Rosenheim: Tiefkühlhuhn im Rucksack – Polizei ermittelt wegen Ladendiebstahls

Rosenheim: Tiefkühlhuhn im Rucksack – Polizei ermittelt wegen Ladendiebstahls

Rosenheim – Mit einem Tiefkühlhuhn im Rucksack wollte ein 36-jähriger Mann aus Bad Aibling am Mittwochabend (12.8.2026) einen Supermarkt in der Ruedorfferstraße in Rosenheim  verlassen, ohne die Ware zu bezahlen. Das Personal bemerkte den mutmaßlichen Ladendiebstahl und verständigte die Polizei.

Der Vorfall ereignete sich nach Angaben der Polizei am 12. August gegen 19.30 Uhr. Der Mann nahm das rund 10 Euro teure Huhn aus der Gefriertruhe, steckte es in seinen Rucksack und ging anschließend durch den Kassenbereich.
Das Personal sprach den Mann daraufhin an und bat ihn in ein Büro. Die alarmierten Beamten der Rosenheimer Polizei leiteten gegen den 36-Jährigen ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Ladendiebstahls ein                        (Quelle: Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto: re)

Sonnenfinsternis über Rosenheim: Zwischen Gänsehaut und Soap-Opera

Sonnenfinsternis über Rosenheim: Zwischen Gänsehaut und Soap-Opera

Rosenheim – Die Sonnenfinsternis von 1999 ist mir bis heute in Erinnerung geblieben: Es wurde plötzlich dunkel, die Vögel verstummten und irgendwie fühlte sich alles ein wenig unheimlich an. 27 Jahre später habe ich die nächste große Sonnenfinsternis über Rosenheim ganz anders erlebt. Ein persönlicher Rückblick auf zwei Himmelsspektakel – und die Frage, ob ich gestern vielleicht doch etwas versäumt habe.

Und langsam schob sich der Mond vor die Sonne….Fotos: Josefa Staudhammer

Ich erinnere mich noch ganz genau an den 11. August 1999. Damals zog eine totale Sonnenfinsternis über Mitteleuropa hinweg. Mein erster Sohn war gerade einmal eineinhalb Jahre alt. Interessanterweise erinnert auch er sich noch an dieses Erlebnis. Angesichts seines zarten Alters zeigt das wohl ganz gut, dass dieser Tag etwas Besonderes war.

Das Maximum der Sonnenfinsternis wurde damals zur Mittagszeit erreicht. Die ganze Familie war in unserem Garten zusammengekommen und blickte gespannt zum Himmel. Rosenheim lag östlich beziehungsweise außerhalb der Totalitätszone, die Sonne wurde hier also auch damals nicht vollständig verdeckt. Trotzdem habe ich jetzt beim Schreiben sofort wieder das Bild vor Augen, wie es schlagartig dunkel wurde und sich die Stimmung um mich herum spürbar veränderte. Ein bisschen unheimlich empfand ich es damals tatsächlich auch.

„Die Vögel verstummten. Mir wurde kalt.“

Dass dieses Gefühl nicht nur mir in Erinnerung geblieben ist, zeigte sich auch gestern. Einige Leser haben ihre Erlebnisse mit uns geteilt. „Die Vögel verstummten. Mir wurde kalt. Ich empfand es als unheimlich“, schrieb uns eine Leserin.
Vielleicht erklärt dieses Gefühl ein Stück weit, warum Sonnenfinsternisse in verschiedenen Kulturen seit Jahrhunderten mit Ehrfurcht, besonderen Ritualen oder auch Furcht verbunden sind. Denn selbst wenn man genau weiß, was astronomisch gerade passiert, ist es doch etwas anderes, wenn der Himmel plötzlich sein gewohntes Gesicht verändert.

Und so stelle ich mir vor, dass Menschen, die einer Sonnenfinsternis traditionell mit besonderem Respekt begegnen, gestern durchaus gestaunt haben dürften, wie sich andernorts die Menschen in Massen versammelten, um mit speziellen Brillen gebannt zum Himmel zu schauen. Auf dem Olympiaberg in München beispielsweise kamen zahlreiche Menschen zusammen, um das Himmelsspektakel gemeinsam zu erleben.

1999 war die Aufregung größer

Ich muss allerdings sagen: Den Hype rund um die Sonnenfinsternis habe ich diesmal nicht ganz so ausgeprägt empfunden wie 1999. Damals war das Ereignis schon Wochen, wenn nicht Monate vorher eines der beherrschenden Themen in den Medien. Sonnenfinsternisbrillen wurden gefühlt überall angeboten und waren schon lange vor dem großen Tag Gesprächsthema.

Vielleicht lag es daran, dass diesmal bei uns „nur“ rund 90 Prozent der Sonne bedeckt wurden. Auf alle Fälle blieb die große Aufregung zumindest bei uns in Rosenheim lange Zeit aus – bis dann am gestrigen Mittwoch, wenige Stunden vor dem Himmelsspektakel, doch noch der Run auf die letzten verbliebenen Brillen einsetzte, wie wir berichtet haben.

