Neuer V-Bau an der TH Rosenheim eröffnet

Neuer V-Bau an der TH Rosenheim eröffnet

Rosenheim / Landkreis – An der Technischen Hochschule Rosenheim ist am 11. Juni 2026 der neue sogenannte V-Bau offiziell eröffnet worden. Das Gebäude wird künftig für den Studiengang Physiotherapie sowie für Forschung, Entwicklung und Transfer genutzt.

Im Neubau entstanden Lehr-, Trainings- und Bewegungsflächen. Nach Angaben der Hochschule sollen dadurch Bereiche wie Lehre, Praxis und Forschung räumlich zusammengeführt werden. Zusätzlich bietet das Gebäude Räume für das Zentrum für Forschung, Entwicklung und Transfer.
Auch neue Lehr- und Lernformate sollen dort ermöglicht werden. Dazu zählen unter anderem flexible Raumkonzepte sowie hybride Medientechnik und digitale Lehrmittel.

Bauherrschaft lag bei der Hochschule

Besonderheit des Projekts ist, dass die Technische Hochschule Rosenheim selbst als Bauherr auftrat. Nach Angaben der Hochschule handelt es sich dabei um eines der ersten Projekte dieser Art an einer staatlichen Hochschule in Bayern.

Die Baukosten werden mit rund 7,5 Millionen Euro angegeben. Die Bau- und Planungszeit betrug etwa dreieinhalb Jahre. Nach Angaben der Hochschule liegt das Projekt rund 20 Prozent unter den Kosten vergleichbarer staatlicher Hochschulbauten.

Zu Beginn der Planung waren höhere Kosten kalkuliert worden. Diese konnten im Verlauf des Projekts durch Anpassungen reduziert werden.

Bauweise und Nutzungskonzept

Das Gebäude wurde in modularer Hybridbauweise errichtet. Dabei kamen vorgefertigte Holzelemente zum Einsatz. Nach Angaben der Projektverantwortlichen konnte der Rohbau in vergleichsweise kurzer Zeit montiert werden.

Eine besondere bauliche Lösung war die Verlagerung großer, offen gestalteter Flächen in die oberen Geschosse. Büro- und Nebenräume befinden sich in den unteren Ebenen. Diese Struktur wurde unter anderem mit Blick auf die Bodenverhältnisse am Standort gewählt.

Der V-Bau erfüllt den KfW40-Standard und soll nach DGNB-Kriterien mit Silber zertifiziert werden. Zum Einsatz kam überwiegend Holz als Baustoff.

Einordnung durch Politik und Hochschule

Bei der Eröffnung wurde das Projekt auch von Bayerns Wissenschaftsminister Markus Blume gewürdigt. Hochschulpräsident Heinrich Köster verwies auf die Zusammenarbeit verschiedener Fachbereiche innerhalb der Hochschule bei Planung und Umsetzung.
Im Rahmen der Eröffnung wurde zudem der Professor Andreas Betz ausgezeichnet.
(Quelle: Pressemitteilung Technische Hochschule Rosenheim / Beitragsbild: Julia Hinterseer)

Körperverletzung in S-Bahn – Bundespolizei ermittelt

Körperverletzung in S-Bahn – Bundespolizei ermittelt

München – In einer S-Bahn der Linie S3 im Raum München ist es am Donnerstagvormittag, 11. Juni 2026, zu einer Körperverletzung gekommen. Die Bundespolizei ermittelt gegen einen 37-jährigen Mann.

Nach bisherigen Erkenntnissen war ein 48-jähriger Münchner gegen 10.30 Uhr gemeinsam mit seiner dreijährigen Tochter zwischen den Haltepunkten Marienplatz und Isartor unterwegs. Dabei soll ihn der Tatverdächtige zunächst unvermittelt von hinten gegen den Kopf geschlagen haben. Als der Mann seine Tochter schützen wollte, soll es zu weiteren Schlägen ins Gesicht gekommen sein.

Ein 38-jähriger Zeuge trennte die beiden Männer. Der Tatverdächtige verließ anschließend die S-Bahn am Haltepunkt Isartor und flüchtete in unbekannte Richtung.

Der 48-Jährige erstattete wenig später Anzeige beim Bundespolizeirevier München-Ost. Während der Anzeigenaufnahme soll der Tatverdächtige den Geschädigten telefonisch kontaktiert und bedroht haben.

Der Geschädigte erlitt leichte Verletzungen. Ein Rettungsdienst war im Einsatz und empfahl eine weitere ärztliche Abklärung.

