Lkw weicht aus – Unfallverursacher flüchtet

Lkw weicht aus – Unfallverursacher flüchtet

Neubeuern / Landkreis Rosenheim – Ein Ausweichmanöver konnte einen Zusammenstoß nicht verhindern: Nach einem Verkehrsunfall auf der Staatsstraße zwischen Neubeuern und Rohrdorf (Landkreis Rosenheim) sucht die Polizei nun nach dem Fahrer eines weißen VW Crafter, der sich von der Unfallstelle entfernt haben soll.

Nach Angaben der Polizei ereignete sich der Unfall am Dienstag, 7. Juli, gegen 5.30 Uhr auf der Staatsstraße zwischen Neubeuern und Rohrdorf.
Ein 64-jähriger Lkw-Fahrer aus Rumänien war mit seinem Sattelzug in Richtung Rohrdorf unterwegs. In einer langgezogenen Kurve kam ihm laut Polizei ein weißer VW Crafter, vermutlich zur Personenbeförderung, entgegen. Aus bislang ungeklärter Ursache geriet das Fahrzeug nahezu vollständig auf die Fahrspur des Sattelzugs.

Trotz eines Ausweichmanövers des Lkw-Fahrers kam es zu einem seitlichen Zusammenstoß. Beide Fahrzeuge wurden dabei beschädigt. Der Außenspiegel des VW Crafter blieb an der Unfallstelle zurück. Der Sattelzug kam anschließend im Grünstreifen neben der Fahrbahn zum Stehen.

Nach Angaben der Polizei setzte der Fahrer des VW Crafter seine Fahrt fort, obwohl er den Zusammenstoß bemerkt haben musste.
Die Polizeiinspektion Brannenburg bittet Zeugen, die Hinweise zum Unfallhergang oder zum flüchtigen Fahrzeug geben können, sich unter Telefon 08034/9068-0 zu melden.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Brannenburg / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Kloster Seeon: Führung durch die Klostergeschichte und Konzert mit Gitarrist Volker Luft

Kloster Seeon: Führung durch die Klostergeschichte und Konzert mit Gitarrist Volker Luft

Seeon / Landkreis Traunstein – Das Kloster Seeon lädt am Samstag, 11. Juli, zu zwei Kulturveranstaltungen ein. Auf dem Programm stehen eine kostenlose Führung durch die Dauerausstellung zur mehr als 1.000-jährigen Klostergeschichte sowie am Abend ein Konzert des Gitarristen Volker Luft in der Kirche St. Walburg.

Kulturinteressierte erwartet am Samstag im Kloster Seeon ein abwechslungsreiches Programm. Den Auftakt macht um 14 Uhr eine kostenlose Führung durch die Dauerausstellung „Kloster Seeon – 994 bis heute“. Kunsthistorikerin Hedwig Amann gibt dabei Einblicke in die über 1.000-jährige Geschichte des ehemaligen Benediktinerklosters – vom mittelalterlichen Klosterleben über den Besuch von Wolfgang Amadeus Mozart bis zur heutigen Nutzung als Kultur- und Bildungszentrum. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, wird eine Anmeldung per E-Mail an kultur@kloster-seeon.de empfohlen. Treffpunkt ist der Eingangsbereich der Dauerausstellung.

Am Abend um 19 Uhr folgt in der Kirche St. Walburg das Konzert „Soli deo Gloria“ mit dem renommierten Gitarristen Volker Luft. In seinem Programm verbindet er die Lebensgeschichten und Musikwelten von Johann Sebastian Bach und Martin Luther mit musikalischen Einflüssen aus Renaissance, Flamenco, Tango und Blues. Ergänzt wird das Konzert durch eine Moderation mit historischen und kulturellen Hintergründen. Der Einlass beginnt um 18.30 Uhr, die Platzwahl ist frei. Eintrittskarten kosten 15 Euro und sind im Vorverkauf im Klosterladen Seeon, im Webshop www.kloster-seeon.de und über München Ticket www.muenchenticket.de und den Vorverkaufsstellen erhältlich sowie – sofern noch verfügbar – an der Abendkasse erhältlich.
(Quelle: Pressemitteilung Kloster Seeon / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Karl Herzog gewinnt den Grand Prix de Luxembourg für Red Bull – Bora – hansgrohe

Karl Herzog gewinnt den Grand Prix de Luxembourg für Red Bull – Bora – hansgrohe

Luxemburg / Raubling – Starker Auftritt der Junioren-Auswahl von Red Bull – Bora – hansgrohe: Karl Herzog gewann als Solist den Grand Prix de Luxembourg. Teamkollege Enzo Hincapie wurde Dritter.

