Camping wird in Deutschland immer beliebter

Camping wird in Deutschland immer beliebter

Rosenheim – Camping spricht in Deutschland zunehmend auch jüngere Menschen an. Laut einer aktuellen Umfrage des ADAC gehört inzwischen jeder vierte Deutsche ab 16 Jahren zur Camping-Zielgruppe. Das entspricht nach Angaben des Automobilclubs rund 17 Millionen Menschen. 2023 lag der Anteil noch bei 21 Prozent.

Besonders deutlich zeigt sich der Zuwachs bei den 16- bis 39-Jährigen. In dieser Altersgruppe stieg der Anteil der Campinginteressierten innerhalb von drei Jahren von 35 auf 39 Prozent. Bei den 40- bis 59-Jährigen sind es 26 Prozent. Bei den über 60-Jährigen liegt der Anteil unverändert bei 11 Prozent.
Für den Campingurlaub werden unterschiedliche Übernachtungsformen genutzt. Knapp die Hälfte der Campingurlaube findet laut ADAC im Wohnmobil, Campingbus oder Minicamper statt. 18 Prozent entfallen auf Mobilheime, 17 Prozent auf Zelte oder Dachzelte und 16 Prozent auf Wohnwagen.

Campingplatz bleibt erste Wahl

Der klassische Campingplatz bleibt dabei die wichtigste Übernachtungsform. Vier von fünf Campern nutzen ihn während ihres Haupturlaubs.
Gleichzeitig interessieren sich immer mehr Menschen für alternative Stellplatzangebote. 29 Prozent der Befragten aus der Camping-Zielgruppe haben nach Angaben des ADAC bereits sogenannte Microcamping-Angebote genutzt, etwa auf Bauernhöfen, Weingütern oder privaten Grundstücken. Weitere 56 Prozent können sich vorstellen, dies innerhalb der nächsten zwei Jahre auszuprobieren.

Auch Deutschland bleibt als Reiseziel besonders gefragt. Rund 54 Prozent der Befragten nennen ein Reiseziel innerhalb Deutschlands. Dahinter folgt das europäische Ausland mit rund 41 Prozent. Innerhalb Deutschlands liegen Bayern und Mecklenburg-Vorpommern laut ADAC erneut an der Spitze, gefolgt von Schleswig-Holstein. Im europäischen Ausland stehen Italien, Frankreich und die Niederlande vorn.

Campingurlaub wird etwas teurer

Auch beim Budget gibt es Veränderungen. Für einen Campingurlaub stehen durchschnittlich 910 Euro pro Erwachsenen beziehungsweise Jugendlichen und 410 Euro pro Kind unter 14 Jahren und Woche zur Verfügung. Umgerechnet entspricht das einem Tagesbudget von 102 Euro pro Erwachsenen und 54 Euro pro Kind. 2023 waren es bei Erwachsenen noch durchschnittlich 90 Euro pro Tag, bei Kindern 53 Euro.

Die „ADAC Camper-Studie 2026“ wurde von NORDLIGHT research im Auftrag der ADAC Marktforschung durchgeführt. Grundlage waren 4.371 Screening-Interviews mit Personen ab 16 Jahren sowie 1.003 vertiefende Interviews mit Personen aus der Camping-Zielgruppe. Die Online-Befragung fand vom 29. Juni bis 7. Juli 2026 statt.
(Quelle: Pressemitteilung ADAC / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Ferienaktion des Stadtjugendrings nimmt Kinder mit auf Zeitreise

Ferienaktion des Stadtjugendrings nimmt Kinder mit auf Zeitreise

Rosenheim – Vom Zeitalter der Dinosaurier bis in die Zukunft: 28 Kinder zwischen sechs und zehn Jahren haben sich bei einer Ferienaktion des Stadtjugendrings Rosenheim mit verschiedenen Epochen der Geschichte beschäftigt. Auf dem Programm standen unter anderem die Urzeit, Steinzeit, Antike und das Mittelalter.

Jeder Tag widmete sich einem anderen Abschnitt der Zeitgeschichte. Die Kinder bastelten Dinosauriermasken und gestalteten T-Shirts, fertigten römische Tontöpfe und Lederbeutel an und entwarfen eigene Familienwappen. Beim Blick in die Zukunft entstanden unter anderem Raketen und Mondautos aus Modelliermasse.
Auch Ausflüge gehörten zum Programm. Die Kinder besuchten die Römerausstellung im Lokschuppen und das Inn-Museum. Dort gab es jeweils Führungen, die auf die Altersgruppe abgestimmt waren. Daneben standen Spiele, Hörgeschichten und gemeinsame Aktionen auf dem Programm.

