Bergwaldbrand bei Oberwössen: Lage am Freitagmorgen stabil

Bergwaldbrand bei Oberwössen: Lage am Freitagmorgen stabil

Oberwössen / Landkreis Traunstein – Beim Bergwaldbrand in Oberwössen  (Landkreis Traunstein) im Bereich der Hochwand nahe der Lackenbergwand hat sich die Lage in der Nacht zum Freitag (31.7.2026) vorsichtig positiv entwickelt. Nach Angaben des Landratsamts Traunstein wurde keine nennenswerte Ausbreitung des Feuers festgestellt. Der Katastrophenfall besteht jedoch weiterhin.

Bis zum Einbruch der Dunkelheit waren die Einsatzkräfte am Donnerstag intensiv aus der Luft und am Boden im Einsatz. Mit Beginn der Nacht wurde der Flugbetrieb planmäßig eingestellt und die Zahl der Feuerwehrkräfte im Brandgebiet reduziert. In der Nacht wurden vereinzelt kleinere Glut- und Brandstellen entdeckt. Diese konnten nach Angaben der Einsatzleitung schnell gelöscht werden. Ein größeres Wiederaufflammen des Feuers blieb aus.

Hier geht es zum Erstartikel mit Fotos: 
Rund 300 Einsatzkräfte im Einsatz

Die Löscharbeiten sind am Freitagmorgen planmäßig wieder angelaufen. Im Laufe des Tages werden rund 300 Einsatzkräfte im Einsatz sein. Seit den frühen Morgenstunden unterstützen drei Hubschrauber aus Österreich sowie zwei Hubschrauber der Bayerischen Polizei die Brandbekämpfung aus der Luft. Im Laufe des Vormittags soll ein weiterer Polizeihubschrauber hinzukommen.
Parallel dazu werden die Nachlöscharbeiten am Boden ausgeweitet. Bereits am Donnerstag konnten erste Bodentrupps mit handgeführten Strahlrohren und spezieller Ausrüstung zur Vegetationsbrandbekämpfung in das steile Gelände vordringen. Unterstützt werden sie von alpinen Bergführern der Bergwacht Bayern sowie der Alpinen Einsatzgruppe der Bayerischen Polizei, die die Einsatzkräfte in dem schwierigen Gelände absichern. „Die Entwicklung während der Nacht ist erfreulich. Die Lage bleibt dennoch anspruchsvoll“, erklärt der Örtliche Einsatzleiter, Kreisbrandrat Christof Grundner. „Unser Ziel ist es, die Situation heute weiter zu stabilisieren und die verbliebenen Glutnester konsequent abzulöschen.“

Keine Gefahr für die Bevölkerung

Nach aktuellem Stand besteht weiterhin keine Gefahr für die Bevölkerung. Die Rauchentwicklung wird laufend beobachtet. Die Gefahreninformation über das Modulare Warnsystem (MoWaS) wurde auf den Bereich des Achentals begrenzt und wird abhängig von Wetterlage und Rauchausbreitung regelmäßig überprüft.
Lokal kann es weiterhin zu Geruchsbelästigungen durch Brandrauch kommen. Eine gesundheitliche Gefährdung der Bevölkerung besteht nach derzeitigem Kenntnisstand nicht.

Die Bundesstraße B305 bleibt bis auf Weiteres für den allgemeinen Verkehr gesperrt. Außerdem gelten die Betretungs- und Befahrungsverbote für den Bereich der Lackenbergwand sowie rund um den Wössener See weiterhin. Die Einsatzleitung bittet die Bevölkerung, den Bereich weiträumig zu meiden und die Zufahrtswege für die Rettungskräfte freizuhalten.

Am Donnerstagabend verletzte sich zudem ein Feuerwehrmann bei den anspruchsvollen Löscharbeiten im steilen Gelände leicht am Sprunggelenk. Eine Behandlung durch den Rettungsdienst war nicht erforderlich.
(Quelle: Artikel: Hubert Hobmaier / Beitragsbild: Copyright Wolfgang Gasser- Kreisfeuerwehrverband Traunstein)

Dreijähriges Mädchen stirbt nach Unfall in Swimmingpool

Dreijähriges Mädchen stirbt nach Unfall in Swimmingpool

Laufen / Landkreis Berchtesgadener Land – Ein tragischer Unfall hat sich am Donnerstagnachmittag (30.7.2026) in Laufen (Landkreis Berchtesgadener Land) ereignet. Ein dreijähriges Mädchen wurde aus einem Swimmingpool auf einem Privatgrundstück geborgen. Trotz sofort eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen und schneller medizinischer Hilfe starb das Kind später im Krankenhaus.

