Bauzug entgleist bei Rangierfahrt: Schaden von mindestens 500.000 Euro

Bauzug entgleist bei Rangierfahrt: Schaden von mindestens 500.000 Euro

München – Bei einer Rangierfahrt ist am Dienstagnachmittag (14.7.2026) ein Bauzug im Bereich der Bahnstrecke zwischen Hackerbrücke und Donnersbergerbrücke entgleist. Verletzt wurde dabei niemand. Nach Angaben der Bundespolizei entstand ein Sachschaden von mindestens 500.000 Euro.

Nach den bisherigen Ermittlungen kam es gegen 15.20 Uhr während eines Rangiervorgangs zu einer Fehlhandlung des verantwortlichen Rangierführers. In der Folge entgleiste ein Waggon des Bauzuges im Bereich einer Weiche. Der Zug kam nach kurzer Strecke zum Stehen. Der 32-jährige Rangierführer blieb unverletzt.

Bundespolizei ermittelt

Durch die Entgleisung wurden nach Angaben der Bundespolizei unter anderem Gleise, Bahnschwellen, eine Weiche sowie der betroffene Waggon beschädigt. Die Höhe des entstandenen Sachschadens wird auf mindestens 500.000 Euro geschätzt.
Die Bundespolizei hat gegen den 32-Jährigen ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Gefährdung des Bahnverkehrs eingeleitet.

Die Bergung des entgleisten Waggons begann gegen 18.30 Uhr und war gegen 21.30 Uhr abgeschlossen. Während dieser Zeit waren die Strecken in Richtung Landshut gesperrt. Nach Angaben der Bundespolizei kam es dennoch zu keinen Auswirkungen auf den Bahnverkehr, da Ausweichgleise genutzt werden konnten.
Zur Dokumentation des Unfallortes setzte die Bundespolizei auch einen Hubschrauber der Fliegerstaffel Oberschleißheim ein, der Übersichtsaufnahmen anfertigte.
(Quelle: Pressemitteilung Bundespolizei / Beitragsbild: Symbolfoto Bundespolizei)

Handspaten, Messer und Schneeschaufel: Streit in Wohngemeinschaft eskaliert

Handspaten, Messer und Schneeschaufel: Streit in Wohngemeinschaft eskaliert

Rosenheim – In einer sozialen Wohngemeinschaft in der Rosenheimer Brunnholzstraße ist am Dienstagabend (14.7.2026) ein Streit zwischen zwei Bewohnern eskaliert. Nach Angaben der Polizei wurden dabei neben Fäusten auch Messer, eine Schneeschaufel und ein Handspaten eingesetzt.

Nach den bisherigen Erkenntnissen der Polizei gerieten ein 46-Jähriger und ein 27-Jähriger zunächst aus einem nach Polizeiangaben nichtigen Anlass in eine lautstarke Auseinandersetzung. Diese mündete schließlich in eine Schlägerei, bei der beide Männer mit den Fäusten aufeinander einschlugen. Im weiteren Verlauf griff der 27-Jährige laut Polizei zu einer herumstehenden Schneeschaufel, die er wie einen Schutzschild vor sich hielt. Der 46-Jährige zog daraufhin zwei Messer und hielt sie vor seinen Körper. Als der jüngere Mann die Messer bemerkte, legte er die Schneeschaufel weg und nahm stattdessen einen herumliegenden Handspaten als Drohwerkzeug an sich.

Beide Beteiligten verletzt

Die alarmierten Polizeibeamten trennten die beiden Kontrahenten. Ein Atemalkoholtest ergab beim 46-Jährigen rund 1,5 Promille, beim 27-Jährigen knapp ein Promille. Beide Männer erlitten nach Angaben der Polizei Prellungen sowie blutende Verletzungen am Kopf und Oberkörper, lehnten eine medizinische Behandlung jedoch ab.
Die Rosenheimer Polizei ermittelt nun gegen beide Männer wegen des Verdachts der gegenseitigen gefährlichen Körperverletzung. Da sich der 27-Jährige auch nach dem Einsatz nicht beruhigen ließ und laut Polizei weiterhin aggressiv und gewaltbereit war, wurde er in Gewahrsam genommen und in einer Polizeizelle untergebracht.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Von Hamburg nach Ghana: Wie eine Schlangenbändigerin zur Götting wurde