Von der Antike bis zum Weltall

Zum Abschluss der Ferienwoche gab es einen Spieletag. Dazu gehörten eine Traumreise in der Black-Box und eine Hüpfburg. Zum Abschluss konnten die Kinder ihre eigenen Crêpes zubereiten.
Die Ferienaktion verband damit historische Themen mit kreativem Gestalten und gemeinsamen Aktivitäten. Die Kinder konnten dabei spielerisch verschiedene Epochen kennenlernen und eigene Erinnerungsstücke mit nach Hause nehmen.
(Quelle: Pressemitteilung Stadtjugendring Rosenheim / Beitragsbild: Copyright Stadtjugendring Rosenheim)

Aschau und Schleching wollen Zusammenarbeit weiter ausbauen

Aschau und Schleching wollen Zusammenarbeit weiter ausbauen

Aschau / Schleching – Die Gemeinden Aschau im Chiemgau und Schleching wollen ihre Zusammenarbeit auch unter den neuen Bürgermeistern fortsetzen. Anlass für ein erstes offizielles Treffen war der Wechsel an der Spitze der Gemeinde Schleching im Zuge der Kommunalwahl 2026.

Aschaus Erster Bürgermeister Simon Frank besuchte dazu das Schlechinger Rathaus und traf dort den neuen Ersten Bürgermeister Thomas Müllinger sowie Elisabeth Keihl, Vorständin des Achental Tourismus. Begleitet wurde Frank von Aschaus Tourismuschef Herbert Reiter.
Die Verbindung zwischen Aschau und Schleching besteht bereits seit vielen Jahrzehnten. Eine zusätzliche Gemeinsamkeit ist die Auszeichnung von Sachrang und Schleching als offizielle Bergsteigerdörfer des Deutschen Alpenvereins.

Bei dem Treffen ging es deshalb unter anderem um die weitere Zusammenarbeit im Rahmen der Bergsteigerdörfer. Ein wichtiger Termin ist dabei bereits ins Auge gefasst: Im Herbst 2028 soll die internationale Jahrestagung der Bergsteigerdörfer gemeinsam in Sachrang und Schleching ausgerichtet werden.

Auch der Geigelstein und das dazugehörige Naturschutzgebiet waren Thema des Gesprächs. Dabei ging es unter anderem um die Almen sowie die weitere Entwicklung des sensiblen Natur- und Kulturraums.

Zehn Jahre Bergsteigerdörfer im kommenden Jahr

Ein weiterer gemeinsamer Termin steht bereits im kommenden Jahr an. 2027 können Sachrang und Schleching auf zehn Jahre als Bergsteigerdörfer zurückblicken. „Es gibt viele Themen, die wir gemeinsam anpacken können“, waren sich die Beteiligten einig.
Mit dem Treffen sollte zugleich der Grundstein für die weitere Zusammenarbeit zwischen den beiden Gemeinden gelegt werden. Dabei wurden auch kleine Antrittsgeschenke aus den Bergsteigerdörfern ausgetauscht.

Für beide Kommunen stehen damit in den kommenden Jahren mehrere gemeinsame Themen an – von der internationalen Bergsteigerdörfer-Tagung über das Jubiläum bis hin zu Fragen rund um den Geigelstein und seinen Natur- und Kulturraum.
(Quelle: Pressemitteilung Touristinfo Aschau / Beitragsbild:. Copyright Gemeinde Schleching)

Wiesn-Notizen: Rund 500 Menschen besuchen mit den Wendelstein Werkstätten das Herbstfest

Wiesn-Notizen: Rund 500 Menschen besuchen mit den Wendelstein Werkstätten das Herbstfest

Rosenheim – Rund 500 Menschen mit Behinderung und ihre Begleitpersonen besuchen in diesem Jahr im Rahmen einer Einladung des Wirtschaftlichen Verbands das Rosenheimer Herbstfest. An den beiden Wiesnmontagen sind jeweils zwei der insgesamt vier Standorte der Wendelstein Werkstätten aus Rosenheim und Raubling auf der Loretowiese unterwegs.

Für die Besucher gehört dabei vieles zum Herbstfestbesuch dazu: Fahrgeschäfte, ein gemeinsames Mittagessen im Flötzinger Festzelt und natürlich auch das eine oder andere Erinnerungsfoto. Ein beliebtes Motiv ist dabei traditionell ein Foto mit der jeweiligen Miss Herbstfest.
Für einen Besucher hatte der Wiesnbesuch in diesem Jahr eine besondere Bedeutung. Thomas Dandlberger feierte gemeinsam mit seinen Kollegen seinen letzten Arbeitstag bei den Wendelstein Werkstätten. Nach 49 Jahren geht er nun in den Ruhestand.

