Nach Unfall in Kolbermoor: Polizei sucht gefährdete Verkehrsteilnehmer

Nach Unfall in Kolbermoor: Polizei sucht gefährdete Verkehrsteilnehmer

Kolbermoor  / Landkreis Rosenheim – Nach einem Verkehrsunfall in Kolbermoor soll ein 68-jähriger Autofahrer zunächst die Unfallstelle verlassen und sich anschließend einer Polizeikontrolle widersetzt haben. Nach Angaben der Polizei kam es dabei zu einer Verfolgungsfahrt. Der Führerschein des Mannes wurde beschlagnahmt.

Nach Angaben der Polizei ereignete sich der Vorfall am Montagnachmittag gegen 16 Uhr in der Brückenstraße. Ein 68-jähriger Mann aus dem Bereich Schliersee soll dort einen Verkehrsunfall verursacht haben. Gegenüber dem anderen Unfallbeteiligten habe er die Herausgabe seiner Personalien verweigert und sich anschließend von der Unfallstelle entfernt.

Eine Streife der Polizeiinspektion Bad Aibling traf den Mann wenig später in einem Waschsalon an. Bei der Unfallaufnahme stellten die Beamten nach eigenen Angaben fest, dass der 68-Jährige Schwierigkeiten hatte, seinen Pkw zu starten. Dadurch sei der Eindruck entstanden, dass er sein Fahrzeug nicht mehr sicher führen könne. Die Beamten untersagten ihm deshalb die Weiterfahrt.

Verfolgungsfahrt endet an Ampel

Nach Angaben der Polizei setzte sich der Mann dennoch unvermittelt in sein Auto und fuhr mit hoher Geschwindigkeit in Richtung Spinnereigelände davon. Während der anschließenden Verfolgungsfahrt soll er unter anderem teilweise den Gehweg benutzt, an einer roten Ampel rechts an wartenden Fahrzeugen vorbeigefahren und anschließend das Rotlicht missachtet haben.
Im Kreuzungsbereich musste der Fahrer schließlich verkehrsbedingt anhalten. Dort gelang es den Einsatzkräften nach Angaben der Polizei, den Fahrzeugschlüssel von außen abzuziehen und den Mann trotz körperlicher Gegenwehr aus dem Fahrzeug zu holen.

Gegen den 68-Jährigen wird nun unter anderem wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort, des Verdachts eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens sowie wegen Widerstands und tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte ermittelt. Der Führerschein wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft beschlagnahmt. Eine Alkoholisierung lag nach Angaben der Polizei nicht vor.

Die Polizeiinspektion Bad Aibling bittet Personen, die durch die Fahrweise des Mannes gefährdet wurden, sich unter Telefon 08061/9073-0 zu melden.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Bad Aibling / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Kirschenernte in Bayern fällt voraussichtlich gut aus

Kirschenernte in Bayern fällt voraussichtlich gut aus

Fürth / Landkreis Rosenheim – Bayerns Obstbauern können nach ersten Schätzungen mit einer guten Kirschensaison rechnen. Vor allem bei den Süßkirschen wird eine überdurchschnittliche Ernte erwartet. Bei den Sauerkirschen zeichnet sich dagegen bislang ein deutlicher Rückgang ab.

Nach Angaben des Bayerischen Landesamtes für Statistik werden 2026 in Bayern voraussichtlich rund 28.300 Dezitonnen Kirschen geerntet. Das wären rund 17 Prozent mehr als im Vorjahr. Bereits nach dem schwachen Erntejahr 2024 hatte sich die Erntemenge 2025 wieder auf ein durchschnittliches Niveau erholt.
Grund für die positiven Aussichten sind nach Angaben der Statistiker die milden Temperaturen im Frühjahr sowie das Ausbleiben nennenswerter Spätfröste während der Blütezeit.

