Noch ist Herbst, aber in Eggstätt wird schon für Weihnachten gewerkelt

Noch ist Herbst, aber in Eggstätt wird schon für Weihnachten gewerkelt

Eggstätt / Landkreis Rosenheim –  Während der Herbst gerade erst richtig Fahrt aufnimmt, laufen in Eggstätt bereits die Vorbereitungen für die Adventszeit. Der gemeindliche Bauhof macht die Weihnachtsmarkthütten für ihren nächsten Einsatz fit. Die Holzbuden werden derzeit ausgebessert und für den Weihnachtsmarkt auf dem Rathausplatz vorbereitet.

Noch lässt der Glühwein auf dem Rathausplatz zwar auf sich warten, doch hinter den Kulissen ist Weihnachten in Eggstätt schon ein Thema. Die ersten Vorbereitungen laufen und die Weihnachtsmarkthütten bekommen ihren jährlichen Herbst-Check.

Der Markt in Eggstätt findet am zweiten Adventswochenende statt. Die Tourist-Info Eggstätt hat dafür wieder ein Programm zusammengestellt, das bekannte Programmpunkte mit neuen Angeboten verbindet.

Einige Punkte des Programms sind jetzt schon bekannt

Los geht es am Freitag, 4. Dezember, um 17 Uhr traditionell mit den Böllerschützen. Anschließend spielt die „Droatkastn Musi“. Am Samstag, 5. Dezember, sind unter anderem der Musikverein mit seiner Zwergerl- und Jugendkapelle auf dem Weihnachtsmarkt vertreten. Am Sonntag folgen die Chieminger Alphornbläser, die Chorgemeinschaft St. Georg und die Ettenhuber Buam. Erstmals ist auch der Männergesangsverein aus Breitbrunn dabei.
Auch für Kinder ist wieder einiges geboten. Neben dem Besuch des Nikolauses stehen ein Puppentheater in der Hartseehalle und ein historisches Karussell auf dem Programm.

„Wir beginnen ja schon immer im Februar mit den ersten Planungen und es freut uns besonders, dass wir alle bewährten Aussteller wieder auf unserem Weihnachtsmarkt begrüßen dürfen. Dank der tollen Arbeit unseres Bauhofs sind wir bestens vorbereitet – der Weihnachtsmarkt kann kommen.“, so Tourist-Info-Leitung Julia Kraus zum Stand der Vorbereitungen.
Das vollständige Programm mit allen Ausstellern soll ab November auf der Internetseite der Tourist-Info Eggstätt veröffentlicht werden.
(Quelle: Pressemitteilung Gemeinde Eggstätt / Beitragsbild: Auf dem Bild sind zu sehen: Vinzenz Eder vom gemeindlichen Bauhof, der sich um die Reparatur der Hütten kümmert und TI-Leitung Julia Kraus, verantwortlich für die Organisation des Eggstätter Weihnachtsmarktes Copyright Gemeinde Eggstätt)

Rosenheimer Schultoiletten: 3,4 Millionen Euro für Sanierungen geplant

Rosenheimer Schultoiletten: 3,4 Millionen Euro für Sanierungen geplant

Rosenheim – Schultoiletten sind ein Dauerbrenner – auch in Rosenheim. Die Stadt hat jetzt 357 WC-Räume an 16 Schulen unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: Einige Anlagen werden als „nicht zumutbar“ eingestuft. Rund 3,4 Millionen Euro sollen deshalb bis 2031 in die Sanierung der Schultoiletten fließen. Besonders dringend ist die Situation an der Grund- und Mittelschule Westerndorf St. Peter und am Sebastian-Finsterwalder-Gymnasium.

Eine Umfrage des Deutschen Kinderhilfswerks aus dem Jahr 2024 zeigt, dass Rosenheim mit dem Problem nicht allein ist: In Bayern bewerteten 44 Prozent der befragten Kinder und Jugendlichen den Zustand ihrer Schultoiletten als eher schlecht oder sehr schlecht. Deutschlandweit waren es 56 Prozent.
Mit der Sanierung der Toiletten in Westerndorf St. Peter hatte sich am Dienstagabend (22. September)  der Haupt- und Finanzausschuss des Rosenheimer Stadtrats beschäftigt. Hintergrund war ein Antrag der CSU-Stadtratsfraktion. Der Ausschuss stimmte dem Vorhaben einstimmig zu. Die endgültige Entscheidung fällt im Stadtrat am 30. September.

