Polizei informiert in Asylbewerberunterkunft in Warngau über Verkehrssicherheit

Polizei informiert in Asylbewerberunterkunft in Warngau über Verkehrssicherheit

Warngau / Landkreis Miesbach – Rund 70 Bewohner einer Asylbewerberunterkunft in Warngau haben an einem Informationsabend der Polizei zum Thema Verkehrssicherheit teilgenommen. Im Mittelpunkt standen unter anderem die Regeln für Fahrrad- und E-Scooter-Fahrer sowie Gefahren auf Bundesstraßen und an Bahnübergängen.

Die Polizeiinspektion Holzkirchen hatte den Abend gemeinsam mit der Firma Gratus organisiert. Anlass sind nach Angaben der Polizei unter anderem die Wege von der Unterkunft zu den nahegelegenen Bahnhöfen. Diese führen regelmäßig über eine Bundesstraße und einen Bahnübergang.

Verkehrsregeln in mehreren Sprachen erklärt

Polizeioberkommissarin Reinwarth und Polizeioberkommissar Pfisterer informierten über die wichtigsten Verkehrsregeln und das richtige Verhalten in unterschiedlichen Situationen. Ein Schwerpunkt lag auf Fahrrädern und E-Scootern, die von zahlreichen Bewohnern genutzt werden.
Auch mögliche Gefahren an Bundesstraßen und Bahnübergängen wurden angesprochen. Die Teilnehmer konnten Fragen stellen und eigene Beiträge einbringen.
Damit die Informationen von möglichst vielen Bewohnern verstanden werden konnten, wurde die Veranstaltung nach Angaben der Polizei von Dolmetschern in mehrere Sprachen übersetzt.
Ziel des Abends war es laut Polizei, die Bewohner über Verkehrsregeln zu informieren und für mögliche Gefahren auf ihren täglichen Wegen zu sensibilisieren.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Holzkirchen / Beitragsbild: Polizeiinspektion Holzkirchen)

Tag der Schiene: Das steht heute und morgen in Bayern auf dem Programm

Tag der Schiene: Das steht heute und morgen in Bayern auf dem Programm

München / Bayern – Wer sich für Eisenbahnen interessiert, hat an diesem Wochenende noch einiges zu entdecken. Beim „Tag der Schiene“ öffnen auch am heutigen Samstag, 19. September und am morgigen Sonntag, 20. September, verschiedene Einrichtungen in Bayern ihre Türen. Die Deutsche Bahn beteiligt sich unter anderem in München und Nürnberg, in Freilassing wird in der Lokwelt das 20-jährige Bestehen gefeiert.

In München dreht sich heute alles um die 2. Stammstrecke. Im Infozentrum können Besucher zwischen 13 und 18 Uhr an einer digitalen Schnitzeljagd teilnehmen. Dafür wird lediglich ein eigenes Smartphone benötigt.
Im DB Museum Nürnberg steht an diesem Wochenende der Güterzugtunnel Fürth im Mittelpunkt. Heute gibt es kostenlose Führungen durch die Sonderausstellung „Tunnel“ um 11, 12 und 13 Uhr. Am Sonntag kommen zusätzlich ein Infostand zum geplanten Güterzugtunnel und eine multimediale Präsentation dazu. Führungen durch die Sonderausstellung finden dann um 11, 12, 13 und 14 Uhr statt. Die Angebote sind ohne Anmeldung möglich und im Museumseintritt enthalten.

Eisenbahn-Jubiläum in Freilassing

Auch in Freilassing ist an diesem Wochenende viel geboten. Die Lokwelt feiert ihr 20-jähriges Bestehen mit dem Festwochenende „Abenteuer Eisenbahn“. Heute und morgen ist das Museum jeweils von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Zum Programm gehören unter anderem Draisinen- und Parkeisenbahnfahrten sowie weitere Angebote rund um die Eisenbahn.
Heute findet dort außerdem von 11 bis 15 Uhr eine DB-Fundsachenversteigerung statt.

Am Sonntag, 20. September, gibt es in Nürnberg außerdem ein Familienfest am Rangierbahnhof. Anlass ist das 75-jährige Bestehen der Bundespolizei. Geplant sind unter anderem Fahrzeugausstellungen, Vorführungen und Informationsstände. Um 12 Uhr spielt das Bundespolizeiorchester ein kostenloses Konzert.