Bei uns war das wichtigste Accessoire glücklicherweise kein Problem. Wir hatten tatsächlich noch Sonnenfinsternisbrillen von 1999. Die haben wir all die Jahre als Souvenir aufbewahrt. Auch das sagt eigentlich schon viel darüber aus, wie außergewöhnlich wir dieses Himmelsspektakel damals empfunden hatten. Nach einiger Suche fanden wir die alten Erinnerungsstücke tatsächlich noch in einer Schublade.

Diesmal war der Blick zum Himmel schwieriger

Eher schwierig gestaltete sich dagegen die Platzsuche. Die Bäume in unserem Umfeld sind seit 1999 doch um einiges gewachsen.
Von unserer Dachterrasse aus erhaschte ich zunächst noch einen guten Blick auf die „angeknabberte“ Sonne. Doch schon bald verschwand sie langsam hinter den Bäumen.

Andere aus der Familie hatten sich deshalb einen besseren Aussichtspunkt gesucht, um das Ereignis bei uns auf Innpuls.me auch für diejenigen im Bild festzuhalten, die es gestern nicht selbst live miterleben konnten.
Ich selbst überlegte kurz, ob ich mich ihnen anschließen sollte. Aber da es gerade so gemütlich mit meinen Katzen auf der Terrasse war, blieb ich und genoss die letzten Strahlen des Sonnenuntergangs. Und dabei fiel mir etwas auf.

Pool, Grill und Soap statt Himmelsspektakel

Der große Hype blieb zumindest in meiner Nachbarschaft erstaunlich aus. Kinder planschten weiter ausgelassen im Pool. Andere grillten, chillten oder saßen schon beim Fernsehen.

Soap-Opera statt Himmelsspektakel.

Von der besonderen Stimmung, die ich 1999 erlebt hatte, war jedenfalls wenig zu spüren. Keine plötzlich einsetzende Stille, keine Dunkelheit, kein unheimliches Gefühl. Das Leben ging einfach weiter, während sich am Himmel die Sonne langsam verabschiedete. Habe ich oder haben all die anderen, die gestern lieber gemütlich zu Hause geblieben sind, also etwas versäumt?

Nun ja. Die nächste totale Sonnenfinsternis kommt am 3. September 2081. In Norddeutschland muss man sogar bis zum 7. Oktober 2135 warten. So gesehen: vielleicht schon.

Aber ehrlich gesagt ist es mir trotz allen wissenschaftlichen Wissens und aller Erklärungen dann doch lieber, wenn die Sonne wie gewohnt langsam der Nacht weicht – und nicht plötzlich die Welt, wenn auch nur für kurze Zeit, aus heiterem Himmel in Dunkelheit versinkt.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild, Foto: Josefa Staudhammer)

BRK bietet neue Präventionskurse in Rosenheim und Bad Aibling an

BRK bietet neue Präventionskurse in Rosenheim und Bad Aibling an

Bad Aibling / Rosenheim – Das Bayerische Rote Kreuz Rosenheim startet im September mit neuen Präventionskursen. Angeboten werden ein Funktionelles Training in Rosenheim und ein Rückentraining in Bad Aibling. Die Kurse werden von einer qualifizierten Physiotherapeutin durchgeführt.

Beim Funktionellen Training stehen Kräftigungsübungen für alle Muskelgruppen mit dem eigenen Körpergewicht im Mittelpunkt. Das Rückentraining soll dabei helfen, Rückenschmerzen vorzubeugen sowie die entsprechenden Muskelgruppen zu kräftigen und zu mobilisieren. Die Übungen können auch bei bereits bestehenden Rückenbeschwerden hilfreich sein.

Funktionelles Training – Rosenheim

  • 8 Termine
  • Ort: BRK-Kreisgeschäftsstelle, Tegernseestraße 5
  • Wann: dienstags, 18.45 bis 19.45 Uhr
  • Zeitraum: 22. September bis 1. Dezember 2026
  • Entfällt: 13. und 20. Oktober sowie 3. November

Rückentraining – Bad Aibling

  • 8 Termine
  • Ort: BRK-Haus, Kolbermoorer Straße 14
  • Wann: donnerstags, 16.15 bis 17.15 Uhr
  • Zeitraum: 24. September bis 3. Dezember 2026
  • Entfällt: 15. und 22. Oktober sowie 5. November

Die Teilnahme kostet jeweils 128 Euro. Anmeldungen sind ab sofort über die BRK-Kursseite oder telefonisch unter 08031/3019-53 möglich. 
(Quelle: Pressemitteilung BRK Kreisverband Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

MorgenINNPULS – Schon gewusst?

MorgenINNPULS – Schon gewusst?

Donnerstag, 13. August – Guten Morgen!

Wusstest Du, dass sich in manchen Wüsten Steine scheinbar von selbst bewegen?
Durch eine Kombination aus Eis, Wind und Wasser entstehen wandernde Spuren.
Auch scheinbar Unbewegliches kann sich verändern.

