Schmetterlinge als Natur-Indikator – LBV startet Monitoring mit Hochschulgruppen in Bayern

Schmetterlinge als Natur-Indikator – LBV startet Monitoring mit Hochschulgruppen in Bayern

Rosenheim / Bayern – Schmetterlinge gelten oft als farbenfrohe Begleiter am Wegesrand – doch ihr Vorkommen ist weit mehr als nur ein schöner Anblick. Der bayerische Naturschutzverband LBV (Landesbund für Vogel- und Naturschutz) baut gemeinsam mit Partnern das sogenannte Tagfalter-Monitoring Deutschland in Bayern deutlich aus. Ziel ist es, besser zu verstehen, wie sich Natur und Landschaft verändern.

Der LBV arbeitet dabei eng mit dem Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) und der Gesellschaft für Schmetterlingsschutz zusammen. Das seit mehr als 20 Jahren laufende bundesweite Monitoring wird in Bayern nun gezielt intensiviert. Besonders im Fokus stehen dabei LBV-Hochschulgruppen, die künftig Beobachtungsstrecken wiederbeleben oder neu anlegen sollen.
„Schmetterlinge zeigen uns sehr direkt, wie es unseren Wiesen und Feldern geht. Wenn bestimmte Arten verschwinden, ist das ein deutliches Warnsignal“, erklärt LBV-Schmetterlingsexperte und Projektmanager Simon Habermann.

Studenten sammeln Daten im Gelände

Künftig sollen vor allem Studenten auf festgelegten Routen, sogenannten Transekten, regelmäßig Schmetterlinge erfassen. Dabei werden die Tiere gezählt und dokumentiert, um langfristige Entwicklungen sichtbar zu machen.
„Auf der Suche nach Faltern in verschiedenen Entwicklungsstadien lernt man auch seine alltägliche Umgebung neu kennen“, sagt Pia Stermann von der LBV-Hochschulgruppe Freising. Die Arbeit helfe nicht nur der Forschung, sondern schärfe auch den Blick für Lebensräume und deren Schutz.

Wichtige Daten für Naturschutz und EU-Berichte

Die erhobenen Daten fließen in wissenschaftliche Auswertungen ein, unter anderem in den sogenannten Grünland-Schmetterlingsindex, der auch auf EU-Ebene als wichtiger Indikator für Biodiversität gilt. Er zeigt, wie sich Arten in Agrar- und Offenlandlebensräumen entwickeln.
Laut Forschenden wurden in den vergangenen Jahren vor allem bei spezialisierten Arten deutliche Rückgänge festgestellt. Diese Entwicklungen seien Teil eines europaweiten Trends, der auch in anderen Ländern beobachtet wird.
„Gerade Arten des Grünlands sind in den vergangenen Jahren stark zurückgegangen – nicht nur spezialisierte, sondern auch verbreitete Arten“, sagt Dr. Matthias Dolek, Bayern-Koordinator des Monitorings. Für verlässliche Aussagen seien langfristige und flächendeckende Daten entscheidend.

Ziel: dichteres Bild der Natur in Bayern

Mit der stärkeren Einbindung der Hochschulgruppen soll das Monitoring künftig dichter und aussagekräftiger werden. Bayern zählt zwar zu den artenreicheren Regionen für Tagfalter, dennoch gibt es nach Angaben der Beteiligten noch Lücken in der Datenerfassung.
Das Projekt wird von der Lesser Stiftung für Naturschutz gefördert.
( Quelle: Pressemitteilung LBV / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Taxifahrt nicht bezahlt – Mann beleidigt Polizei und landet in Zelle

Taxifahrt nicht bezahlt – Mann beleidigt Polizei und landet in Zelle

Rosenheim – Ein Taxifahrt endet für einen 29-jährigen Mann ohne festen Wohnsitz am Sonntagabend (3.5.2026) , in Rosenheim in einer Polizeizelle. Nach Angaben der Polizei ereignete sich der Vorfall gegen 22.45 Uhr im Bereich Ellmaierstraße/Binderweg.

