Fahrradfahrer stürzt nach gefährlicher Begegnung mit Pkw an Engstelle in den Hochrunstfilzen

Fahrradfahrer stürzt nach gefährlicher Begegnung mit Pkw an Engstelle in den Hochrunstfilzen

Bad Aibling / Landkreis Rosenheim – Ein Rennradfahrer ist am Dienstagnachmittag (16.06.2026) bei einem Verkehrsunfall in Bad Aibling (Landkreis Rosenheim) im Bereich der Panger Straße am nördlichen Ortsausgang der Hochrunstfilzen gestürzt und verletzt worden.

Nach Angaben der Polizei Bad Aibling war der etwa 60-jährige Mann gegen 16.30 Uhr mit seinem Rennrad in Richtung Ortsausgang unterwegs, als ihm an einer Engstelle ein Pkw entgegenkam. Dieser habe die Engstelle nach derzeitigen Erkenntnissen nicht abgewartet, sondern sei weitergefahren, obwohl sich der Radfahrer bereits im unmittelbaren Bereich der Verengung befand.
Der Radfahrer sei daraufhin nach rechts in das Kiesbankett ausgewichen, um einen Zusammenstoß zu vermeiden. Dabei kam er zu Sturz und zog sich nach Polizeiangaben stark blutende Verletzungen an Arm und Knie zu. Am Fahrrad entstand leichter Sachschaden.

Der beteiligte Pkw habe nach dem Vorfall zunächst kurz angehalten, sei anschließend jedoch weitergefahren. Der Radfahrer habe noch versucht, den Fahrer durch Gesten zum Anhalten zu bewegen, was jedoch erfolglos blieb.
Laut Polizei soll es sich bei dem Fahrzeug um einen dunklen SUV gehandelt haben.

Die Polizei Bad Aibling bittet den bislang unbekannten Fahrer sowie mögliche Zeugen, sich unter der Telefonnummer 08061/90730 oder bei jeder anderen Polizeidienststelle zu melden.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Bad Aibling / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Rätseltouren führen Familien durch Prien und auf die Herreninsel

Rätseltouren führen Familien durch Prien und auf die Herreninsel

Prien / Landkreis Rosenheim – Drei neue Rätseltouren sollen Familien künftig auf spielerische Entdeckungstour durch Prien am Chiemsee und die Herreninsel führen. Eine entsprechende Broschüre ist ab sofort im Tourismusbüro erhältlich.

Die sogenannten „Rätsel Touren“ verbinden Bewegung an der frischen Luft mit kleinen Aufgaben und Informationsstationen. Die Routen führen durch das Ortszentrum von Prien, entlang des Ufers sowie zur Herreninsel und nach St. Salvator. Dabei stehen sowohl Orientierung als auch das genaue Beobachten der Umgebung im Mittelpunkt.
Unterwegs gilt es beispielsweise, versteckte Details zu entdecken, Hinweise richtig zu deuten oder Fragen zu lokalen Besonderheiten zu beantworten. Die Touren sind so konzipiert, dass sie sich insbesondere für Familien mit Kindern eignen und ohne besondere Vorkenntnisse machbar sind.

Nach Angaben des Tourismusbüros Prien sollen die Teilnehmenden auf diese Weise die Region aus einer anderen Perspektive kennenlernen. An einzelnen Stationen geht es unter anderem um auffällige Bauwerke, Naturdetails oder kleine historische Bezüge im Ortsbild.
Nach erfolgreichem Abschluss einer Tour können Teilnehmende im Tourismusbüro einen Stempel erhalten und sich eine kleine Belohnung aus einer Schatztruhe aussuchen.

Die Broschüre ist kostenlos im Tourismusbüro Prien erhältlich. Empfohlen werden ein Stift, wetterfeste Kleidung sowie gegebenenfalls Getränke und eine kleine Brotzeit. Die Teilnahme erfolgt auf eigene Verantwortung. Minderjährige dürfen die Touren nur in Begleitung eines Erwachsenen durchführen, da die Strecken teilweise an Straßen und Gewässern entlangführen.

