Verstärkung für Wally und Bavaria

Verstärkung für Wally und Bavaria

Hilpoltstein / Berchtesgaden / BayernWally und Bavaria bekommen Verstärkung: Der bayerische Naturschutzverband LBV und der Nationalpark Berchtesgaden werden Anfang Juni erneut zwei in Andalusien geschlüpfte Bartgeier auswildern. Dem gemeinsamen Projekt wurden auch im zweiten Jahr wieder zwei spanische Jungvögel aus dem europäischen Bartgeier-Zuchtnetzwerk der Vulture Conservation Foundation (VCF) zugeteilt.

LBV und Nationalpark können dabei auf viele Erfahrungen der ersten Geiersaison zurückgreifen, um auch den nächsten Vögeln einen optimalen Start in ihren zukünftigen Lebensraum in den Ostalpen zu ermöglichen. „Nachdem wir 2021 über 100 Jahre nach ihrer Ausrottung erstmals wieder Bartgeier in Deutschland ausgewildert haben, wird unser spektakuläres Artenschutzprojekt auch dieses Jahr durch zwei weitere spanische Jungvögel fortgesetzt“, freut sich LBV-Projektleiter und Bartgeierexperte Toni Wegscheider.

Die zwei jungen Bartgeier
kommen aus Spanien.

Die beiden ersten in Deutschland ausgewilderten Bartgeier bekommen dabei Familienverstärkung. „Wir freuen uns darüber, dass uns nach Wally und Bavaria nun erneut zwei jungen Bartgeier aus dem spanischen Zuchtzentrum Guadelentín in Andalusien zugewiesen wurden“, so Nationalparkdirektor Dr. Roland Baier. Es ist die bedeutendste Zuchtstation des Zuchtprogramms EEP in ganz Europa und dieses Jahr sind dort sieben Bartgeierküken erfolgreich geschlüpft. „Genauso gut hätten unsere Jungvögel dieses Jahr natürlich auch aus einem der 40 anderen europäischen Zoos und Zuchtzentren für Bartgeier wie etwa Wien, dem Schweizerischen Goldau oder dem Tiergarten Nürnberg stammen können“, ergänzt Roland Baier.
Das Geschlecht der beiden Bartgeierküken ist derzeit noch unbekannt und wird erst in einigen Wochen nach einer Genprobe feststehen, da es bei dieser Vogelart keine äußerlichen Merkmale gibt, durch die Männchen und Weibchen zweifelsfrei unterschieden werden können. Einige Details zur Verwandtschaft von Wally und Bavaria sind Dank der Zuchtpaare jedoch bereits jetzt bekannt: „Wir werden den kleinen Bruder oder die kleine Schwester von Wally, sowie einen Cousin oder eine Cousine von Bavaria erhalten. Auf die künftige Paarbildung und damit die Genetik der Tiere wird dies keinen negativen Einfluss haben, da sich die künftigen Paare aus Bartgeiern des gesamten Alpenraums zusammenfinden werden“, berichtet LBV-Experte Toni Wegscheider.

Noch haben die Bartgeier-Küken
noch keine Namen

Noch heißen die beiden jungen Bartgeier lediglich nach ihren Zuchtnummern „BG1145“ und „BG1147“. „BG1145“ ist am 6. März geschlüpft und „BG1147“ ist das Küken der Bartgeiereltern Elías und Viola und hat am 9. März ebenfalls auf 1.300 Meter Höhe in Andalusien das Licht der Welt erblickt. Über das diesjährige Verfahren der Namensvergabe und eine mögliche Beteiligung der Öffentlichkeit werden LBV und Nationalpark in den kommenden Wochen informieren.

Tiergarten Nürnberg ist
erneut wichtiger Projektpartner

Auch der Tiergarten Nürnberg bleibt trotz des dort erneut ausbleibenden Bruterfolgs weiterhin ein wichtiger Projektpartner bei der Rückkehr des Bartgeiers nach Deutschland. „Wir freuen uns sehr darüber, dass wir erneut zwei junge spanische Bartgeier Anfang Juni für ein paar Tage in unserer Quarantäne aufnehmen und versorgen können, bevor sie zur Auswilderung in den Nationalpark Berchtesgaden gebracht werden“, berichtet Jörg Beckmann, stellvertretender Direktor und Biologischer Leiter des Tiergartens Nürnberg.