Vielleicht glaubst Du heute mehr an Veränderung.

Wir wünschen Dir einen bewegten Start in den Tag! 🌞
(Quelle: Artikel Josefa Staudhammer / Beitragsbild: Josefa Staudhammer)

Brand in Maschinenhalle in Bad Endorf: Landwirtschaftliche Geräte  zerstört

Brand in Maschinenhalle in Bad Endorf: Landwirtschaftliche Geräte zerstört

Bad Endorf / Landkreis Rosenheim – In der Nacht auf Mittwoch (12. August) ist im Bad Endorfer Ortsteil Ströbing eine Maschinenhalle in Brand geraten. In der Halle standen unter anderem landwirtschaftliche Geräte, Anhänger und Heu. Die Halle und Teile der darin gelagerten Ausstattung wurden durch das Feuer zerstört. Verletzt wurde niemand. Der entstandene Schaden liegt nach ersten Angaben im mittleren fünfstelligen Bereich.

Gegen 0.20 Uhr gingen bei der Integrierten Leitstelle und der Polizei erste Meldungen über den Brand ein. Als die Einsatzkräfte eintrafen, stand die Halle bereits in Flammen.

Rund 120 Feuerwehrleute im Einsatz

Rund 120 Einsatzkräfte der umliegenden Feuerwehren kämpften gegen das Feuer. Insgesamt waren nach Angaben des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd elf Freiwillige Feuerwehren mit 122 Einsatzkräften vor Ort.
Ein Übergreifen der Flammen auf die Umgebung konnte verhindert werden. Außerdem waren vier Rettungsdienstbesatzungen, das Technische Hilfswerk sowie Beamte der Polizeiinspektion Prien am Chiemsee und des Kriminaldauerdienstes der Kriminalpolizei Rosenheim im Einsatz.

Die ersten Maßnahmen übernahm die örtlich zuständige Polizeiinspektion Prien am Chiemsee. Anschließend übernahm der Kriminaldauerdienst die weiteren Untersuchungen für die Kriminalpolizeiinspektion Rosenheim. Zur Ursache des Brandes gibt es derzeit noch keine Erkenntnisse. Die Ermittlungen dazu laufen.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Rosenheimer Herbstfest: Bier wird teurer – Fahrpreise bleiben stabil

Rosenheimer Herbstfest: Bier wird teurer – Fahrpreise bleiben stabil

Rosenheim – Wie tief müssen Besucher beim Rosenheimer Herbstfest 2026 in die Tasche greifen? Eine wichtige Antwort gibt es seit dem heutigen Mittwoch (12.8.2026): Die Maß Bier wird teurer, bei den Fahrgeschäften bleiben die Preise dagegen unverändert. Auch bei den Speisen zeichnen sich nach Angaben des Wirtschaftlichen Verbandes keine großen Preissprünge ab.

Die Maß kostet heuer bis zu 13,60 Euro

In der AuerBräu-Festhalle kostet die Maß Bier beim diesjährigen Herbstfest 13,40 Euro. Damit steigt der Preis gegenüber 2025 um 60 Cent. Im vergangenen Jahr waren es noch 12,80 Euro. Im Flötzinger Festzelt kostet die Maß heuer 13,60 Euro. 2025 waren es 13,10 Euro. Hier beträgt der Aufschlag also 50 Cent.

Damit liegt die Preissteigerung in diesem Jahr bei rund 4,7 Prozent bei AuerBräu und rund 3,8 Prozent bei Flötzinger. Ein Blick zurück zeigt, dass die Bierpreise auf der Rosenheimer Wiesn in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen sind. In der AuerBräu-Festhalle kostete die Maß 2024 noch 12,60 Euro. Bis 2026 sind es damit 80 Cent mehr. Im Flötzinger Festzelt ging es im gleichen Zeitraum von 12,70 Euro auf 13,60 Euro – ein Plus von 90 Cent.

Rosenheim bleibt unter Münchner Preisniveau

Trotz des Anstiegs bleibt das Bier auf dem Rosenheimer Herbstfest deutlich günstiger als auf dem Münchner Oktoberfest. Dort kostet eine Maß Festbier 2026 zwischen 14,80 und 15,90 Euro. Der offizielle Preisvergleich der Stadt München nennt für die Preisspanne eine durchschnittliche Steigerung von 2,38 Prozent gegenüber 2025. Selbst die günstigste Münchner Maß kostet damit noch 1,20 Euro mehr als in der AuerBräu-Festhalle in Rosenheim. Zur teuersten Maß auf dem Oktoberfest beträgt der Unterschied sogar 2,50 Euro.

Fahrgeschäfte bleiben bei 2 bis 4 Euro

Eine gute Nachricht für Familien und alle, die auf der Loretowiese mehrere Fahrgeschäfte ausprobieren möchten: Bei den Fahrpreisen soll sich im Vergleich zum vergangenen Jahr nichts ändern. Nach Angaben von Klaus Hertreiter vom Wirtschaftlichen Verband liegen die Preise erneut zwischen 2 und 4 Euro. „Das ist bundesweit einmalig. Wahrscheinlich sogar europaweit“, sagte Hertreiter beim heutigen Pressegespräch im Glückshafen.

