Wiesn-Notizen: Ufos auf der Wiese? Diese Urinale sollen Wildbiesler stoppen

Wiesn-Notizen: Ufos auf der Wiese? Diese Urinale sollen Wildbiesler stoppen

Rosenheim – Sie sehen ein bisschen so aus, als wären gerade mehrere kleine Ufos auf der Wiese gegenüber der Klosterkirche gelandet. Bei genauerem Hinsehen wird allerdings schnell klar: Mit außerirdischer Technologie haben die futuristisch anmutenden grauen Konstruktionen nichts zu tun. Sie sollen vielmehr ein sehr irdisches Wiesn-Problem in den Griff bekommen: die Wildbiesler.

Während des Rosenheimer Herbstfests stehen die mobilen Urinale an mehreren Stellen rund um das Festgelände. Unter anderem finden sich solche Stationen am Klosterweg und auf dem Wiesenstück neben dem Herbstfesteingang an der Loretokapelle. Dort sollen sie verhindern, dass sich Festbesucher in Vorgärten, Grünanlagen oder an Hauswänden erleichtern. Die Stadt setzt dabei schon seit mehreren Jahren auf die mobilen Anlagen und bezeichnet sie als bewährt.
Die Idee dahinter ist simpel: Wer dringend muss, soll eine Möglichkeit haben, sich schnell und unkompliziert zu erleichtern – und zwar dort, wo es auch vorgesehen ist. Wer trotzdem wild uriniert und dabei erwischt wird, muss mit 100 Euro Bußgeld und zusätzlich 25 Euro Verwaltungsgebühr rechnen.

Nicht jeder findet die Lösung gelungen

Doch so praktisch die Urinale für manchen Wiesnbesucher sein mögen: Bei allen kommen sie nicht gut an. Ein Kritikpunkt ist der fehlende Sichtschutz. Die Anlagen sind bewusst offen gestaltet. Wer daran vorbeigeht, kann also durchaus einen direkten Blick auf Männer beim Urinieren erhaschen. Genau das sorgte in Rosenheim bereits in früheren Jahren für Beschwerden. Besucher kritisierten damals, dass auch Frauen und Kinder beim Vorbeigehen zwangsläufig mit dem Anblick konfrontiert würden.
Die Stadt sieht einen möglichen Sichtschutz allerdings ebenfalls kritisch. Die offenen Urinale sollen möglichst auffällig sein, damit sie von den Wiesnbesuchern auch tatsächlich genutzt werden. Eine Abschirmung könnte diesen Zweck beeinträchtigen, so die damalige Argumentation der Stadt.

In dieser Herbstfest-Saison kommt nun ein weiterer Kritikpunkt hinzu: der Geruch. Gerade bei den sommerlichen Temperaturen war rund um einzelne Stationen ein deutlicher Uringeruch wahrnehmbar. Einige Anwohner haben uns darauf angesprochen. Die mobilen Anlagen werden zwar regelmäßig geleert und gereinigt – bei einem Volksfest mit vielen Besuchern und warmen Temperaturen bleibt die Geruchsbelastung offenbar dennoch ein Thema.

Ein Wiesn-Problem mit langer Geschichte

Das Wildbieseln beschäftigt die Stadt schon seit vielen Jahren. Neben den mobilen Männer-Urinalen gibt es deshalb auch WC-Container im Umfeld der Loretowiese. In diesem Jahr stehen sie unter anderem in der Herbststraße/Ecke Klosterweg und in der Kaiserstraße auf Höhe der Polizei.
Ganz verschwunden ist das Problem dadurch allerdings nicht. Die Polizei ertappt immer wieder mal einen „Wildbiesler“.
Und so entpuppen sich die vermeintlichen Ufos am Ende als ganz irdische Problemlöser.😅😉
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Karin Wunsam)

Wiesn-Notizen: Glück auf zwei Rädern für Familie Gruber

Wiesn-Notizen: Glück auf zwei Rädern für Familie Gruber

Rosenheim – Das Losglück hat es heuer besonders gut mit Familie Gruber aus Edling gemeint: Am Erntedanksonntag gewann sie auf dem Rosenheimer Herbstfest am Glückshafen der Waisenhausstiftung der Stadt Rosenheim einen von zwei Motorrollern, die in diesem Jahr als Hauptgewinne verlost werden. Der 125er-Roller hat einen Wert von rund 2.700 Euro.

Für Martin Gruber ist der Gewinn dabei eine besondere Geschichte. Denn schon seine Mutter hatte vor vielen Jahren bei einer Verlosung einen Motorroller gewonnen. Der damals 13-jährige Martin durfte später selbst seine ersten Fahrten damit unternehmen. Nun steht ein Motorroller erneut in der Familie.
Und auch die Liebesgeschichte von Martin und Andrea Gruber ist eng mit dem Rosenheimer Herbstfest verbunden: Die beiden lernten sich vor 14 Jahren beim traditionellen Maurermontag auf der Wiesn kennen.

