Mit dem Fahrrad in die Römerzeit: Radltour zu römischen Fundplätzen

Mit dem Fahrrad in die Römerzeit: Radltour zu römischen Fundplätzen

Rosenheim – Auf den Spuren der Römer geht es am Freitag, 4. September, mit dem Fahrrad durch den Norden Rosenheims. Das Städtische Museum Rosenheim lädt im Rahmen des Begleitprogramms zur Ausstellung „Römer – Gesichter eines Weltreiches“ im Lokschuppen zu einer geführten Radtour ein.

Von 14 bis etwa 16.30 Uhr führt die Tour auf beiden Seiten des Inns zu verschiedenen archäologischen Fundplätzen. Dabei geht es unter anderem nach Westerndorf St. Peter, einem bedeutenden römischen Siedlungs- und Produktionsstandort, sowie nach Kastenfeld mit weiteren Spuren römischer Besiedlung.

Von der Innbrücke bis zum Mühltal

Weitere Stationen sind der Standort der historischen Innbrücke, die einst eine wichtige Verkehrs- und Handelsverbindung darstellte, sowie der Doblergraben und das Mühltal. Dort gibt es laut Städtischem Museum ein großes archäologisches Potenzial.
Geleitet wird die Radtour von Andrea Krammer, M.A., provinzialrömische Archäologin und Leiterin des Städtischen Museums Rosenheim. Treffpunkt ist an der Kirche in Westerndorf St. Peter.

Die Teilnahme kostet 15 Euro. Eine vorherige Anmeldung per E-Mail an museum@rosenheim.de oder telefonisch unter 08031/3658751 ist erforderlich. Die Tour findet nur bei ausreichender Teilnehmerzahl statt und entfällt bei Regen. Aktuelle Informationen gibt es auf der Website des Städtischen Museums Rosenheim.
(Quelle: Pressemitteilung Stadt Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

MorgenINNPULS – Schon gewusst?

MorgenINNPULS – Schon gewusst?

Sonntag, 23. August – Guten Morgen!

Wusstest Du, dass Koalas an ihren Fingern individuelle Papillarlinien besitzen?
Ihre Fingerabdrücke können menschlichen sogar so ähnlich sehen, dass sie auf den ersten Blick schwer zu unterscheiden sind.
Eine ziemlich ungewöhnliche Gemeinsamkeit zwischen Mensch und Beuteltier.

Vielleicht entdeckst Du das Überraschende heute genau dort, wo Du es am wenigsten erwartest.

Wir wünschen Dir einen neugierigen Start in den Tag! 🌞
(Quelle: Artikel Josefa Staudhammer / Beitragsbild: re)

Kampagne gegen häusliche Gewalt startet beim Rosenheimer Herbstfest

Kampagne gegen häusliche Gewalt startet beim Rosenheimer Herbstfest

Rosenheim – Häusliche Gewalt ist ein Thema, über das häufig nicht gesprochen wird. Eine gemeinsame Kampagne verschiedener Rosenheimer Einrichtungen will das ändern. Zum Herbstfest werden Plakate in den Toilettenbereichen auf das Thema aufmerksam machen und über einen QR-Code den Weg zu regionalen Hilfsangeboten weisen.

Beteiligt sind unter anderem die drei Sozialraumteams der Jugendhilfe in Rosenheim, die Stadt Rosenheim, der Wirtschaftliche Verband, der Stadtjugendring, die Täterstelle der Sozialen Dienste der Diakonie, Mavia e.V., der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) und die Bürgerstiftung Rosenheim. Koordiniert wurde die Kampagne von der Bürgerstiftung.

„Wirklich darüber sprechen will niemand“

Alisa Hirsch vom Jugendhilfeträger Startklar erlebt das Thema nach eigenen Angaben immer wieder in ihrer täglichen Arbeit – in Familien von Klienten ebenso wie in deren Nachbarschaft oder Freundeskreis.
„Dem Thema begegnet man in der Arbeit in der Jugendhilfe immer wieder – aber wirklich darüber sprechen will niemand, nicht die Opfer, schon gar nicht die Täter und häufig auch nicht die Zeugen“, berichtet Hirsch.

