Neuer Leiter für die IHK-Geschäftsstelle Rosenheim

Neuer Leiter für die IHK-Geschäftsstelle Rosenheim

Rosenheim – Die IHK-Geschäftsstelle Rosenheim bekommt zum 1. September einen neuen Leiter: Maximilian Keneder übernimmt die Aufgabe von Jens Wucherpfennig. Für den gebürtigen Rosenheimer steht gleich ein größeres Projekt an: Der Umzug der Geschäftsstelle in die Lokhöfe, der voraussichtlich im vierten Quartal dieses Jahres ansteht.

Keneder ist 33 Jahre alt und in der Region Rosenheim aufgewachsen. Seit 2018 arbeitet er bei der IHK für München und Oberbayern. Zunächst war er für die Tourismus Initiative München (TIM e.V.) tätig. Zuletzt betreute er als IHK-Regionalreferent die Regionalausschüsse Starnberg und Fürstenfeldbruck. Darüber hinaus gehörte Keneder zum Politikteam der IHK und vertrat wirtschaftspolitische Positionen gegenüber der Politik auf Landes- und Bundesebene. Dabei pflegte er auch Kontakte zu Parteien, Behörden und Parlamenten.

„Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe in der Region sowie den Austausch mit den Unternehmern in Stadt und Landkreis Rosenheim, im Berchtesgadener Land sowie in den Landkreisen Traunstein und Miesbach“, erklärt Keneder. Er wolle gemeinsam mit dem Team der Geschäftsstelle die Zusammenarbeit mit den Ehrenamtlichen in den IHK-Regionalausschüssen sowie den Prüfern weiter stärken. Auch Besuche bei Unternehmen vor Ort und der persönliche Austausch seien ihm besonders wichtig.

Umzug in die Lokhöfe steht an

Auf Keneder wartet gleich zu Beginn seiner neuen Aufgabe ein größeres Projekt. Die IHK-Geschäftsstelle Rosenheim soll voraussichtlich im vierten Quartal dieses Jahres in die Lokhöfe umziehen. Nach den Sommerferien stehen außerdem die ersten Arbeitssitzungen der IHK-Regionalausschüsse auf dem Programm.
Keneder folgt auf Jens Wucherpfennig, der die IHK verlässt und in die Privatwirtschaft wechselt.

Die IHK-Geschäftsstelle Rosenheim und das dazugehörige IHK-Büro in Traunstein betreuen rund 58.000 IHK-Mitgliedsunternehmen aus Industrie, Handel und Dienstleistungen in Stadt und Landkreis Rosenheim sowie den Landkreisen Miesbach, Traunstein und Berchtesgadener Land.
(Quelle: Pressemitteilung IHK für München und Oberbayern / Beitragsbild: Copyright IHK)

E-Scooter von Brücke auf Bahngleise geworfen: S-Bahn erfasst einen

E-Scooter von Brücke auf Bahngleise geworfen: S-Bahn erfasst einen

München – Zwei Unbekannte haben am späten Mittwochabend (12. August) in München zwei E-Scooter von einer Fußgängerbrücke in die Gleise geworfen. Eine herannahende S-Bahn erfasste einen der Roller und schleifte ihn einige Meter mit. Die Bundespolizei ermittelt wegen des Verdachts eines gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr und Sachbeschädigung.

Gegen 23.55 Uhr informierte die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums München die Bundespolizei über den Vorfall. Ein Zeuge hatte von seiner Wohnung aus beobachtet, wie zwei Personen die E-Scooter von einer Fußgängerbrücke zwischen den S-Bahnhaltepunkten Heimeranplatz und Harras in den Gleisbereich warfen. Anschließend flüchteten die beiden Unbekannten in unbekannte Richtung.

Eine kurz darauf herannahende S-Bahn erfasste einen der E-Scooter. Der Roller wurde dabei vollständig zerstört. Der zweite E-Scooter blieb neben den Gleisen liegen und wurde durch den Sturz erheblich beschädigt. Die S-Bahn selbst blieb unbeschädigt.
Die Bundespolizei leitete eine Nahbereichsfahndung ein, die jedoch ohne Erfolg blieb. Anschließend bargen die Einsatzkräfte die beiden E-Scooter aus dem Gleisbereich.

