Starbulls setzen auf Kontinuität – Shane Hanna verlängert langfristig

Starbulls setzen auf Kontinuität – Shane Hanna verlängert langfristig

Rosenheim – Die Starbulls Rosenheim haben ein klares Zeichen für die Zukunft gesetzt: Verteidiger Shane Hanna bleibt dem Verein langfristig erhalten und hat seinen Vertrag vorzeitig um drei weitere Jahre verlängert. Damit ist der 31-Jährige nun bis 2029 an den Standort Rosenheim gebunden.

In den vergangenen Wochen war über einen möglichen Abgang des Leistungsträgers spekuliert worden. Mit der Verlängerung schaffen Spieler und Club nun Klarheit und setzen ein deutliches Signal in Richtung Kontinuität.

Hanna hat sich in den vergangenen Spielzeiten zu einer festen Größe in der Defensive der Starbulls entwickelt und gehörte ligaweit zu den besten Verteidigern. In den letzten beiden Saisons zählte er jeweils zu den Top 3 Verteidigern der Liga. Zudem lag er mit einer Plus-Minus-Bilanz von +32 unter den Top 5 dieser Statistik. In der vergangenen Saison überzeugte er auch offensiv mit 52 Punkten (19 Tore, 33 Assists) und kam damit nahezu auf einen Punkt pro Spiel.

Mit seiner körperlichen Präsenz, seinem Spielverständnis und seiner Konstanz gilt Hanna als wichtiger Leistungsträger im Kader der Starbulls und übernimmt regelmäßig Verantwortung in entscheidenden Spielsituationen.
„Shane ist für uns ein extrem wichtiger Spieler, weil er in jeder Situation verlässlich ist“, sagt Starbulls-Headcoach Jari Pasanen. „Er bringt Stabilität in unser Spiel und geht immer voran. Dass er sich langfristig für Rosenheim entschieden hat, zeigt, wie wohl er sich hier fühlt – und das ist ein starkes Signal für uns als Club.“

Auch Shane Hanna selbst äußert sich zur Verlängerung: „Es waren bisher drei sehr spannende Jahre hier in Rosenheim. Ich fühle mich in der Region unglaublich wohl. Umso mehr freue ich mich, heute sagen zu können, dass ich für weitere drei Jahre unterschrieben habe.“

Die Starbulls Rosenheim sehen in der langfristigen Bindung von Hanna einen wichtigen Baustein für die sportliche Entwicklung in den kommenden Jahren.
(Quelle: Pressemitteilung Starbulls Rosenheim / Beitragsbild: Ludwig Schirmer)

Betrunkener im Garten sorgt für Polizeieinsatz in Rosenheim

Betrunkener im Garten sorgt für Polizeieinsatz in Rosenheim

Rosenheim – Ein offenbar stark alkoholisierter Mann hat in der Nacht auf Freitag (17.4.2026) in der Rosenheimer Austraße für einen Polizeieinsatz gesorgt, nachdem er in einem Garten aufgefallen war und sich nicht beruhigen ließ.

Gegen 01.30 Uhr ging bei der Polizei die Mitteilung eines Anwohners ein, dass sich eine Person in einem Garten aufhalte und dort offensichtlich Hilfe benötige. Vor Ort trafen die Beamten in der Austraße auf einen 43-jährigen Rosenheimer, der halb stehend, halb liegend angetroffen wurde.
Der Mann war deutlich alkoholisiert und hatte über zwei Promille. Er zeigte sich zudem aggressiv und war nicht bereit, den Ort zu verlassen.

Zur Verhinderung weiterer Störungen wurde der 43-Jährige in Gewahrsam genommen und zur Polizeiinspektion Rosenheim gebracht. Dort konnte er im sogenannten „Zellengarten“ seinen Rausch ausschlafen.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Gefängnisneubau, Rosenheim, 1858

Gefängnisneubau, Rosenheim, 1858

Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück ins Jahr 1858. Mit diesem Bild blicken wir auf einen Neubau, der das Stadtbild Rosenheims über mehr als ein Jahrhundert prägen sollte: das damalige Amtsgerichtsgefängnis an der Münchener Straße, im Volksmund auch „Fronfeste“ genannt.

