Radsport: Lorenzo Finn siegt im Weltmeistertrikot beim Giro del Belvedere

Radsport: Lorenzo Finn siegt im Weltmeistertrikot beim Giro del Belvedere

Italien / Raubling Radsport – U23-Weltmeister Lorenzo Finn vom Team Red Bull – Bora – hansgrohe Rookies hat den Giro del Belvedere 2026 souverän gewonnen. Der Italiener setzte sich mit einer Solo-Attacke entscheidend ab und sicherte seinem Team bereits den vierten Saisonsieg.

Frühe Entscheidung auf anspruchsvollem Kurs
Beim traditionsreichen Giro del Belvedere, einem der bedeutendsten U23-Rennen im italienischen Frühjahrskalender, wurde Lorenzo Finn seiner Favoritenrolle gerecht. Das 168,5 Kilometer lange Eintagesrennen rund um Treviso war von zahlreichen Anstiegen geprägt und bot die Bühne für eine frühe Vorentscheidung.
Rund 30 Kilometer vor dem Ziel setzte der 19-jährige Italiener die entscheidende Attacke. In der Folge konnte ihm kein Konkurrent mehr folgen. Finn baute seinen Vorsprung kontinuierlich aus und fuhr einen ungefährdeten Solosieg ein.

Deutlicher Vorsprung im Ziel

Im Ziel lag Finn 1:20 Minuten vor dem zweitplatzierten Briten William Smith (Team Visma | Lease a Bike Development). Rang drei sicherte sich Tommaso Bambagioni (Team Technipes #inEmiliaRomagna Caffè Borbone).

Für Finn hatte der Erfolg eine besondere Bedeutung: Er startete erstmals im Trikot des amtierenden U23-Weltmeisters und konnte gleichzeitig seinen Vorjahressieg wiederholen.

„Ich bin super glücklich über diesen Sieg heute – und natürlich ganz besonders darüber, mein erstes Rennen im Weltmeistertrikot direkt gewonnen zu haben. Das Team hat den ganzen Tag über einen richtig starken Job gemacht und mich perfekt unterstützt. Nach meiner Attacke war es zwar noch ein weiter Weg bis ins Ziel, aber meine Beine waren gut. Es war wirklich eine perfekte Teamleistung.“ so Finn

Starke Teamarbeit als Schlüssel zum Erfolg

Einen wesentlichen Anteil am Sieg hatten auch Finns Teamkollegen. Paul Fietzke und Max Bock (beide Deutschland), Gustave Blanc (Frankreich) sowie Anatol Friedl (Österreich) kontrollierten das Rennen und bereiteten mit ihrer Arbeit die entscheidende Attacke vor.
Ihr Einsatz sorgte dafür, dass Finn im richtigen Moment angreifen konnte und ideale Bedingungen für seinen Solosieg vorfand.
(Quelle: Pressemitteilung Red Bull – Bora – hansgrohe / Beitragsbild: Symbolfoto re)

IHK Rosenheim zieht in die Lokhöfe

IHK Rosenheim zieht in die Lokhöfe

Rosenheim / Landkreis – Die IHK für München und Oberbayern verlegt ihre Geschäftsstelle Rosenheim sowie die IHK-Akademie in neue Räumlichkeiten. Voraussichtlich im vierten Quartal dieses Jahres sollen die Büros in den Lokhöfen – nur wenige Schritte vom Bahnhof Rosenheim entfernt – bezogen werden. Aktuell laufen die Ausbauarbeiten auf rund 900 Quadratmetern, um die Fläche für den Betrieb vorzubereiten. Den bisherigen Standort in der Hechtseestraße gibt die IHK dann vollständig auf.

