Rosenheimer RGR-Piloten feiern starke Ergebnisse im Histo Cup in Brünn

Rosenheimer RGR-Piloten feiern starke Ergebnisse im Histo Cup in Brünn

Rosenheim / Automotodrom Brünn – Die Rallye-Gemeinschaft Rosenheim (RGR) hat beim Histo Cup auf dem traditionsreichen Automotodrom Brünn ein starkes Ausrufezeichen gesetzt. Die beiden Rundstreckenpiloten Andreas Rehwald und Florian Stahl überzeugten dabei mit Klassensiegen, Podestplätzen und konstanten Top-Leistungen im internationalen Starterfeld.

Bei besten Bedingungen und vollen Startfeldern entwickelte sich auf der schnellen Rennstrecke in Tschechien ein intensives Motorsportwochenende mit engen Duellen und hohen Durchschnittsgeschwindigkeiten. Mit dabei war das RGR-Team aus Rosenheim, das sich im starken Teilnehmerfeld bestens behauptete.

Rehwald dominiert Young Timer Klasse

Besonders erfolgreich verlief das Wochenende für Andreas Rehwald im BMW M3 E36 in der Young Timer Wertung bis 3000 ccm. Bereits im Qualifying setzte er mit schnellen Rundenzeiten ein Ausrufezeichen und sicherte sich Startplätze im Spitzenfeld.

Im ersten Rennen gelang ihm ein starker Start, bei dem er sich frühzeitig sogar an die Spitze setzen konnte. Am Ende musste er sich im Gesamtklassement zwar der leistungsstarken Konkurrenz geschlagen geben, holte jedoch den Klassensieg in seiner Wertung.

Auch im zweiten Rennen bestätigte Rehwald seine starke Form. Nach einem intensiven Kampf im Spitzenfeld erreichte er erneut einen Platz auf dem Gesamtpodium und sicherte sich wiederum den Sieg in seiner Klasse.

Mit diesen Ergebnissen baute der Rosenheimer seine beeindruckende Bilanz im Histo Cup weiter aus und steht inzwischen bei 99 Klassensiegen – die 100er-Marke rückt damit in greifbare Nähe.

Starker Auftritt auch für Florian Stahl

Auch Clubkollege Florian Stahl zeigte im BMW E30 eine überzeugende Leistung in der STW-/PCC-Wertung. Nach soliden Qualifyings behauptete er sich in beiden Rennen im vorderen Feld seiner Klasse.

Im ersten Lauf erreichte er einen Platz in den Top 5 des Gesamtfeldes und gewann seine Wertungsklasse. Im zweiten Rennen steigerte er sich nochmals und fuhr erneut auf einen starken Gesamtplatz sowie einen weiteren Klassensieg.

RGR mit geschlossen starkem Auftritt

Insgesamt präsentierte sich die Rallye-Gemeinschaft Rosenheim in Brünn geschlossen stark und konkurrenzfähig. Neben spannenden Zweikämpfen stand vor allem die konstante Leistung der beiden Fahrer im Fokus.

Die nächste Gelegenheit für weitere Topresultate bietet sich beim kommenden Histo Cup Lauf in Rijeka, bei dem auch der 100. Klassensieg für Rehwald möglich ist.
(Quelle: Rallye-Gemeinschaft Rosenheim – biwi / Beitragsbild: Copyright brt automotive)

„Innen Aussen II“ in der Priener Galerie – Ausstellung mit Holz, Raum und Wirkung

„Innen Aussen II“ in der Priener Galerie – Ausstellung mit Holz, Raum und Wirkung

Prien am Chiemsee / Landkreis Rosenheim –
In der Galerie im Alten Rathaus in Prien ist derzeit die Ausstellung „Innen Aussen II“ zu sehen. Sie läuft noch bis einschließlich 21. Juni 2026 und zeigt Arbeiten des Künstlers Franz Xaver Angerer.

Im Mittelpunkt der Ausstellung steht das Material Holz. Fotos: Hendrik Heuser

Im Mittelpunkt der Ausstellung steht das Material Holz. Es wird in den Arbeiten nicht nur als Werkstoff verstanden, sondern als Träger von Spuren, Zeit und Erinnerung. Durch Bearbeitung und Verfremdung entstehen daraus sowohl massive als auch überraschend filigrane Formen, die zwischen Stabilität und Leichtigkeit changieren.

Der Künstler bewegt sich dabei an der Schnittstelle verschiedener Ausdrucksformen. Skulpturen, Reliefs, Raumbilder, Drucke und Fotografien treten in einen gemeinsamen Zusammenhang und entwickeln ein vielschichtiges Zusammenspiel unterschiedlicher Ebenen. Dabei spielen sowohl landschaftliche Strukturen als auch abstrakte Formen und innere Bildräume eine Rolle.

Der Ausstellungstitel „Innen Aussen II“ verweist auf ein Wechselspiel von Wahrnehmung und Raumwirkung. Innen und Außen werden dabei nicht als Gegensätze verstanden, sondern als miteinander verbundene Ebenen. Die Arbeiten sind so angelegt, dass sich ihre Wirkung je nach Blickwinkel und Bewegung im Raum verändert.

