Spatenstich für neuen Spielplatz im Salingarten: Grünes Herz Rosenheims soll familienfreundlicher werden

Spatenstich für neuen Spielplatz im Salingarten: Grünes Herz Rosenheims soll familienfreundlicher werden

Rosenheim – Mit einem symbolischen Spatenstich ist am heutigen Dienstagvormittag (2.3.2026) der Startschuss für den neuen Kinderspielplatz im Rosenheimer Salingarten gefallen. Die bislang vor allem aus Rasenflächen, Baumreihen und einzelnen Sitzgelegenheiten bestehende Grünanlage soll dadurch deutlich an Aufenthaltsqualität gewinnen.

Die Entscheidung für eine umfassende Aufwertung des Areals war bereits im Frühjahr 2025 gefallen. Ein zentrales Anliegen der Stadträte war dabei die Schaffung eines Spielplatzes. Nun wird dieses Vorhaben konkret umgesetzt. Der neue Spielplatz ist nach Angaben der Stadt der 46. im Rosenheimer Stadtgebiet.

Weiterer Lesestoff passend zum Thema: 

Signal für Familienfreundlichkeit

„Wir wollen die Aufenthaltsqualität im Salingarten deutlich erhöhen. Familien sollen hier während ihres Stadtbummels verweilen und eine entspannte Pause machen können, während die Kinder sich austoben. Die Gestaltung soll eine Atmosphäre schaffen, in der man sich gerne aufhält“, erklärt Rosenheims Oberbürgermeister Andreas März.

Geplant sind unter anderem eine Kletterpyramide sowie Türme mit Röhrenrutsche. Ein Wasser- und Matschbereich soll an warmen Tagen für Abkühlung sorgen. Der Spielplatz ist als erster konkreter Schritt einer umfassenderen Neugestaltung des Salingartens gedacht und soll ein sichtbares Zeichen für die Familienfreundlichkeit der Stadt setzen.

Mehr Belebung – mehr Sicherheit?

Der Salingarten war in den vergangenen Jahren wiederholt Thema im Stadtrat. Kritisiert wurden sowohl die geringe Aufenthaltsqualität als auch die Sicherheitslage. Insbesondere in den Abend- und Nachtstunden wird die Grünfläche von vielen Bürgern als unsicher wahrgenommen. Sie gilt als Treffpunkt der Trinker- und Drogenszene. In der Vergangenheit kam es dort zu Zwischenfällen, darum fanden wiederholt Kontrollaktionen der Polizei statt. Auch die Sicherheitswacht ist regelmäßig im Einsatz, in diesem Jahr wurde zusätzlich der Einsatz von zwei Streetworkern beschlossen.

Durch die gezielte Belebung des Areals mit einem attraktiven Angebot für Familien soll auch das Sicherheitsgefühl gestärkt werden. „Wo Kinder spielen, Eltern verweilen und Menschen sich begegnen, entsteht soziale Kontrolle ganz selbstverständlich“, heißt es dazu in einer Pressemitteilung der Stadt.

Historischer Boden mit besonderer Bedeutung

Die längere Planungsphase ist auch der besonderen Geschichte des Salingartens geschuldet. Bis zum Jahr 1808 befand sich dort der Rosenheimer Salvator-Friedhof. Mit dem Bau der Salinanlagen wurde der Friedhof an seinen heutigen Standort – den Hauptfriedhof an der Hochstraßl – verlegt. An der Stelle des heutigen Haupteingangs des Kultur- und Kongresszentrums befand sich einst die Friedhofskapelle.
Nach der Auflassung entstand auf dem Gelände die Saline, die über mehr als 150 Jahre das Stadtbild prägte. In einer Ausschusssitzung wurde deshalb auch diskutiert, ob und wenn, in welcher Form dieser historische Hintergrund bei der Neugestaltung berücksichtigt werden soll.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Josefa Staudhammer)

„Weil Hoffnung ein Stimme braucht“. Innphilharmonie Rosenheim spielt Beethovens 9. Symphonie

„Weil Hoffnung ein Stimme braucht“. Innphilharmonie Rosenheim spielt Beethovens 9. Symphonie

Rosenheim – Am Samstag, 18. April, erklingt im Frühjahrskonzert der Innphilharmonie Rosenheim Ludwig van Beethovens 9. Symphonie op. 125. Gemeinsam mit dem Gastchor Coro Desiderio da Settignano aus Florenz setzt das Orchester unter der künstlerischen Leitung von Andreas Penninger das Spätwerk Beethovens in Szene, das bei seiner Uraufführung 1824 entstand, als der Komponist bereits völlig ertaubt war.