Luxemburg war am Wochenende Schauplatz gleich zweier Eintagesrennen im Juniorenradsport – und die Red Bull – Bora – hansgrohe U19-Mannschaft grenke – Auto Eder mischte an beiden Tagen ganz vorn mit.

Nach einem starken Auftakt beim traditionsreichen Grand Prix Général Patton am Samstag, bei dem Maj Bohak (Slowenien) Dritter wurde, legte man am Sonntag beim Grand Prix de Luxembourg noch einen drauf: Nach 106,8 Kilometern gewann Karl Herzog (Deutschland) als Solist, sein Teamkollege Enzo Hincapie (USA) wurde Dritter.

Karl Herzog zu seinem Sieg: „Es war ein sehr welliger Kurs, dazu kam viel Wind, was es noch schwerer gemacht hat. Wir haben als Team von Anfang an richtig Druck gemacht, entsprechend war die Gruppe früh recht klein. Es wurde aber trotzdem die ganze Zeit attackiert. Am Ende waren wir zu fünft, und aus dieser Gruppe heraus habe ich erneut im Seitenwind angegriffen. Die letzten Kilometer war ich dann solo vorn. Dass Enzo noch Dritter geworden ist – das war wirklich ein sehr erfolgreiches Rennen für unser Team.“

Nächstes Etappenrennen in Frankreich

Herzogs Erfolg war für die grenke – Auto Eder Equipe bereits der 16. Sieg in dieser Saison. Das nächste Rennen der Junioren-Auswahl von Red Bull – Bora – hansgrohe ist nun die Ain Bugey Valromey Tour von 10. bis 14. Juli. Das französische Etappenrennen gilt als Junioren-Variante der berühmten Tour de France.
(Quelle: Pressemitteilung Red Bull – Bora – hansgrohe / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Sommerfest im Tierheim Ostermünchen: Tierheim lädt zu buntem Familienprogramm ein

Sommerfest im Tierheim Ostermünchen: Tierheim lädt zu buntem Familienprogramm ein

Ostermünchen / Landkreis Rosenheim – Die Interessengemeinschaft Mensch und Tier e.V. lädt am Samstag, 18. Juli, ab 13 Uhr zum traditionellen Sommerfest ins Tierheim Ostermünchen ein. Bis 16.30 Uhr sind die Tierhäuser geöffnet. Besucher können sich über die Arbeit des Vereins informieren und die Tiere kennenlernen, die derzeit auf ein neues Zuhause warten.

Ein Höhepunkt des Nachmittags ist die Vorstellung der Tierheimhunde auf der großen Trainingswiese. Darüber hinaus erwartet die Gäste ein vielfältiges Rahmenprogramm mit einer Hundevorführung der Hundefreunde Thann, einer Tombola, einem Kellerflohmarkt, Verkaufsständen sowie einem Bücher- und Bilderflohmarkt. Ergänzt wird das Angebot durch verschiedene Informationsstände.
Für das leibliche Wohl ist ebenfalls gesorgt. Ab 13 Uhr werden Kaffee und Kuchen angeboten. Ab 17.15 Uhr lädt das Tierheim zu einem mediterranen Buffet ein.
(Quelle: Pressemitteilung Interessengemeinschaft Mensch und Tier e.V. / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Bücherei Prien verlängert Sammelbilder-Tauschbörse

Bücherei Prien verlängert Sammelbilder-Tauschbörse

Prien / Landkreis Rosenheim – Die Sammelbilder-Tauschbörse in der Bücherei Prien wird wegen der großen Nachfrage um zwei Termine verlängert.

