Ehrenwürde für 2 verdiente Inspektionsmitglieder

Ehrenwürde für 2 verdiente Inspektionsmitglieder

Übersee / Landkreis Traunstein – Mit einer Feierstunde haben die Feuerwehren im südlichen Landkreis Traunstein sowie zahlreiche Mitglieder der Kreisbrandinspektion und Ehrengäste von den beiden langjährigen Inspektionsmitgliedern Georg König und Stephan Hellmuth Abschied genommen und ihnen im Feuerwehrhaus Übersee einen „würdigen Ausstand“ bereitet.

Viele Gäste kamen um den Beiden für ihren langjährigen Einsatz zu danken. Foto. Stefan Lohwieser - Kreisfeuerwehrverband Traunstein

Viele Gäste kamen um den Beiden für ihren langjährigen Einsatz zu danken. Fotos: Stefan Lohwieser – Kreisfeuerwehrverband Traunstein

Zum Auftakt des Abends beteiligten alle 20 Feuerwehren im Inspektionsbereich „Florian Traunstein Land 2“ am Fahrzeugkorso zu Ehren der beiden verdienten Feuerwehrleute. In den Festreden wurde deutlich, mit wie viel „Herzblut“ die Beiden über viele Jahre hinweg gewirkt haben und Tag und Nacht „für die Feuerwehr da waren“. Als Dank für ihr langjähriges Wirken wurden sie zum „Ehren-Kreisbrandmeister“ bzw. „Ehren-Kreisbrandinspektor“ ernannt.

Die Amtszeit aller Inspektionsmitglieder ist an die Wahlperiode des Kreisbrandrates geknüpft. Im April startete die zweite Amtszeit für Christof Grunder in der die beiden „nach langen Überlegungen“, wie sie übereinstimmend in ihren Ansprachen betonten, auf eine erneute Berufung zum Kreisbrandinspektor bzw. als Kreisbrandmeister verzichtet haben. Georg König war 21 Jahre lang in einer verantwortungsvollen Position als Kreisbrandinspektor, Örtlicher Einsatzleiter sowie als Stellvertreter des Kreisbrandrates. Für Stephan Hellmuth führte der Weg über den „Fach-Kreisbrandmeister Jugend“ zum Kreisbrandmeister für die Feuerwehren im Bereich „Traunstein Land 2-1“. Als Nachfolger sind Rupert Kink von der Feuerwehr Übersee zum Kreisbrandinspektor und Stefan Nitzinger von der Feuerwehr Erlstätt zum Kreisbrandmeister bestellt worden.

„Nach meiner teilweise sehr emotionalen Abschiedstour in den Feuerwehren wünsche ich mir, dass dieser Abend heute kein Leichentrunk wird“, sagte Georg König zu Beginn seiner Ansprache und sorgte damit für einen Lacher in der vollbesetzten Fahrzeughalle der Feuerwehr Übersee. Mit seiner Bestellung vor mehr als 21 Jahren durch den damaligen Kreisbrandrat Hans Gnadl schließt sich für ihn nun ein Kreis, sagte er. „In diese Zeit sind viele bleibende Ereignisse gefallen. Unzählige Großbrände, schwere Verkehrsunfälle, Unwetter wie das Hochwasser 2002 aber auch Großveranstaltungen wie das Biathlon in Ruhpolding oder der Chiemsee Summer in Übersee bleiben mir sicherlich in Erinnerung“. Er betonte in seiner Abschiedsrede außerdem, „Feuerwehr ist nicht nur Einsatz und daher wünsche ich euch allen weiterhin viel Tatkraft und Freude in euren wichtigen Ehrenämtern“.

Feuerwehrkorso mit allen 20 Feuerwehren im südlichen Landkreis. Foto: Stefan Lohwieser - Kreisfeuerwehrverband Traunstein

Für den Eisenärzter Feuerwehrler Stephan Hellmuth startete die Inspektionskarriere mit der Berufung zum Kreisjugendwart im Jahr 2012. Nur vier Jahre später wurde er zum Gebietskreisbrandmeister für die Feuerwehren Erlstätt, Grabenstätt, Vachendorf, Holzhausen, Bergen, Siegsdorf, Hammer, Eisenärzt, Vogling, Inzell und Ruhpolding bestellt. „Als Nachfolger von Sepp Steinauer bin ich sprichwörtlich, aber auch tatsächlich in große Fußstapfen getreten“, schmunzelte er und betonte, dass er vom ersten bis zum letzten Tag stets mit Freude dabei war. „Es waren Tage dabei, da bin ich viermal zu Einsätzen rausgefahren und es gab Zeiten da habe ich den König Schorsch häufiger gesehen als meine Frau“. Stephan Hellmut kehrt der Feuerwehr zukünftig nicht den Rücken, er wird sich nun wieder in seiner Heimatfeuerwehr Eisenärzt sowie bei seiner „Wohnortfeuerwehr“ Ruhpolding einbringen.