Für die Bergung musste die Bahnstrecke etwa 15 Minuten gesperrt werden. Dadurch kam es zu geringfügigen Auswirkungen auf den Bahnbetrieb.
Die Bundespolizei ermittelt nun gegen die bislang unbekannten Täter wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr und der Sachbeschädigung.
(Quelle: Pressemitteilung Bundespolizeidirektion München / Beitragsbild: Copyright Bundespolizei)

Diebstahlserie aus Autos: Polizei warnt vor unachtsam abgelegten Wertsachen

Diebstahlserie aus Autos: Polizei warnt vor unachtsam abgelegten Wertsachen

Rottach-Egern – Auf Baustellen in Rottach-Egern sind am Montag (10. August) drei Autos aufgebrochen worden. Die Täter erbeuteten unter anderem Geldbörsen, Bargeld, Zahlungskarten, Ausweise und Fahrzeugpapiere. Auch Haustürschlüssel wurden gestohlen.

Die drei Fälle ereigneten sich nach Angaben der Polizei zwischen 7.30 und 17.30 Uhr. Auffällig: Alle drei betroffenen Fahrzeuge standen auf Baustellen.
Die Polizeiinspektion Bad Wiessee registriert bereits seit Ende Mai dieses Jahres vermehrt Diebstähle aus Fahrzeugen. Der Schwerpunkt liegt dabei in Rottach-Egern. Einzelne Fälle wurden auch aus Tegernsee und Gmund gemeldet.
Die Polizei weist deshalb darauf hin, keine Wertgegenstände oder wichtigen Dokumente im Fahrzeug zurückzulassen – auch nicht für kurze Zeit. Besonders auf Baustellen und anderen frei zugänglichen Bereichen sollten Fahrzeuge möglichst leer zurückgelassen und immer abgeschlossen werden.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Bad Wiessee / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Streit an Tankstelle eskaliert: Faustschlag nach Spuck-Attacke

Streit an Tankstelle eskaliert: Faustschlag nach Spuck-Attacke

Rosenheim – Ein Streit zwischen zwei Autofahrern ist am Donnerstagvormittag (13. August) an einer Tankstelle an der Äußeren Münchener Straße in Rosenheim eskaliert. Auslöser war offenbar eine geöffnete Autotür. Verletzt wurde niemand.

Gegen 9.30 Uhr stand ein 69-jähriger Mann aus Aschau mit seinem Auto an Zapfsäule 6. Als er die Fahrertür öffnete, um auszusteigen, wollte ein 60-jähriger Autofahrer aus Bruckmühl mit seinem Wagen zur danebenliegenden Zapfsäule 7 fahren. Der Bruckmühler forderte den 69-Jährigen deshalb auf, seine Autotür zu schließen. Daraus entwickelte sich ein Streit.

Nach Angaben der Polizei soll der 60-Jährige dem Aschauer dabei ins Gesicht gespuckt haben. Der 69-Jährige reagierte darauf mit einem Faustschlag gegen seinen Kontrahenten.
Die verständigte Rosenheimer Polizei leitete gegen beide Männer Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung und Beleidigung ein. Verletzt wurde nach bisherigen Erkenntnissen keiner der beiden Beteiligten.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Innpuls-Tagebuch – Hinter den Schlagzeilen: Wie viel Leben vertragen Rosenheims Flussufer?

Innpuls-Tagebuch – Hinter den Schlagzeilen: Wie viel Leben vertragen Rosenheims Flussufer?

Rosenheim – Im Rosenheimer Mühlbachbogen gibt es seit Kurzem mit dem Bachgartn ein neues temporäres gastronomisches Angebot direkt am Wasser. Am Innspitz lädt der Kulturstrand noch bis zum 22. August zum Sitzen, Zuhören und Verweilen ein – und dort bin ich selbst gerne. An solchen Orten kann man im Sommer wunderbar ein Getränk genießen, Freunde treffen und einfach eine Weile bleiben. Gerade bei diesen Temperaturen ist das besonders schön. Und trotzdem sollten wir bei aller Freude über solche Angebote eine Frage nicht aus den Augen verlieren: Wie viel Belebung vertragen Rosenheims Flussufer eigentlich?

Rosenheim ist eine kompakte Stadt. Viele Menschen leben auf vergleichsweise engem Raum. Gleichzeitig haben wir etwas, das für die Lebensqualität enorm wichtig ist: Grünflächen und die Flusslandschaften von Inn, Mangfall und ihren Nebenbächen.
Gerade in diesem Sommer hat man wieder gemerkt, wie wertvoll diese Bereiche sind. Wenn es in der Stadt heiß wird, zieht es viele Menschen ans Wasser. Dort ist es kühler, grüner und meistens angenehmer als zwischen Häusern und Asphalt.

