Hund aus überhitztem Auto in Wasserburg gerettet

Hund aus überhitztem Auto in Wasserburg gerettet

Wasserburg / Landkreis Rosenheim – Ein Hund saß am Donnerstag (30.6.2026) bei hohen Temperaturen längere Zeit in einem abgestellten Auto in einem Wasserburger Parkhaus (Landkreis Rosenheim). Ein Passant bemerkte das Tier und schlug Alarm. Als die Polizei eintraf, zeigte der Hund bereits Anzeichen gesundheitlicher Probleme.

Der Hundehalter hatte das Tier während seines Besuchs auf einem Flohmarkt im Fahrzeug zurückgelassen. Die Beamten reagierten sofort und befreiten den Hund aus dem Auto. Das Tier wurde zur Polizeiwache gebracht und dort versorgt. Eine Beamtin kümmerte sich zudem um eine wohlverdiente Gassirunde.
Am Fahrzeug hinterließen die Polizisten eine Nachricht für den Halter. Einige Zeit später erschien dieser auf der Wache. Nach Angaben der Polizei zeigte sich der Hundehalter trotz der möglichen lebensbedrohlichen Situation für sein Tier uneinsichtig.

Gegen ihn wird nun wegen eines möglichen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz ermittelt.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Rinser See wird zum Schlammbad – warum fehlt so viel Wasser?

Rinser See wird zum Schlammbad – warum fehlt so viel Wasser?

Prutting / Landkreis Rosenheim – Am Rinser See ist der Wasserstand derzeit auffallend niedrig. In den flachen Uferbereichen liegen Seerosengebiete teilweise trocken, an anderen Stellen ist dort, wo normalerweise Wasser steht, nur noch Schlamm zu sehen. Eine Leserin hat uns aktuelle Aufnahmen vom See geschickt.

Auch für einen weiteren Stammbadegast des Rinser Sees ist der derzeitige Wasserstand deutlich sichtbar. Vom ohnehin sehr flachen Uferbereich aus müsse man aktuell zunächst ein gutes Stück durch Schlamm und über Steine waten, bevor man überhaupt so weit im Wasser sei, dass man richtig eintauchen und schwimmen könne, hat er uns vor einigen Tagen berichtet.

Gerade die flachen Ufer machen den Rinser See normalerweise bei Familien beliebt. Der Einstieg ins Wasser ist auch für kleinere Kinder gut geeignet. Durch den derzeit niedrigen Wasserstand hat sich dieser flache Bereich nun allerdings noch weiter ausgedehnt – und an manchen Stellen reicht das Wasser erst deutlich weiter draußen zum Schwimmen,.

Trockenheit macht sich in der Region bemerkbar

Eine naheliegende Erklärung für den niedrigen Wasserstand ist die anhaltende Trockenheit. Das Wasserwirtschaftsamt Rosenheim hat am 24. Juli auf die angespannte Niedrigwassersituation hingewiesen und dazu aufgerufen, Wasserentnahmen aus kleinen Gewässern möglichst einzustellen.
Auch der bayernweite Niedrigwasser-Lagebericht vom 24. Juli zeigt, wie angespannt die Situation inzwischen ist. Das Niederschlagsdefizit des laufenden Abflussjahres liegt bei rund 32 Prozent. Bei 81 Prozent der oberflächennahen Grundwassermessstellen sowie Quellen und bei 74 Prozent der Messstellen im tieferen Grundwasserstockwerk wurden niedrige Verhältnisse festgestellt. Zudem waren zu diesem Zeitpunkt bereits 4,7 Monate in Folge zu trocken.

Die Trockenheit dürfte deshalb auch beim Rinser See eine Rolle spielen. Ob sie allerdings allein für den derzeit auffälligen Wasserstand verantwortlich ist, lässt sich bislang nicht sagen.

Warum hat der Rinser See so wenig Wasser?

Beim Rinser See könnten mehrere Faktoren zusammenkommen. Der Wasserhaushalt des Gewässers ist unter anderem mit dem benachbarten Hofstätter See verbunden. Gleichzeitig gibt es in der Vergangenheit Veränderungen an den Zuflüssen des Gebiets. Wir bleiben für Euch am Thema dran.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild, Video: re)

Blaualgen im Simssee: Das sollten Badegäste wissen

Blaualgen im Simssee: Das sollten Badegäste wissen

Riedering / Landkreis Rosenheim – Im Simssee (Landkreis Rosenheim) sind aktuell Blaualgen (Cyanobakterien) aufgetreten. Entdeckt wurde eine sogenannte Blaualgenblüte am vergangenen Samstag (25.7.2026) im Bereich der Badestelle Pietzing. Eine gesundheitliche Gefährdung für Badegäste bestand nach Angaben des Gesundheitsamtes nicht. Trotzdem gilt: Wer beim Baden auf einen Algenteppich trifft, sollte Abstand halten.

