MorgenINNPULS – Schon gewusst?

MorgenINNPULS – Schon gewusst?

Freitag, 24. April – Guten Morgen!

Wusstest Du, dass frühe Uhren im Mittelalter nur einen Stundenzeiger hatten?
Minuten waren damals noch nicht so wichtig, das Zeitgefühl war deutlich grober.
Erst später wurde Zeit immer genauer gemessen.

Vielleicht erinnert Dich das heute daran, dass nicht jede Minute perfekt geplant sein muss.

Wir wünschen Dir einen entspannten Start in den Tag! 🌞
(Quelle: Artikel Josefa Staudhammer / Beitragsbild: Copyright Josefa Staudhammer)

König-Otto-Kreuzung, Rosenheim, 1960er

König-Otto-Kreuzung, Rosenheim, 1960er

Rosenheim – Unsere fotografische zeitreise geht heute zurück in die 1960er Jahre. Auf der historischen Aufnahme zu sehen ist die König-Otto-Kreuzung in Rosenheim. 

Im Fokus dieser Aufnahme steht der Gasthof „König Otto“. Er erhielt seinen Namen ebenso wie die Kreuzung zu Ehren des bayerischen Königssohns Otto, der im Jahr 1832 auf seiner Reise nach Griechenland dort einkehrte. Lange zeit gehörte ein großer, schattiger Biergarten zum Gasthof.
In den 1960er Jahren veränderte sich das Erscheinungsbild der Kreuzung und des Hotels dann massiv. Der Biergarten kam weg, um Platz für einen modernen Anbau zu schaffen – und in diesem zog ein Supermarkt ein. Im Jahr 1964 wurde das Gebäude an die Gastronomie-Kette „Wienerwald“ verpachtet. Der eigentliche Hotelbetrieb wurde im Jahr 1970 eingestellt.
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann / Bildtext: Karin Wunsam)

Schechen: Pkw übersehen – zwei Verletzte bei Unfall auf B15

Schechen: Pkw übersehen – zwei Verletzte bei Unfall auf B15

Schechen / Landkreis Rosenheim – Zwei verletzte Autofahrerinnen und rund 22.000 Euro Schaden sind die Bilanz eines Verkehrsunfalls am Mittwochmorgen (22. April 2026) auf der B15 bei Schechen, Höhe Hart (Landkreis Rosenheim). Ein Abbiegevorgang endete dort im Kreuzungsbereich mit einem heftigen Zusammenstoß.

Gegen 07.00 Uhr war eine 44-jährige Autofahrerin aus Schechen auf der B15 in nördliche Richtung unterwegs und wollte auf Höhe Hart nach links abbiegen. Dabei übersah sie, nach den Angaben der Polizei, eine entgegenkommende, vorfahrtsberechtigte 22-jährige Autofahrerin aus Großkarolinenfeld.

Im Einmündungsbereich kam es zum Zusammenstoß der beiden Fahrzeuge. Durch die Wucht des Aufpralls drehte sich der Wagen der 44-Jährigen und kam auf der Fahrbahn zum Stillstand. Das Auto der 22-Jährigen wurde in den angrenzenden Straßengraben geschleudert.

Beide Fahrerinnen wurden bei dem Unfall verletzt und vom Rettungsdienst zur weiteren ambulanten Behandlung ins Krankenhaus Wasserburg gebracht.
An den Fahrzeugen entstand ein Gesamtschaden von rund 22.000 Euro. Beide Pkw mussten abgeschleppt werden.

Gegen die 44-Jährige wurde ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Rehbock bei Eggstätt tot aufgefunden – Kopf fehlt

Rehbock bei Eggstätt tot aufgefunden – Kopf fehlt

Eggsätt / Landkreis Rosenheim – Ein grausiger Fund hat sich am Mittwochmorgen (22. April 2026) im Bereich der Kreisstraße RO 10 bei Eggstätt ereignet: Ein Jagdrevierpächter entdeckte nahe dem Eschenauer See einen toten Rehbock – mit Schussverletzung und abgetrenntem Kopf. Die Polizei geht von Jagdwilderei aus und bittet um Hinweise.

