Wenn der Chiemsee noch schläft

Wenn der Chiemsee noch schläft

Fraueninsel / Landkreis Rosenheim – Der Chiemsee liegt still unter dem frühen Morgenhimmel. Über dem Wasser steht noch der Mond, während sich am Horizont bereits das erste goldene Licht des Tages zeigt. Es ist ein Moment von beinahe unwirklicher Ruhe – und gleichzeitig der Beginn eines ganz normalen Arbeitstages für die Fischerfamilie Lex von der Fraueninsel.

Noch vor Sonnenaufgang fahren Thomas Lex und sein Sohn Tassilo hinaus auf den See. Gemeinsam holen sie die Fischernetze ein und setzen sie anschließend wieder neu. Fotograf H. Reiter begleitete die beiden an diesem Morgen und hielt dabei einen Moment fest, der fast zu schön für einen Arbeitstag scheint.
Denn was auf dem Foto wie ein stilles Idyll wirkt, ist für die Fischer körperliche Arbeit. Früh am Morgen, bei Wind und oft auch bei kalten Temperaturen, sind sie auf dem Chiemsee unterwegs. Der Rhythmus ihrer Arbeit richtet sich dabei nicht nach Bürozeiten, sondern nach dem See und den Fischen.

Fischerei seit 1857

Die Chiemseefischerei Lex wird seit 1857 in ununterbrochener Folge geführt. Heute arbeitet die Familie bereits in der sechsten Generation als Fischer am Chiemsee.
Während Thomas und Tassilo auf dem Wasser unterwegs sind, beginnt auf der Fraueninsel bereits der nächste Teil des Arbeitstages. Sohn Florian heizt den traditionellen Räucherofen an. Die frisch gefangenen Fische werden anschließend verarbeitet und geräuchert.

So treffen auf diesem Morgenbild zwei Seiten des Chiemsees aufeinander: die stille, fast mystische Schönheit des „Bayerischen Meeres“ und die Arbeit der Menschen, die seit Generationen von und mit diesem See leben.
(Quelle: Pressemitteilung Touristinfo Aschau im Chiemgau / Beitragsbild: Copyright H. Reiter)

Hundstage vorbei? Pedro sieht das anders

Hundstage vorbei? Pedro sieht das anders

Aschau / Landkreis Rosenheim – Die Hundstage sind vorbei – Pedro hat davon offenbar nichts gehört. Während der Hochsommer in der Region Rosenheim noch einmal nachlegt, präsentiert der fünf Monate alte Lockenkopf auf dem Beifahrersitz seinen ganz persönlichen „Löwen-Tag“. Mit weit aufgerissenem Maul sieht sein ausgiebiges Gähnen tatsächlich fast wie ein majestätischer Brüller aus.

Die Hundstage sind zwar kalendarisch vorbei, doch der Sommer gibt noch einmal Gas. Für Donnerstag (27. August) werden in der Region Rosenheim bis zu 31 Grad erwartet, auch am Freitag soll es zunächst noch einmal warm werden. Pedro lässt sich davon offenbar nicht aus der Ruhe bringen.
Der kleine Lockenkopf stammt ursprünglich aus Gut Aiderbichl und hat inzwischen bei seiner neuen Besitzerin in Aschau im Chiemgau sein persönliches Paradies gefunden. Dort wird nicht gebrüllt – höchstens, wenn das Abendessen ein paar Sekunden zu spät serviert wird.

Ansonsten gehört zum Hundeleben offenbar vor allem eines: genießen. Leckerlis einsammeln, Streicheleinheiten abholen und die Menschen mit Charme um die Pfote wickeln. Das kann schließlich müde machen. Und so wird aus einem ganz gewöhnlichen Gähnen plötzlich ein großer Auftritt. Mit seiner „Löwenmähne“ und dem weit geöffneten Maul könnte Pedro glatt als kleiner König der Savanne durchgehen. Zumindest für diesen einen Moment.

Urlaub mit Hund in Aschau

Wer mit seinem Vierbeiner in Aschau im Chiemgau oder im Bergsteigerdorf Sachrang unterwegs ist, findet bei der Tourist Info ein kostenloses Faltblatt mit Informationen rund um den Urlaub mit Hund. Darin geht es unter anderem um Hundetoiletten, Verhaltens- und Reisetipps sowie hundefreundliche Ausflugsziele und Einkehrmöglichkeiten. Das Faltblatt ist bei der Tourist Info Aschau im Chiemgau erhältlich und kann auch telefonisch unter 08052/90490 angefordert werden.

