Straßennamen in Rosenheim: Alfred-Heurich-Straße

Straßennamen in Rosenheim: Alfred-Heurich-Straße

Rosenheim – In unserer Serie „Straßennamen in Rosenheim“ geht es jeden Donnerstag um Namen im Stadtgebiet, die man im Alltag oft übersieht – obwohl sich dahinter spannende Geschichten verbergen. Diesmal führt der Weg in die Alfred-Heurich-Straße. Der Name dürfte vielen wenig sagen. Dabei geht die wohl bedeutendste Erfindung der Rosenheimer Bootsgeschichte auf ihn zurück.

Fragt man nach dem Faltboot, fällt vielen zuerst der Name Klepper ein. Und das ist verständlich: Die Rosenheimer Firma machte das Boot weltberühmt. Der Mann, der die Idee dazu hatte, war allerdings ein anderer – Alfred Heurich.

Er entwickelte schon als Jugendlicher ein Boot, das sich auseinandernehmen und bequem transportieren ließ. Eine Idee, die ihrer Zeit weit voraus war und den Wassersport nachhaltig verändern sollte.

Die Geburtsstunde des modernen Faltbootes

Geboren wurde Alfred Heurich am 3. Februar 1883 in Metz. Schon früh faszinierte ihn die Frage, wie sich Boote leichter transportieren lassen. 1897 entstand mit dem „Pfiffikus“ das weltweit erste zerlegbare Kajak-Faltboot aus Bambusstäben und einer Bespannung aus Segeltuch.Während seines Architekturstudiums in München entwickelte Heurich seine Konstruktion weiter. Sein verbessertes Boot, zunächst „Luftikus“, später „Delphin“ genannt, bewies seine Tauglichkeit am 30. Mai 1905 auf spektakuläre Weise: Heurich paddelte mit ihm auf der hochwasserführenden Isar von Bad Tölz nach München – eine damals äußerst riskante Tour. Dieses Ereignis gilt bis heute als Geburtsstunde des modernen Faltbootsports.

Der Weg nach Rosenheim

Für Rosenheim wurde Heurichs Erfindung von besonderer Bedeutung. Der Schneidermeister und Unternehmer Johann Klepper erkannte das Potenzial des neuartigen Bootes. Er lieh sich eines von Heurichs Booten aus, testete es auf dem Inn und erwarb wenig später die Lizenz zur Herstellung des Bootstyps „Delphin“.

Aus dieser Zusammenarbeit entwickelte sich die weltbekannte Rosenheimer Faltbootproduktion. Während Klepper mit dem Boot große wirtschaftliche Erfolge feierte und den Namen seiner Firma international bekannt machte, blieb Alfred Heurich selbst finanziell weitgehend im Hintergrund. Das sorgte zeitweise auch für Spannungen zwischen den beiden Männern.
1923 zog Heurich schließlich dauerhaft nach Rosenheim und blieb der Stadt bis zu seinem Tod treu.

Mehr als nur ein Erfinder

Heurich war nicht nur Architekt und Konstrukteur. Er schrieb Bücher, Flussführer und Abenteuergeschichten, entwickelte Zubehör für Faltboote und setzte sich intensiv für den Kanusport ein. Gemeinsam mit seiner zweiten Ehefrau Maria entstand später sogar die sogenannte „Paddel-Heilweise“, die Bewegung, bewusste Atmung und gesunde Ernährung miteinander verband.
Alfred Heurich starb am 12. April 1967 in Rosenheim. Sein Grab wird bis heute vom Rosenheimer Kajakklub betreut. Auch im Holztechnischen Museum erinnern historische Faltboote und Nachbauten immer wieder an sein außergewöhnliches Lebenswerk.

Ein Straßenname mit besonderer Bedeutung

Die Alfred-Heurich-Straße liegt nicht zufällig in der Nähe der Klepperstraße. Beide Namen erzählen gemeinsam ein Stück Rosenheimer Industrie- und Sportgeschichte. Der eine steht für den Unternehmer, der das Faltboot in alle Welt brachte. Der andere erinnert an den Mann, ohne dessen geniale Idee es diesen Erfolg vermutlich nie gegeben hätte.
So erzählt  dieses Straßenschild eine Geschichte – von Erfindergeist, Leidenschaft und einer Rosenheimer Erfolgsgeschichte, die auf dem Wasser ihren Anfang nahm.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: KI-generiert)

Drogen und Waffen bei Wohnungsdurchsuchung in Bad Tölz sichergestellt

Drogen und Waffen bei Wohnungsdurchsuchung in Bad Tölz sichergestellt

Bad Tölz / Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen – Bei einer Wohnungsdurchsuchung in Bad Tölz haben Polizeibeamte rund 70 Gramm Amphetamin, eine Cannabis-Aufzuchtanlage sowie zahlreiche Waffen und verbotene Gegenstände sichergestellt. Ein 44-jähriger Deutscher sitzt inzwischen in Untersuchungshaft.