Mögliche Begegnungen
mit Wally und Bavaria

Dass Wally und Bavaria bei einer möglichen Begegnung mit ihren Verwandten im Luftraum über dem Nationalpark diesen Sommer entspannt reagieren werden, ist aus langjährigen Verhaltensstudien bekannt. „Man könnte fast annehmen, dass besonders Bavaria sich auf ein bevorstehendes Familientreffen freut, immerhin ist sie genau jetzt zum ersten Mal seit Monaten wieder von ihren Erkundungsflügen in die Steiermark zurück an die Nationalparkgrenze gekommen, ganz in die Nähe der dort weitgehend sesshaften Wally“, schmunzelt LBV-Experte Toni Wegscheider. Die Flugrouten der beiden Bartgeier können im Internet jederzeit mitverfolgt werden.
In wenigen Monaten werden also zwei weitere Bartgeier den geringen Bestand dieser seltenen und faszinierenden Vogelart in den Ostalpen stützen. Im gemeinsamen Projekt von LBV und Nationalpark Berchtesgaden sollen bis etwa 2030 jährlich zwei bis drei Küken ausgewildert werden. „Dass wir bereits ein erfolgreiches erstes Projektjahr hinter uns haben und weiterhin auf die Erfahrungen von Experten aus der Schweiz und aus Österreich zurückgreifen können, schafft bei allen Beteiligten eine ebenso große Vorfreude wie bei der Premiere 2021“, so Nationalpark-Projektleiter Ulrich Brendel.
(Quelle: Gemeinsame Pressemitteilung von LBV und Nationalpark Berchtesgaden / Beitragsbild: Copyright: Franziska Lörcher, VCF/ Guadalentin, Junta de Andalucia)

Offener Brief zum Entlastungspaket

Offener Brief zum Entlastungspaket

Bayern / Baden-Württemberg / Deutschland – Durch das auf den Weg gebrachte Entlastungspaket sollen die Energiepreise sinken. Der Bund der Selbständigen Bayern (BDS Bayern) nimmt dazu nun gemeinsam mit den Bund der Selbständigen Baden-Württemberg in einem offenen Brief an Bundesfinanzminister Christian Lindner Stellung und fordert dabei eine Entlastung, die auch bei den Unternehmen ankommt.

„Wir haben genauer hingeschaut und stellen fest, dass die Unternehmen die staatlichen aufgaben umsetzen müssen und den bürokratischen Aufwand zu tragen haben“, heißt es in dem Schreiben, dass von Gabriele Sehorz, Präsidentin des BDS Bayern und Bettina Schmauder und Janz Dietz vom BDS Baden-Württemberg unterzeichnet wurde.  Der Bund der Selbständigen Baden-Württemberg und der Bund der Selbständigen Bayern vertritt gemeinsam über 25.000 Unternehmer und Unternehmerinnen des Mittelstandes.
Den Unternehmen seien schon bei den Corona-Verordnungen wie die 3G-Regelungen am Arbeitsplatz staatliche Aufgaben übertragen worden ohne die Berücksichtigung auf die schon bestehende Belastungen durch Corona.
Die Energiepreispauschale in Höhe von 300 Euro soll für alle einkommenssteuerpflichtigen Erwerbstätigen über die Lohnabrechnung ausgezahlt werden. „Sie unterliegt somit der Einkommenssteuer, wodurch ein Teil des Geldes wieder an den Staat zurückfließt.“ Unklar sei in diesem Zusammenhang, wie die Arbeitgeberanteile an den Sozialversicherungsbeiträgen abgerechnet werden bzw. wer diese übernehme. Darüber hinaus sei auch noch nicht geklärt, wie die Umsetzung überhaupt erfolgen soll und die Arbeitgeber das Geld erhalten werden.
„Die kleinen und mittelständischen Betreibe werden vor immer größere bürokratische Herausforderungen gestellt“, heißt es in dem Brief an Christan Lindner.