Nach Angaben des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd ging gegen 17.40 Uhr über die Integrierte Leitstelle Traunstein die Meldung ein, dass ein Kleinkind in einen Pool gefallen sei und nicht mehr atme. Die Mutter begann umgehend mit Reanimationsmaßnahmen. Diese wurden nach dem Eintreffen durch den Notarzt fortgeführt. Das Mädchen wurde anschließend mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht. Dort erlag es in der Nacht seinen Verletzungen.

Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen, um die genauen Umstände des Unglücks zu klären. Die ersten Maßnahmen erfolgten durch die Polizeiinspektion Freilassing. Der Kriminaldauerdienst der Kriminalpolizeiinspektion Traunstein übernahm noch vor Ort die Ermittlungen. Diese werden unter der Sachleitung der Staatsanwaltschaft Traunstein vom zuständigen Fachkommissariat 1 der Kriminalpolizei Traunstein fortgeführt.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd / Beitragsbild: Symbolfoto Polizeipräsidium Süd)

Radfahrerin beim Abbiegen erfasst

Radfahrerin beim Abbiegen erfasst

Rosenheim – Beim Abbiegen in eine Grundstückseinfahrt kam es am Donnerstag (30.7.2026)) in Rosenheim zu einem Unfall zwischen einem Pkw und einer Radfahrerin. Die 36-Jährige wurde dabei schwer verletzt.

Nach Angaben der Polizeiinspektion Rosenheim war ein 57-jähriger Deutscher aus Rosenheim gegen 8 Uhr mit seinem Pkw auf der Äußeren Münchener Straße in Richtung Kolbermoor unterwegs. Gleichzeitig fuhr eine 36-jährige afghanische Staatsangehörige aus Rosenheim mit ihrem Fahrrad auf dem parallel verlaufenden Gehweg in dieselbe Richtung.
Der Autofahrer wollte laut Polizei nach rechts in eine Grundstückseinfahrt einbiegen. Dabei kam es zum Zusammenstoß mit der Radfahrerin. Die rechte Fahrzeugfront des Pkw erfasste das Vorderrad des Fahrrads.

Die 36-Jährige zog sich schwere Verletzungen zu und wurde mit dem Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht. Der Pkw-Fahrer blieb unverletzt. Ein Sachschaden war nach Angaben der Polizei nicht ersichtlich.
Gegen den 57-Jährigen wurde ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Wasserwachthaus in Pietzing beschmiert

Wasserwachthaus in Pietzing beschmiert

Riedering / Landkreis Rosenheim – Unbekannte haben das Wasserwachthaus am Simssee (Landkreis Rosenheim) am Badeplatz Pietzing beschädigt. Die Polizei sucht nun nach Zeugen.

Nach bisherigen Erkenntnissen ereignete sich die Tat zwischen Mittwoch (29.7.2026), 20 Uhr, und Donnerstag (30. Juli 2026), 8 Uhr. Die bislang unbekannten Täter gelangten über die abgesperrte Terrasse zum Gebäude und beschmierten dort einen Fensterladen.
Die Polizei Rosenheim bittet Personen, die im genannten Zeitraum verdächtige Beobachtungen am Badeplatz Pietzing gemacht haben, sich unter der Telefonnummer 08031/200-2200 zu melden.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann)

Hohe Waldbrandgefahr: Was gilt in Rosenheim beim Grillen?

Hohe Waldbrandgefahr: Was gilt in Rosenheim beim Grillen?

Rosenheim – Die Waldbrandgefahr in der Region bleibt hoch. Nachdem der Landkreis Rosenheim am Donnerstag (30.7.2026) ein Verbot von Daxen- und Brauchtumsfeuern angekündigt hatte, zieht nun auch die Stadt Rosenheim nach. Grund ist die aktuell hohe Waldbrandgefahrenstufe 4 von 5, die laut Waldbrandindexkarte des Deutschen Wetterdienstes derzeit für Rosenheim gilt.

