Bayerns Fleischerzeugnisse erneut rückläufig – besonders deutlicher Rückgang bei Rindfleisch

Bayerns Fleischerzeugnisse erneut rückläufig – besonders deutlicher Rückgang bei Rindfleisch

Fürth / Bayern – Im Freistaat ist im vergangenen Jahr weniger Fleisch produziert worden. Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik wurden 2025 rund 625.700 Tonnen Fleisch (ohne Geflügel) erzeugt. Das entspricht einem Rückgang von 3,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders stark fiel das Minus bei der Rindfleischerzeugung aus.

In die Statistik fließen sowohl die Produktion in gewerblichen Schlachtbetrieben als auch Hausschlachtungen ein. Insgesamt wurden 2025 rund 21.100 Tonnen weniger Fleisch erzeugt als noch ein Jahr zuvor.

Rindfleisch besonders stark betroffen

Die Erzeugung von Rindfleisch sank gegenüber 2024 um 5,4 Prozent auf rund 265.300 Tonnen. Damit entfielen weiterhin gut 42 Prozent der gesamten bayerischen Fleischerzeugung auf diese Kategorie.

Der regionale Schwerpunkt liegt nach Angaben des Landesamts in Oberbayern mit rund 111.100 Tonnen sowie in Schwaben mit etwa 73.500 Tonnen. Gemeinsam stammen damit knapp 70 Prozent der bayerischen Rindfleischproduktion aus diesen beiden Regierungsbezirken.

Parallel dazu ging auch die Zahl der geschlachteten Rinder zurück. Sie verringerte sich innerhalb eines Jahres um 6,3 Prozent auf rund 730.000 Tiere.

Schweinefleisch bleibt wichtigste Fleischart

Mit einem Anteil von 57,2 Prozent bleibt Schweinefleisch die bedeutendste Fleischart in Bayern. Die Produktion belief sich 2025 auf rund 358.000 Tonnen und lag damit 1,6 Prozent unter dem Vorjahreswert.
Für die Schweinefleischerzeugung wurden rund 3,7 Millionen Tiere geschlachtet. Das waren rund 85.000 Schweine beziehungsweise 2,2 Prozent weniger als im Jahr zuvor.
Regional konzentriert sich die Schweinefleischerzeugung vor allem auf Niederbayern, wo mehr als die Hälfte der bayerischen Produktion entsteht. Dahinter folgt Oberfranken.

Langfristiger Abwärtstrend setzt sich fort

Der Blick auf die vergangenen zehn Jahre zeigt nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik einen anhaltenden Rückgang der Fleischerzeugung. Während 2015 noch rund 810.000 Tonnen Fleisch produziert wurden, waren es 2025 nur noch 625.700 Tonnen. Das entspricht einem Minus von 22,7 Prozent.

Besonders deutlich fiel der Rückgang bei der Schweinefleischproduktion aus, die innerhalb eines Jahrzehnts um 26,7 Prozent zurückging. Die Rindfleischerzeugung verringerte sich im selben Zeitraum um 16,9 Prozent.
(Quelle: Pressemitteilung Bayerisches Landesamt für Statistik / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Rosenheim: Kinokulturwoche bringt neun Filmabende an den Salzstadel

Rosenheim: Kinokulturwoche bringt neun Filmabende an den Salzstadel

Rosenheim – Der Rosenheimer Salzstadel wird von Freitag, 24. Juli bis Samstag, 1. August, erneut zum Open-Air-Kino. Bei der 15. Kinokulturwoche werden neun Filme im klassischen 35-Millimeter-Format gezeigt. Mit der Dokumentation „Vom Bleiben und Gehen“, die Jugendliche einer Rosenheimer Waldorfschule begleitet, steht diesmal auch eine Produktion mit direktem Rosenheim-Bezug auf dem Programm. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.

Das Programm im Überblick
  • Freitag (24.7.): „Wer früher stirbt ist länger tot“
    Eine bayerische Komödie über einen Jungen, der nach einem Schicksalsschlag versucht, sein Leben wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

  • Samstag (25.7.): „Rush Hour“
    Ein ungleiches Ermittler-Duo muss trotz unterschiedlicher Arbeitsweisen gemeinsam einen Entführungsfall lösen.
  • Sonntag (26.7.): „Brokeback Mountain“
    Das vielfach ausgezeichnete Drama erzählt von einer Liebe, die über Jahrzehnte hinweg von gesellschaftlichen Zwängen geprägt wird.
  • Montag (27.7.): „Walk the Line“
    Die Filmbiografie zeichnet den Lebensweg von Country-Legende Johnny Cash mit seinen Erfolgen und persönlichen Krisen nach.
  • Dienstag (28.7.): „American Pie“
    Vier Freunde erleben kurz vor dem Schulabschluss turbulente und oft peinliche Abenteuer auf der Suche nach der ersten großen Liebe.
  • Mittwoch (29.7.): „Vom Bleiben und Gehen“
    Die Dokumentation begleitet Jugendliche einer Rosenheimer Waldorfschule bei einer Reise nach Tunesien und zeigt ihre Begegnungen mit Geflüchteten sowie die Auswirkungen dieser Erfahrungen auf ihr weiteres Leben.
  • Donnerstag (30.7.): „Zwei wie Pech und Schwefel“
    Bud Spencer und Terence Hill sorgen als schlagkräftiges Duo mit viel Humor und Action für einen echten Filmklassiker.
  • Freitag (31.7.): „Werner – Beinhart!“
    Die Kultfigur Werner erlebt in der Mischung aus Real- und Zeichentrickfilm zahlreiche chaotische Abenteuer.
  • Samstag (1.8.): „Grenzverkehr“
    Eine bayerische Coming-of-Age-Komödie über drei Jugendliche, deren Ausflug ins Nachbarland völlig anders verläuft als geplant.