Weiterer Lesestoff passend zum Thema: 

Gerade im Hinblick auf das diesjährige Fahrgeschäftsangebot mit zahlreichen Klassikern und Rückkehrern dürfte das für Besucher interessant sein.

Bei den Speisen keine großen Sprünge erwartet

Auch bei den Essenspreisen sieht Hertreiter keine außergewöhnlichen Veränderungen. „Was ich bereits gesehen habe, verändert sich im Vergleich zum vergangenen Jahr nicht viel“, sagte er. Das bedeutet nicht, dass jede einzelne Speise exakt zum Vorjahrespreis angeboten wird. Nach seiner Einschätzung ist aber nicht mit einer generellen starken Verteuerung der Speisekarten zu rechnen.

Damit zeichnet sich für das Rosenheimer Herbstfest 2026 ein gemischtes Bild ab: Die Maß wird etwas teurer, die Fahrpreise bleiben stabil und bei den Speisen soll sich im Vergleich zum vergangenen Jahr insgesamt nicht allzu viel verändern.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Sonnenfinsternis sorgt in Rosenheim für Ausnahmezustand: Schutzbrillen ausverkauft

Sonnenfinsternis sorgt in Rosenheim für Ausnahmezustand: Schutzbrillen ausverkauft

Rosenheim – Heute Abend (12. August)  wird es am Rosenheimer Himmel spannend: Der Mond schiebt sich vor die Sonne und bedeckt sie zeitweise zu mehr als 90 Prozent. Doch bevor das Himmelsspektakel überhaupt beginnt, hat es in der Stadt bereits für einen kleinen Ausnahmezustand gesorgt. Bei den meisten Optikern sind Sonnenfinsternisbrillen inzwischen ausverkauft, auch an vielen anderen Verkaufsstellen sind sie kaum noch zu bekommen. Ein Rosenheimer Optiker hat wegen der zahlreichen Nachfragen sogar seinen Anrufbeantworter aktiviert.

2.000 Brillen nachbestellt – und alle weg

Wie groß das Interesse ist, zeigt das Beispiel eines Rosenheimer Optikers: Dort bildeten sich am heutigen Vormittag lange Schlangen. Wegen der großen Nachfrage bestellte das Geschäft zunächst noch einmal 1.000 Sonnenfinsternisbrillen nach. Danach wurde eine weitere Bestellung über 1.000 Stück aufgegeben. Mittlerweile sind auch diese komplett verkauft. Der Optiker spricht auf seinem Anrufbeantworter selbst von einem „Ausnahmezustand“. Weil die vielen Nachfragen kaum noch zu bewältigen seien, werden Anrufe deshalb derzeit nicht mehr persönlich entgegengenommen.

Auch bei anderen Verkaufsstellen in Rosenheim sind die speziellen Brillen nach unseren Informationen inzwischen kaum noch oder gar nicht mehr zu bekommen. Die gute Nachricht: Wer heute leer ausgegangen ist, muss deshalb nicht gleich auf das Himmelsspektakel verzichten.

So lässt sich die Sonnenfinsternis trotzdem sicher beobachten

Eine Möglichkeit ist die Sternwarte der Technischen Hochschule Rosenheim. Sie öffnet am heutigen Mittwoch, 12. August, trotz Sommerpause ab 19 Uhr. Dort stehen zertifizierte Sonnenfinsternisbrillen zur Verfügung. Außerdem können die Teleskope der Hochschule mit geeigneten Sonnenfiltern eingesetzt werden. Damit lassen sich unter anderem Sonnenflecken und die Mondberge am Rand der Sonnenscheibe beobachten.

Wer die Sonnenfinsternis lieber selbst und ohne Sonnenfinsternisbrille beobachten möchte, kann das auch indirekt tun. Eine einfache Möglichkeit ist eine sogenannte Lochkamera beziehungsweise Lochprojektion: Dabei wird das Bild der Sonne durch ein kleines Loch auf eine Fläche projiziert. Wichtig ist, dass dabei nicht direkt durch das Loch in die Sonne geschaut wird.

Was man dagegen keinesfalls machen sollte: einfach eine normale Sonnenbrille aufsetzen. Auch sehr dunkle Sonnenbrillen schützen die Augen nicht ausreichend. Ebenso gefährlich sind selbst gebastelte Filter, berußte Gläser oder ähnliche Improvisationen. Auch Ferngläser, Teleskope oder Kameras dürfen niemals ohne einen dafür geeigneten Sonnenfilter auf die Sonne gerichtet werden.

Wann ist die Sonnenfinsternis über Rosenheim zu sehen?