Von 300 Euro Energiepreispauschale
bleiben am Ende nur zwischen 150 und 200 Euro

Die Frage an ihm: „Warum unterliegt die Energiepreispauschale der Einkommenssteuer bzw. den Sozialversicherungsausgaben?“. Für den Arbeitnehmer würden so von den angepriesenen 300 Euro lediglich ein Nettobetrag zwischen 150 und 200 Euro bleiben.
Nicht verstehen kann der BDS auch, warum die Energiepreispauschale nicht direkt über das Finanzamt ausgezahlt wird. So hätten die Unternehmen den bürokratischen Aufwand zu tragen und gerade diese bedürften der gezielten Entlastung. Die beschlossene Senkung der Kraftstoffsteuer mit einer Begrenzung von 3 Monaten sei für die Unternehmen ein Tropfen auf den heißen Stein. Zumal gerade Fahrzeuge von Unternehmen in der Regel mit Diesel betreiben werden – aktuell der teuerste Treibstoff. „Warum dieser nun geringer entschädigt werden soll als Benzin ist nicht schlüssig. Es wird wieder einmal ‚Politik auf den Rücken der Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber gemacht“.
Hier die Forderungen des BDS an Christian Lindner: 
– Eine Entlastung, die auch bei unseren Unternehmen ankommt wie:
–  die Ausweitung des KuG aufgrund der Ukrainekrise
– die Senkung der Kraftstoffsteuer für einen längeren Zeitraum und auf alle Kraftstoffarten in derselben Höhe
–  die Ausweitung der Energiepreissenkung auf fossile Energieträger
–  Förderprogramme und Zuschüsse für Energiekosten von Unternehmen
– Eine kurzfristige Entlastung und ein langfristiges Umdenken bezüglich der Energieversorgung, die die Energiepreise auf ein europäisches Maximalniveau absenken.
– Eine gezielte Entlastung von kleinen und mittelständischen Unternehmen, die mit den hohen Energie- und Benzinkosten zu kämpfen haben
– Eine schnelle Klärung der offenen Fragen zur Energiepreispauschale und der Auszahlung über die Arbeitgeber
– Staatliche Aufgaben dürfen nicht weiter auf die Unternehmen abgewälzt werden.
– Eine echte Entlastung für Selbständige:
(Quelle: Pressemitteilung BDS Baden-Württemberg und BDS Bayern / Beitragsbild: Symbolfoto: re)

Wer ist heute der Palmesel?

Wer ist heute der Palmesel?

Rosenheim / Bayern Heute ist Palmsonntag. Für Christen beginnt damit die Karwoche und somit die Vorbereitung auf Ostern. Zum Palmsonntag gehören auch die Palmesel – tierischer und menschlicher Art.

Manchmal kann Brauchtum auch nerven: Wer am Palmsonntag als letzter in in der Familie aufsteht, wird als „Palmesel“ betitelt und damit den ganzen Tag lang geärgert. Früher war dieser Brauch weit verbreitet und ging mancherorts sogar so seit, dass der Langschläfer in einem Schubkarren durch das Dorf gefahren und vorgeführt wurde. Mittlerweile gerät dieser Brauch aber mehr und mehr in Vergessenheit.
Dagegen zumindest noch auf dem Land verbreitet sind die Prozessionen mit denen eine Christusfigur auf einen lebendigen und hölzernen Esel mitgeführt wird – als Symbol für den Einzug Christi in Jerusalem.
Geweiht werden an diesem Tag auch die Palmbuschen. Die ein Jahr lang vor allerlei Unheil schützen sollen und im nächsten Jahr dann im Osterfeuer verbrannt werden (wir berichteten).
(Quelle: Beitragsbild: Julia Dinner)

Guten Morgen

Guten Morgen

Heute ist der 10. April

Namenstag haben: Ezechiel, Gernot, Gerold, Hulda, Magdalene

3 bekannte Geburtstagskinder:

–  Joseph Pulitzer (1847 – war ein ungarisch-US-amerikanischer Journalist und Zeitungsverleger. Er führte die noch heute gebräuchlichen Zeitungsrubriken ein und stiftete mit seinem Nachlass den „Pulitzer-Preis“.)

Frances Perkins (1882 – war eine US-amerikanische Politikerin, die als Arbeitsministerin das erste weibliche Mitglied eines US-Kabinetts war und mit dem „Social Security Act“ das amerikanische Rentensystem auf den Weg brachte, Mindestlöhne einführte sowie Gesetze gegen Kinderarbeit erließ.)