„Der Andrang am Donnerstag, 2. Juli war enorm. Deshalb bieten wir nun zwei weitere Tauschnachmittage an“, erklärt Büchereileiterin Melanie Schieber. Die zusätzlichen Termine finden am Donnerstag, 9. Juli, und Donnerstag, 16. Juli, jeweils von 15 bis 17 Uhr im Dachgeschoss der Bücherei statt.
Die Tauschbörse gehört seit vielen Jahren fest zum Programm der Bücherei während Fußball-Welt- und Europameisterschaften. Hier können Fußballfans ihre Sammelbilder tauschen, verschenken und fehlende Motive finden.
(Quelle: Pressemitteilung Markt Prien am Chiemsee / Beitragsbild: Sammelfieber in der Bücherei Prien – die Tauschbörse wird Aufgrund der großen Nachfrage um zwei Termine verlängert. Copyright Markt Prien a. Chiemsee)

Stadtradeln Rosenheim 2026: Neuer Rekord mit fast 500.000 geradelten Kilometern

Stadtradeln Rosenheim 2026: Neuer Rekord mit fast 500.000 geradelten Kilometern

Rosenheim – Mit fast 500.000 Kilometern (Stand: 7.7.2026) haben die Radler einen neuen Stadtradelrekord für Rosenheim aufgestellt. Obwohl noch Nachtragungen möglich sind, wurde der alte Rekord bereits jetzt um über 66.000 Kilometer verbessert.

„Es hat sich schon zur Halbzeit angedeutet, dass Rosenheim bei diesem Stadtradeln auf Rekordpace ist. Dass wir unsere Bestmarke aus dem Jahr 2023 aber so deutlich übertreffen, zeigt mir, dass das Fahrrad aus Rosenheim nicht wegzudenken ist“, so Oberbürgermeister Abuzar Erdogan. „Das Ergebnis gibt uns aber auch die Aufgabe mit, weiter in unsere Fahrradinfrastruktur zu investieren. Darum planen wir derzeit beispielsweise den Ausbau von Fahrradstraßen oder weiteren Fahrradspuren im Stadtgebiet, um so auch die Sicherheit der Fahrradfahrer zu erhöhen. Und im Übrigen bin ich richtig stolz auf die Stadtverwaltung, die bei den Gesamtkilometern den vierten Platz geholt hat“, so Erdogan, der das Team der Stadt Rosenheim als Kapitän angeführt hatte.

2.100 Teilnehmer sorgen für Rekordergebnis

Insgesamt nahmen in Rosenheim 2100 Radfahrer beim Stadtradeln teil. In den drei Wochen erradelten sie bei mehr als 48.000 Fahrten über 495.000 Kilometer. Ein Verbrenner hätte auf gleicher Strecke etwa 81 Tonnen CO2 ausgestoßen.
Aufgrund der siebentägigen Nachmeldungsfrist für Fahrten im Aktionszeitraum, steht das Endergebnis erst in der dritten Juliwoche fest. Die öffentliche Siegerehrung ist am 28. Juli auf dem Rathausvorplatz.
(Quelle: Pressemitteilung Stadt Rosenheim / Beitragsbild: Copyright Stadt Rosenheim)

MorgenINNPULS – Schon gewusst?

MorgenINNPULS – Schon gewusst?

Mittwoch, 8. Juli – Guten Morgen!

Wusstest Du, dass Schatten oft mehrere Lichtquellen enthalten?
Deshalb bestehen sie aus unterschiedlichen Grautönen.
Auch Dunkelheit hat Nuancen.

Vielleicht erkennst Du heute die Unterschiede im Detail.

Wir wünschen Dir einen klaren Start in den Tag! 🌞
(Quelle: Artikel Josefa Staudhammer / Beitragsbild: re)

Vom Winterdienst bis zum Hochwasser: Abschied eines Straßenmeisters

Vom Winterdienst bis zum Hochwasser: Abschied eines Straßenmeisters

Landkreis Rosenheim – 25 Jahre lang leitete Lothar Schüsselbauer die Straßenmeistereien des Landkreises Rosenheim und den Bauhof in Wasserburg. Später kam die Leitung des Kreisbauhofs in Riedering hinzu, den er insgesamt 20 Jahre führte. Jetzt wurde er im Kreisbauhof Riedering in den Ruhestand verabschiedet.

Bei der Feier würdigten Landrat Otto Lederer und Mitarbeiter des Landratsamts seinen langjährigen Einsatz. Florian Schmid, Leiter der Tiefbauverwaltung, hob insbesondere Schüsselbauers Anspruch an Sicherheit, Zuverlässigkeit, Sauberkeit und Ordnung hervor. „Sicherheit, Zuverlässigkeit, Sauberkeit und Ordnung waren Deine Maßstäbe und das sieht man unseren Straßen und den beiden Bauhöfen an. Die Bauhöfe sind mit Maschinen und Geräten perfekt ausgestattet und wir haben ein großes tolles Bauhofteam!“, sagte Schmid.