Modernere Räume für Seminare und Weiterbildung

„Wir freuen uns darauf, künftig Unternehmer und Kunden an unserem neuen Standort begrüßen zu dürfen. Durch die zentrale Lage ist die IHK dann deutlich besser erreichbar“, sagt IHK-Geschäftsstellenleiter Jens Wucherpfennig.
„Für unsere Weiterbildungslehrgänge und Seminare stehen uns künftig rund 410 Quadratmeter zur Verfügung“, ergänzt Frank Hämmerlein, Leiter der IHK-Akademie Rosenheim. „Die Lokhöfe bieten neue Möglichkeiten, unser breites Weiterbildungsportfolio zentral und in modernen Räumen anzubieten.“

Die IHK wird rechtzeitig informieren, ab wann Geschäftsstelle und Akademie den Betrieb am neuen Standort aufnehmen.
(Quelle: Pressemitteilung IHK / Beitragsbild: Symbolfoto re)

TSV 1860 Rosenheim verliert gegen Spitzenreiter TSV Wasserburg

TSV 1860 Rosenheim verliert gegen Spitzenreiter TSV Wasserburg

Rosenheim – Die erste Mannschaft des TSV 1860 Rosenheim musste sich im Heimspiel dem Tabellenführer TSV Wasserburg mit 0:2 geschlagen geben. Besonders auffällig war, dass die Rosenheimer in den ersten 15 Minuten praktisch keinen Zugriff auf das Spiel hatten – eine Phase, die für die frühe Entscheidung durch die Gäste entscheidend war. Trotz der anfänglichen Rückstände kämpfte das Team engagiert und zeigte besonders nach der 20. Minute ein zunehmend ausgeglichenes Spiel.

Partie wird ab der 20. Minute ausgeglichener

Ab der 20. Minute entwickelte sich die Begegnung zunehmend ausgeglichener und blieb bis zur Halbzeit offen. Nach dem Seitenwechsel verlagerte sich das Spielgeschehen deutlich in Richtung des Wasserburger Tores. Chancen zum Anschlusstreffer konnten jedoch nicht genutzt werden, sodass der Rückstand bestehen blieb.

Schlussphase ohne weitere Tore

Ab der 75. Minute neutralisierten sich beide Teams weitgehend, sodass Wasserburg letztlich aufgrund der starken Anfangsphase als Sieger vom Platz ging.

Aufstellung TSV 1860 Rosenheim: Hamburger, Fischer, Muhameti (46. Papapicco), Tutic (84. Hetemi), Khong-In (80. Merepeza), L. Markulin, Grundner, Summerer, Stojcic (23. Gratt, 10. Alghatous), Ünal, N. Markulin

Tore: 1:0 Ungerath (10.), 2:0 Haunolder (15.)
(Quelle: Pressemitteilung TSV 1860 Rosenheim / Beitragsbild: Copyright TSV 1860 Rosenheim)

Wechsel an der Spitze der Malteser im Landkreis Rosenheim

Wechsel an der Spitze der Malteser im Landkreis Rosenheim

Rosenheim / Landkreis – Nach fast sechs Jahren an der Spitze der Malteser im Landkreis Rosenheim verabschiedet sich die bisherige Stadt- und Kreisbeauftragte Stephanie Freifrau von Freyberg aus ihrem Amt. Mit Wirkung zum 1. März 2026 hat Manfred Gebert die ehrenamtliche Leitung übernommen.

Die Malteser im Landkreis Rosenheim bilden eine lokale Organisationseinheit des Malteser Hilfsdienstes, die alle Gruppen, Einsatzteams und sozialen Dienste in der Region koordiniert. Die Leitung dieser Einheit wird als Stadt- und Kreisbeauftragter bezeichnet und umfasst die Verantwortung für das ehrenamtliche Engagement sowie die Zusammenarbeit mit hauptamtlichen Strukturen.

Rückblick auf die Amtszeit der Vorgängerin

Stephanie Freifrau von Freyberg blickt dankbar auf ihre Amtszeit zurück: „Fast sechs Jahre durfte ich die Kreisgliederung Rosenheim leiten und mit den großartigen Helfern viele spannende und schöne Momente erleben. Besonders das jährliche Sommerfestival und der Besuch unserer Mannschaft dort hatten es mir angetan. Dass ich ein soziales Ehrenamt aufbauen konnte, macht mich besonders glücklich.“

Zugleich zeigte sie sich überzeugt von ihrem Nachfolger: „Manfred Gebert ist ein Malteser durch und durch. Ich bin froh, dass er diese Aufgabe übernimmt, und wünsche ihm für seine neue Aufgabe alles Gute.“

Anfang März fand die diözesanweite Tagung der ehrenamtlichen Malteser-Beauftragten in Bad Aibling statt. Foto: Copyright Wilhelm Horlemann/Malteser

