Alte Schätze, neue Besitzer: Rosenheimer Antikmarkt zog viele Besucher an

Alte Schätze, neue Besitzer: Rosenheimer Antikmarkt zog viele Besucher an

Rosenheim – Mecki-Igel, Emaille-Töpfe und alte Gemälde, Autogrammkarten, Kleidung, Bücher, Schmuck und viele mehr: Beim Antik- und Trödelmarkt in der Rosenheimer Innenstadt gab es am gestrigen Samstag (15. August) wieder einiges zu entdecken. Trotz der hohen Temperaturen kamen viele Besucher zum Stöbern, Schauen und Kaufen. Rund 150 Händler waren mit ihren Ständen dabei.

Antik- und Trödelmarkt in Rosenheim August 2026. Fotos: Copyright Innpuls.me

Trotz hoher Temperaturen war der Andrang wieder groß beim Antik- und Trödelmarkt in der Rosenheimer Innenstadt. Fotos: Copyright Innpuls.me

Heiß war es, doch das hielt die Besucher nicht davon ab, zwischen den Ständen auf Entdeckungstour zu gehen. Auf dem Max-Josefs-Platz, dem Ludwigsplatz, in der Heilig-Geist-Straße und rund um die St.-Nikolaus-Kirche wurde geschaut, gefragt, gehandelt und so manches Stück genauer unter die Lupe genommen.

Veranstalter Harry Volkwein zeigte sich mit dem Verlauf zufrieden. „Von der Stimmung her und der Besucherzahl passt es wieder super“, freute er sich. Einen kleinen Wermutstropfen gab es allerdings: Einige Händler, die in den vergangenen Jahren immer wieder gerne dabei waren und auch für diesmal zugesagt hatten, kamen dann überraschend  doch nicht.

Hohe Spritkosten und große Hitze

Über die Gründe für ihr Ausbleiben konnte auch Volkwein nur spekulieren. Gerade für Händler, die weite Strecken zurücklegen, seien die gestiegenen Spritkosten inzwischen ein Problem. „Wenn sie mehr ausgeben müssen, als sie einnehmen können, wird es natürlich schwierig“, meinte er. Dazu komme die Hitze, die ebenfalls dazu beigetragen haben dürfte, dass diesmal einige Plätze frei blieben.

Generell sei das Interesse der Händler an dem Rosenheimer Antik- und Trödelmarkt aber weiterhin groß. Vor jedem Markt schreibt Volkwein rund 800 Händler an, um sie an den Termin in Rosenheim zu erinnern. Gut 150 folgten seinem Ruf diesmal und bauten ihre Stände in der Innenstadt auf.

Antik- und Trödelmarkt in Rosenheim August 2026. Fotos: Copyright Innpuls.me

Wie in einem Spielzeugmuseum – beim Besuch des Verkaufsstands von Roland aus Lindau kamen bei so manchen Besucher Erinnerungen an die Kindheit auf. 

Einer von ihnen ist Roland aus Lindau am Bodensee. Er gehört zu den Händlern, die  gerne wieder nach Rosenheim kommen. „Es gibt nur ein paar Antikmärkte, bei denen ich mitmache, und Rosenheim gehört dazu, weil die Stimmung hier so gut ist“, erzählte er.

Ein Stand wie ein kleines Spielzeugmuseum

Wer an seinem Stand stehen blieb, fühlte sich fast wie in einem kleinen Spielzeugmuseum. Dort gab es ausschließlich antikes Spielzeug zu sehen: Mecki-Igel, Pumuckl, alte Baukästen und Spielzeugautos. Vieles davon war in erstaunlich gutem Zustand.
Das liegt daran, dass die Stücke aus Rolands Familie stammen. „Meine Oma hat das alles feinsäuberlich verpackt und aufbewahrt“, erzählte er. Seine Großmutter betrieb einst einen Krämerladen. Auch aus dieser Zeit fanden sich Erinnerungsstücke auf dem Verkaufstisch – darunter alte Blechdosen aus dem Laden. Zwei große Mecki-Figuren, die Roland heute zum Verkauf anbietet, standen einst sogar im Schaufenster seiner Oma.

Als die Großmutter im Alter von 101 Jahren starb, stellte sich für die Familie die Frage, was mit dem gesamten Spielzeug und den anderen gesammelten Dingen geschehen sollte. Gemeinsam habe man schließlich entschieden, dass es Zeit sei, die Sachen weiterzugeben – an neue Besitzer, die daran ebenso viel Freude haben können wie einst seine Familie.

