IG BAU fordert 17 Euro Mindestlohn für Reinigungskräfte in Rosenheim

IG BAU fordert 17 Euro Mindestlohn für Reinigungskräfte in Rosenheim

Rosenheim – Die IG BAU Oberbayern geht mit einer Forderung nach höheren Löhnen in die anstehende Tarifrunde für das Gebäudereiniger-Handwerk. Der Mindestlohn soll nach dem Willen der Gewerkschaft um zwei Euro auf 17 Euro pro Stunde steigen. Für die Glas- und Fassadenreinigung fordert sie einen Stundenlohn von künftig 20,40 Euro.

In Rosenheim arbeiten nach Angaben der IG BAU rund 400 Beschäftigte in 38 Unternehmen der Gebäudereinigungsbranche. Die Forderung bezieht sich auf alle Beschäftigten im Gebäudereiniger-Handwerk.
„Und das für alle, die professionell im Gebäudereiniger-Handwerk arbeiten – drinnen in Altenheimen oder Betrieben genauso wie draußen an der Fensterfassade“, sagt der Vorsitzende der IG BAU Oberbayern, Dieter Pangerl.

Die Gewerkschaft begründet ihre Forderung unter anderem mit den gestiegenen Lebenshaltungskosten.
„Die Inflation ist jetzt wieder nach oben gegangen. Die Preise ziehen an: Mieten, Sprit, Lebensmittel. Das trifft die Reinigungskräfte härter als die meisten anderen, weil sie viel zu wenig verdienen – vor allem auch für die harte Arbeit, die sie machen. Es wird deshalb Zeit, beim Lohn in der Gebäudereinigung aufzuholen“, so Dieter Pangerl.

Die Tarifverhandlungen sollen nach Angaben der IG BAU noch im September beginnen.
(Quelle: Pressemitteilung IG BAU / Beitragsbild: Copyright IG BAU | Florian Göricke)

Wiesn-Notizen: Rosenheimer Stadtrat traf sich zum traditionellen Wiesnbesuch

Wiesn-Notizen: Rosenheimer Stadtrat traf sich zum traditionellen Wiesnbesuch

Im Rosenheimer Stadtrat wird gerne auch einmal hitzig diskutiert. Beim traditionellen Wiesnbesuch auf dem Rosenheimer Herbstfest stehen dagegen das persönliche Kennenlernen, Gespräche und ein geselliges Miteinander im Mittelpunkt. Gerade nach der Kommunalwahl mit vielen neuen Stadtratsmitgliedern bot der Abend reichlich Gelegenheit zum Austausch.

Einmal im Jahr wurde der Sitzungssaal gegen das Festzelt getauscht: Zum traditionellen Wiesnbesuch trafen sich die Mitglieder des Rosenheimer Stadtrats mit geladenen Gästen und Vertretern der Rosenheimer Medien. Unterstützt wurde der Termin von den Rosenheimer Stadtwerken. Abwechselnd findet der Wiesnbesuch in der AuerBräu-Festhalle und im Flötzinger-Festzelt statt. In diesem Jahr war wieder das Flötzinger-Festzelt an der Reihe.

Wo im Rathaus über Anträge, Beschlüsse und politische Positionen diskutiert wird, ging es beim Wiesnbesuch vor allem um den persönlichen Austausch. Die politischen Debatten blieben weitestgehend außen vor. Stattdessen wurde miteinander gesprochen, gelacht und die Gelegenheit genutzt, sich auch einmal abseits des politischen Alltags kennenzulernen.

Viele neue Gesichter im Stadtrat

Das war in diesem Jahr besonders interessant. Nach der Kommunalwahl gibt es zahlreiche neue Mitglieder im Rosenheimer Stadtrat. Beim gemeinsamen Abend im Flötzinger-Festzelt bot sich damit auch die Gelegenheit, die neuen Kollegen einmal außerhalb des Rathauses zu erleben. Statt Tagesordnungspunkten und Abstimmungen standen Gespräche in lockerer Runde auf dem Programm. Dabei trafen Stadtratsmitglieder, Oberbürgermeister und Medienvertreter in einer Atmosphäre aufeinander, die mit einer Stadtratssitzung wenig gemeinsam hatte.