Der Mann hatte sich zuvor mit einem Taxi dorthin fahren lassen. Am Ziel stieg er aus, ohne die Fahrt zunächst zu bezahlen, und entfernte sich.

Der Taxifahrer informierte daraufhin die Polizei. Eine Streife konnte den Mann kurze Zeit später noch in der Nähe antreffen. Nach Angaben der Polizei zeigte er sich dabei aggressiv und gewaltbereit. Erst nach längerem Zögern beglich er die offene Rechnung in Höhe von rund 60 Euro.

Im Anschluss eskalierte die Situation weiter: Nach Angaben der Polizei beleidigte der deutlich alkoholisierte Mann die eingesetzten Beamten massiv. Trotz mehrfacher Aufforderung beruhigte er sich nicht, weshalb er in Gewahrsam genommen wurde und die Nacht in einer Zelle der Polizeiinspektion Rosenheim verbrachte.

Gegen den 29-Jährigen wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Erschleichens von Leistungen sowie Beleidigung eingeleitet, wie die Polizei mitteilt.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto Polizeipräsidium Oberbayern Süd)

Street-Soccer-Turnier in Rosenheim: jetzt Teams für 2026 anmelden

Street-Soccer-Turnier in Rosenheim: jetzt Teams für 2026 anmelden

Rosenheim – Rosenheim bekommt im Sommer wieder seine eigene Street-Soccer-Arena: Am Freitag, 12. Juni 2026, verwandelt sich der Sportplatz des ESV Rosenheim in ein Spielfeld für Kinder und Jugendliche. Beim Street-Soccer-Turnier 2026 treten Teams aus der Stadt in mehreren Altersklassen gegeneinander an.

Veranstaltet wird das Turnier von den Sozialraumteams Nord, West und Ost gemeinsam mit „Startklar“ sowie der „Sozialen Stadt Rosenheim“. Gesucht werden fußballbegeisterte Kinder und Jugendliche, die in drei Ligen um den Turniersieg spielen.

Gespielt wird in drei Altersgruppen mit unterschiedlichen Startzeiten. Die „Youth League“ beginnt um 14.15 Uhr für jüngere Kinder, gefolgt vom „UEFA Cup“ um 15.30 Uhr und der „Champions League“ um 16.45 Uhr für die ältesten Teilnehmer. Zusätzlich gibt es bereits am Vormittag einen Kindergarten-Cup für die Jüngsten.

Besonders flexibel: Jüngere Spieler dürfen auch in höheren Altersklassen mitspielen, zudem sind Doppelstarts in verschiedenen Kategorien möglich. Für die Siegerteams gibt es in jeder Liga einen Gutschein im Wert von 480 Euro.

Die Teams sollten spätestens 30 Minuten vor ihrem jeweiligen Spielbeginn vor Ort sein. Bei älteren Teilnehmern finden zudem Ausweiskontrollen statt. Zum Aufwärmen sind eigene Bälle mitzubringen.

Anmeldungen sind bis 22. Mai 2026 möglich. Die Teams (mindestens drei, maximal zehn pro Liga) . Einfach das ausgefüllte Formular fotografieren und per  WhatsApp an n 0159-06464632 oder per E-Mail an oezguer_yildirim@web.de  senden. 
(Quelle: Pressemitteilung Startklar Soziale Arbeit Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Roter Teppich für mehr Barrierefreiheit in Rosenheim

Roter Teppich für mehr Barrierefreiheit in Rosenheim

Rosenheim – Mit einer symbolischen Aktion auf dem Max-Josefs-Platz in Rosenheim macht die Projektgruppe „Barrierefreies Bauen in Stadt und Landkreis Rosenheim“ am Dienstag, 5. Mai, auf bestehende Barrieren im öffentlichen Raum aufmerksam. Beginn ist um 13 Uhr vor dem Bekleidungshaus Peek & Cloppenburg.

