Illegale Knallkörper: Briefkästen in Bernau und Aschau beschädigt

Illegale Knallkörper: Briefkästen in Bernau und Aschau beschädigt

Bernau am Chiemsee / Aschau im Chiemgau – In der Nacht auf Sonntag, 22. März, kam es im Ortsgebiet von Bernau und Aschau zu mehreren Sachbeschädigungen an Briefkästen durch das Zünden illegaler Knallkörper. Die Polizei wurde durch Zeugen aufmerksam und leitete sofort Fahndungsmaßnahmen ein.

Jugendliche Täter gefasst

Dabei gerieten, nach Auskunft der Polizei, vier Heranwachsende im Alter von 16 bis 19 Jahren in den Fokus der Ermittler. Drei versuchten zu Fuß zu flüchten, einer mit seinem Pkw bei deutlich überhöhter Geschwindigkeit. Der Fahrer konnte in einer Sackgasse gestellt werden, später wurden auch die drei zu Fuß geflüchteten Mittäter identifiziert und vorläufig festgenommen.

Die vier jungen Männer müssen sich nun wegen Sachbeschädigung und Verstößen gegen das Sprengstoffgesetz verantworten. Gegen den 19-jährigen Pkw-Fahrer wird zusätzlich wegen des Verdachts eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens ermittelt; sein Führerschein wurde nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft einbehalten
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Piren / Beitrgsbild: Symbolfoto re)

Tödlicher Unfall auf der B23c bei Garmisch-Partenkirchen

Tödlicher Unfall auf der B23c bei Garmisch-Partenkirchen

Garmisch-Partenkirchen – Am Sonntagvormittag (22.3.2026)   ereignete sich auf der B23 in Richtung Österreich ein schwerer Verkehrsunfall. Ein Pkw kam von der Fahrbahn ab, stürzte eine Böschung hinunter und kollidierte mit einem Baum. Die 72-jährige Beifahrerin verstarb noch vor Ort, der 75-jährige Fahrer wurde schwerstverletzt ins Krankenhaus gebracht.

Die Polizei Garmisch-Partenkirchen übernahm die Ermittlungen, die Staatsanwaltschaft ordnete ein Sachverständigengutachten an, um die Unfallursache zu klären.

Unfallhergang und Rettungseinsatz

Nach bisherigen Erkenntnissen kam der Porsche alleinbeteiligt ohne erkennbaren Grund nach links von der Fahrbahn ab, überquerte einen Radweg und stürzte die Böschung zur Loisach hinunter, bis er an einem Baum stoppte. Im Fahrzeug saß ein Ehepaar aus Dresden/Sachsen.
Rettungskräfte, darunter zwei Rettungshubschrauber sowie die Feuerwehren Garmisch und Grainau mit rund 30 Einsatzkräften, waren vor Ort. Die B23 zwischen Grainau und Griesen musste für mehrere Stunden gesperrt werden, um die Bergung und die Unfallaufnahme einschließlich Gutachten durchzuführen.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Motorradfahrer bei Abbiegeunfall schwer verletzt

Motorradfahrer bei Abbiegeunfall schwer verletzt

Rosenheim – Am Sonntagabend, (22.3.2026) ereignete sich an der Kreuzung Miesbacher-/Mangfallstraße in Rosenheim ein schwerer Unfall. Ein 33-jähriger Motorradfahrer aus Bad Endorf wurde bei einem Zusammenstoß mit einem 22-jährigen Autofahrer aus Rosenheim schwer verletzt.

Der junge Autofahrer wollte, nach den Angaben der Polizei, gegen 19 Uhr von der Miesbacher Straße nach links in die Mangfallstraße abbiegen und übersah dabei den vorfahrtsberechtigten Motorradfahrer. Durch die Wucht des Aufpralls wurde dem 33-Jährigen der Helm vom Kopf gerissen, er stürzte auf den Asphalt und zog sich Frakturen im Bein sowie Prellungen und Schürfwunden zu.