Am Morgen des 22.04.2026 fand ein Jagdrevierpächter neben der Kreisstraße RO 10, Höhe Weitmoos bei Eggstätt am Eschenauer See, einen verendeten Rehbock im Straßengraben. Das Tier wies eine Schussverletzung im Bauchbereich auf. Besonders auffällig: Der Kopf des Tieres war abgetrennt und konnte trotz Suche mit einem Jagdhund nicht mehr aufgefunden werden.

Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei hatte der bislang unbekannte Täter bereits mit dem Ausweiden des Wildtieres begonnen. Vermutlich wurde er dabei gestört und ließ den Rehbock unvollständig versorgt am Fundort zurück.

Die Wasserschutzpolizei Prien am Chiemsee ermittelt nun wegen Jagdwilderei sowie eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz.

Zeugen, die in der Nacht vom 21. auf den 22. April 2026 im Bereich des Eschenauer Sees bei Weitmoos verdächtige Fahrzeuge oder Personen beobachtet haben, werden gebeten, sich unter 08051/9057-0 bei der Polizei Prien zu melden.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Prien / Beitragsibld: Symbolfoto re)

Biomüll in Rosenheim: Stadtverwaltung bewertet dezentrales Sammelsystem positiv

Biomüll in Rosenheim: Stadtverwaltung bewertet dezentrales Sammelsystem positiv

Rosenheim – Ein Jahr nach Einführung des dezentralen Biomüllsystems hat die Stadtverwaltung im Ausschuss für Umwelt, Energie und Klimaschutz erstmals eine Bilanz vorgelegt. Aus ihrer Sicht werden die Wertstoffinseln gut angenommen und die Zahlen fallen positiv aus – allerdings stießen die Ergebnisse nicht bei allen auf Zustimmung.

System im Alltag angekommen

Seit Ende Januar 2025 wird der Bioabfall in Rosenheim über ein dezentrales Sammelsystem an Wertstoffinseln im Stadtgebiet erfasst.

Hintergrund ist der Bürgerentscheid von 2024. Dabei hatten sich die Rosenheimer Bürger gegen eine andere Form der haushaltsnahen Biomüllerfassung ausgesprochen. Stattdessen wurde beschlossen, den Bioabfall über mehrere im Stadtgebiet verteilte Sammelstellen zu entsorgen. Aktuell gibt es 21 Standorte mit insgesamt 27 Containern.

Aus Sicht der Stadtverwaltung hat sich das System inzwischen gut etabliert. Die eingesetzten 660-Liter-Kunststoffcontainer hätten sich bewährt, hieß es im Ausschuss. Sie sind flüssigkeitsdicht, schwarz, mit braunem Deckel ausgestattet und verfügen über eine „Deckel-in-Deckel“-Lösung für den Einwurf.

Die Leerung erfolgt durch den Baubetriebshof einmal wöchentlich am Freitag sowie zusätzlich nach Bedarf. Auch die Reinigung der Container wird regelmäßig durchgeführt – im Jahr 2025 bislang sechsmal.

„Nach dem ersten Jahr seit der Einführung sind die Erfahrungen durchweg positiv“, erklärte Ralf Seeburger, Leiter des städtischen Umwelt- und Grünflächenamts. Die Container würden gut angenommen, teilweise seien an stärker frequentierten Standorten zusätzliche Behälter aufgestellt worden. Insgesamt zeige sich eine steigende Tendenz bei der Nutzung.

Auch aus Sicht des Baubetriebshofs funktioniere die Trennung weitgehend zuverlässig. Fehleinwürfe seien nur vereinzelt festgestellt worden. Wo es der Platz zulässt, wurden bei hoher Nutzung zusätzliche Container ergänzt.

Mehr erfasste Menge als früher

Auch konkrete Zahlen legte die Verwaltung vor: Pro Leerungstag werden rund 2,6 Tonnen Biomüll gesammelt, im Monat etwa 10,5 Tonnen. Zum Vergleich: Mit dem früheren Biopresscontainer wurden insgesamt rund 7 Tonnen pro Jahr erfasst. Aufgrund der positiven Resonanz wurde bereits eine weitere Lieferung von 30 Containern bestellt.

