Giulio Pellizzari gewinnt Königsetappe – Red Bull – Bora – hansgrohe feiert zweiten Sieg in Folge

Giulio Pellizzari gewinnt Königsetappe – Red Bull – Bora – hansgrohe feiert zweiten Sieg in Folge

Deutschland / Raubling – Die Deutschland Tour 2026 bleibt für Red Bull – Bora – hansgrohe ein Erfolg. Einen Tag nach dem Sprint-Coup von Alessio Magagnotti sicherte sich Giulio Pellizzari die Königsetappe von Herxheim nach Bad Dürkheim. Im Finale setzte sich der Italiener gegen seinen Begleiter und neuen Gesamtführenden Isaac del Toro durch.

Das Etappenprofil durch die Pfalz hatte es in sich. Auf den Runden rund um Bad Dürkheim warteten zahlreiche kurze Anstiege und insgesamt mehr als 3.000 Höhenmeter. Damit wurde die Etappe zum anspruchsvollsten Renntag der bisherigen Deutschland Tour.

Pellizzari reagiert auf Attacke von del Toro

Die entscheidende Phase begann bereits rund 35 Kilometer vor dem Ziel. Am Anstieg zum Rotsteig attackierte Isaac del Toro. Pellizzari ging nicht sofort mit, sondern fuhr sein eigenes Tempo und arbeitete sich anschließend wieder an den Mexikaner heran.

„Ich kenne Isaac ziemlich gut und weiß, dass er an zwei Minuten langen Anstiegen einfach auf einem anderen Niveau fährt. Ihm direkt zu folgen, wäre ein Fehler gewesen. Deshalb bin ich mein eigenes Tempo gefahren, ohne das Risiko einzugehen, zu überziehen. Bis zur Kuppe bin ich so schnell gefahren, wie ich konnte, und in der Abfahrt habe ich wieder zu ihm aufgeschlossen.“ so Giulio Pellizzari.

Auf der ersten Zielrunde in Bad Dürkheim blieb das Tempo an der Spitze hoch. Das Duo konnte sich vom letzten Begleiter absetzen und ging gemeinsam in die zweite und entscheidende Runde. Im Sprint der beiden Freunde hatte schließlich Pellizzari die Nase vorn und sicherte sich den Tagessieg.

Zweiter Etappensieg für Red Bull – Bora – hansgrohe

Für Pellizzari ist es bereits der vierte Etappensieg der Saison bei einem Rennen der UCI ProSeries. Zuvor hatte der Italiener bereits bei der Tour of the Alps und der Vuelta a Burgos Etappensiege gefeiert.

„Gestern haben wir uns riesig über Alessios Sieg gefreut. Heute wollten wir direkt noch einmal gewinnen. Die Zusammenarbeit mit Isaac hat super funktioniert – er hatte die Gesamtwertung im Blick, während ich auf den Etappensieg gefahren bin. Mein persönliches Ziel für diese Saison war es, mehr Rennen zu gewinnen. Deswegen freue ich mich über den heutigen Sieg und möchte dafür meinen Teamkollegen und dem gesamten Team danken.“ sagt Pellizzari

Für Red Bull – Bora – hansgrohe ist der Erfolg auf der Königsetappe besonders bemerkenswert. In den vergangenen vier Ausgaben der Deutschland Tour war dem Team kein Etappensieg gelungen. Nun folgten innerhalb von nur 24 Stunden gleich zwei Erfolge: Auf Alessio Magagnottis Überraschung im Sprint folgte Giulio Pellizzaris Triumph auf der Königsetappe.
(Quelle: Pressemitteilung Red Bull – Bora – hansgrohe / Beitragsbild: Symbolfoto re)

MorgenINNPULS – Schon gewusst?

MorgenINNPULS – Schon gewusst?

Montag, 24. August – Guten Morgen!

Wusstest Du, dass die Fangarme bestimmter Fangschreckenkrebse beim Zuschlagen Geschwindigkeiten von über 80 Kilometern pro Stunde erreichen können?
Der Schlag ist so schnell, dass dabei sogar winzige Bläschen durch Kavitation entstehen.
Ein nur wenige Zentimeter großes Tier besitzt damit einen erstaunlichen „Schlagmechanismus“.

Vielleicht denkst du heute einmal darüber nach, dass Größe nicht immer etwas über Kraft und Schnelligkeit aussagt.