Abuzar Erdogan nahm sich Zeit

Auch Rosenheims Oberbürgermeister Abuzar Erdogan gehörte natürlich zu den Gästen. Er nahm sich viel Zeit, um mit den geladenen Gästen ins Gespräch zu kommen.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Copyright Fotomontage Josefa Staudhammer)

Radsport: Ben Zwiehoff vom Team Red Bull – Bora – hansgrohe gewinnt Sauerland-Auftakt

Radsport: Ben Zwiehoff vom Team Red Bull – Bora – hansgrohe gewinnt Sauerland-Auftakt

Brilon / Menden / Raubling – Der Auftakt der Sauerlandrundfahrt ist für Ben Zwiehoff zu einem besonderen Erfolg geworden. Der 32-Jährige setzte sich beim 13,7 Kilometer langen Einzelzeitfahren in Brilon gegen die Konkurrenz durch und sicherte sich damit zugleich die erste Gesamtführung der Rundfahrt.

Die Strecke mit ihrem welligen Profil kam dem Deutschen entgegen. Statt reiner Zeitfahrspezialisten waren auf dem Kurs auch die Kletterqualitäten gefragt. Zwiehoff startet bei der Sauerlandrundfahrt als Gaststarter für das Development Team der Red Bull – Bora – hansgrohe Rookies.

Schnellster auf 13,7 Kilometern

Nach 17:15,93 Minuten stoppte die Uhr für Zwiehoff. Das entspricht einem Durchschnitt von 47,6 km/h. Besonders passend: Der Sieg gelang ihm nur wenige Kilometer von seiner Heimat Menden entfernt.
Rang zwei ging an Lokalmatador Miguel Heidemann (REMBE | rad-net), der 7,3 Sekunden hinter Zwiehoff ins Ziel kam. Dritter wurde der Spanier Eñaut Urkaregi (Lidl-Trek Future Racing) mit 9,37 Sekunden Rückstand.

Auch die Red Bull – Bora – hansgrohe Rookies konnten überzeugen: Paul Fietzke belegte für Deutschland Rang vier und lag 19,6 Sekunden hinter dem Sieger.

„Dass daraus mein erster Profisieg wird, hätte ich nicht gedacht“

Für Zwiehoff selbst kam der Erfolg überraschend. Das Zeitfahren zählt nach eigenen Worten nicht zu seinen Spezialitäten. Die Strecke spielte ihm als Bergfahrer allerdings in die Karten.
„Damit habe ich, ehrlich gesagt, nicht gerechnet. Das Zeitfahren zählt nicht zu meinen absoluten Spezialitäten, aber die Strecke war natürlich gut für einen Bergfahrer. Ich wusste schon aus den letzten Wochen im Training, dass es ganz gut läuft – dass daraus mein erster Profisieg wird, hätte ich aber nicht gedacht. Was mich besonders freut, ist, dieses Erlebnis im Sauerland zu haben. Wenn es im Training richtig hart werden soll, fahre ich meistens hierher. Zum Radfahren ist das hier einfach super. Das Trikot zu haben und zu sehen, dass die Beine gut sind, ist ein großer Vorteil für die nächsten Tage.“
(Quelle: Pressemitteilung Red Bull – Bora – hansgrohe / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Bilderrallye rund um Bad Aibling: Rätseln für einen guten Zweck

Bilderrallye rund um Bad Aibling: Rätseln für einen guten Zweck

Bad Aibling / Landkreis Rosenheim – Wer am Sonntag (20. September) rund um Bad Aibling unterwegs ist, sollte genau hinschauen: Der Automobilclub Bad Aibling veranstaltet seine Bilderrallye und verbindet dabei einen unterhaltsamen Nachmittag mit einem guten Zweck. Die Startgebühren werden vollständig an die Caritas Wendelstein Werkstätten gespendet.

Start und Ziel befinden sich auf dem Clubgelände des Automobilclubs im Sportpark in Mietraching. Nach der Fahrerbesprechung um 13.45 Uhr gehen die Teams ab 14 Uhr im Minutentakt auf die rund 48 Kilometer lange Strecke. Die Zieleinfahrt ist zwischen 16 und 17 Uhr vorgesehen. Um 18 Uhr folgt die Siegerehrung, anschließend ein Grillfest.

Wer findet die meisten Motive?

Bei der Rallye kommt es nicht auf Geschwindigkeit an. Stattdessen sind Aufmerksamkeit, Spürsinn und Teamarbeit gefragt. Jedes Team erhält eine Bordkarte mit verschiedenen Bildern, die mit Buchstaben gekennzeichnet sind. Entlang der Strecke müssen die abgebildeten Motive entdeckt und den richtigen Buchstaben zugeordnet werden.
Gesucht werden unter anderem Schilder, Gartendekorationen, Wandmalereien oder besondere Objekte in der Natur. Zwei bis vier Personen können sich pro Auto zu einem Team zusammenschließen. Auch Kinder und Jugendliche können als Beifahrer miträtseln.