Diskussion über Ergebnisse und Einordnung

Kritischer bewertete Daniela Dieckhoff (Bündnis 90/Die Grünen) die vorgelegten Zahlen. Sie äußerte weiterhin Kritik am System und stellte insbesondere die erfassten Mengen in Frage. Rechne man die Werte auf die Einwohnerzahl um, entspreche dies nur etwa 2 Kilogramm Biomüll pro Person und Jahr. In anderen Städten seien deutlich höhere Werte üblich – teilweise bis zu 70 Kilogramm.
Aus den Reihen der CSU wurde entgegnet, dass in Rosenheim ein Teil der Bioabfälle im privaten Gartenkompost lande und daher nicht im Sammelsystem auftauche.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Hüttensaison 2026 gestartet: So sichern sich Bergurlauber ihre Schlafplätze

Hüttensaison 2026 gestartet: So sichern sich Bergurlauber ihre Schlafplätze

Bayern – Mit dem Ende des Winters beginnt in den Alpen die neue Hüttensaison. Der Alpenverein München & Oberland startet Ende April 2026 in die Saison, doch der Andrang ist groß. Schlafplätze auf beliebten Hütten sind begrenzt und insbesondere an Wochenenden oft früh ausgebucht.

Alpenvereinshütten sind zentrale Anlaufstellen für Wanderer und Bergsteiger: Sie dienen als Einkehr bei Tagesausflügen, Etappenziele auf Mehrtagestouren oder Ausgangspunkte für anspruchsvolle Hochtouren. Umso wichtiger ist eine gute Planung, denn die gestiegene Nachfrage kann nicht immer vollständig bedient werden.
Der Alpenverein empfiehlt daher drei Strategien für eine erfolgreiche Hüttenbuchung:

Frühzeitig informieren

Wer rechtzeitig über Öffnungszeiten und Buchungsstarts Bescheid weiß, hat bessere Chancen auf Wunschtermine. Der Verein informiert regelmäßig per Newsletter und über soziale Medien. Für stark nachgefragte Hütten gibt es zudem spezielle Benachrichtigungen zum Start der Buchungsportale.

Flexibel planen und Chancen nutzen

Während Wochenenden häufig ausgebucht sind, gibt es unter der Woche und außerhalb der Ferien oft noch freie Plätze. Belegungsübersichten zeigen die aktuelle Verfügbarkeit. Zusätzlich lohnt sich ein Blick auf kurzfristig frei werdende Schlafplätze, etwa über das DAV-Tool „Last-Minute-Hüttenbett“.

Alternative Hütten entdecken

Neben bekannten Klassikern bieten weniger frequentierte Hütten oft freie Kapazitäten. Die Schönfeldhütte und die Oberlandhütte sind ganzjährig geöffnet und besonders für Familien geeignet. Auch die Johannishütte und das Taschachhaus sind nicht nur für Hochtouren, sondern ebenso für alpine Wanderungen interessant.

Die Saison startet zunächst auf niedriger gelegenen Hütten Ende April. Bis Mitte Juni öffnen nach und nach auch höher gelegene Standorte. Eine Ausnahme bildet die Vorderkaiserfeldenhütte, die nach Umbauarbeiten erst im Oktober wieder zugänglich sein wird.
Da Öffnungstermine stark von Wetter- und Schneeverhältnissen abhängen, sind kurzfristige Änderungen möglich. Wer flexibel bleibt und sich gut informiert, hat dennoch beste Chancen auf einen gelungenen Bergurlaub.
(Quelle: Pressemitteilung Alpenverein München & Oberland / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Tauben in Rosenheim: Mehr Taubenhäuser oder weiter wie bisher?

Tauben in Rosenheim: Mehr Taubenhäuser oder weiter wie bisher?

Rosenheim – Was tun mit den Rosenheimer Stadttauben? Diese Frage sorgt seit Jahren für Diskussionen – und beschäftigte nun erneut den Ausschuss für Umwelt, Energie und Umwelt. Im Mittelpunkt stand ein Antrag der SPD-Stadtratsfraktion, weitere Taubenhäuser in der Innenstadt zu prüfen.