Für Pedro sind die offiziellen Hundstage ohnehin noch lange nicht vorbei. Wer so charmant die Blicke auf sich zieht und offenbar regelmäßig im Mittelpunkt steht, braucht dafür schließlich keinen offiziellen Kalendertermin. Für ihn ist vermutlich jeder Tag ein Hundstag.😉🐶
(Quelle: Pressemitteilung Touristinfo Aschau im Chiemgau / Beitragsbild: Copyright H. Reiter)

CSU startet mobile Bürgersprechstunde im Landkreis Rosenheim

CSU startet mobile Bürgersprechstunde im Landkreis Rosenheim

Rosenheim – Der CSU-Kreisverband Rosenheim plant künftig mobile Bürgersprechstunden an wechselnden Orten im Landkreis. Bürger sollen dabei die Möglichkeit erhalten, Fragen zu stellen und persönliche Anliegen direkt mit politischen Ansprechpartnern zu besprechen. Der erste Termin findet am Freitag (28. August) in Prien am Chiemsee statt.

Die CSU will die Bürgersprechstunden regelmäßig in verschiedenen Regionen des Landkreises anbieten. Nach Angaben des Kreisverbands sollen dabei unterschiedliche Ansprechpartner aus der CSU für Gespräche zur Verfügung stehen. Ziel sei es, möglichst viele Orte und Regionen einzubeziehen.

Erster Termin in Prien

Die erste mobile Bürgersprechstunde findet am Freitag (28. August) in Prien am Chiemsee statt. Weitere Termine an anderen Orten im Landkreis sollen folgen. Mit dem neuen Angebot erweitert der CSU-Kreisverband nach eigenen Angaben seine bisherigen Gesprächsangebote. Bürger können dabei Fragen zu politischen Themen stellen oder persönliche Anliegen an die jeweiligen Ansprechpartner herantragen.
(Quelle: Pressemitteilung CSU Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

90 Jahre Demeter – und der „7er BMW“ im Kuhstall

90 Jahre Demeter – und der „7er BMW“ im Kuhstall

Unterreit / Landkreis Mühldorf am Inn – Ein Hof, der seit 631 Jahren besteht, seit 90 Jahren biologisch-dynamisch bewirtschaftet wird und Kühe als „coole Viecher“ bezeichnet: Hof Kasten in Unterreit bei Gars am Inn hat eine ungewöhnliche Geschichte zu erzählen. Rund 250 Gäste kamen am Sonntag (23. August) zum Jubiläum. Und mittendrin fiel auch ein Vergleich mit einem 7er BMW.

Wenn ein Hof erzählen könnte, hätte Hof Kasten einiges zu berichten. Erstmals urkundlich erwähnt wurde er 1395. Damals gehörte er zum Augustinerchorherrenstift Kloster Gars, später zum Bistum Salzburg. Nach der Säkularisation 1803 ging der Lehenshof in Privatbesitz über.
Seine besondere landwirtschaftliche Geschichte begann in den 1920er-Jahren. Gertrud und Adolf Stickforth, die Großeltern des heutigen Hofbesitzers Michael Ackermann, erwarben den Hof. Über die Verbindung zu Graf Keyserlingk, auf dessen Gut im schlesischen Koberwitz Rudolf Steiner seinen Landwirtschaftlichen Kurs zur biologisch-dynamischen Wirtschaftsweise gehalten hatte, kam dieser Gedanke nach Kasten.

Seit 1936 wird der Hof nach den biologisch-dynamischen Richtlinien bewirtschaftet. Über drei Generationen hinweg wurde dieser Weg fortgesetzt – durch Kriegs- und Nachkriegszeit, wirtschaftliche Veränderungen und den Strukturwandel in der Landwirtschaft.

Heute führen Michael und Annette Ackermann den Hof. Für Michael Ackermann bedeutet das vor allem eines: Verantwortung für das, was die Generationen vor ihm aufgebaut haben – und für jene, die nach ihm kommen. „Wir haben einzig und allein die Verantwortung, den Hof so zu erhalten, dass er weiterhin lebensfähig ist. Nichts anderes ist unsere Aufgabe“, betonte Ackermann bei der Begrüßung.