Weitere Informationen gibt es im Tourismusbüro Prien unter Telefon +49 8051 6905-0 oder per E-Mail an info@tourismus.prien.de sowie unter tourismus.prien.de.
(Quelle: Pressemitteilung Markt Prien am Chiemsee / Beitragsbild: Markt Prien am Chiemsee)

Straßennamen in Rosenheim: Adlzreiterstraße

Straßennamen in Rosenheim: Adlzreiterstraße

Rosenheim – Über 500 Straßen gibt es inzwischen im Stadtgebiet. Viele dienen nicht nur der Orientierung, sondern erzählen auch Geschichten über Menschen, Orte und Ereignisse, die Rosenheim geprägt haben. In unserer Serie über die Straßennamen der Stadt werfen wir jeden Donnerstag einen Blick auf Herkunft und Bedeutung einer Straße. Heute führt uns die Spur in die Adlzreiterstraße.

Hinter der Adlzreiterstraße steckt einer der bemerkenswertesten Aufstiege der Rosenheimer Stadtgeschichte – vom Sohn eines Handwerkers bis in die höchsten Regierungskreise des Kurfürstentums Bayern.

Vom Rosenheimer Handwerkersohn zum Spitzenbeamten

Johann Adlzreiter wurde am 2. Februar 1596 in Rosenheim geboren. Seine Familie lebte in der damaligen Botengasse – genau dort, wo sich heute die Adlzreiterstraße befindet. Sein Vater war Nestlermeister und fertigte geflochtene Bänder und Schnüre, die im Alltag des 17. Jahrhunderts weit verbreitet waren.

Der junge Adlzreiter studierte Rechtswissenschaften in Ingolstadt. Der Weg dorthin war alles andere als selbstverständlich – zeitweise musste er sich sein Studium selbst finanzieren. Doch sein Ehrgeiz zahlte sich aus: Nach dem Abschluss begann er eine juristische Laufbahn, die ihn schnell in den Dienst der bayerischen Herrscher führte.

Im Staatsdienst stieg er Schritt für Schritt auf. Eine besondere Rolle übernahm er als Leiter des kurfürstlichen Archivs, wo er die umfangreichen Bestände neu ordnete und damit wichtige Grundlagen für die Verwaltung des Landes schuf.

Später wurde er zum Geheimer Kanzler des Kurfürstentums Bayern ernannt. Das klingt aus heutiger Sicht fast nach einer Figur aus einem Historienroman oder einem Geheimagentenfilm – tatsächlich hatte das Wort „geheim“ damals jedoch eine andere Bedeutung. Es bezeichnete den engsten Beraterkreis des Herrschers. Als Geheimer Kanzler gehörte Adlzreiter damit zu den wichtigsten politischen Vertrauten des Kurfürsten und zu den einflussreichsten Männern Bayerns.
Für seine Verdienste wurde er schließlich in den Adelsstand erhoben und führte fortan den Namen „von Tettenweis“.

Eine Straße mit Erinnerungswert über Bayern hinaus

Die heutige Adlzreiterstraße trägt seinen Namen bereits seit dem 19. Jahrhundert und erinnert damit an einen Rosenheimer, dessen Lebensweg weit über die Stadt hinaus Bedeutung erlangte.

Rosenheim ist dabei nicht die einzige Stadt, die an Johann Adlzreiter erinnert: Auch in München und Ingolstadt gibt es Straßen, die seinen Namen tragen. Sie stehen jeweils an Orten, die wichtige Stationen seines Lebens markieren – Rosenheim als Geburtsstadt, Ingolstadt als Studienort und München als Zentrum seiner politischen Karriere.

Damit gehört Johann Adlzreiter zu den historischen Persönlichkeiten, deren Name nicht nur in ihrer Heimatstadt, sondern an mehreren bedeutenden Orten Bayerns im Stadtbild weiterlebt.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Infos: Stadtarchiv Rosenheim, Deutsche Boiographie, Bayerische Staatsbibliothek / Beitragsbild: ai generiert)

MorgenINNPULS – Schon gewusst?

MorgenINNPULS – Schon gewusst?

Donnerstag, 18. Juni – Guten Morgen!

Wusstest Du, dass einige Schlangen Wärmestrahlung wahrnehmen können?
So erkennen sie ihre Beute auch im Dunkeln.
Ein ganz anderer Blick auf die Welt.

