Rosenheimer Wiesn: Was Trostpreise und Kronkorken miteinander zu tun haben

Rosenheimer Wiesn: Was Trostpreise und Kronkorken miteinander zu tun haben

Rosenheim – Was haben Trostpreise und Kronkorken miteinander zu tun? Auf dem Rosenheimer Herbstfest mehr, als man zunächst denkt. Der Wirtschaftliche Verband Rosenheim will damit zwei Dinge verbinden: Wertstoffe sollen nicht einfach im Müll landen, und aus den Aktionen sollen Spenden für gemeinnützige Zwecke entstehen. Während die Möglichkeit, auf kleine Gewinne zu verzichten und stattdessen zu spenden, heuer bereits zum dritten Mal angeboten wird, gibt es in diesem Jahr eine neue Aktion: In den Gastronomiebetrieben sollen erstmals Kronkorken gesammelt werden.

Trostpreise werden zu Spenden

Die Idee, auf Trostpreise zu verzichten, gibt es auf dem Rosenheimer Herbstfest seit 2024. Damals wurde die Aktion vom Wirtschaftlichen Verband Rosenheim unter dem Motto „Nachhaltigkeit leben und helfen“ ins Leben gerufen.
Das Prinzip ist einfach: Wer bei einem Fahrgeschäft oder einer anderen Attraktion einen Trostpreis gewinnt, kann selbst entscheiden, ob er diesen mitnimmt oder darauf verzichtet. Stattdessen können die gewonnenen Wertmarken für einen guten Zweck gespendet werden. Die entsprechenden Chips werden dafür in Sammelboxen eingeworfen.

Bei der Premiere 2024 beteiligten sich 15 Schaustellerbetriebe. Die Resonanz auf die Aktion war gut. Der Erlös kam damals dem Kinderschutzbund Rosenheim zugute (wir berichteten).  Heuer geht die Aktion bereits in die dritte Runde.

Neu: Kronkorken werden gesammelt

Neu ist in diesem Jahr eine weitere Aktion. In den Gastronomiebetrieben auf dem Herbstfest werden erstmals Sammelstellen für Kronkorken eingerichtet.
Die gesammelten Kronkorken werden dem Recycling zugeführt. Dabei sollen die enthaltenen Wertstoffe zurückgewonnen werden. Der daraus erzielte Erlös soll anschließend gemeinnützigen Organisationen zugutekommen.
Damit werden auf dem Herbstfest zwei unterschiedliche Aktionen miteinander verbunden: Bei der Trostpreis-Aktion können Besucher auf ihre kleinen Gewinne verzichten und die Wertmarken spenden. Bei der Kronkorken-Sammlung werden Wertstoffe gesammelt und dem Recycling zugeführt – beides im Sinne von Nachhaltigkeit und sozialem Engagement.
Weitere Informationen zu dem neuen Kronkorken-Projekt sollen noch folgen.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Symbolfoto re)

MorgenINNPULS – Schon gewusst?

MorgenINNPULS – Schon gewusst?

Freitag, 14. August – Guten Morgen!

Wusstest Du, dass einige Fischarten ihre Flossen nutzen, um über den Boden zu „gehen“?
Sie bewegen sich damit sogar außerhalb des Wassers.
Die Natur findet immer ungewöhnliche Wege.

Vielleicht gehst Du heute Deinen eigenen Weg.

Wir wünschen Dir einen mutigen Start in den Tag! 🌞
(Quelle: Artikel Josefa Staudhammer / Beitragsbild: re)

Mariä Himmelfahrt 2026: In diesen bayerischen Gemeinden ist Feiertag

Mariä Himmelfahrt 2026: In diesen bayerischen Gemeinden ist Feiertag

Bayern – Am Samstag, 15. August, ist Mariä Himmelfahrt. Doch längst nicht überall in Bayern ist der Tag auch ein gesetzlicher Feiertag. In diesem Jahr gilt die Regelung aus dem Zensus 2022 unverändert weiter: In 1.708 der insgesamt 2.056 bayerischen Gemeinden ist arbeitsfrei, in 348 Gemeinden dagegen nicht.

