Corona-Hilfen: So viel Geld floss in Region Rosenheim

Corona-Hilfen: So viel Geld floss in Region Rosenheim

München / RosenheimSeit Juli 2020 haben von der Corona-Krise betroffene
Selbstständige, Betriebe und Einrichtungen in Stadt und Landkreis Rosenheim staatliche Zuschüsse in Höhe von mehr als 200 Millionen Euro erhalten.  Das geht aus einem aktuellen Bericht der IHK München und Oberbayern hervor. Im Freistaat ist sie im Auftrag der Bayerischen Staatsregierung für die Abwicklung der Wirtschaftshilfen zuständig:

Die Summe umfasst zwölf Hilfsprogramme, darunter die Überbrückungshilfen I bis IV, Neustarthilfen sowie die November-, und Dezemberhilfe. Für Betriebe in der Stadt Rosenheim kommt noch die bayerische Oktoberhilfe hinzu. Das Fördervolumen in der Stadt Rosenheim liegt derzeit bei rund 64 Millionen Euro und im Landkreis bei fast 160 Millionen Euro.

Mehr als 2400 Anträge gingen
aus der Stadt Rosenheim ein

Aus der Stadt Rosenheim gingen bislang mehr als 2.400 Anträge ein. 40 Prozent der
bewilligten Gelder flossen an Antragsteller aus dem Gastgewerbe, das auch die meisten
Anträge gestellt hatte. Mit einem Anteil von 21 Prozent am Fördervolumen folgen der
Handel und der Bereich Kunst, Unterhaltung und Erholung, zu dem unter anderem Kinos,
Museen, Theater, Konzertveranstalter, Freizeitparks und Fitnessstudios gehören, mit rund 16 Prozent.

Rund 8300 Anträge auf Corona-Hilfe gingen
aus dem Landkreis Rosenheim ein

Aus dem Landkreis gingen bislang rund 8.300 Anträge ein. Rund 46 Prozent der
ausgezahlten Gelder flossen an Antragsteller aus dem heimischen Gastgewerbe, das
auch die meisten Anträge gestellt hatte. Mit einem Anteil von 16 Prozent folgen der Handel und mit elf Prozent der Bereich Kunst, Unterhaltung und Erholung.
„Die wuchtige Summe an ausgezahlten Zuschüssen zeigt, wie stark die Wirtschaft in Stadt und Landkreis in den vergangenen zwei Jahren Corona-Pandemie unter anderem unter den monatelangen Lockdowns und den Einschränkungen gelitten hat“, erklärt Andreas Bensegger, Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses Rosenheim. „Die
Hilfsprogramme waren wirksam und haben eine breite Insolvenzwelle in der Region
verhindert. Jetzt muss die Politik alles daransetzen, die Wirtschaft auf dem Weg zur
Normalisierung und bei der Bewältigung der kommenden Herausforderungen vor allem
im Bereich Energie- und Rohstoffversorgung zu unterstützen.“

Alle Informationen zu den Corona-Hilfsprogrammen und zur Antragstellung finden sich unter www.ihk-muenchen.de/corona.
(Quelle: Pressemitteilung IHK München und Oberbayern / Beitragsbild: Symbolfoto: re)

Taufschale gestohlen

Taufschale gestohlen

Kreuth / Landkreis Miesbach – In der evangelischen Emmaus-Kirche in Kreuth wurde die Messing-Taufschale gestohlen. Pfarrer Dr. Martin Weber stellte Strafanzeige. Die Polizei bittet um Hinweise aus der Bevölkerung

Die Tat muss sich nach den Angaben der Polizei bereits zwischen dem 22. und dem 24. April ereignet haben. Die Kirche ist tagsüber unversperrt und für Jedermann zum Gebet zugänglich. Eine Neuanschaffung der Taufschale dürfte mindestens 1000 Euro kosten.
Da sakrale Gegenstände durch das Gesetz besonders geschützt sind, ermittelt die Polizei Bad Wiessee nun wegen besonders schweren Fall des Diebstahls und bittet die Bevölkerung um Mithilfe.
Wer hat im fraglichen Zeitraum eine Person mit einer Messingschafe beobachtet?
Wem wurde eine solche Schale zum Kauf angeboten? 
Mitteilungen bitte an die Polizei Bad Wiessee unter Telefon 08022 / 9878-0.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Bad Wiessee / Beitragsbild: Symbolfoto: re)

Wissenswertes zur Natur in Rosenheim

Wissenswertes zur Natur in Rosenheim

Rosenheim – Wer die Natur am Gardasee besser kennt als die in der Stadt Rosenheim, für den ist diese Veranstaltung ein guter Tipp: Stadtökologischer Themenwerg. Dabei geht es am 14. Mai, von 10 bis 12 Uhr auf Entdeckungsreise durch die Stadt Treffpunkt ist am Mittertor.

