Bayerische Vereinsbank, Rosenheim, 1920

Bayerische Vereinsbank, Rosenheim, 1920

Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in das Jahr 1920. Das historische Foto zeigt die damalige Bayerische Vereinsbank am Rosenheimer Max-Josefs-Platz 7. Das markante Eckgebäude an der Hafnerstraße gehört bis heute zu den prägenden Häusern der Rosenheimer Innenstadt – seine Geschichte reicht jedoch weit über die Zeit als Bank hinaus.

Bevor dort Bankgeschäfte abgewickelt wurden, diente das Gebäude über viele Jahrzehnte als Amtssitz des Königlichen Landgerichts Rosenheim. Von 1807 bis 1874 wurde hier Recht gesprochen. Zu den bekanntesten Persönlichkeiten, die in dem Haus wirkten, gehörte Landrichter Franz Joseph von Klöckel. Er verfasste die erste gedruckte Chronik der Stadt Rosenheim und hinterließ damit ein wichtiges Zeugnis der Stadtgeschichte.

Noch früher befand sich das Anwesen im Besitz des Rosenheimer Eisenhändlers und späteren Bürgermeisters Bernhard Plest.

Wandel zum Bankgebäude

Nachdem das Landgericht in die Königstraße umgezogen war, wurde das Gebäude als Wohn- und Geschäftshaus genutzt. Anfang des 20. Jahrhunderts erfolgte ein umfangreicher Umbau für die Nutzung als Bankfiliale. Zunächst zog die Bayerische Handelsbank ein.
Das Foto aus dem Jahr 1920 dokumentiert einen weiteren Einschnitt in der Geschichte des Hauses. In dieser Zeit übernahm die Bayerische Vereinsbank die Bankgeschäfte der Bayerischen Handelsbank. Damit erhielt auch die Filiale am Max-Josefs-Platz den Schriftzug der Bayerischen Vereinsbank, der auf der historischen Aufnahme gut zu erkennen ist.

Ein Blickfang bis heute

Besonders auffällig ist der markante Eckerker zur Hafnerstraße. Gemeinsam mit der für den Inn-Salzach-Stil typischen Fassade prägt er bis heute das Erscheinungsbild des Gebäudes. Das Haus steht unter Denkmalschutz und ist Teil des historischen Ensembles rund um den Max-Josefs-Platz – der „Guten Stube“ Rosenheims.
Wer heute an der Hausnummer 7 vorbeikommt, findet dort keine Bank mehr. Das geschichtsträchtige Gebäude wird inzwischen anderweitig genutzt. Äußerlich hat es sich jedoch seinen historischen Charakter bewahrt und erinnert noch immer an die Zeit, als hier Bankkunden ein- und ausgingen.

Welche Erinnerungen verbindet Ihr mit diesem Gebäude oder der ehemaligen Bayerischen Vereinsbank? Schreibt es uns gerne in die Kommentare.
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann / Artikel: Karin Wunsam)

Rosenheimer Leser fragt nach: Steigen Medikamentenzuzahlungen wirklich um 50 Prozent?

Rosenheimer Leser fragt nach: Steigen Medikamentenzuzahlungen wirklich um 50 Prozent?

Rosenheim – Beim Bestellen seiner regelmäßigen Medikamente bei einer Online-Apotheke erhielt ein Rosenheimer Leser einen Hinweis auf die geplante Erhöhung der gesetzlichen Zuzahlungen ab 2027. Seine Sorge: Werden seine Ausgaben künftig deutlich steigen? „Ich habe keine hohe Rente. Wenn ich dann 60 Euro statt bisher 30 Euro zahlen muss, ist das für mich extrem viel“, schrieb er in einer E-Mail an Innpuls.me.

Der Leser benötigt regelmäßig Medikamente und zahlt dafür nach eigenen Angaben derzeit im Schnitt rund 30 Euro im Monat selbst. Innpuls.me hat sich angeschaut, was sich tatsächlich ab 2027 ändert – und was die oft genannte „50-Prozent-Erhöhung“ wirklich bedeutet.

Tatsächlich werden die gesetzlichen Zuzahlungsgrenzen ab dem 1. Januar 2027 angehoben. Die häufig genannte Steigerung um 50 Prozent ist dabei aber erklärungsbedürftig: Nicht der Preis der Medikamente steigt um diesen Betrag. Angepasst werden die gesetzlichen Mindest- und Höchstbeträge, die Versicherte bei verschreibungspflichtigen Arzneimitteln selbst zahlen müssen.

Was ändert sich ab 2027?