Das Gebäude wurde zwischen 1856 und 1858 errichtet, in einer Zeit, als Rosenheim noch deutlich kleiner war und die Münchener Straße gerade erst begann, sich zu einer wichtigen Ausfallstraße und späteren Geschäftsstraße zu entwickeln. Das Gefängnis lag damit ursprünglich am Rand der Stadt – rückte aber mit dem Wachstum der Stadt und dem Ausbau der Bahn immer stärker ins Zentrum des öffentlichen Lebens.

In dem Gebäude waren vor allem Untersuchungshäftlinge und Menschen untergebracht, die kurze Freiheitsstrafen verbüßten. Es handelte sich also nicht um ein Zuchthaus, sondern um ein regionales Amtsgerichtsgefängnis für kleinere Straftaten des Alltags – von Diebstahl über Körperverletzung bis hin zu Ordnungsdelikten. Zeitweise saßen hier rund 35 Gefangene gleichzeitig ein.

Die Lage mitten in der Stadt wurde später zunehmend kritisch gesehen, denn das Gefängnis war für die Öffentlichkeit sichtbar und prägte den Straßenzug über Jahrzehnte hinweg.

Seine Geschichte endete schließlich 1968, als die letzten Gefangenen verlegt wurden. Anfang der 1970er Jahre wurde das Gebäude abgerissen. Heute befindet sich an dieser Stelle das moderne Geschäftsviertel rund um die Münchener Straße – dort, wo unter anderem die Buchhandlung Thalia zu finden ist.

Ein Stück Stadtgeschichte, das heute kaum noch sichtbar ist – und doch über 100 Jahre lang mitten in Rosenheim existierte.
(Quelle: Beitragsbild: Archiv  Herbert Borrmann / Bildtext: Karin Wunsam)

Sanierung der Kreisstraße RO 14 in zwei Bauabschnitten geplant

Sanierung der Kreisstraße RO 14 in zwei Bauabschnitten geplant

Aschau / Landkreis Rosenheim – Die Kreisstraße RO 14 zwischen Aschau im Chiemgau und Bernau am Chiemsee wird im Jahr 2027 saniert. Die Arbeiten sollen in zwei Bauabschnitten außerhalb der Ferienzeiten erfolgen.

Der Kreisausschuss des Landkreis Rosenheim hat in seiner jüngsten Sitzung der rund 1,2 Millionen Euro teuren Sanierungsmaßnahme zugestimmt. Damit kann die Tiefbauverwaltung des Landkreises die weitere Planung, die Antragstellung für Fördermittel sowie die Ausschreibung der Arbeiten vorbereiten.

Der zu sanierende Abschnitt der Kreisstraße RO 14 ist gut vier Kilometer lang. Die Arbeiten werden in zwei Bauabschnitte unterteilt, um sowohl die touristischen Anforderungen der Region als auch die Funktion der Strecke als Bedarfsumleitung für die Autobahn zu berücksichtigen.

Im ersten Bauabschnitt wird von Ende April bis Beginn der Pfingstferien Mitte Mai 2027 ein etwa ein Kilometer langer Abschnitt im Bereich Bernau erneuert. Die Gemeinde nutzt die Maßnahme gleichzeitig für eigene Arbeiten am Kanalsystem.

Der zweite Bauabschnitt folgt von Mitte September bis Ende Oktober 2027. Dabei wird der Bereich vom Ortsausgang Bernau bis nach Aschau im Chiemgau saniert. Die Terminplanung erfolgte in Abstimmung mit den betroffenen Gemeinden sowie der Autobahn GmbH des Bundes.

