Weiter kein Nachtfahrverbot für Mähroboter in Rosenheim: Warum die Grünen diesmal dagegen stimmten

Weiter kein Nachtfahrverbot für Mähroboter in Rosenheim: Warum die Grünen diesmal dagegen stimmten

Rosenheim – Ausgerechnet Bündnis 90/Die Grünen stimmten diesmal gegen einen Antrag für ein Nachtfahrverbot von Mährobotern – obwohl sie selbst einen nahezu identischen Vorstoß im vergangenen Jahr gemeinsam mit dem ÖDP-Stadtrat und der FDP-Stadträtin eingebracht hatten. Der Ausschuss für Umwelt, Energie und Klimaschutz folgte mehrheitlich der Empfehlung der Stadtverwaltung und lehnte den Antrag der AfD-Stadtratsfraktion ab.

Rosenheim wird damit weiterhin kein Nachtfahrverbot für Mähroboter einführen. Der Antrag der AfD sah vor, den Betrieb von autark arbeitenden Rasenmähern im gesamten Stadtgebiet von der Dämmerung bis zum Morgengrauen zu untersagen. Verstöße sollten als Ordnungswidrigkeit geahndet werden. Außerdem sollte die Stadt eine Informationskampagne starten, um Gartenbesitzer über die Gefahren nächtlicher Mähvorgänge für Igel und andere Wildtiere aufzuklären.
Zur Begründung verwies die AfD darauf, dass der Einsatz von Mährobotern in den vergangenen Jahren stark zugenommen habe und insbesondere Igel durch die Geräte verletzt oder getötet werden könnten. Bei Gefahr flüchten die Stacheltiere nicht, sondern rollen sich zusammen. Dadurch können sie den rotierenden Messern der Geräte nicht ausweichen.

Neben der AfD stimmte auch die Fraktion Freie Wähler/UP gegen den Beschlussvorschlag der Stadtverwaltung. Die übrigen Ausschussmitglieder folgten der Empfehlung, auf eine Allgemeinverfügung zu verzichten.

Bereits 2025 Thema im Ausschuss

Die Forderung nach einem Nachtfahrverbot war in Rosenheim allerdings nicht neu. Bereits im Frühjahr 2025 hatten Bündnis 90/Die Grünen gemeinsam mit dem ÖDP-Stadtrat und der FDP-Stadträtin einen nahezu inhaltsgleichen Antrag eingebracht. Auch damals ging es darum, zu prüfen, ob eine Allgemeinverfügung nach dem Vorbild anderer Kommunen zum Schutz von Igeln und anderen nachtaktiven Tieren möglich ist.

Weiterer interessanter Lesestoff passend zum Thema: 

Die Stadtverwaltung hatte sich bereits damals gegen ein solches Verbot ausgesprochen. Als Gründe wurden unter anderem genannt, dass eine Kontrolle auf privaten Grundstücken praktisch nicht möglich sei und dafür auch das notwendige Personal fehle. Außerdem seien Betreiber von Mährobotern bereits heute verpflichtet, den Artenschutz zu beachten. Statt eines Verbots setzte die Stadt deshalb auf Information und Aufklärung. Der Ausschuss beschloss, die Bürger über Igelschutz, eine tierfreundliche Gartengestaltung und den verantwortungsvollen Einsatz von Mährobotern zu informieren. Nach Angaben der Verwaltung wurde diese Kampagne anschließend umgesetzt.

Auf die Frage der Kontrollierbarkeit verwiesen auch die Grünen in der aktuellen Debatte. Grünen-Stadtrat Peter Weigel sagte: „Eine Überwachung ist meiner Meinung nach nicht durchführbar.“ Deshalb sprach er sich dafür aus, es bei dem bereits gefundenen Kompromiss zu belassen.
Auch Zweiter Bürgermeister Daniel Artmann hält ein Nachtfahrverbot nicht für zielführend. Vielmehr müsse man die Bürger für das Thema Igelschutz sensibilisieren und an deren Eigenverantwortung appellieren.
Unterstützung für den Kurs der Verwaltung kam auch aus der CSU. Stadträtin Maria Bichler verwies darauf, dass sich die Technik bei Mährobotern weiterentwickelt habe. Ihrer Meinung nach gebe es inzwischen Geräte, die Igel und andere Tiere erkennen und umfahren könnten. Zudem seien die Roboter für viele Gartenbesitzer eine Zeitersparnis. „Man muss Privates bei den Leuten lassen“, gab sie zu bedenken.

Anders bewertete Dr. Beate Burkl von den Freien Wählern/UP die Situation. Sie sieht weiterhin eine erhebliche Gefahr für Igel und andere Tiere durch Mähroboter. Dabei gehe es nicht nur um die Nachtstunden. „Nicht nur in der Nacht. Auch am Tag werden Tiere durch Mähroboter getötet“, sagte sie.

