Spektakel 2026: Rosenheim wird wieder zur Bühne der Straßenkunst

Spektakel 2026: Rosenheim wird wieder zur Bühne der Straßenkunst

Rosenheim Der britische Varieté- und Straßenkünstler Mat Ricardo begeistert sein Publikum auf Bühnen in aller Welt. Ende Juli ist er beim vierten Internationalen Straßenkunstfestival „Spektakel“ in Rosenheim zu erleben – bei freiem Eintritt. Gemeinsam mit zahlreichen weiteren international bekannten Künstlern verwandelt er die Rosenheimer Innenstadt vom 24. bis 26. Juli wieder in eine große Bühne unter freiem Himmel.

Das Besondere am Spektakel ist seit der Premiere das Konzept: Alle Vorstellungen sind kostenlos. Eintrittskarten oder Reservierungen gibt es nicht. Stattdessen entscheiden die Besucher selbst, wie viel sie den Künstlern nach ihren Auftritten in den Hut geben. Mehr als 95 Stunden Musik, Comedy, Akrobatik, Theater und Magie stehen an den drei Festivaltagen auf dem Programm.

Das Spektakel 2026 auf einen Blick

Wann?

  • Freitag, 24. Juli: 16.30 bis 22 Uhr
  • Samstag, 25. Juli: 13 bis 22 Uhr
  • Sonntag, 26. Juli: 12 bis 18 Uhr

Wo?
Sieben Spielorte in der Rosenheimer Innenstadt (u. a. Ludwigsplatz, Max-Josefs-Platz, Mittertor, Ölberg, Heilig-Geist-Straße, Salzstadel)

Eintritt: frei – die Künstler spielen für Hutgeld
Hinweis: Veranstaltung findet bei jedem Wetter statt

Diese Künstler kommen nach Rosenheim
  • Mat Ricardo (Großbritannien) – Varieté- und Straßenkünstler mit internationaler Karriere
  • Adam Kadabra (Schottland) – Musiker mit außergewöhnlicher Gitarrentechnik
  • Anita Bertolami (Schweiz) – poetisches Figurentheater ohne Worte
  • Brunitos (Argentinien) – Diabolo-Kunst trifft Theater und Humor
  • Dado (Kanada) – Comedy-Zauberer mit skurrilem Stil
  • Duo Un Pie – spektakuläre Partnerakrobatik auf Leitern und Masten
  • Graffiti Classics (Großbritannien) – klassische Musik trifft Comedy
  • Her Majesty’s Secret Circus (USA) – Akrobatik-Parodie im Agentenstil
  • Keulikaze (Deutschland) – Jonglage, Comedy und Feuershow
  • Mekks (Deutschland) – Straßenzauberer mit Rosenheimer Wurzeln
  • Mistral (Chile) – chinesische Stange mit Publikumsbeteiligung
  • Mr. Banana Show (Frankreich/Kanada) – Körperkomik und Akrobatik
  • Nacho Rey (Argentinien) – Balancekunst und Clownerie
  • Surfin‘ Claire and The Whisky Rockers (Italien) – Rock’n’Roll und Rockabilly
  • Victor Rubilar (Argentinien) – Fußball-Freestyle auf Weltklasseniveau

Programm:
Alle Details sowie das Programmheft zum Download gibt es auf der Internetseite des Rosenheimer City-Managements.

Für die künstlerische Leitung zeichnet erneut Martin Hilz aus Landshut verantwortlich. Gemeinsam mit seiner Frau Inge stellte er das Festivalprogramm am Donnerstag (2. Juli) im Rosenheimer Glückshafen vor. Seit Jahrzehnten ist Hilz in der internationalen Straßenkunstszene zu Hause und organisiert auch das Straßenkunstfestival in Landshut, das nach seinen Angaben zu den größten Festivals dieser Art in Europa zählt.