Der „Tag der Schiene“ läuft noch bis Sonntag. Bayernweit gibt es mehr als 70 Veranstaltungen rund um die Eisenbahn. Eine Übersicht über die einzelnen Angebote und mögliche Anmeldebedingungen gibt es im offiziellen Veranstaltungskalender.
(Quelle: Pressemittteilung DB / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Bensegger spendet 3.333,33 Euro für die Aktion Aufwind

Bensegger spendet 3.333,33 Euro für die Aktion Aufwind

Rosenheim – Die Aktion Aufwind der Sparkassenstiftung Zukunft erhält erneut Unterstützung von der Firma Bensegger. Das Unternehmen spendet in diesem Jahr 3.333,33 Euro für Hilfen für Kinder und Familien in der Region.

Die Aktion Aufwind wird nach Angaben der Sparkassenstiftung Zukunft ausschließlich durch Spenden finanziert. Mit den Geldern werden verschiedene Angebote und Hilfen für Familien unterstützt, die finanziell unter Druck stehen.
Dazu gehören beispielsweise Schulranzen für Kinder, deren Familien die Anschaffung zum Schulstart nur schwer finanzieren können. Auch gemeinsame Unternehmungen und Erlebnisse für Kinder und Familien werden über die Aktion ermöglicht.

Bensegger unterstützt die Aktion Aufwind damit auch 2026 wieder. Nach Angaben der Sparkassenstiftung soll die Spende helfen, die verschiedenen Hilfsangebote für Kinder und Familien weiterzuführen.
(Quelle: Aktion Aufwind-Sparkassenstiftungen Zukunft / Beitragsbild: Co9pyright Aktion Aufwind-Sparkassenstiftungen Zukunft)

Trotz Traumstart und zweimaliger Führung: Starbulls patzen beim DEL2-Auftakt gegen Ravensburg

Trotz Traumstart und zweimaliger Führung: Starbulls patzen beim DEL2-Auftakt gegen Ravensburg

Rosenheim – Die Starbulls Rosenheim sind mit einer knappen Niederlage in die DEL2-Saison 2026/27 gestartet. Vor 3.415 Zuschauern in der heimischen SPIE Arena unterlagen sie den Ravensburg Towerstars mit 2:3. Dabei sah es zunächst nach einem gelungenen Auftakt aus: Rosenheim ging zweimal in Führung, am Ende entschied aber ein Treffer der Gäste im Schlussdrittel die Partie.

Die Starbulls Rosenheim starteten mit einer 2:3 Niederlage gegen die Ravensburg Towerstars. Fotos: David Löffler

Auch die Schiedsrichter waren mittendrin im Geschehen. Foto: Copyright David Löffler

Bevor der Puck überhaupt erstmals auf dem Eis lag, mussten die Zuschauer allerdings Geduld haben. Wenige Minuten vor dem geplanten Spielbeginn wurde die SPIE Arena wegen eines Alarms geräumt. Wie sich schnell herausstellte, handelte es sich um einen Fehlalarm. Das Spiel begann deshalb mit rund 25 Minuten Verspätung.
Davon war den Starbulls zunächst nichts anzumerken. Sie legten mit viel Tempo los und nutzten ihr erstes Powerplay der Saison gleich zur Führung. Nach einem Rückpass von Jordy Bellerive traf Keaton Mastrodonato nach 32 Sekunden Überzahl zum 1:0 (5.).

Ravensburg hatte kurz darauf durch Tufto die Chance zum Ausgleich, doch Christopher Kolarz blieb im Starbulls-Tor Sieger. Auf der anderen Seite musste sich Ravensburgs Torwart Ilya Sharipov mehrfach auszeichnen. Samir Kharboutli und Jorden Taupert scheiterten ebenso an ihm wie Shane Hanna, dessen Schuss in der 13. Minute am Lattenkreuz landete.