Vielleicht versuchst Du heute, Dinge aus einer neuen Perspektive zu sehen.

Wir wünschen Dir einen klaren Start in den Tag! 🌞
(Quelle: Artikel Josefa Staudhammer / Beitragsbild: re)

Rosenheim führt neuen „Senioren-Pass Aktiv 60+“ ein

Rosenheim führt neuen „Senioren-Pass Aktiv 60+“ ein

Rosenheim – Die Stadt Rosenheim ersetzt den bisherigen „Grünen Pass für Senioren“ durch den neuen „Senioren-Pass Aktiv 60+“. Das moderne Kartenformat bietet Rosenheimern ab 60 Jahren mit entsprechendem Einkommen zahlreiche Vergünstigungen bei Kultur-, Freizeit- und Bildungsangeboten sowie bei teilnehmenden Unternehmen und Vereinen.

Moderner, übersichtlicher und mit erweiterten Angeboten: Der bisherige „Grüne Pass für Senioren“ der Stadt Rosenheim wurde in Zusammenarbeit mit den Seniorenbeirat überarbeitet und ist ab sofort als neuer „Senioren-Pass Aktiv 60+“ erhältlich.

Der „Senioren-Pass Aktiv 60+“ richtet sich an Rosenheimer ab 60 Jahren mit entsprechendem Einkommen. Er ist kostenfrei erhältlich und bietet zahlreiche Vergünstigungen wie zum Beispiel freien Eintritt in städtische Museen und Einrichtungen, Vergünstigungen bei Veranstaltungen, Kultur- und Bildungsangeboten, reduzierte Eintrittspreise in Schwimmbäder, Rabatte bei teilnehmenden lokalen Unternehmen und Vereinen.

Neuer Name, neues Format

Mit dem neuen Namen wird die Zielgruppe klarer angesprochen. Gleichzeitig erhält der Pass ein modernes Scheckkartenformat, das deutlich handlicher, robuster und alltagstauglicher ist. Alle bisherigen grünen Pässe für Senioren können ab sofort umgetauscht werden. Grundlage hierfür ist ein Beschluss des Stadtrates vom 19. November 2025.
„Der Senioren-Pass Aktiv 60+ ist ein wichtiger Beitrag für mehr Teilhabe im Alter. Wir möchten unseren Bürgerinnen und Bürgern ermöglichen, aktiv am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen und gleichzeitig von attraktiven Angeboten in unserer Stadt zu profitieren“, betont Oberbürgermeister Abuzar Erdogan.

Einen Überblick über die genauen Leistungen und die Voraussetzungen für den Erhalt und die Antragstellung des „Der Senioren-Pass Aktiv 60+“ sowie Ansprechpartner für Rückfragen gibt es hier: Stadt Rosenheim: Senioren-Pass Aktiv 60+
(Quelle: Pressemitteilung Stadt Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Viktualienmarkt, Ludwigsplatz, Rosenheim, 1911

Viktualienmarkt, Ludwigsplatz, Rosenheim, 1911

Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in das Jahr 1911. Auf der historischen Aufnahme zu sehen ist der Viktualienmarkt am Rosenheimer Ludwigsplatz.

Das Foto zeigt zwei Marktfrauen an ihren Ständen. Das Warenangebot wirkt aus heutiger Sicht überschaubar, doch damals war der Viktualienmarkt ein wichtiger Bestandteil des täglichen Lebens in Rosenheim. Hier deckten sich die Bürger mit Lebensmitteln und Waren des täglichen Bedarfs ein – lange bevor es Supermärkte oder Discounter gab.

Der Viktualienmarkt war über Jahrhunderte hinweg das Herzstück der Lebensmittelversorgung in Rosenheim. Seine Wurzeln reichen bis ins Mittelalter zurück und stehen im Zusammenhang mit der Entwicklung und Erweiterung der Stadt im 15. Jahrhundert.

Der Begriff „Viktualien“ leitet sich vom spätlateinischen Wort für Lebensmittel ab. Entsprechend vielfältig war das Angebot auf dem Markt. Mit der Marktordnung von 1883 wurden unter anderem feste Standgebühren für Obst, Gemüse, Kartoffeln, Blumen, Eier, Geflügel und Fisch eingeführt. Auch eine städtische Viktualienwaage gehörte damals, laut Information des Rosenheimer Stadtarchivs, zum Marktbetrieb.

