Landschaftspflege im Landkreis Rosenheim gesichert: LPV zieht trotz Förderkürzungen positive Bilanz

Landschaftspflege im Landkreis Rosenheim gesichert: LPV zieht trotz Förderkürzungen positive Bilanz

Rosenheim – Trotz deutlich gekürzter Fördermittel im Jahr 2025 konnte der Landschaftspflegeverband Rosenheim die wichtigsten Landschaftspflegemaßnahmen im Landkreis fortführen. Möglich wurde dies vor allem durch ein außergewöhnlich hohes Spendenaufkommen. Bei der Jahreshauptversammlung in Großkarolinenfeld blickte der Verband auf das vergangene Jahr zurück und gab zugleich einen Ausblick auf die Entwicklung der Fördermittel für 2026.

Bei der Jahreshauptversammlung des Landschaftspflegeverbandes (LPV) Rosenheim in Großkarolinenfeld stand der Erhalt wertvoller Lebensräume im Landkreis im Mittelpunkt. Trotz der drastischen Kürzungen bei den Fördermitteln im Jahr 2025 konnte der Verband zahlreiche wichtige Pflegemaßnahmen fortführen und zog insgesamt eine positive Bilanz.

Dank an Landwirte, Mitarbeiter und Spender

Vorsitzender Georg Reinthaler bedankte sich bei den Mitgliedern des Vorstandes für die gute Zusammenarbeit und den gemeinsamen Einsatz, die Auswirkungen der gekürzten Fördermittel in die Öffentlichkeit zu tragen. Sein Dank galt außerdem den Landwirten, die trotz wegfallender Einnahmen dem Landschaftspflegeverband weiterhin als verlässliche Partner erhalten geblieben seien. Auch die Mitarbeiter des Verbandes hätten unter schwierigen finanziellen Bedingungen hervorragende Arbeit geleistet.
„Durch ein unerwartet hohes Spendenaufkommen konnten die wertvollsten Moorwiesen, Extensivwiesen und Magerrasen im Landkreis auch 2025 weiterhin gepflegt und somit in ihrer Artenvielfalt bewahrt werden.“ so Reinthaler.

Rückblick auf die Projekte des vergangenen Jahres

Im Anschluss stellten die Fachkräfte des Landschaftspflegeverbandes ihre Arbeit im vergangenen Jahr vor. Dazu gehörte unter anderem die Betreuung von Ausgleichsflächen für Gemeinden. Als Beispiel wurde die Organisation und Umsetzung von Eidechsenhabitaten in der Gemeinde Amerang genannt, die im Rahmen eines Bebauungsplanes entstanden sind.

Ein weiterer Schwerpunkt war die Erhaltung alter Obstsorten. Gemeinsam mit dem Landratsamt Rosenheim wurden drei Obstsortenerhaltungsgärten angelegt. Im Projekt „Apfel-Birne-Berge“ konnten zahlreiche seltene und regionaltypische Apfel- und Birnensorten erfasst werden. Diese werden nun in den drei Gärten kultiviert und langfristig für die Zukunft erhalten.

Landschaftspflege seit 2017 in einer Hand

Der Landschaftspflegeverband Rosenheim wurde 2017 als freiwilliger Zusammenschluss von Kommunen, Landwirtschaft und Naturschutz gegründet. Zuvor war die Pflege von Streu- und Feuchtwiesen im Landkreis über mehr als 20 Jahre von der Unteren Naturschutzbehörde des Landratsamtes Rosenheim organisiert worden.

Heute übernimmt der LPV vielfältige Aufgaben der Landschaftspflege und arbeitet dabei eng mit der Unteren Naturschutzbehörde, den Kommunen, Landwirten, Grundstückseigentümern und Naturschutzverbänden zusammen.

Deutlich weniger Fördermittel im Jahr 2025

Im Jahr 2024 wurden im Auftrag des Landschaftspflegeverbandes rund 500 Hektar Flächen im Landkreis Rosenheim gepflegt. Dafür standen insgesamt 1,8 Millionen Euro zur Verfügung. Davon stammten 1,4 Millionen Euro aus der Landschaftspflege- und Naturpark-Richtlinie.
Im Jahr 2025 verschlechterte sich die finanzielle Situation deutlich. Aufgrund der stark reduzierten Fördermittel konnte der Verband nur noch gut ein Drittel der bisherigen Landschaftspflegemittel beantragen.

Für 2026 gibt es jedoch wieder positive Signale. Sowohl der Freistaat Bayern als auch der Bund stellen mehr Mittel für die Landschaftspflege bereit als im Vorjahr. Dadurch sollen wieder mehr Pflegemaßnahmen umgesetzt werden können.

Vielfältige Aufgaben für Natur- und Artenschutz

Zu den wichtigsten Aufgaben des Landschaftspflegeverbandes zählen die Mahd von Streu- und Moorwiesen, die Pflege von Extensivwiesen und mageren Steilhängen sowie die Anlage und Pflege von Ausgleichsflächen, Streuobstwiesen, naturnahen Hecken und Kleingewässern. Darüber hinaus engagiert sich der Verband für den Schutz bedrohter Tier- und Pflanzenarten.
Die praktische Umsetzung der Maßnahmen erfolgt gemeinsam mit Landwirten aus dem Landkreis Rosenheim, die einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der vielfältigen Kulturlandschaft leisten.
(Quelle: Pressemitteilung Landschaftspflegeverbandes Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Spektakel eröffnet: Rosenheim ist wieder „Hauptstadt der Straßenkunst“

Spektakel eröffnet: Rosenheim ist wieder „Hauptstadt der Straßenkunst“

Rosenheim – Mit Akrobatik, Musik, Magie und jeder Menge Humor ist am Freitagnachmittag (24. Juli) das Internationale Straßenkunstfestival „Spektakel“ eröffnet worden. Bei sommerlichen Temperaturen verwandelte sich der Max-Josefs-Platz in eine große Freiluftbühne. Schon die ersten Auftritte machten deutlich, warum Oberbürgermeister Abuzar Erdogan Rosenheim an diesem Wochenende als „Hauptstadt der Straßenkunst“ bezeichnete.

Straßenkunstfestvial 2026 in Rosenheim 2026. Fotos: Innpuls.me

Die Vorfreude war groß bei der Eröffnung am Freitag auf ein Wochenende voller Kultur und Gemeinschaft – sowohl bei Künstlern, Sponsoren, Veranstaltern und dr künstlerischen Leitung. Fotos: Innpuls.me

Schon lange vor Beginn der offiziellen Eröffnung füllte sich der Max-Josefs-Platz. Familien mit Kindern, Jugendliche und Senioren suchten sich die besten Plätze rund um die Künstler. Die Atmosphäre war entspannt, die Vorfreude groß. Immer wieder brandete Applaus auf, als die ersten Akteure mit kleinen Kostproben ihres Könnens Lust auf das machten, was die Besucher bis Sonntag in der Rosenheimer Innenstadt erwartet.

