Gewalt gegen Polizei in Rosenheim: Vier Beamte im Einsatz verletzt

Gewalt gegen Polizei in Rosenheim: Vier Beamte im Einsatz verletzt

Rosenheim – Ein Streit um ein verschmutztes Taxi ist am Freitagabend (1.5.2026) in Rosenheim eskaliert: Zwei Männer gingen nicht nur auf den Fahrer los, sondern griffen später auch Polizeibeamte massiv an.

Gegen 22 Uhr ist es in der Pichlmayrstraße in Rosenheim zu einem Polizeieinsatz gekommen. Auslöser war ein Streit zwischen zwei Fahrgästen und einem Taxifahrer.

Ein 39-jähriger Mann aus Rüsselsheim und sein 46-jähriger Begleiter aus Burgkirchen hatten das Taxi, nach den Angaben in der Polizeimeldung, verschmutzt. In der Folge kam es zu einer Auseinandersetzung über die Reinigungskosten, bei der die beiden Männer den Fahrer verbal angingen.

Der Taxifahrer verständigte daraufhin die Polizei. Als die Einsatzkräfte eintrafen, verweigerten die beiden zunächst die Angabe ihrer Personalien.

Aggressives Verhalten eskaliert

Da die Identität der Männer vor Ort nicht festgestellt werden konnte, sollten sie zur Dienststelle gebracht werden. Bereits dabei zeigten sie ein hohes Maß an Aggressivität.

Beim Transport griffen die beiden die Polizeibeamten an, schlugen und traten um sich und versuchten, sich den Maßnahmen durch heftige Gegenwehr zu entziehen. Erst mit Unterstützung weiterer Einsatzkräfte konnten sie gefesselt werden.

Vier Beamte verletzt – einer gebissen

Bei dem Einsatz wurden insgesamt vier Polizeibeamte leicht verletzt. Drei erlitten Prellungen, Schürfwunden und Kratzer, blieben jedoch dienstfähig.
Ein weiterer Beamter wurde beim Verbringen in die Zelle verletzt. Ein 45-Jähriger trat um sich und biss dem Beamten in den Oberschenkel.

Beide Männer waren deutlich alkoholisiert. Beim 39-Jährigen wurde ein Wert von über 1,20 Promille festgestellt. Vom zweiten Beteiligten liegt kein Wert vor.

Die Polizei leitete ein Ermittlungsverfahren wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte sowie Körperverletzung ein. Teile des Geschehens wurden durch eine Bodycam dokumentiert.
(Quelle: Pressemittelung Polizeiinspektion Rosenheim /  Beitragsbild: Symbolfoto re)

Ammoniak-Austritt am Rosenheimer Eisstadion: Baustelle sorgt für Feuerwehreinsatz

Ammoniak-Austritt am Rosenheimer Eisstadion: Baustelle sorgt für Feuerwehreinsatz

Rosenheim – Ein beißender Geruch lag plötzlich in der Luft: Bei Bauarbeiten am Rosenheimer Eisstadion ist am Samstagvormittag (2.5.2026)  Ammoniak ausgetreten. Auslöser war eine angebohrte Leitung – die Feuerwehr musste schnell eingreifen.

Am Samstagvormittag (2. Mai 2026) ist es im Bereich des Eisstadions in der Jahnstraße in Rosenheim zu einem Gefahrstoffaustritt gekommen. Gegen 10.30 Uhr wurde, nach den Angaben der Polizei, bei Bauarbeiten eine Ammoniak-Leitung beschädigt.

Ein 55-jähriger Mitarbeiter einer regionalen Firma hatte bei Bohrarbeiten die Leitung angebohrt. In der Folge trat Ammoniak aus, dessen Geruch sich rasch im Umfeld der Schadensstelle verbreitete.

Die alarmierten Feuerwehren aus Rosenheim und Schloßberg waren kurz nach dem Notruf vor Ort und leiteten umgehend Maßnahmen ein, um den weiteren Austritt zu stoppen.

Schnelles Eingreifen der Feuerwehr

Die Einsatzkräfte konnten den Austritt des Gefahrstoffs rasch unterbinden und das verbleibende Ammoniak kontrolliert ablassen. Bereits nach rund zehn Minuten war die Leitung wieder abgedichtet.

Für die Dauer des Einsatzes musste die Brianconstraße zeitweise komplett gesperrt werden. Aufgrund notwendiger Reparaturarbeiten ist sie aktuell nur eingeschränkt befahrbar.