–  Consuelo de Saint-Exupèry (1901 – war eine salvadorianisch-französische Künstlerin, Autorin, Muse und dritte Ehefrau von Antoine de Saint-Exupèry. In seiner berühmten Märchenerzählung „Der kleine Prinz“ ist sie in der Geschichte als zentrale Rose verewigt.)
(Quelle: geboren.am)

3 Ereignisse der Geschichte:

  • 1991: Im thüringischen Eisenach läuft der letzte Wartburg vom Band. 
  • 1922: Der rumänische Physiologe Nicolae Paulescu erhält vom rumänischen Ministerium für Industrie und Handel das Patent für die Gewinnung von Insulin. Ein Durchbruch in der Geschichte der Diabetologie. 
  • 1788: Der deutsch-britische Astronom Wilhelm Herschel entdeckt die rund 300 Millionen Lichtjahre entfernt gelegene Galaxie NGC 3808 im Sternbild Löwe sowie die Galaxie NGC 4725 im Sternbild Coma. 
    (Quelle: wikipedia.org / Beitragsbild: re)
Wertstoffinsel abgebaut

Wertstoffinsel abgebaut

Rosenheim – Aufgrund von Bauarbeiten wurde die Wertstoffinsel an der Kufsteiner Straße am ehemaligen Real-Markt in Rosenheim abgebaut. Das Umwelt- und Grünflächenamt der Stadt Rosenheim bittet, auf umliegende Wertstoffinseln wie zum Beispiel in der Naabstraße, der Traberhofstraße oder Am Ganslbach zur Entsorgung von Wertstoffen auszuweichen.

Alle Wertstoffinseln der Stadt Rosenheim sind in der Interaktiven Karte der städtischen Homepage zu finden: 

Spenden in der Ukraine angekommen

Spenden in der Ukraine angekommen

RosenheimDie Spendensammelaktion des Stadtjugendrings Rosenheim ist in der Ukraine, in Kiew, angekommen und an Hilfsbedürftige verteilt worden. Der Stadtjugendring hatte im März zu einer Sammelaktion aufgerufen. Innerhalb von wenigen Tagen waren unzählige Hilfsgüter von Privatpersonen und Großspendern zur Sammelstelle gebracht worden.

„Wir danken allen Spenderinnen und Spendern sehr herzlich. Wir haben diese Aktion spontan ins Leben gerufen und wir waren überwältigt von der Hilfsbereitschaft der Menschen in Rosenheim. Ich freue mich sehr, dass es gelungen ist, die Hilfsgüter direkt nach Kiew zu bringen“, so Johannes Merkl, Geschäftsführer des Stadtjugendrings.
Insgesamt waren 40 Tonnen an Hilfsgütern zusammengekommen. Diese wurden zunächst nach Michalovce an die ukrainische Grenze gebracht und dort verladen. Transporter aus der Ukraine haben die Spenden dann direkt in die ukrainische Hauptstadt gebracht.

Stadtjugendring Rosenheim organisiert
die Ehrenamtskoordination

Der Stadtjugendring organisiert derzeit im Auftrag der Stadt Rosenheim die Ehrenamtskoordination für HelferInnen. Unter der Telefonnummer 08031 – 941 38 33 oder der Mailadresse rosenheimhilft@stadtjugendring.de werden Anfragen und Angebote entgegengenommen. Wer zum Beispiel privat Menschen aus der Ukraine aufgenommen hat und personelle Unterstützung braucht oder Sachspenden, kann sich hier melden. Ebenso können Rosenheimer hier ehrenamtliche Unterstützung anbieten. Die Hotline ist von Montag bis Freitag von 9 Uhr bis 13 Uhr besetzt.
(Quelle: Pressemitteilung Stadtjugendring Rosenheim / Beitragsbild: Stadtjugendring Rosenheim)

Es wird wieder voll auf den Autobahnen

Es wird wieder voll auf den Autobahnen

Rosenheim / München / Bayern – Es wird wieder voll auf den Autobahnen rund um München. Neben Bayern starten an diesem Wochenende auch Berlin, Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt und Thüringen in die Osterferien – es sind die ersten Ferien seit zwei Jahren ohne große Corona-Beschränkungen! Besonders eng dürfte es am Gründonnerstag werden, meldet der ADAC.