Betrachtung aus unterschiedlicher Perspektive

Die Ausstellung lädt Besucher dazu ein, sich Zeit zu nehmen und die Werke aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten. So entsteht ein Eindruck, der sich erst im genauen Hinsehen und im Verweilen vollständig erschließt.

Die Galerie im Alten Rathaus hat während der Ausstellung mittwochs bis sonntags von 13 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 4 Euro, für Besucher bis einschließlich 21 Jahre ist er frei. Der Eingang befindet sich in der Alten Rathausstraße 22 in Prien am Chiemsee.

Weitere Informationen sind unter galerie-prien.de erhältlich. Der Ausstellungsflyer liegt im Tourismusbüro Prien aus und steht online zur Verfügung.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Infos, Beitragsbild, Fotos: Hendrik Heuser)

Jäger und Jagdhornbläser bereiten Doppeljubiläum in Lampoding vor

Jäger und Jagdhornbläser bereiten Doppeljubiläum in Lampoding vor

Palling / Landkreis Traunstein – Die Kreisgruppe Traunstein des Bayerischen Jagdverbandes blickt auf ein positives Jahr zurück und richtet den Blick bereits auf ein besonderes Ereignis: Im September steht das Doppeljubiläum der heimischen Jägerschaft und der Rupertiwinkler Jagdhornbläser an.

Bei einer gut besuchten Versammlung im Gasthaus Michlwirt in Palling (Landkreis Traunstein) berichtete die Vorstandschaft über die Entwicklung der Kreisgruppe. Neben einem stabilen Mitgliederbestand und geordneten Finanzen standen auch Ehrungen langjähriger Mitglieder sowie organisatorische Themen im Mittelpunkt.

Der 1. Vorsitzende Josef Freutsmiedl zeigte sich mit der Entwicklung zufrieden. Die Mitgliederzahl sei zuletzt weiter gestiegen. „Die kontinuierliche und stabile Mitgliederentwicklung zeigt, dass unsere Arbeit in der Kreisgruppe gut angenommen wird und wir auf einem soliden Fundament stehen“, sagte Freutsmiedl. Aktuell zählt die Kreisgruppe 846 Mitglieder.

Auch finanziell sei die Situation stabil, berichtete Schatzmeister Sebastian Meyer. Die wichtigsten Einnahmen stammen aus Mitgliedsbeiträgen und Zuschüssen, die größten Ausgaben entstehen durch Verbandsabgaben. Eine Beitragserhöhung sei daher nicht notwendig.

Zusammenarbeit und jagdliche Themen im Fokus

Im Bericht der Vorstandschaft wurde die Zusammenarbeit mit Behörden und Fachstellen hervorgehoben, unter anderem mit der Unteren Jagdbehörde Traunstein, dem Forstbetrieb Ruhpolding sowie weiteren Institutionen und Verbänden.

Themen aus dem jagdlichen Bereich betrafen unter anderem Hegegemeinschaften, Hundewesen und Schießwesen. Freutsmiedl erinnerte zudem an die Einhaltung der Vorschriften zur Waffenaufbewahrung. „Bitte befolgt die Aufbewahrungsvorschriften konsequent, damit vermeidet ihr unnötige Schwierigkeiten“, so der Vorsitzende.

Auch Änderungen im Jagdrecht wurden angesprochen, darunter Anpassungen bei Jagdzeiten sowie Regelungen im Umgang mit Wolf und Schakal.

Ehrungen und Ausblick auf Jubiläumsfeier

Ein zentraler Programmpunkt der Versammlung waren Ehrungen langjähriger Mitglieder. Für ihre Treue von bis zu 70 Jahren wurden zahlreiche Mitglieder ausgezeichnet, darunter auch Jubilare mit 50, 60 und 65 Jahren Mitgliedschaft.

Ein weiterer Schwerpunkt ist das bevorstehende Doppeljubiläum: Am 19. und 20. September wird in der Lodronhalle in Lampoding gefeiert. Anlass sind „60 Jahre Kreisgruppe Traunstein im Bayerischen Jagdverband“ sowie „70 Jahre Rupertiwinkler Jagdhornbläser“.

Geplant sind unter anderem ein Festabend sowie ein großes Jagdhornbläsertreffen mit Gruppen aus Bayern, Baden-Württemberg und Österreich. Auch politische Ehrengäste haben ihr Kommen angekündigt. Landrat Andreas Danzer übernimmt die Schirmherrschaft.

Zum Abschluss betonte die Vorstandschaft die Bedeutung der jagdlichen Arbeit für Natur- und Artenschutz. Im Mittelpunkt stehe der verantwortungsvolle Umgang mit Wild und Wald sowie der Erhalt gesunder Wildbestände.

