Fast 800 Euro Pfandspenden für das Caritas-Zentrum Bad Aibling

Fast 800 Euro Pfandspenden für das Caritas-Zentrum Bad Aibling

Bad Aibling /Landkreis Rosenheim  -Fast 800 Euro sind in diesem Jahr bereits über eine Pfandspendenaktion zugunsten des Caritas-Zentrums Bad Aibling (Landkreis Rosenheim) zusammengekommen. Kunden des ALDI-Marktes in Bad Aibling können ihren Pfandbon in eine Spendenbox einwerfen und damit die Arbeit der Caritas vor Ort unterstützen.

Das Geld werde nach Angaben der Caritas genutzt, um Menschen in schwierigen Lebenssituationen schnell und unbürokratisch zu helfen. Der Bedarf an Unterstützung nehme zu. Steigende Lebenshaltungskosten und fehlender bezahlbarer Wohnraum würden viele Menschen zunehmend vor finanzielle Herausforderungen stellen.
Auf Spenden sei die Caritas nach eigenen Angaben auch deshalb angewiesen, weil Angebote wie die Allgemeine Soziale Beratung nicht vollständig refinanziert würden und zu einem erheblichen Teil aus Eigenmitteln und Spenden finanziert werden müssten.

Beratung und Unterstützung vor Ort

Das Caritas-Zentrum Bad Aibling bietet unter anderem Allgemeine Soziale Beratung und Schuldnerberatung an. Hinzu kommen Angebote für pflegende Angehörige sowie gerontopsychiatrische Beratung.
Ziel sei es, Menschen in schwierigen Lebenssituationen zu entlasten, gemeinsam Perspektiven zu entwickeln und konkrete Unterstützung anzubieten, so die Caritas
(Quelle: Pressemitteilung Caritas Bad Aibling / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Motorradfahrer bei Unfall in der Kufsteiner Straße verletzt

Motorradfahrer bei Unfall in der Kufsteiner Straße verletzt

Rosenheim – Ein 65-jähriger Motorradfahrer aus Bad Aibling ist am Sonntagnachmittag (16. August) bei einem Verkehrsunfall in der Kufsteiner Straße in Rosenheim verletzt worden. Nach Angaben der Polizei übersah ein Autofahrer beim Einfahren in den fließenden Verkehr den vorfahrtsberechtigten Motorradfahrer.

Der 61-jährige Autofahrer aus dem Tegernseer Tal wollte gegen 16 Uhr von einem Parkplatz auf die Kufsteiner Straße einfahren. Dabei kam es zum Zusammenstoß mit dem Motorrad des 65-Jährigen.
Der Motorradfahrer stürzte, nach den Angaben der Polizei, auf die Fahrbahn und zog sich dabei Prellungen und Schürfwunden sowie Verletzungen im Rückenbereich zu. Der Rettungsdienst versorgte ihn zunächst vor Ort und brachte ihn anschließend zur weiteren Behandlung ins Klinikum Rosenheim.
An den beiden Fahrzeugen entstand nach Angaben der Polizei ein Sachschaden von rund 3.500 Euro. Gegen den Autofahrer wurde ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Echelon 2026: Über 30.000 Besucher feiern friedlich

Echelon 2026: Über 30.000 Besucher feiern friedlich

Bad Aibling  / Landkreis Rosenheim – Nach dem wetterbedingten Abbruch im vergangenen Jahr (wir berichteten) ist das Echelon-Festival 2026 am Wochenende auf dem Gelände der ehemaligen US-Kaserne in Bad Aibling mit einer positiven Bilanz zu Ende gegangen. Mehr als 30.000 Besucher feierten am Freitag und Samstag (14. und 15. August) elektronische Musik bei sommerlichen Temperaturen. Nach Angaben der Polizei verlief das Festival insgesamt friedlich.