„Weitreichende Veränderungen für Gemeinde und Feuerwehr“

Herbert Strauch, Erster Bürgermeister der Gemeinde Übersee sagte „heute ist ein großer Tag für den Landkreis mit weitreichenden Veränderungen für unsere Gemeinde und die Feuerwehr“. Rupert Kink war 16 Jahre lang Kommandant in Übersee und tritt nun sein neues Amt als Kreisbrandinspektor an. „Wir dürfen stolz darauf sein, dass die Feuerwehr Übersee immer wieder so gute Leute hervorbringt und nach Georg König erneut ein Überseer Feuerwehrler Kreisbrandinspektor wurde“, so das Gemeindeoberhaupt.

„Ich habe seit jeher voll für die Feuerwehr gebrannt und empfand es als sehr wertschätzend, als ich gefragt wurde, ob ich die Nachfolge von Georg König antreten möchte“, sagte Rupert Kink und ergänzte, „nun möchte ich mich mit ganzer Kraft für die Weiterentwicklung und eine gute Zusammenarbeit in den Feuerwehren einsetzen“. Er zeigte sich außerdem sehr froh darüber, dass die „Feuerwehrfamilie“ so gut funktioniere und er in stabile Verhältnisse einsteigen kann.
Der neue Kreisbrandmeister Stefan Nitzinger behauptete, „dass die Kreisbrandmeister für den Bereich 2-1 wohl nach ihrer Frisur ausgesucht werden“ und zielte darauf ab, dass er die gleiche geringe Haarmenge auf den Kopf habe, wie seine beiden Vorgänger. Sein Weg in die Inspektion führte ihn als stellvertretender Kommandant in Erlstätt sowie als Leiter der Feuerwehr-Führungsstelle „Chiemsee“. Er möchte sich zukünftig neben dem „Tagesgeschäft“ für die Digitalisierung im Feuerwehrwesen stark machen.
Alexander Fuchs vom Landratsamt Traunstein dankte beiden für die jahrzehntelange gute Zusammenarbeit und erinnerte exemplarisch an Einsätze wie die angebohrte Gasblase in Grabenstätt oder den Ammoniak Austritt in Ruhpolding. „Für die Feuerwehren vor Ort ist es sehr wichtig, dass rund um die Uhr auf eine zusätzliche Stütze zurückgegriffen werden kann und ihr Beide seid solche Stützen gewesen“, sagte er unter dem Applaus der Gäste. Eine Abordnung der Kreisbrandinspektion Rosenheim war ebenfalls nach Übersee angereist, um den beiden Ehrengästen ihren Dank für die langjährige gute Zusammenarbeit auszusprechen.
„Wir hatten stets eine Kommunikation auf Augenhöhe“ dankte der Kommandantensprecher Sven Lein von der Feuerwehr Grabenstätt den Beiden. „Es war für uns Kommandanten stets ein gutes Gefühl, dass ihr uns insbesondere bei Einsätzen mit Rat und Tat zur Seite gestanden seid“. Sein Amtskollege uns Sprecher der Achentalfeuerwehren Michael Klauser betonte, „ich bewundere euer breites Kreuz über all die Jahre und danke euch vor allem für die unzähligen Ausbildungsveranstaltungen, die ihr für uns durchgeführt habt – es war eine schöne Zeit!“.
Kreisbrandrat Christof Grundner freute sich insbesondere, dass er Vertreter aller 20 Feuerwehren, zahlreiche Inspektionskollegen sowie langjährige Weggefährten und die Ehefrauen der Beiden begrüßen durfte. „Wenn es Spaß macht, dann vergeht die Zeit sehr schnell und ich danke euch für euren Einsatz“. Seinen Worten nach ist es aber „kein Abschied für immer, denn ihr bleibt ja euren Heimatfeuerwehren treu“. Als „bleibenden Dank“ überreichte er den beiden die Ernennungsurkunden zum „Ehren-Kreisbrandmeister“ beziehungsweise „Ehren-Kreisbrandinspektor“ ehe der Abend in einen geselligen Teil mit einem gemeinsamen Essen und gemütlichen Beisammensein überging. Für den musikalischen Rahmen sorgte Valentin Mayer mit seiner Ziach.
(Quelle: Pressemitteilung Kreisfeuerwehrverband Traunstein / Beitragsbild, Fotos: Stefan Lohwieser – Kreisfeuerwehrverband Traunstein)

Guten Morgen

Guten Morgen

Namenstag haben: Annemarie, Ephraim, Grazia, Graziella, Josef, Liborius

3 bekannte Geburtstagskinder:

Johnny Depp (1963 –  ist ein US-amerikanischer Schauspieler.)

Charles Joseph Bonaparte (1851–  war ein US-amerikanischer Jurist und Politiker, der als Justizminister unter Präsident Theodore Roosevelt 1908 mit dem „Bureau of Investigation“ das ab 1935 unter dem Namen „Federal Bureau of Investigation“ firmierende FBI als Ermittlungsbehörde gegen Korruption und Kartelle gründete.)

