Starbulls Rosenheim setzen auf Nachwuchs: Torhüter Louis Müller erhält Profivertrag

Starbulls Rosenheim setzen auf Nachwuchs: Torhüter Louis Müller erhält Profivertrag

Rosenheim – Die Starbulls Rosenheim fördern weiterhin Talente aus den eigenen Reihen: Nachwuchstorhüter Louis Müller erhält für die Saison 2026/27 einen Vertrag für die erste Mannschaft. Der 19-Jährige besetzt die dritte Torhüterposition im DEL2-Team und soll Schritt für Schritt an den Profibereich herangeführt werden.

Müller durchlief die Nachwuchsmannschaften der Starbulls und gehörte bereits in der vergangenen Spielzeit zum Kader der Profimannschaft. Parallel sammelte er weiterhin wichtige Spielpraxis und Erfahrungen im Nachwuchsbereich und ist auch für kommende Saison weiterhin für die U20 Mannschaft eingeplant.
Mit der Fortführung der Zusammenarbeit unterstreichen die Starbulls die Bedeutung der eigenen Nachwuchsarbeit. Ziel bleibt es, talentierte Spieler aus den eigenen Reihen Schritt für Schritt an den Profibereich heranzuführen und ihnen die Möglichkeit zu geben, sich auf höchstem Niveau weiterzuentwickeln.

Starbulls setzen auf Nachwuchsförderung

„Louis ist ein Eigengewächs und trainiert bereits seit einiger Zeit regelmäßig mit der ersten Mannschaft sowie mit unserem Torwarttrainer Mika Tarvainen“ sagt Starbulls-Headcoach Jari Pasanen. „Er ist ein talentierter Torhüter mit viel Potenzial, den wir bestmöglich ausbilden und Schritt für Schritt weiterentwickeln wollen. Es freut uns besonders, dass sich mit ihm erneut ein junger Rosenheimer die Chance erarbeitet hat, sich in der ersten Mannschaft zu etablieren.“

Auch für Louis Müller ist die Vertragsverlängerung ein besonderer Schritt: Als Eigengewächs erhält er die Möglichkeit, seine Entwicklung weiterhin im vertrauten Umfeld fortzusetzen und gleichzeitig wertvolle Erfahrungen im DEL2-Team zu sammeln.
(Quelle: Pressemitteilung SBR Spielbetriebs GmbH & Co. KG / Beitragsbild: Starbulls Rosenheima und Lutz Kirchhof Copyright: Atelier Zabel)

Duo Kirchhof gastiert in der Kirche St. Walburg in Seeon

Duo Kirchhof gastiert in der Kirche St. Walburg in Seeon

Seeon / Landkreis Rosenheim – Das Duo Kirchhof präsentiert am 24. Juni in der Kirche St. Walburg bei Kloster Seeon ein Konzert mit Werken für Laute und Viola da Gamba. Unter dem Titel „Tänze und Fantasien“ erwartet die Besucher eine musikalische Reise durch die Klangwelt des Alten Europa.

Das Duo Kirchhof ist am Dienstag, 24. Juni, um 19 Uhr in der Kirche St. Walburg bei Kloster Seeon zu Gast. Lutz Kirchhof (Laute) und Martina Kirchhof (Viola da Gamba) gestalten ein Konzert unter dem Titel „Tänze und Fantasien“.
Auf dem Programm stehen Werke aus der Blütezeit der beiden historischen Instrumente. Die Musiker nehmen das Publikum mit auf eine Reise durch die europäische Musikgeschichte und präsentieren Kompositionen, die von Tanzformen und fantasievollen Klangbildern geprägt sind.

Der Einlass beginnt um 18.30 Uhr, die Platzwahl ist frei. Karten zum Preis von 15 Euro sind im Vorverkauf, im Webshop www.kloster-seeon.de und über München Ticket www.muenchenticket.de, sowie – sofern verfügbar – an der Abendkasse erhältlich.
(Quelle: Pressemitteilung Kloster Seeon / Beitragsbild: Duo Kirchhof: Martina und Lutz Kirchhof Copyright Atelier Zabel)

Nach Störaktion im Rosenheimer Stadtrat – Erdogan nimmt Kurswechsel bei Strafanträgen vor

Nach Störaktion im Rosenheimer Stadtrat – Erdogan nimmt Kurswechsel bei Strafanträgen vor

Rosenheim – Die Störaktion bei der Rosenheimer Stadtratssitzung im Januar 2025 hat nun ein juristisches Nachspiel mit politischer Wirkung: Rosenheims nejuer Oberbürgermeister Abuzar Erdogan (SPD) zieht einen Großteil der Strafanträge gegen die damaligen Teilnehmer zurück. Nur in zwei Fällen wird das Verfahren weitergeführt. Die Entscheidung sorgt für deutliche Reaktionen bei der AfD.