Süßkirschen deutlich über dem Durchschnitt

Für Süßkirschen wird eine Erntemenge von rund 26.500 Dezitonnen erwartet. Das entspricht einem Plus von 29,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch der durchschnittliche Hektarertrag liegt mit 48,7 Dezitonnen deutlich über dem Mittelwert der Jahre 2020 bis 2025 von 38,0 Dezitonnen je Hektar.
Anders sieht es bei den Sauerkirschen aus. Hier rechnen die Statistiker derzeit mit einer Erntemenge von rund 1.800 Dezitonnen. Das wäre ein Rückgang von 51,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der geschätzte Hektarertrag liegt mit 30,2 Dezitonnen je Hektar ebenfalls deutlich unter dem Sechsjahresdurchschnitt von 50,8 Dezitonnen. Da die Sauerkirschen später reifen, kann sich diese erste Einschätzung nach Angaben des Landesamtes jedoch noch verändern.

Die jetzt veröffentlichten Zahlen stellen eine erste Schätzung der Kirschenernte 2026 dar. Das endgültige Ergebnis für Süß- und Sauerkirschen soll im September veröffentlicht werden.
(Quelle: Pressemitteilung Bayerisches Landesamt für Statistik / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Über 450 Besucher beim Open-Air-Kino in Bruckmühl: Volksmusikarchivgarten überzeugt als neue Spielstätte

Über 450 Besucher beim Open-Air-Kino in Bruckmühl: Volksmusikarchivgarten überzeugt als neue Spielstätte

Bruckmühl / Landkreis Rosenheim – Das vierte Open-Air-Kino in Bruckmühl hat mehr als 450 Besucher angelockt. Wegen der Baustelle im Ortszentrum von Bruckmühl wurde die Veranstaltung erstmals in den Volksmusikarchivgarten verlegt, mit durchweg positiver Resonanz. An drei Sommerabenden standen Filme, Gastronomie und eine besondere Atmosphäre im Mittelpunkt.

Der Volksmusikarchivgarten erwies sich als gelungene Kulisse für das diesjährige Open-Air-Kino. Angestrahlte Bäume, sommerliche Temperaturen und laue Abende sorgten für eine stimmungsvolle Atmosphäre. Mehr als 450 Besucher verfolgten an drei Abenden die Filmvorführungen unter freiem Himmel.
Besonders gut besucht war der Freitag: Zum Familienabend mit „Kanu des Manitu“ kamen mehr als 200 Gäste. Viele machten es sich mit Decken, Sitzsäcken oder den Liegestühlen des Stadtmarketings auf der Wiese bequem. Auch das gastronomische Angebot wurde gut angenommen. Vor allem die gemeinsame Pizza-Bestellung erfreute sich an allen drei Veranstaltungstagen großer Beliebtheit.

„Wir freuen uns sehr, dass das Angebot so gut angenommen worden ist“, sagen Silvia Mischi und Martina Neuhausen vom Stadtmarketing, die an allen Abenden an Kasse und Bar im Einsatz waren.

Einkaufsaktion für den Einzelhandel

Teil des Veranstaltungskonzepts war dieses Jahr eine Aktion zur Unterstützung des örtlichen Einzelhandels. Wer am Freitag oder Samstag für mindestens 30 Euro im von der Baustelle betroffenen Bereich, im Ortszentrum von Bruckmühl, einkaufte, erhielt gegen Vorlage des Kassenbons freien Eintritt zum Kino.

„Diese Aktion kam sehr gut an, wir haben nur positive Rückmeldungen dazu bekommen und leisten hier und mit weiteren Aktionen einen wichtigen Beitrag mit unserer Unterstützung für den Einzelhandel“, betont Bürgermeister Richard Richter.

Drei Filmabende unter freiem Himmel

Gemeinsam mit Open-Air-Kino Bayern und Filmemacher Stefan Erdmann präsentierte das Stadtmarketing an drei Abenden ein abwechslungsreiches Filmprogramm. Nach „Kanu des Manitu“ am Freitag folgte am Samstag die Komödie „Karli & Marie“ mit Sigi Zimmerschied und Luise Kinseher. Den Abschluss bildete „Extrawurst“ von Regisseur Marcus H. Rosenmüller.