Echelon 2026. Fotos: re

Zwei Tage Party beim Echolon 2026 in Bad Aibling. Diesmal spielte das Wetter wieder mit. Fotos: re

Das Echelon zählt zu den größten Festivals für elektronische Musik in Süddeutschland. Besucher reisten auch in diesem Jahr aus verschiedenen Teilen Deutschlands und den Nachbarländern nach Bad Aibling. Ein großer Teil übernachtete direkt vor Ort auf den Campingplätzen. Diese öffneten bereits am Donnerstag (13. August), damit die Besucher frühzeitig anreisen konnten.
Auf dem Festivalgelände standen in diesem Jahr sieben Bühnen. Mehr als 100 Acts sorgten für ein breites musikalisches Spektrum, das von Techno und Tech House über Drum & Bass bis hin zu Hardstyle und weiteren Spielarten elektronischer Musik reichte.

Neue Bühnenkonzepte beim Echelon

Auch bei den Bühnen gab es in diesem Jahr einige Neuerungen. Die Frequency Stage stand am Freitag ganz im Zeichen von Drum & Bass. Am Samstag wurde die neue Harder Styles Stage zum Anlaufpunkt für Fans von Hardstyle und Uptempo-Beats. Erstmals gab es außerdem eine eigene Bühne für Künstler aus dem Raum Rosenheim und Bayern. Der Symbiotikka-Bereich wurde deutlich vergrößert und als immersiver Erlebnisbereich gestaltet.

Ein neuer Mittelpunkt des Geländes war der „Central Nexus“. Dort wurden unter anderem Gastronomie- und Aufenthaltsbereiche geschaffen. Auch die markanten Radome – die früheren Abhörkuppeln des Kasernengeländes – wurden in das neue Konzept einbezogen und konnten als Teil des Festivalbereichs erlebt werden.

Internationale Acts auf den Bühnen

Zu den bekannten Namen des diesjährigen Line-ups gehörten unter anderem Charlotte de Witte, Boris Brejcha und Paul van Dyk. Auch Klangkuenstler und Holy Priest waren mit dabei.
Charlotte de Witte brachte ihren treibenden Techno auf die Hauptbühne. Boris Brejcha stand mit seinem charakteristischen High-Tech-Minimal-Sound auf dem Programm. Paul van Dyk setzte musikalische Akzente aus dem Bereich Trance. Für härtere und schnellere Sounds sorgten unter anderem Klangkuenstler und Holy Priest.

Polizei zieht positive Bilanz

Auch aus Sicht der Einsatzkräfte verlief das Festival nach Angaben des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd weitgehend ruhig. Zu Spitzenzeiten waren demnach mehr als 150 Einsatzkräfte verschiedener Polizeidienststellen und weiterer Behörden im Einsatz.
Ziel des Einsatzes sei es gewesen, eine möglichst reibungslose An- und Abreise zu gewährleisten, die Sicherheit auf dem Festivalgelände zu sichern und Beeinträchtigungen für die Anwohner möglichst gering zu halten, teilte das Polizeipräsidium mit.

Ganz ohne Straftaten und Ordnungswidrigkeiten blieb das Festival allerdings nicht. Nach Angaben der Polizei wurden unter anderem einzelne Streitigkeiten mit Körperverletzungsdelikten sowie Verkehrsverstöße registriert.

Den Schwerpunkt der polizeilichen Feststellungen bildeten laut Polizeipräsidium erneut Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz. Drogenfahnder stellten demnach unter anderem Kokain, Amphetamin, Ecstasy, LSD, Marihuana, Haschisch sowie verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente sicher. Insgesamt seien 54 Ermittlungsverfahren und Anzeigen in diesem Zusammenhang eingeleitet worden.

345 Einsätze des Rettungsdienstes

Auch der Rettungsdienst war während des Festivals gefordert. Nach Angaben der Polizei wurden insgesamt 345 Einsätze registriert. Als Ursachen wurden vor allem die hohen Temperaturen sowie der Konsum von Alkohol und anderen berauschenden Mitteln genannt. Zehn Patienten mussten laut Polizei in umliegende Krankenhäuser gebracht werden. Größere Sicherheitsstörungen oder erhebliche Zwischenfälle habe es nach Einschätzung des Polizeipräsidiums nicht gegeben.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Info Polizeipräsidium Oberbayern Süd / Beitragsbild, Fotos: re)

Wäschewaschen wie anno dazumal: Mitmachprogramm für Familien

Wäschewaschen wie anno dazumal: Mitmachprogramm für Familien

Amerang / Landkreis Rosenheim – Wie wurde Wäsche gewaschen, bevor Waschmaschine und Waschmittel aus dem Supermarkt zum Alltag gehörten? Das können Kinder und Familien am Mittwoch, 19. August, im Freilichtmuseum Amerang selbst ausprobieren.

