Gerberei Bauer, Rosenheim, ca. 1900

Gerberei Bauer, Rosenheim, ca. 1900

Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in die Zeit um ca. 1900. Auf der historischen Aufnahme zu sehen ist die Gerberei Bauer in der Färberstraße in Rosenheim.

Vor dem Eingang des Geschäfts haben sich drei Männer und zahlreiche Kinder für den Fotografen aufgestellt. Über der Tür ist deutlich das Firmenschild „Andreas Bauer – Weißgerber“ zu erkennen. Die gepflasterte Straße und eine Kutsche, die gleich um die Ecke wartet, vermitteln einen Eindruck vom Rosenheim der damaligen Zeit.
Die Gerberei Bauer bestand nach den heute vorliegenden Unterlagen von 1896 bis 1946 und gehörte damit über fünf Jahrzehnte lang zum Rosenheimer Handwerk. Die Aufnahme dürfte in den ersten Jahren nach der Firmengründung entstanden sein und zeigt den Betrieb in einer Zeit, in der Handwerksbetriebe das Stadtbild noch stark prägten.

Die Färberstraße als Zentrum des Handwerks

Die Färberstraße zählt zu den ältesten Straßenzügen Rosenheims. Bereits im Jahr 1579 wird sie als „Färbergasse“ erwähnt. Ihren Namen erhielt sie von den dort ansässigen Handwerkern, darunter auch Färber und Gerber.
Gerbereien waren traditionell auf Wasser angewiesen, das für die Verarbeitung der Tierhäute benötigt wurde. Deshalb siedelten sich viele dieser Betriebe an Bächen oder Mühlgräben an. Die Arbeit der Gerber war körperlich anspruchsvoll und prägte über viele Jahrhunderte das Leben in den entsprechenden Stadtvierteln.

Ein Weißgerber wie Andreas Bauer stellte besonders helle und feine Ledersorten her, die unter anderem für hochwertige Lederwaren verwendet wurden. Heute erinnert in der Färberstraße kaum noch etwas an diese Handwerkstradition. Historische Aufnahmen wie diese geben jedoch einen Einblick in eine Zeit, als kleine Familienbetriebe und ihre Handwerkskunst noch fester Bestandteil des Rosenheimer Alltags waren.
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann / Artikel: Karin Wunsam)

Große Kunstausstellung des AK 68 eröffnet: Wasserburg wird wieder zum Treffpunkt der Kunstszene

Große Kunstausstellung des AK 68 eröffnet: Wasserburg wird wieder zum Treffpunkt der Kunstszene

Wasserburg am Inn / Landkreis Rosenheim – Mit der Eröffnung der Großen Kunstausstellung des Arbeitskreises 68 (AK68) in Wasserburg am Inn hat am Wochenende eines der wichtigsten Kulturereignisse der Region begonnen. Bis zum 23. August sind an zahlreichen Orten in der Wasserburger Altstadt Werke zeitgenössischer Kunst zu sehen.

Die Ausstellung wurde am Samstag im historischen Rathaus von der Vorsitzenden des Arbeitskreises 68, Katrin Meindl, sowie Wasserburgs Bürgermeister Bastian Wernthaler eröffnet. Anschließend konnten die Besucher die verschiedenen Ausstellungsorte erkunden.

Videoinstallation von Bettina Gorn in der Heilig Geist Spitalkirche am Brucktor in Wasserburg am Inn. Fotos: Hendrik Heuser

Ein Besuch lohnt sich auch in der Alten Polizei.

Mehr als 120 Arbeiten von über 100 Künstlern sind in diesem Jahr Teil der Ausstellung. Das Spektrum reicht von Malerei und Fotografie über Skulpturen bis hin zu Installationen und weiteren zeitgenössischen Kunstformen.

Kunst an vielen Orten der Altstadt

Da das Ganserhaus weiterhin saniert wird und deshalb nicht zur Verfügung steht, verteilt sich die Jahresausstellung erneut auf mehrere Standorte. Den größten Ausstellungsbereich bildet das Rathaus mit rund 100 Exponaten. Weitere Arbeiten sind in der Alten Polizei, im Museum Wasserburg, in der Achatzkirche sowie in der Heiliggeist-Spitalkirche zu sehen. Ergänzt wird die Ausstellung durch Skulpturen im öffentlichen Raum, die an verschiedenen Stellen der Altstadt aufgestellt wurden.

Impressionen aus dem Rathaus.