Grundsätzlich bleibt die bisherige Regelung bestehen: Gesetzlich Versicherte zahlen weiterhin zehn Prozent des Abgabepreises eines verschreibungspflichtigen Medikaments selbst. Der Gesetzgeber legt dabei jedoch eine Mindest- und eine Höchstgrenze fest.

Bis Ende 2026 gilt:

  • mindestens 5 Euro Zuzahlung pro Medikament,
  • höchstens 10 Euro Zuzahlung pro Medikament.

Ab 1. Januar 2027 gilt:

  • mindestens 7,50 Euro Zuzahlung pro Medikament,
  • höchstens 15 Euro Zuzahlung pro Medikament.

Die Zuzahlung darf weiterhin nie höher sein als der tatsächliche Preis des Medikaments.

Die 50 Prozent stimmen – aber nicht bei jedem Medikament

Die Aussage „50 Prozent mehr“ bezieht sich auf diese Mindest- und Höchstgrenzen. Das bedeutet aber nicht, dass jede Zuzahlung automatisch um die Hälfte steigt.

Ein paar Beispiele zeigen, was sich tatsächlich verändert:

Ein Medikament für 30 Euro:
Zehn Prozent des Preises wären eigentlich 3 Euro. Da aber die Mindestzuzahlung gilt, zahlen Versicherte heute 5 Euro. Ab 2027 werden daraus 7,50 Euro.

Ein Medikament für 80 Euro:
Zehn Prozent entsprechen 8 Euro. Dieser Betrag liegt zwischen Mindest- und Höchstgrenze. Deshalb bleibt die Zuzahlung auch ab 2027 bei 8 Euro.

Ein Medikament für 200 Euro:
Zehn Prozent wären 20 Euro. Wegen der Höchstgrenze zahlen Versicherte heute maximal 10 Euro. Ab 2027 steigt dieser Höchstbetrag auf 15 Euro.

Damit wird deutlich: Besonders betroffen sind Medikamente, bei denen bisher die Mindest- oder Höchstgrenze greift.

Belastungsgrenzen bleiben unverändert

Für gesetzlich Versicherte bleiben die bisherigen Belastungsgrenzen bestehen. Wer innerhalb eines Kalenderjahres zwei Prozent des Bruttoeinkommens für gesetzliche Zuzahlungen aufwendet, kann sich von weiteren Zuzahlungen befreien lassen. Für chronisch Kranke gilt weiterhin eine Grenze von einem Prozent.

Kritik von der Apothekerschaft

Die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) lehnt die Erhöhung der Arzneimittel-Zuzahlungen ab (siehe Pressemitteilung von Dezember 2025). Sie warnt davor, dass höhere Eigenbeteiligungen dazu führen könnten, dass sich manche Menschen notwendige Medikamente aus finanziellen Gründen nicht mehr leisten können. Außerdem kritisiert die ABDA den zusätzlichen Aufwand für Apotheken, da diese die Zuzahlungen weiterhin für die Krankenkassen einziehen.
Die neue Regelung tritt am 1. Januar 2027 in Kraft.
(Quelle: Artikel Wunsam / Beitragsbild: Symbolfoto: re)

Warnstreik in Rosenheimer Region: Milch-Protest-Zug durch Wasserburg angekündigt

Warnstreik in Rosenheimer Region: Milch-Protest-Zug durch Wasserburg angekündigt

Wasserburg / Landkreis Rosenheim – Bei mehreren Molkereien in Oberbayern kommt es am morgigen Donnerstag (23.07.2026) zu einem Warnstreik. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hat Beschäftigte von vier Betrieben zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen. Betroffen sind auch zwei große Unternehmen in Wasserburg am Inn.

Nach Angaben der NGG Rosenheim-Oberbayern beteiligen sich mehr als 350 Beschäftigte aus drei Molkereien und einer Käserei an dem Warnstreik. Hintergrund sind die laufenden Tarifverhandlungen in der bayerischen Milchwirtschaft, die nach Angaben der Gewerkschaft derzeit festgefahren sind.

Betroffen sind:
  • die Privatmolkerei Meggle in Wasserburg am Inn (Landkreis Rosenheim),
  • die Privatmolkerei Bauer in Wasserburg am Inn (Landkreis Rosenheim),
  • das Milchwerk Jäger in Haag (Landkreis Mühldorf),
  • die Bergader Privatkäserei in Waging am See (Landkreis Traunstein).

Die NGG Rosenheim-Oberbayern kündigt außerdem einen „Milch-Protest-Zug“ durch Wasserburg am Inn an.

