20 Jahre Palliativdienst: Fürsorge in Bad Aibling seit zwei Jahrzehnten

20 Jahre Palliativdienst: Fürsorge in Bad Aibling seit zwei Jahrzehnten

Bad Aibling  / Landkreis Rosenheim – Was vor 20 Jahren mit zwei sogenannten „Brückenzimmern“ begann, ist heute ein fester Bestandteil der medizinischen Versorgung in der Region Rosenheim.: Der Palliativmedizinische Dienst (PMD) der RoMed Klinik Bad Aibling feiert sein 20-jähriges Bestehen.

Der Dienst begleitet schwerkranke Menschen und ihre Angehörigen in belastenden Lebenssituationen – mit medizinischer Unterstützung, persönlicher Zuwendung und einem interdisziplinären Ansatz. Im Mittelpunkt steht dabei nicht Heilung um jeden Preis, sondern Lebensqualität.

Zum Jubiläum würdigten Vertreter der Klinikleitung, Politik und Wegbegleiter die Entwicklung des Dienstes. RoMed-Geschäftsführer Dr. Ulrich Schulze dankte den beteiligten Berufsgruppen und dem Netzwerk in Stadt und Landkreis Rosenheim: „Mein Dank gilt allen Berufsgruppen und dem etablierten Netzwerk in Stadt und Landkreis Rosenheim. Der Bedarf an palliativmedizinischer Versorgung nimmt zu, unser Anspruch auch. Wir bauen die Zusammenarbeit weiter aus, stärken die Teams und halten Kurs: Interdisziplinär, zugewandt und nah am Menschen.“

Vom Modellprojekt zum festen Bestandteil

Die Geschichte des Palliativmedizinischen Dienstes begann im Jahr 2005. Nach der Zusammenführung der damaligen Landkreiskliniken entstanden in Bad Aibling zunächst zwei „Brückenzimmer“ – ein Projekt, das laut Klinik von Mitarbeitern verschiedener Berufsgruppen gemeinsam entwickelt wurde.

2011 folgte die Einführung eines palliativmedizinischen Konsiliardienstes für das gesamte Haus – nach Angaben der Klinik der erste seiner Art in Südostbayern. Bis heute wurde das Angebot stetig ausgebaut.

Dass der Bedarf wächst, zeigen auch die Zahlen: Wurden im Jahr 2015 noch 66 Fälle betreut, waren es 2025 bereits 218. Bis April 2026 begleitete das Team bereits rund 100 Patienten.

Mehr Lebensqualität in schwierigen Zeiten

Palliativmedizin soll Beschwerden lindern und Menschen in schweren Krankheitsphasen begleiten. Dazu gehören unter anderem die Behandlung von Schmerzen, Atemnot oder Angst sowie die Unterstützung bei Fragen zu Therapiezielen und Krankheitsbewältigung. Auch Angehörige werden in die Betreuung einbezogen.

Der PMD in Bad Aibling arbeitet dafür interdisziplinär. Beteiligt sind Ärzte, Pflegekräfte, Psychologen, Physiotherapeuten, Seelsorger sowie Sozial- und Entlassmanagement. Ergänzt wird das Angebot unter anderem durch Kunst- und Entspannungstherapie.

von links.: Dipl. Psych. Andrea Schmidt, Sandra Zabel, Kaufmännische Leiterin, Dr. Ulrich Schulze, RoMed Geschäftsführer, Annette Grüber, Leiterin des palliativmedizinischen Dienstes, Dr. Christof<br />
Geigerseder, stv. Leiter des palliativmedizinischen Dienstes, Gemeindereferentin und Klinikseelsorgerin  Elisabeth Boxhammer, stellvertretende Landrätin Marianne Loferer und Bürgermeister der Stadt Bad  Aibling Stephan Schlier Foto: RoMed Kliniken

von links.: Dipl. Psych. Andrea Schmidt, Sandra Zabel, Kaufmännische Leiterin, Dr. Ulrich Schulze, RoMed Geschäftsführer, Annette Grüber, Leiterin des palliativmedizinischen Dienstes, Dr. Christof
Geigerseder, stv. Leiter des palliativmedizinischen Dienstes, Gemeindereferentin und Klinikseelsorgerin Elisabeth Boxhammer, stellvertretende Landrätin Marianne Loferer und Bürgermeister der Stadt Bad Aibling Stephan Schlier Foto: RoMed Kliniken