Ob Mariä Himmelfahrt ein gesetzlicher Feiertag ist, hängt in Bayern von der Konfessionsverteilung ab. Entscheidend ist, ob in einer Gemeinde mehr katholische als evangelische Einwohner ihren Hauptwohnsitz haben. Grundlage dafür sind die Ergebnisse der jeweils letzten Volkszählung. Aktuell gilt der Zensus 2022. Damit gibt es 2026 keine Änderungen gegenüber dem vergangenen Jahr.

Vor allem im Süden ist Mariä Himmelfahrt Feiertag

In Oberbayern und Niederbayern ist Mariä Himmelfahrt in allen Gemeinden ein gesetzlicher Feiertag. Im Norden Bayerns zeigt sich dagegen ein anderes Bild. Besonders in Ober- und Mittelfranken, die traditionell stärker evangelisch geprägt sind, ist der 15. August in vielen Gemeinden kein gesetzlicher Feiertag. In Oberfranken trifft das auf 54,2 Prozent der Gemeinden zu, in Mittelfranken sogar auf 81 Prozent. In Schwaben, Unterfranken und der Oberpfalz ist Mariä Himmelfahrt dagegen überwiegend ein Feiertag.

Was wird an Mariä Himmelfahrt gefeiert?

Mariä Himmelfahrt ist ein katholisches Hochfest. Die katholische Kirche feiert an diesem Tag die Aufnahme Marias mit Leib und Seele in den Himmel. Anders als bei Christi Himmelfahrt geht es dabei nicht um einen Aufstieg aus eigener Kraft, sondern darum, dass Maria von Gott in den Himmel aufgenommen wurde. Der 15. August ist jedes Jahr der Termin für Mariä Himmelfahrt und verschiebt sich nicht.

Zu den bekannten Bräuchen gehört die Kräuterweihe: Kräuter und Blumen werden zu Büscheln gebunden und in der Kirche gesegnet. Nach altem Volksglauben sollen die geweihten Kräuter vor Krankheiten und Unheil schützen.(Quelle: Pressemitteilung Bayerisches Landesamt für Statistik / Beitragsbild: Symbolfoto: re)

Straßennamen in Rosenheim: Alpenweg

Straßennamen in Rosenheim: Alpenweg

Happing / Rosenheim –  In unserer Serie „Straßennamen in Rosenheim“ geht es jeden Donnerstag um Namen im Stadtgebiet, die man im Alltag oft übersieht – obwohl sich dahinter manchmal interessante Geschichten verbergen. Diesmal führt der Weg nach Happing an den südlichen Rand Rosenheims: zum Alpenweg. Einen berühmten Namensgeber gibt es auch hier nicht. Stattdessen verweist der Name auf das, was von Rosenheims Süden aus besonders gut zu sehen ist: die Alpen.

Der Alpenweg verbindet die Kufsteiner Straße mit dem Bereich rund um die Isar- und Leitzachstraße. Die Straße liegt im Stadtteil Happing, der 1967 nach Rosenheim eingemeindet wurde. Die Stadt wuchs in der Nachkriegszeit zunehmend nach Süden, und auch der Alpenweg gehört zu diesem gewachsenen Teil des Stadtgebiets.
Wie bei der in der vergangenen Woche vorgestellten Alpenblickstraße handelt es sich beim Alpenweg um einen räumlich-beschreibenden Straßennamen. Der Begriff „Alpen“ nimmt Bezug auf die Landschaft rund um Rosenheim und auf das Bergpanorama, das den Blick Richtung Süden prägt.

Ein Name mit Blick auf die Berge

Der Alpenweg ist damit ein typisches Beispiel für eine Gruppe von Straßennamen, bei denen keine Person und kein konkretes historisches Ereignis Pate standen. Stattdessen wurde die Umgebung selbst zum Namensgeber.

Gerade im südlichen Rosenheim liegt dieser Bezug nahe. Von vielen Stellen aus sind die Chiemgauer Alpen und das Mangfallgebirge zu sehen. Markante Gipfel wie die Hochries oder der Wendelstein prägen das Panorama und tauchen deshalb auch an anderer Stelle im Rosenheimer Straßenverzeichnis auf.