Geschädigter erkennt Tatverdächtigen wieder

Nach Angaben der Bundespolizei erkannte der 48-Jährige den Tatverdächtigen aus früheren Begegnungen wieder. Die Ermittlungen zu den Hintergründen der Tat dauern an.
Die Bundespolizei ermittelt wegen Körperverletzung und Bedrohung.
(Quelle: Pressemitteilung Bundespolizeidirektion München / Beitragsbild: Bundespolizei)

Schweinepreise unter Druck – BBV warnt vor Folgen für heimische Erzeuger

Schweinepreise unter Druck – BBV warnt vor Folgen für heimische Erzeuger

Bayern – Die Preise für Schweinefleisch stehen aktuell deutlich unter Druck. Nach Angaben des Bayerischen Bauernverbandes (BBV) sind die Erzeugerpreise innerhalb weniger Wochen mehrfach gesenkt worden und liegen laut Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch (VEZG) derzeit bei rund 1,50 Euro je Kilogramm Schlachtgewicht.

Damit liege das Preisniveau deutlich unter den Kosten einer wirtschaftlichen Erzeugung. Nach Einschätzung verschiedener Marktbeobachter fehlten den Betrieben derzeit bis zu 40 Euro je Tier, um die Vollkosten zu decken, so der BBV.

Nach Darstellung des Verbandes wäre eigentlich eine andere Marktentwicklung zu erwarten. Mit Grillsaison, sommerlichen Temperaturen und dem Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 seien traditionell eher stabile Preise und eine höhere Nachfrage üblich. Gleichzeitig sei das Angebot an Schlachtschweinen saisonal rückläufig. Schlachtunternehmen begründeten die aktuellen Preissenkungen jedoch mit schwachen Fleischgeschäften, gut gefüllten Lagern und einem hohen Angebotsdruck im europäischen Markt.

Kritik an Handel und Marktstrukturen

Der Generalsekretär des Bayerischen Bauernverbandes, Carl von Butler, äußert deutliche Kritik an der Entwicklung. Er sagt: „Der Start der Fußball-WM sollte eigentlich für volle Grills und eine starke Nachfrage nach heimischem Schweinefleisch sorgen. Stattdessen werden die Verbraucher im Handel zunehmend mit billigem Importfleisch aus dem Ausland konfrontiert, während unsere Schweinehalter massive wirtschaftliche Verluste hinnehmen müssen.“

Von Butler sieht insbesondere den Lebensmitteleinzelhandel in der Verantwortung: „Es ist eine Schande, wie Teile des deutschen Lebensmitteleinzelhandels mit den heimischen Schweineerzeugern umgehen. Einerseits werden höhere Tierwohlstandards und regionale Erzeugung eingefordert. Andererseits werden genau jene Betriebe über den Preis aus dem Markt gedrängt, die diese Anforderungen erfüllen sollen.“

Besonders betroffen seien nach Verbandsangaben Betriebe in höheren Haltungsstufen. „Unter den aktuellen Marktbedingungen sind Investitionen in die Haltungsstufen 3 und 4 praktisch nicht mehr darstellbar. Wer von den Bauern mehr Tierwohl verlangt, muss auch bereit sein, dafür entlang der Wertschöpfungskette Verantwortung zu übernehmen“, so von Butler weiter.

Appell an Handel, Politik und Verbraucher

Der BBV warnt vor langfristigen Folgen für die heimische Landwirtschaft. Wenn immer mehr Schweinehalter aufgeben müssten, gehe nicht nur landwirtschaftliche Produktion verloren, sondern auch regionale Wertschöpfung und Arbeitsplätze im ländlichen Raum. Einmal verlorene Produktionskapazitäten ließen sich nur schwer wieder aufbauen.

Der Verband fordert deshalb ein klares Bekenntnis von Handel, Politik und Verbrauchern zu heimischem Schweinefleisch. Wer Tierwohl, Regionalität und Versorgungssicherheit einfordere, müsse diese Leistungen auch am Markt entsprechend honorieren, so der BBV.
(Quelle: Pressemitteilung  Bayerischer Bauernverband (BBV) / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Bayerische Winzer ziehen Bilanz: 2025 bringt mehr Wein und gute Qualität

Bayerische Winzer ziehen Bilanz: 2025 bringt mehr Wein und gute Qualität

Die bayerischen Winzer haben im Jahr 2025 mehr Wein erzeugt als im Vorjahr – und blicken zugleich auf einen qualitativ starken Jahrgang. Insgesamt wurden 380.771 Hektoliter Wein und Traubenmost produziert. Das sind 22,6 Prozent mehr als 2024, wie das Bayerische Landesamt für Statistik mitteilte.

Damit liegt die Erzeugung auch leicht über dem Durchschnitt der Jahre 2020 bis 2024. Die in der Vergangenheit häufig erreichte Marke von 400.000 Hektolitern wurde 2025 jedoch nicht überschritten.