357 WC-Räume unter die Lupe genommen

Das Zentrale Gebäudemanagement der Stadt hatte die Toilettenanlagen an den städtischen Schulgebäuden systematisch untersucht. Insgesamt wurden 357 WC-Räume mit einer Gesamtfläche von rund 4.000 Quadratmetern an 16 Schulen einschließlich zugehöriger Sporthallen erfasst.
Dabei wurden die Anlagen in vier Kategorien eingeteilt. In den Kategorien 1 und 2 sind die Toiletten entweder zeitgemäß oder zwar optisch nicht mehr aktuell, aber funktional noch in Ordnung. Diese Anlagen sollen bei Bedarf im Rahmen der normalen Bauunterhaltung erneuert werden.
Kategorie 3 umfasst Toiletten, die sowohl optisch nicht mehr zeitgemäß als auch funktional eingeschränkt sind. Sie sollen zwischen 2026 und 2031 schrittweise auf den aktuellen Standard gebracht werden. In dieser Kategorie befinden sich unter anderem die Grund- und Mittelschule Westerndorf St. Peter, das Sebastian-Finsterwalder-Gymnasium und die Doppelturnhalle Am Nörreut.
Bei den Toiletten der Kategorie 4 sieht die Stadt dagegen unmittelbaren Handlungsbedarf. Hier geht es um Anlagen, die beispielsweise wegen Geruchs, eingeschränkter Funktion oder ihres Zustands als „nicht zumutbar“ eingestuft wurden. Aktuell betrifft das die Grund- und Mittelschule Westerndorf St. Peter und das Sebastian-Finsterwalder-Gymnasium. Beide sollen bis Ende 2027 saniert werden.

In Westerndorf St. Peter stinkt es

Die Toiletten der Grund- und Mittelschule Westerndorf St. Peter sind mehr als 50 Jahre alt. In ihrem Antrag hatte die CSU auf wiederholte Wasserschäden und defekte Abwasserleitungen hingewiesen. Dadurch komme es zu einem starken Geruch, außerdem seien die hygienischen Bedingungen nicht mehr akzeptabel.
CSU-Fraktionsvorsitzender Dr. Wolfgang Bergmüller hatte sich die Toiletten selbst angesehen und begrüßte im Ausschuss die geplante Sanierung. „Die Toiletten sind über 50 Jahre alt. Ihr Zustand ist an sich dafür sogar noch ganz ordentlich, aber aufgrund der kaputten Leitungen stinkt es extrem“, sagte er.

Besonders wichtig sei für ihn, dass die Arbeiten zügig umgesetzt werden können. Die Verwaltung geht davon aus, dass die einzelnen Gewerke aufgrund ihrer Größenordnung unter den maßgeblichen Vergabeschwellen liegen und deshalb als Direktaufträge vergeben werden können. Je nach Auftragswert sollen dabei mehrere Angebote verglichen und der wirtschaftlichste Anbieter ausgewählt werden.
Für die Grund- und Mittelschule Westerndorf St. Peter sind für 2026 rund 100.000 Euro und für 2027 rund 250.000 Euro vorgesehen.

Es geht um mehr als neue Toiletten

Bei den geplanten Arbeiten handelt es sich nicht nur um einen Austausch einzelner Sanitärgegenstände. Die bestehenden Einbauten und technischen Installationen sollen bis auf die Grundmauern zurückgebaut werden. Erneuert werden unter anderem Sanitär-, Heizungs- und Elektroinstallationen sowie bei Bedarf die Lüftung.
Auch Bodenaufbau, Wand- und Deckenoberflächen werden erneuert. Die neuen Toiletten sollen überwiegend mit Vorwandinstallationen ausgeführt werden. Geplant ist außerdem eine LED-Beleuchtung mit bedarfsgerechter Steuerung.

Für die Sanierung der Toilettenanlagen der Kategorie 3 und 4 rechnet die Stadt insgesamt mit rund 3,4 Millionen Euro bis 2031. Für 2026 sind dabei unter anderem rund 450.000 Euro für das Sebastian-Finsterwalder-Gymnasium und rund 100.000 Euro für Westerndorf St. Peter vorgesehen. 2027 folgen weitere rund 400.000 Euro für das Gymnasium und rund 250.000 Euro für Westerndorf St. Peter.
Die für 2027 benötigten 850.000 Euro sind bislang noch nicht im Haushalt und in der Finanzplanung enthalten. Sie sollen im laufenden Haushaltsverfahren berücksichtigt werden. Wegen der angespannten Finanzlage sollen die zusätzlichen Ausgaben durch Einsparungen bei anderen Maßnahmen ausgeglichen werden. Ein geeignetes staatliches Förderprogramm gibt es nach Angaben der Stadt derzeit nicht.

Auch Verschmutzungen sind ein Thema

Neben den baulichen Problemen gibt es bei den Schultoiletten noch einen weiteren Punkt: Bei den Begehungen und aufgrund von Rückmeldungen der Hausmeister stellte die Stadt wiederholt Verunreinigungen durch Schüler fest. Teilweise sei deshalb eine intensive Reinigung notwendig.
Solche zusätzlichen Reinigungen sollen bei Bedarf unmittelbar beauftragt werden. Gleichzeitig sollen Schulen, Eltern und Schüler für einen verantwortungsvollen Umgang mit den Toiletten sensibilisiert werden. Auch die Kosten und der Aufwand für Reinigung und Instandhaltung sollen im Unterricht thematisiert werden.

Die Sanierungen sollen außerdem so organisiert werden, dass während der Arbeiten ausreichend Toiletten zur Verfügung stehen. Deshalb will die Stadt die Maßnahmen abschnittsweise umsetzen. Aufwendige Zwischenlösungen wie Sanitärcontainer sollen damit möglichst vermieden werden.