Dass die Flussufer gerne genutzt werden, ist deshalb nur logisch. Der Kulturstrand zeigt, wie gut solche Angebote angenommen werden. Und auch am neuen Bachgartn am Mühlbachbogen ist bereits einiges los. Sich mit Freunden treffen, am Wasser sitzen und den Abend genießen – was gibt es Schöneres?

Nicht alles, was gut angenommen wird, muss mehr werden

Die Stadt prüft derzeit weitere mögliche Standorte für temporäre gastronomische Angebote an Inn, Hammerbach und Mangfall. Grundsätzlich finde ich das interessant. Aber genau hier würde ich mir wünschen, dass wir nicht in ein „Immer mehr“ hineinrutschen.
Wenn ein Angebot funktioniert, muss daraus nicht automatisch das nächste entstehen. Und wenn mehrere Angebote gut angenommen werden, bedeutet das noch lange nicht, dass jeder geeignete Platz ebenfalls genutzt werden sollte.Denn irgendwann kann aus Belebung Übernutzung werden.

Unsere Flussufer sind nicht nur Orte für Freizeit und Veranstaltungen. Sie sind Lebensräume für Tiere und Pflanzen. Und sie sind Rückzugsräume für Menschen. Auch wir brauchen nicht überall Musik, Sitzgruppen, Getränke und Unterhaltung, damit ein Ort attraktiv ist. Manchmal ist es genau das Gegenteil. Ein Platz am Wasser, an dem nichts passiert, kann wunderbar sein. Ein Weg am Fluss, auf dem ich nur das Wasser rauschen höre, kann mehr Erholung bieten als der schönste Eventabend. Eine Wiese unter Bäumen, auf der niemand etwas verkauft, hat ebenfalls ihren Wert.

Auch wir brauchen Orte, an denen nichts los ist

Vielleicht sollten wir deshalb bei der Frage nach der Belebung unserer Flussufer nicht nur überlegen, was wir noch zusätzlich anbieten können. Vielleicht sollten wir genauso überlegen, welche Bereiche bewusst nicht belebt werden. Denn Natur braucht Rückzugsräume. Tiere brauchen Ruhe. Und wir Menschen übrigens auch. Nicht jeder freie Platz muss genutzt werden. Nicht jede schöne Stelle braucht einen Kiosk. Nicht jeder Sommerabend muss mit Musik und Gastronomie verbunden sein.

Das bedeutet nicht, dass ich mir den Kulturstrand wegwünsche. Ganz im Gegenteil. Ich genieße ihn selbst. Aber gerade weil ich solche Angebote mag, finde ich es wichtig, irgendwann auch sagen zu können: Jetzt reicht es. Das gilt übrigens nicht nur für die Stadt.

Wenn wir die Flussufer gerne nutzen, tragen auch wir Verantwortung dafür, dass sie schön und lebenswert bleiben. Müll gehört wieder mit nach Hause oder in den Mülleimer. Rücksicht auf andere gehört dazu. Und vielleicht müssen wir uns auch selbst manchmal fragen, ob wir wirklich jeden Winkel der Natur nutzen müssen, nur weil wir ihn nutzen können.

Die Natur muss nicht für uns ständig etwas bieten

Die Renaturierung der Rosenheimer Flusslandschaften hat uns etwas Wertvolles zurückgegeben. Wir sollten aufpassen, dass wir dieses Geschenk nicht gleich wieder mit zu viel Nutzung überfrachten. Für mich ist deshalb nicht die Frage, ob Rosenheim seine Flussufer beleben darf. Natürlich darf es das. Der Kulturstrand darf da sein, und auch einige weitere zeitlich begrenzte Angebote kann ich mir grundsätzlich vorstellen. Aber eben nicht überall und nicht immer mehr. Denn vielleicht liegt die Qualität unserer Flusslandschaften gerade darin, dass sie beides bieten: Orte, an denen etwas los ist, und Orte, an denen nichts los ist.

Und vielleicht sollten wir bei allem Wunsch nach mehr Leben in der Stadt darauf achten, dass wir nicht genau das verlieren, was uns an diesen Orten eigentlich so gut gefällt: ihre Ruhe, ihre Natur und das Gefühl, für einen Moment einfach draußen zu sein. Vielleicht ist manchmal gerade das Nichtstun die schönste Form der Erholung.