Ermittlungen der Polizeiinspektion Bad Tölz wegen eines Rauschgiftdelikts hatten den Verdacht ergeben, dass aus einer Wohnung in der Tölzer Karwendelsiedlung heraus illegal mit Betäubungsmitteln gehandelt werden könnte.   

Mit einem richterlichen Durchsuchungsbeschluss rückten am Dienstagmorgen  (28.7.2026) mehrere Streifenbesatzungen der Polizeiinspektion Bad Tölz sowie der Zentralen Einsatzdienste Weilheim zu dem Wohnanwesen aus. Bei der anschließenden Durchsuchung der Räume fanden die Einsatzkräfte nach Angaben der Polizei rund 70 Gramm Amphetamin, eine Aufzuchtanlage für Cannabis sowie zahlreiche Waffen und verbotene Gegenstände.
Der 44-jährige Wohnungsinhaber wurde vorläufig festgenommen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft München II wurde er am Mittwoch (29. Juli) einem Ermittlungsrichter vorgeführt. Dieser erließ Haftbefehl. Der Mann wurde anschließend in eine Justizvollzugsanstalt gebracht und befindet sich dort in Untersuchungshaft. Die weiteren Ermittlungen der Staatsanwaltschaft und der Polizeiinspektion Bad Tölz dauern an.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd / Beitragsbild: Polizeipräsidium Oberbayern)

 

 

Bergwaldbrand bei Oberwössen: Feuer breitet sich in der Nacht talwärts aus

Bergwaldbrand bei Oberwössen: Feuer breitet sich in der Nacht talwärts aus

Unterwössen / Landkreis Traunstein – Der Bergwaldbrand im Bereich der Hochwand nahe der Lackenbergwand (Landkreis Traunstein) hat sich in der Nacht zum Donnerstag (30. Juli) talwärts ausgebreitet. Rund 200 Einsatzkräfte setzen die Löscharbeiten seit den frühen Morgenstunden fort. Unterstützt werden sie erneut von Hubschraubern der Bayerischen Polizei.

Die Feuerwehr überwachte den Brand die gesamte Nacht über und führte im steilen, schwer zugänglichen Gelände bodengebundene Löscharbeiten durch. Wegen der Dunkelheit war ein umfassender Einsatz aus der Luft zunächst nicht möglich. Deshalb konzentrierten sich die Einsatzkräfte darauf, gefährdete Bereiche zu schützen und eine weitere Ausbreitung des Feuers einzudämmen. Zudem wurden Beregnungsstrecken ausgebaut.

Mit Tagesanbruch nahmen drei Hubschrauber der Bayerischen Polizei ihre Arbeit auf. Mithilfe von Außenlastbehältern bringen sie Wasser in das Brandgebiet. Neben den Feuerwehren sind auch Kräfte der Bergwacht, des Rettungsdienstes, der Polizei sowie weiterer Organisationen im Einsatz.

In der Nacht wurde nach Artikel 15 des Bayerischen Katastrophenschutzgesetzes ein besonderer Koordinierungsbedarf festgestellt. Kreisbrandrat Christof Grundner wurde deshalb zum Örtlichen Einsatzleiter bestellt.
Wie groß die betroffene Waldfläche inzwischen ist, lässt sich nach Angaben der Einsatzleitung weiterhin nicht verlässlich beziffern. Zur Brandursache gibt es bislang keine Erkenntnisse. Verletzt wurde nach aktuellem Stand niemand.

Warnung für den gesamten Landkreis

Über das Modulare Warnsystem (MoWaS) wurde am Morgen vorsorglich eine Gefahrenmeldung wegen möglicher Rauch- und Geruchsbelästigungen für den gesamten Landkreis Traunstein herausgegeben. Die Bevölkerung wird gebeten, den Einsatzbereich weiträumig zu meiden, den Anweisungen der Einsatzkräfte Folge zu leisten sowie Fenster und Türen geschlossen zu halten. Lüftungs- und Klimaanlagen sollten wegen der Rauchentwicklung ausgeschaltet werden.