In Rosenheim beginnt die partielle Sonnenfinsternis um 19.23 Uhr. Um 20.16 Uhr wird das Maximum erreicht. Dann sind rund 90,6 Prozent der Sonnenscheibe bedeckt – am Himmel bleibt nur noch eine schmale Sonnensichel.
Viel Zeit bleibt danach nicht mehr: Um 20.29 Uhr geht die Sonne in Rosenheim bereits unter. Zu diesem Zeitpunkt ist sie noch zu rund 80 Prozent bedeckt. Das rechnerische Ende der Finsternis ist von Rosenheim aus deshalb nicht mehr zu sehen.

Wer die Finsternis beobachten möchte, braucht deshalb vor allem einen freien Blick zum westlichen bis nordwestlichen Horizont. Gerade weil die Sonne beim Maximum sehr tief steht, können Häuser, Bäume oder andere Hindernisse schnell die Sicht versperren.

Auf der Sternwarte geht der Abend weiter

Auch nach dem Sonnenuntergang ist auf der Rosenheimer Sternwarte noch nicht Schluss. Ab 21 Uhr beginnt dort die „Lange Nacht der Astronomie“. Dann richtet sich der Blick nicht mehr auf die Sonne, sondern auf den Abend- und Nachthimmel. Geplant sind unter anderem Beobachtungen der Venus, von Sternhaufen und Doppelsternen sowie Erklärungen zu den Sternbildern. Und mit etwas Glück gibt es später auch noch Sternschnuppen zu sehen. Das Maximum der Perseiden wird allerdings erst in der zweiten Nachthälfte erwartet.

Die Sonnenfinsternis am 12. August ist weltweit sogar eine totale Sonnenfinsternis. Der Bereich der Totalität zieht unter anderem über Island und Spanien. In Rosenheim ist dagegen nur die partielle Phase zu sehen – allerdings mit einem sehr hohen Bedeckungsgrad von rund 90 Prozent.

Für alle, die heute vergeblich nach einer Sonnenfinsternisbrille gesucht haben, gilt deshalb: Nicht improvisieren. Entweder die Finsternis indirekt mit einer Projektion beobachten – oder zur Sternwarte der TH Rosenheim kommen. Dort kann das Himmelsspektakel mit geeignetem Sonnenschutz und fachkundiger Begleitung verfolgt werden.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Josefa Staudhammer) 

Rotor, Froschflug und Co: Auf dem Rosenheimer Herbstfest lebt heuer die Tradition auf

Rotor, Froschflug und Co: Auf dem Rosenheimer Herbstfest lebt heuer die Tradition auf

Rosenheim – Am Samstag, 29. August, beginnt das Rosenheimer Herbstfest 2026. Bei den Fahrgeschäften setzt der Wirtschaftliche Verband als Veranstalter heuer besonders auf Bekanntes: Mehrere Klassiker kehren auf die Loretowiese zurück oder präsentieren sich in neuer Aufmachung. Allen voran sorgt der „Rotor“ für nostalgische Gefühle. Eigentlich sollte das Kult-Fahrgeschäft schon im vergangenen Jahr nach langer Pause wieder nach Rosenheim kommen – doch ein Unfall bei der Anreise machte den Plan zunichte.

Der Rotor kommt zurück

Nun klappt es tatsächlich: Der „Rotor“ kommt wieder zum Rosenheimer Herbstfest. Für viele, vor allem ältere Rosenheimer, dürfte damit auch ein Stück persönliche Herbstfest-Erinnerung zurückkehren.

Der Ablauf des Kult-Fahrgeschäfts ist dabei bis heute ungewöhnlich: Die Besucher stellen sich mit dem Rücken an die Innenwand einer großen, aufrecht stehenden Trommel. Diese beginnt sich zu drehen. Durch die dabei entstehende Fliehkraft werden die Fahrgäste so stark gegen die Wand gedrückt, dass sie dort haften bleiben. Dann senkt sich der Boden unter ihren Füßen ab – und die Menschen scheinen plötzlich frei an der Wand zu schweben.
Auch für Zuschauer ist das Spektakel interessant, denn der Rotor war von jeher Fahrgeschäft und Show zugleich. Von oben lässt sich beobachten, wie die Fahrgäste in der rotierenden Trommel ordentlich durchgeschüttelt werden.

Die Geschichte des Rotors reicht weit zurück. Der Ingenieur Ernst Walter Hoffmeister meldete die Anlage 1948 zum Patent an. 1949 feierte der erste „Rotor“ seine Premiere auf dem Münchner Oktoberfest.

Für Rosenheim war die Rückkehr eigentlich schon für das Herbstfest 2025 geplant. Doch auf dem Weg zur Loretowiese kam es zu einem Verkehrsunfall. Das Fahrgeschäft wurde dabei beschädigt und konnte nicht rechtzeitig aufgebaut werden. Der Wirtschaftliche Verband musste kurzfristig Ersatz für die frei gewordene Fläche finden. Damals übernahmen die „Gaudi Greif Alm“ von Stefan Stey und die „Würstl Prinzessin“ von Anna-Maria Fahrenschon den Platz (wir berichteten).