Die stellvertretende Landrätin Marianne Loferer würdigte das Engagement des Teams: „Zwei Jahrzehnte palliativmedizinische Begleitung stehen für gelebte Menschlichkeit, kontinuierliche Weiterentwicklung und ein tiefes Verantwortungsbewusstsein gegenüber schwerstkranken Menschen und ihren Angehörigen.“

Auch Bad Aiblings Bürgermeister Stephan Schlier hob die gesellschaftliche Bedeutung hervor: „Dieser Dienst ist die praktische Antwort auf das wichtigste Versprechen unserer Verfassung: ,Die Würde des Menschen ist unantastbar.’ Ein kranker Mensch in seiner letzten Lebensphase ist nicht ,weniger wert’ als ein junger Mensch in der Blüte seines Lebens. Hier bei Ihnen wird diese Überzeugung jeden Tag spürbar.“

Die Jubiläumsfeier endete mit einer Filmvorführung über die Arbeit des Palliativmedizinischen Dienstes sowie musikalischer Begleitung durch die Klinikband der RoMed Klinik Bad Aibling.
(Quelle: Pressemitteilung RoMed Kliniken / Beitragsbild, Foto. RoMed Kliniken)

Johann Wimmer neuer Vorsitzender der Initiative Traunstein

Johann Wimmer neuer Vorsitzender der Initiative Traunstein

Traunstein – Nach dem tragischen Unfalltod des bisherigen Vorsitzenden Georg Osenstätter hat die Initiative Traunstein e.V. bei ihrer Jahreshauptversammlung vorgezogene Neuwahlen durchgeführt. Die Mitglieder wählten Johann Wimmer einstimmig zum neuen Vorsitzenden.

Neben der personellen Neuaufstellung blickte die Initiative auch auf die vergangenen Monate zurück. Trotz der Herausforderungen nach dem Tod Osenstätters sieht sich der Verein weiterhin gut aufgestellt und ist auch in der neuen Legislaturperiode erneut mit zwei Mandaten im Traunsteiner Stadtrat vertreten.

„Durch den tragischen Tod unseres ehemaligen Vorsitzenden mussten wir uns mitten im Wahlkampf neu ausrichten“, betonte der kommissarische Vorsitzende Johann Wimmer in seinem Rückblick. Gleichzeitig stellte er fest: „Wir wollen uns als Initiative weiterentwickeln, ohne dabei den Grundgedanken der politischen Unabhängigkeit zu verlieren, und die Stadtpolitik aus der Mitte heraus gestalten.“

Fokus auf Innenstadt, Ehrenamt und Wohnraum

Wimmer zeigte sich erfreut darüber, dass die Initiative mit Sabine Garbarino und René Drost weiterhin mit zwei Stadträten im Kommunalparlament vertreten ist. „Wir setzen uns weiterhin für die Stärkung der Innenstadt und des Ehrenamts ein“, so Johann Wimmer. Ergänzend erklärte er: „Außerdem wollen wir die nachhaltige Gestaltung von Wohnraum voranbringen und die Interessen junger wie älterer Mitbürger gezielt fördern.“

Künftig wolle die Initiative nach eigenen Angaben jährlich zwei Anträge für den Stadtrat erarbeiten. Im Mittelpunkt stünden dabei unter anderem die Innenstadtentwicklung sowie eine bessere Anbindung der Stadtteile Haslach, Hochberg, Kammer und Wolkersdorf. Auch bezahlbarer Wohnraum, die Belebung von Leerständen und Energiekonzepte sollen weiter vorangebracht werden.

Unterstützung für Ehrenamt und Feuerwehren

Eine wichtige Rolle misst die Initiative weiterhin dem Ehrenamt bei. „Eine zentrale Säule des guten Miteinanders bildet das große ehrenamtliche Engagement in den Vereinen und Organisationen“, stellte Johann Wimmer fest und ergänzte: „Wir wollen den Ehrenamtlichen in allen Bereichen deshalb auch weiterhin den Rücken stärken.“

Auch die fünf Freiwilligen Feuerwehren in Haslach, Hochberg, Kammer, Traunstein und Wolkersdorf hob Wimmer hervor. „Wir werden uns daher für deren optimale Ausstattung sowie die nötige Infrastruktur einsetzen“, erklärte der neue Vorsitzende.