Bereits zum 15. Mal lädt die Kinokulturwoche zu Filmabenden unter freiem Himmel ein. Veranstlater ist der Verein Kinokultur. Das Programm reicht von Komödien und Actionfilmen über preisgekrönte Dramen bis hin zu einer Dokumentation. Gezeigt werden alle Filme auf klassischem Zelluloid. Das sichtbare Filmkorn und das charakteristische Laufgeräusch des Projektors gehören dabei bewusst zum Kinoerlebnis.

Die Filmbar öffnet an allen Veranstaltungstagen um 19 Uhr. Die Vorführungen beginnen jeweils mit Einbruch der Dunkelheit. Vor Ort werden Getränke und Knabbereien angeboten. Die Einnahmen dienen nach Angaben der Veranstalter zur Deckung der Kosten.

Große Kinomelodien erklingen am Rosenheimer Salzstadel

Große Kinomelodien erklingen am Rosenheimer Salzstadel

Rosenheim – Filmklassiker und moderne Kinohits stehen am Freitag, 31. Juli, im Mittelpunkt eines Open-Air-Konzerts am Rosenheimer Salzstadel. Ab 18 Uhr präsentieren die verschiedenen Orchester der Stadtkapelle Rosenheim ein abwechslungsreiches Programm. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.

Den musikalischen Auftakt gestalten die Musik-Schlümpfe mit bekannten Melodien aus der Welt des Films. Anschließend übernimmt das Jugendblasorchester Rosenheim und bringt unter anderem Musik aus den Filmen Der Herr der Ringe, Aladdin und How to Train Your Dragon auf die Bühne.
Den Abschluss des Konzertabends gestaltet das Sinfonische Blasorchester der Stadtkapelle Rosenheim mit weiteren bekannten Filmmusik-Kompositionen.
(Quelle: Information Stadtkapelle Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Grillfest der Kastenauer Schützen am 25. Juli

Grillfest der Kastenauer Schützen am 25. Juli

Kastenau / Rosenheim – Die Schützengesellschaft Waldfrieden Kastenau lädt am Samstag, 25. Juli, zum traditionellen Grillfest am Schützenheim neben dem Kastenauer Hof (Stadt Rosenheim)  ein. Beginn ist um 16 Uhr. Die Veranstaltung findet bei jedem Wetter statt.

Besucher können sich auf ein geselliges Beisammensein mit verschiedenen kulinarischen Schmankerln freuen. Für das leibliche Wohl ist unter anderem mit Steckerlfisch, Grillfleisch sowie Kaffee und Kuchen gesorgt.
Das Grillfest findet am Schützenheim neben dem Kastenauer Hof statt. Die Schützengesellschaft Waldfrieden Kastenau freut sich auf zahlreiche Besucher.
(Quelle: Mitteilung  Schützengesellschaft Waldfrieden Kastenau / Beitragsbild: Archiv Innpuls.me)

MorgenINNPULS – Schon gewusst?

MorgenINNPULS – Schon gewusst?

Samstag, 11. Juli – Guten Morgen!

Wusstest Du, dass Wale ihre Rufe über viele Kilometer hinweg hören können?
Schall breitet sich im Wasser besonders gut aus.
Eine Kommunikation über große Entfernungen.

Vielleicht denkst Du heute daran, wie weit Deine Worte wirken können.

Wir wünschen Dir einen verbindenden Start in den Tag! 🌞
(Quelle: Artikel Josefa Staudhammer / Beitragsbild: re)

Betrunkener Flugpassagier sorgt auf Flug nach München für Ärger

Betrunkener Flugpassagier sorgt auf Flug nach München für Ärger

Flughafen München – Ein alkoholisierter Flugpassagier hat am Donnerstag (9.7.2026) auf einem Flug von Delhi nach München nach Angaben der Bundespolizei wiederholt Mitreisende belästigt und Anweisungen der Kabinenbesatzung missachtet. Gegen den 36-Jährigen wurde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.

