Tierpark Hellabrunn: Elefantin Temi erwartet erneut Nachwuchs

Tierpark Hellabrunn: Elefantin Temi erwartet erneut Nachwuchs

München – Im Elefantenhaus des  Münchner Tierparks Hellabrunn gibt es erfreuliche Nachrichten: Die Asiatische Elefantenkuh Temi ist erneut trächtig. Seit dem Frühjahr steht die Trächtigkeit fest. Bis das Elefantenkalb zur Welt kommt, dauert es allerdings noch einige Zeit: Die Tragzeit bei Asiatischen Elefanten beträgt rund 22 Monate.

Festgestellt wurde die Trächtigkeit mithilfe regelmäßiger Urinproben. Temi gibt diese im Rahmen des täglichen Medical Trainings freiwillig ab. Dabei werden unter anderem Zyklus- und Trächtigkeitshormone untersucht. So konnten die Tierpfleger und Tierärzte die Trächtigkeit frühzeitig feststellen und auch den voraussichtlichen Geburtstermin bestimmen. „Dass Temi erneut trächtig ist, ist eine wunderbare Nachricht für den Tierpark Hellabrunn“, sagt Tierparkdirektor Rasem Baban. Nach den Herausforderungen des vergangenen Jahres in der Elefantengruppe sei diese Entwicklung besonders erfreulich. Bis zur Geburt werde Temi mit größter Sorgfalt begleitet.

Medical Training hilft bei der Betreuung

Das tägliche Medical Training ermöglicht es dem Hellabrunner Team, die Elefanten freiwillig und stressfrei medizinisch zu untersuchen. Neben Urinproben können dabei auch Blutproben genommen und weitere Gesundheitsdaten erhoben werden. „Die ganz unkomplizierten und regelmäßigen Blut- und Urinproben, die wir dank des Medical Trainings bekommen, liefern zuverlässige Werte zur Zyklusbestimmung und haben es ermöglicht, die Trächtigkeit sowie den voraussichtlichen Geburtstermin frühzeitig festzustellen“, erklärt Dr. Hanspeter Steinmetz, Kurator für Elefanten im Tierpark Hellabrunn.
Auch während der Trächtigkeit wird Temi weiterhin eng von Tierpflegern und Tierärzten begleitet. Durch das Medical Training lässt sich der Verlauf regelmäßig kontrollieren und die werdende Mutter entsprechend betreuen.

Nachwuchs für die Elefantengruppe

Die erneute Trächtigkeit ist laut Tierpark auch aus zoologischer Sicht von Bedeutung. Regelmäßiger Nachwuchs bei Asiatischen Elefanten in zoologischen Gärten sei wichtig für den Aufbau einer gesunden Immunität und den Erhalt einer stabilen Population.
Mit Rani und Savani ist die Elefantengruppe in Hellabrunn bereits gewachsen. Nun wird Temi im kommenden Jahr voraussichtlich für weiteren Nachwuchs sorgen.

Bis dahin heißt es allerdings noch Geduld haben. Bei einer Tragzeit von rund 22 Monaten wird es noch knapp ein Jahr dauern, bis im Hellabrunner Elefantenhaus wieder ein Jungtier zu sehen sein könnte.
(Quelle: Pressemitteilung Tierpark Hellabrunn / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Unternehmensinsolvenzen in Bayern nehmen weiter zu

Unternehmensinsolvenzen in Bayern nehmen weiter zu

Bayern – Die Zahl der Insolvenzen in Bayern bleibt nahezu stabil – doch bei den Unternehmen zeigt die Kurve weiter nach oben. Im ersten Halbjahr 2026 wurden 8,1 Prozent mehr Unternehmensinsolvenzen registriert als im zweiten Halbjahr 2025. Damit liegt die Zahl auf einem Niveau, das zuletzt 2015 erreicht wurde. Besonders betroffen sind das Gastgewerbe und das Grundstücks- und Wohnungswesen.

Insgesamt wurden von Januar bis Juni 2026 bei den Insolvenzgerichten im Freistaat 7.511 Insolvenzverfahren beantragt. Im zweiten Halbjahr 2025 waren es 7.533 Verfahren. Das entspricht einem leichten Rückgang um 0,3 Prozent.
Anders sieht es bei den Unternehmen aus: Ihre Zahl stieg von 1.646 Verfahren im zweiten Halbjahr 2025 auf 1.779 im ersten Halbjahr 2026. Das sind 8,1 Prozent mehr. Damit setzt sich der Aufwärtstrend fort, der seit dem Tiefststand im zweiten Halbjahr 2020 zu beobachten ist. Damals wurden 869 Unternehmensinsolvenzen registriert.