Die Rupertiwinkler Jagdhornbläser waren im vergangenen Jahr rund 30 Mal im Einsatz und sorgten auch bei überregionalen Veranstaltungen für musikalische Akzente.
(Quelle: Hubert Hobmaier / Beitragsbild: Hubert Hobmaier)

Informationsabend in Bad Aibling: Hilfe bei Adipositas, wenn Diäten nicht mehr helfen

Informationsabend in Bad Aibling: Hilfe bei Adipositas, wenn Diäten nicht mehr helfen

Bad Aibling / Landkreis Rosenheim – Wenn Diäten langfristig nicht den gewünschten Erfolg bringen, kann professionelle Unterstützung neue Wege aufzeigen. Die RoMed Klinik Bad Aibling lädt deshalb am Mittwoch, 17. Juni, um 18 Uhr zu einem kostenfreien Informationsabend rund um das Thema Adipositas ein.

Übergewicht und Adipositas betreffen immer mehr Menschen. Bereits mehr als die Hälfte der Erwachsenen in Deutschland ist übergewichtig. Die gesundheitlichen Folgen können erheblich sein und reichen von Typ-2-Diabetes und Bluthochdruck bis hin zu Gelenk- und Rückenbeschwerden.
Viele Betroffene versuchen mit Diäten abzunehmen. Doch kurzfristige Ernährungsumstellungen und Crash-Diäten führen häufig nicht zum dauerhaften Erfolg.

Welche Möglichkeiten es gibt, wenn klassische Diäten langfristig nicht helfen, steht im Mittelpunkt eines kostenfreien Informationsabends der RoMed Klinik.

Experten informieren über Behandlungsmöglichkeiten

Im Multifunktionsraum (UG) der Klinik, Harthauser Straßer 16, Bad Aibling, informieren Dr. Sandra Sommerey, Leiterin der Chirurgie, sowie die Ökotrophologin Christiane Abel über moderne Behandlungsmöglichkeiten bei starkem Übergewicht. Dabei geht es unter anderem um operative Verfahren zur Gewichtsreduktion sowie die richtige Ernährung vor und nach einer Operation.
Ergänzt wird die Veranstaltung durch einen Gastvortrag der Diplom-Sportwissenschaftlerin Carolin Heilmann zum Thema Bewegung und Abnehmen. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, Fragen zu stellen und mit den Experten ins Gespräch zu kommen.
Die Teilnahme ist kostenlos.
(Quelle: Pressemitteilung RoMed Kliniken / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Großbrand-Szenario mit Batteriespeicher im Fokus – Feuerwehr übt Ernstfall in Kammer

Großbrand-Szenario mit Batteriespeicher im Fokus – Feuerwehr übt Ernstfall in Kammer

Kammer / Landkreis Traunstein – Ein ausgedehnter Bauernhofbrand mit einem in Brand geratenen Batteriespeicher hat die Feuerwehren im Messzug Süd (Landkreis Traunstein)  bei einer Übung vor besondere Herausforderungen gestellt. Ziel war die realistische Erprobung der Mess- und Analytikabläufe im Einsatzfall.

An der Übung in der Moosstraße im Ortskern von Kammer waren die Feuerwehren Kammer und Traunstein beteiligt. Im Mittelpunkt stand dabei der sogenannte Abschnitt „Messen“, der im Ernstfall Teil eines größeren Gesamteinsatzes wäre.
„Das Thema Batterien und Energiespeicher hat für uns in den letzten Jahren deutlich an Bedeutung gewonnen“, sagte Messzugleiter Maximilian Schubert. Daher sei dieses Schadensszenario bewusst in die Übungsplanung aufgenommen worden.

Messungen im Umfeld der Einsatzstelle

Schwerpunkt der Übung war die Erfassung möglicher Schadstoffausbreitungen sowie die Messung der Luftbelastung im Nah- und Umfeldbereich der Einsatzstelle. Dafür kamen sowohl stationäre als auch mobile Messsysteme zum Einsatz.

Am Gerätewagen Atemschutz sowie am Einsatzleitwagen der Feuerwehr Traunstein wurde die Messleitung eingerichtet und die Lage koordiniert. Zusätzlich gingen mehrere Fußtrupps im Umfeld der Übungsstelle vor, um an definierten Punkten Messdaten zu erheben. Ein Fahrzeug der Feuerwehr Kammer führte ergänzende Messfahrten im erweiterten Umkreis durch.

Die Ergebnisse würden im Ernstfall in die Lagebewertung der Einsatzleitung einfließen und könnten Grundlage für Warnungen oder Evakuierungsmaßnahmen sein.

Premiere für CBRN-Erkundungswagen

Erstmals eingebunden war bei der Übung auch der neue CBRN-Erkundungswagen des Bundes, der seit Kurzem bei der Feuerwehr Traunreut stationiert ist. Das Spezialfahrzeug dient der Erkundung chemischer, biologischer, radiologischer und nuklearer Gefahrenlagen und ist mit moderner Messtechnik ausgestattet.
„Die neue Technik erfordert von unseren Ehrenamtlichen derzeit einen hohen Übungsaufwand“, sagte Verena Unterstein, die für das Fahrzeug verantwortlich ist. Ziel sei es, die Abläufe in den bestehenden Messzügen zu verankern und die Technik optimal einzubinden.