Die Wasserwacht Rosenheim hatte das Staatliche Gesundheitsamt über einen Algenteppich im Simssee informiert. Bei einer anschließenden Ortsbesichtigung bestätigte sich der Verdacht auf eine sogenannte Blaualgenblüte. Allerdings befand sich der Algenteppich außerhalb des Badebereichs und damit in ausreichender Entfernung zur Badestelle. Für die dort badenden Menschen bestand deshalb keine gesundheitliche Gefährdung. „Da bei hohen Temperaturen Blaualgen bei jedem natürlichen Gewässer auftreten können, haben wir dies zum Anlass genommen, weitere Maßnahmen zur Aufklärung der Öffentlichkeit umzusetzen“, erklärt Dr. Wolfgang Hierl, Leiter des Staatlichen Gesundheitsamtes Rosenheim.

Blaualgen – kurz erklärt

Was sind Blaualgen eigentlich?
Blaualgen heißen wissenschaftlich Cyanobakterien. Sie sind keine Algen, sondern Bakterien. Sie gehören allerdings seit Milliarden Jahren zu den natürlichen Bestandteilen von Gewässern und kommen auch in unseren Seen vor. Ihren Namen verdanken sie einem blauen Farbstoff. Je nach Art und Zusammensetzung können sie aber auch grünlich, rötlich oder bräunlich erscheinen.

Seit wann gibt es sie bei uns?
Blaualgen sind keine neue Erscheinung in der Region. Sie kommen natürlicherweise in Gewässern vor. Einen konkreten Zeitpunkt für den ersten Nachweis am Simssee gibt es nicht. Belegt ist aber, dass sie dort schon seit Jahren auftreten: Im Frühjahr 2021 wurden beispielsweise Blaualgen im Bereich der Badebucht Baierbach nachgewiesen.

Was lässt sie stark wachsen?
Vor allem Wärme und viele Nährstoffe können das Wachstum begünstigen. Besonders bei länger anhaltend hohen Temperaturen können sich Cyanobakterien massenhaft vermehren. In nährstoffreichen, flachen Seen treten solche sogenannten Blaualgenblüten häufiger auf.

Was macht sie gefährlich?
Einige Cyanobakterien können Giftstoffe, sogenannte Cyanotoxine, bilden. Werden größere Mengen belasteten Wassers verschluckt, kann das gesundheitsschädlich sein. Auch Haut- und Schleimhautreizungen sind möglich. Besonders aufpassen sollten Eltern bei kleinen Kindern, die im flachen Wasser spielen. Auch Hunde sollten Wasser mit sichtbaren Blaualgen nicht trinken.

Woran erkennt man eine Blaualgenblüte?
Das Wasser kann grünlich, bläulich oder rötlich-trüb wirken. An der Oberfläche können sich schlierige, flockige oder schaumartige Teppiche bilden. Ein einfacher Hinweis für Badegäste: Sind die Füße in knietiefem Wasser nicht mehr zu sehen, sollte man nicht ins Wasser gehen.

Wichtig: Eine Blaualgenblüte kann sich durch Wind und Wellen innerhalb kurzer Zeit verlagern oder wieder verschwinden. Deshalb kann die Situation an einem See von einem Uferabschnitt zum anderen unterschiedlich sein.

Blaualgen können schnell auftauchen und wieder verschwinden

Das Problem: Eine Blaualgenblüte kann sich innerhalb kurzer Zeit entwickeln. Ebenso schnell kann sie sich durch Wind und Wellen an einen anderen Uferabschnitt verlagern oder wieder verschwinden. Deshalb empfiehlt das Gesundheitsamt Badegästen, vor dem Schwimmen einen prüfenden Blick auf das Wasser zu werfen. Bei sichtbaren Algenteppichen sollte auf das Baden verzichtet werden.

Erkennbar sein können Blaualgen unter anderem an einer grünlichen, bläulichen oder rötlichen Trübung des Wassers. Teilweise bildet sich eine schlierige oder schaumartige Schicht auf der Oberfläche. Ein weiteres Warnzeichen: Wenn in knietiefem Wasser die eigenen Füße nicht mehr zu sehen sind, sollte nicht gebadet werden.