Am Glückshafen gibt es bis zum Ende des Herbstfestes am Sonntag weiterhin die Möglichkeit, Lose zu kaufen. Ein Los kostet 50 Cent. Mit den Einnahmen wird die gemeinnützige Arbeit der Rosenheimer Waisenhausstiftung unterstützt.
(Quelle: Artikel: Pressemitteilung Stadt Rosenheim / Beitragsbild: Copyright Stadt Rosenheim)

Wiesn-Notizen: Segen für den „Würstl-Prinz“

Wiesn-Notizen: Segen für den „Würstl-Prinz“

Rosenheim – Pfarrer und Ministranten zwischen Fahrgeschäften und Buden, dazu eine Gruppe Gläubiger auf dem Weg über das noch ruhige Festgelände: Dieses Bild bot sich am Dienstagmorgen (8. September) auf dem Rosenheimer Herbstfest. Ziel der kleinen Prozession war der neue Imbissbetrieb „Würstl-Prinz“ von Anna-Maria Fahrenschon. Nach dem traditionellen Schausteller-Gottesdienst in der Klosterkirche wurde der Stand kirchlich geweiht.

Der neue Imbissstand Würstl-Prinz auf dem Rosenheimer Herbstfest. Foto: Innpuls.,me

So sieht er aus – der neue Imbissstand auf dem Rosenheimer Herbstfest. Fotos: Innpuls..me

Der Schausteller-Gottesdienst, bei dem die Menschen hinter dem Herbstfest einmal selbst im Mittelpunkt stehen, fand zuvor in der Klosterkirche statt (wir berichteten). Anschließend machten sich die Geistlichen, Ministranten und Gläubigen gemeinsam auf den Weg zur Loretowiese.

Prozession von der Klosterkirche zum Würstl-Prinz. Foto: Innpuls.me

Prozession von der Klosterkirche zum Würstl-Prinz.

Auf dem zu dieser frühen Stunde noch vergleichsweise ruhigen Festgelände sorgte der ungewöhnliche Zug durchaus für Aufmerksamkeit. 
Angekommen beim neuen Imbisstand, warteten Anna-Maria Fahrenschon und Patrick Klotzsch bereits auf die Gruppe. Sichtlich stolz nahmen sie den kirchlichen Segen für ihren neuen Betrieb entgegen. Anschließend wurde mit einem Gläschen Sekt auf den „Würstl-Prinz“ angestoßen.

Aus der „Würstl Prinzessin“ wird der „Würstl-Prinz“

Die Geschichte des Betriebs auf dem Rosenheimer Herbstfest begann im vergangenen Jahr – damals allerdings eher ungeplant. Nachdem das Fahrgeschäft „Rotor“ 2025 wegen eines Verkehrsunfalls bei der Anreise kurzfristig ausgefallen war, sprang Fahrenschon mit ihrem kleineren Imbissbetrieb ein. Damals war dieser unter anderem unter dem Namen „Würstl Prinzessin“ bekannt.
Aus dem kurzfristigen Einsatz wurde nun mehr. Für das Herbstfest 2026 wurde das Konzept weiterentwickelt. Der Betrieb präsentiert sich nun deutlich größer, unter dem Namen „Würstl-Prinz“ und an einem neuen Standort auf der Loretowiese.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Fotomontage Karin Wunsam)

Schausteller-Gottesdienst beim Rosenheimer Herbstfest: Besinnung, Wiesn-Fazit und ein bewegender Abschied

Schausteller-Gottesdienst beim Rosenheimer Herbstfest: Besinnung, Wiesn-Fazit und ein bewegender Abschied

Rosenheim – Einmal innehalten, bevor der Wiesn-Trubel weitergeht: Beim traditionellen Schausteller-Gottesdienst in der Rosenheimer Klosterkirche standen am Dienstagmorgen (8. September) die Menschen hinter dem Herbstfest im Mittelpunkt. Anschließend wurde beim gemeinsamen Weißwurstfrühstück nicht nur ein erstes positives Wiesn-Fazit gezogen. Für Hermann Tomczyk ging zugleich eine Ära zu Ende: Nach 35 Jahren verabschiedete er sich endgültig aus seiner aktiven Verantwortung für das Rosenheimer Herbstfest.

Schausteller-Gottesdienst 2026 - Blick zu den Gottesdienst-Besuchern. Foto: Innöpuls.me

Neben den Schaustellern waren auch viele Ehrengäste mit dabei, darunter Rosenheims Oberbürgermeister Abuzar Erdogan und Rosenheims Landrat Otto Lederer. Fotos: Karin Wunsam

Vom großen Trubel war zu dieser frühen Stunde auf der Loretowiese noch wenig zu spüren. Die ersten Herbstfest-Bedienungen trafen nach und nach ein, hinter den Kulissen liefen bereits die Vorbereitungen für den Wiesntag. In der Luft lagen trotzdem schon die typischen Düfte von gebrannten Mandeln und Brathendl.