Bereits bei diesen ersten Auftritten zeigte sich, welche hochkarätigen Künstler der künstlerische Leiter Martin Hilz auch in diesem Jahr wieder nach Rosenheim geholt hat. Seit der Premiere des Festivals setzt er auf internationale Spitzenkünstler der Straßenkunst – und bleibt damit seinem Anspruch treu, außergewöhnliche Unterhaltung für jedermann mitten in die Innenstadt zu bringen.

Atemberaubende Akrobatik zum Auftakt

Für einen der spektakulärsten Momente der Eröffnung sorgte das argentinische Duo Un Pie. Ivanna Winter und Germán Cortez gehören seit Jahren zu den renommierten Akrobatik-Duos der internationalen Straßenkunstszene und begeistern mit einer Mischung aus Partnerakrobatik, Theater und Humor.

Als Ivanna Winter von einem hohen Mast einen Salto in die Tiefe machte und von ihrem Partner kopfüber aufgefangen wurde, hielten viele Zuschauer unwillkürlich den Atem an. „So sieht bedingungsloses Vertrauen aus“, meinte eine Besucherin beeindruckt.

Wie alle Straßenkünstler verzichten auch die beiden Argentinier auf Sicherheitsnetz oder doppelten Boden. Was auf den ersten Blick spielerisch leicht wirkt, ist Akrobatik auf höchstem Niveau. Nur wenige Meter vom Publikum entfernt zeigen sie Kunststücke, für die andere eine große Zirkusbühne benötigen würden.

Genau das macht den besonderen Reiz der Straßenkunst aus. Nirgendwo sonst kommen die Zuschauer den Künstlern so nah. Immer wieder werden sie selbst Teil der Aufführung, halten ein Seil fest oder unterstützen bei einzelnen Kunststücken. Zwischen Künstlern und Publikum entsteht so eine besondere Nähe, die jede Vorstellung einzigartig macht.

Musik, Comedy und Weltklasse am Ball

Nicht minder begeistert reagierten die Besucher auf Graffiti Classics aus Großbritannien. Das Quartett verbindet klassische Musik mit Comedy, Tanz und Slapstick. Virtuose musikalische Darbietungen wechseln sich mit humorvollen Einlagen ab – und immer wieder wird das Publikum mit einbezogen. Entsprechend groß war das Gelächter auf dem Max-Josefs-Platz.

Auch Victor Rubilar aus Argentinien sorgte mit einer kurzen Kostprobe seines außergewöhnlichen Fußball-Freestyles für staunende Gesichter. Manchmal schien es fast, als würde der Ball an seinem Kopf haften. Tatsächlich hält Rubilar gleich fünf Guinness-Weltrekorde für außergewöhnliche Fußball-Jongliertricks. Der begeisterte Applaus ließ erahnen, dass viele Besucher auf seinen vollständigen Auftritt neugierig geworden sind.

Nicht fehlen durfte natürlich auch Mat Ricardo aus Großbritannien. Der international bekannte Varieté- und Straßenkünstler überreichte seine ganz eigene „Visitenkarte“: Mit beeindruckender Präzision schleuderte er ein gefülltes Glas in einem Reifen über seinen Kopf – ohne dass auch nur ein Tropfen verschüttet wurde.

Straßenkunst für alle

Insgesamt sind beim diesjährigen Spektakel 26 Künstler und Ensembles aus elf Nationen vertreten. An den drei Festivaltagen stehen rund 95 Stunden Musik, Comedy, Akrobatik, Theater und Magie auf dem Programm. Gespielt wird an insgesamt sieben Orten in der Rosenheimer Innenstadt. Das Besondere: Die Vorstellungen sind kostenlos. Eintrittskarten oder Reservierungen gibt es nicht. Stattdessen entscheiden die Besucher selbst, welchen Betrag sie den Künstlern nach den Auftritten in den Hut geben möchten.

„Rosenheim ist damit an diesem Wochenende die Hauptstadt der Straßenkunst“, sagte Oberbürgermeister Abuzar Erdogan bei der offiziellen Eröffnung. Er ließ sich die ersten Darbietungen ebenso wenig entgehen wie zahlreiche Besucher, die den Max-Josefs-Platz säumten.

Zufrieden zeigte sich auch der künstlerische Leiter Martin Hilz. Für ihn ist Straßenkunst weit mehr als Unterhaltung. „Ich finde, dass solche Events immer wichtiger werden, um allen Bürgern und vor allem auch Bürgern mit weniger Geld zu ermöglichen, Kunst live zu erleben“, sagte er.

Das Spektakel 2026 auf einen Blick

Veranstalter ist das Rosenheimer City-Management. Unterstützung kommt von Sponsoren. 

Wann?

  • Samstag, 25. Juli: 13 bis 22 Uhr
  • Sonntag, 26. Juli: 12 bis 18 Uhr

Wo?
Sieben Spielorte in der Rosenheimer Innenstadt (u. a. Ludwigsplatz, Max-Josefs-Platz, Mittertor, Ölberg, Heilig-Geist-Straße, Salzstadel)

Eintritt: frei – die Künstler spielen für Hutgeld
Hinweis: Veranstaltung findet bei jedem Wetter statt

Diese Künstler kommen nach Rosenheim
  • Mat Ricardo (Großbritannien) – Varieté- und Straßenkünstler mit internationaler Karriere
  • Adam Kadabra (Schottland) – Musiker mit außergewöhnlicher Gitarrentechnik
  • Anita Bertolami (Schweiz) – poetisches Figurentheater ohne Worte
  • Brunitos (Argentinien) – Diabolo-Kunst trifft Theater und Humor
  • Dado (Kanada) – Comedy-Zauberer mit skurrilem Stil
  • Duo Un Pie – spektakuläre Partnerakrobatik auf Leitern und Masten
  • Graffiti Classics (Großbritannien) – klassische Musik trifft Comedy
  • Her Majesty’s Secret Circus (USA) – Akrobatik-Parodie im Agentenstil
  • Keulikaze (Deutschland) – Jonglage, Comedy und Feuershow
  • Mekks (Deutschland) – Straßenzauberer mit Rosenheimer Wurzeln
  • Mistral (Chile) – chinesische Stange mit Publikumsbeteiligung
  • Mr. Banana Show (Frankreich/Kanada) – Körperkomik und Akrobatik
  • Nacho Rey (Argentinien) – Balancekunst und Clownerie
  • Surfin‘ Claire and The Whisky Rockers (Italien) – Rock’n’Roll und Rockabilly
  • Victor Rubilar (Argentinien) – Fußball-Freestyle auf Weltklasseniveau

Programm:
Alle Details sowie das Programmheft zum Download gibt es auf der Internetseite des Rosenheimer City-Managements.