Warum Blaualgen nicht ungefährlich sind

Blaualgen sind streng genommen gar keine Algen, sondern Cyanobakterien. Sie kommen natürlicherweise in Gewässern vor und sind deshalb auch bei uns nichts völlig Neues. Einen ersten Nachweis am Simssee lässt sich nicht auf ein bestimmtes Jahr datieren. Dass sie dort bereits seit Jahren auftreten können, zeigt unter anderem ein Nachweis im Bereich der Badebucht Baierbach aus dem Jahr 2021.

Problematisch werden Cyanobakterien vor allem dann, wenn sie sich massenhaft vermehren. Wärme und ein hohes Nährstoffangebot können solche sogenannten Blüten begünstigen. Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) weist darauf hin, dass gerade in warmen Sommern und nährstoffreichen Gewässern massive Vorkommen häufiger beobachtet werden. Auch die besonders heißen Sommer 2018 und 2019 führten in Bayern zu einem Anstieg entsprechender Blüten.

Nicht alle Cyanobakterien produzieren Giftstoffe. Einige Arten können jedoch sogenannte Cyanotoxine bilden. Werden größere Mengen belasteten Wassers verschluckt, können diese gesundheitsschädlich sein. Auch Haut- und Schleimhautreizungen sind möglich. Besonders gefährdet sind Kinder, die im flachen Wasser spielen und dabei Wasser verschlucken.

Auch für Hunde können Blaualgen gefährlich werden. Sie können beim Trinken des Wassers oder beim Ablecken ihres Fells nach dem Baden Giftstoffe aufnehmen.
Ein weiteres Problem ist die starke Trübung des Wassers. Dadurch kann es im Notfall schwieriger werden, Menschen im Wasser zu erkennen und zu retten.

Gesundheitsamt kontrolliert die Badeseen

Das Staatliche Gesundheitsamt Rosenheim kontrolliert die EU-Badeseen in Stadt und Landkreis während der gesamten Badesaison von Mai bis September regelmäßig nach der Bayerischen Badegewässerverordnung. Zusätzlich werden bei konkreten Anlässen weitere Kontrollen durchgeführt. „Das Gesundheitsamt Rosenheim kontrolliert die EU-Badeseen in Stadt und Landkreis Rosenheim über die gesamte Badesaison von Mai bis September regelmäßig nach der Bayerischen Badegewässerverordnung und führt zusätzlich anlassbezogene Kontrollen durch“, erklärt Hierl. Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit bescheinigt den kontrollierten Badestellen laut Gesundheitsamt regelmäßig eine ausgezeichnete Wasserqualität.
(Quelle: Artikel Karin Wunsam / Info: Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Bergwaldbrand bei Oberwössen: Lage am Freitagmorgen stabil

Bergwaldbrand bei Oberwössen: Lage am Freitagmorgen stabil

Oberwössen / Landkreis Traunstein – Beim Bergwaldbrand in Oberwössen  (Landkreis Traunstein) im Bereich der Hochwand nahe der Lackenbergwand hat sich die Lage in der Nacht zum Freitag (31.7.2026) vorsichtig positiv entwickelt. Nach Angaben des Landratsamts Traunstein wurde keine nennenswerte Ausbreitung des Feuers festgestellt. Der Katastrophenfall besteht jedoch weiterhin.

Bis zum Einbruch der Dunkelheit waren die Einsatzkräfte am Donnerstag intensiv aus der Luft und am Boden im Einsatz. Mit Beginn der Nacht wurde der Flugbetrieb planmäßig eingestellt und die Zahl der Feuerwehrkräfte im Brandgebiet reduziert. In der Nacht wurden vereinzelt kleinere Glut- und Brandstellen entdeckt. Diese konnten nach Angaben der Einsatzleitung schnell gelöscht werden. Ein größeres Wiederaufflammen des Feuers blieb aus.

Hier geht es zum Erstartikel mit Fotos: 
Rund 300 Einsatzkräfte im Einsatz

Die Löscharbeiten sind am Freitagmorgen planmäßig wieder angelaufen. Im Laufe des Tages werden rund 300 Einsatzkräfte im Einsatz sein. Seit den frühen Morgenstunden unterstützen drei Hubschrauber aus Österreich sowie zwei Hubschrauber der Bayerischen Polizei die Brandbekämpfung aus der Luft. Im Laufe des Vormittags soll ein weiterer Polizeihubschrauber hinzukommen.
Parallel dazu werden die Nachlöscharbeiten am Boden ausgeweitet. Bereits am Donnerstag konnten erste Bodentrupps mit handgeführten Strahlrohren und spezieller Ausrüstung zur Vegetationsbrandbekämpfung in das steile Gelände vordringen. Unterstützt werden sie von alpinen Bergführern der Bergwacht Bayern sowie der Alpinen Einsatzgruppe der Bayerischen Polizei, die die Einsatzkräfte in dem schwierigen Gelände absichern. „Die Entwicklung während der Nacht ist erfreulich. Die Lage bleibt dennoch anspruchsvoll“, erklärt der Örtliche Einsatzleiter, Kreisbrandrat Christof Grundner. „Unser Ziel ist es, die Situation heute weiter zu stabilisieren und die verbliebenen Glutnester konsequent abzulöschen.“