Rund um das Jahr 1900 war das Markttreiben streng geregelt. Ein Magistratsrat und ein Polizeisergeant überwachten vor Ort die Einhaltung der Marktordnung und sorgten dafür, dass die Gebühren ordnungsgemäß entrichtet wurden.

Das Foto von 1911 vermittelt damit nicht nur einen Eindruck vom damaligen Warenangebot, sondern auch von einem Ort, der über viele Generationen hinweg das wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben Rosenheims mitprägte.
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann – Foto Nickl / Bildtext: Karin Wunsam)

Polizei nimmt drei Männer bei mutmaßlichen Kokaingeschäften in Geretsried fest

Polizei nimmt drei Männer bei mutmaßlichen Kokaingeschäften in Geretsried fest

Geretsried / Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen – In Geretsried im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen hat die Kriminalpolizei Weilheim drei Männer im Zusammenhang mit einem geplanten Rauschgiftgeschäft festgenommen. Nach Angaben des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd handelte es sich um eine geplante Übergabe von Kokain im größeren Umfang.

Zwei Männer im Alter von 21 und 18 Jahren aus dem nördlichen Münchner Umland sollen demnach versucht haben, einem 28-jährigen Mann aus Geretsried rund ein halbes Kilogramm Kokain zu verkaufen. Die Polizei griff nach eigenen Angaben in den späten Abendstunden bei der Übergabe ein.

Im Zuge des Einsatzes nahmen die Ermittler alle drei Beteiligten vor Ort fest. Die Kriminalpolizei Weilheim führte die Maßnahmen nach umfangreichen Ermittlungen und verdeckten Maßnahmen durch.

Festnahmen bei Übergabe – Ermittlungen dauern an

Gegen den 21-jährigen Tatverdächtigen wurde laut Polizei ein Untersuchungshaftbefehl erlassen. Er wurde in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert. Der 18-Jährige sowie der 28-Jährige wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen.
Das Rauschgiftkommissariat 4 der Kriminalpolizei Weilheim und die Staatsanwaltschaft München II führen die weiteren Ermittlungen.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd / Beitragsbild Symbolfoto re)

Radfahrer bei Unfall in Rosenheim leicht verletzt

Radfahrer bei Unfall in Rosenheim leicht verletzt

Rosenheim – Bei einem Verkehrsunfall im Kreuzungsbereich Münchener Straße / Samerstraße ist am Dienstagvormittag (16.6.2026)  ein 75-jähriger Radfahrer leicht verletzt worden.

Nach Angaben der Polizei befuhr eine 52-jährige Autofahrerin aus Rosenheim gegen 11.02 Uhr die Münchener Straße in östlicher Richtung. Zeitgleich war ein 75-jähriger Radfahrer aus Rosenheim auf der Samerstraße unterwegs und wollte die Kreuzung geradeaus in Richtung Papinstraße überqueren.

Nach den bisherigen Erkenntnissen der Polizei missachtete der Radfahrer dabei die Vorfahrt der Autofahrerin. Die 52-Jährige habe nicht mehr rechtzeitig bremsen können, sodass es im Kreuzungsbereich zum Zusammenstoß kam.
Der 75-Jährige stürzte nach Angaben der Polizei vom Fahrrad auf die Fahrbahn und erlitt leichte Verletzungen. Den entstandenen Sachschaden schätzt die Polizei auf rund 2.000 Euro.

Gegen den Radfahrer wurde laut Polizei ein Bußgeldverfahren eingeleitet.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Unfall beim Abbiegen in Stephanskirchen – 21-jährige verletzt

Unfall beim Abbiegen in Stephanskirchen – 21-jährige verletzt

Stephanskirchen / Landkreis Rosenheim – Bei einem Verkehrsunfall am Dienstagnachmittag (16.6.2026) ist in Stephanskirchen (Landkreis Rosenheim) eine 21-jährige Autofahrerin verletzt worden. Beide beteiligten Fahrzeuge mussten abgeschleppt werden.