Die Starbulls hatten im ersten Drittel deutlich mehr vom Spiel und kamen immer wieder gefährlich vor das Ravensburger Tor. Auch eine kurze Phase mit zwei Spielern mehr auf dem Eis blieb allerdings ohne weiteren Treffer. Nach Einschätzung von Starbulls-Trainer Jari Pasanen hätte seine Mannschaft zu diesem Zeitpunkt sogar deutlicher führen können: „Wir haben sehr gut gespielt, die Scheibe gut bewegt, meiner Meinung nach hätten wir 3:0 nach dem ersten Drittel führen müssen.“

Ravensburg kommt zurück

Eine große Strafe gegen Ravensburgs Denis Pfaffengut wegen eines Bandenchecks gegen Scott Feser bescherte den Starbulls zu Beginn des zweiten Drittels fast viereinhalb Minuten Überzahl. Ausgerechnet in dieser Phase verloren die Gastgeber jedoch ihren Rhythmus. Stattdessen kam Ravensburg zu Chancen und schließlich zum Ausgleich.
Eine Rosenheimer Bankstrafe wegen unkorrekten Anspiels nutzten die Towerstars. Nick Latta zog ab, der Schuss wurde leicht abgefälscht und rutschte Kolarz über die Fanghand ins Tor – 1:1 (33.).

Die Antwort der Starbulls folgte allerdings nur zwei Minuten später. Dominik Kolb erkämpfte sich die Scheibe an der eigenen blauen Linie und leitete den Angriff ein. Sein Pass von der linken Seite fand Luigi Calce, der flach ins rechte Eck traf und Rosenheim erneut in Führung brachte (35.).

Die Starbulls Rosenheim starteten mit einer 2:3 Niederlage gegen die Ravensburg Towerstars. Fotos: David Löffler

Zuerst sah es nach einen gelungenen Auftakt aus – aber dann drehte sich das Spiel. Foto: David Löffler

Calce war bereits zuvor im Mittelpunkt gestanden. Nach einem Zweikampf mit Niclas Hempel, der nach Angaben der Starbulls zuvor Shane Hanna mit dem Stock aufs Eis gebracht hatte, gerieten beide aneinander. Die Schiedsrichter verhängten gegen beide Spieler fünf Strafminuten. Calce musste anschließend mit einer blutigen Nase weiterspielen.

Mit der 2:1-Führung ging es ins Schlussdrittel. Dort häuften sich auf Rosenheimer Seite die Fehler. Die Starbulls kamen zwar weiterhin zu Möglichkeiten, mussten aber in der Defensive immer wieder gefährliche Situationen überstehen.

Zwei Treffer entscheiden das Spiel

In der 47. Minute nutzte Ravensburg einen Scheibenverlust der Gastgeber. Bei angezeigter Strafe traf erneut Nick Latta mit einem Handgelenkschuss zum 2:2.
Die Entscheidung fiel in der 54. Minute – und ausgerechnet ein ehemaliger Rosenheimer war daran beteiligt. Thomas Reichel lenkte eine Hereingabe von Simon Sezemsky in Bedrängnis mit dem Schläger ins Tor. Für Kolarz gab es dabei keine Abwehrmöglichkeit.

Die Starbulls versuchten anschließend noch einmal alles. Auch in Überzahl erspielten sie sich gute Chancen. Doch entweder war ein Ravensburger Spieler im Weg oder Ilya Sharipov parierte. Besonders gegen Lewis Zerter-Gossage und Maximilian Adam zeigte der Torwart in der Schlussphase starke Reaktionen und hielt damit den Sieg der Gäste fest.
Für Jari Pasanen war Sharipov letztlich der entscheidende Faktor: „Über 60 Minuten gesehen haben wir gegen das starke Ravensburger Unterzahlspiel und Sharipov verloren – er war mit Abstand der beste Spieler auf dem Eis heute.“

Damit bleiben die ersten Punkte der neuen DEL2-Saison zunächst in Rosenheim aus.
(Quelle: Pressemitteilung Starbulls Rosenheim / Beitragsbild: Ludwig Schirmer / Fotos: David Löffler)

18-Jähriger Jungunternehmen zu Gast beim Kamingespräch

18-Jähriger Jungunternehmen zu Gast beim Kamingespräch

Erlenau-Westerndorf St. Peter / Rosenheim – Ein 18-Jähriger, der bereits zwei Unternehmen gegründet und ein Frühstudium im Medizinrecht absolviert hat, steht am kommenden Donnerstag im Mittelpunkt eines Kamingesprächs in Langenpfunzen. Raphael Unterreiner ist auf Einladung des SPD-Ortsvereins Erlenau-Westerndorf St. Peter zu Gast.

Unterreiner ist laut Angaben des Ortsvereins Autor der Bücher „Minderjährig gründen“ und „Kindermund tut Wahrheit kund“. Aus seinem zweiten Buch will er bei der Veranstaltung lesen.
Im Anschluss soll es um die Frage gehen, wie junge Menschen auf Politik und Gesellschaft blicken und ob ihre Sichtweisen ausreichend Gehör finden. Auch das Publikum ist eingeladen, mit dem jungen Unternehmer darüber ins Gespräch zu kommen.