Vom alten Geldbeutel bis zum Emaille-Topf

Das Interesse an Rolands Stand war groß. Doch auch an vielen anderen Ständen herrschte immer wieder Andrang. Die Besucher kamen nicht nur zum Schauen. So manches Fundstück wechselte an diesem Tag den Besitzer.
„Ich habe zwar nicht konkret danach gesucht, habe aber dennoch etwas gefunden – einen neuen alten Geldbeutel“, erzählte eine Besucherin. Kaum hatte sie das gute Stück erstanden, sortierte sie ihr Geld schon einmal in ihr neues altes Portemonnaie um. Eine andere Besucherin ging mit alten Emaille-Töpfen nach Hause. Zum Kochen sollen sie dort allerdings nicht mehr zum Einsatz kommen. „Kochen werde ich damit wohl nicht, aber sie sind eine schöne Deko für meinen neuen Wintergarten“, freute sie sich.

Genau solche Dinge machen für Harry Volkwein einen Teil des Erfolgs des Rosenheimer Antik- und Trödelmarkts aus. Denn gesucht seien heute weniger die ganz teuren Sammlerstücke, sondern schöne alte Dinge, die sich auch zu erschwinglichen Preisen finden lassen.
„Hochpreisige Antikwaren lassen sich nicht mehr so gut verkaufen. Und es gibt auch immer weniger Sammler, beispielsweise von Uhren“, stellte Volkwein fest. Das Interesse an alten Dingen sei aber keineswegs verschwunden. „An alten schönen Dingen, die man sich leisten kann, haben die Leute nach wie vor großes Interesse.“
Und so dürften auch diesmal wieder zahlreiche Dinge, die lange Zeit in Schränken, Schubladen, auf Dachböden oder in Familienbesitz aufbewahrt wurden, ein neues Zuhause gefunden haben.
(Quelle: Artikel Karin Wunsam / Beitragsbild, Foto: Josefa Staudhammer und Karin Wunam)

Mangfall in Rosenheim führt deutlich weniger Wasser – Regen in Sicht

Mangfall in Rosenheim führt deutlich weniger Wasser – Regen in Sicht

Rosenheim – Die Mangfall führt derzeit auffallend wenig Wasser. Das ist auch auf einem aktuellen Foto von der Mangfallbrücke aus gut zu sehen: Auf einer Kiesbank sitzen Enten, während sich in den wenigen verbliebenen tieferen Stellen zahlreiche Fische sammeln.

Auch die Messwerte bestätigen den Eindruck. Am Pegel Rosenheim/Mangfall wurden am heutigen Samstag (15. August) zuletzt rund 51 Zentimeter gemessen. Das langjährige Mittel für die Sommermonate liegt bei rund 80 Zentimetern. Der aktuelle Wasserstand liegt damit deutlich darunter.

Fische sammeln sich in den tieferen Stellen

Durch den niedrigen Wasserstand sind große Bereiche des Flussbetts trocken gefallen. Kiesbänke ragen aus dem Wasser, während sich die Fische in den noch tieferen Bereichen sammeln. Der niedrige Wasserstand fällt in eine längere Phase mit sehr warmem und trockenem Wetter. Nun zeichnet sich allerdings ein Wetterwechsel ab.

Ab Sonntag steigt die Regen- und Gewittergefahr

Am Sonntag (16. August) bleibt es zunächst noch warm. Im Tagesverlauf nimmt die Wahrscheinlichkeit für Schauer und Gewitter zu. Der Deutsche Wetterdienst weist für Deutschland aktuell ebenfalls auf eine zunehmende Gewitterneigung hin. Für Montag (17. August) zeichnet sich dann ein deutlicher Temperatursturz mit deutlich mehr Wolken, Regen und Schauern ab. Ob die erwarteten Niederschläge allerdings ausreichen, um den Wasserstand der Mangfall spürbar anzuheben, hängt davon ab, wie viel Regen tatsächlich im Einzugsgebiet des Flusses fällt.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild, Fotos: Josefa Staudhammer)

Rosenheimer Gartenernte: Was wird denn da gebraucht?

Rosenheimer Gartenernte: Was wird denn da gebraucht?

Rosenheim – Die Ernte in den heimischen Gärten ist in vollem Gang. Auch bei uns fällt die Ausbeute in diesem Jahr trotz der sommerlichen Hitze erfreulich aus. Nicht alles, was dabei aus dem Garten kommt, landet allerdings direkt im Kochtopf. Manches wird eingelagert, manches verarbeitet – und manches kommt für ganz andere Zwecke zum Einsatz. So wie auf unserem aktuellen Foto: Drei schwarze Rettiche stehen ausgehöhlt in Gläsern, aus ihnen tropft langsam eine Flüssigkeit. Die Frage an Euch: Was meint Ihr, was wir da gerade brauen?🤔

Die Auflösung: Rettich-Hustensaft

Bei unserer kleinen „Hexenküche“ handelt es sich um ein altes Hausmittel: Aus schwarzem Rettich und braunem Zucker entsteht ein süßer Rettichsaft, der traditionell bei Husten und Erkältungsbeschwerden eingesetzt wird.