Die SPD sieht darin einen nachhaltigen Ansatz: Durch gezielte Fütterung, Betreuung und den Austausch von Eiern gegen Gipseier soll die Population langfristig reduziert werden. Gleichzeitig würden Sauberkeit verbessert, Tierschutzaspekte berücksichtigt und Kosten gesenkt.

Ein Taubenhaus mit begrenzter Wirkung

Bereits 2012 wurde in Rosenheim ein erstes Taubenhaus nach dem sogenannten Augsburger Modell auf dem Dach des Parkhauses P4 in der Stollstraße errichtet. Ziel war es, die wild lebenden Stadttauben an einen festen Ort zu binden und so ihre Vermehrung kontrollieren zu können. Betreut wird die Anlage seitdem von einem Taubenwart, der sich um Futter, Wasser, Reinigung und den Austausch von Eiern kümmert.

Infokasten: Woher kommen die Stadttauben?

Stadttauben sind keine „Wildtiere“ im klassischen Sinn, sondern Nachfahren domestizierter Felsentauben. Bereits vor mehreren tausend Jahren wurden sie vom Menschen als Nutz- und Brieftauben gezüchtet. Im Laufe der Zeit entkamen viele Tiere oder wurden ausgesetzt und verwilderten.

Bis heute sind Stadttauben stark an den Menschen gebunden: Gebäude ersetzen für sie natürliche Felswände, und sie sind häufig auf menschliche Nahrungsquellen angewiesen.

Nach anfänglich verhaltener Akzeptanz hat sich das Taubenhaus laut Stadtverwaltung etabliert. Aktuell halten sich dort regelmäßig rund 30 Tauben auf, bei durchschnittlich 10 bis 20 Eiern. Allerdings habe sich gezeigt, dass eine vollständige Verhinderung des Bruterfolgs die Akzeptanz der Tiere senkt – weshalb nicht alle Eier ersetzt werden. Insgesamt sei die Nutzung stabil, auch wenn Störungen durch Marder oder Vandalismus immer wieder auftreten.

Um die geschätzte Gesamtpopulation von rund 2000 Tauben im Stadtgebiet spürbar zu reduzieren, wären laut Verwaltung jedoch deutlich mehr solcher Einrichtungen nötig. Genau hier setzt die Kritik an: Schon bei der Suche nach einem Standort für das erste Taubenhaus habe es große Schwierigkeiten gegeben. Viele private Eigentümer seien nicht bereit, ihre Dächer zur Verfügung zu stellen. Zudem müssten die Anlagen sicher zugänglich sein – was auf vielen Gebäuden nicht gewährleistet ist. Auch die Problematik der Verschmutzung bleibt ein Thema.

Mehrheit sieht Kosten und Nutzen kritisch

Entsprechend skeptisch fiel die Reaktion im Ausschuss aus. CSU-Stadträtin Maria Bichler stellte die Kostenfrage in den Raum: „Bei rund 2000 Tauben bräuchten wir 60 weitere Taubenhäuser.“ Eine Größenordnung, die aus Sicht der Mehrheit nicht realistisch erscheint. Auch andere Stadträte schlossen sich dieser Einschätzung an.

Alternative Ansätze wurden ebenfalls diskutiert, letztlich aber verworfen. So verwies die Stadt auf Erfahrungen mit einem Falken-Nistkasten am Turm der Kirche St. Nikolaus. Zwar hatten sich dort zwischen 2017 und 2022 Wanderfalken angesiedelt und auch gebrütet – ein spürbarer Einfluss auf die Taubenpopulation sei jedoch nicht feststellbar gewesen. In anderen Jahren nutzten Turmfalken den Nistkasten, die nicht als natürliche Feinde von Tauben gelten.

Am Ende wurde der SPD-Antrag mit großer Mehrheit abgelehnt – lediglich eine SPD-Stadträtin stimmte dagegen. Einig war man sich stattdessen in einem anderen Punkt: Das bestehende Fütterungsverbot soll stärker ins Bewusstsein gerückt werden. Denn nach wie vor gebe es Bürger, die gezielt Tauben füttern. CSU-Stadtrat Wolfgang Bergmüller schilderte dazu eine persönliche Erfahrung: Als er eine Frau darauf ansprach, habe diese so aggressiv reagiert, dass er sich zurückgezogen habe.