Straßenkunst als Ort der Begegnung

Für Martin Hilz ist Straßenkunst weit mehr als Unterhaltung. Sie schaffe Begegnungen zwischen Menschen, die sich sonst nie begegnet wären, sagt er. „Dabei geht es auch viel um Miteinander. Da kommen auch mal Menschen ins Gespräch, die sich eigentlich gar nicht kennen“, erklärte er.

Ebenso wichtig ist ihm der soziale Aspekt: Weil alle Vorstellungen kostenlos sind, könnten auch Familien und Menschen mit kleinerem Geldbeutel hochwertige Straßenkunst erleben. „Dadurch kommen auch Menschen in den Genuss von Kunst, die dazu ansonsten keine Chance haben“, so Hilz.  Auch für die Künstler selbst sei das Festival besonders. Die direkte Nähe zum Publikum, ohne Bühne und Distanz, mache jede Vorstellung einzigartig.

Für Rosenheim sieht Hilz noch Entwicklungspotenzial. „Ich sehe für Rosenheim noch viel Luft nach oben“, sagte er. Die Entwicklung gehe aber klar in die richtige Richtung.

Künstler aus aller Welt in Rosenheim

Um das Programm zusammenzustellen, ist Martin Hilz das ganze Jahr über international unterwegs. „Ich bin auf der ganzen Welt auf der Suche nach den besten Straßenkünstlern und habe mittlerweile ein sehr gutes Netzwerk“, erzählt er.
Das Ergebnis ist ein hochkarätiges Line-up: Neben Mat Ricardo kommt unter anderem der schottische Musiker Adam Kadabra nach Rosenheim, der bereits bei internationalen Großevents wie der Formel 1 in Bahrain aufgetreten ist. Mit Mekks ist zudem ein Künstler mit Rosenheimer Wurzeln dabei, der heute zu den bekanntesten Straßenzauberern Deutschlands zählt.

Spektakel heuer auch am Abend

Neu ist in diesem Jahr das „Spektakel Nightlife“. An zwei Abenden geht das Festivalprogramm in der Innenstadt weiter: Am Freitag (24. Juli) spielen Surfin‘ Claire and The Whisky Rockers von 22 bis 23 Uhr bei der Fischbraterei Bierbichler in der Heilig-Geist-Straße. Am Samstag (25. Juli) tritt zur gleichen Zeit Adam Kadabra beim Gasthof Stockhammer am Max-Josefs-Platz auf.

Gespielt wird an sieben Orten in der Rosenheimer Innenstadt, darunter Ludwigsplatz, Max-Josefs-Platz, Mittertor, Ölberg, Heilig-Geist-Straße und Salzstadel. Die Künstler wechseln regelmäßig zwischen den Spielorten, sodass sich für die Besucher immer neue Programmkombinationen ergeben.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Fotomontage: Josef Staudhammer)

„Aktion 9.09“ in Prien am Chiemsee: Kunstprojekt macht auf Gewalt gegen Frauen aufmerksam

„Aktion 9.09“ in Prien am Chiemsee: Kunstprojekt macht auf Gewalt gegen Frauen aufmerksam

Prien / Landkreis Rosenheim – Von Dienstag, 4. bis Mittwoch, 12. August, findet im Innenhof der Franziska-Hager-Mittelschule die Kunstperformance „Aktion 9.09“ statt. Das Projekt setzt sich künstlerisch mit dem Thema Gewalt gegen Frauen auseinander. Den Abschluss bildet ein Konzert am Freitag, 21. August, um 21 Uhr. Bei schlechter Witterung wird die Veranstaltung in den Chiemsee Saal in der Alten Rathausstraße 11 verlegt.