Bei der Stadtratssitzung am 29. Januar 2025 war es bei der Vereidigung des neuen Stadtratsmitglieds Stefan Bauer zu Tumulten im Sitzungssaal gekommen. Rund 20 Personen störten die Sitzung mit lautstarken Protesten und Parolen. Die Vereidigung konnte zunächst nicht durchgeführt werden, die Sitzung wurde unterbrochen.

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Im Anschluss stellte der damalige Oberbürgermeister Andreas März (CSU) Strafantrag gegen insgesamt 14 Personen. Hintergrund war der Vorwurf des Hausfriedensbruchs wegen der Störungen im Rathaus.

Verfahren mit unterschiedlichen Entscheidungen

In der Folge beschäftigte der Fall die Justiz in mehreren Verfahren. Dabei kam es zu unterschiedlichen Ergebnissen – unter anderem zu einer Verurteilung in einem Verfahren sowie einem Freispruch in einem anderen. Weitere Verfahren wurden eingestellt oder nicht weiterverfolgt.

Großteil der Strafanträge wird zurückgenommen

Jetzt folgt die entscheidende Veränderung: Die Stadt Rosenheim hat den Großteil der ursprünglich gestellten Strafanträge zurückgenommen. Lediglich zwei Verfahren werden weitergeführt.

Oberbürgermeister Abuzar Erdogan begründet den Schritt gegenüber Innpuls.me damit, dass sich nach erneuter Prüfung gezeigt habe, dass nur in zwei Fällen tatsächlich eine nachhaltige Störung der Stadtratssitzung vorgelegen habe. Strafanträge seien demnach auch gestellt worden, obwohl kein strafbares Verhalten vorgelegen habe.

Die Rücknahme sei deshalb „nicht nur politisch geboten, sondern auch rechtsstaatlich richtig“, so Erdogan. In den verbleibenden Fällen liege zwar eine Störung des Sitzungsgeschehens vor, die rechtliche Bewertung obliege jedoch den Gerichten.

Kritik aus der Opposition

Scharfer Widerspruch kommt von der AfD. Der Landtagsabgeordnete Andreas Winhart wirft dem Oberbürgermeister vor, mit der Entscheidung ein falsches Signal zu senden. Nach seiner Auffassung würden damit Störer im politischen Raum faktisch entlastet und problematische Entwicklungen in der linken Szene verharmlost.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Archiv Innpuls.me)

Bildung ist die Saat: Lehrlingsschulung in Söchtenau bereitet Landwirte auf die Abschlussprüfung vor

Bildung ist die Saat: Lehrlingsschulung in Söchtenau bereitet Landwirte auf die Abschlussprüfung vor

Söchtenau / Landkreis Rosenheim – In Söchtenau bereiteten sich angehende Landwirte bei einer Lehrlingsschulung des Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Rosenheim gezielt auf ihre praktische Abschlussprüfung vor. An vier Stationen trainierten sie den Umgang mit moderner Landtechnik und vertieften ihr Wissen im Pflanzenbau. 

Auf dem Papier beginnt das Wissen, auf dem Feld zeigt sich das Können. Deshalb umfasst die Abschlussprüfung nicht nur einen schriftlichen, sondern auch einen praktischen Teil. Dabei sollen die angehenden Landwirte unter Beweis stellen, dass sie mit unterschiedlichen Geräten, Arbeitsschritten und Bedingungen fachgerecht umgehen können. An vier Stationen wurden zentrale Arbeitsbereiche besprochen und praktisch geübt: Einzelkornsämaschine, Drillmaschine, Düngerstreuer und Pflanzenschutzspritze. An jeder Station standen die wichtigsten Einstellungen, Arbeitsschritte und fachlichen Hintergründe im Mittelpunkt. So konnten die angehenden Landwirte ihr Wissen direkt an den Geräten anwenden und Sicherheit für die Prüfung gewinnen.