Doch was bedeutet das konkret für den Alltag? Darf man beispielsweise jetzt noch grillen? Diese Frage erreichte Innpuls.me von einem Leser. Wir haben deshalb bei der Stadt Rosenheim nachgefragt.
Die Antwort der Stadt: Ein generelles Grillverbot gibt es aktuell nicht. Grillen wird nicht als offenes Feuer gewertet, da ein Grill als begrenzte beziehungsweise „befriedete“ Feuerstelle gilt. Dennoch ist angesichts der hohen Waldbrandgefahr besondere Vorsicht geboten.

Daxen- und Brauchtumsfeuer bis auf Weiteres verboten

Das von der Stadt Rosenheim ausgesprochene Verbot betrifft Daxen- und Brauchtumsfeuer. Diese dürfen so lange nicht durchgeführt werden, bis die amtliche Gefahrenstufe wieder herabgesetzt wird.
Zusätzlich weist die Stadt darauf hin, dass offene Feuer in Wäldern grundsätzlich nicht erlaubt sind. Bei offenen Feuerstellen in Waldnähe muss ein Sicherheitsabstand von mindestens 100 Metern zum Wald eingehalten werden. Außerdem müssen offene Feuerstätten jederzeit unter Aufsicht stehen. Beim Verlassen der Feuerstelle müssen Feuer und Glut vollständig erloschen sein.

Vorsicht vor Funkenflug und heißen Fahrzeugteilen

Die Stadt Rosenheim bittet außerdem darum, kein Glas in Wäldern oder auf Freiflächen zurückzulassen. Durch den sogenannten Brennglaseffekt können Glasstücke bei entsprechender Sonneneinstrahlung einen Brand auslösen.
Auch die Zufahrtswege zu Wäldern sollen für Einsatzfahrzeuge freigehalten werden. Die Stadt bittet darum, ausschließlich ausgewiesene Parkflächen zu nutzen. Trockene Grasflächen können durch heiße Fahrzeugteile entzündet werden.
Die aktuelle Situation zeigt damit: Auch wenn Grillen nach Auskunft der Stadt Rosenheim derzeit nicht grundsätzlich verboten ist, bleibt ein besonders sorgfältiger Umgang mit Feuer und Glut wichtig.

Wetter könnte für Entspannung sorgen

Die aktuelle Waldbrandgefahr könnte sich mit Blick auf die Wetterprognosen allerdings schnell entspannen. Bereits für die Nacht sind Regenfälle angekündigt. Ob und in welchem Umfang dadurch die Gefahrenlage sinkt, hängt jedoch von der tatsächlichen Niederschlagsmenge ab. Bis die amtliche Gefahrenstufe wieder herabgesetzt wird, gelten die aktuellen Regelungen weiter.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Info: Pressemitteilung Stadt Rosenheim / Beitragsbild: Archiv Innpuls.me)

Innpuls-Tagebuch-Hinter den Schlagzeilen: Wenn plötzlich der Strom weg ist

Innpuls-Tagebuch-Hinter den Schlagzeilen: Wenn plötzlich der Strom weg ist

Rosenheim – Strom sieht man nicht, man hört ihn nicht, man riecht ihn nicht. Er ist einfach da. Immer und überall. Genau deshalb machen wir uns im Alltag kaum Gedanken darüber. Erst wenn plötzlich nichts mehr funktioniert, merken wir, wie viel unseres Lebens daran hängt. Der Stromausfall am Dienstag (28. Juli 2026) in Rosenheim und Teilen des Landkreises war zwar nach kurzer Zeit wieder vorbei. Doch die Minuten ohne Strom haben viele Menschen beschäftigt – auch uns.

Wenn Selbstverständlichkeiten plötzlich wegfallen

Die erste Reaktion ist in so einem Moment wohl bei den meisten Menschen gleich: Man versucht herauszufinden, was passiert ist. Gibt es eine Störung? Betrifft es nur das eigene Haus oder ein größeres Gebiet? Normalerweise ist das heute eine Frage von wenigen Sekunden. Nachrichten erreichen uns im Liveticker, Warnungen erscheinen auf dem Smartphone, Informationen sind jederzeit verfügbar.

Doch plötzlich war genau das nicht mehr selbstverständlich.

Auch wir bei Innpuls.me standen in diesem Moment vor einer ungewohnten Situation. Ausgerechnet wir, die normalerweise darüber informieren, was in Rosenheim passiert, hatten zunächst selbst kaum Möglichkeiten herauszufinden, was eigentlich los war. Strom weg, Internet eingeschränkt – und damit fehlte genau das Werkzeug, das heute für viele Dinge unverzichtbar geworden ist.