Der Name Alpenweg ist außerdem keineswegs eine Rosenheimer Besonderheit. Straßen mit dieser Bezeichnung gibt es an zahlreichen Orten im deutschsprachigen Raum. In Rosenheim passt er allerdings besonders gut zur Lage: Der Weg liegt am südlichen Stadtrand und führt in einen Bereich, der sich mit dem Wachstum der Stadt im 20. Jahrhundert stark verändert hat.

Vom alten Randgebiet zur wichtigen Verbindung

Heute ist der Alpenweg nicht nur eine Wohnstraße. Über ihn ist auch das angrenzende Wohn- und Gewerbegebiet erschlossen. An der Kufsteiner Straße gibt es zudem eine gleichnamige Bushaltestelle.
Dass eine Straße mit einem vermeintlich idyllischen Namen heute mitten im Verkehrs- und Alltagsgeschehen liegt, zeigt dabei ganz gut, wie sich Rosenheim verändert hat. Was früher stärker vom Übergang zwischen Stadt und Landschaft geprägt war, ist inzwischen Teil eines dicht gewachsenen Stadtgebiets.

Und sogar ganz aktuell spielt der Alpenweg wieder eine Rolle bei der Weiterentwicklung der Infrastruktur: Seit Juli 2026 laufen im Bereich der Einmündung zur Leitzachstraße Arbeiten an den Versorgungsleitungen. Die Stadtwerke Rosenheim erneuern dort eine Wasserleitung und stellen einen Fernwärmeanschluss her.

Der Alpenweg erzählt damit keine große Geschichte von einer berühmten Persönlichkeit. Sein Name ist deutlich bescheidener – und gerade deshalb interessant. Er erinnert daran, dass die Berge für Rosenheim schon bei der Entwicklung neuer Stadtteile ein prägender Teil der Landschaft waren.
Und wer heute auf dem Alpenweg unterwegs ist, muss für den Alpenblick nicht weit fahren: Die Berge sind schließlich schon im Straßennamen dabei.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Symbolfoto ai generiert)

Rosenheim: Streit um die Frage, wer der „King“ ist, eskaliert

Rosenheim: Streit um die Frage, wer der „King“ ist, eskaliert

Rosenheim – Wer ist hier der „King“? Diese Frage beschäftigte zwei Männer am Mittwochabend in einer Gemeinschaftsunterkunft an der Gießenbachstraße in Rosenheim. Was zunächst als Diskussion begann, endete in einer körperlichen Auseinandersetzung. Die beiden 40-Jährigen waren dabei deutlich alkoholisiert.

Nach Angaben der Polizei saßen dort gegen 22.45 Uhr drei Männer an einem kleinen Lagerfeuer. Im Laufe des Gesprächs entwickelte sich zwischen zwei 40-Jährigen ein Streit. Beide waren offenbar davon überzeugt, selbst der „King“ zu sein. Durch gegenseitiges Anschreien eskalierte die Situation schließlich.
Einer der beiden zog seinen Streitpartner von einem Stuhl. Dieser fiel zu Boden und landete dabei mit der Hand auf einer von ihm festgehaltenen Bierflasche. Durch die dabei entstandenen Glassplitter zog er sich leichte Verletzungen zu.

Faustschläge und rund zwei Promille

Nach dem Sturz stand der Mann wieder auf und schlug seinem Kontrahenten mit der Faust ins Gesicht. Die alarmierte Rosenheimer Polizei trennte die beiden Männer.
Beide waren nach Angaben der Beamten stark alkoholisiert. Ein Atemalkoholtest ergab bei beiden jeweils rund zwei Promille. Die Verletzungen – darunter Prellungen, Schürfwunden und kleinere blutende Wunden – mussten vor Ort nicht medizinisch versorgt werden.
Die Polizei leitete gegen beide Männer ein Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung ein. Nach der Erteilung von Platzverweisen zogen sich die beiden in ihre jeweiligen Zimmer zurück.