Barrierefreiheit soll mitgedacht werden

Im Ausschuss wurde auch auf die Barrierefreiheit hingewiesen. Die Freie-Wähler-Stadträtin Christine Degenhart regte an, bei den Sanierungen entsprechende Verbesserungen mitzudenken. Schon vergleichsweise kleine Veränderungen, etwa größere Kabinen oder Türen, die nach außen aufgehen, könnten dabei viel bewirken. Oberbürgermeister Abuzar Erdogan bezeichnete das Thema als „wichtiges Thema“. Es sei richtig dafür, „Geld in die Hand zu nehmen“. Auch die Grünen-Stadträtin Anna Rutz sprach sich für die Sanierung aus trotz hoher finanzieller Mittel: „Das ist eine gute Investition“.

Der Haupt- und Finanzausschuss stimmte dem Vorhaben einstimmig zu. Die endgültige Entscheidung über die Maßnahmen fällt am 30. September im Rosenheimer Stadtrat.
(Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Symbolfoto: re)

Henschel Quartett gastiert mit „In Liebe“ in Rosenheim

Henschel Quartett gastiert mit „In Liebe“ in Rosenheim

Rosenheim – Das Henschel Quartett ist am Samstag, 26. September, in Rosenheim zu Gast. Im Theatersaal im Künstlerhof präsentiert das Streichquartett sein Programm „In Liebe“ mit Werken von Ludwig van Beethoven, Erwin Schulhoff, Christian Elsässer und Felix Mendelssohn Bartholdy.

Das Konzert findet im Rahmen der wiederbelebten Zusammenarbeit zwischen der Stadt Rosenheim und dem Musiksommer zwischen Inn und Salzach e.V. statt. Die Partnerschaft soll den kulturellen Austausch und gemeinsame Veranstaltungen in Rosenheim und der Region stärken.
Das Henschel Quartett ist seit vielen Jahren international tätig und gibt Konzerte auf der ganzen Welt.
Beginn in Rosenheim ist um 11 Uhr im Theatersaal im Künstlerhof, 1. Stock (Ludwigsplatz 15, 83022 Rosenheim).

Karten sind bei den Vorverkaufsstellen von Reservix, unter 0761/88849999 sowie über musiksommer.reservix.de erhältlich. Restkarten gibt es an der Abendkasse.
(Quelle: Pressemitteilung Stadt Rosenheim / Beitragsbild: Henschel Quartett Copyright Felix Krammer)

Traunstein: Wendelbergtunnel bei Melleck an zwei Tagen gesperrt

Traunstein: Wendelbergtunnel bei Melleck an zwei Tagen gesperrt

Melleck / Traunstein – Autofahrer müssen sich am 30. September und 1. Oktober auf eine Sperrung des Wendelbergtunnels an der B 21 bei Melleck einstellen. Wegen turnusmäßiger Reinigungs- und Wartungsarbeiten ist die Durchfahrt an beiden Tagen jeweils von 8 bis 17 Uhr nicht möglich. 

Die Arbeiten umfassen unter anderem die Reinigung von Wänden, Verkehrszeichen und Entwässerungsanlagen sowie die Wartung der Tunneltechnik. Sie sind notwendig, um den sicheren Betrieb des Tunnels zu gewährleisten.
Eine Umleitung über die Gemeindeverbindungsstraße Steinpass ist ausgeschildert.
Das Staatliche Bauamt Traunstein bittet Verkehrsteilnehmer und Anlieger um Verständnis für die Behinderungen und empfiehlt, die Sperrzeiten bei der Reiseplanung zu berücksichtigen.
(Quelle: Pressemitteilung Staatliches Bauamt Traunstein / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Traubeneiche erinnert in Eggstätt an 1100 Jahre Ehchistat

Traubeneiche erinnert in Eggstätt an 1100 Jahre Ehchistat

Eggstätt / Landkreis Rosenheim – Ein Baum soll in Eggstätt auch künftig an das Gemeindejubiläum „1100 Jahre Ehchistat“ erinnern. Anlässlich des Jubiläums im vergangenen Jahr wurde auf Initiative von Matthias Ruh, Ortsvorsitzender des BUND Naturschutz, Ortsgruppe Eggstätt, eine Traubeneiche als Jubiläumsbaum gepflanzt. Nun kamen zahlreiche Spender zu einer kleinen Feierstunde zusammen.

Die Eiche soll für die Verbundenheit mit der Gemeinde stehen und zugleich Beständigkeit, Wachstum und eine gemeinsame Zukunft symbolisieren.
Die Auswahl und Pflanzung des Baumes wurde von der Firma Kraftorte Höfer übernommen, die sich auch an den Kosten von knapp 5.000 Euro beteiligte. Weitere Spenden machten die Umsetzung möglich. Die Pflege der Eiche übernimmt der gemeindliche Bauhof.