Auch die Achatzkirche gibt Raum für Kunst. Auf den Fotos zu sehen AK68-Vorsitzende Katrin Meindl, Landkreis-Kulturreferentin Anke Hellmann, Künstler Francesca Manfredi, Francesco Petrone und AK68 Jurymitglieed Robert Lang.

Zwei Werke im Sonderausstellungssaal im Museum.

Gerade diese Verteilung auf mehrere Ausstellungsorte verleiht der Veranstaltung ihren besonderen Charakter. Wer die Ausstellung vollständig erleben möchte, begibt sich auf einen Rundgang durch die historische Innenstadt und entdeckt dabei immer wieder neue künstlerische Positionen.

Ausstellung wird von einem Rahmenprogramm begleitet

Während der Ausstellungsdauer stehen neben den Kunstwerken auch verschiedene Begleitveranstaltungen auf dem Programm. Geplant sind unter anderem Lesungen, Performances, musikalische Projekte sowie Video-Präsentationen an unterschiedlichen Ausstellungsorten. Damit soll die Große Kunstausstellung über die klassische Präsentation von Bildern und Skulpturen hinaus zusätzliche Einblicke in zeitgenössische Kunst ermöglichen. Mehr Infos zum Programm findet Ihr hier.

Die Große Kunstausstellung des AK68 gehört seit Jahrzehnten zu den festen Größen im Kulturkalender der Region und zieht regelmäßig Besucher weit über den Landkreis Rosenheim hinaus an. Sie ist noch bis 23. August 2026 geöffnet.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsaam / Beitragsbild, Fotos: Hendrik Heuser)

Freisprechungsfeier der Bäcker- und Metzgerinnung in Rohrdorf

Freisprechungsfeier der Bäcker- und Metzgerinnung in Rohrdorf

Rohrdorf / Landkreis Rosenheim – Mehr als 100 Gäste haben am Samstag (25.7.2026)  die Freisprechungsfeier der Bäcker- und Metzgerinnung begleitet. Im Mittelpunkt des Festakts standen die erfolgreichen Absolventen der Ausbildungsberufe Bäcker, Metzger sowie Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk mit den Schwerpunkten Bäckerei und Fleischerei.
von links: Landrat Otto Lederer, Prüfungsvorsitzende Rosi Hell, Obermeister Wolfgang Sattelberger, beste Bäckerin Nelle Bernhard Bäckerei Wolter Rosenheim, beste Fachverkäuferin Anastasia Riechkina, Dorfbäcker Sattelberger Rohrdorf, Landtagsabgeordneter Sebastian Friesinger, Prüfungsvorsitzender Martin Rieder. Foto: Kreishandwerkerschaft Rosenheim
Foto zeigt von links: Landrat Otto Lederer, Prüfungsvorsitzende Rosi Hell, Obermeister Wolfgang Sattelberger, beste Bäckerin Nelle Bernhard Bäckerei Wolter Rosenheim, beste Fachverkäuferin Anastasia Riechkina, Dorfbäcker Sattelberger Rohrdorf, Landtagsabgeordneter Sebastian Friesinger, Prüfungsvorsitzender Martin Rieder. Fotos: Kreishandwerkerschaft Rosenheim
Die Freisprechung markiert den erfolgreichen Abschluss der Berufsausbildung und den Übergang der Auszubildenden in das Berufsleben.
Junge Fachkräfte nach der Freisprechung Foto: Kreishandwerkerschaft Rosenheim
Junge Fachkräfte nach der Freisprechung
Bedeutung des regionalen Lebensmittelhandwerks hervorgehoben

In ihren Grußworten würdigten mehrere Redner die Bedeutung des regionalen Lebensmittelhandwerks. Landrat Otto Lederer betonte die hohe Qualität regional erzeugter Lebensmittel und deren Bedeutung für die Wertschöpfung in der Region. Und auch die Landtagsabgeordneten Sebastian Friesinger und Sepp Lausch hoben in ihren Reden die Bedeutung hochwertiger regionaler Produkte hervor.