Schausteller-Gottesdienst 2026. Blick zum Altar. Foto: Karin Wunsam

Zelebriert wurde der Gottesdienst von dem Schausteller.-Seelsorger Sascha Ellinghaus und Stadtpfarrer Monsignore Thomas Schlichting. 

Um 9.30 Uhr begann in der Klosterkirche der Schausteller-Gottesdienst. Der frühe Zeitpunkt ist bewusst gewählt. Für die Schausteller ist dieser traditionelle Termin eine kurze Auszeit vom laufenden Festbetrieb – eine Gelegenheit, zur Ruhe zu kommen, sich zu besinnen und miteinander Gottesdienst zu feiern.

Auch heuer waren neben zahlreichen Schaustellern wieder viele Menschen dabei, die hinter den Kulissen zum Gelingen des Herbstfestes beitragen. Unter den Gästen waren Herbstfest-Miss Katharina Schattenhofer, Rosenheims Oberbürgermeister Abuzar Erdogan, Rosenheims Landrat Otto Lederer, Vertreter des Wirtschaftlichen Verbands sowie Einsatzkräfte von Polizei und Rettungsdiensten.

Glaube und Herbstfest gehören zusammen

Gestaltet wurde der Gottesdienst in diesem Jahr erneut von Schaustellerseelsorger Sascha Ellinghaus. Im vergangenen Jahr hatte ihn Pfarrer Martin Fuchs vertreten, da Ellinghaus zu diesem Zeitpunkt dienstlich in Rom weilte. Heuer stand ihm wieder der Rosenheimer Stadtpfarrer Monsignore Thomas Schlichting zur Seite.
Für die musikalische Gestaltung sorgten die Rimstinger Sänger, begleitet von Peter Anderl auf der Zither. Die ruhigen Klänge passten zu diesem besonderen Morgen: .

Schausteller-Gottesdienst. Blick in Kirchenraum. Foto: Karin Wunsam

Der Schausteller-Gottesdienst war gut besucht. 

Gefeiert wurde zugleich das kirchliche Fest Mariä Geburt am 8. September. Die Geburt Marias nimmt im Kirchenjahr eine besondere Stellung ein. Üblicherweise wird bei Heiligen der Todestag als „Geburtstag für den Himmel“ begangen. Neben Jesus und Johannes dem Täufer gehört Maria zu den wenigen Heiligen, deren Geburt kirchlich festlich gefeiert wird. Schaustellerseelsorger Sascha Ellinghaus stellte in seiner Predigt die Verbindung zwischen Glauben und Rosenheimer Herbstfest in den Mittelpunkt. Die Loretowiese selbst liefert dafür einen passenden historischen Anknüpfungspunkt.

Ihren Namen verdankt sie der Loretokapelle. Diese wurde 1635 und 1636 errichtet und ist eine Nachbildung des „Heiligen Hauses“ (Casa Santa) im italienischen Wallfahrtsort Loreto. Das Rosenheimer Herbstfest wird auf der Loretowiese dagegen erst seit 1861 gefeiert und ging aus einer Landwirtschaftsausstellung hervor. Die Kapelle ist damit mehr als 220 Jahre älter als das Volksfest.
Auch wenn sich auf den ersten Blick Welten zwischen Kirche und Volksfest auftun mögen, sieht Ellinghaus durchaus eine Verbindung. „Bei der Fahrt mit dem Riesenrad verändert sich der Blickwinkel. Von oben betrachtet erscheinen viele Sorgen kleiner“, sagte er in seiner Predigt. Und noch etwas mache das Herbstfest aus: „Das Herbstfest lebt auch davon, wie die Menschen miteinander umgehen.“
Damit ging es beim Schausteller-Gottesdienst um mehr als Fahrgeschäfte, Festzelte und Besucherzahlen. Es ging um die Menschen, die das Fest gestalten, und um die Bedeutung, die ein Volksfest über das reine Wirtschaften hinaus haben kann.

Positives erstes Fazit zur Wiesn

Der traditionelle Gottesdienst findet immer in der zweiten Hälfte des Herbstfestes statt. Damit bietet sich auch Gelegenheit für ein erstes, vorsichtiges Zwischenfazit.
Beim anschließenden Weißwurstfrühstück im Flötzinger Festzelt – traditionell findet dieses abwechselnd bei Auerbräu und Flötzinger statt – wurde deshalb nicht nur gemeinsam gegessen und miteinander gesprochen. Auch die bisherige Wiesn wurde unter die Lupe genommen. Max Fahrenschon, Vorsitzender der Rosenheimer Schausteller und des Bayerischen Landesverbands der Marktkaufleute und Schausteller, zog ein positives erstes Fazit: „Wir haben wunderbares Wetter und die Stimmung ist gut.“  Immer wieder habe es seit den ersten Anfängen des Rosenheimer Herbstfestes auch darum gehen müssen, neue Ideen zu entwickeln und gleichzeitig die Tradition zu bewahren. „Ich finde, das ist uns gut gelungen“, so Fahrenschon.