Die Aktion findet im Rahmen des Europäischen Protesttags zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung statt, der jedes Jahr am 5. Mai bundesweit begangen wird. Ziel ist es, auf die Lebenssituation von Menschen mit Handicap aufmerksam zu machen und echte gesellschaftliche Teilhabe einzufordern.
In Rosenheim setzt die Projektgruppe dabei auf ein auffälliges Bild: Ein roter Teppich wird durch die Fußgängerzone ausgerollt. Damit soll sichtbar gemacht werden, wo Barrieren im Alltag bestehen und wo Menschen mit Einschränkungen noch immer auf Hindernisse stoßen.

Die Gruppe fordert unter anderem ein durchgängiges barrierefreies Wegesystem auf dem Max-Josefs-Platz, damit der zentrale Innenstadtbereich für alle Menschen problemlos nutzbar ist.
Das Motto des Protesttags 2026 lautet: „Menschenrechte sind nicht verhandelbar“. Eine ähnliche Aktion fand in der Rosenheimer Innenstadt im Jahr 2022 statt (wir berichteten).
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Archiv Innpuls.me)

Bridge 15 wird teurer als geplant – Stadtrat stimmt Projekterweiterung zu

Bridge 15 wird teurer als geplant – Stadtrat stimmt Projekterweiterung zu

Rosenheim – Die neue Actionsportanlage „Bridge 15“ im Bereich des Aicherparks wird teurer als ursprünglich geplant. Der Rosenheimer Stadtrat hat in seiner jüngsten Sitzung eine entsprechende Projekterweiterung beschlossen. Lediglich eine Gegenstimme kam aus den Reihen der CSU.

Der Bau der Anlage unter der Westtangentenbrücke der B15 hatte Anfang Februar 2026 mit dem offiziellen Spatenstich begonnen. Auf rund 1.600 Quadratmetern entsteht dort ein multifunktionales Sportareal für Skaten, Fußball, Streetball, Klettern und Fitness, das kostenlos genutzt werden kann.

Kosten steigen im laufenden Projekt

Während im Sommer 2025 noch von Gesamtkosten in Höhe von rund 850.000 Euro ausgegangen wurde, liegt die aktuelle Schätzung der Stadt nun bei rund 1,1 Millionen Euro. Die Verwaltung führt die Kostensteigerung auf höhere Baupreise, veränderte Angebote nach Ausschreibungen sowie zusätzliche Anforderungen bei einzelnen Bauleistungen zurück. Auch der zeitliche Abstand zwischen Planung und Vergabe spiele eine Rolle.

Weiterer Lesestoff passend zum Thema: 

Das Projekt ist in mehrere sogenannte „Lose“ aufgeteilt. Damit sind getrennt ausgeschriebene Bauabschnitte gemeint, etwa für Sportflächen, Toilettenanlage oder Skaterbereich.

Deutlich wird die Entwicklung vor allem beim Sportplatzbau. Dieser war ursprünglich mit rund 278.000 Euro netto kalkuliert, liegt nach der Vergabe aber bei rund 377.500 Euro netto. Gründe sind unter anderem aufwendigere technische Anforderungen an die Spielfeldumrandung, ein komplexeres Farbkonzept sowie zusätzliche Arbeiten im Untergrund und bei den Einfassungen.

Auch die Toilettenanlage liegt leicht über der ursprünglichen Planung. Die Skateranlage ist noch nicht vergeben, hier sind laut Stadtverwaltung weitere Kostensteigerungen nicht ausgeschlossen. Andere Bereiche wie Zaunarbeiten oder Boulderwand bewegen sich im Rahmen der Kalkulation.

Finanzierung und Zeitplan

Finanziert wird das Projekt überwiegend über Spenden und Sponsoring. Aktuell liegen Zusagen in Höhe von rund 602.000 Euro vor. Zusätzlich fließen 100.000 Euro aus einem Nachlass zugunsten der Stadt ein. Trotz dieser Mittel bleibt ein Finanzierungsanteil offen, der durch städtische Mittel und weitere Einnahmen gedeckt werden soll.