Wer nun tatsächlich der „King“ ist, konnte auch die Polizei nicht klären. Die Beamten gaben den beiden deshalb den Rat, die „herrschaftlichen Verhältnisse“ im nüchternen Zustand zu klären.
(Quelle: Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Fünf Tatverdächtige nach Kokain-Ermittlungen im Landkreis Mühldorf in Untersuchungshaft

Fünf Tatverdächtige nach Kokain-Ermittlungen im Landkreis Mühldorf in Untersuchungshaft

Landkreis Mühldorf am Inn – Ermittler der Kriminalpolizei Mühldorf haben bei einem geplanten Zugriff fünf Männer festgenommen, die im Verdacht stehen, mit Kokain in nicht geringer Menge gehandelt zu haben. Bei den anschließenden Durchsuchungen wurden unter anderem mehr als 600 Gramm Kokain, Cannabis und Crystal sichergestellt. Alle fünf Tatverdächtigen sitzen inzwischen in Untersuchungshaft.

Die Ermittlungen wurden von der Staatsanwaltschaft Traunstein und dem Rauschgiftkommissariat der Kriminalpolizei Mühldorf geführt. Beim geplanten Zugriff am Dienstag (11. August) wurden die fünf Männer im Alter zwischen 27 und 61 Jahren mit Unterstützungskräften des Bayerischen Landeskriminalamts festgenommen.
Die Beschuldigten stammen aus den Landkreisen Mühldorf am Inn und Traunstein. Nach Angaben des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd handelt es sich überwiegend um deutsche Staatsangehörige, einer der Männer besitzt die polnische Staatsangehörigkeit.

Mehr als 600 Gramm Kokain sichergestellt

Bei dem Polizeieinsatz und den anschließenden Wohnungsdurchsuchungen stellten die Ermittler insgesamt mehr als 600 Gramm Kokain sicher. Außerdem wurden rund 170 Gramm Cannabis und zehn Gramm Crystal gefunden.
Darüber hinaus beschlagnahmten die Beamten Bargeld im unteren vierstelligen Bereich sowie mehrere Messer, die nach Polizeiangaben griffbereit lagen.

Alle fünf Männer in Untersuchungshaft

Nach ihrer vorläufigen Festnahme wurden die fünf Beschuldigten am Mittwoch (12. August) auf Antrag der Staatsanwaltschaft Traunstein einem Ermittlungsrichter vorgeführt.
Der Richter folgte den Anträgen und erließ Haftbefehle. Die fünf dringend Tatverdächtigen wurden daraufhin in unterschiedliche Justizvollzugsanstalten eingeliefert und befinden sich dort in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei dauern an.(Quelle: Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd / Beitragsbild: Symbolfoto re)

SPIE Arena Rosenheim bleibt bis zum ersten Vorbereitungsspiel gesperrt

SPIE Arena Rosenheim bleibt bis zum ersten Vorbereitungsspiel gesperrt

Rosenheim – Die SPIE Arena in Rosenheim bleibt wegen laufender Bauarbeiten bis zum ersten Vorbereitungsspiel der Starbulls am 21. August für Besucher und Zuschauer geschlossen. Auch die Trainingseinheiten der ersten Mannschaft, des Starbulls-Nachwuchses und des Eiskunstlaufs sind bis dahin nicht öffentlich zugänglich.

Der Zutritt zur Arena ist ausschließlich Personen gestattet, die selbst am jeweiligen Trainingsbetrieb teilnehmen. Mit dem Vorbereitungsspiel gegen die Kassel Huskies am 21. August soll die Arena voraussichtlich wieder regulär für Besucher und Zuschauer geöffnet werden.

Die Bauarbeiten rund um die Arena laufen auch darüber hinaus weiter. Die Starbulls bitten deshalb darum, Beschilderungen, Absperrungen und ausgewiesene Baustellenbereiche zu beachten. Abgesperrte Bereiche dürfen nicht betreten werden.
(Quelle: Pressemitteilung SBR Spielbetriebs GmbH & Co. KG / Beitragsbild: Copyright: Christoph Sinzinger)

Rennradfahrer Georg Steinhauser fährt künftig für Red Bull – Bora – hansgrohe

Rennradfahrer Georg Steinhauser fährt künftig für Red Bull – Bora – hansgrohe

Raubling – Der deutsche Radprofi Georg Steinhauser wechselt zur kommenden Saison zu Red Bull – Bora – hansgrohe. Der 24-Jährige unterschrieb beim deutschen UCI WorldTeam einen mehrjährigen Vertrag.