Penninger beschreibt die Symphonie als mehr als Musik: „Es ist eine Haltung. Freiheit, Würde, Brüderlichkeit und Hoffnung sind keine historischen Begriffe, sondern Fragen unserer Gegenwart. In einer Zeit von Spaltung und Unsicherheit stellt es die radikale Frage: Wie wollen wir als Menschen miteinander leben?“

Die Einbeziehung von Gesang sprengt in der Neunten alle Konventionen. Der Schlusssatz, die berühmte „Ode an die Freude“ mit Text von Friedrich Schiller, zeigt, dass Gemeinschaft musikalisch errungen werden muss. Penninger betont: „Wurde die ‚Ode an die Freude‘ auch Europahymne, darf sie niemals zur Folklore erstarren. Jede Aufführung ist eine neue Befragung: Meinen wir diese Werte heute noch ernst? Oder hören wir nur schöne Klänge?“
Die ersten drei Sätze der Symphonie ringen und kämpfen, im Finalsatz verschmelzen Chor, Solisten und Orchester zu einem hörbaren Ausdruck von Gemeinschaft. Dass die Innphilharmonie gemeinsam mit den italienischen Gästen musizieren kann, unterstreicht die internationale Dimension des Werks und dessen zeitlose Botschaft.

Texte von Christian von Aster begleiten das musikalische Erlebnis

Begleitet wird das musikalische Erlebnis von Texten des Schriftstellers und Drehbuchautors Christian von Aster, der zwischen den Sätzen Hintergründe, Kuriosa und Anekdoten zu Beethovens Neunter vermittelt. „Wer meine Texte kennt, darf sich auf vergnügliche Worte freuen“, erklärt von Aster.
Mitwirkende des Konzerts sind neben Chor und Orchester der Innphilharmonie Rosenheim auch Yvonne Steiner (Sopran), Franziska Rabl (Alt), Markus Herzog (Tenor) und Franz Hawlata (Bass). Die Leitung übernimmt Andreas Penninger.

Das Konzert findet am 18. April 2026 um 19 Uhr im Kultur- und Kongresszentrum Rosenheim statt. Karten sind zum Preis von 40,80 € bzw. 33,10 € sowie ermäßigt im Vorverkauf im KuKo erhältlich, Kufsteinerstraße 4, Rosenheim, Telefon 08031 365 9365.
(Quelle: Pressemitteilung Innphilharmonie Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Technische Hochschule Rosenheim startet neue Bachelorstudiengänge zum Wintersemester 2026/27

Technische Hochschule Rosenheim startet neue Bachelorstudiengänge zum Wintersemester 2026/27

Rosenheim – Die Technische Hochschule Rosenheim erweitert ihr Studienangebot: Zum Wintersemester 2026/27 gehen die neuen Bachelorstudiengänge Smart Interactive Media, Energietechnik und Erneuerbare Energien sowie Gebäudetechnik und Energieeffizienz an den Start. Damit reagiert die Hochschule in Rosenheim auf den wachsenden Fachkräftebedarf in digitalen Zukunftsfeldern und im Bereich der Energiewende.

Mit dem englischsprachigen Studiengang Smart Interactive Media erschließt die Hochschule ein interdisziplinäres Zukunftsfeld. Das Angebot ist am Campus Chiemgau in Ruhpolding und Traunstein angesiedelt und verbindet Mediengestaltung mit Informatik.
„Wir verbinden Inhalte aus verschiedenen Bereichen, also zum Beispiel aus der Mediengestaltung und der Informatik, um innovative und interaktive Anwendungen zu entwickeln. Dabei geht es zum Beispiel um Virtual und Augmented Reality, 3D-Design, Animation, Medienproduktion und die Anwendung von Künstlicher Intelligenz“, erläutert Studiengangsleiter Professor Sebastian Feger.

Digitale Anwendungen sind längst fester Bestandteil des Alltags – ob auf dem Smartphone, im Internet oder in intelligenten Produkten. Entsprechend hoch ist der Bedarf an Fachkräften, die technisches Know-how mit nutzerorientierter Gestaltung verbinden. „Sie arbeiten an der Schnittstelle von Innovation, Technologie, Medien und Design in Unternehmen, Agenturen, Start-ups oder in der Forschung“, so Feger zu den Berufsperspektiven.

Neue Studiengänge für die Energiewende

Auch im Bereich Energie strukturiert die Hochschule ihr Angebot neu. Die bisherigen Inhalte des Studiengangs Energie- und Gebäudetechnologie werden künftig in zwei eigenständigen Bachelorstudiengängen vertieft: Gebäudetechnik und Energieeffizienz sowie Energietechnik und Erneuerbare Energien.
„Wir haben festgestellt, dass die Inhalte in den beiden Schwerpunkten so umfangreich geworden sind, dass wir sie in eigenständige Studiengänge aufteilen müssen“, erklärt Professor Gerhard Friedsam, der die Leitung des neuen Studiengangs Gebäudetechnik und Energieeffizienz übernommen hat.