Der Unfall ereignete sich nach den angaben der Polizei gegen 15 Uhr an der Einmündung Kleinholzer Weg / Äußere Salzburger Straße. Ein 34-jähriger Autofahrer aus Stephanskirchen wollte mit seinem Wagen vom Kleinholzer Weg nach links in die Äußere Salzburger Straße in Richtung Norden einbiegen. Da der Verkehr auf der Hauptstraße stockte, tastete er sich in den Einmündungsbereich vor.

Zeitgleich näherte sich eine 21-jährige Autofahrerin aus Söchtenau aus südlicher Richtung. Sie ordnete sich nach ersten Erkenntnissen auf die Linksabbiegespur ein und überholte dabei einen wartenden Kleintransporter. In der Folge kam es zum Zusammenstoß der beiden Fahrzeuge.

Die 21-Jährige wurde verletzt und in ein Krankenhaus gebracht. An beiden Autos entstand ein Gesamtschaden von rund 14.000 Euro. Beide Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden.

Gegen beide Fahrer wurden Ermittlungen eingeleitet.

Zur Klärung des genauen Unfallhergangs bittet die Polizei Rosenheim Zeugen, sich unter der Telefonnummer 08031/200-2200 bei der Polizeiinspektion Rosenheim zu melden.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Führerschein in Rosenheim: Stadt meldet kürzere Wartezeiten – Innpuls.me prüft per Selbsttest

Führerschein in Rosenheim: Stadt meldet kürzere Wartezeiten – Innpuls.me prüft per Selbsttest

Rosenheim – Wer in Rosenheim einen Führerschein beantragen will, musste in den vergangenen Monaten viel Geduld mitbringen. Teilweise lagen die Wartezeiten bei mehreren Monaten. Jetzt meldet die Stadt deutliche Verbesserungen – und kündigt weitere Entlastungen an. Ein Selbsttest von Innpuls.me zeigt: Ganz entspannt ist die Lage allerdings noch nicht.

Rosenheims Oberbürgermeister Abuzar Erdogan hatte die Situation in einem aktuellen Instagram-Beitrag als „definitiv zu lang“ bezeichnet und das Thema bereits in seiner ersten Amtswoche zur Chefsache erklärt. Damals lagen die Wartezeiten bei rund fünfeinhalb bis sechs Monaten.

Inzwischen, so Erdogan, habe sich die Lage deutlich verbessert. Die Wartezeit würden nun bereits bei unter zwei Monaten liegen Bis zur Sommerpause solle sogar ein Wert von unter einem Monat erreicht werden. Besonders bei Erstanträgen von Fahranfängern werde versucht, Verfahren zu beschleunigen.

Ursachen: Personal und Technik als Engpass

Auf Anfrage von Innpuls.me erklärte die Stadt, dass die langen Wartezeiten vor allem auf Personalmangel sowie Probleme bei der Abstimmung unterschiedlicher Software-Systeme zurückzuführen gewesen seien.
Durch die Einstellung einer zusätzlichen Springerstelle und technische Anpassungen habe sich die Bearbeitung innerhalb kurzer Zeit spürbar beschleunigt.

Neuer zusätzlicher Zugang für Anträge geplant

Um die Abläufe weiter zu entlasten, soll die Antragstellung künftig erweitert werden: Führerscheinanträge sollen dann auch ohne vorherige Terminvereinbarung möglich sein.

Die klassische Terminvergabe bleibt dabei bestehen. Die neue Möglichkeit ist als zusätzlicher Zugang gedacht. Die Bearbeitung erfolgt anschließend nach Eingang der Unterlagen – unabhängig davon, ob ein Termin gebucht wurde oder nicht.

„Chefsache mit schnellen Ergebnissen“

Oberbürgermeister Erdogan sagte gegenüber Innpuls.me: „Es kann nicht sein, dass die Rosenheimerinnen und Rosenheimer drei Monate warten müssen, bis sie ihren Führerschein beantragen können. Insbesondere Fahranfänger freuen sich vollkommen zu Recht nach bestandener Fahrprüfung, endlich den ‚Lappen‘ in ihren Händen zu halten. Aber hier geht es auch um berufliche Perspektiven, die auf den Führerschein angewiesen sind. Darum habe ich das Thema zur Chefsache erklärt und ich freue mich, dass wir so schnell schon positive Ergebnisse erzielt haben.“

Selbsttest: Termin erst Ende August verfügbar

Ein Blick in die Online-Terminvergabe zeigt jedoch ein etwas anderes Bild aus Sicht der Bürger. Innpuls.me hat den Selbsttest gemacht: Der früheste verfügbare Termin für eine Führerscheinbeantragung liegt derzeit Ende August. Das entspricht einer Wartezeit von rund zweieinhalb Monaten.