Trotz wechselhafter Witterung mit Trockenheit im Frühjahr, einzelnen Frostnächten im Mai und einem regenreichen September fiel die Weinernte insgesamt positiv aus.

Mehrheit als Prädikatswein

Besonders auffällig ist die Qualität des Jahrgangs: 56,3 Prozent der gesamten Erzeugung – rund 214.505 Hektoliter – entfallen auf Qualitätswein mit Prädikat wie Kabinett, Spätlese oder Auslese. Damit liegt Bayern deutlich über dem bundesweiten Durchschnitt von 29,4 Prozent.

Weitere 41,4 Prozent der Produktion sind Qualitätswein mit geschützter Ursprungsbezeichnung. Lediglich 2,2 Prozent der Weine liegen unterhalb dieser Qualitätsstufe.

Weißwein klar dominant

Der bayerische Weinbau wird weiterhin klar vom Weißwein geprägt. 81,7 Prozent der Produktion entfallen darauf, 18,3 Prozent auf Rotwein und Rosé. Während die Weißweinmenge im Vergleich zu 2024 um 18,4 Prozent stieg, legte Rotwein sogar um 46,1 Prozent zu – auf allerdings deutlich niedrigerem Niveau.

Franken bleibt wichtigstes Anbaugebiet

Mit 96,1 Prozent stammt der überwiegende Teil der bayerischen Weinerzeugung aus Franken. Weitere 3,9 Prozent entfallen auf kleinere Anbaugebiete sowie sonstige Flächen in Bayern.

Entwicklung über die Jahre schwankt deutlich

Die Weinerzeugung in Bayern schwankt seit Jahren deutlich. Zwischen 263.064 Hektolitern im Jahr 2020 und dem bisherigen Höchstwert von 487.078 Hektolitern im Jahr 2018 lagen starke Unterschiede. Im Jahr 2025 bewegt sich die Produktion im mittleren Bereich dieser Entwicklung und liegt leicht über dem langjährigen Durchschnitt.
(Quelle: Pressemitteilung Bayerisches Landesamt für Statistik / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Blutrotes Lavagestein aus Unterfranken ist Bayerns Gestein des Jahres 2026

Blutrotes Lavagestein aus Unterfranken ist Bayerns Gestein des Jahres 2026

Unterfranken / Bayern – Ein rund 290 Millionen Jahre altes, blutrot gefärbtes Lavagestein aus Unterfranken ist Bayerns Gestein des Jahres 2026. Der sogenannte Rhyolith stammt aus dem Steinbruch Hartkoppe in Sailauf im Landkreis Aschaffenburg und gilt geologisch als besondere Rarität.

Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Umwelt entstand das Gestein durch einen Vulkanausbruch im Spessart. Neben seiner auffälligen roten Färbung enthält der Rhyolith außergewöhnliche Kristalle. Dazu gehört der sogenannte Sailaufit, der weltweit kaum noch vorkommt und 2003 erstmals beschrieben wurde.

„Im Spessart hat ein Vulkanausbruch nicht nur ein außergewöhnlich farbiges Gestein hinterlassen, das für Naturstein-Fassaden in ganz Deutschland begehrt war. Das Gestein enthält auch äußerst seltene Kristalle, die es weltweit praktisch nicht noch einmal gibt wie den 2003 erstmals entdeckten Sailaufit“, erklärte Roland Eichhorn, Leiter des Geologischen Dienstes am Landesamt für Umwelt.

Vom Steinbruch in bekannte Bauwerke

Das Vorkommen wurde bereits vor mehr als 200 Jahren entdeckt. Der großflächige Abbau begann Ende der 1950er Jahre. Der Rhyolith wurde unter anderem für die Fassadenverkleidung der Kölner Messe verwendet. Auch auf dem Trainingsgelände an der Säbener Straße des FC Bayern München kam das Material als Wegebaumaterial zum Einsatz.

Seit 2017 wird im Steinbruch kein Gestein mehr abgebaut. Teile des Areals sind inzwischen mit Wasser gefüllt.

Heute Teil eines Kulturwegs

Der Steinbruch Hartkoppe ist heute Teil des Sailaufer Kulturwegs. An einem Aussichtspunkt mit Infotafel können Besucher mehr über die Geschichte und die geologischen Besonderheiten des ehemaligen Abbaugebiets erfahren.
(Quelle: Pressemitteilung Bayerisches Landesamt für Umwelt / Beitragsbild: Copyright Johann Rohrmüller)

25 Jahre „grenzenlos“: Ehrungen beim Sachranger Bauern- und Kunsthandwerkermarkt

25 Jahre „grenzenlos“: Ehrungen beim Sachranger Bauern- und Kunsthandwerkermarkt

Sachrang / Landkreis Rosenheim – Der Sachranger „grenzenlos“ Bauern- und Kunsthandwerkermarkt hat sein 25-jähriges Bestehen gefeiert. Beim Jubiläumsmarkt im Bergsteigerdorf standen neben ausgefallenem Handwerk und regionalen Produkten vor allem Menschen im Mittelpunkt, die den Markt über viele Jahre geprägt haben.