Auch andere Klassiker feiern Comeback

Nicht nur der Rotor weckt in diesem Jahr Erinnerungen an frühere Herbstfeste. Auch der „Froschflug“ ist wieder mit dabei – allerdings in einem neuen Gewand von Emilio Bügler.
Das Spielgeschäft dürfte vielen Rosenheimern noch bekannt sein: Kleine Gummi- oder Stofffrösche werden auf ein gefedertes Brettchen gelegt und mit einem Hammer in die Höhe katapultiert. Treffen die Frösche die rotierenden Seerosenblätter oder landen in den Töpfen in der Mitte der Bude, gibt es Punkte. Am Ende winken Plüschtiere als Gewinn.
Früher war der „Froschflug“ nicht nur bei Kindern beliebt. Auch so mancher Erwachsene dürfte versucht haben, vor der Begleitung seine Treffsicherheit unter Beweis zu stellen.

Ebenfalls in neuer Interpretation kommt ein alter Bekannter zurück: Aus dem früheren „Hupferl“ wurde „Mama Caramba“. Auch hier geht es kräftig auf und ab. Wer nicht den Halt verlieren will, muss sich gut festhalten. Für die Mitfahrer und für die Zuschauer dürfte dabei gleichermaßen einiges zu sehen sein.

Nach vielen Jahren kehrt außerdem das Laufgeschäft „Krumm & Schiefbau“ der Familie Hartmann auf die Loretowiese zurück. Schräge Ebenen, bewegliche Elemente und überraschende Hindernisse sollen für Unterhaltung bei kleinen und großen Besuchern sorgen.

Geister, Dschungel und schnelle Kurven

Auch bei den übrigen Fahrgeschäften gibt es einige Rückkehrer und bekannte Namen. Mit der „Geistervilla von Mohlengraft“ kommt in diesem Jahr eine neue Geisterbahn nach Rosenheim. Damit gibt es auf dem Herbstfest wieder Gelegenheit, sich zwischen gespenstischen Gestalten ordentlich erschrecken zu lassen.

Für die kleinen Besucher kehrt „Moglis Traumfahrt“ der Familie Henn nach einigen Jahren wieder zurück. Die Fahrt führt durch eine farbenfrohe Dschungelwelt.

Wer es deutlich rasanter mag, dürfte bei der „Wilden Maus“ auf seine Kosten kommen. Die Achterbahn der Familie Münch ist in den vergangenen Jahren bereits mehrfach beim Rosenheimer Herbstfest dabei gewesen. Enge Kurven, überraschende Richtungswechsel und rasante Fahrmanöver gehören zu ihrer Fahrt dazu.

Und auch beim „Würstl-Prinz“ von Anna-Maria Fahrenschon hat sich etwas getan. Nach dem erfolgreichen Start mit einem kleineren Stand im vergangenen Jahr gibt es heuer einen neuen Standort. Gleichzeitig wurde der Stand erweitert und auch das Angebot ausgebaut.

500 Bewerbungen für das Herbstfest

Dass der Wirtschaftliche Verband überhaupt aus einer großen Zahl von Bewerbern auswählen kann, zeigt, wie gefragt das Rosenheimer Herbstfest bei den Schaustellern weiterhin ist. „Auch heuer wieder haben wir aus 500 Bewerbungen auswählen können“, berichtete Klaus Hertreiter vom Wirtschaftlichen Verband am Mittwoch.

Vor Corona habe die Zahl der Bewerbungen sogar bei rund 700 gelegen. Die Krisenjahre hätten allerdings eine ganze Reihe von Schaustellern wirtschaftlich an ihre Grenzen gebracht, so Hertreiter. Nach seiner Einschätzung kommt inzwischen wieder Bewegung in den Markt. „Es tut sich was. Im kommenden Jahr werden wieder einige neue Fahrgeschäfte eröffnen, was man so hört“, sagte er.

Für das Herbstfest 2026 bedeutet das zunächst einmal: Auf der Loretowiese steht die Tradition im Mittelpunkt. Und mit dem Rotor ist diesmal auch ein Fahrgeschäft zurück, auf dessen Comeback viele schon im vergangenen Jahr gewartet hatten.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam  / Beitragsbild: Archiv Innpuls.me)

Waldbrandgefahr in Rosenheim: Daxen- und Brauchtumsfeuer verboten

Waldbrandgefahr in Rosenheim: Daxen- und Brauchtumsfeuer verboten

Rosenheim – Die Waldbrandgefahr in Rosenheim ist hoch: Der Deutsche Wetterdienst stuft die aktuelle Gefahr mit Stufe 4 von 5 ein. Deshalb sind Daxen- und Brauchtumsfeuer ab sofort verboten – auch bei offenen Feuern gelten besondere Regeln.