Im Mittelpunkt der Aktion steht der maskierte Pianist „Stranger“, der anonym auftritt. Besucher begegnen dem Künstler in einem eigens gestalteten Cube jeweils für neun Minuten und neun Sekunden. Während dieser Zeit spielt der Pianist eine Melodie, die ohne Worte und ausschließlich über Blickkontakt begleitet wird. Aus den musikalischen Begegnungen der neun Aktionstage entsteht ein Werk, das beim Abschlusskonzert aufgeführt wird.
Nach Angaben der Veranstalter steht die symbolische Dauer von neun Minuten und neun Sekunden für die Häufigkeit von Gewalt gegen Frauen. Das Projekt versteht sich als Beitrag zur Sensibilisierung für das Thema und steht im Zusammenhang mit der UN-Kampagne „Orange the World“.

Der Cube ist vom 4. bis 11. August jeweils von 14 bis 23 Uhr sowie am 12. August von 14 bis 19 Uhr geöffnet. Das Abschlusskonzert am 21. August findet auf Spendenbasis statt.
Vorab kann man einen Begegnungsslot unter www.eventbrite.com/e/der-alteste-krieg-der-welt-aktion-909-am-04-12aug26-registration-1339508318439?aff=oddtdtcreator&keep_tld=true buchen.
(Quelle: Pressemitteilung Markt Prien am Chiemsee / Beitragsbild: Copyright Isabel Neyses und Manuel Hollenbach)

Waldbaden in Prien: Achtsamkeit und Naturerlebnis

Waldbaden in Prien: Achtsamkeit und Naturerlebnis

Prien / Landkreis Rosenheim – Am Samstag, 25. Juli, lädt Kursleiterin Andrea Stephan zu einer geführten Waldbaden-Veranstaltung in Prien am Chiemsee ein. Während des rund zweieinhalbstündigen Aufenthalts im Wald stehen bewusstes Naturerleben sowie Atem-, Achtsamkeits- und Körperübungen im Mittelpunkt.

Treffpunkt ist um 10 Uhr neben dem Gästehaus Schwarz, Am Roseneck 30. Parkmöglichkeiten stehen in Seenähe zur Verfügung.
Die Teilnahme kostet 25 Euro pro Person, mit Gästekarte beziehungsweise für Einheimische 23 Euro. Eine Anmeldung ist über das Tourismusbüro Prien erforderlich und auch online möglich.

Weitere Termine werden am 29. August sowie am 10. Oktober 2026 angeboten. Darüber hinaus können auf Anfrage individuelle Waldbaden-Angebote für Teambuildings, Teamevents oder Retreats gebucht werden.
(Quelle: Pressemitteilung Markt Prien am Chiemsee / Beitragsbild: Copyright Markt Prien a. Chiemsee)

Straßennamen in Rosenheim: Ahornweg

Straßennamen in Rosenheim: Ahornweg

Rosenheim – Warum heißt der Ahornweg eigentlich Ahornweg? In unserer Serie „Straßennamen in Rosenheim“ geht es jeden Donnerstag um Namen im Stadtgebiet, die man im Alltag oft übersieht, die aber kleine Geschichten erzählen. Diesmal führt der Blick in den Ahornweg – eine unscheinbare Straße, deren Name Teil eines größeren Musters in Rosenheim ist.

Die kurze Antwort auf die Eingangsfrage: Der Name hat nichts Historisches oder Politisches im Hintergrund. Der Ahornweg ist natürlich nach dem Baum benannt – dem Ahorn.

Der Ahorn gehört zu den bekanntesten Laubbäumen in Mitteleuropa. Besonders im Herbst fällt er durch seine gelb bis rötlich gefärbten Blätter auf. Auch in Bayern ist er weit verbreitet und prägt sowohl Wälder als auch Parks und Straßenränder. Mit seiner charakteristischen Blattform ist er leicht wiederzuerkennen – selbst dann, wenn man ihn nicht sofort beim Namen nennt.

25 botanische Straßennamen in Rosenheim

Der Ahornweg steht dabei nicht allein. Rosenheim zählt insgesamt 25 botanische Straßennamen. Besonders häufig finden sich solche Namen in der Kastenau. Dort liegen unter anderem der Buchen-, Eichen-, Fichten- und Ulmenweg. Die Idee dahinter ist einfach: Naturthemen sollen sich auch im Stadtbild widerspiegeln und für eine ruhige, einheitliche Benennung sorgen.