Vorstand neu gewählt

Neben dem Vorsitz wurden weitere Ämter neu besetzt beziehungsweise bestätigt. Roswitha Maier wurde einstimmig zur zweiten Vorsitzenden gewählt, Florian Fraunhofer als Kassier bestätigt. Neue Schriftführerin ist Dr. Josephine Schmid. Sie folgt auf Dr. Rudolf Deckert, der nicht erneut kandidierte.
Fraunhofer berichtete zudem von stabilen Finanzen des Vereins. Die Mitgliedsbeiträge bildeten weiterhin die wichtigste Einnahmequelle.

Zum Ende der Versammlung dankte die Initiative den bisherigen Stadträten Susanne Deckert sowie Tobias Huber, der nach dem Tod von Georg Osenstätter vorübergehend als Nachrücker dem Stadtrat angehörte, für ihr Engagement.
Außerdem verwies Johann Wimmer auf das nächste Stadtgespräch am 21. Mai um 19.30 Uhr im Bräustüberl des Hofbräuhauses am Stadtplatz. „Alle Interessierten sind herzlich zu einem Austausch willkommen“, sagte der neue Vorsitzende abschließend.
(Quelle: Pressemitteilung Hubert Hobmaier / Beitragsbild:: Hubert Hobmaier)

MorgenINNPULS – Schon gewusst?

MorgenINNPULS – Schon gewusst?

Montag, 18. Mai – Guten Morgen!

Wusstest Du, dass Metall Wärme schneller ableitet als Holz?
Deshalb fühlt es sich kälter an, obwohl beide gleich warm sein können.
Deine Wahrnehmung kann täuschen.

Vielleicht hinterfragst Du heute Deinen ersten Eindruck.

Wir wünschen Dir einen bewussten Start in den Tag! 🌞
(Quelle: Artikel Josefa Staudhammer / Beitragsbild: re)

Einbürgerungen in Bayern steigen deutlich – Türkei erstmals seit 2018 wieder größte Herkunftsgruppe

Einbürgerungen in Bayern steigen deutlich – Türkei erstmals seit 2018 wieder größte Herkunftsgruppe

Bayern – Immer mehr Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit werden in Bayern eingebürgert. Im Jahr 2025 erhielten insgesamt 59.573 Personen die deutsche Staatsbürgerschaft, wie das Bayerische Landesamt für Statistik mitteilt. Das sind 5.055 mehr als im Vorjahr.

Hintergrund ist unter anderem das im Juni 2024 in Kraft getretene Gesetz zur Modernisierung des Staatsangehörigkeitsrechts. Es erleichtert Einbürgerungen unter anderem durch kürzere Aufenthaltszeiten und die grundsätzlich mögliche Mehrstaatigkeit.

Unter den Eingebürgerten waren 29.754 Frauen und 29.821 Männer. Rund 81 Prozent entfielen auf sogenannte Anspruchseinbürgerungen, 19 Prozent auf Ermessenseinbürgerungen.

Türkei wieder an der Spitze der Herkunftsländer

Erstmals seit 2018 stellen Personen aus der Türkei wieder die größte Gruppe der Eingebürgerten. Insgesamt wurden 6.495 Menschen mit türkischer Staatsangehörigkeit eingebürgert, gefolgt von Personen aus Syrien (4.979), dem Kosovo (4.231), Russland (4.135) sowie Bosnien und Herzegowina (4.101).

Auffällig ist dabei ein Rückgang der Einbürgerungen von Menschen mit syrischer Staatsangehörigkeit, während insbesondere bei türkischen, kosovarischen und bosnischen Staatsangehörigen deutliche Zuwächse verzeichnet wurden.

Die meisten Einbürgerungen entfielen auf die Regierungsbezirke Oberbayern (22.982), Mittelfranken (8.863) und Schwaben (8.814). Diese drei Regionen vereinen damit rund 69 Prozent aller Einbürgerungen in Bayern.

Rund 61 Prozent der Eingebürgerten hatten zuvor eine europäische Staatsangehörigkeit, 27 Prozent eine asiatische, sieben Prozent eine afrikanische und fünf Prozent eine amerikanische Staatsangehörigkeit. Etwas weniger als ein Prozent entfiel auf Australien/Ozeanien, Staatenlose oder Personen mit ungeklärter Staatsangehörigkeit.