Insgesamt rechnet die Stadt derzeit mit einem Projektvolumen von rund 1,1 Millionen Euro. Die Verwaltung weist zudem darauf hin, dass während der Bauphase weitere Preissteigerungen nicht ausgeschlossen werden können.

Die Fertigstellung der Anlage ist weiterhin für das Jahr 2026 vorgesehen. Um diesen Zeitplan zu halten, sollen in Kürze weitere Bauaufträge vergeben werden. Dabei gilt vor allem der Preis als entscheidendes Vergabekriterium.

Nach Abschluss der Arbeiten wird die Stadt Rosenheim die Anlage betreiben und unterhalten. Dafür werden jährliche Kosten von rund 10.000 Euro für Reinigung, Strom und Wasser erwartet.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Archiv Innpuls.me)

Vom Naturidyll zum Problemfall: Stadtsee, Rosenheim, 1962

Vom Naturidyll zum Problemfall: Stadtsee, Rosenheim, 1962

Rosenheim –  Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in das Jahr 1962. Auf der historischen Aufnahme zu sehen ist der ehemalige Rosenheimer Stadtsee – heute Liegefläche im Rosenheimer Freibad.

Der Stadtsee war einst ein beliebtes Naherholungsgebiet mitten in Rosenheim. Angelegt wurde er bereits 1891 vom Verschönerungsverein auf der sogenannten „Poschenwiese“. Über Jahrzehnte hinweg entwickelte sich das Gewässer zu einem Treffpunkt für die Bevölkerung – im Sommer für Spaziergänge und Kahnfahrten, im Winter sogar zum Eislaufen.

Vom Naturidyll zum Problemfall

Auf dem Foto aus dem Jahr 1962 zeigt sich der Stadtsee allerdings schon in seiner späten Phase. Das einstige Naturidyll hatte sich zunehmend zu einem Problemfall entwickelt. Der See war bereits deutlich verlandet, die Wasserqualität verschlechterte sich spürbar.

Gut erkennbar ist auf der Aufnahme auch die kleine Insel mit Baumbestand, die noch heute im Bereich der Freibadliegewiese existiert. Sie ist eines der wenigen sichtbaren Relikte des ehemaligen Stadtsees.

Die Ursachen für die Entwicklung lagen unter anderem in der intensiven Nutzung und den veränderten Bedingungen vor Ort. Auch die Einbindung in das Umfeld des später erweiterten Freibads trug zur Belastung des Gewässers bei.

Zuschüttung in den 1960er Jahren

Die Diskussion über die Zukunft des Stadtsees zog sich über mehrere Jahre. Mitte der 1960er Jahre fiel schließlich die Entscheidung: Der Stadtsee wurde zugeschüttet. Die Fläche ging anschließend in die Erweiterung des Rosenheimer Freibads über und wird bis heute als Liegewiese genutzt.
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann / Bildtext: Karin Wunsam)

Taxifahren in Rosenheim wird merklich teurer

Taxifahren in Rosenheim wird merklich teurer

Rosenheim – Taxifahren in Rosenheim wird merklich teurer. Der Stadtrat hat eine Neufassung der Taxitarifordnung beschlossen – einstimmig und ohne Diskussion. Für Fahrgäste bedeutet das: Ab 1. August steigen die Preise, weitere Erhöhungen sollen in den kommenden Jahren erfolgen.

Ausgangspunkt war ein gemeinsamer Antrag von sieben Taxiunternehmen Anfang November vergangenen Jahres. Die letzte Anpassung hatte es 2023 gegeben. Seither sind die Kosten deutlich gestiegen – etwa für Fahrzeuge, Versicherungen, Energie und Personal.

„Unabhängig davon, ob ein Tarifantrag vorliegt, muss jedoch jede Genehmigungsbehörde bei der Festsetzung der Taxitarife insbesondere darauf achten, dass diese unter Berücksichtigung einer angemessenen Gewinnspanne (Unternehmerlohn) zumindest kostendeckend sind, aber auch mit dem öffentlichen Verkehrsinteresse und dem Gemeinwohl in Einklang stehen“, so die Stadtverwaltung.