Schwarzer Rettich wird schon seit langer Zeit als Heilpflanze geschätzt. Besonders seine Senföle sind für die typische Schärfe verantwortlich und werden traditionell mit einer schleimlösenden Wirkung in Verbindung gebracht. Auch die Zubereitung eines Hustensafts aus schwarzem Rettich mit Zucker oder Honig ist seit Generationen überliefert.

Das Prinzip ist einfach: Der Zucker zieht Flüssigkeit aus dem Rettich. Der dabei entstehende Saft sammelt sich unter der Knolle im Glas.

So wird der Rettichsaft hergestellt

Das braucht Ihr:

  • 1 großen schwarzen Winterrettich
  • etwa 3 bis 4 Esslöffel braunen oder weißen Kandiszucker – alternativ Honig
  • 1 langen Holzspieß, beispielsweise einen Schaschlikspieß
  • 1 sauberes Glas zum Auffangen
Und so geht’s:
  1. Den Rettich gründlich waschen und abbürsten. Schälen ist nicht notwendig.
  2. Oben einen Deckel abschneiden und beiseitelegen.
  3. Den Rettich mit einem Löffel vorsichtig aushöhlen. Die Wände sollten etwa 1 bis 2 Zentimeter dick bleiben.
  4. Mit dem Holzspieß ein kleines Loch von der Höhlung aus komplett durch den Boden stechen.
  5. Den Rettich so auf das Glas setzen, dass das Loch über der Öffnung liegt.
  6. Die Höhlung mit Kandiszucker oder Honig füllen und den Deckel wieder aufsetzen.
  7. Nun heißt es warten: Nach einigen Stunden beginnt der süße Rettichsaft durch das Loch in das Glas zu tropfen.

Der fertige Saft sollte sauber aufgefangen und im Kühlschrank aufbewahrt werden. Da es sich um ein selbst hergestelltes Naturprodukt ohne Konservierungsstoffe handelt, sollte er nicht über längere Zeit aufbewahrt werden. Das ausgehöhlte Rettichfleisch muss übrigens ebenfalls nicht im Abfall landen. Fein geraspelt lässt es sich beispielsweise als Rettichsalat weiterverwenden.

Wichtig: Der Rettichsaft ist ein traditionelles Hausmittel und ersetzt keine medizinische Behandlung. Bei starkem oder länger anhaltendem Husten sollte die Ursache ärztlich abgeklärt werden. Übrigens: Schwarzer Rettich kann noch mehr. Die Knolle enthält unter anderem Vitamin C sowie weitere Vitamine und Mineralstoffe und gilt deshalb auch unabhängig vom traditionellen Einsatz bei Husten als gesundes Wintergemüse. 

Und jetzt sind wir gespannt: Habt Ihr das Hausmittel schon einmal selbst ausprobiert?
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Fotomontage: Karin Wunsam)

Der Wiesntrommler steht wieder am Rosenheimer Ludwigsplatz

Der Wiesntrommler steht wieder am Rosenheimer Ludwigsplatz

Rosenheim – Der Countdown zum Rosenheimer Herbstfest läuft: Der Wiesntrommler steht wieder auf dem Ludwigsplatz und erinnert daran, dass die „fünfte Jahreszeit“ in Rosenheim näher rückt. Das Herbstfest beginnt am Samstag, 29. August.

Der Wiesntrommler gehört seit 1949 zum Rosenheimer Herbstfest und ist seitdem das offizielle Markenzeichen und die Werbefigur der Wiesn. Die Figur zeigt einen Trommler in bayerischer Tracht, der sinnbildlich die Werbetrommel für das Fest rührt.
Auch beim echten Festeinzug am Eröffnungssamstag spielen die Wiesntrommler traditionell eine wichtige Rolle. Sie führen den Zug der Brauereien, Festwirte und Trachtenvereine durch die Rosenheimer Innenstadt an.

Trommler ohne Becken

Dass der Wiesntrommler nicht immer vollständig war, daran erinnert eine kuriose Geschichte aus dem Jahr 2023. Damals stahlen Unbekannte das Becken der Figur. Erst im folgenden Jahr konnte das historische Becken wiederbeschafft und der Trommler rechtzeitig zum Herbstfest 2024 repariert werden (wir berichteten).