Liebe Grüße aus der Redaktion

Karin

Bruckmühl hat sein erstes Ratschbankerl: Gegen Einsamkeit und für mehr Miteinander

Bruckmühl hat sein erstes Ratschbankerl: Gegen Einsamkeit und für mehr Miteinander

Bruckmühl / Landkreis Rosenheim – In Bruckmühl gibt es jetzt das erste Ratschbankerl. Unter einer Platane an der Kirchdorfer Straße soll die neue Sitzgelegenheit Menschen unkompliziert ins Gespräch bringen. Weitere Standorte sind bereits geplant.

„S‘reden, bringt Leid zam“ – diesem Spruch aus dem Volksmund folgt eine neue Initiative in Bruckmühl. Im Ortszentrum steht seit Kurzem das erste Bruckmühler Ratschbankerl. Es befindet sich an der Kirchdorfer Straße unter der Platane, gegenüber der Eisdiele und neben dem Modegeschäft.
Ein entsprechendes Schild macht deutlich: Wer hier Platz nimmt, signalisiert Offenheit für ein Gespräch. Fremde können sich dazusetzen und spontan miteinander ins Gespräch kommen.

Ins Leben gerufen wurde die Aktion von Ursula Wagner und Regine Mosner gemeinsam mit dem Bruckmühler Stadtmarketing. Bürgermeister Richard Richter begrüßt die Initiative. Er hatte zugleich den ersten Standort für das Bankerl vorgeschlagen.

„Der Austausch macht ein gutes Gespräch aus“, sagt Richter. Als passenden Gedanken zur Initiative führt er zudem ein Zitat von Marie von Ebner-Eschenbach an: „Jemand, der nur redet, erfährt nichts von seinem Gegenüber“.

Ratschbankerl sollen Einsamkeit entgegenwirken

Hinter der Aktion steht das Ziel, Menschen wieder näher zusammenzubringen und soziale Kontakte zu fördern. Einsamkeit und fehlende Gesprächsmöglichkeiten können Menschen jeden Alters betreffen und gelten zunehmend als gesellschaftliche Herausforderung.

Die Idee der Ratschbankerl ist in der Region bereits verbreitet. Grundlage ist eine Initiative des Gesundheitsamtes Rosenheim aus dem Jahr 2023. Gefördert wurde das Projekt durch das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention.

In Bruckmühl soll es neben spontanen Gesprächen auch feste Ratschtermine mit Ehrenamtlichen geben.

Erste Termine stehen fest

Ursula Wagner ist am Dienstag, 18. August, von 17.15 bis 18.15 Uhr am Ratschbankerl anzutreffen. Ein weiterer Termin mit ihr ist für Donnerstag, 27. August, von 12.15 bis 13.15 Uhr geplant.
Regine Mosner steht am Donnerstag, 3. September, von 12.15 bis 13.15 Uhr sowie am Donnerstag, 10. September, von 12.15 bis 13.15 Uhr für Gespräche zur Verfügung.

Bei schlechtem Wetter entfallen die Termine. Im Winter soll das Gesprächsangebot in die Kulturmühle in der Bahnhofstraße 10 verlegt werden. Dort wird die Couch zum Ratsch-Treffpunkt.

Weitere Ratschbankerl sind geplant

Das erste Bankerl im Ortszentrum soll nicht das einzige bleiben. Im Herbst ist ein weiterer Standort im Bruck an der Leitha-Park geplant. Für 2027 sind außerdem Sitzgelegenheiten am Mangfall-Center sowie am Friedhof Hinrichssegen vorgesehen.

„Mit diesem Projekt ist es gelungen, ein Bewusstsein für gesellschaftliche Herausforderungen wie Einsamkeit zu schaffen“, betont Ute Heckl vom Staatlichen Gesundheitsamt Rosenheim.
Auch das Bruckmühler Stadtmarketing sieht in der Initiative einen weiteren Treffpunkt für die Gemeinde. „Orte der Begegnung machen eine lebendige Stadt aus und dies ist ein weiterer Baustein dazu“, erklären Silvia Mischi und Martina Neuhausen.

Die Ratschbankerl sollen künftig durch feste Schilder als solche erkennbar sein. Diese sollen bis zum Herbst, spätestens im kommenden Jahr, angebracht werden. Die festen Gesprächstermine werden über die Bruckmühl App und den Bürger Boten angekündigt.