Kühe, Kreisläufe und ein 7er BMW

Was auf Hof Kasten unter biologisch-dynamischer Landwirtschaft verstanden wird, lässt sich am besten direkt vor Ort erklären: Grünland, Kühe, Milch, Acker und Wald gehören zusammen. Die Kühe fressen Gras und Klee, ihr Mist liefert Nährstoffe für den Boden, die Beweidung trägt zum Erhalt der Kulturlandschaft bei.

„Kühe sind coole Viecher“, sagt Michael Ackermann gerne. Auch Ute Rönnebeck, Vorständin des Demeter e.V., griff diesen Gedanken auf. Kühe würden Boden, Pflanzen, Tiere und Menschen miteinander verbinden und dem Hof einen Rhythmus geben, der sich nicht beliebig beschleunigen lasse.

Rönnebeck würdigte Hof Kasten als den ältesten durchgehend biologisch-dynamisch bewirtschafteten Betrieb Bayerns. „90 Jahre von insgesamt gut 100 Jahren biologisch-dynamischer Geschichte – das ist eine kaum vorstellbare Kontinuität“, sagte sie. Für sie ist die lange Geschichte aber nicht nur ein Grund zum Zurückblicken. „Tradition bedeutet: Zu wissen, aus welchem Impuls man kommt – und aus diesem Impuls heraus immer wieder neu zu entscheiden, was jetzt notwendig ist.“, so Rönnebeck.

Und dann kam der 7er BMW ins Spiel. Bernhard Pointner, Geschäftsführer der Molkereigenossenschaft Berchtesgadener Land, gratulierte der Familie und erinnerte an die lange Verbindung des Hofes zur Biomilchverarbeitung. „Bio ist unser 7er BMW, wir verkaufen zwar mengenmäßig mehr Dreier und Fünfer, imageprägend ist aber der 7er – auf den wir sehr stolz sind.“

Die Geschichte dieser Verbindung reicht bis ins Jahr 1973 zurück. Damals wurden in der Chiemgau-Molkerei in Truchtlaching erstmals 200 Liter Biomilch verarbeitet. Drei Betriebe lieferten sie – darunter der Hof von Lilly und Reinhard Ackermann. Heute wird mehr als ein Drittel der Milch der Molkerei in Demeter- und Naturland-Qualität verarbeitet. Pointner sieht dabei Gemeinsamkeiten zwischen Landwirtschaft und Genossenschaft: „Nicht auf Verschleiß fahren, sondern Substanz bewahren und in Generationen denken.“

Eine Hofgeschichte über Generationen

Die Geschichte von Hof Kasten ist dabei längst nicht nur eine Geschichte über Landwirtschaft. Die Familie Ackermann engagiert sich seit Jahrzehnten auch in der biologisch-dynamischen Bewegung.
Michael Ackermann ist unter anderem in der Arbeitsgemeinschaft Chiemgau, im Erzeugerring, in der Biodynamischen Vereinigung und im Landesverband Bayern aktiv. Sein Bruder Jochen engagierte sich ebenfalls in verschiedenen Demeter-Gremien sowie im Vorstand und Aufsichtsrat der Molkerei. Er kam 2009 bei einem tragischen Bergunglück am Hochkalter gemeinsam mit dem Demeterberater Andreas Amberger ums Leben.

Auch Annette Ackermann, die als Quereinsteigerin in die Landwirtschaft kam, trägt heute Verantwortung auf dem Hof. Rönnebeck würdigte beide als Menschen, die den Hof gemeinsam weiterführen. „Deshalb gilt der Dank heute ausdrücklich Euch beiden“, sagte sie.

Geschichte zum Anfassen

Beim Jubiläumsfest konnten die rund 250 Gäste die Geschichte des Hofes schließlich nicht nur hören, sondern auch anschauen. Sie besichtigten die Stallungen, die Kühe auf der Weide und das Hofgelände.
In der historischen Tenne präsentierte Prof. Dr. Clemens Albrecht eine Ausstellung mit Bildern und Informationen zur Hofgeschichte. Michael Ackermann erzählte an der hofeigenen Urnenkapelle weitere Anekdoten aus der Familiengeschichte.