Für die musikalische Unterhaltung beim gemeinsamen Weißwurtfrühstück sorgten die Raffemoser Musikanten. Mit dabei war auch Andreas Pfeffer, Vizepräsident des Bundesverbands Schausteller und Marktkaufleute (BSM), der die Interessen von Marktkaufleuten, Schaustellern und Circussen auf Bundesebene vertritt.

Weißwurstfrühstück nach dem Schausteller-Gottesdienstes. Foto: Karin Wunsam

Rosenheims Oberbürgermeister Abuzar Erdogan betonte in seiner Rede, dass die Schaustellerei mehr ist als ein Wirtschaftszweig. 

Rosenheims Oberbürgermeister Abuzar Erdogan erinnerte daran, dass die Schaustellerkultur auf Volksfesten in Deutschland seit dem 27. März 2026 offiziell als Immaterielles Kulturerbe anerkannt ist. „Die Schaustellerei ist weit mehr als nur ein Wirtschaftszweig. Dabei geht es auch um den Einsatz für Kultur und Miteinander“, sagte Erdogan. Die Schausteller seien es, die aus dem Herbstfest einen Ort des Lächelns und der Freude machen würden.

Auszeichnung für Hermann Tomczyk. Foto: Karin Wunsam

Auszeichnung für Hermann Tomczyk.

Zwischen Tradition und neuen Herausforderungen

Klaus Hertreiter, Herbstfestleiter des Wirtschaftlichen Verbands, erinnerte in seiner Rede nicht nur an die schönen Seiten des Herbstfestes, sondern auch an die Herausforderungen, denen sich die Verantwortlichen im Laufe der Jahre stellen mussten. Als Beispiel nannte er das Jahr 2010, als das absolute Rauchverbot in den Festzelten eingeführt wurde. „Da wurde im Vorfeld viel diskutiert und überlegt, wie man das jetzt umsetzen kann“, erinnerte sich Hertreiter. Auch das Thema Sicherheit habe im Laufe der Jahre immer mehr Raum eingenommen. Hertreiter erinnerte daran, dass es früher Zeiten gegeben habe, in denen selbst Fluchtwege noch kein großes Thema gewesen seien. Heute gehören Sicherheitsfragen zu den festen Aufgaben hinter den Kulissen. Dabei gehe es immer wieder darum, das richtige Maß zu finden – zwischen den Anforderungen an ein modernes Volksfest und dem Charakter, den das Rosenheimer Herbstfest über Jahrzehnte bewahrt hat.

Ein Abschied nach 35 Jahren

Dann wurde es beim Weißwurstfrühstück  emotional. Hermann Tomczyk, Ehrenvorstand des Wirtschaftlichen Verbands, ergriff das Wort.
Insgesamt 35 Jahre hatte er sich aktiv für das Rosenheimer Herbstfest engagiert. In dieser Zeit war er maßgeblich daran beteiligt, den Charakter der Rosenheimer Wiesn als traditionelles, bodenständiges und familienfreundliches Fest zu bewahren.
Nun zieht er sich endgültig aus seiner aktiven operativen Rolle zurück. Leicht fällt ihm dieser Abschied offensichtlich nicht. Sichtlich bewegt begrüßte Tomczyk die Gäste. Sein Titel als Ehrenvorstand des Wirtschaftlichen Verbandes bleibt ihm als Würdigung seiner langjährigen Verdienste erhalten. Eine weitere Auszeichnung kam an diesem Vormittag hinzu : Andreas Pfeffer vom BSM und Max Fahrenschon überreichten Hermann Tomczyk eine Ehrenurkunde des Bundesverbands Schausteller und Marktkaufleute.  Dazu gab es ein Geschenk mit Erinnerungswert: ein Miniaturkarussell. Es soll Tomczyk auch künftig zu Hause an seine lange Zeit beim Rosenheimer Herbstfest erinnern.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild, Fotos: Karin Wunsam)

Sexuelle Belästigung im Regionalzug: Bundespolizei sucht weitere Geschädigte

Sexuelle Belästigung im Regionalzug: Bundespolizei sucht weitere Geschädigte

München / Freilassing – Zwei Frauen haben am Sonntagabend (6. September) bei der Bundespolizei Anzeige erstattet, nachdem sie nach eigenen Angaben während der Fahrt mit einem Regionalzug sexuell belästigt worden waren. Die Bundespolizei geht davon aus, dass der bislang unbekannte Mann zuvor auch weitere Frauen belästigt haben könnte und sucht deshalb nach weiteren Geschädigten.

Die beiden Frauen im Alter von 31 und 37 Jahren waren mit dem RE5 von Freilassing in Richtung München unterwegs. Nach ihren Angaben näherte sich ihnen während der Fahrt ein unbekannter Mann. Er soll sie an den Beinen berührt und mehrfach versucht haben, sich an sie anzulehnen.
Nach Angaben der Bundespolizei soll der Mann zuvor bereits weitere, bislang unbekannte Frauen auf ähnliche Weise belästigt haben. Als der Zug am Münchner Ostbahnhof ankam, stieg der Unbekannte aus und entfernte sich in unbekannte Richtung.