Die Diskussion zeigt: Eine einfache Lösung für das Taubenproblem in Rosenheim ist weiterhin nicht in Sicht. Zwischen Tierschutz, Kosten und praktischer Umsetzbarkeit bleibt das Thema ein Dauerbrenner.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Symbolfoto re)

VdK Kreisverband Rosenheim unter neuen Führung

VdK Kreisverband Rosenheim unter neuen Führung

Happing / Rosenheim – Willi Hofmann ist neuer Vorsitzender des VdK – Kreisverbands Rosenheim. Auf dem Kreisverbandstag in Happing bekam Hofmann 87,5 Prozent der gültigen Stimmen. Hofmann folgt auf die langjährige Vorsitzende Marianne Keuschnig, die nicht mehr kandidierte. Zu Stellvertretenden Vorsitzenden wurden Ulrike Plankl und Hans Loy gewählt. Willi Hofmann ist im Sozialverband VdK Rosenheim seit Jahren ehrenamtlich aktiv, 15 Jahre im Vorstand des Ortsverbands Rosenheim und 4 Jahre als Beisitzer im Kreisvorstand.

Der Kreisverband Rosenheim ist mit 11.400 Mitgliedern einer der stärksten Kreisverbände Bayerns. Seine Bedeutung unterstrich auch die Teilnahme der VdK-Landesvorsitzenden Verena Bentele am Kreisverbandstag. Sie hob das ehrenamtliche Engagement der Mitglieder hervor. „Ohne sie wäre der VdK nicht das, was ihn ausmacht: nämlich die gelebte Solidarität“, so Bentele. Wichtigste Aufgabe sei die Ausgestaltung des Sozialstaates. „Hier stehen wir vor großen Herausforderungen,wir müssen uns bei den Reformen in Berlin einbringen. Wir haben politisches Gewicht. Denn der VdK Bayern hat 850.000 Mitglieder, und die Tendenz ist steigend. Die meisten Verbände und Vereine haben mit Rückgängen zu kämpfen.“

Landrat Otto Lederer erinnerte an die Ursprünge des VdK in Rosenheim. „Karl Weishäupl hatte einst damit begonnen, Menschen unbürokratisch zu helfen. Daraus ist die größte soziale Bewegung in Deutschland entstanden.“ Mit den Beratungs- und Hilfsangeboten erfülle der VdK eine wichtige Rolle in der Gesellschaft. „Ohne ihn wäre die Welt nicht nur in Rosenheim, sondern auch in ganz Bayern und Deutschland kälter.“

Die Mitgliederzahlen im Kreisverband Rosenheim steigen deutlich, betonte VdK-Bezirksgeschäftsführer Robert Otto. „Das ist einerseits erfreulich, es zeigt aber auch, dass die sozialen Probleme mehr werden. Immer mehr Menschen brauchen Hilfe von uns.“

Der VdK bietet nicht nur Rechtsberatung, Hilfe bei der Rente oder bei sozialen Problemen an. Marianne Keuschnig verwies in ihrem letzten Bericht als Kreisvorsitzende auf die große Bedeutung für das soziale Miteinander und die Gemeinschaft hervor. „Wir waren an zahlreichen Infoständen anwesend, und wir nehmen auch an der Rosenheimer Seniorenmesse teil. Sie ist eine echte Erfolgsgeschichte geworden.“ Sehr beliebt sind die Ausflüge für die VdK-Mitglieder, ebenso der regelmäßige Tanztee in Happing, die Ehrenamtsstammtische und die Fachvorträge zu sozialen Themen. Obwohl sie nicht mehr als Kreisvorsitzende kandidierte, wird Keuschnig dem VdK erhalten bleiben. „Ich stelle meine langjährige Erfahrung dem VdK Rosenheim und dem Landesverband als Revisorin zur Verfügung“, sagte Keuschnig unter dem Applaus der Delegierten.