Bundesweite Entwicklung hat sich seit 2025 verändert

Die Stadtverwaltung verwies in der aktuellen Sitzung erneut auf ihre bereits im Jahr 2025 vertretene Einschätzung. Damals hatte sie unter anderem ausgeführt, dass eine Allgemeinverfügung aus Sicht der Verwaltung im Vollzug nicht umsetzbar sei. Ein wirksamer Igelschutz lasse sich besser durch den Erhalt geeigneter Lebensräume sowie durch Bewusstseinsbildung in der Bevölkerung erreichen.

Während die Stadt Rosenheim also weiterhin auf Aufklärung statt Verbot setzt, hat sich die Situation in anderen Kommunen inzwischen weiterentwickelt. Seit der ersten Debatte im Rosenheimer Ausschuss haben zahlreiche Städte und Landkreise Nachtfahrverbote oder zeitliche Einschränkungen für Mähroboter eingeführt. Dazu zählen unter anderem Köln, Mainz, Stuttgart, Oberhausen und Ulm. Auch der Deutsche Städtetag spricht sich mittlerweile für ein bundesweites Nachtfahrverbot zum Schutz von Igeln und anderen nachtaktiven Tieren aus.
Rosenheim hält dennoch an seiner bisherigen Linie fest: Statt einer Allgemeinverfügung setzt die Stadt weiterhin auf Information, Aufklärung und die Eigenverantwortung der Gartenbesitzer.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Kaufhaus Karstadt, Rosenheim, 1974

Kaufhaus Karstadt, Rosenheim, 1974

Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in das Jahr 1974. Auf der historischen Aufnahme sehen wir das Kaufhaus Karstadt in Rosenheim.

Das Bild zeigt eine Szene, die heute fast wie eine Reise in eine andere Zeit wirkt: Kunden fahren auf der offenen Rolltreppe durch das Kaufhaus, viele tragen die typische Mode der 1970er-Jahre. Gleichzeitig zeigt die Aufnahme, welche Bedeutung das Kaufhaus damals für Rosenheim und die gesamte Region hatte.

Die Rolltreppe war nicht nur ein praktisches Verkehrsmittel zwischen den Etagen. Sie stand für Modernität und Einkaufserlebnis. Im Hintergrund ist ein Schild mit der Aufschrift „Lebensmittel und Brotzeitecke“ zu erkennen. Denn große Warenhäuser boten damals weit mehr als Kleidung, Haushaltswaren oder Elektronik. Sie waren Einkaufsort, Treffpunkt und für viele Menschen ein Stück Großstadtgefühl.

Ein modernes Einkaufsparadies entsteht

Das Gebäude auf dem Foto war 1974 noch relativ neu. Erst am 16. April 1970 wurde das damalige Karstadt-Kaufhaus an der Ecke Münchener Straße/Gillitzerstraße eröffnet.
Dem Neubau waren umfangreiche Abrissarbeiten im historischen Gillitzerblock vorausgegangen. Mit dem neuen Kaufhaus entstand mitten in Rosenheim ein modernes Einkaufszentrum, das Kunden aus der gesamten Region anzog. Entworfen wurde das Gebäude vom Münchner Architekten Paolo Nestler. Die markante Waschbetonfassade entsprach dem Zeitgeschmack der 1970er-Jahre. Im Inneren setzte man auf Großzügigkeit, offene Verkaufsflächen und technische Neuerungen – darunter die weithin sichtbaren Rolltreppen.

Rolltreppen waren einst eine Attraktion

Was heute selbstverständlich erscheint, war damals noch etwas Besonderes. Eine Rolltreppe in einem Kaufhaus war in den 1960er- und 1970er-Jahren ein Symbol für Fortschritt und modernen Konsum.
Die erste Rolltreppe Rosenheims befand sich allerdings nicht bei Karstadt. Diese Premiere hatte bereits 1960 das Kaufhaus Juhasz der Gebrüder Albin und Vilmos Juhasz im damals neu errichteten ersten Hochhaus der Stadt an der Brixstraße.
Als Juhasz sein Geschäft auf den ersten Stock erweiterte, wurde die Rolltreppe schnell zur Attraktion. Viele Menschen kamen nicht nur zum Einkaufen, sondern auch, um einmal mit der damals ungewöhnlichen Technik zu fahren.

Karstadt griff dieses Erlebnis später in deutlich größerem Maßstab auf. Beim Neubau von 1970 wurden die Rolltreppen zum prägenden Element des Hauses und vermittelten den Besuchern ein Gefühl von Modernität und Großstadt.

Karstadt als Besuchermagnet der Region

In den 1970er-Jahren befanden sich große Warenhäuser auf ihrem Höhepunkt. Karstadt bot ein Vollsortiment unter einem Dach: Kleidung, Haushaltswaren, Spielzeug, Unterhaltungselektronik und auch Lebensmittel gehörten zum Angebot.
Gerade die Lebensmittelabteilungen mit Frischetheken und kleinen Imbissbereichen waren damals typisch für große Warenhäuser. Die auf dem Foto erkennbare „Brotzeitecke“ zeigt diesen Wandel: Einkaufen wurde nicht nur als Erledigung verstanden, sondern als Erlebnis.
Viele Menschen aus dem Landkreis kamen damals gezielt nach Rosenheim, um bei Karstadt einzukaufen. Das Kaufhaus wurde zu einem festen Bestandteil des Stadtlebens.