Keine Gefahr für die Bevölkerung

Nach aktuellem Stand besteht weiterhin keine Gefahr für die Bevölkerung. Die Rauchentwicklung wird laufend beobachtet. Die Gefahreninformation über das Modulare Warnsystem (MoWaS) wurde auf den Bereich des Achentals begrenzt und wird abhängig von Wetterlage und Rauchausbreitung regelmäßig überprüft.
Lokal kann es weiterhin zu Geruchsbelästigungen durch Brandrauch kommen. Eine gesundheitliche Gefährdung der Bevölkerung besteht nach derzeitigem Kenntnisstand nicht.

Die Bundesstraße B305 bleibt bis auf Weiteres für den allgemeinen Verkehr gesperrt. Außerdem gelten die Betretungs- und Befahrungsverbote für den Bereich der Lackenbergwand sowie rund um den Wössener See weiterhin. Die Einsatzleitung bittet die Bevölkerung, den Bereich weiträumig zu meiden und die Zufahrtswege für die Rettungskräfte freizuhalten.

Am Donnerstagabend verletzte sich zudem ein Feuerwehrmann bei den anspruchsvollen Löscharbeiten im steilen Gelände leicht am Sprunggelenk. Eine Behandlung durch den Rettungsdienst war nicht erforderlich.
(Quelle: Artikel: Hubert Hobmaier / Beitragsbild: Copyright Wolfgang Gasser- Kreisfeuerwehrverband Traunstein)

Dreijähriges Mädchen stirbt nach Unfall in Swimmingpool

Dreijähriges Mädchen stirbt nach Unfall in Swimmingpool

Laufen / Landkreis Berchtesgadener Land – Ein tragischer Unfall hat sich am Donnerstagnachmittag (30.7.2026) in Laufen (Landkreis Berchtesgadener Land) ereignet. Ein dreijähriges Mädchen wurde aus einem Swimmingpool auf einem Privatgrundstück geborgen. Trotz sofort eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen und schneller medizinischer Hilfe starb das Kind später im Krankenhaus.

Nach Angaben des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd ging gegen 17.40 Uhr über die Integrierte Leitstelle Traunstein die Meldung ein, dass ein Kleinkind in einen Pool gefallen sei und nicht mehr atme. Die Mutter begann umgehend mit Reanimationsmaßnahmen. Diese wurden nach dem Eintreffen durch den Notarzt fortgeführt. Das Mädchen wurde anschließend mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht. Dort erlag es in der Nacht seinen Verletzungen.

Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen, um die genauen Umstände des Unglücks zu klären. Die ersten Maßnahmen erfolgten durch die Polizeiinspektion Freilassing. Der Kriminaldauerdienst der Kriminalpolizeiinspektion Traunstein übernahm noch vor Ort die Ermittlungen. Diese werden unter der Sachleitung der Staatsanwaltschaft Traunstein vom zuständigen Fachkommissariat 1 der Kriminalpolizei Traunstein fortgeführt.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd / Beitragsbild: Symbolfoto Polizeipräsidium Süd)

Radfahrerin beim Abbiegen erfasst

Radfahrerin beim Abbiegen erfasst

Rosenheim – Beim Abbiegen in eine Grundstückseinfahrt kam es am Donnerstag (30.7.2026)) in Rosenheim zu einem Unfall zwischen einem Pkw und einer Radfahrerin. Die 36-Jährige wurde dabei schwer verletzt.

Nach Angaben der Polizeiinspektion Rosenheim war ein 57-jähriger Deutscher aus Rosenheim gegen 8 Uhr mit seinem Pkw auf der Äußeren Münchener Straße in Richtung Kolbermoor unterwegs. Gleichzeitig fuhr eine 36-jährige afghanische Staatsangehörige aus Rosenheim mit ihrem Fahrrad auf dem parallel verlaufenden Gehweg in dieselbe Richtung.
Der Autofahrer wollte laut Polizei nach rechts in eine Grundstückseinfahrt einbiegen. Dabei kam es zum Zusammenstoß mit der Radfahrerin. Die rechte Fahrzeugfront des Pkw erfasste das Vorderrad des Fahrrads.