Anfang März fand die diözesanweite Tagung der ehrenamtlichen Malteser-Beauftragten in Bad Aibling statt. Foto: Copyright Wilhelm Horlemann/Malteser

Neuer Beauftragter bringt langjährige Erfahrung mit

Manfred Gebert ist in Rott am Inn aufgewachsen und lebt dort bis heute. Ehrenamtlich engagiert er sich seit seinem 16. Lebensjahr bei der örtlichen Feuerwehr, baute 2005 die First-Responder-Einheit auf und ist bis heute Sprecher aller First-Responder- und Helfer-vor-Ort-Gruppen im Rettungsdienstbereich Rosenheim/Miesbach. Seit 2017 ist er Fachbereichsleiter „Erste Hilfe/Ärztlicher Dienst“ im Kreisfeuerwehrverband Rosenheim.

Bei den Maltesern ist Gebert seit 1990 aktiv. Nach einem Sanitätshelferkurs übernahm er im Laufe der Jahre verschiedene Aufgaben – vom Helfer bis zu Führungsfunktionen – bei Einsätzen und Großschadenslagen wie dem Elbehochwasser 2002 oder dem Papstbesuch 2006. Nach einer beruflich bedingten längeren Auszeit übernahm er im Dezember 2024 das Amt des stellvertretenden Stadt- und Kreisbeauftragten.

Beruflich ist Gebert Fachhändler für Rettungs- und Feuerwehrtechnik und Prüftechniker für Wasserlecksuche.

„Ich freue mich darauf, gemeinsam mit unseren Ehrenamtlichen den Katastrophenschutz in der Region zu stärken. Auch soziale Dienste, etwa für ältere Menschen oder Integrationskurse, liegen mir sehr am Herzen“, erklärt Gebert. „Mir ist wichtig, dass wir bei den Maltesern – im Haupt- wie im Ehrenamt – gemeinsam Verantwortung übernehmen und ein Ziel verfolgen. Malteser ist man nie allein.“

Unterstützung durch Diözese und hauptamtliche Strukturen

Gebert wird eng mit dem Stadt- und Kreisgeschäftsführer Ernst Schütz zusammenarbeiten, der die hauptamtlichen Dienste in Stadt und Landkreis Rosenheim sowie in Miesbach verantwortet. Die Berufung von Gebert erfolgte Anfang März bei einer diözesanweiten Tagung aller ehrenamtlichen Beauftragten in Bad Aibling durch Peter Prinz von Lobkowicz, den Diözesanleiter der Malteser in der Erzdiözese München und Freising.

Prinz von Lobkowicz dankte Freyberg für ihr engagiertes Wirken und wünschte Gebert viel Erfolg für seine neue Aufgabe.
(Quelle: Pressemitteilung Malteser Rosenheim / Beitragsbild, Foto: Horlemann/Malteser)

In einer guten Klassengemeinschaft zusammengewachsen

In einer guten Klassengemeinschaft zusammengewachsen

Rosenheim –  Bei der Abschlussfeier der Landwirtschaftsschule Rosenheim erhielten 45 Studenten ihre Zeugnisse. Darunter waren Wirtschafter für Landbau und Studenten für Ernährungs- und Haushaltsmanagement. Die Feier begann mit einer Dankandacht und endete mit den Abschlussworten der Semestersprecher.

Pfarrer Robert Baumgartner hob in der Andacht den Zusammenhalt in der Schulgemeinschaft hervor. Im Laufe der Schulzeit sei eine starke Gemeinschaft entstanden, geprägt von gegenseitigem Vertrauen. Die Studenten betonten in den Fürbitten, dass unter den verschiedenen Kulturen und Nationen mehr Miteinander notwendig sei.

Engagement und Verantwortung der Absolventen

Schulleiterin Anna Bruckmeier begrüßte die Absolventen, Eltern, Freunde sowie Ehrengäste aus Politik, Verwaltung und landwirtschaftlichen Verbänden. Sie betonte den hohen Stellenwert der Fachausbildung, die durch den Zusatz „Bachelor Professionell“ auch international anerkannt sei. Erfolg zeige sich vor allem durch die Bereitschaft, das Gelernte praktisch anzuwenden.