Wir wünschen Dir einen kraftvollen Start in den Tag! 🌞
(Quelle: Artikel Josefa Staudhammer / Beitragsbild: re)

LBV appelliert: „Bergseen sind keine Freizeitparks“

LBV appelliert: „Bergseen sind keine Freizeitparks“

Allgäu / Bayern – Bergseen wie der Schrecksee und die Gaisalpseen ziehen im Sommer viele Besucher an. Bilder und Videos in sozialen Medien haben die Bekanntheit einzelner Ziele zusätzlich gesteigert. Der Landesbund für Vogel- und Naturschutz (LBV) sieht dadurch sensible Lebensräume zunehmend unter Druck und appelliert an Besucher, Rücksicht auf Natur und Tiere zu nehmen.

„Soziale Medien können Menschen für unsere beeindruckende Bergnatur begeistern. Wenn aber immer mehr Menschen für dasselbe Fotomotiv denselben sensiblen Ort aufsuchen, braucht es umso mehr Rücksicht“, erklärt LBV-Gebietsbetreuer Felix Steinmeyer. Viele Bergseen der Allgäuer Hochalpen liegen in einer Landschaft, in der Pflanzen und Tiere unter besonderen Bedingungen leben. Die Gewässer und angrenzenden Alpweiden sind laut LBV häufig nährstoffarm. Gerade dadurch könnten sich dort spezialisierte Arten behaupten.

Trampelpfade und Müll belasten die Natur

Nach Angaben des Naturschutzverbands entstehen an stark besuchten Orten neben den eigentlichen Wegen immer wieder Trampelpfade. Pflanzen würden niedergetreten und Wildtiere zögen sich aus stark genutzten Bereichen zurück. Auch zurückgelassene Essensreste und Abfälle seien ein Problem. „Eine einzelne Person hinterlässt vielleicht kaum sichtbare Spuren. Wenn aber jeden Tag Hunderte denselben Weg abkürzen oder am selben Ufer sitzen, wird daraus schnell ein echtes Problem“, erklärt Steinmeyer.

Der LBV-Gebietsbetreuer erinnert deshalb an eine einfache Regel: „Am Berg gilt deshalb eine einfache Regel: Was ich hinauftrage, nehme ich auch wieder mit hinunter. Das gilt vom Müsliriegelpapier bis zum Taschentuch“, sagt Steinmeyer.

LBV rät vom Baden in Bergseen ab

Auch das Baden in Bergseen sieht der LBV kritisch. Nach Angaben des Verbands können unter anderem Rückstände von Sonnenschutzmitteln ins Wasser gelangen. Bestimmte chemische UV-Filter könnten Wasserorganismen beeinträchtigen. Beim Ein- und Aussteigen würden zudem empfindliche Uferbereiche belastet. „Ein Bergsee ist kein Schwimmbad. Wer sich abkühlen möchte, sollte für den Badetag ein dafür geeignetes Gewässer wählen. Es gibt auch im Allgäu genügend natürliche Seen und Baggerseen, an denen eine Abkühlung ohne Schaden für die Natur möglich ist“, so Steinmeyer.

Der Verband nennt vier Regeln, die Besucher beachten sollten: nicht am Bergsee zelten oder übernachten, den eigenen Müll vollständig wieder mitnehmen, auf den vorhandenen Wegen bleiben und keine Drohne einsetzen.

LBV fordert auch Behörden zum Handeln auf

Der Naturschutzverband sieht nicht nur die Besucher in der Verantwortung. Auch die zuständigen Behörden müssten bei stark überlasteten Orten konsequent handeln. Kontrollen, eine klare Besucherlenkung und gut sichtbare Hinweise auf geltende Regeln könnten nach Ansicht des LBV dazu beitragen, besonders sensible Bereiche zu schützen. „Für ein schönes Bergerlebnis braucht es weder ein Zelt direkt am See noch eine Drohne über dem Wasser. Das beste Erinnerungsfoto entsteht dort, wo für das Bild keine Natur zu Schaden kommt“, betont Steinmeyer. Und er ergänzt: „Wir wollen, dass Menschen unsere Bergnatur erleben können. Aber dort, wo der Besucherdruck so groß wird, dass Schutzregeln regelmäßig missachtet und Lebensräume geschädigt werden, müssen die zuständigen Stellen handeln“, mahnt der LBV-Gebietsbetreuer.