Eine umgehend eingeleitete Nahbereichsfahndung blieb ohne Erfolg. Die beiden Frauen konnten ihre Reise nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen fortsetzen. Die Bundespolizeiinspektion München ermittelt wegen des Verdachts der sexuellen Belästigung.

Weitere Geschädigte gesucht

Die Bundespolizei bittet Frauen, die ebenfalls von dem Mann belästigt worden sein könnten, sich bei der Bundespolizeiinspektion München unter 089 / 515550-0 zu melden.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Bundespolizei / Beitragsbild: Symbolfoto Bundespolizei)

Wiesn-Notizen: Sieglinde dirigiert Marsch beim Seniorennachmittag

Wiesn-Notizen: Sieglinde dirigiert Marsch beim Seniorennachmittag

Rosenheim – Beim traditionellen Seniorennachmittag des Wirtschaftlichen Verbands Rosenheim auf dem Rosenheimer Herbstfest stand in diesem Jahr eine Seniorin aus dem Stadtgebiet stellvertretend für die anwesenden Gäste im Mittelpunkt. Sieglinde erklärte sich spontan bereit, einen Marsch zu dirigieren.

Unter dem Applaus der Besucher nahm sie auf der Bühne den Taktstock in die Hand und dirigierte den Marsch. Mit dabei waren auch Oberbürgermeister Abuzar Erdogan sowie seine Stellvertreter Daniel Artmann und Gabriele Leicht.
Der Seniorennachmittag fand in diesem Jahr im Flötzinger Festzelt auf dem Rosenheimer Herbstfest statt. Die Veranstaltung bot den Gästen Gelegenheit zu einem gemeinsamen Nachmittag bei Musik und geselligem Beisammensein.
(Quelle: Pressemitteilung Wirtschaftlicher Verband Rosenheim / Beitragsbild: Copyright WV)

Zwischen Verfassungsgeschichte und Schifffahrtsnostalgie: Prien feiert den Tag der Deutschen Einheit

Zwischen Verfassungsgeschichte und Schifffahrtsnostalgie: Prien feiert den Tag der Deutschen Einheit

Prien  / Landkreis Rosenheim – Geschichte, Musik und Unterhaltung: Am Samstag, 3. Oktober, wird der Tag der Deutschen Einheit in Prien mit einem Hafen- und Schärenfest gefeiert. Von 12 bis 17 Uhr gibt es rund um die Priener Schären und den Hafen in Prien/Stock ein Programm für alle Generationen. Im Mittelpunkt stehen dabei sowohl die Geschichte des Grundgesetzes als auch das 100-jährige Jubiläum des Raddampfers „Ludwig Fessler“.

Die Priener Schären bieten dabei einen besonderen Blick auf die Herreninsel. Auf Herrenchiemsee wurde im August 1948 der sogenannte „Chiemseer Entwurf“ erarbeitet. Er gilt als wichtiger Vorläufer des späteren Grundgesetzes. Die Marktgemeinde Prien nimmt den Tag der Deutschen Einheit deshalb zum Anlass, an diese Station der deutschen Verfassungsgeschichte zu erinnern.
Das Schärenfest beginnt um 12 Uhr. Die offizielle Eröffnung übernimmt um 13 Uhr der Erste Bürgermeister Andreas Friedrich. Ab etwa 13.30 Uhr sorgt die James Band für Musik. Auch der Trachtenverein Prien und die Tanzschule Ziegler sind mit Auftritten dabei.

Führungen zur Geschichte des Chiemsees

Für Interessierte gibt es mehrere Führungen. Gästeführerin Helga Schömmer nimmt die Teilnehmer bei den „See-Insel-Königsgschichtn“ ab 13.30 Uhr mit auf eine Reise durch regionale Geschichten.
Gerhard Waschin bietet um 13.30 Uhr und um 15.30 Uhr jeweils eine rund 90-minütige Verfassungsführung an. Dabei geht es um die Bedeutung Herrenchiemsees für die deutsche Demokratiegeschichte.

Auch für Familien gibt es Angebote. Von 12 bis 16 Uhr gestaltet die Pinakothek der Moderne gemeinsam mit Künstlern des Kinderforum van de Loo den Workshop „DEINE BOTSCHAFT ZÄHLT! – Kunst, Meinung & Demokratie“. Kinder und Familien können dabei eigene Ideen und Botschaften kreativ umsetzen.
Hüpfburg, Kinderschminken und eine Luftballonkünstlerin ergänzen das Programm. Außerdem gibt es einen Infostand des Tourismusbüros sowie regionaler Direktvermieter mit Gewinnspiel. Für Essen und Getränke sorgen Foodtrucks und regionale Anbieter.