Vom Karstadt zum Galeria-Gebäude

Das Gebäude, das auf dem Foto von 1974 zu sehen ist, blieb allerdings nicht unverändert. Ende der 1990er-Jahre wurde das Kaufhaus umfassend umgebaut und erweitert.
Am 9. Juli 1997 eröffnete das neue „Erlebniskaufhaus“ mit einer deutlich veränderten Architektur und der heute bekannten Glasfassade. Das Erscheinungsbild aus den 1970er-Jahren verschwand damit weitgehend.
Auch der Name Karstadt gehört inzwischen zur Geschichte des Hauses. Im Oktober 2024 wurde der bekannte Schriftzug abmontiert. Heute trägt das Gebäude den Namen Galeria.

Die historische Aufnahme aus dem Jahr 1974 erinnert damit an eine Zeit, in der ein Besuch im Kaufhaus noch ein besonderes Erlebnis war. Die Rolltreppe, die Kunden in die nächste Etage brachte, stand damals für Aufbruch, Fortschritt und eine neue Art des Einkaufens – und wurde selbst zu einem Teil der Rosenheimer Stadtgeschichte.

(Quelle: Beitragsbild: Herbert Borrmann – Foto Hafner / Artikel: Karin Wunsam)

Straßennamen in Rosenheim: Albrecht-Dürer-Straße

Straßennamen in Rosenheim: Albrecht-Dürer-Straße

Rosenheim – Albrecht Dürer war ein Künstler, der bereits vor 500 Jahren eine eigene „Marke“ hatte: Sein berühmtes AD-Monogramm machte seine Werke unverwechselbar. Heute erinnert auch in Rosenheim eine Straße an den Nürnberger Maler und Grafiker. Die Albrecht-Dürer-Straße im Happinger Malerviertel erzählt dabei nicht nur von Kunstgeschichte, sondern auch von der Entwicklung eines Rosenheimer Stadtteils.

In unserer Serie „Straßennamen in Rosenheim“ geht es jeden Donnerstag um die Namen hinter den Straßenschildern. Viele davon nimmt man im Alltag kaum bewusst wahr – doch sie erzählen Geschichten über Menschen, Orte und die Entwicklung der Stadt. Die Albrecht-Dürer-Straße ist eine von insgesamt 23 Straßen im Rosenheimer Stadtgebiet, die nach Künstlern benannt wurden. Die Spur führt diesmal in das Happinger Malerviertel – und zu einem Mann, der seiner Zeit in vielerlei Hinsicht voraus war.

Ein Künstler, der seinen Namen zur Marke machte

Als Albrecht Dürer im Jahr 1471 in Nürnberg geboren wurde, war Kunst vor allem eines: Handwerk. Maler arbeiteten meist im Auftrag von Kirchen, Fürsten oder wohlhabenden Bürgern. Dürer veränderte dieses Bild grundlegend.
Er verstand sich nicht nur als ausführender Handwerker, sondern als schöpferischer Künstler, der Wissen, Wissenschaft und Gestaltung miteinander verband. Er beschäftigte sich mit Mathematik, Geometrie und der Frage, wie sich Schönheit und Proportionen berechnen lassen.

Vor allem aber wusste Dürer, wie wichtig ein eigener Wiedererkennungswert war. Er signierte seine Arbeiten konsequent mit seinem berühmten AD-Monogramm. Damit schuf er eines der frühesten Beispiele für eine Künstler-Marke: Wer dieses Zeichen sah, wusste, von wem das Werk stammte.

Vom Nürnberger Atelier in die ganze Welt

Dürer war Maler, Zeichner und Grafiker – doch seine größte Reichweite erzielte er nicht nur mit Gemälden, sondern mit seinen Druckgrafiken. Durch Holzschnitte und Kupferstiche konnten seine Arbeiten vervielfältigt und weit verbreitet werden. Bilder wie der „Feldhase“, die „Betenden Hände“ oder die Holzschnittfolge „Die Apokalypse“ machten ihn in ganz Europa bekannt.

Damit gelang Dürer etwas Außergewöhnliches: Seine Kunst war nicht mehr nur wenigen Menschen in Fürstenhöfen oder Kirchen zugänglich. Seine Werke konnten von vielen gesehen und gekauft werden. Schon zu Lebzeiten war sein Name weit über seine Heimatstadt Nürnberg hinaus bekannt.