Dank an die Unterstützer

Bei der Feierstunde dankte Eggstätts Bürgermeister Christoph Kraus Matthias Ruh für die Initiative sowie allen Spendern für ihre Unterstützung.
„Ich freue mich, dass das Jubiläumsjahr durch diesen Baum auch in der Zukunft weitergetragen wird und wir so eine so lebendige Erinnerung bewahren.“
Auch Matthias Ruh bedankte sich bei allen Beteiligten und hob die gute Zusammenarbeit sowie die pragmatische Umsetzung hervor.
(Quelle: Pressemitteilung Gemeinde Eggstätt / Beitragsbild: Auf dem Bild sind die Spender des Baumes zusammen mit Eggstätts Bürgermeister Christoph Kraus (hinten links) und Initiator Matthias Ruh (hinten rechts) zu sehen. Copyright Gemeinde Eggstätt)

Rosenheim plant neue Parkgebühren: Gratisstunde vor dem Aus

Rosenheim plant neue Parkgebühren: Gratisstunde vor dem Aus

Rosenheim – Rosenheim will sein Parksystem erneut umkrempeln. Hintergrund ist vor allem der geplante Neubau des Parkhauses P1 am Hammerweg, der rund 13,45 Millionen Euro kosten soll. Um einen Teil dieser Kosten über zusätzliche Parkeinnahmen aufzufangen, will die Stadt die Gebühren neu ordnen: Zentral gelegene Parkhäuser sollen künftig mehr kosten, weiter vom Zentrum entfernte weniger. Die kostenlose erste Stunde, die erst Ende 2023 eingeführt wurde, wäre damit schon wieder Geschichte.

Der Haupt- und Finanzausschuss hat die Pläne am Dienstagabend (22. September) einstimmig gebilligt. Die endgültige Entscheidung trifft der Stadtrat am 30. September. Geplant ist nicht nur eine neue Gebührenstaffel. Auch das Parken am Straßenrand in der Parkzone 1 soll neu geregelt werden.

P1 soll Platz für 700 Autos schaffen

Im Mittelpunkt steht das Parkhaus P1 am Hammerweg, direkt hinter dem Lokschuppen. Das Ende 1987 eröffnete Gebäude hat derzeit rund 430 Stellplätze. Untersuchungen haben inzwischen erheblichen Sanierungsbedarf ergeben. Unter anderem müssen Parkdecks, Rampen und weitere Bauteile grundlegend überarbeitet werden. Nach Einschätzung der Verwaltung lässt sich der Betrieb ohne grundlegende Maßnahmen nicht über Mitte 2028 hinaus sicherstellen.

Deshalb soll P1 nicht umfassend saniert, sondern durch einen Neubau ersetzt werden. Das Untergeschoss soll weitgehend erhalten und verstärkt werden, die darüberliegenden Geschosse werden abgebrochen und neu errichtet. Vorgesehen sind insgesamt 14 Ebenen und rund 700 Stellplätze. Das oberste Parkdeck bleibt offen. Baubeginn ist für Frühjahr 2028 vorgesehen, Anfang 2029 soll das neue Parkhaus fertig sein.

Die Gesamtprojektkosten werden derzeit auf rund 13,45 Millionen Euro netto geschätzt. Die neuen Parkgebühren sollen dazu beitragen, diese Investition und die künftig höheren Kosten des Parkhausbetriebs zumindest teilweise aufzufangen.

Gebührengrafik Parkgebühren. Foto: re

Hier der Überblick: Parkgebühren aktuell bei den Parkhäusern von Stadt und GRWS und zukünftig. Grafik: Innpuls.me

Zentral teurer, weiter außen günstiger

Kern der geplanten Neuregelung ist eine stärkere Staffelung nach der Lage. In der teuersten Kategorie liegen die zentralen Parkmöglichkeiten P2 am KU’KO und künftig auch P1 am Hammerweg. In Kategorie 2 fallen P7 Altstadt-Ost, P9 Am Klinikum und der Parkplatz an der Pettenkoferstraße. Die günstigste Kategorie ist für P12 Bahnhof Nord vorgesehen.
Damit verfolgt die Stadt zwei Ziele: Die zentral gelegenen Parkhäuser sollen höhere Einnahmen bringen, während günstigere Tarife weiter außerhalb einen Anreiz schaffen sollen, diese Parkmöglichkeiten stärker zu nutzen. Gerade das P12 am Bahnhof Nord ist derzeit nach den Angaben aus der Sitzung häufig nur teilweise ausgelastet.

Die Verwaltung rechnet auf Grundlage der Parkvorgänge und Kapazitäten des Jahres 2025 mit insgesamt rund 2,491 Millionen Euro zusätzlichen Einnahmen pro Jahr. Davon entfallen 2,170 Millionen Euro auf die Kategorie 1, 312.000 Euro auf Kategorie 2 und 9.000 Euro auf Kategorie 3. Beim P1 sind in der Berechnung bereits die künftig rund 700 statt bisher 434 Stellplätze berücksichtigt.

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Die Mehreinnahmen sollen allerdings nicht nur den Neubau auffangen. Auch der laufende Betrieb der Parkhäuser wird laut Sitzungsvorlage teurer. Genannt werden unter anderem neue Bezahlsysteme, Kennzeichenerkennung sowie höhere Finanzierungs- und Zinskosten. Allein für den neuen P1 werden jährlich rund 375.000 Euro Abschreibungen angesetzt.
Hinzu kommt ein steuerlicher Effekt: Nach der Einschätzung der Verwaltung kann die Stadt bei einer vollständig kostenpflichtigen Nutzung die beim Bau anfallende Umsatzsteuer komplett als Vorsteuer abziehen. Bei der bisherigen kostenlosen ersten Stunde waren es demnach nur rund 80 Prozent. Für den Neubau des P1 ergibt sich daraus laut Vorlage ein finanzieller Vorteil von rund 500.000 Euro.