Nach Ansicht des LBV betreffen die Auswirkungen des Besucherdrucks nicht nur Schrecksee und Gaisalpseen, sondern auch andere sensible Bergseen und alpine Lebensräume in Bayern.
(Quelle: Pressemitteilung LBV / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Mehrere Fahrräder bei Wendelsteinrundfahrt gestohlen

Mehrere Fahrräder bei Wendelsteinrundfahrt gestohlen

Bad Feilnbach  / Landkreis Rosenheim – Im Zusammenhang mit der Wendelsteinrundfahrt am vergangenen Wochenende sind im südlichen Landkreis Rosenheim mehrere hochwertige Fahrräder gestohlen worden. Die Polizei prüft, ob die Taten von einem oder mehreren bislang unbekannten Tätern begangen wurden, und bittet um Zeugenhinweise.

E-Bike im Wert von 7.000 Euro gestohlen

Am Samstag (22. August 2026) stellte ein Teilnehmer gegen 13 Uhr sein E-Bike in Bad Feilnbach an einem Laternenmast ab und sicherte es gegen Diebstahl. Rund eine Stunde später war das Fahrrad verschwunden. Es handelt sich um ein E-Bike der Marke Canyon im Wert von etwa 7.000 Euro.
Gegen 15 Uhr parkte ein weiterer Teilnehmer seinen VW-Transporter auf einer Wiese im Bereich Gottschalling in Bad Feilnbach. Im Fahrzeug befanden sich zwei Rennräder. Nach rund 30 Minuten stellten die Besitzer fest, dass beide Fahrräder gestohlen worden waren.

Dabei handelt es sich um ein Pinarello Dogma F im Wert von etwa 12.000 Euro und ein Orbea Orca M30i im Wert von rund 2.500 Euro.

Rennrad aus Auto in Oberaudorf gestohlen

Ein weiterer Fall ereignete sich zwischen Samstagabend gegen 21 Uhr und Sonntagmorgen gegen 5.50 Uhr auf einem Parkplatz gegenüber des Gasthofs Seebacher an der Kufsteiner Straße in Oberaudorf.
Unbekannte schlugen die hintere Seitenscheibe eines Toyota Auris ein und stahlen ein im Kofferraum liegendes Rennrad der Marke Orbea Orca im Zeitwert von etwa 4.000 Euro. Außerdem wurde ein Fahrradhelm der Marke Specialized im Wert von rund 200 Euro entwendet.

Polizei sucht Zeugen

Nach Angaben der Polizei stehen die drei Fälle möglicherweise im Zusammenhang mit der Wendelsteinrundfahrt. Aufgrund der zahlreichen hochwertigen Fahrräder, die sich während der Veranstaltung in Bad Feilnbach und Umgebung befanden, wird geprüft, ob ein oder mehrere Täter für die Diebstähle verantwortlich sind.
Die Polizei bittet Teilnehmer und Besucher der Wendelsteinrundfahrt, die in Bad Feilnbach, Oberaudorf oder Umgebung verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet haben, sich zu melden. Von Interesse sind insbesondere Beobachtungen von Personen, die Fahrräder beobachtet, transportiert oder verladen haben, sowie verdächtige Fahrzeuge im Umfeld der Tatorte.
Hinweise nimmt die zuständige Polizeidienststelle entgegen.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Brannenburg / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Leiche auf Parkplatz an der B307 bei Lenggries gefunden

Leiche auf Parkplatz an der B307 bei Lenggries gefunden

Update 27.8. 2026: Das Polizeipräsidium Oberbayern Süd hat eine neue Polizeimeldung herausgegeben. Hier der Wortlaut:

Nachdem am frühen Sonntagmorgen, den 23. August 2026, auf einem Parkplatz an der B307 bei Lenggries eine unbekannte männliche Leiche gefunden wurde, konnte nun die Identität des Toten geklärt werden. Die Ermittlungen zu den Hintergründen dauern indes weiter an. Die Kriminalpolizei bittet weiterhin um Hinweise aus der Bevölkerung.

Wie bereits berichtet, wurde am Sonntag (23. August 2026), gegen 1.25 Uhr, der Fund einer Leiche auf einem Parkplatz an der B307 bei Lenggries bekannt.

Im Rahmen der am 23. August 2026 im Institut für Rechtsmedizin erfolgten gerichtsmedizinische Untersuchung konnten keinerlei Anzeichen für einen gewaltsamen Tod des Mannes festgestellt werden.

UPDATE:

Den Ermittlern der Kriminalpolizei ist es gelungen, die Identität des Toten zu klären.

Durch die Zusammenarbeit mit rumänischen Behörden konnten mittels eines Abgleichs von Fingerabdrücken und Lichtbildern in den polizeilichen Datenbanken eindeutige Übereinstimmungen erzielt werden.