Natalie Portman (1981 – ist eine israelisch-US-amerikanische Schauspielerin und Oscar-Preisträgerin.)
(Quelle: geboren.am)

3 Ereignisse der Geschichte:

  • 19 v. Chr.: Die Aqua Virgo wird als sechstes Aquädukt nach Rom in Betrieb genommen. Die Wasserversorgung damit funktioniert noch heute und speist unter anderem den Trevi-Brunnen.
  • 1909: Alice Ramsey beginnt von New York aus ihre Fahrt mit dem Automobil quer durch die Vereinigten Staaten nach San Francisco.
  • 1934: Donald Duck hat seinen ersten Auftritt in dem Zeichentrickfilm Die kluge kleine Henne.
    (Quelle: wikipedia.org / Beitragsbild: Josefa Staudhammer)
In Panik

In Panik

Rosenheim – Jeden Donnerstag schreibt der Rosenheimer Dr. Alexander Wurthmann M.A. auf Innpuls.me über ein psychologisches Thema und gibt Tipps, wie man damit umgehen kann. Diesmal lautet das Thema: „In Panik“.

Portrait Alexander Wurthmann

Dr. Alexander Wurthmann M. A. Fotos: re

Zwei orange Augen

Panik entsteht immer dann, wenn man große Angst vor etwas hat, egal ob wahr oder eingebildet. 

In Panik

Vor kurzem hat mich jemand angerufen. Eine Lehrkraft. Also mit Abitur und Studium. Ihr Kind nimmt Ende Juli an einer Abiturfahrt mit dem Bus nach Rom teil. Was sie denn tun soll, denn in Italien sind so schwere Überschwemmungen und Erdrutsche und es besteht Lebensgefahr und das Auswärtige Amt warnt und im Internet steht’s auch.

Versteh nicht bitte nicht falsch. Niemand sollte sich unnötig in Gefahr begeben. Aber worin besteht diese denn im vorliegenden Fall? Liegt Rom im Katastrophengebiet? Muss der Bus auf dem Weg nach Rom dort durchfahren? Besteht die Gefahr noch fast weitere zwei Monate bis Ende Juli? Und jetzt das Entscheidende: Wie groß ist wohl die Wahrscheinlichkeit, dass die Busgesellschaft ihren Bus durch ein Katastrophengebiet mit unmittelbarer Lebensgefahr fahren lässt?

Ich muss dir jetzt mal eine wahre Geschichte aus meinem Leben erzählen. Vor vielen Jahren habe ich Studienreisen durch China geleitet. Ausgerechnet Anfang Juni 1989 wäre eine Reise in Beijing gewesen. Damals gab es sehr große Unruhen, die mit einem Massaker endeten. Dieses geschah in der gesamten Innenstadt von Beijing. Genau in diesen Tagen hätten wir mittendrin in einem Hotel gewohnt. Natürlich wurde die Reise abgesagt. Natürlich wären wir unmittelbar gefährdet gewesen. Immerhin starben nach Angaben aus dem chinesischen roten Kreuz vermutlich mehrere hundert bis mehrere tausend Menschen.

Warum hat sich die Lehrkraft die obigen Fragen nicht gestellt? Mit Abitur und Studium sollte sie durchaus geistig dazu in der Lage sein. Und da sie ein Kind mit Abitur hat, auch ausreichend lebenserfahren sein. Eigentlich sollte sie ihre Schüler sogar anleiten, eigenständig zu denken und nicht auf jeden Quatsch herein zu fallen. Warum also diese – ja, mir fällt kein passenderes Wort ein – Panik?

Panik ist eine seelische Erkrankung

Panik ist eine ganz offiziell definierte seelische Erkrankung. Sie entsteht, wenn man große Angst vor tatsächlichen oder eingebildeten Bedrohungen hat. Panik äußert sich auch körperlich durch Herzrasen, Übelkeit, Atemnot, Schweißausbrüche, Schwindelgefühle oder Zittern. Ob meine Lehrkraft eines dieser Symptome aufwies, kann ich am Telefon nicht beurteilen. Zumindest Atemnot hatte sie keine.
Aber trotzdem: keine leichte Sache. Die genannten Symptome kann man auch nach dem Konsum von manchen Rauschmitteln oder bei Vorliegen einer posttraumatischen Belastungsstörung beobachten. Letzteres haben oftmals Unfallopfer oder Soldaten, wenn sie nach Fronteinsätzen wieder nach Hause kommen. Wenn du keine Spinnen oder kein Blut sehen kannst, bekommst du möglicherweise ebenfalls Panik. Wenn das regelmässig vorkommt, nennt man das eine Panikstörung.

Wie geht man damit um? Zunächst einmal musst du feststellen, wie stark die panische Person in ihrer falschen Wahrnehmung gefangen ist. Macht es noch Sinn, mit ihr über die Irrtümer zu reden? Wenn ja, kannst du ihr vielleicht noch selbst helfen. Sonst brauchst du wirklich professionelle Hilfe. Auch wenn man noch mit ihr reden kann, brauchst du vermutlich an die kognitive Verhaltenstherapie angelehnte Hilfe.

Hast Du noch Fragen, frag mich. info@psychologische-beratungrosenheim.de oder 0170/5395483.
Du kannst mir auch Themen vorschlagen, über die ich einmal schreiben sollte.