Von 11 bis 16 Uhr steht dort beim Sommerferienprogramm „Natürlich sauber“ das Wäschewaschen wie früher auf dem Programm. Die Teilnehmer erleben, wie viel Arbeit in der Wäschepflege steckte, als Wasser noch geholt, Feuer gemacht und die Kleidung in einem großen Topf gewaschen werden musste. Auch das kräftige Schrubben auf dem Waschbrett gehörte dazu.
Beim offenen Mitmachprogramm können Familien selbst Hand anlegen und Wäsche wie anno dazumal waschen. Außerdem stellen sie ihr eigenes Waschmittel her.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Interessierte können einfach vorbeikommen und mitmachen.
(Quelle: Pressemitteilung Freilichtmuseum Amerang / Beitragsbild: Copyright Bezirk Oberbayern – Freilichtmuseum Amerang)

159 Ausbildungsplätze in Rosenheim noch unbesetzt

159 Ausbildungsplätze in Rosenheim noch unbesetzt

Rosenheim – Wer in diesem Jahr noch einen Ausbildungsplatz sucht, hat nach Einschätzung der IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) gute Chancen. Nach Angaben der Arbeitsagentur sind in Rosenheim aktuell noch 159 Ausbildungsplätze frei. Die IG BAU Oberbayern ruft junge Menschen ohne Berufsabschluss dazu auf, sich jetzt noch nach einer Ausbildung umzusehen.

Das Angebot an freien Ausbildungsplätzen sei breit, betont die Gewerkschaft. „Wichtig ist, sich einen Ruck zu geben und jetzt einen Ausbildungsbetrieb zu suchen“, sagt Dieter Pangerl, Vorsitzender der IG BAU Oberbayern. Eine abgeschlossene Ausbildung mache Beschäftigung aus Sicht der Gewerkschaft in der Regel sicherer und führe häufig auch zu einem höheren Einkommen. Pangerl rät deshalb allen, die noch keine Berufsausbildung haben, „sich doch noch den ‚Ausbildungs-Kick‘ zu geben“.
Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes haben in Bayern rund 297.000 junge Erwachsene zwischen 20 und 34 Jahren keine abgeschlossene Berufsausbildung und keinen Ausbildungsplatz. In Rosenheim haben laut Arbeitsagentur 61 Prozent der Arbeitslosen unter 25 Jahren keinen Berufsabschluss. Gerade diese Gruppe sollte sich nach Ansicht der IG BAU noch einmal auf dem Ausbildungsmarkt umsehen.

„Jetzt im August und September starten die Ausbildungen. Aber selbst im Oktober stellen Ausbildungsbetriebe noch ein“, erklärt Pangerl. Die IG BAU empfiehlt Interessierten, eine Berufsberatung in Anspruch zu nehmen. Als Anlaufstelle nennt die Gewerkschaft unter anderem die Jugendberufsagentur (JBA). Auch die Arbeitsagentur biete vor Ort und digital Beratung und Informationen an.

Gewerkschaft rät zu direktem Kontakt mit Betrieben

Neben der Berufsberatung empfiehlt die IG BAU, direkt auf Ausbildungsbetriebe zuzugehen. „Wer direkt nachfragt, holt oft auch etwas für sich heraus – ein Praktikum, vielleicht aber auch einen Ausbildungsplatz“, sagt Pangerl.
Bei der Suche sollten Jugendliche nach Ansicht der Gewerkschaft nicht nur auf den Ausbildungsberuf achten. Auch die Ausbildungsqualität und die Perspektiven nach dem Abschluss seien wichtig. Pangerl empfiehlt deshalb, gezielt nach Betrieben zu suchen, die fair ausbilden und bezahlen. Dazu gehörten aus Sicht der IG BAU insbesondere Unternehmen mit Tarifvertrag.
(Quelle: Pressemitteilung IG Bau / Beitragsbild: Copyright IG Bau-Florian Göricke)

MorgenINNPULS – Schon gewusst?

MorgenINNPULS – Schon gewusst?

Montag, 17. August – Guten Morgen!