Wiestrommler heuer auch als Ampelmanderl

In diesem Jahr könnte der Wiesntrommler zudem noch auf eine andere Weise im Rosenheimer Stadtbild auftauchen: Geplant sind zwei Ampeln mit dem Motiv des Trommlers – nach dem Vorbild der bekannten Pumuckl-Ampeln in München. Mehr dazu berichten wir in der kommenden Woche.😊👍🥁
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Copyright Karin Wunsam)

Mariä Himmelfahrt in Rosenheim: Kräuterbuschen in St. Nikolaus gesegnet

Mariä Himmelfahrt in Rosenheim: Kräuterbuschen in St. Nikolaus gesegnet

Rosenheim – Mariä Himmelfahrt hat auch in Rosenheim einen festen Platz im kirchlichen Leben. Das zeigte sich am heutigen Samstag (15. August) beim Gottesdienst in der Stadtpfarrkirche St. Nikolaus. Die Kirche war gut besucht, viele Gläubige hatten traditionell einen Kräuterbuschen zur Segnung mitgebracht.

Zelebriert wurde der Gottesdienst von Pfarrvikar Pater Shibu Joseph Cheeramvelil.Im Mittelpunkt des katholisches Hochfestes steht die Aufnahme Marias mit Leib und Seele in den Himmel. Auch die traditionelle Kräuterweihe gehört zu Maria Himmelfahrt. Die mitgebrachten Kräuterbuschen wurden im Rahmen des Gottesdienstes gesegnet. Der Altar war dafür passend geschmückt mit Kräutern und Sonnenblumen. 

Königskerze als Leitpflanze

Die Kräuterbuschen werden traditionell aus verschiedenen Kräutern und Blumen gebunden. Dazu gehören beispielsweise Königskerze, Johanniskraut und Lavendel. Auch eine Rose als Symbol für Maria findet sich häufig darin. Viele Menschen nehmen es bei der Zusammenstellung heute allerdings nicht mehr ganz so genau und verwenden einfach das, was der eigene Garten gerade hergibt.

Eine besondere Rolle spielt übrigens auch die Zahl der verwendeten Pflanzen. Je nach Region werden beispielsweise sieben, neun, zwölf, 14 oder 24 Kräuter verwendet. Auch diese Zahlen haben eine symbolische Bedeutung: Sieben steht für die Schöpfungstage beziehungsweise die sieben Tage der Woche, neun für die Dreifaltigkeit, zwölf für die Apostel, 14 für die 14 Nothelfer und 24 für zwölf plus zwölf – in Anlehnung an die zwölf Apostel und die zwölf Stämme Israels.
Die Königskerze gilt traditionell als Leitpflanze des Kräuterbuschens. Nach der Segnung werden die Buschen mit nach Hause genommen. Dem alten Brauch zufolge sollen die geweihten Kräuter dort Schutz vor Krankheit und Unheil bringen.

Der gut besuchte Gottesdienst in St. Nikolaus zeigte, dass Mariä Himmelfahrt in Rosenheim auch heute noch einen festen Platz im religiösen und traditionellen Leben vieler Menschen hat.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Fotomontage: Karin Wunsam)

Riedergarten, Rosenheim, 1970er

Riedergarten, Rosenheim, 1970er

Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in die 1970er Jahre. Auf der historischen Aufnahme sehen wir den Rosenheimer Riedergarten.

Heute ist der Riedergarten für viele Rosenheimer ein beliebter Ort zum Spazierengehen, Erholen und Durchatmen mitten in der Innenstadt. Das war auch schon so, als unsere heutige alte Aufnahme entstand. Aber vieles hat sich seitdem doch auch an diesem Ort deutlich verändert.
Im Mittelpunkt des Fotos ist eine größere Brunnen- und Beckenanlage zu sehen. Sie gehörte damals zum Erscheinungsbild des Riedergartens und war ein Anziehungspunkt für Besucher.

Auch der Blick auf die Stadtpfarrkirche St. Nikolaus macht deutlich, wo das Foto entstanden ist. Der markante Zwiebelturm ragt zwischen den Bäumen hervor und bildet bis heute eine der bekanntesten Kulissen der Rosenheimer Innenstadt.

Vom Apothekergarten zum Riedergarten

Die Geschichte des Riedergartens reicht weit zurück. Ursprünglich befand sich auf dem Areal der Heilkräutergarten der Apothekerfamilie Rieder. Die Tradition des Gartens geht auf den Stadtapotheker Johann Rieder zurück.
1925 ging das Gelände in den Besitz der Stadt Rosenheim über. Aus dem privaten Apothekergarten entwickelte sich im Laufe der Zeit eine öffentliche Grünanlage, die mehrfach umgestaltet und erweitert wurde.