Rettung und Schadensbilanz

Der Rettungsdienst brachte den Verletzten zur weiteren Behandlung ins Klinikum Rosenheim. Die Feuerwehr Rosenheim unterstützte bei der Reinigung der Fahrbahn und regelte den Verkehr während der Unfallaufnahme. An beiden Fahrzeugen entstand ein Gesamtschaden von rund 11.000 Euro.
Gegen den 22-jährigen Autofahrer wurde ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Starbulls verlieren DEL2-Rekordspiel nach 123 Minuten

Starbulls verlieren DEL2-Rekordspiel nach 123 Minuten

Rosenheim – Die Fans im ausverkauften ROFA-Stadion erlebten am gestrigen Sonntagabend (22.3.2026) ein Eishockey-Drama der Extraklasse: Die Starbulls Rosenheim unterlagen den Eisbären Regensburg in der bislang längsten DEL2-Partie erst in der dritten Minute der vierten Verlängerung mit 5:6. Bryce Kindopp erzielte den historischen Siegtreffer für die Gäste – nach einem Spiel, das die Grün-Weißen bereits mehrfach in Führung sahen.

Die Best-of-Seven-Serie steht nach diesem Marathon-Spiel nun 1:2 für Regensburg. Das vierte Duell steigt am Mittwoch in der Donau-Arena, zwei Tage später geht es im ROFA-Stadion weiter.

Herzschlagfinale im ROFA-Stadion

Von Anfang an lief alles nach Plan für die Starbulls: Maximilian Adam brachte die Hausherren in Führung, Teemu Pulkkinen legte mit einem Traumtor zum 2:0 nach. Doch Regensburg kam zurück, verkürzte durch Donat Peter und Sean Giles – und schon im zweiten Drittel wechselte die Führung mehrfach. Pulkkinen krönte sein Spiel mit einem Hattrick zum zwischenzeitlichen 5:3, doch die Gäste gaben nicht auf. 34 Sekunden vor Schluss fiel der Ausgleich zum 5:5, die Verlängerung begann.

Vier Overtimes und ein historischer Treffer

Drei Verlängerungen lang hielt das Torwartduell die Fans in Atem. Ville Järveläinen traf nur den Pfosten, Regensburg scheiterte mehrfach knapp am leeren Kasten. Ein vermeintlicher Rosenheimer Siegtreffer in der 95. Minute wurde wegen hohen Stocks annulliert. Erst in der vierten Overtime nutzte Bryce Kindopp eine kurze Unaufmerksamkeit der Starbulls und schob zum 6:5 ein – nach 122 Minuten und 35 Sekunden Spielzeit ein neuer DEL2-Rekord.
(Quelle: Pressemitteilung Starbulls Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Rathaus, Rosenheim, ca, 1885

Rathaus, Rosenheim, ca, 1885

Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in die Zeit um ca. 1885. Auf der historischen Aufnahme zu sehen ist das Rosenheimer Rathaus.

Am gestrigen Sonntagabend (22.3.2026)  wurde mit der Oberbürgermeisterstichwahl wieder einmal Geschichte geschrieben in dem altehrwürdigen Gebäude in der Königstraße 24. Es hat aber in der Vergangenheit schon viel mehr erlebt. Ursprünglich war es der Rosenheimer Bahnhof. Erst seit dieser im Jahr 1878 verlegt wurde, wird es als Rathaus genutzt.
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann / Bildtext: Karin Wunsam)

Rosenheimer Stadtspiel 2026: „Hoch hinaus oder Die Weltverbesserer“ startet in die Probenphase

Rosenheimer Stadtspiel 2026: „Hoch hinaus oder Die Weltverbesserer“ startet in die Probenphase

Rosenheim – Die Proben laufen, das Rollenbuch liegt bereit – und die Rosenheimer können sich auf eine Zeitreise ins Jahr 1787 freuen. Worum geht es beim Stadtspiel 2026?

Das neue Rosenheimer Stadtspiel, wieder realisiert vom Theater Rosenheim als Open-Air-Theater auf dem Ludwigsplatz, trägt den Titel „Hoch Hinaus oder Die Weltverbesserer“. Das Rollenbuch stammt erneut aus der Feder von Horst Rankl, der Rosenheimer Geschichte unterhaltsam erzählt – mit einem Schuss Fiktion, damit die Zuschauer bestens unterhalten werden.

Und darum geht es in dem neuen Stück: Einige Bürger gründen die „Rosenheimer Akademie“, um die kleine Welt ihres kurfürstlichen Markts zu verbessern – ganz im Geist der aufkommenden Aufklärung. Doch ihr geheimer Plan sorgt bald für großes Aufsehen in der Stadt.
Um ihre Pläne geheim zu halten, gilt das Gebot des Schweigens, auch gegenüber den Ehefrauen. Kein Wunder, dass sich die Angetrauten über das merkwürdige Verhalten ihrer Männer beschweren und unter der Bevölkerung das Gerede zunimmt.