631 Jahre Hofgeschichte, 90 Jahre biologisch-dynamische Landwirtschaft und drei Generationen, die diesen Weg weitergeführt haben: Auf Hof Kasten ging es beim Jubiläum deshalb um weit mehr als eine Jahreszahl. Es ging um die Frage, was bleibt, wenn ein Hof nicht für eine Generation, sondern für viele Generationen gedacht wird.
(Quelle: Pressemitteilung Molkerei Berchtesgadener Land / Beitragsbild: Fotomontage Copyright Molkerei Berchtesgadener Land)

Vier Staatspreise für RoMed-Absolventen – zwei Mal die Bestnote 1,0

Vier Staatspreise für RoMed-Absolventen – zwei Mal die Bestnote 1,0

Rosenheim – Sechs junge Menschen haben ihre Ausbildung bei den RoMed Kliniken erfolgreich abgeschlossen. Vier von ihnen erhielten einen Staatspreis, zwei sogar mit der Bestnote 1,0. Für die meisten geht es beruflich im RoMed-Verbund weiter.

Ausgebildet wurden sie in drei unterschiedlichen Berufen: als Fachinformatiker für Systemintegration, als Medizinische Fachangestellte und als Kauffrauen im Gesundheitswesen. Trotz der unterschiedlichen Ausbildungswege haben sie in den vergangenen Jahren viel gemeinsam erlebt und sind als Gruppe zusammengewachsen.

„Die Ergebnisse dieses Jahrgangs können sich sehen lassen“, sagt Personalleiterin Christine Halfstad. „Besonders freut mich, mit wie viel Engagement und Zusammenhalt die sechs ihren Abschluss erreicht haben. Darauf können sie mit Recht stolz sein.“

Erfahrungen in Malta gesammelt

Zwei der Auszubildenden konnten während ihrer Ausbildungszeit außerdem Erfahrungen im Ausland sammeln. Im Rahmen des europäischen Programms Erasmus+ reisten sie mit ihrer Schule nach Malta. Dort hatten sie die Möglichkeit, ihren eigenen Beruf einmal außerhalb des gewohnten Umfelds kennenzulernen und neue Erfahrungen zu sammeln.

Nach dem erfolgreichen Abschluss beginnt nun für die sechs der nächste berufliche Abschnitt. Für vier von ihnen geht es direkt im RoMed-Klinikverbund weiter. Sie übernehmen künftig Aufgaben im betrieblichen Gesundheitsmanagement, im Sekretariat der Pflegeschule, im Medizinischen Versorgungszentrum Orthopädie und in der EDV.
Auch die beiden anderen Absolventen bleiben verbunden. Sie beginnen Ausbildungen in der Pflege beziehungsweise im Rettungsdienst.

Ausbildung soll berufliche Perspektiven schaffen

RoMed möchte seinen Absolventen auch nach dem Ausbildungsabschluss weitere berufliche Möglichkeiten eröffnen. Je nach beruflichem Weg können sich dabei Chancen zur weiteren Qualifikation und Spezialisierung ergeben.
„Eine gute Ausbildung schafft Perspektiven – für die jungen Menschen ebenso wie für unsere Kliniken. Wer bei uns ausgebildet wird, lernt viele Bereiche kennen und erlebt, wie unterschiedliche Berufsgruppen zum Wohl der Patienten zusammenarbeiten. Das ist eine wichtige Grundlage für die Versorgung von morgen“, so PD Dr. Andreas Bauer, Ärztlicher Direktor.

Ausbildung an vier RoMed-Standorten

Die Auszubildenden bei RoMed lernen an den Standorten Bad Aibling, Prien am Chiemsee, Rosenheim und Wasserburg zahlreiche Fachgebiete kennen. Dabei sammeln sie Erfahrungen in unterschiedlichen Arbeitsbereichen und Strukturen. Eine feste Ansprechperson steht ihnen während der Ausbildung zur Seite.
Für den Klinikverbund ist die Nachwuchsförderung ein wichtiger Bestandteil, um qualifizierte Fachkräfte für die Krankenhäuser zu gewinnen und damit die medizinische Versorgung in der Region zu stärken.
(Quelle: Pressemitteilung RoMed Kliniken / Beitragsbild: Freuen sich gemeinsam über den erfolgreichen Abschluss: v.l.n.r.: Ausbilder Sebastian Maushammer, die Staatspreisträgerinnen Hanna Liebhart, Pia Schneeweis sowie Leonie Weigand und Anna-Kristina Liebl mit Bestnoten 1,0, Amalie Fischhaber, Martin Mini mit Ausbilderin Rebecca Franke, Ärztlichem Direktor PD Dr. Andreas Bauer und Personalleiterin Christine Halfstad. Copyright RoMed Kliniken)

Lagerbrand auf landwirtschaftlichem Hof in Pfaffing

Lagerbrand auf landwirtschaftlichem Hof in Pfaffing

Pfaffing / Landkreis Rosenheim – Ein Brand an einem Lager auf einem landwirtschaftlichen Hof im Weiler Giglberg in der Gemeinde Pfaffing (Landkreis Rosenheim) hat am Dienstagabend (25. August) einen Schaden von rund 5.000 Euro verursacht. Die Feuerwehr konnte die Flammen schnell löschen und dadurch größeren Schaden verhindern.

