100 Jahre Löschgruppe Westerndorf: Festtag voller Gemeinschaft und Dankbarkeit

100 Jahre Löschgruppe Westerndorf: Festtag voller Gemeinschaft und Dankbarkeit

Westerndorf am Wasen / Rosenheim – Es war ein starkes Bekenntnis zu Gemeinschaft, Solidarität und Einsatz für die Gesellschaft. Beim 100. Gründungsfest der Löschgruppe Westerndorf wurde deutlich, was möglich wird, wenn ein Jahrhundert lang Menschen in einer Ortschaft gemeinsam an einem Strang ziehen. Mehrere hundert Gäste feierten mit der Feuerwehr Pang jüngst den Ehrentag der Floriansjünger beim Anwesen von Ehrenmitglied Stadtrat Georg Kaffl..

Die  Rundkirche Sankt Johann Baptist und Heilig Kreuz war beim Dankgottesdienst regelrecht überfüllt.  Foto: aez

Die Rundkirche Sankt Johann Baptist und Heilig Kreuz war beim Dankgottesdienst regelrecht überfüllt. Foto: aez

Zuvor fand ein feierlicher Dankgottesdienst in der Rundkirche Sankt Johann Baptist und Heilig Kreuz statt. Stefan Fischbacher, gebürtig aus Pang, heute Pfarre am Tegernsee und Prodekan von Miesbach, zelebrierte die Messe in der überfüllten Kirche.

Die Löschgruppe Westerndorf ist mehr als Einsätze, Geräte, Fahrzeuge und ein Feuerwehrhaus.

Dankgottesdienst in voll besetzter Kirche

„Es sind Menschen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen, die zusammenhalten und dann hingehen, wenn andere weggehen“, so der Geistliche im Beisein von Rosenheims Oberbürgermeister Abuzar Erdogan und den Stadträten Georg Kaffl, Georg Soyer und Monika Fischbacher. Er ging auf die starke Verwurzelung der Floriansjünger und die Verbindung zwischen Pang und Westerndorf ein. Immer dann, wenn beide Orte zusammengeholfen haben, seien sie in der Vergangenheit besonders stark gewesen.

Nahmen in der ersten Reihe des Gottesdienstes teil (von links): Die Ehrenmitglieder Josef Fischbacher und Franz Schmid, Ehrenvorstand Stefan Fischbacher, Ehrenmitglied Josef Dräxl, Oberbürgermeister Abuzar Erdogan, Kommandant Günter Scholz, Ehrenmitglied Michael Paul und Stadtbrandrat Hans Meyrl. Foto: Maria Fischbacher

Nahmen in der ersten Reihe des Gottesdienstes teil (von links): Die Ehrenmitglieder Josef Fischbacher und Franz Schmid, Ehrenvorstand Stefan Fischbacher, Ehrenmitglied Josef Dräxl, Oberbürgermeister Abuzar Erdogan, Kommandant Günter Scholz, Ehrenmitglied Michael Paul und Stadtbrandrat Hans Meyrl. Foto: Maria Fischbacher

Die Gestaltung der Wasner Musi, die Ministranten und die Fahnenabordnung mit Franz Kaffl senior, Franz Kaffl junior und Andreas Kaffl gaben dem Gottesdienst ein schönes Bild. Franz Unterlinner und Andreas Hummel sprachen die Fürbitten, Jacob Buys und Maria Fischbacher die Lesungen.

Im Anschluss zogen die Frauen und Männer durch das Dorf, angeführt von Festleiter Andreas Hummel und der Wasner Musi unter der Leitung von Feuerwehr-Mitglied Hans Rutz und unterstützt vom ehemaligen Kolbermoorer Bürgermeister Peter Kloo.

Festzug und Dank am Brunauer-Anwesen

Angekommen am Brunauer-Anwesen dankte Oberbürgermeister Abuzar Erdogan (SPD) den Westerndorfern für deren unermüdlichen Einsatz und sprach den Familien der Kameraden seinen Respekt dafür aus, dass diese das Engagement mittragen und ermöglichen. Er zeigte sich zuversichtlich mit Blick auf die Zukunft. Vor allem kleine, ortsnahe Einheiten seien von unschätzbarem Wert. „Sie schaffen Sicherheit, Vertrauen und Gemeinschaft“, so der oberste Dienstherr der Rosenheimer Feuerwehren.