B305 gesperrt

Wegen der umfangreichen Löscharbeiten bleibt die Bundesstraße B305 derzeit in beide Richtungen – sowohl nach Reit im Winkl als auch nach Marquartstein – gesperrt.
Für Bürger hat das Landratsamt Traunstein ein Bürgertelefon eingerichtet. Es ist unter der Telefonnummer 0861 / 58-411 erreichbar.
(Quelle: Artikel Hubert Hobmaier und Presseinfo Polizei / Beitragsbild, Fotos: Wolfgang Gasser-Kreisfeueerwehrverband Traunstein)

Die Löscharbeiten beim Bergwaldbrand in Oberwössen gestalten sich schwierig. Fotos: Copyright Wolfgang Gasser- Kreisfeuerwehrverband Traunstein

Wegen versuchten Mordes verurteilt: Bundespolizei nimmt 38-jährigen bei Kiefersfelden

Wegen versuchten Mordes verurteilt: Bundespolizei nimmt 38-jährigen bei Kiefersfelden

Kiefersfelden / Landkreis Rosenheim – Beamte der Bundespolizei haben am Mittwoch (29.7.2026 auf der A93 bei Kiefersfelden (Landkreis Rosenheim) einen 38-jährigen Kosovaren festgenommen. Gegen den Mann lag ein Haftbefehl vor. Er muss den noch offenen Rest einer Freiheitsstrafe wegen versuchten Mordes verbüßen.

Der Mann war als Beifahrer in einem im Kosovo zugelassenen Auto unterwegs. Bei der Kontrolle überprüften die Beamten seine Personalien und stellten fest, dass gegen ihn ein Haftbefehl bestand.
Nach Angaben der Bundespolizei hatte das Landgericht Ulm den heute 38-Jährigen bereits im Jahr 2014 wegen versuchten Mordes zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren verurteilt. Nachdem er einen Teil der Strafe in einer Justizvollzugsanstalt in Baden-Württemberg verbüßt hatte, wurde er in sein Heimatland Kosovo abgeschoben. Dabei wurde er darüber informiert, dass der noch ausstehende Strafrest im Falle einer Wiedereinreise nach Deutschland vollstreckt wird.

Mit seiner Einreise über die deutsch-österreichische Grenze trat dieser Fall nun ein. Die Bundespolizei Rosenheim brachte den kosovarischen Staatsangehörigen in die Justizvollzugsanstalt Bernau. Dort muss er nach derzeitiger Planung noch 341 Tage seiner Freiheitsstrafe verbüßen.
(Quelle: Pressemitteilung Bundespolizei / Beitragsbild: Symbolfoto Bundespolizei)

Hohe Waldbrandgefahr: Daxenfeuer im Landkreis Rosenheim ab sofort verboten

Hohe Waldbrandgefahr: Daxenfeuer im Landkreis Rosenheim ab sofort verboten

Landkreis Rosenheim – Wegen der aktuell hohen Waldbrandgefahr gilt im Landkreis Rosenheim ab sofort ein Verbot für das Anzünden von Daxenfeuern. Darauf weist das Landratsamt Rosenheim am Donnerstag (30.7.2026) hin. Grundlage ist die Verordnung über die Verhütung von Bränden.

Nach Angaben des Rosenheimer Landratsamts herrscht in den kommenden Tagen überwiegend eine hohe Waldbrandgefahr. Deshalb gelten besondere Vorsichtsmaßnahmen.
Wer in der Nähe von Wäldern ein offenes Feuer entzündet, muss einen Mindestabstand von 100 Metern zum Wald einhalten. Offene Feuer dürfen zudem niemals unbeaufsichtigt bleiben. Beim Verlassen der Feuerstelle müssen Feuer und Glut vollständig erloschen sein.
Das Landratsamt appelliert außerdem an Ausflügler, ausschließlich ausgewiesene Parkplätze zu nutzen und Zufahrten zu den Wäldern freizuhalten. Auch heiße Katalysatoren von Fahrzeugen können trockenes Gras entzünden und so Brände auslösen.