Wusstest Du, dass der menschliche Körper schwaches Licht abstrahlt?
Es ist nur zu gering, um mit bloßem Auge sichtbar zu sein.
Du bist im wahrsten Sinne des Wortes „strahlend“.

Vielleicht gehst Du heute mit etwas mehr Selbstbewusstsein durch den Tag.

Wir wünschen Dir einen leuchtenden Start in den Tag! 🌞
(Quelle: Artikel Josefa Staudhammer / Beitragsbild: re)

Eisschneider am Inn, Rosenheim, 1960

Eisschneider am Inn, Rosenheim, 1960

Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in das Jahr 1960. Auf der historischen Aufnahme sehen wir Eisschneider am Inn bei Rosenheim. Und weil es in den vergangenen Tagen ziemlich heiß war, haben wir heute für unsere Zeitreise ganz bewusst ein Motiv zum innerlichen Abkühlen ausgesucht. 😉

Dicke Eisplatten aus dem Inn zu schneiden, war einst eine wichtige Arbeit für die Rosenheimer Brauereien. Das Natureis wurde gebraucht, um das Bier in den warmen Monaten zu kühlen. Voraussetzung dafür waren allerdings längere Frostperioden, in denen der Inn ausreichend stark zufror.
War die Eisdecke dick genug, rückten die Arbeiter mit Eissägen und langen Haken an. Sie lösten schwere Eisblöcke aus dem gefrorenen Fluss und zogen sie ans Ufer. Die Arbeit war nicht nur anstrengend, sondern auch gefährlich, denn die Männer mussten sich dabei auf dem gefrorenen Fluss bewegen.

Eis für den Sommer

Die großen Eisblöcke wurden anschließend in tiefen Eiskellern eingelagert. Dort sollten sie möglichst lange erhalten bleiben und konnten später zur Kühlung des untergärigen Bieres verwendet werden. Dass im Jahr 1960 am Inn noch Eis geschnitten wurde, zeigt zugleich, dass sich die Kühltechnik damals bereits in einer Übergangsphase befand. Elektrische Kältemaschinen waren längst vorhanden, doch vorhandene Eiskeller und Natureis wurden teilweise weiterhin genutzt. Gerade wenn ein Winter ausreichend Eis lieferte, konnte diese Methode eine vergleichsweise einfache Möglichkeit sein, vorhandene Kühlmöglichkeiten zu nutzen. Mit der weiteren Verbreitung moderner Kältetechnik verschwand das Eisschneiden schließlich aus dem Alltag.(Quelle: Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann – Foto Hafner / Artikel: Karin Wunsam)

30 Grad und Glühwein Spritz: Schneefräsentreffen in Kammer begeistert Besucher

30 Grad und Glühwein Spritz: Schneefräsentreffen in Kammer begeistert Besucher

Kammer / Landkreis Traunstein – Sommer und Winter passen eigentlich nicht besonders gut zusammen. In Kammer funktionierte die Kombination trotzdem erstaunlich gut. Bei rund 30 Grad trafen sich dort kürzlich die Freunde der Schneefräse, mit rund 35 Maschinen, Schneeschaufeln, Schneehexen und sogar einer Schneekanone.

Wer am Gasthaus zur Post vorbeikam, bekam einen ungewöhnlichen Anblick geboten: Zwei große aufblasbare Schneemänner begrüßten die Besucher, während auf dem Gelände Schneefräsen unterschiedlichster Baujahre aufgereiht standen. Eine davon hatte schon einiges erlebt. Eine Aebi aus dem Jahr 1977 war mit annähernd 50 Betriebsjahren die älteste noch funktionsfähige Maschine der Ausstellung.

Vom Liebhaberstück bis zur kommunalen Fräse

Für die Besucher gab es einiges zu entdecken. Neben modernen Geräten waren auch historische Schneefräsen und kommunale Maschinen vertreten. Zu jeder ausgestellten Fräse gab es ein Schild mit Informationen zu Hersteller, Herkunft und Alter. Auch Schneehexen und Schneeschaufeln durften bei der Ausstellung nicht fehlen.

Ganz winterlich ging es bei der Kleidung allerdings nicht zu. Hawaiihemden, kurze Hosen und Badelatschen passten deutlich besser zu den sommerlichen Temperaturen als Winterstiefel und dicke Jacken.