Gastgewerbe und Immobilienbranche stärker betroffen

Vergleicht man die aktuellen Zahlen mit dem zweiten Halbjahr 2015, als zuletzt ähnlich viele Unternehmensinsolvenzen registriert wurden, zeigen sich deutliche Unterschiede bei den betroffenen Wirtschaftsbereichen.
Besonders auffällig ist das Grundstücks- und Wohnungswesen. Im zweiten Halbjahr 2015 entfielen 69 Insolvenzverfahren auf diesen Bereich. Das waren 3,9 Prozent aller Unternehmensinsolvenzen. Im ersten Halbjahr 2026 wurden dagegen 133 Verfahren registriert. Ihr Anteil lag damit bei 7,5 Prozent.

Auch das Gastgewerbe ist heute stärker betroffen. Im zweiten Halbjahr 2015 wurden dort 134 Unternehmensinsolvenzen gezählt, was einem Anteil von 7,6 Prozent entsprach. Im ersten Halbjahr 2026 waren es 202 Verfahren. Damit entfielen 11,4 Prozent aller Unternehmensinsolvenzen auf diesen Wirtschaftsbereich.

Auffällig ist außerdem die Entwicklung bei der Energieversorgung. Dort wurden im ersten Halbjahr 2026 insgesamt 65 Unternehmensinsolvenzen registriert. In den vergangenen Halbjahren lagen die Fallzahlen normalerweise im einstelligen Bereich. Hintergrund ist laut Bayerischem Landesamt für Statistik die Insolvenz einer Unternehmensgruppe. Da deren Tochtergesellschaften jeweils gesamtschuldnerisch haften, wird jede einzelne Tochtergesellschaft separat in der Insolvenzstatistik erfasst.

Große regionale Unterschiede

Auch regional gibt es deutliche Unterschiede. In Mittelfranken stieg die Zahl der Unternehmensinsolvenzen gegenüber dem zweiten Halbjahr 2025 um 46,4 Prozent. In Niederbayern gab es einen Anstieg um 20,2 Prozent, in Oberbayern um 3,6 Prozent und in Schwaben um 1,4 Prozent.
Rückgänge wurden dagegen in Unterfranken mit 9,3 Prozent, in Oberfranken mit 7,4 Prozent und in der Oberpfalz mit 3,1 Prozent verzeichnet. Das Statistikamt weist allerdings darauf hin, dass die Zahlen auf Ebene der Regierungsbezirke stärker schwanken können. Der Grund: Einzelne Insolvenzverfahren von Unternehmensgruppen mit mehreren beteiligten Tochtergesellschaften können in einem Regierungsbezirk deutlich stärker ins Gewicht fallen.

Bei den Verbraucherinsolvenzen zeigte sich eine andere Entwicklung. In Schwaben stieg die Zahl der Verfahren um 19,5 Prozent. In den übrigen Regierungsbezirken ging sie zurück. Den stärksten Rückgang gab es in Unterfranken mit 28,8 Prozent. Insgesamt sank die Zahl der Insolvenzen der übrigen Schuldner im ersten Halbjahr 2026 gegenüber dem zweiten Halbjahr 2025 um 2,6 Prozent. Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen ging um 3,0 Prozent zurück.
(Quelle: Pressemitteilunb Bayerisches Landesamt für Statistik / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Liebe auf Bayerisch: Musikalische Lesung auf Schloss Hartmannsberg

Liebe auf Bayerisch: Musikalische Lesung auf Schloss Hartmannsberg

Bad Endorf / Landkreis Rosenheim – Was hat es mit der Liebe auf Bayerisch auf sich? Dieser Frage widmet sich Christoph Maier-Gehring am Sonntag, 6. September, bei einer musikalisch-literarischen Lesung auf Schloss Hartmannsberg ( Hartmannsberg 8, 83093 Bad Endorf). Beginn ist um 15 Uhr, Einlass ab 14.30 Uhr.

In seinem neuen Mundartprogramm „Brautverstecken“ geht es ums Anbandeln, Fensterln, Heiraten, Kinderkriegen und um die Liebe auf der Alm. Zu hören sind Texte und Gedichte unter anderem von Oskar Maria Graf, Lena Christ, Karl Valentin, Georg Queri und Helmut Zöpfl. Dazu gibt es passende G’stanzl, Lieder und Songs von einst und heute.

Christoph Maier-Gehring, ehemaliger Kulturreferent des Landkreises Rosenheim und früherer Chefdramaturg am Münchner Gärtnerplatztheater, hat in den vergangenen 20 Jahren zahlreiche bayerische Mundartprogramme entwickelt und auf die Bühne gebracht. Dazu gehören unter anderem „Das bayerische Dekameron“, „Bayrische Weihnachten“ und zuletzt „Rebellisch möchst werd’n“.