Keine Verletzten – Schaden bei rund 15.000 Euro

Nach bisherigen Erkenntnissen bestand zu keiner Zeit eine Gefahr für Anwohner oder Passanten. Verletzte wurden nicht gemeldet.
Der entstandene Sachschaden wird derzeit auf rund 15.000 Euro geschätzt, eine genaue Bewertung steht noch aus. Die Polizei Rosenheim prüft zudem, ob ein rechtlicher Verstoß durch den 55-jährigen Arbeiter vorliegt.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

MorgenINNPULS – Schon gewusst?

MorgenINNPULS – Schon gewusst?

Sonntag, 3. Mai – Guten Morgen!

Wusstest Du, dass winzige Meeresorganismen wie Phytoplankton etwa die Hälfte des Sauerstoffs auf unserer Erde produzieren?
Sie treiben unscheinbar im Wasser und leisten doch Enormes für alles Leben.
Manchmal sind es die kleinsten Dinge, die die größte Wirkung haben.

Vielleicht nimmst Du Dir heute einen Moment, um auch das Unsichtbare wertzuschätzen.

Wir wünschen Dir einen achtsamen und belebenden Start in den Tag! 🌞
(Quelle: Artikel Josefa Staudhammer / Beitragsbild: Copyright Josefa Staudhammer)

Neuer Skatepark in Rosenheim offiziell eröffnet- Treffpunkt für alle Generationen auf Rollen

Neuer Skatepark in Rosenheim offiziell eröffnet- Treffpunkt für alle Generationen auf Rollen

Rosenheim – Am heutigen Samstagmittag (2.5.2026) ist der neu gestaltete Skatepark Egarten in Rosenheim offiziell eröffnet worden. Zahlreiche Besucher waren vor Ort, als die Anlage um 13 Uhr feierlich freigegeben wurde – begleitet von einem abwechslungsreichen Rahmenprogramm des Rollsportvereins Rosenheim mit Live-Musik, Jam Session und Trickcontest. Die Wettbewerbe orientieren sich am Können der Teilnehmer und laufen aktuell noch.

Einweihung Skaterpark Egarten in Rosenheim Mai 2026. Fotos: Gisela Schreiner

Die umfangreichen Sanierungsarbeiten sind abgeschlossen. Der Skaterpark Egarten ist wieder offen. Fotos: Gisela Schreiner

Der Weg zur neuen Anlage war lang: Der alte Skatepark aus den 1990er-Jahren wurde zunächst komplett abgerissen. Anschließend wurde der Boden erneuert – eine wichtige Grundlage für sicheres Fahren. Was zunächst noch fehlte, waren Rampen und weitere Hindernisse. Hier sprang der Rollsportverein Rosenheim ein und organisierte über eine Spendenkampagne zusätzliche Mittel, um Extras wie Anfänger-Rampen oder einen Container mit Stromversorgung zu finanzieren.

Der Skatepark im sogenannten E-Garten soll künftig ein offener Treffpunkt für alle sein – unabhängig von Alter oder Sportgerät. Ob Skateboard, BMX oder Scooter: Die Anlage ist bewusst so gestaltet, dass sie von verschiedenen Rollsportarten gemeinsam genutzt werden kann. Ziel ist ein Ort, an dem sich Menschen begegnen, gemeinsam aktiv sind und voneinander lernen.

Große Gemeinschaftsleistung für den neuen Park

Seit seiner ursprünglichen Errichtung vor rund 26 Jahren war der Skatepark nicht mehr grundlegend renoviert worden. Umso größer war die Freude bei den ersten Nutzern: „Sehr schöner Park“, lauteten die spontanen Reaktionen von Skatern, BMX-Fahrern und Stuntroller-Nutzern vor Ort.

Unterstützt wurde das Projekt auch durch eine Online-Spendenaktion. Das Ziel lag bei 2000 Euro, aktuell wurden bereits 1746 Euro erreicht. Der Verein betont, dass jeder Beitrag hilft, den Skatepark noch attraktiver und vielseitiger zu gestalten.

Oberbürgermeister wagt erste Fahrversuche

Mit dabei bei der Eröffnung war auch Rosenheims neuer Oberbürgermeister Abuzar Erdogan. Für ihn war es einer der ersten offiziellen Termine im Amt. Er zeigte sich begeistert vom Ergebnis und wagte sogar erste eigene Versuche auf dem Skateboard – mit noch ausbaufähigem Erfolg, wie er selbst augenzwinkernd einräumte. Gleichzeitig kündigte er an, in den kommenden Wochen weiter zu üben.