Ebenso wichtig ist ihm der gesellschaftliche Aspekt. Straßenkunst bringe Menschen miteinander ins Gespräch und schaffe Begegnungen, die im Alltag oft nicht mehr selbstverständlich seien. Gerade weil keine Eintrittskarte nötig sei, könnten alle Kultur unmittelbar erleben.

Der Lohn kommt in den Hut

Genau darin liegt seit der Premiere des Rosenheimer Spektakels das besondere Konzept. Der Eintritt ist frei, der Lohn der Künstler ist das Hutgeld. Nach der Eröffnung machte der Hut bereits seine Runde – und es klingelte ordentlich. Die Begeisterung des Publikums war spürbar. Doch Hilz betonte auch: Niemand müsse Geld geben, wenn es das Budget nicht zulasse. „Auch ein Dankeschön freut die Künstler nach ihrer Show“, sagte er.

Wer den Auftakt verpasst hat, muss sich deshalb nicht ärgern. Bis Sonntag verwandeln 26 Künstler und Ensembles aus elf Nationen den Max-Josefs-Platz, den Ludwigsplatz und weitere Plätze der Rosenheimer Innenstadt in eine große Bühne unter freiem Himmel. Das Spektakel zeigt dabei eindrucksvoll, was Martin Hilz schon bei der Vorstellung des Programms betont hatte: Straßenkunst ist weit mehr als Unterhaltung – sie bringt Menschen zusammen und macht Kultur für alle erlebbar.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild, Fotos: Josefa Staudhammer  / Karin Wunsam)

MorgenINNPULS – Schon gewusst?

MorgenINNPULS – Schon gewusst?

Samstag, 25. Juli – Guten Morgen!

Wusstest Du, dass manche Lavaströme Geschwindigkeiten erreichen, die man nicht mehr zu Fuß überholen kann?
Besonders bei steilen Hängen wird sie extrem schnell.
Natur kann gleichzeitig faszinierend und respektgebietend sein.

Vielleicht gehst Du heute achtsam mit Deiner Umgebung um.

Wir wünschen Dir einen starken Start in den Tag! 🌞
(Quelle: Artikel Josefa Staudhammer / Beitragsbild: Josefa Staudhammer)

Aufmerksamer Zeuge hilft Polizei bei Festnahme mutmaßlicher Fahrraddiebe

Aufmerksamer Zeuge hilft Polizei bei Festnahme mutmaßlicher Fahrraddiebe

Rosenheim – Ein aufmerksamer Zeuge hat in der Nacht auf Donnerstag (23.7.2026)  entscheidend dazu beigetragen, dass die Polizei drei mutmaßliche Fahrraddiebe auf frischer Tat stellen konnte. Nach Angaben der Polizei waren die Jugendlichen gerade dabei, ein Fahrradschloss zu öffnen.

Der Zeuge beobachtete gegen 0.50 Uhr an den Fahrradständern nahe der Bahnunterführung an der Klepperstraße drei verdächtige Personen und verständigte umgehend die Polizei.

Jugendliche auf frischer Tat angetroffen

Als die Beamten eintrafen, trafen sie nach Angaben der Polizei auf zwei 17-Jährige und einen 18-Jährigen, die gerade versuchten, das Schloss eines abgestellten Fahrrads zu öffnen.
Bei der anschließenden Überprüfung entdeckten die Einsatzkräfte zudem weitere Fahrräder mit aufgebrochenen Schlössern. Bei den drei Jugendlichen fanden die Ermittler außerdem Werkzeuge, mit denen sich Fahrradschlösser öffnen lassen.

Gegen alle drei Tatverdächtigen wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des schweren Diebstahls eingeleitet.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Innpuls-Tagebuch – Hinter den Schlagzeilen: Das Sommerfestival und die Sehnsucht nach dem Woodstock-Gefühl

Innpuls-Tagebuch – Hinter den Schlagzeilen: Das Sommerfestival und die Sehnsucht nach dem Woodstock-Gefühl

Das Rosenheimer Sommerfestival hat auch in diesem Jahr wieder gezeigt, welche Strahlkraft es inzwischen entwickelt hat. Rund 50.000 Besucher kamen zu den Konzerten im Mangfallpark Süd. Für den Auftritt von Peter Maffay wurde das Festivalgelände sogar noch einmal erweitert. Aus Sicht der Veranstalter war es erneut ein großer Erfolg.

Und trotzdem kommt bei mir beim Blick auf die dicht gefüllte Fläche im Mangfallpark immer wieder auch ein wenig Wehmut auf. Nicht, weil ich dem Festival diesen Erfolg nicht gönne. Im Gegenteil: Es ist beeindruckend, was aus der einst kleinen Veranstaltung geworden ist. Aber ich erinnere mich noch gut an die Anfangsjahre. An eine Zeit, in der sich das Rosenheimer Sommerfestival noch ganz anders angefühlt hat. Und ich weiß: Mit dieser Erinnerung bin ich nicht allein. Viele Rosenheimer verbinden mit dieser Zeit ein Gefühl, das sie heute vermissen: mehr Nähe, mehr Ungezwungenheit und mehr dieses besondere Gemeinschaftsgefühl.
Vielleicht lässt es sich am besten mit einem Begriff beschreiben: Woodstock-Gefühl.

Woodstock-Feeling in den Anfangsjahren

Wenn ich an die Anfangszeit zurückdenke, muss ich unweigerlich an die Landesgartenschau 2010 denken. Damals wurde der Mangfallpark Süd zu einem neuen Treffpunkt für die Rosenheimer. Die Bühne, die während der Gartenschau für das Kulturprogramm aufgebaut worden war, sollte eigentlich wieder verschwinden.

Doch die Resonanz der Bevölkerung war so groß, dass die Idee entstand, dieses besondere Gefühl dauerhaft weiterzuführen. Der Mangfallpark sollte nicht nur eine schöne Grünanlage sein, sondern ein Ort bleiben, an dem Menschen zusammenkommen. Aus dieser Idee heraus entstand im Sommer 2011 das Rosenheimer Sommerfestival.