Mit sommerlichen Temperaturen bis spät in die Nacht und einer gelungenen Premiere des neuen Veranstaltungsortes zog das Open-Air-Kino in Bruckmühl eine positive Bilanz. Aus dem Publikum gab es mehrfach den Wunsch nach einer Fortsetzung der Veranstaltungsreihe.
(Quelle: Pressemitteilung Markt Bruckmühl Silvia Mischi / Beitragsbild: Beim Open-Air-Kino Copyright Silvia Mischi)

Gewitter sorgt im Landkreis Traunstein für zahlreiche Feuerwehreinsätze

Gewitter sorgt im Landkreis Traunstein für zahlreiche Feuerwehreinsätze

Traunstein – Während die Gewitter in Stadt und Landkreis Rosenheim nach bisherigen Erkenntnissen keine größeren Schäden verursacht haben, waren die Feuerwehren im benachbarten Landkreis Traunstein am Montagabend deutlich stärker gefordert.

Hinter den Feuerwehren der Region liegt ein arbeitsreicher Montag (29.6.2026) . Nach einem großflächigen Gewitter am Abend wurden im Landkreis Traunstein rund 60 wetterbedingte Einsätze gezählt. Vor allem umgestürzte Bäume sowie vollgelaufene Keller und Gebäude sorgten für zahlreiche Alarmierungen. Rund 25 Feuerwehren waren im Einsatz.

Bereits am Nachmittag waren zudem etwa 300 Einsatzkräfte bei einem Waldbrand im Chiemsee-Moos in Übersee eingebunden (wir berichteten), bevor am Abend das Gewitter über den Landkreis zog. Die erste wetterbedingte Alarmierung erfolgte gegen 19 Uhr in Marquartstein, der letzte Einsatz wurde gegen 22 Uhr in Unterwössen abgearbeitet.
Nach Angaben des Kreisfeuerwehrverbands Traunstein blieb es trotz der Vielzahl an Einsätzen überwiegend bei Sachschäden. „Glücklicherweise kam bei dem Gewitter nach derzeitigen Erkenntnissen niemand ernsthaft zu Schaden und auch größere Sachschäden wurden bislang nicht gemeldet“, teilte Kreisbrandrat Christof Grundner mit.

Viele Einsätze durch umgestürzte Bäume und Wasser

Im Schwerpunkt mussten Einsatzkräfte umgestürzte Bäume von Straßen entfernen und Wassermassen aus Gebäuden oder Verkehrsflächen abpumpen. In mehreren Orten kam es dadurch zu kurzfristigen Verkehrsbehinderungen. Teilweise waren auch Einsatzkräfte betroffen, die zuvor noch beim Waldbrand in Übersee im Einsatz gewesen waren.

Die Einsätze wurden durch die Feuerwehr-Führungsstelle „Salzach“ im Feuerwehrhaus Fridolfing koordiniert. Dort waren laut Kreisfeuerwehrverband mehrere Einsatzkräfte für die Einsatzsteuerung im Dienst.

Zahlreiche kleinere Einsatzstellen im ganzen Landkreis

Die wetterbedingten Einsätze verteilten sich auf viele Gemeinden im Landkreis, darunter unter anderem Marquartstein, Übersee, Unterwössen, Taching, Traunreut und angrenzende Orte. Meist ging es dabei um umgestürzte Bäume auf Fahrbahnen oder Wasser in Gebäuden.
Nach rund drei Stunden konnte das Einsatzgeschehen im Zusammenhang mit dem Gewitter weitgehend abgeschlossen werden.
(Quelle: Pressemitteilung Kreisfeuerwehrverband Traunstein / Beitragsbild Kreisfeuerwehrverband Traunstein)

21 neue Truppführer für Feuerwehren im Landkreis Traunstein ausgebildet

21 neue Truppführer für Feuerwehren im Landkreis Traunstein ausgebildet

Traunstein – 21 Feuerwehrdienstleistende aus Kammer, Stein an der Traun, Traunwalchen und Traunreut haben die Modulare Truppausbildung (MTA) im Landkreis Traunstein erfolgreich abgeschlossen. Nach einer mehrjährigen Ausbildung mit theoretischer und praktischer Prüfung stehen den Feuerwehren nun neue Truppführer für den Einsatzdienst zur Verfügung.

Die Modulare Truppausbildung bildet die Grundlage für den aktiven Feuerwehrdienst und alle weiteren Lehrgänge. Die Ausbildung erstreckte sich über mehrere Jahre und vermittelte unter anderem Kenntnisse in Brandbekämpfung, Technischer Hilfeleistung, Erster Hilfe, Gerätekunde und Rechtsgrundlagen.