Semester Hauswirtschaft – die Besten Von links: Semesterleiterin Dr. Anja Mayr; Magdalena Lässer (Pienzenau) Notendurchschnitt 1,0; Johanna Fuchs (Freyung) 1,76; Marlene Huber (Grafing) 1,86; Hildegard Aimer (Lohkirchen) 1,86; Schulleiterin Anna Bruckmeier. Foto: Copyright Wolfgang Hampel, Behörden- und Schulleiter a. D

Semester Hauswirtschaft – die Besten Von links: Semesterleiterin Dr. Anja Mayr; Magdalena Lässer (Pienzenau) Notendurchschnitt 1,0; Johanna Fuchs (Freyung) 1,76; Marlene Huber (Grafing) 1,86; Hildegard Aimer (Lohkirchen) 1,86; Schulleiterin Anna Bruckmeier. Foto: Copyright Wolfgang Hampel, Behörden- und Schulleiter a. D

Stellvertretende Landrätin Andrea Rosner lobte das Engagement der Schule und der Absolventen, die in ihren Berufen Verantwortung übernehmen und Entscheidungen treffen können. Der Vorsitzende des Verbands für Landwirtschaftliche Fachbildung (VLF) Rosenheim verwies auf Weiterbildungsangebote und den Wert der auf den Höfen gelebten Traditionen. Kreisbäuerin Katharina Kern bezeichnete die Absolventen als Profis der Zukunft, die das Rückgrat einer krisengebeutelten Gesellschaft bilden.

Praxisbeispiele aus der Schulzeit

An zwei Beispielen zeigten Studenten, was sie in der Schulzeit gelernt haben: Hildegard Aimer aus Lohkirchen organisierte in einer ehemaligen Bauernwirtschaft unter dem Motto „Genuss und Kultur am Hof“ zwei Kabarett-Abende und ein 5-Gänge-Menü. Außerdem berichteten Studenten des dritten Landwirtschaftssemesters über die Schweizlehrfahrt „Happy cows – happy farmer“ und die Besonderheiten der Milchviehhaltung in der Schweiz.

Nach den Präsentationen wurden die Zeugnisse überreicht. Semestersprecher Balthasar Höfer aus Bad Feilnbach blickte in seiner Abschlussrede auf die vergangenen Semester zurück und betonte, wie wichtig es sei, die Arbeit und den Beruf in der Öffentlichkeit positiv darzustellen. Die Semestersprecher der Hauswirtschaft, Johanna Fuchs aus Freyung und Elisabeth Gerstner aus Aschau am Inn, gaben einen humorvollen Einblick in die gemeinsame Zeit und dankten den Lehrkräften. „Wir sind stärker aus der Schule raus, als wir reingekommen sind“, lautete ihr Schlusswort.

Musikalisch wurde die Veranstaltung vom Bläsertrio der Landwirtschaftsschule sowie von Magdalena Läßer an der Ziach umrahmt.
(Quelle: Pressemitteilung Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Rosenheim / Beitragsbild, Foto: Copyright Wolfgang Hampel, Behörden- und Schulleiter a. D.)

460 Dienstjahre beim BRK in Rosenheim gewürdigt

460 Dienstjahre beim BRK in Rosenheim gewürdigt

Riedering / Landkreis Rosenheim – Beim Ehrungsabend des BRK-Kreisverbands Rosenheim wurden insgesamt 460 Dienstjahre gefeiert. Die Veranstaltung fand bereits zum zweiten Mal im Stürzer in Riedering (Landkreis Rosenheim) statt und stand ganz im Zeichen von Kontinuität, Engagement und Verbundenheit.

Jubilaren, Beförderungen und Abschiede

Ausgezeichnet wurden Mitarbeiter mit Dienstjubiläen aus dem vergangenen Jahr, ebenso wie Kollegen, die erfolgreich Prüfungen bestanden oder neue Verantwortungs- und Führungspositionen übernommen haben. Langjährige Mitarbeiter wurden offiziell in den Ruhestand verabschiedet. Insgesamt nahmen rund 50 Mitarbeiter aus allen Bereichen des Kreisverbands teil – vom Rettungsdienst über Verwaltung und Soziale Dienste bis zur Ausbildung.