Zukünftig soll das Fahrzeug die Messzüge Nord und Süd ergänzen und die Auswertung von Gefahrstofflagen weiter verbessern.

Positive Bilanz nach zwei Stunden Übung

Messzugleiter Maximilian Schubert zeigte sich nach rund zwei Stunden Übung zufrieden. Besonders hervorgehoben wurden die strukturierte Zusammenarbeit, die schnelle Datengewinnung sowie die reibungslose Kommunikation zwischen den Einheiten.
„Die Mitglieder des Messzugs sind in den vergangenen Jahren zu einer leistungsstarken Einheit zusammengewachsen“, so Schubert. Viele Einsatzkräfte könnten inzwischen mehrere Funktionen innerhalb des Systems übernehmen.

Insgesamt waren rund 30 Einsatzkräfte aus Kammer, Traunstein und Traunreut beteiligt. Auch Kreisbrandmeister Albert Rieder machte sich vor Ort ein Bild und lobte die schnelle Verfügbarkeit erster Messergebnisse bereits kurz nach Eintreffen der Kräfte.
(Quelle: Pressemitteilung Kreisfeuerwehrverband Traunstein-hob / Foto: Hubert Hobmaier))

20 Jahre Sparkassenstiftungen Zukunft: Mehr als 104.000 Euro für die Selbsthilfekontaktstelle Rosenheim

20 Jahre Sparkassenstiftungen Zukunft: Mehr als 104.000 Euro für die Selbsthilfekontaktstelle Rosenheim

Rosenheim – Die Sparkassenstiftungen Zukunft für die Stadt und den Landkreis Rosenheim feiern ihr 20-jähriges Bestehen. Seit 2011 unterstützen sie die Selbsthilfekontaktstelle Rosenheim (SekoRo) regelmäßig. Mit einer aktuellen Spende von 5.000 Euro steigt die Gesamtfördersumme auf mehr als 104.200 Euro.

Seit zwei Jahrzehnten fördern die Sparkassenstiftungen Zukunft Projekte und Initiativen in Stadt und Landkreis Rosenheim. Anlässlich ihres 20-jährigen Bestehens blicken die Stiftungen auch auf langjährige Partnerschaften zurück. Dazu gehört die Unterstützung der Selbsthilfekontaktstelle Rosenheim (SekoRo), einem Angebot der Diakonie Rosenheim.
Mit einer weiteren Spende in Höhe von 5.000 Euro setzen die Sparkassenstiftungen ihr Engagement für die Einrichtung fort. Seit Beginn der Förderung im Jahr 2011 wurden damit insgesamt mehr als 104.200 Euro für die Arbeit der SekoRo bereitgestellt.

Wichtige Anlaufstelle für Menschen in schwierigen Lebenslagen

Die Selbsthilfekontaktstelle Rosenheim unterstützt Menschen aus Stadt und Landkreis Rosenheim, die eine passende Selbsthilfegruppe suchen oder selbst eine Gruppe gründen möchten. Sie berät Betroffene, vermittelt Kontakte und begleitet bestehende Gruppen bei ihrer Arbeit.
Aktuell werden rund 110 aktive Selbsthilfegruppen betreut. In besonders starken Jahren lag die Zahl sogar bei mehr als 160 Gruppen. Damit ist die SekoRo seit vielen Jahren ein wichtiger Bestandteil der sozialen Infrastruktur in der Region.

Unterstützung mit nachhaltiger Wirkung

Für die Sparkassenstiftungen Zukunft steht die Förderung von Projekten im Mittelpunkt, die langfristig vor Ort wirken und Menschen direkt zugutekommen. Die Unterstützung der Selbsthilfekontaktstelle gilt dabei als Beispiel für nachhaltige Stiftungsarbeit in der Region.
Auch nach den Herausforderungen der Corona-Pandemie und dem Umzug in neue Räumlichkeiten bleibt die SekoRo eine feste Anlaufstelle für viele Betroffene. Im Jahr 2025 feierte die Einrichtung zudem ihr eigenes 20-jähriges Bestehen.

„Seit 20 Jahren setzen sich die Sparkassenstiftungen Zukunft für Projekte ein, die das Leben der Menschen in unserer Region bereichern und stärken. Die Selbsthilfekontaktstelle Rosenheim ist dafür ein gutes Beispiel. Sie bietet Unterstützung, Orientierung und Vernetzung für viele Menschen, die sich in schwierigen Lebenssituationen befinden“, sagt Doris Räder von den Sparkassenstiftungen Zukunft für die Stadt und für den Landkreis Rosenheim.