Der Verstorbene ist demnach ein 64-jähriger Mann rumänischer Staatsangehörigkeit, der keinen Wohnsitz in Bayern angemeldet hatte.

Die Ermittlungen und Untersuchungen zu den Hintergründen dauern unvermindert an.

Die Polizei bittet die Bevölkerung zur Aufklärung des Sachverhalts weiterhin um sachdienliche Hinweise:

  • Wer hat in der Nacht von Samstag, den 22. August 2026, auf Sonntag, den 23. August 2026, bis etwa 1.25 Uhr Beobachtungen im Bereich der B307 zwischen Fall und der Abzweigung zur B13 gemacht?
  • Wer kann sonstige Angaben machen, die zur Aufklärung des Sachverhalts beitragen könnten?

Hinweise nimmt die Kriminalpolizeiinspektion Weilheim unter der Telefonnummer 0881/6400 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.


Update 24.8.2026: Nach dem Fund einer männlichen Leiche auf einem Parkplatz an der B307 bei Lenggries gibt es, so das Polizeipräsidium Oberbayern, nach der Obduktion keine Hinweise auf einen gewaltsamen Tod. Die Identität des Mannes ist weiterhin unklar. Die Kriminalpolizei bittet um Hinweise aus der Bevölkerung.

Wie bereits berichtet, war die Leiche am frühen Sonntagmorgen (23. August) gegen 1.25 Uhr auf einem Parkplatz an der B307 entdeckt worden. Die Ermittlungen werden inzwischen vom Fachkommissariat 1 der Kriminalpolizeiinspektion Weilheim geführt.

Keine Hinweise auf Gewalteinwirkung

Eine von der Staatsanwaltschaft München II angeordnete gerichtsmedizinische Untersuchung wurde am Sonntag gegen Mittag durchgeführt. Nach bisherigem Ermittlungsstand gibt es keine Hinweise auf einen gewaltsamen Tod. Das Alter des Mannes wird auf 60 bis 80 Jahre geschätzt.
Die Ermittlungen zur Identität des Toten und zu den Umständen des Fundes dauern an.

Polizei bittet um Hinweise

Die Kriminalpolizei fragt:

  • Wer hat in der Nacht von Samstag (22. August) auf Sonntag (23. August) bis etwa 1.25 Uhr Beobachtungen im Bereich der B307 zwischen Fall und der Abzweigung zur B13 gemacht?
  • Wer kann Hinweise zur Identität eines möglicherweise vermissten Mannes im Alter zwischen 60 und 80 Jahren geben?
  • Wer kann sonstige Angaben machen, die zur Klärung des Sachverhalts beitragen können?

Hinweise nimmt die Kriminalpolizeiinspektion Weilheim unter 0881/6400 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

Ausgangsmeldung:

 

Lenggries / Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen – Auf einem Parkplatz an der B307 bei Lenggries ist in der Nacht zum Sonntag (23. August 2026) eine männliche Leiche gefunden worden. Die Kriminalpolizei Weilheim ermittelt zu Identität und Todesumständen. Zeitweise kann es deshalb zu vollständigen Sperrungen der B307 kommen.

Polizei sperrt Fundort ab

Die Polizei wurde nach eigenen Angaben gegen 1.25 Uhr über den Leichenfund informiert. Einsatzkräfte der Polizeiinspektion Bad Tölz bestätigten den Fund, sperrten den Parkplatz weiträumig ab und sicherten den Bereich.
Noch in der Nacht übernahm der Kriminaldauerdienst der Kriminalpolizeiinspektion Weilheim die Ermittlungen vor Ort. Diese werden nun vom Fachkommissariat 1 der Kriminalpolizeiinspektion Weilheim unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft München II fortgeführt.

Unter anderem soll die Identität des Mannes geklärt werden. Auch die Umstände seines Todes sind Gegenstand der Ermittlungen.

B307 zeitweise komplett gesperrt

Wegen der polizeilichen Maßnahmen am Fundort kann die B307 in diesem Bereich bis auf Weiteres zeitweise vollständig gesperrt werden. Die Polizei bittet Verkehrsteilnehmer, den Bereich zu meiden und weiträumig zu umfahren. Weitere Angaben will die Polizei machen, sobald neue Erkenntnisse vorliegen.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Salzstadel, Rosenheim, 1980er

Salzstadel, Rosenheim, 1980er

Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in die 1980er Jahre. Das historische Foto zeigt den Rosenheimer Salzstadel zu einer Zeit, als der zentrale Platz noch ganz anders aussah als heute: Eine durchgehende Asphaltfläche, dicht an dicht geparkte Autos und eine kleine Schar Tauben, die auf dem Boden nach ein paar Körnchen suchte.