Das Aufsehen zieht schließlich die Aufmerksamkeit des Hofs in München auf sich. Butzmander, städtische Ordnungskräfte, tauchen auf und greifen die Akademiker tätlich an. Zudem werden Spione des Münchner Hofs nach Rosenheim entsandt, die Bürger befragen – selbst der Hohe Herr Pfleger wird dazu verpflichtet. Rosenheim wird damit zum zweiten Mal Schauplatz einer Gerichtsverhandlung, deren Urteil mit Spannung erwartet wird.

Kleiner Jux mit großer Wirkung

Aus einem kleinen Jux entsteht eine kaum zu glaubende Posse, die in Rosenheim für große Heiterkeit sorgt. Unter der Regie von Jogi Gaschke wird die turbulente Geschichte nun für die Bühne vorbereitet und Stück für Stück lebendig.

Die Premiere ist für Freitag, 26. Juni 2026 geplant. Anschließend stehen neun weitere Spieltermine auf dem Ludwigsplatz auf dem Programm. Karten sind ab 1. April 2026 über YesTicket oder das Ticketzentrum Rosenheim erhältlich. Weitere Infos findet Ihr hier.
(Quelle Artikel: Karin Wunsam / Info Theater Rosenheim / Beitragsbild: Archiv Innpuls.me)

„Frühling in Rosenheim“ lockt Besucher – aber eine beliebte Attraktion fehlt

„Frühling in Rosenheim“ lockt Besucher – aber eine beliebte Attraktion fehlt

Rosenheim – Die Aktion „Frühling in Rosenheim“ lockt wieder Besucher an den Ludwigsplatz – doch in diesem Jahr ist eine Attraktion nicht dabei: Das 24 Meter hohe Riesenrad, das in den vergangenen Jahren von oben einen Blick auf die Rosenheimer Innenstadt bot, wurde 2026 nicht aufgebaut.

Eröffnet wurde die Veranstaltung am vergangenen Freitag (20. März 2026). Seit ihrem Start im Jahr 2022 hat sich „Frühling in Rosenheim“ zu einem festen Programmpunkt im Terminkalender der Stadt entwickelt. Schausteller aus der Region bieten Unterhaltung in Form verschiedener Buden und Imbissstände. Für Nervenkitzel sorgt ein Schießwagen, der zu Zielübungen einlädt. Außerdem können Besucher Pfeilwerfen ausprobieren oder eine Runde auf dem Kinderkarussell drehen. Wer Hunger bekommt, wird an der Brotzeithütte fündig – dort gibt es herzhafte Brotzeiten.

Die Aktion ist bis Ostermontag, 6. April, geöffnet und lädt Familien, Freunde und alle Besucher zu einem bunten Frühlingsausflug mitten in der Stadt ein
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Josefa Staudhammer)

Erster Holzturm mit Rutsche steht: neuer Kinderspielplatz im Rosenheimer Salingarten nimmt Gestalt an

Erster Holzturm mit Rutsche steht: neuer Kinderspielplatz im Rosenheimer Salingarten nimmt Gestalt an

Rosenheim – Der Salingarten in Rosenheim bekommt ein neues Gesicht – und erste sichtbare Spuren sind bereits zu erkennen. Ein Holzturm mit Rutsche steht schon, die Umrisse des künftigen Spielbereichs werden sichtbar.

Mit dem symbolischen Spatenstich.  Anfang März begann die Umsetzung es Projekts (wir berichteten)
Die bislang vor allem aus Rasenflächen, Baumreihen und einzelnen Sitzgelegenheiten bestehende Grünanlage soll durch den neuen Spielplatz deutlich an Aufenthaltsqualität gewinnen. Geplant sind unter anderem eine Kletterpyramide, Türme mit Röhrenrutschen sowie ein Wasser- und Matschbereich, der an heißen Tagen für Abkühlung sorgt. Der Spielplatz ist der erste konkrete Schritt einer umfassenderen Neugestaltung des Salingartens und soll ein sichtbares Zeichen für die Familienfreundlichkeit der Stadt setzen.