Die ersten Jahre waren deutlich kleiner als heute. Es ging nicht darum, möglichst große Namen nach Rosenheim zu holen. Vielmehr stand das gemeinsame Erlebnis im Mittelpunkt. Menschen saßen mit Picknickdecken auf den Wiesen, brachten ihre Brotzeit mit und hörten gemeinsam Musik. Es hatte etwas Ungezwungenes, fast Familiäres. Der Mangfallpark fühlte sich tatsächlich ein Stück weit wie eine Fortsetzung der Landesgartenschau an. Vielleicht war genau das der besondere Zauber dieser Zeit.

Mit dem Erfolg des Festivals veränderte sich aber auch sein Charakter. Immer größere Künstler kamen nach Rosenheim, immer mehr Besucher wollten dabei sein. Aus einer Veranstaltung für die Rosenheimer wurde ein Festival, das inzwischen weit über die Region hinaus bekannt ist. Und das ist natürlich auch eine Erfolgsgeschichte. Große Namen sorgen dafür, dass Rosenheim als Veranstaltungsort wahrgenommen wird. Viele Menschen erleben im Mangfallpark besondere Konzertabende, die es früher in dieser Form in der Stadt nicht gegeben hätte. Aber Wachstum verändert eben auch eine Veranstaltung.

Wo früher viele Menschen entspannt auf der Wiese saßen, stehen heute große Bühnen, Absperrungen, Einlasskontrollen und umfangreiche Sicherheitskonzepte. Bei zehntausenden Besuchern ist das notwendig. Ein Festival dieser Größe kann nicht mehr genauso funktionieren wie in den Anfangsjahren. Und trotzdem frage ich mich: Muss mit diesem Wachstum automatisch auch ein Teil des ursprünglichen Gefühls verloren gehen?

Vielleicht müssen wir uns gar nicht entscheiden zwischen dem Festival von heute und der Erinnerung an die Anfangsjahre. Die großen Konzerte dürfen ihren Platz haben. Sie gehören inzwischen zur Geschichte des Sommerfestivals. Aber vielleicht wäre es schön, wenn daneben auch wieder Raum für einen anderen Gedanken entstehen würde.

Wieder ein Tag ohne großen Namen auf der Bühne?

Einen Tag, an dem nicht unbedingt der größte Name auf der Bühne steht, sondern die Begegnung im Mittelpunkt steht. Mit regionalen Künstlern, Nachwuchsbands oder kleineren Musikern. Vielleicht bei freiem Eintritt oder mit einem sehr günstigen Ticket.
Einen Tag, an dem wieder Picknickdecken auf der Wiese liegen könnten und der Mangfallpark Süd ein Stück von dem Gefühl zurückbekommt, das viele Rosenheimer mit den Anfangsjahren verbinden.

Natürlich ist mir bewusst, dass eine solche Idee heute nicht einfach umzusetzen wäre. Besucherzahlen, Sicherheitsanforderungen und organisatorische Herausforderungen sind andere als vor 15 Jahren. Ein Großereignis mit freiem Eintritt lässt sich nicht mit den Anfangsjahren vergleichen.

Vielleicht muss dieses Gefühl aber auch gar nicht zwingend Teil des Sommerfestivals sein. Vielleicht wäre auch ein eigenes kleines jährliches Ereignis im Mangfallpark Süd eine Möglichkeit, die ursprüngliche Idee wieder aufzugreifen: einen Ort zu schaffen, an dem Menschen zusammenkommen, miteinander ins Gespräch kommen und einfach gemeinsam Zeit verbringen.

Ein Stück weit zeigt der Kulturstrand am Innspitz bereits, wie gut solche kleineren Formate funktionieren können. Dort entsteht jedes Jahr eine ganz eigene Atmosphäre: entspannter, überschaubarer und näher an den Menschen. Der Mangfallpark Süd hat mit seiner Größe und seiner Geschichte natürlich einen anderen Charakter. Aber vielleicht liegt genau darin die Chance: Neben den großen Konzertabenden auch wieder Raum für die kleinen Begegnungen zu schaffen.

Denn der Mangfallpark ist mehr als nur eine Fläche für Konzerte.

Er ist ein Ort, der vielen Rosenheimern durch die Landesgartenschau ans Herz gewachsen ist. Ein Ort, an dem Menschen zusammenkommen, Zeit verbringen und Erinnerungen schaffen.

Vielleicht geht es deshalb gar nicht darum, das Sommerfestival von heute gegen die Anfangsjahre auszuspielen. Die großen Konzerte dürfen ihren Platz haben. Aber vielleicht braucht es daneben auch wieder diese kleinen Momente, in denen Menschen einfach zusammenkommen, eine Decke auf die Wiese legen und spüren: Dieser Park gehört uns allen.

Liebe Grüße aus der Redaktion

Karin

Volksbank, Bahnhofstraße, Rosenheim, 1971. Das Gebäude wurde am

Volksbank, Bahnhofstraße, Rosenheim, 1971. Das Gebäude wurde am

Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in das Jahr 1971. Auf der historischen Aufnahme sehen wir das Volksbank-Gebäude in der Bahnhofstraße 5 in Rosenheim.

Der Grund für die Entstehung des Fotos dürfte die Fertigstellung des markanten Neubaus gewesen sein. Das Gebäude wurde am 11. Dezember 1971 feierlich eingeweiht. Die Aufnahme aus diesem Jahr zeigt somit die neue Architektur der damaligen Zeit und einen Blick auf das Rosenheim der frühen 1970er-Jahre. Ein interessantes Detail am Rand des Bildes dürften besonders Autofreunde entdecken: Entlang der Bahnhofstraße stehen zahlreiche Fahrzeuge der damaligen Zeit. Die verschiedenen Modelle und Marken lassen den Alltag vor mehr als 50 Jahren lebendig werden.

Hinter dem Bau des Gebäudes steckt allerdings auch eine besondere Rosenheimer Geschichte. Bereits während der Errichtung Anfang der 1970er-Jahre sorgte der Untergrund für Herausforderungen. Grund dafür ist der sogenannte Rosenheimer Seeton, eine geologische Besonderheit, die in Teilen des Stadtgebiets für schwierige Bauverhältnisse sorgt.
Auch beim Volksbank-Gebäude musste deshalb besonders sorgfältig geplant werden. Der nachgiebige Untergrund führte dazu, dass der Rohbau eine ungewöhnlich hohe Toleranz aufweist. Fachleute sprechen von Abweichungen von bis zu zwölf Zentimetern.