Genau hier soll die Kampagne ansetzen. Sie will häusliche Gewalt aus der Tabuzone holen und möglichst viele Menschen erreichen. Die Initiatoren beschreiben sie als niedrigschwellig, präventiv und unparteiisch.

QR-Code führt zu Hilfsangeboten

Das Herbstfest wurde bewusst als Ort für den Kampagnenstart ausgewählt. Dort treffen Menschen unterschiedlichen Alters und aus verschiedenen sozialen Gruppen aufeinander.
An den Toiletten des Rosenheimer Herbstfestes werden die Plakate der Kampagne angebracht. Über einen QR-Code gelangen Besucher auf eine Seite der Rosenheimer Familien-App. Dort sind Hilfs- und Unterstützungsangebote aus der Region zusammengestellt. Christian Hlatky, Geschäftsführer der Bürgerstiftung Rosenheim, erklärt das Ziel der Aktion so: „Wir wollen dieses Scharm besetzte Thema in die Köpfe aller Menschen bringen. Gleichzeitig sollen die Menschen dazu ermutigt werden, darüber zu sprechen und natürlich sich auch Hilfe zu holen.“

Unterstützt wird die Aktion nach Angaben der Bürgerstiftung unter anderem von den Rosenheimer Brauereien und dem Wirtschaftlichen Verband. Den Kontakt zu den Brauereien und dem Verband stellte Stifterrat Michael Fränkel her.

Kampagne soll nach dem Herbstfest weiterlaufen

Mit dem Herbstfest soll die Aktion nicht beendet sein. Anschließend sollen die Plakate auch in Schulen, Vereinen und Gastronomiebetrieben in Rosenheim zu sehen sein.
Hirsch, Fränkel und Hlatky ziehen zum Start ein gemeinsames Fazit: „Wir wollen mit der Kampagne wachrütteln, das Thema betrifft viele und niemand muss physische oder psychische Gewalt akzeptieren – es gibt Hilfe“.
(Quelle: Pressemitteilung Bürgerstiftung Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Tag des offenen Denkmals: Rosenheims Geschichte entdecken

Tag des offenen Denkmals: Rosenheims Geschichte entdecken

Rosenheim – Alte Gebäude, ein Wasserkraftwerk, die Geschichte der Eisenbahn und die Wasserwege entlang der Mangfall: Beim Tag des offenen Denkmals am Sonntag (13. September) gibt es in Rosenheim einiges zu entdecken. Unter dem diesjährigen Motto „NETZwerke: Denkmale & Infrastruktur“ öffnen verschiedene historische Orte ihre Türen. Der Eintritt zu allen Angeboten ist kostenlos.

Wasserkraftwerk Oberwöhr öffnet seine Türen

Beim Wasserkraftwerk Oberwöhr dreht sich alles um das „NETZwerk Stromerzeugung“. Bei zwei Führungen können Besucher einen Blick hinter die Kulissen werfen. Sie finden von 9 bis 10 Uhr und von 13 bis 14 Uhr statt.

Um die Geschichte der Eisenbahn in Rosenheim geht es bei einer Stadtführung. Sie führt unter anderem zum Rathaus, zum Lokschuppen, zum Bahnwärter- und Turbinenhäuschen sowie entlang des früheren Verlaufs der Bahnstrecke. Die einstündigen Führungen starten um 10.30 Uhr und um 14.30 Uhr am Rathaus.

Entlang der Mangfall

Das „NETZwerk Wasserwege“ steht bei einer weiteren Stadtführung im Mittelpunkt. Vom Innmuseum geht es entlang der Mangfall vorbei an den Cortenstahlobjekten bis zur Brücke und wieder zurück.

Treffpunkt für die jeweils einstündigen Führungen um 12 und 16 Uhr ist der Eingang des Innmuseums am Bruckstadel.

Blick ins Vermessungsamt

Auch das „Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung“ in der Münchener Straße 23 beteiligt sich am Tag des offenen Denkmals. Das Gebäude wurde 1911 errichtet.

Das Staatliche Bauamt bietet dort zwei Sonderführungen um 11 und 14 Uhr an. Darüber hinaus kann das Gebäude zwischen 10 und 16 Uhr auch ohne Führung besichtigt werden.