Wer selbst als Ansprechpartner für Ratschtermine mitmachen möchte, kann sich unter 08062/59102 oder 08062/59103 melden. Mitmachen können Privatpersonen ebenso wie Vertreter von Vereinen oder Kirchen.
(Quelle: Pressemitteilung Markt Bruckmühl / Beitragsbild: Auf Initiative von Ursula Wagner (rechts) und Regine Mosner (links) hat Bruckmühl jetzt sein erstes Ratschbankerl. Eine Aktion für das Miteinander und gegen die Einsamkeit. Copyright Mischi)

Wenn der Sommer zum Wintersportplatz wird: DSV-SommerSkiChallenge in Kammer

Wenn der Sommer zum Wintersportplatz wird: DSV-SommerSkiChallenge in Kammer

Kammer / Landkreis Traunstein – Bei Temperaturen um die 30 Grad wurde der Sportplatz der DJK Kammer kurzerhand zum Wintersportplatz. Rund 30 Kinder im Alter von vier bis zwölf Jahren nahmen an der DSV-SommerSkiChallenge teil und stellten sich in fünf Gruppen verschiedenen sportlichen Herausforderungen.

Gefragt waren unter anderem Koordination, Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Geschicklichkeit. Die Kinder liefen, sprangen, balancierten und sammelten an den verschiedenen Stationen Punkte. Rund zehn Betreuer der DJK Kammer begleiteten die jungen Teilnehmer und sorgten für Unterstützung und Motivation.

Die SommerSkiChallenge des Deutschen Skiverbands bringt den Wintersport auch in den Sommer. Bei den fünf Stationen geht es darum, sportliche Fähigkeiten unter Beweis zu stellen und möglichst viele Punkte zu sammeln. Gleichzeitig stehen Bewegung, Gemeinschaft und die Freude am Sport im Mittelpunkt.

Skitty, Hüpfburg und Abkühlung

Für einen besonderen Höhepunkt sorgte Skitty, das Maskottchen des Deutschen Skiverbands. Die lebensgroße Figur war bei der Veranstaltung dabei und wurde von den Kindern begeistert empfangen.
Nach den sportlichen Herausforderungen wartete außerdem Abkühlung. Ein mobiler Pool und eine Feuerwehr-Hüpfburg sorgten für zusätzlichen Spaß. Bei der anschließenden Siegerehrung gab es schließlich nur Gewinner: Alle Kinder erhielten einen Preis und Applaus für ihre Teilnahme.

„Die Kinder konnten spielerisch ihre Koordination, Kraft, Schnelligkeit und Ausdauer trainieren und hatten dabei vor allem richtig viel Spaß. Genau diese Verbindung aus Bewegung, Herausforderung und Freude wollen wir unseren Kindern im Verein vermitteln“, erklärte Johannes Pollak, Ski-Abteilungsleiter der DJK Kammer.

Auch Florian Appelt, stellvertretender Leiter der Ski-Abteilung, zog ein positives Fazit: „Bei Temperaturen um die 30 Grad waren wir wahrscheinlich einer der wenigen Skivereine, die sich freiwillig mit Skisport beschäftigt haben – ganz ohne Schnee. Dafür gab es Wasser, eine Hüpfburg und mit Skitty sogar einen echten Star zum Anfassen. Die Begeisterung der Kinder hat gezeigt, dass Bewegung, Gemeinschaft und Teamgeist zu jeder Jahreszeit richtig Spaß machen.“

Zum Abschluss ließen Kinder, Betreuer und Helfer den Tag bei einem gemeinsamen Grillabend ausklingen.

Die DSV-SommerSkiChallenge läuft noch bis Ende September. Deutschlandweit nehmen rund 500 Teams aus Skivereinen an dem Wettbewerb teil. Unterstützt wurde der Tourstopp in Kammer unter anderem von Mitgliedern des Bayerischen Schiverbands.
(Quelle: Pressemitteilung Traunstein, Hubert Hobmaier / Beitragsbild: Copyright Hubert Hobmaier)

Wenn Google Maps durch Rosenheimer Wohngebiete führt: kann die Stadt das ändern?

Wenn Google Maps durch Rosenheimer Wohngebiete führt: kann die Stadt das ändern?

Rosenheim – Google Maps kennt den schnellsten Weg – oder zumindest glaubt die App das. Wer von der Rosenheimer Innenstadt Richtung Wasserburg unterwegs ist, wird laut CSU-Stadtratsfraktion teilweise über den Mittelweg und Langenpfunzen geschickt. Warum nicht über die Westerndorfer Straße? Die CSU sorgt sich dabei vor allem um Verkehr durch Wohngebiete mit Tempo 30 und wollte deshalb wissen, ob die Stadt bei Google erreichen kann, dass der Verkehr stärker über die Hauptverkehrsstraßen geführt wird. Die Antwort der Verwaltung fällt allerdings anders aus.