Viele Jahre später stand das Gebäude erneut vor großen Veränderungen. Zwischenzeitlich gab es Überlegungen, den in die Jahre gekommenen Bau abzureißen und durch einen Neubau zu ersetzen. Untersuchungen zum schwierigen Baugrund zeigten jedoch, dass ein kompletter Neubau an dieser Stelle mit erheblichen Herausforderungen verbunden gewesen wäre.
Stattdessen entschied man sich für eine umfassende Modernisierung und Weiterentwicklung des Gebäudes. Aktuell wird der Bau aufwendig saniert und erhält unter anderem eine moderne Fassade.  So bleibt das markante Gebäude in der Bahnhofstraße Teil der Rosenheimer Stadtgeschichte – und erhält gleichzeitig eine neue Zukunft.
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann / Artikel: Karin Wunsam)

Wohnprojekt Mangfallau: Spatenstich für 60 städtische Wohnungen

Wohnprojekt Mangfallau: Spatenstich für 60 städtische Wohnungen

Oberwöhr / Rosenheim – Der nächste Schritt beim Wohnprojekt „Wohnen Krainstraße Mangfallau“ in Rosenheim ist gemacht: Mit dem Spatenstich für die Wohngruppe 1 startet die GRWS den Bau von drei Häusern mit insgesamt 60 Wohnungen. Das Gesamtquartier zwischen Krainstraße und Mangfall umfasst 174 Wohnungen. Ein Teil der Bebauung durch Beck & Fraundienst ist bereits realisiert beziehungsweise in der Umsetzung.)

Spatenstich Mangfallau Krainstraße. Foto: Innpuls.me

Das neue Wohngebiet entsteht nah an der Mangfall. Fotos: Innpuls.me

Vertreter der GRWS, der Stadtverwaltung, des Stadtrats, der Regierung von Oberbayern sowie Architekten und weitere Projektbeteiligte kamen am Mittwoch zum offiziellen Spatenstich an der Krainstraße zusammen. Der Termin markiert den Beginn des städtischen Bauabschnitts des neuen Wohnquartiers in Oberwöhr.

Wohnbebauung Krainstraße Oberwöhr Mangfallau in Rosenheim. Foto: Innpuls.me

Die ersten Häuser von Beck und Fraundienst stehen bereits.

Vier Wohngruppen zwischen Krainstraße und Mangfall

Das Wohnprojekt entsteht auf einem rund 21.600 Quadratmeter großen Areal zwischen Krainstraße und Mangfall. Die Entwicklung erfolgt in vier sogenannten Wohngruppen.
Die Beck & Fraundienst Wohnbau GmbH & Co. KG errichtet die Wohngruppen 2 und 3 mit insgesamt 114 Wohnungen. Die Stadt Rosenheim setzt über ihre Wohnbaugesellschaft GRWS die Wohngruppen 1 und 4 um. Hier entstehen insgesamt 60 Wohnungen in sechs Häusern.

Oberbürgermeister Abuzar Erdogan beim Spatenstich in der Krainstraße. Foto: Innpuls.me

Rosenheims Oberbürgermeister Abuzar Erdogan hält das Bauprojekt nah der Mangfall für „richtig und wichtig“. 

Der Spatenstich erfolgte nun für die nördlich direkt am Mangfalldamm gelegene Wohngruppe 1. Für die ebenfalls zur Stadt gehörende Wohngruppe 4 ist der Baustart im August vorgesehen. Die Fertigstellung der sechs städtischen Häuser ist für 2028 geplant.

„Richtig und wichtig“ für den Wohnraum in Rosenheim

Rosenheims Oberbürgermeister Abuzar Erdogan bezeichnete das Bauprojekt als „richtig und wichtig“. Es sei ein weiterer Schritt, um die angespannte Wohnungssituation in Rosenheim zu verbessern. Der Stadtrat habe sich die Entwicklung der Fläche bereits seit vielen Jahren vorgenommen, sagte Erdogan. Wie bei vielen Themen habe es jedoch Zeit gebraucht, bis aus der ursprünglichen Vision eine konkrete Umsetzung geworden sei.
Mit dem Projekt wolle die Stadt vor allem Menschen aus Rosenheim die Möglichkeit geben, weiterhin in der Region wohnen zu können. Ziel sei es, Wohnraum zu schaffen, der auch zu erschwinglichen Preisen angeboten werden könne, so der Oberbürgermeister.

Die 60 Wohnungen der GRWS entstehen im Rahmen des Kommunalen Wohnraumförderprogramms (KommWFP) und werden durch die Regierung von Oberbayern gefördert. Die Investitionssumme für das Projekt liegt bei rund 28 Millionen Euro (ohne Grundstückskosten).

Wasserfrage spielte bei Planung eine zentrale Rolle

Die Entwicklung der Fläche war in den vergangenen Jahren auch von Diskussionen begleitet. Besonders die Lage in der Mangfallniederung und die Erfahrungen vieler Oberwöhrer mit dem Pfingsthochwasser 2013 spielten dabei eine wichtige Rolle. Die Erinnerungen an das Hochwasser hätten bei Anwohnern verständlicherweise zu Besorgnis geführt, sagte Erdogan. Gleichzeitig verwies er darauf, dass die möglichen Auswirkungen des Bauvorhabens im Rahmen des Verfahrens durch Gutachten und Untersuchungen sorgfältig geprüft worden seien. „Eine Verwaltung plant nicht willkürlich. Jegliche Eventualitäten vorzubeugen ist gesetzliche Pflicht“, sagte der Oberbürgermeister.

Die Lage des Baugebiets bringt tatsächlich besondere Anforderungen mit sich. Aufgrund der Nähe zur Mangfall und schwankender Grundwasserstände kommen für Keller und Tiefgaragen sogenannte „Weiße Wannen“ aus wasserundurchlässigem Stahlbeton zum Einsatz.

Weitere Arbeiten starten im August

Das Quartier wird an das Fernwärmenetz der Stadtwerke Rosenheim angeschlossen. Geplant sind außerdem je Wohnbereich eine Tiefgarage, ein Kinderspielplatz sowie Fuß- und Radwegeverbindungen zur Mangfall.
Mit dem Start der Arbeiten an der Wohngruppe 1 beginnt nun auch die Umsetzung des städtischen Teils des Quartiers. Im August soll mit der Wohngruppe 4 der nächste Bauabschnitt folgen.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild, Fotos: Karin Wunsam) 

Michael Patrick Kelly kommt zur BR-Radltour nach Rosenheim

Michael Patrick Kelly kommt zur BR-Radltour nach Rosenheim

Rosenheim – Die BR-Radltour macht am Mittwoch, 5. August, Station in Rosenheim. Rund 1.000 Radler werden erwartet. Beim Pressegespräch im Rathaus wurde nun auch das bislang gehütete Geheimnis gelüftet: Beim großen Open Air im Mangfallpark Süd tritt am Abend Michael Patrick Kelly auf – der Eintritt ist frei.