Die Leitung der Straßenmeisterei hatte Schüsselbauer bereits Anfang des Jahres an seinen Nachfolger Peter Lankes übergeben. Dabei wurden sämtliche Geräte und Fahrzeuge inventarisiert. Landrat Otto Lederer hob hervor: „Insgesamt müsste es sich sicher um eine fünfstellige Anzahl an Inventargegenständen gehandelt haben. Lothar Schüsselbauer hat die Inventur mit 100 Prozent abgeschlossen. In seiner Zeit sind nur zwei Gegenständen verloren gegangen.“

Einsatz bei Wind und Wetter

Nach Angaben des Landratsamts leisten die Straßenmeistereien und Kreisbauhöfe einen wichtigen Beitrag für die Infrastruktur im Landkreis. Besonders gefordert seien sie bei Wintereinbrüchen, Hochwasserlagen oder beim Aufbau von Asylunterkünften. „Lothar war immer perfekt im Managen von schwierigen Situationen – unkompliziert, pragmatisch und stets mit einem wachen Blick für das Wohl des Teams“, sagte Florian Schmid.

In seinen Abschiedsworten dankte Schüsselbauer besonders seiner Frau. „Es ist nicht immer einfach mit einem Straßenmeister daheim. In manchen Nächten bin ich fast stündlich aufgestanden, um nach dem Wetter zu schauen.“
Sein Arbeitshandy und den Terminkalender werde er im Ruhestand nicht vermissen, sagte Schüsselbauer. Sein rund 60-köpfiges Team dagegen schon: „Wir waren immer die orange Feuerwehr des Landkreises.“
(Quelle: Pressemitteilung  Landratsamt Rosenheim / Beitragsbild: Landratsamt Rosenheim)

Wenn Beschwerden nicht nur am Alter liegen

Wenn Beschwerden nicht nur am Alter liegen

Rosenheim / Landkreis – Kleine Schritte, unsicheres Gehen, Vergesslichkeit oder Probleme mit der Blase: Viele ältere Menschen nehmen solche Veränderungen zunächst hin. Doch hinter den Beschwerden kann auch eine behandelbare Erkrankung stecken. Am RoMed Klinikum Rosenheim behandeln Ärzte Patienten mit einem sogenannten Hydrocephalus – einer Erkrankung, die häufig lange unerkannt bleibt.

Auch Frau M. dachte zunächst, ihre zunehmende Unsicherheit beim Gehen sei eine normale Alterserscheinung. Die heute 78-Jährige bemerkte, dass ihre Schritte kleiner wurden, sie häufiger stolperte und längere Wege zunehmend vermied. Später kamen Gedächtnisprobleme hinzu. „Man schiebt das erst einmal aufs Alter“, erzählt sie.

Genau das erleben nach Angaben des RoMed Klinikums viele Betroffene. Die Beschwerden entwickeln sich oft langsam und werden deshalb nicht selten zunächst anderen Ursachen zugeschrieben „Gangstörungen, Gedächtnisprobleme oder Inkontinenz werden nicht selten als normale Alterserscheinungen, Parkinson oder Demenz interpretiert“, sagt Prof. Dr. Joji Kuramatsu, Chefarzt der Neurologie am RoMed Klinikum Rosenheim.

Eine Erkrankung, die häufig spät erkannt wird

Die Diagnose bei Frau M. lautete schließlich Hydrocephalus. Dabei handelt es sich um eine Störung des Hirnwasserhaushalts: Hirnwasser kann sich im Gehirn stauen und dadurch verschiedene Beschwerden auslösen.

Hydrocephalus – die wichtigsten Fakten
  • Beim Hydrocephalus staut sich Hirnwasser im Gehirn.
  • Typische Beschwerden können Gangstörungen, Gedächtnisprobleme und Blasenschwäche sein.
  • Die Erkrankung tritt besonders häufig im höheren Lebensalter auf.
  • Die Symptome können mit Demenz, Parkinson oder normalen Alterserscheinungen verwechselt werden.
  • Moderne Behandlungsmöglichkeiten können Beschwerden oft deutlich verbessern.
  • Am RoMed Klinikum Rosenheim erfolgt die Behandlung interdisziplinär durch Neurochirurgie, Neurologie und Neuroradiologie.