Besonders begehrt als Reiseziele seien heuer Österreich und Italien. Aber auch in die oberbayerischen Naherholungsgebiete seit zeitweise mit viel Verkehr zu rechnen.
Ein Blick in die ADAC Stau-Statistik: An Ostern zählt der Club jeweils zum Auftakt ins lange Wochenende die meisten Staus. An zweiter Stelle steht der Karfreitag. Etwas ruhiger dürfte es am Ostersamstag und Ostersonntag zugehen. Am Ostermontag setzt dann bereits die erste Rückreisewelle ein.

Das sind die größten südbayerischen Stau-Strecken:
– A1 Ulm – Füssen/Reutte
– A8 München – Salzburg
-A9 Nürnberg – München
-A93 Inntaldreieck – Kufstein
-A 95 /B2 München – Garmisch-Partenkirchen
-A 99 Ostumfahrung München
(Quelle: Pressemitteilung ADAC / Beitragsbild: Symbolfoto: re)

 

Rosenheim, Innenstadt, 1899

Rosenheim, Innenstadt, 1899

Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in das Jahr 1899. Auf der historischen Aufnahme zu sehen ist die Innenstadt von Rosenheim. 
Der hohe Bau weit hinten ist das heutige Ignaz-Günther-Gymnasium. Im Vordergrund mit hohem Schornstein die Saline. Auf der rechten Seite ganz hinten der Friedhof. Und beim genauen Hinsehen erkennt man noch vor dem Ignaz-Günther-Gymnasium die Gaststätte „Flötzinger Löchl“. 
Vielleicht entdeckt Ihr ja noch mehr. Gerne mit uns teilen.
(Quelle: Archiv: Herbert Borrmann)

Dicken Brummer entdeckt?

Dicken Brummer entdeckt?

Rosenheim / Bayern Ihr möchtet lernen, die Hummeln in Euerem Garten besser zu unterscheiden? Kein Problem: Der BUND Naturschutz (BN) ruft auch in diesem Jahr wieder zur Mitmachaktion „Hummelhotline“ auf. Das Mitmachprojekt des BUND Naturschutz und des Instituts für Biodiversitätsinformation e.V. (IfBI) läuft noch bis Ostermontag.

Mitmachen bei der BN-Hummelhotline ist ganz einfach: Über WhatsApp können Fotos von Hummeln mit Postleitzahl und Funddatum an die 0151- 18460163 geschickt werden. Das Expertenteam des IfBI bestimmt umgehen die jeweilige Hummelart und sendet eine Antwort zurück. „Ziel des Projektes ist es, mehr über die verschiedenen Hummelarten in Bayern zu erfahren und die Menschen für die Natur vor der Haustür zu begeistern“, so Ursula Fees, Geschäftsführerin der Kreisgruppe Rosenheim.

Hummeln gehören zu
den Wildbienen

Hummeln gehören zu den Wildbienen. Insgesamt gibt es in Deutschland 41 verschiedene Hummelarten, aber nur sieben können wir häufig in unseren Gärten beobachten. Trotz kühler Temperaturen sind bereits einige Hummeln eifrig an den Blüten unterwegs – der perfekte Zeitpunkt, um die Leitung der Hummelhotline wieder zu öffnen.  Aber bitte nur maximal drei Fotos pro Nachricht schicken.
Letztes Jahr beteiligten sich 1.800 Menschen und schickten rund 5.500 Fotos
zur Artbestimmung. Insgesamt wurden 2.500 fleißige Hummeln abgelichtet
und durch das Hummel-Expertenteam am Standort Ebern bestimmt.
Auf Platz eins der am häufigsten gemeldeten Hummelarten landete mit großem Abstand die Erdhummel, danach folgten Ackerhummel (Platz 2) und Steinhummel (Platz3). Die Wiesenhummel musste sich mit Platz 4 zufriedengeben und auf Platz 5 landete die Baumhummel.
Über 140 Hummeln konnten leider nicht bestimmt werden. „Das kann an der Qualität der Fotos liegen oder auch daran, dass einige Hummelarten sich äußerlich sehr ähneln. Besonders schwierig ist die Bestimmung der sogenannten Kuckuckshummelarten, die häufig mit den Wirtsarten verwechselt werden“, so Ursula Fees. Neben den Hummelbildern wurden den Experten im letzten Jahr auch Fotos von anderen Wildbienenarten oder besonders flauschigen Fliegen zugeschickt, wie etwa von der gehörten Mauerbiene oder von Wollschwebern. „Verwechslungen sind nicht schlimm! Dafür gibt es dieses Projekt. Nur wer sich mit den verschiedenen Arten beschäftigt, verbessert sein Wissen“, begründet Ursula Fees.
(Quelle Bund Naturschutz-Kreisgruppe Rosenheim)