Dandlberger war zuletzt im Bereich Aktenvernichtung tätig. Sein letzter Arbeitstag fiel damit auf einen besonderen Rahmen: Statt eines gewöhnlichen Abschieds am Arbeitsplatz ging es zum gemeinsamen Wiesnbesuch auf die Loretowiese.

Der Wirtschaftliche Verband ermöglicht den Besuch der Menschen mit Behinderung und ihrer Begleitpersonen bereits seit mehreren Jahren. Auch heuer werden dafür insgesamt rund 500 Teilnehmer an den beiden Wiesnmontagen erwartet.
(Quelle: Pressemitteilung Caritas / Beitragsbild: Copyright Caritas)

Glückshafen und Riesenrad, Rosenheim, 1973

Glückshafen und Riesenrad, Rosenheim, 1973

Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in das Jahr 1973. Auf der historischen Aufnahme ist der Rosenheimer Glückshafen auf der Loretowiese zu sehen.

Die Aufnahme entstand in der Dämmerung, während die Sonne gerade unterging. Dadurch kommt der Schriftzug „Glückshafen“ besonders schön zur Geltung: Er leuchtet dem Betrachter förmlich entgegen. Auch das Riesenrad im Hintergrund ist noch gut zu erkennen. Es steht bis heute an dieser Stelle auf der Loretowiese – allerdings hat sich auch hier im Laufe der Jahrzehnte einiges verändert.

Ein Glückshafen mit bewegter Geschichte

Der Rosenheimer Glückshafen hat eine lange Tradition. Auch heute können Besucher dort während des Herbstfestes Lose für den guten Zweck kaufen und auf einen Gewinn hoffen. Außerhalb der Wiesnzeit wird das Erdgeschoss des Gebäudes als Bäckerei genutzt. Der saisonale Umbau ist architektonisch so gelöst, dass sich der Pavillon für beide Nutzungen einsetzen lässt.

Auf dem Foto von 1973 steht allerdings noch der Vorgängerbau des heutigen Glückshafens. Der markante Pavillon mit seinen drei Spitzen wurde 1958 errichtet und war mit seinem geschwungenen Dach ein echter Hingucker. Die ungewöhnliche Konstruktion überspannte eine große Fläche ohne störende Säulen und verlieh dem Gebäude sein futuristisches Aussehen.
Mehr als vier Jahrzehnte stand der Glückshafen auf der Loretowiese, bevor seine Geschichte ein überraschendes Ende nahm: Im Spätherbst 1999 hielt die Dachkonstruktion den schweren Schneemassen nicht mehr stand. Das Dach brach unter der Last zusammen.

Für den Losverkauf musste schnell eine Lösung gefunden werden. Beim Herbstfest 2000 half man sich zunächst mit einer provisorischen Container- und Zeltlösung. Schon im Jahr darauf konnte dann der heutige feste Pavillon eingeweiht werden – ebenfalls an der vertrauten Stelle mitten auf der Loretowiese.

Auch das Riesenrad erzählt Geschichte

Wer auf der historischen Aufnahme genauer hinsieht, entdeckt noch ein interessantes Detail: Die Gondeln des Riesenrads sind offen. Das war auf deutschen Volksfesten damals noch ganz normal. Die Fahrgäste saßen mit freiem Blick nach allen Seiten und lediglich durch einen einfachen Sicherheitsbügel oder eine Kette gesichert hoch über dem Festplatz.

Das heute bekannte Willenborg-Riesenrad gab es 1973 noch nicht. Es wurde erst 1979 gebaut und steht seitdem regelmäßig auf der Rosenheimer Loretowiese. Mit seinen geschlossenen Gondeln gehört es heute längst zum vertrauten Bild des Herbstfestes.
So hält dieses Foto gleich zwei Stücke Rosenheimer Volksfestgeschichte fest: den damaligen Glückshafen, der längst einem neuen Bau gewichen ist, und ein Riesenrad aus einer Zeit, in der eine Fahrt in luftiger Höhe noch deutlich mehr freien Blick auf den Himmel und den Fahrtwind bot.

Ein schönes Detail am Rande: Der Glückshafen ist damit bis heute seinem ursprünglichen Standort treu geblieben. Was sich verändert hat, ist vor allem das Gebäude – die Tradition, Lose für den guten Zweck zu verkaufen und dabei auf das große Glück zu hoffen, ist geblieben.
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann – Foto Krämer / Artikel: Karin Wunsam)

Malteser starten Mobilnotruf in Rosenheim und Miesbach

Malteser starten Mobilnotruf in Rosenheim und Miesbach

Rosenheim / Miesbach – Wer allein spazieren geht, Besorgungen macht oder unterwegs ist, kann im Notfall schnell auf Hilfe angewiesen sein. Der Malteser Hilfsdienst bietet deshalb ab sofort in den Landkreisen Rosenheim und Miesbach den neuen Mobilnotruf an. Er ergänzt den klassischen Hausnotruf und soll auch außerhalb der eigenen Wohnung Sicherheit geben.