Kreisgeschäftsführer Direktor Martin Schmidt und Vorsitzende Daniela Ludwig eröffneten den Abend und dankten allen Anwesenden für ihre langjährige Treue und ihr außergewöhnliches Engagement. „Langjährige Betriebszugehörigkeit ist heute keine Selbstverständlichkeit mehr – ebenso wenig wie die Bereitschaft zur kontinuierlichen Weiterbildung und zur Übernahme von Verantwortung“, betonten sie.

Anerkennung durch die BRK-Führung

Ein besonderer Gast war der neue BRK-Präsident Hans-Michael Weisky, der in seiner Ansprache die Bedeutung des Engagements der Mitarbeiter unterstrich und allen Geehrten seine Anerkennung aussprach. Auch Personalratsvorsitzender Benno Weidenspointner richtete abschließende Worte an die Gäste.

Martin Schmidt nutzte die Gelegenheit, um jeden Jubilar individuell zu würdigen: Er nannte die Startjahre im Kreisverband, damalige Personal- und Umsatzzahlen sowie prägende Ereignisse aus den beruflichen Laufbahnen. Ein besonderer Moment entstand, als Martin Schmidt selbst von Daniela Ludwig für 30 Jahre im Dienst geehrt wurde.

Engagement mit Leidenschaft

Der Ehrungsabend zeigte eindrucksvoll: Hinter den Leistungen des BRK stehen Menschen, die mit Kompetenz, Erfahrung und Leidenschaft Verantwortung für die Gesellschaft übernehmen
(Quelle: Pressemitteilung: BRK / Beitragsbild: Copyright BRK)

Protestaufruf in Rosenheim: Debatte über Wehrdienstgesetz und Meldepflicht für Auslandsaufenthalte

Protestaufruf in Rosenheim: Debatte über Wehrdienstgesetz und Meldepflicht für Auslandsaufenthalte

Rosenheim – Nach Diskussionen rund um das neue Wehrdienstgesetz ruft ein Bündnis in Rosenheim für den 8. Mai zu Schulstreiks auf. Hintergrund sind die verpflichtende Musterung junger Männer ab dem Jahrgang 2008 und die seit Jahresbeginn geltende Regel, dass Männer zwischen 17 und 45 Jahren längere Auslandsaufenthalte von mehr als drei Monaten vorher bei der Bundeswehr anmelden müssen.

In den vergangenen Tagen ist die Diskussion um Änderungen im deutschen Wehrdienstrecht erneut aufgeflammt. Nach dem neuen Gesetz müssen Männer im Alter zwischen 17 und 45 Jahren Auslandsaufenthalte von mehr als drei Monaten beim zuständigen Karrierecenter der Bundeswehr melden.

Aufruf zu Schulstreiks am 8. Mai

Das Bündnis „Gegen Wehrpflicht Rosenheim“ hat vor diesem Hintergrund für den 8. Mai zu Schulstreiks und Protesten aufgerufen. Schülerinnen und Schüler in Stadt und Landkreis Rosenheim werden darin aufgefordert, Streikkomitees an ihren Schulen zu gründen und den Unterricht an diesem Tag zu bestreiken.

Ein Vertreter des Bündnisses erklärte in wörtlicher Rede, junge Menschen würden nicht dazu verpflichtet werden wollen, „das Töten zu lernen“ und kritisierte, dass Investitionen in Militär und Ausbildung statt in Bildung und soziale Zukunftschancen fließen sollten.

Kritik an der Auslandsreise-Regelung

In der Pressemitteilung wird auch die Genehmigungspflicht für längere Auslandsaufenthalte thematisiert. Ein junger Mann aus Rosenheim äußerte, es habe „nichts mehr mit Freiheit zu tun“, dass Aufenthalte künftig von der Bundeswehr genehmigt werden müssten. D

Bündnisaufruf zur Beteiligung

Das Bündnis ruft neben Schülern auch Auszubildende, Studierende und Eltern dazu auf, sich am bundesweiten Streiktag zu beteiligen. In der Pressemitteilung wird auf vergangene Proteste verwiesen, bei denen nach Angaben des Bündnisses mehrere zehntausend junge Menschen in Deutschland nicht am Unterricht teilgenommen hätten, sondern für Freiheit und Frieden demonstrierten.