Von Hamburg nach Ghana: Wie eine Schlangenbändigerin zur Götting wurde

Rosenheim – Was hat ein Werbeplakat aus Hamburg mit einer westafrikanischen Göttin zu tun? Genau dieser ungewöhnlichen Geschichte widmet sich die Städtische Galerie Rosenheim im Rahmen ihrer Ausstellung „BIG PROMISES. Gemalte Filmplakate aus Ghana“. Im Mittelpunkt steht die Figur Mami Wata, die in vielen Regionen Westafrikas als Wassergeist verehrt wird – und deren heutiges Erscheinungsbild nach Angaben der Ausstellungsmacher überraschende Wurzeln in einem Hamburger Zirkusplakat des 19. Jahrhunderts haben soll.

Die Schlangenbändigerin - ein wiederkehrendes Motiv in der Ausstellung. Foto: Copyright Städtisches Museum Rosenheim

Die Schlangenbändigerin – ein wiederkehrendes Motiv in der aktuellen Ausstellung in der Städtischen Galerie Rosenheim. Fotos: Copyright Städtische Galerie Rosenheim

Eine immer wiederkehrende Figur auf den handgemalten Filmplakaten aus Ghana ist Mami Wata. Sie gilt als Schenkerin von Schönheit, Reichtum und Wohlstand, zugleich aber auch als geheimnisvolle und ambivalente Gestalt, deren Gaben ihren Preis haben können. Auf vielen Plakaten wird sie als Frau mit Schlangen und häufig auch mit einem Fischschwanz dargestellt.

Nach Angaben der Städtischen Galerie geht dieses Bild unter anderem auf ein Werbeplakat des Hamburger Tierhändlers und Zirkusunternehmers Hagenbeck zurück. Darauf war Ende des 19. Jahrhunderts eine Schlangenbändigerin mit einer Python um den Hals zu sehen. Das Motiv wurde später in Großbritannien und Indien vielfach nachgedruckt und gelangte schließlich über Handelswege nach Ghana.

Ein Bild bekommt eine neue Bedeutung

Dort wurde die Frau auf dem Plakat offenbar nicht mehr als Zirkusartistin wahrgenommen, sondern mit der Wassergeist-Göttin Mami Wata in Verbindung gebracht. Nach Angaben der Ausstellungsmacher passten Details wie die Schlangen, der Schmuck und die lange Haarpracht zu den Vorstellungen, die mit der Gottheit verbunden werden. So entwickelte das ursprünglich europäische Werbemotiv in Westafrika eine völlig neue kulturelle Bedeutung.

Weiterer Lesestoff passend zum Thema: 

Diese Geschichte ist eines von vielen Beispielen dafür, wie Bilder über Länder und Kontinente hinweg neue Bedeutungen annehmen können.

Ausstellung noch bis Mitte August zu sehen

Die Ausstellung „BIG PROMISES. Gemalte Filmplakate aus Ghana“ ist noch bis 16. August 2026 in der Städtischen Galerie Rosenheim zu sehen. Präsentiert werden mehr als 100 handgemalte Filmplakate, die zwischen den 1980er- und 2000er-Jahren für mobile Wanderkinos in Ghana entstanden. Die Künstler interpretierten Filme dabei oft frei, ergänzten Szenen oder steigerten deren Dramatik bewusst.

Die gezeigten Werke stammen aus der Sammlung des Rosenheimer Historikers Dr. Wolfgang Stäbler, der über viele Jahre mehr als 500 ghanaische Filmplakate zusammengetragen hat.
(Quelle: Pressemitteilung Städtische Galerie Rosenheim / Beitragsbild, Foto: Copyright Städtische Galerie Rosenheim)

TH-Präsident Heinrich Köster erhält Bayerischen Verdienstorden

TH-Präsident Heinrich Köster erhält Bayerischen Verdienstorden

Rosenheim / München – Professor Dr. h. c. Heinrich Köster, Präsident der Technischen Hochschule Rosenheim, ist mit dem Bayerischen Verdienstorden ausgezeichnet worden. Ministerpräsident Markus Söder überreichte ihm die Ehrung für seine Verdienste um Wissenschaft, Bildung und den Hochschulstandort Bayern.