Im Fokus stehen Planung, Entwurf und Optimierung ressourcenschonender Gebäudetechnik – auch für große Areale wie Hotels, Krankenhäuser, Einkaufszentren, Sportstadien oder U-Bahnhöfe. „Wir reden hier von großen Gebäudearealen wie etwa Hotels, Krankenhäusern, Einkaufszentren, Sportstadien oder U-Bahnhöfen. Dabei spielen betriebswirtschaftliche Aspekte ebenso eine Rolle wie der optimale Umgang mit Ressourcen“, betont Friedsam. Der Gebäudesektor sei ein entscheidender Faktor, um die Transformation hin zu einer Null-Emissionsgesellschaft zu schaffen.

Der Studiengang Energietechnik und Erneuerbare Energien legt den Schwerpunkt auf moderne Energiesysteme und deren Weiterentwicklung. „Wir vermitteln unseren künftigen Studierenden fundierte Kenntnisse in klassischer Energietechnik ebenso wie in den Bereichen Solarenergie, Windkraft, Wasserstoff, Energiespeicherung und Energieeffizienz“, so Studiengangsleiter Professor Frank Buttinger. Auch die Versorgungssicherheit spiele eine zentrale Rolle: „Wir müssen auch in Zukunft sicherstellen, dass unsere Stromnetze zuverlässig den Bedarf decken.“

Enge Abstimmung mit der regionalen Wirtschaft

Beide energiebezogenen Studiengänge wurden in enger Abstimmung mit Unternehmen aus der Region konzipiert. „Uns war wichtig, die Bedarfe der Firmen genau zu kennen und die Studieninhalte darauf auszurichten“, betont Buttinger. Ziel sei es, Absolventen optimal auf den Arbeitsmarkt vorzubereiten. Der Bedarf ist groß: Bundesweit werden Tausende Ingenieure für die Energiewende gesucht.
Bewerbungen für die neuen Bachelorstudiengänge sind – wie für die meisten anderen grundständigen Angebote – ab dem 15. April möglich. Weitere Informationen stellt die Hochschule online im Bereich „Studium und Weiterbildung“ bereit.
(Quelle: Pressemitteilung TH Rosenheim / Beitragsbild: Im neuen Studiengang Smart Interactive Media beschäftigen sich die Studenten mit zahlreichen innovativen Technologien. Copyright Max Baudrexl)

U18-Wahl in Rosenheim: Landrats-Stichwahl zwischen CSU und AfD bei der Jugend

U18-Wahl in Rosenheim: Landrats-Stichwahl zwischen CSU und AfD bei der Jugend

Rosenheim / Landkreis – Nur noch wenige Tage bis zur Kommunalwahl am 8. März 2026 – bei der U18-Wahl hatten Kinder und Jugendliche die Möglichkeit, ihre Stimmen für Landrat, Stadtrat und Bürgermeister zu simulieren. Im Landkreis Rosenheim zeigt die Wahlsimulation, dass Amtsinhaber Otto Lederer (CSU) die meisten Stimmen erhielt, gefolgt von Andreas Winhart (AfD). In der Stadt Rosenheim erhielt die CSU bei der Stadtratswahl die meisten Stimmen, gefolgt von SPD und Grünen.

Landkreisergebnis: CSU vorne, AfD Zweiter

Zwischen dem 16. und 27. Februar 2026 haben über 500 Kinder und Jugendliche im Landkreis Rosenheim ihre Stimmen bei der U18-Wahl abgegeben. Die Wahl wurde in zehn Kommunen an insgesamt 13 Wahllokalen durchgeführt – von Jugendtreffs über Schulen bis hin zum DAV-Basislager Bad Aibling. Die Wahllokale waren kreativ gestaltet: Die DAV-Sektion Stützpunkt Inntal verzierte ihre Wahlurne beispielsweise mit Klettergriffen.

Bei der simulierten Landratswahl erhielt Amtsinhaber Otto Lederer (CSU) mit 191 Stimmen die meisten Stimmen, gefolgt von Andreas Winhart (AfD) mit 82 Stimmen. Die weiteren Kandidierenden lagen deutlich dahinter: Alexandra Burgmaier (SPD) 77 Stimmen, Martin Bauhof (Die Linke) 76 Stimmen, Sepp Hofer (Freie Wähler) 52 Stimmen, Helmut Freund (Bayernpartei) 31 Stimmen und Josef Fortner (ÖDP) 17 Stimmen.