Altersmäßig zeigt sich ein klarer Schwerpunkt: Etwa 58 Prozent waren zwischen 18 und 44 Jahre alt, rund 20 Prozent unter 18 Jahren, 18 Prozent zwischen 45 und 59 Jahren und vier Prozent 60 Jahre oder älter.
(Quelle: Pressemitteilung Bayerisches Landesamt für Statistik / Beitragsbild Symbolfoto ai generiert )

Kreistagsmitglieder nach teils jahrzehntelangem Engagement feierlich verabschiedet

Kreistagsmitglieder nach teils jahrzehntelangem Engagement feierlich verabschiedet

Landkreis Rosenheim – Der Landkreis Rosenheim hat langjährige Kreisräte offiziell verabschiedet. In feierlichem Rahmen dankte Landrat Otto Lederer den ausgeschiedenen Mitgliedern für ihr teils jahrzehntelanges Engagement im Kreistag.

Die Dauer der Mandate reichte dabei von einer Wahlperiode bis hin zu mehreren Jahrzehnten kommunalpolitischer Arbeit – einzelne Mitglieder gehörten dem Gremium bereits seit 1990 an.
Landrat Otto Lederer würdigte den Einsatz der ehemaligen Kreisrätinnen und Kreisräte mit den Worten: „Sie haben ihre Zeit und Energie für den Landkreis gegeben.“ Das sei nicht selbstverständlich, betonte er. Zudem hob er die Bedeutung des Ehrenamts für das politische System hervor: „Unser Land ist groß geworden dadurch, dass Menschen sich ehrenamtlich in ihren Kommunen engagieren.“

Von insgesamt 26 ausgeschiedenen Mitgliedern nahmen 15 an der Verabschiedung teil. Der Kreistag ist die kommunale Vertretung der Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Rosenheim. Ihm gehören 70 Mitglieder an.
(Quelle: Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

6360 Einsätze für die Feuerwehren im Landkreis Rosenheim – Falschalarme durch Smartphones bleiben Problem

6360 Einsätze für die Feuerwehren im Landkreis Rosenheim – Falschalarme durch Smartphones bleiben Problem

Landkreis Rosenheim – Die Feuerwehren im Landkreis Rosenheim sind im vergangenen Jahr erneut stark gefordert gewesen. Insgesamt wurden sie 6.360 Mal alarmiert, wie Kreisbrandrat Richard Schrank bei der Kommandantendienst- und Kreisfeuerwehrverbandsversammlung in Eiselfing berichtete. Ein Problem dabei bleibt die weiter hohe Zahl an Falschalarmierungen, die unter anderem durch Smartphones und Smartwatches ausgelöst werden.

Während die Zahl der technischen Hilfeleistungen zurückging und es 2025 nur wenige Unwetterlagen gab, stieg die Zahl der Brandeinsätze deutlich an. Fast 1.600 Mal wurden die Feuerwehren zu Bränden alarmiert – rund 200 Einsätze mehr als in den beiden Vorjahren. „Wir sind beschäftigt, was ganz besonders die großen Brandeinsätze anbelangt“, so Schrank.

Für seine vorbildliche und langjährige Jugendarbeit bei seiner Heimatfeuerwehr in Bruckmühl, aber auch auf Landkreisebene, wurde Matthias Stuckenberger mit der Ehrennadel der Jugendfeuerwehr Oberbayern in Silber geehrt. (von links) Kreisbrandrat Richard Schrank, Matthias Stuckenberger, Kreisjugendfeuerwehrwart Marco Polster, der Vorsitzende vom Bezirksfeuerwehrverband Oberbayern Dr. Rüdiger Sobotta, Landrat Otto Lederer und Eiselfings Bürgermeister Georg Reinthaler. Foto: Landratsamt Rosenheim

Für seine vorbildliche und langjährige Jugendarbeit bei seiner Heimatfeuerwehr in Bruckmühl, aber auch auf Landkreisebene, wurde Matthias Stuckenberger mit der Ehrennadel der Jugendfeuerwehr Oberbayern in Silber geehrt. (von links) Kreisbrandrat Richard Schrank, Matthias Stuckenberger, Kreisjugendfeuerwehrwart Marco Polster, der Vorsitzende vom Bezirksfeuerwehrverband Oberbayern Dr. Rüdiger Sobotta, Landrat Otto Lederer und Eiselfings Bürgermeister Georg Reinthaler. Fotos: Landratsamt Rosenheim

Insgesamt 1.450 Personen wurden im vergangenen Jahr betreut, versorgt oder gerettet. Für 114 Menschen kam jede Hilfe zu spät oder sie konnten nicht mehr gerettet werden. Der Kreisbrandrat dankte in diesem Zusammenhang der Psychosozialen Notfallversorgung für die Unterstützung der Einsatzkräfte.