Drei Museen kostenlos geöffnet

Zusätzlich können mehrere Museen kostenlos besucht werden:

  • Inn-Museum, Innstraße 74: 10 bis 16 Uhr
  • Städtisches Museum, Ludwigsplatz 26: 12 bis 17 Uhr
  • Holztechnisches Museum, Max-Josefs-Platz 4: 12 bis 17 Uhr

Die Teilnahme an den Führungen ist kostenlos. Wer dabei sein möchte, muss sich allerdings bis Donnerstag (10. September) telefonisch bei der Touristinfo Rosenheim unter 08031 / 365 9061 anmelden.
(Quelle: Pressemitteilung Stadt Rosenheim / Beitragsbild: Archiv Innpuls.me)

Trachtenverein Innviertler trauert um Ehrenvorstand Franz Moser

Trachtenverein Innviertler trauert um Ehrenvorstand Franz Moser

Rosenheim – Der Trachtenverein „Innviertler“ Rosenheim trauert um seinen Ehrenvorstand Franz Moser. Moser ist unerwartet im Alter von 83 Jahren gestorben. Über Jahrzehnte prägte er das Vereinsleben der „Innviertler“ und engagierte sich auch im Bayerischen Inngau Trachtenverband.

Mehr als 40 Jahre im Verein aktiv

Franz Moser trat bereits 1956 im Alter von zwölf Jahren dem Trachtenverein „Innviertler“ bei. Ab 1977 stand er an der Spitze des Vereins und führte ihn bis 2003. Insgesamt übernahm er mehr als 40 Jahre lang verschiedene Aufgaben und Verantwortungsbereiche.
Während seiner Amtszeit als Vorstand war Moser auch der dienstälteste Vorstand im Bayerischen Inngau Trachtenverband. Ein besonderer Höhepunkt war das Gaufest 2003 in Rosenheim. Die „Innviertler“ richteten es anlässlich ihres 100-jährigen Bestehens aus.

Für sein langjähriges Engagement wurde Moser zum Ehrenvorstand des Vereins ernannt. Auch der Bayerische Inngau Trachtenverband zeichnete ihn mit den Gauehrenzeichen in Silber und Gold aus.

„Das Gesicht der Innviertler“

Im Verein und im Trachtenverband war Moser über viele Jahre eine bekannte Persönlichkeit. Die „Innviertler“ beschreiben ihn als „Gesicht der Innviertler“.
In Erinnerung bleiben dürfte vielen Trachtlern auch sein schallendes Gelächter. Bei den zahlreichen Festumzügen wurde er immer wieder von allen Seiten begrüßt – und versuchte, die vielen Zurufe zu erwidern, auch wenn er dabei manchmal kaum hinterherkam.

Bei der Trauerfeier nahmen zahlreiche Vereinsmitglieder und Weggefährten Abschied. Franz Moser wurde dabei von acht Fahnen der Paten- und Brudervereine begleitet.
(Quelle: Pressemitteilung Innviertler Rosenheim / Beitragsbild: Copyright Innviertler Rosenheim) 

Wind und Regen sorgen für rund 25 Feuerwehreinsätze im Landkreis Traunstein

Wind und Regen sorgen für rund 25 Feuerwehreinsätze im Landkreis Traunstein

Landkreis Traunstein – Starker Wind und gewittrige Regenschauer haben am Freitagabend (21. August) im Landkreis Traunstein für zahlreiche Feuerwehreinsätze gesorgt. 15 Feuerwehren rückten nach Angaben des Kreisfeuerwehrverbands zu insgesamt rund 25 witterungsbedingten Einsätzen aus. Verletzt wurde niemand.

Bäume blockierten Straßen und Bahnstrecken

In den meisten Fällen mussten die Einsatzkräfte umgestürzte Bäume und größere Äste von Fahrbahnen entfernen. Dafür kamen häufig Motorsägen zum Einsatz. Auch mehrere Bahnstrecken waren betroffen.
In Zunhausen bei Vogling stürzte ein Baum auf die Straße. „Noch während des laufenden Einsatzes wurde ein weiterer umgestürzter Baum auf der Strecke in Richtung Vorauf gemeldet. Das Verkehrshindernis konnte ebenfalls recht zügig von der Straße geräumt werden“, berichtet Kommandant Vitus Obermayer.