Nadine Hausburg von der Diakonie Rosenheim betont: „Die Förderung durch die Sparkassenstiftungen Zukunft gibt uns seit vielen Jahren Rückhalt. Sie hilft uns dabei, unser Angebot für die Menschen in der Region aufrechtzuerhalten und weiterzuentwickeln. Für diese verlässliche Unterstützung sind wir sehr dankbar.“

Förderung in vielen gesellschaftlichen Bereichen

Seit ihrer Gründung unterstützen die Sparkassenstiftungen Zukunft zahlreiche Projekte in den Bereichen Soziales, Bildung, Jugendhilfe, Kultur, Sport, Umwelt, Innovation und Denkmalpflege. Die langjährige Förderung der Selbsthilfekontaktstelle Rosenheim ist eines von vielen Beispielen dafür, wie dieses Engagement konkret vor Ort wirkt.
(Quelle: Pressemitteilung Sparkassenstiftungen Zukunft Rosenheim / Beitragsbild: Doris Räder von den Sparkassenstiftungen Zukunft (rechts) bei der symbolischen Spendenübergabe mit Nadine Hausburg von der Diakonie Rosenheim (links). Copyright Sparkassenstiftungen Zukunft)

Weiterbildung für Kinderärzte in der Region vor Problemen – Gespräch in Bad Endorf

Weiterbildung für Kinderärzte in der Region vor Problemen – Gespräch in Bad Endorf

Bad Endorf / Landkreis Rosenheim – Kinderärzte in der Region sehen Probleme bei der Weiterbildung – darüber haben sich Medizinerinnen aus Bad Endorf (Landkreis Rosenheim) und die CSU-Bundestagsabgeordnete Daniela Ludwig ausgetauscht.

Bei dem Gespräch ging es um die Ausbildung von angehenden Kinderärzten und insbesondere um die Finanzierung von Weiterbildungsstellen in Kinderarztpraxen. Nach Angaben der Beteiligten besteht hier aus ihrer Sicht eine Lücke.

„In der Weiterbildung von künftigen Kinderärzten haben wir ein massives Problem. Es gibt zu wenig finanzielle Förderung für Weiterbildungsstellen in Kinderarztpraxen“, sagte Dr. Michaela Wruk. In Bayern seien 2026 lediglich 39 geförderte Plätze vorgesehen. Dies sei deutlich zu wenig, um den Bedarf zu decken.

Dr. Wruk hatte sich bereits vor dem Gespräch schriftlich an Daniela Ludwig gewandt und auf die Situation hingewiesen. Die Abgeordnete erklärte, sie habe sich daraufhin an Fachkollegen in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion gewandt. „Das ist ein ernstes Problem, die Situation ist äußerst schwierig. Ich habe mich umgehend an die Fachkollegen in der CDU/CSU-Fraktion gewandt. Die notwendige gesetzliche Änderung im §75a müssen wir noch in die Wege leiten“, so Ludwig.

Ausbildung in Praxen mit hohem Aufwand

Die Kinderärztinnen erläuterten, dass laut neuer Weiterbildungsordnung von 2021 ein verpflichtender Teil der Ausbildung in der ambulanten Versorgung stattfinde. Dies sei fachlich sinnvoll, bedeute für die Praxen aber einen deutlichen zusätzlichen Aufwand.

„Die Ausbildung angehender Kinderärztinnen übernehmen wir sehr gerne, aber das bedeutet für uns einen zusätzlichen, erheblichen zeitlichen Aufwand“, sagte Dr. Wruk. Hinzu kämen steigende Personalkosten, da Weiterbildungsassistenten regulär vergütet werden müssten.

Nach Angaben der Medizinerinnen reiche die finanzielle Förderung durch die Kassenärztliche Vereinigung im Bereich der Kinder- und Jugendmedizin nicht aus, obwohl die Versorgung der hausärztlichen gleichgestellt sei.

Auch die Zusammenarbeit zwischen Kliniken und Praxen wurde im Gespräch thematisiert. „Wir arbeiten Hand in Hand und haben gemeinsam auch ein gutes Netzwerk mit niedergelassenen Fachärzten“, sagte Dr. Carina Randl. Problematisch sei jedoch die fehlende finanzielle Absicherung entsprechender Weiterbildungsverbünde.

Versorgung von Kindern und Jugendlichen im Blick

Daniela Ludwig betonte die politische Bedeutung des Themas. „Wir müssen diese Unsicherheit zeitnah im Interesse unserer kleinsten und schützenswertesten Mitbürgerinnen und Mitbürger lösen“, sagte sie. Man stehe hierzu auch im Austausch mit dem Bundesverband der Kinder- und Jugendärzte.
Sie verwies zudem darauf, dass eine gesicherte Ausbildung Voraussetzung sei, wenn gesetzliche Vorgaben geändert würden.

Die Kinderärztinnen berichteten außerdem von einer zunehmenden Belastung in der Versorgung. Verhaltensauffälligkeiten, Essstörungen und ein hoher Medienkonsum bei Kindern und Jugendlichen nähmen zu. Gleichzeitig sei die Zahl geeigneter Therapieplätze begrenzt. „Es gibt zu wenig Therapieplätze und Termine bei Fachärzten und Therapeuten“, sagte Dr. Carina Randl.