Die Abschlussprüfung fand am Feuerwehrhaus Kammer statt. Neben einer schriftlichen Prüfung mussten die Teilnehmer verschiedene praktische Aufgaben bewältigen. Dazu gehörten unter anderem das Vorbereiten einer Schlauchleitung, Erste-Hilfe-Maßnahmen, eine Wohnungsöffnung, die Menschenrettung über eine tragbare Leiter sowie der Aufbau einer Löschwasserversorgung. Bewertet wurden neben der fachlich korrekten Ausführung auch die Befehlsgebung und das Führungsverhalten.
Die Prüfungen wurden von Schiedsrichtern des Kreisfeuerwehrverbandes Traunstein sowie Vertretern der beteiligten Feuerwehren abgenommen.

Dank an Teilnehmer und Ausbilder

Bei der Zeugnisübergabe würdigte Kreisbrandinspektor Martin Schupfner die Leistung der Absolventen: „Die Truppführerausbildung ist weit mehr als nur eine Grundausbildung – sie ist das Fundament für professionelles Handeln im Einsatz. Wer diese Ausbildung absolviert hat, ist in der Lage, Verantwortung im Trupp zu übernehmen und damit einen entscheidenden Beitrag zur Sicherheit der Bevölkerung zu leisten. Mein großer Dank gilt allen Teilnehmern für ihr Engagement sowie den Ausbildern für ihre hervorragende Arbeit.“

Ein besonderer Dank galt außerdem den Ausbilderteams der beteiligten Feuerwehren sowie den Städten und Gemeinden, die Ausbildungsstätten und Geräte zur Verfügung stellten.

Mit dem erfolgreichen Abschluss stehen den Feuerwehren der Landkreismitte nun 21 neue Truppführer zur Verfügung. Viele der Absolventen werden ihre Ausbildung in den kommenden Monaten mit Lehrgängen, etwa zum Atemschutzgeräteträger oder Maschinisten, fortsetzen.
(Quelle: Kreisfeuerwehrverband Traunstein / Beitragsbild: Copyright Kreisfeuerwehrverband Traunstein)

Innenstadt-Belebung: Sport, Spiele und Musik am Freitag

Innenstadt-Belebung: Sport, Spiele und Musik am Freitag

Rosenheim – Am Freitag, 3. Juli wird die Rosenheimer Innenstadt wieder zur Mitmachzone: Beim dritten Innenstadt-Freitag stehen Sport, Spaß und Spiele im Mittelpunkt – mit Aktionen, Musik und einer digitalen Rallye durch die Geschäfte.

Ab 15 Uhr lädt das Citymanagement Rosenheim zum dritten Innenstadt-Freitag ein. Unter dem Motto „Sport, Spaß und Spiele“ erwartet Besucher ein vielfältiges Programm in der gesamten Innenstadt.

Herzstück der Aktion ist eine digitale Instagram-Rallye: Dabei besuchen Teilnehmer verschiedene Geschäfte, lösen kleine Aufgaben und teilen ihre Erlebnisse über Instagram. Neben dem spielerischen Entdecken der Innenstadt gibt es dabei auch Preise zu gewinnen, darunter Cityschecks im Wert von 100 Euro.

Aktionen in der gesamten Innenstadt

Am Ludwigsplatz können Besucher gemeinsam musizieren, malen oder das „Offene Piano“ ausprobieren. Für Familien gibt es ein Kinderprogramm mit Spielen und Straßenkreide.
In der Heilig-Geist-Straße entsteht zudem bei einer offenen Jazz-Jam-Session eine musikalische Live-Atmosphäre. Zahlreiche Geschäfte beteiligen sich außerdem mit eigenen Aktionen und Angeboten und sorgen so für zusätzliche Anreize für einen sommerlichen Stadtbummel.