Der Weg wurde von der BUND Naturschutz-Ortsgruppe Rosenheim konzipiert und in Abstimmung mit der Stadt Rosenheim erstellt. Wie halten sich Kletterpflanzen fest, was haben Pflasterspalten mit der Stadtökologie zu tun, und was für „neue“ Baumarten wachsen mittlerweile in der Stadt? Dies und mehr über Bäume und Alleen, Hecken und Fassadenbegrünung, Gärten und Parkanlagen, die Stadtbäche und Flüsse Rosenheims und ökologischen Zusammenhänge können die Teilnehmer erfahren.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Nähere Informationen hier.
(Quelle: Bund Naturschutz-Ortsgruppe Rosenheim /  Beitragsbild: re)

13 Jahre Leidenschaft für Gäste und Geschichten

13 Jahre Leidenschaft für Gäste und Geschichten

Rosenheim Ilse Schönhammer, Wilfried Schiffl und Gertraud Landoulsi haben das Team der Rosenheimer Stadtführer und Stadtführerinnen nach über 13 Jahren voller Stadtgeschichte, Rosenheim-Cops, Kulinarik und die ein oder andere spezielle Anekdote verlassen und wurden mit einem herzlichen „Servus“ und „Vergelt`s Gott“ verabschiedet.

In einem Interview betonen alle drei „Aussteiger“, dass es das Schönste an einer gelungenen Stadtführung ist, die Teilnehmer auf eine unvergessliche Tour mitzunehmen
und bleibende Erinnerungen über die Besonderheiten Rosenheims zu schaffen.
Highlights während der Touren waren beispielsweise lustige Begegnungen mit Rosenheim-Cops -Fans, die sich vor der hohen Mordrate fürchteten oder aber auch gefühlvolle Momente beim Lauschen der klangvollen Marienlieder während einer Besichtigung der Nikolauskirche.
Unvergessen bleiben vor allem auch die Momente und die besondere Stimmung in Rosenheim zur Zeit der Landesgartenschau 2010, welche nur noch von einem Drehbesuch oder „Ratsch“ mit einem der beliebten Rosenheim-Cops-Schauspieler übertroffen werden konnten.

Weitere Informationen zu dem aktuellen Stadtführungsprogramm gibt unter https://rosenheim.jetzt/touristinfo oder in der Touristinformation im Parkhaus P1, Hammerweg 1. Infos auch telefonisch unter 08031/365 9061 von Dienstag bis Freitag von  10 bis 13 Uhr und 14 bis 1 Uhr, samstags von 10 bis 14 Uhr oder per Email unter touristinfo@vkr-rosenheim.de.
(Quelle: Presseinformation VKR GmbH / Beitragsbild: Copyright VKR GmbH, zeigt: Stefanie Kießling von der VKR sowie Stefan Kürschner
(erster Vorsitzende von der Stadtführerzunft) bedanken sich bei den
Stadtführer/innen für die langjährige Arbeit. Von links: Stefan Kürschner, Stefanie
Kießling, Gertraud Landoulsi, Ilse Schönhammer und Wilfried Schiff)

Street Food Market ist eröffnet

Street Food Market ist eröffnet

Rosenheim – Es ist so weit – Der Street-Food-Market in der Rosenheimer Innenstadt ist eröffnet. Bereits zum fünften Mal macht er mit 20 Food Trucks und Foodtrailer in der Stadt Station.  Erstmals darf drei Tage lang geschlemmt werden – bis einschließlich Sonntag, 8. Mai. Innpuls.me schaut morgen vorbei und versorgt Euch dann aktuell mit Infos, Bildern und Videos. 