Kreisgeschäftsführer Dietrich Mehl konnte in seinem Rechenschaftsbericht beeindruckende Zahlen vorlegen. „Wir sind auf Wachstumskurs. Wir haben derzeit über 16 Prozent mehr Mitglieder als beim letzten Kreisverbandstag.“ Sehr gefragt sind die Rechtsberatungen des VdK. „2025 hatten wir 6.146 Rechtsberatungen, 2026 sind es bisher über 2.100.“ Dazu erstreitet der VdK für seine Mitglieder Rückzahlungen vor Sozialgerichten. „2025 waren das über 1,35 Millionen Euro. Das zeigt, wie wichtig wir für unsere Mitglieder sind.“

Der neu gewählte Vorstand besteht aus 16 Mitgliedern. Neben dem Vorsitzenden Willi Hofmann und seinen Stellvertretern wurden Wolfgang Köck zum Kassenverwalter, Michael Zeisler als Schriftführer, Petra Pipahl als Vertreterin der Frauen und Andreas Seebacher als Vertreter der jüngeren Mitglieder gewählt. Beisitzer im Vorstand sind künftig Werner Leupold, Alois Herfurtner, Irene Schmidmeier, Rosemarie Raab, Michael Sasse, Peter Markgraf, Elisabeth Staudacher, Susanne Albrecht und Ursula Meishammer. „Wir stehen für die moderate Weiterentwicklung des Kreisverbands“, sagte Hofmann.
Neben Marianne Keuschnig wurde Franz Josef Sammer zum zweiten Kreis-Revisor gewählt.
(Quelle: Pressemitteilung VdK Kreisverband Rosenheim / Foto Copyright Raab)

Kulturverein Rosenheim: Erfolgreiches Jahr – und neue Herausforderungen

Kulturverein Rosenheim: Erfolgreiches Jahr – und neue Herausforderungen

Landkreis Rosenheim – Der Kulturverein Landkreis Rosenheim zieht Bilanz: volle Konzertsäle, neue Projekte – aber auch finanzielle Einschnitte. Bei der Mitgliederversammlung wurde deutlich, wie eng Erfolg und Herausforderungen beieinanderliegen.

Ein Jahr voller Konzerte, Projekte und gut besuchter Veranstaltungen: Bei der Mitgliederversammlung des Kulturvereins Landkreis Rosenheim e.V. blickte die zweite Vorsitzende und Kulturreferentin Anke Hellmann auf ein intensives Kulturjahr zurück. Trotz Umbaumaßnahmen auf Schloss Hartmannsberg und angespannter Haushaltslage konnte ein abwechslungsreiches Programm umgesetzt werden.

Besonders erfolgreich verlief 2025 die Konzertsaison auf Schloss Hartmannsberg. Acht Veranstaltungen – von Jazzabenden über literarisch-musikalische Programme bis hin zum „Hartmannsberger Advent“ – lockten zahlreiche Besucher an. Auch die Reihe „Klassik! Bad Aibling“ verzeichnete mit durchschnittlich 468 Gästen pro Konzert eine starke Resonanz. 2026 startete bereits mit einem Höhepunkt: Die Bad Reichenhaller Philharmoniker eröffneten die Saison im historischen Rathaussaal in Wasserburg.

Kulturatlas und volle Konzertsäle

Ein zentrales Thema war die Zusammenarbeit mit der „Stiftung Kultur Zukunft Bayern“. Der Kulturverein ist Pilotpartner für den „Kulturatlas“, eine digitale Plattform, die das kulturelle Angebot im Freistaat bündeln und besser sichtbar machen soll. Anke Hellmann betonte: „Der Kulturatlas wird nicht nur die Sichtbarkeit der regionalen Kultur erhöhen, sondern auch den Austausch und die Professionalisierung der Kulturschaffenden fördern.“ Die Freischaltung für die Öffentlichkeit ist in den kommenden Wochen geplant.

Finanzielle Einschnitte bremsen Planung

Trotz positiver Bilanz wurde auch die angespannte finanzielle Lage deutlich. Die Konzertreihe „Klassik! Bad Aibling“ muss 2026 aufgrund von Haushaltskürzungen der Stadt Bad Aibling pausieren. Die geplanten Konzerte konnten jedoch von anderen Veranstaltern im Landkreis übernommen werden.