Karten und Informationen

Karten gibt es bei der Tourist-Info Bad Endorf (Telefon 08053/3008-50), im TicketZentrum Rosenheim (Telefon 08031/15001), online bei München Ticket sowie an den Vorverkaufsstellen von München Ticket. Parkplätze stehen in der Umgebung des Schlosses zur Verfügung. Das Schloss ist nicht barrierefrei.
(Quelle: Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim / Beitragsbild: Copyright Andreas Jacob)

Eine Woche voller Ideen und Abenteuer auf dem Aktivspielplatz

Eine Woche voller Ideen und Abenteuer auf dem Aktivspielplatz

Rosenheim – Hammer, Säge, kreative Workshops und jede Menge Bewegung: Auf dem Aktivspielplatz Hüttenstadt haben 70 Kinder eine Woche lang gemeinsam Ferien gemacht. Die Ferienaktion „Sommer in der Hüttenstadt“ des Stadtjugendrings Rosenheim ist nun zu Ende gegangen.

Im Mittelpunkt standen vor allem gemeinsames Erleben und eigene Ideen. Beim Bauen konnten die Kinder mit Hammer und Säge eigene Projekte umsetzen und dabei handwerkliche Erfahrungen sammeln.
Dazu gab es verschiedene kreative Workshops, eine Olympiade und sportliche Aktionen. Auch für freies Ausprobieren und das Kennenlernen anderer Kinder blieb Zeit. Begleitet wurde das Ferienprogramm von ehrenamtlichen Betreuern und den Pädagogen des Aktivspielplatzes.

Nach den Sommerferien geht der reguläre Betrieb auf dem Aktivspielplatz Hüttenstadt weiter. Das Angebot richtet sich an Kinder zwischen 6 und 12 Jahren. Geöffnet ist dienstags bis donnerstags von 14 bis 18 Uhr sowie freitags von 13 bis 18 Uhr.
(Quelle: Pressemitteilung Stadtjugendring Rosenheim / Beitragsbild: Copyright Stadtjugendring Rosenheim)

Schwerer Motorradunfall bei Soyen: 70-jähriger mit Rettungshubschrauber ins Klinikum geflogen

Schwerer Motorradunfall bei Soyen: 70-jähriger mit Rettungshubschrauber ins Klinikum geflogen

Soyen / Landkreis Rosenheim – Bei einem Zusammenstoß zwischen einem Auto und einem Leichtkraftrad ist am Mittwochabend (12. August) auf der Kreisstraße RO 40 bei Soyen (Landkreis Rosenheim) ein 70-jähriger Motorradfahrer schwer verletzt worden. Er musste mit einem Rettungshubschrauber in ein Klinikum geflogen werden.

Der Unfall ereignete sich auf Höhe der Ortschaft Reiching. Nach Angaben der Polizei wollte eine 50-jährige Autofahrerin von der Kreisstraße nach links abbiegen. Dabei übersah sie, nach den Angaben der Polizei, das entgegenkommende Leichtkraftrad.
Es kam zum Zusammenstoß. Der 70-jährige Fahrer des Leichtkraftrads stürzte und blieb schwer verletzt auf der Fahrbahn liegen. Er erlitt unter anderem schwere Verletzungen im Bereich der Halswirbelsäule und wurde mit einem Rettungshubschrauber zur weiteren Behandlung in ein Klinikum gebracht.

Die Autofahrerin blieb unverletzt.

Beide Fahrzeuge wurden bei dem Unfall erheblich beschädigt. Das Leichtkraftrad dürfte nach Einschätzung der Polizei einen Totalschaden erlitten haben. Der Gesamtschaden wird auf mehrere tausend Euro geschätzt.
Neben Polizei und Rettungsdienst waren zwei Rettungswagen, ein Notarzt, ein Rettungshubschrauber und die Freiwillige Feuerwehr Soyen im Einsatz. Die Kreisstraße musste für die medizinische Versorgung des Verletzten und die Unfallaufnahme rund zwei Stunden vollständig gesperrt werden. Ein Sachverständiger wurde mit der Erstellung eines detaillierten Unfallgutachtens beauftragt
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Wasserburg / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Sinkende Pegel: Trockenheit setzt Bayerns Gewässern zu

Sinkende Pegel: Trockenheit setzt Bayerns Gewässern zu

Bayern – Wenig Regen, viel Sonne und hohe Temperaturen machen sich nach Einschätzung des Landesbunds für Vogel- und Naturschutz (LBV) zunehmend an Bayerns Gewässern bemerkbar. Sinkende Wasserstände und steigende Wassertemperaturen könnten demnach die Lebensbedingungen für Fische, Amphibien, Muscheln und Süßwasserschnecken verändern.