Bei zahlreichen Food Trucks und Ständen vom Ludwigsplatz über den Max-Josefs-Platz spiegelt sich die Vielfalt unterschiedlichster Essenskulturen dieser Welt wider. Alle, die gerne genießen und einmal etwas Neues probieren wollen, sind hier genau richtig. Seit einigen Jahren erleben die rollenden Feinschmecker-Küchen einen wahren Boom. Am heutigen Freitag 6. Mai, und Samstag, 7. Mai, je 11 bis 22 Uhr und Sonntag, 8. Mai, von 11 bis 19 Uhr ist die Schlemmermeile geöffnet.

Von Leberkas-Sushi bis
Aktivkohle-Eis

Die Bandbreite reicht von Leberkas-Sushi, über afrikanische Spezialitäten bis hin zu pechschwarzem Aktivkohle-Eis. Auch für Freunde der vegetarischen oder der veganen Küche ist für Auswahl gesorgt, zudem achten einige Küchen auf die Auswahl regional produzierter Produkte.
Auch für ein Kinderprogramm, unter anderem mit Kinderschminken und Hüpfburg ist ebenso gesorgt. Es gibt auch Livemusik.
Es wird empfohlen, mit dem Fahrrad in die Innenstadt zu kommen oder die umliegenden Parkplätze und -häuser zu nutzen.

Detaillierte Infos zu den Anbietern gibt es auf der Website des City-Managements www.ro-city.de.
(Quelle: Presseinformation City-Management Rosenheim / Beitragsbild: Copyright Stadttipps Rosenheim)

Warnung vor „Sextortion“

Warnung vor „Sextortion“

Südliches Oberbayern – Bei „Sextortion“ geht es um sexuelle Erpressung. Die Täter bringen ihre Opfer dazu, sich vor der Webcam auszuziehen und sexuelle Handlungen an sich selbst vorzunehmen. Anschließend erpressen sie mit diesen Aufnahmen ihre gutgläubigen Chatpartner. Im Zuständigkeitsbereich der Kriminalpolizei Rosenheim wurde ein Mann mit dieser perfiden Masche um 800 Euro gebracht. Ähnliche Fälle werden auch aus Miesbach, Weilheim, Garmisch-Partenkirchen und Mühldorf gemeldet.

Der Begriff „Sexortion“ setzt sich aus den englischen Wörtern „Sex“ und „Extortion“ zu Deutsch „Erpressung“ zusammen.
Die Opfer werden in den meisten fällen über die sozialen Medien kontaktiert. Häufig erfolgt von attraktiven weiblichen Profilen eine unverfängliche Freundschaftsanfrage. Anfängliche Chats werden schnell sexualisiert: Schließlich vereinbart man auf Vorschlag der neuen Bekanntschaft eine weitere Kommunikation über eine der zahlreichen existierenden Videoplattformen.
Die betroffenen Männer lassen sich dann auf Aufforderung zu sexuellen Handlungen vor laufender Kamera. Danach erfolgt unvermittelt die Drohung, dieses verfängliche Bildmaterial auf Freundeslisten oder an Familienangehörige zu verschicken, wenn sich das Opfer nicht zu einer Zahlung einer hohen Summe an eine ausländische Kontonummer bereit erklärt. Auch Forderungen zu Bitcoin-Zahlungen oder der Herausgabe von Aktivierungsnummern von Prepaidkarten sind nach Auskunft der Polizei keine Seltenheit.
Aus Scham und Angst gehen die Betroffenen häufig auf die Erpressung ein. Nicht zuletzt auch, weil ihnen eine Information zugespielt wird, dass die Dame des Chats noch minderjährig sei.
Den Ermittlungen der Kriminalpolizei zufolge lassen sich die Geldströme zumeist Richtung Elfenbeinküste zurückverfolgen. Das Geld sei unwiderruflich verloren.
Im Zuständigkeitsbereich der Kriminalpolizei Rosenheim wurde ein Mann um 8000 Euro gebracht. In Miesbach zahlte ein Opfer 3000 Euro an seine Erpresser. Weitere Fälle wurden beriets aus Weilheim, Garmisch-Partenkirchen und Mühldorf gemeldet.
Wurden im Jahr 2020 noch 20 derartige Fälle im Bereich des Polizeipräsidium Oberbayern Süd verzeichnet. steig die Zahl im Folgejahr 2021 bereits auf mehr als 30 Fälle an und auch für das laufende Jahr 2022 sei tendenziell mit einer weiteren Zunahme der Fallzahlen zu rechnen.