In der nächsten Woche „will jemand nicht mehr leben“
Alexander Wurthmann M.A.
(Quelle: Kolumne Dr. Alexander Wurthmann M.A. ( Beitragsbild, Foto: re)

 

Verdächtige Person in Happing

Verdächtige Person in Happing

Happing / Rosenheim – Der Polizei Rosenheim wurde am gestrigen Mittwochabend eine verdächtige Person in der Nähe eines Pferdehofes in Happing (Stadt Rosenheim) gemeldet.

Bei den Mann, der aus den Büschen in der Nähe des Bahngleises kam und stadteinwärts ging, handelte es sich nach den Angaben der Polizei um einen 30-jährigen Iraner, der keine Ausweisdokumente mit sich führte und sich seit 2019 in Deutschland aufgehalten hatte. 
Dies bestätigte eine Überprüfung der Personalien des Betroffenen, die insgesamt sechs Fahndungsnotierungen zur Aufenthaltsermittlung, quer durch das Bundesgebiet, ergab. 
Nachdem sich der Mann aufgrund eines vorgelegten Schreibens bei einer Aufnahmeeinrichtung in Hessen melden sollte, wurde er nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen an den Bahnhof in Rosenheim zur Weiterfahrt gebracht.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Duarte Marivoet holt Top-Platzierung

Duarte Marivoet holt Top-Platzierung

Raubling / Landkreis Rosenheim – Nach einem offensiven Rennen wird Duarte Marivoet aus den Reihen des Team Auto Eder beim französischen Alpenklassiker Siebter.

Wenn der Tour-de-France-Veranstalter ASO (Amaury Sport Organisation) ein Radrennen organisiert, ist das bereits ein deutliches Signal, welch große Strahlkraft das jeweilige Event besitzt. Auch beim Classique des Alpes ist das der Fall: Das Eintagesrennen gilt als einer der wichtigsten Klassiker im Juniorenradsport. Und auch bei der Renngestaltung selbst kommt Tour-de-France-Flair auf: Über insgesamt vier Anstiege in den Alpen führt die 130,4 Kilometer lange Strecke, die damit vor allem die Bergspezialisten bevorzugt.

Das Team Auto Eder ging mit insgesamt fünf Fahrern ins  Rennen: Martin Bárta (Tschechien), Tamás Hancz (Ungarn), Krystof Král (Tschechien), Karl Kurits (Estland) und Duarte Marivoet (Belgien). Der Plan war dabei, von Beginn an ein aktives Rennen zu zeigen. Auf eine ähnliche Weise hatte das Team vor zwei Jahren durch die Fahrer Cian Uijtdebroeks (Belgien) und Luis-Joe Lührs (Deutschland) einen beeindruckenden Doppelsieg gefeiert. Beide fahren heute für das WorldTeam BORA – hansgrohe.

Krämpfe am Ende des Rennens

Beim diesjährigen Classique des Alpes war es vor allem Duarte Marivoet, der eine Talentprobe abgab: Bereits bei Kilometer fünf setzte er sich mit einigen anderen Fahrern vom Feld ab und auch als jene Spitzengruppe im weiteren Rennverlauf eingeholt wurde, ging er sofort wieder in die Offensive. Der Belgier blieb bis zum 1.144 Meter hohen Mont du Chat, dem längsten Anstieg des Tages, an der Spitze und hatte so lange eine Podiumsplatzierung in Aussicht. Erst Krämpfe am Ende sorgten dafür, dass er noch ein paar Plätze verlor und am Ende als Siebter, rund drei Minuten hinter dem belgischen Tagessieger Jarno Widar, die Ziellinie überquerte.
Nach der Zwischenstation in Frankreich geht es für das Team Auto Eder nun weiter nach Italien. Am 17. und 18. Juni stehen in Solighetto, einem Ort in der Nähe von Treviso, ein Mannschaftszeitfahren und ein Straßenrennen auf dem Programm.
(Quelle: Pressemitteilung Team Auto Eder / Beitragsbild: Classique des Alpes / Melchior Philip)

 

Max-Josefs-Platz, Rosenheim, 1970er

Max-Josefs-Platz, Rosenheim, 1970er

Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in die 1970er Jahre. Auf unserer historischen Aufnahme zu sehen ist der Max-Josefs-Platz in Rosenheim.

Heute ist der Max-Josefs-Platz in Rosenheim die gute Stube der Stadt. Die Fußgängerzone dort ist eine Selbstverständlichkeit – dabei gibt es sie, geschichtlich betrachtet, noch gar nicht so lange. 
In den 1970er Jahren war der Max-Josefs-Platz noch die verkehrsreichste Platz der Stadt. In der Vorweihnachtszeit 1972 wurde dann versuchshalber mal die Straße zwischen der König-Otto-Kreuzung und der Kufsteiner Straße und auch der Max-Josefs-Platz für den Verkehr gesperrt. Aber danach dauerte es noch gut ein Jahrzehnt, bis die Fußgängerzone zur Dauereinrichtung wurde. Einweihung wurde offiziell im November 1984 gefeiert.
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann / Bildtext: Karin Wunsam / Info: stadtarchiv.de)

Motorrad vollständig abgebrannt

Motorrad vollständig abgebrannt

Rosenheim – Wohl aufgrund eines technischen Defekts ist ein Motorrad an der Panoramakreuzung in Rosenheim während der Fahrt in Brand geraten und brannte danach komplett ab.