Besonders betroffen seien laut LBV die Fische in Bayerns Bächen und Flüssen. Sinkende Wasserstände würden ihre Lebensräume verkleinern. Flache Gewässerabschnitte könnten sogar vollständig austrocknen. Gleichzeitig erwärme sich das verbleibende Wasser schneller. Nach Angaben des LBV kommt hinzu, dass warmes Wasser weniger Sauerstoff aufnehmen könne. Gleichzeitig benötigten Fische bei höheren Temperaturen mehr Sauerstoff, weil ihr Stoffwechsel schneller laufe. „Besonders empfindlich reagieren Kaltwasserarten wie Bachforelle, Äsche oder Saibling. Für sie wird die Kombination aus Niedrigwasser, hohen Temperaturen und Sauerstoffmangel schnell zur Belastungsprobe. Treten solche Extremsituationen häufiger auf, können empfindliche Arten langfristig aus unseren Gewässern verschwinden und sich die Zusammensetzung der Fischgemeinschaften verändern“, erklärt Thomas Aumer, Referatsleiter Artenschutz beim LBV. Damit drohe Bayerns Flüssen und Bächen nach Einschätzung des LBV ein weiterer Verlust biologischer Vielfalt.

Muscheln können nicht ausweichen

Auch Muscheln und Süßwasserschnecken seien von den niedrigen Wasserständen betroffen. Da Muscheln in der Regel ortsgebunden seien, könnten sie bei sinkenden Wasserständen nicht einfach ausweichen. Laut LBV drohten ihnen Sauerstoffmangel und eine starke Erwärmung des verbleibenden Wassers. Im schlimmsten Fall könnten die Tiere austrocknen und sterben.

Trockenheit gefährdet Amphibien

Auch für Amphibien wie Gelbbauchunke, Kreuzkröte und Wechselkröte sei die langanhaltende Trockenheit problematisch, so der LBV. Im Frühjahr würden die Tiere bevorzugt flache Gewässer wie Pfützen, Fahrspuren, Abgrabungen oder temporäre Tümpel zur Fortpflanzung nutzen. „Bleibt der Regen über einen längeren Zeitraum aus, fehlen wichtige Laichgewässer und komplette Jahrgänge von Kröten und Fröschen wachsen nicht auf. Entscheidend ist also nicht nur, ob Gewässer austrocknen, sondern wann“, erklärt LBV-Biologin Marie-Therese Krieger.

Auch im Sommer könne anhaltende Trockenheit Amphibien zusetzen. Bei hohen Temperaturen entstehe laut LBV Hitzestress, da die Tiere über ihre dünne Haut schnell Körperwasser verlieren könnten. Wiederholte Trockenjahre könnten deshalb zu sinkenden Beständen führen und das Risiko erhöhen, dass lokale Amphibienpopulationen aussterben.
Nicht alle Arten seien allerdings gleichermaßen betroffen. Einige Vogelarten könnten nach Einschätzung des LBV kurzfristig sogar von niedrigen Wasserständen profitieren. See- und Fischadler könnten beispielsweise leichter an ihre Beute gelangen. Insgesamt sieht der LBV die Entwicklung jedoch kritisch. „Wenn Bäche, Flüsse und Tümpel immer weniger Wasser führen, verändert das ganze Lebensgemeinschaften. Für viele Arten schrumpft der Lebensraum, Nahrung wird knapp oder sie pflanzen sich nicht fort. Die Trockenheit setzt die biologische Vielfalt an unseren Gewässern insgesamt stark unter Druck“, sagt Thomas Aumer.
(Quelle: Pressemitteilung Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern e.V. (LBV) / Beitragssbild: Symbolfoto re)

 

Neuer Leiter für die IHK-Geschäftsstelle Rosenheim

Neuer Leiter für die IHK-Geschäftsstelle Rosenheim

Rosenheim – Die IHK-Geschäftsstelle Rosenheim bekommt zum 1. September einen neuen Leiter: Maximilian Keneder übernimmt die Aufgabe von Jens Wucherpfennig. Für den gebürtigen Rosenheimer steht gleich ein größeres Projekt an: Der Umzug der Geschäftsstelle in die Lokhöfe, der voraussichtlich im vierten Quartal dieses Jahres ansteht.

Keneder ist 33 Jahre alt und in der Region Rosenheim aufgewachsen. Seit 2018 arbeitet er bei der IHK für München und Oberbayern. Zunächst war er für die Tourismus Initiative München (TIM e.V.) tätig. Zuletzt betreute er als IHK-Regionalreferent die Regionalausschüsse Starnberg und Fürstenfeldbruck. Darüber hinaus gehörte Keneder zum Politikteam der IHK und vertrat wirtschaftspolitische Positionen gegenüber der Politik auf Landes- und Bundesebene. Dabei pflegte er auch Kontakte zu Parteien, Behörden und Parlamenten.

„Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe in der Region sowie den Austausch mit den Unternehmern in Stadt und Landkreis Rosenheim, im Berchtesgadener Land sowie in den Landkreisen Traunstein und Miesbach“, erklärt Keneder. Er wolle gemeinsam mit dem Team der Geschäftsstelle die Zusammenarbeit mit den Ehrenamtlichen in den IHK-Regionalausschüssen sowie den Prüfern weiter stärken. Auch Besuche bei Unternehmen vor Ort und der persönliche Austausch seien ihm besonders wichtig.

Umzug in die Lokhöfe steht an

Auf Keneder wartet gleich zu Beginn seiner neuen Aufgabe ein größeres Projekt. Die IHK-Geschäftsstelle Rosenheim soll voraussichtlich im vierten Quartal dieses Jahres in die Lokhöfe umziehen. Nach den Sommerferien stehen außerdem die ersten Arbeitssitzungen der IHK-Regionalausschüsse auf dem Programm.
Keneder folgt auf Jens Wucherpfennig, der die IHK verlässt und in die Privatwirtschaft wechselt.

Die IHK-Geschäftsstelle Rosenheim und das dazugehörige IHK-Büro in Traunstein betreuen rund 58.000 IHK-Mitgliedsunternehmen aus Industrie, Handel und Dienstleistungen in Stadt und Landkreis Rosenheim sowie den Landkreisen Miesbach, Traunstein und Berchtesgadener Land.
(Quelle: Pressemitteilung IHK für München und Oberbayern / Beitragsbild: Copyright IHK)

E-Scooter von Brücke auf Bahngleise geworfen: S-Bahn erfasst einen

E-Scooter von Brücke auf Bahngleise geworfen: S-Bahn erfasst einen

München – Zwei Unbekannte haben am späten Mittwochabend (12. August) in München zwei E-Scooter von einer Fußgängerbrücke in die Gleise geworfen. Eine herannahende S-Bahn erfasste einen der Roller und schleifte ihn einige Meter mit. Die Bundespolizei ermittelt wegen des Verdachts eines gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr und Sachbeschädigung.

Gegen 23.55 Uhr informierte die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums München die Bundespolizei über den Vorfall. Ein Zeuge hatte von seiner Wohnung aus beobachtet, wie zwei Personen die E-Scooter von einer Fußgängerbrücke zwischen den S-Bahnhaltepunkten Heimeranplatz und Harras in den Gleisbereich warfen. Anschließend flüchteten die beiden Unbekannten in unbekannte Richtung.

Eine kurz darauf herannahende S-Bahn erfasste einen der E-Scooter. Der Roller wurde dabei vollständig zerstört. Der zweite E-Scooter blieb neben den Gleisen liegen und wurde durch den Sturz erheblich beschädigt. Die S-Bahn selbst blieb unbeschädigt.
Die Bundespolizei leitete eine Nahbereichsfahndung ein, die jedoch ohne Erfolg blieb. Anschließend bargen die Einsatzkräfte die beiden E-Scooter aus dem Gleisbereich.

Für die Bergung musste die Bahnstrecke etwa 15 Minuten gesperrt werden. Dadurch kam es zu geringfügigen Auswirkungen auf den Bahnbetrieb.
Die Bundespolizei ermittelt nun gegen die bislang unbekannten Täter wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr und der Sachbeschädigung.
(Quelle: Pressemitteilung Bundespolizeidirektion München / Beitragsbild: Copyright Bundespolizei)

Diebstahlserie aus Autos: Polizei warnt vor unachtsam abgelegten Wertsachen

Diebstahlserie aus Autos: Polizei warnt vor unachtsam abgelegten Wertsachen

Rottach-Egern – Auf Baustellen in Rottach-Egern sind am Montag (10. August) drei Autos aufgebrochen worden. Die Täter erbeuteten unter anderem Geldbörsen, Bargeld, Zahlungskarten, Ausweise und Fahrzeugpapiere. Auch Haustürschlüssel wurden gestohlen.