Weil nicht die Zeit, sondern die Zahl der richtig gefundenen Bilder zählt, bleibt unterwegs auch Gelegenheit für eine Pause oder einen Abstecher auf ein Eis. Gewonnen hat das Team mit den meisten richtigen Lösungen. Bei Gleichstand entscheidet eine zusätzliche Aufgabe im Ziel.

Startgeld geht an die Wendelstein Werkstätten

Das Startgeld beträgt 20 Euro pro Team und wird vollständig an die Caritas Wendelstein Werkstätten gespendet. Weitere Spenden sind möglich.
Einen besonderen Bezug zum guten Zweck haben auch die Siegerpokale: Sie werden von den Wendelstein Werkstätten gefertigt.

Anmeldung bis Samstag

Wer bei der Bilderrallye dabei sein möchte, kann sich noch bis Samstag (19. September) um 12 Uhr anmelden. Möglich ist das per E-Mail an info@amc-bad-aibling.de oder telefonisch unter 08061/6252.
(Quelle: Pressemitteilung Caritas Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Auseinandersetzung am Münchner Ostbahnhof eskaliert – Mann vor Haftrichter

Auseinandersetzung am Münchner Ostbahnhof eskaliert – Mann vor Haftrichter

München – Eine Auseinandersetzung am Ostbahnhof ist am Donnerstagabend (3. September) eskaliert. Ein 32-Jähriger soll zunächst zwei Männer angegriffen haben. Als Bundespolizisten einschritten, widersetzte er sich den Maßnahmen, beleidigte die Beamten und soll sie mit dem Tod bedroht haben. Ein Polizist wurde dabei leicht verletzt.

Gegen 21 Uhr soll der 32-jährige afghanische Staatsangehörige im Zwischengeschoss des Ostbahnhofs im Vorbeigehen unvermittelt einen 55-jährigen Spanier gegen den Oberkörper geschlagen haben. Anschließend kam es zu einer verbalen Auseinandersetzung.
Ein bislang unbekannter Zeuge wurde auf die Situation aufmerksam und versuchte, den Mann zu beruhigen. Auch ein 41-jähriger Deutscher bekam den Streit mit und wies den 55-Jährigen auf das Bundespolizeirevier im Ostbahnhof hin.

Vor der Dienststelle soll der 32-Jährige dann auch den 41-Jährigen ins Gesicht geschlagen haben. Der 55-Jährige alarmierte daraufhin die Bundespolizei.
Ein weiterer bislang unbekannter Zeuge hielt den Angreifer bis zum Eintreffen von zwei Streifen fest. Anschließend entfernte er sich. Die Bundespolizei bittet gerade diesen Mann nun, sich als Zeuge zu melden.

Widerstand und Todesdrohungen

Auch gegenüber den Einsatzkräften blieb der 32-Jährige laut Bundespolizei aggressiv. Er widersetzte sich der Fesselung, beleidigte die Beamten und bedrohte sie während der weiteren Maßnahmen mit dem Tod.
Ein Bundespolizist wurde dabei leicht verletzt, blieb aber dienstfähig. Der 55-Jährige blieb augenscheinlich unverletzt, der 41-Jährige erlitt eine leichte Verletzung im Gesicht.

Ein freiwilliger Atemalkoholtest ergab bei dem 32-Jährigen einen Wert von 1,67 Promille. Auch ein freiwilliger Drogenschnelltest fiel positiv aus. Die Staatsanwaltschaft München I ordnete für Freitag (4. September) die Vorführung des Mannes beim Haftrichter an.

Gegen den in Deutschland wohnsitzlosen 32-Jährigen wird unter anderem wegen des Verdachts der Körperverletzung, Bedrohung, Beleidigung, des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und des unerlaubten Aufenthalts ermittelt.

Polizei sucht wichtigen Zeugen

Der bislang unbekannte Mann, der den 32-Jährigen bis zum Eintreffen der Bundespolizei festhielt, wird gebeten, sich bei der Bundespolizeiinspektion München unter 089/515550-0 zu melden.
(Quelle: Pressemitteilung Bundespolizei / Beitragsbild: Symbolfoto Bundespolizei)

Streit in Rosenheim eskaliert – Polizei sucht unbekannten Mann

Streit in Rosenheim eskaliert – Polizei sucht unbekannten Mann

Rosenheim – Ein Streit zwischen einer Autofahrerin, ihrem Beifahrer und einem Fußgänger ist am Donnerstagabend (3. September) in Rosenheim eskaliert. Der Unbekannte schlug zunächst gegen die Scheibe des Autos und verletzte anschließend den Beifahrer leicht. Danach flüchtete er.