Gegen 19 Uhr wurde der Brand an der Hauswand des Lagers gemeldet. Rund 60 Einsatzkräfte der Feuerwehren Tulling, Steinhöring, Pfaffing, Ebersberg, Babensham, Albaching, Grafing und Rosenheim-Land rückten vorsorglich aus. Auch Rettungsdienst und Polizei waren vor Ort.
Die Brandursache ist nach Angaben der Polizeiinspektion Wasserburg bislang unbekannt.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Wasserburg / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Katzen richtig verstehen: 5 Mythen über Verhalten und Bedürfnisse von Samtpfoten

Katzen richtig verstehen: 5 Mythen über Verhalten und Bedürfnisse von Samtpfoten

Deutschland / Bayern / Rosenheim – Katzen machen sowieso, was sie wollen? Sie brauchen keine Gesellschaft und kommen problemlos allein zurecht? Was hinter diesen verbreiteten Annahmen steckt und was Katzen wirklich brauchen, erfährst Du hier.

Katzen gelten als unabhängig und eigenwillig. Doch brauchen sie wirklich keine Gesellschaft, Beschäftigung oder Aufmerksamkeit?

Mythos 1: Katzen brauchen keine Gesellschaft

Katzen sind grundsätzlich Einzelgänger. Das ist ein verbreiteter Irrglaube. „Tatsächlich hängt das Sozialverhalten stark von Charakter, Erfahrungen und Haltungsbedingungen ab“, erklärt Christina Wolf, Katzenverhaltensberaterin und Betreiberin des Podcasts „Pet-Talks Katze“. „Katzen entscheiden selbst, wann sie Nähe möchten.“ Viele Katzen genießen den Kontakt zu Menschen und können auch mit Artgenossen oder Hunden enge Beziehungen entwickeln. Die Samtpfoten genießen zwar ruhige Momente – ein grundsätzliches Desinteresse an Gesellschaft ist das aber nicht.

Mythos 2: Katzen kommen problemlos allein zurecht

Katzen sind pflegeleicht, weil sie sich gut selbst beschäftigen können. Das stimmt teilweise. Zum einen freuen sich vor allem junge und aktive Katzen über regelmäßige Spiel- und Beschäftigungsangebote. Zum anderen brauchen die Tiere ein Umfeld, in dem sie sich eigenständig austoben können. „Jede Katze braucht, egal, ob sie das eigenständig und allein oder gemeinsam mit Artgenossen oder Menschen macht, körperliche und mentale Auslastung in ihrem Alltag“, sagt Expertin Wolf. „Langweilt sie sich und wird nicht gefordert, kann das schnell zu Unruhe, übermäßigem Miauen oder Kratzen an Möbeln führen.“

Mythos 3: Freigänger brauchen keine Aufmerksamkeit

Das Paradebeispiel für die selbstständige Katze ist der Freigänger. Kann ein Tier frei entscheiden, wo es sich aufhält, entsteht leicht der Eindruck, es bräuchte keine Zuwendung. Aber auch diese Katzen brauchen Aufmerksamkeit und soziale Interaktion. Gemeinsame Rituale, feste Ruhe- und Essenszeiten sowie kurze Spieleinheiten geben ihrem Alltag Struktur.

Mythos 4: Katzen sind weniger anhänglich als Hunde

Im Gegensatz zu Hunden zeigen Katzen ihre Zuneigung oft subtiler – deshalb wird ihre Beziehung zum Menschen leicht unterschätzt. Sie kommunizieren feiner und zurückhaltender und fordern Aufmerksamkeit oft weniger lautstark ein. Wer ihre Signale bemerkt und lesen kann, erkennt aber schnell, wie eng die Bindung tatsächlich ist.