Zahlreiche Besucher nutzten die Gelegenheit, durch den Ortskern von Sachrang zu bummeln und das vielfältige Angebot der Aussteller zu entdecken. Seit einem Vierteljahrhundert ist der Markt ein fester Bestandteil des Veranstaltungskalenders im Priental.

Veranstaltet wird der Markt seit seiner Gründung vom Verkehrsverein Sachrang. Maßgeblich geprägt wurde er von den Gründungsmitgliedern und langjährigen Organisatoren Benno Pertl, dem Vorsitzenden des Verkehrsvereins, und Monika Franzke.

Würdigung für langjähriges Engagement

Für ihren jahrzehntelangen Einsatz wurden Pertl und Franzke beim Jubiläumsmarkt ausgezeichnet. Bürgermeister Simon Frank und Aschaus Tourismuschef Herbert Reiter überreichten ihnen eine Ehrenurkunde. Zu den Gratulanten gehörten auch der Zweite Bürgermeister Michael Andrelang und die Dritte Bürgermeisterin Monika Schmid.

Ein Dank galt außerdem Katja Vordermayer von der Tourist Info Sachrang, die die Planung und Organisation des diesjährigen Marktes federführend übernommen hatte.

Stammgast zum 75. Mal in Sachrang

Eine weitere Ehrung erhielt Michael Beisar aus Hattersheim in Hessen. Der langjährige Urlaubsgast reist seit mehr als 50 Jahren regelmäßig ins Priental und verbrachte heuer bereits seinen 75. Aufenthalt in Sachrang.

Für diese außergewöhnliche Treue erhielt er eine Ehrenurkunde sowie Geschenke der Tourist Info. Tourismuschef Herbert Reiter sowie die drei Bürgermeister würdigten dabei seine enge Verbundenheit mit dem Ort.

So wurde das Jubiläum des Sachranger „grenzenlos“ Bauern- und Kunsthandwerkermarkts nicht nur zu einem Treffpunkt für Liebhaber von Handwerk und Regionalität, sondern auch zu einer Gelegenheit, langjähriges Engagement und besondere Treue zu würdigen.
(Quelle: Pressemitteilung Touristinfo Aschau im Chiemgau / Beitragsbild: Touristinfo Aschau im Chiemgau)

Schafskälte? Diese Ziege in Sachrang bleibt cool

Schafskälte? Diese Ziege in Sachrang bleibt cool

Sachrang / Landkreis Rosenheim – Eine neugierige Ziege hat sich im Bergsteigerdorf Sachrang (Landkreis Rosenheim) vor der Kamera in Pose geworfen – und scheint die Schafskälte deutlich entspannter zu sehen als mancher Mensch. Aus gutem Grund: die derzeit noch frischen Temperaturen  werden wohl schon bald Geschichte sein: Bis Ende kommender Woche werden sommerliche Höchstwerte von bis zu 35 Grad erwartet.

Mitten in der idyllischen Landschaft des Bergsteigerdorfs Sachrang zeigt sich die Natur von ihrer schönsten Seite. Vor saftig grünen Wiesen und dem malerischen Dorfkern blickt das weiße Tier direkt in die Kamera. Fast wirkt es so, als wolle es fragen: „Was gibt’s denn hier zu meckern?“

Dabei liefert der Kalender durchaus einen Anlass für Gespräche übers Wetter. Noch macht sich die sogenannte Schafskälte bemerkbar – jene Wetterphase im Juni, die häufig mit überraschend frischen Temperaturen verbunden ist.

Für die Vierbeiner scheint das allerdings kein Problem zu sein. Die Tiere genießen die frische Bergluft und lassen sich die gute Laune nicht verderben. Vor der beeindruckenden Alpenkulisse verliert selbst die Schafskälte ein wenig von ihrem Schrecken.

Wärmere Tage in Sicht

Das freche Fotomodell von Sachrang macht es vor: Einfach gelassen bleiben. Denn die Aussichten sind freundlich. Mit dem heutigen Freitag, 12. Juni 2026, dürfte die Schafskälte ihr Ende finden.
Nach den aktuellen Wetterprognosen soll bereits ab Dienstag wieder häufiger die Sonne scheinen. Zudem werden deutlich steigende Temperaturen erwartet. Bis Ende der kommenden Woche könnten die Werte sogar auf bis zu 35 Grad klettern.