Im Vergleich zum Frühjahr dieses Jahres ist das dennoch eine deutliche Verbesserung. Damals hatte Innpuls.me ebenfalls die Terminvergabe getestet – mit dem Ergebnis einer Wartezeit von knapp fünf Monaten.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Rosenheim prüft Sanierung des Hans-Klepper-Hallenbads

Rosenheim prüft Sanierung des Hans-Klepper-Hallenbads

Rosenheim – Das Hans-Klepper-Hallenbad in Rosenheim wird wohl in absehbarer Zeit saniert. Im Haupt- und Finanzausschuss wurde am Dienstagabend (16.6.2026) über den Zustand des Bades sowie mögliche Fördermittel für anstehende Maßnahmen beraten. Die endgültige Entscheidung trifft der Stadtrat.

Das Hallenbad wurde zuletzt 2008 grundlegend saniert. Seitdem gab es nur kleinere Maßnahmen, etwa den Einbau einer Bio-Sauna im Jahr 2014. Eigentümerin des Bads sind die Stadtwerke Rosenheim (SWRO).

Nach Angaben der Stadt erfüllt das Bad zentrale Aufgaben für die Stadtgesellschaft – von der Schwimmausbildung über den Schulsport bis hin zu Gesundheitsförderung und sozialer Begegnung. Um diese Funktionen langfristig zu sichern, sind bauliche und technische Modernisierungen vorgesehen.

Sanierung mit Kosten von rund 1,6 Millionen Euro

Die Stadtwerke kalkulieren für die geplanten Maßnahmen mit Kosten von rund 1,64 Millionen Euro. Mit der Sanierung soll das Hallenbad technisch und baulich weiterentwickelt und langfristig erhalten werden.

Ein Teil der Finanzierung könnte über das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten – Schwimmbäder“ erfolgen. Der Bund fördert dabei je nach Projekt bis zu 45 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten. Der verbleibende Anteil müsste über kommunale Mittel der Stadt Rosenheim abgesichert werden. Ob und in welchem Umfang Fördermittel fließen, ist offen. Klar scheint jedoch, dass die Sanierung des Rosenheimer Hallenbads in absehbarer Zeit notwendig werden dürfte.

Im städtischen Haushalt 2026 sind bislang keine Mittel für das Projekt eingeplant. Wie hoch der städtische Anteil am Ende tatsächlich ausfällt, hängt vom Ergebnis des Förderantrags und der weiteren Ausgestaltung der Finanzierung ab.

„Nicht akut, aber absehbar notwendig“

Im Ausschuss wurde auch über den Zustand des Hallenbads diskutiert. Auf Nachfrage aus den Reihen der Freien Wähler hieß es aus der Verwaltung: akut bestehe kein akuter Handlungsbedarf, in absehbarer Zeit werde eine Sanierung jedoch unvermeidbar.

CSU-Fraktionsvorsitzender Wolfgang Bergmüller äußerte sich skeptisch zu den Chancen auf eine Förderung. Diese seien seiner Einschätzung nach gering – „das wäre wie ein Lottogewinn“. Gleichzeitig betonte er, dass die Maßnahme unabhängig von einer Förderung perspektivisch ohnehin notwendig werde und im Finanzplan berücksichtigt werden müsse.

Entscheidung im Stadtrat steht noch aus

Die Beratung im Haupt- und Finanzausschuss ist eine Vorstufe. Die endgültige Entscheidung über das weitere Vorgehen fällt in der Stadtratssitzung am 23. Juni.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Caritas steigt aus: Stadt will Hort in Pang sichern

Caritas steigt aus: Stadt will Hort in Pang sichern

Pang / Rosenheim – Aus wirtschaftlichen  und organisatorischen Gründen will die Caritas die Trägerschaft für den Hort „Kleine Helden“ in Pang abgeben. Um die rund 25 Hortplätze zu sichern, könnte die Stadt Rosenheim übergangsweise einspringen. Der Haupt- und Finanzausschuss hat dazu am Dienstagabend beraten, die endgültige Entscheidung trifft der Stadtrat.