Gerade in Wohngebieten greifen Städte immer wieder auf solche Namensgruppen zurück. Das erleichtert nicht nur die Orientierung im Stadtplan, sondern schafft auch kleine thematische Viertel, die sich in der Benennung wiederfinden.

So wirkt der Ahornweg auf den ersten Blick schlicht – ist aber Teil eines ganzen „Baum-Systems“ im Rosenheimer Stadtgebiet.
Und vielleicht fällt beim nächsten Gang durch die Straße doch kurz der Blick auf einen Ahornbaum – oder zumindest auf seinen Namen.
(Quelle: Artikel Karin Wunsam / Beitragsbild: ai generiert)

Junger Bartgeier Alosa verlässt Auswilderungsnische früher als erwartet

Junger Bartgeier Alosa verlässt Auswilderungsnische früher als erwartet

Berchtesgaden – Der erst vor wenigen Tagen ausgewilderte junge Bartgeier „Alosa“ hat im Nationalpark Berchtesgaden für eine ungewöhnlich frühe Entwicklung im laufenden Projekt gesorgt. Der Jungvogel verließ die gesicherte Felsnische bereits nach kurzer Zeit und erkundet seitdem die Umgebung.

Früher Abflug überrascht Projektteam

Alosa wurde am 24. Juni gemeinsam vom Landesbund für Vogel- und Naturschutz (LBV) und dem Nationalpark Berchtesgaden in rund 1.300 Metern Höhe ausgewildert. Bereits nach zwei Tagen verließ der Junggeier die geschützte Auswilderungsnische – deutlich früher als üblich.

Nach Angaben des Projektteams zeige sich der Vogel derzeit stabil und habe bereits Nahrung aufgenommen. Allerdings fehle ihm noch Erfahrung, etwa beim gezielten Anfliegen von Futterstellen. Auch die schwierigen Thermikbedingungen erschwerten derzeit die Orientierung in der Umgebung. Der Vogel werde deshalb engmaschig beobachtet.

Ungewöhnliches Verhalten schon seit Beginn

Laut Projektteam zeigte sich Alosa bereits bei der Vorbereitung und Auswilderung auffällig aktiv. Auch nach dem Verlassen der Nische erkundete der Junggeier zunächst das unmittelbare Umfeld und bewegte sich zeitweise außerhalb des gesicherten Bereichs.
Nach einer Rückführung in die Nische und zusätzlichen Sicherungsmaßnahmen nutzte Alosa kurze Zeit später eine günstige Gelegenheit und flog schließlich in eine nahegelegene Steilwand ab. Dort wird der Junggeier seither weiter beobachtet.

Normalerweise bleiben junge Bartgeier nach der Auswilderung mehrere Wochen in der geschützten Nische, um ihre Flugmuskulatur aufzubauen und erste Flugversuche vorzubereiten.
Das Projekt zur Wiederansiedlung des Bartgeiers wird in diesem Jahr unter anderem vom Bayerischen Naturschutzfonds unterstützt.
(Quelle: LBV / Nationalpark Berchtesgaden / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Beziehungsstreit am Münchner Ostbahnhof eskaliert

Beziehungsstreit am Münchner Ostbahnhof eskaliert

München – Ein Streit zwischen einem jungen Paar ist am Mittwochabend (1.7.2026) im Münchner Ostbahnhof eskaliert. Eine 19-Jährige soll ihren Partner mit einer Plastikflasche attackiert und ihn anschließend am Weggehen gehindert haben.