Darüber hinaus wurde auf die kurzen Transportwege regional erzeugter Lebensmittel verwiesen. Diese seien ein Beitrag zur Nachhaltigkeit und kämen zugleich dem Tierwohl zugute. Verbraucher könnten das regionale Lebensmittelhandwerk durch einen bewussten Einkauf unterstützen.
Zum Abschluss der Feier erhielten die jungen Gesellinnen und Gesellen ihre Freisprechung und wurden offiziell in ihren jeweiligen Handwerksberufen verabschiedet.
(Quelle: Pressemitteilung Kreishandwerkerschaft Rosenheim / Beitragsbild: Kreishandwerkerschaft Rosenheim)

BRK Rosenheim feiert Jubiläum: Blutspenden in der Region nahezu verdoppelt

BRK Rosenheim feiert Jubiläum: Blutspenden in der Region nahezu verdoppelt

Rosenheim – Seit zehn Jahren organisiert der Blutspendedienst des Bayerischen Roten Kreuzes gemeinsam mit dem BRK-Kreisverband Rosenheim Blutspendetermine in Stadt und Landkreis Rosenheim. Zum Jubiläum wurde auf eine erfolgreiche Entwicklung zurückgeblickt: Die Zahl der Spender ist in dieser Zeit deutlich gestiegen.

Seit der Rückkehr des Blutspendedienstes des BRK in die Region im Jahr 2016 hat sich die Blutspende vor Ort erfolgreich entwickelt. Die Zahlen zeigen den deutlichen Anstieg: Während im Jahr 2017 insgesamt 7.439 Spender registriert wurden, waren es 2025 bereits 12.704 Spenderwillige. Damit konnte die Zahl der gespendeten Blutkonserven in der Region nahezu verdoppelt werden.
„Diese Entwicklung zeigt, dass wir gemeinsam einen wichtigen Beitrag zur sicheren Versorgung von Patientinnen und Patienten leisten“, betonte der BRK-Kreisverband.

Der Erfolg sei vor allem dem Zusammenspiel aller Beteiligten zu verdanken – von den Mitarbeitern des Blutspendedienstes über die hauptamtliche Organisation bis hin zu den zahlreichen ehrenamtlichen Helfern, die die Blutspendetermine vor Ort unterstützen.

Viele Rotkreuz-Gemeinschaften engagieren sich

Ein wichtiger Bestandteil der Blutspende im Landkreis Rosenheim ist die Unterstützung durch die verschiedenen Rotkreuz-Gemeinschaften. Aktuell beteiligen sich 14 Gemeinschaften an der Organisation, darunter vier Wasserwachten, neun Bereitschaften sowie der Soziale Arbeitskreis Bruckmühl.

An vielen Standorten sind außerdem Jugendgruppen eingebunden. Die Blutspende ist damit ein Gemeinschaftsprojekt, bei dem hauptamtliche Mitarbeiter und Ehrenamtliche eng zusammenarbeiten.

Darüber hinaus bietet die Blutspende die Möglichkeit, mit Menschen aus der Region in Kontakt zu kommen und Interessierte für das Rote Kreuz zu gewinnen. Für Helfer entsteht dabei ein abwechslungsreiches Aufgabenfeld außerhalb der klassischen Einsatz- und Rettungsdienste.

Dank an Spender und Helfer

Zum Jubiläum würdigte Direktor Martin Schmidt, Kreisgeschäftsführer des BRK-Kreisverbandes Rosenheim, den Einsatz aller Beteiligten. „Die vergangenen zehn Jahre haben gezeigt, was möglich ist, wenn Hauptamt, Ehrenamt und Blutspendedienst gemeinsam an einem Strang ziehen. Diese Partnerschaft ist von gegenseitigem Vertrauen, großem Engagement und einem gemeinsamen Ziel geprägt – dafür gilt allen Beteiligten mein herzlicher Dank.“

Auch der stellvertretende Vorsitzende des BRK-Kreisverbandes Rosenheim, Freddy Eisner, hob die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Blutspendedienst hervor.

Auszeichnung und neues Einsatzfahrzeug

Im Rahmen der Jubiläumsveranstaltung wurde Georg Götz, Geschäftsführer des Blutspendedienstes des Bayerischen Roten Kreuzes, für die langjährige Zusammenarbeit ausgezeichnet. Gemeinsam verliehen Martin Schmidt und Freddy Eisner ihm die Henry-Dunant-Münze in Gold. Mit dieser Ehrung würdigte der Kreisverband seine Verdienste um die enge Partnerschaft mit dem BRK-Kreisverband Rosenheim.

Ein weiterer Höhepunkt der Feier war die Übergabe eines neuen Einsatzfahrzeuges an den BRK-Kreisverband Rosenheim. Das Fahrzeug wurde vom Blutspendedienst des Bayerischen Roten Kreuzes gesponsert und soll die weitere Arbeit des Kreisverbandes unterstützen.