Warum Dürer auf so vielen Straßenschildern steht

Wer durch deutsche Städte fährt, begegnet dem Namen Albrecht Dürer immer wieder. Neben der ausführlichen Form „Albrecht-Dürer-Straße“ gibt es auch zahlreiche „Dürerstraßen“.
Dass gerade dieser Künstler so häufig zum Namensgeber wurde, hat mehrere Gründe. Bereits im 19. Jahrhundert wurde Dürer zu einer wichtigen Figur der deutschen Kunstgeschichte. Nach dem Zweiten Weltkrieg suchten viele Städte bei der Benennung neuer Wohngebiete nach Persönlichkeiten, die für Kultur und Bildung standen.
Dürer passte besonders gut in diese Zeit: Sein Name war bekannt, seine Bedeutung unbestritten und seine Biografie frei von politischen Belastungen. Für neue Stadtviertel war er damit ein idealer Namensgeber. Auch in Rosenheim wurde dieses Prinzip aufgegriffen.

Das Malerviertel in Happing entsteht

Die Albrecht-Dürer-Straße liegt im westlichen Stadtgebiet von Rosenheim im Stadtteil Happing. Sie ist Teil eines Viertels, in dem mehrere Straßen nach Künstlern benannt wurden.
Solche Themenviertel waren vor allem im 20. Jahrhundert beliebt. Statt Straßennamen ohne Zusammenhang zu vergeben, erhielten neue Wohngebiete eine gemeinsame Linie. Das erleichterte die Orientierung und gab den Quartieren eine eigene Identität.

Die Entstehung des Happinger Malerviertels hängt eng mit dem Wachstum Rosenheims nach dem Zweiten Weltkrieg zusammen. Über Jahrhunderte war Happing ein landwirtschaftlich geprägtes Dorf südlich der Stadt.
Mit dem wirtschaftlichen Aufschwung und dem Zuzug vieler Menschen stieg der Bedarf an Wohnraum deutlich. Da innerhalb der Stadt kaum noch ausreichend Flächen vorhanden waren, rückten die Wiesen und Felder rund um Happing in den Fokus der Stadtplanung.
In den 1950er- und 1960er-Jahren entstanden dort neue Wohngebiete. Die Albrecht-Dürer-Straße wurde Teil dieser Entwicklung. Die Eingemeindung Happings am 1. Juli 1967 verband den früher eigenständigen Ort schließlich dauerhaft mit Rosenheim.

23 Künstlernamen im Rosenheimer Stadtgebiet

Die Albrecht-Dürer-Straße ist dabei nur eine von vielen Verbindungen zwischen Rosenheim und der Kunstgeschichte. Insgesamt 23 Straßen im Stadtgebiet tragen die Namen von Künstlern.
Dazu gehören unter anderem die nach der Malerin Maria Caspar-Filser (1878–1968) benannte Straße oder die nach Friedrich Wilhelm Doppelmayr (1776–1845) benannte Straße.

Besonders im Happinger Malerviertel zeigt sich, dass Straßennamen mehr sind als reine Orientierungshilfen. Sie können ein Viertel prägen und gleichzeitig Wissen über Menschen vermitteln, deren Leben viele Jahrhunderte zurückliegt.

Ein Straßenschild verbindet zwei Zeiten

Wer heute durch die Albrecht-Dürer-Straße fährt, sieht zunächst eine ganz normale Wohnstraße. Doch hinter dem Namen liegen zwei Geschichten: die des Künstlers Albrecht Dürer, der vor mehr als 500 Jahren die Kunstwelt veränderte, und die Geschichte eines Rosenheimer Stadtteils, der in einer Zeit großer Veränderungen neu entstand.
So erinnert die Albrecht-Dürer-Straße nicht nur an einen berühmten Maler der Renaissance. Sie erzählt auch davon, wie aus ehemaligen Dorfrändern neue Wohnviertel wurden – und wie ein einzelnes Straßenschild eine Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart schaffen kann.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: ai generiert)

Flucht vor Kuhherde: Wanderer bei Sturz verletzt

Flucht vor Kuhherde: Wanderer bei Sturz verletzt

Kreuth / Landkreis Miesbach – Ein 63-jähriger Wanderer ist am Mittwoch (15.7.2026) bei der Flucht vor einer Kuhherde im Gemeindebereich Kreuth (Landkreis Miesbach) leicht verletzt worden. Nach Angaben der Polizei war der Mann gemeinsam mit seiner Frau auf einer Bergtour unterwegs, als die Tiere den beiden aus bislang ungeklärter Ursache hinterherliefen.

Der Mann aus Mittelfranken war gegen 13.30 Uhr mit seiner Frau unterwegs, als es nach Angaben der Polizei zu der Begegnung mit der Kuhherde kam.
Auf der Flucht vor den Tieren stürzte der 63-Jährige und zog sich leichte Verletzungen zu. Seine Frau setzte einen Notruf ab. Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Kreuth versorgten den Verletzten vor Ort und begleiteten ihn anschließend ins Tal.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Bad Wiessee / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Änderung bei der Müllabfuhr wegen Bahnbaustelle

Änderung bei der Müllabfuhr wegen Bahnbaustelle

Rosenheim – Wegen Bauarbeiten der Deutschen Bahn an mehreren Bahnübergängen kann es in Teilen Rosenheims zu Verzögerungen bei der Abholung der Restmülltonnen kommen. Darauf weist die Stadt Rosenheim hin.