Dieses Gefühl, für einen Moment nicht zu wissen, was passiert, ist ungewohnt. Nicht unbedingt, weil sofort Angst entsteht. Aber weil wir es nicht mehr gewohnt sind, ohne schnelle Antworten dazustehen.

Natürlich zeigt sich bei einem Stromausfall sofort, wie abhängig viele Bereiche unseres Alltags von funktionierender Technik sind. Ampeln fallen aus, Fahrstühle bleiben stehen, Festnetzanschlüsse funktionieren nicht mehr und auch das Mobilfunknetz kann durch die vielen gleichzeitigen Anfragen schnell an seine Grenzen kommen. Selbst Warnsysteme, die in solchen Situationen eigentlich helfen sollen, funktionieren nur dann optimal, wenn die notwendigen Informationswege ebenfalls erreichbar sind. Viele Menschen in der Region berichteten, dass Warnmeldungen erst ankamen, als der Strom bereits wieder zurück war.

Bei uns war der Spuk nach rund 20 Minuten vorbei. Andere Bereiche im Landkreis waren länger betroffen. Ein großes Chaos blieb aus. Und vielleicht ist genau das auch wichtig festzuhalten: Ein Stromausfall bedeutet nicht automatisch Ausnahmezustand. Vieles funktionierte weiterhin, Menschen halfen sich und nach kurzer Zeit kehrte der Alltag zurück.

Zwischen Vorsorge und Verunsicherung

Trotzdem hat dieser kurze Vorfall eine Frage aufgeworfen, die uns in den Tagen danach auch von einigen Lesern beschäftigt hat: Was wäre eigentlich, wenn der Strom nicht nach 20 Minuten zurückkommt, sondern deutlich länger ausfällt?
Mit dieser Frage beschäftigt sich auch der Katastrophenschutz. Dabei geht es nicht darum, Panik zu verbreiten. Niemand kann vorhersagen, dass ein solches Szenario eintreten muss. Aber genauso wenig lässt sich ausschließen, dass technische Defekte, Extremwetter oder andere Ereignisse irgendwann einmal zu länger andauernden Ausfällen führen könnten.
Gerade beim Thema Vorsorge ist die richtige Balance wichtig. Einerseits möchte niemand Menschen unnötig verunsichern. Andererseits gehört es auch zu einer guten Vorbereitung, sich mit möglichen Problemen auseinanderzusetzen.

Schon vor einigen Jahren hatte die Stadt Rosenheim mit einem Informationsflyer zum Thema „Blackout – und dann?“ für Diskussionen gesorgt. Damals gab es viel Aufregung um die Frage, ob solche Informationen Angst machen oder sinnvoll sind. Im Kern ging es aber um genau diese Überlegung: Was tun, wenn Selbstverständlichkeiten plötzlich nicht mehr funktionieren?

Was am Ende wirklich zählt

Der Stromausfall am Dienstag hat für mich persönlich aber noch eine andere Erkenntnis gebracht. Denn bei aller Technik, bei aller Vorbereitung und bei allen Notfallplänen gibt es etwas, das mindestens genauso wichtig ist: das Miteinander.

Bei uns standen innerhalb weniger Minuten mehrere Nachbarn vor der Tür. Nicht, weil jemand eine Lösung hatte, sondern einfach aus dem Bedürfnis heraus, zu schauen: Wie ist die Lage bei den anderen? Gemeinsam wurde überlegt, bei wem das Handy noch funktionierte. Diejenigen, die noch Verbindung hatten, riefen andere Menschen an, um herauszufinden, wie es dort aussieht.
Und plötzlich war dieses unsichere Gefühl, das sich in den ersten Minuten eingestellt hatte, verschwunden. Man war nicht mehr allein mit der Situation. Gemeinsam wurde überlegt, gemeinsam wurde gelacht und mit einer guten Portion Humor auf die ungewöhnliche Situation geschaut.

Vielleicht ist genau das die wichtigste Erkenntnis aus diesem kurzen Stromausfall: Ja, unser Alltag hängt heute stark von Technik ab. Aber wenn Technik einmal nicht funktioniert, zeigt sich auch, wie wichtig etwas ganz Einfaches bleibt: Menschen, die füreinander da sind. Denn so selbstverständlich Strom für uns geworden ist – genauso selbstverständlich sollte auch das Miteinander bleiben.