Gegen 18.45 Uhr war eine 39-jährige Rosenheimerin mit ihrem Auto auf der Anton-Kathrein-Straße unterwegs und wollte in die Salinstraße abbiegen. Neben ihr saß ein 46-jähriger Begleiter. Während des Abbiegevorgangs querte plötzlich ein Fußgänger die Salinstraße. Er schob dabei ein Fahrrad neben sich.
Zwischen dem Fußgänger und den beiden Insassen entwickelte sich, nach den Angaben der Polizei, zunächst ein Wortgefecht. Dann schlug der Mann laut Polizei mit der Faust gegen die hintere rechte Scheibe des Autos.

Der 46-Jährige stieg daraufhin aus und wollte den Mann zur Rede stellen. Die Situation eskalierte weiter: Der Fußgänger spuckte den Rosenheimer an und schlug ihm anschließend mit der Faust gegen die Brust. Außerdem soll er versucht haben, sein Fahrrad nach dem 46-Jährigen zu werfen.
Nach dem Vorfall lief der Unbekannte davon. Der Rosenheimer wurde leicht verletzt. Eine medizinische Behandlung vor Ort war nicht erforderlich.

Polizei sucht Zeugen

Die Polizei hat ein Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung eingeleitet und sucht nun nach dem unbekannten Mann.
Nach Angaben der Polizei wird er auf etwa 25 Jahre geschätzt und als dunkelhäutig mit schlanker Figur, kurzen schwarzen Haaren und Kinnbart beschrieben. Zum Zeitpunkt des Vorfalls trug er eine dunkle Hose und einen dunklen Pullover.

Wer den Vorfall im Bereich Salin-/Anton-Kathrein-Straße beobachtet hat oder Hinweise zu dem Mann geben kann, wird gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Rosenheim unter 08031/200-2200 zu melden.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Falscher rumänischer Ausweis bei Kontrolle in Rosenheim entdeckt

Falscher rumänischer Ausweis bei Kontrolle in Rosenheim entdeckt

Rosenheim – Bei einer Personenkontrolle in der Hechtseestraße haben Polizeibeamte am Donnerstagabend (3. September) einen gefälschten Ausweis entdeckt. Ein 47-Jähriger hatte sich zunächst mit einem rumänischen Ausweisdokument ausgewiesen. Bei der Überprüfung kamen den Beamten jedoch Zweifel an der Echtheit.

Die Kontrolle fand gegen 21 Uhr statt. Zur weiteren Überprüfung wurde die Grenzpolizei aus Raubling hinzugezogen. Dabei bestätigte sich der Verdacht: Bei dem vorgelegten rumänischen Ausweis handelte es sich laut Polizei um eine Totalfälschung.Der 47-Jährige ist nach den bisherigen Erkenntnissen kein rumänischer Staatsangehöriger, sondern Staatsangehöriger aus Moldawien. Nach Angaben der Polizei hält er sich bereits seit mehreren Wochen ohne erforderlichen Aufenthaltstitel in Deutschland auf.

Bei weiteren Durchsuchungsmaßnahmen fanden die Beamten schließlich auch den Originalpass des Mannes. Gegen den 47-Jährigen wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Urkundenfälschung sowie wegen ausländerrechtlicher Verstöße eingeleitet.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto  re)

10 Jahre Fairtrade-Stadt Rosenheim: Zwei besondere Führungen im September

10 Jahre Fairtrade-Stadt Rosenheim: Zwei besondere Führungen im September

Rosenheim – Rosenheim feiert in diesem Jahr zehn Jahre als Fairtrade-Stadt. Im Rahmen der Fairen Woche von Freitag (11. September) bis Freitag (25. September) gibt es deshalb zwei besondere Führungen: eine Faire Turmführung in St. Nikolaus und eine Sonderführung durch die Rosenheimer Innenstadt.

Faire Turmführung in St. Nikolaus

Zum Auftakt geht es am Freitag (11. September) auf den Turm der Stadtpfarrkirche St. Nikolaus. Von 16 bis 18 Uhr erfahren die Teilnehmer während des Aufstiegs mehr über die Nachhaltigkeitsziele und den Fairen Handel.
Kleine Überraschungen sollen den Aufstieg für Kinder und Erwachsene abwechslungsreich gestalten. Treffpunkt ist am Turmaufgang. Die Führung ist kostenfrei.

Eine Anmeldung ist bis Freitagmittag (11. September) im Pfarrbüro unter st-nikolaus.rosenheim@ebmuc.de erforderlich.