Wie die Bundespolizei berichtet, war der 36-jährige indische Staatsangehörige gemeinsam mit seiner Ehefrau und seiner Tochter unterwegs. Bereits während des Fluges soll er andere Passagiere wiederholt belästigt und sich zeitweise aggressiv verhalten haben.
Nach Angaben der Bundespolizei kam der Mann zudem mehrfach den Anweisungen der Kabinenbesatzung nicht nach. Unter anderem soll er die nächtliche Ruhe an Bord gestört haben, indem er wiederholt laut gegen die Tür einer Flugzeugtoilette klopfte.

Nach der Landung am Flughafen München nahmen Einsatzkräfte der Bundespolizei den alkoholisierten Mann in Empfang und brachten ihn zur Dienststelle.

Sicherheitsleistung erhoben

Gegen den 36-Jährigen leitete die Bundespolizei ein Ordnungswidrigkeitenverfahren nach dem Luftsicherheitsgesetz ein. Zur Sicherung des Verfahrens wurde eine Sicherheitsleistung in Höhe von 528,50 Euro erhoben.

Nach Angaben der Bundespolizei schloss die Fluggesellschaft den Mann aufgrund seines Verhaltens vom geplanten Weiterflug nach Wien aus. Anschließend wurden er und seine Familie in das Bundesgebiet entlassen.
(Quelle: Pressemitteilung Bundespolizei / Beitragsbild: Copyright Bundespolizei)

Rosenheimer Rathaus wird wieder zum Bahnhof – zumindest virtuell

Rosenheimer Rathaus wird wieder zum Bahnhof – zumindest virtuell

Rosenheim – Eine Dampflok fährt plötzlich in die Rosenheimer Rathausstraße ein, wo heute Autos unterwegs sind: Möglich macht das eine neue Augmented-Reality-Station (AR) der Stadt Rosenheim. Das heutige Rathaus war einst der Bahnhof der Stadt – nun lässt die digitale Technik diese Vergangenheit wieder sichtbar werden.

Die neue AR-Station findet man beim Eingang zum Rosenheimer Rathaus. Foto: Karin Wunsam

Die neue AR-Station findet man beim Eingang zum Rosenheimer Rathaus in der Rathausstraße. Foto: Innpuls.me

Wer vor dem Eingang des Rosenheimer Rathauses an der Rathausstraße steht, blickt heute auf eine Straße mitten in der Innenstadt. Wer dagegen sein Smartphone zückt, kann sich auf eine Zeitreise begeben: Über Augmented Reality erscheinen auf dem Bildschirm Gleise auf der heutigen Fahrbahn und eine Dampflok fährt scheinbar direkt vor dem historischen Gebäude ein.

Vorgestellt wurde die neue AR-Erlebnisstation am Donnerstagabend (9.7.2026) im Ausschuss für Wirtschaft, Tourismus und Kultur. Sie ergänzt die interaktive Tour der Stadt Rosenheim, mit der historische Orte, bekannte Persönlichkeiten und besondere Projekte mithilfe digitaler Technik erlebbar werden.

Vom Bahnhof zum Rathaus

Der Standort der neuen Station wurde bewusst gewählt: Das heutige Rathaus war früher der Rosenheimer Bahnhof. Das historische Bahnhofsgebäude wurde nach den Plänen des Architekten Eduard Rüber im Sichtziegel-Stil errichtet und 1858 eröffnet. Die damalige Bahnhofstraße – die heutige Königstraße – führte direkt auf das Gebäude zu.
Mit dem Wachstum der Stadt wurde der Bahnhof jedoch schnell zu klein. 1876 wurden deshalb die Gleisanlagen und der Bahnhof an den heutigen Standort am Südrand Rosenheims verlegt. Das alte Empfangsgebäude erwarb anschließend die Stadt. Nach dem Umbau dient es seit 1878 als Rathaus.
Heute ist das Gebäude nicht nur Sitz der Stadtverwaltung, sondern auch vielen Fernsehzuschauern bekannt: Als Kulisse der ZDF-Serie „Die Rosenheim-Cops“ gehört es zu den bekanntesten Orten der Stadt.

Rosenheim aus neuen Perspektiven entdecken

Die neue Bahnhofsstation ergänzt bereits bestehende AR-Angebote in der Rosenheimer Innenstadt. Vor dem Rathaus zur Königstraße hin können Besucher beispielsweise ein Selfie mit den virtuellen Kommissaren der ZDF-Serie „Die Rosenheim-Cops“ machen.
An der Stadtpfarrkirche St. Nikolaus ermöglicht die Technik einen virtuellen Aufstieg auf den Kirchturm. Auf dem Bildschirm entsteht ein 360-Grad-Blick über Rosenheim und das Bergpanorama – ohne tatsächlich die vielen Stufen hinaufsteigen zu müssen.

Am Ludwigsplatz lässt sich ein Stück verschwundene Stadtgeschichte wieder sichtbar machen: Das frühere Inntor kann virtuell aufgebaut werden. Neben dem heute noch erhaltenen Mittertor gab es in Rosenheim einst fünf weitere Stadttore. Das Inntor war der südöstliche Ein- und Ausgang der Stadt und befand sich am Beginn der heutigen Innstraße hinter dem Kreisverkehr.