Mittelweg statt Westerndorfer Straße

Konkret geht es um die Routenführung von der Rosenheimer Innenstadt in Richtung Wasserburg. Nach Darstellung der CSU führt Google Maps den Verkehr teilweise über den Mittelweg und Langenpfunzen, anstatt die Westerndorfer Straße als Hauptverkehrsverbindung zu nutzen.

Das Problem aus Sicht der CSU: Durch solche Navigationsempfehlungen kann Durchgangsverkehr auf Nebenstraßen und durch Wohngebiete mit Tempo-30-Zonen geführt werden. Straßen, die nicht für größere Verkehrsmengen ausgelegt sind, werden dadurch zusätzlich belastet. Mit ihrer Anfrage vom 9. Juli 2026 wollte die CSU-Stadtratsfraktion deshalb prüfen lassen, ob die Stadt Möglichkeiten hat, auf Google einzuwirken und eine solche Routenführung zu verhindern.

Verwaltung sieht Google nicht als richtigen Hebel

Die Verwaltung hat sich dazu eine Untersuchung der Universität St. Gallen angesehen. Darin geht es unter anderem um die Frage, wie Kommunen mit Verkehrsverlagerungen umgehen können, die durch Navigationssysteme entstehen. Als geeignete Möglichkeiten werden vor allem Maßnahmen vor Ort genannt. Dazu gehören beispielsweise Abbiegebeschränkungen, Straßensperrungen beziehungsweise sogenannte modale Filter, Verkehrsberuhigungsmaßnahmen, bauliche Barrieren oder angepasste Tempolimits.

Eine direkte Zusammenarbeit mit Entwicklern von Navigationssystemen wird dagegen nicht als zielführend bewertet. Auch das bewusste Melden falscher Verkehrshindernisse oder Unfälle, um die Routenführung zu verändern, sei keine geeignete Lösung.

Die Rosenheimer Verwaltung will deshalb nicht auf Google zugehen, um die Routenberechnung für bestimmte Straßen zu beeinflussen. Die Navigationsentscheidungen beruhen auf komplexen automatisierten Systemen und könnten nicht einfach durch einzelne Anfragen einer Stadt gesteuert werden.

Google Maps beeinflussen – geht das doch?

In der Sitzung wurde allerdings deutlich, dass die Frage nicht ganz so eindeutig gesehen wird. Oberbürgermeister Abuzar Erdogan sagte mit Blick auf eine mögliche direkte Einflussnahme auf Google: „Man kommt an die nicht ran.“ CSU-Fraktionsvorsitzender Dr. Wolfgang Bergmüller widersprach. Er habe von einem Experten die Information bekommen, dass es über eine entsprechende Plattform von Google durchaus eine Möglichkeit gebe, Änderungen beziehungsweise Ausschlüsse zu beantragen.

Welches konkrete Verfahren damit gemeint war, wurde in der Sitzung allerdings nicht näher erläutert. Unsere Recherche zeigt: Google bietet tatsächlich ein sogenanntes Maps Content Partner Program an. Darüber können unter anderem Behörden offizielle Daten zu Straßen, Verkehrsregelungen und Einschränkungen an Google übermitteln. Dazu gehören beispielsweise Straßendaten, Abbiegebeschränkungen, Tempolimits und Sperrungen. Google Maps Content Partner Program
Das bedeutet allerdings nicht automatisch, dass eine Stadt darüber festlegen kann, dass eine grundsätzlich befahrbare Straße bei der normalen Routenberechnung von Google Maps nicht mehr vorgeschlagen wird. Die offiziellen Informationen von Google beschreiben vor allem die Übermittlung und Aktualisierung tatsächlicher Straßen- und Verkehrsbeschränkungen.

Kein Problem nur in Rosenheim

Rosenheim ist mit der Frage nicht allein. Auch andere Städte und Gemeinden beschäftigen sich damit, dass Navigationssysteme Verkehr über Neben- und Wohnstraßen führen, die nicht für größeren Durchgangsverkehr ausgelegt sind. 
Die grundsätzliche Frage lautet deshalb auch andernorts: Soll versucht werden, die Navigation selbst zu beeinflussen – oder muss die Verkehrsführung vor Ort so verändert werden, dass unerwünschter Durchgangsverkehr gar nicht erst über bestimmte Straßen geführt wird?