Die drei Fälle ereigneten sich nach Angaben der Polizei zwischen 7.30 und 17.30 Uhr. Auffällig: Alle drei betroffenen Fahrzeuge standen auf Baustellen.
Die Polizeiinspektion Bad Wiessee registriert bereits seit Ende Mai dieses Jahres vermehrt Diebstähle aus Fahrzeugen. Der Schwerpunkt liegt dabei in Rottach-Egern. Einzelne Fälle wurden auch aus Tegernsee und Gmund gemeldet.
Die Polizei weist deshalb darauf hin, keine Wertgegenstände oder wichtigen Dokumente im Fahrzeug zurückzulassen – auch nicht für kurze Zeit. Besonders auf Baustellen und anderen frei zugänglichen Bereichen sollten Fahrzeuge möglichst leer zurückgelassen und immer abgeschlossen werden.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Bad Wiessee / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Streit an Tankstelle eskaliert: Faustschlag nach Spuck-Attacke

Streit an Tankstelle eskaliert: Faustschlag nach Spuck-Attacke

Rosenheim – Ein Streit zwischen zwei Autofahrern ist am Donnerstagvormittag (13. August) an einer Tankstelle an der Äußeren Münchener Straße in Rosenheim eskaliert. Auslöser war offenbar eine geöffnete Autotür. Verletzt wurde niemand.

Gegen 9.30 Uhr stand ein 69-jähriger Mann aus Aschau mit seinem Auto an Zapfsäule 6. Als er die Fahrertür öffnete, um auszusteigen, wollte ein 60-jähriger Autofahrer aus Bruckmühl mit seinem Wagen zur danebenliegenden Zapfsäule 7 fahren. Der Bruckmühler forderte den 69-Jährigen deshalb auf, seine Autotür zu schließen. Daraus entwickelte sich ein Streit.

Nach Angaben der Polizei soll der 60-Jährige dem Aschauer dabei ins Gesicht gespuckt haben. Der 69-Jährige reagierte darauf mit einem Faustschlag gegen seinen Kontrahenten.
Die verständigte Rosenheimer Polizei leitete gegen beide Männer Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung und Beleidigung ein. Verletzt wurde nach bisherigen Erkenntnissen keiner der beiden Beteiligten.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Innpuls-Tagebuch – Hinter den Schlagzeilen: Wie viel Leben vertragen Rosenheims Flussufer?

Innpuls-Tagebuch – Hinter den Schlagzeilen: Wie viel Leben vertragen Rosenheims Flussufer?

Rosenheim – Im Rosenheimer Mühlbachbogen gibt es seit Kurzem mit dem Bachgartn ein neues temporäres gastronomisches Angebot direkt am Wasser. Am Innspitz lädt der Kulturstrand noch bis zum 22. August zum Sitzen, Zuhören und Verweilen ein – und dort bin ich selbst gerne. An solchen Orten kann man im Sommer wunderbar ein Getränk genießen, Freunde treffen und einfach eine Weile bleiben. Gerade bei diesen Temperaturen ist das besonders schön. Und trotzdem sollten wir bei aller Freude über solche Angebote eine Frage nicht aus den Augen verlieren: Wie viel Belebung vertragen Rosenheims Flussufer eigentlich?

Rosenheim ist eine kompakte Stadt. Viele Menschen leben auf vergleichsweise engem Raum. Gleichzeitig haben wir etwas, das für die Lebensqualität enorm wichtig ist: Grünflächen und die Flusslandschaften von Inn, Mangfall und ihren Nebenbächen.
Gerade in diesem Sommer hat man wieder gemerkt, wie wertvoll diese Bereiche sind. Wenn es in der Stadt heiß wird, zieht es viele Menschen ans Wasser. Dort ist es kühler, grüner und meistens angenehmer als zwischen Häusern und Asphalt.

Dass die Flussufer gerne genutzt werden, ist deshalb nur logisch. Der Kulturstrand zeigt, wie gut solche Angebote angenommen werden. Und auch am neuen Bachgartn am Mühlbachbogen ist bereits einiges los. Sich mit Freunden treffen, am Wasser sitzen und den Abend genießen – was gibt es Schöneres?

Nicht alles, was gut angenommen wird, muss mehr werden

Die Stadt prüft derzeit weitere mögliche Standorte für temporäre gastronomische Angebote an Inn, Hammerbach und Mangfall. Grundsätzlich finde ich das interessant. Aber genau hier würde ich mir wünschen, dass wir nicht in ein „Immer mehr“ hineinrutschen.
Wenn ein Angebot funktioniert, muss daraus nicht automatisch das nächste entstehen. Und wenn mehrere Angebote gut angenommen werden, bedeutet das noch lange nicht, dass jeder geeignete Platz ebenfalls genutzt werden sollte.Denn irgendwann kann aus Belebung Übernutzung werden.