Der Bayerische Verdienstorden wird seit 1957 für besondere Verdienste um den Freistaat Bayern verliehen. Die Zahl der lebenden Ordensträger ist auf 2.000 begrenzt.

Professor Köster steht seit 2009 an der Spitze der TH Rosenheim. In dieser Zeit entstanden unter anderem die Hochschulstandorte in Mühldorf am Inn, Burghausen und im Chiemgau. Zudem wurde der Ausbau der Hochschule mit Technologietransferzentren in Waldkraiburg und Freilassing vorangetrieben.

Engagement auch über Bayern hinaus

Neben seiner Tätigkeit als Hochschulpräsident engagiert sich Köster seit vielen Jahren im Bereich der Holzwirtschaft. Er war Mitbegründer des Vereins Forum Holzbau und setzte sich nach Angaben der TH Rosenheim für den Austausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft ein. Außerdem wirkte er am Aufbau von Hochschulstandorten mit Schwerpunkt Holzwirtschaft in der Schweiz und Kanada mit. Auch der regionale Wirtschaftsverband Seeoner Kreis geht auf seine Initiative zurück.

Glückwünsche aus Hochschule und Kuratorium

„Heinrich Köster verbindet Wissenschaft, Wirtschaft und Politik wie kaum ein anderer. Mit seinem strategischen Weitblick hat er die TH Rosenheim zu einer der erfolgreichsten und angesehensten Hochschulen Bayerns entwickelt“, sagt der Vorsitzende des Hochschulrats, Klaus Stöttner.

Daniel Artmann, Vorsitzender des Kuratoriums der Hochschule, erklärt: „Wir sind stolz auf Heinrich Köster. Sein außergewöhnliches Engagement und seine Tatkraft haben die Hochschule und die gesamte Region nachhaltig geprägt.“
Professor Köster selbst sagt zu der Auszeichnung: „Die Verleihung des Bayerischen Verdienstordens erfüllt mich mit großer Dankbarkeit und ist für mich eine besondere Ehre. Ich nehme diese Auszeichnung nicht nur als Anerkennung meines persönlichen Wirkens entgegen, sondern auch als Wertschätzung für die damit verbundene Arbeit vieler engagierter Menschen, die mich auf meinem Weg begleitet und unterstützt haben.“
(Quelle: Pressemitteilung TH Rosenheim / Beitragsbild: Copyright Bayerische Staatskanzlei)

Schutzwald am Wildbarren: Experten informieren über Zustand und Sanierung

Schutzwald am Wildbarren: Experten informieren über Zustand und Sanierung

Oberaudorf / Landkreis Rosenheim – Der Schutzwald am Wildbarren bei Oberaudorf hat eine wichtige Funktion für die Region: Er schützt vor Naturgefahren und trägt auch zum Wasserrückhalt bei. Vertreter der Gemeinde Oberaudorf, der Gemeindewerke und der Bayerischen Staatsforsten haben sich jetzt bei einem gemeinsamen Waldbegang über den Zustand des Waldes und geplante Maßnahmen informiert.

Fachlicher Austausch zur Schutzwaldsanierung im Trinkwasserschutzgebiet Riedleiten am Wildbarren bei Oberaudorf: v.l.n.r. Marius Oeller, Lasse Weicht (beide Forstbetrieb Schliersee der Bayerischen Staatsforsten), Sebastian Rössert (Leiter der Fachstelle Schutzwaldmanagement am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Rosenheim), Hubert Paul (Werksleiter Gemeindewerke Oberaudorf) und Dr. Matthias Bernhardt (Bürgermeister Gemeinde Oberaudorf) Foto: Copyright AELF Rosenheim / Fachstelle Schutzwaldmanagement

Fachlicher Austausch zur Schutzwaldsanierung im Trinkwasserschutzgebiet Riedleiten am Wildbarren bei Oberaudorf: v.l.n.r. Marius Oeller, Lasse Weicht (beide Forstbetrieb Schliersee der Bayerischen Staatsforsten), Sebastian Rössert (Leiter der Fachstelle Schutzwaldmanagement am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Rosenheim), Hubert Paul (Werksleiter Gemeindewerke Oberaudorf) und Dr. Matthias Bernhardt (Bürgermeister Gemeinde Oberaudorf) Foto: Copyright AELF Rosenheim / Fachstelle Schutzwaldmanagement

Der Wildbarren liegt oberhalb von Oberaudorf im Inntal und ist Teil der Berglandschaft am nördlichen Rand der Alpen. Anlass des Treffens war das 40-jährige Bestehen der Schutzwaldsanierung in Bayern. Eingeladen hatte die Fachstelle Schutzwaldmanagement am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Rosenheim.