Nach Angaben des RoMed Klinikums wird die Erkrankung gerade bei älteren Menschen häufig erst spät erkannt. Dr. Georgios Ntoulias, Chefarzt der Neurochirurgie, verweist darauf, dass bei Menschen über 80 Jahren etwa jeder Zwanzigste betroffen sei.

Eine frühzeitige Diagnose sei wichtig, so die Einschätzung der Ärzte, denn der Hydrocephalus könne in vielen Fällen behandelt werden.

Zusammenarbeit verschiedener Fachrichtungen

Um Betroffene früher zu erkennen, arbeiten am RoMed Klinikum Rosenheim verschiedene Fachrichtungen zusammen. Im Neurozentrum sind Neurochirurgie, Neurologie und Neuroradiologie beteiligt. Auch Hausärzte und niedergelassene Neurologen spielen laut RoMed eine wichtige Rolle, da sie ihre Patienten oft über lange Zeit kennen und Veränderungen früh wahrnehmen können.

Bei der Diagnostik geht es nicht um einen einzelnen Befund. Entscheidend sei das Zusammenspiel aus Beschwerden, Krankheitsverlauf und Bildgebung, erklärt Dr. Charlotte Rüther, Chefärztin der Neuroradiologie.

MRT- und CT-Untersuchungen können Hinweise auf typische Veränderungen liefern. Zusätzlich kann ein sogenannter Liquorablassversuch durchgeführt werden. Dabei wird Hirnwasser entnommen und geprüft, ob sich Beschwerden wie Gangunsicherheit oder Einschränkungen der geistigen Leistungsfähigkeit verbessern.

Behandlung kann Alltag zurückbringen

Bestätigt sich die Diagnose, stehen verschiedene Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Häufig wird ein Shuntsystem eingesetzt, das überschüssiges Hirnwasser ableitet. Moderne Systeme können individuell eingestellt werden.

Nach einer Operation können viele Patienten das Krankenhaus laut RoMed bereits nach wenigen Tagen wieder verlassen. Je nach Gesundheitszustand kann anschließend eine geriatrische oder neurologische Rehabilitation folgen.
Auch Frau M. erhielt eine entsprechende Behandlung. Nach dem Eingriff verbesserte sich ihre Situation. Die Unsicherheit beim Gehen nahm ab, Wege wurden wieder möglich.

„Gerade die Wiederherstellung der Gehfähigkeit bedeutet für ältere Menschen häufig einen enormen Gewinn an Lebensqualität“, sagt Dr. Ntoulias. Für das Ärzteteam am RoMed Klinikum Rosenheim ist die Botschaft deshalb klar: Nicht jede Veränderung im Alter muss einfach hingenommen werden. Hinter vermeintlichen Alterserscheinungen kann sich auch eine behandelbare Ursache verbergen.
(Quelle: Pressemitteilung RoMed Kliniken / Beitragsbild: Copyright Symbolfoto KI generiert)

Mühldorfer Hart: Untersuchungen für neuen NS-Gedenkort haben begonnen

Mühldorfer Hart: Untersuchungen für neuen NS-Gedenkort haben begonnen

Mühldorf – Im Mühldorfer Hart laufen die Vorbereitungen für einen neuen Gedenkort. Am ehemaligen Bunkerbogen, einem zentralen Ort der Zwangsarbeit tausender KZ-Häftlinge, haben Untersuchungen zur Standsicherheit und ein geodätisches Monitoring begonnen. Die Ergebnisse sollen die Grundlage für die weitere Gestaltung des künftigen Gedenkortes bilden.

Vermessungsarbeiten an dem Bogen. Foto: Copyright TUM Ingenieurgeodäsie

Vermessungsarbeiten an dem Bunkerbogen. Foto: Copyright TUM Ingenieurgeodäsie

Nach Angaben des Staatlichen Bauamts Rosenheim entsteht der „Gedenkort Bunkerbogen“ unter Federführung der Stiftung Bayerische Gedenkstätten. Ziel ist es, den bislang nur eingeschränkt zugänglichen Ort zu einem Informations- und Erinnerungsort über den KZ-Außenlagerkomplex Mühldorf weiterzuentwickeln.
Im Mittelpunkt stehen die Überreste einer nie fertiggestellten Bunkeranlage. Während des Zweiten Weltkriegs sollte dort ein rund 400 Meter langer, halbunterirdischer Bunker als Teil einer Militäranlage entstehen. In der getarnten Anlage sollten im Auftrag der deutschen Militärführung Kampfflugzeuge produziert werden. Nach Kriegsende wurden große Teile der Anlage gesprengt. Erhalten blieb unter anderem ein vollständiger Bunkerbogen.