Unsere Flussufer sind nicht nur Orte für Freizeit und Veranstaltungen. Sie sind Lebensräume für Tiere und Pflanzen. Und sie sind Rückzugsräume für Menschen. Auch wir brauchen nicht überall Musik, Sitzgruppen, Getränke und Unterhaltung, damit ein Ort attraktiv ist. Manchmal ist es genau das Gegenteil. Ein Platz am Wasser, an dem nichts passiert, kann wunderbar sein. Ein Weg am Fluss, auf dem ich nur das Wasser rauschen höre, kann mehr Erholung bieten als der schönste Eventabend. Eine Wiese unter Bäumen, auf der niemand etwas verkauft, hat ebenfalls ihren Wert.

Auch wir brauchen Orte, an denen nichts los ist

Vielleicht sollten wir deshalb bei der Frage nach der Belebung unserer Flussufer nicht nur überlegen, was wir noch zusätzlich anbieten können. Vielleicht sollten wir genauso überlegen, welche Bereiche bewusst nicht belebt werden. Denn Natur braucht Rückzugsräume. Tiere brauchen Ruhe. Und wir Menschen übrigens auch. Nicht jeder freie Platz muss genutzt werden. Nicht jede schöne Stelle braucht einen Kiosk. Nicht jeder Sommerabend muss mit Musik und Gastronomie verbunden sein.

Das bedeutet nicht, dass ich mir den Kulturstrand wegwünsche. Ganz im Gegenteil. Ich genieße ihn selbst. Aber gerade weil ich solche Angebote mag, finde ich es wichtig, irgendwann auch sagen zu können: Jetzt reicht es. Das gilt übrigens nicht nur für die Stadt.

Wenn wir die Flussufer gerne nutzen, tragen auch wir Verantwortung dafür, dass sie schön und lebenswert bleiben. Müll gehört wieder mit nach Hause oder in den Mülleimer. Rücksicht auf andere gehört dazu. Und vielleicht müssen wir uns auch selbst manchmal fragen, ob wir wirklich jeden Winkel der Natur nutzen müssen, nur weil wir ihn nutzen können.

Die Natur muss nicht für uns ständig etwas bieten

Die Renaturierung der Rosenheimer Flusslandschaften hat uns etwas Wertvolles zurückgegeben. Wir sollten aufpassen, dass wir dieses Geschenk nicht gleich wieder mit zu viel Nutzung überfrachten. Für mich ist deshalb nicht die Frage, ob Rosenheim seine Flussufer beleben darf. Natürlich darf es das. Der Kulturstrand darf da sein, und auch einige weitere zeitlich begrenzte Angebote kann ich mir grundsätzlich vorstellen. Aber eben nicht überall und nicht immer mehr. Denn vielleicht liegt die Qualität unserer Flusslandschaften gerade darin, dass sie beides bieten: Orte, an denen etwas los ist, und Orte, an denen nichts los ist.

Und vielleicht sollten wir bei allem Wunsch nach mehr Leben in der Stadt darauf achten, dass wir nicht genau das verlieren, was uns an diesen Orten eigentlich so gut gefällt: ihre Ruhe, ihre Natur und das Gefühl, für einen Moment einfach draußen zu sein. Vielleicht ist manchmal gerade das Nichtstun die schönste Form der Erholung.

Liebe Grüße aus der Redaktion

Karin

Wenn Google Maps durch Rosenheimer Wohngebiete führt: kann die Stadt das ändern?

Wenn Google Maps durch Rosenheimer Wohngebiete führt: kann die Stadt das ändern?

Rosenheim – Google Maps kennt den schnellsten Weg – oder zumindest glaubt die App das. Wer von der Rosenheimer Innenstadt Richtung Wasserburg unterwegs ist, wird laut CSU-Stadtratsfraktion teilweise über den Mittelweg und Langenpfunzen geschickt. Warum nicht über die Westerndorfer Straße? Die CSU sorgt sich dabei vor allem um Verkehr durch Wohngebiete mit Tempo 30 und wollte deshalb wissen, ob die Stadt bei Google erreichen kann, dass der Verkehr stärker über die Hauptverkehrsstraßen geführt wird. Die Antwort der Verwaltung fällt allerdings anders aus.

Mittelweg statt Westerndorfer Straße

Konkret geht es um die Routenführung von der Rosenheimer Innenstadt in Richtung Wasserburg. Nach Darstellung der CSU führt Google Maps den Verkehr teilweise über den Mittelweg und Langenpfunzen, anstatt die Westerndorfer Straße als Hauptverkehrsverbindung zu nutzen.

Das Problem aus Sicht der CSU: Durch solche Navigationsempfehlungen kann Durchgangsverkehr auf Nebenstraßen und durch Wohngebiete mit Tempo-30-Zonen geführt werden. Straßen, die nicht für größere Verkehrsmengen ausgelegt sind, werden dadurch zusätzlich belastet. Mit ihrer Anfrage vom 9. Juli 2026 wollte die CSU-Stadtratsfraktion deshalb prüfen lassen, ob die Stadt Möglichkeiten hat, auf Google einzuwirken und eine solche Routenführung zu verhindern.