Das Kamingespräch beginnt am Donnerstag, 24. September, um 19.30 Uhr im Gasthof Unterberger in Langenpfunzen.
(Quelle: Pressemitteilung SPD Ortsverein Erlenau-Westerndorf St. Peter / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Brannenburg wird wieder zum Treffpunkt der Kunst

Brannenburg wird wieder zum Treffpunkt der Kunst

Brannenburg / Landkreis Rosenheim – Malerei, Fotografie, Keramik, Skulpturen und Objekte: Bei der Jahresausstellung der Neuen Künstlerkolonie Brannenburg gibt es in diesem Jahr gleich zwei Orte zu entdecken. Vom 26. September bis 4. Oktober zeigen die Mitglieder ihre Arbeiten in der Wendelsteinhalle und in der KUNSTschmiede.

Wer beide Ausstellungen besucht, bekommt dabei unterschiedliche Einblicke in das künstlerische Schaffen der Kolonie. In der Wendelsteinhalle liegt der Schwerpunkt auf klassischen Bereichen der bildenden Kunst. Zu sehen sind unter anderem Gemälde und Zeichnungen sowie plastische und keramische Arbeiten.
Die Fotografie bekommt dagegen ihren eigenen Raum. In der KUNSTschmiede in der Schloßstraße zeigen die Fotokünstler der NKB ihre aktuellen Arbeiten. Dazu kommen weitere künstlerische Arbeiten und Objekte.

Zwei Ausstellungen, ein Termin

Los geht es mit einer gemeinsamen Eröffnung am Freitag, 25. September. Die Vernissage beginnt um 18 Uhr in der Wendelsteinhalle. Musikalisch begleitet wird der Abend von der „Schifferl-Jam-Kombo“.
Ab dem folgenden Tag können Besucher beide Ausstellungen täglich von 14 bis 18 Uhr besuchen. Der Eintritt ist frei.

Jahresausstellung der Neuen Künstlerkolonie Brannenburg

Vernissage: Freitag, 25. September, 18 Uhr, Wendelsteinhalle
Ausstellung: 26. September bis 4. Oktober 2026
Öffnungszeiten: täglich von 14 bis 18 Uhr
Wendelsteinhalle: Schloßstraße 2A, Brannenburg
KUNSTschmiede: Schloßstraße 1, Brannenburg
Eintritt: frei

Fotografie mit Blick zurück und nach vorn

Zusätzlich zur Ausstellung gibt es in der KUNSTschmiede einen Abend, der sich ganz der Geschichte und Entwicklung der Fotografie widmet. Die vhs Brannenburg veranstaltet dort am Mittwoch, 30. September, den Vortrag „200 Jahre Fotografie“. Im Anschluss ist eine Sonderführung durch die Ausstellung der NKB-Fotografen vorgesehen.

Der Termin beginnt um 19 Uhr. Die Teilnahme kostet 8 Euro, eine Anmeldung bei der vhs Brannenburg ist erforderlich.

Eine Künstlertradition mit neuem Kapitel

Dass Brannenburg als Ausstellungsort für Kunst eine lange Geschichte hat, ist kein Zufall. Schon im 19. Jahrhundert kamen Maler aus München ins Inntal. Die Landschaft am Wendelstein wurde zum Motiv und der Ort zu einem Treffpunkt für Künstler.
An diese Tradition knüpft die Neue Künstlerkolonie Brannenburg heute an. Der Verein wurde 1999 gegründet und vereint nach eigenen Angaben rund 120 Kunstschaffende. Das Spektrum reicht von Malerei und Zeichnung über Bildhauerei und Keramik bis zur Fotografie und Objektkunst.

Die Jahresausstellung bietet damit nicht nur einen Überblick über die aktuellen Arbeiten der Mitglieder, sondern zeigt auch, wie vielfältig sich die künstlerische Auseinandersetzung in Brannenburg heute gestaltet.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Waldarbeiter zwischen Baumstämmen eingeklemmt – Feuerwehr befreit ihn

Waldarbeiter zwischen Baumstämmen eingeklemmt – Feuerwehr befreit ihn

Tacherting / Landkreis Traunstein – Ein Waldarbeiter ist am Freitagvormittag (18. September) bei Arbeiten in der Nähe des Tachertinger Wehrs zwischen mehreren Baumstämmen eingeklemmt worden. Die Feuerwehren Tacherting und Feichten an der Alz konnten den Mann nach Angaben des Kreisfeuerwehrverbands Traunstein innerhalb weniger Minuten befreien.