Autos statt Aufenthaltsbereich

Wer die heutige Gestaltung des Salzstadels kennt, dürfte den Platz auf der Aufnahme kaum wiedererkennen. In den 1980er Jahren wurde hier noch ganz selbstverständlich geparkt. Zu sehen sind zahlreiche Autos, die auch einen kleinen Einblick in den damaligen Straßenverkehr geben. Die Fahrzeugmodelle und ihre kantigen Formen lassen die Zeit inzwischen selbst schon historisch wirken.
Auch die Tauben gehörten auch damals schon zum Stadtbild. Auf dem Foto sind mehrere Tiere auf der Asphaltfläche unterwegs – vermutlich auf der Suche nach etwas Essbarem.
Der Salzstadel blieb noch viele Jahre ein Parkplatz. Erst 2009 endete diese Ära. Im Zuge der Neugestaltung wurde der Platz autofrei und zu einem Bereich für Fußgänger und Veranstaltungen umgebaut.

Die Bibliothek kam schon früher

Eine wichtige Veränderung hatte es allerdings bereits einige Jahre zuvor gegeben. Die Stadtbibliothek zog 1996 an den Salzstadel. Zuvor war sie am Ludwigsplatz untergebracht. Im Juli 1996 wurde der neue Standort eröffnet.
Heute prägt die Stadtbibliothek den Salzstadel ebenso wie die offene Fläche davor. Dort finden unter anderem im Sommer Veranstaltungen, Lesungen und Kulturangebote statt.
Beim Blick auf das historische Foto wird damit besonders deutlich, wie sehr sich der Salzstadel innerhalb weniger Jahrzehnte verändert hat: Aus einem von Autos dominierten Parkplatz wurde ein zentraler Treffpunkt mitten in der Rosenheimer Innenstadt.

Erkennt Ihr noch weitere Details auf unserem historischen Foto? Und wer erinnert sich an die Zeit, als am Salzstadel noch Autos parkten?
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Innpuls.me / Artikel: Karin Wunsam)

Linienbus fährt auf Pkw auf: Drei Verletzte auf der B307

Linienbus fährt auf Pkw auf: Drei Verletzte auf der B307

Miesbach – Bei einem Verkehrsunfall auf der B307 in Miesbach sind am Samstag, 22. August, drei Menschen verletzt worden. Nach Angaben der Polizeiinspektion Miesbach fuhr ein Linienbus gegen 11.20 Uhr auf einen Pkw auf.

Der 36-jährige Busfahrer aus Valley habe den vor ihm fahrenden Pkw übersehen, der verkehrsbedingt abbremsen musste. Der 25-jährige Fahrer des Autos aus Hausham wurde bei dem Unfall in seinem Fahrzeug eingeklemmt und musste von der Feuerwehr befreit werden.

Zwei Fahrgäste verletzt

Im Linienbus befanden sich laut Polizei neben dem Fahrer neun Fahrgäste. Zwei von ihnen sowie der Pkw-Fahrer wurden verletzt und zur ärztlichen Abklärung in umliegende Krankenhäuser gebracht. Auch der Busfahrer wurde verletzt und begab sich zur Behandlung in ärztliche Betreuung.
Die B307 musste nach dem Unfall für etwa 30 Minuten in beide Richtungen gesperrt werden. Während der Bergung des total beschädigten Pkw wurde der Verkehr anschließend abwechselnd an der Unfallstelle vorbeigeführt.

Den Gesamtsachschaden schätzt die Polizei auf rund 20.000 Euro. Nach etwa zwei Stunden war die B307 wieder uneingeschränkt befahrbar
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Miesbach / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Ein Denkmal für Rosenheims Berge: Der Felsenbrunnen

Ein Denkmal für Rosenheims Berge: Der Felsenbrunnen

Rosenheim – Die Nähe zu den Bergen spielt im Freizeitverhalten vieler Rosenheimer eine wichtige Rolle. Schon vor mehr als 100 Jahren wurde diese Verbundenheit mit den Alpen mitten in der Stadt sichtbar gemacht – mit dem Felsenbrunnen an der Ecke Prinzregentenstraße/Stollstraße.