Zu dem Vorfall kam es ab gestrigen Mittwochabend. Aufgrund des brennenden Motorrats kam es nach den Angaben der Polizei zu kurzfristigen Behinderungen für den Straßenverkehr. Für die Lösch- und Bergungsarbeiten musste eine Fahrspur und zeitweise die Kreuzung gesperrt werden und die Ampelanlage war zusätzlich ausgefallen. 
Während das Motorrad vollständig abbrannte, wurde die 31-jährige Fahrerin aus Rosenheim nicht verletzt. Allerdings stellten die Polizeibeamten bei der Unfallaufnahme Alkoholgeruch bei ihr fest. Der Atemalkoholtest ergab einen Wert von 0,5 Promille. Deswegen wurde gegen sie ein Bußgeldverfahren eingeleitet.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Feuer zerstört Wohnhaus in Wasserburg

Feuer zerstört Wohnhaus in Wasserburg

Wasserburg / Landkreis Rosenheim – Feueralarm am heutigen frühen Donnerstagmorgen in der Altstadt von Wasserburg am Inn. Ein Wohnhaus am Weberzipfel brannte komplett aus. Auch Bewohner der anliegenden Häuser mussten evakuiert werden.

Anwohner meldeten der Integrierten Leitstelle gegen 5.20 Uhr den Brand in einem Mehrfamilienhaus in der Altstadt von Wasserburg. Neben zahlreichen Feuerwehren aus der Region, fuhren auch Streifenwagenbesatzungen der Polizeiinspektion Wasserburg sofort an den Brandort in der Straße „Weberzipfel“. Zu dem Zeitpunkt konnte, nach den Angaben der Polizei, eine starke Rauchentwicklung aus einer Wohnung im zweiten Stockwerk festgestellt werden. Die Bewohner des Hauses befanden sich zu diesem Zeitpunkt bereits nicht mehr im Gebäude.

Auch ein angrenzendes Wohnhaus wurde beschädigt

Zwar konnten die Helfer der Feuerwehren den Brand löschen, jedoch hatten sich die Flammen bereits auf die darüberliegende Wohnung und auch auf das Dach ausgebreitet. Und auch zumindest ein unmittelbar angrenzendes Wohnhaus wurde beschädigt. Die Bewohner der angrenzenden Häuser mussten allesamt aus Sicherheitsgründen evakuiert werden.
Die Behörden baten alle Anwohner, aufgrund der starken Rauchentwicklung, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Die Löscharbeiten dauern derzeit immer noch an.
Nach einer ersten Einschätzung dürfte der entstandene Sachschaden an den betroffenen Wohnhäusern mehrere Hunderttausend Euro, möglicherweise sogar mehr betragen. Verletzt wurde nach bisherigem Kenntnisstand aber zum Glück niemand.

Beamte des Rosenheimer Kriminaldauerdienstes (KDD) übernahmen vor Ort die Ermittlungen für die Kriminalpolizei. Zur Brandursache können derzeit noch keine Aussagen getroffen werden, die Ermittlungen hierzu dauern an.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd / Beitragsbild: Anton Hötzelsperger)

Fronleichnam: Farbenfrohes Glaubenszeugnis

Fronleichnam: Farbenfrohes Glaubenszeugnis

Rosenheim – Ein farbenfrohes Zeugnis von Glauben und Tradition war das Fronleichnamsfest der Rosenheimer Stadtteilkirchen Inn, Am Wasen und Am Zug am heutigen Donnerstagvormittag. Nach Gottesdienst auf dem Ludwigsplatz mit gut 1000 Gläubigen startet der Prozessionszug durch die Rosenheimer Innenstadt.

Pfarrer Sebastian Heindl bei der Predigt an Fronleichnam. Foto:  Innpuls.me

Pfarrer Sebastian Heindl bei seiner Predigt. Fotos: Innpuls.me

Zum zweiten Mal fand der Gottesdienst nicht auf dem Max-Josefs-Platz, sondern auf dem Vorplatz der Kirche St. Nikolaus bei der Ölbergkapelle statt. Grund dafür: Die Gastronomie am Max-Josefs-Platz rückt seit Corona mehr zur Mitte hin. Außerdem sind die Zeiten, in denen die Gläubigen am Max-Josefs-Platz zu Fronleichnam dicht an dicht standen, längst vorbei.