Der Unfall ereignete sich gegen 10.45 Uhr im Bereich der Kanalbrücke am Alzkanal. Nach den bisherigen Erkenntnissen wollte der Mann eine Folie entfernen, die über gelagerten Baumstämmen lag. Dabei gerieten seine Beine zwischen die Stämme. Er konnte sich daraus nicht mehr selbst befreien.

Rettung mit schwerem Gerät

Die Einsatzkräfte sicherten zunächst die Baumstämme. Einer der Stämme konnte nach Angaben des Kreisfeuerwehrverbands mit Muskelkraft entfernt werden. Für den zweiten war schweres technisches Gerät erforderlich. Mit einem Rettungsspreizer gelang es den Feuerwehrleuten schließlich, das eingeklemmte Bein zu lösen. „Für die Rettung haben wir glücklicherweise nur wenige Minuten gebraucht“, berichtet der Tachertinger Kommandant und Einsatzleiter Walter Hofstetter.

Anschließend übernahm der Rettungsdienst die medizinische Versorgung des Mannes. Nach der Erstversorgung vor Ort wurde er zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.

Rund 20 Einsatzkräfte der Feuerwehren Tacherting und Feichten waren an der Rettung beteiligt. Auch Kreisbrandmeister Alexander Heide von der Kreisbrandinspektion Traunstein sowie der Rettungshubschrauber Christoph 14 waren vor Ort. Nach rund 45 Minuten war der Feuerwehreinsatz beendet.
(Quelle: Pressemitteilung Kreisfeuerwehrverband-hob Traunstein / Beitragsbild: Feuerwehr Tacherting) 

Tony Cragg am Tegernsee: Kunst, die sich mit jedem Schritt verändert

Tony Cragg am Tegernsee: Kunst, die sich mit jedem Schritt verändert

Gmund am Tegernsee – Ein riesiger Tannenzapfen? Zwei ineinander verdrehte Körper? Oder doch etwas ganz anderes? Bei den Skulpturen von Tony Cragg lässt sich diese Frage nicht so einfach beantworten. Denn wer um seine Werke herumgeht, bekommt immer wieder einen neuen Eindruck. Noch bis zum 5. Oktober stehen fünf monumentale Arbeiten des britisch-deutschen Bildhauers an verschiedenen Orten rund um den Tegernsee – zwei davon bei Gut Kaltenbrunn in Gmund.

Kunstausstellung mit Werken von Tony Cragg rund um den Tegernsee. Fotos: Copyright Hendrik Heuser

Fünf monumentale Skulpturen von Tony Cragg kann man aktuell rund um den Tegernsee bewundern. Fotos: Copyright Hendrik Heuser

Gerade dort wird schnell deutlich, was diese Ausstellung im Freien so besonders macht. Die Skulpturen stehen nicht in einem neutralen Museumsraum. Dahinter liegen der See und die Berge, daneben Wiesen und Bäume. Licht, Wetter und die eigene Position verändern den Eindruck der Kunstwerke ständig.

Zwei Skulpturen bei Gut Kaltenbrunn

Bei Gut Kaltenbrunn treffen zwei sehr unterschiedliche Arbeiten aufeinander. „Tommy“ von 2013 ist rund 3,60 Meter hoch und aus grünem, glasfaserverstärktem Kunststoff gefertigt. Die Form wirkt, als würden sich mehrere große Volumen übereinanderschieben und gleichzeitig in Bewegung geraten.

Kunstausstellung mit Werken von Tony Cragg rund um den Tegernsee. Fotos: Copyright Hendrik Heuser

Daneben liegt „Early Forms St. Gallen“ aus dem Jahr 1997. Die etwa 5,50 Meter lange, schwarz patinierte Bronzeskulptur gehört zu einer Werkgruppe, mit der sich Cragg seit den 1980er-Jahren beschäftigt. Ausgangspunkt sind dabei einfache Gegenstände wie Schalen und Gefäße. In seinen Skulpturen sind diese vertrauten Formen allerdings kaum noch als solche zu erkennen. Sie werden auseinandergezogen, verdreht und miteinander verbunden.
Das Spannende daran: Man muss die Skulpturen nicht auf eine bestimmte Weise betrachten. Ein paar Schritte zur Seite können reichen, damit aus einer kompakten Form plötzlich eine völlig andere Silhouette wird. Konturen verschieben sich, Zwischenräume werden sichtbar und manche Formen erinnern für einen Moment sogar an Gesichter oder Körper.