Er wusste nichts, bis er auf die Bühne gebeten wurde. Seine Kameraden hatten ihn vorgeschlagen und so wurde Franz Aichinger für seine langjährigen und außergewöhnlichen Leistungen für die Feuerwehr Pfraundorf mit dem Bayerischen Feuerwehr Ehrenkreuz in Silber geehrt. (von links) Kreisbrandrat Richard Schrank, Dr. Rüdiger Sobotta vom Bezirksfeuerwehrverband Oberbayern, der Kommandant der Feuerwehr Pfraundorf Stefan Schröttinger, Franz Aichinger, Landrat Otto Lederer und Georg Reinthaler, der Bürgermeister von Eiselfing. Foto: Landratsamt Rosenheim

Er wusste nichts, bis er auf die Bühne gebeten wurde. Seine Kameraden hatten ihn vorgeschlagen und so wurde Franz Aichinger für seine langjährigen und außergewöhnlichen Leistungen für die Feuerwehr Pfraundorf mit dem Bayerischen Feuerwehr Ehrenkreuz in Silber geehrt. (von links) Kreisbrandrat Richard Schrank, Dr. Rüdiger Sobotta vom Bezirksfeuerwehrverband Oberbayern, der Kommandant der Feuerwehr Pfraundorf Stefan Schröttinger, Franz Aichinger, Landrat Otto Lederer und Georg Reinthaler, der Bürgermeister von Eiselfing.

Mehr als 700 Falschalarme durch digitale Geräte

Mehr als 700 Einsätze wurden 2025 durch Falschalarmierungen ausgelöst – häufig automatisch durch Smartphones oder Smartwatches. Da auch in diesen Fällen jedes Mal Einsatzkräfte ausrücken müssen, wird ab 1. Juni eine neue Alarmierungsregelung eingeführt: Bei vermuteten Falschalarmen sollen zunächst nur ein bis zwei Verantwortliche alarmiert werden, die die Lage vor Ort einschätzen.

Die Freistellung von Mitarbeitenden für die Einsätze und Übungen der Feuerwehren ist für die Eiselfinger Firma Huber & Sohn GmbH 6 Co. KG selbstverständlich. Zum Dank gab es eine Urkunde und das Unternehmen darf sich nun Partner der Feuerwehren nennen. (von links) Kreisbrandrat Richard Schrank, Eiselfings Bürgermeister Georg Reinthaler, Vinzent Huber, der Vorsitzende vom Bezirksfeuerwehrverband Oberbayern Dr. Rüdiger Sobotta und Landrat Otto Lederer. Foto: Landratsamt Rosenheim

Die Freistellung von Mitarbeitenden für die Einsätze und Übungen der Feuerwehren ist für die Eiselfinger Firma Huber & Sohn GmbH 6 Co. KG selbstverständlich. Zum Dank gab es eine Urkunde und das Unternehmen darf sich nun Partner der Feuerwehren nennen. (von links) Kreisbrandrat Richard Schrank, Eiselfings Bürgermeister Georg Reinthaler, Vinzent Huber, der Vorsitzende vom Bezirksfeuerwehrverband Oberbayern Dr. Rüdiger Sobotta und Landrat Otto Lederer.

Zur Einsatzbereitschaft wurden rund 4.700 Feuerwehrkräfte in mehr als 350 Ausbildungs-Veranstaltungen geschult. Insgesamt engagieren sich inzwischen mehr als 7.800 Frauen und Männer ehrenamtlich in den Feuerwehren im Landkreis Rosenheim – ein neuer Höchststand. Auch die Jugendfeuerwehr wächst weiter und zählt über 1.100 Mitglieder in 109 Gruppen.