Sonderführung durch Rosenheim

Am Freitag (18. September) lädt das Stadtmarketing zu einer Sonderführung anlässlich des zehnjährigen Bestehens als Fairtrade-Stadt ein. Start ist um 15 Uhr am Rathaus, Königstraße 24. Die rund 90-minütige Führung endet gegen 16.30 Uhr im Weltladen in der Innstraße. Dort ist eine Faire Kaffee-Verkostung vorgesehen.
Auf dem Rundgang werden verschiedene Stationen in der Innenstadt angesteuert. Dazu gehören unter anderem das Finsterwalder-Gymnasium, der Riedergarten, die Stadtbibliothek, das Mittertor mit dem „Mitter.Store“ und der Ludwigsplatz mit „Flower Power“. Abschluss ist im Weltladen.

Die Teilnehmerzahl ist auf 30 Personen begrenzt. Anmeldungen nimmt die Touristinfo, Heilig-Geist-Straße 15, entgegen. Eine Anmeldung ist auch per E-Mail an tourismus@rosenheim.de oder telefonisch unter 08031/365-9061 möglich.

Die Faire Woche findet bundesweit vom 11. bis 25. September statt. Rosenheim beteiligt sich daran in diesem Jahr mit den beiden Veranstaltungen und rückt dabei das zehnjährige Bestehen als Fairtrade-Stadt in den Mittelpunkt.
(Quelle: Pressemitteilung Faire Stadt Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Wiesn-Blaulicht: 31.453 Schritte und eine unsanfte Landung im Ballonstand

Wiesn-Blaulicht: 31.453 Schritte und eine unsanfte Landung im Ballonstand

Rosenheim – Schönstes Spätsommerwetter, gute Stimmung und viele Besucher: Der sechste Tag des Rosenheimer Herbstfestes (Donnerstag, 3. September) verlief für die Rosenheimer Wiesnwache insgesamt erfreulich ruhig. Trotz des guten Besucheraufkommens häuften sich die Einsätze nicht wesentlich. Ein paar „Ausreißer“ gab es aber trotzdem – und sogar einen neuen Rekord.

Wiesnwache läuft zu Höchstform auf

Die Wiesnwache ist auf dem Festgelände präsent, jederzeit ansprechbar, gibt Auskünfte und kümmert sich als amtlicher Problembeseitiger um die unterschiedlichsten Anliegen.  Wie viel Bewegung dabei tatsächlich dazugehört, zeigt ein neuer Rekord: Ein Angehöriger der Wiesnwache brachte es bei seinem Fußstreifengang am Donnerstag auf stolze 31.453 Schritte.
Das dürfte wohl der bisherige Spitzenwert der Wiesnwache sein. Fitnessstudio kann man sich damit jedenfalls sparen.

Jugendschutz bleibt im Blick

Ein Schwerpunkt der Rosenheimer Polizei ist auch in diesem Jahr der Jugendschutz. Deshalb wurde nicht nur auf dem Festgelände, sondern auch im Umfeld kontrolliert.
Bei mehreren Jugendlichen fanden die Beamten Zigaretten und E-Zigaretten. Auch Alkohol spielte wieder eine Rolle – darunter häufig Hochprozentiges. Das offenbar beliebte „Vorglühen“ hatte damit für einige Jugendliche ein vorzeitiges Ende. Die Polizei nahm die entsprechenden Sachen und Getränke ab und verständigte die Erziehungsberechtigten.

Über drei Promille und eine unfreiwillige Ballonfahrt

Dann gab es noch einen Einsatz, bei dem man sich tatsächlich fragen könnte: Kinderbuch oder Filmszene? Die Geschichte „Ein Luftballon geht auf die Reise“ dürfte allerdings nicht das Vorbild gewesen sein. Auch eine Nachstellung des computergenerierten Films „Oben“ war vermutlich nicht geplant.
Ein 40-jähriger Österreicher aus Tirol war am Donnerstag so stark alkoholisiert, dass es mit dem Gehen nicht mehr wirklich klappen wollte. Er stolperte mehr über den Festplatz, als dass er ihn aufrecht durchquerte.

Auf Höhe eines Verkaufsstandes mit Luftballons kam es schließlich zum kompletten Systemausfall der körperlichen Steuerung. Die Verbindung zwischen Kopf und Füßen schien bei einem Alkoholwert von mehr als drei Promille endgültig abgerissen zu sein. Der Tiroler krachte kopfüber in den Ballonstand.