Mit Blick auf die Zukunft zeigte sich das Stadtoberhaupt überzeugt, dass Skateboarding weiter an Bedeutung gewinnen wird. Seit Olympische Spiele Tokio 2020 olympisch ist, sieht er großes Potenzial – vielleicht sogar für einen künftigen Olympiasieger aus Rosenheim.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild, Fotos: Gisela Schreiner)

Emotion, Abschied und Neuanfang im KuKo: Stadtrat sagt Servus – März mit letztem großen Auftritt

Emotion, Abschied und Neuanfang im KuKo: Stadtrat sagt Servus – März mit letztem großen Auftritt

Rosenheim – Es war einer dieser Abende, die schon beim Betreten des Raumes spürbar anders sind. Im festlich geschmückten Saal Rosenheim im Kultur- und Kongresszentrum war der Tisch gedeckt, die Vorspeise bereits serviert: Spargelsalat stand schon bereit, als die Gäste nach und nach eintrafen. Ein Detail, das zunächst beiläufig wirkte – im Nachhinein aber sinnbildlich für den Plan des scheidenden Rosenheimer Oberbürgermeisters Andreas März: Zeit schaffen für das Wesentliche dieses Abends.
Denn dieser Abend war kein gewöhnlicher Termin im politischen Kalender der Stadt. Es war der Abschied des bisherigen Stadtrats – und gleichzeitig der Übergang in eine neue politische Phase. Mit der konstituierenden Sitzung am kommenden Mittwoch (6.5.2026) nimmt der neue Stadtrat seine Arbeit auf, zeitgleich wird auch der neue Oberbürgermeister Abuzar Erdogan (SPD) offiziell in sein Amt eingeführt. Den Amtswechsel hatte er bereits zum 1. Mai angetreten.
Diese Stadträte wurden verabschiedet:
  • Rudi Hötzel (Republikaner) – 35 Jahre im Dienst
  • Herbert Borrmann (CSU) – 30 Jahre im Dienst
  • Franz Lukas (Bündnis90 / Grüne) – 30 Jahre im Dienst
  • Karl Heinz Brauner (Grüne) – 24 Jahre im Dienst
  • Maria Klauser (FDP) – 27 Jahre im Amt
  • Robert Multrus (Freie Wähler / UP)  – 24 Jahre im Dienst
  • Markus Dick ( Freie Wähler / UP) – 12 Jahre im Dienst
  •  Horst Halser (ÖDP) – 16 Jahre im Dienst mit 89 Jahren Bayerns ältester Stadtrat
  • Judith Kley Stephan (Bündnis 90 / Grüne) – war 12 Jahre im Dienst
  • Karl Mooslechner ( CSU) – 12 Jahre im Dienst
  • Daniela Dickhoff (Bündnis 90 / Die Grünen) – 6 Jahre im Dienst
  • Reinhard Tomm ( CSU) – 6 Jahre im Amt
  • Astrid Schenk ( Bündnis 90 / Grüne) 3 Jahre im Dienst
  • Stefan Bauer (Parteilos)  – 1 Jahr im Dienst
  • Franz Reindl ( Freie Wähler /UP) – 5 Monate im Dienst

 

Verabschiedung der scheidenden Rosenheimer Stadträte.
Doch bevor es so weit ist, stand im Saal Rosenheim ein Abend zwischen Rückblick, Dank und Abschied an.

Ein stiller Moment vor der Abschiedsrede

Als die ersten Programmpunkte begannen, lag eine besondere Ruhe im Raum. Spätestens als die Verabschiedung der ausscheidenden Stadträte auf der Bühne begann, wurde deutlich: Hier geht ein Abschnitt zu Ende.

Dann trat Andreas März ans Rednerpult. Und es wurde still im Saal – so still, dass selbst leise Gespräche verstummten. Zum letzten Mal wurde ihm von Gertraud Pfaffeneder aus dem Hauptamt der Stadt die Amtskette umgelegt und gerade gerückt. Ein kleines Ritual, das in diesem Moment viel schwerer wog als seine äußere Geste.