Kilometerpreis steigt in mehreren Schritten

Kern der Neuregelung ist eine schrittweise Erhöhung des Kilometerpreises. Aktuell liegt dieser bei 2,30 Euro. Ab 1. August 2026 steigt er auf 2,50 Euro, zum 1. Januar 2027 auf 2,60 Euro und ein Jahr später auf 2,70 Euro.

Die von den Taxiunternehmen geforderte Erhöhung um durchschnittlich 21,5 Prozent wurde damit nicht vollständig umgesetzt. Die Stadt entschied sich bewusst für eine moderatere Lösung, um die Belastung für Fahrgäste sozialverträglicher zu gestalten.
Unterm Strich verteuern sich durchschnittliche Taxifahrten bis Anfang 2028 um rund 9,5 Prozent.

Wartezeit bleibt gleich

Unverändert bleibt die sogenannte Wartezeit von 39 Euro pro Stunde. Diese wird nicht pauschal berechnet, sondern nur anteilig – zum Beispiel bei Stau, roten Ampeln oder wenn das Taxi auf den Fahrgast wartet. Während der Fahrt selbst wird dagegen der Kilometerpreis berechnet.

Eine zweite Wartezeitregelung entfällt künftig und wird in das bestehende Modell integriert.

Auch Rollstuhlfahrten werden teurer

Für Fahrten mit Rollstuhl gibt es in Rosenheim eine feste Stadtpauschale. Diese steigt von derzeit 31,50 Euro auf 32,50 Euro ab August 2026. Damit werden auch diese speziellen Fahrten etwas teurer.

Mehr Flexibilität – aber nur nach oben

Neu ist zudem ein sogenannter „Tarifkorridor“. Dieser erlaubt es Taxiunternehmen, bei vorab bestellten Fahrten den Preis individuell zu vereinbaren – allerdings nur nach oben. Abweichungen von bis zu 20 Prozent über dem regulären Tarif sind möglich. Günstiger als der festgelegte Tarif darf es hingegen nicht werden.

Ziel ist es, das Taxigewerbe wettbewerbsfähiger zu machen, insbesondere gegenüber Mietwagenanbietern. Unterstützt wird dieser Ansatz unter anderem von der Industrie- und Handelskammer sowie dem Landesverband der Bayerischen Taxi- und Mietwagenunternehmen.

Kartenzahlung wird Pflicht

Eine weitere wichtige Neuerung: Künftig müssen alle Taxis bargeldlose Bezahlung akzeptieren. Fahrgäste können also verbindlich auch mit Karte zahlen.

Einordnung im Vergleich

Im Vergleich liegt der Kilometerpreis in München derzeit bei rund 2,70 Euro. Rosenheim bewegt sich mit der neuen Regelung zunächst etwas darunter, nähert sich in den kommenden Jahren jedoch schrittweise an dieses Niveau an. Auch im Vergleich zu Salzburg liegt Rosenheim preislich eher im mittleren bis leicht höheren Bereich.

Die neuen Regelungen wurden größtenteils gemeinsam mit dem Landkreis Rosenheim erarbeitet, da auch dort entsprechende Anpassungen anstanden.

Beschlossen wurde die Neufassung in der jüngsten Stadtratssitzung – der letzten unter dem Vorsitz von Oberbürgermeister Andreas März.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Maibaumfest in Törwang am Samerberg: Traditionsreiches Aufstellen bei Bilderbuchwetter gefeiert

Maibaumfest in Törwang am Samerberg: Traditionsreiches Aufstellen bei Bilderbuchwetter gefeiert

Törwang / Landkreis Rosenheim –
Am vergangenen Freitag (1.5.2026) ist in Törwang am Samerberg (Landkreis Rosenheim) der Maibaum feierlich aufgestellt worden. Bei blau-weißem Himmel und zahlreicher Beteiligung der Dorfgemeinschaft stand das Brauchtum im Mittelpunkt des Festtages.