Die 36-Jährige zog sich schwere Verletzungen zu und wurde mit dem Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht. Der Pkw-Fahrer blieb unverletzt. Ein Sachschaden war nach Angaben der Polizei nicht ersichtlich.
Gegen den 57-Jährigen wurde ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Wasserwachthaus in Pietzing beschmiert

Wasserwachthaus in Pietzing beschmiert

Riedering / Landkreis Rosenheim – Unbekannte haben das Wasserwachthaus am Simssee (Landkreis Rosenheim) am Badeplatz Pietzing beschädigt. Die Polizei sucht nun nach Zeugen.

Nach bisherigen Erkenntnissen ereignete sich die Tat zwischen Mittwoch (29.7.2026), 20 Uhr, und Donnerstag (30. Juli 2026), 8 Uhr. Die bislang unbekannten Täter gelangten über die abgesperrte Terrasse zum Gebäude und beschmierten dort einen Fensterladen.
Die Polizei Rosenheim bittet Personen, die im genannten Zeitraum verdächtige Beobachtungen am Badeplatz Pietzing gemacht haben, sich unter der Telefonnummer 08031/200-2200 zu melden.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann)

Hohe Waldbrandgefahr: Was gilt in Rosenheim beim Grillen?

Hohe Waldbrandgefahr: Was gilt in Rosenheim beim Grillen?

Rosenheim – Die Waldbrandgefahr in der Region bleibt hoch. Nachdem der Landkreis Rosenheim am Donnerstag (30.7.2026) ein Verbot von Daxen- und Brauchtumsfeuern angekündigt hatte, zieht nun auch die Stadt Rosenheim nach. Grund ist die aktuell hohe Waldbrandgefahrenstufe 4 von 5, die laut Waldbrandindexkarte des Deutschen Wetterdienstes derzeit für Rosenheim gilt.

Doch was bedeutet das konkret für den Alltag? Darf man beispielsweise jetzt noch grillen? Diese Frage erreichte Innpuls.me von einem Leser. Wir haben deshalb bei der Stadt Rosenheim nachgefragt.
Die Antwort der Stadt: Ein generelles Grillverbot gibt es aktuell nicht. Grillen wird nicht als offenes Feuer gewertet, da ein Grill als begrenzte beziehungsweise „befriedete“ Feuerstelle gilt. Dennoch ist angesichts der hohen Waldbrandgefahr besondere Vorsicht geboten.

Daxen- und Brauchtumsfeuer bis auf Weiteres verboten

Das von der Stadt Rosenheim ausgesprochene Verbot betrifft Daxen- und Brauchtumsfeuer. Diese dürfen so lange nicht durchgeführt werden, bis die amtliche Gefahrenstufe wieder herabgesetzt wird.
Zusätzlich weist die Stadt darauf hin, dass offene Feuer in Wäldern grundsätzlich nicht erlaubt sind. Bei offenen Feuerstellen in Waldnähe muss ein Sicherheitsabstand von mindestens 100 Metern zum Wald eingehalten werden. Außerdem müssen offene Feuerstätten jederzeit unter Aufsicht stehen. Beim Verlassen der Feuerstelle müssen Feuer und Glut vollständig erloschen sein.

Vorsicht vor Funkenflug und heißen Fahrzeugteilen

Die Stadt Rosenheim bittet außerdem darum, kein Glas in Wäldern oder auf Freiflächen zurückzulassen. Durch den sogenannten Brennglaseffekt können Glasstücke bei entsprechender Sonneneinstrahlung einen Brand auslösen.
Auch die Zufahrtswege zu Wäldern sollen für Einsatzfahrzeuge freigehalten werden. Die Stadt bittet darum, ausschließlich ausgewiesene Parkflächen zu nutzen. Trockene Grasflächen können durch heiße Fahrzeugteile entzündet werden.
Die aktuelle Situation zeigt damit: Auch wenn Grillen nach Auskunft der Stadt Rosenheim derzeit nicht grundsätzlich verboten ist, bleibt ein besonders sorgfältiger Umgang mit Feuer und Glut wichtig.