Errichtet wurde der sogenannte „Alpine Brunnen“ im Jahr 1908 vom damaligen Rosenheimer Stadtgärtner Karl Stange. Der aus Württemberg stammende Stange war seit 1893 für die städtischen Anlagen verantwortlich. Mit dem Felsenarrangement  aus natürlichen Bruchsteinen sollte die Nähe Rosenheims zu den Bergen sichtbar gemacht werden.

Früher mit Wasserfall und Beleuchtung

Der Brunnen sah ursprünglich deutlich spektakulärer aus als heute. Zwischen den aufgeschichteten Natursteinen floss Wasser über einen kleinen Wasserfall. Außerdem war die Anlage beleuchtet. Der Brunnen lag damals am Beginn des noch offen verlaufenden Stadtbachs.
Direkt daneben befand sich die Stollschule. Für deren Schüler war der Felsenbrunnen offenbar nicht nur ein Schmuckstück, sondern auch ein beliebtes Kletterobjekt. Das Stadtarchiv Rosenheim berichtet von Kindern, die auf den Felsen herumkletterten.

Im Laufe der Jahrzehnte veränderte sich das Umfeld stark. Die Stollschule wurde 1985 abgerissen, ein früheres Eckhaus an der Prinzregenten- und Stollstraße bereits 1973. Auch der Brunnen selbst blieb nicht unverändert.

Mehrmals stand der Brunnen vor dem Aus

Sein Erhalt war keineswegs selbstverständlich. Anfang der 1960er Jahre gab es Überlegungen, den Felsenbrunnen zugunsten eines Verkehrspavillons zu beseitigen. Der Stadtrat griff die Pläne auf, umgesetzt wurden sie jedoch nicht.

Auch 2002 stand der Brunnen erneut zur Diskussion. Damals wurde vorgeschlagen, das inzwischen stark veränderte Ensemble zu entfernen. Der Bauausschuss entschied sich dagegen. Dabei spielten offenbar auch die Erinnerungen vieler Rosenheimer eine Rolle, die den Felsenbrunnen aus ihrer Kindheit kannten.
Später wurde die Anlage saniert, sodass wieder Wasser fließen konnte.

Heute noch Trinkwasserbrunnen

Wer heute am Felsenbrunnen vorbeikommt, denkt vermutlich nicht sofort daran, dass die Anlage weiterhin eine praktische Funktion erfüllt: Der Felsenbrunnen ist ein öffentlicher Trinkwasserbrunnen.
Aus dem einstigen „Alpinen Brunnen“ ist damit ein Stück Rosenheimer Stadtgeschichte geworden. Die ursprüngliche Idee, mit den Felsen die Nähe zu den Alpen sichtbar zu machen, ist noch heute erkennbar.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: re)

Einsiedelei von Väterchen Timofej in Denkmalliste aufgenommen

Einsiedelei von Väterchen Timofej in Denkmalliste aufgenommen

München – Die Einsiedelei und der Garten von Väterchen Timofej und seiner Partnerin Natascha Dankow sind in die Bayerische Denkmalliste aufgenommen worden. Das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege (BLfD) sieht in dem Ensemble ein bedeutendes Zeugnis der Münchner Nachkriegsgeschichte.

Die Anlage entstand ab den 1950er Jahren am Rand eines Trümmerschuttbergs. Timofej Prochorow, 1894 im damaligen Zarenreich Russland geboren, kam 1952 nach München. Gemeinsam mit Natascha Dankow errichtete er zunächst einfache Wohnbaracken und später eine Kapelle. Ab 1957 entstand die Ost-West-Friedenskirche.

Historische Aufnahme von Väterchen Timofej und seiner Partnerin Natascha Dankow. Foto: Copyright Ost-West-Friedensgarten e.V.

Historische Aufnahme von Väterchen Timofej und seiner Partnerin Natascha Dankow. Foto: Copyright Ost-West-Friedensgarten e.V.

Die Holzkirche brannte in der Nacht zum 11. Juni 2023 vollständig ab. Die Polizei schloss damals ein vorsätzliches Branddelikt zunächst nicht aus, ein Tatverdacht ergab sich bei den Kontrollen im Umfeld der Kirche jedoch nicht. Nach Angaben des Vereins Ost-West-Friedensgarten soll die Kirche wieder aufgebaut werden.