Gegen 20.30 Uhr wurde die Bundespolizei über eine Auseinandersetzung in einem Schnellimbiss im Ostbahnhof informiert. Vor Ort trafen die Einsatzkräfte auf eine 19-jährige Frau aus München und ihren 22-jährigen Partner.
Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei geriet das Paar aus bislang ungeklärter Ursache in einen Streit. Im Verlauf der Auseinandersetzung soll die 19-Jährige ihrem Partner eine gefüllte Plastikflasche gegen den Kopf geworfen haben. Zudem soll sie ihn festgehalten sowie geschlagen und getreten haben, sodass er sich nicht entfernen konnte.
Der 22-Jährige blieb nach bisherigen Erkenntnissen unverletzt und benötigte keine medizinische Versorgung. Ein Atemalkoholtest bei der 19-Jährigen ergab keine Hinweise auf Alkoholkonsum. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden beide Beteiligten vor Ort entlassen.

Die Bundespolizei ermittelt gegen die 19-Jährige wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung und Nötigung. Zudem werden Videoaufzeichnungen des Tatorts ausgewertet. Die Frau war bereits zuvor polizeilich wegen Gewaltdelikten in Erscheinung getreten.
(Quelle: Pressemitteilung Bundespolizeiinspektion München / Beitragsbild: Symbolfoto Bundespolizei)

Historischer Dachstuhl im Finanzamt Ebersberg aufwendig saniert

Historischer Dachstuhl im Finanzamt Ebersberg aufwendig saniert

Ebersberg – Der historische Dachstuhl im Finanzamt Ebersberg ist umfassend saniert und dauerhaft gesichert worden. Die Arbeiten sind abgeschlossen und schaffen die Grundlage für den geplanten Ausbau des Dachgeschosses.

Unerwartet großer Sanierungsbedarf

Ursprünglich waren die Maßnahmen als kleinere Sanierung im Zuge des Dachgeschossausbaus vorgesehen. Bei der vollständigen Öffnung des Dachstuhls zeigte sich jedoch, dass die Schäden deutlich umfangreicher waren als erwartet. Ohne zusätzliche Verstärkungen und Reparaturen hätte die historische Konstruktion nicht erhalten werden können. In Abstimmung mit dem Landesamt für Denkmalpflege wurde deshalb eine umfassende Sanierung umgesetzt.

Dabei wurden spätere Einbauten im Dachstuhl zurückgebaut und die beschädigte Konstruktion instand gesetzt. Fehlende Bauteile wurden ersetzt, um die Stabilität dauerhaft zu sichern. Auch die Dachgauben mussten aufgrund ihres schlechten Zustands erneuert und teilweise ergänzt werden, um ein einheitliches Erscheinungsbild herzustellen.

Fassadenarbeiten und moderne Technik im Bestand

Im weiteren Verlauf wurden Fassade und Dach äußerlich überarbeitet. Fenster und Fensterläden wurden instand gesetzt und neu gestrichen, Putzflächen ausgebessert. Die Farbgestaltung orientiert sich an historischen Befunden, die durch sogenannte Sondagen freigelegt wurden. Die Dacheindeckung erfolgte mit Biberschwanzziegeln entsprechend dem historischen Bestand.

Zusätzlich wurden energetische Verbesserungen umgesetzt, darunter eine Dämmschicht im Dachbereich sowie neue Fenster. Ein Aufzug sorgt künftig für eine barrierefreie Erschließung aller Geschosse. Der laufende Betrieb des Finanzamts war während der Arbeiten weitgehend nicht beeinträchtigt.

Vorbereitung für neue Nutzung

Mit Abschluss der Sanierung ist der Dachstuhl gesichert und das Dachgeschoss für die künftige Nutzung vorbereitet. Geplant sind dort zusätzliche Arbeitsplätze sowie ein Besprechungs- und Aufenthaltsraum für die Beschäftigten.
Das Gebäude am Schlossplatz ist Teil des historisch gewachsenen Klosterbezirks Ebersberg, dessen Ursprünge bis ins 9. Jahrhundert zurückreichen. Der heutige Bau wurde nach einem Brand im Jahr 1781 wiedererrichtet.
(Quelle: Pressemitteilung Staatliches Bauamt Rosenheim / Beitragsbild: Fotomontage Staatliches Bauamt Rosenheim)

BMW-Treffen in Kammer mit rund 400 Fahrzeugen

BMW-Treffen in Kammer mit rund 400 Fahrzeugen

Kammer / Traunstein – Chrom, Klassiker und moderne Sportwagen: Das BMW-Treffen am Gasthaus zur Post in Kammer geht am Samstag, 4. Juli, in eine neue Runde. Ab 10 Uhr wird das Gelände erneut zum Treffpunkt für Fans der Münchner Traditionsmarke.