Andreas März: „Natürlich bin ich traurig und enttäuscht. Aber ich gehe ohne Bitterkeit“

Als März sprach, war der Ton offen und persönlich. „Natürlich bin ich traurig und enttäuscht“, sagte er mit Blick auf seine Niederlage in der Stichwahl gegen seinen Nachfolger Abuzar Erdogan, der zuvor SPD-Fraktionsvorsitzender war. Zugleich machte er klar, dass er ohne Bitterkeit gehe.

Für ihn sei mit der Wahl zum Oberbürgermeister ein Kindheitstraum in Erfüllung gegangen. Das Amt habe er in den vergangenen sechs Jahren bewusst in seinem Stil geprägt – nahbar, direkt, „als Andi und nicht als Andreas März“, wie er selbst sagte. Auch der bisherige zweite Bürgermeister Daniel Artmann griff diesen Gedanken später auf und beschrieb die Art März’ als bewusst unkompliziert – eher „Du“ als „Sie“.

März erinnerte in seiner Rede auch an die schwierige Anfangszeit seiner Amtsführung, geprägt von der Corona-Pandemie und ihren weitreichenden Entscheidungen für Stadt und Gesellschaft. Danach sei die Komplexität der kommunalen Aufgaben nicht kleiner geworden.

„Das Leben der Bürger wird immer komplexer“, so März. Umso wichtiger sei es, dass Verwaltung und Stadtrat keine unnötigen zusätzlichen Hürden schaffen. Stattdessen müsse man den Menschen mehr zutrauen.

Ebenso mahnte er, politische Arbeit ohne ideologische Verhärtungen zu führen und die Anliegen der Bürger in den Mittelpunkt zu stellen. An seinen Nachfolger richtete er den Appell: „Stellen Sie sich schützend vor die Kollegen in der Verwaltung, denn sie sind ihr Kapital.“

Applaus – und ein schneller Abschied

Nach seiner Rede erhob sich der Saal zu einem langen, stehenden Applaus. Ein Moment, der sichtlich nachhallte. Doch noch bevor der Hauptgang serviert wurde, verließ Andreas März gemeinsam mit seiner Frau die Veranstaltung. Für ihn war mit dieser letzten Rede seine zeit als Oberbürgermeister vorbei.

Der restliche Abend gehörte dem Stadtrat, dem neuen Rosenheimer Oberbürgermeister Abuzar Erdogan – und dem Übergang in eine neue politische Zeit.

Verabschiedung Rosenheimer Stadtrat 2026. Foto: Innpuls.me
Zum letzten Mal legt Andreas März die Amtskette des Rosenheimer Oberbürgermeister um.
Ein neuer Abschnitt beginnt früh am Morgen

Für Andreas März begann der neue Lebensabschnitt bereits wenige Stunden später – mit einem frühen Aufbruch: Bereits um 2 Uhr in der Nacht machte er sich gemeinsam mit seiner Frau auf den Weg zu einem Bittgang nach Birkenstein.

Wie es für ihn politisch und beruflich weitergeht, ist offen. Von einer „Neuausrichtung“ spricht er selbst. Konkrete Entscheidungen gebe es bislang nicht. Erst einmal wolle er Abstand gewinnen und überlegen, was künftig für ihn und seine Familie der richtige Weg ist.
(Quelle: Artikel: Karin Wusnam / Beitragsbild, Fotos: Josefa Staudhammer)

Überholmanöver geht schief: Unfall bei Mailling – ein Verletzer

Überholmanöver geht schief: Unfall bei Mailling – ein Verletzer

Tuntenhausen / Mailling – Bei einem Verkehrsunfall auf der Staatsstraße 2089 ist am Donnerstag (30.4.2026) ein Autofahrer leicht verletzt worden. Auslöser war ein missglücktes Überholmanöver im Bereich einer Abzweigung.

Ein 35-jähriger Autofahrer aus dem Landkreis Dachau war von Beyharting in Richtung Mailling unterwegs und wollte an der Einmündung zum Markweg nach links abbiegen. Hinter ihm fuhr ein 65-jähriger Mann aus dem Landkreis Rosenheim.

Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei übersah der 65-Jährige den abbiegenden Pkw, als er gleichzeitig zum Überholen ansetzte. Es kam zum Zusammenstoß der beiden Fahrzeuge. Beide Autos wurden dabei in eine angrenzende Wiese geschleudert und beschädigten einen Weidezaun. Beide Fahrzeuge mussten abgeschleppt werden.

Der 35-Jährige wurde leicht verletzt, der 65-Jährige blieb unverletzt.