35. BR-Radltour führt nach Rosenheim

Die Vorfreude wächst: Wenn am Mittwoch, 5. August, die BR-Radltour nach Rosenheim kommt, wird die Stadt für einen Tag zum Treffpunkt für Radbegeisterte aus ganz Bayern. Rund 1.000 Teilnehmer machen auf ihrer Tour durch den Freistaat Station in Rosenheim. Doch nicht nur für die Radler ist einiges geboten: Auch die Bevölkerung ist eingeladen, mitzufeiern.
Die BR-Radltour findet in diesem Jahr bereits zum 35. Mal statt. Nachdem die Strecke im vergangenen Jahr durch den Norden Bayerns führte, geht es diesmal durch die Südhälfte des Freistaats. Gestartet wird am Sonntag, 2. August, in Nördlingen. Von dort führt die Tour über Königsbrunn, Oberammergau und Dorfen nach Rosenheim.

Die Etappe in die Innstadt hat es dabei in sich: 115 Kilometer liegen hinter den Teilnehmern, wenn sie am Mittwochnachmittag gegen 16.30 Uhr auf dem Ludwigsplatz eintreffen. Außerdem wartet unterwegs eine kräftige Steigung auf die Radler. Umso größer dürfte die Freude sein, wenn diese Herausforderung geschafft ist. In den Radltross einreihen werden sich auch Rosenheims Oberbürgermeister Abuzar Erdogan, die dritte Bürgermeisterin Gabriele Leicht und Stadtrat Florian Ludwig. Insgesamt legen die Teilnehmer bei der diesjährigen BR-Radltour rund 600 Kilometer zurück.

Gemeinschaftsgeist statt Höchstleistung

Dabei geht es nicht in erster Linie um sportliche Höchstleistungen. Im Mittelpunkt stehen Gemeinschaft, Bewegung und das gemeinsame Erlebnis. Die Teilnehmer sind zwischen 12 und 80 Jahre alt.
„Die BR-Radltour passt perfekt zu Rosenheim. Sie verbindet Gemeinschaft, Freude an Bewegung und ein aktives Miteinander – Werte, die auch unsere Stadt auszeichnen“, sagte Oberbürgermeister Abuzar Erdogan beim Pressegespräch im Rathaus. Mit der Lage zwischen Chiemsee und Alpen, den zahlreichen Radwegen und dem Engagement für den Radverkehr sei Rosenheim ein idealer Etappenort.

Umfangreiches Programm in der Innenstadt

Dass ein Ereignis dieser Größenordnung gut vorbereitet sein muss, zeigte sich auch beim Pressegespräch. Die Planungen laufen bereits seit vielen Monaten. Auch für das Organisationsteam des Bayerischen Rundfunks gibt es dabei immer wieder Herausforderungen.. Auch in Rosenheim wurde der Streckenverlauf wenige Tage vor der Ankunft noch einmal angepasst. Die Radler werden nun über die Innsbrucker Straße, die Rathausstraße und die Königstraße zum Ludwigsplatz geführt. Begleitet und abgesichert wird die Radkolonne von zahlreichen Polizeibeamten auf Motorrädern sowie Begleitfahrzeugen.

Doch nicht nur der BR ist gefordert: Auch in Rosenheim laufen die Vorbereitungen seit Monaten auf Hochtouren. Viele Vereine, Gastronomen und weitere Beteiligte unterstützen die Veranstaltung und wollen dafür sorgen, dass die BR-Radltour nicht nur für die Teilnehmer, sondern auch für die Bevölkerung zu einem besonderen Erlebnis wird.

Bereits ab 10 Uhr beginnt am Ludwigsplatz das Programm. Besucher erwarten Informationsstände rund um Fahrrad und Tourismus, regionale Spezialitäten sowie kleine Verkostungen. Für Kinder gibt es verschiedene Mitmachangebote, darunter eine Hüpfburg, Spiele- und Kreativstationen, eine Torwand und Mountainbike-Angebote.

Auch an anderen Stellen in der Stadt gibt es Aktionen: Im Riedergarten können Interessierte das Kneippen kennenlernen. Das Städtische Museum Rosenheim öffnet am 5. August von 12 bis 18 Uhr bei freiem Eintritt. Ergänzt wird das Programm durch Percussion, Tanz, Walking Acts, Live-Musik und ein Kasperltheater.

Für den Durchgangsverkehr wird der Ludwigsplatz deshalb am 5. und 6. August ganztägig gesperrt.

Michael Patrick Kelly als Höhepunkt im Mangfallpark

Ab 17 Uhr verlagert sich das Geschehen in den Mangfallpark Süd. Dort laufen bereits am frühen Morgen die Aufbauarbeiten für die große Open-Air-Veranstaltung. Während die Radler nach ihrer Ankunft Zeit haben, sich in ihren drei Übernachtungsquartieren in Rosenheim einzurichten und zu erholen, startet dort das Abendprogramm.
Die größte Überraschung des Pressegesprächs wurde am Freitag gelüftet: Als Hauptkünstler tritt Michael Patrick Kelly auf. Der irisch-US-amerikanische Musiker wurde zunächst als Mitglied der Kelly Family bekannt und feierte später auch als Solokünstler große Erfolge. Unterstützt wird er an diesem Abend von der Bayern 1 Band. Der Eintritt zum Open Air im Mangfallpark Süd ist kostenlos. Gefeiert wird bis 24 Uhr.
Für die Übernachtung der rund 1.000 Radler stehen unter anderem die Luitpoldhalle sowie die Turnhallen des Sebastian-Finsterwalder-Gymnasiums und des Ignaz-Günther-Gymnasiums zur Verfügung. Die Radler werden über Pang, Aising, die Miesbacher Straße und die Innsbrucker Straße in die Innenstadt geführt.

Weiterfahrt nach Bad Füssing

Die BR-Radltour macht nicht zum ersten Mal Station in Rosenheim. Bereits dreimal war die Veranstaltung in der Stadt zu Gast, zuletzt im Jahr 2010.