Auch in Waging, Wonneberg, Pittenhart, Surberg, Kammer und weiteren Orten mussten Straßen von Bäumen oder Ästen befreit werden. In Grabenstätt waren neben einem umgestürzten Baum auch Bauzäune im Gewerbegebiet umgefallen.

Auf der Bahnstrecke zwischen Traunreut und Hörpolding sowie auf der Strecke Hörpolding–Trostberg bei Katzwallner lagen Bäume auf den Gleisen. Die Feuerwehren Traunreut und Stein an der Traun veranlassten jeweils eine Streckensperrung und beseitigten die Hindernisse. Nach etwa 30 Minuten konnten beide Strecken wieder freigegeben werden.

Einsätze nach rund drei Stunden beendet

Auch kleinere Hindernisse wie ein Ast auf der Staatsstraße 2095 bei Ising mussten beseitigt werden. In Kammer waren die Einsatzkräfte wegen mehrerer umgestürzter Bäume in den Ortsteilen Neuhausen, Kaltenbach und Reichsberg etwa eine Stunde im Einsatz.
Die erste Alarmierung ging gegen 17 Uhr bei der Feuerwehr Stein an der Traun ein. Gegen 19 Uhr wurde der letzte witterungsbedingte Einsatz gemeldet. Rund eine Stunde später waren alle Einsätze abgearbeitet und die letzten Feuerwehrleute konnten einrücken.

Nach Angaben des Kreisfeuerwehrverbands wurden keine größeren Schäden und keine Verletzten gemeldet.
(Quelle: Pressemitteilung Krresfeuerwehrverband Traunstein / Beitragsbild:  Kreisfeuerwehrverband Traunstein)

50 Jahre Straßenmeisterei Ampfing: Blick hinter die Kulissen

50 Jahre Straßenmeisterei Ampfing: Blick hinter die Kulissen

Ampfing / Landkreis Mühldorf am Inn – Fahrzeuge, Salzhalle, Schilderwerkstatt und ein Winterdienst-Simulator: Zum 50-jährigen Bestehen öffnet die Straßenmeisterei Ampfing am Samstag, 12. September, ihre Tore. Ab 13 Uhr können Besucher an der Waldkraiburger Straße 43c einen Blick hinter die Kulissen werfen und verschiedene Bereiche der Einrichtung kennenlernen.

Mit der Hebebühne auf 37 Meter

Auf dem Programm stehen technische Vorführungen und Mitmachaktionen. Besucher können die Fahrzeuge der Straßenmeisterei besichtigen, die Schilderwerkstatt anschauen und einen Blick in die große Salzhalle werfen. In der Schilderwerkstatt werden unter anderem Schilder und weitere Ausstattung für den Einsatz am Straßenrand hergestellt.
Wer schwindelfrei ist, kann mit einer Hebebühne bis auf 37 Meter Höhe fahren. Beim Winterdienst-Simulator lässt sich außerdem ausprobieren, wie sich ein großer Schneepflug durch enge Straßen steuern lässt.

Auch für Kinder gibt es Angebote: Geplant sind eine Hüpfburg, eine Fußball-Dartscheibe und eine Kinder-Tattoo-Station mit Verkehrszeichen als Motiv.

30 Mitarbeiter betreuen 250 Kilometer Straßen

Die Straßenmeisterei Ampfing besteht seit 1976. Unter der Leitung von Straßenmeister Jakob Kohwagner arbeiten dort heute 30 Mitarbeiter. Sie sind für rund 250 Kilometer Staats- und Bundesstraßen im Landkreis Mühldorf am Inn zuständig.

Seit der Gründung wurde der Betrieb technisch weiterentwickelt und das Gelände an neue Anforderungen angepasst. Zuletzt wurde die Straßenmeisterei 2025 und 2026 umfangreicher umgebaut. Dabei wurden unter anderem das Verwaltungsgebäude modernisiert sowie eine Regenwasserzisterne, eine Tankstelle, ein Carport und ein Werkstattkran errichtet.
Beim Tag der offenen Tür sind auch die BRK-Rettungshundestaffel Mühldorf, der BRK-Rettungsdienst Mühldorf, die Polizei und die örtliche Feuerwehr dabei. Der Eintritt ist frei, für Essen und Getränke ist gesorgt.