Die Lehrlingsschulung bot den Teilnehmern die Möglichkeit, prüfungsrelevante Arbeitsschritte im pflanzlichen Bereich gezielt zu wiederholen und praktisch zu üben. An den Stationen standen die Vorbereitung, die richtige Einstellung der Technik und der fachgerechte Umgang mit Geräten und Betriebsmitteln im Mittelpunkt.
Damit leistet die Ausbildung einen wichtigen Beitrag dazu, junge Menschen auf ihre künftigen Aufgaben in der Landwirtschaft vorzubereiten – mit Fachwissen, praktischem Können und Verantwortung für Boden, Pflanze und Umwelt.
(Quelle: Pressemitteilung Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Rosenheim / Beitragsbild: Station Drillmaschine. Von der Vorbereitung bis zum Abdrehen: Die Drillmaschine zeigt, wie wichtig eine saubere Einstellung für eine gleichmäßige Saat ist. Copyright Riedl)

Feuerwehrhaus Happing: Erdogan setzt auf neuen Kurs

Feuerwehrhaus Happing: Erdogan setzt auf neuen Kurs

Happing / Rosenheim – Im Februar zeigte sich Abuzar Erdogan noch unzufrieden mit dem Zeitplan für das neue Feuerwehrhaus in Happing. Nun, vier Monate später, steht er als Oberbürgermeister selbst in der Verantwortung. Mit einem geänderten Konzept soll das Projekt nun effizienter und günstiger umgesetzt werden.

Seit rund 25 Jahren wartet die Freiwillige Feuerwehr Happing auf ein neues Gerätehaus. Das bestehende Feuerwehrhaus an der Inntalstraße stammt aus dem Jahr 1949 und gilt seit Jahren als nicht mehr zeitgemäß. Es ist zu klein, bietet zu wenig Platz für Ausbildung und Vereinsleben, zudem müssen die Einsatzfahrzeuge hintereinander parken.

Erst im Februar dieses Jahres hatte der Rosenheimer Stadtrat den Neubau eines Feuerwehrgerätehauses an der Heilig-Blut-Straße 1 beschlossen. Damals war vorgesehen, das bestehende Mehrfamilienhaus auf dem Grundstück zu erhalten und den Neubau daran anzubinden.

In der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am Dienstagabend wurde nun eine überarbeitete Planung vorgestellt. Demnach soll das Wohngebäude abgerissen und das Feuerwehrhaus als freistehender Neubau errichtet werden. Zudem soll das Projekt erstmals in Rosenheim über einen Generalübernehmer umgesetzt werden, der Planung, Organisation und Bau aus einer Hand verantwortet.

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Vom Kritiker zum Entscheider

Dass nun nachgebessert wird, hat auch mit einer Diskussion aus dem Februar zu tun. Damals konnte der heutige Oberbürgermeister Abuzar Erdogan als SPD-Fraktionssprecher nicht nachvollziehen, warum sich die Planungen bis zur vorgesehenen Fertigstellung im Sommer 2029 noch über mehrere Jahre hinziehen sollten.

Inzwischen steht Erdogan an der Spitze der Stadtverwaltung und unterstützt die überarbeitete Projektstruktur. Durch den Abriss des Bestandsgebäudes entstehen größere planerische Freiheiten. Gleichzeitig soll die Vergabe an einen Generalübernehmer Abläufe vereinfachen und Zeitgewinne ermöglichen.

Erdogan machte in der Sitzung deutlich, dass dieser Weg zwar Risiken berge. Angesichts der Situation in Happing halte er das Vorgehen dennoch für sinnvoll, auch wenn mögliche Fördermittel dadurch nicht vollständig gesichert seien.

Mehr Platz und neue Kostenstruktur

Nach Einschätzung der Verwaltung stößt die bisherige Planung an ihre Grenzen. Das Grundstück sei mit dem bestehenden Wohngebäude stark beengt. Eine funktionale und kompakte Anordnung des Feuerwehrhauses sei daher nur eingeschränkt möglich, zudem müssten bestehende bauliche Gegebenheiten technisch mit berücksichtigt werden. Auch die Entwicklungsmöglichkeiten für die Feuerwehr seien mit der bisherigen Lösung nahezu ausgeschöpft.

Die Verwaltung prüfte deshalb die Auswirkungen eines vollständigen Abrisses des Wohnhauses. Das Ergebnis: Ein freistehender Neubau ermöglicht mehr Flexibilität bei der Anordnung und schafft Raum für spätere Erweiterungen.