Im Einsatz waren die örtliche Feuerwehr, der Rettungsdienst, eine Notärztin sowie die Polizeiinspektion Bad Aibling. Während der Bergungsarbeiten kam es zu leichten Verkehrsbehinderungen.

Die Polizei Bad Aibling hat die weiteren Ermittlungen zum Unfallhergang übernommen.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Bad Aibling / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Motorradfahrer stirbt bei Abbiegeunfall auf Staatsstraße bei Seehaupt

Motorradfahrer stirbt bei Abbiegeunfall auf Staatsstraße bei Seehaupt

Seehaupt / Landkreis Weilheim-Schongau – Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Staatsstraße 2064 ist am Donnerstagmorgen (30.4.2026) ein 45-jähriger Motorradfahrer ums Leben gekommen. Der Mann kollidierte mit einem abbiegenden Pkw und erlag noch an der Unfallstelle seinen schweren Verletzungen.

Gegen 7.40 Uhr war ein 36-jähriger Autofahrer aus Weilheim mit einem VW in Richtung Seeshaupt unterwegs. An der Abzweigung „Schmitten“ wollte er, nach den Angaben der Polizei, nach links abbiegen. Gleichzeitig näherte sich aus der Gegenrichtung ein 45-jähriger Motorradfahrer aus Penzberg mit einer Suzuki.

Nach aktuellem Stand der Ermittlungen übersah der Pkw-Fahrer beim Abbiegen das entgegenkommende Motorrad. Es kam zur Kollision der beiden Fahrzeuge. Der Motorradfahrer wurde dabei so schwer verletzt, dass er trotz sofort eingeleiteter Rettungsmaßnahmen noch an der Unfallstelle verstarb.

Die Staatsstraße 2064 war für mehrere Stunden vollständig gesperrt, eine örtliche Umleitung wurde eingerichtet. Im Einsatz waren unter anderem die Feuerwehren Magnetsried und Seeshaupt mit rund 20 Kräften sowie vier Rettungswagen, ein Notarzt, zwei Kriseninterventionsteams und ein Rettungshubschrauber. Die Polizei war mit mehreren Streifenbesatzungen vor Ort.

Die Polizeiinspektion Penzberg ermittelt nun unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft München II zum genauen Unfallhergang. Zur Klärung wird auch ein Sachverständiger hinzugezogen.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd / Beitragsbild: Symbolfoto Polizeipräsidium Oberbayern Süd)

Großbrand in Waging am See: Stall komplett zerstört – mehrere Tiere verendet

Großbrand in Waging am See: Stall komplett zerstört – mehrere Tiere verendet

Waging am See / Landkreis Traunstein -Ein Großbrand hat am Freitagabend (1.5.2026) ein landwirtschaftliches Anwesen im Gemeindebereich von Waging am See schwer getroffen. Ein Stallgebäude wurde dabei vollständig zerstört, mehrere Ponys kamen in den Flammen ums Leben. Der Sachschaden geht nach ersten Schätzungen in die Hunderttausende Euro.

Gegen 22 Uhr wurde die Polizei über die Integrierte Leitstelle alarmiert. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte stand der Stall bereits in Vollbrand, das Feuer griff zu diesem Zeitpunkt auch schon auf eine angrenzende Scheune über.
Mehr als 100 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Otting, Waging am See, Taching am See, Pierling, Traunreut, Traunstein, Wonneberg und Kammer waren mit rund 40 Fahrzeugen im Einsatz und konnten ein weiteres Ausbreiten der Flammen verhindern. Auch der Rettungsdienst sowie die Polizei waren vor Ort.

10 Ponys verendet

Menschen wurden nach bisherigen Erkenntnissen nicht verletzt. Das Stallgebäude brannte jedoch vollständig aus. Die darin untergebrachten rund 10 Ponys verendeten. Auch die benachbarte Scheune, in der Fahrzeuge und Gerätschaften untergebracht waren, wurde erheblich beschädigt.

Die ersten Maßnahmen vor Ort übernahm die Polizeistation Traunreut, noch am Abend wurde die Brandursachenermittlung vom Kriminaldauerdienst der Kriminalpolizei Traunstein übernommen. Die weiteren Ermittlungen laufen unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Traunstein durch das Fachkommissariat 1.

Zur Brandursache gibt es derzeit noch keine Erkenntnisse – die Ermittlungen stehen am Anfang.