Für das passende Wintergefühl sorgte unter anderem die Skiabteilung der DJK Kammer mit einer Schneekanone. Zwei aufblasbare Schneemänner mit acht beziehungsweise zwei Metern Höhe machten das Treffen schon von weitem sichtbar.

Auch zwei Schneefräsenhändler und einige Mitglieder des MSC Ruhpolding waren dabei. Zwischen den Teilnehmern wurde über Technik, Motoren und die richtige Schneeräumung gefachsimpelt. Einige Besitzer ließen ihre Maschinen natürlich auch gleich laufen.

Glühwein bei 30 Grad

Spätestens zur Mittagszeit wurde es im Gastgarten des Gasthauses zur Post voll. Rund 150 Besucher und Teilnehmer kamen nach Einschätzung der Organisatoren über den Tag verteilt zusammen.

Kulinarisch blieb man ebenfalls dem ungewöhnlichen Motto treu. Neben Bosna und den Spezialitäten des Gasthauses gab es hausgemachte Plätzchen – und Glühwein. Für sommerliche Temperaturen hatten die Organisatoren allerdings eine eigene Lösung gefunden: den „Glühwein Spritz“.

„Uns ist aufgefallen, dass Schneefräsen eigentlich im Sommer auch mal bewegt werden müssen – und schon war die Idee geboren“, erklärt Andreas Haitzer vom Organisationsteam.
Was zunächst als spontane Idee gedacht war, wurde damit zu einem gelungenen ersten Treffen. Am Ende waren sich Organisatoren und Besucher einig: Für ein bisschen Winterstimmung braucht es offenbar weder Schnee noch Minusgrade.

Eine Neuauflage des Schneefräsentreffens in Kammer ist bereits für das kommende Jahr geplant. Dann dürfen die Maschinen wiederkommen, ob bei 30 Grad oder vielleicht tatsächlich einmal bei winterlichen Temperaturen.
(Quelle: Pressemitteilung Traunstein, Hubert Hobmaier / Beitragsbild, Fotos: Copyright Andreas Haitzer, Michael Strohhammer)

Trockenheit belastet Bayerns Land- und Forstwirtschaft

Trockenheit belastet Bayerns Land- und Forstwirtschaft

München / Bayern – Anhaltende Trockenheit und hohe Temperaturen belasten nach Angaben des Bayerischen Bauernverbands (BBV) derzeit viele land- und forstwirtschaftliche Betriebe in Bayern. Besonders betroffen seien Grünland, Tierhaltung und verschiedene Ackerkulturen. Der Verband fordert unter anderem, die im Koalitionsvertrag vereinbarte steuerfreie Risikoausgleichsrücklage umzusetzen.

Wie stark die Auswirkungen inzwischen sind, zeigt laut BBV eine aktuelle Umfrage unter Landwirten. Demnach bewerten nur 21 Prozent der teilnehmenden Betriebe ihre Grünlandflächen noch mit gut oder ausreichend. Knapp 80 Prozent geben ihren Flächen dagegen die Note mangelhaft oder ungenügend.
Nach Angaben des Verbands ist vielerorts der dritte Schnitt nach bereits schwächeren ersten beiden Schnitten ausgefallen. Fast 40 Prozent der befragten Landwirte gaben an, bereits Futter zukaufen zu müssen. In der Oberpfalz sei es mehr als jeder zweite Betrieb.

Das setzt vor allem Tierhalter unter Druck. Weidetiere müssten teilweise bereits zusätzlich gefüttert werden. Gleichzeitig fehle Futter, das normalerweise für den Winter eingelagert werde. Auch Zwischenfrüchte würden aufgrund der trockenen Böden teilweise nicht aufgehen. Einige Betriebe planten deshalb bereits ihre Futterversorgung bis Mitte 2027 und prüften nach Angaben des BBV gegebenenfalls auch Anpassungen bei den Tierbeständen.

Auch auf den Äckern zeigen sich Auswirkungen

Auch bei den Ackerkulturen zeigt sich nach Angaben des Bauernverbands die Entwicklung. Die Ernte der meisten Kulturen sei in diesem Jahr drei bis örtlich vier Wochen früher beendet worden als in den vergangenen Jahren.