Die Kriminalpolizei gibt Verhaltenstipps, wie man sich vor sexueller Erpressung schützen kann:

  • Nehmen Sie keine Freundschaftsanfragen von fremden Personen an.
  • Prüfen Sie regelmäßig Ihre Account- und Privatsphäreeinstellungen.
  • Seien Sie zurückhaltend mit der Veröffentlichung persönlicher Daten wie Anschrift, Geburtsdatum oder Arbeitgeber.
  • Stimmen Sie nicht vorschnell einem Videochat zu.
  • Im Zweifel kleben Sie die Chatkamera zunächst ab, um lediglich verbal zu kommunizieren und das Geschehen zu beobachten.
  • Stimmen Sie keinen Entblößungen oder intimen Handlungen in Videochats zu, wenn Sie die Person erst seit kurzem kennen.
  • Halten Sie Betriebs- sowie Virenschutzsysteme auf Ihren online-genutzten Endgeräten wie Smartphone, Laptop, Tablet oder Computer immer auf dem aktuellen Stand, um sich vor Schadsoftware, sogenannter Malware, zu schützen. Es gibt Malware, die Ihre Webcam problemlos aktiviert und Sie damit jederzeit filmen kann!

Falls Sie bereits erpresst werden:

  • Überweisen Sie kein Geld! Die Erpressung hört nach der Zahlung meist nicht auf.
  • Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.
  • Kontaktieren Sie den Betreiber der Seite und veranlassen Sie, dass das Bildmaterial gelöscht wird. Nicht angemessene Inhalte kann man dem Seitenbetreiber über eigens hierfür eingerichtete Buttons melden.
  • Brechen Sie den Kontakt zu der anonymen Person sofort ab, reagieren Sie nicht auf Nachrichten.
  • Sichern Sie die Chatverläufe und Nachrichten mittels Screenshot.

Umfangreiche Informationen zu dem Phänomen, Verhaltenstipps und einen Videoclip finden Sie auf den Internetseiten von ProPK, der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes:

Bauarbeiter bekommt Hammer ins Gesicht

Bauarbeiter bekommt Hammer ins Gesicht

Rosenheim – Ein 39-jähriger bekam bei Kanal-Arbeiten der Münchner Straße den Kanaldeckel nicht auf, weil dieser verdreckt und verrostet war. Er nahm Hammer und Meißel, um das Problem zu lösen. Der Hammer prallte plötzlich zurück und traf ihn im Gesicht. Mit einer blutenden Gesichtsverletzung wurde der Mann aus dem Raum Bad Dürrenberg ins Klinikum gefahren. 
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto: re)

Essen vergessen

Essen vergessen

Rosenheim – Nachdem ein Rauchmelder in einer Wohnung in der Doppelmayrstraße anschlug, informierten Nachbarn die Rettungskräfte. Vor Ort trafen diese eine 95-jährige an. Sie machte sich auf ihrem Herd das Essen warm, ging in der Zwischenzeit aus der Küche und schlief dann ein. Das Essen brannte an. Die Wohnung wurde von der Rosenheimer Feuerwehr kurz kräftig durchgelüftet. Verletzt wurde niemand. Auch der Schäden hält sich mit rund 10 Euro für das Kochgeschirr in Grenzen.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto: re)

Guten Morgen

Guten Morgen

Heute ist der 6. Mai.

Namenstag haben: Antonia, Britta, Franz, Gundula, Maria Caterina, Markward.

3 bekannte Geburtstagskinder:

Sigmund Freud (1856 – war ein bedeutender weltweit bekannter österreichischer Arzt, Psychologe und Religionskritiker. )

–  Christian Morgenstern (1871 –  war ein deutscher Dichter, Schriftsteller und Übersetzer, der vor allem durch seine komische Lyrik posthum bekannt wurde..)