Nach der Waldbrandindexkarte des Deutschen Wetterdienstes gilt für den Landkreis Rosenheim derzeit überwiegend die Waldbrandgefahrenstufe 4. Diese steht für eine hohe Waldbrandgefahr.
(Quelle: Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Neue Strukturen im Rathaus: Rosenheim schafft eigenes Bildungsdezernat

Neue Strukturen im Rathaus: Rosenheim schafft eigenes Bildungsdezernat

Rosenheim – Die Stadtverwaltung Rosenheim bekommt einen neuen Zuschnitt. Zum 1. August wird ein neues Bürgermeisteramt geschaffen, Anfang 2027 soll ein eigenes Bildungsdezernat entstehen. Oberbürgermeister Abuzar Erdogan stellte die geplanten Veränderungen am Mittwoch (29. Juli) im Rathaus vor – rund 100 Tage nach seinem Amtsantritt.

Neues Bürgermeisteramt ab August

Die erste Änderung tritt bereits zum 1. August in Kraft: Die Stadtverwaltung erhält ein neues Bürgermeisteramt, das direkt beim Oberbürgermeister angesiedelt wird. Geleitet wird es künftig von Katrin Röber, die gleichzeitig persönliche Referentin des Oberbürgermeisters wird.
In diesem neuen Bereich sollen unter anderem die OB-Angelegenheiten sowie die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit gebündelt werden. Auch das Rechtsamt unter Leitung von Julia Frankl wird künftig direkt dem Oberbürgermeister zugeordnet.

Erdogan begründete diesen Schritt damit, dass das Rechtsamt künftig neben juristischen Fragen auch stärker mit Grundsatzthemen befasst sein solle. Durch die neue Zuordnung wolle er diese Themen enger in seinem Bereich begleiten.

Bildungsdezernat soll ab 2027 entstehen

Die größere Veränderung folgt Anfang 2027: Dann soll ein neues Bildungsdezernat entstehen. Dafür wird das bisherige Dezernat VI aufgelöst, dessen Aufgaben auf die anderen Dezernate verteilt werden.
Im neuen Dezernat sollen künftig verschiedene Bildungsbereiche zusammengeführt werden. Dazu gehören unter anderem das Schul- und Sportamt, das Amt für frühkindliche Bildung, Erziehung und Betreuung, die städtische Mädchenrealschule, die Stadtbibliothek sowie die Volkshochschule.

Für Erdogan ist Bildung einer der zentralen Bereiche der kommenden Jahre. Er verwies unter anderem auf die Herausforderungen durch den ab dem Schuljahr 2026/27 schrittweise geltenden Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder. Bildung umfasse aus seiner Sicht aber weit mehr als Schule und müsse umfassend betrachtet werden.

„Strukturen müssen Köpfen folgen“

Die Entscheidung zur Neuordnung habe er sich nicht leicht gemacht, sagte Erdogan im Gespräch mit den Pressevertretern. Bereits kurz nach seiner Wahl zum Oberbürgermeister sei ihm aber klar gewesen, dass sich innerhalb des Rathauses etwas verändern müsse.

Dabei betonte er ausdrücklich, dass dies keine Kritik an der bisherigen Arbeit der Verwaltung sei. „Man hätte sicher auch so weitermachen können“, sagte Erdogan. Er sei aber überzeugt, dass jetzt der Zeitpunkt gekommen sei, neue Wege zu gehen. „Ich bin der Meinung, dass Strukturen nicht Köpfen folgen müssen, sondern umgekehrt Köpfe den Strukturen folgen müssen“, erklärte der Oberbürgermeister. Auch sein eigenes Amtsverständnis habe bei der Entscheidung eine Rolle gespielt. „Ich will nicht nur repräsentieren, sondern auch inhaltlich mitgestalten“, sagte Erdogan.

Keine größere Verwaltung, nur wenige personelle Veränderungen

Trotz der umfangreichen Neuordnung soll sich für viele Mitarbeiter der Stadtverwaltung nach den Worten des Oberbürgermeisters zunächst wenig ändern. Die Zahl der Dezernate bleibt bei fünf. Die Neuordnung erfolgt vor allem durch eine veränderte Zuordnung von Aufgaben. Eine zusätzliche Stelle werde geschaffen. Die übrigen Veränderungen sollen innerhalb der bestehenden Verwaltungsstruktur durch Umbesetzungen erfolgen. Auch finanziell erwartet Erdogan nach eigenen Angaben keine größeren Auswirkungen. Ziel der Reform sei es vielmehr, Abläufe zu verbessern, Schnittstellen klarer zu gestalten und Synergieeffekte zu nutzen.