IHK empfiehlt Unternehmen Absicherung

IHK empfiehlt Unternehmen Absicherung

München / Bayern – Angesichts anhaltender Unsicherheiten auf den Energie- und
Rohstoffmärkten empfiehlt die IHK für München und Oberbayern den Unternehmen, sich in Verträgen mit entsprechenden Klauseln vor den Risiken bei steigenden Kosten sowie Lieferproblemen abzusichern.

„Grundsätzlich sind Betriebe an ihr Vertragsangebot gebunden, mit der Folge, dass sie nur den angebotenen Preis an ihre Auftraggeber berechnen können. Das Risiko einer Preissteigerung tragen sie alleine“, erklärt der stellvertretende IHK-Hauptgeschäftsführer Peter Kammerer. „Wenn Energie- und Rohstoffe aber explodieren, können zahlreiche Unternehmen diese immensen Kosten nicht schultern und ihnen droht der finanzielle Ruin mit einem Dominoeffekt für die gesamte Wirtschaft.“

Risiko mittels Vertragsklauseln
deutlich begrenzen.

Dieses Risiko können Unternehmen mithilfe von entsprechenden Vertragsklauseln begrenzen. Folgende Optionen empfiehlt die IHK vor Vertragsabschluss: Preisgleitklausel, Change Order-Klausel, Angebote mit Bindefrist sowie Force Majeure-Regelung. Laufen bereits geschlossene Verträge, weist die IHK daraufhin, dass diese grundsätzlich bindend sind. Nachträglich kann ein Unternehmen daher keine Preisanpassungen verlangen oder wegen gestiegener Materialpreise den Vertrag kündigen. Gleichwohl muss der Unternehmer nicht jede Preissteigerung allein tragen. Preisverhandlungen sind möglich und beiden Seiten auch zu empfehlen, wenn sich die Umstände überraschend und dramatisch ändern. Hierauf besteht jedoch kein
Rechtsanspruch.
„Zudem setzen wir uns als IHK gegenüber Bund und Staatsregierung für Lösungen ein, dass im Fall sehr großer Preissteigerungen auch die Verträge zwischen Unternehmen und öffentlichen Auftragsgebern neu verhandelt werden können. Das ist bislang in der Breite sowie bei der großen Mehrheit der Vergaben nicht möglich“, sagt Kammerer. Weitere Informationen und Details zu den rechtlichen Voraussetzungen sowie Hinweise zu Vertragsformulierungen finden sich auf der Homepage der IHK.
(Quelle: Pressemitteilung der IHK / Beitragsbild: Symbolfoto: re)

ARRI unterstützt Menschen aus der Ukraine

ARRI unterstützt Menschen aus der Ukraine

München ARRI unterstützt Menschen aus der Ukraine mit finanzieller und persönlicher Hilfe:  Mit der Firmenzentrale in München und zahlreichen Niederlassungen in Europa liegt der Krieg in der Ukraine für das weltweit tätige Filmtechnikunternehmen  direkt vor der Haustür. „Wir bei ARRI verurteilen jegliche kriegerische Aktivitäten und fühlen uns verpflichtet, den Menschen in der Ukraine sowohl finanziell als auch praktisch zu helfen“, betont Dr. Matthias Erb, Vorstandsvorsitzender von ARRI.