Wetter könnte für Entspannung sorgen

Die aktuelle Waldbrandgefahr könnte sich mit Blick auf die Wetterprognosen allerdings schnell entspannen. Bereits für die Nacht sind Regenfälle angekündigt. Ob und in welchem Umfang dadurch die Gefahrenlage sinkt, hängt jedoch von der tatsächlichen Niederschlagsmenge ab. Bis die amtliche Gefahrenstufe wieder herabgesetzt wird, gelten die aktuellen Regelungen weiter.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Info: Pressemitteilung Stadt Rosenheim / Beitragsbild: Archiv Innpuls.me)

Innpuls-Tagebuch-Hinter den Schlagzeilen: Wenn plötzlich der Strom weg ist

Innpuls-Tagebuch-Hinter den Schlagzeilen: Wenn plötzlich der Strom weg ist

Rosenheim – Strom sieht man nicht, man hört ihn nicht, man riecht ihn nicht. Er ist einfach da. Immer und überall. Genau deshalb machen wir uns im Alltag kaum Gedanken darüber. Erst wenn plötzlich nichts mehr funktioniert, merken wir, wie viel unseres Lebens daran hängt. Der Stromausfall am Dienstag (28. Juli 2026) in Rosenheim und Teilen des Landkreises war zwar nach kurzer Zeit wieder vorbei. Doch die Minuten ohne Strom haben viele Menschen beschäftigt – auch uns.

Wenn Selbstverständlichkeiten plötzlich wegfallen

Die erste Reaktion ist in so einem Moment wohl bei den meisten Menschen gleich: Man versucht herauszufinden, was passiert ist. Gibt es eine Störung? Betrifft es nur das eigene Haus oder ein größeres Gebiet? Normalerweise ist das heute eine Frage von wenigen Sekunden. Nachrichten erreichen uns im Liveticker, Warnungen erscheinen auf dem Smartphone, Informationen sind jederzeit verfügbar.

Doch plötzlich war genau das nicht mehr selbstverständlich.

Auch wir bei Innpuls.me standen in diesem Moment vor einer ungewohnten Situation. Ausgerechnet wir, die normalerweise darüber informieren, was in Rosenheim passiert, hatten zunächst selbst kaum Möglichkeiten herauszufinden, was eigentlich los war. Strom weg, Internet eingeschränkt – und damit fehlte genau das Werkzeug, das heute für viele Dinge unverzichtbar geworden ist.

Dieses Gefühl, für einen Moment nicht zu wissen, was passiert, ist ungewohnt. Nicht unbedingt, weil sofort Angst entsteht. Aber weil wir es nicht mehr gewohnt sind, ohne schnelle Antworten dazustehen.

Natürlich zeigt sich bei einem Stromausfall sofort, wie abhängig viele Bereiche unseres Alltags von funktionierender Technik sind. Ampeln fallen aus, Fahrstühle bleiben stehen, Festnetzanschlüsse funktionieren nicht mehr und auch das Mobilfunknetz kann durch die vielen gleichzeitigen Anfragen schnell an seine Grenzen kommen. Selbst Warnsysteme, die in solchen Situationen eigentlich helfen sollen, funktionieren nur dann optimal, wenn die notwendigen Informationswege ebenfalls erreichbar sind. Viele Menschen in der Region berichteten, dass Warnmeldungen erst ankamen, als der Strom bereits wieder zurück war.

Bei uns war der Spuk nach rund 20 Minuten vorbei. Andere Bereiche im Landkreis waren länger betroffen. Ein großes Chaos blieb aus. Und vielleicht ist genau das auch wichtig festzuhalten: Ein Stromausfall bedeutet nicht automatisch Ausnahmezustand. Vieles funktionierte weiterhin, Menschen halfen sich und nach kurzer Zeit kehrte der Alltag zurück.

Zwischen Vorsorge und Verunsicherung

Trotzdem hat dieser kurze Vorfall eine Frage aufgeworfen, die uns in den Tagen danach auch von einigen Lesern beschäftigt hat: Was wäre eigentlich, wenn der Strom nicht nach 20 Minuten zurückkommt, sondern deutlich länger ausfällt?
Mit dieser Frage beschäftigt sich auch der Katastrophenschutz. Dabei geht es nicht darum, Panik zu verbreiten. Niemand kann vorhersagen, dass ein solches Szenario eintreten muss. Aber genauso wenig lässt sich ausschließen, dass technische Defekte, Extremwetter oder andere Ereignisse irgendwann einmal zu länger andauernden Ausfällen führen könnten.
Gerade beim Thema Vorsorge ist die richtige Balance wichtig. Einerseits möchte niemand Menschen unnötig verunsichern. Andererseits gehört es auch zu einer guten Vorbereitung, sich mit möglichen Problemen auseinanderzusetzen.

Schon vor einigen Jahren hatte die Stadt Rosenheim mit einem Informationsflyer zum Thema „Blackout – und dann?“ für Diskussionen gesorgt. Damals gab es viel Aufregung um die Frage, ob solche Informationen Angst machen oder sinnvoll sind. Im Kern ging es aber um genau diese Überlegung: Was tun, wenn Selbstverständlichkeiten plötzlich nicht mehr funktionieren?