Auch Trinkwasserschutzgebiet Riedleiten betroffen

Im Mittelpunkt stand das Schutzwaldsanierungsgebiet Wildbarren, zu dem auch das Trinkwasserschutzgebiet Riedleiten gehört. Dort werden derzeit Pflanzungen für den Herbst 2026 vorbereitet.
Nach Angaben des AELF Rosenheim setzen Trockenheit und hohe Temperaturen auch den Bergwäldern zu. Besonders betroffen seien Bereiche, in denen die Schutzfunktion des Waldes durch Schäden, überalterte Bestände oder eine ungünstige Baumartenzusammensetzung eingeschränkt sei.

Bürgermeister Dr. Bernhardt und Mitarbeiter der Gemeindewerke Oberaudorf bestätigten nach Angaben des AELF, dass sich die Veränderungen auch auf die Wasserversorgung auswirken. Demnach habe die Trinkwassermenge im Schutzgebiet Riedleiten in den vergangenen Jahren durch Veränderungen bei Niederschlägen und deren Verteilung abgenommen.

Wald soll Wasser besser speichern

Bei dem Treffen wurde die Bedeutung intakter Schutzwälder für den Wasserhaushalt erläutert. Durch Humus und gesunde Böden können Wälder Wasser aufnehmen und speichern. Dadurch können Abflussspitzen abgemildert und Schnee sowie Schmelzwasser länger in der Fläche gehalten werden.
Lasse Weicht, Leiter des Forstbetriebs Schliersee der Bayerischen Staatsforsten, gab Einblicke in die Bewirtschaftung der Staatswälder im Inntal. Dazu gehören unter anderem Pflege- und Verjüngungsmaßnahmen sowie ein angepasstes Jagdmanagement, damit junge Bäume nachwachsen können.

Mehr als eine Million Euro für Wildbarren investiert

Wenn eine normale Waldbewirtschaftung nicht ausreicht, kommt die Schutzwaldsanierung zum Einsatz – etwa nach Stürmen, Schneeschäden oder Borkenkäferbefall.

Nach Angaben des AELF Rosenheim wurden in Bayern in den vergangenen 40 Jahren rund 108 Millionen Euro in solche Maßnahmen investiert. Mehr als eine Million Euro davon entfielen auf den Bereich Wildbarren bei Oberaudorf.
(Quelle: Pressemitteilung AELF Rosenheim / Beitragsbild: Copyright AELF Rosenheim/Fachstelle Schutzwaldmanagement)

BRK-Bereitschaft Bad Aibling feiert 125-jähriges Bestehen

BRK-Bereitschaft Bad Aibling feiert 125-jähriges Bestehen

Bad Aibling / Landkreis Rosenheim –  Die BRK-Bereitschaft Bad Aibling feiert im Juni 2027 ihr 125-jähriges Bestehen. Rosenheims Landrat Otto Lederer übernimmt die Schirmherrschaft für das Jubiläumsfest.

Eine Delegation der Bereitschaft besuchte den Landrat, um ihn um die Übernahme der Schirmherrschaft zu bitten. Otto Lederer nahm die Aufgabe nach Angaben des BRK gerne an. Als Zeichen dafür wurde ihm ein symbolischer Schirm überreicht.

Seit 1902 im Einsatz für die Region

Die BRK-Bereitschaft Bad Aibling wurde im Jahr 1902 gegründet. Seitdem engagieren sich ehrenamtliche Helfer für den Rettungs- und Sanitätsdienst sowie verschiedene soziale Aufgaben.
Zu den heutigen Aufgaben gehören unter anderem Sanitätsdienste bei Veranstaltungen, Unterstützung im Katastrophenschutz und Hilfe beim Blutspendedienst.