Am Donnerstagmorgen, 6. Aiugust, geht es für die Teilnehmer weiter. Bevor der Radltross Rosenheim verlässt, steht um 8.45 Uhr die offizielle Verabschiedung auf dem Programm. Auch eine gemeinsame Aufwärm-Gymnastik am Ludwigsplatz gehört dazu. Anschließend führt die nächste Etappe die Radler weiter Richtung Bad Füssing.

Die Vorbereitungen für den großen Tag laufen damit auf der Zielgeraden. Auch die logistische Herausforderung, rund 1.000 Fahrräder in Rosenheim unterzubringen, wurde nach Angaben der Organisatoren gelöst. Die Vorfreude auf den Besuch der BR-Radltour in Rosenheim steigt.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Karin Wunsam)

Stadtteilfest in Happing lockt 1.300 Besucher an – Sommer, Musik und Gemeinschaft

Stadtteilfest in Happing lockt 1.300 Besucher an – Sommer, Musik und Gemeinschaft

Happing / Rosenheim – Bei bestem Sommerwetter wurde das Stadtteilfest in Happing zum Treffpunkt für Jung und Alt. Rund 1.300 Besucher kamen am Bürgerhaus Happing und am Jugendtreff Chill Mill zusammen und erlebten ein abwechslungsreiches Programm mit Musik, Mitmachaktionen und kulinarischen Angeboten.

Entlang des Festgeländes präsentierten Vereine und Einrichtungen verschiedene Mitmachangebote.
Ergänzt wurde das Programm durch zahlreiche kulinarische Stände, die eine Auswahl an Speisen und Getränken bereithielten.

Auch auf der Bühne gab es den ganzen Tag über ein abwechslungsreiches Programm. Den Auftakt machte der Spielmannszug Rosenheim. Danach folgten Auftritte der Tanzgruppe MASALA, der Gitarrengruppen des Bürgerhauses sowie des Tanzlabors.
Für den musikalischen Höhepunkt am Abend sorgte die Band Kunst und Krempel. Ab 18.30 Uhr brachte sie mit ihrem Live-Programm Stimmung auf das Festgelände.

Erfolgreiches Fest stärkt den Zusammenhalt

Die Organisatoren des Stadtteilvereins Happing ziehen eine positive Bilanz. „Es war schön zu sehen, wie viele Menschen gemeinsam einen unbeschwerten Tag im Stadtteil verbracht haben. Solche Veranstaltungen stärken den Zusammenhalt und das Miteinander in Happing“, so die Verantwortlichen.
Ein besonderer Dank gilt den zahlreichen ehrenamtlichen Helfern, ohne deren Engagement ein Fest dieser Größe nicht möglich gewesen wäre. Die Veranstalter bedanken sich außerdem bei den Unterstützern und Sponsoren, insbesondere der Sozialen Stadt Rosenheim, dem Kneipp-Verein Rosenheim, der Fahrschule Habenstein & Breu sowie Sabrina Bonetsmüller mit ihrem „Hundsverruckt“.

Nach dem gelungenen Fest richtet sich der Blick bereits auf das kommende Jahr: Auch dann soll Happing wieder zum gemeinsamen Feiern und Zusammenkommen einladen.
(Quelle: Pressemitteilung Stadtteilverein Happing e.V. / Beitragsbild: Copyright Stadtteilverein Happing e.V.)

B 15: Ampel soll Unfallschwerpunkt an der Abzweigung nach Griesstätt entschärfen

B 15: Ampel soll Unfallschwerpunkt an der Abzweigung nach Griesstätt entschärfen

Griesstätt  / Landkreis Rosenheim – An der Abzweigung nach Griesstätt an der B 15 startet in der Woche vom 10. August der Bau einer neuen Ampelanlage. Damit soll ein seit Jahren bekannter Unfallschwerpunkt entschärft werden. Wie das Staatliche Bauamt Rosenheim mitteilt, haben bisherige Maßnahmen die Unfalllage nicht ausreichend verbessert.

In den vergangenen Jahren wurden unter anderem Leitschwellen eingebaut und im Kreuzungsbereich eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 60 km/h eingeführt. Dennoch ereigneten sich dort weiterhin teils schwere Verkehrsunfälle.
Nach der Prüfung verschiedener Möglichkeiten entschied sich das Staatliche Bauamt Rosenheim gemeinsam mit den beteiligten Behörden für den Bau einer Ampelanlage. Den Arbeiten gingen die Planungen, Genehmigungsverfahren und die Ausschreibung voraus.

Verkehrsabhängige Ampel soll Verkehrsfluss verbessern

Im Zuge der Bauarbeiten werden die für die Ampel erforderlichen Verkehrsinseln errichtet. Außerdem werden die Anschlussbereiche angepasst, Fahrspuren umgebaut und die Ampelanlage installiert sowie technisch in Betrieb genommen.
Zum Einsatz kommt eine verkehrsabhängige Ampel. Mithilfe von Sensoren erfasst sie das aktuelle Verkehrsaufkommen und passt die Rot- und Grünphasen entsprechend an. Dadurch soll der Verkehrsfluss verbessert und insbesondere die Wartezeit für Fahrzeuge verkürzt werden, die aus Richtung Griesstätt auf die Bundesstraße einfahren.

Rund zwei Monate Bauzeit

Für den Umbau des Knotenpunkts sind nach Angaben des Staatlichen Bauamts rund zwei Monate eingeplant. Während der Bauarbeiten regelt eine provisorische Baustellenampel den Verkehr. Verkehrsteilnehmer müssen in dieser Zeit mit Behinderungen rechnen.

Die Kosten für den Umbau und die Entschärfung des Unfallschwerpunkts belaufen sich auf rund 710.000 Euro. Sie werden vom Bund getragen.
(Quelle: Pressemitteilung Staatliches Bauamt Rosenheim / Beitragsbild: Copyrights Staatliches Bauamt Rosenheim)

Zeugnistag: Kinderschutzbund Rosenheim rät Eltern zu mehr Gelassenheit

Zeugnistag: Kinderschutzbund Rosenheim rät Eltern zu mehr Gelassenheit

Rosenheim – Mit der Ausgabe der Jahreszeugnisse endet für viele Kinder und Jugendliche das Schuljahr. Während die Vorfreude auf die Sommerferien steigt, sorgt der Zeugnistag bei manchen Familien für Anspannung. Der Kinderschutzbund Rosenheim appelliert deshalb an Eltern, ihre Kinder zu unterstützen statt sie unter Druck zu setzen, und verweist auf kostenfreie Beratungsangebote.