Gewerkschaft fordert höhere Löhne und zusätzliche Entlastungstage

Die NGG fordert in den Tarifverhandlungen ein Lohnplus von 4,1 Prozent für ein Jahr. Für Auszubildende sollen die Vergütungen um 80 Euro pro Monat steigen. Außerdem fordert die Gewerkschaft eine zusätzliche Zahlung im Umfang von fünf Arbeitstagen, die Beschäftigte flexibel nutzen können sollen.
Die Arbeitgeber hätten zuletzt nach Angaben der NGG ein Angebot von 2,1 Prozent für 13 Monate vorgelegt. Außerdem kritisiert die Gewerkschaft, dass keine Anpassung bei der Übernahme von Fahrtkosten zur Berufsschule für Auszubildende vorgesehen sei. „Es wird Zeit, dass die Beschäftigten der Milchwirtschaft in Oberbayern jetzt einmal ordentlich auf die Sahne hauen. Den Arbeitgebern muss klar sein, dass sie ihren Fuß von der Lohnbremse nehmen müssen“, sagt Manuel Halbmeier von der NGG Rosenheim-Oberbayern.
Die Gewerkschaft kritisiert außerdem, dass der Arbeitgeberverband der bayerischen Ernährungswirtschaft eine Zusage zu zwei zusätzlichen Entlastungstagen wieder zurückgenommen habe. „Das ist für alle Beschäftigten von Molkereien und Käsereien in Oberbayern ein Schlag ins Gesicht“, so NGG-Geschäftsführer Manuel Halbmeier.

Warnstreik als Druckmittel in den Tarifverhandlungen

Halbmeier, der für die NGG auch selbst an den Tarifverhandlungen beteiligt ist, bezeichnet den geplanten Warnstreik als Reaktion auf die bisherige Entwicklung der Gespräche. „Die Arbeitgeber haben eine Rolle rückwärts am Verhandlungstisch gemacht: Sie sind auf ihr Einstiegsangebot aus der ersten Verhandlungsrunde zurückgefallen. Das gab’s hier noch nie. Der Warnstreik in Oberbayern ist damit auch ein Warnschuss an die Arbeitgeber, dass sie mit ihren Beschäftigten so nicht umgehen können“, sagt Halbmeier. Nach Angaben der NGG geht es bayernweit um die Arbeitsbedingungen und Löhne von rund 19.000 Beschäftigten in Molkereien und Käsereien.
Zu möglichen Auswirkungen auf die Produktion oder Lieferungen äußerte sich die Gewerkschaft in ihrer Mitteilung nicht.
(Quelle: Pressemitteilung NGG / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Rosenheimer Sommerfestival 2026 zieht Bilanz: Mehr als 50.000 Besucher im Mangfallpark

Rosenheimer Sommerfestival 2026 zieht Bilanz: Mehr als 50.000 Besucher im Mangfallpark

Rosenheim – Das Rosenheimer Sommerfestival 2026 ist zu Ende: Mehr als 50.000 Besucher kamen an den sechs Festivaltagen in den Mangfallpark. Die Veranstalter ziehen eine positive Bilanz – größere Zwischenfälle gab es nach ihren Angaben nicht.

Trotz teilweise unsicherer Wetterprognosen im Vorfeld blieb es während des Festivals weitgehend trocken. Die Veranstaltungen konnten bei sommerlichen Bedingungen stattfinden.
Nach Angaben der Rosenheim Event GmbH verlief auch die Organisation rund um das Festival ohne größere Probleme. Sicherheitsdienste, Rettungskräfte, Polizei, Technik, Gastronomie und weitere Dienstleister waren an der Durchführung beteiligt.

Die Highlights des Sommerfestival 2026:

„Ein Festival in dieser Größenordnung ist jedes Jahr eine Gemeinschaftsleistung von jeder Menge engagierter Menschen. Dass wir erneut so viele Besucherinnen und Besucher begrüßen durften und alles so harmonisch und professionell abgelaufen ist, macht uns unglaublich stolz. Die Stimmung war an allen Abenden fantastisch – besser hätte das Sommerfestival 2026 kaum laufen können“, sagt Florian Englert, Geschäftsführer der Rosenheim Event GmbH.

Blick auf das Sommerfestival 2027

Während auf dem Gelände im Mangfallpark noch die letzten Abbauarbeiten laufen, richtet sich der Blick bereits auf die nächste Ausgabe. Das Rosenheimer Sommerfestival 2027 findet vom 8. bis 18. Juli statt.
Ein erster Programmpunkt steht bereits fest: Der Auftritt der Fantastischen Vier ist nach Angaben der Veranstalter ausverkauft. Wer die Band dennoch beim Festival erleben möchte, kann dies mit einem Festivalpass, der zum Besuch aller Konzerte berechtigt, weiterhin tun. Weitere Künstler für das Sommerfestival 2027 sollen in den kommenden Monaten bekannt gegeben werden. „Wir freuen uns schon auf 2027. Die Resonanz zeigt uns, welchen Stellenwert das Sommerfestival inzwischen hat. Gemeinsam mit unserem Team arbeiten wir bereits an einem starken Programm für das kommende Jahr. Der Festivalpass wird voraussichtlich wieder im Dezember in den Verkauf gehen“, so Englert.
(Quelle: Pressemitteilung Rosenheim Event GmbH / Beitragsbild: Gisela Schreiner)