Dennoch gibt dieses christliche Fest nach wie vor ein schönes Bild ab, insbesondere wenn das Wetter so gut mitspielt wie heute. Rund 1000 Gläubige fanden sich zu Gottesdienst und Prozession ein, die Mehrheit festlich gekleidet in Tracht. Mit dabei auch viele Vertreter aus Politik, Gesellschaft, Verbänden und Vereinen. Für die musikalische Umrahmung sorgten Chormitglieder der Pfarreien unter der Leitung von Konrad Heimbeck.
Pfarrer Sebastian Heindl erinnerte in seiner Predigt daran, wie Fronleichnam noch vor gut 50 Jahren gefeiert wurde. Die Prozessionen zogen da noch weit von Haus zu Haus. Besonders stolz waren diejenigen, vor deren Haus ein Altar aufgebaut wurde. Für diesen Anlass wurden aufwendige Blumenteppiche gestaltet und wehe, wenn dann kurz vor der Prozession noch ein Windstoß diese aufwendigen Kunstwerke in Unordnung brachte. Die typischen roten Fronleichnamstücher waren damals noch ein Muss. Diesmal schmückten sie nur noch zwei Fenster in der gesamten Rosenheimer Innenstadt.
„‚Der Glanz war früher mehr“, so Pfarrer Sebastian Heindl. Aber dennoch gehe es auch heute noch bei diesem Fest um Glanz. „Glanz für die Seele und Brot zum Leben“, brachte sein Kollege Pfarrer Andreas Maria Zach den Sinn von Fronleichnam zu Beginn des Gottesdienstes auf den Punkt. Fronleichnam heute falle bescheidener aus und sei ebenso im Wandel wie die gesamte Kirche. „Die Seelsorger werden weniger, nur noch die Hälfte der Rosenheimer sind Christen und wenn ich an einem Sonntag in der Kirche stehe, fühle ich mich manchmal ganz schön einsam. Missbrauchsfälle entsetzen und beschämen und die angekündigten Kirchenreformen sind für viele nicht angekommen“, fasste Pfarrer Sebastian Heindl die derzeitige Situation der Kirche zusammen.
Wenn man dann an Fronleichnam durch die Stadt ziehe, stelle sich da schon die Frage, was die denken, die dieses Bild von außen sehen. „Schütteln sie verwundert den Kopf und bewundern einige vielleicht auch den Mut, dass diese Menschen noch zu ihrem Glauben stehen?“
Bei Fronleichnam gehe es um das Allerheiligste und damit auch um die Frage, was einem heilig ist. Für Pfarrer Sebastian Heindl ist es das Leben und darum müsse jeder Einzelne Sorge dafür tragen, dass das Leben auch das Allerheiligste bleibt.
Nach dem Gottesdienst setzte sich dann die Prozession in Bewegung und wanderte über Königstraße, Rathausstraße zum Max-Josefs-Platz und von dort wieder zurück zur Kirche zum Schluss-Segen.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild, Fotos: Karin Wunsam) 

Hier ein Bilderbogen der Veranstaltung: 