Das Staatliche Bauamt Rosenheim betreibt neben Ampfing drei weitere Straßenmeistereien in Rosenheim, Hausham und Ebersberg.
(Quelle: Pressemitteilung Staatliches Bauamt Rosenheim / Beitragsbild: Copyright Staatliches Bauamt Rosenheim)

171 Prostituierte in Rosenheim gemeldet

171 Prostituierte in Rosenheim gemeldet

Rosenheim / Bayern – In Rosenheim waren zum Jahresende 2025 insgesamt 171 Prostituierte bei den Behörden gemeldet. Bayernweit ist ihre Zahl im vergangenen Jahr leicht gestiegen. Insgesamt waren 4.826 Personen registriert – 1,4 Prozent mehr als 2024. Das geht aus aktuellen Zahlen des Bayerischen Landesamtes für Statistik hervor.

München ist Schwerpunkt

Mit 1.638 Personen entfällt rund ein Drittel aller bayernweit gemeldeten Prostituierten auf die Stadt München. Das entspricht 33,9 Prozent.

Die meisten sind zwischen 21 und 45 Jahre alt

Bayernweit sind 3.616 der gemeldeten Personen zwischen 21 und 45 Jahre alt. Das entspricht 74,9 Prozent. 109 Personen waren zwischen 18 und 20 Jahre alt. 1.101 Personen waren 45 Jahre oder älter.

86 Prozent haben keine deutsche Staatsangehörigkeit

4.168 der insgesamt 4.826 gemeldeten Personen haben keine deutsche Staatsangehörigkeit. Das entspricht 86,4 Prozent. Am häufigsten wurde die rumänische Staatsangehörigkeit angegeben. 1.960 Personen beziehungsweise 40,6 Prozent waren rumänische Staatsangehörige. 658 Personen hatten die deutsche Staatsangehörigkeit.

Weniger Prostitutionsgewerbe

Während die Zahl der gemeldeten Personen leicht gestiegen ist, ging die Zahl der Prostitutionsgewerbe zurück. Sie sank in Bayern von 387 im Jahr 2024 auf 368 zum Jahresende 2025. Das entspricht einem Rückgang um 4,9 Prozent.

105 der 368 erfassten Gewerbe wurden von der Stadt München gemeldet, 64 von der Stadt Nürnberg.

Was die Statistik erfasst

Grundlage der Statistik ist das seit Juli 2017 geltende Prostituiertenschutzgesetz. Es sieht unter anderem eine Anmeldung für Personen vor, die der Prostitution nachgehen. Betreiber bestimmter Prostitutionsgewerbe benötigen eine entsprechende Erlaubnis.
Ziel des Gesetzes ist unter anderem, das Selbstbestimmungsrecht der in der Prostitution tätigen Personen zu stärken und sie besser vor Ausbeutung, Gewalt und Menschenhandel zu schützen.

Die Statistik bildet allerdings nur das sogenannte Hellfeld ab. Erfasst werden also nur Personen und Gewerbe, die den Behörden bekannt beziehungsweise entsprechend angemeldet sind.
(Quelle: Pressemitteilung Bayerisches Landesamt für Statistik. Beitagsbild: Symbolfoto re)

Biber beißt Schwimmer im Waldsee

Biber beißt Schwimmer im Waldsee

Schechen / Landkreis Rosenheim – Ein Biber hat am Montagmorgen (17. August) einen Schwimmer im Waldsee bei Schechen (Landkreis Rosenheim) gebissen. Der Mann musste im Klinikum Rosenheim behandelt werden. Nach Angaben des Landratsamtes handelt es sich um den ersten bekannten Vorfall dieser Art im Landkreis Rosenheim.

Hinweisschilder am Waldsee

Der Vorfall ereignete sich gegen 7 Uhr. Noch am Montagvormittag wurde der Waldsee von Vertretern der Gemeinde Schechen und einem Biberberater begutachtet. Nach Einschätzung des Biberberaters könnte das Tier seine Biberburg oder seinen Nachwuchs verteidigt haben.