„Ludwig Fessler“ steht im Mittelpunkt des Hafenfests

Parallel zum Schärenfest findet am Hafen Prien/Stock das Hafenfest der Chiemsee-Schifffahrt statt. Anlass ist das 100-jährige Jubiläum des historischen Raddampfers „Ludwig Fessler“.
Auch hier beginnt das Programm um 12 Uhr. Bürgermeister Andreas Friedrich und Michael Feßler eröffnen das Fest, den Auftakt gestalten die Böllerschützen.

Die „Ludwig Fessler“ steht im Mittelpunkt des Nachmittags. Bei stündlichen Rundfahrten können Besucher den Chiemsee vom Wasser aus erleben. An Land sorgt die Blaskapelle Prien für Musik. Der Verein Chiemsee-Naturführer bietet eine Mitmach-Aktion rund um die Natur am Chiemsee an. Auch der Trachtenverein Prien und die Tanzschule Wangler sind mit Auftritten vertreten.
Bei einem Gewinnspiel können Freikarten für eine Fahrt mit dem historischen Schaufelraddampfer am Veranstaltungstag gewonnen werden. Für die Bewirtung sorgt das Hotel/Restaurant Luitpold am See. Eine besondere Verbindung zwischen dem Ortszentrum und dem Hafen schafft die nostalgische Chiemsee-Bahn, die als Zubringer zum Hafengelände eingesetzt wird.

Der Eintritt zu beiden Veranstaltungen ist frei. Bei sehr schlechter Witterung entfällt das Hafen- und Schärenfest. Die Marktgemeinde Prien will in diesem Fall rechtzeitig über ihre offiziellen Kanäle informieren. Weitere Infos hier.
(Quelle: Pressemitteilung Markt Prien am Chiemsee / Beitragsbild: Markt Prien am Chiemsee)

Anonyme Spende ermöglichst freien Eintritt ins Prienavera Strandbad

Anonyme Spende ermöglichst freien Eintritt ins Prienavera Strandbad

Prien / Landkreis Rosenheim – Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre können in den Sommerferien kostenlos das Strandbad des Prienavera Erlebnisbades (Landkreis Rosenheim)  besuchen. Möglich macht das eine anonyme Spende in Höhe von 6.000 Euro. Die Aktion läuft noch bis einschließlich Sonntag, 13. September 2026.

Die Spende wurde in den vergangenen sechs Wochen schrittweise für die freien Eintritte eingesetzt. Sollte die Summe bis zum Ende der Sommerferien nicht ausreichen, übernimmt der Markt Prien am Chiemsee die darüber hinaus anfallenden Eintrittskosten.
Wer hinter der Spende steckt, ist der Gemeinde und dem Bäderbetrieb nicht bekannt beziehungsweise wird auf ausdrücklichen Wunsch nicht veröffentlicht.

Gemeinde übernimmt mögliche Mehrkosten

Das Prienavera Erlebnisbad mit Sauna und Strandbad wird von einer 100-prozentigen Tochtergesellschaft der Chiemsee Marina GmbH betrieben. Geschäftsführer Dirk Schröder zeigte sich von der Unterstützung angetan: „Eine solch großzügige und völlig uneigennützige Spende erleben wir selten. Dass sich jemand anonym dafür einsetzt, dass Kinder und Jugendliche unbeschwert die Ferien am Wasser verbringen können, verdient höchsten Respekt und unseren herzlichen Dank.“
Auch Priens Bürgermeister Andreas Friedrich begrüßte die Aktion: „Diese Spende zeigt, wie viel Herzblut Menschen in unserer Gemeinde für das Wohl unserer jüngsten Mitbürgerinnen und Mitbürger aufbringen. Gerade in den Ferien ist ein Besuch im Strandbad für viele Familien ein fester Bestandteil des Sommers – dass dies dank dieser Spende für alle Kinder und Jugendlichen möglich war, freut mich sehr.“
Der Markt Prien am Chiemsee und die Betreibergesellschaft des Prienavera Erlebnisbades bedanken sich bei dem anonymen Spender beziehungsweise der anonymen Spenderin. Für zahlreiche Kinder und Jugendliche wurde damit der kostenlose Besuch des Strandbads während der Sommerferien ermöglicht
(Quelle: Pressemitteilung Chiemsee-Marina GmbH / Beitragsbild: Copyright: .Chiemsee-Marina GmbH / Wingmen Media)

Hoher Sachschaden nach Brand in Kfz-Werkstatt

Hoher Sachschaden nach Brand in Kfz-Werkstatt

Bayerisch Gmain / Landkreis Berchtesgadener Land – In einer Kfz-Werkstatt in Bayerisch Gmain ist am Montagmittag (7. September) ein Feuer ausgebrochen. Vier Fahrzeuge wurden dabei erheblich beschädigt oder zerstört. Verletzt wurde nach aktuellem Stand niemand. Der Sachschaden wird auf einen hohen sechsstelligen Eurobetrag geschätzt. Die Kriminalpolizei Traunstein ermittelt zur Brandursache.