Der Caritasverband der Erzdiözese München und Freising gibt die Trägerschaft für den Hort im Kinderhaus an der Grundschule Pang zum Ende des Schuljahres 2025/2026 ab. Als Gründe werden wirtschaftliche und organisatorische Belastungen während der laufenden Bau- und Erweiterungsmaßnahmen genannt.

Der Hort war 2019 gemeinsam mit einer Kindergartengruppe gestartet. Durch die derzeit laufenden Umbaumaßnahmen ist der Betrieb seit längerer Zeit eingeschränkt und teilweise ausgelagert. Die vollständige Erweiterung des Kinderhauses mit künftig drei Kindergarten- und zwei Hortgruppen ist für 2027 vorgesehen.

Stadt als möglicher Übergangsträger

Da sich kein freier Träger für die Übernahme der Hortgruppe gefunden hat, bietet sich die Stadt Rosenheim an, die Trägerschaft übergangsweise selbst zu übernehmen. Ziel wäre es, die rund 25 Hortplätze in Pang auch im Schuljahr 2026/2027 zu sichern.

Die Betreuung soll während der Übergangszeit weiterhin im Pfarrheim Pang im ersten Obergeschoss stattfinden. Das Mietverhältnis mit der Pfarrkirchenstiftung Mariä Himmelfahrt soll dafür bis mindestens Ende 2027 fortgeführt werden. Die monatlichen Mietkosten liegen bei rund 1.126 Euro.

Für den Betrieb der Übergangsgruppe müsste die Stadt zusätzlich Personal einstellen. Vorgesehen sind unter anderem eine Vollzeitstelle für eine Erzieherin oder einen Erzieher, eine Kinderpflegerstelle, eine weitere Vollzeitstelle im Berufspraktikum sowie eine Teilzeitstelle im hauswirtschaftlichen Bereich. Die jährlichen Kosten werden mit rund 193.000 Euro beziffert.

Alle bisherigen Beschäftigten des Caritas-Horts sollen im Falle einer Übernahme im Rahmen eines Betriebsübergangs von der Stadt weiterbeschäftigt werden.

„Hort auflösen keine Option“

Im Ausschuss wurde die Grundsatzfrage deutlich: Einspringen oder Schließung. Oberbürgermeister Abuzar Erdogan machte klar, dass eine Auflösung des Horts aus Sicht der Verwaltung keine Option sei.

Quer durch die Fraktionen gab es Zustimmung für die vorgeschlagene Richtung. CSU-Fraktionsvorsitzender Wolfgang Bergmüller äußerte jedoch grundsätzliche Kritik am Rückzug der Caritas aus wirtschaftlichen Gründen und stellte die Frage, ob öffentliche Kitas künftig stärker in staatlicher Hand organisiert werden sollten.

Oberbürgermeister Erdogan verwies in diesem Zusammenhang auf die gesetzlich vorgeschriebene Trägervielfalt. Diese sei bewusst so angelegt, um Eltern Wahlmöglichkeiten zu bieten.

SPD-Fraktionsvorsitzende Elisabeth Jordan betonte neben der Trägervielfalt auch die Bedeutung einer Angebotsvielfalt, etwa bei den Betreuungszeiten. Auch Anna Rutz (Grüne) machte deutlich: „Wir brauchen jeden einzelnen Platz. Eine Auflösung des Horts kommt nicht infrage.“

Entscheidung im Stadtrat steht noch aus

Die Beratung im Haupt- und Finanzausschuss war eine Vorberatung. Die endgültige Entscheidung fällt in der Stadtratssitzung am 23. Juni. Damit soll die Hortbetreuung in Pang zunächst gesichert werden, bis die geplante Erweiterung des Kinderhauses mit insgesamt drei Kindergarten- und zwei Hortgruppen voraussichtlich im Jahr 2027 abgeschlossen ist.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Symbolfoto re)