Ein Spaziergang mit fünf Stationen

Insgesamt sind fünf große Arbeiten von Tony Cragg rund um den Tegernsee aufgestellt. Neben den beiden Werken bei Gut Kaltenbrunn gehören „Points of View“, „Senders“ und „Ourea“ zur Ausstellung. Sie stehen in Tegernsee, Rottach-Egern und Bad Wiessee.

Kunstausstellung mit Werken von Tony Cragg rund um den Tegernsee. Fotos: Copyright Hendrik Heuser

Damit lässt sich die Ausstellung auch mit einem Spaziergang verbinden. Bei „Points of View“ beispielsweise wird die Umgebung selbst Teil des Kunstwerks: Die Oberfläche aus poliertem Edelstahl spiegelt Himmel, Landschaft und Betrachter. Je nach Standort und Licht entsteht ein anderes Bild.
Die Ausstellung „Tegernsee Art Masters – Seemeile Nr. 1: Elemente“ läuft noch bis zum 5. Oktober 2026.

Wer steckt hinter den ungewöhnlichen Formen?

Tony Cragg wurde 1949 in Liverpool geboren und lebt seit 1977 in Wuppertal. Der Bildhauer zählt zu den international bekannten Künstlern seiner Generation. Seine Arbeiten beschäftigen sich immer wieder mit der Frage, wie aus einem Material eine Form entsteht und wie sich unser Blick auf diese Form verändert.
Dabei interessiert Cragg nicht nur das fertige Ergebnis. Auch Naturformen, Bewegung und die Eigenschaften verschiedener Materialien spielen eine Rolle. Genau deshalb wirken seine Arbeiten häufig gleichzeitig künstlich und erstaunlich vertraut.

Wer die großen Skulpturen am Tegernsee betrachtet, kann deshalb durchaus den Eindruck bekommen, etwas Gewachsenes vor sich zu haben – obwohl eindeutig erkennbar ist, dass hier ein Künstler mit Material und Form gearbeitet hat.

Noch mehr von Tony Cragg im Museum

Wer wissen möchte, wie Cragg an solche Formen herangeht, kann anschließend noch ins Olaf Gulbransson Museum nach Tegernsee weitergehen. Dort ist seit dem 19. September die Sonderausstellung „Tony Cragg – Zeichnungen und Skulpturen“ zu sehen.
Gezeigt werden Zeichnungen, Aquarelle und kleinere Skulpturen. Die Auswahl der Arbeiten hat der Künstler selbst getroffen. Die Ausstellung läuft bis zum 14. Februar 2027 und ist von Dienstag bis Sonntag jeweils von 10 bis 17 Uhr geöffnet.

So gibt es am Tegernsee derzeit zwei ganz unterschiedliche Möglichkeiten, Tony Craggs Kunst zu begegnen: draußen in großem Maßstab zwischen See und Bergen – und drinnen mit Zeichnungen und kleineren Arbeiten, die einen anderen Blick auf den Künstler ermöglichen.
(Quelle: Artikel Karin Wunsam / Info Hendrik Heuser / Beitragsbild, Fotos: Hendrik Heuser)

Oldtimer, Motorräder und Gespanne starten in Aschau

Oldtimer, Motorräder und Gespanne starten in Aschau

Aschau / Landkreis Rosenheim – Am Sonntag, 27. September, wird es in Aschau wieder laut und nostalgisch: Der MSC Priental e.V. veranstaltet seine MSC-Priental-Classic. Bei der Oldtimer-Ausfahrt gehen historische und klassische Fahrzeuge, Youngtimer, Motorräder und Gespanne auf die Strecke.