Der Innenstadt-Freitag ist eine gemeinsame Initiative im bayerischen Oberland, bei der die teilnehmenden Städte jeweils am ersten Freitag im Monat ihre Innenstädte mit Aktionen beleben wollen.
(Quelle: Pressemitteilung Citymanagement Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Prien feiert Festwochenende mit Weinfest und 30 Jahren Jugendblaskapelle

Prien feiert Festwochenende mit Weinfest und 30 Jahren Jugendblaskapelle

Prien / Landkreis Rosenheim – In Prien am Chiemsee erwartet Besucher am 4. und 5. Juli ein musikalisches Festwochenende. Die Blaskapelle Prien lädt zum traditionellen Weinfest ein, während die Jugendblaskapelle Prien ihr 30-jähriges Bestehen mit einem großen Jungmusifest und sechs Gastkapellen feiert.

Den Auftakt macht am Samstag, 4. Juli, ab 19.30 Uhr das Weinfest der Blaskapelle Prien am Sportplatz. Neben ausgewählten Weinen und Bewirtung sorgt die Anzwies Musi Late Night Orchester für die musikalische Unterhaltung. Der Eintritt kostet 7 Euro.

Am Sonntag, 5. Juli, beginnt ab 10.30 Uhr das Jungmusifest anlässlich des 30-jährigen Bestehens der Jugendblaskapelle Prien. Sechs Jugendkapellen aus der Region gestalten das musikalische Programm: die Jugendkapelle Prien/Wildenwart, die Juniormusi Samerberg, die Jugendkapelle Samerberg, die Jugendblaskapelle Riedering-Söllhuben, die Bairer Jugendmusi und die Jugendkapelle Bernau.
Ergänzt wird das Programm durch eine Instrumentenprobierstation, eine Gaudi-Olympiade, eine Hüpfburg sowie ein gemeinsames Gesamtspiel aller Jugendkapellen. Den musikalischen Schlusspunkt setzen die Jugendblaskapelle Prien und das Ehemaligenorchester.

Der Eintritt zum Jungmusifest ist frei, für Bewirtung ist an beiden Veranstaltungstagen gesorgt.
(Quelle: Pressemitteilung Blaskapelle Prien am Chiemsee / Beitragsbild: Symbolfoto re)

König-Otto-Kreuzung, Rosenheim, 1949

König-Otto-Kreuzung, Rosenheim, 1949

Rosenheim – Unsere historische Zeitreise geht heute zurück in das Jahr 1949. Auf der historischen Aufnahme zu sehen ist die König-Otto-Kreuzung in Rosenheim – ein Ort, der sich im Laufe der Jahrzehnte stark verändert hat und dennoch bis heute im Stadtbild präsent ist.

Auf der linken Bildseite der Aufnahme steht der frühere Gasthof „Zum König Otto von Griechenland“ mit seinem schattigen Biergarten. Die König-Otto-Kreuzung gilt bis heute als zentraler Verkehrsknotenpunkt der Innenstadt, benannt nach dem ehemaligen Gasthof, der dort seit etwa 1832 stand. Der Name geht auf den bayerischen Prinzen Otto zurück, der später erster König von Griechenland wurde.

Verkehr, Bahn und Stadttor

Die historische Bedeutung des Ortes reicht jedoch weiter zurück. An dieser Stelle befand sich einst das „Obere Tor“, auch als Münchener Tor bekannt, das den westlichen Zugang zur Altstadt markierte. Ein Granitquader erinnert bis heute an diese historische Grenze.
Mit dem ersten Rosenheimer Bahnhof ab 1857 verlief die Münchener Straße direkt über die Gleise in diesem Bereich. Schrankenanlagen führten regelmäßig zu Rückstaus bis in den Bereich des Gasthofs. Erst mit der Verlegung des Bahnhofs im Jahr 1878 entspannte sich die Verkehrssituation an der Kreuzung dauerhaft.

Vom Biergarten zum modernen Stadtbild

Auf der Aufnahme ist neben dem Gasthof auch der damalige Biergarten zu erkennen, der später über Jahrzehnte prägend für den Ort war. Dieser wurde 1963 abgerissen. An seiner Stelle zog die Restaurantkette Wienerwald ein, die dort bis Ende der 1980er Jahre ansässig war. Heute befinden sich im Gebäude an der Ecke moderne Geschäfts- und Büroräume.

Auffälliges Detail auf der Aufnahme

Ein interessantes Detail der historischen Fotografie ist zudem ein Werbeschild an der Mauer des Biergartens. Darauf ist in englischer Sprache zu lesen: „Follow the signs. BMFAF – Warehaus Westerndorferstraße“.