Die Übergabe steht zugleich für die enge Verbindung beider Organisationen und die Fortsetzung der erfolgreichen Zusammenarbeit in den kommenden Jahren.
(Quelle: Pressemitteilung Bayerisches Rotes Kreuz Kreisverband Rosenheim / Beitragsbild: von links, Direktor Martin Schmidt, Kreisgeschäftsführer BRK Rosenheim Georg Götz, Geschäftsführer des Blutspendedienstes Freddy Eisner, stellv. Vorsitzender des BRK Rosenheim Copyright Bayerisches Rotes Kreuz Kreisverband Rosenheim)

Freie Wähler laden zur Bürgersprechstunde in Rosenheim ein

Freie Wähler laden zur Bürgersprechstunde in Rosenheim ein

Rosenheim – Die Freien Wähler laden am Donnerstag, 30. Juli, zur letzten Bürgersprechstunde vor der Sommerpause ein.

Von 16 bis 20 Uhr stehen im Bürgerbüro in der Kaiserstraße 12 in Rosenheim Bezirks- und Kreisrätin Barbara Stein, Bezirks- und Kreisrat Sepp Hofer sowie der Landtagsabgeordnete Josef Lausch für Gespräche mit Bürgern zur Verfügung.

Während der Ferienzeit finden die regelmäßigen Bürgersprechstunden nicht statt. Dringende Anliegen können laut den Freien Wählern weiterhin jederzeit per E-Mail an josef.lausch@fw-landtag.de gerichtet werden.
(Quelle: Pressemitteilung Josef Lausch Mitglied des Landtags (MdL) / Beitragsbild: Copyright Josef Lausch MdL)

Brachvogel in Bayern: So viele Jungvögel wie seit Jahren nicht mehr

Brachvogel in Bayern: So viele Jungvögel wie seit Jahren nicht mehr

Bayern – Der Wiesenbrüterschutz zeigt Wirkung: Im Altmühltal und im Donaumoos sind in diesem Jahr so viele junge Brachvögel flügge geworden wie seit Jahren nicht mehr. Der LBV sieht darin ein wichtiges Signal für den Erhalt der vom Aussterben bedrohten Vogelart.

Im Altmühltal wurden bei knapp 40 Brutpaaren insgesamt 36 Jungvögel flugfähig. Im Donaumoos schafften weitere 15 Jungvögel aus 23 Brutpaaren den erfolgreichen Start ins Leben.
„Diese Zahlen zeigen, dass konsequenter Wiesenbrüterschutz wirkt“, sagt Verena Rupprecht, Leiterin des Fachbereichs Wiesenbrüter beim LBV. „Wenn wir solche Bruterfolge über mehrere Jahre hinweg erreichen, besteht erstmals die realistische Chance, den Bestandsrückgang des Brachvogels umzukehren.“

Bedrohte Vogelart braucht erfolgreiche Brut

Der Brachvogel zählt in Bayern zu den am stärksten gefährdeten Vogelarten und steht auf der Roten Liste als „Vom Aussterben bedroht“. Entwässerte Moore, der Verlust feuchter Wiesen, eine frühe oder häufige Mahd, Nahrungsmangel sowie zunehmende Störungen haben seinen Lebensraum in den vergangenen Jahrzehnten stark eingeschränkt.

Entscheidend für den Erhalt der Art ist der Bruterfolg. Nur wenn genügend Jungvögel flügge werden, können die natürlichen Verluste älterer Tiere ausgeglichen werden. Umso bemerkenswerter ist das diesjährige Ergebnis, da die Brutsaison von einer außergewöhnlichen Trockenheit geprägt war. Solche Wetterlagen werden nach Einschätzung des LBV durch den Klimawandel künftig häufiger auftreten und den Lebensraum des Brachvogels zusätzlich unter Druck setzen.

Deutlich bessere Zahlen als in den Vorjahren

Die aktuellen Ergebnisse liegen deutlich über denen der vergangenen Jahre. Im Altmühltal wurden in den vergangenen drei Jahren jeweils weniger als 15 Jungvögel flügge. Im Donaumoos waren es 2025 lediglich fünf Jungvögel, in den beiden Jahren zuvor jeweils nur drei.

Nicht überall fiel die Bilanz gleich positiv aus. Im Donautal zwischen Regensburg, Straubing und Deggendorf gab es sowohl erfolgreiche Teilgebiete als auch Bereiche mit nur wenigen flüggen Jungvögeln. Ein ähnliches Bild zeichnet sich laut LBV auch in weiteren bayerischen Wiesenbrütergebieten ab.