Rosenheims Oberbürgermeister Abuzar Erdogan (SOD) überraschte damit, dass er selbst seit langen Jahren Mitglied der Feuerwehr Pang ist. Foto: aez

Rosenheims Oberbürgermeister Abuzar Erdogan (SOD) überraschte damit, dass er selbst seit langen Jahren Mitglied der Feuerwehr Pang ist. Foto: aez

Erdogan überraschte die Festgäste mit der Information, dass er selbst schon seit vielen Jahren Mitglied der Feuerwehr Pang ist, was diese sogleich mit viel Applaus honorierten.

Dank und Anerkennung kamen von Stadtbrandrat Hans Meyrl und Stadtbrandinspektor Mario Zimmermann. Meyrl rief die Mannschaft auf, die Führungskräfte gut zu behandeln und in Sachen Jugendarbeit die Weichen so zu stellen, dass weiterhin ausreichend Personal vorhanden ist. „Vielleicht gelingt es auch in Westerndorf schon bald, Damen für den Feuerwehrdienst zu gewinnen“, sagte er.

Kommandant Günter Scholz beglückwünschte die Löschgruppe unter der Leitung von Andreas Hummel, Peter Märzendorfer, Josef Gilg und Hans Klink ebenso wie Zweiter Vorstand Daniel Baier in Vertretung für Vorstand Thomas Fischbacher, der verhindert war.

Prodekan Stefan Fischbacher (vorne) und dessen Vater Stefan Fischbacher, Ehrenvorsitzender der Feuerwehr Pang, schauen sich die Ausstellung von Andreas Aerzbäck an. Foto: aez

Prodekan Stefan Fischbacher (vorne) und dessen Vater Stefan Fischbacher, Ehrenvorsitzender der Feuerwehr Pang, schauen sich die Ausstellung von Andreas Aerzbäck an. Foto: aez

Ehrenmitglied Georg Kaffl umriss die Geschichte und sparte nicht aus, wie Kriege, Inflation und auch persönliche Schicksalsschläge den Weg der Wehr in 100 Jahren geprägt haben. Aber es ging immer weiter, und der Schutz der Bevölkerung vor Gefahren sowie der große Sinn für gute Kameradschaft standen im Vordergrund und begleiteten die Frauen und Männer durch die Zeit. Sein Appell: „Kommt auch weiterhin fleißig zu den Übungen und Einsätzen“.

Unter den Gästen waren auch Ehrenvorstand Stefan Fischbacher sowie die Ehrenmitglieder Josef Dräxl, Franz Schmid, Michael Paul, Benno Stein, Josef Fischbacher und Josef Loferer.

Durch einen hohen organisatorischen Aufwand im Vorfeld gelang es Kaffl und Gruppenführer Hummel, auch viele ehemalige Mitglieder sowie die gesamte Dorfbevölkerung zur Teilnahme am Festabend zu bewegen. Mit dabei waren die Feuerwehr Aising sowie der dienstälteste Feuerwehrler Westerndorfs, Peter Märzendorfer. Irene Fischbacher überreichte eine handgemachte Klosterarbeit mit einem Motiv des Heiligen Florian, Schutzpatron der Feuerwehr, und Andreas Aerzbäck hatte eine Fotoausstellung in der Werkstatt vorbereitet. Vor dem Gottesdienst machte Anton Aerzbäck ein neues Gruppenfoto. Georg Kaffl junior und Georg Rutz brachten per Muskelkraft eine alte Tragkraftspritze zum Laufen.