Die englische Beschriftung fällt vor dem Hintergrund der damaligen Zeit besonders auf. Eine eindeutige Erklärung ergibt sich aus der Aufnahme selbst nicht. Allerdings war Rosenheim nach dem Zweiten Weltkrieg Teil der amerikanischen Besatzungszone, wodurch englischsprachige Hinweise und Beschriftungen im öffentlichen Raum in dieser Zeit nicht ungewöhnlich waren.

Fester Name im Stadtbild

Heute gilt die König-Otto-Kreuzung weiterhin als wichtiger innerstädtischer Knotenpunkt zwischen Max-Josefs-Platz, Münchener Straße und Herzog-Otto-Straße. Der historische Name ist im lokalen Sprachgebrauch bis heute fest verankert – auch wenn sich das Umfeld längst vollständig verändert hat.
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann – Foto Nickl / Bildtext: Karin Wunsam)

10.000 Euro Spende für den Malteser Herzenswunsch-Krankenwagen im Erzbistum München und Freising

10.000 Euro Spende für den Malteser Herzenswunsch-Krankenwagen im Erzbistum München und Freising

München / Bad Reichenhall – Die Bernd-Frankenberger-Stiftung unterstützt den Herzenswunsch-Krankenwagen der Malteser im Erzbistum München und Freising mit einer Spende von 10.000 Euro. Das ehrenamtliche Projekt erfüllt schwerstkranken Menschen letzte Herzenswünsche, von Fahrten zu Angehörigen bis zu Besuchen an vertrauten Orten.

Wenn schwerstkranke Menschen einen letzten Wunsch haben, zählt oft jeder Tag: noch einmal nach Hause, noch einmal an den See oder in die Berge, noch einmal ein Familienfest erleben oder einen wichtigen Menschen treffen. Der Herzenswunsch-Krankenwagen der Malteser im Erzbistum München und Freising macht solche Fahrten möglich – medizinisch begleitet, ehrenamtlich organisiert und für die Betroffenen kostenfrei. Nun erhält dieses Angebot eine großzügige Unterstützung: Die Bernd-Frankenberger-Stiftung spendet 10.000 Euro für den Herzenswunsch-Krankenwagen.

Die Vorstandsmitglieder Klaus Frankenberger und Michael Stodola überreichten einen symbolischen Spendenscheck an Andrea Hirth, Projektleitung Malteser Herzenswunsch-Krankenwagen im Erzbistum München und Freising, Josef Hinterschnaiter, Kreisbeauftragter der Malteser im Berchtesgadener Land, und Vertreter der Malteser Traunstein, die Fahrten für beide Landkreise durchführen.

Aus persönlicher Erfahrung: Hilfe für letzte Herzenswünsche

Die Bernd-Frankenberger-Stiftung fördert seit 2012 soziale Projekte vor allem in den Bereichen Gesundheitswesen sowie Kinder- und Jugendhilfe. Für Klaus Frankenberger ist die Unterstützung des Herzenswunsch-Krankenwagens eine sehr persönliche Angelegenheit. „Die Stiftung wurde von meinen Eltern ins Leben gerufen – im Gedenken an meinen Bruder Bernd, der 1990 im Alter von 22 Jahren an Krebs starb“, sagt er. Seine Familie habe damals erlebt, wie wichtig Nähe, Begleitung und menschliche Zuwendung am Lebensende sind. Das sehe er als Mediziner jetzt auch in seinem beruflichen Alltag. „Eine Fahrt mit dem Herzenswunsch-Krankenwagen gibt Menschen Kraft: Sie haben noch einmal etwas Positives erlebt – und können dann vielleicht auch leichter loslassen.“

Kostenfreie Wunschfahrten für Menschen mit lebensverkürzender Erkrankung

Der Herzenswunsch-Krankenwagen der Malteser im Erzbistum München und Freising erfüllt Wünsche von Menschen mit lebensverkürzender Erkrankung, die für eine Fahrt auf professionelle Begleitung und ein geeignetes Fahrzeug angewiesen sind. Die Wünsche sind so individuell wie die Menschen selbst: Manche möchten noch einmal an einen Ort, der ihr Leben geprägt hat. Andere wünschen sich ein Wiedersehen mit Angehörigen oder die Teilnahme an einer Feier. Häufig geht es nicht um große Reisen, sondern um vertraute Orte, Erinnerungen und gemeinsame Zeit.