Jubiläumsfest im Juni 2027 geplant

Die Feierlichkeiten finden vom 18. bis 21. Juni 2027 in der Ausstellungshalle Bad Aibling statt. Den Auftakt bildet am Freitag (18.6.2027) ein Partyabend mit Musik.
Am Sonntag (20.6.2027) sind ein Festumzug, eine Feldmesse und ein Kinderprogramm geplant. Zum Abschluss des Jubiläumswochenendes lädt die BRK-Bereitschaft am Montag (21.6.2027) zu einem Seniorennachmittag ein. Am Abend ist ein gemeinsames Kesselfleischessen vorgesehen.
(Quelle: Pressemitteilung BRK -Bereitschaft Bad Aibling / Beitragsbild BRK Bereitschaft Bad Aibling)

 

Wachter Foodbar in Prien behält Michelin-Stern

Wachter Foodbar in Prien behält Michelin-Stern

Prien am Chiemsee – Die Wachter Foodbar in Prien am Chiemsee hat erneut einen Michelin-Stern erhalten. Damit wurde die Auszeichnung des Restaurants von Sternekoch Dominik Wachter zum dritten Mal in Folge bestätigt.

Der Michelin Guide würdigt mit dem Stern die Qualität der Küche. Die Wachter Foodbar ist seit ihrer Eröffnung im Oktober 2022 mit einem Stern ausgezeichnet.

Glückwünsche aus dem Rathaus

„Den Michelin-Stern zum dritten Mal verteidigen zu dürfen, macht uns unglaublich stolz und dankbar. Diese Auszeichnung gehört unserem gesamten Team, das jeden Tag mit Leidenschaft, Kreativität und höchstem Qualitätsanspruch arbeitet. Ein herzliches Dankeschön gilt auch unseren Gästen für ihr Vertrauen und ihre Wertschätzung – sie sind unsere größte Motivation“, sagt Dominik Wachter.

Auch die Marktgemeinde Prien gratuliert zur erneuten Auszeichnung. Bürgermeister Andreas Friedrich und Tobi Huber, Fachbereichsleiter für Tourismus, Kultur und Wirtschaftsförderung, sehen darin eine Anerkennung für die Arbeit des Restaurants. „Die erneute Auszeichnung ist ein großartiger Beleg für die hohe Qualität der Wachter Foodbar und macht weit über die Region hinaus auf unseren GenussOrt aufmerksam. Zu dieser beeindruckenden Leistung gratulieren wir von Herzen und wünschen weiterhin viel Erfolg und kreative Inspiration“, so Andreas Friedrich.
(Quelle: Pressemitteilung Markt Prien / Beitragsbild: Markt Prien am Chiemsee)

 

MINR-EC-Regionalforum an der TH Rosenheim: Schüler blicken in Technik-Berufe

MINR-EC-Regionalforum an der TH Rosenheim: Schüler blicken in Technik-Berufe

Rosenheim – Rund 250 Schüler und Lehrer haben am MINT-EC-Regionalforum an der Technischen Hochschule Rosenheim teilgenommen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen Einblicke in naturwissenschaftliche und technische Berufsfelder sowie aktuelle Entwicklungen in der Luft- und Raumfahrt.

Rund 210 Schüler und etwa 40 Lehrer besuchten nach Angaben der TH Rosenheim die Veranstaltung. In Workshops konnten die Jugendlichen verschiedene Themen aus Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) praktisch kennenlernen. „Die MINT-Förderung hat an unserer Hochschule einen hohen Stellenwert, weil wir damit die potenziellen Studierenden von morgen erreichen und ihnen einen Einblick in das vielfältige Studien- und Berufsangebot geben können“, sagt Professorin Dr. Nicole Strübbe, Vizepräsidentin der TH Rosenheim.

Schwerpunkt Luft- und Raumfahrt

Ein Schwerpunkt des Regionalforums lag auf der Luft- und Raumfahrt. In einem Vortrag informierte Dr. Tobias Schüttler vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) über aktuelle Entwicklungen. Außerdem gab es mehrere Workshops zu diesem Themenbereich.
Bei der Veranstaltung wurden laut TH Rosenheim auch erste Details zum geplanten DLR_School_Lab vorgestellt, das bis Ende des Jahres an der Hochschule entstehen soll. Auch praktische Versuche standen auf dem Programm. Im Workshop „Chemie und Umwelt“ konnten die Schüler Experimente durchführen, die über den Schulunterricht hinausgingen. „Wir haben im Workshop ‚Chemie und Umwelt‘ Versuche gemacht, die wir aus der Schule noch nicht kannten. Das war interessant und hat neue Perspektiven gebracht“, sagt Krista Marche vom Karolinen-Gymnasium Rosenheim.