Kreative Hilfe gegen die Trockenheit

Im Donaumoos zeigte sich, wie wichtig eine intensive Betreuung der Brutgebiete ist. Weil viele flache Senken aufgrund der Trockenheit austrockneten, füllten Naturschützer ausgewählte Mulden zeitweise mit Wasser aus Tanks. Dadurch blieben wichtige Nahrungsflächen für die Wiesenvögel erhalten.

„Die Trockenheit war in diesem Jahr eine große Herausforderung. Dass wir trotzdem einen so guten Bruterfolg erzielen konnten, zeigt, wie wichtig unsere Arbeit und auch kreative Lösungen vor Ort sind“, sagt Florian Prestl, LBV-Projektmitarbeiter im Donaumoos.

Beringung liefert wichtige Erkenntnisse

Ein Teil der Jungvögel wurde mit individuellen Farbringen markiert. Dadurch können die Tiere in den kommenden Jahren eindeutig wiedererkannt werden. Besonders erfreulich war für das LBV-Team die Rückkehr eines Brachvogels, der 2024 als Küken im Donaumoos beringt worden war. In diesem Frühjahr kehrte er in sein Geburtsgebiet zurück und gründete nur wenige hundert Meter entfernt ein eigenes Brutpaar.

„Brachvögel sind ausgesprochen standorttreu. Haben sie einmal ein geeignetes Brutgebiet gefunden, kehren sie meist über viele Jahre dorthin zurück“, so Florian Prestl.

Ein Erfolg mit Signalwirkung

Trotz der positiven Entwicklung mahnt der LBV, die Ergebnisse nicht zu überschätzen. Ein einzelnes erfolgreiches Jahr könne die schwachen Brutsaisons der vergangenen Jahre nicht ausgleichen. Ziel sei es, den Bruterfolg dauerhaft auf einem Niveau zu halten, das den Bestand langfristig sichert.

„Die diesjährige Saison motiviert uns sehr. Sie zeigt, dass unsere Schutzmaßnahmen auch unter schwierigen Bedingungen funktionieren können“, sagt LBV-Biologin Verena Rupprecht.

Nach Angaben des LBV tragen abgestimmte Mahdtermine, die Verbesserung der Lebensräume, Schutzmaßnahmen gegen Fressfeinde sowie die intensive Betreuung der Brutgebiete wesentlich zum Erfolg bei. Möglich sei dies nur durch die Zusammenarbeit von Landwirten, Ehrenamtlichen, Behörden und weiteren Unterstützern.
(Quelle: Pressemitteilung LBV / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Red Bull – Bora – hansgrohe feiert erfolgreichste Tour de France der Teamgeschichte

Red Bull – Bora – hansgrohe feiert erfolgreichste Tour de France der Teamgeschichte

Frankreich / Raubling – Mit Platz zwei in der Gesamtwertung und zwei Etappensiegen blickt Red Bull – Bora – hansgrohe auf die erfolgreichste Tour de France seit der ersten Teilnahme zurück. Entscheidend für den Erfolg war Remco Evenepoel, der mit einer konstant starken Leistung neue Bestmarken für sich und das Team setzte.

Der Belgier gewann die Etappen 15 mit der Bergankunft am Plateau de Solaison sowie das Einzelzeitfahren auf Etappe 16. Darüber hinaus fuhr er auf drei weiteren Etappen unter die besten Drei und stand an 14 der 21 Renntage auf einem Podiumsplatz der Gesamtwertung. Er beendete die Tour erstmals in seiner Karriere auf Rang zwei.
Auch für Red Bull – Bora – hansgrohe ist der zweite Platz in der Gesamtwertung ein Novum. Damit übertraf Evenepoel das Vorjahresergebnis, als Florian Lipowitz neben dem Weißen Trikot des besten Nachwuchsfahrers auch Rang drei in der Gesamtwertung belegte. Besonders ist das Resultat, da das Team den Schlussakt der Rundfahrt ohne seinen zweiten Gesamtklassementfahrer bestreiten musste.

Evenepoel zieht positives Fazit

Die Entwicklung der vergangenen Jahre unterstreicht den sportlichen Aufwärtstrend der Mannschaft. Nach Platz vier durch Emanuel Buchmann im Jahr 2019, den fünften Plätzen von Wilco Kelderman (2021) und Aleksandr Vlasov (2022) sowie dem ersten Podiumsplatz im Vorjahr ist Rang zwei bei der Tour de France 2026 ein weiterer Meilenstein. Das Ergebnis bestätigt die Entwicklung des Teams und dessen Etablierung unter den erfolgreichsten Grand-Tour-Mannschaften.