Liebe Grüße aus der Redaktion

Karin

Kleine Fußgängerzone, Rosenheim, 1980er Jahre

Kleine Fußgängerzone, Rosenheim, 1980er Jahre

Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in die 1980er-Jahre. Auf der historischen Aufnahme zu sehen ist die kleine Fußgängerzone in Rosenheim – allerdings zu einer Zeit, als dort noch Autos, Lieferverkehr und Passanten gemeinsam den Straßenraum nutzten.

Das Bild zeigt einen Alltag, den sich viele heute kaum noch vorstellen können: Auf der Münchener Straße zwischen der heutigen König-Otto-Kreuzung und dem Bereich des ehemaligen Kaufhauses Karstadt rollte damals dichter Verkehr durch die Innenstadt. Gleichzeitig waren zahlreiche Menschen unterwegs, um in den Geschäften entlang der Straße einzukaufen.

Die Münchener Straße war schon damals eine der wichtigsten Einkaufsstraßen Rosenheims. Autos, Busse und Fußgänger mussten sich den begrenzten Platz teilen. Entsprechend lebhaft ging es in diesem Bereich der Innenstadt zu.

Der Weg zur Fußgängerzone

In den 1980er-Jahren begann Rosenheim damit, die Innenstadt schrittweise vom Autoverkehr zu entlasten und attraktiver für Fußgänger zu gestalten. Ein erster großer Schritt erfolgte 1984 mit der Umgestaltung zentraler Bereiche wie dem Max-Josefs-Platz.
Einige Jahre später folgte die Münchener Straße: Ab 1989 wurde der Abschnitt zwischen König-Otto-Kreuzung und dem damaligen Karstadt-Bereich zur sogenannten „kleinen Fußgängerzone“ umgebaut. Dafür wurden unter anderem neue Pflasterflächen geschaffen und die Straße neu gestaltet.

Anfang der 1990er-Jahre war die Umwandlung abgeschlossen. Seitdem gehört die Münchener Straße zum Fußgängerbereich der Rosenheimer Innenstadt.

Heute erinnert vor Ort kaum noch etwas daran, dass hier früher dichter Verkehr durch die Stadt rollte. Die historische Aufnahme zeigt damit nicht nur eine Straße, sondern auch den Wandel des Rosenheimer Stadtbildes.
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann / Bildtext: Karin Wunsam)

Risse im historischen Gewölbe: Baupause am ehemaligen Huber-Seiler

Risse im historischen Gewölbe: Baupause am ehemaligen Huber-Seiler

Rosenheim – Die historischen Laubengänge des ehemaligen Huber-Seiler-Gebäudes in der Kaiserstraße beschäftigen aktuell die Stadt. Nachdem an dem erhaltenen Gewölbebereich tiefe Risse entdeckt wurden, ruht die Baustelle derzeit. Ein Passant hatte die Schäden in der Nacht bemerkt und das Technische Hilfswerk verständigt, das zur schnellen Sicherung anrückte.

Abrissarbeiten an Huber-Seiler. Gut zu erkennen die Gurte, mit denen die Gewölbe gestützt werden. Foto: Josefa Staudhammer

Mit Gurten wurden die Gewölbe provisorisch gesichert. Darüber gut zu erkenne die tiefen Risse. Fotos: Josefa Staudhammer

Das ehemalige Geschäftshaus Huber-Seiler wird derzeit zurückgebaut, um Platz für das geplante Wohn- und Geschäftsgebäude „An der alten Seilerei“ zu schaffen. Von dem historischen Gebäude sind inzwischen weitgehend nur noch die denkmalgeschützten Laubengänge beziehungsweise Arkadenbereiche erhalten.
Genau dieser Bereich steht nun im Mittelpunkt der aktuellen Diskussion. Die historischen Gewölbe wurden nach den festgestellten Rissen kurzfristig mit Gurten gesichert und zusätzlich mit Holzbalken abgestützt.