Ausblick: Sieben Konzerte geplant

Für die kommende Saison sind sieben Konzerte auf Schloss Hartmannsberg vorgesehen. Den Auftakt gestalten am 9. Mai die Kulturförderpreisträgerinnen des Landkreises, Bernadette Pihusch und Clara Neidenberger. Neu sind die Anfangszeiten: Die Konzerte beginnen entweder um 15 Uhr oder um 19 Uhr. „Mit den früheren Beginnzeiten möchten wir unseren Gästen die Anreise zum malerischen Schloss inmitten der Eggstätt-Hemhofer Seenplatte bei Tageslicht ermöglichen“, erklärte Anke Hellmann. „Gleichzeitig bieten wir mit den Nachmittagsterminen Familien mehr Flexibilität.“

Zum Abschluss dankte der Vereinsvorsitzende, Landrat Otto Lederer, allen Unterstützern – von der Geschäftsführung über das Steuerberatungsbüro Matheis und Schießl bis hin zu Kassenprüfern, Helfern und Spendern. Ein besonderer Dank galt der langjährigen Beisitzerin Alexandra Frank-Klebe, die ihr Amt an Thomas Dobner übergab.
(Quelle: Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Party und Prävention in Wildenwart: Kampagne klärt über K.o.-Tropfen auf

Party und Prävention in Wildenwart: Kampagne klärt über K.o.-Tropfen auf

Wildenwart / Landkreis Rosenheim – Bei der Gummibärli-Party in Wildenwart (Landkreis Rosenheim ) hat die Kampagne „K.O.mmt mir nicht ins Glas!“ über die Gefahren von K.-o.-Tropfen informiert. Mehr als 1.000 Gäste waren vor Ort – und zeigten Interesse an der Aktion.

Wie passen Party und Prävention zusammen? In Wildenwart wurde genau das umgesetzt: Katrin Posch, Geschäftsstellenleitung der Gesundheitsregionplus, und Simeon Spahr von der Kommunalen Jugendarbeit waren mit der Kampagne „K.O.mmt mir nicht ins Glas!“ bei der Gummibärli-Party zu Gast. Die Veranstaltung der KLJB zog über 1.000 Besucher an und bot zugleich Raum für Aufklärung.
Lukas Stocker, Vorsitzender der KLJB Wildenwart und Organisator der Gummibärli-Party, betont: „Wir freuen uns, dass es diese Kampagne gibt, und sind zuversichtlich, dass unsere Gäste für dieses Thema sensibler werden.“ Auch Simeon Spahr von der Kommunalen Jugendarbeit erklärt: „Wir sind sehr neugierig, wie unsere Präventionskampagne in Wildenwart wahrgenommen wird und welche Reaktionen sie bei den Festgästen auslöst. Gemeinsam mit den Veranstaltern wollen wir dem Missbrauch vorbeugen und besonders Jugendliche und junge Erwachsene befähigen, im Akutfall schnell und richtig zu reagieren“.

Kampagne vor Start in die Festl-Saison

Zur Kampagne gehören Plakate sowie wiederverwendbare Silikon-Kronkorken. Über einen QR-Code gelangen Interessierte zur Infoseite von „aROund“, dem Jugendmagazin für Stadt und Landkreis Rosenheim.
Das Projekt ist eine Kooperation des Kreisjugendamts und der Gesundheitsregionplus für Stadt und Landkreis Rosenheim. Ziel ist es, auch in der anstehenden Festl-Saison präsent zu sein und weiter auf das Thema aufmerksam zu machen. Veranstalter können entsprechendes Kampagnenmaterial über das Kreisjugendamt beziehen.
K.-o.-Tropfen sind betäubende Substanzen, die unbemerkt in Getränke gemischt werden können. Sie wirken oft schnell und können unter anderem Müdigkeit, Orientierungslosigkeit, Erinnerungslücken oder Bewusstlosigkeit auslösen. Weitere mögliche Anzeichen sind Schwindel, Übelkeit, Kontrollverlust oder Gedächtnislücken. Besonders gefährlich ist, dass die Stoffe häufig farb- und geruchlos sind.