Grund für die Sanierung sind Schäden durch Verschleiß und Alterung. Zudem wurden starke Spurrillen und Unebenheiten festgestellt. Der Landkreis Rosenheim rechnet mit einer Förderung durch den Freistaat Bayern.
(Quelle: Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Bad Aibling: Ellmosener Straße wird zur Ortsstraße abgestuft

Bad Aibling: Ellmosener Straße wird zur Ortsstraße abgestuft

Bad Aibling / Landkreis Rosenheim – Zum 1. Juni 2026 wird die Ellmosener Straße in Bad Aibling (Landkreis Rosenheim) im Bereich zwischen Stadtzentrum und Stadtrand von einer Kreisstraße zur Ortsstraße. Der Landkreis Rosenheim gibt damit die Straßenbaulast an die Stadt ab.

Der Kreisausschuss des Landkreis Rosenheim hat in seiner jüngsten Sitzung  der Abstufung der Ellmosener Straße (Kreisstraße RO 19) zugestimmt. Zuvor hatte auch der Stadtrat von Bad Aibling Ende März einen entsprechenden Beschluss gefasst.
Mit der Abstufung wird der Abschnitt der Ellmosener Straße zwischen Stadtzentrum und Stadtrand künftig als Ortsstraße eingestuft. Zuständig für den Unterhalt ist damit künftig die Stadt Bad Aibling.

Nach Angaben von Landrat Otto Lederer wurde die Entscheidung auf Grundlage einer fachlichen Prüfung getroffen. In die Bewertung waren neben der Stadtverwaltung auch das Bayerische Innenministerium sowie die Regierung von Oberbayern eingebunden. Ergebnis der Analyse ist, dass die Kreisstraße RO 19 im betroffenen Stadtgebiet für den überörtlichen Verkehr nur eine untergeordnete Bedeutung hat. Seit der Freigabe der Rosenheimer Westtangente sei sie zudem teilweise ohne Relevanz für den Durchgangsverkehr. Grundlage der Einschätzung waren unter anderem Daten aus Routenplanern.

Auf dieser Basis wurde zwischen dem Landkreis Rosenheim und der Stadt Bad Aibling eine Abstufungsvereinbarung vorbereitet. Diese regelt neben der künftigen Straßenklassifizierung zum 1. Juni 2026 auch eine finanzielle Ausgleichszahlung.

Gemäß Bayerischem Straßen- und Wegegesetz übernimmt der bisherige Straßenbaulastträger die erforderlichen Erhaltungsaufwendungen. Ein beauftragtes Ingenieurbüro ermittelte hierfür Kosten in Höhe von rund 178.000 Euro. Die Auszahlung an die Stadt Bad Aibling ist zum 1. Februar 2027 vorgesehen.
(Quelle: Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Sanierung beschlossen: Wertstoffhof in Großkarolinenfeld wird erneuert

Sanierung beschlossen: Wertstoffhof in Großkarolinenfeld wird erneuert

Großkarolinenfeld / Landkreis Rosenheim – Der Wertstoffhof in Großkarolinenfeld kann saniert werden: Der Landkreis Rosenheim übernimmt Kosten in Höhe von rund 155.000 Euro.

Der Kreisausschuss des Landkreis Rosenheim hat der Sanierung des Wertstoffhofes in Großkarolinenfeld zugestimmt. Damit kann die von der Gemeinde beschlossene Maßnahme umgesetzt werden. Die Kosten in Höhe von rund 155.000 Euro trägt der Landkreis.

Die Details stellte Rosenheims Landrat Otto Lederer vor. Der Wertstoffhof in der Lagerhausstraße 10 wird seit vielen Jahren von der Gemeinde betrieben. Im Zuge der Sanierung sind mehrere Maßnahmen geplant: Das Dach wird erneuert, brüchige Stromleitungen werden ausgetauscht, die Umzäunung instand gesetzt und eine neue Wasserrinne installiert, um den Ablauf von Regenwasser zu verbessern. Zudem wird die Metallkonstruktion statisch geprüft und durch zusätzliche Verstrebungen verstärkt.

Im Kreisausschuss wurde auch die Zukunft des Standorts thematisiert. Kreisrat Josef Lausch, zugleich Mitglied des Gemeinderates in Großkarolinenfeld, kündigte an, das Thema erneut im neuen Gemeinderat aufzugreifen. Hintergrund ist die mögliche Erweiterung der benachbarten Freiwilligen Feuerwehr, für die am aktuellen Standort unter Umständen nicht ausreichend Platz zur Verfügung steht. Nach seinen Angaben gäbe es im Gemeindegebiet alternative Standorte für einen Wertstoffhof.