Steinhauser fuhr bislang für EF Education – EasyPost und kehrt mit dem Wechsel in seine Heimat zurück. Im neuen Team trifft er unter anderem auf Florian Lipowitz. Mit ihm war Steinhauser bereits vor dem Beginn seiner Profikarriere zwei Jahre gemeinsam in einer Mannschaft.
In der laufenden Saison überzeugte der Kletterspezialist mit Platz drei in der Gesamtwertung von Paris–Nizza. Zudem gewann er dort das Weiße Trikot für den besten Nachwuchsfahrer. Bereits 2024 sorgte Steinhauser mit einem Solosieg beim Giro d’Italia für Aufsehen.

„Georg vereint Kletterstärke, Rennintelligenz und den Willen, offensiv zu fahren. Er hat sich seine Erfolge in den vergangenen Jahren hart erarbeitet und wir sind überzeugt, dass sein Potenzial noch längst nicht ausgeschöpft ist. Gemeinsam wollen wir seine Entwicklung weiter vorantreiben und ihm die bestmöglichen Voraussetzungen bieten, um den nächsten Schritt in seiner Karriere zu machen.“ so Zak Dempster, Chief of Sports.

Steinhauser selbst blickt ebenfalls mit Vorfreude auf den Wechsel: „Ich freue mich sehr auf die kommenden Jahre bei Red Bull – Bora – hansgrohe! Schon als junger Fahrer war ich Fan des Teams und beeindruckt davon, wie es ein Ziel nach dem anderen erreicht hat. Für eine deutsche Mannschaft mit einem so professionellen und gleichzeitig internationalen Ansatz zu fahren, ist für mich die ideale Plattform, um mich weiterzuentwickeln. Ich möchte mit meinem offensiven Fahrstil zum Erfolg des Teams beitragen, weiß aber auch, wie wichtig eine starke Helferrolle ist. Ich freue mich auf viele unvergessliche Momente im Trikot von Red Bull – Bora – hansgrohe.“
(Quelle: Pressemitteilung Red Bull – Bora – hansgrohe / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Rosenheimer Herbstfest: Wie zeitgemäß ist das große Feuerwerk noch?

Rosenheimer Herbstfest: Wie zeitgemäß ist das große Feuerwerk noch?

Rosenheim – Für die einen gehört es zu den Höhepunkten des Rosenheimer Herbstfestes, für andere ist die Frage längst überfällig, ob ein großes Feuerwerk mit Knall und Rauch noch zeitgemäß ist. Auch heuer soll das traditionelle Brillant-Feuerwerk wieder am zweiten Wiesn-Donnerstag, 10. September, um 21 Uhr über der Loretowiese stattfinden.

Bei der traditionellen Pressekonferenz zum Rosenheimer Herbstfest am Mittwoch (12. August) im Glückshafen ging Klaus Hertreiter vom Wirtschaftlichen Verband Rosenheim, dem Veranstalter des Festes, auch auf die Diskussion um das Feuerwerk ein. Eine Alternative, die ihn bislang wirklich überzeugt, sieht er nicht. Gleichzeitig will man die Entwicklung weiter beobachten.

Trockenheit kann eine Rolle spielen

In diesem Sommer sorgt die anhaltende Hitze und Trockenheit bereits bei verschiedenen Veranstaltungen in Deutschland für Absagen von Feuerwerken. Auch der Rosenheimer Veranstalter hat die Wetterentwicklung deshalb im Blick. Eine konkrete Absage des Rosenheimer Feuerwerks steht derzeit allerdings nicht im Raum. „Da steckt man natürlich nie drin. Auf äußere Einflüsse haben wir natürlich keinen Einfluss“, sagte Hertreiter. Sollte es bis zum Herbstfest weiterhin sehr trocken bleiben, könnte die Situation auch in Rosenheim zum Problem werden.
Aber auch Regen und Wind können entscheidend sein. „Mit Regen an sich hat man heutzutage zwar mit dem Feuerwerk kein großes Problem mehr, aber wenn es zu stark wird oder auch noch starker Wind dazu kommt, wäre es auch dann vorbei und wir müssten das Feuerwerk absagen“, erklärte Hertreiter. Aktuell blickt er dennoch zuversichtlich auf den traditionellen Termin. Das Feuerwerk am zweiten Wiesn-Donnerstag läutet zugleich den Endspurt des Herbstfestes ein.