Bau-Turbo und Max-Josefs-Platz: Diese Themen stehen im Rosenheimer Ausschuss an

Bau-Turbo und Max-Josefs-Platz: Diese Themen stehen im Rosenheimer Ausschuss an

Rosenheim – Neue Möglichkeiten beim Wohnungsbau und die Zukunft des Rosenheimer Max-Josefs-Platzes: Diese Themen stehen bei der nächsten Sitzung des Rosenheimer Stadtenwicklungs- und Baugenehmigungsausschusses am Donnerstag, 23. Juli, auf der Tagesordnung.

Innpuls.me stellt zwei Punkte vor, die für viele Rosenheimer interessant sein dürften.

Neue Möglichkeiten für schnelleren Wohnungsbau?

Unter dem Punkt „Bekanntgaben“ informiert die Stadt über den sogenannten Bau-Turbo. Die neue Regelung soll Kommunen künftig ermöglichen, bestimmte Wohnbauprojekte schneller und einfacher umzusetzen.
Gerade vor dem Hintergrund der angespannten Wohnraumsituation stellt sich auch für Rosenheim die Frage, welche Möglichkeiten sich daraus ergeben könnten. Konkrete Entscheidungen stehen dazu in dieser Sitzung allerdings nicht an.

Neue Lösung für einen besser begehbaren Max-Josefs-Platz

Ein weiteres Thema ist der Max-Josefs-Platz. Nachdem die ursprünglich geplante Lösung für eine barrierefreiere Gestaltung des Platzes wegen urheberrechtlicher Fragen ins Stocken geraten ist, bringt die CSU-Stadtratsfraktion nun einen neuen Antrag ein.
Geprüft werden soll, ob das bestehende Kopfsteinpflaster in einem Bereich abgeschliffen und damit besser begehbar gemacht werden kann. Ziel ist es, die Situation für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen zu verbessern und gleichzeitig das historische Erscheinungsbild des Platzes zu erhalten.

Die Sitzung des Stadtenwicklungs- und Baugenehmigungsausschusses findet am Donnerstag (23.07.2026) um 17 Uhr im kleinen Rathaussaal des Rosenheimer Rathauses statt. Die Sitzung ist öffentlich. Interessierte Bürger können daran teilnehmen.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Mitten im Park uriniert – Platzverweis für 41-jährige

Mitten im Park uriniert – Platzverweis für 41-jährige

Rosenheim – Eine 41-jährige Frau hat am Dienstagnachmittag (21.07.2026) im Bereich des Rosenheimer Hammerwegs für einen Polizeieinsatz gesorgt. Nach Angaben der Polizei urinierte sie gegen 15 Uhr mitten im Park vor dem Parkhaus P1.

Ein Zeuge beobachtete, wie die 41-jährige Deutsche ihre Hose herunterzog und vor einer Parkbank urinierte. Anschließend setzte sie sich mit entblößtem Gesäß auf die Parkbank.
Nach Angaben der Polizei wurde in einem nahegelegenen Gebüsch zudem eine leere Wodkaflasche gefunden. Die Beamten gehen davon aus, dass Alkoholkonsum ursächlich für das Verhalten der Frau gewesen sein könnte.

Die 41-Jährige erhielt einen Platzverweis. Zudem wurde gegen sie eine Anzeige wegen einer Ordnungswidrigkeit erstattet.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Neue Lösung fürs Parken auf der Rosenheimer Loretowiese: Monatsticket soll Pendler entlasten

Neue Lösung fürs Parken auf der Rosenheimer Loretowiese: Monatsticket soll Pendler entlasten

Rosenheim – Die Diskussion um die Parkgebühren auf der Rosenheimer Loretowiese geht weiter: Nachdem die Stadt die Gebühren 2025 bereits gesenkt hatte, soll nun ein digitales Monatsticket folgen. Es richtet sich vor allem an Berufspendler – und sorgt im Stadtrat erneut für unterschiedliche Bewertungen.