Beim Winterweizen lagen die Erträge laut BBV in allen bayerischen Bezirken mit Ausnahme Schwabens unter dem Durchschnitt. Bayernweit wurden demnach in den vergangenen Jahren 73 bis 75 Dezitonnen pro Hektar geerntet, heuer seien es durchschnittlich 65 Dezitonnen gewesen. In Mittelfranken lag der Durchschnitt bei rund 58 Dezitonnen pro Hektar. Auch beim Raps meldet der Verband geringere Erträge. Der bayerische Durchschnitt liegt seinen Angaben zufolge derzeit bei rund 32 Dezitonnen pro Hektar, nach etwa 37,5 Dezitonnen in den vergangenen Jahren.

Besonders deutlich seien die Auswirkungen beim Mais. Der BBV berichtet von trockengestressten Beständen und teilweise deutlich geringeren Wuchshöhen. 44 Prozent der befragten Landwirte bewerteten ihre Maisbestände mit mangelhaft oder ungenügend. Im Norden Bayerns werde Mais nach Angaben des Verbands teilweise bereits geerntet. Dort seien Ernteausfälle von 50 Prozent und mehr möglich.

Für Kartoffeln und Zuckerrüben, die erst im Herbst geerntet werden, bleibe die weitere Entwicklung abzuwarten. Bei Kartoffeln seien nach Einschätzung des BBV geringere Knollengrößen sowie Ertrags- und Qualitätseinbußen möglich. Zuckerrüben könnten Trockenphasen aufgrund ihrer tiefen Wurzeln zwar länger überstehen, stellten bei anhaltendem Wassermangel aber ihr Wachstum ein.

Auch Sonderkulturen betroffen

Auch bei Obst, Gemüse, Wein und Hopfen sei die Wasserversorgung nach Angaben des BBV vielerorts weiterhin ein Thema. Wo möglich, müssten Bestände bedarfsgerecht bewässert werden. Gleichzeitig belasteten hohe Temperaturen und starke Sonneneinstrahlung die Pflanzen. Für eine weitere Entwicklung der Kulturen seien nach Einschätzung des Verbands in den kommenden Wochen ausreichend Niederschläge und etwas niedrigere Temperaturen wichtig.

Um die wirtschaftlichen Folgen von Ertragsschwankungen besser abfedern zu können, fordert der Bayerische Bauernverband die Umsetzung der im Koalitionsvertrag vorgesehenen steuerfreien Risikoausgleichsrücklage. Der Verband sieht darin ein Instrument, mit dem land- und forstwirtschaftliche Betriebe für Jahre mit besonders niedrigen Erträgen vorsorgen könnten.
(Quelle: Pressemitteilung Bayerischer Bauernverband / Beitragsbild: Symbolfoto re) 

BDS Bayern fordert Änderungen am Aktionsplan gegen Steuer- und Finanzkriminalität

BDS Bayern fordert Änderungen am Aktionsplan gegen Steuer- und Finanzkriminalität

München / Bayern – Der Bund der Selbständigen Bayern (BDS Bayern) fordert Änderungen am Aktionsplan gegen Steuer- und Finanzkriminalität. Nach Ansicht des Verbands sollten alle 26 darin vorgesehenen Maßnahmen vorab auf Kosten, Bürokratieaufwand und Auswirkungen auf kleine und mittlere Unternehmen (KMU) geprüft werden.

Der Aktionsplan wurde Mitte Juli vorgestellt. Der BDS Bayern kritisiert, dass aus seiner Sicht zahlreiche neue Pflichten unabhängig von der Größe eines Unternehmens gelten sollen. Als Beispiele nennt der Verband eine Registrierkassenpflicht, Echtzeitmeldungen bei der Umsatzsteuer und eine Aufbewahrungsfrist von 15 Jahren. Gabriele Sehorz, Präsidentin des BDS Bayern, erklärt dazu: „Wer eigenes Kapital riskiert, persönlich haftet und Arbeitsplätze schafft, wird zuerst zum potenziellen Kriminellen gemacht. Die große Mehrheit unserer Betriebe arbeitet ehrlich. Sie hat es nicht verdient, dass der eigene Staat sie unter Generalverdacht stellt.“
Die Bekämpfung von Steuerhinterziehung unterstütze der Verband nach eigenen Angaben ausdrücklich. Sehorz sagt: „Wer bewusst betrügt, muss verfolgt werden. Aber die Maßnahmen müssen die Täter treffen, nicht Millionen ehrliche Unternehmen.“

