gebäudekomplex entstehen. Fotos: Innpuls.me
Die Technische Hochschule plant den Technologiepark und das Studentenzentrum auf dem Gelände der ehemaligen Bogensiedlung. Gegen diesen Plan an sich gibt es auch kaum Einwände. Aber für dieses Vorhaben sollen 80 Stadtbäume gefällt werden. Schon im Frühjahr vergangenen Jahre hat sich gegen diese Pläne Widerstand formiert. Es wurde sogar eine Petition „Rettet die Stadtbäume in Rosenheim“ gestartet, um doch noch ein Umdenken und Umplanen zu erreichen (wir berichteten) . 281 Unterschriften kamen bisher zusammen.
Bei der morgigen Sitzung des Stadtentwicklungs- und Baugenehmigungsausschuss soll nun die endgültige Entscheidung für das Bauprojekt fallen. Innpuls.me besuchte am heutigen Mittwoch (21.1.2025) zusammen mit Anna Rutz und Peter Weigel von der Grünen-Stadtratsfraktion noch einmal das zukünftige Baugelände, um sich vor Ort ein Bild der Situation zu machen.
Bäume am Rande des Baugebiets des geplanten Studentenzentrums und Technolgoieparks der TH Rosenheim. Foto: Innpuls.me
Zumindest die Bäume am Rande des Areals will die Stadtratsfraktion der Grünen erhalten.

Aktuell wirkt das rund 250.000 Quadratmeter große Gelände noch wie ein wunderschöner Park. Die noch kalten Temperaturen verleihen den vielen staatlichen Bäumen, darunter Exemplare mit einem Baumumfang von bis 4 Metern, einen frostig-weißen Anstrich. Am Boden grünt es aber stellenweise schon wieder und die Vögel pfeife fröhlich.
Das alles wird aber wohl  bald Geschichte sein. Das Areal ist seit einigen Tagen komplett eingezäunt. Die Baumfällarbeiten werden wohl in Kürze starten – um so mit diesen Arbeiten nicht in die Brutzeit der Vögel im Frühjahr zu kommen.
Die Mehrheit der 80 Bäume ist kaum mehr zu retten, aber die Grünen-Stadtratsfraktion will zumindest erreichen, dass 10 der alten Bäume erhalten bleiben können, die am Rand des Geländes stehen und damit die Bauarbeiten für den geplanten Gebäudekomplex ihrer Ansicht nach nicht stören.

Es handelt sich dabei vor allem um Feldahorne. „Der Feldahorn ist ein optimaler Klimabaum, der sich auch problemlos beschneiden lässt“, weiß Peter Weigel.
Einer der größten Exemplare dieser Gattung wächst auf dem Gelände dort, wo die Planer ein großes Schachbrett als Freizeitbeschäftigung für die Studenten der TH vorgesehen haben. Weitere Bäume in der Nähe sollen drei Autostellplätzen weichen. „Wir finden, das muss nun wirklich nicht sein. Man kann da sicher auch so planen, dass diese Bäume erhalten bleiben können. Gleich gar, wenn man sich dann auf der anderen Seite für das Schachbrett eine Beschattung wünscht“, sind sich Anna Rutz und Peter Weigel einig.

Wert der Bäume höher einstufen

Generell wünschen sie sich, dass der Wert der Bäume im Rosenheimer Stadtgebiet zukünftig höher eingestuft wird. So wird die TH zwar zu Ersatzpflanzungen verpflichtet, bedeutet konkret: für einen erwachsenen Baum, müssen drei kleine neue Bäume gepflanzt werden, macht in diesem Fall in Summe 154 Bäume.  Gut 70 neue Bäume sollen nach Abschluss der Bauarbeiten direkt auf dem Gelände gepflanzt werden. Gut 70 weitere will die TH aber mit einer Summe in Höhe von rund 1000 Euro pro Baum von der Stadt ablösen. „Zu wenig“, meinen die beiden Grünen-Stadträte.

Auch der Bund Naturschutz Rosenheim fordert eine Umplanung. „So etwas ist gerade  im Zeichen des Klimawandels aus der Zeit gefallen“, heißt es dazu auf der Internetseite. Der Bund Naturschutz fordert eine Umplanung: „Wie passt ein derart massiver Eingriff in den Baumbestand zum eigenen Anspruch der TH Rosenheim, die Fächer wie Umwelttechnologie und Nachhaltigkeits-Management anbietet, die für die regionale Wirtschaft einen Business-Day on the topc of sustainability durchführt, die sich eine Klimaschutz-Management-Stelle leistet? Handelt es sich hier unter dem Strich tatsächlich um ein Bauvorhaben, das die höchsten Standards hinsichtlich Nachhaltigkeit erfüllen wird, wie es die TH ankündigt?“ Und auch die Stadt sei zu fragen, wieso sie das Projekt so eilig absegnet. Ob das nun tatsächlich der Fall ist, entscheidet sich bei der Sitzung am Donnerstag, 23. Januar.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild, Foto: Karin Wunsam)

Kufsteiner Straße, Rosenheim, 1980er

Kufsteiner Straße, Rosenheim, 1980er

Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in die 1980er Jahre. Auf der alten Aufnahme sehen wir die Kufsteiner Straße in Rosenheim.

Den Kiosk zur Klause auf der linken Seite gibt es längst nicht mehr. Von den Gebäuden auf der rechten Seite sind noch einige erhalten, allerdings werden sie heute anders genutzt.  In Kürze eröffnet dort die Fastfoodkette KFC eine Filiale (wir berichteten). Gegenüber findet man bereits seit vielen Jahren MC Donald`s.
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann / Bildtext: Karin Wunsam)