Die Entscheidung für die Aufwertung des Areals war bereits im Frühjahr 2025 gefallen. Ein zentrales Anliegen der Stadträte war es, eine attraktive Spielfläche für Kinder zu schaffen. „Wo Kinder spielen, Eltern verweilen und Menschen sich begegnen, entsteht soziale Kontrolle ganz selbstverständlich“, heißt es dazu in einer Pressemitteilung der Stadt. Durch die Belebung des Areals soll auch das Sicherheitsgefühl gestärkt werden.
(Quelle: Pressemitteilung Stadt Rosenheim / Beitragsbild: Josefa Staudhammer)

Stichwahlergebnisse im Landkreis Rosenheim: CSU erlebt herbe Verluste

Stichwahlergebnisse im Landkreis Rosenheim: CSU erlebt herbe Verluste

Landkreis Rosenheim / Region – Die Oberbürgermeister-Wahl in Rosenheim (wir berichteten) war nur der Auftakt eines aus Sicht der CSU schlechten Abends. Nachdem Amtsinhaber Andreas März abgewählt wurde, setzte sich der Trend im Landkreis fort: Auch in vielen weiteren Stichwahlen konnten CSU-Kandidaten nicht überzeugen.

Ein kleiner Lichtblick war die Wiederwahl von Landrat Otto Lederer (CSU). Allerdings fiel sein Sieg gegen Sepp Hofer (Freie Wähler) äußerst knapp aus: nur sieben Prozent trennten die beiden Kandidaten (58,4 % zu 51,4 %).

Anderswo gab es deutliche Niederlagen für die CSU: In Bad Aibling muss Amtsinhaber Stephan Schlier (CSU) seinen Chefsessel für Kirsten Hieble-Fritz (FW/ÜWG) räumen. Auch in Kolbermoor, Raubling, Brannenburg, Rimsting, Bergen und Töging konnte die CSU ihre Kandidaten nicht durchsetzen.

Übersicht der Stichwahlergebnisse im Landkreis Rosenheim:
  • Landratswahl Rosenheim: Otto Lederer (CSU) 58,4 % ✅ – Sepp Hofer (FW Bayern) 44,5 %
  • Oberbürgermeister Rosenheim: Abuzar Erdogan (SPD) 53,4 % ✅ – Andreas März (CSU) 45,4 %
  • Kolbermoor: Thomas Rothmayer (Parteifreie) 78,1 % ✅ – Leonhard Sedlbauer (CSU) 21,9 %
  • Mühldorf: Claudia Hungerhaber (SPD) 61,1 % ✅ – Michael Hetzl (FW/Unabhängige Mühldorfer) 53,5 %
  • Rimsting: Christian Moser (ÜWG Rimsting) 52,9 % ✅ – Thomas Schuster (CSU) 47,1 %
  • Bad Aibling: Kirsten Hieble-Fritz (FW/ÜWG) 52,3 % ✅ – Stephan Schlier (CSU) 47,9 %
  • Brannenburg: Christian Zwecksktätter (Junges Dorf) 55,6 % ✅ – Hubert Estner (CSU) 44,4 %
  • Waldkraiburg: Emil Kirchmeier (CSU) 60,2 % ✅ – Robert Plötzsch (ÜWG) 39,8 %
  • Bergen: Andreas Schultes (FW/ÜWG Bergen-Gernhauptem-Holzhausen) 54,4 % ✅ – Josef Gehmacher (CSU/Bergener Bürgerunion) 45,6 %
  • Raubling: Franziska Pfaffenhuber (FW/ÜWG Raubling) 61,6 % ✅ – Michael Linnerer (CSU) 38,4 %
  • Töging: Marco Harrer (SPD) 56,0 % ✅ – Daniel Blaschke (CSU) 44,0 %
  • Ruhpolding: Justus Pfeiffer (CSU/ÜWG Ruhpolding) 50,5 % ✅ – Xaver Utzinger (FW Bayern/Freie Wähler Ruhpolding) 49,5 %

Fazit:
Die Stichwahlen zeigen ein durchwachsenes Bild für die CSU im Landkreis Rosenheim: Während Landrat Lederer seinen Posten knapp verteidigen konnte, mussten die Kandidaten der CSU neben der Stadt Rosenheim auch in mehreren Gemeinden Niederlagen einstecken. In einigen Orten profitierten die SPD, die Freien Wähler und lokale ÜWG-Kandidaten von der Stimmung im Wahlvolk.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Rosenheim: Die Fantastischen Vier kommen 2027 mit Abschiedstour zum Sommerfestival

Rosenheim: Die Fantastischen Vier kommen 2027 mit Abschiedstour zum Sommerfestival

Rosenheim – Die Fantastischen Vier machen im Rahmen ihrer Abschiedstour „Der letzte Bus – Final Tour 2026–2028“ Station in Rosenheim. Am Sonntag, 11. Juli, tritt die Band beim Sommerfestival Rosenheim auf. Tickets sind ab Donnerstag, 26. März, um 10 Uhr erhältlich.