Bei Wein und Gesang klang das Jubiläum aus, das erst in den frühen Morgenstunden sein Ende fand. Für die gesamte Dorfbevölkerung war dieses Fest eine wunderbare Gelegenheit, ausgiebig zusammenzukommen, alte Geschichten aufzufrischen und sich intensiv auszutauschen – ein Tag, der allen Beteiligten noch lange in bester Erinnerung bleiben wird.
(Quelle: Artikel: aez / Beitragsbild: Thomas Aerzbäck, Fotos: Maria Fischbacher, aez))

Fronleichnam: Warum heute Altäre geschmückt und Prozessionen gefeiert werden

Fronleichnam: Warum heute Altäre geschmückt und Prozessionen gefeiert werden

Rosenheim / Bayern / Deutschland – Heute ist Fronleichnam. In vielen katholischen Orten werden dazu Gottesdienste gefeiert, anschließend ziehen Prozessionen durch Straßen und Plätze. Entlang der Wege sind oft geschmückte Altäre zu sehen, in einigen Regionen entstehen zudem kunstvolle Bilder aus Blüten und Naturmaterialien.

Auch in der Region Rosenheim gehört dieser Tag für viele Gemeinden fest zum Kirchenjahr. Nach den Gottesdiensten geht es bei gutem Wetter hinaus ins Freie – begleitet von Fahnen, Musik und den traditionellen Stationen entlang des Prozessionswegs. Und obwohl sich manche Bräuche verändert haben, sind vielerorts noch immer geschmückte Häuser zu sehen – wenn auch nicht mehr überall so selbstverständlich wie früher.

Fronleichnam ist dabei eines jener Feste, die im öffentlichen Raum sichtbar werden. Gleichzeitig wissen viele nur grob, was genau gefeiert wird und woher der Tag eigentlich kommt.

Was bedeutet Fronleichnam?

Der Name klingt für viele ungewohnt und wird oft missverstanden. Mit Tod oder Begräbnis hat Fronleichnam jedoch nichts zu tun. Das Wort stammt aus dem Mittelhochdeutschen: „Fron“ bedeutet „dem Herrn gehörend“, „Leichnam“ meinte ursprünglich den lebendigen Leib. Fronleichnam bedeutet also sinngemäß „Leib des Herrn“.

Gefiert wird das katholische Hochfest der Gegenwart Jesu Christi im Sakrament der Eucharistie – also in Brot und Wein beziehungsweise in der geweihten Hostie. Fronleichnam findet immer am zweiten Donnerstag nach Pfingsten statt, also 60 Tage nach Ostern.

Seinen Ursprung hat das Fest im 13. Jahrhundert. Im Jahr 1264 wurde Fronleichnam durch Papst Urban IV. als Fest der gesamten katholischen Kirche eingeführt. Seitdem sind Gottesdienste und Prozessionen vielerorts fester Bestandteil der Feier.

Prozessionen, Altäre und gelebtes Brauchtum

Im Mittelpunkt steht die Fronleichnamsprozession. Nach dem Gottesdienst ziehen die Gläubigen gemeinsam durch Orte und Städte. Ein Priester trägt dabei die Monstranz – ein kunstvoll gestaltetes liturgisches Gefäß, in dem die geweihte Hostie gezeigt wird. Begleitet wird der Zug häufig von Gebeten, Musik und Vereinen.

Typisch sind die geschmückten Altäre entlang des Weges, an denen Stationen gehalten werden. In einigen Regionen gehören auch Blumenteppiche oder Blumenbilder dazu, die mit viel Aufwand aus Blüten, Blättern und Naturmaterialien gestaltet werden.

Früher war zudem das äußere Erscheinungsbild vieler Orte noch stärker geprägt: Häuser entlang der Prozessionswege wurden festlich geschmückt, aus Fenstern hingen bestickte Tücher oder Stoffbahnen. Dieser Brauch ist auch in der Region Rosenheim teilweise noch zu sehen, gerät jedoch zunehmend in Vergessenheit.

Wo Fronleichnam Feiertag ist

Fronleichnam ist kein bundesweiter Feiertag. Arbeitsfrei ist der Tag in Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und im Saarland. In einzelnen katholisch geprägten Gemeinden in Sachsen und Thüringen ist er ebenfalls Feiertag.

Ob religiöse Feier oder Tradition im Jahreslauf: Fronleichnam bleibt ein Tag, an dem sich Glaube und Brauchtum im öffentlichen Raum sichtbar verbinden.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Archiv Innpuls.me)

Fronleichnam in Rosenheim: Gottesdienste und Prozessionen in der Innenstadt und Pang

Fronleichnam in Rosenheim: Gottesdienste und Prozessionen in der Innenstadt und Pang

Rosenheim – In Rosenheim wird das Fronleichnamsfest auch in diesem Jahr mit Gottesdiensten und Prozessionen gefeiert. Für Gläubige in den Stadtteilkirchen gibt es dabei zwei Möglichkeiten zur Teilnahme.

