Drohnen helfen beim Schutz bedrohter Wiesenvögel – so viele Nester entdeckt wie noch nie

Drohnen helfen beim Schutz bedrohter Wiesenvögel – so viele Nester entdeckt wie noch nie

Bayern – Der Landesbund für Vogel- und Naturschutz (LBV) hat in diesem Jahr nach eigenen Angaben so viele Nester bedrohter Wiesenvögel entdeckt und geschützt wie noch nie zuvor. Möglich wurde dies durch den Einsatz von Wärmebilddrohnen. Trotz der gestiegenen Funde weist der Verband darauf hin, dass die Bestände der betroffenen Arten weiterhin stark gefährdet sind.

Brachvogel und Uferschnepfe gehören zu den seltenen Brutvögeln Bayerns. Sie brüten am Boden in Feuchtwiesen und Mooren, wo ihre Nester gut getarnt liegen. Gleichzeitig sind sie dort laut LBV verschiedenen Gefahren ausgesetzt – etwa durch Störungen, landwirtschaftliche Nutzung oder Fressfeinde.

Mit Hilfe der Wärmebildtechnik können die Tiere während der Brutzeit aus der Luft lokalisiert werden, ohne sie direkt zu stören. Die Drohnen fliegen dabei in großer Höhe über die Flächen. Gefundene Nester werden anschließend gezielt geschützt, etwa durch Schutzmaßnahmen gegen Fressfeinde oder durch abgestimmte Bewirtschaftung mit Landwirten.

Deutlich mehr Funde in mehreren Projektgebieten

Im mittelfränkischen Altmühltal konnten laut LBV in diesem Jahr 40 Brachvogelnester gesichert werden. Dort wurden zudem vier Brutpaare der Uferschnepfe festgestellt.
Im Donautal zwischen Regensburg und Deggendorf wurden 26 Brachvogelnester gefunden. Zudem gelang dort erstmals der Nachweis eines Uferschnepfen-Nestes im Donauvorland.

Im Donaumoos wurden bislang elf Brachvogelnester gesichert. Außerdem besteht dort erstmals Brutverdacht für die Uferschnepfe. In den Loisach-Kochelsee-Mooren konnten fünf von sechs Brachvogelgelegen mithilfe der Drohnen gefunden und geschützt werden. Zusätzlich wurde dort ein großräumiger Schutzzaun errichtet.

Bestandssituation bleibt kritisch

Trotz der positiven Entwicklung bei der Nestfindung betont der LBV, dass die Gesamtsituation der Wiesenbrüter weiterhin kritisch ist. Besonders deutlich zeigt sich das bei der Uferschnepfe, von der in Bayern nur noch etwa 15 bis 16 Brutpaare in wenigen Gebieten vorkommen.

Nach Einschätzung des LBV ist vor allem der geringe Bruterfolg ein wesentlicher Faktor für die rückläufigen Bestände. Der Einsatz von Drohnen könne zwar helfen, einzelne Gelege zu schützen, ersetze jedoch keine grundlegende Verbesserung der Lebensräume.

Brutzeit erfordert besondere Rücksicht

Der LBV weist darauf hin, dass sich die Wiesenbrüter derzeit in einer besonders sensiblen Phase befinden. Die Jungvögel schlüpfen aktuell und sind in den kommenden Wochen noch nicht flugfähig. Ob die diesjährige Brutsaison erfolgreich verläuft, wird sich erst im Juli zeigen.
Besucher der Wiesenbrütergebiete werden daher gebeten, besonders Rücksicht zu nehmen, Hunde anzuleinen und Wege nicht zu verlassen.
(Quelle: Pressemitteilung Landesbund für Vogel- und Naturschutz (LBV) / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Weltmilchtag: Videoclip zeigt Weg der Milch zum Frühstückstisch

Weltmilchtag: Videoclip zeigt Weg der Milch zum Frühstückstisch

Bayern / Deutschland – Zum Weltmilchtag am Montag, 1. Juni, veröffentlicht die Gemeinschaft der Milchwirtschaftlichen Landesorganisationen (GML) einen Videoclip über die Milchproduktion in Deutschland. Im Mittelpunkt steht der Weg der Milch – von der Erzeugung auf landwirtschaftlichen Betrieben bis zur Verarbeitung und zum Verbrauch.