Erneute Gespräche könnten notwendig werden

Landrat Lederer verwies auf den bestehenden Gemeinderatsbeschluss, stellte jedoch klar, dass bei einer möglichen Neubewertung durch den neuen Gemeinderat erneut Gespräche geführt werden müssten.

Grundsätzlich liegt die Trägerschaft eines Wertstoffhofes bei der jeweiligen Gemeinde, die auch die Flächen bereitstellt. Die Kosten für Bau und Unterhalt übernimmt hingegen die Abfallwirtschaft des Landkreises Rosenheim.
(Quelle: Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim / Beitragsbild: Landratsamt Rosenheim)

Blackout als Weckruf: Johanniter schulen für den Krisenfall

Blackout als Weckruf: Johanniter schulen für den Krisenfall

Wasserburg / Landkreis Rosenheim – Am 27. April und 15. Mai bieten die Johanniter-Unfall-Hilfe in Wasserburg kostenfreie Kurse zur Krisenvorsorge an – nach dem Stromausfall am 1. April  in teilen des Landkreises Rosenheim ein Thema mit neuer Aktualität.

Ein Stromausfall in Teilen der Landkreises Rosenheim am 1. April habe gezeigt, wie abhängig der Alltag von funktionierender Infrastruktur ist. Fallen Strom, Wasser oder Kommunikationswege aus, geraten viele Abläufe schnell ins Stocken.

Die Johanniter-Unfall-Hilfe im Ortsverband Oberbayern-Südost reagieren darauf mit speziellen Schulungen in Wasserburg. In den kostenfreien Kursen „Erste Hilfe mit Selbstschutzinhalten – Modul 2: Vorbeugung und Reaktion im Zivilschutz und Katastrophenfall“ lernen Teilnehmer in rund zweieinhalb Stunden, wie sie sich auf Krisensituationen vorbereiten und im Ernstfall handlungsfähig bleiben.

Praktische Themen im Mittelpunkt

Im Mittelpunkt stehen praktische Themen wie Notfallvorräte, organisatorische Vorsorge und wichtige Dokumente. Ziel ist es, Menschen dazu zu befähigen, sich selbst und ihre Familie zu versorgen und auch im Umfeld Unterstützung zu leisten, bis professionelle Hilfe eintrifft.

Kursleiterin Vera Berninger berichtet aus der Praxis, wie sehr das vermittelte Wissen zur Sicherheit beiträgt. Gleichzeitig entlaste Vorsorge auch die Einsatzkräfte. „Bei einem Stromausfall ist uns natürlich sehr geholfen, dass wir uns um medizinische Notfälle und Ähnliches kümmern können und nicht am zweiten Tag alle Menschen auf der Straße stehen, weil sie kein Trinkwasser mehr zu Hause haben“, sagt sie.

Ein wichtiger Aspekt der Schulungen ist dabei der richtige Umgang mit dem Thema Krise. Es gehe darum, vorbereitet zu sein, ohne Angst zu schüren. „Das ist vergleichbar mit einer Brandschutzversicherung. Keiner will, dass es bei ihm daheim brennt, aber jede und jeder hat eine Brandschutzversicherung. Und da würde ich auch die ganze Befähigung für Krisensituationen mit einordnen“, erklärt Berninger.

Weiteres Angebot an pflegende Angehörige

Ein weiteres Angebot richtet sich gezielt an pflegende Angehörige: Am 20. Juni findet erstmals der Kurs „Erste Hilfe mit Selbstschutzinhalten – Modul 4: Private Begleitung von Hilfebedürftigen mit Pflegebedarf im Zivilschutz und Katastrophenfall“ statt. Dort erhalten Teilnehmer praxisnahe Tipps, wie sie Menschen mit Pflegebedarf auch in Ausnahmesituationen sicher begleiten und versorgen können.