Eine weitere Verkleinerung des Raumprogramms wurde ebenfalls geprüft, jedoch verworfen. Die bereits auf 830 Quadratmeter Nettofläche reduzierte Planung könne nicht weiter verkleinert werden, ohne den Feuerwehrbetrieb wesentlich einzuschränken. Geplant wird weiterhin mit einem Zuwachs der aktiven Einsatzkräfte von rund 20 Prozent.

Auch bei den Kosten ergeben sich Veränderungen. Die bisherige Planung mit Erhalt des Wohngebäudes wurde zuletzt mit rund 6,7 Millionen Euro veranschlagt. Die nun bevorzugte Variante mit freistehendem Neubau liegt nach Angaben der Verwaltung bei rund 5,87 Millionen Euro. Damit könnte das Projekt trotz des zusätzlichen Abrisses günstiger umgesetzt werden.

Von den Gesamtkosten entfallen rund 4,82 Millionen Euro auf Baukosten und etwa 1,05 Millionen Euro auf Planungs- und Nebenkosten. Nicht enthalten sind Ausgaben für Ausstattung, Mobiliar und EDV. Die Förderung des Freistaats Bayern beträgt nach aktuellem Stand 469.600 Euro.

Einstimmige Zustimmung im Ausschuss

Der Haupt- und Finanzausschuss stimmte der überarbeiteten Planung am Dienstagabend (16.6.2026) einstimmig zu. Die endgültige Entscheidung fällt in der Stadtratssitzung am 23. Juni.

Sollte der Stadtrat zustimmen, würde das bestehende Wohnhaus auf dem Gelände abgerissen. Ein Feuerwehrkamerad, der dort derzeit wohnt, müsste sich dann eine neue Bleibe suchen. Die Stadtverwaltung hat Unterstützung bei der Wohnungssuche zugesagt.

Für die Feuerwehr Happing rückt damit nach jahrzehntelanger Diskussion ein modernes und funktionales Gerätehaus ein großes Stück näher.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Symbolfoto ai generiert)

MorgenINNPULS – Schon gewusst?

MorgenINNPULS – Schon gewusst?

Mittwoch, 17. Juni – Guten Morgen!

Wusstest Du, dass Eiswürfel beim Schmelzen Geräusche machen?
Temperaturunterschiede erzeugen kleine Spannungen im Material.
Ein leises, aber interessantes Phänomen.

Vielleicht achtest Du heute auf kleine Details im Alltag.

Wir wünschen Dir einen aufmerksamen Start in den Tag! 🌞
(Quelle: Artikel Josefa Staudhammer / Beitragsbild: re)

„Worte“ in der Galerie Bruckmühl: Kunst zwischen Zeichen, Sprache und Bedeutung

„Worte“ in der Galerie Bruckmühl: Kunst zwischen Zeichen, Sprache und Bedeutung

Bruckmühl /Landkreis Rosenheim – Sprache als Material, Worte als Bild und Bedeutung als offene Frage: Unter dem Titel „Worte“ zeigt die Galerie Markt Bruckmühl (Landkreis Rosenheim) eine neue Ausstellung, die sich mit dem Verhältnis von Sprache, Zeichen und Wahrnehmung beschäftigt. Zu sehen sind Arbeiten von Albert Coers, Flavio Cury und Günter Nosch. Die Eröffnung fand am vergangenen Sonntag (14.6.2026) statt.

Aktuelle Kunstausstellung in der Galerie Markt Bruckmühl. Fotos: Copyright Hendrik Heuser

Das Spiel mit Worten steht im Mittelpunkt der aktuellen Kunstausstellung in der Galerie Markt Bruckmühl. Fotos: Hendrik Heuser

.Die drei Künstler nähern sich dem Thema Sprache aus unterschiedlichen Richtungen. Dabei geht es nicht um klassische Illustration von Worten, sondern um deren Wirkung, Materialität und Veränderbarkeit. Die Ausstellung versteht Sprache dabei als etwas Bewegliches – etwas, das sich verschieben, auflösen und neu zusammensetzen lässt.

Sprache als Material im Kunstraum

Flavio Cury beschäftigt sich in seinen Arbeiten mit der Instabilität von Sprache. Wörter werden bei ihm verändert, zerlegt oder verfremdet, sodass ihre gewohnte Bedeutung in den Hintergrund tritt und sie als reine Form erfahrbar werden.