Fronleichnam in Rosenheim 2023. Fotos: Innpuls.me
Fronleichnam in Rosenheim 2023. Fotos: Innpuls.me
Fronleichnam in Rosenheim 2023. Fotos: Innpuls.me
Fronleichnam in Rosenheim 2023. Fotos: Innpuls.me
Fronleichnam in Rosenheim 2023. Fotos: Innpuls.me
Fronleichnam in Rosenheim 2023. Fotos: Innpuls.me
Fronleichnam in Rosenheim 2023. Fotos: Innpuls.me
Fronleichnam in Rosenheim 2023. Fotos: Innpuls.me
Fronleichnam in Rosenheim 2023. Fotos: Innpuls.me
Fronleichnam in Rosenheim 2023. Fotos: Innpuls.me
Fronleichnam in Rosenheim 2023. Fotos: Innpuls.me
Fronleichnam in Rosenheim 2023. Fotos: Innpuls.me
Fronleichnam in Rosenheim 2023. Fotos: Innpuls.me
Fronleichnam in Rosenheim 2023. Fotos: Innpuls.me
Fronleichnam in Rosenheim 2023. Fotos: Innpuls.me
Fronleichnam in Rosenheim 2023. Fotos: Innpuls.me
Fronleichnam in Rosenheim 2023. Fotos: Innpuls.me
Pfarrer Andreas Maria Zach  Innpuls.me
Fronleichnam in Rosenheim 2023. Fotos: Innpuls.me
Fronleichnam in Rosenheim 2023. Fotos: Innpuls.me
Fronleichnam in Rosenheim 2023. Fotos: Innpuls.me
Fronleichnam in Rosenheim 2023. Fotos: Innpuls.me
Fronleichnam in Rosenheim 2023. Fotos: Innpuls.me
Fronleichnam in Rosenheim 2023. Fotos: Innpuls.me
Fronleichnam in Rosenheim 2023. Fotos: Innpuls.me
Fronleichnam in Rosenheim 2023. Fotos: Innpuls.me
Fronleichnam in Rosenheim 2023. Fotos: Innpuls.me
Fronleichnam in Rosenheim 2023. Fotos: Innpuls.me
Fronleichnam in Rosenheim 2023. Fotos: Innpuls.me
Fronleichnam in Rosenheim 2023. Fotos: Innpuls.me
Fronleichnam in Rosenheim 2023. Fotos: Innpuls.me
Fronleichnam in Rosenheim 2023. Fotos: Innpuls.me
Fronleichnam in Rosenheim 2023. Fotos: Innpuls.me
Fronleichnam in Rosenheim 2023. Fotos: Innpuls.me
Fronleichnam in Rosenheim 2023. Fotos: Innpuls.me
Fronleichnam in Rosenheim 2023. Fotos: Innpuls.me
Fronleichnam in Rosenheim 2023. Fotos: Innpuls.me
Fronleichnam in Rosenheim 2023. Fotos: Innpuls.me
Fronleichnam in Rosenheim 2023. Fotos: Innpuls.me
Fronleichnam in Rosenheim 2023. Fotos: Innpuls.me
Fronleichnam in Rosenheim 2023. Fotos: Innpuls.me
Fronleichnam in Rosenheim 2023. Fotos: Innpuls.me
Fronleichnam in Rosenheim 2023. Fotos: Innpuls.me
Fronleichnam in Rosenheim 2023. Fotos: Innpuls.me
Fronleichnam in Rosenheim 2023. Fotos: Innpuls.me
Fronleichnam in Rosenheim 2023. Fotos: Innpuls.me
Fronleichnam in Rosenheim 2023. Fotos: Innpuls.me
Fronleichnam in Rosenheim 2023. Fotos: Innpuls.me
Fronleichnam in Rosenheim 2023. Fotos: Innpuls.me
Fronleichnam in Rosenheim 2023. Fotos: Innpuls.me
Fronleichnam in Rosenheim 2023. Fotos: Innpuls.me
Fronleichnam in Rosenheim 2023. Fotos: Innpuls.me
Fronleichnam Rosenheim 2023. Foto: Innpuls.me
Fronleichnam in Rosenheim 2023. Fotos: Innpuls.me
Fronleichnam in Rosenheim 2023. Fotos: Innpuls.me
Fronleichnam in Rosenheim 2023. Fotos: Innpuls.me
Fronleichnam in Rosenheim 2023. Fotos: Innpuls.me
Fronleichnam in Rosenheim 2023. Fotos: Innpuls.me
Fronleichnam in Rosenheim 2023. Fotos: Innpuls.me
Fronleichnam in Rosenheim 2023. Fotos: Innpuls.me
Fronleichnam 2023 in Rosenheim. Fotos: Innpuls.me
Frühschoppen bei Mangfalltaler Musi

Frühschoppen bei Mangfalltaler Musi

Bad Aibling / Landkreis Rosenheim – Am Sonntag, 25. Juni, spielt die Mangfalltaler Musi im Brunnenhof des Kurhaus Bad Aibling (Wilhelm-Leibl-Platz 1) zünftig auf. Eintritt frei, Spenden erbeten.

Seit vielen Jahren tritt das Blechbläser-Quartett mit alpenländischen Weisen und als bayerische Unterhaltungs- und Tanzlmusi auf. Die vier Musikanten sind allesamt im schönen Mangfalltal zu Hause.

Im Brunnenhof des Kurhaus Bad Aibling spielen sie von 11 bis 13 Uhr. Das Team des Kurhauses bewirtet seine Gäste mit Biergartenschmankerln und Getränken. Musiziert wird draußen im Brunnenhof, die Plätze sind überdacht. Mehr Infos und das gesamte Sommerprogramm sind auch online unter www.bad-aibling.de zu finden.
(Quelle:  Pressemitteilung Aib-Kur / Beitragsbild: Copyright Mangfalltaler Musi)

„Junge Künstler ohne Grenzen“

„Junge Künstler ohne Grenzen“

Landkreis Rosenheim – Die Kommunale Jugendarbeit bietet in Zusammenarbeit mit dem Kreisjugendring Rosenheim und der Kunstschule Frantisek Kmoch aus Kolin in Tschechien auch in diesem Sommer einen deutsch- tschechischen Workshop der bildenden Kunst an – es sind noch Plätze frei. Anmeldeschluss ist der 15. Juli.

Das Plakat zum Workshop "Junge Künstler ohne Grenzen" in Baierbach am Simssee im Landkreis Rosenheim. Foto: Landratsamt Rosenheim

Das Plakat zum Workshop „Junge Künstler ohne Grenzen“ in Baierbach am Simssee im Landkreis Rosenheim. Foto: Landratsamt Rosenheim

Die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der tschechischen Kunstschule besteht bereits seit 24 Jahren. Der Workshop der bildenden Kunst findet in diesem Sommer von 30. Juli bis 5. August 2023 in im Jugendkulturhaus in Baierbach statt – und das bereits zum 14. Mal.
Teilnehmen können zwölf Jugendliche ab 14 Jahren aus dem Landkreis Rosenheim, die Spaß am Zeichnen, Malen, Fotografieren und handwerklichem Experimentieren im Bereich der bildenden Kunst haben und an einer Teamarbeit mit gleichaltrigen tschechischen Künstlern interessiert sind. Der Workshop wird mit einigen Ausflügen in die Umgebung und nach München sowie den Tegernsee ergänzt. Während dieser Ausflüge haben die Teilnehmer viel Zeit, um ihre Eindrücke auf dem Papier festzuhalten. Die Jugendlichen haben die Möglichkeit, die Tradition, Kunst und Kultur ihrer Heimat an die tschechischen Gäste weiterzugeben und viele wertvolle Erfahrungen in der gestalterischen Arbeit zu sammeln.