Die Tour stößt bereits im Vorfeld auf große Nachfrage, zahlreiche Termine waren innerhalb kurzer Zeit ausverkauft. Aufgrund der hohen Resonanz wurden zusätzliche Konzerte angekündigt, darunter auch der Auftritt in Rosenheim.
„Wir sind unglaublich stolz und happy, dass es uns gelungen ist, Fanta 4 mit ihrer sehr begehrten Abschiedstour auch zum Sommerfestival nach Rosenheim zu holen“, sagt Florian Englert, Geschäftsführer der RoEvent GmbH.
Auch die Band zeigt sich beeindruckt vom Interesse der Fans. „Es ist unglaublich zu sehen, wie schnell die Tickets weggegangen sind. Dass wir jetzt schon fast überall ausverkauft vermelden können, ist wirklich ein riesiges Kompliment für die 37 Jahre kontinuierlicher Arbeit an uns selbst. Für diese Wertschätzung sind wir sehr sehr dankbar. Damit niemand leer ausgeht, haben wir uns entschieden, für den Sommer 2027 noch einmal eine Reihe von Zusatzterminen zu bestätigen. Wir freuen uns riesig auf diese Extrarunde, und darauf noch mehr troye Begleiter begrüßen zu können.“, so Michi Beck.

Mit der Tour verabschiedet sich die Band nach rund vier Jahrzehnten von der großen Live-Bühne. Die Konzertreihe bündelt zentrale Stationen ihrer Karriere und führt sie noch einmal durch zahlreiche Städte im deutschsprachigen Raum.

Tickets gibt es unter sommerfestival-rosenheim.de sowie über eventim.de.
(Quelle: Pressemitteilung Rosenheim Event GmbH / Beitragsbild: Archiv Innpuls.me)

Kommentar: Ein Wahlabend, der Rosenheim verändert hat

Kommentar: Ein Wahlabend, der Rosenheim verändert hat

Rosenheim – Ein Wahlabend, der Rosenheim verändert hat – das war gestern deutlich spürbar. Ehrlich gesagt: Nach der enormen Unterstützung und den vielen positiven Kommentaren zu Abuzar Erdogan auf Social Media hat mich das Ergebnis nicht völlig überrascht. Dennoch überkam mich beim Blick auf die endgültigen Zahlen ein Moment der Verwunderung – und vermutlich ging es Andreas März ähnlich.
Der Artikel zum Kommentar: 
Ich erinnere mich an einen seiner letzten politischen Termine eine Woche vor der Stichwahl beim Kreisfischereiverein Rosenheim. Schon dort wirkte er nachdenklicher, in sich gekehrter als sonst. Als ich nach Hause fuhr, sagte ich zu meiner Familie: „Ich glaube, er macht sich Sorgen vor der Wahl.“

Kurz nach 19 Uhr am Sonntagabend kam dann die Gewissheit: Andreas März ist nach sechs Jahren im Amt abgewählt. Die Stille, als er vor die Medien trat, die sichtbare Traurigkeit bei seinen Anhängern und Parteifreunden auf der einen Seite – und die große Freude bei Abuzar Erdogan und seinen Unterstützern auf der anderen. Was sie in diesen ersten Minuten einte, war eine gewisse Sprachlosigkeit darüber, was gerade geschehen war: Nach über 60 Jahren CSU an der Spitze sitzt nun erstmals wieder ein Sozialdemokrat im Chefsessel des Rosenheimer Rathauses.

Wie kam es dazu? Professionelle Wahlanalysten mögen andere Erklärungen haben, für mich war entscheidend: Erdogans Talent, sich öffentlich zu präsentieren und volksnah zu wirken. Wer heute Wähler gewinnen will, kommt an Social Media nicht vorbei – und dort hatte Erdogan klar die Nase vorn. Täglich neue Fotos, Videos, Botschaften, Kritik am Amtsinhaber, dazu öffentliche Herausforderungen – all das erzeugte Aufmerksamkeit und zeigte Wirkung. Bei Andreas März blieb es auf Social Media deutlich stiller und sachlicher.