Der rund einminütige Film steht unter dem Motto „Morgens halb sechs in Deutschland“ und zeigt Szenen aus dem Arbeitsalltag entlang der Milchwirtschaft. Zu sehen sind unter anderem Stallarbeit am frühen Morgen, das Melken, der Transport der Milch sowie die Verarbeitung in Molkereien.

Infokasten: Welche Bedeutung hat der Weltmilchtag?

Der Internationale Tag der Milch wird jährlich am 1. Juni begangen. Er wurde 1957 von der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) sowie dem Internationalen Milchwirtschaftsverband (IDF) initiiert. Ziel ist es, auf die Bedeutung der Milchwirtschaft aufmerksam zu machen. Milch und Milchprodukte gehören laut dem Max-Rubner-Institut in zahlreichen Ländern weiterhin zu offiziellen Ernährungsempfehlungen.

Nach Angaben der GML beteiligen sich acht Landesorganisationen aus Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz/Saarland, Schleswig-Holstein und Thüringen an der Aktion. Eine animierte Deutschlandkarte verbindet die einzelnen Stationen im Film.

Gewinnspiel und regionale Aktionen geplant

Begleitend zum Videoclip, der ab 1. Juni auf milchwirtschaft.com online ist, ist erneut ein Gewinnspiel geplant. Teilnehmer können Fragen zum Internationalen Tag der Milch beantworten. Als Preis wird unter anderem ein Wochenende auf einem Bauernhof ausgelobt. Einsendeschluss ist der 15. Juni 2026.

Der Videoclip soll über die Internetseite der Milchwirtschaft sowie über Social-Media-Kanäle der beteiligten Landesorganisationen veröffentlicht werden.

Rund um den Weltmilchtag sind zudem bundesweit regionale Veranstaltungen angekündigt. Geplant sind laut Veranstaltern unter anderem Hofbesuche, Mitmachaktionen auf Landesgartenschauen, Kochevents und Schulprojekte.
(Quelle: Pressemitteilung BBV / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Mehrere Fahrradunfälle in Stadt und Landkreis Rosenheim

Mehrere Fahrradunfälle in Stadt und Landkreis Rosenheim

Rosenheim / Landkreis – Am Donnerstag (28.5.2026) kam es in Stadt und Landkreis Rosenheim zu mehreren Verkehrsunfällen, an denen Radfahrer beteiligt waren. In zwei Fällen stürzten die Betroffenen ohne Fremdverschulden, in zwei weiteren Fällen wurden Radfahrer bei Zusammenstößen mit Autos verletzt. Die Polizei ermittelt in zwei Fällen wegen fahrlässiger Körperverletzung.

In Stephanskirchen im Ortsteil Hofmühle stürzte gegen 19.30 Uhr eine 78-jährige Radfahrerin auf einer Brücke über die Sims. Nach Angaben der Polizei verriss die Frau aufgrund eines Fahrfehlers den Lenker und fiel zu Boden. Der Rettungsdienst brachte sie mit Verdacht auf Frakturen im Oberkörperbereich ins Klinikum Rosenheim. Am Fahrrad entstand ein Schaden von rund 500 Euro. Hinweise auf Fremdverschulden liegen nicht vor.

Bereits gegen 17.30 Uhr kam in Rosenheim-Happing eine 67-jährige Radfahrerin zu Sturz. Vermutlich aufgrund einer gelockerten Schraube verlor sie während der Fahrt den Fahrradsattel. Die Frau stürzte auf den Asphalt und erlitt Prellungen sowie Schürfwunden. Sie wurde zur ambulanten Behandlung ins Klinikum gebracht. Am Fahrrad entstand laut Polizei kein nennenswerter Sachschaden. Fremdverschulden ist auch hier nicht erkennbar.