Albert Coers arbeitet häufig mit ortsbezogenen Installationen und Fundstücken. Seine Werke greifen sprachliche Elemente auf und verbinden sie mit Alltagsmaterialien und Publikationen. Im Zentrum steht dabei oft die Frage, wie Sprache im öffentlichen Raum erscheint und gelesen wird.

Günter Nosch verfolgt seit den 1990er Jahren einen sehr reduzierten, poetischen Ansatz. Er setzt Wörter gezielt in neue Zusammenhänge oder verschiebt sie, um Bedeutungen zu verändern und unerwartete Verbindungen sichtbar zu machen.

Ausstellung als Spurensuche

Die Galerie wird dabei selbst zum Experimentierraum. In den verschiedenen Räumen entstehen Installationen, die den Umgang mit Sprache im Alltag hinterfragen: Wie entstehen Bedeutungen? Wie beeinflussen Worte unser Denken? Und wie eindeutig ist das, was wir lesen und verstehen?

Die Ausstellung lädt dazu ein, Sprache nicht nur als Mittel zur Kommunikation zu sehen, sondern als etwas, das unsere Wahrnehmung der Welt mitprägt und zugleich immer wieder irritieren kann.

Öffnungszeiten und Besuchsinformationen

Die Ausstellung „Worte“ ist noch bis 19. Juli 2026 in der Galerie Markt Bruckmühl (Sonnenwiechser Straße 12, 83052 Bruckmühl)  zu sehen. Geöffnet ist die Galerie mittwochs von 14 bis 18 Uhr sowie samstags und sonntags von 11 bis 18 Uhr.

Telefonisch ist die Galerie während der Öffnungszeiten unter 08062 / 5307 erreichbar, außerhalb der Öffnungszeiten unter 08062 / 59108. Weitere Informationen gibt es unter www.galerie-bruckmuehl.de.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Info, Beitragsbild, Fotos: Hendrik Heuser)

Ludwigsplatz, Rosenheim, 1987

Ludwigsplatz, Rosenheim, 1987

Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in das Jahr 1987. Auf der historischen Aufnahme zu sehen ist der Rosenheimer Ludwigsplatz. Und der wirkt darauf noch ganz anders als heute: keine Fußgängerzone, sondern ein Platz, auf dem noch viele Autos direkt vor den Arkaden parkten.

Besonders spannend wird das Bild beim genaueren Hinsehen, denn es zeigt auch zwei Gasthäuser, die den Ludwigsplatz über viele Jahrzehnte geprägt haben: den „Ludwigshof“ und die „Alte Post“. Beide sind heute verschwunden – und erzählen doch ein großes Stück Stadtgeschichte.

Der heutige „Ludwigshof“ hat eine lange Vorgeschichte. Ursprünglich stand dort, laut Informationen des Rosenheimer Stadtarchivs, das Gesellenhaus des Katholischen Gesellenvereins, das wiederum aus der früheren „Alten Post“ des Posthalters Franz Xaver Amann hervorgegangen war. Bereits 1850 wurde diese erste Posthalterei an den Ludwigsplatz verlegt und blieb danach als Gasthaus bestehen. 1903 kaufte der Gesellenverein das Gebäude für 80.000 Mark.

Das Nachbargebäude, das spätere „Alte Brauhaus“ und später „Saubräu“ genannt, wurde bereits 1550 erstmals erwähnt. Damals musste der Brauer Wolf Westner für seine Braubehausung zwei Gulden Jahreszins an die St.-Nikolaus-Kirche abführen. Der Name „Saubräu“ entstand im Volksmund, weil sich in der Umgebung der Schweinemarkt befand – der Platz wurde deshalb auch „Saumarkt“ genannt.

Im Laufe der Jahrhunderte wechselte das Gebäude mehrfach Besitzer und Nutzung. 1887 verkaufte Christoph Zollner das Anwesen an den Brauereibesitzer Johann Auer, der dort 1889 erstmals Bier sieden ließ. Später wurde das Haus als Gasthaus „Alte Brauhaus“ geführt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden dort zeitweise auch Flüchtlinge untergebracht. 1956 zog zudem das Kino „Kurbel“ in den Saaltrakt ein, das jedoch bereits 1961 wieder schließen musste. Übrig blieb der „Ludwigshof“.