Verwaltung sieht Google nicht als richtigen Hebel

Die Verwaltung hat sich dazu eine Untersuchung der Universität St. Gallen angesehen. Darin geht es unter anderem um die Frage, wie Kommunen mit Verkehrsverlagerungen umgehen können, die durch Navigationssysteme entstehen. Als geeignete Möglichkeiten werden vor allem Maßnahmen vor Ort genannt. Dazu gehören beispielsweise Abbiegebeschränkungen, Straßensperrungen beziehungsweise sogenannte modale Filter, Verkehrsberuhigungsmaßnahmen, bauliche Barrieren oder angepasste Tempolimits.

Eine direkte Zusammenarbeit mit Entwicklern von Navigationssystemen wird dagegen nicht als zielführend bewertet. Auch das bewusste Melden falscher Verkehrshindernisse oder Unfälle, um die Routenführung zu verändern, sei keine geeignete Lösung.

Die Rosenheimer Verwaltung will deshalb nicht auf Google zugehen, um die Routenberechnung für bestimmte Straßen zu beeinflussen. Die Navigationsentscheidungen beruhen auf komplexen automatisierten Systemen und könnten nicht einfach durch einzelne Anfragen einer Stadt gesteuert werden.

Google Maps beeinflussen – geht das doch?

In der Sitzung wurde allerdings deutlich, dass die Frage nicht ganz so eindeutig gesehen wird. Oberbürgermeister Abuzar Erdogan sagte mit Blick auf eine mögliche direkte Einflussnahme auf Google: „Man kommt an die nicht ran.“ CSU-Fraktionsvorsitzender Dr. Wolfgang Bergmüller widersprach. Er habe von einem Experten die Information bekommen, dass es über eine entsprechende Plattform von Google durchaus eine Möglichkeit gebe, Änderungen beziehungsweise Ausschlüsse zu beantragen.

Welches konkrete Verfahren damit gemeint war, wurde in der Sitzung allerdings nicht näher erläutert. Unsere Recherche zeigt: Google bietet tatsächlich ein sogenanntes Maps Content Partner Program an. Darüber können unter anderem Behörden offizielle Daten zu Straßen, Verkehrsregelungen und Einschränkungen an Google übermitteln. Dazu gehören beispielsweise Straßendaten, Abbiegebeschränkungen, Tempolimits und Sperrungen. Google Maps Content Partner Program
Das bedeutet allerdings nicht automatisch, dass eine Stadt darüber festlegen kann, dass eine grundsätzlich befahrbare Straße bei der normalen Routenberechnung von Google Maps nicht mehr vorgeschlagen wird. Die offiziellen Informationen von Google beschreiben vor allem die Übermittlung und Aktualisierung tatsächlicher Straßen- und Verkehrsbeschränkungen.

Kein Problem nur in Rosenheim

Rosenheim ist mit der Frage nicht allein. Auch andere Städte und Gemeinden beschäftigen sich damit, dass Navigationssysteme Verkehr über Neben- und Wohnstraßen führen, die nicht für größeren Durchgangsverkehr ausgelegt sind. 
Die grundsätzliche Frage lautet deshalb auch andernorts: Soll versucht werden, die Navigation selbst zu beeinflussen – oder muss die Verkehrsführung vor Ort so verändert werden, dass unerwünschter Durchgangsverkehr gar nicht erst über bestimmte Straßen geführt wird?

Andere Kommunen haben bereits versucht, Navigationssysteme mit vorgegebenen Vorrangrouten zu unterstützen. Die Stadt Bergisch Gladbach hat beispielsweise ein Lkw-Vorrangroutennetz festgelegt und in Navigationssysteme einpflegen lassen. Ziel war unter anderem, Irrfahrten zu vermeiden und Wohngebiete weniger zu belasten.

Das Beispiel zeigt, dass Kommunen durchaus Möglichkeiten haben, offizielle Verkehrsdaten und Vorrangrouten in digitale Navigation einfließen zu lassen. Allerdings geht es in Bergisch Gladbach um die Navigation von Lkw. Für den Rosenheimer Fall stellt sich die Frage anders: Hier geht es darum, ob eine grundsätzlich befahrbare Strecke für den normalen Autoverkehr bei der Routenberechnung von Google Maps gezielt weniger berücksichtigt oder ausgeschlossen werden kann.
Die Rosenheimer Verwaltung sieht dafür jedenfalls keinen zielführenden Ansatz über eine direkte Kontaktaufnahme mit Google und setzt stattdessen auf Maßnahmen bei der Verkehrsführung vor Ort.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Symbolfoto re)