Eine weitere Station befindet sich im Innenhof des Städtischen Museums. Dort erklärt der Künstler Mr. Woodland als digitaler Avatar die Entstehung seines Kunstwerks, das im Rahmen des Kunstfestivals transit art eine Fassade im Innenhof gestaltet.

So funktioniert die AR-Tour

Für die Nutzung werden lediglich ein Smartphone oder Tablet sowie ein Internetzugang benötigt. Zusätzlich ist die kostenlose App „YONA“ erforderlich.
Die App führt zu den verschiedenen Orten und Angeboten. Gestartet werden die Touren durch das Scannen des dazugehörigen Flyers, über einen Link auf rosenheim.jetzt oder direkt über die QR-Codes an den AR-Erlebnisorten.

Geschichte trifft digitale Technik

Augmented Reality (AR) verbindet die reale Umgebung mit digitalen Inhalten. Anders als bei Virtual Reality ist dafür keine spezielle Brille notwendig. Ein Smartphone oder Tablet reicht aus.
Mit den AR-Erlebnissen möchte die Stadt Rosenheim Geschichte, Kultur und besondere Orte auf eine neue Weise zugänglich machen. Die digitalen Angebote ergänzen klassische Stadtführungen und ermöglichen es, bekannte Plätze aus einer anderen Perspektive zu entdecken – und das auch zu Zeiten, an denen es keine Stadtführung gibt und die Museen geschlossen sind.
Nach Angaben der Stadt sollen die Angebote künftig weiter ausgebaut werden.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Fotomontage: Hintergrund: Archiv Herbert Borrmann – Zeichnung Krämer / eingeblockt Foto:  Innpuls.me)

Fehlerhafte Fahrplanauskünfte im Netz Chiemgau-Inntal

Fehlerhafte Fahrplanauskünfte im Netz Chiemgau-Inntal

Rosenheim / Landkreis – Bahnfahrgäste im Netz Chiemgau-Inntal müssen sich aktuell auf fehlerhafte Anzeigen und Auskünfte einstellen. Nach Angaben der Bayerischen Regiobahn (BRB) werden voraussichtlich bis Mittwoch (15.7.2026) Zugverbindungen in den Auskunftssystemen der Deutschen Bahn sowie an Bahnsteigen nicht korrekt angezeigt.

 Betroffen sind nach Auskunft der BRB alle Zugverbindungen des Netzes Chiemgau-Inntal. Dazu gehören unter anderem die Strecken von München Hauptbahnhof nach Salzburg und Kufstein sowie die Verbindungen von München über Holzkirchen nach Rosenheim.
Die Ursache sind laut BRB technische Störungen in den Auskunftssystemen und bei den Anzeigen an den Bahnsteigen. Die Zugverbindungen selbst fahren nach Angaben der BRB weiterhin nach Fahrplan.

BRB empfiehlt eigene Auskunftssysteme

Fahrgäste werden gebeten, sich vor der Reise über die Internetseite der BRB oder die BRB-App über ihre Verbindung zu informieren. Dort werden die Zugverbindungen des Netzes Chiemgau-Inntal mit Echtzeitdaten angezeigt.

Auf der BRB-Internetseite stehen außerdem Sonderfahrpläne zum Download bereit. Zugverbindungen, die darin nicht aufgeführt sind, verkehren laut BRB ohne Abweichungen nach dem regulären Fahrplan.
(Quelle: Pressemitteilung BRB / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Markt, Ludwigsplatz, Rosenheim, 1904

Markt, Ludwigsplatz, Rosenheim, 1904

Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in das Jahr 1904. Auf der historischen Aufnahme sehen wir einen typischen Markttag auf dem Rosenheimer Ludwigsplatz zur damaligen Zeit. Vor der Kirche St. Nikolaus herrscht reges Treiben.

 Der Ludwigsplatz war schon vor mehr als 120 Jahren ein wichtiger Treffpunkt in der Stadt. Auf dem historischen Foto drängen sich zahlreiche Menschen zwischen den Marktständen. Die Käufer sind in der typischen Mode der damaligen Zeit gekleidet: Frauen tragen lange Kleider, Schürzen und Hüte, Männer erscheinen mit Anzug, Weste oder Mantel.

Die Aufnahme vermittelt einen Eindruck vom Alltag in Rosenheim zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Märkte waren damals nicht nur Orte zum Einkauf, sondern auch wichtige Treffpunkte für die Bevölkerung. Hier wurden Waren angeboten, Neuigkeiten ausgetauscht und Kontakte gepflegt.