Für viele Besucher gehört es dazu

Die Diskussion über die Zukunft des Feuerwerks dreht sich jedoch nicht allein um das Wetter. Für viele Besucher ist das große Spektakel am Himmel nach wie vor ein fester Bestandteil des Herbstfestes. Andere sehen das zunehmend kritischer – etwa wegen Lärm und Rauch – und fragen, ob sich die Tradition nicht durch eine modernere Form ersetzen ließe. Eine solche Alternative gibt es nach den Worten Hertreiters bislang nicht. „Es gibt bis jetzt keine Alternativen, die uns überzeugen konnten“, sagte er.

Man bleibe bei diesem Thema aber am Ball und werde immer wieder prüfen, ob die Zeit für eine Veränderung gekommen sei. Als mögliche Variante nannte Hertreiter beispielsweise eine Drohnenshow, wie sie bei anderen Veranstaltungen inzwischen eingesetzt wird. Doch auch hier sieht der Veranstalter offene Fragen. „Da ist halt dann auch die Frage, wie positiv die Drohne noch besetzt ist, wie jetzt nach dem Drohnenvorfall am Flughafen Leipzig“, sagte Hertreiter.
Hinzu kommt: Bei den Besuchern bestehe weiterhin eine große Nachfrage nach dem traditionellen Feuerwerk. Solange viele Menschen genau dieses Erlebnis erwarten, sieht der Wirtschaftliche Verband keinen Grund, es vorschnell durch etwas anderes zu ersetzen.

2024 wurde eine leisere Variante getestet

Dass Veränderungen durchaus denkbar sind, zeigte bereits das Jahr 2024. Damals testete der Wirtschaftliche Verband erstmals ein lärmreduziertes Feuerwerk. Dabei wurde der Schwerpunkt stärker auf die optischen Effekte gelegt und die besonders lauten Elemente reduziert. Am lauten Knall am Anfang und Ende wird aber weiter festgehalten, als weithin hörbares Zeichen für Besucher und Schaulustige weit über die Grenzen der Loretowiese hinaus, wann das Spektakel am Himmel beginnt und endet. 

Schon 1861 sollte es am Himmel leuchten

Die Verbindung zwischen dem Rosenheimer Volksfest und einem Feuerwerk reicht weit zurück. Bereits bei der allerersten Veranstaltung im Jahr 1861 war ein großes Feuerwerk angekündigt. Damals hieß das Fest noch „landwirtschaftliches Bezirksfest mit Industrieschau“ und dauerte drei Tage. Rosenheim war zu diesem Zeitpunkt ein kleiner Markt mit weniger als 5.000 Einwohnern.
 Die Premiere verlief allerdings anders als geplant. Heftiger Regen machte dem Fest zu schaffen – und das angekündigte Feuerwerk konnte gar nicht erst stattfinden.

Überhaupt war das Volksfest in seinen ersten Jahrzehnten noch keine regelmäßige Veranstaltung. Erst nach mehreren Unterbrechungen entwickelte sich daraus eine dauerhafte Tradition. 1933 erhielt das Fest schließlich den Namen „Herbstfest“. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Rosenheimer Wiesn wieder dauerhaft etabliert. Der Wirtschaftliche Verband übernahm die Organisation und das Fest entwickelte sich zu dem großen Ereignis, das heute jedes Jahr Tausende Besucher auf die Loretowiese zieht.

Das Feuerwerk bekam dabei seinen festen Platz am zweiten Donnerstag. Aus dem besonderen Programmpunkt wurde eine Tradition, die für viele längst zum Herbstfest dazugehört.