Die Loretowiese ist seit Jahren ein Dauer-Thema in der Rosenheimer Verkehrspolitik. Im April 2024 führte die Stadt dort eine gebührenpflichtige Parkraumbewirtschaftung ein. Zuvor konnte die Fläche kostenlos genutzt werden und war bei Autofahrern als innenstadtnaher Parkplatz besonders beliebt.
Die Einführung der Gebühren sorgte für viel Kritik. Viele Autofahrer mieden die Fläche nach der Umstellung, die zuvor häufig stark ausgelastet war. Auch zwei Petitionen gegen die Bewirtschaftung wurden gestartet. Der Stadtrat entschied sich letztlich dennoch für die Einführung.

Nach Kritik und Gebührensenkung: Jetzt soll ein Monatsticket kommen

Als Reaktion auf die deutlich geringere Nutzung wurden die Parkgebühren 2025 gesenkt. Seit Oktober vergangenen Jahres kostet das Parken auf der Loretowiese für bis zu fünf Stunden 2 Euro, ein Tagesticket bis zu zehn Stunden 3 Euro.
Seitdem wird die Fläche wieder besser angenommen. Eine vollständige Auslastung wie vor Einführung der Gebühren wird aber weiterhin nicht erreicht. Deshalb schlägt die Stadtverwaltung nun einen weiteren Schritt vor: ein digitales Monatsticket.

Hintergrund sind unter anderem zahlreiche Anfragen von Beschäftigten und Arbeitgebern aus der Innenstadt. Besonders Berufspendler aus dem Umland weisen darauf hin, dass sie wegen fehlender oder lückenhafter ÖPNV-Verbindungen teilweise auf das eigene Auto angewiesen seien.
Besonders im Blick sind dabei Beschäftigte des Klinikums und der Polizei. Beide Einrichtungen liegen in unmittelbarer Nähe zur Loretowiese. „Wir haben viele Zuschriften von Mitarbeitern des Klinikums erreicht, die bitten, die Parksituation zu verbessern“, erklärte Oberbürgermeister Abuzar Erdogan in der Sitzung. Gerade bei Früh- und Spätschichten sei der öffentliche Nahverkehr für viele Beschäftigte aus dem Landkreis keine ausreichende Alternative.

Das geplante Monatsticket soll allerdings nicht nur Beschäftigten von Klinikum oder Polizei vorbehalten sein. Es soll allen Nutzern offenstehen. Die Stadtverwaltung begründet dies damit, dass eine Begrenzung auf einzelne Berufsgruppen mit einem zusätzlichen Verwaltungsaufwand verbunden wäre.

Das digitale Ticket soll 39 Euro kosten und maximal 30 Tage gelten. Oberbürgermeister Abuzar Erdogan verwies darauf, dass sich die Kosten damit auf etwa 1,50 bis 1,70 Euro pro Tag reduzieren würden. Bei einer ausschließlichen Nutzung an den üblichen Arbeitstagen liegt der rechnerische Wert etwas höher, die monatliche Belastung bleibt aber weiterhin deutlich unter den bisherigen Kosten von rund 60 Euro bei regelmäßiger Nutzung eines Tagestickets.
Wichtig für Nutzer: Mit dem Monatsticket ist keine Parkplatzgarantie verbunden. Auch wer ein Monatsticket besitzt, hat keinen Anspruch darauf, jederzeit einen freien Stellplatz auf der Loretowiese zu finden.

Unterschiedliche Sichtweisen im Stadtrat

Im Haupt- und Finanzausschuss stieß der Vorschlag grundsätzlich auf breite Zustimmung. Die Diskussion zeigte aber erneut die unterschiedlichen politischen Sichtweisen beim Thema Parken und Verkehr.
Besonders die AfD-Stadtratsfraktion, die die Einführung der Parkgebühren auf der Loretowiese von Anfang an abgelehnt hatte, sieht sich durch die weitere Entwicklung bestätigt. „Die AfD hat die Parkplatzgebühr auf der Loretowiese immer abgelehnt. Dann kam die Preissenkung, jetzt das Monatsticket. Es geht also immerhin wieder in die richtige Richtung“, sagte AfD-Stadtrat Bernhard Bonneberg. Er rechnet damit, dass dies nicht die letzte Nachbesserung bei den Parkgebühren gewesen sein dürfte und weitere Anpassungen nach unten folgen könnten.

Befürwortung kam von der CSU. Fraktionsvorsitzender Dr. Wolfgang Bergmüller begrüßte den Vorschlag der Verwaltung und verwies besonders auf die schwierige Parksituation für Beschäftigte des Klinikums und der Polizei. Und auch SPD-Fraktionssprecherin Elisabeth Jordan unterstützte die Einführung des Monatstickets. „Die Not im Klinikum ist groß. Darum begrüßen wir den Vorschlag sehr. Diese Vergünstigung ist schon sehr notwendig“, sagte sie.
Linke-Stadträtin Hannah Rohs forderte im Zusammenhang mit dem Monatsticket weitere Verbesserungen beim öffentlichen Nahverkehr. Dabei müsse auch die Zusammenarbeit mit dem Landkreis und den umliegenden Gemeinden weiter ausgebaut werden.