Hinzu kamen die teils sehr kreativen Wahlkampfaktionen: Während März mit prominenter Unterstützung kostenlos Döner verteilte, lud Erdogan zu einer Kneipentour durch Rosenheims Nachtleben ein. Letzteres wurde auf Social Media deutlich positiver aufgenommen, die Döner-Aktion stieß teilweise auf Kritik – insbesondere gerade bei den konservativen Stammwählern der CSU.

Doch auch andere Faktoren spielten eine Rolle. Viele Wähler äußern seit Jahren, sie sähen kaum Unterschiede zwischen den Parteien oder hätten das Gefühl, dass ohnehin immer das Gleiche herauskommt. Das erklärt vielleicht die noch niedrigere Wahlbeteiligung von nur 45,5 Prozent – eine weitere mögliche Ursache für das Ergebnis. Manche Rosenheimer nutzten die Wahl zudem, um symbolisch eine „Watschn“ an die CSU zu verteilen.

Für die CSU war also einiges nicht optimal gelaufen. Profiteur ist die SPD, allen voran Abuzar Erdogan, der nun die kommenden sechs Jahre das Rathaus leiten wird. Aber leicht wird es auch für ihn nicht: Visionen zu teilen ist einfach, sie zu halten, eine ganz andere Herausforderung.

Und eines hat dieser geschichtsträchtige Wahlabend deutlich gezeigt: Die Sicherheit, dass amtierende Stadtoberhäupter quasi automatisch wiedergewählt werden, ist endgültig vorbei.
(Quelle: Kommentar Karin Wunsam / Beitragsbild: Fotomontage Karin Wunsam)

Rosenheim erlebt Wahlabend mit Paukenschlag: März abgewählt – Erdogan schreibt Geschichte

Rosenheim erlebt Wahlabend mit Paukenschlag: März abgewählt – Erdogan schreibt Geschichte

Rosenheim  – Es ist kurz nach 19 Uhr im Rosenheimer Rathaus, als aus ersten Zahlen Gewissheit wird: Diese Stadt hat sich entschieden – und zwar anders, als viele erwartet hatten. Ein Wahlabend, der leise beginnt und mit einem politischen Umbruch endet.

Die Spannung liegt spürbar in der Luft an diesem Sonntagabend im Rathaus. Gespräche laufen gedämpft, immer wieder richten sich die Blicke nach vorne auf die große Leinwand. Dort erscheinen nach und nach die Ergebnisse der Stichwahl.

Zwei Wochen lang hatte sich dieser Moment aufgebaut. Ein intensiver Wahlkampf zwischen Amtsinhaber Andreas März (CSU) und Herausforderer Abuzar Erdogan (SPD), der im Ton zunehmend schärfer geworden war – besonders auf Seiten Erdogans. In den sozialen Netzwerken hatte sich bereits abgezeichnet, dass sich hier etwas zusammenbraut.

Doch wie groß diese Dynamik tatsächlich ist, zeigt sich erst jetzt.

Zu Beginn der Auszählung liegt März vorne. Kein Grund für Jubel, aber auch kein Anlass zur Sorge. Noch ist alles offen.

Dann beginnen die Zahlen zu kippen.

Erst langsam, dann immer deutlicher. Mit jedem neuen Stimmbezirk verändert sich das Bild. Gespräche verstummen, Blicke werden länger, ernster. Die Leinwand wird zum Taktgeber eines Abends, der sich Stück für Stück zuspitzt.

Als kurz nach 19 Uhr das Ergebnis feststeht, wird es still. Ungewöhnlich still für einen Wahlabend.

Selbst erfahrene Medienvertreter schauen sich an, manche schütteln ungläubig den Kopf. „Damit hätte ich nicht gerechnet“, ist immer wieder zu hören.

In den Reihen der CSU breitet sich Fassungslosigkeit aus. Betretene Gesichter, feuchte Augen, vereinzelt fließen Tränen.

Dann tritt Andreas März vor die Kameras.