Die Organisatoren Anja Mayer-Helmberger und Matthias Mayer erwarten in diesem Jahr rund 300 bis 400 Fahrzeuge und Motorräder. Besitzer von BMW-Fahrzeugen sind eingeladen, ihre Fahrzeuge ohne Anmeldung zu präsentieren. Unterstützt werden sie dabei vom Jugendstammtisch und zahlreichen Helfern.

Das Treffen hat sich in der Szene längst über die Region hinaus einen Namen gemacht. Auch in diesem Jahr werden Teilnehmer aus Österreich und verschiedenen Teilen Bayerns erwartet, erstmals auch aus Neu-Ulm.
Für Atmosphäre sorgt der Biergarten des Gasthauses zur Post an der Pallinger Straße, begleitet von Blasmusik. Hauptsponsor ist die MOTORHEIMAT Wagner-Schwarz, die mit einem eigenen Stand vertreten ist.

Neben der Fahrzeugausstellung gibt es ein Rahmenprogramm mit Maßkrugschieben, Bierkistenstapeln und Tombola. Auch eine Hüpfburg für Kinder ist wieder vorgesehen.
Das Treffen dauert den ganzen Tag und klingt am Nachmittag in geselliger Runde aus.
(Quelle: Artikel: Hubert Hobmaier / Beitragsbild: Hubert Hobmaier)

Pkw prallt nach Unfall mit Gülleanhänger gegen Kuhstall

Pkw prallt nach Unfall mit Gülleanhänger gegen Kuhstall

Vogtareuth / Landkreis Rosenheim – Ein technischer Defekt an einem Gülleanhänger hat am Mittwochmittag (1.7.2026) auf der St2359 bei Vogtareuth zu einem Unfall geführt. Ein Autofahrer wurde dabei verletzt, sein Wagen prallte anschließend gegen eine Stallwand.

Gegen 12.44 Uhr war ein 35-jähriger Mann aus Stephanskirchen mit seinem Pkw auf der Staatsstraße in Richtung Süden unterwegs. In der Gegenrichtung fuhr ein 35-jähriger Landwirt aus Vogtareuth mit einem Traktor und einem Gülleanhänger.
Auf Höhe Tödtenberg löste sich am Anhänger aus bislang ungeklärter Ursache das Schleppschlauchgestänge auf der linken Seite und ragte in den Gegenverkehr. Der Autofahrer konnte nicht mehr ausweichen und stieß frontal mit dem Gestänge zusammen. In der Folge verlor er die Kontrolle über sein Fahrzeug, kam von der Fahrbahn ab und prallte wenige Meter später gegen die Wand eines Kuhstalls.

Der 35-Jährige wurde verletzt und vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht. Der Traktorfahrer blieb unverletzt.

Am Pkw entstand Totalschaden, auch der Gülleanhänger wurde stark beschädigt und ist nicht mehr einsatzbereit. Zudem wurde die Stallwand beschädigt. Der Gesamtschaden wird auf rund 25.000 Euro geschätzt. Das Auto musste abgeschleppt werden. Die Polizei ermittelt zur genauen Ursache des technischen Defekts.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Malteser Rosenheim verstärken Katastrophenschutz mit neuen Ehrenamtlichen

Malteser Rosenheim verstärken Katastrophenschutz mit neuen Ehrenamtlichen

Rosenheim – Der Katastrophen- und Bevölkerungsschutz der Malteser in Rosenheim hat Verstärkung bekommen. Zwölf Ehrenamtliche haben nach rund einem halben Jahr ihre Grundausbildung erfolgreich abgeschlossen und stehen künftig für Einsätze in den Schnelleinsatzgruppen bereit.