In vielen Gemeinden der Region Rosenheim ist auch in diesem Jahr wieder der Maibaum als traditionelles Frühlingssymbol aufgestellt worden. Ein besonders stimmungsvolles Fest hat dabei in Törwang am Samerberg stattgefunden – vor malerischer Kulisse und bei frühsommerlichem Wetter.

Am Dorfplatz wurde der Maibaum von den örtlichen Vereinen gemeinsam aufgestellt. Die Organisation lag bei der Musikkapelle Samerberg, der Feuerwehr, dem Veteranenverein sowie dem Schützenverein Törwang.
Der Baum war zuvor von den Burschen aus Hirnsberg-Pietzing im Rahmen des traditionellen Brauchs „entwendet“ und anschließend nach Törwang gebracht worden. 
Am Dorfplatz wurde der Maibaum schließlich mit reiner Muskelkraft feierlich aufgerichtet und unter großem Zuspruch der Bevölkerung traditionell aufwendig in Stellung gebracht.

Brauchtum und Gemeinschaft im Mittelpunkt

Im Zentrum der Veranstaltung stand das gemeinsame Feiern und die gelebte Dorfgemeinschaft. Die musikalische Umrahmung begleitete das Festgeschehen über den gesamten Verlauf.
Ein besonderer Moment war der Auftritt der Kindergruppe des Trachtenvereins Hochries-Samerberg, die beim Maibaumaufstellen um den neuen Baum tanzte. Damit wurde das Brauchtum sichtbar an die nächste Generation weitergegeben.
Auch für das leibliche Wohl der  Besucher war gesorgt, 
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild, Fotos: Copyright Elisabeth Eder)

„MyRadl“ startet im MVV-Raum: Bikesharing-System geht ab 7. Mai in Betrieb

„MyRadl“ startet im MVV-Raum: Bikesharing-System geht ab 7. Mai in Betrieb

München  / Region – Mit „MyRadl“ startet im MVV-Verbundraum ein neues Bikesharing-Angebot. Ab 7. Mai 2026 stehen in München und 36 weiteren Städten und Gemeinden Fahrräder und E-Bikes zur flexiblen Nutzung bereit.

Im Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV) wird ab dem 7. Mai 2026 ein neues regionales Bikesharing-System eingeführt. Unter dem Namen „MyRadl“ sollen nach Angaben des Verbunds Fahrräder und E-Bikes für kurze und mittlere Strecken im Alltag und im Freizeitverkehr zur Verfügung stehen. 
Stadt und Landkreis Rosenheim sind von dem neuen Angebot nicht umfasst „My Radl“ wird ausschließlich im MVV-Verbundraum rund um München eingeführt, der geografisch deutlich vor dem Raum Rosenheim endet.

Das System umfasst zum Start rund 1.000 Stationen in München und den umliegenden Kommunen. Insgesamt sollen im Verbundgebiet mehr als 6.700 Fahrräder eingesetzt werden. Die Ausleihe und Rückgabe ist an festen Standorten vorgesehen und soll rund um die Uhr möglich sein.

Nach Angaben des MVV werden die Räder ab dem Starttag schrittweise in die teilnehmenden Kommunen gebracht. Betrieben wird das System von der nextbike GmbH, die im Rahmen einer europaweiten Ausschreibung den Zuschlag erhalten hat.

Tarife und Nutzung

Zur Verfügung stehen klassische Fahrräder sowie elektrisch unterstützte Räder (Pedelecs). Die Nutzung erfolgt zeitbasiert: Für ein klassisches Fahrrad werden 1 Euro pro 30 Minuten berechnet, für ein E-Bike 3 Euro. Tagespreise liegen bei 9 beziehungsweise 18 Euro pro Fahrt.

Für Nutzer mit bestimmten Abos im öffentlichen Nahverkehr sind Vergünstigungen vorgesehen, unter anderem für Inhaber eines Deutschland-Tickets, MVG-Abos sowie Studierende mit entsprechendem Ticket. Für weitere Verbundpartner sollen laut MVV zusätzliche Regelungen folgen.