In der Rosenheimer Kaiserstraße kam es gegen 16.15 Uhr zu einem Zusammenstoß zwischen einem Auto und einem Fahrradfahrer. Ein 44-jähriger Autofahrer aus Dessau wollte von der Kaiserstraße in ein Grundstück abbiegen und übersah dabei einen seitlich neben ihm fahrenden 55-jährigen Radfahrer aus Kolbermoor. Der Mann wurde von der Pkw-Front erfasst und stürzte zu Boden.

Polizei ermittelt in zwei Fällen

Der 55-Jährige erlitt blutende Wunden sowie Prellungen im Fuß-, Bein- und Handbereich. Er wurde vom Rettungsdienst zur ambulanten Behandlung ins Klinikum Rosenheim gebracht. Der entstandene Sachschaden wird auf rund 5.000 Euro geschätzt. Gegen den 44-jährigen Autofahrer wurde ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet.

Bereits am frühen Nachmittag gegen 13.30 Uhr hatte sich in der Äußeren Münchener Straße ein weiterer Unfall ereignet. Eine 39-jährige Autofahrerin aus Amerang wollte in ein Grundstück abbiegen und übersah dabei nach Polizeiangaben einen 59-jährigen Radfahrer aus Kolbermoor, der auf dem Geh- und Radweg unterwegs war.

Durch den Zusammenstoß stürzte der Mann auf den Asphalt und erlitt Prellungen sowie Schürfwunden. Der Rettungsdienst behandelte ihn ambulant. Der Sachschaden an den Fahrzeugen beläuft sich laut Polizei auf rund 2.500 Euro. Gegen die 39-jährige Autofahrerin wurde ebenfalls ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet.
(Quelle: Pressemitteilung  Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Tiere suchen ein Zuhause: Happy – ein freundlicher Mischlingsrüde

Tiere suchen ein Zuhause: Happy – ein freundlicher Mischlingsrüde

Ostermünchen / Landkreis Rosenheim – Regelmäßig stellt Euch Innpuls.me Tiere des Tierheim Ostermünchen (Landkreis Rosenheim) vor. Heute: Happy ein freundlicher Mischlingsrüde der sich ein liebevolles Zuhause wünscht:

Happy ist ein Mischlingsrüde, geborenh Mitte Februar 2017, geimpft, entwurmt, gechipt und wiegt etwa 30 kg.
Er kam ursprünglich als Welpe aus Ungarn zu seinem Besitzer, der jedoch mittlerweile Wohnungsprobleme hat und deshalb den Hund im Tierheim Ostermünchen abgeben musste.

Happy ist freundlich und aufgeschlossen, anfangs jedoch etwas unsicher. Mit Futter ist er aber schnell bestechlich. Wenn er auftaut ist er überschwänglich, freundlich und springt gerne mal hoch. Mit anderen Hunden ist er je nach Sympathie verträglich.
Beim Gassigehen ist der Rüde viel am Schnüffeln, dennoch aber motiviert unterwegs.
Er braucht Menschen, die sein Wesen verstehen und ihm die Möglichkeit geben zu zeigen, welch toller Typ unter dem braunen Fell steckt.

Wenn jemand Happy persönlich kennen lernen will, bitte an das Tierheim Ostermünchen unter Tel. 08067 / 180 301, oder an: info@tierheim-ostermuenchen.de wenden.
Auch viele andere Tiere warten auf ein neues Zuhause bei der Interessengemeinschaft Mensch u. Tier e.V, Tierheim Ostermünchen, www.tierheim-ostermuenchen.de.
(Quelle: Pressemitteilung Tierheim Ostermünchen / Beitragsbild: Copyright Tierheim Ostermünchen, zeigt Happy)

Copyright Tierheim Ostermünchen, zeigt Happy
MorgenINNPULS – Schon gewusst?