Da bei dieser Wahlsimulation niemand die absolute Mehrheit von mehr als 50 % erreicht hat, würde nach den Regeln der realen Landratswahl eine Stichwahl zwischen den beiden Kandidaten mit den meisten Stimmen stattfinden – in diesem Fall zwischen CSU und AfD. Das zeigt, welche Kandidaten bei den teilnehmenden Jugendlichen am stärksten unterstützt wurden, auch wenn die U18-Wahl keine direkten Auswirkungen auf die echte Wahl hat.

Die Mehrheit der Teilnehmer  entschied sich bei der Wahlsimulation Parteien, die allgemein zur demokratischen Mitte gezählt werden: CSU 34,2 %, SPD 16 %, Freie Wähler 13,1 %, Grüne 11,3 %, Weitere Stimmen entfielen auf AfD 10,7 %, Linke 6,5 %, sonstige Parteien 6,8 %.

Stadt Rosenheim: CSU führt, SPD und Grüne folgen

In der Stadt Rosenheim nahmen insgesamt 1.474 Jugendliche an der U18-Wahl für den Stadtrat teil. Das Ergebnis:

  • CSU 24,42 %
  • SPD 19,40 %
  • Grüne 16,42 %
  • AfD 15,40 %
  • Linke 15,13 %
  • Freie Wähler 4,82 %
  • FDP 2,04 %
  • ÖDP 1,42 %
  • REP 0,95 %

Bei der Bürgermeisterwahl (261 abgegebene Stimmen) liegt der CSU-Kandidat Andreas März mit 36,40 % vorne, gefolgt von SPD-Kandidat Abuzar Erdogan (23,37 %) und AfD-Kandidat Maximilian Leucht (12,64 %).

Bildungsprojekt mit langer Tradition

Die U18-Wahl ist ein bewährtes Projekt der politischen Bildung. Kinder und Jugendliche erhalten die Möglichkeit, demokratische Prozesse kennenzulernen und sich mit politischen Themen auseinanderzusetzen. 1996 wurde die erste U18-Wahl in einem einzigen Wahllokal in Berlin durchgeführt. Heute zählt die Aktion zu den größten bildungspolitischen Initiativen für Kinder und Jugendliche in Deutschland.

Die U18-Wahl hat zwar keine direkten Auswirkungen auf die Kommunalwahl, bietet aber spannende Einblicke darin, wie Kinder und Jugendliche hypothetisch abstimmen würden, wenn sie bereits wahlberechtigt wären. In Bayern erreichte die Beteiligung 2026 einen neuen Höchststand: Über 30.000 junge Menschen nahmen landesweit teil – fast doppelt so viele wie noch bei der letzten U18-Wahl 2020.
(Quellen: Artikel: Karin Wunsam / Infos: Stadtjugendring und Kreisjugendring / Beitragsbild: Symbolfoto ai generiert)

IT-Ausfall in Rosenheim: Keine Kfz-Zulassungen bei der städtischen Zulassungsstelle möglich

IT-Ausfall in Rosenheim: Keine Kfz-Zulassungen bei der städtischen Zulassungsstelle möglich

Rosenheim – Aufgrund eines Serverproblems beim Softwareanbieter ist das IT-System der Zulassungsstelle der Stadt Rosenheim ausgefallen. Daher sind Zulassungen derzeit nicht möglich und auch vereinbarte Termine können nicht wahrgenommen werden.

Wie lange der Ausfall dauert, ist nicht bekannt. Die Führerscheinstelle ist vom Ausfall nicht betroffen und regulär in Betrieb.
(Quelle: Pressemitteilung Stadt Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

LBV klagt gegen Bau von Windkraftanlagen am Schwarzen Berg

LBV klagt gegen Bau von Windkraftanlagen am Schwarzen Berg

Hilpoltstein / Bayern – Der Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern (LBV) hat beim Bayerischen Verwaltungsgerichtshof in München Klage gegen den Bau von zwei Windkraftanlagen am Schwarzen Berg westlich von Nittenau im Landkreis Schwandorf eingereicht. Der Schwarze Berg ist ein bewaldeter Höhenzug in der Oberpfalz, etwa zehn Kilometer westlich von Nittenau, bekannt für seine naturschutzfachlich wertvollen Flächen und seltenen Vogelarten.

„Nachdem die betroffene Waldfläche zwar ursprünglich als Vorranggebiet für Windkraft vorgesehen war, hat der Regionale Planungsverband Oberpfalz Nord dieses aus Artenschutzgründen wieder gestrichen. Es ist absolut unverständlich, dass nun das Landratsamt Schwandorf den Bau von zwei Windkraftanlagen an dieser Stelle genehmigt hat“, erklärt LBV-Geschäftsführer Helmut Beran.