P1 schon vor dem Neubau teurer

Bei P1 gab es im Ausschuss noch eine Änderung gegenüber dem ursprünglichen Vorschlag. Das Parkhaus am Hammerweg sollte zunächst erst nach seinem Neubau in die höchste Tarifkategorie 1 eingestuft werden.

Grünen-Fraktionssprecherin Sonja Gintenreiter konnte das nicht nachvollziehen. „Entscheidend bei einem Parkhaus ist doch die Lage und nicht die Attraktivität“, argumentierte sie. P1 liege bereits heute sehr zentral. Warum sollte die Lage erst nach dem Neubau einen höheren Tarif rechtfertigen? Oberbürgermeister Abuzar Erdogan folgte diesem Argument. Damit soll P1 bereits vor dem Neubau nach dem Tarif der Kategorie 1 behandelt werden.

Die Gratisstunde soll wieder verschwinden

Für Autofahrer dürfte aber eine andere Änderung besonders spürbar sein: Die kostenlose erste Stunde in den Parkhäusern soll abgeschafft werden. Sie war erst zum 1. Dezember 2023 eingeführt worden. Der Stadtrat hatte damals mit großer Mehrheit dafür gestimmt. Die Gratisstunde war unter anderem ein langjähriger Wunsch des örtlichen Handels.
Künftig soll bereits ab der ersten halben Stunde bezahlt werden. Dafür gibt es eine Besonderheit bei der neuen Tarifstruktur: Zwischen 1:01 und 2:30 Stunden steigt der Preis jeweils nicht weiter. In der teuersten Kategorie kostet das Parken beispielsweise bis 30 Minuten 1 Euro, bis eine Stunde 2,50 Euro und bis 90 Minuten 4 Euro. Wer bis zu 2:30 Stunden bleibt, zahlt ebenfalls 4 Euro.

Auch am Straßenrand wird das System verändert. In der Parkzone 1 soll die erste halbe Stunde künftig kostenlos sein. Gleichzeitig soll die maximale Parkdauer dort auf eine Stunde begrenzt werden. Damit soll es ein kostenloses Zeitfenster für kurze Erledigungen geben, während längere Parkvorgänge stärker in die Parkhäuser gelenkt werden.

Schon wieder eine neue Parkrunde

Die geplante Änderung ist damit bereits die nächste Anpassung innerhalb weniger Jahre. Ende 2023 kam die kostenlose erste Stunde, im Juli 2025 beschloss der Stadtrat mit 24:21 Stimmen eine weitere Erhöhung der Parkgebühren. Damals stand vor allem die Haushaltskonsolidierung im Vordergrund. Nun wird die Neuordnung zusätzlich mit dem Neubau des P1 und den steigenden Kosten für den Parkhausbetrieb begründet.

Auch Oberbürgermeister Abuzar Erdogan berichtete, er habe sich vorab mit dem Rosenheimer Citymanagement und dem Wirtschaftlichen Verband über die neue Ausrichtung ausgetauscht. „Es hat keine ablehnenden Signale gegeben“, sagte der Oberbürgermeister. Das ist insofern interessant, als die kostenlose erste Stunde 2023 auch mit einem Wunsch des örtlichen Handels begründet worden war.
Grundsätzliche Zustimmung kam auch von den Fraktionen. CSU-Fraktionsvorsitzender Dr. Wolfgang Bergmüller sagte: „Ich halte den Vorschlag absolut für sinnvoll.“ Besonders erhofft er sich eine bessere Auslastung des P12, das derzeit häufig halb leer sei. Für das neue P1 wünschte er sich außerdem 50 bis 100 Stellplätze für Dauerparker. Auch die Grünen unterstützten das Konzept. Stadträtin Anna Rutz machte allerdings deutlich, dass der Wegfall der kostenlosen ersten Stunde für Autofahrer zunächst eine spürbare Veränderung bedeutet. Die SPD befürwortete die neue Staffelung ebenfalls. Jonah Werner bezeichnete sie als „für Rosenheim überfällig“ und verwies auf München, wo zentrale Parkmöglichkeiten deutlich teurer seien als P+R-Angebote am Stadtrand.

Auch die Freien Wähler hatten keine Einwände gegen das Gebührenkonzept. Beim Neubau selbst gab es Wünsche zur Gestaltung: Das P1 solle attraktiv aussehen. Auch Photovoltaik wurde angesprochen – falls eine Anlage auf dem Dach nicht möglich sei, eventuell an anderer Stelle am Gebäude.