Aufgrund der hohen Waldbrandgefahr sind ab sofort Daxen- oder Brauchtumsfeuer so lange verboten, bis die amtliche Gefahrenstufe wieder herabgesetzt wird. Nach der Waldbrandindexkarte des Deutschen Wetterdienstes herrscht in der Stadt Rosenheim derzeit Waldbrandgefahrenstufe 4 von 5.

Zusätzlich sind keine offenen Feuer in Wäldern erlaubt. Bei offenen Feuern in Waldnähe ist ein Sicherheitsabstand von mindestens 100 Metern zum Wald einzuhalten. Außerdem müssen offene Feuerstätten unter ständiger Aufsicht stehen und Feuer und Glut müssen beim Verlassen der Feuerstelle vollständig erloschen sein.

Um den Brennglaseffekt zu vermeiden, darf kein Glas in Wäldern oder auf Freiflächen zurückgelassen werden. Zufahrtswege zu Wäldern sind für Einsatzfahrzeuge freizuhalten und es wird dringend darum gebeten, ausschließlich ausgewiesen Parkflächen zu nutzen. Grasflächen können durch heiße Fahrzeugteile entzündet werden.
(Quelle: Pressemitteilung Stadt Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Rosenheimer „Innviertler“ für ihren „Tag des Brauchtums“ ausgezeichnet

Rosenheimer „Innviertler“ für ihren „Tag des Brauchtums“ ausgezeichnet

Rosenheim – Der Trachtenverein „Innviertler“ Rosenheim ist vom Bayerischen Heimatministerium für sein Projekt „Tag des Brauchtums in Rosenheim“ ausgezeichnet worden. Die Ehrung erfolgte im Beisein von Heimatstaatssekretär Martin Schöffel.

Entstanden ist die Veranstaltung während der Corona-Pandemie. Ziel war es damals, Trachten- und Brauchtumsvereinen trotz der Einschränkungen eine öffentliche Bühne zu bieten. Inzwischen gehört der „Tag des Brauchtums“ zum kulturellen Leben in Rosenheim.
An verschiedenen Plätzen in der Rosenheimer Innenstadt werden dabei Volksmusik, Volkstanz und Schuhplattler präsentiert. Zudem gibt es gezielte Aktionen für Jugendliche. Die Veranstaltung wird nach Angaben des Trachtenvereins von der Stadtbevölkerung und vielen Touristen gut angenommen.
Heimatstaatssekretär Martin Schöffel würdigte bei der Auszeichnung insbesondere das ehrenamtliche Engagement des Trachtenvereins „Innviertler“, der die tagesfüllende Veranstaltung organisiert.
(Quelle: Pressemitteilung Innviertler Rosenheim / Beitragsbild: Abordnung der „Innviertler Trachtler“ bei der Preisverleihung durch Heimatstaatssekretär Martin Schöffel. Copyright Innviertler Rosenheim)

Sommer-Kulturwoche in Kloster Seeon geht in die letzte Runde

Sommer-Kulturwoche in Kloster Seeon geht in die letzte Runde

Seeon / Landkreis Traunstein – Die Sommer-Kulturwoche „Suchers Seeoner Leidenschaften“ im Kloster Seeon geht ihrem Ende entgegen. Bis Sonntag, 16. August, stehen noch mehrere Veranstaltungen auf dem Programm, darunter ein Jiddisch-Abend, ein Konzert mit Christina Biwank und ein musikalisch-essayistischer Abend über die Liebe.

Am Donnerstag, 13. August, geht C. Bernd Sucher gemeinsam mit Schauspielerin Ingrid Resch um 19.30 Uhr im Restaurant Ex libris auf humorvolle Spurensuche. Bei „Jiddish 2.0. – Jiddisch für Fortgeschrittene“ geht es unter anderem um den jüdischen Autor Isaac Bashevis Singer sowie um jüdische Sprache und Mystik.

Am Freitag, 14. August, folgt um 19.30 Uhr im Seeoner Festsaal das Konzert „Klangreise zwischen Erinnerung und Zukunft“. Solobratschistin Christina Biwank von der Dresdner Philharmonie wird erneut von Pianistin Anne Schätz begleitet. Im Mittelpunkt stehen Werke jüdischer Komponistinnen aus den vergangenen 200 Jahren. C. Bernd Sucher ergänzt das Konzert mit Passagen aus seinem Buch „Rahels Reise“.

Die letzte Abendveranstaltung am Samstag, 15. August, steht unter dem Titel „Wenn Männer an der Liebe scheitern“. Clemens M. Prokop setzt dabei seine musikalisch-essayistischen Streifzüge durch die Gefühlswelt und Missverständnisse von Männern fort. Musikalisch begleitet wird er vom Vokalensemble „Classico“, ehemaligen Sängern der Regensburger Domspatzen, sowie von Manuela Bankl am Akkordeon. Beginn ist um 19.30 Uhr. Bei schönem Wetter findet die Veranstaltung im Innenhof, bei Regen im Festsaal statt.