Herzstück des Angebots ist eine Notruf-Uhr, die am Handgelenk getragen wird. Im Notfall kann per Knopfdruck Kontakt zur rund um die Uhr besetzten Malteser Hausnotrufzentrale hergestellt werden.

Während der klassische Hausnotruf vor allem für Sicherheit zu Hause sorgt, ist der Mobilnotruf für Menschen gedacht, die weiterhin aktiv unterwegs sein möchten. Besonders angesprochen werden jüngere Senioren sowie Menschen mit gesundheitlichen Risiken, die ihre Selbstständigkeit und Bewegungsfreiheit erhalten möchten.

„Viele Menschen fühlen sich fit und aktiv, möchten aber für den Fall eines medizinischen Notfalls oder eines Sturzes abgesichert sein. Mit dem Mobilnotruf bieten wir eine moderne Lösung, die Sicherheit mit Unabhängigkeit verbindet“, erläutert Claudia Schweiger, Hausnotrufexpertin der Malteser.

Hilfe auf Knopfdruck – auch unterwegs

Die Notruf-Uhr funktioniert deutschlandweit über Mobilfunknetze und kann damit nahezu überall eingesetzt werden. Die Notrufzentrale ist Tag und Nacht erreichbar. Auf Wunsch lässt sich zudem eine automatische Sturzerkennung aktivieren.
Kommt es zu einem Notfall, genügt ein Knopfdruck. Die Mitarbeiter der Hausnotrufzentrale stellen Sprechkontakt her und organisieren die notwendige Hilfe. Über die integrierte Ortungsfunktion kann außerdem der Standort der betroffenen Person ermittelt werden. So kann bei Bedarf auch unterwegs schnelle Unterstützung durch den Rettungsdienst organisiert werden.
Die Uhr ist nach Angaben der Malteser modern gestaltet und soll sich unauffällig in den Alltag integrieren lassen.

Für das häusliche Umfeld gibt es im gesamten Landkreis Rosenheim zudem die Möglichkeit, bei Bedarf den Malteser Bereitschaftsdienst für Hilfeleistungen in Anspruch zu nehmen.
Weitere Informationen zum Mobilnotruf gibt es bei den Maltesern unter 08031 809570, über die kostenfreie Telefonnummer 0800 9966003 oder online unter www.malteser-rosenheim.de.
(Quelle: Pressemitteilung Malteser Rosenheim, Miesbach / Beitragsbild: Claudia Schweiger, Hausnotrufexpertin der Malteser, berät Interessenten und Angehörige zum Mobilnotruf und klassischen Hausnotruf. Copyright Margit Schmitz/Malteser)

„Mag unsere Katze nicht“ – Wenn Katzen über Lebensmittelverschwendung entscheiden

„Mag unsere Katze nicht“ – Wenn Katzen über Lebensmittelverschwendung entscheiden

Rosenheim – Da muss man als Katzenbesitzer erst einmal schmunzeln: Auf einem Container einer Wertstoffsammelstelle in einem Rosenheimer Stadtteil lag ein ordentlich verschnürtes Päckchen mit Katzenfutterbeuteln. Darauf klebte ein handgeschriebener Zettel mit einer ebenso kurzen wie eindeutigen Erklärung: „Mag unsere Katze nicht“. Offenbar wollte der Katzenbesitzer das Futter nicht einfach wegwerfen. Vielleicht findet sich ja noch ein Abnehmer, der die Beutel mit größerer Begeisterung leert. Ein sympathischer Gedanke – und gleichzeitig einer, der Katzenhaltern bestens bekannt sein dürfte.

Denn Nahrungsmittelverschwendung ist in einem Katzenhaushalt ein ganz eigenes Thema. Zumindest bei unseren drei Samtpfoten scheint dafür eine feste Grundregel zu gelten: Was ich schon einmal gefressen habe, fresse ich kein zweites Mal. Was ich noch nicht kenne, fresse ich ebenfalls nicht. Und überhaupt ist das, was Du mir heute hinstellst, grundsätzlich nicht das, worauf ich heute Lust habe.

Das kann dazu führen, dass ein voller Napf erst einmal kritisch beäugt wird. Bei neuem Futter wird geschnuppert. Vielleicht noch einmal geschnuppert. Dann folgt der Blick zum Menschen, der ungefähr sagt: „Du erwartest jetzt nicht ernsthaft, dass ich das esse?“
Und wehe, es wurde gerade eine größere Menge dieser vermeintlichen Lieblingssorte gekauft.