Die zentralen Feierlichkeiten finden am heutigen Donnerstag (4. Juni) statt. Beginn ist um 9 Uhr in der Pfarrkirche Sankt Nikolaus in Rosenheim. Den Gottesdienst leitet Dekan Stadtpfarrer Thomas Schlichting. Im Anschluss zieht die feierliche Fronleichnamsprozession durch die Innenstadt. Der Weg führt über Königstraße, Bismarckstraße, Rathausstraße und den Max-Josefs-Platz.

Fronleichnam in Pang

Eine weitere Feier ist für Sonntag (7. Juni) im Rosenheimer Stadtteil Pang geplant. Dort beginnt um 9 Uhr der Gottesdienst in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt. Geleitet wird die Messe von Pater Ciprian Ban. Bei schönem Wetter schließt sich anschließend die Prozession auf dem bekannten Weg an.

Im Anschluss ist ein gemeinsames Beisammensein geplant. Angeboten werden Würstl am Kriegerdenkmal, bei Regen findet die Bewirtung im Pfarrheim statt. Organisiert wird das Mittagessen vom Pfarrgemeinderat Mariä Himmelfahrt unter Leitung von Veronika Wylezol.

Anwohner werden gebeten, ihre Häuser entlang der Strecke festlich zu schmücken. Bei schlechtem Wetter entfallen die Prozessionen.
(Quelle: Artikel: aez / Beitragsbild: Archiv aez)

MorgenINNPULS – Schon gewusst?

MorgenINNPULS – Schon gewusst?

Donnerstag, 4. Juni – Guten Morgen!

Wusstest Du, dass Bienen ein Gefühl für Zeit haben?
Sie wissen genau, wann bestimmte Blüten besonders viel Nektar bieten.
Eine erstaunliche innere Uhr.

Vielleicht vertraust Du heute mehr auf Dein eigenes Timing.

Wir wünschen Dir einen rhythmischen Start in den Tag! 🌞
(Quelle: Artikel Josefa Staudhammer / Beitragsbild: Copyright Josefa Staudhammer)

Die Linke Rosenheim wählt neuen Kreisvorstand

Die Linke Rosenheim wählt neuen Kreisvorstand

Rosenheim / Landkreis – Der Kreisverband der Partei Die Linke Rosenheim hat seinen Kreisparteitag abgehalten. Im Mittelpunkt standen neben der politischen Ausrichtung der kommenden Jahre auch die turnusmäßigen Vorstandswahlen.

Dabei wurde Maria Boberschmidt als Kreisvorsitzende bestätigt. Neuer Co-Vorsitzender ist künftig Bastian Wagner. Er folgt auf Martin Bauhof, der nicht erneut kandidierte. Bauhof ist zugleich Landessprecher und will sich künftig stärker auf seine Aufgaben im Landesverband konzentrieren – insbesondere mit Blick auf die Landtags- und Bezirkstagswahlen 2028.

Maria Boberschmidt äußerte sich nach ihrer Wiederwahl zu den kommenden Aufgaben. Wörtlich sagte sie: „Ich freue mich sehr auf die nächsten zwei Jahre mit dem neuen Vorstandsteam. Es wird eine große Aufgabe sein, die vielen neuen Mandate in Stadt und Landkreis Rosenheim mit Leben zu füllen. Gleichzeitig bleiben der Kampf für bezahlbaren Wohnraum, unsere Sozialsprechstunden und die Haustürgespräche der zentrale Bestandteil unserer politischen Arbeit.“

Auch der neue Co-Vorsitzende Bastian Wagner bedankte sich für das Vertrauen der Mitglieder. Wörtlich sagte er: „Ich freue mich sehr über das entgegengebrachte Vertrauen. Ich bin bereits seit einigen Jahren in Rosenheim aktiv und durfte in dieser Zeit viele engagierte Menschen im Kreisverband kennenlernen. Gemeinsam wollen wir unsere politische Arbeit weiter ausbauen und noch stärker vor Ort präsent sein.“

Neben den personellen Veränderungen hat der Kreisverband auch neue Räumlichkeiten bezogen. Das Büro befindet sich nun in der Salinstraße 5 in Rosenheim. Die Sozialsprechstunde findet dort ab sofort jeden Mittwoch von 18 bis 20 Uhr statt.