Die neuen Helfer sollen in den kommenden Monaten gezielt in verschiedenen Fachbereichen weiter ausgebildet werden. Dazu gehören unter anderem Technik und Sicherheit, Betreuung, Verpflegung, Behandlung und Transport.
Ziel der Ausbildung ist es, die Einsatzkräfte bestmöglich auf unterschiedliche Schadenslagen vorzubereiten – etwa bei Unwettern, längeren Stromausfällen oder größeren Unglücken.

Einsatzkräfte für verschiedene Aufgabenbereiche

Während der Grundausbildung erhielten die Teilnehmer nach Angaben der Malteser sowohl theoretische als auch praktische Inhalte. Unter Leitung von Andy Lukas, Gruppenführer der Schnelleinsatzgruppe Transport, wurden sie von Beginn an in die aktive Helferschaft eingebunden.
Die neuen Ehrenamtlichen verstärken künftig die Schnelleinsatzgruppen wie folgt: SEG Technik und Sicherheit mit drei Helfern, SEG Betreuung mit einem Helfer, SEG Verpflegung mit einer Helferin, SEG Behandlung mit vier Helfern sowie SEG Transport mit drei Helfern.

Nach Angaben der Malteser zeigen sich Stadt- und Kreisbeauftragter Manfred Gebert sowie der Leiter Einsatzdienste Kevin Braun erfreut über den Zuwachs. Der Ausbau der Helferstruktur sei wichtig, um im Einsatzfall schnell reagieren zu können – etwa bei der Betreuung Betroffener oder der Unterstützung des Rettungsdienstes.

Ehrenamt weiterhin gefragt

Andy Lukas betonte, dass jederzeit weitere Interessierte willkommen seien. Die Einsatzmöglichkeiten im Katastrophen- und Bevölkerungsschutz seien vielfältig und eigneten sich auch für Menschen ohne Vorerfahrung. Für jede Person könne ein passendes Ausbildungsprogramm zusammengestellt werden, so Lukas. Ein Engagement sei zudem auch nach dem Berufsleben möglich.

Weitere Informationen gibt es unter www.malteser-rosenheim.de oder telefonisch unter 08031/809570.
(Quelle: Pressemitteilung Malteser Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Gericht stoppt vorerst Bauarbeiten am Fellhorn-Sessellift

Gericht stoppt vorerst Bauarbeiten am Fellhorn-Sessellift

Oberstdorf / Landkreis Oberallgäu – Die Bauarbeiten für den geplanten Neubau eines Sessellifts am Fellhorn müssen vorerst ruhen. Das Verwaltungsgericht Augsburg hat den Sofortvollzug der Genehmigung aufgehoben. Geklagt hatte der Landesbund für Vogel- und Naturschutz (LBV).

Nach Angaben des LBV bestätigt das Gericht in seiner Eilentscheidung erhebliche rechtliche Zweifel an dem Vorhaben. Ob der Bau letztlich zulässig ist, wird allerdings erst im Hauptsacheverfahren entschieden. Mit dem Beschluss dürfen die Bauarbeiten zunächst nicht fortgesetzt werden.

LBV sieht sich in Kritik bestätigt

LBV-Geschäftsführer Helmut Beran erklärte, das Gericht bestätige die Kritik des Verbandes, wonach der Verzicht auf eine Umweltverträglichkeitsprüfung für das Bauprojekt rechtlich angreifbar sei und möglicherweise gegen europäisches Recht verstoße. Der Beschluss sei aus Sicht des Verbandes ein deutliches Signal, auch wenn die endgültige Entscheidung noch ausstehe.