Rosenheim und seine lange Markttradition

Die Geschichte der Märkte in Rosenheim reicht weit zurück. Bereits im Mittelalter entwickelte sich die Stadt durch ihre Lage an wichtigen Handelswegen zu einem bedeutenden Handelsplatz. Im Laufe der Jahrhunderte gab es unterschiedliche Märkte in der Stadt – darunter Vieh-, Jahr- und Wochenmärkte mit verschiedenen Warenangeboten.
Die Vielfalt der Märkte war einst deutlich größer als heute. Neben Lebensmitteln wurden auch andere Waren des täglichen Bedarfs angeboten. Der Ludwigsplatz spielte dabei als zentraler Platz im Herzen der Stadt eine wichtige Rolle.
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann / Bildtext: Karin Wunsam)

Rosenheimer Sommerfestival startet heute mit Peter Maffay

Rosenheimer Sommerfestival startet heute mit Peter Maffay

Rosenheim – Die Vorbereitungen sind abgeschlossen, die Vorfreude steigt: Am heutigen Freitag (10.7.2026) beginnt das Rosenheimer Sommerfestival im Mangfallpark. Besonders groß ist die Spannung bei den Fans von Peter Maffay, der das Festival 2026 eröffnet. Sein Konzert ist bereits ausverkauft.

Der Eingangsbereich steht, das Gelände ist vorbereitet: Nach den letzten Arbeiten kann es losgehen. Am heutigen Freitag (10.7.2026) startet das Rosenheimer Sommerfestival mit dem Auftritt von Peter Maffay. Für das Konzert des bekannten deutschen Musikers wurde das Festivalgelände im Mangfallpark in diesem Jahr sogar vergrößert.
Durch die Kapazitätserweiterung konnten kurzfristig noch zusätzliche Tickets für das zunächst ausverkaufte Konzert angeboten werden. Auch diese Karten sind inzwischen vergriffen. Die große Nachfrage zeigt, welchen Stellenwert der Auftritt von Peter Maffay beim diesjährigen Festival hat.

Auch der zweite Konzertabend mit SDP am Samstag (11.7.2026) ist bereits ausverkauft. Für die weiteren Konzerte mit Jason Derulo (14.7.2026), Edmund und Rian (16.7.2026), Sarah Connor (17.7.2026) sowie Kool and the Gang (18.7.2026) sind aktuell noch Tickets erhältlich.

Hinweise für den Festivalbesuch

Einzeltickets für die noch nicht ausverkauften Konzerte gibt es weiterhin im Vorverkauf über die Festival-Homepage sowie über den Ticketverkauf des KU’KO. Kurzentschlossene können – sofern das jeweilige Konzert nicht ausverkauft ist – auch an der Abendkasse am Haupteingang in der Rathausstraße Karten erwerben. Dort ist ausschließlich Kartenzahlung möglich. Die Abendkasse öffnet jeweils 30 Minuten vor Einlass und bleibt bis 15 Minuten nach Konzertende als Infopoint und Abgabestelle für Fundsachen geöffnet. Schließfächer stehen dort in begrenztem Umfang zur Verfügung.
Wer einen Festivalpass besitzt, hat einmaligen Zutritt zu allen sechs Konzertabenden. Der Pass ist nicht personenbezogen und kann übertragen werden.

Regeln für den Einlass

Beim Einlass gelten verstärkte Sicherheitskontrollen. Erlaubt sind Taschen, Turnbeutel und andere Tragemittel aus weichem Material bis zur Größe DIN A4 sowie Weichplastikflaschen und Tetra Packs bis 0,5 Liter mit alkoholfreiem Inhalt.

Nicht erlaubt sind unter anderem Tiere, Picknickdecken, Schirme, Hocker, Speisen, Glasbehälter, Dosen, harte Trinkgefäße, professionelle Kameras, Audio- und Videoaufnahmegeräte, Drohnen, Selfie Sticks, Pyrotechnik, Laserpointer, Waffen und Messer. Auch Fahrräder, Kinderwägen, Klappstühle, Skateboards, Rollschuhe und Inline-Skates dürfen nicht auf das Gelände mitgenommen werden.
Auf dem Festivalgelände sind außerdem Stage Diving, Crowd Surfing, Pogen, das Klettern auf Bühnen oder Traversen, professionelle Audio- und Videoaufnahmen sowie der Konsum von Cannabis untersagt.

Drei Eingänge zum Festivalgelände

Der Zugang zum Gelände ist über drei Eingänge möglich: den Haupteingang mit Abendkasse in der Rathausstraße, den Nebeneingang Rathausstraße für Menschen mit Einschränkungen sowie den Eingang Innstraße an der Mangfallbrücke.
Für Menschen mit Behinderung und dem Eintrag „B“ im Schwerbehindertenausweis ist eine kostenlose Begleitperson möglich. Der Zugang zum Bereich für Rollstuhlfahrer sowie für Menschen mit dem Eintrag „G“ erfolgt über den Nebeneingang Rathausstraße am Mangfalldamm neben dem Malteser Hilfsdienst. Sitzmöglichkeiten stehen dort bereit, eigene Sitzgelegenheiten dürfen jedoch nicht mitgebracht werden. Behindertenparkplätze befinden sich am Eisstadion in der Jahnstraße 1.

Kinder unter sechs Jahren dürfen das Festival nicht besuchen. Kinder und Jugendliche zwischen sechs und 15 Jahren benötigen eine Begleitung durch einen Erziehungsberechtigten. Ab 16 Jahren ist der Zutritt ohne Begleitung erlaubt.