Sudelfeld: Polizei stellt trotz Streckenverbot wieder Verstöße fest

Sudelfeld: Polizei stellt trotz Streckenverbot wieder Verstöße fest

Oberaudorf / Landkreis Rosenheim – Das Sudelfeld ist bei Motorradfahrern gerade an warmen Tagen beliebt – gleichzeitig aber auch eine der unfallträchtigsten Strecken im Landkreis. Trotz eines seit 2025 geltenden saisonalen Motorradfahrverbots wurden am 1. Mai 2026 erneut Verstöße festgestellt.

Die Polizeiinspektion Brannenburg kontrollierte am Vormittag auf der B307 und hatte dabei insbesondere die Einhaltung des Streckenverbots sowie die Geschwindigkeit im Blick. Während sich ein Großteil der Verkehrsteilnehmer regelkonform verhielt, nutzten einige Fahrer die kurvenreiche Strecke weiterhin deutlich zu schnell – und teilweise trotz geltendem Fahrverbot.

Insgesamt wurden neun Geschwindigkeitsverstöße festgestellt und angezeigt. Sechs Fahrer müssen neben einem Bußgeld auch mit einem Fahrverbot rechnen.

Besonders deutlich wurde ein 25-jähriger Motorradfahrer aus Österreich gemessen: Statt der erlaubten 60 km/h fuhr er mit bis zu 125 km/h. Ihn erwarten 600 Euro Bußgeld, zwei Punkte im Fahreignungsregister sowie ein zweimonatiges Fahrverbot. Zusätzlich wird die zuständige Fahrerlaubnisbehörde in Österreich informiert.

Mehrere Verwarnungen ausgesprochen

Neben der Geschwindigkeitsüberwachung kontrollierte die Polizei ab 11 Uhr auch das geltende Streckenverbot für Motorräder in Fahrtrichtung Bayrischzell. Dabei wurden mehrere Verwarnungen ausgesprochen – weil das seit 30. April 2025 bis Ende Oktober geltende Fahrverbot offenbar nicht von allen eingehalten wurde.

Die Maßnahme wurde eingeführt, nachdem es auf der Strecke trotz zahlreicher Maßnahmen über Jahre hinweg zu vielen schweren Unfällen gekommen war. Zwischen 2018 und 2024 wurden dort 97 Motorradunfälle registriert – mit zwei Todesfällen sowie zahlreichen Schwer- und Leichtverletzten (wir berichteten)

Aus Sicht der Polizei hat die Sperrung zwar grundsätzlich zu einer Entschärfung der Lage geführt, dennoch bleiben Kontrollen notwendig.

Die Polizeiinspektion Brannenburg kündigt an, die Motorradstrecken im Inntal weiterhin verstärkt zu überwachen und die Einhaltung der Verkehrsregeln konsequent zu kontrollieren.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Info: Polizeiinspektion Brannenburg / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Waldmeister im Mai: Duftender Frühlingsklassiker – und mehr als Maibowle

Waldmeister im Mai: Duftender Frühlingsklassiker – und mehr als Maibowle

Rosenheim / Bayern – Wenn im Mai der Wald wieder satt grün wird, fällt er oft erst auf den zweiten Blick auf: Waldmeister. Das unscheinbare Kraut mit den sternförmig angeordneten Blättern blüht aktuell vielerorts und verströmt seinen typischen Duft – besonders, wenn es leicht anwelkt oder trocknet.

Der Waldmeister ist weit mehr als nur eine klassische Zutat für Maibowle. Er wächst in schattigen Laubwäldern und kommt auch in der Region rund um Rosenheim vor. Auffällig ist er weniger durch seine Blüte als durch seinen intensiven Geruch, der an Heu und frisch gemähtes Gras erinnert.
Der Duft entsteht durch den Stoff Cumarin. Frischer Waldmeister riecht kaum – erst beim Welken entwickelt er sein typisches Aroma. Deshalb wird er traditionell kurz angetrocknet, bevor er verwendet wird.
Wichtig dabei: Waldmeister sollte nur sparsam verwendet werden. In größeren Mengen kann das enthaltene Cumarin in hoher Dosierung nicht gut vertragen werden. Deshalb wird er in der Küche meist nur kurz gezogen oder dezent eingesetzt.