Die Wiesnwache leitete daraufhin entsprechende „Luftrettungsmaßnahmen“ ein. Der 40-Jährige bedankte sich dafür allerdings nicht gerade überschwänglich und zeigte sich gegenüber den Beamten wenig einsichtig. Die Konsequenz war deshalb schnell gefunden: Wiesnverbot.
So endete die persönliche Ballonfahrt des Tirolers dann doch noch vor dem eigentlichen Abheben.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Bürgerversammlungen in Rosenheim: Fünf Termine in den Stadtteilen

Bürgerversammlungen in Rosenheim: Fünf Termine in den Stadtteilen

Rosenheim – Die Stadt Rosenheim lädt auch in diesem Jahr zu fünf Bürgerversammlungen in verschiedenen Stadtbereichen ein. Oberbürgermeister Abuzar Erdogan informiert dabei über die aktuelle und künftige Entwicklung der Stadt. Im Mittelpunkt sollen auch die Themen und Anliegen der jeweiligen Stadtteile stehen.

„Der persönliche Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern ist mir sehr wichtig. Er zeigt auf, was die Rosenheimerinnen und Rosenheimer brauchen und welche Themen sie beschäftigen“, so Erdogan. Die Bürgerversammlungen würden deshalb auch in diesem Jahr direkt in den Stadtvierteln stattfinden, damit vor Ort über die Stadt und die jeweiligen Anliegen gesprochen werden könne.

Anliegen können vorab eingereicht werden

Bürger können Anliegen, Anfragen und Anträge, die bei der jeweiligen Bürgerversammlung behandelt werden sollen, bereits jetzt schriftlich einreichen. Möglich ist dies per E-Mail an oberbuergermeister@rosenheim.de oder postalisch an die Stadt Rosenheim, Königstraße 24, 83022 Rosenheim. Die Anträge müssen spätestens eine Woche vor der jeweiligen Bürgerversammlung eingegangen sein.
Auch Jugendliche ab 14 Jahren haben bei den Bürgerversammlungen ein Antrags-, Rede- und Stimmrecht. Dieses höchstpersönliche Recht gilt laut Stadt nicht für Vereine, Verbände und andere Organisationen.

Fünf Bürgerversammlungen im Oktober

Alle Bürgerversammlungen beginnen um 19 Uhr:

  • Stadtbereich Süd-Ost
    Donnerstag, 8. Oktober 2026, Happinger Hof
    Dazugehörige Stadtteile: Aisinger Landstraße, Happing, Heilig Blut, Kaltmühl, Kaltwies und Kastenau
  • Stadtbereich Mitte Süd-West
    Montag, 12. Oktober 2026, Grund- und Mittelschule Fürstätt
    Dazugehörige Stadtteile: Aisingerwies, Am Gries, Endorferau, Fürstätt und Oberwöhr
  • Stadtbereich Süd
    Mittwoch, 14. Oktober 2026, Pfarrheim Pang
    Dazugehörige Stadtteile: Aising, Aisinger Landstraße, Heilig Blut, Hohenofen, Pang, Schwaig und Westerndorf am Wasen
  • Stadtbereich Nord
    Donnerstag, 22. Oktober 2026, Gasthof Höhensteiger
    Dazugehörige Stadtteile: Egarten, Erlenau, Langenpfunzen, Mitterfeld, Wehrfleck, Wernhardsberg und Westerndorf St. Peter
  • Stadtbereich Mitte
    Dienstag, 27. Oktober 2026, KuKo
    Dazugehörige Stadtteile: Küpferling und Stadtmitte

Bereits ab 18.30 Uhr können sich Bürger vor den jeweiligen Versammlungen unter anderem zum Thema Versorgung bei den Stadtwerken Rosenheim (SWRO) informieren.
Eine Neuerung gibt es bei der Bürgerversammlung für den Stadtbereich Mitte: Dort werden erstmals Gebärdendolmetscher vor Ort sein.
(Quelle: Pressemitteilung Stadt Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Innpuls-Tagebuch: Warum sich die Rosenheimer Wiesn anders anfühlt

Innpuls-Tagebuch: Warum sich die Rosenheimer Wiesn anders anfühlt

Morgen ist Halbzeit auf dem Rosenheimer Herbstfest. Am Sonntag steht mit dem Erntedankfest schon das nächste Wiesn-Highlight an. Eigentlich also genau die Zeit, in der Rosenheim mitten in seiner fünften Jahreszeit steckt. Und trotzdem habe ich in diesem Jahr immer wieder das Gefühl: Irgendetwas ist anders.

Ich habe lange überlegt, ob das vielleicht einfach an mir liegt. Schließlich bin ich inzwischen 57 und meine Erinnerungen an die Wiesn als Kind und später als Jugendliche liegen gut 40 Jahre zurück. Aber je mehr ich mich in meinem Umfeld umhöre, desto weniger glaube ich, dass es nur meine persönliche Nostalgie ist. Von vielen Menschen höre ich Ähnliches. Und das sind keineswegs nur die Älteren. Gerade auch von Jüngeren kommt immer wieder die Rückmeldung, dass sich das Herbstfest für sie verändert hat.