Auch das Erscheinungsbild hat sich dabei immer wieder verändert. Was auf dem Foto aus den 1970er Jahren zu sehen ist, gibt es heute in dieser Form nicht mehr. An anderer Stelle im Riedergarten befindet sich inzwischen unter anderem die beliebte Kneippanlage mit Wassertret- und Armtauchbecken.
Die historische Aufnahme zeigt damit nicht nur einen schönen Blick auf den Riedergarten, sondern auch ein Stück Rosenheimer Stadtgeschichte. Wie viele Veränderungen sich über die Jahrzehnte ergeben haben, wird bei einem Vergleich mit dem heutigen Riedergarten besonders deutlich.
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann / Artikel: Karin Wunsam)

Jugendfreizeitgelände am Happinger Ausee: 24 zusätzliche Schlafplätze in Sicht

Jugendfreizeitgelände am Happinger Ausee: 24 zusätzliche Schlafplätze in Sicht

Rosenheim -Am Jugendfreizeitgelände am Happinger Ausee sollen künftig 24 zusätzliche Schlafplätze zur Verfügung stehen. Die Emporen des Hauses, die mehrere Jahre aus Sicherheitsgründen nicht genutzt werden konnten, sind inzwischen wieder hergerichtet. Noch fehlt allerdings der Notausstieg. Erst wenn dieser fertiggestellt und der Schlafbereich freigegeben ist, können die zusätzlichen Plätze genutzt werden.

24 zusätzliche Schlafplätze für Jugendgruppen am Happinger Ausee in Rosenheim. Fotos: Copyright Herbert Borrmann

Die Empore kann wieder genutzt werden – und damit gibt es 24 zusätzliche Schlafplätze für Jugendgruppen am Rosenheimer Happinger Ausee. Fotos: Copyright Herbert Borrmann

Möglich geworden sei die Wiederinbetriebnahme durch das Engagement der Geschäftsführung des Stadtjugendrings (SJR) und mit Unterstützung der Stadt Rosenheim, berichtet Herbert Borrmann in einem Facebook-Beitrag. 
Was jetzt noch fehlt ist der Notausstieg. Dieser soll aber baldmöglichst folgen.

Für Jugendgruppen bedeutet das künftig mehr Platz. Das Jugendfreizeitgelände verfügt bislang über vier Sechsbettzimmer mit insgesamt 24 Betten sowie zwei Betreuerzimmer mit jeweils drei Betten. Mit den Emporen kommen nach ihrer Freigabe weitere 24 Schlafplätze hinzu.

Mehr Platz für Jugendgruppen

Damit können künftig auch größere Jugendgruppen im Haus untergebracht werden. Das Jugendfreizeitgelände bietet neben den Schlafräumen unter anderem Gruppen- und Seminarräume, eine Küche, einen eigenen Badestrand und einen Zeltplatz.

Das rund 5.000 Quadratmeter große Areal direkt am Happinger Ausee wird vom Stadtjugendring Rosenheim betrieben und für Freizeiten, Seminare, Workshops und Zeltlager genutzt.

Für Borrmann eine Herzensangelegenheit

Für Herbert Borrmann hat die Wiederinbetriebnahme der Emporen eine besondere Bedeutung. Er gehörte gemeinsam mit dem damaligen Jugendamtsleiter Gerd Rose zu denjenigen, die das Jugendfreizeitgelände am Happinger Ausee vor mehr als drei Jahrzehnten auf den Weg brachten. Borrmann war damals Vorsitzender des Stadtjugendrings. Umso mehr freut ihn, dass der bislang nicht nutzbare Bereich bald wieder für Übernachtungen zur Verfügung stehen soll. „Für mich als einer der beiden ‚Väter‘ des Geländes eine Herzensangelegenheit“, schreibt Borrmann in seinem Facebook-Beitrag. Borrmann prägte den Stadtjugendring über viele Jahre und wurde später zu dessen Ehrenvorsitzendem ernannt.
(Quelle: Artikel Karin Wunsam / Beitragsbild, Foto: Copyright Herbert Borrmann)

Zwei Tote bei Frontalzusammenstoß mit Lkw bei Weilheim

Zwei Tote bei Frontalzusammenstoß mit Lkw bei Weilheim

Weilheim / Landkreis Weilheim-Schongau – Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Staatsstraße 2064 bei Weilheim sind am Freitagvormittag (14. August) zwei Menschen ums Leben gekommen. Nach Angaben des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd kam ein 64-jähriger Autofahrer aus Penzberg mit seinem Wagen auf die Gegenfahrbahn und prallte frontal mit einem entgegenkommenden Lkw zusammen.