Daniela Ludwig kündigte an, das Thema weiterhin zu begleiten. „Als Mutter von Zwillingen weiß ich, wie wichtig gute Kinderärzte und eine fundierte medizinische Betreuung der Kinder sind“, sagte sie. Die Entwicklung im Bereich psychosozialer Auffälligkeiten bereite ihr Sorgen.
(Quelle: Büro Daniela Ludwig / Beitragsbild: Büro Daniela Ludwig)

Feuerhaus, Kaiserstraße, Rosenheim, 1942

Feuerhaus, Kaiserstraße, Rosenheim, 1942

Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in das Jahr 1942. Auf der historischen Aufnahme zu sehen ist das ehemalige Feuerhaus in der Kaiserstraße.

In Rosenheim gab es, laut Information des Rosenheimer Stadtarchivs, bereits vor 1860 ein geregeltes Feuerlöschwesen, das durch Feuerlöschordnungen festgelegt und von der Bürgerschaft getragen wurde. Die Stadt war dabei in verschiedene Löschzüge eingeteilt.
1860 wurde schließlich eine Freiwillige Feuerwehr gegründet. Parallel dazu entstand eine Turngemeinde, da die körperliche Ausbildung der Feuerwehrleute eng mit dem Turnwesen verbunden war. Aus dieser Verbindung entwickelte sich zunächst eine enge Zusammenarbeit, die 1862 in der Bezeichnung „Freiwillige Turner-Feuerwehr Rosenheim“ mündete.

Da im alten Rathaus am Max-Josefs-Platz nicht genügend Platz für Löschgeräte wie Spritzen und Leitern vorhanden war, wurden diese zuvor bei verschiedenen Handwerksmeistern untergebracht – etwa die Spritze beim Schlosser, die Leitern beim Zimmerer. Erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts änderte sich diese Situation, als mehrere sogenannte Feuerhäuser entstanden.

In diesen Gebäuden waren die einzelnen Feuerwehrkompanien untergebracht: die 1. Kompanie an der Bayerwiese, die 2. Kompanie an der Münchener Straße und die 3. Kompanie an der Kaiserstraße – zu sehen auf unserem heutigen historischen Foto.

Der Bau des Feuerhauses in der Kaiserstraße wurde im September 1879 vom Magistrat beschlossen. Gleichzeitig diente das Gebäude auch als Turnhalle, da sich nach der Trennung von Feuerwehr und Turnverein im Jahr 1873 zwei eigenständige Strukturen entwickelt hatten. Hintergrund war unter anderem, dass insbesondere ältere Feuerwehrleute die turnerischen Pflichtübungen nicht mehr mittragen wollten.

Das Gebäude erfüllte seine Funktion als Feuer- und Turnhaus bis nach dem Zweiten Weltkrieg. Nach einer Renovierung im Jahr 1957 wurde es schließlich nur noch für sportliche Zwecke genutzt – und auch diese Zeit ist längst vorbei.
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann – Nickl / Bildtext: Karin Wunsam)

Day of hope in München: Bayerische Schulen für Engagement im Umweltschutz geehrt

Day of hope in München: Bayerische Schulen für Engagement im Umweltschutz geehrt

München / Bayern – Rund 1.200 Schüler sowie Lehrkräfte aus knapp 160 bayerischen Schulen haben am heutigen Donnerstag am „Day of hope“ in München teilgenommen. Die Veranstaltung würdigte das Engagement von insgesamt 626 Schulen, die im vergangenen Schuljahr für ihren Einsatz in den Bereichen Umwelt- und Nachhaltigkeitsbildung  ausgezeichnet wurden.

Unter dem Motto „Hoffnung durch Handeln“ standen beim diesjährigen „Day of hope“ in München nachhaltige Schulprojekte aus ganz Bayern im Mittelpunkt. Die teilnehmenden Schulen gehören zu den insgesamt 626 Bildungseinrichtungen, die bereits im Herbst 2025 die Auszeichnung „Umweltschule in Europa / Internationale Nachhaltigkeitsschule“ erhalten hatten.

Im Rahmen eines Festakts würdigten Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber und der Vorsitzende des Landesbundes für Vogel- und Naturschutz (LBV), Dr. Norbert Schäffer, das Engagement der Schulen.
„Die ausgezeichneten Schulen tragen durch ihr Engagement dazu bei, dass das Schulleben Schritt für Schritt nachhaltiger wird. Sie setzen sich für Klima- und Biodiversitätsschutz ein und fördern globale sowie generationenübergreifende Gerechtigkeit“, sagte LBV-Vorsitzender Dr. Norbert Schäffer.