Blick in das Museum in der ehemaligen Wohnbaracke. Foto: Copyright Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege

Blick in das Museum in der ehemaligen Wohnbaracke. Foto: Copyright Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege

Zeugnis der Nachkriegszeit

Nach Einschätzung des BLfD dokumentiert die Anlage die Wohnungsnot der Nachkriegszeit sowie die Lebensbedingungen von Menschen, die nach dem Zweiten Weltkrieg nach München kamen. Die beiden Wohnbaracken vermitteln einen Eindruck von den einfachen Unterkünften dieser Zeit.
Die ursprüngliche Anlage war über Jahrzehnte ohne reguläre Baugenehmigungen entstanden. 1957 verfügte die Münchner Lokalbaukommission zunächst eine Baueinstellung für eine weitere Wohnbaracke. Diese wurde später zurückgenommen, die Bauaktivitäten anschließend geduldet. Erst 2014 erhielten die Gebäude nachträglich eine Baugenehmigung.

Die Kapelle, ausgekleidet mit Silberpapier. Foto: Copyright Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege

Die Kapelle, ausgekleidet mit Silberpapier. Foto: Copyright Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege

Erhalt liegt nun im öffentlichen Interesse

Mit Schreiben vom 29. Juni 2026 wurden Einsiedelei und Garten offiziell in die Bayerische Denkmalliste aufgenommen. Nach Angaben des BLfD gibt es in Bayern keine vergleichbare Anlage dieser Art.

BLfD-Generalkonservator Mathias Pfeil bezeichnete den Ost-West-Friedensgarten als „gallisches Dorf“ im Herzen Münchens. Er verwies auf die Geschichte der Nachkriegszeit und die Bedeutung der Anlage als erhaltenes Zeitzeugnis. Auch Münchens Oberbürgermeister Dominik Krause hob die historische Bedeutung des Ortes hervor. Die Eintragung als Baudenkmal würdige neben der Geschichte und Architektur auch das Engagement der Menschen, die sich über Jahrzehnte für den Erhalt eingesetzt hätten.

Christian Ude, Oberbürgermeister a. D. und Schriftführer des Vereins Ost-West-Friedensgarten, bezeichnete die Aufnahme als Anerkennung eines besonderen historischen Ortes.

Die Michaelskapelle mit ihrer mit Silberpapier ausgekleideten Decke ist bis heute erhalten. Die 2023 abgebrannte Ost-West-Friedenskirche gehört dagegen nicht mehr zum erhaltenen Baubestand (wir berichteten).
(Quelle: Pressemitteilung Bayerisches Landesamt für Denkmalschutz / Beitragsbild: Copyright Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege / Fotos: Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege, Ost-West-Friedensgarten und Christina Greifenstein)

Neuwagen unter 20..000 Euro werden immer seltener

Neuwagen unter 20..000 Euro werden immer seltener

Rosenheim / Bayern / Deutschland – Wer einen Neuwagen für weniger als 20.000 Euro sucht, hat inzwischen deutlich weniger Auswahl als noch vor einigen Jahren. Nach einer Auswertung des ADAC sind auf dem deutschen Markt derzeit noch 16 Neuwagen gängiger Marken zu einem Listenpreis unterhalb dieser Grenze erhältlich. 2021 waren es demnach noch 35 Modelle.

Unter den aktuell verfügbaren Fahrzeugen unter 20.000 Euro befindet sich kein Modell eines deutschen Herstellers. Vor fünf Jahren waren noch fünf deutsche Fahrzeuge in dieser Preisklasse erhältlich. Das derzeit günstigste deutsche Modell ist laut ADAC der VW Polo mit einem Grundpreis von 20.380 Euro (Stand August 2026).

Kein Neuwagen mehr für rund 10.000 Euro

Auch im unteren Preisbereich ist die Entwicklung deutlich. 2021 gab es laut ADAC noch drei Neuwagen für rund 10.000 Euro. Inzwischen ist kein Neuwagen mehr in dieser Preisklasse erhältlich. Das günstigste aktuelle Modell ist demnach der Dacia Sandero TCe 100 Essential für 13.590 Euro.
Bei Elektroautos hat sich das Angebot dagegen erweitert. Erstmals sind laut ADAC in diesem Jahr drei vollelektrische Modelle für weniger als 20.000 Euro erhältlich. 2021 gab es demnach noch kein reines Elektroauto unter dieser Preisgrenze.

Als Gründe für die gestiegenen Neuwagenpreise nennt der ADAC höhere Kosten entlang der gesamten Wertschöpfungskette sowie zusätzliche technische Anforderungen und Ausstattungen.
(Quelle: Pressemitteilung ADAC / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Tag des offenen Denkmals: Vermessungsamt Rosenheim öffnet seine Türen

Tag des offenen Denkmals: Vermessungsamt Rosenheim öffnet seine Türen

Rosenheim – Das Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung in der Münchener Straße 23 öffnet am Sonntag, 13. September, zum Tag des offenen Denkmals seine Türen. Von 10 bis 16 Uhr können Besucher das historische Gebäude besichtigen und mehr über dessen Geschichte und die Arbeit des Vermessungsamtes erfahren.