Was am Ende wirklich zählt

Der Stromausfall am Dienstag hat für mich persönlich aber noch eine andere Erkenntnis gebracht. Denn bei aller Technik, bei aller Vorbereitung und bei allen Notfallplänen gibt es etwas, das mindestens genauso wichtig ist: das Miteinander.

Bei uns standen innerhalb weniger Minuten mehrere Nachbarn vor der Tür. Nicht, weil jemand eine Lösung hatte, sondern einfach aus dem Bedürfnis heraus, zu schauen: Wie ist die Lage bei den anderen? Gemeinsam wurde überlegt, bei wem das Handy noch funktionierte. Diejenigen, die noch Verbindung hatten, riefen andere Menschen an, um herauszufinden, wie es dort aussieht.
Und plötzlich war dieses unsichere Gefühl, das sich in den ersten Minuten eingestellt hatte, verschwunden. Man war nicht mehr allein mit der Situation. Gemeinsam wurde überlegt, gemeinsam wurde gelacht und mit einer guten Portion Humor auf die ungewöhnliche Situation geschaut.

Vielleicht ist genau das die wichtigste Erkenntnis aus diesem kurzen Stromausfall: Ja, unser Alltag hängt heute stark von Technik ab. Aber wenn Technik einmal nicht funktioniert, zeigt sich auch, wie wichtig etwas ganz Einfaches bleibt: Menschen, die füreinander da sind. Denn so selbstverständlich Strom für uns geworden ist – genauso selbstverständlich sollte auch das Miteinander bleiben.

Liebe Grüße aus der Redaktion

Karin

Kleine Fußgängerzone, Rosenheim, 1980er Jahre

Kleine Fußgängerzone, Rosenheim, 1980er Jahre

Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in die 1980er-Jahre. Auf der historischen Aufnahme zu sehen ist die kleine Fußgängerzone in Rosenheim – allerdings zu einer Zeit, als dort noch Autos, Lieferverkehr und Passanten gemeinsam den Straßenraum nutzten.

Das Bild zeigt einen Alltag, den sich viele heute kaum noch vorstellen können: Auf der Münchener Straße zwischen der heutigen König-Otto-Kreuzung und dem Bereich des ehemaligen Kaufhauses Karstadt rollte damals dichter Verkehr durch die Innenstadt. Gleichzeitig waren zahlreiche Menschen unterwegs, um in den Geschäften entlang der Straße einzukaufen.

Die Münchener Straße war schon damals eine der wichtigsten Einkaufsstraßen Rosenheims. Autos, Busse und Fußgänger mussten sich den begrenzten Platz teilen. Entsprechend lebhaft ging es in diesem Bereich der Innenstadt zu.

Der Weg zur Fußgängerzone

In den 1980er-Jahren begann Rosenheim damit, die Innenstadt schrittweise vom Autoverkehr zu entlasten und attraktiver für Fußgänger zu gestalten. Ein erster großer Schritt erfolgte 1984 mit der Umgestaltung zentraler Bereiche wie dem Max-Josefs-Platz.
Einige Jahre später folgte die Münchener Straße: Ab 1989 wurde der Abschnitt zwischen König-Otto-Kreuzung und dem damaligen Karstadt-Bereich zur sogenannten „kleinen Fußgängerzone“ umgebaut. Dafür wurden unter anderem neue Pflasterflächen geschaffen und die Straße neu gestaltet.

Anfang der 1990er-Jahre war die Umwandlung abgeschlossen. Seitdem gehört die Münchener Straße zum Fußgängerbereich der Rosenheimer Innenstadt.

Heute erinnert vor Ort kaum noch etwas daran, dass hier früher dichter Verkehr durch die Stadt rollte. Die historische Aufnahme zeigt damit nicht nur eine Straße, sondern auch den Wandel des Rosenheimer Stadtbildes.
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann / Bildtext: Karin Wunsam)

Risse im historischen Gewölbe: Baupause am ehemaligen Huber-Seiler

Risse im historischen Gewölbe: Baupause am ehemaligen Huber-Seiler

Rosenheim – Die historischen Laubengänge des ehemaligen Huber-Seiler-Gebäudes in der Kaiserstraße beschäftigen aktuell die Stadt. Nachdem an dem erhaltenen Gewölbebereich tiefe Risse entdeckt wurden, ruht die Baustelle derzeit. Ein Passant hatte die Schäden in der Nacht bemerkt und das Technische Hilfswerk verständigt, das zur schnellen Sicherung anrückte.