Betroffen sind die Bereiche der Bahnübergänge:

  • Waldfriedstraße
  • Prinzregentenstraße
  • Fasanenweg

Nach Angaben der Stadt gelten für alle drei Bereiche dieselben Zeiträume:

  • 29. Juli (Mittwoch) bis 2. August (Sonntag)
  • 8. August (Samstag) bis 10. August (Montag)
  • 10. August (Montag) bis 21. August (Freitag)

Die Stadtreinigung bittet Anwohner, ihre Restmülltonnen trotz möglicher Verzögerungen bis zur Leerung an der Straße stehen zu lassen. Die Abholung erfolgt nach Angaben der Stadt, sobald die Zufahrt für die Müllfahrzeuge wieder möglich ist.
(Quelle: Pressemitteilung Stadt Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

ADAC-Test: Bayerische Rastplätze schneiden schlecht ab

ADAC-Test: Bayerische Rastplätze schneiden schlecht ab

München / Bayern –  Kein getesteter Rastplatz in Bayern hat beim aktuellen ADAC-Test die Note „gut“ erreicht. Besonders die Sanitäranlagen sorgen für Kritik. Bundesweit wurden 50 unbewirtschaftete Rastplätze mit WC-Anlagen untersucht.

Die Qualität unbewirtschafteter Rastplätze an deutschen Autobahnen hat sich in den vergangenen Jahren verschlechtert. Das zeigt ein aktueller Test des ADAC. Von den elf überprüften Anlagen in Bayern erreichte keine die Bewertung „gut“. Die Ergebnisse reichten von „ausreichend“ bis „sehr mangelhaft“.
Bundesweit fiel fast jeder zweite getestete Rastplatz mit „mangelhaft“ oder „sehr mangelhaft“ durch. Die Note „sehr gut“ wurde überhaupt nicht vergeben. Hauptproblem sind laut ADAC die Sanitäranlagen. Im Vergleich zum letzten Test vor vier Jahren hätten sich knapp zwei Drittel der bundesweit untersuchten Anlagen verschlechtert.
Auch in Bayern zeigt sich diese Entwicklung: Nur ein erneut getesteter Rastplatz konnte sein Ergebnis halten, alle anderen schnitten schlechter ab als 2022.

Bester bayerischer Rastplatz erreicht nur „ausreichend“

Im Durchschnitt liegen die bayerischen Rastplätze zwar etwas über dem bundesweiten Ergebnis. Für eine gute Bewertung reicht es aber bei keinem der getesteten Standorte.
Am besten schnitt der Rastplatz Schlossberg an der A93 zwischen Pfreimd und Nabburg ab. Er erreichte die Note „ausreichend“ und landete bundesweit auf Rang zehn.

Weiterer Lesestoff passend zum Thema – aus dem Jahr 2022: 

Am schlechtesten bewertet wurde in Bayern der Rastplatz Fuchsberg-West an der A8 zwischen Sulzemoos und Dachau/Fürstenfeldbruck. Er erhielt die Note „sehr mangelhaft“ und belegte im bundesweiten Vergleich Rang 43. Neben Problemen bei den Sanitäranlagen wirkten sich dort auch Einschränkungen durch eine Baustelle negativ auf das Ergebnis aus.

Ebenfalls mit „mangelhaft“ bewertet wurden die Rastplätze Fronberg Süd (A3), Mühlbuck West (A7) und Bärenholz West (A93).

Toiletten als größtes Problem

Die größten Schwächen sehen die Tester bei den Sanitäranlagen. Kritisiert wurden unter anderem verschmutzte Toiletten, fehlendes Toilettenpapier, defekte oder leere Seifenspender, nicht funktionierende Handtrockner sowie Mängel bei der Barrierefreiheit.
Besser bewertet wurden dagegen häufig die Verkehrsführung, die Parkplatzanlagen und teilweise auch die Außenbereiche. Laut ADAC zeigt sich damit ein bundesweiter Trend: Die grundlegende Infrastruktur für Fahrzeuge funktioniere meist, während bei Toiletten und Aufenthaltsqualität Verbesserungsbedarf bestehe.

ADAC fordert bessere Reinigung und Wartung

„Niemand erwartet auf einem unbewirtschafteten Rastplatz Luxus. Saubere und funktionierende Toiletten sowie ein sicherer Aufenthalt müssen aber selbstverständlich sein. Dass kein einziger getesteter Rastplatz im Freistaat die Note ,gut‘ erreicht, zeigt den Handlungsbedarf deutlich“, sagt Alexander Kreipl, verkehrspolitischer Sprecher des ADAC Südbayern.