Was gestern noch schmeckte, kann heute schon völlig daneben sein

Ganz so willkürlich, wie es für den Menschen aussieht, ist das Verhalten allerdings nicht. Katzen reagieren stark auf Geruch, Geschmack und Konsistenz ihres Futters. Auch eine Scheu vor unbekannten Futtermitteln, die sogenannte Neophobie, kommt bei Katzen vor.

Der Geruch spielt dabei eine besonders wichtige Rolle. Untersuchungen zeigen, dass Katzen bei wiederholter Präsentation desselben Futtergeruchs mit der Zeit das Interesse verlieren können. Ein neuer Geruch kann die Fressmotivation dagegen wieder steigern.
Für Katzenbesitzer bedeutet das im Alltag vor allem eines: Was gestern noch das absolute Lieblingsfutter war, kann heute plötzlich völlig uninteressant sein.

Vor den Katzenfutterregalen im Supermarkt lässt sich dieses Problem deshalb geradezu studieren. Dosen und Beutel in unzähligen Sorten und Geschmacksrichtungen stehen dort nebeneinander. Geflügel, Rind, Lachs, Pastete, Stückchen in Soße – und davor stehen Katzenbesitzer mit nachdenklichen Mienen. Denn die entscheidende Frage lautet: „Was wird meine Katze diesmal mögen?“

Ein paar Tricks für den nächsten Futterstreik

Ganz machtlos ist man dem kulinarischen Diktat der Samtpfoten allerdings nicht.

  • Neues Futter langsam einführen: Wer die Futtersorte wechseln möchte, sollte das möglichst nicht von heute auf morgen tun. Kleine Mengen des neuen Futters können zunächst mit dem bekannten Futter kombiniert werden. Der Anteil des neuen Futters wird dann langsam gesteigert. So kann sich die Katze nach und nach an den veränderten Geruch und Geschmack gewöhnen
  • .Nicht eiskalt servieren: Manche Katzen mögen ihr Futter lieber bei Raumtemperatur. Leicht angewärmtes Futter riecht zudem intensiver – und das kann bei einem skeptischen Stubentiger durchaus den Unterschied machen.
  • Mit kleinen Mengen arbeiten: Statt gleich einen ganzen Napf mit einem neuen Futter zu füllen, kann zunächst eine kleine Portion angeboten werden. So landet im schlimmsten Fall auch weniger im Müll.
  • Auch der Napf kann eine Rolle spielen: Manche Katzen mögen es nicht, wenn ihre empfindlichen Schnurrhaare beim Fressen ständig an den Rand eines tiefen Napfes stoßen. Ein flacher Teller kann hier angenehmer sein.

Und noch etwas ist wichtig: Wenn eine Katze plötzlich ihr gewohntes Futter verweigert, sollte man das nicht automatisch als Mäkelei abtun. Eine deutliche Veränderung des Fressverhaltens kann auch gesundheitliche Ursachen haben und sollte gegebenenfalls tierärztlich abgeklärt werden.

Und was wird aus dem Futter auf dem Container?

Vielleicht hat sich die Katze, die hinter dem Rosenheimer Päckchen steckt, also tatsächlich nur gedacht: „Nicht schon wieder diese Sorte!“ Vielleicht wurde genau dieses Futter gestern noch begeistert verschlungen. Heute ist es völlig indiskutabel. Morgen könnte es möglicherweise wieder gehen – sofern der Mensch bis dahin nicht auf die Idee gekommen ist, eine andere Sorte zu kaufen.

So gesehen ist der kleine Zettel „Mag unsere Katze nicht“ eigentlich ein ziemlich ehrliches Zeugnis aus dem Alltag eines Katzenhaushalts. Und vielleicht findet sich ja tatsächlich eine andere Samtpfote, die das ganz anders sieht.😅🐈‍⬛
(Quelle: Artikel :Karin Wunsam / Beitragsbild: Fotomontage Innpuls.me)

Weltalphabetisierungstag: AWO informiert über Hilfe beim Lesen und Schreiben in Rosenheim

Weltalphabetisierungstag: AWO informiert über Hilfe beim Lesen und Schreiben in Rosenheim

Rosenheim – Für viele Menschen ist Lesen und Schreiben selbstverständlich. Doch allein in Deutschland haben mehr als sechs Millionen Erwachsene große Schwierigkeiten damit. Der Weltalphabetisierungstag am 8. September soll jedes Jahr auf diese Situation aufmerksam machen und zeigen, welche Unterstützung es gibt.