Das Gebäude wurde vor rund 166 Jahren als Salinforstamt der Rosenheimer Saline errichtet und um 1911/12 in neuklassizistischen Formen erweitert. Später wurde es als Rentamt und Finanzamt genutzt. Seit 1938 ist dort das Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung Rosenheim untergebracht. Im Zweiten Weltkrieg blieb das Gebäude weitgehend unbeschädigt.

Einblicke in historische Karten und Dachstuhl

Während der Öffnungszeit ist ein Rundgang durch das Erdgeschoss möglich. Außerdem können Besucher an einer Messstation selbst Vermessungen ausprobieren und sich über die Arbeit der Vermesser, historische Karten und einen geodätischen Referenzpunkt informieren.
Um 11 und um 14 Uhr werden zusätzlich Sonderführungen angeboten. Dabei besteht auch die Möglichkeit, den historischen Dachstuhl des Gebäudes zu besichtigen. Dieser wird derzeit unter Federführung des Staatlichen Bauamts Rosenheim saniert.

Der Eintritt ist frei. Für die beiden Sonderführungen wird um Anmeldung unter event@stbaro.bayern.de gebeten. Vor Ort informieren unter anderem der Leiter des Vermessungsamtes, Falk Brem, und Simon Wagner vom Staatlichen Bauamt Rosenheim.

Der Tag des offenen Denkmals steht in diesem Jahr unter dem Motto „NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur“ und wird bundesweit von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz koordiniert.
(Quelle: Pressemitteilung Staatliches Bauamt Rosenheim / Beitragsbild: Copyright Staatliches Bauamt Rosenheim)

Antikriegstag: Zwei Veranstaltungen am 1. September in Rosenheim

Antikriegstag: Zwei Veranstaltungen am 1. September in Rosenheim

Rosenheim – Zum Antikriegstag am Dienstag, 1. September, finden in Rosenheim zwei unterschiedliche Veranstaltungen statt. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) Oberbayern, die Gewerkschaftsjugend und die Initiative Erinnerungskultur laden zu einer Gedenkveranstaltung ein. Das Solidaritätsnetzwerk Rosenheim plant am selben Abend eine Demonstration.

Gedenken an Ewald Thunig

Unter dem Titel „Friedensfähig statt kriegstüchtig“ beginnt die Veranstaltung des DGB um 18.30 Uhr am Gewerkschaftshaus in der Brixstraße 2. Von dort geht es zum Stolperstein für Ewald Thunig, an dem eine gemeinsame Geste des Gedenkens vorgesehen ist.

Nach Angaben des DGB soll dabei an die Opfer von Krieg und Unterdrückung erinnert und zugleich der Blick auf aktuelle Fragen der Friedens- und Sicherheitspolitik gerichtet werden. Der Gewerkschaftsbund wirbt nach eigener Darstellung für eine Sicherheitspolitik, die auf den Schutz von Freiheit und Frieden ausgerichtet sei.

Solidaritätsnetzwerk kündigt Demonstration an

Das Solidaritätsnetzwerk Rosenheim ruft für 19 Uhr zu einer Demonstration in der Fußgängerzone an der Münchener Straße auf. Sie steht unter dem Motto „Krieg von oben braucht Widerstand von unten – gegen die Angriffe auf unsere Klasse!“.
In seiner Ankündigung kritisiert das Solidaritätsnetzwerk unter anderem die Aufrüstung der Bundesrepublik, höhere Rüstungsausgaben und Pläne zur Wiedereinführung der Wehrpflicht. Nach Ansicht der Veranstalter gingen die Kosten dafür zulasten von Sozialstaat, Gesundheitswesen und Arbeitnehmern. Das Netzwerk fordert nach eigenen Angaben eine grundsätzliche politische Alternative und verbindet seine Kritik an der Aufrüstung mit Forderungen gegen Sozialabbau.

Der Antikriegstag wird in Deutschland traditionell am 1. September begangen. Das Datum erinnert an den deutschen Überfall auf Polen am 1. September 1939 und damit an den Beginn des Zweiten Weltkriegs.
(Quelle: Pressemitteilungen DGB und Solidaritätsnetzwerk / Foto: Symbolfoto re)