„Ich habe geschaut: Wo sind die Schnittstellen?“, erklärte der Oberbürgermeister. Neben dem Bereich Bildung sieht er unter anderem auch bei Digitalisierung und Verkehr wichtige Zukunftsthemen. Für die Bürger wird sich zunächst wenig unmittelbar verändern. Erdogan erwartet jedoch, dass sie langfristig von effizienteren Abläufen innerhalb der Verwaltung profitieren.

Umstrukturierung ohne Stadtratsbeschluss – trotzdem öffentlich vorgestellt

Kurz nach dem Pressegespräch war die Neuorganisation auch Thema in der letzten Stadtratssitzung vor der Sommerpause. Auf der Tagesordnung stand der Punkt unter „Bekanntgaben“.

Eine Zustimmung des Stadtrats war für die Umstrukturierung selbst nicht erforderlich. Die Organisation der Verwaltung fällt in den Zuständigkeitsbereich des Oberbürgermeisters. Dieser kann die innere Struktur der Verwaltung und die Aufgabenverteilung festlegen.

Bemerkenswert war deshalb vor allem der Weg, den Erdogan wählte: Obwohl für die Umstrukturierung kein Beschluss des Stadtrats erforderlich war, stellte er die geplanten Veränderungen dennoch vor und gab den Fraktionen Gelegenheit zur Diskussion. Verwaltungsumstrukturierungen hatte es auch bereits bei früheren Oberbürgermeistern gegeben. Der Unterschied liegt damit weniger in der Neuordnung selbst, sondern in der Art der Vorstellung und Einbindung.

Unterschiedliche Reaktionen im Stadtrat

Bei den Fraktionen stießen die Pläne überwiegend auf Verständnis. CSU-Fraktionsvorsitzender Dr. Wolfgang Bergmüller bezeichnete die Veränderungen als „vollkommen nachvollziehbar“ und sagte: „Wir haben dazu keine Einwände.“ Auch Christine Degenhart von den Freien Wählern verwies darauf, dass jede Fraktion unterschiedliche Schwerpunkte setze und eine gemeinsame Gewichtung aller Themen deshalb schwierig sei. Sie wünschte Erdogan Erfolg und zeigte sich überzeugt, dass dieser reagieren könne, sollte sich später Änderungsbedarf ergeben.
SPD-Fraktionssprecherin Elisabeth Jordan erinnerte daran, dass es auch unter früheren Oberbürgermeistern Umstrukturierungen gegeben habe. Der Unterschied sei aus ihrer Sicht, dass der Stadtrat damals nicht in gleicher Weise einbezogen worden sei.

Kritischer sahen die Grünen den Vorgang. Sie bemängelten unter anderem, dass das Pressegespräch vor der Stadtratssitzung stattgefunden hatte. Erdogan erklärte dazu, dass dies ausschließlich terminliche Gründe gehabt habe und eine andere Reihenfolge nicht möglich gewesen sei. Darüber hinaus bewertete Anna Rutz (Grüne) die geplanten Veränderungen als „sehr umfangreich“ und äußerte die Sorge, dass die Umstrukturierung auch eine zusätzliche Belastung für die Mitarbeiter der Stadtverwaltung bedeuten könnte.

Mit dem Start des neuen Bürgermeisteramtes zum 1. August beginnt nun die Umsetzung der neuen Verwaltungsstruktur. Welche Auswirkungen die veränderte Aufgabenverteilung im Arbeitsalltag tatsächlich haben wird, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Archiv Innpuls.me)

Digi-Café in Rosenheim: Kostenlose Technik-Hilfe auch während der Sommerferien

Digi-Café in Rosenheim: Kostenlose Technik-Hilfe auch während der Sommerferien

Rosenheim – Das offene Digi-Café im AWO Mehrgenerationenhaus in Rosenheim macht keine Sommerpause. Auch während der Ferien gibt es jeden Mittwoch kostenlose Unterstützung bei Fragen rund um Smartphone, Tablet und PC.

Während die Schüler des Karolinen-Gymnasiums, die das offene Digi-Café normalerweise unterstützen, bereits ihre Sommerferien genießen, läuft das Angebot auch in den Ferien weiter.
Jeden Mittwoch von 9 bis 11 Uhr steht in den Räumen des Mehrgenerationenhauses in der Ebersberger Straße 8 (2. Obergeschoss) eine ehrenamtliche Beraterin für Fragen rund um Handy, Tablet und PC zur Verfügung. Das Angebot richtet sich an alle, die Unterstützung im Umgang mit digitalen Geräten benötigen.