Als erste Maßnahme ließ die Gemeinde Hinweisschilder aufstellen. Sie stehen seit Mittwoch (19. August) am Waldsee und weisen Schwimmer darauf hin, Abstand zu den Bibern und ihrer Burg zu halten. Dort heißt es unter anderem: „Biber können sich bei Bedrohung verteidigen und zubeißen.“

Gemeinde beantragt Entnahme

Der Gemeinde Schechen reicht diese Maßnahme allerdings nicht aus. Sie hat beim Landratsamt Rosenheim die Entnahme des Bibers beantragt. Nun prüft die untere Naturschutzbehörde den Antrag.

Dabei muss auch die besondere Lage des Waldsees berücksichtigt werden. Der See liegt im FFH-Gebiet „Innauen und Leitenwälder“ und damit in einem Gebiet, das Teil des europaweiten Biotopverbunds Natura 2000 ist. Deshalb wird im weiteren Verfahren auch die höhere Naturschutzbehörde bei der Regierung von Oberbayern beteiligt.

Ob der Biber tatsächlich entnommen werden darf, ist damit noch nicht entschieden.

Waldsee liegt in geschütztem Gebiet

Der Waldsee ist ein beliebter Badesee und wird nach Angaben des Landratsamtes besonders von Früh- und Spätschwimmern genutzt. Gleichzeitig ist der Natursee Teil eines ökologisch bedeutsamen Lebensraums.
Das FFH-Gebiet „Innauen und Leitenwälder“ dient als Wanderkorridor für Tier- und Pflanzenarten zwischen Alpen und Donau. Die Behörden müssen deshalb bei der Entscheidung über den Antrag der Gemeinde sowohl die Sicherheit der Badegäste als auch den Schutz des Lebensraums und des Bibers berücksichtigen.
(Quelle: Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim / Beitragsbild: Landratsamt Rosenheim) 

14-jähriger will Zugspitze sehen – und landet am Bahnhof

14-jähriger will Zugspitze sehen – und landet am Bahnhof

Garmisch-Partenkirchen – Eigentlich wollte ein 14-Jähriger aus Nordrhein-Westfalen die Zugspitze sehen. Stattdessen verbrachte er die Nacht am Bahnhof von Garmisch-Partenkirchen. Bundespolizisten stellten dort am frühen Freitagmorgen (21. August) fest, dass der Junge als vermisst gemeldet war.

Der Jugendliche war nach Angaben der Bundespolizei aus einer rund 700 Kilometer entfernten Jugendeinrichtung ausgerissen. Mit mehreren Zügen machte er sich auf den Weg nach Bayern und erreichte schließlich Garmisch-Partenkirchen.
Dort hatte er offenbar die Zeit aus den Augen verloren und am Donnerstagabend den letzten Zug des Tages nach München verpasst. Da er am nächsten Morgen in die bayerische Landeshauptstadt weiterfahren wollte, blieb ihm für die Nacht nur der Bahnhof.

Bundespolizei entdeckt Vermissten

Gegen 3.30 Uhr trafen Bundespolizisten den 14-Jährigen dort an. Bei der Überprüfung seiner Personalien stellte sich heraus, dass der Junge eigentlich in einer Wohngruppe untergebracht war und dort als vermisst gemeldet worden war.
Über die Polizei in Mönchengladbach nahmen die Beamten Kontakt zur Jugendeinrichtung und zum Vater des Jugendlichen auf. Mit seinem Vater telefonierte der 14-Jährige ebenfalls. Dabei versprach er, in die Wohngruppe zurückzukehren.

Sein Vater besorgte ihm daraufhin ein Online-Ticket für die Rückfahrt. Nach Absprache durfte der Jugendliche am Freitagmorgen schließlich seine Heimreise antreten.
(Quelle: Pressemitteilung Bundespolizei / Beitragsbild: Symbolfoto Bundespolizei)

Schwerer Unfall auf B304 bei Amerang: Autofahrer stirbt

Schwerer Unfall auf B304 bei Amerang: Autofahrer stirbt

Amerang / Landkreis Rosenheim – Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der B304 bei Osendorf ist am Freitagnachmittag (21. August) ein 75-jähriger Autofahrer ums Leben gekommen. Sein Wagen war mit einem entgegenkommenden Sattelzug zusammengestoßen.