MorgenINNPULS – Schon gewusst?

Freitag, 29. Mai – Guten Morgen!

Wusstest Du, dass einige Pflanzen auf Berührungen reagieren?
Sie können ihre Bewegungen oder ihr Wachstum anpassen.
Auch ohne Nervensystem reagieren sie auf ihre Umwelt.

Vielleicht gehst Du heute bewusster mit Deiner Umgebung um.

Wir wünschen Dir einen achtsamen Start in den Tag! 🌞
(Quelle: Artikel Josefa Staudhammer / Beitragsbild: re)

Immobilienmarkt im Raum Rosenheim bleibt stabil – Eigenheim weiterhin gefragt

Immobilienmarkt im Raum Rosenheim bleibt stabil – Eigenheim weiterhin gefragt

Rosenheim / Landkreis / Region – Der Traum vom eigenen Zuhause ist im Raum Rosenheim weiterhin stark ausgeprägt – auch bei jüngeren Menschen. Trotz hoher Preise und wirtschaftlicher Unsicherheiten bleibt die Nachfrage nach Wohnimmobilien hoch. Das zeigt die gemeinsame Analyse der Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling und der LBS Süd.

Der Immobilienmarkt im Raum Rosenheim zeigt sich weiterhin stabil und von einer anhaltend hohen Nachfrage geprägt. Nach Einschätzung der Experten hat sich der Markt nach den vergangenen Zins- und Preisveränderungen zunehmend an die neue Situation angepasst. Viele Kaufinteressenten würden wieder mehr Vertrauen entwickeln.

Gleichzeitig bleibt die Grundhaltung zum Wohneigentum klar: Der Wunsch nach den eigenen vier Wänden ist weiterhin stark verankert – auch bei jüngeren Generationen.

Eigenheim bleibt klarer Wunsch

„Nach wie vor wünscht sich die Mehrheit der Menschen in Deutschland ein Eigenheim. In jüngster Zeit spielt dabei die Befreiung von der Sorge über die stark steigenden Mieten eine große Rolle. Nur 22 Prozent der Menschen in Deutschland sind der Meinung, dass das Wohnen zur Miete günstiger wäre als Eigentumserwerb. Des Weiteren halten 74 Prozent die eigene Immobilie für eine sichere Altersvorsorge wie der Kantar-Trendindikator zeigt“, sagte Erwin Bumberger, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der LBS Süd.

Auch in der Region sei die Nachfrage entsprechend hoch. „Die anhaltend hohe Nachfrage hat für stabile Preise gesorgt. Das Preisniveau bietet nach wie vor Chancen für Käufer auf dem Gebrauchtmarkt- insbesondere, wenn man bereit ist, Kompromisse bei Lage und Ausstattung einzugehen“, sagte Thomas Walkenhorst, Vorstandsmitglied der Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling.

Markt zeigt stabile Entwicklung

Die Umsätze am Immobilienmarkt haben im vergangenen Jahr erneut zugelegt. In Bayern wurden 2025 Wohn- und Gewerbeimmobilien im Wert von rund 54 Milliarden Euro gehandelt – ein Plus von etwa 9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Auch regional bleibt der Markt aktiv: Im Raum Rosenheim lag das Transaktionsvolumen bei rund 280 Millionen Euro, im Landkreis Rosenheim bei knapp 1,2 Milliarden Euro. Beide Werte liegen leicht über dem langjährigen Durchschnitt. „Diese Zahlen zeigen, dass sich die Erholung auf dem Immobilienmarkt fortgesetzt hat“, so Walkenhorst.

Preise hoch – Bestand dominiert den Markt

Die Preisniveaus bewegen sich weiterhin auf hohem Niveau. Laut Marktspiegel der Sparkassen-Finanzgruppe kosten gebrauchte freistehende Häuser im Raum Rosenheim zwischen 600.000 und 1,25 Millionen Euro. Doppelhaushälften und Reihenhäuser liegen bei 450.000 bis 800.000 Euro, Eigentumswohnungen bei 2.500 bis 5.500 Euro pro Quadratmeter.