Der Unfall ereignete sich gegen 10.20 Uhr am Ortseingang von Marnbach. Der 64-Jährige war nach Angaben der Polizei von Seeshaupt in Richtung Weilheim unterwegs. Aus bislang unbekannter Ursache geriet sein Pkw auf die Gegenfahrbahn. Bei dem Frontalzusammenstoß erlitten der Fahrer und seine 56-jährige Ehefrau, die auf dem Beifahrersitz saß, schwerste Verletzungen. Beide starben noch an der Unfallstelle.

Der 41-jährige Fahrer des Lkw wurde nach Angaben der Polizei leicht verletzt und in ein Krankenhaus gebracht. Den entstandenen Sachschaden schätzt die Polizei auf rund 80.000 Euro.

Unfallstelle mehrere Stunden gesperrt

Die Polizeiinspektion Weilheim übernahm unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft München II die Ermittlungen zum Unfallhergang. Warum der Pkw auf die Gegenfahrbahn geriet, ist bislang nicht bekannt. Zur Unterstützung waren die Feuerwehren aus Weilheim und Marnbach sowie Rettungswagen aus Peißenberg, Dießen, Weilheim, Penzberg und Peiting im Einsatz.

Die Staatsstraße 2064 blieb nach Angaben der Polizei rund sieben Stunden vollständig gesperrt. Neben der Bergung der Fahrzeuge musste auch ein unfallanalytisches Gutachten erstellt werden.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd / Beitragsbild: Symbolfoto Polizeipräsidium Oberbayern Süd)

Achtjährige fährt mit Pocket Bike durch Bruckmühl – Vater im Visier der Polizei

Achtjährige fährt mit Pocket Bike durch Bruckmühl – Vater im Visier der Polizei

Bruckmühl / Landkreis Rosenheim – Mit einem sogenannten „Pocket Bike“ war am Donnerstag (13. August) eine achtjährige Tochter gemeinsam mit ihrem Vater in Bruckmühl (Landkreis Rosenheim) unterwegs. Nach Angaben der Polizeiinspektion Bad Aibling wurde eine Streife in der Wernher-von-Braun-Straße auf das Kind aufmerksam.

Die Beamten kontrollierten das motorisierte Fahrzeug. Nach Angaben der Polizei war daran kein Versicherungskennzeichen angebracht. Außerdem ergab eine Auskunft des Herstellers, dass das Pocket Bike eine bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h erreicht.
Für solche Fahrzeuge, die nicht unter die Elektrokleinstfahrzeugverordnung fallen, ist nach Angaben der Polizei für die Nutzung auf öffentlichen Straßen eine entsprechende Fahrerlaubnis erforderlich. Eine solche kann ein achtjähriges Kind noch nicht besitzen.

Ermittlungen gegen den Vater

Die Polizei ermittelt deshalb nach eigenen Angaben gegen den Vater. Ihm werden als Halter beziehungsweise gesetzlichem Vertreter ein Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz sowie das Ermächtigen zum Fahren ohne Fahrerlaubnis vorgeworfen.

Die Polizei weist außerdem darauf hin, dass solche Pocket Bikes aus ihrer Sicht aufgrund ihrer Bauart nicht verkehrssicher und nicht zulassungsfähig sind. Sie dürften deshalb nach Angaben der Polizei nicht im öffentlichen Verkehrsraum gefahren werden – auch nicht von Kindern.

Dass solche Fahrzeuge beispielsweise über Onlineplattformen frei verkauft werden, bedeute laut Polizei nicht automatisch, dass sie auch im öffentlichen Verkehrsraum genutzt werden dürfen. Käufer müssten sich vor der Inbetriebnahme über die jeweiligen rechtlichen Voraussetzungen informieren.
Bei Fragen zur Zulassung eines solchen Fahrzeugs empfiehlt die Polizei, sich an die zuständige Zulassungsstelle zu wenden.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Bad Aibling / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Tierpark Hellabrunn: Elefantin Temi erwartet erneut Nachwuchs

Tierpark Hellabrunn: Elefantin Temi erwartet erneut Nachwuchs

München – Im Elefantenhaus des  Münchner Tierparks Hellabrunn gibt es erfreuliche Nachrichten: Die Asiatische Elefantenkuh Temi ist erneut trächtig. Seit dem Frühjahr steht die Trächtigkeit fest. Bis das Elefantenkalb zur Welt kommt, dauert es allerdings noch einige Zeit: Die Tragzeit bei Asiatischen Elefanten beträgt rund 22 Monate.