Hintergrund zur aktuellen Rechtslage

Die Musterung junger Männer ab dem 17. Lebensjahr ist gesetzlich vorgeschrieben. Die Meldepflicht für längere Auslandsaufenthalte ist im Wehrdienstgesetz festgeschrieben, wurde aber zuvor nur im Spannungs- und Kriegsfall angewendet. Seit Jahresbeginn ist die Regelung grundsätzlich auch in Friedenszeiten in Kraft. Laut Bundeswehr sollen die Vorschriften aktuell noch praktisch ausgearbeitet werden, sodass in der Praxis viele Anträge zunächst als genehmigt gelten, bis Verwaltungsvorschriften finalisiert sind.
(Quelle: Pressemitteilung des Bündnisses „Gegen Wehrpflicht Rosenheim“; Hintergrundinformationen aus Medienberichten zur Rechtslage / Beitragsbild: Symbolfoto re

Betriebsstörung am Münchner Hauptbahnhof durch Notbremsung

Betriebsstörung am Münchner Hauptbahnhof durch Notbremsung

München – In der Nacht auf Montag (5.4.2026) zog ein 56-Jähriger im ICE 2845 kurz vor der Einfahrt am Münchner Hauptbahnhof die Notbremse und begab sich in den Gleisbereich. Die Gleise wurden daraufhin gesperrt, der Zugverkehr von Nah- und Fernverkehr erheblich beeinträchtigt.

Gegen 23:20 Uhr zog ein 56-jähriger Deutscher im ICE 2845 die Notbremse kurz vor der Einfahrt am Münchner Hauptbahnhof. Anschließend betätigte er die Notentriegelung einer Tür und begab sich, nach den Angaben der Bundespolizei, in den Gleisbereich.

Einsatz der Bundespolizei

Die Notfallleitstelle sperrte daraufhin sämtliche Gleise zwischen dem Hauptbahnhof München und der Donnersbergerbrücke und erteilte allen dort verkehrenden Zügen einen Nothalteauftrag. Die Bundespolizei wurde alarmiert und stellte den psychisch auffälligen Mann wenig später in der Nähe des Stellwerks an der Hackerbrücke.

Da zunächst unklar war, ob sich weitere Personen im Gefahrenbereich aufhielten, blieb die Gleissperrung bis 00:43 Uhr am 7. April aufrechterhalten.

Polizeiliche Maßnahmen und Ermittlungen

Der 56-Jährige wurde zur Wache in der Denisstraße gebracht. Ein freiwillig durchgeführter Atemalkoholtest ergab 0,0 Promille. Nach Abschluss der Maßnahmen konnte der wohnsitzlose Mann die Dienststelle wieder verlassen.

Gegen ihn wurden strafrechtliche Ermittlungen wegen Missbrauchs von Nothilfeeinrichtungen sowie ein Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen unbefugten Aufenthalts im Gleisbereich und der betriebsstörenden Handlung eingeleitet.

Auswirkungen auf den Bahnverkehr

Durch den Vorfall kam es zu massiven Störungen im Nah- und Fernverkehr der Deutschen Bahn am Münchner Hauptbahnhof.
(Quelle: Pressemitteilung Bundespolizeidirektion München / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Gemischtwarenladen Astner, Rosenheim, 1942

Gemischtwarenladen Astner, Rosenheim, 1942

Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise führt heute ins Jahr 1942. Auf der alten Aufnahme ist der ehemalige Gemischtwaren- und Zuckerwarenladen Astner in der Königstraße in Rosenheim zu sehen.

Die Geschwister Astner gehörten zu den alteingesessenen Händlern der Stadt. Neben Süßwaren bot ihr Geschäft typische Waren eines Gemischtwarenladens jener Zeit an – ein kleiner Alleskönner für den täglichen Bedarf.

Weitere Informationen zum Laden konnten von uns leider nicht recherchiert werden. Wer mehr über den Gemischtwarenladen Astner weiß, kann wie immer gern unter dem Foto kommentieren und so zur Geschichte Rosenheims beitragen.
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann – Foto Nickl / Bildtext: Karin Wunsam)

„Letzte-Hilfe“-Kurs in Rosenheim vermittelt Basiswissen zur Sterbebegleitung

„Letzte-Hilfe“-Kurs in Rosenheim vermittelt Basiswissen zur Sterbebegleitung

Rosenheim / Landkreis – Das Hospiz Palliativ Netzwerk für Stadt und Landkreis Rosenheim bietet am Samstag, 18. April 2026, von 09:30 bis 13:30 Uhr in den Räumen der Malteser Rosenheim (Rathausstraße 25) einen Kurs zum Thema „Letzte Hilfe“ an. Ziel ist es, Unsicherheiten im Umgang mit Sterben und Tod zu verringern und Grundlagen der Sterbebegleitung zu vermitteln.