Auffällig ist der hohe Anteil älterer Immobilien: Rund 75 Prozent der Bestandsobjekte im Raum Rosenheim sind älter als 25 Jahre. Damit gewinnt das Thema energetische Sanierung zunehmend an Bedeutung.

Auch Neubauten bleiben teuer: Neue Eigentumswohnungen liegen bei 5.500 bis 8.000 Euro pro Quadratmeter, Baugrundstücke kosten zwischen 350 und 1.300 Euro pro Quadratmeter.

Neubau bleibt herausfordernd

Als Hürden für neue Bauprojekte nennen die Experten weiterhin hohe Baupreise, die auch in absehbarer Zeit nicht deutlich sinken dürften, sowie teilweise anhaltende Lieferengpässe. Diese Faktoren wirken sich dämpfend auf die Neubautätigkeit aus.

Gleichzeitig bleibt der Bedarf hoch: Die Bevölkerung in Bayern soll laut Prognosen des Bayerischen Landesamts für Statistik bis 2044 auf knapp 14 Millionen Menschen steigen. Für Rosenheim wird ein Wachstum auf rund 67.400 Einwohner erwartet, im Landkreis auf etwa 266.600.

Baufinanzierung weiter stark gefragt

Die Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling vermittelte im vergangenen Jahr 138 Immobilien im Gesamtwert von rund 73 Millionen Euro. Die Baufinanzierungen beliefen sich auf 239 Millionen Euro.

Auch Bauspardarlehen spielen weiterhin eine große Rolle. „Mit einem Bausparvertrag lassen sich feste Zinsen über 20 oder mehr Jahre darstellen. Damit trägt das Bausparen auch in unserer Region wirksam zur Stabilisierung von Immobilienfinanzierungen und zur Bildung von Wohneigentum“, so Walkenhorst.

Bei der LBS Süd entfällt ein großer Teil der Kreditauszahlungen auf Bauspardarlehen. Das Volumen hat sich seit der Zinswende 2022 nahezu vervierfacht.

Wohnraumbedarf bleibt langfristig hoch

Trotz der aktuellen Herausforderungen sehen die Experten keinen grundlegenden Rückgang der Nachfrage. Der Wunsch nach Wohneigentum bleibe stabil – getragen von dem Bedürfnis nach Sicherheit, Altersvorsorge und Unabhängigkeit von Mietentwicklungen.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Karin Wunsam)

Königstraße, Rosenheim, 1904

Königstraße, Rosenheim, 1904

Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in das Jahr 1904. Auf der historischen Aufnahme zu sehen ist die Königstraße in Rosenheim.

Diesmal handelt es sich nicht um ein Foto, sondern um eine zeitgenössische Zeichnung, die einen spannenden Blick in das damalige Stadtbild eröffnet. Im Mittelpunkt steht dabei bereits das heutige Rosenheimer Rathaus, das zu diesem Zeitpunkt schon seit einigen Jahren in seiner neuen Funktion genutzt wurde. Das Gebäude war ursprünglich der erste Rosenheimer Bahnhof aus dem Jahr 1858, bevor dieser 1876 an den heutigen Standort am Südtiroler Platz verlegt wurde und das frühere Bahnhofsgebäude später zum Rathaus umgebaut wurde.

Die Zeichnung zeigt die Königstraße in einer Zeit, in der das Umfeld des Rathauses noch deutlich weniger städtisch geprägt war als heute. Statt dichter Bebauung dominieren großflächige Grünbereiche mit Wiesen und einzelnen Bäumen das Bild. Die Umgebung wirkt offen und fast parkähnlich.