Wer die Landschaft rund um das Bergsteigerdorf selbst erkunden möchte, erhält Wandertipps bei der Tourist Info Sachrang unter Telefon 08057/909737 sowie unter www.aschau.de.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Info Pressemitteilung Touristinfo Aschau im Chiemgau / Beitragsbild: H. Reiter)

Parkhaus P4 in Rosenheim: Leuchthinweis beschädigt

Parkhaus P4 in Rosenheim: Leuchthinweis beschädigt

Rosenheim – Am Parkhaus P4 in der Rosenheimer  Frühlingstraße ist ein Leuchthinweis beschädigt worden. Die Polizei ermittelt wegen Sachbeschädigung.

Nachträglich erstatteten die Verantwortlichen des Parkhauses Strafanzeige. Der Vorfall ereignete sich, nach den Angaben der Polizei, vermutlich in der Nacht von 2. auf 3. Juni 2026.
Betroffen ist die Plastikfront der Leuchtanzeige an der Einfahrt zum Parkhaus. Der entstandene Sachschaden wird auf rund 1.500 Euro geschätzt.
Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet um Hinweise zum Tathergang.
(Quelle: Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Polizeiinspektion Rosenheim)

Innpuls-Tagebuch – Hinter den Schlagzeilen: Wenn Kommentare Macht bekommen

Innpuls-Tagebuch – Hinter den Schlagzeilen: Wenn Kommentare Macht bekommen

Rosenheim – Als wir im vergangenen Jahr unser kurzes Video vom Christopher-Street-Day in Rosenheim auf Instagram stellten, war das für uns zunächst nichts Ungewöhnliches.
Eine bunte Veranstaltung mitten in der Stadt, viele Menschen, gute Stimmung – ein kurzer Einblick für alle, die nicht selbst vor Ort waren. So machen wir das oft: ergänzend zu unserer Berichterstattung noch ein kurzes Video, damit unsere Leser einen Eindruck bekommen, wie es tatsächlich ausgesehen hat.

Und ja: Dass Beiträge bei uns viral gehen, passiert inzwischen immer wieder. Hunderttausende Aufrufe sind auf unseren Social-Media-Kanälen längst keine Seltenheit mehr. Gerade auf Instagram erreichen Videos oft weit über 500.000 Menschen – manchmal sogar deutlich mehr. Natürlich freuen wir uns darüber jedes Mal, denn Reichweite bedeutet auch: Menschen interessieren sich für Themen aus Rosenheim und der Region.

So war es auch damals.

Das Video vom Christopher-Street-Day verbreitete sich rasant. Menschen aus ganz Deutschland – und weit darüber hinaus – diskutierten plötzlich über eine Veranstaltung in Rosenheim.

Und genau da beginnt die andere Seite von Social Media. Denn Reichweite bedeutet nicht nur Sichtbarkeit, sondern auch Kontrollverlust.

Man weiß nie genau, in welche digitalen „Blasen“ ein Beitrag vom Algorithmus gespült wird. Plattformen wie Instagram, TikTok, X oder Facebook leben von dem, was Emotionen auslöst. Und je stärker diese Reaktion ist, desto größer wird oft auch die Reichweite.

Plötzlich diskutieren nicht mehr nur Menschen aus Rosenheim über ein lokales Thema, sondern tausende, die weder die Stadt noch die Hintergründe kennen.

Wenn Kritik kippt

Neben vielen positiven Reaktionen gab es auch sehr viele negative Kommentare. Und wie immer gilt: Kritik gehört dazu. Auch harte Kritik. Wer öffentlich berichtet, muss Widerspruch aushalten.

Was diesmal aber darüber hinausging, waren Forderungen, Kommentare zu löschen oder die Kommentarfunktion komplett zu schließen. Viele würden in solchen Situationen sofort reagieren: löschen, blockieren, Ruhe reinbringen.

Wir haben das nicht gemacht.

Nicht, weil uns der Ton egal ist, sondern weil wir überzeugt sind, dass offene Kommentarspalten Teil einer funktionierenden öffentlichen Debatte sind – solange sie sich im rechtlich zulässigen Rahmen bewegen.

Wir löschen nur in seltenen Fällen: bei Bedrohungen, strafrechtlich relevanten Inhalten oder klaren persönlichen Grenzüberschreitungen. Ansonsten halten wir uns in der Regel bewusst zurück und greifen nur in Ausnahmefällen ein, wenn Diskussionen deutlich entgleisen oder Grenzen überschritten werden. Vielleicht ist das manchmal anstrengender, aber für uns gehört es dazu.