Sterben, Tod und schwerste Erkrankungen sind Themen, die jeden Menschen im Leben betreffen können – sei es als Angehöriger, Freund oder direkt Betroffener. Um in solchen Situationen sicherer handeln zu können, bietet das Hospiz Palliativ Netzwerk einen „Letzte Hilfe“-Kurs an.

Kursinhalte und Zielsetzung

Der Kurs vermittelt Basiswissen für die Begleitung Sterbender in Familie, Nachbarschaft oder Freundeskreis. Dazu gehören:

  • Die Normalität von Tod und Sterben im Lebenszyklus
  • Grundlegende Handgriffe und einfache Maßnahmen der Sterbebegleitung
  • Umgang mit Beschwerden und Möglichkeiten der Linderung
  • Rechtliche Aspekte wie Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht
  • Strategien für Abschiednahme sowie persönliche Möglichkeiten und Grenzen

Der Kurs soll Unsicherheiten abbauen, Orientierung geben und Mut machen, sich Sterbenden zuzuwenden. Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten praxisnahes Wissen, das im Alltag angewendet werden kann.

Wer kann teilnehmen?

Der Kurs richtet sich an alle, die sich über Sterben, Tod und Palliativversorgung informieren möchten. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Anmeldung

Interessierte können sich anmelden unter:

  • E-Mail: koordination@hpn-rosenheim.de
  • Telefon: 08031 – 7985000
    (Quelle: Pressemitteilung Hospiz Palliativ Netzwerk für Stadt und Landkreis Rosenheim)
Unfall auf B15 bei Lengdorf – eine Verletzte

Unfall auf B15 bei Lengdorf – eine Verletzte

Lengdorf / Landkreis Rosenheim – Ein Abbiegevorgang auf der Auseestraße (B15) in Lengdorf (Landkreis Rosenheim) führte am Ostersonntag (5.4.2026) zu einem Frontalzusammenstoß zweier Pkw. Eine Person wurde leicht verletzt.

Nach Angaben der Polizei befuhr die Unfallverursacherin gegen 10.15 Uhr  die Auseestraße aus Richtung Rosenheim in Richtung Wasserburg. Auf Höhe der Esso-Tankstelle wollte sie nach links auf das Tankstellengelände abbiegen. Dabei übersah sie die entgegenkommende Geschädigte, die die B15 in entgegengesetzter Richtung befuhr. Es kam zum frontalen Zusammenstoß auf der Fahrspur der entgegenkommenden Pkw-Fahrerin.

Die entgegenkommende Fahrerin erlitt leichte Verletzungen. Der entstandene Sachschaden wird auf etwa 35.000 Euro geschätzt.
Die Polizeiinspektion Wasserburg nahm den Unfall auf.
(Quelle Pressemitteilung: Polizeiinspektion Wasserburg / Beitragsbild:Symbolfoto re) 

Unfall auf B304 nach verbotswidrigem Einfädeln aus Parkbucht

Unfall auf B304 nach verbotswidrigem Einfädeln aus Parkbucht

Wasserburg / Landkreis Rosenheim – Beim Einfahren aus einer Parkbucht auf die B304 kurz vor der Umgehungs-Innbrücke in Wasserburg  (Landkreis Rosenheim) kam es am Karfreitag (3.4.2026) zu einer Kollision. Zwei Personen wurden leicht verletzt.

Nach Angaben der Polizei fuhr die Geschädigte gegen 14.40 Uhr mit ihrem Pkw in östlicher Richtung auf der B304. Eine andere Fahrzeugführerin fuhr von einer Parkbucht nach links auf die Straße ein, ohne die von links kommende Geschädigte zu beachten. Dabei kam es zum Zusammenstoß beider Pkw.

Beide Beteiligten erlitten leichte Verletzungen und wurden mit Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. Der entstandene Sachschaden wird auf etwa 20.000 Euro geschätzt.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Wasserburg / Beitragsbild: Symbolfoto re)