George Clooney  (1961 –  ist ein US-amerikanischer Schauspieler.)
(Quelle: geboren.am)

3 Ereignisse der Geschichte:

  • 1678: In Leipzig beschließen 30 Großkaufleute das Errichten einer Börse. Am 30l Mai wird dann bereits mit dem Bau der Alten Handelsbörse begonnen.
  • 1911: Auf Anregung des Odol-Fabrikanten Karl August Lingner wird im Städtischen Ausstellungspalast in Dresden die Internationale Hygiene-Ausstellung eröffnet. Sie dauert bis zum 31. Oktober und ist bis heute die am stärksten besuchte Ausstellung in Dresden.
  • 1994: Die offizielle Eröffnung des Eurotunnels unter dem Ärmelkanal zwischen Großbritannien und Frankreich erfolgt durch Queen Elisabeth II. und dem damaligen französischen Präsidenten Francois Mitterand.
    (Quelle: wikipedia.org / Beitragsbild: re)
In der Nacht könnte es ungemütlich werden

In der Nacht könnte es ungemütlich werden

Rosenheim – Ein warmer Frühlingstag geht langsam zu Ende. Dieses Blütenpracht haben wir heute vor der Zulassungsstelle in Westerndorf St. Peter entdeckt. Dahinter blitzt der Kirchturm hervor.
Noch liegt keine offizielle Unwetterwarnung vor, aber laut Meteorologen könnte es in der Nacht dann in einigen Teilen mit Gewittern und Starkregen ungemütlich werden, dazu zählt auch das Alpenvorland.
(Quelle: Beitragsbild: Josefa Staudhammer)

Barrierefreiheit bleibt Thema

Barrierefreiheit bleibt Thema

Rosenheim – Zum 30. Mal findet heuer der Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung statt. In Rosenheim wurde dazu am heutigen Donnerstagnachmittag am Ludwigplatz der rote Teppich für Menschen mit Handicap ausgerollt. Es gab Infostände und Sport- und Spielstände. 

roter Teppich am Ludwigsplatz in Rosenheim. Dahinter Rednerpult und einige Menschen

Christine Mayer, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Rosenheim hatte eine tolle Nachricht mit dabei: Special Olympics wird im Jahr 2023 auch Gast in Rosenheim sein. Dieses sportliche Großevent für Menschen mit geistigem und körperlichen Handicap findet dann in Berlin vom 17. bis 25. Juni statt. Im Vorfeld werden Sportler, Trainer und Betreuer aus der ganzen Welt bei verschiedenen Kommunen Halt machen. Dafür ausgewählt wurde auch die Stadt Rosenheim.
Christine Mayer betonte in ihrer Rede aber auch, dass es in Sachen „Barrierefreiheit“ noch viel zu tun gibt. Das fange schon bei der Schule an. „Für Kinder mit Förderbedarf darf es kein separates Schulsystem geben“, meint sie. Für Menschen, die beispielsweise in Behindertenwerkstätten arbeiteten, fordert sie Mindestlohn.
Speziell für die Stadt Rosenheim wünscht sie sich, dass bei der aufwendigen und kostenintensiven Sanierung des Eisstadions auch an die Rollstuhlfahrer gedacht wird und für sie spezielle Podeste geschaffen werden.
Ein Dauerbrenner ist weiterhin der Pflasterung an Ludwigs- und Max-Josefs-Platz. „Das ist sicher nicht optimal“, weiß auch Rosenheims Zweiter Bürgermeister Daniel Artmann und sagte zu, dass dieses Thema auf alle Fälle weiterverfolgt und behoben werde.
(Quelle: Beitragsbild, Fotos: Karin Wunsam, Josefa Staudhammer)

Stellvertretende Landrätin Andrea Rosner wagte sich an den Rollstuhl-Parkour. 

Gang über den roten Teppich mit Blindenstock.

Menschen mit und ohne Behinderung waren bei der Aktion auf dem Ludwigsplatz mit dabei. 

Zum Abschluss noch ein kurzes Video:

Gastbeitrag zum Thema „Handicap“

Gastbeitrag zum Thema „Handicap“

Rosenheim / Bayern / Deutschland Europa – Am heutigen 5. Mai ist Europäischer Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung. Bis zum 31. Mai finden dazu bundesweit Aktionen statt. Anlässlich dieses Tages hier nun ein Gastbeitrag von Tom aus Mecklenburg-Vorpommern. Tom ist mit Mitte 30 an Retinitis Pigmentosa erblindet. Außerdem zählt er zu den 15 bis 20 Prozent der Menschen, die als hochsensibel gelten. Dazu hat er uns vor einiger Zeit auch schon ein Interview gegeben. 

Gibt es Unterschiede zwischen Sehenden und Blinden Hochsensiblen?