Start ist um 10 Uhr am Parkplatz der Festhalle in Aschau. Die rund 150 Kilometer lange Strecke führt durch die Umgebung. Zugelassen sind Fahrzeuge bis Baujahr 1999. Die Teilnehmer starten in verschiedenen Klassen, die jeweils gewertet werden.
Für Zuschauer bietet sich damit die Gelegenheit, die unterschiedlichen Fahrzeuge beim Start in Aschau zu sehen. Anschließend geht es für die Teilnehmer auf die rund 150 Kilometer lange Ausfahrt.
Organisiert wird die Veranstaltung vom MSC Priental e.V.
(Quelle: Pressemitteilung Touristinfo Aschau im Chiemgau / Beitragsbild: Archiv Touristinfo Aschau im Chiemgau) 

Fußgängerin bei Unfall in Rosenheim schwer verletzt

Fußgängerin bei Unfall in Rosenheim schwer verletzt

Rosenheim – In der Wittelsbacher Straße in Rosenheim ist am Freitagnachmittag (18. September) eine 48-jährige Fußgängerin von einem Auto erfasst worden. Nach Angaben der Polizei wurde die Frau dabei schwer verletzt. Lebensgefahr bestehe nach derzeitigem Kenntnisstand nicht.

Der Unfall ereignete sich am 18. September gegen 12.45 Uhr auf Höhe des Finanzamtes. Nach den bisherigen Erkenntnissen der Polizei war ein 18-jähriger Mann aus Kolbermoor mit seinem Pkw auf der Wittelsbacher Straße in Richtung Hubertusstraße unterwegs. Gleichzeitig wollte die 48-jährige Frau aus Bulgarien die Straße joggend überqueren.
Dabei kam es aus bislang ungeklärter Ursache zum Zusammenstoß. Die Frau wurde nach Angaben der Polizei schwer verletzt und zur weiteren medizinischen Versorgung in das Klinikum Rosenheim gebracht. Nach derzeitigem Kenntnisstand bestehe keine Lebensgefahr.

Gutachten sollen Unfallhergang klären

Wie die Polizei weiter mitteilt, wurde der Pkw zur Klärung der Unfallursache sichergestellt. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Traunstein, Zweigstelle Rosenheim, soll zudem ein technisches und ein unfallanalytisches Gutachten erstellt werden.
Diese Untersuchungen sollen zur Klärung beitragen, wie es zu dem Zusammenstoß gekommen ist.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Seit 20 Jahren beraten AktivSenioren Rosenheimer Existenzgründer

Seit 20 Jahren beraten AktivSenioren Rosenheimer Existenzgründer

Rosenheim – Seit 20 Jahren unterstützen die AktivSenioren Bayern Existenzgründer in Rosenheim. Einmal im Monat stehen die ehrenamtlichen Berater im Auftrag der Wirtschaftsförderung der Stadt für Fragen rund um die Gründung eines Unternehmens zur Verfügung. Bei einem Besuch im Rathaus berichteten sie Oberbürgermeister Abuzar Erdogan von ihrer langjährigen Tätigkeit.

Die Berater bringen dabei ihre beruflichen Erfahrungen aus unterschiedlichen Bereichen ein und geben diese an Menschen weiter, die den Schritt in die Selbstständigkeit planen. Die Beratung ist Teil des Angebots der städtischen Wirtschaftsförderung.

Erfahrung aus der Praxis

Seit zwei Jahrzehnten besteht die Zusammenarbeit zwischen den AktivSenioren Bayern und der Wirtschaftsförderung der Stadt Rosenheim. Bei ihrem Termin mit Erdogan blickten die Berater auf diese Zeit zurück und berichteten aus ihrer Tätigkeit.
Zum Beratungsteam gehören Ewald Fischer, Peter Kissel und Manfred Kehr. Die Stadt würdigte bei dem Termin insbesondere den ehrenamtlichen Einsatz der Berater und deren langjährige Unterstützung von Existenzgründern. Die Beratung findet einmal im Monat statt.
(Quelle: Pressemitteilung Stadt Rosenheim / Beitragsbild: Stadt Rosenheim)

Jahresempfang der Diakonie in Bad Aibling: Wie viel Verantwortung fürs Gemeinwohl ist freiwillig?

Jahresempfang der Diakonie in Bad Aibling: Wie viel Verantwortung fürs Gemeinwohl ist freiwillig?

Bad Aibling / Landkreis Rosenheim – Wie gewinnt man Menschen dafür, Verantwortung für das Gemeinwohl zu übernehmen – und wo beginnt dabei die Pflicht? Über diese Frage diskutierten rund 150 Gäste beim gemeinsamen Jahresempfang der Bezirksstelle der Diakonie Bayern in Rosenheim und des Evangelisch-Lutherischen Dekanats Rosenheim in Bad Aibling (Landkreis Rosenheim). Auch die aktuelle Debatte über Wehrpflicht und Gesellschaftsjahr wurde dabei thematisiert.