Als Sofortmaßnahme spendete ARRI 50.000 Euro an die Aktion „Solidarität Ukraine“ der Stadt München. Dieses Spendenkonto wurde ausschließlich für humanitäre Zwecke eingerichtet. Die ukrainische Hauptstadt Kiew zählt seit 1986 zu den Partnerstädten Münchens. Die Spende von ARRI hilft bei der Finanzierung von Krankenwagen, mit denen Kriegsopfer in Kiew versorgt werden. Die Fahrzeuge werden momentan mit Medikamenten und medizinischen Geräten ausgestattet.
Anlässlich der Spende besuchte Verena Dietl, Dritte Bürgermeisterin der Landeshauptstadt München, die Zentrale von ARRI in der Parkstadt Schwabing. Bei diesem Treffen überreichten die Vorstände Dr. Matthias Erb und Dr. Michael Neuhäuser einen symbolischen Spendenscheck über 50.000 Euro. „Die großzügige Spende des Münchner Traditionsunternehmens ARRI wird bereits sinnvoll verwendet. Die Landeshauptstadt München bedankt sich im Namen der Menschen in der Ukraine“, erklärt Verena Dietl.

Neben finanzieller Unterstützung
leistet ARRI freiwillige Arbeit

Um die Folgen der Ukraine-Krise zu lindern, leistet ARRI neben finanzieller Unterstützung freiwillige Arbeit. Um die internen Aktivitäten besser zu organisieren, gründete der ARRI-Vorstand eine Ukraine-Task-Force. Diese interdisziplinäre und interkulturelle Gruppe von in Deutschland ansässigen Kolleginnen und Kollegen – darunter auch Bürgerinnen und Bürger der Ukraine und der Russischen Föderation – trifft sich regelmäßig, um die Situation zu bewerten und Maßnahmen festzulegen, mit denen ARRI humanitäre Hilfe leisten kann. Dazu ARRI-Vorstand Dr. Michael Neuhäuser: „Unsere Kolleginnen und Kollegen wollen bei dieser humanitären Krise helfen. Deshalb riefen wir sofort die ARRI-Ukraine-Task-Force ins Leben, um herauszufinden, welche Hilfe wirklich benötigt wird und um die Maßnahmen unseres Unternehmens zu organisieren. Zusammen können wir etwas bewirken und als Team ein Zeichen setzen, dass ARRI bei Gewalt und Leid nicht tatenlos zusieht.“
Die ARRI-Ukraine-Task-Force steht in Kontakt mit Münchner Hilfsorganisationen. Außerdem arbeitet die Gruppe an weiteren Unterstützungsmaßnahmen seitens ARRI. Dazu gehört der ARRI Charity Day, bei dem das Unternehmen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter während ihrer Arbeitszeit freistellt, um lokale Organisationen oder auch Schulen zu unterstützen, die sich für Flüchtende aus der Ukraine einsetzen. Darüber hinaus engagieren sich viele Kolleginnen und Kollegen von ARRI ehrenamtlich, um nach Deutschland Geflüchteten praktisch und zeitnah zu helfen – von der Hilfe als Übersetzer an deutschen Bahnhöfen über die Unterstützung lokaler Organisationen mit Personal und Ausrüstung bis hin zur Unterbringung von Geflüchteten in ihren Wohnungen. „Wir erwarten, dass die Krise in der Ukraine eher ein Marathon als ein Sprint wird“, erläutert Kostyantyn Bobrovskyy von ARRIs Ukraine-Task-Force. „Aber wir bei ARRI haben einen langen Atem. Wir werden so lange helfen, wie es nötig ist.“
(Quelle: Pressemitteilung ARRI / Beitragsbild: Copyright ARRI – zeigt: Verena Dietl, Münchens Dritte Bürgermeisterin, erhält von den ARRI-Vorständen Dr. Matthias Erb (l.) und Dr. Michael Neuhäuser einen symbolischen Scheck über die Spende von 50.000 Euro)

Kiesbrüter im Anflug

Kiesbrüter im Anflug

Hilpoltstein / Bayern – In den Osterferien zieht es wieder viele Menschen in den Süden Bayerns, um die Natur zu erleben. Besonders an den bayerischen Flüssen und Seen im Voralpenland steigt so allerdings der Besucherdruck. Das führt zu Störungen von gefährdete Vogelarten wie Flussuferläufer und Flussregenpfeifer, die auf den Kiesbänken und Inseln mit ihrer Brut beginnen. „Für bedrohte Kiesbrüter stellen zu viele Bootsfahrer, Badegäste und Freizeitsuchende aber auch Spaziergänger mit Hunden ständige Störungen dar, die den Bruterfolg drastisch gefährden“, sagt LBV-Alpenreferent Michael Schödl. 