Grünflächen statt Stadtbebauung

Auffällig ist dabei eine Fläche im Bereich des heutigen Rathauses, auf der mehrere Baumstämme oder Holzstapel zu erkennen sind. Eine eindeutige Zuordnung ist aus der Darstellung heraus schwierig – denkbar ist jedoch, dass hier Holz gelagert wurde oder die Fläche wirtschaftlich genutzt war, bevor sie später vollständig überbaut wurde.

Gegenüber des heutigen Rathauses ist ebenfalls ein großzügiger Gartenbereich dargestellt, der in dieser Form längst verschwunden ist.  Erkennbar ist außerdem auch die evangelische Erlöserkirche, die im Oktober 1886 geweiht wurde.

Die Zeichnung macht eindrucksvoll sichtbar, wie sehr sich die Königstraße und ihr Umfeld in den vergangenen gut 120 Jahren verändert haben – von einer offenen, grün geprägten Stadtrandlage hin zu einem zentralen Verwaltungsbereich mitten in Rosenheim.
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann / Bildtext: Karin Wunsam)

E-Scooter missachtet Rotlicht – 19-Jähriger bei Unfall verletzt

E-Scooter missachtet Rotlicht – 19-Jähriger bei Unfall verletzt

Rosenheim – In Rosenheim ist es am Mittwochmorgen (27.5.2026) zu einem Verkehrsunfall zwischen einem E-Scooter und einem Auto gekommen. Ein 19-Jähriger wurde dabei verletzt, nachdem er eine rote Ampel missachtet hatte.

Ein 19-jähriger E-Scooter-Fahrer aus Rosenheim ist am Mittwochmorgen (27. Mai 2026) bei einem Verkehrsunfall im Kreuzungsbereich Kufsteiner Straße/Zugspitzstraße verletzt worden. Der Unfall ereignete sich gegen 7 Uhr.
Nach Angaben der Polizei fuhr der 19-Jährige mit seinem E-Scooter die Kufsteiner Straße in südlicher Richtung entlang. An der Einmündung zur Zugspitzstraße zeigte die dortige Ampel für ihn Rotlicht.

Ein 81-jähriger Autofahrer aus Stephanskirchen war zeitgleich auf der Zugspitzstraße unterwegs und hatte Grünlicht. Im Kreuzungsbereich kam es zur Kollision: Der Pkw erfasste den querenden E-Scooter-Fahrer mit der Front.

Fahrer verletzt – Rettungsdienst vor Ort

Der 19-Jährige erlitt Verletzungen im Kopf- und Oberkörperbereich und wurde noch vor Ort vom Rettungsdienst ambulant versorgt. Der Autofahrer blieb unverletzt.
Am Pkw und am E-Scooter entstand ein geschätzter Sachschaden in Höhe von rund 3.000 Euro.
Gegen den 19-Jährigen wurde ein Bußgeldverfahren mit Punkten in Flensburg eingeleitet.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Aktivspielplatz Hüttenstadt wird „volljährig“ – Feier zum 18-jährigen Bestehen

Aktivspielplatz Hüttenstadt wird „volljährig“ – Feier zum 18-jährigen Bestehen

Rosenheim – Der Aktivspielplatz Hüttenstadt im Rosenheimer Norden wird 18 Jahre alt – und feiert diesen besonderen Geburtstag mit einem Fest für Kinder, Familien und Interessierte. Auf dem Gelände wird seit vielen Jahren gespielt, gebaut und kreativ gearbeitet.

Seit 18 Jahren ist der Aktivspielplatz Hüttenstadt des Stadtjugendring Rosenheim ein fester Treffpunkt für Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren im Rosenheimer Norden. In der Westerndorfer Straße 43 können sie draußen spielen, Hütten bauen, handwerklich tätig werden und eigene Ideen umsetzen.

Im Mittelpunkt steht dabei das freie Spiel: Die Kinder entscheiden selbst, womit sie sich beschäftigen möchten. Pädagogische Fachkräfte begleiten sie dabei, geben Impulse und Orientierung. Geöffnet ist die Hüttenstadt dienstags bis donnerstags von 14 bis 18 Uhr sowie freitags von 13 bis 18 Uhr.