Ort der Zwangsarbeit

Für den Bau der Anlage befanden sich nach Angaben des Staatlichen Bauamts Rosenheim zwischen August 1944 und Mai 1945 mehr als 8.000 Häftlinge des Konzentrationslagers Dachau in Lagern im Mühldorfer Hart. Mehr als 4.000 von ihnen überlebten die Zwangsarbeit unter unmenschlichen Bedingungen nicht.

Parallel zu den Planungen für den neuen Gedenkort wird der denkmalgeschützte Bunkerbogen derzeit umfassend untersucht. Ein Ingenieurbüro erfasst den aktuellen Zustand und analysiert die Statik des Bauwerks. Zusätzlich dokumentiert die Technische Universität München mit einem regelmäßigen geodätischen Monitoring, ob sich der Bogen im Laufe der Zeit verändert oder setzt.
Die Ergebnisse sollen laut Staatlichem Bauamt Rosenheim unter anderem die Grundlage dafür bilden, wie das Gelände künftig für Besucher zugänglich gemacht werden kann. Mit den Untersuchungen wurde bereits im April begonnen.

Die Eröffnung des neuen „Gedenorts Bunkerbogen“ ist für das Jahr 2028 geplant. Bis dahin bleibt der Bereich um den Bunkerbogen aus Sicherheitsgründen eingezäunt.
(Quelle: Pressemitteilung Staatliches Bauamt Rosenheim ( Beitragsbild: Copyright Staatliches Bauamt Rosenheim / Foto: Copyright TUM Ingenieurgeodäsie)

Schuh-und Lederhaus Sigl, Rosenheim, 1960er

Schuh-und Lederhaus Sigl, Rosenheim, 1960er

Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in die 1960er Jahre. Auf der alten Aufnahme sehen wir das Schuh- und Lederhaus Sigl am Ludwigsplatz in Rosenheim.

Das Foto gibt einen Einblick in eine Einkaufswelt, die heute längst verschwunden ist: einen großzügig gestalteten Verkaufsraum mit einer eleganten Treppe ins Obergeschoss, zahlreichen Schaukästen und liebevoller Dekoration mit Blumen.

Die Aufnahme vermittelt den Eindruck eines gehobenen Fachgeschäfts, in dem Schuhe, Taschen und Lederwaren nicht einfach nur angeboten, sondern stilvoll präsentiert wurden. Die sorgfältige Gestaltung des Verkaufsraums zeigt, welchen Stellenwert die Atmosphäre beim Einkaufen damals hatte.

Geschichte reicht bis 1881 zurück

Die Geschichte des Geschäfts reicht bis ins Jahr 1881 zurück. Damals wurde die Schuh- und Lederhandlung in der Rosenheimer Innenstadt gegründet. Einen wichtigen Abschnitt in der Unternehmensgeschichte markierte das Jahr 1919: Der Rosenheimer Händler Alfons Sigl erwarb das sogenannte „Siglhaus“, ein markantes Eckhaus direkt am Eingang zum Mittertor am Ludwigsplatz.

Sigl plante, sein bereits bestehendes, benachbartes Geschäft deutlich zu erweitern. Die beiden Gebäude sollten im Erdgeschoss durch eine große, zusammenhängende Ladenfläche verbunden werden. Doch während der Umbauarbeiten kam es zu einer Katastrophe.
Am 1. März 1920 stürzte das Eckhaus am Ludwigsplatz teilweise ein. Ursache war nach damaligen Erkenntnissen ein tragender Eckpfeiler aus porösem Huglfinger Tuffstein, dessen Belastung falsch berechnet worden war. Der Einsturz des Siglhauses zählt bis heute zu den bekanntesten Ereignissen der Rosenheimer Baugeschichte des frühen 20. Jahrhunderts.