Auch das AWO Mehrgenerationenhaus Familienstützpunkt in Rosenheim beteiligt sich und informiert über Angebote des Alpha-Projekts. Dazu gehören unter anderem individuelle Lerntandems, bei denen ehrenamtliche Lernpaten Erwachsene beim Lesen und Schreiben unterstützen.
Die Lernpaten treffen sich einmal pro Woche für ein bis zwei Stunden mit den jeweiligen Lernenden. Das derzeitige Projekt „Besser lesen und schreiben lernen für Erwachsene“ läuft zwar zum Jahresende aus, soll aber in anderer Form fortgeführt werden, erklärt Projektleiterin Tina Matousek.

Unterstützung beim Lesen, Schreiben und im Alltag

Eine weitere Anlaufstelle ist das Lerncafé. Dort helfen Ehrenamtliche beispielsweise dabei, Texte, Briefe oder Formulare zu verstehen. Auch beim Erstellen eines Lebenslaufs oder bei der Nutzung von Online-Portalen gibt es Unterstützung, etwa bei der Kita-Anmeldung oder beim Lernportal der Volkshochschule.

Wer selbst Unterstützung benötigt, Angehörige informieren möchte oder sich ehrenamtlich engagieren will, kann sich beim AWO Mehrgenerationenhaus über die Angebote informieren.

Informationen zum Weltalphabetisierungstag in Rosenheim

Auskünfte über kostenlose Hilfs- und Beratungsangebote rund um das bessere Lesen und Schreiben gibt es am Dienstag, 8. September, von 10 bis 11 Uhr im AWO Mehrgenerationenhaus in der Ebersberger Straße 8, 2. Obergeschoss, in Rosenheim.
Weitere Informationen gibt es unter 08031/941373-21.
(Quelle: Pressemitteilung AWO Kreisverband Rosenheim – Miesbach e.V. / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Bunte Wände, gemeinsames Werk: Streetart bei den Wendelstein Werkstätten in Rosenheim

Bunte Wände, gemeinsames Werk: Streetart bei den Wendelstein Werkstätten in Rosenheim

Rosenheim – Bunte Farben, kreative Ideen und Menschen, die gemeinsam etwas gestalten: Bei den Wendelstein Werkstätten am neuen Standort Am Oberfeld in Rosenheim ist in diesem Sommer ein besonderes Streetart-Projekt entstanden. Schüler des Inntal-Gymnasiums in Raubling malten gemeinsam mit Beschäftigten der Werkstätten neun großflächige Motive an die Wände entlang der Bahnlinie.

17 Schüler aus der jahrgangsübergreifenden Arbeitsgruppe Kunst entwickelten dafür zunächst neun Entwürfe. Gemeinsam mit zehn Beschäftigten der Wendelstein Werkstätten setzten sie die Motive anschließend auf den vorbereiteten Wandflächen um.
Die Beschäftigten hatten die vorgesehenen Flächen bereits grundiert, sodass die gemeinsamen Malaktionen direkt beginnen konnten. An mehreren Montagnachmittagen trafen sich die inklusiven Teams zum Malen. Dabei entstanden nicht nur farbenfrohe Wände, sondern auch neue Begegnungen.

„Es war ein wunderbares Miteinander und die Teams hatten sich sofort gefunden“, berichtet Petra Rohierse von den Werkstätten begeistert. „Jeder unserer Beschäftigten hatte gleich von Anfang an sein Lieblingsmotiv und damit auch die passenden Schülerinnen oder Schüler gefunden.“

Wenn Kreativität Generationen verbindet

Gemeinsam kreativ und über Generationen hinweg
Für die Beschäftigten der Wendelstein Werkstätten war die Aktion eine besondere Gelegenheit, sich während der Arbeitszeit künstlerisch auszudrücken. Einige waren dabei selbst überrascht, welche Fähigkeiten in ihnen steckten. Besonders groß war die Freude über das gemeinsam geschaffene Ergebnis und die neuen Kontakte.
Auch die Schüler waren mit Begeisterung dabei. Gemeinsam mit Erwachsenen kreativ zu arbeiten, erlebten sie als etwas Besonderes – für sie war die Aktion schlicht „supercool“.

Damit wurde das Projekt auch zu einem generationenübergreifenden Erlebnis. Die beteiligten Menschen waren zwischen 12 und 60 Jahre alt.