Der Antrag wurde im Haupt- und Finanzausschuss mehrheitlich angenommen. Ob die neue Gebührenordnung tatsächlich kommt und damit die kostenlose erste Stunde in den Parkhäusern endet, entscheidet sich am 30. September im Rosenheimer Stadtrat.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Neuer Kreisverkehr bei Bruckmühl: Unfallschwerpunkt entschärft

Neuer Kreisverkehr bei Bruckmühl: Unfallschwerpunkt entschärft

Bruckmühl / Landkreis Rosenheim – Nach knapp vier Monaten Bauzeit ist der neue Kreisverkehr an der Einmündung der Staatsstraße 2078 und der RO 8 bei Bruckmühl fertig. Der Verkehr rollt bereits, die letzten Restarbeiten stehen wie geplant kurz vor dem Abschluss.

Knapp vier Monate ist am neuen Kreisverkehr gearbeitet worden, nun stehen die letzten Restarbeiten kurz vor ihrem Abschluss.
„Mit insgesamt rund 22.000 Fahrzeugen täglich haben wir an diesem Einmündungsbereich eine überdurchschnittlich hohe verkehrliche Belastung. Immer wieder kam es in der Vergangenheit zu schweren Verkehrsunfällen. Bei einem umfangreichen Variantenvergleich hatte sich hier der Bau eines Kreisverkehrs als die beste Lösung zur Entschärfung dieses Unfallschwerpunkts herausgestellt“, erklärt Dr. Hermann Streicher, Bereichsleiter Straßenbau beim Staatlichen Bauamt Rosenheim.

Bauarbeiten seit Anfang Juni

Nach Abschluss der notwendigen Vorplanungen hatte die beauftragte Baufirma Anfang Juni mit den Arbeiten begonnen. Um die Verkehrsbehinderungen während der Bauzeit möglichst gering zu halten, wurde zunächst südlich des Knotenpunkts eine Behelfsumfahrung hergestellt und der Verkehr dorthin umgeleitet.
Danach folgten umfangreiche Tiefbau- und Erdarbeiten sowie die Herstellung des Unterbaus für die Asphaltfahrbahn.

Der neue Kreisverkehr hat einen Durchmesser von 40 Metern. Damit sollen auch größere Lastwagen ihn problemlos passieren können.
Bei der Beschaffung der dafür notwendigen Grundstücksflächen wurde das Staatliche Bauamt Rosenheim vom Markt Bruckmühl und Bürgermeister Richard Richter unterstützt.

„Ich bedanke mich beim Staatlichen Bauamt Rosenheim, dem Landkreis Rosenheim und den betroffenen Grundstückseigentümern im Namen aller Verkehrsteilnehmer, dass dieser Unfallschwerpunkt aufgelöst werden konnte. Die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit war wohltuend und zielführend. Die Baumaßnahme hat zu Einschränkungen im Straßenverkehr und in der Erreichbarkeit des Ortskerns geführt. Alle Beteiligten waren jedoch stets bemüht, diese so kurz wie möglich zu halten. Die Umsetzung des Bauwerks und der dafür benötigte Zeitraum waren vorbildlich und kurz“, so Richter.

Rund eine Million Euro Kosten

An den Kosten für den Neubau beteiligte sich der Landkreis Rosenheim mit 300.000 Euro. Insgesamt kostete der neue Kreisverkehr rund eine Million Euro. Die übrigen Kosten trägt der Freistaat Bayern.

Landrat Otto Lederer bezeichnete den Kreisverkehr als Lösung für einen seit Jahren bekannten Unfallschwerpunkt: „Mit dem neuen Kreisverkehr wird ein seit Jahren bekannter Unfallschwerpunkt nachhaltig entschärft. Gerade angesichts des hohen Verkehrsaufkommens war es wichtig, hier eine Lösung zu finden, die die Sicherheit deutlich verbessert und gleichzeitig einen reibungslosen Verkehrsfluss ermöglicht. Ich freue mich deshalb sehr, dass die Bauarbeiten nun abgeschlossen sind. Mein Dank gilt dem Staatlichen Bauamt Rosenheim, der Marktgemeinde Bruckmühl und allen Beteiligten für die gute Zusammenarbeit – und nicht zuletzt den Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmern für ihre Geduld während der Bauzeit.“

Mit dem Abschluss der Bauarbeiten steht der neue Kreisverkehr an der Staatsstraße 2078 und der RO 8 nun für den Verkehr zur Verfügung.
(Quelle: Pressemitteilung Staatliches Bauamt Rosenheim / Beitragsbild: Ein neuer Kreisverkehr entschärft den Unfallschwerpunkt bei Bruckmühl  Copyright Staatliches Bauamt Rosenheim)

Radsport: Mattia Cattaneo holt mit Italien Gold in der Mixed-Staffel

Radsport: Mattia Cattaneo holt mit Italien Gold in der Mixed-Staffel

Kanada / Deutschland – Mattia Cattaneo, von Red Bull – Bora – hansgrohe, ist mit Italien Weltmeister im Radsport geworden. Der 35-Jährige gewann mit dem italienischen Team Gold in der Mixed-Staffel. Der Wettbewerb wird seit 2019 ausgetragen und brachte Italien in Kanada erstmals den Weltmeistertitel.

Cattaneo bildete gemeinsam mit Matteo Sobrero und Filippo Ganna das italienische Männertrio. Die drei absolvierten zunächst 20,3 Kilometer. Dabei erarbeiteten sie sich einen Vorsprung von elf Sekunden auf Frankreich und zwölf Sekunden auf Australien.
Anschließend übergaben sie an das italienische Frauenteam mit Elisa Longo Borghini, Vittoria Guazzini und Monica Trinca Colonel. Die drei Frauen verteidigten auf derselben Strecke den Großteil des Vorsprungs und sicherten Italien damit den Weltmeistertitel.