Für regelmäßige Nutzer ohne ÖPNV-Abo sind Monats- und Jahrestarife vorgesehen.

Einbindung in die App-Nutzung

„MyRadl“ kann über die MVV-App, die MVGO-App sowie die nextbike-App genutzt werden. Eine einmalige Registrierung ist erforderlich. Eine Übersicht der Standorte soll über die Apps sowie online abrufbar sein.

Die Finanzierung des Systems erfolgt durch die beteiligten Kommunen im Verbundraum. Teilbereiche des Projekts werden zudem im Rahmen von Förderprogrammen zur nachhaltigen Mobilität und Klimaschutz unterstützt.
(Quelle: Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV) / Beitragsbild: Copyright My Radl)

Rosenheimerin Hoodo Ibrahim mit Integrationspreis ausgezeichnet

Rosenheimerin Hoodo Ibrahim mit Integrationspreis ausgezeichnet

Rosenheim – Die Rosenheimerin Hoodo Ibrahim ist in München für ihr gesellschaftliches Engagement mit dem Integrationspreis der Münchner Akademiker Plattform (MAP) geehrt worden. Im Mittelpunkt der Auszeichnung steht ihr Einsatz für Integration, Bildung und interkulturellen Dialog.

Im feierlichen Rahmen der Münchner Akademiker Plattform (MAP) ist die Rosenheimerin Hoodo Ibrahim in München mit dem Integrationspreis ausgezeichnet worden. Nach Angaben der Veranstalter wurde damit ihr langjähriges gesellschaftliches Engagement gewürdigt. Die examinierte Pflegefachkraft setzt sich seit mehreren Jahren für Integration, Bildung und den interkulturellen Austausch ein.

Die Laudatio hielt die Landtagsabgeordnete Sanne Kurz (Bündnis 90/Die Grünen). Sie bezeichnete Ibrahims Weg laut Veranstaltungsrede als Beispiel für Selbstbehauptung und Mut. Ibrahim kam 2014 als Geflüchtete aus Somalia nach Deutschland.

Engagement in Politik und Zivilgesellschaft

Nach Angaben der Grünen Rosenheim engagiert sich Ibrahim neben ihrer beruflichen Tätigkeit im Gesundheitswesen auch politisch und gesellschaftlich. Sie ist im Vorstand der Grünen Rosenheim aktiv und arbeitet im Verein „Zeugen der Flucht“ mit, der Begegnungen zwischen Geflüchteten und Schülerinnen und Schülern organisiert.

Sanne Kurz sagte in ihrer Rede: „Hoodo Ibrahim baut Brücken, wo andere Mauern sehen. Sie ist das lebende Gegenmodell zu Ausgrenzung und Diffamierung. Sie zeigt uns allen: Wir gehören hierher, wir gestalten mit und wir übernehmen Verantwortung – im Beruf, in der Politik und im sozialen Miteinander für die Gesellschaft von morgen.“
Auch der Integrationsbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung, Karl Straub, äußerte sich im Rahmen der Veranstaltung. Er sagte: „Das Besondere hier ist, dass Menschen, die Zuwanderungsgeschichte haben, andere Menschen auszeichnen, die auch Zuwanderungsgeschichte haben. Also gerade nicht das Klassische, wo Menschen, die schon lange hier sind, das machen. Sondern man wird selbst aktiv, da wo Außergewöhnliches geleistet wurde.“
Hoodo Ibrahim erklärte in einem Statement: „Die Auszeichnung hat mich sehr motiviert. Als Frau, als Rosenheimerin, als Afrikanerin – für meine Arbeit als Pflegefachkraft und meine Ehrenämter, sei es in der Politik oder in meinem Verein “Zeugen der Flucht“. Einheit ist Stärke, Spaltung ist Schwäche. Ich hoffe, diese Sichtbarkeit von Erfolg bringt viele dazu, sich zu engagieren.“
Der Verein „Zeugen der Flucht“ setzt nach eigenen Angaben auf direkte Begegnungen zwischen Geflüchteten und Jugendlichen und ist für seine Arbeit auf Unterstützung angewiesen.
Die Münchner Akademiker Plattform ist ein Netzwerk von Akademikerinnen und Akademikern mit Migrationsgeschichte in Bayern, das sich nach eigenen Angaben für eine offene Gesellschaft und mehr gesellschaftliche Teilhabe einsetzt. Der Preis wird jährlich vergeben und würdigt Personen mit Zuwanderungsgeschichte, die sich in besonderer Weise für das Gemeinwohl engagieren.
(Quelle: Pressemitteilung Bündnis 90/Die Grünen Rosenheim / Beitragsbild: 