Nächtliche Sicherung durch das THW

Zum aktuellen Stand informierte Oberbürgermeister Abuzar Erdogan in der jüngsten Stadtratssitzung am Mittwoch (29.7.2026. Anlass war eine Anfrage der Grünen-Stadträtin Brigitte Klein-Weigel.
Nach den Worten des Oberbürgermeisters hat ein Passant die Schäden in der Nacht bemerkt und daraufhin das THW verständigt. Die Einsatzkräfte sorgten anschließend für eine erste Sicherung des historischen Gewölbes.

Aktuell ruht die Baustelle. Statiker sollen sich vor Ort ein Bild von der Situation machen und prüfen, wie es mit den Arbeiten weitergehen kann.

„Diese Gewölbe sind ja quasi die DNA der Stadt“

Die historischen Laubengänge gehören zu den prägenden Elementen der Rosenheimer Innenstadt. Sie sind typisch für den Inn-Salzach-Stil, der auch in anderen Städten der Region wie Wasserburg am Inn, Burghausen oder Mühldorf zu finden ist. Brigitte Klein-Weigel betonte in der Stadtratssitzung die besondere Bedeutung der historischen Elemente: „Diese Gewölbe sind ja quasi die DNA der Stadt.“

Das Gebäude in der Kaiserstraße 3 ist als Baudenkmal in der Bayerischen Denkmalliste eingetragen. Besonders hervorgehoben werden dabei die historischen Erdgeschosslauben sowie die Fassadenstruktur. Der Denkmalschutz bedeutet dabei nicht, dass ein Gebäude grundsätzlich nicht verändert werden darf. Entscheidend ist, welche historischen Bestandteile geschützt sind und wie mit ihnen bei Veränderungen umgegangen wird.
Wie es mit den gesicherten Gewölbebereichen nun weitergeht, hängt zunächst von den Untersuchungen der Statiker ab.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Fotomontage Josefa Staudhammer)

Nach fast 39 Grad in der Innenstadt: Rosenheim erwartet kurze Abkühlung

Nach fast 39 Grad in der Innenstadt: Rosenheim erwartet kurze Abkühlung

Rosenheim – Der Donnerstag (30.7.2026) hat vor allem hitzeempfindlichen Menschen zugesetzt: Bei hochsommerlichen Temperaturen wurde es besonders in der Rosenheimer Innenstadt sehr  heiß. Unser Foto von der Wetterstation an der Alten Apotheke am Ludwigsplatz zeigt den Zeiger am Nachmittag knapp vor der 39-Grad-Marke.

In der dicht bebauten Innenstadt können sich die Temperaturen durch versiegelte Flächen und die fehlende Abkühlung zusätzlich erhöhen. Die offiziellen Höchstwerte lagen außerhalb der Innenstadt im Durchschnitt bei etwa 34 bis 36 Grad.
Eher ruhig zeigte sich die Innenstadt am Donnerstagnachmittag. Viele Menschen suchten Schattenplätze oder vermieden die größte Hitze. Besonders gefragt waren die schattigen Plätzchen. 

Hitzewarnung für Bayern – Abkühlung am Samstag in Sicht

Auch für den heutigen Freitag (31..7.2026 hat der Deutsche Wetterdienst erneut eine Hitzewarnung für Bayern herausgegeben. Die Temperaturen bleiben weiterhin hoch.
Eine kurze Erleichterung für alle, denen die Hitze zu schaffen macht, bringt voraussichtlich der morgige Samstag (1.8.2026). Laut aktuellen Wetterprognosen sollen die Temperaturen dann bei maximal rund 29 Grad liegen. Zudem besteht die Möglichkeit von Regen.
Bereits am Sonntag (2.8.2026) soll es aber wieder deutlich wärmer werden. Die aktuellen Wetterberichte erwarten erneut Temperaturen über 30 Grad.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Josefa Staudhammer)

Sommerferien starten: ADAC warnt vor Staus am Wochenende

Sommerferien starten: ADAC warnt vor Staus am Wochenende

Rosenheim / Region – Mit dem Ferienbeginn in Bayern und Baden-Württemberg erreicht die Sommerreisewelle ihren Höhepunkt. Der ADAC erwartet deshalb von Freitag (31. Juli) bis Sonntag (2. August) eines der staureichsten Wochenenden der gesamten Ferienzeit.

Besonders betroffen könnten auch die Verkehrswege rund um Rosenheim sein. Auf der A8 zwischen München und Salzburg sowie auf der A93 Richtung Tirol und Italien ist mit deutlich mehr Verkehr zu rechnen. Auch auf den österreichischen Transitstrecken wie der Inntalautobahn und der Brennerautobahn werden zahlreiche Urlauber unterwegs sein.