Gefährdete Arten am Schwarzen Berg

In der Nähe der geplanten Anlagen brüten mehrere gefährdete und besonders geschützte Vogelarten wie Seeadler, Uhu und Wanderfalke. Aus diesem Grund hatte der Regionale Planungsverband den Bereich als Vorranggebiet gestrichen. Beran kritisiert: „Wenn nun doch außerhalb von Vorranggebieten Baugenehmigungen erlassen werden, wird die gesamte Regionalplanung ad absurdum geführt.“

LBV fordert sorgfältige Standortwahl

Der LBV weist zudem darauf hin, dass er frühzeitig auf die naturschutzfachlichen Konflikte hingewiesen und eine Beteiligung am Verfahren gefordert habe. „Der LBV wurde weder am Verfahren beteiligt, noch wurden unsere Kritikpunkte an der Planung aufgegriffen“, so Beran.

Grundsätzlich unterstützt der LBV den Ausbau der Windkraft als flächen- und energieeffiziente Form erneuerbarer Energie. Voraussetzung ist jedoch eine sorgfältige Standortwahl, um die Gefährdung bedrohter Vogel- und Fledermausarten sowie wertvoller Lebensräume zu vermeiden. Nach Ansicht des LBV gibt es in der Region genügend geeignete Flächen, die diese Kriterien erfüllen.
(Quelle: Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern (LBV) / Beitragsbild: Symbolfoto ai generiert)

TSV 1860 Rosenheim erreicht 1:1 gegen Tabellenzweiten Murnau

TSV 1860 Rosenheim erreicht 1:1 gegen Tabellenzweiten Murnau

Rosenheim – Landesliga Südost: Am Sonntag (1.3.2026) trennte sich der TSV 1860 Rosenheim vom Tabellenzweiten TSV 1865 Murnau erneut mit einem 1:1-Unentschieden, wie bereits im Hinspiel.

Die Partie an der Jahnstraße war von intensiven Zweikämpfen und zahlreichen Unterbrechungen geprägt. In der ersten Halbzeit zeigte Rosenheim insgesamt mehr Aktivität und erspielte sich ein optisches Übergewicht. Folgerichtig erzielte Michael Summerer in der 30. Minute nach einem direkten Freistoß das 1:0 zur Halbzeit.
Nach dem Seitenwechsel nahm die Struktur des Spiels etwas ab, die Begegnung wurde unkoordinierter. Defensiv hielt Rosenheim stabil, offensiv fehlten jedoch die entscheidenden Akzente. Der Ausgleichstreffer für Murnau fiel in der 59. Minute nach einer Freistoßflanke aus Höhe der Mittellinie und war in der Endabrechnung nicht unverdient.

Aufstellung TSV 1860 Rosenheim:
Gleißenberger, Kasumovic, Fischer, Muhameti (62. Papapicco), Tutic (75. Xhelili), Khong-In (62. Gratt), L. Markulin, Grundner, Summerer (85. Syed), Ünal, N. Markulin (88. Lehmann)

Tore:
1:0 Summerer (30.), 1:1 Kutter (59.)
(Quelle: Pressemitteilung TSV 1860 Rosenheim / Beitragsbild: Copyright TSV 1860 Rosenheim)

Wasserburg: Schüler erleben Pflegeberufe hautnah

Wasserburg: Schüler erleben Pflegeberufe hautnah

Wasserburg – Puls messen, mit einer „Patientin“ sprechen, Einblicke in OP, Endoskopie und Intensivstation gewinnen: Für Schüler der Mittelschulen aus Rott und Wasserburg wurde der Unterricht an einem Tag zur realitätsnahen Berufserkundung. Die RoMed Berufsfachschule für Pflege öffnete ihre Türen und zeigte, wie vielseitig, anspruchsvoll und erfüllend Pflegeberufe heute sind.

Einen ganzen Tag lang tauchten die Jugendlichen in die Welt der Pflege ein und durchliefen in der RoMed Klinik Wasserburg mehrere Stationen. Mitarbeitende verschiedener Einheiten, wie der chirurgischen Station, dem Herzkatheterlabor sowie der zentralen Praxisanleitung, präsentierten anschaulich ihr Tätigkeitsfeld und standen Rede und Antwort. Die Schüler erfuhren, was es bedeutet, Verantwortung für Menschen zu übernehmen, wie Teamarbeit auf einer Station funktioniert und warum Pflege weit mehr ist als ein „helfender Beruf“: Sie vereint medizinisches Fachwissen, Organisationstalent und Empathie.