Kritischer als SPD und CSU betrachtete auch die Grünen-Fraktion den Vorschlag. Fraktionssprecherin Sonja Gintenreiter berichtete zunächst, dass innerhalb der Fraktion ausführlich darüber diskutiert worden sei. Anschließend formulierte sie ihre Bedenken: „Für mich beißt sich die Katze da in den Schwanz. Das Geld aus der Bewirtschaftung der Loretowiese soll in den ÖPNV fließen und jetzt wird wegen Mängel im ÖPNV die Gebühr weiter gesenkt.“
Oberbürgermeister Abuzar Erdogan widersprach dieser Einschätzung. Es gehe dabei nicht um den Rosenheimer Stadtverkehr, sondern vor allem um Verbindungen aus dem Landkreis. „Den ÖPNV in der Stadt haben wir in der Hand, aber im Landkreis sieht es anders aus“, gab er zu bedenken. Die Auslastung der Loretowiese werde zwar immer besser, eine vollständige Auslastung sei aber weiterhin nicht erreicht. Mit dem Monatsticket wolle die Stadt deshalb eine zusätzliche Möglichkeit schaffen, die Parkfläche attraktiver zu machen – und zwar für alle Nutzer.

Weiterer Lesestoff passend zum Thema: 

Der Haupt- und Finanzausschuss sprach sich in seiner Vorberatung mit großer Mehrheit für die Einführung des Monatstickets aus. Es gab lediglich eine Gegenstimme. Die endgültige Entscheidung fällt in der Stadtratssitzung am Mittwoch (29.07.2026).
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Archiv Innpuls.me)

Polizeieinsatz an Rosenheimer Gymnasium: Schüler mit Spielzeugpistole und Springmesser

Polizeieinsatz an Rosenheimer Gymnasium: Schüler mit Spielzeugpistole und Springmesser

Rosenheim – Am Dienstag (21.7.2026) ist es an einem Gymnasium in Rosenheim zu einem größeren Polizeieinsatz gekommen. Ein 16-jähriger Schüler soll unweit der Schule seinen Freunden eine täuschend echt aussehende Spielzeugpistole gezeigt haben. Bei einer anschließenden Kontrolle fanden die Beamten zudem ein Springmesser.

Nach Angaben der Polizei meldeten Zeugen gegen 10.30 Uhr drei Jugendliche in der Nähe des Luitpoldparks. Einer von ihnen habe den beiden anderen eine schwarze Pistole gezeigt. Da zunächst nicht ausgeschlossen werden konnte, dass von dem Jugendlichen eine Gefahr ausgeht, zog die Polizei umgehend zahlreiche Einsatzkräfte unter der Leitung der Polizeiinspektion Rosenheim zusammen.
Wenig später konnten die drei Jugendlichen im Gebäude des Gymnasiums von zivilen Polizeikräften angetroffen und kontrolliert werden.

Bei dem 16-jährigen Schüler fanden die Beamten eine täuschend echt aussehende Spielzeugpistole sowie ein Springmesser. Nach den bisherigen Erkenntnissen hatte er die Spielzeugwaffe zuvor seinen ebenfalls 16 Jahre alten Mitschülern in der Nähe des Luitpoldparks gezeigt. Die Gegenstände wurden von der Polizei sichergestellt.
Warum der Jugendliche die Spielzeugwaffe und das Springmesser mit sich führte, ist derzeit noch unklar. Die Polizei hat die Ermittlungen zu den Hintergründen des Vorfalls aufgenommen.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Volksmusik auf dem Chiemsee: 45. Volksmusikalische Schifffahrt startet im September

Volksmusik auf dem Chiemsee: 45. Volksmusikalische Schifffahrt startet im September

Prien / Landkreis Rosenheim – Die Volksmusikalische Schifffahrt auf dem Chiemsee geht in die nächste Runde. Zum 45. Mal startet das Motorschiff „Edeltraud“ zu einer musikalischen Reise über den See.

Für den Abend hat Marlene Anner im Auftrag der Marktgemeinde Prien am Chiemsee mehrere Musik- und Gesangsgruppen eingeladen. Mit dabei sind der Oimbliah Dreigsang, der Baiernrainer Dreigsang aus Dietramszell, die Geschwister Baumgartner aus Tuntenhausen, die Geigenmusi Familie Großpointner aus dem Innviertel, die Auerschmied Musi aus Irschenberg sowie die Raffelemusi Fasanerie aus München.