Der 75-Jährige war gegen frühen Nachmittag mit seinem Pkw auf der B304 in Richtung Kirchensur unterwegs. Auf Höhe von Osendorf geriet er aus bislang ungeklärter Ursache auf die Gegenfahrbahn. Der Fahrer des entgegenkommenden Sattelzugs leitete noch eine Gefahrenbremsung ein, konnte, nach den Angaben der Polizei, den Zusammenstoß aber nicht mehr verhindern.
Die beiden Fahrzeuge kollidierten nahezu frontal. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Pkw zurückgeschleudert und blieb schließlich mittig auf der Fahrbahn stehen.

Reanimation blieb erfolglos

Der Autofahrer wurde aus seinem Fahrzeug geborgen. Rettungskräfte leiteten noch an der Unfallstelle Reanimationsmaßnahmen ein. Der 75-Jährige starb jedoch noch vor Ort.
Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei waren mit mehreren Fahrzeugen im Einsatz. Die B304 blieb wegen der Unfallaufnahme und der Bergungsarbeiten mehrere Stunden gesperrt. Erst am Abend konnte die Bundesstraße wieder für den Verkehr freigegeben werden.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Wasserburg / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Blaualgen am Rinsersee: Gesundheitsamt rät vom Baden ab

Blaualgen am Rinsersee: Gesundheitsamt rät vom Baden ab

Söchtenau / Landkreis Rosenheim – Wer derzeit am Rinsersee baden gehen möchte, sollte genauer hinschauen. Im Bereich der Badestelle am Kiosk hat sich ein deutlicher Algenteppich gebildet. Das Gesundheitsamt Rosenheim rät deshalb aktuell dringend davon ab, dort ins Wasser zu gehen.

Algenteppich am Badestrand

Bei einer Untersuchung von Wasserproben durch das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit wurden laut Gesundheitsamt massenhaft Blaualgenspezies unter dem Mikroskop nachgewiesen. Am Badestrand ist zudem eine sogenannte Blaualgenblüte zu sehen.‘
„Am Badestrand des Rinsees ist visuell ein ausgedehnter Algenteppich, sine sogenannte „Blaualgenblüte“ festzustellen. Im Laborproben des Wassers wurden vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit mikroskopisch massenhaft Blaualgenspezies nachgewiesen. Da manche Blaualgenarten Toxine bilden können, die beim Verschlucken Vergiftungserscheinungen verursachen können, rät das Gesundheitsamt derzeit dringend vom Baden ab. Entsprechende Hinweisschilder werden demnächst am Badestrand aufgestellt“, erklärt Dr. Wolfgang Hierl, Leiter des Gesundheitsamtes Rosenheim.

Blaualgen können sich allerdings schnell verändern. Wind und Wellen können die Algenmassen innerhalb kurzer Zeit in andere Bereiche des Sees treiben. Ebenso kann eine solche Blüte wieder verschwinden. Deshalb lohnt sich vor dem Sprung ins Wasser ein Blick auf den See.

Trübes Wasser ist ein Warnzeichen

Zu erkennen sind Blaualgen unter anderem an einer grünlichen, bläulichen oder rötlichen Trübung des Wassers. Auf der Oberfläche kann eine schlierige Schicht schwimmen. Ein weiterer Hinweis: Im knietiefen Wasser sind die eigenen Füße nicht mehr zu sehen. Wenn solche Anzeichen auftreten, sollte man auf das Baden verzichten.

Auch Hunde sollten draußen bleiben

Blaualgen sind übrigens keine Algen im eigentlichen Sinn. Es handelt sich um Cyanobakterien, die sich unter bestimmten Bedingungen – etwa bei warmen Wassertemperaturen und einem hohen Nährstoffangebot – stark vermehren können.
Einige Arten bilden Giftstoffe. Diese können unter anderem Haut und Schleimhäute reizen. Problematischer wird es, wenn belastetes Wasser verschluckt oder eingeatmet wird. Besonders Kinder sollten deshalb nicht in Bereichen mit größeren Algenansammlungen spielen.

Auch für Hunde kann das Wasser gefährlich sein. Sie können erkranken, wenn sie davon trinken oder nach dem Baden ihr Fell ablecken.
Die starke Trübung durch die Algen hat zudem einen weiteren Nebeneffekt: Sollte es zu einem Notfall im Wasser kommen, können Betroffene für Rettungskräfte schwerer zu erkennen sein.
(Quelle: Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim / Beitragsbild: Landratsamt Rosenheim)