„Ich kam mit einem klaren Ziel zur Tour: eine Etappe gewinnen und die Gesamtwertung auf dem Podium beenden. Das hat funktioniert, es sind sogar zwei Etappen geworden. Ich bin sehr glücklich mit dem, was wir als Team erreicht haben. Und es zeigt, dass ich meine Karriereziel, alle drei Grand Tours zu gewinnen, noch nicht beerdigen muss.“ so Remco Evenepoel
(Quelle: Pressemitteilung Red Bull – Bora – hansgrohe  / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Der Libelle auf der Spur: Geführte Wanderung durch die Eggstätt-Hemhofer Seenplatte

Der Libelle auf der Spur: Geführte Wanderung durch die Eggstätt-Hemhofer Seenplatte

Eggstätt / Landkreis Rosenheim – In der Eggstätt-Hemhofer Seenplatte können Naturfreunde am Sonntag, 9. August, die Welt der Libellen entdecken. Diplom-Biologin Ursula Bernritter führt bei einer rund dreistündigen Wanderung durch eines der artenreichsten Libellengebiete Bayerns.

Im ältesten Naturschutzgebiet Bayerns leben mehr als 50 Libellenarten, deren Lebensweise und Lebensräume während der rund dreistündigen Wanderung vorgestellt werden.
Treffpunkt ist um 14.30 Uhr am Parkplatz bei Schloss Hartmannsberg in Hemhof. Die Teilnahme kostet 11 Euro für Erwachsene und 7 Euro für Kinder von vier bis 14 Jahren. Eine Anmeldung ist erforderlich und unter 0176/22877508 möglich. Die Bezahlung erfolgt vor Ort.
Veranstalter ist der Verein der Natur- und Landschaftsführerinnen Inn-Salzach.
(Quelle: Pressemitteilung Gemeinde Eggstätt / Beitragsbild: Copyright Pia Steen)

Blitzeinbruch im Rosenheimer Juweliergeschäft: Täter flüchten – Kripo bittet um Hinweise

Blitzeinbruch im Rosenheimer Juweliergeschäft: Täter flüchten – Kripo bittet um Hinweise

Rosenheim – Ein Juweliergeschäft in der Münchener Straße in Rosenheim ist am heutigen frühen Montagmorgen (27.7.2026)  Ziel eines Einbruchs geworden. Drei maskierte Täter fuhren mit einem Auto in die Schaufensterauslage, drangen in das Geschäft ein und flüchteten anschließend mit einem weiteren Fahrzeug. Die Kriminalpolizei Rosenheim hat die Ermittlungen übernommen und bittet um Hinweise aus der Bevölkerung.

Nach Angaben des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd gingen gegen 4.09 Uhr mehrere Meldungen bei der Einsatzzentrale ein, dass ein VW Golf 3 in die Auslage eines Juweliergeschäfts in der Münchener Straße gefahren sei. Drei maskierte Täter sollen anschließend in das Geschäft eingedrungen sein und gezielt Wertgegenstände entwendet haben.
Nach der Tat flüchteten die Täter mit einer dunklen Audi-Limousine stadtauswärts. Eine sofort eingeleitete Großfahndung unter Beteiligung zahlreicher Polizeikräfte, der Bundespolizei und eines Polizeihubschraubers blieb bislang ohne Erfolg.

Einbruch bei Juwelier in der Münchener Straße Copyright Josefa Staudhammer
Hoher Beuteschaden – Polizei sucht Zeugen

Bei den Tatverdächtigen soll es sich um drei Personen handeln, die vollständig schwarz gekleidet waren und Sturmhauben trugen. Alle drei werden als etwa 1,80 Meter groß beschrieben. Als Fluchtfahrzeug diente nach bisherigen Erkenntnissen eine dunkle Audi-Limousine.
Der entstandene Beuteschaden wird nach ersten Erkenntnissen auf einen hohen mittleren bis oberen fünfstelligen Euro-Betrag geschätzt. Der Sachschaden am Gebäude und der Auslage liegt ersten Schätzungen zufolge im unteren fünfstelligen Bereich.

Die ersten Ermittlungen vor Ort wurden durch Beamte der Polizeiinspektion Rosenheim und des Kriminaldauerdienstes der Kriminalpolizei Rosenheim aufgenommen. Die weiteren Untersuchungen führt das zuständige Fachkommissariat 2 der Kriminalpolizei Rosenheim unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Traunstein, Zweigstelle Rosenheim, fort.