Andere Kommunen haben bereits versucht, Navigationssysteme mit vorgegebenen Vorrangrouten zu unterstützen. Die Stadt Bergisch Gladbach hat beispielsweise ein Lkw-Vorrangroutennetz festgelegt und in Navigationssysteme einpflegen lassen. Ziel war unter anderem, Irrfahrten zu vermeiden und Wohngebiete weniger zu belasten.

Das Beispiel zeigt, dass Kommunen durchaus Möglichkeiten haben, offizielle Verkehrsdaten und Vorrangrouten in digitale Navigation einfließen zu lassen. Allerdings geht es in Bergisch Gladbach um die Navigation von Lkw. Für den Rosenheimer Fall stellt sich die Frage anders: Hier geht es darum, ob eine grundsätzlich befahrbare Strecke für den normalen Autoverkehr bei der Routenberechnung von Google Maps gezielt weniger berücksichtigt oder ausgeschlossen werden kann.
Die Rosenheimer Verwaltung sieht dafür jedenfalls keinen zielführenden Ansatz über eine direkte Kontaktaufnahme mit Google und setzt stattdessen auf Maßnahmen bei der Verkehrsführung vor Ort.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Symbolfoto re)

 

Bauarbeiten sorgen für Fahrplanabweichungen zwischen Rosenheim und Kufstein

Bauarbeiten sorgen für Fahrplanabweichungen zwischen Rosenheim und Kufstein

Holzkirchen / Rosenheim – Fahrgäste im Netz Chiemgau-Inntal müssen am 25. und 26. August mit Änderungen im Zugverkehr rechnen. Wegen Bauarbeiten der DB InfraGO AG kommt es auf der Strecke München – Rosenheim – Kufstein nachts zu Fahrplanabweichungen, einem Teilausfall und Schienenersatzverkehr mit Bussen.

Betroffen ist die Strecke München Hauptbahnhof – Rosenheim – Kufstein. In den Nachtstunden kommt es in beiden Fahrtrichtungen zu Fahrplanabweichungen. Zudem fallen Verbindungen zwischen Brannenburg und Kufstein teilweise aus.
Für betroffene Fahrgäste wird ein Schienenersatzverkehr (SEV) mit Bussen eingerichtet. Die Busse verkehren zwischen Rosenheim und Brannenburg sowie zwischen Kufstein und Brannenburg.

Fahrgäste müssen beachten, dass die Busse und Züge während der Bauarbeiten teilweise zu anderen Zeiten als im regulären Fahrplan unterwegs sind. Dadurch können sich auch die gewohnten Abfahrts- und Ankunftszeiten ändern.

Die BRB stellt für die betroffenen Verbindungen Sonderfahrpläne zum Download auf ihrer Webseite bereit. Im Sonderfahrplan nicht aufgeführte Zugverbindungen verkehren an den jeweiligen Tagen ohne Abweichung nach dem Regelfahrplan.
(Quelle: Pressemitteilung BRB / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Südliche Mangfallstraße in Rosenheim wird voll gesperrt

Südliche Mangfallstraße in Rosenheim wird voll gesperrt

Rosenheim – Auf der südlichen Mangfallstraße stehen umfangreiche Bauarbeiten bevor. Der Abschnitt zwischen der Miesbacher Straße und der Arnulfstraße auf Höhe der Schule wird deshalb ab Montag, 24. August 2026, vollständig gesperrt. Die Arbeiten sollen voraussichtlich bis Ende September 2027 dauern.

Im Zuge der Maßnahme wird die Straße umfassend erneuert. Vorgesehen sind eine neue Fahrbahn sowie neue Gehwege auf beiden Seiten. Außerdem wird ein neuer Kanal gebaut. Auch eine Trinkwasserleitung wird verlegt. Zusätzlich soll die Fernwärmeversorgung für die Anwohner erweitert werden.

Trotz der Vollsperrung sollen Schule, Kindergarten und die Anwesen entlang des gesperrten Bereichs während der gesamten Bauzeit zu Fuß erreichbar bleiben. Dafür steht ein Gehweg zur Verfügung.
Auch die Siedlung rund um die Ganghoferstraße bleibt während der Bauarbeiten erreichbar.

Umleitung über Miesbacher und Aisinger Straße

Für den motorisierten Verkehr wird eine Umleitung eingerichtet. Diese führt nördlich über die Miesbacher Straße und die Aisinger Straße zur Arnulfstraße im Süden. Von dort aus ist das Wohnquartier westlich der Mangfallstraße erreichbar.