Dabei geht es mir ausdrücklich nicht darum zu sagen: Früher war alles besser. Das wäre mir zu einfach. Aber früher hatte die Wiesn in Rosenheim für mein Empfinden einen ganz anderen Stellenwert.

Ich erinnere mich an eine Zeit, in der die Vorfreude auf das Herbstfest enorm war. Nicht nur bei mir, sondern gefühlt in der ganzen Stadt. Wenn die Wiesn begann, war Rosenheim 16 Tage lang im Ausnahmezustand – im positiven Sinn. Die fünfte Jahreszeit war überall spürbar. Tracht gehörte plötzlich ganz selbstverständlich zum Stadtbild, und man traf Menschen aus allen möglichen Bereichen auf der Loretowiese.

Bier- und Hendlmarkerl wurden damals tatsächlich oft als alternatives Zahlungsmittel verwendet. Und man ging nicht einmal auf die Wiesn, sondern immer wieder. Ein kurzer Besuch nach der Arbeit? Natürlich. Mit Freunden ins Bierzelt? Sowieso. Mit der Familie über die Festwiese? Ebenfalls. Die Wiesn war weniger ein einzelnes Event, für das man sich einen Termin freihielt, sondern ein Teil des Alltags. Und heute?

Ich musste darüber in dieser Woche besonders nachdenken. Am Mittwochabend, nach dem Kindertag, war gegen 20.30 Uhr wunderschönes Wiesnwetter. Eigentlich beste Voraussetzungen. Umso erstaunter war ich, wie ruhig es auf dem Festgelände war. In einer großen Bierhochburg waren ungefähr die Hälfte der Plätze frei. Auch auf dem Gelände selbst wirkte es erstaunlich leer. Warum?

Ich glaube, ein wichtiger Punkt sind die Kosten. Man muss auf der Wiesn nämlich gar keinen ausschweifenden Abend verbringen, um mit einer vierköpfigen Familie schnell deutlich über 100 Euro zu landen. Ich habe das einmal ganz bewusst durchgerechnet.

Viermal Geisterbahn. Eine Maß Bier für den Vater, Limo für die Kinder und ein Wasser für die Mama. Zwei halbe Hendl.  Zwei Portionen Pommes. Ein Schweinsbraten. Zuckerwatte. Ein kleines Päckchen Lose: Und dann noch eine Runde Riesenrad für zwei Erwachsene und zwei Kinder.
Das ist jetzt noch gar nicht so viel und dennoch komme ich bei meiner Überschlag-Rechnung so schon auf mindestens 130 Euro.

Und dabei fehlen noch  weitere kleine Ausgaben und eventuell Parken oder die Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Viel Geld für einen vermeintlich kleinen Familienausflug.

Aus dem spontanen Besuch wird ein geplanter Ausflug

Ich glaube deshalb, dass sich auch das Verhalten verändert. Wer früher mehrmals oder sogar fast täglich auf die Wiesn gegangen ist, überlegt sich heute vielleicht genauer, wann es sich lohnt.
Gerade Familien müssen rechnen. Und auch für junge Leute ist ein Wiesnbesuch eine andere finanzielle Entscheidung als früher. Wer studiert, am Anfang des Berufslebens steht oder einfach noch nicht viel Geld zur Verfügung hat, kann nicht mal eben jeden zweiten Abend auf die Wiesn gehen.

Dazu kommt der veränderte Alltag. Mit dem heutigen Berufsleben lässt sich das tägliche Wiesngeher-Dasein für viele ohnehin kaum noch vereinbaren. Morgens früh zur Arbeit und andere Verpflichtungen – die zehn Tage Herbstfest lassen sich nicht einfach so mehr über den normalen Alltag stellen.
Aus dem spontanen „Komm, wir gehen heute noch auf die Wiesn“ wird damit eher ein geplanter Besuch. Vielleicht einmal mit den Kindern, einmal mit Freunden und dann noch zum Erntedankfest. Das kann natürlich dazu führen, dass es unter der Woche ruhiger ist und sich die Besucher stärker auf bestimmte Tage konzentrieren.