Mythos 5: Katzen machen grundsätzlich, was sie wollen

Wie Hunde reagieren auch Katzen stark auf Gewohnheiten, Erfahrungen und positive Verstärkung. Sie können daher lernen, sich an Regeln, Abläufe und Rituale zu halten. Auch Clickertraining funktioniert beispielsweise bei den meisten Katzen gut, und hilft dabei, unerwünschtes Verhalten wie das Kratzen an Möbeln oder das Betteln nach Futter zu unterbinden.

Unabhängigkeit bedeutet nicht Gleichgültigkeit
Katzen sind eigenständige Tiere mit individuellen Bedürfnissen, die dennoch starke Bindungen mit ihren menschlichen und tierischen Mitbewohnern eingehen können. „Die besondere Stärke liegt vermutlich genau in dieser Mischung aus Eigenständigkeit und sozialer Bindung. Katzen entscheiden selbst, wann sie Nähe oder Rückzug möchten – und wann nicht“, sagt Wolf. Halter sollten daher aufmerksam beobachten und die Signale richtig deuten lernen, um ihren Katzen die Sicherheit und Bindung, aber auch die Freiheit zu geben, die sie brauchen.
(Quelle: Pressemitteilung IVH / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Honorarfreie Beratung für Unternehmer und Gründer in Rosenheim

Honorarfreie Beratung für Unternehmer und Gründer in Rosenheim

Rosenheim – Die Wirtschaftsförderung der Stadt Rosenheim bietet am Donnerstag, 17. September, wieder eine kostenlose Beratung für Existenzgründer, Unternehmer und Freiberufler an. Die Beratung wird von den Aktivsenioren Bayern e. V. übernommen.

Die erfahrenen Führungskräfte im Ruhestand bringen jahrzehntelanges berufliches Know-how mit und unterstützen junge Gründer auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit. Dabei helfen sie unter anderem bei der Businessplanung und machen mit den vielfältigen Anforderungen des Unternehmeralltags vertraut.
Auch kleine und mittlere Unternehmen können die Beratung nutzen. Die Aktivsenioren unterstützen bei der Orientierung und bei der Bewältigung unternehmerischer Probleme. Ziel ist es, Hilfe zur Selbsthilfe zu geben. Darüber hinaus beraten sie bei Restrukturierungsmaßnahmen.

Beratungstermin in Rosenheim vereinbaren

Interessierte können einen persönlichen Beratungstermin bei Eva Huber von der Wirtschaftsförderung der Stadt Rosenheim vereinbaren.

Kontakt:
Eva Huber, Wirtschaftsförderung der Stadt Rosenheim
Telefon: 08031/365 1106
E-Mail: eva.huber@rosenheim.de
(Quelle: Pressemitteilung Stadt Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

MorgenINNPULS – Schon gewusst?

MorgenINNPULS – Schon gewusst?

Mittwoch, 26. August – Guten Morgen!

Wusstest Du, dass Kartoffeln nach ihrer Einführung in Europa lange Zeit mit Misstrauen betrachtet wurden?
Viele Menschen wussten zunächst nicht, wie man die Pflanze richtig nutzte und zubereitete.
Heute gehören Kartoffeln für viele ganz selbstverständlich auf den Teller.

Vielleicht entdeckst Du heute, dass nicht alles selbstverständlich ist.

Wir wünschen Dir einen geschmackvollen Start in den Tag! 🌞
(Quelle: Artikel Josefa Staudhammer / Beitragsbild: Copyright Josefa Staudhammer)

Panorama-Einkaufzentrum, Rosenheim, 1970

Panorama-Einkaufzentrum, Rosenheim, 1970

Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in das Jahr 1970. Zu sehen ist das Panorama-Einkaufszentrum in Rosenheim kurz nach seiner feierlichen Eröffnung.

Am 27. August 1970 öffnete das Einkaufszentrum an der Kufsteiner Straße 124 erstmals seine Türen. Auf dem historischen Foto ist vor allem der großzügige Parkplatz vor dem Gebäude zu sehen. Auch die Autos verraten, aus welcher Zeit die Aufnahme stammt: Modelle und Marken, die heute längst Klassiker sind, prägten damals das Bild auf Rosenheims Straßen.
Das Konzept des Panorama-Einkaufszentrums war für die damalige Zeit neu. Ein großes SB-Warenhaus, weitere Geschäfte, Gastronomie und viele kostenlose Parkplätze sollten den Einkauf möglichst bequem machen. Der Standort am damaligen Stadtrand bot zudem einen freien Blick auf die Berge – daher der Name „Panorama“.