Moderiert wurde die Gesprächsrunde von Dekanin Dagmar Häfner-Becker und Dr. Andreas Dexheimer, Vorstand und Sprecher der Geschäftsleitung der Diakonie Rosenheim. Landrat Otto Lederer betonte in seinem Grußwort, dass vieles, was die Gesellschaft zusammenhalte, in Vereinen, Kirchen, sozialen Einrichtungen, bei Feuerwehren und Hilfsorganisationen sowie im persönlichen Umfeld geschehe. Dieses Engagement könne der Staat weder verordnen noch ersetzen. Gleichzeitig sprach er sich dafür aus, neben der Förderung freiwilligen Engagements auch über Pflichten gegenüber dem Gemeinwesen zu diskutieren.

Selbstwirksamkeit statt Pflicht

Prof. Dr. Christian Albrecht, Professor für Praktische Theologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München, stellte die Frage, wie Verantwortungsbereitschaft entsteht. Menschen müssten früh erfahren können, dass sie selbst etwas bewirken können. Kindergarten und Schule könnten dafür wichtige Voraussetzungen schaffen. Ebenso wichtig sei, dass Menschen ihr Engagement als sinnvoll empfänden. „Wir müssen den Menschen nicht nur fragen: Was kannst du tun? Sondern vielmehr: Wer willst du eigentlich sein?“, sagte Albrecht.

Pfarrer Jochen Bernhard, Militärdekan am Evangelischen Militärpfarramt Neubiberg und an der Universität der Bundeswehr München, sagte: „Verantwortung heißt für mich, aufeinander bezogen zu bleiben, einander wahrzunehmen und daraus dann auch die Konsequenzen abzuleiten“. Zugleich verwies er darauf, dass sich die Formen des Engagements veränderten. Langfristige ehrenamtliche Bindungen würden seltener, während projektbezogenes Engagement an Bedeutung gewinnen könne.

Wehrpflicht und Gesellschaftsjahr

Kritisch betrachteten die Gesprächsteilnehmer eine Vermischung der Debatten über Wehrpflicht und Gesellschaftsjahr mit dem aktuellen Personalmangel bei Bundeswehr und sozialen Einrichtungen.

Albrecht formulierte dazu: „Wenn man ein Stück weit ehrlich ist, dann führen wir diese Diskussion ja heute unter dem Aspekt, dass Personal fehlt – das Personal in der Bundeswehr fehlt, dass es im sozialen Bereich Lücken gibt.“ Er stellte deshalb die Frage, ob es nicht ein „Etikettenschwindel“ sei, die Debatte nachträglich mit Begriffen wie Sinnhaftigkeit und gesellschaftlichem Engagement zu versehen.
Auch Dexheimer sprach sich gegen eine einseitige Verpflichtung junger Menschen aus: „Verantwortung fürs Gemeinwesen ist unverzichtbar, aber sie darf nicht einseitig per Pflicht auf junge Menschen abgewälzt werden“. Wer über eine Dienstpflicht spreche, müsse klären, wofür sie gelten solle und warum sie gerecht sei. „Und wir müssen auch über generationengerechte Verantwortung im gesamten Lebenslauf reden. Aus diakonischer Sicht gilt: Engagement stärken ja, aber keinen Pflichtdienst als Reparaturbetrieb für Lücken im Sozialstaat.“

Zum Abschluss ging es um die Frage, wie unterschiedliche gesellschaftliche Positionen miteinander im Gespräch bleiben können. Häfner-Becker sagte: „Aus christlicher Perspektive gilt es, sich für Frieden zu engagieren. Das geht nicht über Abgrenzung. Vielmehr gilt es, sich gegenseitig zuzuhören, andere Meinungen zuzulassen und nicht pauschal zu urteilen oder zu verurteilen.“ Dafür brauche es Räume in Form von Gebäuden und in Form der Freiheit der Gedanken. 

Im Anschluss an die Podiumsdiskussion wurde der Jahresempfang mit Essen und Getränken fortgesetzt.
(Quelle: Pressemitteilung Diakonie Rosenheim / Beitragsbild: Copyright Lena Erhard-Diakonie Rosenheim)