Festgestellt wurde die Trächtigkeit mithilfe regelmäßiger Urinproben. Temi gibt diese im Rahmen des täglichen Medical Trainings freiwillig ab. Dabei werden unter anderem Zyklus- und Trächtigkeitshormone untersucht. So konnten die Tierpfleger und Tierärzte die Trächtigkeit frühzeitig feststellen und auch den voraussichtlichen Geburtstermin bestimmen. „Dass Temi erneut trächtig ist, ist eine wunderbare Nachricht für den Tierpark Hellabrunn“, sagt Tierparkdirektor Rasem Baban. Nach den Herausforderungen des vergangenen Jahres in der Elefantengruppe sei diese Entwicklung besonders erfreulich. Bis zur Geburt werde Temi mit größter Sorgfalt begleitet.

Medical Training hilft bei der Betreuung

Das tägliche Medical Training ermöglicht es dem Hellabrunner Team, die Elefanten freiwillig und stressfrei medizinisch zu untersuchen. Neben Urinproben können dabei auch Blutproben genommen und weitere Gesundheitsdaten erhoben werden. „Die ganz unkomplizierten und regelmäßigen Blut- und Urinproben, die wir dank des Medical Trainings bekommen, liefern zuverlässige Werte zur Zyklusbestimmung und haben es ermöglicht, die Trächtigkeit sowie den voraussichtlichen Geburtstermin frühzeitig festzustellen“, erklärt Dr. Hanspeter Steinmetz, Kurator für Elefanten im Tierpark Hellabrunn.
Auch während der Trächtigkeit wird Temi weiterhin eng von Tierpflegern und Tierärzten begleitet. Durch das Medical Training lässt sich der Verlauf regelmäßig kontrollieren und die werdende Mutter entsprechend betreuen.

Nachwuchs für die Elefantengruppe

Die erneute Trächtigkeit ist laut Tierpark auch aus zoologischer Sicht von Bedeutung. Regelmäßiger Nachwuchs bei Asiatischen Elefanten in zoologischen Gärten sei wichtig für den Aufbau einer gesunden Immunität und den Erhalt einer stabilen Population.
Mit Rani und Savani ist die Elefantengruppe in Hellabrunn bereits gewachsen. Nun wird Temi im kommenden Jahr voraussichtlich für weiteren Nachwuchs sorgen.

Bis dahin heißt es allerdings noch Geduld haben. Bei einer Tragzeit von rund 22 Monaten wird es noch knapp ein Jahr dauern, bis im Hellabrunner Elefantenhaus wieder ein Jungtier zu sehen sein könnte.
(Quelle: Pressemitteilung Tierpark Hellabrunn / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Unternehmensinsolvenzen in Bayern nehmen weiter zu

Unternehmensinsolvenzen in Bayern nehmen weiter zu

Bayern – Die Zahl der Insolvenzen in Bayern bleibt nahezu stabil – doch bei den Unternehmen zeigt die Kurve weiter nach oben. Im ersten Halbjahr 2026 wurden 8,1 Prozent mehr Unternehmensinsolvenzen registriert als im zweiten Halbjahr 2025. Damit liegt die Zahl auf einem Niveau, das zuletzt 2015 erreicht wurde. Besonders betroffen sind das Gastgewerbe und das Grundstücks- und Wohnungswesen.

Insgesamt wurden von Januar bis Juni 2026 bei den Insolvenzgerichten im Freistaat 7.511 Insolvenzverfahren beantragt. Im zweiten Halbjahr 2025 waren es 7.533 Verfahren. Das entspricht einem leichten Rückgang um 0,3 Prozent.
Anders sieht es bei den Unternehmen aus: Ihre Zahl stieg von 1.646 Verfahren im zweiten Halbjahr 2025 auf 1.779 im ersten Halbjahr 2026. Das sind 8,1 Prozent mehr. Damit setzt sich der Aufwärtstrend fort, der seit dem Tiefststand im zweiten Halbjahr 2020 zu beobachten ist. Damals wurden 869 Unternehmensinsolvenzen registriert.

Gastgewerbe und Immobilienbranche stärker betroffen

Vergleicht man die aktuellen Zahlen mit dem zweiten Halbjahr 2015, als zuletzt ähnlich viele Unternehmensinsolvenzen registriert wurden, zeigen sich deutliche Unterschiede bei den betroffenen Wirtschaftsbereichen.
Besonders auffällig ist das Grundstücks- und Wohnungswesen. Im zweiten Halbjahr 2015 entfielen 69 Insolvenzverfahren auf diesen Bereich. Das waren 3,9 Prozent aller Unternehmensinsolvenzen. Im ersten Halbjahr 2026 wurden dagegen 133 Verfahren registriert. Ihr Anteil lag damit bei 7,5 Prozent.