Nach eigenen Angaben sieht sich der Kreisverband organisatorisch und politisch gut aufgestellt, um die kommunalpolitische Arbeit in Stadt und Landkreis Rosenheim weiter zu stärken und soziale Themen in den Mittelpunkt zu stellen.
(Quelle: Pressemitteilung Die Linke Kreisverband Rosenheim / Beitragsbild: Copyright Die Linke Kreisverband Rosenheim)

Mehr als 84.000 Einbürgerungsanträge in Bayern gestellt

Mehr als 84.000 Einbürgerungsanträge in Bayern gestellt

Bayern – In Bayern sind im Jahr 2025 insgesamt 84.029 Einbürgerungsanträge gestellt und 64.320 Verfahren abgeschlossen worden. Das geht aus neuen Daten des Bayerischen Landesamts für Statistik hervor.

Im Jahr 2025 stellten in Bayern insgesamt 84.029 Personen einen Antrag auf Einbürgerung. Darunter waren 43.058 Frauen und 40.973 Männer. Im selben Zeitraum wurden 64.320 Einbürgerungsverfahren abgeschlossen.

Von den bearbeiteten Verfahren führten 59.560 Fälle nach Erstentscheidung zur Einbürgerung. Das entspricht knapp 93 Prozent. In rund fünf Prozent der Fälle wurde der Antrag zurückgezogen. Etwa ein Prozent der Verfahren wurde abgelehnt. Weitere Verfahren endeten aus sonstigen Gründen, etwa durch Wegzug ins Ausland oder Tod.

Türkische Staatsangehörige stellen die meisten Anträge

Die häufigsten Staatsangehörigkeiten unter den Antragstellern waren türkisch (9.342 Anträge), bosnisch-herzegowinisch (6.671), syrisch (6.391), kosovarisch (5.561) und russisch (4.700).

Rund 20 Prozent der Antragsteller waren jünger als 18 Jahre. Etwa 58 Prozent entfielen auf die Altersgruppe zwischen 18 und 44 Jahren. Rund 18 Prozent waren zwischen 45 und unter 60 Jahre alt, vier Prozent waren 60 Jahre oder älter.

Oberbayern mit den meisten Fällen

Regional entfielen die meisten Anträge und Verfahren auf Oberbayern. Dort wurden 37.035 Anträge und 24.175 Verfahren gezählt. Es folgen Schwaben und Mittelfranken. In allen übrigen Regierungsbezirken lagen die Anteile jeweils unter zehn Prozent.

Die Daten zu Einbürgerungsanträgen und Verfahrenserledigungen wurden für das Jahr 2025 erstmals erhoben. Ein Vergleich mit Vorjahren ist daher nicht möglich.
(Quelle: Pressemitteilung Bayerisches Landesamt für Statistik / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Auerbräu, Rosenheim, ca. 1930

Auerbräu, Rosenheim, ca. 1930

Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in die Zeit um ca. 1930. Auf der historischen Aufnahme zu sehen ist das Auerbräu-Hauptgebäude in der Münchener Straße in Rosenheim.

Im Innenhof herrscht reger Betrieb: Mehrere Brauereigespanne stehen bereit, Bierfässer sind verladen, Arbeiter gehen ihrer Tätigkeit nach. Gleichzeitig fallen aufmerksamen Betrachtern bereits Automobile und Traktoren ins Auge – Zeichen einer Zeit des Wandels.

Genau diese Mischung macht die historische Aufnahme heute besonders spannend. Während Pferdegespanne noch selbstverständlich zum Alltag gehörten, hielt die Moderne längst Einzug. Die Datierung auf die Zeit um 1930 erscheint deshalb plausibel: Tradition und technischer Fortschritt begegnen sich auf engem Raum.