Praxisübungen mit „Nursing Ann“

Ein Höhepunkt war die Arbeit mit der sprechenden Simulationspuppe „Nursing Ann“. An ihr übten die Jugendlichen unter Anleitung das Messen des Pulses und weitere grundlegende Handgriffe. Die Puppe reagiert auf Maßnahmen – fast wie ein echter Patient. Dieses didaktische Hilfsmittel bietet eine realistische Simulation und ermöglicht es, wichtige Fertigkeiten in einem geschützten Umfeld zu erlernen.

„Viele Jugendliche sind überrascht, wie technisch und gleichzeitig menschlich dieser Beruf ist“, erklärt Schulleiterin Alina Boldt. „Uns ist wichtig, Berührungsängste abzubauen und zu zeigen: Pflege heißt Nähe, Kompetenz und Verantwortung. Wer Freude am Umgang mit Menschen hat und sich für Medizin interessiert, findet hier eine erfüllende Aufgabe.“

Neben dem Schulteam erläuterten auch Auszubildende der Berufsfachschule die verschiedenen Ausbildungswege im Pflegebereich und beantworteten Fragen zu Arbeitszeiten, Lerninhalten und Entwicklungsmöglichkeiten. So erhielten die Schüler realistische Einblicke aus erster Hand.

Ausbildung mit Perspektive in der Region

Ziel der Veranstaltung war es, den Jugendlichen Orientierung zu geben. Viele stehen kurz vor der Entscheidung, welchen Weg sie nach der Schule einschlagen. Initiativen wie diese ermöglichen, Berufe nicht nur aus Broschüren zu kennen, sondern aktiv zu erleben.

Die RoMed Berufsfachschule für Pflege in Wasserburg am Inn bietet zwei Ausbildungswege an:

  • die dreijährige Ausbildung zur Pflegefachfrau beziehungsweise zum Pflegefachmann
  • die einjährige Ausbildung zur Pflegefachhelferin beziehungsweise zum Pflegefachhelfer

Beide Abschlüsse eröffnen vielfältige Perspektiven – von der Arbeit im Krankenhaus über Spezialisierungen bis hin zu Weiterbildungen und Studienmöglichkeiten. Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels sind qualifizierte Pflegekräfte stark gefragt.
Für nähere Informationen steht das Sekretariat der Berufsfachschule unter der Telefonnummer 08071-774411 oder per Mail bfs.was@ro-med.de zur Verfügung.
(Quelle: Pressemitteilung RoMed Kliniken / Beitragsbild: RoMed Kliniken)

Rosenheim. Fußgänger bei Unfall verletzt – Fahrer entfernt sich

Rosenheim. Fußgänger bei Unfall verletzt – Fahrer entfernt sich

Rosenheim – In Rosenheim wurde in der Nacht auf Sonntag (1.3.2026) ein 22-jähriger Fußgänger bei einem Verkehrsunfall leicht verletzt. Der Vorfall ereignete sich kurz nach Mitternacht an der Kreuzung Hubertus-/Küpferlingstraße.

Der Fußgänger überquerte, nach den Angaben der Polizei, bei „Grün“ die Fahrbahn der Lichtsignalanlage. Plötzlich bog ein Autofahrer von der Küpferling- in die Hubertusstraße ab und übersah den querenden Fußgänger. Dabei kam es zum Zusammenstoß: Der 22-Jährige schlug auf der Motorhaube auf und fiel anschließend zurück auf die Fahrbahn. Er erlitt Prellungen und Schürfwunden am Fußbereich.
Der Fahrer stieg aus, entschuldigte sich beim Fußgänger und entfernte sich anschließend vom Unfallort. Nach Angaben der Polizei handelt es sich bei dem Fahrzeug um einen beigen VW Touran, möglicherweise ein Taxi. Der Fahrer war männlich, zwischen 40 und 50 Jahre alt, etwa 1,80 m groß, vom Typ her südländisch, mit schwarzem, kurz geschnittenem Haar sowie Bart mit einzelnen grauen/weißen Haaren. Bekleidet war er mit einer dunklen Jeans und einer Winterjacke.
Die Rosenheimer Polizei ermittelt wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort. Zeugen werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 08031/200-2200 zu melden.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Rosenheim: Acht Fahrer ohne Versicherung unterwegs – Drei innerhalb von fünf Minuten

Rosenheim: Acht Fahrer ohne Versicherung unterwegs – Drei innerhalb von fünf Minuten

Rosenheim – In Rosenheim wurden am gestrigen Montag (2.2.2026)  mehrere Fahrer ohne gültiges Versicherungskennzeichen festgestellt – insgesamt acht, davon drei innerhalb von nur fünf Minuten an einer Stelle in der Äußeren Münchener Straße.