Auch das Gastgewerbe ist heute stärker betroffen. Im zweiten Halbjahr 2015 wurden dort 134 Unternehmensinsolvenzen gezählt, was einem Anteil von 7,6 Prozent entsprach. Im ersten Halbjahr 2026 waren es 202 Verfahren. Damit entfielen 11,4 Prozent aller Unternehmensinsolvenzen auf diesen Wirtschaftsbereich.

Auffällig ist außerdem die Entwicklung bei der Energieversorgung. Dort wurden im ersten Halbjahr 2026 insgesamt 65 Unternehmensinsolvenzen registriert. In den vergangenen Halbjahren lagen die Fallzahlen normalerweise im einstelligen Bereich. Hintergrund ist laut Bayerischem Landesamt für Statistik die Insolvenz einer Unternehmensgruppe. Da deren Tochtergesellschaften jeweils gesamtschuldnerisch haften, wird jede einzelne Tochtergesellschaft separat in der Insolvenzstatistik erfasst.

Große regionale Unterschiede

Auch regional gibt es deutliche Unterschiede. In Mittelfranken stieg die Zahl der Unternehmensinsolvenzen gegenüber dem zweiten Halbjahr 2025 um 46,4 Prozent. In Niederbayern gab es einen Anstieg um 20,2 Prozent, in Oberbayern um 3,6 Prozent und in Schwaben um 1,4 Prozent.
Rückgänge wurden dagegen in Unterfranken mit 9,3 Prozent, in Oberfranken mit 7,4 Prozent und in der Oberpfalz mit 3,1 Prozent verzeichnet. Das Statistikamt weist allerdings darauf hin, dass die Zahlen auf Ebene der Regierungsbezirke stärker schwanken können. Der Grund: Einzelne Insolvenzverfahren von Unternehmensgruppen mit mehreren beteiligten Tochtergesellschaften können in einem Regierungsbezirk deutlich stärker ins Gewicht fallen.

Bei den Verbraucherinsolvenzen zeigte sich eine andere Entwicklung. In Schwaben stieg die Zahl der Verfahren um 19,5 Prozent. In den übrigen Regierungsbezirken ging sie zurück. Den stärksten Rückgang gab es in Unterfranken mit 28,8 Prozent. Insgesamt sank die Zahl der Insolvenzen der übrigen Schuldner im ersten Halbjahr 2026 gegenüber dem zweiten Halbjahr 2025 um 2,6 Prozent. Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen ging um 3,0 Prozent zurück.
(Quelle: Pressemitteilunb Bayerisches Landesamt für Statistik / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Liebe auf Bayerisch: Musikalische Lesung auf Schloss Hartmannsberg

Liebe auf Bayerisch: Musikalische Lesung auf Schloss Hartmannsberg

Bad Endorf / Landkreis Rosenheim – Was hat es mit der Liebe auf Bayerisch auf sich? Dieser Frage widmet sich Christoph Maier-Gehring am Sonntag, 6. September, bei einer musikalisch-literarischen Lesung auf Schloss Hartmannsberg ( Hartmannsberg 8, 83093 Bad Endorf). Beginn ist um 15 Uhr, Einlass ab 14.30 Uhr.

In seinem neuen Mundartprogramm „Brautverstecken“ geht es ums Anbandeln, Fensterln, Heiraten, Kinderkriegen und um die Liebe auf der Alm. Zu hören sind Texte und Gedichte unter anderem von Oskar Maria Graf, Lena Christ, Karl Valentin, Georg Queri und Helmut Zöpfl. Dazu gibt es passende G’stanzl, Lieder und Songs von einst und heute.

Christoph Maier-Gehring, ehemaliger Kulturreferent des Landkreises Rosenheim und früherer Chefdramaturg am Münchner Gärtnerplatztheater, hat in den vergangenen 20 Jahren zahlreiche bayerische Mundartprogramme entwickelt und auf die Bühne gebracht. Dazu gehören unter anderem „Das bayerische Dekameron“, „Bayrische Weihnachten“ und zuletzt „Rebellisch möchst werd’n“.

Karten und Informationen

Karten gibt es bei der Tourist-Info Bad Endorf (Telefon 08053/3008-50), im TicketZentrum Rosenheim (Telefon 08031/15001), online bei München Ticket sowie an den Vorverkaufsstellen von München Ticket. Parkplätze stehen in der Umgebung des Schlosses zur Verfügung. Das Schloss ist nicht barrierefrei.
(Quelle: Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim / Beitragsbild: Copyright Andreas Jacob)