Anreise und weitere Informationen

Der Hermann-Gröber-Weg ist an den Veranstaltungstagen jeweils von 12 bis 24 Uhr gesperrt. Ein Wiedereintritt nach Verlassen des Geländes ist nicht möglich.

Die Veranstalter empfehlen die Anreise mit dem Fahrrad, dem Zug oder in Fahrgemeinschaften. Vom Bahnhof Rosenheim sind es rund zehn Gehminuten bis zum Festivalgelände. Parkmöglichkeiten gibt es unter anderem in den Parkhäusern P1 Zentrum, P2 unter dem KU’KO, P3 unter dem Rathaus, P7 Altstadt Ost, P8 Beilhack/Citydome und P11 Beilhack/Gießereistraße. Fahrradparkplätze befinden sich gegenüber dem Haupteingang sowie am Eingang Nord in der Innstraße.
Camping- oder Übernachtungsmöglichkeiten auf dem Festivalgelände gibt es nicht.

Bei einem Veranstaltungsabbruch – etwa wegen Unwetters – erfolgt eine Erstattung des Ticketpreises nur bei Einzeltickets und nur dann, wenn die Veranstaltung zu Beginn abgesagt wird oder weniger als 45 Minuten der geplanten Veranstaltungszeit stattgefunden haben. Festivalpässe werden nicht erstattet.

Sanitäter sind während der Veranstaltungen vor Ort. Die medizinische Versorgung befindet sich hinter der Brücke, zusätzlich sind mobile Teams in Bühnennähe unterwegs. Bei Bedarf wird am Einlass Gehörschutz ausgegeben. Fundsachen werden an der Abendkasse hinterlegt und später an das Fundamt Rosenheim übergeben.
Auf dem Festivalgelände gibt es verschiedene Speisen und Getränke, darunter auch vegetarische, vegane und glutenfreie Angebote sowie alkoholfreies Bier.

Weitere Informationen zu Einlasszeiten und Konzertbeginn gibt es auf der Festival-Homepage.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Karin Wunsam)

Innpuls-Tagebuch: Der Rosenheimer Grüne Markt auf dem Weg zum Schmuckstück

Innpuls-Tagebuch: Der Rosenheimer Grüne Markt auf dem Weg zum Schmuckstück

Rosenheim – Der Grüne Markt am Ludwigsplatz hat in den vergangenen Jahren eine positive Entwicklung genommen. Nach langen Diskussionen über zu wenig Platz, fehlende Attraktivität und die samstägliche Straßensperrung ist inzwischen vieles auf den richtigen Weg gebracht. Doch ist der Markt damit schon das Schmuckstück, das sich viele für die Rosenheimer Innenstadt wünschen? Ich glaube: noch nicht ganz.

Denn genau darin liegt aus meiner Sicht ein spannendes Dilemma bei der Stadtentwicklung: Viele Menschen wünschen sich attraktivere Plätze, mehr Aufenthaltsqualität und eine lebendige Innenstadt. Wenn dann aber Veränderungen tatsächlich umgesetzt werden, kommt oft auch Kritik. Das Neue wird erst einmal hinterfragt.

Rosenheim kennt dieses Muster. Schon im Zusammenhang mit der Landesgartenschau 2010 wurde darüber diskutiert, wie die Innenstadt künftig aussehen soll. Während die einen mehr mediterranes Flair, mehr Raum für Fußgänger und eine höhere Aufenthaltsqualität forderten, warnten andere davor, dass eine Stadt ohne ausreichend Verkehr ihre Lebendigkeit verlieren könnte.

Vielleicht liegt genau darin die Herausforderung: Eine Stadt soll sich verändern – aber sie soll dabei trotzdem ihre Vertrautheit behalten.

Ein Markt mit langer Geschichte

Beim Grünen Markt wird diese Frage besonders deutlich. Denn der Markt ist kein neues Konzept, das irgendwann für die Innenstadt erfunden wurde. Rosenheim hat eine lange Markttradition. Die Lage am Inn und das Marktrecht von 1328 machten die Stadt über Jahrhunderte zu einem wichtigen Handelsplatz. Waren wurden hier umgeschlagen, Händler und Bauern aus der Region brachten ihre Produkte in die Stadt.

Auch der heutige Ludwigsplatz war schon früher ein Ort des Handels. Der einstige Eiermarkt gilt als direkter Vorläufer des heutigen Grünen Marktes. Der Gedanke, dass Menschen hier zusammenkommen, um regionale Produkte einzukaufen und miteinander ins Gespräch zu kommen, ist also tief in der Geschichte Rosenheims verwurzelt.
Vielleicht erklärt genau das auch, warum der Grüne Markt für viele Menschen mehr ist als nur eine Ansammlung von Verkaufsständen.