Am Abend gegen 20.30 Uhr stürzte, nach den Angaben der Polizei, eine 18-jährige E-Scooter-Fahrerin aus Rosenheim in der Chiemseestraße. Sie erlitt Prellungen und Schürfwunden und wurde zur weiteren ambulanten Behandlung ins Klinikum Rosenheim gebracht. Bei der Unfallaufnahme stellte sich heraus, dass an ihrem E-Scooter kein gültiges Versicherungskennzeichen angebracht war.
Bereits am Nachmittag kontrollierten die Beamten weitere Fahrer: In der Jahnstraße wurde ein 46-jähriger Mofafahrer aus Rosenheim angehalten, dessen Fahrzeug ebenfalls kein gültiges Versicherungskennzeichen aufwies. In der Klepperstraße stoppte die Polizei einen 19-jährigen E-Scooter-Fahrer aus Kolbermoor, auch hier fehlte das Kennzeichen.

Am Morgen fiel den Einsatzkräften in der Kufsteiner Straße ein 40-jähriger Rosenheimer auf, dessen E-Scooter ebenfalls ohne gültiges Versicherungskennzeichen unterwegs war. Kurz darauf wurde in der Innstraße eine 19-Jährige aus Stephanskirchen auf ihrem Kleinkraftrad ohne Kennzeichen kontrolliert.

Besonders auffällig war der Einsatz in der Äußeren Münchener Straße: Dort wurde zunächst ein 33-jähriger Rosenheimer gestoppt, dessen E-Scooter nicht versichert war. Während der Kontrolle fuhren nacheinander ein 39-jähriger Münchner und ein 17-jähriger Rosenheimer an den Beamten vorbei – beide ohne gültiges Versicherungskennzeichen.
Gegen die Fahrer wurde ein Ermittlungsverfahren aufgrund eines Verstoßes nach dem Pflichtversicherungsgesetz eingeleitet. Die Weiterfahrt wurde von den Beamten der Rosenheimer Polizei noch vor Ort unterbunden.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto Polizeipräsidium Oberbayern Süd)

Kreuzotter in Bayern: Lebensräume schützen, Bestände sichern

Kreuzotter in Bayern: Lebensräume schützen, Bestände sichern

Bayern – Früher gab es Prämien für tote Tiere, heute ist die Kreuzotter in Bayern außerhalb der Alpen vom Aussterben bedroht. Das Landesamt für Umwelt (LfU) versucht die verbliebenen Populationen über ein Artenhilfsprogramm (AHP) zu schützen. Ein vielschichtiges Unterfangen, denn Kreuzottern brauchen je nach Jahreszeit und Entwicklungsstadium verschiedenartige Lebensräume.

Für das LfU begutachtet Thomas Lindner Kreuzotterbestände und ihre Lebensräume in verschiedenen Teilen Bayerns. „Die Kreuzotter ist eine sogenannte Leitart, ihr Vorkommen zeigt auf, dass Lebensräume intakt sind“, erläutert der 31-Jährige, der sich schon als Bub für diese Schlangenart begeistert hat. Im Anhauser Tal (Naturpark Augsburg – Westliche Wälder) ist seit Jahrzehnten ein kleiner, isolierter Bestand nachgewiesen. Anhand von Fotos und eigenen Sichtungen konnte Lindner dort 2025 vier Tiere identifizieren. „Bei dieser Begutachtung liegt der Fokus auf den Lebensräumen. Wir wissen seit Jahren, dass dort eine kleine Kreuzotter-Population vorkommt und die Tiere sich erfolgreich fortpflanzen. Wir wollen die wichtigen Lebensräume im Anhauser Tal erhalten und erweitern“, sagt der Reptilien-Experte des Bayerischen Artenschutzzentrums im LfU, Max Prietzel. Die Nahrungsgrundlage südwestlich von Augsburg ist sehr gut: Kröten und Frösche sind in großer Zahl in und um die Teiche zu finden, Ringelnattern und Blindschleichen wurden gezählt und Wald- und Zauneidechsen leben im Wald beziehungsweise an Dämmen und an der Schotterstraße.

Lebensraummanagement vor Ort

Rangerin Carolin Rolle vom Naturpark Augsburg – Westliche Wälder ist mit ihrem Kollegen Stefan Schonath beim Ortstermin mit von der Partie. Denn eines ihrer Aufgabenfelder, Besucherlenkung, spielt auch beim Schutz der Kreuzotter eine Rolle. Beispielsweise sollte an der Schotterstraße parallel zum Bachlauf der Auto- und Radverkehr abgebremst werden, damit keine Tiere überfahren werden. Auch Infotafeln sind im Gespräch.