Flussuferläufer und Flussregenpfeifer kehren aus ihren Winterquartieren in Afrika zurück und suchen nun nach Brutplätzen an Flussufern mit Kiesbänken. Doch intakte, unverbaute Flussabschnitte, an denen Kiesbrüter ihre Jungen ungestört erbrüten und großziehen können, werden immer seltener. „Siedlungsentwicklung, Landgewinnung und Energienutzung haben die bayerischen Flüsse in den letzten 150 Jahren stark verändert. So ist der Flussuferläufer in Bayern mittlerweile vom Aussterben bedroht. Er ist deswegen eine vorrangige Art für ein Artenhilfsprogramm in Bayern“, sagt Michael Schödl. Der Flussregenpfeifer erreicht in der alpinen Region ebenfalls den Status „vom Aussterben bedroht“.

Erhöhter Freizeitdruck
gefährdet seltene Kiesbrüter

Der erhöhte Freizeitdruck auf die Natur ist eine weitere Gefährdung für die seltenen Kiesbrüter. Doch jede und jeder Einzelne kann die Schönheit der Flüsse erleben, ohne die Vögel zu stören. „Es sollte selbstverständlich sein, auf den ausgezeichneten Wegen zu bleiben, Beschilderungen und Infotafeln zu beachten und Sperrungen von sensiblen Flächen zu beherzigen. Denn je besser das Miteinander von Mensch und Natur durch Verständnis und Rücksichtnahme von allein funktioniert, desto weniger Sperrungen braucht es“, so der LBV-Alpenreferent.
Freilaufende Hunde stellen eine weitere Gefahr für Vögel an Flüssen, aber auch auf Wiesen und Feldern dar. Die Störung durch den Vierbeiner kann sogar zur Aufgabe der Brut führen. „Auch wenn es in Bayern keine generelle Leinenpflicht gibt, sollten Hunde in der Nähe von Brutgebieten an der Leine geführt werden. So dürfen landwirtschaftlich genutzte Flächen und Niedermoore zwischen April und Oktober nicht betreten werden“, sagt Michael Schödl. Hunde anleinen, auf den ausgewiesenen Wegen bleiben und sich ruhig verhalten: mit diesen einfachen Regeln kann man Flussuferläufer und Co. eine ungestörte Brut ermöglichen, ohne selbst auf Erholung und Naturerlebnis verzichten zu müssen. „Wir stellen auch fest, dass es in vielen Gebieten schon deutlich besser geworden ist. Etwas mehr als die Hälfte der Hunde sind an der Leine und die Hundekot-Mülleimer stehen an vielen Orten“, berichtet Schödl.

Bestand der Flussuferläufer
in Bayern weiter im Sinkflug

Der Bestand des Flussuferläufers in Bayern betrug 2021 knapp 100 Brutpaare, ein Rückgang von einem Drittel im Vergleich zur letzten Kompletterfassung im Jahr 2012. Höchstens 70 Paare des Flussregenpfeifers brüten noch in aktiv durch Flussdynamik umgelagerten Abschnitten. Dort wird Flussmaterial verlagert, so dass immer wieder neue Besiedelungsflächen für viele Tier- und Pflanzenarten entstehen. Geeignete Schutzmaßnahmen sollen die Brutplätze beider Arten sichern und die Erholungsnutzung so regeln, dass die Vögel eine Chance auf Bruterfolg haben. Ein Artenhilfsprogramm in Zusammenarbeit von Landesamt für Umwelt/ Vogelschutzwarte Garmisch-Partenkirchen (LfU) und LBV soll dies leisten.
(Quelle: Pressemitteilung LBV Bayern / Beitragsbild: Symbolfoto: re – zeigt Flussregenpfeifer)

Hier noch ein Video zum Leben des Flussregenpfeifer: 

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