Bei dem Workshop soll ein Wandkalender entstehen

Weiterhin soll – bereits traditionell – ein deutsch–tschechischer Wandkalender für das Jahr 2024 mit ausgewählten Arbeiten des Workshops entstehen. Die Kosten für die Teilnahme an dem Workshop liegen pro Person bei 250 Euro. Im Preis enthalten sind die Reisekosten, Unterkunft, Verpflegung, Ausflüge sowie Betreuung und Materialkosten.
Für den Sommer 2024 ist die Fortsetzung des Workshops und ein Gegenbesuch in Tschechien in Kolin geplant.
Weitere Informationen zum Workshop und der Anmeldung gibt es bei der Kommunalen Jugendarbeit Rosenheim unter 08031 392 2392 oder per E-Mail an kommunale.jugendarbeit@lra-rosenheim.de.
(Quelle: Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re, Foto: Landratsamt Rosenheim)

„Beängstigender Kurs im Gesundheitssektor“

„Beängstigender Kurs im Gesundheitssektor“

Bad Füssing / Bayern – Der Bayerische Heilbäder-Verband (BHV) bescheinigt der Bundespolitik einen beängstigenden Kurs im Gesundheitssektor und fordert grundlegende Strukturreformen. „Anstatt sinnvoll und maßvoll an Strukturen zu arbeiten, fällt dem Bund außer Beitragserhöhungen bei den Gesetzlichen Krankenversicherungen und den Debatten über Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenzen nichts ein“, so Peter Berek, Landrat und BHV-Vorsitzender.

BHV Vorsitzender Peter Berek (rechts) und BHV-Geschäftsführer Thomas Jahn. Foto: BHV

BHV-Vorsitzender Peter Berek (rechts) und BHV-Geschäftsführer Thomas Jahn. Foto: Bayerischer Heilbäder Verband

„Damit steuert unser Gesundheitswesen in eine Lage, die wir bald nicht mehr bewältigen können“, so Peter Berekt weiter.  Ganz zurecht habe jüngst der Bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek vor einer Insolvenz der Sozialen Sicherungssysteme gewarnt. „Wir sind auch dankbar, dass die Staatsregierung rund 160 Millionen Euro an eigenen Härtefallhilfen für die Krankenhäuser, Reha-Einrichtungen und Dienste der ambulanten Pflege sowie Angebote zur Unterstützung im Alltag auf den Weg gebracht hat. Das wäre eigentlich Aufgabe des Bundes gewesen.“

„Einsparpotential durch strukturelle Änderungen“

Nach Ansicht des BHV gäbe es durch strukturelle Änderungen erhebliches Einsparpotential. „Allein mit der Einführung einer digitalen Patientenakte wären nach unseren Hochrechnungen massive Einsparungen möglich“, erläutert BHV-Geschäftsführer Thomas Jahn. „Wenn man eine Studie von Price Waterhouse aus dem Jahr 2017 hochrechnet, ergeben sich für das Jahr 2021 Einsparungen von 44 Milliarden Euro. Ein weiterer Punkt ist die Abschaffung des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen. Er kostet jährlich 6 Milliarden Euro. Die Beurteilungen von Hilfs- oder Pflegebedürftigkeit von Patienten könnten auch niedergelassene Ärzte übernehmen.“ Der Bayerische Heilbäder-Verband fordert darüber hinaus einen grundlegenden Paradigmenwechsel in der Gesundheitspolitik. „Wir brauchen eine klare Regelung: Prävention vor Reha, Rente oder Pflege. Ein weiteres Thema ist eine grundlegende Neuordnung der Finanzierung unserer Kliniken. Dazu gehört auch die Abschaffung der Fallpauschalen.“

Grundlegende Reform des Gesundheitssystems gefordert

Die Beitragserhöhungen in den Sozialversicherungen seien lediglich ein Tropfen auf dem heißen Stein, der nur kurzfristig Erleichterung bringe, dafür aber Arbeitgeber und Arbeitnehmer weiter belaste. „Wir fordern deshalb den Bund und alle Beteiligten auf, endlich eine grundlegende Reform unseres Gesundheitssystems anzupacken. Ein funktionierendes Gesundheitssystem ist Basis für unseren Wirtschaftsstandort und von zentraler Bedeutung für uns alle. Deshalb kann sich unser Land ein weiteres Hinauszögern oder eine Untätigkeit nicht mehr leisten“, betont der BHV-Vorsitzende Peter Berek abschließend.
(Quelle: Pressemitteilung Bayerischer Heilbäder Verband / Beitragsbild: Bayerischer Heilbäder Verband, zeigt: BHV-Vorsitzender Peter Berek (rechts) und BHV-Geschäftsführer Thomas Jahn)