Die Geschichte von Auerbräu reicht deutlich weiter zurück. Bereits 1887 kaufte Brauereigründer Johann Auer ein großes Grundstück nahe des Rosenheimer Bahnhofs – ein strategisch kluger Standort für Transport und Handel. Zwei Jahre später, am 17. September 1889, wurde in der neuen Brauerei an der Münchener Straße erstmals Bier gebraut. Die Anlage galt damals als außergewöhnlich modern und großzügig gebaut.

Zwischen Pferdestärke und Motorisierung

Johann Auer setzte früh auf technische Innovationen. So verfügte die Brauerei bereits über elektrisches Licht – damals keineswegs selbstverständlich. Außerdem errichtete man eine Verbindung zum Güterbahnhof, zunächst noch mit Pferdebetrieb. Gleichzeitig gehörte Auerbräu zu den ersten Unternehmen in Rosenheim, die auf motorisierte Fahrzeuge setzten.

Auch wirtschaftlich entwickelte sich die Brauerei in den Jahrzehnten vor dem Zweiten Weltkrieg erfolgreich. In den 1920er-Jahren wuchs der Bierausstoß deutlich an, ehe die Weltwirtschaftskrise Ende der Dekade ihre Spuren hinterließ.
Bemerkenswert: Der Sitz von Auerbräu befindet sich bis heute an derselben Stelle in der Münchener Straße. Damit gehört die Brauerei zu den traditionsreichen Unternehmen, die das Stadtbild Rosenheims über Generationen hinweg geprägt haben.
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann / Bildtext: Karin Wunsam)

Christopher Street Day in Rosenheim: Demo, Bühnenprogramm und Afterparty

Christopher Street Day in Rosenheim: Demo, Bühnenprogramm und Afterparty

Rosenheim – Am Samstag, 6. Juni, findet in Rosenheim im Mangfallpark Südzum 4. Mal der Christopher Street Day (CSD) statt. Veranstaltet wird der Aktionstag vom Verein LGBTQ+ Rosenheim. Besucher erwartet ein buntes Programm mit Live-Musik, Infoständen, Essen und Getränken sowie ein Demonstrationszug durch die Innenstadt.

Der CSD beginnt im Mangfallpark Süd und bietet über den Tag verteilt ein vielfältiges Bühnenprogramm. Neben Live-Musik gibt es zahlreiche Infostände sowie gastronomische Angebote.

Höhepunkt ist der Demonstrationszug durch die Innenstadt. Dieser startet gegen 13 Uhr und dauert etwa eine Stunde. Die Route führt vom Mangfallpark Süd über das Rathaus, Ludwigsplatz, Max-Josefs-Platz und die Samerstraße zum Salinpark und anschließend über die Prinzregentenstraße zurück.
Im Anschluss an den Demozug geht das Programm im Mangfallpark Süd weiter.
Am Abend ab 20 Uhr ist außerdem eine offizielle Afterparty in der Asta in der Hubertusstraße geplant.
(Quelle: Artikel: re / Beitragsbild: Archiv Innpuls.me)

Millionenschaden nach Großbrand auf Bauernhof am Tegernsee

Millionenschaden nach Großbrand auf Bauernhof am Tegernsee

Gmund am Tegernsee ( Landkreis Miesbach  – Ein Bauernhof ist am Dienstagmorgen (02.06.2026) in Gmund am Tegernsee im Ortsteil Baumgarten (Landkreis Miesbach) in Brand geraten. Das Wohnhaus stand zeitweise in Vollbrand, der Sachschaden geht nach ersten Schätzungen in die Millionen.

Gegen 08.20 Uhr wurde der Brand über die Integrierte Leitstelle Rosenheim gemeldet. Bereits bei Eintreffen der Einsatzkräfte war eine große Rauchsäule sichtbar. Besonders betroffen war der obere Teil des Wohnhauses eines landwirtschaftlichen Anwesens.

Die Bewohner konnten sich selbst rechtzeitig ins Freie retten. Nach aktuellem Stand wurden weder Menschen noch Tiere verletzt.