Auch Lehrer informierten sich über neue Unterrichtsmethoden

Parallel zum Schülerprogramm beschäftigten sich die Lehrer mit neuen Ansätzen für den MINT-Unterricht. Themen waren unter anderem Künstliche Intelligenz und der Einsatz sogenannter Large Language Models im Schulalltag. „Das Lernen in kleinen Gruppen durch das gemeinsame Bearbeiten von Aufgaben an einem großen Tisch ist ein sehr interessanter Ansatz. Es sorgt dafür, dass sich ein passiver Zuhörer in einen aktiven Mitmacher verwandelt“, sagt Boris Schulze, Lehrer für Mathematik und Physik am Wilhelm-Hausenstein-Gymnasium in München.

Das MINT-EC-Regionalforum ist Teil des bundesweiten MINT-EC-Netzwerks, in dem Schulen mit einem Schwerpunkt in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zusammenarbeiten.
(Quelle: Pressemitteilung TH Rosenheim / Beitragsbild: Copyright  Anton Maier)

RoMed Klinikum Rosenheim erhält Zertifizierung für Bauchspeicheldrüsen-Chirurgie

RoMed Klinikum Rosenheim erhält Zertifizierung für Bauchspeicheldrüsen-Chirurgie

Rosenheim – Das RoMed Klinikum Rosenheim ist als Kompetenzzentrum für chirurgische Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse zertifiziert worden. Die Auszeichnung erfolgte durch die Chirurgische Arbeitsgemeinschaft für Leber, Galle und Pankreas (CALGP) der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV).

Bereits seit zehn Jahren besteht am RoMed Klinikum Rosenheim ein von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziertes Pankreaskarzinomzentrum. Die neue Zertifizierung bestätigt nach Angaben der Klinik die Strukturen und Abläufe bei operativen Behandlungen von Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse. „Die Zertifizierung unterstreicht die gewachsene Expertise am RoMed-Standort Rosenheim“, sagt Professor Dr. Katja Ott, Leiterin des Pankreaskarzinomzentrums. „Sie bestätigt die interdisziplinäre Zusammenarbeit und die etablierte Versorgungsstruktur im ländlichen Raum.“

Prüfung von Abläufen und Behandlungsergebnissen

Für die Zertifizierung wurden nach Angaben der Klinik unter anderem die personelle Ausstattung, die Anzahl durchgeführter Eingriffe, Behandlungsergebnisse sowie die Dokumentation und Qualitätssicherung überprüft. Auch die Zusammenarbeit verschiedener Fachbereiche wie Gastroenterologie, Radiologie, Intensivmedizin, Onkologie, Strahlentherapie und Pathologie wurde bewertet. Dazu gehören unter anderem gemeinsame Fallbesprechungen und festgelegte Behandlungsabläufe.
Bei der Prüfung wurde außerdem eine roboterassistierte Bauchspeicheldrüsenoperation begleitet. Die Gutachter bewerteten dabei unter anderem die Abläufe und die Verfügbarkeit spezialisierter Ärzte.

Zertifizierung gilt für fünf Jahre

Nach Angaben des RoMed Klinikums bestätigte Auditor Professor Dr. Michael Bartels, dass die Anforderungen an medizinische Expertise, Organisation, Ausstattung und Personal erfüllt wurden. „Diese Zertifizierung ist eine herausragende Bestätigung der Arbeit unseres gesamten Teams. Sie zeigt, dass wir unseren Patientinnen und Patienten eine Behandlung auf höchstem medizinischem Niveau bieten. Mein besonderer Dank gilt allen Mitarbeitenden, die mit großem Engagement, hoher Fachkompetenz und viel persönlichem Einsatz zu diesem Erfolg beigetragen haben“, sagt Prof. Dr. Kai Nowak, Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Gefäß- und Thoraxchirurgie.