„Der Herzenswunsch-Krankenwagen schenkt schwerstkranken Menschen und ihren Angehörigen wertvolle gemeinsame Momente“, sagt Andrea Hirth. Die Fahrten werden sorgfältig vorbereitet. Ein Fachteam nimmt die Anfragen entgegen, prüft die Machbarkeit und organisiert die Umsetzung. Voraussetzung ist unter anderem eine medizinische Bestätigung, dass die erkrankte Person transportfähig ist. Immer wieder müssen Fahrten abgesagt werden, weil sich der Gesundheitszustand schnell verschlechtert. „Wir empfehlen deshalb, eine Herzenswunsch-Fahrt nach Möglichkeit frühzeitig anzufragen“, so Hirth.

Neuer Herzenswunsch-Krankenwagen bietet mehr Komfort für Fahrgäste

Seit 2018 gibt es den Dienst im Erzbistum München und Freising. Seit Herbst 2024 steht ein neuer, speziell ausgestatteter Krankenwagen zur Verfügung, der den Fahrgästen auch im Liegen eine möglichst angenehme Fahrt ermöglichen soll. Zur Ausstattung gehört unter anderem ein „Sternenhimmel“. Je nach Bedarf kommen alternativ auch rollstuhlgerechte Fahrzeuge oder Pkw zum Einsatz.

Getragen wird der Dienst von Ehrenamtlichen mit medizinischer Qualifikation. Im Team für die Landkreise Berchtesgadener Land und Traunstein engagieren sich derzeit rund 15 Ehrenamtliche unter der Leitung von Marina Albrecht. Sie begleiten die Fahrten mit fachlicher Kompetenz, Ruhe und Einfühlungsvermögen. Regelmäßige Fortbildungen und Austausch im Team gehören ebenso dazu wie die Möglichkeit zur Supervision nach belastenden Einsätzen.

Der Herzenswunsch-Krankenwagen lebt von diesem ehrenamtlichen Engagement und von Spenden, für die Fahrgäste und ihre Begleitung entstehen keine Kosten. „Die Spende der Bernd-Frankenberger-Stiftung hilft uns, die Fahrten weiterhin kostenfrei anbieten zu können. Dafür sind wir sehr dankbar“, so Hirth.

Ansprechpartner für letzte Herzenswünsche

Wer einen schwerstkranken Menschen durch die Erfüllung eines letzten Wunsches unterstützen möchte, erreicht das Koordinierungsteam des Malteser Hilfsdienstes e.V. im Erzbistum München und Freising unter Telefon 089 / 42608-120 oder per E-Mail an herzenswunsch.muenchen@malteser.org. Informationen rund um das Projekt gibt es online unter www.malteser.de/herzenswunsch-krankenwagen.html.
(Quelle: Pressemitteilung Malteser im Bezirk Ost-Oberbayern / Beitragsbild: Spende für den Malteser Herzenswunsch-Krankenwagen (HWK) (v. l.): Andrea Hirth, Projektleiterin Malteser HWK im Erzbistum München und Freising, Marina Albrecht, Gruppenleiterin HWK-Team für Traunstein und Berchtesgadener Land, Michael Stodola und Klaus Frankenberger, Vorstandsmitglieder der Bernd-Frankenberger-Stiftung, Josef Hinterschnaiter, Kreisbeauftragter der Malteser im Berchtesgadener Land, und Max Rauecker, Kreisbeauftragter der Malteser Traunstein. Copyright Margit Schmitz/Malteser)

Sommergewitter bringt ersehnte Abkühlung nach Hitzetagen

Sommergewitter bringt ersehnte Abkühlung nach Hitzetagen

Rosenheim – Ein Himmel zwischen Licht und Schatten: Am Montagabend zeigte sich rund um Rosenheim ein eindrucksvolles Wetterbild. Während die Sonne noch durchbrach, türmten sich bereits dunkle Gewitterwolken auf und kündigten die lang ersehnte Abkühlung nach mehreren heißen Tagen an.