Für viele Schüler in Stadt und Landkreis Rosenheim markiert die Ausgabe der Jahreszeugnisse den Beginn der Sommerferien. Doch nicht alle blicken dem Zeugnistag unbeschwert entgegen. Schlechte Noten oder die Sorge, die Erwartungen der Eltern nicht zu erfüllen, setzen viele Kinder und Jugendliche unter Druck.
Der Kinderschutzbund Rosenheim wirbt deshalb für einen gelassenen Umgang mit den Zeugnissen. Eltern sollten diese nicht als Bewertung ihres Kindes verstehen, sondern als Anlass für ein offenes und unterstützendes Gespräch.

„Ein Zeugnis ist immer eine Momentaufnahme. Eltern können viel für ihr Kind tun, wenn sie vermitteln: Du bist mir wichtig, wir finden gemeinsam eine Lösung. Vorwürfe bei schlechten Noten entlasten vielleicht kurzfristig, helfen aber nicht weiter. Hilfreich ist es dagegen, sich die Situation gemeinsam anzuschauen und nach Lösungen zu suchen: Woran lag es? Was brauchst du, damit es nächstes Mal besser wird?“, sagt Barbara Heuel, Geschäftsleiterin des Kinderschutzbundes Rosenheim.

Noten sind nur ein Teil der Entwicklung

Nach Einschätzung des Kinderschutzbundes spiegeln Schulnoten lediglich einen kleinen Teil dessen wider, was ein Kind ausmacht. Eigenschaften wie Hilfsbereitschaft, Kreativität, Verantwortungsbewusstsein oder Durchhaltevermögen seien auf einem Zeugnis nicht zu finden, für die persönliche Entwicklung und den weiteren Lebensweg jedoch oft von großer Bedeutung.

Gerade am Zeugnistag sei es deshalb wichtig, Kindern zu vermitteln, dass sie unabhängig von ihren schulischen Leistungen angenommen und geliebt werden. So könnten sie aus Fehlern lernen, anstatt zusätzlich unter Druck zu geraten.

Tausende Beratungsgespräche im vergangenen Jahr

Wie groß der Unterstützungsbedarf in belastenden Situationen ist, zeigt nach Angaben des Kinderschutzbundes auch die Nachfrage nach den Beratungsangeboten. Im vergangenen Jahr führten die ehrenamtlichen Berater 3.788 Gespräche am Kinder- und Jugendtelefon sowie 377 Beratungen am Elterntelefon.

Beide Angebote der „Nummer gegen Kummer“ sind anonym und kostenfrei. Sie richten sich an Kinder, Jugendliche und Eltern, Das Angebot steht nicht nur rund um die Zeugniszeit als Anlaufstelle zur Verfügung.

Das Kinder- und Jugendtelefon ist unter 116 111 montags bis samstags von 14 bis 20 Uhr erreichbar. Das Elterntelefon ist unter 0800 111 0 550 montags, mittwochs und freitags von 9 bis 17 Uhr sowie dienstags und donnerstags von 9 bis 19 Uhr besetzt.

Das Rosenheimer Kinder- und Jugendtelefon sowie das Elterntelefon werden vom Kinderschutzbund Rosenheim in Zusammenarbeit mit „Nummer gegen Kummer e. V.“ – Mitglied im Deutschen Kinderschutzbund – angeboten. Weitere Informationen zu den Beratungs- und Unterstützungsangeboten gibt es auf den Internetseiten der beiden Organisationen:
Nummer gegen Kummer e. V.
Kinderschutzbund Rosenheim
(Quelle: Pressemitteilung Kinderschutzbund Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Sommerferien am Spitzingsee: Kinder fahren am 3. August kostenlos mit den Bergbahnen

Sommerferien am Spitzingsee: Kinder fahren am 3. August kostenlos mit den Bergbahnen

Spitzingsee / Landkreis Miesbach – Mit einer Ferienaktion ermöglichen die Alpenbahnen Spitzingsee Kindern bis einschließlich 15 Jahre am Montag, 3. August, eine kostenlose Fahrt auf den Berg.

Zur Auswahl stehen eine Berg- und Talfahrt mit der Taubenstein-Kabinenbahn oder der Stümpfling-4er-Sesselbahn. Wer den Stümpfling besucht, kann sich alternativ für die Mountaincarts entscheiden.
In diesem Fall sind bis zu drei Bergfahrten mit der Stümpfling-4er-Sesselbahn sowie bis zu drei Abfahrten mit den Mountaincarts kostenlos. Die Mountaincarts können von Kindern ab einer Körpergröße von 1,35 Metern genutzt werden.

Während der Taubenstein mit Wanderwegen, felsigen Passagen und Ausblicken auf die umliegende Bergwelt lockt, bietet der Stümpfling vor allem Familien verschiedene Freizeitangebote. An der Bergstation befinden sich mehrere Kugelbahnstationen. Kinder erhalten außerdem eine Holzkugel zum Mitnehmen.

Die Ferienaktion im Überblick

Stümpfling:

  •  eine kostenlose Berg- und Talfahrt mit der Stümpfling-4er-Sesselbahn

oder

  • bis zu drei kostenlose Bergfahrten mit der Stümpfling-4er-Sesselbahn
  • bis zu drei kostenlose Abfahrten mit den Mountaincarts (für Kinder ab 1,35 Meter Körpergröße)
  • eine kostenlose Holzkugel für die Kugelbahn zum Mitnehmen

Taubenstein:

  • eine kostenlose Berg- und Talfahrt mit der Taubenstein-Kabinenbahn

Kinder müssen bei den Fahrten mit den Bergbahnen sowie bei der Nutzung der Mountaincarts von einer volljährigen Aufsichtsperson begleitet werden. Für die Mountaincarts besteht Helmpflicht. Zudem empfehlen die Alpenbahnen das Tragen einer Sonnen- oder Sportbrille. Leihhelme werden vor Ort zur Verfügung gestellt.

Die Stümpflingbahn und die Taubensteinbahn sind täglich von 9 bis 17 Uhr geöffnet. Einkehrmöglichkeiten gibt es an beiden Bergen direkt an den Bergstationen.

Ferienprogramm mit der Rettungshundestaffel

Ein weiterer Termin steht bereits fest: Am Sonntag, 16. August, ist die Rettungshundestaffel ab 11 Uhr an der Bergstation des Taubensteins zu Gast. Besucher erhalten Einblicke in die Arbeit der Teams mit ihren Hunden und können sich auf Wunsch selbst von den Suchhunden aufspüren lassen.

Infos unter www.alpenbahnen-spitzingsee.de/
(Quelle: Pressemitteilung Alpenbahnen Spitzingsee / Beitragsbild: Symbolfoto re)