Gegen 12 Uhr ging bei der Integrierten Leitstelle Traunstein die Meldung über einen Brand in einer Industriehalle an der Berchtesgadener Straße ein. Als die alarmierten Feuerwehren am Einsatzort eintrafen, stand die Kfz-Werkstatt bereits in Vollbrand.
Den Einsatzkräften gelang es, ein Übergreifen der Flammen auf angrenzende Hallenteile zu verhindern. In der Werkstatt befanden sich mehrere Fahrzeuge. Vier davon wurden durch das Feuer erheblich beschädigt oder vollständig zerstört.

Rund 100 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei waren vor Ort. Wegen der in der Werkstatt befindlichen Fahrzeuge und Flüssigkeiten dauerten die Löscharbeiten mehrere Stunden. Feuerwehren aus mehreren Gemeinden waren daran beteiligt.
Die ersten polizeilichen Maßnahmen übernahm die Polizeiinspektion Bad Reichenhall. Noch vor Ort übernahm unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Traunstein das Fachkommissariat 1 der Kriminalpolizei Traunstein die weiteren Ermittlungen.

Warum das Feuer ausbrach, ist derzeit noch unklar und Gegenstand der kriminalpolizeilichen Ermittlungen. Nach bisherigem Kenntnisstand wurde niemand verletzt.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd / Beitragsbild: Symbolfoto re)

2,85 Millionen Rentner in Bayern erhalten 2025 rund 55 Milliarden Euro

2,85 Millionen Rentner in Bayern erhalten 2025 rund 55 Milliarden Euro

München / Bayern – Rund 2,85 Millionen Menschen ab 65 Jahren mit Wohnsitz in Bayern beziehen im Jahr 2025 Rentenleistungen. Insgesamt werden ihnen nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik rund 55,25 Milliarden Euro ausgezahlt. Die durchschnittliche Bruttojahresleistung liegt bei 19.392 Euro.

Dabei gibt es deutliche Unterschiede zwischen Männern und Frauen: Männer ab 65 Jahren erhalten im Durchschnitt 21.935 Euro an Rentenleistungen, Frauen 17.403 Euro. Gegenüber dem Vorjahr stieg die durchschnittliche Bruttojahresleistung damit bei den Männern um 873 Euro beziehungsweise 4,1 Prozent. Bei den Frauen betrug der Anstieg 749 Euro beziehungsweise 4,5 Prozent.

Gesetzliche Rente ist die wichtigste Säule

Die gesetzliche Rentenversicherung ist weiterhin die mit Abstand häufigste Form der Altersvorsorge. 95 Prozent der männlichen und 98,1 Prozent der weiblichen Rentenempfänger ab 65 Jahren erhalten daraus Leistungen. Die durchschnittliche Bruttojahresleistung aus der gesetzlichen Rentenversicherung liegt bei Männern bei 19.664 Euro und bei Frauen bei 15.555 Euro.

Leistungen aus der landwirtschaftlichen Alterskasse beziehen 4,8 Prozent der Männer und 4,9 Prozent der Frauen in dieser Altersgruppe. Die durchschnittlichen Bruttojahresleistungen liegen hier bei 6.895 beziehungsweise 6.453 Euro.

Aus berufsständischen Versorgungseinrichtungen erhalten 2,8 Prozent der Männer und 1,5 Prozent der Frauen Leistungen. Diese fallen im Durchschnitt deutlich höher aus: Männer erhalten daraus 32.359 Euro, Frauen 22.155 Euro im Jahr.

Mehr Rentner mit zusätzlicher Altersvorsorge

Immer mehr Menschen beziehen neben der gesetzlichen Rente auch Leistungen aus einer privaten Rentenversicherung oder einer betrieblichen Altersvorsorge. 2025 trifft dies auf 38,5 Prozent der Männer und 36,1 Prozent der Frauen ab 65 Jahren zu.
Der Anteil ist seit 2020 gestiegen. Damals bezogen 36,4 Prozent der Männer und 31,9 Prozent der Frauen Leistungen aus einer privaten oder betrieblichen Altersvorsorge. Der Anstieg fällt damit bei den Frauen etwas stärker aus.

Die durchschnittlichen Bruttojahresleistungen aus diesen zusätzlichen Vorsorgeformen betragen 5.118 Euro bei den Männern und 4.048 Euro bei den Frauen.

Bei den Zahlen ist zu berücksichtigen, dass ein und dieselbe Person gleichzeitig Leistungen aus mehreren Rentenarten beziehen kann. Die einzelnen Beträge können daher nicht einfach zusammengerechnet werden.
(Quelle: Pressemitteilung Bayerisches Landesamt für Statistik / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Reifen löst sich während der Fahrt und fliegt in den Gegenverkehr

Reifen löst sich während der Fahrt und fliegt in den Gegenverkehr

Rosenheim – Ein ungewöhnlicher Unfall hat sich am Montagmorgen (7. September) auf der Staatsstraße 2078 ereignet. Während ein 38-jähriger Rosenheimer mit seinem Auto unterwegs war, löste sich plötzlich ein Reifen von seinem Fahrzeug und flog in den Gegenverkehr. Dort traf der Reifen einen entgegenkommenden Pkw.