Für Cattaneo war es bereits die vierte Teilnahme in Folge an der italienischen Mixed-Staffel. In den drei Jahren zuvor hatte das italienische Team den fünften, dritten und vierten Platz erreicht.

Neben Romet Pajur, der mit Estland Zehnter wurde, war Cattaneo der einzige Fahrer aus den Reihen von Red Bull – Bora – hansgrohe, der bei diesem Wettbewerb am Start stand.

Cattaneo auch im Straßenrennen dabei

Für Cattaneo ist damit das zweite von drei Weltmeisterschaftsrennen in Montréal abgeschlossen. Im Einzelzeitfahren am Eröffnungssonntag belegte der Italiener den 16. Platz. Auch beim abschließenden Straßenrennen gehört er zum italienischen Aufgebot.

Nach dem Gewinn des Weltmeistertitels sagte Cattaneo:
„Es war ein harter Kurs. Aber wir hatten wie schon in den Vorjahren ein starkes Team. Wir versuchen jetzt schon so lange, dieses Regenbogentrikot zu gewinnen. Jetzt haben wir es geschafft, deswegen bin ich sehr glücklich.“
(Quelle: Pressemitteilung Red Bull – Bora – hansgrohe / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Wenn Diäten nicht mehr helfen: Informationsabend zu Adipositas in Bad Aibling

Wenn Diäten nicht mehr helfen: Informationsabend zu Adipositas in Bad Aibling

Bad Aibling / Landkreis Rosenheim – Übergewicht kann langfristig erhebliche gesundheitliche Folgen haben. Doch was können Menschen tun, wenn Diäten und einseitige Ernährungsempfehlungen dauerhaft nicht zum gewünschten Erfolg führen?

Antworten auf diese Frage gibt ein kostenfreier Informationsabend der RoMed Klinik Bad Aibling am heutigen Mittwoch, 23. September, um 18 Uhr.
Dr. Sandra Sommerey, Zentrumsleiterin Chirurgie, und die Ökotrophologin Christiane Abel vom zertifizierten Kompetenzzentrum für Adipositaschirurgie informieren über moderne operative Verfahren zur Gewichtsreduktion. Außerdem geht es um die richtige Ernährung vor und nach einer Operation.
Ein weiterer Schwerpunkt des Abends sind Ballaststoffe. Unter dem Titel „Ballaststoffe zwischen Hype und Wissenschaft“ wird erklärt, welche Rolle sie gerade bei Adipositas spielen. Dabei geht es unter anderem darum, wie Ballaststoffe das Sättigungsgefühl, die Verdauung und den Stoffwechsel beeinflussen können.

Im Anschluss haben die Teilnehmer Gelegenheit, individuelle Fragen zu stellen und sich persönlich mit den Experten sowie anderen Teilnehmern auszutauschen.
(Quelle: Pressemitteilung RoMed Kliniken / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Katzenpaar oder Einzelkatze? Worauf es bei der Haltung ankommt

Katzenpaar oder Einzelkatze? Worauf es bei der Haltung ankommt

Deutschland / Bayern / Rosenheim – Katze allein oder doch lieber zwei? Ob eine Einzelkatze oder ein Katzenpaar besser passt, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Alter, Charakter und bisherige Erfahrungen der Tiere spielen dabei ebenso eine Rolle wie die Frage, ob eine Katze ausschließlich in der Wohnung lebt oder Freigang bekommt.

Der weit verbreitete Mythos, Katzen seien grundsätzlich Einzelgänger, stimmt so nicht. Vor allem junge Katzen und Tiere, die ausschließlich in der Wohnung leben, können vom Zusammenleben mit einem Artgenossen profitieren.

„Gerade junge Katzen lernen im Zusammenleben viel über Kommunikation und Sozialverhalten“, erklärt Sabine Ruthenfranz, Katzenexpertin und Buchautorin. „Dazu gehören beispielsweise gemeinsames Spielen, gegenseitige Fellpflege oder das Ruhen nebeneinander.“
Wer sich für zwei Katzen entscheidet, sollte möglichst Tiere auswählen, die sich bereits kennen oder hinsichtlich Alter und Temperament gut zueinander passen.

Nicht jede Katze möchte einen Artgenossen

Es gibt aber auch Katzen, die lieber allein leben. Häufig betrifft das ältere Tiere oder Katzen, die schlechte Erfahrungen mit Artgenossen gemacht haben.
Auch Katzen, die das Alleinleben seit Jahren gewohnt sind, lassen sich nicht immer problemlos mit einer anderen Katze vergesellschaften.

Deshalb sollte bei der Entscheidung nicht nur die Frage im Mittelpunkt stehen, ob Katzen grundsätzlich Gesellschaft brauchen. Entscheidend ist auch, welche Voraussetzungen das jeweilige Tier mitbringt.

Wohnungskatze oder Freigänger?