Alfons Sigl ließ sich von dem schweren Rückschlag jedoch nicht entmutigen. Das beschädigte Gebäude wurde unter strengeren Sicherheitsauflagen wieder aufgebaut, erweitert und die Häuserfront optisch angeglichen. So entstand schließlich die große Verkaufsfläche, die ursprünglich geplant war.

Über viele Jahrzehnte blieb das Schuh- und Lederhaus Sigl eine feste Adresse für Koffer, Taschen und hochwertige Lederwaren in Rosenheim. Die Schaufenster und die besondere Gestaltung des Geschäfts prägten das Bild des Ludwigsplatzes.

Das historische Foto aus den 1960er Jahren erinnert damit nicht nur an ein Rosenheimer Traditionsgeschäft, sondern auch an eine Zeit, in der ein Einkauf noch stark vom Erlebnis im Laden geprägt war. Heute existiert das Schuh- und Lederhaus Sigl in dieser Form nicht mehr.
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann – Foto Hafner / Bildtext: Karin Wunsam)

Neue Festwiese in Kammer fertig: Helfer feiern erfolgreiches Gemeinschaftsprojekt

Neue Festwiese in Kammer fertig: Helfer feiern erfolgreiches Gemeinschaftsprojekt

Kammer / Landkreis Traunstein – Mit einem Helferfest im Gasthaus zur Post haben die Ortsvereine in Kammer die Fertigstellung der neuen Festwiese gefeiert. Zahlreiche Helfer, Unterstützer und Sponsoren waren der Einladung gefolgt. Das Gemeinschaftsprojekt soll künftig Jubiläen, Vereinsfeste und Festwochen im Ort langfristig ermöglichen.

Traunsteins Oberbürgermeister Dr. Christian Hümmer lobte in seiner Ansprache den Zusammenhalt im Ort. „Das war einmal mehr ein typisches Kammerer Projekt, bei dem von der Idee über die Mehrheitsfindung bis zu Realisierung nicht lange gefackelt wurde und viele Menschen einen Beitrag zum Gelingen beigetragen haben.“ Gleichzeitig würdigte er das ehrenamtliche Engagement der beteiligten Vereine.

Projektleiter und Trachtenvorstand Franz Maier blickte auf rund 20 Monate von der Idee bis zur Fertigstellung zurück. „Viele Menschen im Dorf haben an einem Strang gezogen und die Realisierung durch persönlichen Einsatz oder mit Maschinen unterstützt.“ Sein Dank galt außerdem den beteiligten Firmen, dem Wasserbeschaffungsverband Kammer sowie den Stadtwerken Traunstein, die die Anschlüsse für Wasser und Strom zügig hergestellt hatten.

Gemeinschaftsprojekt bleibt unter dem Kostenrahmen

Besonders erfreulich sei, dass die kalkulierten Baukosten von knapp 30.000 Euro deutlich unterschritten wurden. Möglich geworden sei dies durch den hohen Anteil ehrenamtlicher Arbeit sowie durch Spenden. Die Finanzierung tragen die beteiligten Vereine gemeinsam mit der Stadt Traunstein, die das Projekt bezuschusst.
Für seinen Einsatz erhielt Franz Maier stellvertretend für das gesamte Projekt von den beteiligten Vereinen eine Erinnerungstafel in Form eines Straßenschildes mit der Aufschrift „Franz Maier Festwiese“.

Beim gemeinsamen Buffet im Gastgarten des Gasthauses zur Post klang der Abend aus. Zum Abschluss präsentierten Florian und Thomas Mitterer den Gästen ein Zeitraffervideo, das die Entstehung der neuen Festwiese dokumentierte.
(Quelle: Pressemitteilung Traunstein, Hubert Hobmaier / Beitragsbild: Robert Maier (Krieger- und Soldatenkameradschaft), Max Hiebl (Faschingsfreunde Blau-Weiss Kammer), dem Traunsteiner Oberbürgermeister Dr. Christian Hümmer, Sebastian Reischl (Feuerwehr Kammer) und Herbert Baumgartner (DJK Kammer) – von links nach rechts – überreichten dem Trachtenvorstand und Projektleiter Franz Maier (Dritter von links) zur Erinnerung und als Zeichen des Dankes ein Schild mit der Aufschrift „Franz Maier Festwiese“. Copyright Hubert Hobmaier)