Eine begleitende Nutzerbefragung bestätigt laut ADAC die Testergebnisse. Für die Befragten sei Sauberkeit der wichtigste Punkt bei einem Rastplatz – gleichzeitig werde genau dieser Bereich am häufigsten kritisiert. 42 Prozent der Befragten gaben an, mit den Gegebenheiten auf Rastplätzen (sehr) unzufrieden zu sein. Nur 28 Prozent äußerten sich (sehr) zufrieden.
Der ADAC fordert deshalb unter anderem eine konsequentere Reinigung der Sanitäranlagen, eine zuverlässige Wartung der technischen Ausstattung sowie Verbesserungen bei Beleuchtung und Notrufeinrichtungen. Zuständig für die Rastplätze an Autobahnen ist die Autobahn GmbH des Bundes.

Auch die Nutzer selbst seien gefordert, die Anlagen sauber zu halten. Der ADAC verweist dabei auf zunehmenden Vandalismus – von Graffitis und Aufklebern bis hin zu mutmaßlicher Zerstörung von Inventar.
„Wie grobe Verschmutzungen fällt auch Vandalismus nicht vom Himmel. Es sind leider vermehrt Nutzer, die die Anlagen für andere Reisende oft nur noch schwer erträglich machen”, so Kreipl.
(Quelle: Pressemitteilung ADAC / Beitragsbild: Symbolfoto re)

OB Erdogan nach Sicherheitsgespräch: „Rosenheim ist sicher!“

OB Erdogan nach Sicherheitsgespräch: „Rosenheim ist sicher!“

Rosenheim – Wie sicher ist Rosenheim? Mit dieser Frage beschäftigten sich Oberbürgermeister Abuzar Erdogan und Vertreter der Sicherheitsbehörden bei einem Gespräch im Rosenheimer Rathaus. Dabei stellten das Polizeipräsidium Oberbayern Süd und die Rosenheimer Bundespolizei ihre Kriminalitätsstatistiken für das Jahr 2025 vor.

Nach Angaben des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd werden in der Stadt Rosenheim rund sieben von zehn Straftaten aufgeklärt. Die Aufklärungsquote lag 2025 bei 68,3 Prozent und damit über dem bayernweiten Durchschnitt. „Rosenheim ist sicher!“, sagte Oberbürgermeister Abuzar Erdogan nach dem Gespräch. Er dankte den Einsatzkräften für ihre Arbeit: „Danke, dass Sie Rosenheim zu einem sicheren Ort machen.“

Mehr Sicherheit durch Kontrolle und Prävention

Gleichzeitig betonte Erdogan, dass die Stadt die Sicherheitslage weiter verbessern wolle. „Jede einzelne Straftat ist zu viel, in Summe gesehen ist Rosenheim aber eine sichere Stadt“, sagte der Oberbürgermeister.
Nach seinen Angaben habe sich die Situation im Salingarten nach der Eröffnung des neuen Spielplatzes deutlich verbessert. Außerdem verwies er darauf, dass die Polizei die Überwachungskameras im Stadtgebiet kürzlich auf den neuesten Stand der Technik gebracht habe.
Erdogan setzt sich nach eigenen Angaben für eine Ausweitung der Videoüberwachung sowie für mehr Personal bei den Streetworkern ein. „Ich bin davon überzeugt, dass eine ausgewogene Mischung aus Kontrolle und Prävention die Sicherheit in Rosenheim spürbar erhöhen wird“, so der Oberbürgermeister.
(Quelle: Pressemitteilung Stadt Rosenheim / Beitragsbild: Stadt Rosenheim) 

Wo Bayerns Einkommensmillionäre leben – neue Steuerstatistik liegt jetzt vor

Wo Bayerns Einkommensmillionäre leben – neue Steuerstatistik liegt jetzt vor

Bayern – Mehr als jeder zweite Einkommensmillionär Bayerns lebt in Oberbayern. Das zeigt eine jetzt veröffentlichte Auswertung des Bayerischen Landesamts für Statistik. Die Zahlen stammen aus dem Steuerjahr 2022 – aus gutem Grund: Erst nach Abschluss der Steuerveranlagungen können sie belastbar ausgewertet werden.

Im Jahr 2022 lebten in Bayern 8.034 sogenannte Einkommensmillionäre. Das waren 327 mehr als im Vorjahr – ein Plus von 4,2 Prozent. Als Einkommensmillionäre gelten Steuerpflichtige mit einem Gesamtbetrag der Einkünfte von mindestens einer Million Euro im Jahr.
Mehr als die Hälfte dieser Spitzenverdiener – genau 54,2 Prozent – hatte ihren Wohnsitz in Oberbayern. Allein in der Stadt und im Landkreis München lebten 2.481 Einkommensmillionäre.

Landkreis Starnberg bleibt Spitzenreiter

Gemessen an der Einwohnerzahl weist der Landkreis Starnberg erneut die höchste Millionärsdichte Bayerns auf. Dort kamen 2022 rund 25 Einkommensmillionäre auf 10.000 Einwohner. Dahinter folgen der Landkreis München (17,1), der Landkreis Miesbach (16,4), die Stadt München (12,6) und die kreisfreie Stadt Landshut (9,6).
Im bayernweiten Durchschnitt entfielen 6,1 Einkommensmillionäre auf 10.000 Einwohner. Fünf Jahre zuvor waren es noch 4,4. Seit 2017 ist die Zahl der Einkommensmillionäre damit um rund 41 Prozent gestiegen.