Die Zertifizierung soll Patienten mit Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse ermöglichen, komplexe Eingriffe in einer entsprechend geprüften Einrichtung in der Region durchführen zu lassen.
(Quelle: Pressemitteilung RoMed Kliniken / Beitragsbild: Copyright RoMed Kliniken)

Nepomuk-Brunnen, Rosenheim, 1918

Nepomuk-Brunnen, Rosenheim, 1918

Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in das Jahr 1918. Auf der historischen Aufnahme sehen wir den Nepomuk-Brunnen am Max-Josefs-Platz in Rosenheim.

Der Brunnen war schon damals ein besonderer Blickfang im Herzen der Stadt. Auf dem Foto posieren ein Mädchen und ein junger Mann neben dem kunstvollen Bauwerk. Vieles hat sich rund um den Max-Josefs-Platz seitdem verändert – der Nepomuk-Brunnen ist aber geblieben und zählt bis heute zu den beliebtesten Fotomotiven der Rosenheimer Altstadt.
Der Nepomuk-Brunnen ist der älteste und bekannteste Brunnen der Stadt. Seine Geschichte reicht bis ins 18. Jahrhundert zurück. Zwischen 1740 und 1750 stand an dieser Stelle, dem damaligen Markt- oder Schrannenplatz, zunächst ein hölzerner „Fischbrunnen“.

Eine Statue aus einem einzigen Marmorblock

Im Jahr 1773 beauftragte die Rosenheimer Bürgerschaft den Bildhauer Franz de Paula Hitzl mit der Gestaltung einer Statue des heiligen Johannes von Nepomuk. Der Künstler schuf eine lebensgroße Figur im Stil des Spätrokokos. Der dafür verwendete weiße Marmor stammte aus den Steinbrüchen am Untersberg bei Salzburg. Die Statue wurde aus einem einzigen Steinblock gefertigt.
Der heilige Johannes von Nepomuk gilt als Schutzpatron der Schiffer und Flößer. Für Rosenheim hatte diese Figur eine besondere Bedeutung: Die Flüsse rund um die Stadt waren im Mittelalter wichtige Handelswege und trugen wesentlich zum Wohlstand der Stadt bei.

Das heute markante achteckige Brunnenbecken kam allerdings erst später hinzu – in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Eine erste große Restaurierung des Brunnens erfolgte im Jahr 1904.

Ein Brunnen mit bewegter Geschichte

Der Nepomuk-Brunnen blieb in seiner langen Geschichte nicht von Schäden verschont. Am 24. März 1953 wurde die Statue bei einem Unfall schwer beschädigt: Ein ausscherender Lastwagen, der mit langen Baumstämmen beladen war, riss die Figur komplett von ihrem Sockel.
Damals wurde sogar darüber diskutiert, den Brunnen ganz zu entfernen. Stadtplaner sahen ihn als Hindernis für den zunehmenden Autoverkehr. Doch viele Rosenheimer setzten sich für den Erhalt ihres Wahrzeichens ein. Nach einer aufwändigen Restaurierung kehrte die Figur am 14. Juni 1954 auf den Max-Josefs-Platz zurück.

Auch danach blieb der Brunnen nicht völlig verschont: 1960 verschwand der rechte Arm der Statue mitsamt dem Kreuz spurlos. 1965 pinselten Studenten die Figur nach einer feuchtfröhlichen Nacht blau an. 1972 wurde der Brunnen erneut von einem Fahrzeug gerammt, wobei die Hand der Statue beschädigt wurde.

Nach jeder Beschädigung wurde der Nepomuk-Brunnen wieder originalgetreu restauriert. Heute steht er mitten in der Rosenheimer Fußgängerzone und ist Treffpunkt, Orientierungspunkt – und für viele Besucher eines der beliebtesten Erinnerungsfotos aus der Stadt.
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann / Bildtext: Karin Wunsam)

Bayerische Apotheker warnen vor weiterer finanzieller Belastung

Bayerische Apotheker warnen vor weiterer finanzieller Belastung

München / Bayern – Der Bayerische Apothekerverband (BAV) kritisiert geplante Änderungen bei der Vergütung von rezeptpflichtigen Arzneimitteln. Nach Ansicht des Verbandes könnte eine geplante Erhöhung des Kassenabschlags die wirtschaftliche Situation vieler Apotheken weiter verschärfen.