Gold, Silber und „Falling Leaves“

Auch heuer soll es am Donnerstag, 10. September, um 21 Uhr wieder spektakulär werden. Hertreiter kündigte goldene und silberne Schweif-Effekte, funkelnde Crackling-Palmen, sanft herabschwebende „Falling Leaves“ sowie imposante Farbkompositionen an.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Archiv Innpuls.me)

Gemeindebücherei Eggstätt ab 17. August wieder geöffnet

Gemeindebücherei Eggstätt ab 17. August wieder geöffnet

Gemeinde Eggstätt / Landkreis Rosenheim – Nach der Sommerpause öffnet die Gemeindebücherei Eggstätt ab Montag, 17. August, wieder zu den gewohnten Zeiten. Bücherfreunde können montags, mittwochs und donnerstags wieder Medien ausleihen und zurückbringen.

Öffnungszeiten: Montag 10 bis 11.30 Uhr, Mittwoch 18 bis 19 Uhr und Donnerstag 15 bis 16.30 Uhr.
(Quelle: Pressemitteilung Gemeinde Eggstätt / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Rosenheim im September entdecken: Stadtführerzunft lädt zu Themenführungen ein

Rosenheim im September entdecken: Stadtführerzunft lädt zu Themenführungen ein

Rosenheim – Von Stadtgeschichte und Eisenbahn über Bier und Salz bis zu Radtouren und einem Mitmachkrimi: Die Rosenheimer Stadtführerzunft hat für September wieder ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. 

Den Auftakt macht am Montag, 7. September, der Mitmachkrimi „Tatort Rosenheim“ im Rahmen des Ferienprogramms. Bei einer Stadtrallye wird ein Toter gefunden, und die Teilnehmer treffen auf sechs bis sieben historische, verdächtige Personen, die von den Gästen selbst gespielt werden, auf witzige Art wird dabei Stadtgeschichte vermittelt. Die Führung ist für Kinder ab zehn Jahren geeignet, die nur in Begleitung eines Erwachsenen teilnehmen können. Treffpunkt ist um 10:30 Uhr am Vorplatz des Parkhauses P1.

Am Freitag, 11. September, heißt es „Kaffeeklatsch auf Rädern“: Die leichte, ganztägige Rundtour führt über rund 22 Kilometer und 150 Höhenmeter durchs Stadtgebiet und das Umland – mit dem Höhepunkt einer Kaffee-und-Kuchen-Einkehr. Treffpunkt ist um 14 Uhr am Laziseplatz beim Lokschuppen.

Einen Tag später, am Samstag, 12. September, führt „Die Rosenheimer Radl Runde“ noch ein Stückchen weiter: Auf rund 32 Kilometern und 180 Höhenmetern richtet sich der Blick unterwegs auf die großen Zusammenhänge zwischen Mensch und Natur, bevor eine Einkehr in einem Biergarten zum urbayrischen Ausklang einlädt. Treffpunkt ist um 11 Uhr am Laziseplatz beim Lokschuppen.

Bei der Stadtführung „Zug um Zug ins Glück“ am Donnerstag, 17. September, werden die alten und neuen Rosenheimer Bahnhöfe und die Entwicklung des Eisenbahnverkehrs in der Stadt in den Blick genommen. Der Ausbau des Schienennetzes begann 1858 und führte Rosenheim in ein neues Zeitalter. Die Führung erzählt von Umbruch, Innovationen und dem enormen Wachstum jener turbulenten Zeit und endet am heutigen Bahnhof. Treffpunkt ist um 14 Uhr am Rathaus.

Um Geschichte und Geschichten rund ums Bier dreht sich am Samstag, 19. September, die Führung „Hopfen und Malz“. Bei einem geselligen Rundgang werden einige der ehemals zwölf alten Braustätten aufgesucht, ehe ein Blick in das „Alte Sudhaus“ der Bierbichler Brauerei sowie bierige Kostproben die Führung abrunden. Treffpunkt ist um 15 Uhr am Marktfrauenbrunnen, Ludwigsplatz.

Am Mittwoch, 23. September, steht bei der Tour „Vom Salz zum Bier“ das „weiße Gold“ und der Gerstensaft im Mittelpunkt. Vom Salingarten geht es zum Roßacker mit einer Besichtigung des sonst nicht zugänglichen Teutonenkellers. Treffpunkt ist um 14 Uhr am Vorplatz des Parkhauses P1.