Auch die Haltungsform spielt eine Rolle. „Wohnungskatzen profitieren besonders stark von einem passenden Partnertier, weil im immer gleichen Lebensraum schneller Langeweile entstehen kann als in der Welt draußen. Gemeinsames Spielen und Gesellschaft auf Augenhöhe sind für viele Katzen eine wichtige Bereicherung“, sagt Ruthenfranz.

Freigängerkatzen haben dagegen mehr Möglichkeiten, ihre Umgebung zu erkunden und dort anderen Tieren zu begegnen. Der Freigang ersetzt allerdings nicht automatisch den Kontakt zu einem dauerhaften Artgenossen.

Zwei Katzen bedeuten auch mehr Aufwand

Wer zwei Katzen hält, muss mit zusätzlichen Kosten für Futter, Tierarztbesuche und Ausstattung rechnen. Auch bei den Katzentoiletten entsteht zusätzlicher Reinigungsaufwand.
Empfohlen wird grundsätzlich mindestens eine Katzentoilette mehr, als Katzen im Haushalt leben.
Beim Putzen macht es dagegen kaum einen Unterschied, ob eine oder mehrere Katzen auf den Teppich haaren.„Aber auch die Wohnung muss entsprechend ausgestattet sein. Ich brauche genügend Rückzugsorte, getrennte Liegeplätze sowie ausreichend Futter- und Trinkstellen.“ erklärt Ruthenfranz,

Alter, Aktivität und Charakter sollten zusammenpassen

Bei der Auswahl eines Katzenpartners kommt es vor allem darauf an, dass die Tiere gut zueinander passen. 
„Sie sollten in einem gleichen Alter sein und sich auch hinsichtlich Aktivität und Charakter ähneln – Geschwistertiere aus einem Wurf sind oft die ideale Wahl oder Tiere, die bereits auf der Pflegestelle Freundschaft geschlossen haben“, so die Expertin.
Wer sich vor der Anschaffung intensiv informiert und die Bedürfnisse der Tiere in den Mittelpunkt stellt, schafft die besten Voraussetzungen für ein harmonisches Zusammenleben.
(Quelle: Pressemitteilung IVH / Beitragsbild: Symbolfoto re)

MorgenINNPULS – Schon gewusst?

MorgenINNPULS – Schon gewusst?

Mittwoch, 23. September – Guten Morgen!

Wusstest Du, dass Urin im alten Rom tatsächlich zum Waschen von Kleidung verwendet wurde?
Der darin enthaltene Ammoniak half dabei, Schmutz und Fett aus den Textilien zu lösen. Gesammelt wurde der Urin dafür unter anderem in öffentlichen Latrinen.
Was für uns heute ziemlich ungewöhnlich klingt, war damals ganz selbstverständlich.

Vielleicht staunst Du heute darüber, wie einfach Sauberkeit für uns geworden ist.

Wir wünschen Dir einen geschichtsträchtigen Start in den Tag! 🌞
(Quelle: Artikel Josefa Staudhammer / Beitragsbild: re)

Historisches Foto: Gasthof Bahnhof in Krottenmühl am Simssee

Historisches Foto: Gasthof Bahnhof in Krottenmühl am Simssee

Krottenmühl / Landkreis Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in die Zeit um 1910 – nach Krottenmühl am Nordostufer des Simssees. Auf unserem historischen Foto ist der ehemalige Bahnhofsgasthof zu sehen. Über dem Eingang verrät die alte Fassade selbst, wo die Gäste damals einkehren konnten: „Gasthof Bahnhof – Pension Marhuber“.

Schon der Blick auf das Foto macht deutlich, warum Krottenmühl damals ein beliebtes Ziel für Ausflügler und Sommergäste gewesen sein dürfte. Vor dem Gasthof stehen Tische und Stühle unter großen Bäumen, dahinter beginnt der Wald. Vieles wirkt ruhig und abgeschieden – und doch weist der Name „Bahnhof“ darauf hin, dass die Eisenbahn ganz in der Nähe lag.

Einkehren am Simssee

Der Gasthof wurde von der Familie Marhuber geführt und war nicht nur eine Einkehrmöglichkeit, sondern auch eine Pension. Wer zur damaligen Zeit nach Krottenmühl kam, konnte hier also offenbar auch länger bleiben.
Besonders schön ist auf dem historischen Foto die Szenerie vor dem Haus: Sitzgelegenheiten im Schatten der Bäume, während die Fassade mit ihrem Schriftzug „Gasthof Bahnhof – Pension Marhuber“ ins Auge fällt. Heute ist von diesem Ortsbild vieles vergangen.
Der Bahnhof Krottenmühl lag an der Bahnstrecke zwischen Rosenheim und Bad Endorf. Der Personenverkehr am Bahnhof wurde 1968 eingestellt. Das historische Foto erinnert damit auch an eine Zeit, in der die Bahn für Ausflüge an den Simssee noch eine wichtige Rolle spielte.

Wer von unseren Lesern kennt den ehemaligen Gasthof noch – oder weiß, wann sich sein Erscheinungsbild verändert hat? Vielleicht gibt es in Familienalben sogar noch weitere Fotos aus dieser Zeit.
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann / Artikel: Karin Wunsam)