Der Name ist bis heute im Rosenheimer Sprachgebrauch erhalten geblieben. Die nahegelegene Kreuzung wird weiterhin als „Panorama-Kreuzung“ bezeichnet, obwohl das Einkaufszentrum selbst längst anders heißt.
Seit der Eröffnung hat sich an der Kufsteiner Straße einiges verändert. Auf das Panorama-Einkaufszentrum folgten unter anderem Interspar, Walmart und Real. Seit 2022 befindet sich dort Kaufland.
(Quelle:. Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann / Artikel: Karin  Wunsam)

Rosenheimer Senioren besuchen Römerausstellung im Lokschuppen

Rosenheimer Senioren besuchen Römerausstellung im Lokschuppen

Rosenheim – 22 Rosenheimer Senioren konnten auf Einladung mehrerer Rosenheimer Stiftungen die aktuelle Römerausstellung im Lokschuppen kostenlos besuchen. Organisiert wurde der Ausflug vom Rosenheimer Seniorenbeirat.

Durch die Ausstellung führte Reinhard Mertel und gab den Teilnehmern anschauliche Einblicke in die Lebenswelt und Geschichte der Römer. Er erläuterte die Exponate und Hintergründe und nahm die Gruppe mit auf eine Reise in die Zeit des Römischen Reiches.
Für die Senioren gab es dabei viel zu entdecken. Die Teilnehmer zeigten sich begeistert von der Ausstellung und der Führung. Der gemeinsame Besuch bot ihnen die Gelegenheit, Kultur zu erleben und gleichzeitig mehr über die Geschichte der Römer zu erfahren.

Am Ende waren sich die Senioren einig: Auf einen nächsten Besuch im Lokschuppen freuen sie sich bereits.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: re)

Rosenheim startet kommunale Wärmeplanung

Rosenheim startet kommunale Wärmeplanung

Rosenheim – Die Stadt Rosenheim und die Stadtwerke Rosenheim haben mit der kommunalen Wärmeplanung begonnen. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie die Wärmeversorgung der Stadt langfristig sicher, klimafreundlich und bezahlbar gestaltet werden kann. Für Bürger entstehen daraus zunächst keine Verpflichtungen. Die Planung soll vielmehr Orientierung geben, etwa bei künftigen Entscheidungen über einen Heizungstausch oder energetische Sanierungen.

„Mit der kommunalen Wärmeplanung schaffen wir eine wichtige Grundlage für die Wärmeversorgung der Zukunft. Sie soll Versorgungssicherheit geben und gleichzeitig Perspektiven aufzeigen, welche Möglichkeiten für Rosenheim bestehen“, sagt Oberbürgermeister Abuzar Erdogan.

Wärmebedarf und Infrastruktur werden erfasst

Im ersten Schritt werden der aktuelle Wärmebedarf und die bestehende Infrastruktur erfasst. Anschließend wird untersucht, welche erneuerbaren Wärmequellen und Abwärmepotenziale in Rosenheim genutzt werden können.
Auf dieser Grundlage soll die Stadt in verschiedene Wärmeversorgungsgebiete eingeteilt werden. Für diese werden geeignete Versorgungsoptionen entwickelt. Dabei werden unter anderem Wärmegestehungskosten, Versorgungssicherheit, Treibhausgasemissionen und das jeweilige Realisierungsrisiko berücksichtigt.

Die Stadtwerke Rosenheim bringen ihre fachliche Expertise sowie Daten zur bestehenden Wärmeversorgung in den Prozess ein.

Bürgerveranstaltung im Herbst geplant

Die Stadt will die Wärmeplanung transparent gestalten und die Öffentlichkeit frühzeitig informieren. Ein Akteurs-Kick-off mit Partnern aus Energieversorgung, Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft hat bereits stattgefunden. Eine Bürgerveranstaltung ist für den Herbst geplant.
Der Wärmeplan für Rosenheim soll bis Ende Juni 2028 fertiggestellt werden. Die Ergebnisse der einzelnen Planungsschritte sollen über die Medien und auf der Internetseite der Stadt veröffentlicht werden. Dort sollen Bürger auch die Möglichkeit erhalten, sich zu den Ergebnissen zu äußern.

Rechtliche Grundlage ist das seit 2024 geltende Wärmeplanungsgesetz in Verbindung mit den bayerischen Regelungen.
(Quelle: Pressemitteilung Stadt Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)