Märkte erleben gerade wieder eine neue Wertschätzung. In einer Zeit, in der fast alles jederzeit verfügbar ist und der Einkauf oft anonym geworden ist, bieten sie etwas, das Supermärkte nur schwer ersetzen können: Begegnung.
Man spricht mit den Menschen hinter den Produkten, bekommt Tipps zur Zubereitung, erfährt, wo etwas herkommt. Ein Markt verkauft nicht nur Lebensmittel, sondern auch Nähe und Vertrauen.

Und genau deshalb gebe ich zu: Ich würde mir einen Grünen Markt wünschen, bei dem ich regelmäßig meinen Wocheneinkauf erledigen könnte. Einen Ort, an dem ich nicht nur schnell etwas einkaufe und wieder gehe, sondern an dem ich gerne noch etwas länger bleibe.

Mehr als nur Verkaufsfläche

Die Erweiterung des Grünen Marktes im Jahr 2024 war aus meiner Sicht deshalb ein wichtiger Schritt. Ein Markt lebt von Vielfalt. Wenn ich dort einkaufen möchte, wünsche ich mir möglichst viele Dinge an einem Ort zu finden, die ich für meinen Alltag brauche.
Aber Größe allein macht noch keinen besonderen Markt.

Was einen Markt ausmacht, ist auch die Atmosphäre. Der Wiener Naschmarkt oder der Viktualienmarkt in München zeigen, wie sehr ein Markt davon lebt, dass Menschen bleiben. Dass Händler ihre Waren erklären, kleine Kostproben anbieten, Empfehlungen geben und Besucher miteinander ins Gespräch kommen.
Natürlich ist mir bewusst: Rosenheim ist nicht Wien und nicht München. Auch müssen die unterschiedlichen Interessen in einer Innenstadt miteinander vereinbart werden. Veranstaltungen brauchen ihre Flächen, Geschäftsleute brauchen Erreichbarkeit und Anwohner brauchen Rücksichtnahme.

Aber gerade bei der Aufenthaltsqualität sehe ich beim Grünen Markt noch Möglichkeiten. Sitzgelegenheiten, mehr Möglichkeiten zum Verweilen, vielleicht kleine Angebote zum Probieren oder Genießen könnten aus meiner Sicht dazu beitragen, dass aus einem Marktbesuch mehr wird als nur ein Einkauf.
Die Rosenheimer Schmankerlstraße zeigt jedes Jahr im Herbst, welches Potenzial darin steckt. Dort geht es nicht nur darum, regionale Produkte zu verkaufen. Die Menschen hinter den Waren erzählen von ihrer Arbeit, geben Tipps und lassen Besucher probieren. Genau diese persönliche Verbindung macht den Reiz aus.

Vielleicht muss der Grüne Markt nicht jedes Wochenende neu erfunden werden. Aber vielleicht lohnt es sich, weiter darüber nachzudenken, wie er noch stärker zu einem Treffpunkt werden kann. Nicht jeder Samstag wird dafür der gesamte Ludwigsplatz zur Verfügung stehen können. Veranstaltungen gehören ebenfalls zu einer lebendigen Innenstadt. Aber vielleicht gibt es trotzdem Möglichkeiten, an einzelnen Tagen größer zu denken oder den Markt stärker mit anderen Angeboten zu verbinden.

Denn am Ende geht es bei einem Markt um mehr als um Stände und Verkaufsflächen. Es geht um Begegnung. Um Regionalität. Um das Gefühl, dass eine Innenstadt nicht nur ein Ort zum Einkaufen ist, sondern ein Ort zum Leben. Vielleicht liegt genau darin die eigentliche Aufgabe: Nicht immer etwas völlig Neues schaffen zu müssen, sondern Orte, die schon lange zu einer Stadt gehören, wieder mit neuem Leben zu füllen.

Der Grüne Markt ist auf diesem Weg bereits ein gutes Stück vorangekommen. Ein echtes Schmuckstück könnte er vielleicht noch werden.

Liebe Grüße aus der Redaktion

Karin

 

Grüner Markt in Rosenheim: Noch mehr Potenzial am Ludwigsplatz?

Grüner Markt in Rosenheim: Noch mehr Potenzial am Ludwigsplatz?

Rosenheim – Jahrelang wurde über den Grünen Markt am Ludwigsplatz diskutiert: über fehlende Fläche, mangelnde Attraktivität, Straßensperrungen und die Erreichbarkeit der Innenstadt. Inzwischen hat sich der Blick verändert. Im Ausschuss für Wirtschaft, Tourismus und Kultur am Donnerstagabend (9.7.2026) wurde deutlich: Der Markt wird gut angenommen – und es stellt sich inzwischen eher die Frage, ob er künftig noch weiteres Potenzial hat.

Formal stand lediglich ein Bericht zur aktuellen Situation des Grünen Marktes auf der Tagesordnung. Vorgestellt wurde dieser von Oliver Horner, Leiter des Rosenheimer Ordnungsamtes. Doch die anschließenden Wortmeldungen zeigten, dass das Thema inzwischen eine neue Richtung genommen hat: Nicht mehr die grundsätzliche Zukunft des Marktes steht im Mittelpunkt, sondern die Frage, wie sich das Angebot weiterentwickeln könnte.