Verband fordert weniger Pflichten für kleine Betriebe

Nach Angaben des BDS Bayern sieht der Aktionsplan für steuerehrliche Unternehmen weniger intensive Kontrollen vor. Dieses Versprechen beziehe sich nach Darstellung des Verbands allerdings auf die Prüfung von Großunternehmen und Konzernstrukturen. Viele der geplanten Anforderungen würden dagegen unabhängig von Umsatz oder Unternehmensgröße gelten. Gerade für kleine Betriebe sei zusätzlicher Verwaltungsaufwand besonders problematisch, argumentiert der BDS Bayern. Dort gebe es in der Regel keine eigenen Abteilungen für Compliance und Verwaltung. Neue Pflichten müssten deshalb unmittelbar von den Unternehmern selbst erfüllt werden.

Konkret fordert der Verband unter anderem eine Verkürzung der Aufbewahrungsfrist von 15 auf acht Jahre, den Verzicht auf zusätzliche Echtzeitmeldungen sowie eine Registrierkassenpflicht erst ab einem Jahresumsatz von 800.000 Euro. Außerdem spricht sich der BDS Bayern für den Erhalt der Straffreiheit bei einer Selbstanzeige und gegen ein öffentliches Register sanktionierter Unternehmen aus.

Kritik an geplantem Register

Georg Büchele, Landesschatzmeister des BDS Bayern, kritisiert insbesondere die mögliche öffentliche Veröffentlichung sanktionierter Unternehmen: „Ein öffentlicher Pranger gehört ins Mittelalter, nicht in einen modernen Rechtsstaat. Über Schuld und Strafe entscheiden Gerichte. Ein zusätzlicher Eintrag trifft auch Beschäftigte, Familien und spätere Eigentümer, die mit der Tat nichts zu tun hatten.“
(Quelle: Pressemitteilung Bund des Selbständigen Bayern / Beitragsbild: Symbolfoto re)

TSSV 1860 Rosenheim holt Punkt bei der SpVgg Landshut

TSSV 1860 Rosenheim holt Punkt bei der SpVgg Landshut

Rosenheim – Der TSV 1860 Rosenheim hat am 4. Spieltag der Bayernliga Süd einen Punkt bei der SpVgg Landshut geholt. Die Partie endete am Samstag (15. August) mit 1:1 (0:0).

In einer intensiven Begegnung waren die Rosenheimer in der ersten Halbzeit zunächst das etwas gefährlichere Team. Vor allem mit Distanzschüssen sorgten sie immer wieder für Gefahr. Die beste Möglichkeit hatte Edis Muhameti, dessen Kopfball vom Landshuter Torhüter stark pariert wurde.
Nach der Pause übernahm zunächst die SpVgg Landshut die Spielkontrolle. Der Führungstreffer gelang trotzdem den Rosenheimern: Nach einem schnellen Konter setzte Liam Markulin Edis Muhameti in Szene, der zum 1:0 einschob.

Die Gastgeber erhöhten anschließend den Druck und kamen in der 64. Minute nach einer Freistoßflanke zum Ausgleich. In der Folge wurde es für den TSV 1860 noch einmal eng. Michael Summerer musste in höchster Not einen Ball von der Linie kratzen.
Anschließend bekamen die Rosenheimer die Partie wieder besser in den Griff. In der Schlussphase ergab sich sogar noch die Chance auf den Sieg. Nach einer Ecke kam Marcel Martens zum Abschluss, sein Schuss wurde jedoch im letzten Moment geblockt.