Ein Ort für Kreativität und Gemeinschaft

Der offene Charakter des Aktivspielplatzes soll Raum schaffen für Gemeinschaft, Kreativität und gegenseitige Rücksicht. Viele Kinder nutzen die Hüttenstadt als Ort, an dem sie Selbstvertrauen entwickeln und abseits von Leistungsdruck einfach Kind sein können.

Feier zum 18. Geburtstag

Zum 18-jährigen Bestehen lädt die Hüttenstadt am 12. Juni 2026 von 15 bis 18 Uhr zu einer Jubiläumsfeier ein. Geplant sind unter anderem Dosenwerfen, Quiz, Musik, Zuckerwatte und ein gemeinsames Lagerfeuer. Auch Rosenheims Oberbürgermeister Abuzar Erdogan wird als Gast erwartet.
Die Feier richtet sich an Kinder, Jugendliche, Familien sowie alle Interessierten und bietet die Gelegenheit, gemeinsam auf viele Jahre voller Abenteuer, Begegnungen und Erinnerungen zurückzublicken – und gleichzeitig den Aktivspielplatz als „volljährig gewordenen“ Ort zu feiern, an dem das Kindsein weiterhin im Mittelpunkt steht.
(Quelle: Pressemitteilung Stadtjugendring Rosenheim / Beitragsbild: Stadtjugendring Rosenheim)

Rosenheim: Gefahrenstelle für Radfahrer an der Ebersberger Straße wird beseitigt

Rosenheim: Gefahrenstelle für Radfahrer an der Ebersberger Straße wird beseitigt

Rosenheim – An der Ebersberger Straße auf Höhe der Pernauerstraße in Rosenheim wird derzeit eine Gefahrenstelle für Radfahrer beseitigt. Durch stark gewachsene Baumwurzeln hatten sich Betonplatten angehoben und beschädigt. Im Zuge der Arbeiten wird der Radweg erneuert und verbreitert, außerdem werden neue klimaresiliente Bäume gepflanzt.

Zum Schutz der Fahrradfahrer wurden vier Bäume, in der Ebersberger Straße, gefällt und der Radweg wird ausgebessert. Ein neuer Wurzelschutz wird angebracht und der Radweg verbreitert. Als Ersatz werden vier klimaresiliente Hainbuchen gepflanzt.
Die Arbeiten werden voraussichtlich zum Ende der Pfingstferien abgeschlossen sein. Bis dahin ist die stadteinwärts führende Geradeausspur in der Ebersberger Straße im Ampelbereich der Pernauerstraße gesperrt. Der Verkehr wird über die Linksabbiegerspur geführt.
(Quelle: Pressemitteilung Stadt Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Edeka Hildebrandt und Sportbund DJK Rosenheim starten Kooperation mit Vereinskarte

Edeka Hildebrandt und Sportbund DJK Rosenheim starten Kooperation mit Vereinskarte

Rosenheim – Der Sportbund DJK Rosenheim e.V. und Edeka Hildebrandt haben eine neue Kooperation gestartet. Ziel der Zusammenarbeit ist es, den Vereinssport in der Region zu unterstützen und gleichzeitig den lokalen Einzelhandel einzubinden.

Kern des Modells ist die neue Sportbund-Karte. Mitglieder des Vereins können diese bei Einkäufen einsetzen. Nach Angaben des Vereins wird ein Prozent des jeweiligen Einkaufswerts dem Vereinskonto gutgeschrieben. So wird jeder Einkauf zu einer einfachen Möglichkeit, den eigenen Verein nachhaltig zu unterstützen – ganz nach dem Prinzip: Karte einsetzen und Vereinskonto füllen.
„Wir sind sehr dankbar für diese besondere Form der Unterstützung. Die Sportbund-Karte bietet unseren Mitgliedern eine einfache Möglichkeit, den Verein im Alltag zu stärken. Gleichzeitig ist sie ein tolles Beispiel dafür, wie lokale Partnerschaften den Sport nachhaltig fördern können“, heißt es aus der Geschäftsstelle des Sportbunds.