Bei einem Verdacht sollten Betroffene nicht alleine gelassen werden. Es sollte so schnell wie möglich medizinische und soziale Hilfe organisiert werden. Ansprechpartner ist unter anderem die nächstgelegene Polizeidienststelle. Zudem ist eine medizinische Spurensicherung in den Notaufnahmen der RoMed-Kliniken möglich. Psychosoziale Beratung bietet in Rosenheim die Fachberatungsstelle MaVia e. V. unter Tel. 08031-268888 an, insbesondere wenn ein Verdacht auf sexualisierte Gewalt besteht.
(Quelle: Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim  / Beitragsbild: Landratsamt Rosenheim)

Sachrang stellt wieder auf: Maibaumfest nach zwölf Jahren Pause

Sachrang stellt wieder auf: Maibaumfest nach zwölf Jahren Pause

Sachrang / Landkreis Rosenheim – Am 1. Mai 2026 wird im Bergsteigerdorf Sachrang (Landkreis Rosenheim) ein neuer Maibaum aufgestellt. Gegen 12 Uhr trifft der Baum im Dorf ein und wird anschließend traditionell per Hand aufgerichtet. Besucher sind eingeladen, dabei zu sein.

Zwölf Jahre ist es her, dass der GTEV D’Geiglstoana Sachrang zuletzt ein Maibaumfest veranstaltet hat. 2020 musste das geplante Aufstellen pandemiebedingt entfallen. Nun wird am 1. Mai 2026 im Bergsteigerdorf Sachrang wieder ein Maibaum aufgestellt.

Gegen Mittag wird der Baum im Dorf erwartet. Anschließend wird er mit vereinten Kräften vieler Helfer Stück für Stück und ganz nach bayerischer Tradition aufgerichtet. Das Maibaumaufstellen gehört zu den festen Bestandteilen des Dorflebens und ist für Einheimische und Gäste gleichermaßen ein besonderer Moment.
Der Trachtenverein lädt Bürger, Freunde und Besucher ein, beim Aufstellen dabei zu sein und gemeinsam Zeit im Dorf zu verbringen. Für Speis und Trank ist gesorgt.

Bei Schlechtwetter ist der 3. Mai 2026 als Ausweichtermin vorgesehen. Weitere Informationen gibt es bei der Tourist Info Sachrang unter Tel. 08057/909737 oder online unter www.aschau.de.
(Quelle: Pressemittelung Touristinfo Aschau im Chiemgau / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Frühling im Priental: Wenn die letzten Schneeflecken verschwinden

Frühling im Priental: Wenn die letzten Schneeflecken verschwinden

Aschau / Landkreis Rosenheim – Im Priental wandelt sich die Landschaft derzeit sichtbar: Während der Schnee schmilzt, entfaltet sich Schritt für Schritt der Frühling – mit stillen Momenten und eindrucksvollen Naturbildern.

Im Priental geht der Winter langsam zu Ende. Besonders rund um den Aschauer Hausberg, die Kampenwand, entsteht aktuell ein reizvolles Wechselspiel: Übrig gebliebene Schneefelder treffen auf zunehmend schneefreie Almflächen. Mit den steigenden Temperaturen und einem leichten Bergwind ziehen sich die letzten weißen Flecken weiter zurück.

Diese Phase des Übergangs bringt eine besondere Atmosphäre mit sich. Die Landschaft wirkt ruhig und klar, nur unterbrochen vom dezenten Zwitschern erster Vögel. Gleichzeitig setzen die aufblühenden Pflanzen frische Akzente – etwa die Kirschblüte in Aschau im Chiemgau, die derzeit vielerorts zu sehen ist.

Der Frühling lädt nun dazu ein, die Natur aktiv zu erkunden. Wanderwege und Aussichtspunkte bieten abwechslungsreiche Einblicke in die sich wandelnde Berglandschaft. Kostenlose Tipps und Anregungen für Touren erhalten Interessierte bei der Tourist Info Aschau im Chiemgau telefonisch unter 08052 90490 oder online unter www.aschau.de
(Quelle: Pressemitteilung Aschau im Chiemgau / Beitragsbild: Copyright H. Reiter)
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Foto: H. Reiter