Großeinsatz der Feuerwehren verhindert Schlimmeres

Zahlreiche Feuerwehren aus dem Landkreis Miesbach sowie aus den Landkreisen Rosenheim und Bad Tölz waren im Einsatz. Insgesamt waren rund 200 Einsatzkräfte vor Ort. Zur Sicherstellung der Wasserversorgung wurde ein Pendelverkehr eingerichtet, zudem mussten mehrere Straßen gesperrt werden.

Den Einsatzkräften gelang es, eine weitere Ausbreitung der Flammen zu verhindern und den Brand unter Kontrolle zu bringen.
Die ersten Ermittlungen vor Ort übernahm die Polizeiinspektion Bad Wiessee. Die weiteren Untersuchungen zur Brandursache werden von Brandfahndern der Kriminalpolizeistation Miesbach unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft München II geführt. Hinweise auf eine vorsätzliche Brandstiftung liegen nach aktuellem Stand nicht vor, die Ermittlungen dauern an.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd / Beitragsbild: Symbolfoto re)

E-Scooter: Diese Regeln gelten jetzt – und was sich ab 2027 ändert

E-Scooter: Diese Regeln gelten jetzt – und was sich ab 2027 ändert

Rosenheim / Bayern / Deutschland – E-Scooter gehören längst zum Stadtbild – auch in der Region Rosenheim. Doch wer mit dem Elektrotretroller unterwegs ist, muss einige Regeln beachten. Der ACE Auto Club Europa weist auf wichtige Vorschriften hin, die schon heute gelten – und auf Änderungen, die ab 2027 in Kraft treten.

Die Bundesregierung hat die Straßenverkehrsordnung für E-Scooter überarbeitet. Die neuen Regelungen gelten nach einer Übergangsfrist ab dem 1. März 2027. Ziel ist eine stärkere Angleichung an den Radverkehr und mehr Sicherheit im Straßenverkehr.

ACE-Vertrauensanwalt Dr. Marc Herzog aus Rosenheim betont: Trotz Fahrspaß dürften die geltenden Vorschriften nicht auf die leichte Schulter genommen werden – auch wegen steigender Unfallzahlen.

Mindestalter, Versicherung und Helm

E-Scooter dürfen erst ab 14 Jahren gefahren werden. Leih-Scooter sind in der Regel erst ab 18 Jahren erlaubt – hier gelten die jeweiligen Nutzungsbedingungen der Anbieter.

Über den ACE Auto Club Europa

Der ACE Auto Club Europa ist seit 1965 als Mobilitätsbegleiter für alle unterwegs – unabhängig vom Verkehrsmittel. Der Club bietet international Hilfe bei Pannen und Unfällen und steht für unbürokratische und verlässliche Unterstützung.

Zu den Kernthemen zählen Verkehrssicherheit, Unfall- und Pannenhilfe, Verbraucherschutz, Elektromobilität sowie neue Mobilitätsformen.

Wichtig ist außerdem die Versicherungspflicht: Für jeden E-Scooter wird eine Versicherungsplakette benötigt, die jährlich erneuert werden muss. Ohne Versicherungsschutz drohen laut ACE empfindliche Strafen, da es sich um ein Kraftfahrzeug handelt.

Ein Helm ist zwar nicht vorgeschrieben, wird aber dringend empfohlen – unabhängig vom Alter.

Allein fahren und richtig unterwegs sein

Die Mitnahme weiterer Personen ist verboten. E-Scooter sind konstruktionsbedingt nur für eine Person ausgelegt, das Fahren zu zweit erhöht das Unfallrisiko deutlich.

Auch beim Abstellen gelten Regeln: Gehwege sind tabu, sofern keine ausdrückliche Freigabe durch Zusatzzeichen besteht. Dort darf ein E-Scooter nur geschoben oder getragen werden.

Ab 2027 wird zudem ein neues Zusatzzeichen „Radverkehr frei“ erweitert: Dann dürfen E-Scooter unter bestimmten Bedingungen auch Gehwege oder Fußgängerzonen nutzen – sofern der Verkehr nicht behindert wird. Kommunen können solche Freigaben jedoch weiterhin einschränken oder untersagen.

Neu ist außerdem, dass E-Scooter künftig häufiger zwischen Radweg und Fahrbahn wählen dürfen – abhängig davon, ob eine Radwegbenutzungspflicht besteht.