Denn wir erleben immer wieder: Wenn alles sofort gelöscht wird, verschwindet nicht nur das Unangenehme, sondern oft auch die Möglichkeit, Diskussionen überhaupt noch einzuordnen.

Wenn aus Kritik Druck wird

Doch in diesem Fall hat sich die Dynamik verselbstständigt. Aus Kritik wurde Wut. Und aus Wut wurde eine Welle, die sich irgendwann auch gegen uns selbst gerichtet hat.

Plötzlich waren wir nicht mehr nur die Redaktion, die über eine Veranstaltung berichtet, sondern selbst Teil der Diskussion geworden.

Es gab Beleidigungen, massive persönliche Angriffe, Aufrufe zum Boykott unserer Plattform und die Forderung, künftig nicht mehr über den CSD zu berichten. Einzelne Grenzen wurden dabei deutlich überschritten – bis hin zu Drohungen und Kontakten, die weit in den privaten Bereich hineinreichten.

Und das ist der Punkt, an dem es kippt.

Denn so sehr man sich innerlich auf Gegenwind vorbereitet – die Realität ist etwas anderes, wenn er plötzlich geballt auf einen einprasselt. Wir haben gemerkt, wie sehr das an einem zieht.

Und ja – vielleicht müssen wir an dieser Stelle ehrlich sein: Ein Stück weit sind wir eingeknickt.

In diesem Jahr waren wir beim CSD in Rosenheim zwar kurz vor Ort. Wir haben jedoch kein eigenes Video mehr produziert. Stattdessen haben wir ein Foto eines befreundeten Fotografen verwendet und dazu einen sehr kurzen, nüchternen Beitrag mit den wichtigsten Fakten veröffentlicht. Im Nachhinein ärgert uns das.

Nicht, weil wir Kritik ignorieren wollen, sondern weil wir gemerkt haben, wie gefährlich es ist, wenn digitale Lautstärke am Ende beeinflusst, worüber berichtet wird – und worüber nicht mehr. Denn genau dort beginnt ein Problem, das über diesen einzelnen Fall hinausgeht.

Die Frage ist nicht nur, wie viel Meinung Social Media aushält. Sondern auch, wie viel Druck Menschen aushalten, die öffentlich berichten, arbeiten oder sich einbringen.

Und genau hier wird die Debatte über Regulierung interessant – und gleichzeitig kompliziert.

Natürlich gibt es politische Diskussionen über strengere Regeln, über Klarnamenpflichten oder über den Umgang mit Hass im Netz. Gleichzeitig schützt das Grundrecht auf Meinungsfreiheit ausdrücklich auch zugespitzte, emotionale und harte Kritik. Und genau diese Balance ist schwer zu halten.

Denn nicht alles, was laut ist, ist automatisch strafbar. Aber auch nicht alles, was legal ist, ist automatisch folgenlos.

Hinzu kommt: Die Dynamik der Plattformen selbst verstärkt vieles. Algorithmen auf Instagram, TikTok, X oder anderen Netzwerken belohnen oft genau die Inhalte, die am stärksten polarisieren. Je emotionaler, desto sichtbarer. Je konflikthafter, desto größer die Reichweite.

Das verändert den Ton im Netz massiv.

Mehr Regeln können schützen – aber sie können auch in die Freiheit eingreifen, die eine offene Debatte überhaupt erst ermöglicht. Weniger Regeln lassen mehr Raum – aber auch mehr Raum für Missbrauch, Druck und digitale Einschüchterung.

Vielleicht hilft an dieser Stelle ein Bild, das ich selbst im Kopf habe: die Pippi-Langstrumpf-Mentalität – „Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt“.

Denn genau dieser Mechanismus lässt sich in sozialen Medien manchmal beobachten, nur eben in unterschiedlichen Richtungen.

Die einen versuchen, sich ihre digitale Welt durch Löschung und Kontrolle möglichst „sauber“ zu halten. Die anderen versuchen durch Lautstärke, Empörung und Druck zu bestimmen, was gesagt werden darf und was nicht.

Beides greift zu kurz.

Denn eine Demokratie braucht weder einen Raum, in dem nur noch Unangenehmes verschwindet, noch einen Raum, in dem nur noch die Lautesten dominieren.

Am Ende bleibt ein Spannungsfeld, das sich nicht einfach auflösen lässt. Vielleicht liegt die Wahrheit irgendwo dazwischen.