Weitere Informationen zu Inhalten, Terminen und Anmeldung sind online verfügbar.
(Quelle: Pressemitteilung Johanniter / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Sonnenstürme und Polarlichter: Vortrag an der TH Rosenheim

Sonnenstürme und Polarlichter: Vortrag an der TH Rosenheim

Rosenheim – Am Donnerstag, 23. April 2026, um 18.30 Uhr spricht Sami Solanki im Raum B0.23 der Technische Hochschule Rosenheim über die Auswirkungen der Sonnenaktivität auf die Erde – und warum Polarlichter inzwischen auch in Bayern zu sehen sind.

Die Sternwarte Rosenheim lädt zu einem öffentlichen populärwissenschaftlichen Vortrag ein. Referent ist Sami Solanki vom Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung. Sein Thema: „Die eruptive Sonne und ihr Einfluss auf die Erde“.

Polarlichter in Bayern

Im Mittelpunkt steht die Frage, warum Polarlichter zunehmend auch in südlicheren Regionen wie Bayern auftreten. Die Sonne ist ein aktiver Stern: Sonnenflecken, Sonnenwind, energiereiche Eruptionen (Flares) und gewaltige Massenauswürfe prägen ihr Verhalten. Diese Prozesse beeinflussen die Magnetosphäre und die obere Atmosphäre der Erde und können unter anderem Polarlichter auslösen. Bei besonders starker Sonnenaktivität – wie in den Jahren 2024, 2025 und zuletzt im Januar 2026 – sind diese sogar in Südeuropa sichtbar.

Neben beeindruckenden Himmelsphänomenen können solche Ereignisse auch technische Systeme beeinträchtigen. Dazu zählen etwa Satelliten, Funk- und Stromnetze oder Radaranlagen. In extremen Fällen, etwa bei sogenannten Superflares, sind auch gravierende Schäden möglich. Historische Hinweise darauf liefert ein Ereignis aus dem Jahr 1859, bei dem es weltweit zu Funkenschlägen in Telegrafenempfängern kam.

Neue Erkenntnisse aus der Forschung, unter anderem durch die Untersuchung anderer Sterne und von Baumringen, geben Hinweise darauf, wie häufig besonders starke Sonnenereignisse auftreten. Als Hauptursache gilt das komplexe Magnetfeld der Sonne, das auch für die Vorhersage solcher Ereignisse eine entscheidende Rolle spielt. Allerdings ist die Prognose bislang nur eingeschränkt möglich. Künftige Verbesserungen erhofft sich die Wissenschaft unter anderem von der geplanten Vigil-Mission der ESA.

Sami K. Solanki ist Direktor am Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung in Göttingen. Er forscht zur magnetischen Aktivität der Sonne, zu ihrer Variabilität und zu deren Einfluss auf das Erdklima – auch in historischen und prähistorischen Zeiträumen. Sein Team untersucht zudem die Struktur und Dynamik der Sonnenatmosphäre sowie die Variabilität von Sternen und entwickelt Instrumente für verschiedene Formen der Sonnenbeobachtung.

Der Vortrag findet im Raum B0.23 (Hauptfoyer, dann rechts hinten) am Campus Rosenheim der Technischen Hochschule Rosenheim (Hochschulstraße 1) statt. Weitere Informationen sind online verfügbar.
(Quelle: Pressemitteilung Sternwarte Rosenheim / Beitragsbild. Archiv Innpuls.me)

Innpuls-Tagebuch – Hinter den Schlagzeilen: „Rosenheim in Bewegung“ – zwischen Ideologie und Streit um Mobilität

Innpuls-Tagebuch – Hinter den Schlagzeilen: „Rosenheim in Bewegung“ – zwischen Ideologie und Streit um Mobilität

Rosenheim – Es gibt Veranstaltungen, die einen journalistisch über viele Jahre begleiten. „Rosenheim in Bewegung“ ist so ein Fall. Und kaum eine andere sorgt inzwischen für so viele Diskussionen wie diese.