Die Anwohner wurden bereits im Vorfeld über die bevorstehende Sperrung informiert. Auch während der Bauarbeiten sollen sie Informationen über den jeweiligen Baufortschritt erhalten.

Auf die bevorstehende Vollsperrung weist zudem eine Countdowntafel hin. Sie zeigt die verbleibenden Tage bis zum Beginn der Sperrung an.
(Quelle: Pressemitteilung Stadt Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Rosenheimer Freibad: Mehr Parkplätze in Sicht – doch samstags bleibt das Halteverbot

Rosenheimer Freibad: Mehr Parkplätze in Sicht – doch samstags bleibt das Halteverbot

Rosenheim -Wer am Sonntag oder an einem Feiertag mit dem Auto ins Rosenheimer Freibad fährt, könnte künftig bessere Chancen auf einen Parkplatz haben. Die Halteverbote im Gewerbegebiet gegenüber dem Freibad sollen an Sonn- und Feiertagen aufgehoben werden. Samstags bleibt das Halteverbot dagegen bestehen.

Hintergrund ist ein Antrag der CSU-Stadtratsfraktion. Sie hatte beantragt zu prüfen, ob die Halteverbote im Gewerbegebiet-Ost, vor allem in der Königseestraße und der Schlierseestraße gegenüber dem Rosenheimer Freibad, an Wochenenden und Feiertagen aufgehoben werden können.

Samstag bleibt das Halteverbot bestehen

Die Verwaltung hat den Antrag geprüft. An Werktagen müssen die Halteverbote bestehen bleiben, damit der Lieferverkehr im Gewerbegebiet die Straßen nutzen und auch rangieren kann. Dort sind regelmäßig auch Sattelzüge unterwegs, die entsprechend Platz benötigen.

Auch samstags gibt es noch Lieferverkehr. Oberbürgermeister Abuzar Erdogan informierte den Ausschuss für Verkehrsfragen und ÖPNV darüber, dass dies noch einmal bei den im Gewerbegebiet ansässigen Unternehmen abgefragt worden sei. Deshalb muss das Halteverbot auch an diesem Tag bestehen bleiben.
An Sonn- und Feiertagen sieht die Verwaltung dagegen die Möglichkeit, die Halteverbote aufzuheben. Dadurch könnten zusätzliche Parkmöglichkeiten für Besucher des Freibads entstehen.

CSU zeigt sich zufrieden

Eine längere Diskussion gab es im Ausschuss zu dem Punkt nicht. CSU-Fraktionsvorsitzender Dr. Wolfgang Bergmüller zeigte sich mit dem Ergebnis zufrieden. „Wenn die Halteverbote an Sonn- und Feiertagen zukünftig aufgehoben werden, ist das sehr schön so“, sagte er. Die neue Parkregelung soll baldmöglichst umgesetzt werden.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Fotomontage Innpuls.me)

Rosenheimer Freibad, 1968

Rosenheimer Freibad, 1968

Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in das Jahr 1968. Auf der historischen Aufnahme sehen wir die Rutsche im Rosenheimer Freibad.

Das Rosenheimer Freibad wurde von vielen Einheimischen damals noch ganz selbstverständlich „Schwimmschule“ genannt. Die Aufnahme zeigt eine Rutsche, die mit ihrer geschwungenen Treppe heute ungewohnt wirkt.
Die bekannte lange Schlangenrutsche, die viele Rosenheimer aus späteren Jahrzehnten kennen, gab es zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Die auf dem Foto zu sehende kompakte Rutsche gehörte zu den früheren Rutsch-Attraktionen des Bades.

Das Freibad selbst hatte zu dieser Zeit bereits eine lange Geschichte hinter sich. Die städtische Badeanstalt zwischen Mangfall und Kaltenmühlbach war 1872 eröffnet worden. 1956 und 1957 wurde die Anlage umfassend erneuert, unter anderem mit neuen Becken und einem neuen Eingangsgebäude.
Auch bei den Liegeflächen hatte sich wenige Jahre vor unserer Aufnahme etwas verändert: 1965 wurde der südlich gelegene „Stadtsee“, zu dieser Zeit schon eher negativ besetzt „Mückenweiher“ genannt, zugeschüttet. Dadurch stand dem Freibad mehr Liegefläche zur Verfügung.
Ein kleiner Blick zurück auf die Rosenheimer „Schwimmschule“ und eine Rutsche, die heute längst Geschichte ist.
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann – Foto Krämer / Artikel Karin Wunsam)