Neun Motive entlang der Bahnlinie

Das Ergebnis ist nun entlang der Bahnlinie am Oberfeld zu sehen: Neun farbenfrohe und plakative Motive schmücken die Wände. Sie stehen für Gemeinschaft, Kreativität und das Miteinander unterschiedlicher Menschen.
„Das Ergebnis kann sich auf jeden Fall sehen lassen“, meint Astrid Straßer vom Inntal-Gymnasium. „In kurzer Zeit sind so bunte, plakative Wände entstanden. Das hat uns alle erfüllt und glücklich gemacht.“
Auch das Wetter spielte bei der Streetart-Aktion mit. Trockene und sommerliche Bedingungen sorgten dafür, dass die Farben schnell trocknen konnten.

Unterstützt wurde das Kunstprojekt durch eine Sachspende von Farben Hoegner. Bei der Besichtigung der fertigen Kunstwerke zeigte sich Thomas Mühlbauer von Farben Hoegner beeindruckt: „Mit unserer Materialspende möchten wir ein Zeichen für gelebte Inklusion und Teilhabe setzen. Das wertvolle Engagement der Wendelstein Werkstätten für unsere Region unterstützen wir dabei von Herzen gerne.“
(Quelle: Pressemitteilung Caritasverband der Erzdiözese München und Freising e.V. / Beitragsbild: Schüler aus dem Inntal-Gymnasium haben zusammen mit Beschäftigten aus den Wendelstein Werkstätten unter Anleitung von Kunstpädagogin Astrid Straßer (3. von links) und Petra Rohierse von den Werkstätten (ganz rechts) kunterbunte Werke geschaffen. Thomas Mühlbauer (2. von rechts) von Farben Hoegner hat großzügig Farben und Material dazu gespendet. Copyright Caritasverband der Erzdiözese München und Freising e.V. Wendelstein Werkstätten)

TSV 1860 Rosenheim verliert in Kirchanschöring mit 1:3

TSV 1860 Rosenheim verliert in Kirchanschöring mit 1:3

Kirchanschöring / Landkreis Rosenheim – Die erste Mannschaft des TSV 1860 Rosenheim musste sich beim SV Kirchanschöring mit 1:3 geschlagen geben. Nach einem guten Start und der frühen Führung durch Michael Summerer drehten die Gastgeber die Partie nach der Pause.

Die Rosenheimer erwischten zunächst den besseren Start. Nach einer starken Einzelaktion von Edis Muhameti, der nur durch ein Foul gestoppt werden konnte, gab es Freistoß für die Gäste. Michael Summerer nahm sich der Sache an und verwandelte direkt zur frühen 1:0-Führung.

Kirchanschöring hätte allerdings schnell antworten können. Omelanowsky hatte eine gute Gelegenheit zum Ausgleich. Danach spielte sich die Partie bis zur Halbzeit überwiegend zwischen den Strafräumen ab. Klare Torchancen blieben auf beiden Seiten zunächst Mangelware.

Kirchanschöring dreht die Partie

Nach dem Seitenwechsel fand der TSV 1860 Rosenheim zunächst nicht mehr den nötigen Zugriff. Beim Anlaufen gelang es der ersten Mannschaft nicht, ausreichend Druck auf die Gastgeber auszuüben. Kirchanschöring kam dadurch häufiger zu Standardsituationen und nutzte diese, um das Spiel zu drehen.
Beim Verteidigen dieser Standards agierte der TSV 1860 Rosenheim nach Angaben des Vereins nicht konsequent genug. So wurde aus der Führung eine 1:2-Rücklage.

In der Folge entwickelte sich eine offene Partie. Kirchanschöring kam über Konter zu guten Möglichkeiten, gleichzeitig erspielte sich auch der TSV 1860 Rosenheim gefährliche Situationen im gegnerischen Strafraum. Der nächste Treffer lag zeitweise auf beiden Seiten in der Luft.

Die Rosenheimer gaben sich bis in die Schlussphase nicht geschlagen und versuchten, noch einmal zurück ins Spiel zu kommen. Vor 488 Zuschauern nutzten die Gastgeber in der letzten Minute jedoch einen Konter und machten mit dem 3:1 endgültig alles klar.
(Quelle: Pressemitteilung TSV 1860 Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Tödlicher Verkehrsunfall mit Pedelec-Fahrer in Kirchanschöring

Tödlicher Verkehrsunfall mit Pedelec-Fahrer in Kirchanschöring

Kirchanschöring / Landkreis Traunstein – Bei einem schweren Verkehrsunfall im Gemeindebereich Kirchanschöring ist am Dienstagmorgen (1. September) ein 76-jähriger Pedelec-Fahrer ums Leben gekommen. Nach Angaben der Polizei kam es zuvor zu einer Berührung zwischen zwei Pedelec-Fahrern. Die Ermittlungen zum Unfallhergang dauern an.