Eintrag vom Freitag, 17. April 2026

Gestern lag wieder die Vorankündigung auf meinem Schreibtisch. Am nächsten Wochenende, 25. und 26. April, ist es wieder soweit. Und ganz automatisch war sie wieder da – diese gedankliche Reise zurück zu den Anfängen.

Denn die Anfänge dieser Veranstaltung reichen tatsächlich weit zurück.

In den Anfangsjahren hieß sie schlicht „Autosalon“. In den 1980er- und 1990er-Jahren waren solche Autoschauen fast schon ein fester Bestandteil in vielen Städten – und auch in Rosenheim ein echter Publikumsmagnet.

Der Max-Josefs-Platz wurde zur Bühne für glänzenden Lack und starke Motoren. Über 30 Autohäuser präsentierten ihre neuesten Modelle. Darunter nicht nur Alltagsfahrzeuge, sondern auch echte Hingucker – Luxuskarossen, PS-starke Boliden, Fahrzeuge, die man sonst höchstens aus dem Fernsehen kannte.

Und ja – es hatte fast etwas Ritualhaftes.

Die Männer standen in kleinen Gruppen um die Autos, fachsimpelten, warfen einen Blick unter die Motorhaube. Und natürlich durfte auch das Erinnerungsfoto nicht fehlen – am liebsten am Steuer eines Wagens, den man sich vielleicht nie leisten würde. Die Frauen hatten durchaus ebenfalls ihren Spaß – nicht zuletzt, weil sich der Besuch gut mit einem anschließenden Einkaufsbummel verbinden ließ.

Damals war die Bezeichnung „Besuchermagnet“ keine Übertreibung.

Vom Publikumsliebling zum Politikum

Doch diese Zeiten sind längst vorbei.

Was früher für Begeisterung sorgte, sorgt heute vor allem für Diskussionen. Schon im Vorfeld wird „Rosenheim in Bewegung“ regelmäßig kritisch kommentiert – vor allem in den sozialen Medien. „Völlig daneben in dieser Zeit“ oder „da gäbe es sinnvollere Veranstaltungen“ – solche Stimmen gehören inzwischen fast schon dazu.

Die Kritik blieb nicht auf die Kommentarspalten beschränkt.

Auch politisch wurde die Veranstaltung immer wieder zum Thema. Vor allem aus den Reihen der Grünen kam deutlicher Gegenwind – insbesondere wegen der Symbolik: Autos mitten in der Fußgängerzone, quasi auf dem „roten Teppich“. In manchen Jahren blieb es nicht nur bei Worten, sondern es gab auch Gegenaktionen.

Der Veranstalter, das Citymanagement, reagierte darauf und erweiterte das Konzept Schritt für Schritt. Fahrräder, Sport, alternative Mobilität – aus dem Autosalon wurde „Rosenheim in Bewegung“.

Mehr Vielfalt – aber weniger Anziehungskraft

Nur: So richtig aufgegangen ist diese Neuausrichtung bisher nicht.

Während früher über 30 Autohäuser vertreten waren, sind es inzwischen oft nur noch zehn bis zwölf. Und so ehrlich muss man sein: Ohne die großen Neuheiten und ohne die spektakulären Fahrzeuge fehlt ein Stück weit das, was die Menschen früher angezogen hat.

Die Zugpferde.

Ich habe mir für diesen Tagebucheintrag auch noch einmal einen Artikel aus dem Jahr 2022 durchgelesen. Darin wurde die Veranstaltung als nicht mehr zeitgemäß eingeordnet – verbunden mit der grundsätzlichen Ablehnung der Automobilbranche.

Ich sehe das anders. Auch heute noch.

Ja, ich fahre gern mit dem Fahrrad in die Stadt. Und ja, ich nutze auch gelegentlich den öffentlichen Nahverkehr. Aber mein Alltag sieht eben auch so aus: Wocheneinkauf für eine sechsköpfige Familie. Und ganz ehrlich – ich wüsste nicht, wie das ohne Auto funktionieren soll.

Und nein, ich habe nicht das Gefühl, damit gleich den Planeten in den Untergang zu treiben.