Der Grüne Markt begleitet den Rosenheimer Stadtrat bereits seit vielen Jahren. Immer wieder wurde darüber diskutiert, ob der Standort am Ludwigsplatz den Anforderungen noch gerecht wird. Gleichzeitig stießen Überlegungen zu einer Verlegung auf Widerstand von Geschäftsleuten aus dem Umfeld, die den Markt als wichtigen Bestandteil der Innenstadt sehen. Ein neuer Versuch zur Aufwertung wurde im Frühjahr 2024 gestartet: Die Marktfläche wurde erweitert, indem der Bereich zwischen Kreisverkehr und Ecke Weinstraße an Samstagen für den Autoverkehr gesperrt wurde. Dadurch konnten zusätzliche Flächen für Marktstände genutzt werden.

Mehr Angebot und ein neuer Ablauf

Nach Angaben der Stadtverwaltung hat sich der Grüne Markt seit dieser Erweiterung weiterentwickelt. Inzwischen bieten 21 Fieranten ihre Waren am Ludwigsplatz an. Das Angebot reicht von Obst und Gemüse über Käse, Gewürze, Honig, Eier, Fleisch- und Wurstwaren sowie Fisch bis hin zu Kaffee, Marmeladen und Produkten aus Schnapsbrennereien. Saisonale Angebote wie Spargel, Kürbisse oder Weihnachtsgebäck ergänzen das Sortiment.

Der Samstag ist dabei der wichtigste Markttag. Zwar gibt es auch unter der Woche einzelne Stände, doch an den Samstagen ist die Auswahl deutlich größer. Zusätzlich sorgen musikalische Darbietungen des Fördervereins des Grünen Marktes sowie Angebote von „Kind & Werk“ des Stadtmarketings für weitere Anziehungspunkte. Der Stadtrat hatte sich bereits im vergangenen Jahr einstimmig dafür ausgesprochen, den erweiterten Grünen Markt mit der samstäglichen Straßensperrung fortzuführen.

Organisiert wird der Markt vom Rosenheimer Ordnungsamt. Um den Marktmeister an Samstagen zu entlasten, wurde seit Februar dieses Jahres ein geringfügig Beschäftigter mit der Marktaufsicht betraut. Wie Oliver Horner im Ausschuss erklärte, handelt es sich dabei um einen ehemaligen Mitarbeiter des Ordnungsamtes, der sich nach dem Ruhestand noch eine Aufgabe gesucht hatte. Er kümmert sich unter anderem um den Auf- und Abbau der Beschilderung für die Straßensperrung, unterstützt die Fieranten vor Ort und informiert bei Bedarf die Polizei über Falschparker. Für die Lagerung des Absperrmaterials ist außerdem eine kombinierte Aufbewahrungsbox mit Sitzgelegenheit geplant.

Blick nach vorne

„Es läuft ganz gut. An dem Samstagen ist dort viel los. Da ist der Markt ein Besuchermagnet. Die Händler sind sehr zufrieden“, sagte Oliver Horner zur aktuellen Situation. Gleichzeitig machte er deutlich, dass die räumlichen Möglichkeiten derzeit begrenzt sind. Immer wieder würden sich weitere Fieranten um einen Standplatz bewerben, aufgrund der vorhandenen Fläche könnten aber nicht alle berücksichtigt werden.
Horner verwies zudem auf saisonale Unterschiede: Besonders im Frühjahr und Herbst werde der Markt gut angenommen. In den Wintermonaten und im Hochsommer sei die Nachfrage geringer. Gerade für Anbieter von Obst und Gemüse seien hohe Temperaturen eine Herausforderung.

Auch Peter Rutz von den Rosenheimer Grünen bewertete die Entwicklung positiv. „Ich habe auch den Eindruck, dass es an den Samstagen sehr gut funktioniert“, sagte er im Ausschuss. Gleichzeitig sieht er Potenzial für eine weitere Vergrößerung – verbunden mit der Frage, wo dafür zusätzliche Flächen gefunden werden könnten.

Rosenheims Oberbürgermeister Abuzar Erdogan machte deutlich, dass der Ludwigsplatz als Kernstandort des Grünen Marktes erhalten bleiben soll. Gleichzeitig kann auch er sich eine weitere Entwicklung grundsätzlich vorstellen: „Wir werden uns die Frage stellen müssen, in welche Richtung man den Grünen Markt ausdehnen könnte“, sagte Erdogan. Mit Blick auf die steigenden Tourismuszahlen in Rosenheim könne ein weiterer Ausbau aus seiner Sicht auch für Besucher der Stadt interessant sein.

Eine konkrete Entscheidung über eine Erweiterung wurde im Ausschuss nicht getroffen. Klar wurde vielmehr: Der aktuelle Stand des Grünen Marktes soll gesichert werden – und die Frage, ob und wo noch weiteres Potenzial für eine Entwicklung vorhanden ist, bleibt ein Thema für die Zukunft.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Archiv Innpuls.me)