Die Beratung ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Weitere Informationen gibt es unter der Telefonnummer 08031 / 941373-21.
(Quelle: Pressemitteilung AWO Mehrgenerationenhaus Kreisverband Rosenheim Miesbach e.V. / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Bad Aibling: Sanierung der Lärmschutzwände an der Ortsumfahrung

Bad Aibling: Sanierung der Lärmschutzwände an der Ortsumfahrung

Bad Aibling / Landkreis Rosenheim – Das Staatliche Bauamt Rosenheim startet am Montag, 3. August, mit der Sanierung der Lärmschutzwände entlang der Bad Aiblinger Ortsumfahrung (St 2078). Die Arbeiten sollen voraussichtlich bis Freitag, 27. November, abgeschlossen sein.

Insgesamt werden fünf Lärmschutzwände auf beiden Seiten der Staatsstraße mit einer Gesamtlänge von rund 1.800 Laufmetern erneuert. Nach rund 26 Jahren sind die bestehenden Lärmschutzanlagen sanierungsbedürftig.

Austausch der Holzwände

Die bisherigen Lärmschutzwände aus Holz werden im Rahmen der Maßnahme durch langlebigere Aluminium-Elemente in Holzoptik ersetzt. Zunächst baut die beauftragte Baufirma die beschädigten Paneele aus und hebt sie mit einem Ladekran aus. Anschließend werden die Betonsockel saniert oder bei Bedarf ausgetauscht. Auch die Stahlpfosten werden instand gesetzt und mit einem neuen Korrosionsschutz versehen. Danach werden die neuen Lärmschutzelemente montiert. Zum Abschluss entstehen außerdem Durchgänge für Kleintiere, etwa für Eidechsen.

Halbseitige Sperrungen und Ampelregelung

Während der Bauarbeiten wird die Staatsstraße abschnittsweise halbseitig gesperrt. Der Verkehr wird mithilfe einer Ampelregelung an der jeweiligen Wanderbaustelle vorbeigeführt.

Erreicht die Baustelle die Einmündungen der Staatsstraße mit der RO 13 beziehungsweise der RO 24, werden kleinräumige Umleitungen eingerichtet.
(Quelle: Pressemitteilung Staatliches Bauamt Rosenheim / Beitragsbild: Die Lärmschutzwände entlang der Aiblinger Ortsumfahrung werden abschnittsweise saniert. Copyright Staatliches Bauamt Rosenheim)

24. MVV-Stadtrallye startet zum Ferienbeginn: Zwei neue Touren durch München

24. MVV-Stadtrallye startet zum Ferienbeginn: Zwei neue Touren durch München

Bayern / München – Pünktlich zu den Sommerferien geht die 24. MVV-Stadtrallye an den Start. Ab morgen, 31. Juli, können Interessierte bei zwei neuen Rätsel-Spaziergängen die Münchner Stadtteile Alt-Schwabing und Obermenzing erkunden.

Die Stadtrallyes laden dazu ein, München auf eigene Faust zu entdecken. Entlang der Routen erfahren die Teilnehmer Wissenswertes über die Geschichte der beiden Stadtteile und beantworten unterwegs verschiedene Fragen.

Die Tour durch Alt-Schwabing führt vom einstigen Bauerndorf über barocke Sommerresidenzen bis hin zum bekannten Szeneviertel der 1950er- und 1960er-Jahre. Zwischen der Münchner Freiheit und der ehemaligen Dorfkirche St. Sylvester lassen sich zahlreiche historische Spuren entdecken.

Die Rallye durch Obermenzing widmet sich einem der ältesten Siedlungsgebiete Münchens. Die Strecke führt unter anderem zur Kirche St. Georg, zum ältesten Wirtshaus Münchens sowie zu den bäuerlichen Anwesen entlang der Würm. Den Abschluss bildet das Schloss Blutenburg, das einst als Jagdschloss der Wittelsbacher diente.