Nachhaltigkeit als Teil des Schulalltags

Auch Umweltminister Thorsten Glauber hob die Bedeutung der Initiative hervor. „Bildung für nachhaltige Entwicklung ist ein Schlüssel für eine lebenswerte Zukunft. Mit Kreativität, Engagement und Teamgeist setzen die Schüler unserer Umweltschulen wichtige Impulse für den Umwelt- und Klimaschutz. Sie zeigen, dass nachhaltiges Handeln nicht nur Wissen vermittelt, sondern Begeisterung weckt und Hoffnung schafft. Sie übernehmen Verantwortung und gestalten die Zukunft aktiv mit. Das verdient höchste Anerkennung.“

Die Auszeichnung wird jeweils für ein Jahr vergeben. Voraussetzung ist, dass Schulen in mindestens zwei Handlungsfeldern konkrete Maßnahmen für Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen umsetzen und diese in die gesamte Schulgemeinschaft einbinden.

Engagement trotz großer Herausforderungen

Julia Prummer vom Umweltschule-Koordinationsteam des LBV betonte die besonderen Herausforderungen, vor denen Schulen derzeit stehen.
„Dieses Engagement ist nicht selbstverständlich. Schulen stehen heute vor vielfältigen Anforderungen: Lehrkräftemangel, steigende Arbeitsbelastung und zunehmende Bürokratie erschweren zusätzliche Projekte und Initiativen. Umso bemerkenswerter ist es, dass zahlreiche Schulen dennoch nachhaltige Themen aktiv voranbringen und ihre Schulgemeinschaft dafür begeistern.“

Weiter sagte sie: „Dieses Engagement ist alles andere als selbstverständlich – es ist Ausdruck einer Haltung, die weit über den Unterricht hinauswirkt.“

Viele der ausgezeichneten Schulen setzen Projekte wie Repaircafés, naturnahe Schulgelände, Klimaschutzinitiativen oder nachhaltigere Angebote im Pausenverkauf um. Ziel ist es, Umweltbewusstsein und Zukunftskompetenzen im Schulalltag zu verankern.

Schulen stellen Projekte vor

Drei Schulen präsentierten ihre Projekte während des Festakts auf der Bühne. Die Mittelschule Ensdorf stellte ihre Nachhaltigkeitsaktivitäten vor. Lehrerin Helga Gradl erklärte: „Als gelebte Umweltschule streben wir eine kontinuierliche Verbesserung unseres Beitrages zum Umweltschutz und zur Nachhaltigkeit an. Alle Mitglieder der Schulgemeinschaft achten bewusster auf regionale Produkte, nachhaltigeres Handeln und einen verantwortungsvolleren Umgang mit unserer Umwelt.“

Die Grundschule Reitmehring präsentierte ihren Bewegungspass. Dieser soll Schüler motivieren, den Schulweg zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückzulegen und dadurch sogenannte Elterntaxis zu vermeiden.

Die Montessorischule im Olympiapark München berichtete von ihrem Repaircafé, das seit fünf Jahren betrieben wird. Dort reparieren Schüler elektrische Kleingeräte wie Toaster, Föhne oder elektrische Zahnbürsten.

Markt der Möglichkeiten beim „Day of hope“

Neben dem Festakt bot der kostenlose Informations- und Mitmachtag zahlreiche Gelegenheiten zum Austausch. Auf einem „Markt der Möglichkeiten“ präsentierten 30 Umweltschulen ihre Projekte und zeigten, wie vielfältig Nachhaltigkeit im Schulalltag umgesetzt werden kann.
Die Veranstaltung erinnert an die Verhaltensforscherin Dr. Jane Goodall und soll Menschen dazu ermutigen, sich aktiv für Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen einzusetzen. Zahlreiche Mitmachangebote und Informationsstände luden die Besucher dazu ein, neue Ideen kennenzulernen und selbst aktiv zu werden.

Alle Informationen zur Auszeichnung finden sich unter: www.lbv.de/umweltschule.
(Quelle: Pressemitteilung LBV / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Neue Wege in der MS-Therapie – RoMed lädt zum Patientenforum ein

Neue Wege in der MS-Therapie – RoMed lädt zum Patientenforum ein

Rosenheim – Wie sieht moderne Behandlung bei Multipler Sklerose (MS) heute aus und welche Rolle spielen Lebensstil, Bewegung und Ernährung im Alltag? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt eines Patientenforums des RoMed Klinikums Rosenheim.

Die kostenfreie Veranstaltung findet am Samstag, 27. Juni 2026, von 13 bis 15 Uhr im Bildungszentrum St. Nikolaus in der Pettenkoferstraße 5 in Rosenheim statt. Eingeladen sind  Patienten, Angehörige sowie alle Interessierten.