In welchen Bereichen gibt es denn Unterschiede?
Nun gibt es aktuell leider noch keine wissenschaftlichen Studien zum Thema Blind und Hochsensibel.  Trotz alledem gibt es meiner Meinung nach eine Vielzahl an Unterschieden zwischen Sehenden und Blinden Hochsensiblen. Die Unterschiede finden sich im sensorischen, emotionalen wie auch im kognitiven Bereich.
Da dieses Thema sehr umfangreich ist, werde ich einen wesentlichen Unterschied aus den sensorischen Bereich beschreiben der wohl jedem zuerst einfällt wenn er das Wort „Blind“ liest oder hört. Es geht um das „Sehen“ –  also um das Visuelle und dessen Einfluss auf den Menschen.
Bevor ich auf den Unterschied im Bereich der Hochsensiblität eingehe, wollte ich noch einen Unterschied ansprechen den generell alle „Sehenden“ und „Blinden“ Menschen betrifft und der auf wissenschaflliche Studien beruht und dadurch auch belegt ist. Es ist wohl den wenigsten Menschen bekannt, dass das Sehzentrum (Sehrinde) im Gehirn das normalerweise für das „Sehen“ zuständig ist, bei einem blinden Menschen nicht nutzlos ist, sondern anders genutzt wird. Es wird bei anderen sensorischen Wahrnehmungen wie dem Hören oder Tasten aktiviert.
Nun bestätigt sogar eine Studie, dass es auch bei höheren kognitiven Leistungen wie zum Beispiel der Sprachverarbeitung genutzt wird. Während etwa die normale Sprechgeschwindigkeit bei ca. 5 Silben/Sekunde liegt, können Blinde lernen, beschleunigte synthetische Sprachäußerungen bis zu einer Rate von über 20 Silben/Sekunde zu verstehen. So viel zum generellen Unterschied zwischen allen Sehenden und blinden Menschen.
Nun werde ich versuchen, den Unterschied zwischen „Sehenden“ und „Blinden“ hochsensiblen Menschen aus meiner Sicht zu erläutern. Da der Sinn „Sehen“ ca. 70 Prozent aller Sinneswahrnehmungen einnimmt, ist es daher auch nicht verwunderlich dass dass Sehen auch einen sehr großen Einfluss auf hochsensible Menschen hat. Größtenteils im emotionalen und kognitiven Bereich, aber auch einen kleineren Teil im sensorischen Bereich.
Was ist bei blinden Hochsensiblen nun anders? Davon mal ab gesehen, dass ein blinder Hochsensibler nicht unter einer visuellen Reizüberflutung leiden kann, so unterliegt er auch nicht dem Einfluss des Visuellen, was Geschmack, Geruch, Ertasten, (Berührung),Gedanken und Gefühle an geht. Auch Meinungen, Ansichten und die dadurch getroffenen Entscheidungen, Handlungen beruhen oft auf dem, was man sieht oder gesehen hat. Von all dem bleiben Blinde unberührt. Blinde nehmen daher ihre Umwelt und Menschen realer, bewusster und intensiver wahr. Sie nehmen mehr wahr auf der emotionalen Ebene.
Fakt ist auch, dass Menschen niemals ganz unbeeinflussbar sind und dass jeder Mensch anders ist in seiner Beeinflussbarkeit. Trotz alledem werden viele dieser Beeinflussungen über das Sehen angestoßen oder ausgelöst. Das Sehen stößt Gedanken an, die wiederum Gefühl auslösen können und daraus können Entscheidungen und Handlungen entspringen. Es ist ein Zusammenspiel der sensorischen, emotionalen und kognitiven Bereiche, die ein einem Ablauf stehen, deren Ursprung das Sehen ist.
Dessen ist der blinde Hochsensible nicht ausgesetzt. Daher ist er vorurteilsfreier und weniger beeinflussbar in seinen Gedanken, Gefühlen und Emotionen.
Woher ich das alles weiß ? Weil ich nicht immer blind war, sondern erblindet bin und ich daher auch einige Jahre mit der *Beeinflussung des Visuellen* gelebt habe und daher auch weiß, wie es beeinflussen kann.
Nun hab ich einen klareren und unverfälschteren Blick auf das Leben und ihre Menschen denn ich sehe was IST und nicht was zu SEIN scheint.
Blind zu sein ist keine Last sondern es zeigt dir die Welt aus einer ganz anderen Perspektive und es zeigt dir so manches das du *Sehend* niemals gesehen hättest.
(Quelle: Text: Tom / Beitragsbild: Tom)