Teilnahme per Smartphone oder PDF

Die 24. MVV-Stadtrallye kann ab 31. Juli direkt auf dem Smartphone gestartet werden unter: MVV-Stadtrallye . Nach Eingabe der Antworten wird sofort angezeigt, ob diese richtig sind. Alternativ stehen auch der Fragebogen und die Lösungen als PDF zum Download bereit.
Aktuelle Informationen zur An- und Abreise sind in der MVV-App sowie auf den Internetseiten des MVV verfügbar.
(Quelle: Pressemitteilung MVV / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Rosenheimer Stadtradeln knackt Rekordmarke: Sieger ausgezeichnet

Rosenheimer Stadtradeln knackt Rekordmarke: Sieger ausgezeichnet

Rosenheim – Beim Rosenheimer Stadtradeln 2026 ist ein neuer Rekord aufgestellt worden: 2.139 Radler legten gemeinsam 507.716 Kilometer zurück. Jetzt wurden die erfolgreichsten Einzelteilnehmer, Teams und Schulklassen für ihre Leistungen geehrt.

Mit Cityschecks, Gutscheinen und Sachpreisen sind die Sieger des diesjährigen Rosenheimer Stadtradelns ausgezeichnet worden. Prämiert wurden jeweils die ersten drei Plätze in den Kategorien „Einzelpersonen Gesamtkilometer“, „Einzelpersonen Anzahl Fahrten“ sowie „Teams Gesamtkilometer“. Außerdem wurden, wie in jedem Jahr, die drei Schulklassen mit den meisten gefahrenen Gesamtkilometern geehrt.

„Dieses Jahr haben wir einen neuen Rekord aufgestellt. Gemeinsam haben 2.139 Radlerinnen und Radler eine Gesamtstrecke von 507.716 Kilometern zurückgelegt – fast 77.000 Kilometer mehr als im bisherigen Rekordjahr 2023. Und unsere Sieger heute haben großen Anteil daran. Herzlichen Glückwunsch zu diesen großartigen Leistungen“, sagte Oberbürgermeister Abuzar Erdogan bei der Preisverleihung.

Die Gewinner im Überblick

In der Kategorie „Einzelpersonen Gesamtkilometer“ sicherte sich Maxi Funk vom Sebastian-Finsterwalder-Gymnasium mit 2.296 Kilometern den ersten Platz. Es folgten Hendrik Martens vom QUEST Dance Club e.V. mit 2.138 Kilometern sowie Reinhard Roßmy von der Stadt Rosenheim mit 2.068 Kilometern.

Die meisten Fahrten absolvierte Quirin Bräutigam von der Johann-Rieder-Realschule mit insgesamt 237. Auf Platz zwei landete Thilo Schlosser vom Team Rollkommando mit 206 Fahrten, Dritter wurde Collin Wronski vom Karolinen-Gymnasium mit 194 Fahrten.

Bei den Teams setzte sich erneut das Karolinen-Gymnasium mit 85.721 Gesamtkilometern an die Spitze. Das Sebastian-Finsterwalder-Gymnasium belegte mit 69.142 Kilometern den zweiten Platz. Rang drei ging an das Team „RoMed Ros radelt los“, das 41.641 Kilometer zurücklegte. Bereits im vergangenen Jahr belegten diese drei Teams dieselben Platzierungen.

In der Sonderkategorie der Schulklassen dominierten die siebten Klassen des Karolinen-Gymnasiums. Die Klasse 7e erreichte 5.911 Kilometer und belegte den ersten Platz. Es folgten die 7b mit 5.737 Kilometern und die 7c mit 5.174 Kilometern.

Preise für die besten Teilnehmer

Alle Gewinner erhielten eine Urkunde, eine Trinkflasche und eine Weste. Zusätzlich wurden die Erstplatzierten mit einem Cityscheck im Wert von 150 Euro sowie einem MAXX-Servicegutschein über 109 Euro ausgezeichnet. Die Zweitplatzierten erhielten Cityschecks im Wert von 100 Euro und Servicegutscheine über 89 Euro. Für die Drittplatzierten gab es Cityschecks im Wert von 50 Euro sowie Servicegutscheine über 49 Euro.

Insgesamt beteiligten sich am Rosenheimer Stadtradeln 2026 2.139 Radler, die gemeinsam 507.716 Kilometer zurücklegten und damit einen neuen Rekord für Rosenheim aufstellten.
(Quelle: Pressemitteilung Stadt Rosenheim / Beitragsbild: Die Sieger Copyright Stadt Rosenheim)

Herzenswunsch erfüllt: BRK ermöglicht 73-Jährigem Ausflug ins Sea Life München

Herzenswunsch erfüllt: BRK ermöglicht 73-Jährigem Ausflug ins Sea Life München

Rosenheim / München – Ein besonderer Herzenswunsch ist für den 73-jährigen Janos in Erfüllung gegangen. Gemeinsam mit seiner Tochter besuchte er mit Unterstützung des BRK-Herzenswunsch-Teams das Sea Life München und erlebte einen unvergesslichen Tag.