An den Teichen liegen die Jagdgründe der jungen Kreuzottern: Jungtiere ernähren sich von Eidechsen, Fröschen und Kröten. Den Lebensraum für Nahrungstiere fördern, hilft auch der Schlange. An Dämmen und Teichen wird deutlich, dass beim Artenschutz darauf geachtet werden muss, dass bewirtschaftete Landschaftsteile auch weiterhin funktionieren – etwa für Fischwirtschaft oder Zufahrtswege. Oft lassen sich im Gespräch Kompromisslösungen finden, so die Naturpark-Gebietsbetreuerin Eva Liebig.

Optimierung der Lebensräume und genetische Vielfalt

Zwischen Bach und Wald liegt ein Schilfgürtel – ein fast perfekter Teillebensraum für Kreuzottern, mit nur geringfügigem Optimierungsbedarf. Thomas Lindner erläutert, wie wichtig ausreichend große Buchten sind, damit der richtige Sonneneinfall gewährleistet ist. Das gemähte Schilf soll in den Buchten zu kleinen Haufen geschichtet werden, auf denen sich die Schlangen sonnen können. Denn Wärmetanken ist für die wechselwarme Art überlebensnotwendig. Eva Liebig organisiert den Ablauf der Mahd, der richtige Zeitpunkt ist entscheidend, um beispielsweise trächtige Weibchen nicht zu stören. Mit Lindner und Prietzel spricht sie beim Ortstermin das Mahdkonzept für einzelne Flächen zur Aufwertung des Gesamtlebensraums durch Verbindungskorridore ab.

Beim angrenzenden Hangwald will Liebig den Kontakt zum Waldbesitzer herstellen und versuchen auf derartige Lösungen hinzuwirken. Stein-, Reisig- und Totholzhaufen sind weitere wichtige Strukturen für Schlangen – und auch andere Tierarten.

Eine grundsätzliche Problematik kann nur durch einen Eingriff des Menschen gesteuert werden: Bei kleinen, isolierten Populationen besteht Inzuchtgefahr. Beim Ortstermin wird auch darüber diskutiert, Tiere aus nahen Lech-Beständen umzusetzen. Welchen Genpool einzelne Kreuzotterpopulationen haben, soll heuer auch in einer bayernweiten Studie untersucht werden.
(Quelle: Bayerisches Landesamt für Umwelt (LfU) / Beitragsbild: Copyright Caroline Rolle, Naturpark Augsburg – Westliche Wäler)

Weltartenschutztag 2026: Auch in Bayern sind viele Arten bedroht

Weltartenschutztag 2026: Auch in Bayern sind viele Arten bedroht

Bayern – Am heutigen 3. März 2026 ist Weltartenschutztag. Auch in Bayern ist die Artenvielfalt stark betroffen: Laut aktuellen Roten Listen sind fast die Hälfte der bewerteten Tier- und Pflanzenarten gefährdet, zahlreiche Arten gelten bereits als ausgestorben oder verschollen.

Seit 1973, dem Jahr der Unterzeichnung des Washingtoner Artenschutzübereinkommens (CITES), wird der 3. März weltweit begangen, um auf den Erhalt der biologischen Vielfalt aufmerksam zu machen. Die aktuellen Auswertungen für Bayern zeigen, dass besonders Amphibien, Reptilien, Insekten wie Heuschrecken und Tagfalter sowie viele heimische Pflanzenarten Bestandsrückgänge aufweisen. Von den rund 35.000 in Bayern vorkommenden Tierarten sind etwa die Hälfte bewertet, und knapp 48 % dieser Arten gelten als gefährdet. Bei den heimischen Gefäßpflanzen sind von 3.265 Arten über 1.200 bedroht oder bereits ausgestorben. Zahlreiche Arten gelten als ausgestorben oder verschollen, weitere zeigen deutliche Abnahme in ihrem Bestand.

Schreiadler und Salamander stark gefährdet

In den Wäldern, Wiesen und Gewässern Bayerns lassen sich diese Entwicklungen direkt beobachten. Der Schreiadler, ein seltener Greifvogel, benötigt große, ungestörte Wälder zum Brüten und offene Landschaften zur Nahrungssuche. Amphibien wie der Feuersalamander sind durch veränderte Gewässer und Umweltbelastungen beeinträchtigt. Auch zahlreiche Pflanzenarten, die früher in Feldrainen und an Waldrändern verbreitet waren, kommen heute deutlich seltener vor.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Infos: Bayerisches Landesamt für Umwelt (LfU), Regierung Oberfranken – Naturvielfalt in Bayern / Beitragsbild / Beitragsbild