Die Kriminalpolizei bittet Zeugen, die am Montagmorgen gegen 4 Uhr im Bereich der Münchener Straße verdächtige Beobachtungen gemacht haben, sich zu melden. Gesucht werden insbesondere Hinweise zu Personen oder Fahrzeugen, darunter ein älterer VW Golf und eine dunkle Audi-Limousine.

Nach Angaben der Polizei ist bekannt, dass ein Pärchen beobachtet haben soll, wie die Täter in das Fluchtfahrzeug einstiegen. Diese Zeugen werden gebeten, sich dringend bei der Polizei zu melden.

Hinweise nimmt die Kriminalpolizei Rosenheim unter der Telefonnummer 08031/200-0 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd / Beitragsbild: Copyright Josefa Staudhammer)

Sportbund DJK Rosenheim lädt zum Sommerfest ein

Sportbund DJK Rosenheim lädt zum Sommerfest ein

Rosenheim – Der Sportbund DJK Rosenheim lädt am Sonntag (2.8.2026) zu seinem Sommerfest auf den Sportbund Campus in der Pürstlingstraße 49 ein. Unter dem Motto „Mehr als ein Verein“ erwartet die Besucher ab 10 Uhr ein Programm mit Sport, Unterhaltung, Mitmachaktionen und kulinarischem Angebot.

Ein Höhepunkt des Tages ist das Freundschaftsspiel zwischen den Fußballern des Sportbunds und den Profis der Starbulls Rosenheim. Die Partie beginnt um 11.30 Uhr.

Einblicke in die Vereinsvielfalt

Beim Sommerfest präsentieren sich zahlreiche Abteilungen des Sportbund DJK Rosenheim. Besucher haben die Möglichkeit, verschiedene Sportangebote kennenzulernen und bei Mitmachaktionen selbst aktiv zu werden. Der Verein verfügt nach eigenen Angaben über insgesamt 25 Abteilungen.
Auch ein Bühnenprogramm ist geplant. Dazu gehören unter anderem eine Tanzshow sowie eine Halbzeitshow der Boxabteilung. Um 13 Uhr werden langjährige Mitglieder für ihre Verbundenheit und ihr Engagement im Verein geehrt.
Für Kinder steht eine Hüpfburg bereit. Außerdem gibt es ein gastronomisches Angebot und Möglichkeiten zum Austausch innerhalb der Rosenheimer Vereinsgemeinschaft.

„Unser Sommerfest steht für das, was den Sportbund auszeichnet: Gemeinschaft, Zusammenhalt und die Freude am Sport. Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit vielen Gästen einen unvergesslichen Tag zu erleben“, sagt der Vorstand des Sportbund DJK Rosenheim.
(Quelle: Pressemitteilung Sportbund DJK Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Bauarbeiten: Fahrplanänderungen bei der BRB im Netz Chiemgau-Inntal

Bauarbeiten: Fahrplanänderungen bei der BRB im Netz Chiemgau-Inntal

Landkreis Rosenheim – Bauarbeiten der DB InfraGO AG führen im August zu Fahrplanabweichungen, Teilausfällen und Schienenersatzverkehr bei mehreren Zugverbindungen der Bayerischen Regiobahn (BRB) im Netz Chiemgau-Inntal.

Die Einschränkungen gelten von Montag (10. August) bis Sonntag (16. August 2026) auf den Strecken München – Rosenheim – Salzburg/Kufstein sowie Holzkirchen – Rosenheim. Grund sind Bauarbeiten der DB InfraGO AG.

Nächtliche Einschränkungen zwischen München und Rosenheim

Auf der Strecke München Hauptbahnhof – Rosenheim – Salzburg kommt es von Montag (10. August) bis Donnerstag (13. August) jeweils nachts in beide Richtungen zu Fahrplanabweichungen. Teilweise entfallen Verbindungen zwischen München Hauptbahnhof und München Ost. Zudem werden einzelne Züge umgeleitet, wodurch Halte zwischen München Ost und Großkarolinenfeld entfallen können. Zwischen Grafing Bahnhof und Rosenheim wird in diesem Zeitraum ein Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet.

Auch Verbindung Holzkirchen – Rosenheim betroffen

Auf der Strecke Holzkirchen – Rosenheim kommt es in der Nacht von Mittwoch (12. August) auf Donnerstag (13. August) bei den jeweils letzten beiden Verbindungen in beide Richtungen zu Fahrplanabweichungen. Für diese Fahrten wird ein Schienenersatzverkehr mit Bussen zwischen Holzkirchen und Rosenheim eingerichtet.