Durch das Programm führt erneut Siegi Götze. Für die Bewirtung der Gäste sorgt das Hotel Luitpold am See.
Die Abfahrt erfolgt am Hafen Prien-Stock um 18 Uhr, der Einlass beginnt bereits um 17.30 Uhr. Die Rückkehr ist gegen 21 Uhr geplant.

Der Kartenvorverkauf startet am Mittwoch, 5. August. Tickets sind ausschließlich im Ticketbüro Prien, Alte Rathausstraße 11, erhältlich – telefonisch unter +49 8051 96 56 60 oder per E-Mail an ticketservice@tourismus.prien.de.
(Quelle: Pressemitteilung Markt Prein am Chiemsee / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Prien am Chiemsee: Annemarie Schunk gewinnt Stadtradeln mit 1.806 Kilometern

Prien am Chiemsee: Annemarie Schunk gewinnt Stadtradeln mit 1.806 Kilometern

Prien / Landkreis Rosenheim – Mit 1.806 gefahrenen Kilometern in drei Wochen hat Annemarie Schunk das Stadtradeln 2026 in Prien gewonnen. Für die Prienerin ist das Fahrrad jedoch weit mehr als ein Mittel für sportliche Höchstleistungen, es gehört fest zu ihrem Alltag.

Annemarie Schunk aus Prien am Chiemsee hat beim Stadtradeln 2026 ein außergewöhnliches Ergebnis erreicht. Während des Aktionszeitraums vom 13. Juni bis 3. Juli legte sie insgesamt 1.806 Kilometer mit dem Fahrrad zurück und sicherte sich damit den ersten Platz.
Die vielen Kilometer sind für die Siegerin allerdings keine reine sportliche Herausforderung. Das Fahrrad ist für sie ein wichtiger Bestandteil ihres täglichen Lebens.

„Ich fahre tatsächlich jede Woche rund 400 Kilometer im Alltag, zur Arbeit, zum Einkaufen und für alle Erledigungen. Jede Fahrt, bei der ich das Auto vermeiden kann, mache ich mit dem Fahrrad“, erzählt die diesjährige Siegerin.

Eine zusätzliche Alpenüberquerung mit dem Fahrrad während des Aktionszeitraums trug zwar zu ihrem Ergebnis bei. Den größten Teil ihrer Kilometer sammelt Schunk jedoch regelmäßig im Alltag.

Radfahren bringt mehr Lebensqualität

Besonders schätzt die Prienerin die positiven Auswirkungen des Radfahrens auf ihren Alltag. „Man tritt sich den täglichen Frust ein bisschen von der Seele und kommt viel entspannter in der Arbeit an.“

Auch bei der Organisation des Alltags sieht sie Vorteile:
„Egal, wohin ich fahre, man findet eigentlich immer einen Platz für das Fahrrad. Mit dem Auto schaut es da schon ganz anders aus.“

Besonders gerne fährt Schunk am Chiemsee entlang. Die Eindrücke unterwegs sind für sie ein besonderer Teil des Radfahrens.
„Die Sonnenaufgänge, jeden Tag eine andere Stimmung, jeden Tag ein anderes Bild. Das ist einfach unbezahlbar. Man darf nicht morgens im Bett drüber nachdenken, ob man fahren will, sondern man muss es einfach machen!“

Fast 96.000 Kilometer beim Stadtradeln in Prien

Nicht nur Annemarie Schunk erzielte beim Stadtradeln in Prien ein starkes Ergebnis. Insgesamt kamen die Teilnehmer auf 95.874 Kilometer.
An der Aktion beteiligten sich 25 Teams. Durch die zurückgelegte Strecke konnten rund 16 Tonnen CO₂ vermieden werden. Damit übertraf Prien das Ergebnis aus dem Vorjahr deutlich.

Die Organisatoren werten die Zahlen als Zeichen für die Bedeutung nachhaltiger Mobilität in der Gemeinde. Das Stadtradeln zeigt, dass Klimaschutz auch durch viele alltägliche Entscheidungen entsteht – etwa auf dem Weg zur Arbeit, beim Einkaufen oder in der Freizeit.

Die Geschichte von Annemarie Schunk steht dabei beispielhaft für die Idee der Aktion: Wer das Fahrrad regelmäßig nutzt, leistet einen Beitrag für Umwelt und Gesundheit und erlebt gleichzeitig besondere Momente im Alltag.
(Quelle: Pressemitteilung Markt Prein am Chiemsee / Beitragsbild: Annemarie Schunk Copyright Annemarie Schunk)

Tour de France: Remco Evenepoel von Red Bull – Bora – hansgrohe  gewinnt Zeitfahren

Tour de France: Remco Evenepoel von Red Bull – Bora – hansgrohe gewinnt Zeitfahren

Frankreich / Raubling – Remco Evenepoel hat das Einzelzeitfahren der Tour de France gewonnen und Red Bull – Bora – hansgrohe den zweiten Etappensieg beschert. Überschattet wurde der Erfolg jedoch vom Aus von Teamkollege Florian Lipowitz, der nach einem Sturz das Rennen aufgeben musste.