Für ihre überdurchschnittliche und engagierte Unterstützung des Ehrenamts der Freiwilligen Feuerwehren wurde das Kolbermoorer Unternehmen phoenix Brandschutz geehrt. Das Unternehmen und die Feuerwehren arbeiten seit Jahrzehnten zusammen. (von links) Kreisbrandrat Richard Schrank, der Bürgermeister von Eiselfing Georg Reinthaler, Florian und Helmut Bergmaier, Dr. Rüdiger Sobotta vom Bezirksverband Oberbayern und Landrat Otto Lederer. Foto: Landratsamt Rosenheim

Für ihre überdurchschnittliche und engagierte Unterstützung des Ehrenamts der Freiwilligen Feuerwehren wurde das Kolbermoorer Unternehmen phoenix Brandschutz geehrt. Das Unternehmen und die Feuerwehren arbeiten seit Jahrzehnten zusammen. (von links) Kreisbrandrat Richard Schrank, der Bürgermeister von Eiselfing Georg Reinthaler, Florian und Helmut Bergmaier, Dr. Rüdiger Sobotta vom Bezirksverband Oberbayern und Landrat Otto Lederer.

Im Bereich Brand- und Katastrophenschutz setzt der Landkreis derzeit neue Konzepte um. Dazu gehören unter anderem neue Stromerzeuger, Verkehrssicherungsanhänger sowie ein Wechsellader-Konzept mit Abrollbehältern für unterschiedliche Einsatzlagen. Ziel ist es, die Leistungsfähigkeit im Katastrophenschutz weiter zu stärken.

Landrat Otto Lederer betonte, dass es trotz aller Maßnahmen keine hundertprozentige Sicherheit geben könne und jeder auch selbst Vorsorge treffen müsse. Die Zusammenarbeit der Blaulichtorganisationen wurde von allen Seiten ausdrücklich gelobt.
(Quelle: Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim / Beitragsbild, Fotos: Landratsamt Rosenheim)

Seltene Äskulapnatter in Wasserburg am Inn entdeckt

Seltene Äskulapnatter in Wasserburg am Inn entdeckt

Wasserburg am Inn – Für eine kleine Sensation unter Naturkundlern sorgt derzeit eine Beobachtung in Wasserburg am Inn: Dort wurde kürzlich eine Äskulapnatter gesichtet – eine der seltensten Schlangenarten Deutschlands.

Im Rahmen einer naturkundlichen Beobachtung im Stadtgebiet nahe des Inns wurde die ungiftige und streng geschützte Schlange entdeckt. Ob es sich um ein natürlich vorkommendes Tier, ein abgewandertes Individuum aus bekannten Beständen oder um ein ausgesetztes Tier handelt, ist derzeit noch unklar und soll weiter untersucht werden.

In Bayern sind stabile Vorkommen der Äskulapnatter vor allem aus dem österreichischen Grenzgebiet bei Burghausen bekannt. Ein Auftauchen im Raum Wasserburg gilt daher als außergewöhnlich. Fachleute schließen nicht aus, dass klimatische Veränderungen eine Ausbreitung der Art begünstigen könnten. Zudem bestehen entlang des Inns mögliche Wanderkorridore zwischen den bekannten Lebensräumen.

Seltene Schlange mit großer Bedeutung für den Naturschutz

Die Äskulapnatter (Zamenis longissimus) ist die größte heimische Schlangenart Mitteleuropas und kann bis zu zwei Meter lang werden. Für den Menschen ist sie völlig ungefährlich. Charakteristisch sind ihre olivbraune Färbung und ihr ruhiges Verhalten. Durch das Spreizen ihrer Schuppen kann sie sehr gut klettern und sogar senkrechte Baumstämme zur Nahrungssuche erklimmen. Der Name geht auf den griechischen Heilgott Asklepios zurück, dessen Symbol die Schlange um einen Stab ist.

Naturschutzfachlich hat der Fund Bedeutung, so Biodiversitätsberater Jonas Garschhammer vom Landratsamt Rosenheim. Die Art ist auf strukturreiche, sonnige Lebensräume wie lichte Wälder, Waldränder, Trockenmauern und strukturreiche Gärten angewiesen. Ihr Auftreten könne daher auch ein Hinweis auf wertvolle Lebensräume entlang des Inns sein.

Die Bevölkerung wird gebeten, Sichtungen der Äskulapnatter zu melden, die Tiere jedoch nicht zu stören oder einzufangen. Hinweise nimmt die untere Naturschutzbehörde per E-Mail an naturschutz@lra-rosenheim.de entgegen.
(Quelle; Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim / Beitragsbild: Landratsamt Rosenheim) 

17-jährige versucht mit falschem Führerschein in Club zu kommen

17-jährige versucht mit falschem Führerschein in Club zu kommen

Rosenheim – Mit einem fremden Ausweisdokument hat eine Jugendliche am späten Samstagabend (16.5.2026) in Rosenheim versucht, sich Zutritt zu einem Lokal zu verschaffen – der Versuch fiel jedoch schnell auf und hatte Konsequenzen.