Die Karten sind ab sofort über die Geschäftsstelle des Vereins erhältlich und können direkt bei den Einkäufen genutzt werden.
(Quelle: Pressemitteilung DJK Rosenheim e.V. / Beitragsbild: Symbolischer Start der Kooperation: Bei der Übergabe der Sportbund-Karten freuen sich das Maskottchen von EDEKA, Mitarbeiter von EDEKA Hildebrandt sowie die Leitung der Geschäftsstelle des Sportbund DJK Rosenheim e.V. über die neue Partnerschaft. Copyright DJK Rosenheim e.V.)

Deutlich mehr schwerbehinderte Menschen in Bayern – starker  Anstieg bei Minderjährigen

Deutlich mehr schwerbehinderte Menschen in Bayern – starker Anstieg bei Minderjährigen

Bayern – In Bayern leben immer mehr Menschen mit einer anerkannten Schwerbehinderung. Besonders auffällig ist dabei eine Entwicklung bei Kindern und Jugendlichen: In dieser Gruppe ist die Zahl zuletzt deutlich gestiegen.

In Bayern leben zum Stichtag 31. Dezember 2025 insgesamt rund 1.191.585 Menschen mit einer anerkannten Schwerbehinderung. Das geht aus Angaben des Bayerisches Landesamt für Statistik hervor. Damit ist die Zahl im Vergleich zu 2023 um rund 3 Prozent gestiegen.

Die Mehrheit der Betroffenen ist älter: 58,6 Prozent sind 65 Jahre oder älter. Weitere 28,8 Prozent entfallen auf die Altersgruppe zwischen 45 und unter 65 Jahren, 9,7 Prozent sind zwischen 18 und unter 45 Jahre alt. Nur ein kleiner Anteil der schwerbehinderten Menschen ist minderjährig.

Minderjährige mit stärkstem Zuwachs

Insgesamt leben 34.095 Kinder und Jugendliche mit einer Schwerbehinderung in Bayern. Ihr Anteil liegt bei 2,9 Prozent – damit stellen sie die kleinste Altersgruppe dar. Gleichzeitig zeigt sich hier aber die auffälligste Entwicklung: Zwischen 2023 und 2025 stieg ihre Zahl um 10,4 Prozent – so stark wie in keiner anderen Altersgruppe. Bereits zwischen 2021 und 2023 war hier mit einem Plus von 8,4 Prozent ebenfalls der höchste Anstieg zu verzeichnen.

Auch bei den Arten der schwersten Behinderung zeigt sich ein breites Bild. Am häufigsten sind Beeinträchtigungen der inneren Organe oder Organsysteme mit 288.190 Betroffenen. Es folgen Querschnittslähmungen, zerebrale Störungen sowie geistig-seelische Behinderungen und Suchtkrankheiten mit 282.375 Personen.

Mehrheit mit Grad der Behinderung 50

Mehr als ein Drittel der Betroffenen verfügt über einen Grad der Behinderung (GdB) von 50 (463.960 Personen). 20,3 Prozent haben einen GdB von 100. Insgesamt sind 50,4 Prozent der Menschen mit Schwerbehinderung männlich.

Insgesamt zeigt die Statistik damit nicht nur einen weiteren Anstieg der schwerbehinderten Menschen in Bayern, sondern auch eine auffällige Verschiebung innerhalb der Altersgruppen. Während die Mehrheit der Betroffenen weiterhin im höheren Alter liegt, sticht vor allem die Entwicklung bei Minderjährigen heraus – sowohl beim langfristigen Trend als auch beim aktuellen Zuwachs. Warum sich diese Dynamik genau so entwickelt, ist aus den Zahlen nicht ersichtlich.

(Quelle: Pressemitteilung Bayerisches Landesamt für Statistik  / Beitragsbild: Symbolfoto re)