Wallfahrtsbasilika Mariä Himmelfahrt, Tuntenhausen, 1930

Wallfahrtsbasilika Mariä Himmelfahrt, Tuntenhausen, 1930

Tuntenhausen / Landkreis Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in das Jahr 1930. Auf der historischen Aufnahme zu sehen ist die Wallfahrtsbasilika Mariä Himmelfahrt in Tuntenhausen (Landkreis Rosenheim).

Die Kirche zeichnet sich durch ihre zwei hohen Türme aus, die sehr untypisch sind für die Region Rosenheim. Sie entstanden zwischen den Jahren 1513 und 1533. Ursprünglich trugen die Türme Zwiebelkuppen, sogenannte „Welsche Hauben“. Im Jahr 1890 wurden diese aber dann durch neugotische Spitzhelme ersetzt. Im Jahr 1548 wurde das Kirchenschiff durch einen Brand weitgehend zerstört, aber die beiden Türme blieben erhalten.
Die Wallfahrt dorthin hat eine lange Tradition. Tuntenhausen gilt neben Altötting als einer der populärsten Gnadenorte in Oberbayern. Im Jahr 1942 wurde die Kirche durch Papst XII zur Basilika Minor erhoben.
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann / Bildtext: Karin Wunsam)

SPD-Stadtratsfraktion Rosenheim wählt neue Spitze nach Kommunalwahl

SPD-Stadtratsfraktion Rosenheim wählt neue Spitze nach Kommunalwahl

Rosenheim – Die SPD-Stadtratsfraktion Rosenheim hat sich bei einer Klausur auf der Hochries neu aufgestellt. Im Mittelpunkt standen personelle Entscheidungen für die kommende Amtszeit nach der Kommunalwahl.

Die SPD-Stadtratsfraktion Rosenheim hat sich zu einer konstituierenden Sitzung auf einer Berghütte im Bereich der Hochries getroffen. Nach Angaben der Fraktion standen dabei sowohl eine Rückschau auf die vergangene Amtsperiode als auch organisatorische und personelle Weichenstellungen für die neue Legislatur im Fokus.

Der bisherige Fraktionsvorsitzende Abuzar Erdogan dankte den Mitgliedern der Fraktion für die Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren. Nach seiner Wahl zum Oberbürgermeister könne er die Funktion als Fraktionsvorsitzender künftig nicht weiter ausüben.

Elisabeth Jordan neue Fraktionsvorsitzende

Im Rahmen der Sitzung wurde Elisabeth Jordan zur neuen Fraktionsvorsitzenden gewählt. In einer Erklärung, die von der Fraktion wiedergegeben wurde, betonte Jordan, sie wolle den Oberbürgermeister unterstützen. Zugleich verwies sie auf die Verantwortung nach dem aus Sicht der SPD erfolgreichen Ausgang der Kommunalwahl.
Zu stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden wurden Ricarda Krüger sowie Jonah Werner gewählt. Werner übernimmt nach Angaben der Fraktion künftig nicht mehr die Aufgabe des Fraktionsgeschäftsführers. Diese Funktion wird künftig von Fabian Eierle wahrgenommen.
(Quelle: Pressemitteilung SPD-Stadtratsfraktion Rosenheim / Beitragsbild: Copyright SPD Rosenheim)