Nicht nur Bowle: Waldmeister-Joghurtcrem

Neben der bekannten Maibowle lässt sich Waldmeister auch in Desserts verwenden – etwa in einer einfachen Joghurtcreme:

Zutaten:

  • 250 g Naturjoghurt
  • 200 ml Sahne
  • 2–3 Zweige frischer Waldmeister
  • 2–3 EL Zucker oder Honig
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Spritzer Zitronensaft

Zubereitung:

  1. Waldmeister einige Stunden anwelken lassen.
  2. Sahne steif schlagen.
  3. Joghurt mit Zucker, Vanillezucker und Zitronensaft verrühren.
  4. Waldmeister kurz in die Joghurtmasse geben und wieder entfernen.
  5. Sahne unterheben und kalt stellen.

Das Ergebnis ist ein leichtes, frühlingshaftes Dessert mit feiner Waldnote – ganz ohne Alkohol und gut für die ganze Familie geeignet.

Kleine Pflanze mit langer Tradition

Waldmeister wird seit Jahrhunderten genutzt und war schon im Mittelalter als Duft- und Küchenpflanze bekannt. Heute steht er vor allem für den Frühling im Wald – und für den Moment, in dem die Natur wieder intensiv wahrnehmbar wird.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: re)

Premiere im Rosenheimer Riedergarten: Erste gemeinsame Maiandacht der Stadtkirche Rosenheim

Premiere im Rosenheimer Riedergarten: Erste gemeinsame Maiandacht der Stadtkirche Rosenheim

Rosenheim – Premiere im Rosenheimer Riedergarten: Rund 160 Gläubige feierten am Freitagabend (1.5.2026) an der Mariensäule die erste gemeinsame Maiandacht der Stadtkirche Rosenheim – ein Ereignis, das sich künftig als neue Tradition etablieren soll.

Die Gemeindereferentinnen Maria Leutgäb, Hannelore Maurer und Conny Doppelberger stellten in ihren Impulsen Jesus als schützendes „Zelt“ im Leben in den Mittelpunkt.
Zudem wurde der Dank für die Verdienste der vergangenen Jahrzehnte im Stadtrat mit der Vorfreude auf ein lebendiges Miteinander der Stadtgesellschaft und eine gute gemeinsame Zeit unter dem neuen Oberbürgermeister Abuzar Erdogan verknüpft.

Unter den Gästen war auch der ehemalige zweite Bürgermeister Anton Heindl. Musikalisch umrahmte der Chor der Stadtteilkirche Inn unter der Leitung von Herbert Weß die stimmungsvolle Andacht unter freiem Himmel.
(Quelle: Artikel: aez / Beitragsbild: Copyright aez)

 

Panoramaaufnahme, Rosenheim, 1934

Panoramaaufnahme, Rosenheim, 1934

Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise führt heute zurück ins Jahr 1934. Die historische Panoramaaufnahme zeigt die Rosenheimer Innenstadt aus erhöhter Perspektive – klar erkennbar sind die markanten Kirchtürme, die schon damals das Stadtbild prägten und bis heute Orientierung geben.

Das Bild wirkt auf den ersten Blick ruhig und überschaubar. Rosenheim war zu dieser Zeit noch deutlich kleiner als heute, die Innenstadt kompakter, das Verkehrsaufkommen gering. Straßen und Plätze waren stark vom Fußverkehr geprägt, Autos spielten im Alltag noch eine untergeordnete Rolle. Viele Gebäude, die das Stadtbild heute selbstverständlich prägen, waren entweder noch nicht vorhanden oder in einer deutlich früheren, kleineren Ausprägung.

Baulich befand sich die Stadt in einer Phase zwischen Tradition und beginnender Modernisierung. Die Innenstadt war klar durch historische Strukturen geprägt, gleichzeitig entwickelten sich erste Ansätze einer stärkeren städtischen Verdichtung. Handwerk, Handel und kleine Gewerbebetriebe bestimmten das wirtschaftliche Leben in der Innenstadt.

Auch gesellschaftlich war Rosenheim in den 1930er-Jahren noch stark von regionalen Strukturen geprägt. Der Alltag spielte sich in überschaubaren sozialen Netzen ab, viele Menschen kannten sich persönlich, das Stadtleben war deutlich kleinteiliger als heute. Gleichzeitig begann sich das öffentliche Leben – auch durch politische und wirtschaftliche Veränderungen jener Zeit – spürbar zu verändern, ohne dass dies im Stadtbild sofort in großen baulichen Sprüngen sichtbar wurde.
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann / Bildtext: Karin Wunsam)