Abrissarbeiten an Huber-Seiler. Gut zu erkennen die Gurte, mit denen die Gewölbe gestützt werden. Foto: Josefa Staudhammer

Mit Gurten wurden die Gewölbe provisorisch gesichert. Darüber gut zu erkenne die tiefen Risse. Fotos: Josefa Staudhammer

Das ehemalige Geschäftshaus Huber-Seiler wird derzeit zurückgebaut, um Platz für das geplante Wohn- und Geschäftsgebäude „An der alten Seilerei“ zu schaffen. Von dem historischen Gebäude sind inzwischen weitgehend nur noch die denkmalgeschützten Laubengänge beziehungsweise Arkadenbereiche erhalten.
Genau dieser Bereich steht nun im Mittelpunkt der aktuellen Diskussion. Die historischen Gewölbe wurden nach den festgestellten Rissen kurzfristig mit Gurten gesichert und zusätzlich mit Holzbalken abgestützt.

Nächtliche Sicherung durch das THW

Zum aktuellen Stand informierte Oberbürgermeister Abuzar Erdogan in der jüngsten Stadtratssitzung am Mittwoch (29.7.2026. Anlass war eine Anfrage der Grünen-Stadträtin Brigitte Klein-Weigel.
Nach den Worten des Oberbürgermeisters hat ein Passant die Schäden in der Nacht bemerkt und daraufhin das THW verständigt. Die Einsatzkräfte sorgten anschließend für eine erste Sicherung des historischen Gewölbes.

Aktuell ruht die Baustelle. Statiker sollen sich vor Ort ein Bild von der Situation machen und prüfen, wie es mit den Arbeiten weitergehen kann.

„Diese Gewölbe sind ja quasi die DNA der Stadt“

Die historischen Laubengänge gehören zu den prägenden Elementen der Rosenheimer Innenstadt. Sie sind typisch für den Inn-Salzach-Stil, der auch in anderen Städten der Region wie Wasserburg am Inn, Burghausen oder Mühldorf zu finden ist. Brigitte Klein-Weigel betonte in der Stadtratssitzung die besondere Bedeutung der historischen Elemente: „Diese Gewölbe sind ja quasi die DNA der Stadt.“

Das Gebäude in der Kaiserstraße 3 ist als Baudenkmal in der Bayerischen Denkmalliste eingetragen. Besonders hervorgehoben werden dabei die historischen Erdgeschosslauben sowie die Fassadenstruktur. Der Denkmalschutz bedeutet dabei nicht, dass ein Gebäude grundsätzlich nicht verändert werden darf. Entscheidend ist, welche historischen Bestandteile geschützt sind und wie mit ihnen bei Veränderungen umgegangen wird.
Wie es mit den gesicherten Gewölbebereichen nun weitergeht, hängt zunächst von den Untersuchungen der Statiker ab.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Fotomontage Josefa Staudhammer)

Nach fast 39 Grad in der Innenstadt: Rosenheim erwartet kurze Abkühlung

Nach fast 39 Grad in der Innenstadt: Rosenheim erwartet kurze Abkühlung

Rosenheim – Der Donnerstag (30.7.2026) hat vor allem hitzeempfindlichen Menschen zugesetzt: Bei hochsommerlichen Temperaturen wurde es besonders in der Rosenheimer Innenstadt sehr  heiß. Unser Foto von der Wetterstation an der Alten Apotheke am Ludwigsplatz zeigt den Zeiger am Nachmittag knapp vor der 39-Grad-Marke.

In der dicht bebauten Innenstadt können sich die Temperaturen durch versiegelte Flächen und die fehlende Abkühlung zusätzlich erhöhen. Die offiziellen Höchstwerte lagen außerhalb der Innenstadt im Durchschnitt bei etwa 34 bis 36 Grad.
Eher ruhig zeigte sich die Innenstadt am Donnerstagnachmittag. Viele Menschen suchten Schattenplätze oder vermieden die größte Hitze. Besonders gefragt waren die schattigen Plätzchen. 

Hitzewarnung für Bayern – Abkühlung am Samstag in Sicht

Auch für den heutigen Freitag (31..7.2026 hat der Deutsche Wetterdienst erneut eine Hitzewarnung für Bayern herausgegeben. Die Temperaturen bleiben weiterhin hoch.
Eine kurze Erleichterung für alle, denen die Hitze zu schaffen macht, bringt voraussichtlich der morgige Samstag (1.8.2026). Laut aktuellen Wetterprognosen sollen die Temperaturen dann bei maximal rund 29 Grad liegen. Zudem besteht die Möglichkeit von Regen.
Bereits am Sonntag (2.8.2026) soll es aber wieder deutlich wärmer werden. Die aktuellen Wetterberichte erwarten erneut Temperaturen über 30 Grad.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Josefa Staudhammer)