Auch die „Alte Post“ nebenan hat eine bewegte Geschichte. Der Posthalter Franz Xaver Amann betrieb dort ab 1842 eine Postexpedition mit Pferden, Kutschen und Postfahrten in mehrere umliegende Orte. Bereits 1850 wurde ihm die Konzession wieder entzogen. Der Gaststättenname „Alte Post“ erinnerte bis 1999 an diese erste Rosenheimer Poststelle.

Heute sind beide Gasthäuser Geschichte. An ihrer Stelle finden sich unter anderem der Künstlerhof sowie eine Burger-Gaststätte. Der Ludwigsplatz selbst hat sich längst zur Fußgängerzone entwickelt – das historische Foto von 1987 zeigt damit einen Platz im Wandel.
(Quelle: Beitragsbild: Archiv  Herbert Borrmann / Bildtext: Karin Wunsam)

Erdbeersaison in Rosenheim: Felder locken zum Selberpflücken

Erdbeersaison in Rosenheim: Felder locken zum Selberpflücken

Pang / Rosenheim – Rote Hände, süßer Duft und volle Körbe: Die Erdbeersaison in Bayern läuft auf Hochtouren. Besonders im Juni, der klassischen Haupterntezeit, hängen die Felder voller reifer Früchte – und genau das lockt derzeit viele Menschen zum Selberpflücken. So auch auf dem Erdbeerfeld im Rosenheimer Stadtteil Pang, wo in den vergangenen Tagen reger Betrieb herrschte.

Die Kombination aus warmem Frühsommer und ausreichend Regen hat in diesem Jahr für gute Bedingungen gesorgt. Auch wenn Spätfröste zunächst für Probleme auf manchen Feldern in Bayern sorgten, hat sich die Situation inzwischen deutlich entspannt. Das Ergebnis: Eine insgesamt gute Ernte mit sehr aromatischen und süßen Erdbeeren.

Eine Frucht mit langer Geschichte

Erdbeeren gehören botanisch gesehen eigentlich nicht zu den klassischen Beerenfrüchten. Streng genommen sind sie sogenannte Sammelnussfrüchte – die kleinen gelben Körnchen auf der Oberfläche sind die eigentlichen Früchte.

Ihre Geschichte in Europa reicht bis ins 18. Jahrhundert zurück. Die heute verbreitete Gartenerdbeere entstand aus einer Kreuzung nord- und südamerikanischer Wildarten. Seither wurde sie gezielt weitergezüchtet – mit dem Ziel: mehr Aroma, größere Früchte und längere Erntezeiten.

Welche Sorten besonders beliebt sind

Im Anbau und auch beim Selbstpflücken gelten einige Sorten als besonders aromatisch. In Deutschland häufig verbreitet ist etwa die Sorte „Senga Sengana“, die für ihr intensives Aroma bekannt ist. Ebenfalls beliebt sind „Elsanta“ mit guter Haltbarkeit oder Sorten wie „Mara des Bois“, die oft ein besonders süßes, leicht walnussartiges Aroma haben.

Welche Sorte besser schmeckt, bleibt Geschmackssache – entscheidend ist meist der Reifegrad. Direkt vom Feld gepflückt, entfalten Erdbeeren ihr volles Aroma am stärksten.

Tipps fürs Selberpflücken

Wer selbst aufs Feld geht, sollte am besten morgens oder am späten Nachmittag pflücken. Dann sind die Früchte kühler und halten sich länger frisch. Erdbeeren werden idealerweise mit Kelch und kurzem Stiel geerntet, damit sie nicht so schnell Saft verlieren.

Wichtig ist außerdem: Nur vollreife, tiefrote Früchte pflücken – Erdbeeren reifen nach der Ernte nicht mehr nach. Und auch wenn es verlockend ist: Direkt vom Strauch naschen gehört für viele zwar dazu, sollte aber mit Blick auf Hygiene und Hofregeln bewusst gehandhabt werden.

Erdbeeren im Garten und im Handel

Im eigenen Garten gedeihen Erdbeeren am besten an sonnigen Standorten mit lockerer, humusreicher Erde. Wichtig sind regelmäßiges Gießen, aber keine Staunässe. Viele Hobbygärtner setzen zudem auf mehrjährige Sorten, die über mehrere Jahre Ertrag bringen.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Fotomontage Herbert Borrmann)

Giro Next Gen 2026: Davide Donati sprintet für Red Bull – Bora – hansgrohe Rookies zum Etappensieg

Giro Next Gen 2026: Davide Donati sprintet für Red Bull – Bora – hansgrohe Rookies zum Etappensieg

Italien / Raubling – Davide Donati hat beim Giro Next Gen 2026 für den nächsten Erfolg von Red Bull – Bora – hansgrohe Rookies gesorgt. Der italienische Nachwuchs-Radsportler gewann die zweite Etappe nach 154 Kilometern in Crotone und übernahm die Führung in der Gesamtwertung des wichtigsten U23-Radrennens Italiens.