Kleine Gruppe mit großem Steueranteil

Obwohl Einkommensmillionäre nur rund 0,1 Prozent aller Steuerpflichtigen in Bayern ausmachten, erzielten sie 5,9 Prozent des gesamten Einkommens. Gleichzeitig entfielen auf diese Gruppe 11,6 Prozent der festgesetzten Einkommensteuer. Nach Angaben des Landesamts ist der höhere Steueranteil auf den progressiven Einkommensteuertarif zurückzuführen.
Den größten Teil ihrer Einkünfte erzielten die Einkommensmillionäre aus Gewerbebetrieben. Diese machten mit 14,7 Milliarden Euro rund 65 Prozent aller Einkünfte dieser Gruppe aus. Weitere 4,2 Milliarden Euro stammten aus nichtselbstständiger Arbeit.

Warum erscheinen die Zahlen erst jetzt? Die Lohn- und Einkommensteuerstatistik wird grundsätzlich erst mit mehrjähriger Verzögerung veröffentlicht. Der Grund: Zunächst müssen nahezu alle Steuererklärungen bearbeitet und die Daten vollständig ausgewertet werden. Erst dann stehen belastbare Ergebnisse für die amtliche Statistik zur Verfügung
(Quelle: Pressemitteilung Bayerisches Landesamt für Statistik / Beitragsbild: Symbolfoto re).

Ausstellung im Gesundheitsamt informiert über Hitze- und UV-Schutz für Kinder

Ausstellung im Gesundheitsamt informiert über Hitze- und UV-Schutz für Kinder

Rosenheim – Kinder reagieren deutlich empfindlicher auf hohe Temperaturen und starke UV-Strahlung als Erwachsene. Wie Eltern ihre Kinder an heißen Sommertagen schützen können, zeigt ab sofort die Ausstellung „Hitze- und UV-Schutz für Groß und Klein“ im Gesundheitsamt Rosenheim.

Die Ausstellung ist bis Ende September im Wartebereich des Gesundheitsamtes in der Prinzregentenstraße 19 zu sehen. Besucher erhalten dort leicht verständliche Informationen und praktische Tipps zum richtigen Verhalten bei hohen Temperaturen und intensiver Sonneneinstrahlung.
Nach Angaben des Gesundheitsamtes können Kinder ihre Körpertemperatur noch nicht so gut regulieren wie Erwachsene, da ihre Schweißdrüsen noch nicht vollständig entwickelt sind. Dadurch steigt das Risiko für Überhitzung. „Ein roter Kopf ohne Schweiß ist Warnsignal Nummer eins!“, erklärt Gesundheitsamtsleiter Dr. Wolfgang Hierl.

Warnzeichen ernst nehmen

Zu den ersten Anzeichen einer Überhitzung gehören Schwindel, Erschöpfung und Kopfschmerzen. Bei einem Hitzschlag können zusätzlich heiße, gerötete Haut, fehlendes Schwitzen, Erbrechen, Teilnahmslosigkeit, Bewusstseinsstörungen oder Krampfanfälle auftreten. Ein Hitzschlag ist ein medizinischer Notfall und muss sofort behandelt werden.

Besteht der Verdacht auf hitzebedingte Beschwerden, sollte das Kind umgehend an einen kühlen Ort gebracht werden. Das Gesundheitsamt empfiehlt außerdem, ausreichend trinken zu lassen, enge Kleidung zu lockern und mit feuchten Tüchern für Abkühlung zu sorgen. Bessern sich die Beschwerden nicht oder besteht der Verdacht auf einen Sonnenstich oder Hitzschlag, sollte unverzüglich ein Arzt aufgesucht oder der Rettungsdienst unter der Notrufnummer 112 verständigt werden.

So lassen sich heiße Tage besser überstehen

Um gesundheitliche Probleme möglichst zu vermeiden, sollten Kinder nach Möglichkeit zwischen 11 und 17 Uhr nicht in der prallen Sonne spielen, sondern sich in kühleren Innenräumen aufhalten. Leichte, luftdurchlässige Kleidung, eine Kopfbedeckung sowie regelmäßiges Trinken helfen zusätzlich. Gerade beim Spielen vergessen Kinder häufig das Trinken. Eltern sollten deshalb aktiv und möglichst stündlich Wasser, ungesüßten Tee oder verdünnte Fruchtsäfte anbieten.

Die Ausstellung ist während der Öffnungszeiten des Gesundheitsamtes zu sehen: montags bis freitags von 7.30 bis 12 Uhr sowie dienstags und donnerstags zusätzlich von 13 bis 17 Uhr. Sie entstand in Zusammenarbeit des Gesundheitsamtes Rosenheim mit der Gesundheitsregionplus Stadt und Landkreis Rosenheim im Rahmen des kommunalen Hitzemanagements.
(Quelle: Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim / Beitragsbild: Landratsamt Rosenheim)

Fünf Schafe sterben nach Unfall auf Staatsstraße bei Söchtenau

Fünf Schafe sterben nach Unfall auf Staatsstraße bei Söchtenau

Söchtenau / Landkreis Rosenheim – Bei einem Verkehrsunfall auf der Staatsstraße 2095 im Gemeindegebiet von Söchtenau (Landkreis Rosenheim) sind am Mittwochabend (15.7.2026) fünf Schafe getötet worden. Ein weiteres Tier wurde schwer verletzt.