Remco Evenepoel hat die 16. Etappe der Tour de France im Einzelzeitfahren für sich entschieden. Auf dem 26,1 Kilometer langen Kurs von Évian-les-Bains nach Thonon-les-Bains am französischen Ufer des Genfersees setzte sich der Belgier in 32:19 Minuten durch. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 48,45 km/h blieb er als einziger Fahrer über der Marke von 48 km/h.

Den Grundstein für seinen Erfolg legte Evenepoel bereits im ersten Streckenabschnitt mit dem Anstieg direkt nach dem Start. Am höchsten Punkt der Strecke lag er bereits 14 Sekunden vor seinem stärksten Konkurrenten. Zweiter wurde Tadej Pogačar mit knapp 30 Sekunden Rückstand, Mattias Skjelmose belegte Rang drei und verlor mehr als eine Minute.
Für Evenepoel war es der 76. Profisieg seiner Karriere und der 26. Erfolg in einem Einzelzeitfahren. Gleichzeitig festigte der Belgier den zweiten Platz in der Gesamtwertung der Tour de France.

Sturz von Lipowitz überschattet Evenepoels Erfolg

Überschattet wurde der Tag allerdings durch den Ausfall von Florian Lipowitz. Der deutsche Profi von Red Bull – Bora – hansgrohe stürzte rund sechs Kilometer vor dem Ziel in einer Kurve und konnte das Rennen nicht fortsetzen, er zog sich einen Schlüsselbeinbruch zu. Zum Zeitpunkt der letzten Zwischenzeit hatte Lipowitz noch auf Podiumskurs gelegen. Er wurde zur weiteren Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht.

Auch Mattia Cattaneo zeigte eine starke Leistung und belegte für Red Bull – Bora– hansgrohe den sechsten Platz.

Evenepoel nach seinem Sieg: „Es war ein wirklich tolles Zeitfahren mit vielen Fans an der Strecke, Meine gesamte Familie ist hier, meine Eltern sind nur für heute angereist. Dazu ist belgischer Nationalfeiertag, das macht es noch besser. Dennoch ist das alles irgendwie bittersüß durch den Sturz von Lipo. Das müssen wir trotz des Sieges erstmal verdauen. Ich wünsche ihm alles Gute und hoffe, dass es nicht so schlimm ist.“
(Quelle: Pressemitteilung Red Bull – Bora – hansgrohe  /  Beitragsbild: Symbolfoto re)

Setzungsrisse auf der St 2359: Münchner Straße in Wasserburg wird teilweise gesperrt

Setzungsrisse auf der St 2359: Münchner Straße in Wasserburg wird teilweise gesperrt

Wasserburg / Landkreis Rosenheim – Das Staatliche Bauamt Rosenheim lässt den Böschungsbereich an der Staatsstraße 2359 im Bereich der Münchner Straße in Wasserburg am Inn genauer untersuchen. Hintergrund sind Setzungsrisse, die in der Fahrbahn festgestellt wurden.

Eine Fachfirma für Baugrunderkundungen und ein Ingenieurbüro werden Bohrungen sowie Bodenproben durchführen und ein Monitoring-System installieren. Dieses soll selbst kleinste Veränderungen im Bereich der Setzungsrisse erfassen und dokumentieren.

Halbseitige Sperrung während der Sommerferien

Für die Arbeiten wird die Münchner Straße auf einer Länge von rund 400 Metern ab der Köbingerbergstraße stadtauswärts halbseitig gesperrt. Die Untersuchungen beginnen am Montag, 3. August, und sollen nach derzeitiger Planung bis Freitag, 28. August, abgeschlossen sein.
Das Staatliche Bauamt hat den Zeitraum bewusst in die Sommerferien gelegt, um den Schulbusverkehr möglichst wenig zu beeinträchtigen und die Auswirkungen auf den Verkehr gering zu halten.

Die Kosten für die Untersuchungen belaufen sich auf rund 300.000 Euro und werden vom Freistaat Bayern getragen.
(Quelle: Pressemitteilung Staatliches Bauamt Rosenheim / Beitragsbild: Die Setzungsrisse in der Fahrbahn sind gut zu erkennen. Das Staatliche Bauamt Rosenheim geht der Ursache mit Baugrund-Erkundungen nach. Copyright Staatliches Bauamt Rosenheim)