Ideologie hilft im Alltag oft nicht weiter – gerade beim Thema Verkehr nicht. Am Ende braucht es eine Mischung und vor allem ein Stück Realitätssinn.

Zwischen allen Stühlen

Und genau da steht „Rosenheim in Bewegung“ heute.

Zwischen den Welten.

In diesem Jahr gibt es einen neuen Programmpunkt: eine Rad-Musik-Performance im Parkhaus P4 in der Frühlingstraße. Ein Ort, der eigentlich für Autos gedacht ist – und jetzt zur Bühne für Fahrräder wird.

Ein Perspektivwechsel.

Doch auch der sorgt bereits wieder für Kritik – diesmal von der anderen Seite. Von Autofahrern, die sich fragen, ob das wirklich sein muss.

So dreht sich die Debatte weiter.

Früher Begeisterung für Autos. Heute Streit über Mobilität. Und irgendwo dazwischen eine Veranstaltung, die versucht, es allen recht zu machen – was bekanntlich selten gelingt.

Und jetzt?

Ich bin mir ziemlich sicher: Ein Autosalon in seiner ursprünglichen Form würde auch heute noch funktionieren. Vielleicht anders, vielleicht kleiner – aber das Interesse wäre da.

Genauso bin ich aber gespannt, ob der neue Weg irgendwann greift.

Vielleicht braucht es einfach Zeit. Vielleicht auch mehr Mut zu einer klareren Linie.

Oder vielleicht ist genau dieses Spannungsfeld inzwischen das eigentliche Markenzeichen dieser Veranstaltung.

Wir lassen uns überraschen – und berichten natürlich auch diesmal wieder.

Liebe Grüße aus der Redaktion
Karin

Brückensanierung bei Ecksberg: Vollsperrung der Kraiburger Straße ab 27. April

Brückensanierung bei Ecksberg: Vollsperrung der Kraiburger Straße ab 27. April

Ecksberg / Landkreis Mühldorf am Inn – Ab Montag, 27. April, wird die Brücke an der Kraiburger Straße bei Ecksberg im Zuge der Staatsstraße 2352 umfassend saniert. Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis einschließlich Freitag, 24. Juli. Während dieser Zeit ist der Bereich vollständig gesperrt.

Die Maßnahme erfolgt durch das Staatliche Bauamt Rosenheim und betrifft eine rund 34 Meter lange Brücke, die aus den 1960er-Jahren stammt. Im Rahmen der Generalsanierung werden unter anderem die Brückenkappen abgebrochen und erneuert, der Konstruktionsbeton instandgesetzt sowie Abdichtungsarbeiten durchgeführt. Zudem werden neue Übergangskonstruktionen und Brückenlager eingebaut, bevor eine neue Asphaltfahrbahn sowie Schutzplanken und Geländer folgen.
Der Verkehr wird während der Bauzeit über die Münchener Straße und die Staatsstraße 2550 umgeleitet, aus südlicher Richtung kommend über Ampfing. Die Umleitungsstrecken sind entsprechend ausgeschildert.
Parallel zur Brückensanierung wird der Kreisverkehr „Am Dom“ einschließlich der Anschlussäste neu asphaltiert. Für diesen Bereich sind rund zwei Wochen Bauzeit eingeplant.

Die Gesamtkosten der Maßnahme belaufen sich auf etwa 1,1 Millionen Euro und werden vom Freistaat Bayern getragen. Ziel der Arbeiten ist die langfristige Sicherung der Verkehrsinfrastruktur im Bereich Ecksberg und der angrenzenden Staatsstraßen.
(Quelle: Pressemitteilung Staatliches Bauamt Rosenheim / Beitragsbild: Copyright Staatliches Bauamt Rosenheim)

Rosenheimer Fahrrad-Basar: Gebrauchte Räder verkaufen und Schnäppchen finden

Rosenheimer Fahrrad-Basar: Gebrauchte Räder verkaufen und Schnäppchen finden

Rosenheim – In Rosenheim findet am 25. April erneut der beliebte Fahrrad-Basar im Rahmen der Aktion „Rosenheim in Bewegung“ statt. Auf dem Vorplatz der Stadtbibliothek können Bürger gebrauchte Fahrräder unkompliziert verkaufen oder günstig ein neues Rad erwerben.