So blieb es nach 90 intensiven Minuten beim 1:1. Für den TSV 1860 Rosenheim ist es der dritte Punkt in der noch jungen Bayernliga-Saison.
(Quelle: Pressemitteilung TSV 1860 Rosenheim / Beitragsbild: Copyright TSV 1860 Rosenheim)

„Tiefer bedeutet nicht mehr Wasser“: LBV warnt vor weiteren Flussvertiefungen

„Tiefer bedeutet nicht mehr Wasser“: LBV warnt vor weiteren Flussvertiefungen

Hilpoltstein / Bayern – Angesichts zunehmender Niedrigwasserprobleme in der Donau und anderen Flüssen warnt der Landesbund für Vogel- und Naturschutz (LBV) davor, Fahrrinnen für die Schifffahrt weiter zu vertiefen. Aus Sicht des bayerischen Naturschutzverbands bekämpfen solche Maßnahmen lediglich die Folgen niedriger Wasserstände und können zugleich ökologische Probleme verschärfen. Stattdessen fordert der LBV, die natürliche Widerstandsfähigkeit der Flüsse zu stärken.

Am Mittwoch (12. August) beraten die Verkehrsministerinnen und Verkehrsminister erneut über die Folgen niedriger Wasserstände. Medienberichten zufolge geht es dabei auch um weitere Maßnahmen zum Ausbau der Wasserstraßen. Im Raum stehen unter anderem punktuelle Vertiefungen von Fahrrinnen, damit Schiffe auch bei niedrigen Pegeln fahren können. Der LBV hält diesen Ansatz für problematisch. Geschäftsführer Helmut Beran kritisiert, dass damit aus seiner Sicht nicht die eigentlichen Ursachen der zunehmenden Niedrigwasserprobleme angegangen würden.

„Die Verkehrsminister reden über Symptombekämpfung, statt die eigentliche Ursache anzugehen. Die Klimakrise verändert unsere Flüsse – und darauf muss sich die Schifffahrt einstellen. Die Schiffe müssen an die Wasserstraßen angepasst werden, nicht umgekehrt. Wer jetzt Milliarden in weitere Vertiefungen steckt, riskiert ein Fass ohne Boden: Die Bauprojekte dauern viele Jahre, während Extremwetter und sinkende Wasserstände den technischen Lösungen längst davonlaufen. Tiefer bedeutet nicht mehr Wasser in den Flüssen“, sagt Beran.

Mögliche Folgen für Flüsse und Grundwasser

Nach Einschätzung des LBV stehen Flüsse und ihre Lebensgemeinschaften bereits heute unter großem Druck. Eine weitere Vertiefung von Fahrrinnen könne die ökologischen Probleme verstärken.
Werde die Strömung auf eine kleinere Rinne konzentriert, könne dies laut LBV die Tiefenerosion verstärken und zu einer weiteren Eintiefung des Flussbetts führen. Dadurch könnten Grundwasserstände sinken und Probleme für die Landwirtschaft entstehen. Auch die Verbindung zwischen Fluss und Auen könne sich weiter verschlechtern. Lebensräume im und am Fluss würden dadurch zusätzlich belastet. Zudem sieht der Naturschutzverband mögliche Konflikte mit den Zielen der europäischen Wasserrahmenrichtlinie, insbesondere mit dem dort verankerten Verschlechterungsverbot.

LBV setzt auf mehr Raum für Flüsse

Statt Flüsse technisch weiter an die Anforderungen der Schifffahrt anzupassen, fordert der LBV mehr natürliche Wasserspeicher. Renaturierungen, die Wiederanbindung von Auen sowie der Schutz von Mooren könnten dazu beitragen, Wasser länger in der Landschaft zu halten. „Wir müssen die jahrzehntelange Entwässerung unserer Landschaften rückgängig machen und können zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Wer Flüssen mehr Raum gibt, stärkt die Widerstandsfähigkeit unserer Landschaften gegenüber Dürre und Hochwasser. Intakte Ökosysteme wirken hierbei wie ein Schwamm: Sie halten Wasser in der Landschaft zurück und geben es in Trockenzeiten langsam wieder ab. Davon profitieren sowohl die Natur als auch die Schifffahrt“, so Beran.

Darüber hinaus fordert der LBV Lösungen für Schifffahrt, Industrie und Handel, die auch bei niedrigen Wasserständen funktionieren. Als Beispiele nennt der Verband zusätzliche umweltschonende Transportmöglichkeiten auf der Schiene, eine ausreichende Förderung für niedrigwassergeeignete Schiffe und zusätzliche Lagerkapazitäten.
(Quelle: Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern e. V. / Beitragsbild: Symbolfoto re)