Wie das Polizeipräsidium Oberbayern Süd mitteilt, wurde der schwere Verkehrsunfall gegen 8.50 Uhr über die Einsatzzentrale gemeldet.
Nach derzeitigem Ermittlungsstand der Polizei waren zwei Pedelec-Fahrer auf der Ortsverbindungsstraße von Leobendorf in Richtung Kirchanschöring unterwegs. An einer Kreuzung auf Höhe des Weilers Pölln kam es nach Angaben der Polizei zu einer Berührung zwischen den beiden Radfahrern.
In der Folge geriet der 76-Jährige laut Polizei unter den Anhänger eines vorbeifahrenden Lastwagens. Der Mann aus dem Landkreis Berchtesgadener Land wurde dabei tödlich verletzt.

Umfangreicher Einsatz

Zur Versorgung der Unfallbeteiligten waren unter anderem der Rettungshubschrauber Christoph 14 und ein Rettungswagen im Einsatz. Die Freiwillige Feuerwehr Kirchanschöring war nach Angaben der Polizei mit drei Fahrzeugen und 15 Einsatzkräften vor Ort.
Mehrere Streifenwagenbesatzungen der Polizeiinspektion Freilassing, der Verkehrspolizeiinspektion Traunstein und der Grenzpolizeistation Laufen übernahmen die Unfallaufnahme.

Für die Dauer der Unfallaufnahme musste die Ortsverbindungsstraße nach Polizeiangaben für rund vier Stunden vollständig gesperrt werden. Die weiteren Ermittlungen führt die Polizeiinspektion Freilassing unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Traunstein. Diese beauftragte einen Gutachter mit der Untersuchung der Unfallstelle.

Ein Kriseninterventionsdienst kümmerte sich um die Betreuung von Zeugen, die sich zum Unfallzeitpunkt vor Ort befanden.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd / Beitragsbild: Symbolfoto Polizeipräsidium Oberbayern Süd)

Wiesnblaulicht: Räder weg, Promille hoch und ein klares „No Go“

Wiesnblaulicht: Räder weg, Promille hoch und ein klares „No Go“

Rosenheim – Sonnenschein, angenehme Temperaturen und gute Stimmung: So lässt sich der vierte Herbstfesttag am Dienstag (1. September) zusammenfassen. Tagsüber waren die Gassen gut gefüllt, am Abend herrschte ebenfalls reges Treiben auf dem Festplatz. Ganz ohne unerfreuliche Zwischenfälle blieb die Wiesn aber auch diesmal nicht.

Bast’s auf Eure Radl auf

Bast`s auf Eure Radl auf – Diesen Rat gibt die Rosenheimer Polizei den Wiesnbesuchern mit auf den Weg. Denn derzeit liegen der Polizei mehrere Anzeigen über Fahrraddiebstähle im Umfeld des Festgeländes vor. Der entstandene Schaden liegt bei einigen tausend Euro.
Die Empfehlung der Polizei: Die Radl mit stabilen Ketten-, Bügel- oder Faltschlössern sichern. Dünne Ketten oder Speichenschlösser sind dagegen meist kein besonders guter Diebstahlsschutz. Noch besser ist es, das Fahrrad an einem fest im Boden verankerten Gegenstand anzuschließen. Das kann Langfingern den Abtransport trotz Schloss deutlich erschweren.

Geht gar nicht

Ein Verhalten, das sich wohl nur mit „No Go“ beschreiben lässt, legte ein 47-jähriger Italiener an den Tag. Beim Verlassen des Festgeländes gegen 23 Uhr schlug er einer 19-Jährigen auf das Gesäß. Der Mann aus Bozen hatte zu diesem Zeitpunkt mehr als 1,50 Promille im Blut. Die Konsequenz: Wiesnverbot und ein Ermittlungsverfahren wegen sexueller Belästigung.

Warum, weshalb, wieso?

Drei Wörter, die meistens Fragen aufwerfen. Auch die Wiesnwache konnte in diesem Fall nicht sofort alle beantworten.
Ein 43-jähriger Mann aus Stephanskirchen führte sich in einem alkoholischen Verkaufsbetrieb auf. Warum, weshalb und wieso er nicht einfach ging, blieb zunächst sein Geheimnis. Vielleicht lag es auch an der berauschend wirkenden Flüssigkeitsaufnahme. Bei dem Mann wurden rund 1,50 Promille festgestellt.
Offenbar zeigte die deutliche Ansprache der Wiesnwache schließlich Wirkung. Der berauschende Zustand verflog zumindest ein Stück weit und machte einem etwas klareren Aufnahmemodus Platz.

Einem Platzverweis kam der 43-Jährige schließlich nach. Nicht jedoch, ohne zuvor noch ein Wiesnverbot ausgesprochen bekommen zu haben.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)