Der 38-Jährige war gegen 8.30 Uhr auf der Staatsstraße 2078 unterwegs, als sich der Reifen von seinem Auto löste. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei könnte ein technischer Defekt die Ursache gewesen sein.
Der Reifen flog auf die Gegenfahrbahn und schlug in den Pkw eines 60-jährigen Rosenheimers aus dem Stadtgebiet ein. Bei dem Unfall wurde glücklicherweise niemand verletzt.

An beiden Fahrzeugen entstand nach Angaben der Polizei ein Sachschaden von insgesamt rund 18.000 Euro.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Wiesn-Blaulicht: Baggerschaufel sorgt für Ermittlungsarbeit

Wiesn-Blaulicht: Baggerschaufel sorgt für Ermittlungsarbeit

Rosenheim – Eine Baggerschaufel auf dem Herbstfestgelände? Da musste die Wiesnwache am Maurermontag natürlich genauer hinschauen. Am Ende gab es Entwarnung: Kein heimlicher Erdaushub, sondern lediglich Dekorationsmaterial eines Fahrgeschäfts. Doch die Schaufel war längst nicht das einzige Kuriosum, mit dem es die Polizei zu tun bekam.

Chinesische Irritationen

Direkt vor dem Eingang eines Biertempels zog ein 45-jähriger Staatsangehöriger aus China blank. Aus seinem mit mehr als zwei Promille gefüllten Körper drückte der einverleibte Gerstensaft offenbar stark in die unteren Regionen – bis es nur noch herausströmte und sprudelte. Aber so geht es halt dann auch wieder nicht. Dem aktuell in München wohnenden Chinesen wurde ein Wiesnverbot ausgesprochen.

„Ja, i bin mi’ mit’m Radl da“

Kurz nach Betriebsende führten Beamte der Rosenheimer Verkehrspolizei in der Kufsteiner Straße eine Verkehrskontrolle durch. Dabei kam ihnen ein 20-jähriger Rosenheimer auf seinem Radl in Schlangenlinien entgegen. Für seine Fahrt benötigte er dabei einen großen Teil der Fahrbahn. Kurz vor der Anhaltung hüpfte der Radfahrer vom Radl und schob plötzlich. Doch da war es bereits zu spät: Mit annähernd zwei Promille wurde gegen ihn ein Ermittlungsverfahren wegen Trunkenheit im Verkehr eingeleitet.

Respekt – zehnmal hintereinander

Zehnmal hintereinander am Haken – und das innerhalb von knapp drei Stunden: Auch am Maurermontag wurden Behindertenparkplätze und Rettungswege von Festbesuchern verbotswidrig zugeparkt. Die Wiesnwache reagierte konsequent: Zehn Fahrzeuge wurden abgeschleppt.

„Der dackelt mir die ganze Zeit nach“

Als versteckt tätiger Geheimagent, observierender Ermittler oder verdeckter Privatdetektiv scheint ein 50-Jähriger aus Brixen (Italien) eher ungeeignet zu sein. Offen und offenbar zunehmend nervig dackelte er einer Bedienung in einem Zeltbetrieb ständig hinterher. Trotz mehrfacher Aufforderung, dies nun endlich zu unterlassen, marschierte er entschlossen weiter und setzte seine Verfolgungsmaßnahmen fort.
Die Wiesnwache beendete die Ermittlungsmission schließlich: Der mit knapp zwei Promille „aufgetankte“ Italiener erhielt ein Wiesnverbot.

Baumaßnahmen am Herbstfest – Material bleibt zurück

Umfangreiche Erdbewegungsarbeiten konnten auf dem Herbstfestgelände durch die Wiesnwache bislang nicht festgestellt werden. Auch „Bodo mit dem Bagger“, bekannt aus dem Songtext, war nicht anzutreffen. Vielleicht war am Maurermontag ja zumindest eine Fachkraft für ziegelbedingte Steinaufstapelung am Werk. Jedenfalls entdeckte die Wiesnwache kurz vor Betriebsende eine Baggerschaufel  (siehe Beitragsbild) auf dem Festgelände.
Die ermittlungsstarken Einsatzkräfte erkannten allerdings schnell: Hier war kein Erdaushub geplant. Die Baggerschaufel stammt aus einem Fahrgeschäft und wird dort als Dekorationsmaterial verwendet.
Der Fall „Bagger auf der Wiesn“ konnte damit ohne weitere Erdbewegungen abgeschlossen werden.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Fotomontage: Symbolfoto Wiesnblaulicht, eingeblockt Baggerschaufel-Foto: Polizeiinspektion Rosenheim)