Davide Donati hat die zweite Etappe des Giro Next Gen gewonnen und mit einem perfekt getimten Sprint in Crotone sowohl den Etappensieg als auch die Gesamtführung geholt. Der 21-jährige Italiener von den Red Bull – Bora – hansgrohe Rookies trägt nun das begehrte Rosa Trikot und führt zudem die Punkte- und die italienische Wertung an.

Der Giro Next Gen ist die U23-Version des großen Giro d’Italia und eines der prestigeträchtigsten Etappenrennen im Nachwuchskalender. Die Etappe führte das Peloton über 154 Kilometer von Tropea nach Crotone, durch die Hitze Kalabriens – Bedingungen, die Beine und Taktik gleichermaßen auf die Probe stellen.
Da ein Massensprint immer das wahrscheinlichste Ergebnis war, gestalteten die Rookies das Finale genau nach Plan. Donati setzte sich vom Rad seines Lead-outs ab und hielt Aldo Taillieu (Belgien, Team Visma | Lease a Bike Development) und Aubin Sparfel (Frankreich, Decathlon CMA CGM Development Team) in Schach, die den zweiten und dritten Platz belegten.

Starke Teamarbeit ebnet Donati den Weg zum Sieg

„Das Maglia Rosa zu tragen, bedeutet mir sehr viel – besonders als italienischer Fahrer. Das ist ein wirklich großer Moment für mich und ich muss mich bei allen bedanken – meiner Familie und meiner Freundin. Jetzt genieße ich einfach den Moment. Ich bin einfach nur total glücklich.“ So Davide Donati

Das Ergebnis basierte auf einer starken Mannschaftsleistung der Red Bull – Bora – hansgrohe Rookies. Nach einer perfekten taktischen Leistung während der Etappe leisteten Paul Fietzke (Deutschland) und Gijs Schoonvelde (Niederlande) auf den letzten Kilometern die entscheidende Arbeit und brachten ihren Sprinter in Position. Es war bereits Donatis vierter Saisonsieg und der neunte Sieg für das Nachwuchsteam.
(Quelle: Pressemitteilung Red Bull – Bora – hansgrohe / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Villa Kunterbunt feiert 30 Jahre – von der Spielstube zur festen Größe im Stadtteil

Villa Kunterbunt feiert 30 Jahre – von der Spielstube zur festen Größe im Stadtteil

Rosenheim – Aus einer kleinen Spiel- und Lernstube ist ein fest verankertes Kinderhaus geworden: Die „Villa Kunterbunt“ der Diakonie Rosenheim hat ihr 30-jähriges Bestehen gefeiert. Die Einrichtung blickt dabei auf eine deutlich längere Vorgeschichte zurück – bis ins Jahr 1978.

Villa Kunterbunt feiert 30-jähriges Bestehen. Fotos: Copyright Susanne Neumann

Unter den Gratulanten war auch Rosenheims Oberbürgermeister Abuzar Erdogan. Fotos: Susanne Neuman

Gefiert wurde das Jubiläum mit einem großen Fest in der Endorfer Au gemeinsam mit Kindern, Familien, ehemaligen Mitarbeitenden sowie Gästen aus Politik, Kirche und Gesellschaft. Die heutige „Villa Kunterbunt“ ist die erste Kindertageseinrichtung der Diakonie Rosenheim und hat ihre Wurzeln in einer Spiel- und Lernstube, die 1978 in der damaligen Obdachlosensiedlung Ruedorfferau entstand. Ziel war es bereits damals, Kindern bessere Bildungs- und Entwicklungschancen zu ermöglichen.

Im Laufe der Jahrzehnte entwickelte sich daraus das heutige Kinderhaus in der Endorfer Au. Der Stadtteil selbst hat sich laut Beteiligten stark verändert und weiterentwickelt.