Alkohol, Abbiegen und Mitnahme im ÖPNV

Für E-Scooter gelten dieselben Promillegrenzen wie für Autofahrer. Für Fahranfänger in der Probezeit sowie unter 21 Jahren gilt ein absolutes Alkoholverbot. Ab 0,5 Promille drohen Bußgelder und Punkte, ab 1,1 Promille oder bei Auffälligkeiten liegt eine Straftat vor.

Richtungsänderungen müssen rechtzeitig angezeigt werden – per Handzeichen oder künftig mit vorgeschriebenem Blinker bei neu zugelassenen Modellen ab 2027.

Auch die Mitnahme im öffentlichen Nahverkehr ist nicht einheitlich geregelt. Viele Verkehrsunternehmen haben sie bereits untersagt, unter anderem wegen möglicher Brandgefahren durch Akkus. Neue Sicherheitsstandards sollen ab 2027 greifen.
(Quelle: ACE Auto Club Europa, Regionalclub Chiemseer Land / Beitragsbild: Symbolfoto ai generiert)

Mit Drogen unterwegs, ohne Führerschein – Polizei stellt mutmaßliches gestohlenes Motorrad sicher

Mit Drogen unterwegs, ohne Führerschein – Polizei stellt mutmaßliches gestohlenes Motorrad sicher

Rosenheim – Eine Verkehrskontrolle in der Rosenheimer Pettenkoferstraße hat am Dienstag (02.06.2026) am Abend eine ganze Reihe von Ermittlungen ausgelöst.

Gegen 21.30 Uhr wollten Beamte der Rosenheimer Polizei einen Motorradfahrer anhalten. Der 18-Jährige aus dem Raum Rosenheim reagierte zunächst ungewöhnlich: Er schaltete das Licht seines Krads aus, stellte das Fahrzeug am Straßenrand ab, warf seinen Helm in den Grünstreifen und entfernte sich anschließend zügigen Schrittes von der Örtlichkeit – so die Schilderung der Polizei.

Die Beamten konnten den jungen Mann jedoch sofort einholen. Bei der anschließenden Kontrolle wurde schnell klar, warum er offenbar fliehen wollte: Der 18-Jährige besitzt keine Fahrerlaubnis. Zudem ergaben sich drogentypische Auffälligkeiten.

Bei der Überprüfung des Motorrads stellte sich außerdem heraus, dass der junge Mann nicht der Eigentümer ist. Nach aktuellem Stand besteht der Verdacht, dass das Fahrzeug entwendet wurde.

Das Motorrad wurde sichergestellt. Gegen den 18-Jährigen wurden mehrere Ermittlungsverfahren eingeleitet – unter anderem wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis sowie wegen des Verdachts auf Drogenfahrt. Zusätzlich wird wegen des Verdachts des Diebstahls ermittelt. Eine Blutentnahme wurde durchgeführt.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto Polizeipräsidium Oberbayern Süd)

E-Scooter missachtet Vorfahrt – Fahrer per Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht

E-Scooter missachtet Vorfahrt – Fahrer per Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht

Holzkirchen / Landkreis Miesbach – Ein Verkehrsunfall zwischen einem Transporter und einem E-Scooter hat am Dienstag /02.06.2026) in Holzkirchen zu einem größeren Rettungseinsatz geführt.

Gegen 11 Uhr war ein 24-jähriger Rosenheimer mit einem Transporter in der Schulstraße in Richtung Hauptstraße unterwegs. Zur gleichen Zeit fuhr ein 55-jähriger Holzkirchner mit einem E-Scooter von links in die Schulstraße ein und missachtete dabei, nach den Angaben der Polizei, die Vorfahrt des Transporters.

Es kam zum Zusammenstoß der beiden Fahrzeuge. Der E-Scooter-Fahrer stürzte und zog sich dabei Verletzungen im Kopf- und Halsbereich zu. Er wurde nach der Erstversorgung mit einem Rettungshubschrauber in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht.
An Transporter und E-Scooter entstand ein Gesamtschaden von rund 1.100 Euro.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Holzkirchen / Beitragsbild: Symbolfoto re)