Das City-Management Rosenheim lädt auch 2026 wieder zum Fahrrad-Basar der einfachen Art ein. Bereits zum vierten Mal steht die nachhaltige Aktion im Zeichen der Wiederverwendung und Mobilitätsförderung im Stadtgebiet.

Wer ein gebrauchtes Fahrrad verkaufen möchte, kann dieses am Samstag, 25. April zwischen 8 und 10 Uhr direkt vor der Stadtbibliothek Rosenheim abgeben. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich. Angenommen werden verkehrstüchtige und saubere Fahrräder für Kinder und Erwachsene – darunter Citybikes, Mountainbikes, Trekkingräder oder Tandems. E-Bikes sind vom Verkauf ausgeschlossen.
Der Verkauf erfolgt durch das City-Management zu einem vom Besitzer festgelegten Preis. Eine Verkaufsprovision wird nicht erhoben, lediglich eine geringe Einstellgebühr fällt bei der Abgabe an. Das entsprechende Verkaufsformular kann vorab online heruntergeladen oder direkt vor Ort ausgefüllt werden.

Verkauf, Abholung und Fahrradcodierung vor Ort

Der eigentliche Fahrradverkauf findet zwischen 10 und 12 Uhr statt. In dieser Zeit können Besucher auf dem Vorplatz der Stadtbibliothek nach günstigen Rädern für Alltag, Schule, Arbeit oder Freizeit suchen.
Zwischen 12 und 13 Uhr erfolgt schließlich die Auszahlung der Verkaufserlöse beziehungsweise die Rückgabe nicht verkaufter Fahrräder.
Zusätzlich bietet der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) ADFC Rosenheim von 10 bis 13 Uhr eine Fahrradcodierung vor Ort an.

Alle Informationen sowie das Verkaufsformular sind unter www.ro-city.de/fahrradbasar verfügbar.
(Quelle: Pressemitteilung City-Management Rosenheim e.V. / Beitragsbild: Copyright City-Management Rosenheim e.V.)

Freier Eintritt zur Römer-Ausstellung: Rosenheimer Kinder profitieren von neuem Bildungsprojekt

Freier Eintritt zur Römer-Ausstellung: Rosenheimer Kinder profitieren von neuem Bildungsprojekt

Rosenheim – Die Kultur- und Sozialstiftung Dr. Michael Stöcker (KUS) und der Freundeskreis Lokschuppen Rosenheim e.V. ermöglichen im Rahmen eines Gemeinschaftsprojekts im Jahr 2026 Kindern und Jugendlichen aus der Stadt Rosenheim den Zugang zur Ausstellung „RÖMER – Gesichter eines Weltreiches“ im Ausstellungszentrum Lokschuppen.

Ziel der Kooperation ist es, insbesondere jungen Menschen den Besuch der kulturhistorischen Ausstellung zu erleichtern und außerschulische Bildung zu fördern. Die KUS übernimmt dabei den Eintritt für insgesamt 350 Schüler – vorausgesetzt, es wird ein Workshop gebucht.
Das Angebot richtet sich an Schulen, Kindergärten und Kindertagesstätten der Stadt Rosenheim. Bei Interesse wird gebeten, dies bei einer Anfrage entsprechend zu vermerken. Eine mögliche Kostenübernahme durch die KUS wird im Einzelfall geprüft.

Detail zu Anfragen:

Anfragen können beim Besucherservice des Ausstellungszentrums Lokschuppen gestellt werden.
Telefon: +49 8031 365 9036
E-Mail: besucherservice@vkr-rosenheim.de

Servicezeiten: Montag bis Donnerstag: 10 bis 15:30 Uhr und Freitag: 10 bis 12 Uhr
(Quelle: Pressemitteilung Freundeskreis Lokschuppen Rosenheim e.V. / Beitragsbild: Archiv Innpuls.me)