Zum Abschluss der Kulturwoche wird am Sonntag, 16. August, um 9 Uhr ein ökumenischer Gottesdienst gefeiert. Musiker der Kulturwoche gestalten ihn gemeinsam mit dem Seeoner Kirchenchor unter der Leitung von Andrea Wittmann. Liturgie und Predigt übernimmt Dekan Dr. Florian Schomers.

Tickets sind über den Kloster-Seeon-Webshop, München Ticket, die jeweiligen Vorverkaufsstellen sowie den Klosterladen Seeon erhältlich. Restkarten gibt es jeweils eine halbe Stunde vor Beginn am Einlass.
(Quelle: Pressemitteilung Kloster Seeon / Beitragsbild: Ensemble Classico Copyright Johannes Faerber)

Ehemaliges Caritas-Altenheim in Wasserburg soll zu Wohnheim werden

Ehemaliges Caritas-Altenheim in Wasserburg soll zu Wohnheim werden

Wasserburg am Inn / Landkreis Rosenheim – Der Caritasverband der Erzdiözese München und Freising hat das ehemalige Altenheim St. Konrad in Wasserburg verkauft. Neuer Inhaber des Erbbaurechts ist die Wasserburg vier GmbH. Sie plant, das Gebäude in Wohnraum für Auszubildende, Berufsanfänger und junge Familien umzuwandeln. Es ist bereits der zweite Verkauf einer Caritas-Immobilie im Landkreis Rosenheim innerhalb weniger Wochen: Ende Juli hatte die Gemeinde Schonstett das ehemalige Caritas-Areal gekauft.

Der Verkauf des ehemaligen Altenheims in Wasserburg erfolgte zum 23. Juli. „Wir freuen uns, dass wir hier eine so gute Lösung gefunden haben. Wir haben großes Zutrauen in die Pläne des Käufers und freuen uns für die Stadt Wasserburg“, sagt Thomas Schwarz, Vorstand des Caritasverbands der Erzdiözese München und Freising für Finanzen und Infrastruktur.

Wohnraum für junge Menschen geplant

Die Wasserburg vier GmbH möchte das Gebäude nach eigenen Angaben in ein Wohnheim für Auszubildende, Berufsanfänger und junge Familien umwandeln. Geschäftsführer Uwe Völkel sagt dazu: „Wir freuen uns an einem so attraktiven Standort in Bayern die Möglichkeit für eine nachhaltige Investition für unser Portfolio gefunden zu haben und werden nun die nächsten Schritte zur Umsetzung des Projektes angehen“.

Auch die Stadt Wasserburg begrüßt die geplante Nachnutzung. „Die Stadt Wasserburg ist sehr erfreut über die Information, dass es nun eine Folgenutzung für die Immobilie geben soll. Jugend-Wohnraum wird in der Schulstadt Wasserburg dringend benötigt. Die Stadtverwaltung ist zu Gesprächen und Hilfestellungen über ein etwaig notwendiges Baurecht jederzeit gerne bereit”, sagt Erster Bürgermeister Bastian Wernthaler.

Weiterer Lesestoff passend zum Thema: 
Altenheim wurde Anfang 2025 geschlossen

Der Betrieb von St. Konrad als Altenheim wurde bereits zum Jahresbeginn 2025 beendet. Die Bewohner waren zuvor entweder in das neuere Caritas-Altenheim „Sonnengarten“ im nahen Edling umgezogen oder hatten mit Unterstützung des Verbandes andere passende Wohnlösungen gefunden.
Die Immobilie in Berglage stand seitdem leer. Als Gründe dafür, dass eine Weiterführung als Pflegeeinrichtung nicht mehr möglich gewesen sei, nennt der Caritasverband einen Sanierungsbedarf in Millionenhöhe sowie den hohen Fachkräftemangel im Pflegebereich in der Region.

Dem Verband sei dennoch eine soziale Nachnutzung wichtig gewesen. Deshalb habe man die Immobilie nach eigenen Angaben zu einem für beide Seiten fairen Preis an die Wasserburg vier GmbH verkauft. Über die genaue Höhe des Kaufpreises haben die Vertragspartner Stillschweigen vereinbart.

Zweiter Verkauf einer Caritas-Immobilie

Bereits am 30. Juli wurde der Verkauf des ehemaligen Caritas-Areals in Schonstett beurkundet. Die Gemeinde hatte das zentral gelegene Areal vom Caritasverband der Erzdiözese München und Freising gekauft. Welche konkrete Nutzung dort künftig entstehen soll, ist noch offen. Über den Kaufpreis haben beide Seiten ebenfalls Stillschweigen vereinbart. Bürgermeister Maximilian Heilmann hatte den Kauf als Möglichkeit für die weitere Ortsentwicklung bezeichnet.

In Wasserburg gibt es dagegen bereits konkrete Pläne für die Nachnutzung. Die Wasserburg vier GmbH will das ehemalige Altenheim in Wohnraum für junge Menschen umwandeln. Die weiteren Schritte zur Umsetzung sollen nun vorbereitet werden.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Info: Caritas München-Freising / Beitragsbild: Copyright Carmen Krippl/Caritas München Freising)