Für uns selbst hat dieser Fall jedenfalls eine Konsequenz: Wir werden unsere Kommentarfunktionen weiterhin offen halten. Wir werden weiterhin nur in klaren Ausnahmefällen löschen. Wir haben gelernt, solche Dynamiken früh zu erkennen. An unserer grundsätzlichen Entscheidung, die Kommentarfunktion offen zu halten, ändert das jedoch nichts.

Denn das darf nicht passieren. Kritik gehört zur Demokratie. Einschüchterung nicht.

Und vielleicht ist genau das die eigentliche Herausforderung dieser digitalen Öffentlichkeit: einen Raum zu bewahren, in dem harte Debatten möglich bleiben, ohne dass am Ende nur noch die Lautesten bestimmen, wer sich noch traut, etwas zu sagen.

Liebe Grüße aus der Redaktion
Karin

MorgenINNPULS – Schon gewusst?

MorgenINNPULS – Schon gewusst?

Freitag, 12. Juni – Guten Morgen!

Wusstest Du, dass Eis auf Wasser schwimmt, weil es weniger dicht ist?
Das ist eine Besonderheit dieses Stoffes.
Ohne das wäre Leben im Wasser kaum möglich.

Vielleicht erkennst Du heute den Wert scheinbar kleiner Details.

Wir wünschen Dir einen klaren Start in den Tag! 🌞(Quelle: Artikel Josefa Staudhammer / Beitragsbild: re)

Straßennamen in Rosenheim – was unsere Wege über die Stadt erzählen

Straßennamen in Rosenheim – was unsere Wege über die Stadt erzählen

Rosenheim – Ab sofort startet bei Innpuls.me eine neue wöchentliche Serie: Immer donnerstags nehmen wir die Straßennamen in Rosenheim genauer unter die Lupe – ihre Herkunft, ihre Bedeutung und die Geschichten dahinter. So entsteht nach und nach ein Stadtporträt aus Namen und Begriffen, die man täglich sieht, aber selten hinterfragt.

Grundlage der Reihe ist eine umfassende wissenschaftliche Auswertung des Rosenheimer Stadtarchivs unter Leitung von Stadtarchivar Christian Höschler. Dafür wurden unter anderem Stadtratsprotokolle, historische Akten zur Straßenbenennung, Adressbücher, Zeitungsartikel, Forschungsliteratur sowie weitere Archivbestände ausgewertet. Ziel war es, die Straßennamen der Stadt systematisch zu erfassen und historisch einzuordnen.

Heute gibt es in Rosenheim über 500 Straßen – und durch neue Baugebiete kommen regelmäßig weitere hinzu. Die Namen spiegeln dabei Geschichte, Landschaft, Alltag und Erinnerungskultur gleichermaßen wider.

Wie Straßennamen in Rosenheim funktionieren

Die Analyse des Stadtarchivs zeigt: Straßennamen sind weit mehr als Orientierung im Stadtbild. Sie sind ein historisch gewachsenes System mit unterschiedlichen Funktionen.

Grundsätzlich lassen sich mehrere große Gruppen erkennen:
  • Räumlich-beschreibende Straßennamen beziehen sich auf Lage, Umgebung, Landschaft, Flurnamen, Gewässer oder Funktionen im Stadtgebiet. Sie entstehen oft aus der direkten Lebenswelt heraus und sind eng mit der örtlichen Geografie verbunden.
  • Widmend-sinnstiftende Straßennamen haben dagegen eine erinnernde oder symbolische Funktion. Sie beziehen sich auf Personen, historische Ereignisse oder kulturelle Bedeutungen und spiegeln häufig den Zeitgeist ihrer Entstehung wider.
  • Daneben existieren weitere thematische Gruppen – etwa Straßen mit Tiernamen, Pflanzen, Bergen, historischen Berufsbezeichnungen oder thematisch gestalteten Wohnquartieren. Diese Quartiere zeigen, dass viele Straßennamen bewusst als zusammenhängende Systeme geplant wurden.
Ein Blick in die Entwicklung

Die Geschichte der Straßennamen in Rosenheim beginnt mit sehr einfachen, alltagsnahen Bezeichnungen. Frühe Namen orientierten sich an Handwerk, Lage oder Funktion – direkt an der Lebensrealität der Menschen.

Mit dem Wachstum der Stadt im 19. Jahrhundert änderte sich diese Praxis deutlich. Straßennamen wurden zunehmend auch zu Trägern von Erinnerung und Identität. Neben beschreibenden Namen traten gezielt gewidmete Bezeichnungen, etwa zur Ehrung von Personen oder zur Bezugnahme auf historische Ereignisse.