Villa Kunterbunt feiert 30-jähriges Bestehen. Fotos: Copyright Susanne Neumann

Pflanzten gemeinsam ein Bäumchen: OB Abuzar Erdogan und die Leiterin des Kinderhauses, Daniela Weiß.

„Wir können nur dann als Gesellschaft gut zusammenleben, wenn wir bei den Kleinsten anfangen“, sagte Oberbürgermeister Abuzar Erdogan in seinem Grußwort. Die Endorfer Au bezeichnete er als Stadtteil mit großem Potenzial und betonte die Bedeutung von Einrichtungen wie der Villa Kunterbunt für eine lebendige Nachbarschaft. Zugleich kündigte er an, sich für eine Senkung der Kita-Gebühren in Rosenheim einzusetzen.

Auch Norbert Blesch, Geschäftsbereichsleiter der Kindertageseinrichtungen der Diakonie Rosenheim, hob die Rolle der Einrichtung hervor. „Egal mit welchen Herausforderungen Kinder zu uns kommen – sie haben Anspruch auf eine gute Betreuung und dürfen nicht aus dem Raster fallen. Wir lassen niemanden allein“, sagte Blesch.

Ein sichtbares Zeichen für das Miteinander verschiedener Kulturen und Religionen war eine gemeinsame Segnung durch Dekanin Dagmar Häfner-Becker und Imam Ömer Sahan. Dabei wurde die Bedeutung gleicher Chancen für alle Kinder betont.

Auch viele ehemalige Mitarbeitende und Familien nutzten das Jubiläum zum Austausch von Erinnerungen. Die stellvertretende Geschäftsbereichsleiterin Ulrike Blank berichtete von ihren persönlichen Verbindungen zur Einrichtung: Bereits während ihrer Ausbildung absolvierte sie dort ihr Praktikum. „Wenn ich jetzt hier stehe und sehe, was für ein lebendiger Ort für die Kinder heute daraus geworden ist, bekomme ich Gänsehaut“, so Blank.

Baum und Zeitkapsel als Zeichen für die Zukunft

Zum Abschluss des Festes pflanzten Einrichtungsleiterin Daniela Weiß und Oberbürgermeister Erdogan gemeinsam eine Ulme, die von Christa Glasl gestiftet wurde. Unter dem Baum wurde zudem eine Zeitkapsel vergraben, gefüllt mit Briefen und Botschaften der Kinder und Erzieher.

Die musikalischen Beiträge gestaltete das Team der Einrichtung gemeinsam mit den Kindern. Einrichtungsleiterin Daniela Weiß dankte ihrem Team für das tägliche Engagement.
(Quelle: Pressemitteilung Diakonie Rosenheim / Beitragsbild, Fotos: Susanne Neuman)

Plattlerkurs in Rosenheim: Trachtenverein „Innviertler“ bereitet Teilnehmer auf das Herbstfest vor

Plattlerkurs in Rosenheim: Trachtenverein „Innviertler“ bereitet Teilnehmer auf das Herbstfest vor

Rosenheim – Der Trachtenverein „Innviertler“ Rosenheim bietet wieder seinen traditionellen Plattlerkurs an. In vier Übungsabenden lernen Männer und Burschen die Amboss-Polka, um das Erlernte beim Rosenheimer Herbstfest im Flötzinger Zelt zu präsentieren.

Bereits zum zehnten Mal veranstaltet der Trachtenverein „Innviertler“ Rosenheim seinen beliebten Plattlerkurs. Im Mittelpunkt steht die Amboss-Polka, ein traditioneller Burschenplattler, der speziell für einen Auftritt beim Rosenheimer Herbstfest einstudiert wird.
Der Kurs richtet sich an Männer und Burschen aller Altersgruppen – vom Anfänger bis zum Wiedereinsteiger. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Ziel ist es, die Teilnehmer auf den Blasmusikabend der „Dreder Musi“ am zweiten Wiesnsonntag im Flötzinger Zelt vorzubereiten, bei dem die einstudierte Amboss-Polka aufgeführt werden soll.

Die Übungsabende finden an vier aufeinanderfolgenden Mittwochen statt. Beginn ist am 1. Juli um 18.30 Uhr im Saal des Stadtjugendrings Rosenheim.
Anmeldungen und weitere Informationen sind unter der Telefonnummer 08036 / 9080560 erhältlich.
(Quelle: Pressemitteilung Innviertler Rosenheim / Beitragsbild: Copyright Innviertler Rosenheim)