Bei der Mitgliederversammlung des BAV in München stand vor allem die geplante Anpassung des sogenannten Fixbetrags im Mittelpunkt. Dieser Betrag wird Apotheken pro abgegebener Packung eines rezeptpflichtigen Arzneimittels von den gesetzlichen Krankenkassen vergütet. Laut Koalitionsvertrag soll er schrittweise von 8,35 Euro auf 9,50 Euro steigen. Zum 1. Juli 2026 wurde er zunächst auf 9 Euro angehoben, ab Januar 2027 ist eine weitere Erhöhung auf 9,50 Euro vorgesehen.
Gleichzeitig soll nach Angaben des BAV ab Januar 2027 der Rabatt steigen, den Apotheken den gesetzlichen Krankenkassen gewähren müssen. Dadurch würde sich die Vergütung nach Darstellung des Verbandes um rund 30 Cent pro Packung verringern.

„Erst rauf, dann wieder runter. Wir wissen doch, dass Jojo-Effekte selten etwas Gutes bringen“, sagt BAV-Vorsitzender Dr. Hans-Peter Hubmann. Er kritisiert, dass Apotheken in den vergangenen Jahren bereits erheblich zur Entlastung der Krankenkassen beigetragen hätten. Durch eine frühere Vergütungskürzung von 2023 bis Anfang 2025 seien nach Angaben des BAV Einsparungen von rund 310 Millionen Euro entstanden.

Zahl der Apotheken weiter rückläufig

Der Verband verweist außerdem auf die Entwicklung der Apothekenzahlen in Bayern. Nach Angaben von BAV-Geschäftsführerin Alexandra Schmidt gab es Ende 2025 noch 2.617 Apotheken im Freistaat. Zehn Jahre zuvor seien es 3.205 gewesen. Das entspreche einem Rückgang um 588 Apotheken.
„Aber nur wirtschaftlich starke Apotheken können in einer alternden Gesellschaft politisch gewünschte Zusatzleistungen wie Impfungen oder weitere pharmazeutische Dienstleistungen erbringen“, sagt Schmidt.
Der BAV fordert deshalb, die geplante Erhöhung des Kassenabschlags nicht dauerhaft umzusetzen. Nach Ansicht des Verbandes gebe es andere Möglichkeiten, die gesetzlichen Krankenkassen finanziell zu entlasten.(Quelle: Bayerischer Apothekerverband / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Historisches Stadtspiel geht nach Sommerfestival in die Schlussphase

Historisches Stadtspiel geht nach Sommerfestival in die Schlussphase

Rosenheim – Nach sechs erfolgreichen Aufführungen legt das Historische Stadtspiel des Theater Rosenheim während des Rosenheimer Sommerfestivals eine planmäßige Pause ein. Weiter geht es am Sonntag, 19. Juli, um 20 Uhr auf dem Ludwigsplatz. Danach stehen noch drei weitere Vorstellungen auf dem Programm.

Regisseur Jogi Gaschke zieht im Gespräch mit Innpuls.me eine positive Zwischenbilanz. Von den bislang sechs Aufführungen musste lediglich eine wegen ungünstiger Witterung auf einen Ersatztermin verschoben werden. Ansonsten seien die Bedingungen für das Freilichttheater durchweg gut gewesen. „Die Atmosphäre auf dem Ludwigsplatz ist toll und die Zuschauer begeistert“, sagt Gaschke.

Vier Aufführungen stehen noch an

Nach der Sommerfestival-Pause wird das Historische Stadtspiel am Sonntag, 19. Juli, fortgesetzt. Weitere Vorstellungen folgen am Mittwoch, 22. Juli, am Sonntag, 26. Juli, sowie am Freitag, 31. Juli. Beginn ist jeweils um 20 Uhr auf dem Ludwigsplatz. Sollte eine Vorstellung wegen schlechten Wetters ausfallen, wird ein Ersatztermin angeboten. Informationen dazu veröffentlicht das Theater Rosenheim auf seiner Internetseite.

 

Lesestoff passend zum Thema: 

In diesem Jahr zeigt das Theater Rosenheim das Stück „Hoch hinaus oder Die Weltverbesserer“. Erzählt wird die Geschichte der sogenannten Rosenheimer Akademie aus dem Jahr 1787 – einer kaum bekannten Episode der Rosenheimer Stadtgeschichte, die sich mit den Ideen der Aufklärung und den Spannungen innerhalb der damaligen Bürgerschaft beschäftigt.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Archiv Innpuls.me)