Der stärkste Reiseverkehr wird laut ADAC am Freitagnachmittag und Freitagabend sowie am Samstagvormittag erwartet. Am Sonntagnachmittag und -abend nimmt vor allem der Rückreiseverkehr wieder zu. Zusätzlich sorgen Tagesausflügler in Richtung Alpen, Seen und Ausflugsziele für volle Straßen.

Baustellen und Grenzkontrollen können zusätzlich bremsen

Deutschlandweit erschweren derzeit rund 1.000 Autobahnbaustellen die Fahrt. Auch auf wichtigen Reiserouten im benachbarten Ausland müssen Urlauber mit Verzögerungen rechnen. Auf der Brennerautobahn in Österreich sorgt weiterhin die Sanierung der Luegbrücke für Behinderungen.
Zusätzliche Einschränkungen gibt es am Samstag auf der Fernpassroute. Die Fernpassstraße (B179) wird zwischen 9:45 Uhr und 12 Uhr wegen einer Protestaktion gesperrt. Gleichzeitig bleibt auch das Hahntennjoch (L 246) geschlossen, um Ausweichverkehr zu verhindern.

Auch in der Schweiz und Italien rechnet der ADAC auf wichtigen Reiserouten mit längeren Wartezeiten. Bei der Einreise nach Deutschland können zudem aufgrund von Grenzkontrollen zusätzliche Verzögerungen entstehen.
Der ADAC empfiehlt Reisenden, ausreichend Zeit einzuplanen und sich vor Fahrtantritt über die aktuelle Verkehrslage zu informieren.
(Quelle: Pressemitteilung ADAC / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Sommerferien beginnen: Rund 1,8 Millionen Schüler in Bayern freuen sich auf sechs Wochen Ferien

Sommerferien beginnen: Rund 1,8 Millionen Schüler in Bayern freuen sich auf sechs Wochen Ferien

München / Bayern – Für rund 1,8 Millionen Schüler in Bayern beginnen am heutigen Freitag (31.7.2026) mit Unterrichtsschluss die Sommerferien. Gemeinsam mit Baden-Württemberg ist Bayern das letzte Bundesland, das in die sechswöchige Ferienzeit startet.

Mit der Ausgabe der Jahreszeugnisse endet zugleich das Schuljahr 2025/2026. Für viele Familien beginnen damit die Urlaubswochen, bevor Mitte September das neue Schuljahr startet.

Dank zum Schuljahresende

Zum Ferienbeginn richtete Kultusministerin Anna Stolz ihren Dank an Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, Eltern sowie alle weiteren Mitglieder der Schulfamilie. Wörtlich erklärte sie: „Alle Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Eltern können sehr stolz darauf sein, was sie in diesem Schuljahr alles gemeinsam geschafft haben. Ich wünsche nun allen erholsame und schöne Ferien! Mein herzlicher Dank richtet sich an alle Beteiligten, die sich in den vergangenen Monaten mit großem Engagement und viel Leidenschaft eingebracht haben. Kommen Sie jetzt zur Ruhe, tanken Sie viel neue Energie und genießen Sie die freien Tage!“

Das Bayerische Kultusministerium weist außerdem darauf hin, dass Schüler sowie Eltern bei Fragen zur Schullaufbahn oder bei persönlichen Sorgen Unterstützung erhalten können. Ansprechpartner sind unter anderem Lehrkräfte, Beratungslehrkräfte, Schulpsychologen sowie die Staatlichen Schulberatungsstellen.
(Quelle: Pressemitteilung Bayerisches Kultusminsiterium / Beitragsbild: Symbolfoto re)

MorgenINNPULS – Schon gewusst?

MorgenINNPULS – Schon gewusst?

Freitag, 31. Juli – Guten Morgen!

Wusstest Du, dass einige Schildkröten ihren Stoffwechsel stark verlangsamen können?
So überstehen sie lange Zeiten ohne Futter.
Energie sinnvoll einzuteilen ist entscheidend.

Vielleicht gehst Du heute bewusst mit Deinen Kräften um.

Wir wünschen Dir einen entspannten Start in den Tag! 🌞
(Quelle: Artikel Josefa Staudhammer / Beitragsbild: Josefa Staudhammer)