Eine 17-Jährige aus dem Landkreis Rosenheim wollte kurz vor Mitternacht in ein Lokal in der Ruedorfferstraße im Bereich des Salzstadels gelangen, in dem der Zutritt erst ab 18 Jahren erlaubt ist. Dafür nahm sie den Führerschein ihrer 19-jährigen Begleiterin und versuchte, sich damit gegenüber dem Türsteher als volljährig auszugeben.
Dem Türsteher fiel der Täuschungsversuch auf, woraufhin er die Polizei verständigte.

Gegen die 17-Jährige wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Missbrauchs von Ausweispapieren eingeleitet. Auch die 19-jährige Begleiterin muss sich wegen Beihilfe verantworten.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Pkw schleudert in Graben und prallt gegen Baum – Beifahrer leicht verletzt

Pkw schleudert in Graben und prallt gegen Baum – Beifahrer leicht verletzt

Rosenheim – Ein Verkehrsunfall am Schwaiger Kreisel hat sich am Samstagabend (16.5.2026) ereignet, bei dem ein Auto von der Fahrbahn abkam und gegen einen Baum prallte. Ein 21-jähriger Beifahrer wurde dabei leicht verletzt.

Ein 19-jähriger Autofahrer aus Rosenheim war  gegen 20,30 Uhr auf der Äußeren Münchener Straße unterwegs und fuhr anschließend in den Schwaiger Kreisel ein. Mit im Fahrzeug saß ein 21-jähriger Beifahrer, ebenfalls aus Rosenheim.
Beim Ausfahren aus dem Kreisverkehr verlor der Fahrer nach Angaben der Polizei aufgrund nasser Fahrbahn und nicht angepasster Geschwindigkeit die Kontrolle über seinen Pkw. Das Fahrzeug schleuderte von der Fahrbahn in einen angrenzenden Grünstreifen und prallte dort frontal gegen einen Baum.

Durch umherfliegende Fahrzeugteile wurden zudem mehrere zum Verkauf ausgestellte Fahrzeuge eines angrenzenden Autohauses beschädigt. Der Beifahrer erlitt leichte Verletzungen und wurde ambulant behandelt.

Am Pkw entstand ein geschätzter Sachschaden von rund 15.000 Euro im Frontbereich. Die Höhe der Schäden an den weiteren Fahrzeugen ist noch nicht bekannt.
Gegen den 19-jährigen Fahrer wurde ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Musikalischer Pfingstgottesdienst in der Erlöserkirche Rosenheim

Musikalischer Pfingstgottesdienst in der Erlöserkirche Rosenheim

Rosenheim – Unter dem Thema „Vom Verstehen und Missverstehen“ lädt die Erlöserkirche Rosenheim am Pfingstsonntag, 24. Mai, um 10 Uhr zu einem musikalischen Gottesdienst mit Abendmahl ein.

Die musikalische Gestaltung übernehmen Peter Weber an der Trompete und Seonghyang Kim an der Orgel. Gemeinsam erklingt die vollständige Suite D-Dur von Georg Friedrich Händel, die dem Pfingstfest mit ihrer festlichen Klangfarbe besonderen Glanz verleiht.
Liturgie und Predigt gestaltet Dekanin Dagmar Häfner-Becker.
Der Gottesdienst verbindet Wort und Musik zu einer feierlichen Pfingstgestaltung in der Erlöserkirche Rosenheim.
(Quelle: Pressemitteilung Erlöserkirche / Beitragsbild: Symbolfoto re)

51-jähriger bei Arbeitsunfall in Mühldorf tödlich verletzt

51-jähriger bei Arbeitsunfall in Mühldorf tödlich verletzt

Mühldorf am Inn – Am Samstagvormittag (16. Mai 2026) ist es auf einem Betriebsgelände in Mühldorf am Inn zu einem schweren Arbeitsunfall gekommen. Ein 51-jähriger Mann wurde dabei tödlich verletzt.

Gegen 11.20 Uhr wurde über die Integrierte Leitstelle Traunstein ein schwerer Arbeitsunfall gemeldet. Nach bisherigen Erkenntnissen fand ein Mitarbeiter eines technischen Betriebs seinen 51-jährigen Kollegen zwischen mehreren Metallgegenständen eingeklemmt und nicht mehr ansprechbar auf.
Ein verständigter Notarzt konnte nur noch den Tod des Mannes feststellen.

