Ungewöhnlicher Start beim 1. Mai in Rosenheim – DGB-Demo und Maikundgebung mit kurzer Verzögerung
Rosenheim – Am heutigen 1. Mai, dem Tag der Arbeit, haben der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und weitere Gruppen in Rosenheim zu einer Demonstration und Maikundgebung aufgerufen. Für besondere Aufmerksamkeit sorgte dabei der Auftakt: Anders als in den Vorjahren war zunächst kein Polizeifahrzeug zur Verkehrsabsicherung vor Ort. Nach einer Verzögerung setzten sich die Teilnehmer schließlich ohne Polizeigeleit in Bewegung und zogen durch die Innenstadt.
Start der Maikundgebung mit Demozug war vor dem Gewerkschaftshaus in der Rosenheimer Brixstraße. Fotos: Josefa Staudhammer
Das diesjährige Motto lautete: „Erst unsere Jobs, dann eure Profite“. Start war um 10 Uhr am Gewerkschaftshaus in der Brixstraße in Rosenheim. Von dort aus sollte sich der Zug durch die Innenstadt bewegen.
Verzögerter Start ohne erkennbare Verkehrsabsicherung
Gleich zu Beginn kam es zu einer ungewöhnlichen Situation: Entgegen den Abläufen der vergangenen Jahre war zum Start kein Polizeifahrzeug zur Absicherung des Demozugs sichtbar. Gerade im Vergleich zu früheren 1.-Mai-Veranstaltungen mit teils deutlich stärkerem Polizeiaufgebot fiel dieser Umstand besonders auf.
Da die notwendige Verkehrsabsicherung zunächst fehlte, konnte sich der Demozug nicht wie geplant in Bewegung setzen. Die Organisatoren nahmen Rücksprache mit den zuständigen Stellen. Nach einer Wartezeit entschieden sich die Teilnehmer schließlich, den Zug dennoch zu starten – ohne erkennbares Polizeigeleit.
Im weiteren Verlauf bewegte sich die Demonstration geordnet durch die Innenstadt und mündete schließlich in die Maikundgebung vor dem Gewerkschaftshaus.
Breites Themenfeld auf Bannern und Plakaten
IInhaltlich zeigte sich der 1. Mai in Rosenheim erneut vielfältig. Neben klassischen gewerkschaftlichen Forderungen wie dem Erhalt von Arbeitsplätzen, sozialer Sicherheit und stärkeren Arbeitnehmerrechten wurden auf Bannern und Plakaten auch weiter gefasste politische Themen sichtbar. Dabei geht die Entwicklung seit einigen Jahren zunehmend weg von rein gewerkschaftsbezogenen Arbeitsthemen hin zu grundsätzlicher Kritik am bestehenden politischen und gesellschaftlichen System.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild, Foto: Josefa Staudhammer)