Der 73-jährige Janos wandte sich mit einem besonderen Wunsch an das Herzenswunsch-Team des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK): Gemeinsam mit seiner Tochter wollte er das Sea Life München besuchen. Das Team begleitete die beiden auf ihrem Ausflug und sorgte dafür, dass dieser Wunsch Wirklichkeit wurde.
Im Sea Life München erkundeten Vater und Tochter gemeinsam die Unterwasserwelt. In aller Ruhe bestaunten sie zahlreiche Fischarten sowie Haie, Rochen und weitere Meeresbewohner. Die gemeinsame Zeit stand dabei im Mittelpunkt des Ausflugs. Ein Erinnerungsfoto am Fotopoint durfte ebenso wenig fehlen wie ein Besuch im Souvenirshop. Dort entschied sich Janos für eine Halskette, die er voller Freude direkt anlegte.

Den Abschluss des Tages bildete ein gemeinsamer Restaurantbesuch am Olympiasee. Bei schönem Wetter ließen alle Beteiligten den Ausflug auf der Terrasse entspannt ausklingen.

Mit vielen neuen Eindrücken und schönen Erinnerungen trat Janos gemeinsam mit seiner Tochter schließlich die Heimreise an. Für das BRK-Herzenswunsch-Team war es eine besondere Freude, den beiden diesen gemeinsamen Ausflug ermöglichen und sie dabei begleiten zu dürfen.
(Quelle: Pressemittelung Bayerisches Rotes Kreuz Kreisverband Rosenheim / Beitragsbild: Janos und seine Tochter bestaunen die Unterwasserwelt Copyright Bayerisches Rotes Kreuz Kreisverband Rosenheim)

Offizieller Jahres-Pin für das Rosenheimer Herbstfest erhältlich: Limitierte Auflage mit Siegerdesign

Offizieller Jahres-Pin für das Rosenheimer Herbstfest erhältlich: Limitierte Auflage mit Siegerdesign

Rosenheim – Erstmals gibt es zum Rosenheimer Herbstfest einen offiziellen Jahres-Pin. Das Sammlerstück erscheint in einer limitierten Auflage von 7.500 Exemplaren und ist ab dem 3. August im Vorverkauf erhältlich.

Der Wirtschaftliche Verband Rosenheim präsentiert erstmals einen offiziellen Jahres-Pin zum Rosenheimer Herbstfest. Das Siegermotiv stammt von Susanne Mareis aus Stephanskirchen und setzte sich im öffentlichen Online-Voting auf Instagram gegen vier weitere Finalmotive durch.

Der Ansteck-Pin erscheint als limitierte Sonderedition mit einer Auflage von 7.500 Stück und ist zum Preis von 5 Euro erhältlich. Er richtet sich an Sammler, Herbstfest-Fans und alle, die ihre Verbundenheit mit dem Rosenheimer Herbstfest zeigen möchten.

Vorverkauf ab 3. August

Vom 3. August bis einschließlich 28. August 2026 ist der offizielle Jahres-Pin während der jeweiligen Geschäftszeiten an folgenden Vorverkaufsstellen erhältlich:

  • Autohaus Freilinger & Geisler, Rosenheim
  • Miss Anita, Rosenheim
  • Wirkes Trachtenmode, Rosenheim
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Verkauf während des Herbstfests

Während des Rosenheimer Herbstfests vom 29. August bis 13. September 2026 ist der Jahres-Pin, solange der Vorrat reicht, ausschließlich an den Souvenirständen der AuerBräu Festhalle sowie im Flötzinger Bräu Festzelt erhältlich.

Mit dem offiziellen Jahres-Pin setzt das Rosenheimer Herbstfest erstmals auf ein jährlich wechselndes Sammlerstück, das die Tradition, die Verbundenheit zur Region und die besondere Atmosphäre des Festes auf kreative Weise widerspiegeln soll.

Weitere Informationen gibt es auf den Internetseiten des Wirtschaftlichen Verbands Rosenheim und des Rosenheimer Herbstfests.
(Quelle: Pressemitteilung Wirtschaftliche Verband Rosenheim  / Beitragsbild: Copyright Stefan Gulden / WV)