In der Region Rosenheim hatte es wie in ganz Bayern zuvor mehrere Tage mit hoher Wärmebelastung gegeben, entsprechend groß war vielerorts die Erwartung auf Regen und kühlere Luft.

Gewitter zieht über die Region

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte im Vorfeld vor möglichen schweren Unwettern gewarnt. Nach bisherigen Informationen blieb die Lage in Stadt und Landkreis Rosenheim jedoch vergleichsweise ruhig. Größere Schäden sind nach aktuellem Stand nicht bekannt.

Statt heftiger Unwetter entwickelte sich ein ausgeprägtes Sommergewitter, das vor allem eines brachte: Regen für die ausgetrockneten Böden und eine spürbare Abkühlung in der Nacht.

Blitzreicher Tag in Bayern

Auch aus Sicht der Gewitterstatistik war der Tag auffällig: Laut Blitz-Informationsdienst ALDIS/BLIDS zählte der Montag in Bayern zu den blitzreichsten Tagen des bisherigen Jahres.

Am heutigen Dienstagmittag (30.6.2029)  liegen die Temperaturen in der Region derzeit bei rund 27 Grad und damit weiterhin im warmen Bereich. Zum Abend hin sagen die Wettermodelle erneut Gewitter  voraus, begleitet von einem weiteren Temperaturrückgang. Am Mittwoch werden nur noch etwa 20 Grad erwartet, dazu Schauer – bevor die Werte im weiteren Wochenverlauf wieder ansteigen sollen. Zum Start der kommenden Woche könnten dann erneut um die 30 Grad erreicht werden. Also besser die kurze Abkühlung zum Lüften nutzen.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Karin Wunsam)

Demo gegen Krankenhausreform in Rosenheim angekündigt

Demo gegen Krankenhausreform in Rosenheim angekündigt

Rosenheim – Am Donnerstag, 9. Juli, ruft ein bundesweites Bündnis zu einer Demonstration in Rosenheim auf – Start ist um 19 Uhr an der Ampel in der Münchener Straße zum Max-Josefs-Platz, ein Schwerpunkt ist die geplante Krankenhausreform der Bundesregierung.

In Rosenheim ist für Donnerstag, 9. Juli 2026, eine Demonstration gegen die geplante Krankenhaus- und Sozialpolitik der Bundesregierung angekündigt. Organisiert wird sie vom bundesweit aktiven Bündnis „Nicht auf unserem Rücken“ (NAUR). Nach Angaben des Solidaritätsnetzwerks Rosenheim, das die Presseinformation weitergeleitet hat, beginnt die Kundgebung um 19 Uhr an der Ampel in der Münchener Straße in Richtung Max-Josefs-Platz.

Das Bündnis beschreibt sich selbst als Kampagne gegen Sozialabbau, Kürzungen und eine Verlagerung von Krisenlasten auf verschiedene gesellschaftliche Gruppen, darunter Beschäftigte, Arbeitslose, Rentner, Frauen, Jugendliche, LGBTI+ und Migranten. Die Demonstration richtet sich laut Mitteilung insbesondere gegen die geplante Krankenhausreform sowie gegen allgemeine Kürzungen im Gesundheits- und Sozialbereich.
(Quelle: Pressemitteilung Solidaritätswerk Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

 

E-Bike während Kaffeepause in Rosenheim gestohlen

E-Bike während Kaffeepause in Rosenheim gestohlen

Rosenheim – In Rosenheim ist ein E-Bike verschwunden, während sein Besitzer nur kurz bei einem Bekannten auf einen Kaffee war.

In der Krainstraße hat ein 36-jähriger Mann am Montag (29.6.2026) sein Fahrrad während eines Besuchs bei einem Bekannten abgestellt. Gegen 17:03 Uhr lehnte er sein E-Bike im Hof an, während er eine Kaffeepause machte. Als er rund eine halbe Stunde später wieder losfahren wollte, war das Fahrrad verschwunden.
Bei dem entwendeten Rad handelt es sich um ein grünes E-Mountainbike der Marke Cube. Der entstandene Schaden wird auf etwa 3.500 Euro geschätzt.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)