Vergnüglich wird es am Donnerstag,  24. September, bei der Stadtführung „Wer ko der ko – Rosenheim sprichwörtlich.“ Ein kurzweiliger Rundgang durch die Altstadt verbindet Stadtgeschichte mit lustigen Sprichwörtern. Treffpunkt ist um 15 Uhr am Vorplatz des Parkhauses P1.

Den Abschluss des September-Programms bildet am Sonntag, 27. September, der Rundgang über das Gelände der Industriedenkmal Kunstmühle. Highlight ist die Besteigung des sonst nicht zugänglichen Siloturms mit einmaligem Panorama-Rundblick über Rosenheim. Treffpunkt ist um 11 Uhr an der Kunstmühle, Kunstmühlstraße 12.

Anmeldung und Infos

Die Anmeldungen für alle Themenführungen werden persönlich in der neuen Touristinfo in der Heilig-Geist-Straße 15 oder telefonisch unter 08031 – 365 90 61 entgegengenommen. Auch per E-Mail an tourismus@rosenheim.de oder online unter Öffentliche Themenführungen können die Führungen gebucht werden. Dort gibt es auch alle Infos zu Kosten, Teilnehmerzahlen und Rahmenbedingungen.
(Quelle: Pressemitteilung Stadt Rosenheim / Beitragsbild Copyright Stadt Rosenheim)

Schwimmbad Prien, 1950er

Schwimmbad Prien, 1950er

Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in die 1950er Jahre. Auf unserer historischen Aufnahme sehen wir den Sprungturm im Schwimmbad Prien – heute Prienavera Erlebnisbad.

Wer damals im Priener Strandbad ins Wasser wollte, konnte sich dafür auch aus luftiger Höhe in den Chiemsee stürzen. Der markante Sprungturm stand auf einem hinteren Badesteg und war rund acht Meter hoch. Mehrere Ebenen boten unterschiedliche Sprunghöhen.
Das Bild erinnert damit an eine Zeit, in der das Baden am Chiemsee noch deutlich anders aussah als heute. Das Strandbad Prien-Stock gab es bereits seit den 1920er Jahren. Ende der 1950er Jahre kam ein markantes Holzgebäude mit Umkleiden hinzu, das von den Prienern den Spitznamen „Holzwurm“ erhielt.

Sprungturm als Treffpunkt

Der Sprungturm war bis in die 1960er Jahre ein wichtiger Bestandteil des Badebetriebs. Er wurde nicht nur von Freizeitschwimmern genutzt, sondern spielte auch beim Schwimmsport und bei Schwimmkursen eine Rolle.
Wer sich ganz nach oben wagte und von dort in den Chiemsee sprang, bewies durchaus Mut. Gleichzeitig brachte ein hoher Sprungturm an einem natürlichen Gewässer besondere Herausforderungen mit sich. Der Wasserstand des Chiemsees kann schwanken, und auch die Sicherheitsanforderungen an öffentliche Badeanlagen änderten sich. Der Turm musste deshalb schließlich abgebaut werden.

Vom Freibad zum Erlebnisbad

1970 wurde das Priener Bad als beheiztes Freibad neu eröffnet. Rund 27 Jahre blieb diese Anlage in Betrieb, bevor eine grundlegende Veränderung anstand.
In den 1990er Jahren entschied man sich gegen eine einfache Überdachung des bestehenden Freibads und für einen Neubau. 1999 wurde schließlich das heutige Prienavera Erlebnisbad eröffnet.

Vom alten Freibad ist damit vieles verschwunden. Geblieben ist aber die besondere Lage direkt am Chiemsee. Das heutige Strandbad verbindet weiterhin den Zugang zum See mit dem Hallenbad.
Auch einen Turm gibt es heute wieder. Statt des alten Sprungturms steht dort inzwischen ein Rutschen- und Aussichtsturm. Von oben bietet sich unter anderem ein Blick auf Schloss Herrenchiemsee und die Chiemgauer Alpen.

So erzählt die historische Aufnahme nicht nur von einem alten Sprungturm. Sie zeigt ein Stück Priener Badegeschichte – und erinnert an eine Zeit, in der ein Sprung aus acht Metern Höhe in den Chiemsee für viele Badegäste zum besonderen Erlebnis gehörte.
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann / Artikel: Karin Wunsam)