Die örtlich zuständige Polizeiinspektion Mühldorf am Inn übernahm zunächst die ersten Maßnahmen vor Ort.

Kriminalpolizei ermittelt zum Unfallhergang

Noch an der Unfallstelle übernahm der Kriminaldauerdienst der Kriminalpolizeiinspektion Traunstein unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Traunstein die weiteren Ermittlungen. Zur Klärung des genauen Unfallhergangs wird zudem ein Gutachter hinzugezogen.

Hinweise auf ein Fremdverschulden oder die Beteiligung Dritter liegen nach aktuellem Stand nicht vor. Die Ermittlungen dauern an.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd / Beitragsbild: Symbolfoto Polizeipräsidium Oberbayern)

Traunstein: 250 Fahrgäste müssen Zug verlassen

Traunstein: 250 Fahrgäste müssen Zug verlassen

Traunstein – Am Sonntagmorgen (17.5.2026) wurde die Feuerwehr Traunstein gemeinsam mit weiteren Feuerwehren und Rettungskräften gegen 5:10 Uhr zum Bahnhof Traunstein alarmiert. Zunächst war ein Brand an einem Personenzug gemeldet worden. Vor Ort stellte sich jedoch eine Rauchentwicklung an der Bremsanlage heraus.

Rund 250 Fahrgäste mussten den Zug verlassen und wurden vorübergehend in einer nahegelegenen Turnhalle untergebracht. Einige Personen hatten Rauch eingeatmet und wurden medizinisch versorgt. Eine weitere Behandlung im Krankenhaus war nach ersten Erkenntnissen nicht erforderlich.

Erste Vermutungen zur Ursache gehen von einem technischen Defekt an der Bremsanlage aus. Der entstandene Schaden wird als gering eingeschätzt. Die Rauchentwicklung wurde vom Zugpersonal entdeckt, das erste Maßnahmen einleitete.

Schnelle Evakuierung und erste Maßnahmen

„Glücklicherweise konnte die Rauchentwicklung mit mehreren Feuerlöschern rasch unter Kontrolle gebracht werden“, so das erste Fazit des Traunsteiner Kommandanten und Einsatzleiters Christian Schulz. Im Gespräch mit Hubert Hobmaier von der Pressestelle des Kreisfeuerwehrverband Traunstein betont er: „Dennoch war die hohe Personenzahl durchaus eine herausfordernde Situation, die die Rettungskräfte bewältigen mussten.“

Die Passagiere wurden am Bahnsteig gesammelt und betreut. Parallel kontrollierten Einsatzkräfte die Bremsanlage. Eine Wärmebildkamera kam zum Einsatz, zudem wurde eine Wasserversorgung vorsorglich aufgebaut. Mehrere Atemschutztrupps belüfteten die Waggons.

250 Fahrgäste in Turnhalle untergebracht

Trotz des schnellen Eingreifens war bereits Rauch in einzelne Waggons gelangt. Alle Betroffenen wurden durch Rettungsdienst und Notarzt untersucht. Schwerwiegende Verletzungen gab es nicht.

Die rund 250 Fahrgäste wurden währenddessen in eine nahegelegene Turnhalle gebracht und dort betreut. Sie konnten ihre Reise später mit nachfolgenden Zügen fortsetzen. Der Zugverkehr auf der Strecke war für etwa eine Stunde komplett gesperrt, anschließend wurde er wieder freigegeben.

Neben der Feuerwehr Traunstein waren die Feuerwehren Haslach, Wolkersdorf, Vachendorf und Erlstätt im Einsatz. Auch der Malteser Hilfsdienst Traunstein, das Bayerische Rote Kreuz, die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung, die Kreisbrandinspektion sowie ein Fachberater des Technischen Hilfswerks waren vor Ort. Die Bundespolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Insgesamt waren rund 125 Einsatzkräfte etwa drei Stunden im Einsatz. Viele Kräfte konnten die Einsatzstelle bereits nach rund einer Stunde wieder verlassen. Auch der Sachschaden am Zug wird nach aktuellem Stand als gering eingestuft.
(Quelle: Pressemitteilung  Kreisfeuerwehrverband Traunstein / Beitragsbild: Feuerwehr Traunstein)