Mit dem 3. Modernisierungsgesetz habe Bayern  die Anforderungen an Umweltprüfungen beim Bau von Seilbahnen  deutlich gesenkt. Beran kritisierte, dass Eingriffe in sensible Naturräume dadurch nicht mehr in allen Fällen umfassend geprüft würden. Nach Auffassung des Verbandes zeige der aktuelle Gerichtsbeschluss, dass diese Regelung rechtlich fragwürdig sein könnte.

Forderung nach Baustopp bis zur Entscheidung

Der LBV fordert die Fellhornbahn AG auf, sämtliche Bauarbeiten – einschließlich des Neubaus von Pisten – bis zur Entscheidung im Hauptsacheverfahren einzustellen. Zur Begründung verweist der Verband darauf, dass bis zur endgültigen gerichtlichen Klärung keine weiteren Eingriffe erfolgen sollten.

Nach Angaben des LBV betreffen die geplanten Baumaßnahmen den Bereich Scheidtobel. Dieser liegt teilweise im Naturschutzgebiet Allgäuer Hochalpen sowie in einem FFH-Gebiet und einem europäischen Vogelschutzgebiet. Das Gebiet dient unter anderem dem Schutz des in Bayern vom Aussterben bedrohten Birkhuhns und zählt nach Angaben des Verbandes zu dessen letzten Rückzugsräumen im Freistaat.
(Quelle: Pressemitteilung Landesbund für Vogel- und Naturschutz (LBV) / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Aufmerksame Kundin vereitelt Ladendiebstahl in Hausham

Aufmerksame Kundin vereitelt Ladendiebstahl in Hausham

Hausham / Landkreis Miesbach – Der Diebstahl von Waren im Wert von knapp 500 Euro aus einem Discounter in Hausham ist am Dienstagnachmittag (30.7.2026) an einer aufmerksamen Kundin gescheitert. Zwei Tatverdächtige sitzen inzwischen in Untersuchungshaft. Die Polizei sucht nun die wichtige Zeugin.

Gegen 16.50 Uhr füllten nach Angaben der Polizei zwei Männer in einem Discounter in der Industriestraße einen Einkaufswagen bis über den Rand mit Waren. Anschließend verließ einer der beiden den Markt und öffnete von außen die Eingangstür. Der zweite Mann schob den voll beladenen Einkaufswagen daraufhin aus dem Geschäft.
Eine Kundin bemerkte den Vorfall und informierte eine Mitarbeiterin des Discounters. Diese traf die beiden Männer wenig später zusammen mit einem dritten Mann an dessen Fahrzeug an und sprach sie an.

Zwei Tatverdächtige in Untersuchungshaft

Alarmierte Streifen der Polizeiinspektionen Miesbach und Bad Wiessee nahmen die drei rumänischen Staatsangehörigen im Alter von zweimal 25 Jahren und 19 Jahren vorläufig fest.
Da das Diebesgut einen Wert von knapp 500 Euro hatte und keiner der drei Männer einen festen Wohnsitz in Deutschland besitzt, ordnete die Staatsanwaltschaft München II unter dem Verdacht des banden- und gewerbsmäßigen Diebstahls die Vorführung beim Haftrichter an.

Dieser erließ am Mittwoch (1.7.2026) gegen die beiden 25-jährigen Tatverdächtigen Untersuchungshaftbefehle. Beide wurden in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. Gegen den 19-Jährigen bestand nach weiteren Ermittlungen kein dringender Tatverdacht mehr. Er blieb deshalb von der Untersuchungshaft verschont.

Polizei sucht wichtige Zeugin

Die Kundin, die den Diebstahl bemerkt und damit maßgeblich zur Aufklärung beigetragen hatte, verließ den Ort noch vor dem Eintreffen der Polizei.
Die Polizeiinspektion Miesbach bittet die Frau, sich unter der Telefonnummer 08025/2990 zu melden.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Miesbach / Beitragsbild: Symbolfoto Polizeipräsidium Oberbayern Süd)