Auch die Maß Bier scheint für viele Rosenheimer nicht mehr das absolute Muss zu sein, das sie vielleicht einmal war. Und wenn die Zelte voll sind, fühlt sich die Stimmung für mich manchmal eher nach Club-Party als nach klassischem Bierzelt an.
Und dann ist da noch die Tracht Auch beim Thema Tracht fällt mir die Veränderung auf. Als Kind und Jugendliche gehörte sie für mich während der Wiesnzeit ganz selbstverständlich zum Rosenheimer Stadtbild. Nicht nur auf der Loretowiese, sondern für zwei Wochen auch überall im Alltag.
Heute ist das anders. Selbst beim Festzug waren in diesem Jahr viele Menschen in ganz normaler Alltagskleidung unterwegs. Manche sogar in Jogginghosen. Das ist keine Wertung. Es zeigt einfach, dass sich die Wiesn und ihr Stellenwert verändert haben.

Und trotzdem möchte ich die Rosenheimer Wiesn keinesfalls schlechtreden. Denn wenn ich auf die Loretowiese schaue, sehe ich nach wie vor Kinder, die mit leuchtenden Augen vor den Fahrgeschäften stehen. Ich sehe Familien, die ihre eigenen Wiesntraditionen haben. Ich sehe ältere Rosenheimer, für die bestimmte Termine und Abläufe einfach dazugehören. Ich sehe Musik, Begegnungen, den Festzug, Erntedank und viele kleine Momente, die es eben nur während dieser zehn Tage gibt.

Und in diesem Jahr gibt es sogar für Nostalgiker wie mich einige ganz besondere Momente. Der Rotor ist zurück. Und bei einem anderen Fahrgeschäft musste ich sofort an den Taumler aus meiner Kindheit denken. Solche Augenblicke schaffen etwas, das ich sehr mag: Für einen Moment ist die Zeit plötzlich wieder ein bisschen aufgehoben. Man steht da, schaut zu und erinnert sich daran, wie sich die Wiesn vor gut 40 Jahren angefühlt hat.

Wie sieht die Wiesn der Zukunft aus?

Die Wiesn verändert sich. Das tut sie genauso wie Rosenheim und unser ganzes Leben. Die Frage ist deshalb vielleicht gar nicht, ob sie sich verändern darf. Sie tut es ohnehin. Die spannendere Frage ist, wie die Wiesn in Zukunft aussehen wird – und vor allem, wie sie sich anfühlen wird.

Vielleicht wird es noch wichtiger werden, dass ein Wiesnbesuch nicht zum Luxus wird. Vielleicht braucht es Angebote, bei denen auch Familien und junge Leute mit kleinerem Budget einfach einmal spontan auf die Loretowiese gehen können. Vielleicht wird gleichzeitig die Tradition wieder stärker zum Thema. Nicht als Rückkehr in die Vergangenheit, sondern als etwas, das der Wiesn ihre eigene Rosenheimer Identität gibt.
Denn genau das wünsche ich mir: eine Wiesn, die mit der Zeit geht, ohne dabei beliebig zu werden. Eine Wiesn, auf der Kinder auch in Zukunft mit großen Augen vor den Fahrgeschäften stehen, junge Leute ihre eigenen Wiesnerinnerungen sammeln und wir Älteren manchmal plötzlich vor einem Fahrgeschäft stehen und denken: Das kenne ich doch noch.

Morgen ist Halbzeit. Es gibt als noch reichlich Gelegenheit, die Wiesn zu erleben.  Und vielleicht schaue ich in den nächsten Tagen einfach einmal ganz bewusst hin. Nicht nur darauf, was anders geworden ist. Sondern auch auf das, was geblieben ist.

Liebe Grüße aus der Redaktion

Karin

Rosenheimer Stadtkapelle zum Antrittsbesuch beim Oberbürgermeister

Rosenheimer Stadtkapelle zum Antrittsbesuch beim Oberbürgermeister

Rosenheim – Die Rosenheimer Stadtkapelle hat Oberbürgermeister Abuzar Erdogan zu einem Antrittsbesuch im Rathaus getroffen. Bei dem Austausch ging es um die Bedeutung der Kapelle für das musikalische Leben der Stadt und ihren künstlerischen Anspruch.

Erdogan würdigte die Arbeit der Stadtkapelle und betonte: „Unsere Stadtkapelle ist weit mehr als eine klassische Stadtkapelle. Sie hat einen großen künstlerischen Anspruch und wir können stolz sein, dass wir eine musikalisch so hochwertige Kapelle in Rosenheim haben.“
Auf dem gemeinsamen Foto sind von links Peter Weber, Dr. Wolfgang Bergmüller, Veronika Kloska, Oberbürgermeister Abuzar Erdogan und Martin Diriggl zu sehen.
(Quelle: Pressemitteilung Stadt Rosenheim / Beitragsbild: Copyright Stadt Rosenheim)