Nach Angaben der Polizei war ein 23-jähriger Autofahrer aus dem Landkreis Rosenheim gegen 22.30 Uhr auf der Staatsstraße 2095 unterwegs, als ihm eine Schafherde entgegenlief. Die Tiere waren aus bislang ungeklärter Ursache von einer nahegelegenen Weide entkommen und auf die Fahrbahn geraten.
Der Fahrer konnte nicht mehr rechtzeitig ausweichen und kollidierte mit mehreren Tieren der Herde. Fünf Schafe starben noch an der Unfallstelle, ein weiteres wurde schwer verletzt.
Der entstandene Sachschaden am Auto wird auf rund 3.000 Euro geschätzt.

Der 51-jährige Besitzer trieb die übrigen Schafe zurück in den Stall. Das verletzte Tier wurde ebenfalls zurückgebracht und anschließend tierärztlich versorgt. Warum die Herde die Weide verlassen konnte, ist derzeit Gegenstand der Ermittlungen der Polizei.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Erneut Vandalismus in Ameranger Kirche: Polizei sucht Zeugen

Erneut Vandalismus in Ameranger Kirche: Polizei sucht Zeugen

Amerang / Landkreis Rosenheim  – In der Pfarrkirche St. Rupert  in Amerang (Landkreis Rosenheim) ist es erneut zu einer Sachbeschädigung gekommen. Nach Angaben der Polizei wurden Opferkerzen beschädigt und das Weihwasser verunreinigt.

Die Tat ereignete sich am Montag (13.7.) zwischen 8.30 und 18.30 Uhr. Ein bislang unbekannter Täter beschädigte laut Polizei sämtliche Opferkerzen und verunreinigte deren Ablage. Außerdem wurde Wachs in das Weihwasser eingebracht.

Religionsausübung gestört

Der entstandene Sachschaden liegt nach Polizeiangaben im niedrigen zweistelligen Euro-Bereich. Schwerer wiegt nach Einschätzung der Ermittler jedoch, dass durch die Verunreinigung des Weihwassers die Religionsausübung gestört wurde.
Die Polizeiinspektion Wasserburg hat ein Ermittlungsverfahren eingeleitet und bittet um Hinweise aus der Bevölkerung. Zeugen, die im Tatzeitraum verdächtige Beobachtungen gemacht haben oder Angaben zum Täter machen können, werden gebeten, sich unter Telefon 08071/9177-0 bei der Polizeiinspektion Wasserburg zu melden.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Wasserburg / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Bauzug entgleist bei Rangierfahrt: Schaden von mindestens 500.000 Euro

Bauzug entgleist bei Rangierfahrt: Schaden von mindestens 500.000 Euro

München – Bei einer Rangierfahrt ist am Dienstagnachmittag (14.7.2026) ein Bauzug im Bereich der Bahnstrecke zwischen Hackerbrücke und Donnersbergerbrücke entgleist. Verletzt wurde dabei niemand. Nach Angaben der Bundespolizei entstand ein Sachschaden von mindestens 500.000 Euro.

Nach den bisherigen Ermittlungen kam es gegen 15.20 Uhr während eines Rangiervorgangs zu einer Fehlhandlung des verantwortlichen Rangierführers. In der Folge entgleiste ein Waggon des Bauzuges im Bereich einer Weiche. Der Zug kam nach kurzer Strecke zum Stehen. Der 32-jährige Rangierführer blieb unverletzt.

Bundespolizei ermittelt

Durch die Entgleisung wurden nach Angaben der Bundespolizei unter anderem Gleise, Bahnschwellen, eine Weiche sowie der betroffene Waggon beschädigt. Die Höhe des entstandenen Sachschadens wird auf mindestens 500.000 Euro geschätzt.
Die Bundespolizei hat gegen den 32-Jährigen ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Gefährdung des Bahnverkehrs eingeleitet.

Die Bergung des entgleisten Waggons begann gegen 18.30 Uhr und war gegen 21.30 Uhr abgeschlossen. Während dieser Zeit waren die Strecken in Richtung Landshut gesperrt. Nach Angaben der Bundespolizei kam es dennoch zu keinen Auswirkungen auf den Bahnverkehr, da Ausweichgleise genutzt werden konnten.
Zur Dokumentation des Unfallortes setzte die Bundespolizei auch einen Hubschrauber der Fliegerstaffel Oberschleißheim ein, der Übersichtsaufnahmen anfertigte.
(Quelle: Pressemitteilung Bundespolizei / Beitragsbild: Symbolfoto Bundespolizei)