Auf der Strecke München Hauptbahnhof – Rosenheim – Kufstein müssen Fahrgäste von Donnerstag (13. August) bis Sonntag (16. August) jeweils nachts bei einzelnen Verbindungen mit Änderungen rechnen. Zwischen Rosenheim und Brannenburg sowie zwischen Kufstein und Brannenburg wird teilweise ein Schienenersatzverkehr mit Bussen angeboten.

Die BRB weist darauf hin, dass Busse und Züge während der Bauarbeiten teilweise zu anderen Zeiten als im regulären Fahrplan verkehren. Fahrgäste können die Sonderfahrpläne auf der Internetseite der BRB abrufen. Dort besteht außerdem die Möglichkeit, einen Newsletter mit Informationen zu ausgewählten Strecken zu abonnieren. Aktuelle Informationen gibt es auch über die „BRB Störungsinfo“ auf Facebook sowie über die WhatsApp-Kanäle der BRB.
(Quelle: Pressemitteilung Bayerische Regiobahn (BRB) / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Historische Bulldogs begeistern in Langenpfunzen

Historische Bulldogs begeistern in Langenpfunzen

Schechen / Landkreis Rosenheim – Freunde historischer Landtechnik kamen am gestrigen Sonntag (26.7.2026)  in Langenpfunzen (Landkreis Rosenheim) zusammen. Der Bulldog-Club Langenpfunzen veranstaltete auf der Festwiese in Pfaffenhofen zum 17. Mal sein Bulldog-Oldtimer-Treffen. Zahlreiche Besitzer präsentierten ihre historischen Fahrzeuge und landwirtschaftlichen Geräte.
Bulldogtreffen in Langenpfunzen 2026. Fotos: Eduard Staudhammer
Bei so einem Anblick schlagen die Herzen von Bulldogfans höher. Fotos: Eduard Staudhammer
Das Wetter spielte entgegen den ursprünglichen Prognosen mit. Statt des angekündigten Regens blieb es über weite Teile des Tages trocken, lediglich einzelne Tropfen fielen. Die gute Witterung sorgte für eine angenehme Atmosphäre auf dem Veranstaltungsgelände.

Alte Raritäten und historische Geräte

Im Mittelpunkt des Treffens standen die historischen Bulldogs und Traktoren. Zahlreiche Liebhaber alter Landmaschinen präsentierten ihre Fahrzeuge, darunter auch verschiedene Raritäten aus vergangenen Jahrzehnten. Zusätzlich wurden historische landwirtschaftliche Geräte vorgeführt und ihre Funktionsweise erklärt.

Bulldogtreffen in Langenpfunzen 2026. Fotos: Eduard Staudhammer
In den vergangenen Jahren hatte das Bulldog-Oldtimer-Treffen wesentlich größere Dimensionen erreicht. Sogar Teilnehmer aus Österreich und Italien waren bereits mit ihren Fahrzeugen nach Langenpfunzen gekommen. In diesem Jahr fiel die Veranstaltung jedoch kleiner aus und dauerte erstmals nur einen Tag. Der ganz große Besucherandrang früherer Jahre blieb deshalb aus.
Bulldogtreffen in Langenpfunzen 2026. Fotos: Eduard Staudhammer
Die Veranstalter zeigten sich dennoch zufrieden mit dem Verlauf des Treffens. Vor allem für die Besitzer historischer Bulldogs und Traktoren bot die Veranstaltung Gelegenheit zum Austausch und zum Fachsimpeln über die alte Technik.

Austausch stand im Mittelpunkt

Bewusst verzichtete der Bulldog-Club Langenpfunzen auf eine große Bühne und eine umfangreiche Beschallung. Stattdessen sollte der persönliche Austausch zwischen den Oldtimerfreunden im Mittelpunkt stehen. Musikalisch begleitet wurde der Tag von der Gruppe „Hoizfrei Söchtnau“.

Bulldogtreffen in Langenpfunzen 2026. Fotos: Eduard Staudhammer
Für das leibliche Wohl war mit einem gastronomischen Angebot gesorgt, insbesondere die Grillfleischsemmeln waren heiß begehrt. Für Kinder gab es mit einer Hüpfburg ein eigenes Angebot.
Der Bulldog-Club Langenpfunzen setzt sich seit mehr als vier Jahrzehnten für den Erhalt historischer landwirtschaftlicher Fahrzeuge und Geräte ein.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild, Fotos: Eduard Staudhammer)