Dabei zeigt sich auch: Straßennamen sind nicht statisch. Im Laufe der Zeit wurden einzelne Bezeichnungen verändert oder ganz aufgegeben. So verschwanden etwa historische Namen oder gingen in späteren Straßenbezeichnungen auf. Ein Beispiel ist die Dampfsägstraße, die nach der Viehoff’schen Dampfsäge benannt war und im Bereich der heutigen Ellmaierstraße lag und im Zuge späterer städtebaulicher Entwicklungen in der heutigen Straßenstruktur aufgegangen ist.

A wie Adlerweg – wenn Tiere durch die Stadt führen

Jede Straße hat ihren Namen – aber nicht jeder weiß, was dahintersteckt. Innpuls.me startet deshalb eine neue Serie: Jeden Donnerstag schauen wir genauer hin. Los geht’s mit dem Adlerweg.

In Rosenheim gibt es rund 30 Straßen, die nach Tieren benannt sind. Besonders auffällig ist dabei die Gruppe der Vogelarten, die sich in einzelnen Wohngebieten wie ein bewusst gesetztes thematisches Muster wiederfinden.

Der Adlerweg steht exemplarisch für diese Tiernamen-Gruppe. Der Adler gilt traditionell als Symbol für Stärke, Weitblick und Freiheit – Eigenschaften, die ihn seit Jahrhunderten zu einem beliebten Namensgeber machen. Hinzu kommt seine starke kulturelle Verankerung in Heraldik und Wappenwesen, etwa als Wappentier vieler Staaten und Regionen.

Auch außerhalb Rosenheims ist der „Adlerweg“ weit verbreitet: Der Straßenname findet sich in zahlreichen Städten und Gemeinden in Deutschland immer wieder. Eine exakte Gesamtzahl lässt sich nicht eindeutig bestimmen, da Straßenregister je nach Kommune unterschiedlich geführt werden. Klar ist jedoch: Der Adler gehört zu den häufigsten Tiermotiven im deutschen Straßenbild.

Tiernamen erfüllen dabei gleich mehrere Funktionen: Sie sind leicht merkbar, schaffen Orientierung innerhalb von Wohngebieten und geben Quartieren eine eigene Identität. In Rosenheim reicht dieses Spektrum von A wie Adlerweg bis Z wie Zeisigweg.

Straßennamen: Weit mehr als bloße Orienterungspunkte

Straßennamen sind weit mehr als bloße Orientierungspunkte im Stadtplan. Hinter jedem Namen steckt ein Stück Geschichte – manchmal gut dokumentiert, manchmal nur in Bruchstücken erhalten, manchmal fast vergessen. Sie erzählen von Landschaften, Menschen, Berufen, Erinnerungen und auch von Zeiten, in denen ganz bestimmte Sichtweisen geprägt haben, wie eine Stadt sich selbst versteht. Wer durch Rosenheim geht, bewegt sich damit immer auch durch ein stilles Geschichtsbuch unter freiem Himmel – Seite für Seite, Straße für Straße.

Innpuls.me nimmt diese Spuren jetzt genauer in den Blick und stellt künftig jeden Donnerstag einen Straßennamen aus Rosenheim vor – mit seiner Herkunft, seiner Bedeutung und seiner Geschichte.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: ai generiert)

 

Fahrplanänderungen bei der BRB im Netz Chiemgau-Inntal

Fahrplanänderungen bei der BRB im Netz Chiemgau-Inntal

Holzkirchen / Chiemgau – Bauarbeiten der DB InfraGO AG führen am Donnerstag, 11. Juni, und Freitag, 12. Juni 2026, zu Fahrplanabweichungen und einzelnen Zugausfällen im Netz Chiemgau-Inntal der Bayerischen Regiobahn (BRB).

Betroffen ist vor allem die Strecke München Hauptbahnhof – Holzkirchen – Rosenheim. Dort kommt es laut BRB ganztägig in beiden Richtungen zu Fahrplanänderungen. Einzelne Verbindungen zwischen München und Holzkirchen, Kreuzstraße und Westerham sowie zwischen Westerham und Rosenheim entfallen.

Zwischen Holzkirchen und Westerham bzw. Bruckmühl wird ein Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Auf dem Abschnitt München – Holzkirchen können Fahrgäste auf die Züge der Linie RB 56 ausweichen. Teilweise verkehren Züge und Ersatzbusse zu abweichenden Zeiten im Vergleich zum regulären Fahrplan.

Die BRB weist darauf hin, dass aktuelle Informationen in Echtzeit über den WhatsApp-Kanal sowie die „BRB Störungsinfo“ auf Facebook abrufbar sind. Sonderfahrpläne stehen zudem auf der Website der BRB zum Download bereit. Nicht im Sonderfahrplan genannte Verbindungen fahren regulär nach Plan.
(Quelle: Bayerische Regiobahn / Beitragsbild: Symbolfoto re)