Das RoMed Klinikum Rosenheim baut sein Versorgungsangebot für Menschen mit Multipler Sklerose nach eigenen Angaben kontinuierlich aus. Mit der 2025 eingeführten Ambulanten Spezialfachärztlichen Versorgung (ASV) sei ein Schritt hin zu einer stärkeren interdisziplinären Betreuung erfolgt.
Im Rahmen des Patientenforums stellen Chefarzt Prof. Dr. Joji Kuramatsu und sein Team ihre Arbeit vor und geben Einblicke in aktuelle Entwicklungen in Diagnostik und Therapie.
Neben Fachvorträgen bietet die Veranstaltung auch Raum für Austausch, Gespräche und individuelle Fragen der Teilnehmer. 
(Quelle: RoMed Kliniken / Beitragsbild: RoMed Kliniken)

Veranstaltungen zum Weltflüchtlingstag in Rosenheim angekündigt

Veranstaltungen zum Weltflüchtlingstag in Rosenheim angekündigt

Rosenheim – Zum Weltflüchtlingstag am Samstag, 20. Juni 2026 sind in Rosenheim zwei Veranstaltungen angekündigt: ein Seminar im Wahlkreisbüro von Ates Gürpinar sowie eine Demonstration in der Innenstadt. Die Angaben beziehen sich auf eine Pressemitteilung des Kreisverbands Die Linke Rosenheim und beteiligter Organisationen.

Von 11 bis 17 Uhr findet im Wahlkreisbüro von Ates Gürpinar in der Salinstraße 5 ein Seminar mit dem Titel „Migrationspolitik zwischen Rassismus und Arbeitskräftebedarf“ statt. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist erforderlich.

Der Kurt-Eisner-Verein kündigt das Seminar mit einer inhaltlichen Einordnung an, in der unter anderem von „Rassismus, Ausgrenzung und Abschottung“ in der Migrationspolitik die Rede ist. Außerdem wird ein Zusammenhang zwischen Fluchtpolitik, Arbeitsmigration und wirtschaftlichen Interessen thematisiert. Die Veranstaltung versteht sich als kritische Auseinandersetzung mit Migrationspolitik und Grenzregimen.

Demonstration am Abend in der Rosenheimer Innenstadt

Am selben Tag soll um 18 Uhr eine Demonstration unter dem Motto „Kein Mensch ist illegal – gegen Dobrindts menschenfeindliche Migrationspolitik“ stattfinden. Startpunkt ist das CSU-Büro in der Klepperstraße 19.
Arif Haidary vom Bayerischen Flüchtlingsrat kritisiert in diesem Zusammenhang die aktuelle Migrationspolitik scharf und spricht unter anderem von „systematischer Entrechtung schutzsuchender Menschen“.
Auch Bastian Wagner, Co-Kreisvorsitzender der Linken Rosenheim, äußert sich zu den Hintergründen der Demonstration und kritisiert unter anderem Abschiebungen sowie politische Verantwortliche. Die Demonstration solle ein Zeichen setzen, dass „kein Mensch illegal ist“.

Selina Weber vom Offenen Antifaschistischen Plenum Rosenheim äußert ebenfalls Kritik an der europäischen und deutschen Migrationspolitik und fordert eine Gesellschaft ohne Grenzen.
(Quelle: Die Linke Kreisverband Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Gestohlene Oboe taucht Jahre später wieder auf – Bundespolizei nimmt zwei Männer fest

Gestohlene Oboe taucht Jahre später wieder auf – Bundespolizei nimmt zwei Männer fest

München – Ein Diebstahl aus einer S-Bahn im Jahr 2022 hat jetzt ein überraschendes Ende genommen: Die Bundespolizei hat im Zusammenhang mit einer gestohlenen Oboe zwei Männer vorläufig festgenommen. Das Instrument wurde sichergestellt.

Der Fall geht auf den 20. November 2022 zurück. Ein 55-jähriger Italiener war mit der S-Bahn der Linie S7 von Icking in Richtung München unterwegs und schlief während der Fahrt kurz ein. Als er im Bereich des Haltepunkts Karlsplatz aufwachte, stellte er fest, dass seine neben ihm abgelegte Tasche samt wertvoller Oboe verschwunden war. Der Schaden lag bei rund 10.200 Euro.

Videoaufnahmen aus der S-Bahn zeigten später, dass ein bislang unbekannter Mann die Tasche an sich genommen und am Münchner Hauptbahnhof den Zug verlassen hatte. Hinweise zur Identität gab es zunächst nicht.

Instrument im Musikgeschäft angeboten

Am Mittwochabend (10.6.2026) kam es dann zur entscheidenden Wende: Ein Musikgeschäft informierte die Bundespolizei, dass die als gestohlen gemeldete Oboe zum Verkauf angeboten worden war.
Einsatzkräfte nahmen daraufhin einen 46-jährigen Bulgaren sowie dessen 16-jährigen Sohn vorläufig fest, als sie versuchten, das Instrument zu veräußern. Die Oboe wurde sichergestellt und zur weiteren Bearbeitung zur Bundespolizei in die Denisstraße gebracht.

Im Zuge der Ermittlungen ergaben sich zudem Hinweise auf die Identität des bislang unbekannten ursprünglichen Tatverdächtigen. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden Vater und Sohn wieder entlassen. Die Ermittlungen wegen Diebstahls und Hehlerei dauern an.
(Quelle: Bundespolizei / Beitragsbild: Bundespolizei)