Andreas März tritt vor die Kameras. Foto: Innpuls.me

Gefasst, aber sichtlich traurig tritt Andreas März kurz gegen 19 Uhr vor die Medien, als klar ist, dass seine Ära als Rosenheimer Oberbürgermeister endet. Fotos: Josefa Staudhammer

Die Zahlen sind eindeutig: 46,6 Prozent für ihn, 53,3 Prozent für Abuzar Erdogan. In Stimmen ausgedrückt: 9.829 zu 11.283 – ein Rückstand von 1.454 Stimmen.

„Die Enttäuschung ist groß. Wir haben in den vergangenen sechs Jahren gute Arbeit geleistet. Aber es ist uns offensichtlich nicht gelungen, diese Botschaften rüberzubringen“, sagt März.

Und ergänzt: „Mein Herausforderer hat es offensichtlich geschafft, mehr Menschen für sich zu gewinnen.“

Die Worte sind gefasst, fast nüchtern – doch sie fallen sichtbar schwer. Nach einem kurzen Statement verlässt März den Saal. Ohne Zögern, ohne Umwege.

Die Stille bleibt noch einen Moment länger.

Denn was sich hier gerade vollzieht, ist eine Zäsur: Nach 65 Jahren wird wieder ein Sozialdemokrat Oberbürgermeister in Rosenheim.

Und dann schlägt die Stimmung um.

Nur wenige Augenblicke später tritt Abuzar Erdogan vor die Kameras. Hinter ihm drängen sich Unterstützer, Parteifreunde, Wegbegleiter. Jetzt ist Bewegung im Raum, Stimmen werden lauter, erste Glückwünsche werden ausgetauscht.

„Ich bin überwältigt und sprachlos“, sagt Erdogan.

Er habe in den vergangenen zwei Wochen viel Zuspruch erlebt, aber mit diesem Ausgang habe er nicht gerechnet. „Ich konnte es überhaupt nicht einschätzen.“

Der Kommentar zum Artikel: 
Zwischen Angriff und Aufmerksamkeit: Der Wahlkampf

Der Weg zu diesem Ergebnis war intensiv.

In den zwei Wochen zwischen erstem Wahlgang und Stichwahl zogen beide Kandidaten noch einmal alle Register. Andreas März setzte auf klassische Präsenz – und prominente Unterstützung: Gemeinsam mit Bayerns Ministerpräsident Markus Söder verteilte er kostenlos Döner.

Abuzar Erdogan ging einen anderen Weg. Er suchte die direkte Nähe zu den Bürgern, lud zur Kneipentour ein – und war vor allem eines: ständig präsent.

Vor allem in den sozialen Medien. Täglich neue Bilder, neue Videos, klare Botschaften. Dazu auch immer wieder scharfe Angriffe auf seinen Kontrahenten. Mehrfach forderte er März öffentlich zu Duellen heraus – ohne Erfolg.

Ob genau diese Strategie am Ende den Ausschlag gegeben hat, bleibt offen.

Auffällig ist auch die Wahlbeteiligung: Mit 45,5 Prozent lag sie deutlich unter der ersten Runde (53,3 Prozent). Welche Wähler am Ende zu Hause geblieben sind – und wem das genutzt oder geschadet hat – lässt sich nur schwer beantworten.

Und jetzt? Ein politischer Neustart

Für Abuzar Erdogan beginnt nun ein neuer Lebensabschnitt. Der bisherige Syndikusrechtsanwalt und Leiter der Rechtsabteilung bei der meine Volksbank Raiffeisenbank übernimmt die Verantwortung im Rosenheimer Rathaus.

Doch einfach wird der Start nicht.

Im Stadtrat gibt es keine klare Mehrheit, auch wenn die SPD einen Sitz hinzugewinnen konnte. Viele Gespräche werden nötig sein, um tragfähige Entscheidungen zu treffen.

Und auch für Andreas März ist die politische Bühne noch nicht ganz verlassen. In seiner letzten Woche im Amt stehen mehrere Ausschusssitzungen und eine Stadtratssitzung an. Entscheidungen, die noch unter seiner Verantwortung fallen.

Was danach kommt, ist offen.

Für beide.

Was bleibt, ist dieser Abend.

Ein Abend, an dem sich die Stimmung langsam drehte. An dem aus Zahlen Emotionen wurden. Und an dem Rosenheim gezeigt hat, dass politische Gewissheiten manchmal nur bis zur nächsten Auszählung gelten.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Archiv Innpuls.me)