Mariä Himmelfahrt in Rosenheim: Kräuterbuschen in St. Nikolaus gesegnet

Mariä Himmelfahrt in Rosenheim: Kräuterbuschen in St. Nikolaus gesegnet

Rosenheim – Mariä Himmelfahrt hat auch in Rosenheim einen festen Platz im kirchlichen Leben. Das zeigte sich am heutigen Samstag (15. August) beim Gottesdienst in der Stadtpfarrkirche St. Nikolaus. Die Kirche war gut besucht, viele Gläubige hatten traditionell einen Kräuterbuschen zur Segnung mitgebracht.

Zelebriert wurde der Gottesdienst von Pfarrvikar Pater Shibu Joseph Cheeramvelil.Im Mittelpunkt des katholisches Hochfestes steht die Aufnahme Marias mit Leib und Seele in den Himmel. Auch die traditionelle Kräuterweihe gehört zu Maria Himmelfahrt. Die mitgebrachten Kräuterbuschen wurden im Rahmen des Gottesdienstes gesegnet. Der Altar war dafür passend geschmückt mit Kräutern und Sonnenblumen. 

Königskerze als Leitpflanze

Die Kräuterbuschen werden traditionell aus verschiedenen Kräutern und Blumen gebunden. Dazu gehören beispielsweise Königskerze, Johanniskraut und Lavendel. Auch eine Rose als Symbol für Maria findet sich häufig darin. Viele Menschen nehmen es bei der Zusammenstellung heute allerdings nicht mehr ganz so genau und verwenden einfach das, was der eigene Garten gerade hergibt.

Eine besondere Rolle spielt übrigens auch die Zahl der verwendeten Pflanzen. Je nach Region werden beispielsweise sieben, neun, zwölf, 14 oder 24 Kräuter verwendet. Auch diese Zahlen haben eine symbolische Bedeutung: Sieben steht für die Schöpfungstage beziehungsweise die sieben Tage der Woche, neun für die Dreifaltigkeit, zwölf für die Apostel, 14 für die 14 Nothelfer und 24 für zwölf plus zwölf – in Anlehnung an die zwölf Apostel und die zwölf Stämme Israels.
Die Königskerze gilt traditionell als Leitpflanze des Kräuterbuschens. Nach der Segnung werden die Buschen mit nach Hause genommen. Dem alten Brauch zufolge sollen die geweihten Kräuter dort Schutz vor Krankheit und Unheil bringen.

Der gut besuchte Gottesdienst in St. Nikolaus zeigte, dass Mariä Himmelfahrt in Rosenheim auch heute noch einen festen Platz im religiösen und traditionellen Leben vieler Menschen hat.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Fotomontage: Karin Wunsam)

Riedergarten, Rosenheim, 1970er

Riedergarten, Rosenheim, 1970er

Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in die 1970er Jahre. Auf der historischen Aufnahme sehen wir den Rosenheimer Riedergarten.

Heute ist der Riedergarten für viele Rosenheimer ein beliebter Ort zum Spazierengehen, Erholen und Durchatmen mitten in der Innenstadt. Das war auch schon so, als unsere heutige alte Aufnahme entstand. Aber vieles hat sich seitdem doch auch an diesem Ort deutlich verändert.
Im Mittelpunkt des Fotos ist eine größere Brunnen- und Beckenanlage zu sehen. Sie gehörte damals zum Erscheinungsbild des Riedergartens und war ein Anziehungspunkt für Besucher.

Auch der Blick auf die Stadtpfarrkirche St. Nikolaus macht deutlich, wo das Foto entstanden ist. Der markante Zwiebelturm ragt zwischen den Bäumen hervor und bildet bis heute eine der bekanntesten Kulissen der Rosenheimer Innenstadt.

Vom Apothekergarten zum Riedergarten

Die Geschichte des Riedergartens reicht weit zurück. Ursprünglich befand sich auf dem Areal der Heilkräutergarten der Apothekerfamilie Rieder. Die Tradition des Gartens geht auf den Stadtapotheker Johann Rieder zurück.
1925 ging das Gelände in den Besitz der Stadt Rosenheim über. Aus dem privaten Apothekergarten entwickelte sich im Laufe der Zeit eine öffentliche Grünanlage, die mehrfach umgestaltet und erweitert wurde.

Auch das Erscheinungsbild hat sich dabei immer wieder verändert. Was auf dem Foto aus den 1970er Jahren zu sehen ist, gibt es heute in dieser Form nicht mehr. An anderer Stelle im Riedergarten befindet sich inzwischen unter anderem die beliebte Kneippanlage mit Wassertret- und Armtauchbecken.
Die historische Aufnahme zeigt damit nicht nur einen schönen Blick auf den Riedergarten, sondern auch ein Stück Rosenheimer Stadtgeschichte. Wie viele Veränderungen sich über die Jahrzehnte ergeben haben, wird bei einem Vergleich mit dem heutigen Riedergarten besonders deutlich.
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann / Artikel: Karin Wunsam)

Jugendfreizeitgelände am Happinger Ausee: 24 zusätzliche Schlafplätze in Sicht

Jugendfreizeitgelände am Happinger Ausee: 24 zusätzliche Schlafplätze in Sicht

Rosenheim -Am Jugendfreizeitgelände am Happinger Ausee sollen künftig 24 zusätzliche Schlafplätze zur Verfügung stehen. Die Emporen des Hauses, die mehrere Jahre aus Sicherheitsgründen nicht genutzt werden konnten, sind inzwischen wieder hergerichtet. Noch fehlt allerdings der Notausstieg. Erst wenn dieser fertiggestellt und der Schlafbereich freigegeben ist, können die zusätzlichen Plätze genutzt werden.

24 zusätzliche Schlafplätze für Jugendgruppen am Happinger Ausee in Rosenheim. Fotos: Copyright Herbert Borrmann

Die Empore kann wieder genutzt werden – und damit gibt es 24 zusätzliche Schlafplätze für Jugendgruppen am Rosenheimer Happinger Ausee. Fotos: Copyright Herbert Borrmann

Möglich geworden sei die Wiederinbetriebnahme durch das Engagement der Geschäftsführung des Stadtjugendrings (SJR) und mit Unterstützung der Stadt Rosenheim, berichtet Herbert Borrmann in einem Facebook-Beitrag. 
Was jetzt noch fehlt ist der Notausstieg. Dieser soll aber baldmöglichst folgen.

Für Jugendgruppen bedeutet das künftig mehr Platz. Das Jugendfreizeitgelände verfügt bislang über vier Sechsbettzimmer mit insgesamt 24 Betten sowie zwei Betreuerzimmer mit jeweils drei Betten. Mit den Emporen kommen nach ihrer Freigabe weitere 24 Schlafplätze hinzu.

Mehr Platz für Jugendgruppen

Damit können künftig auch größere Jugendgruppen im Haus untergebracht werden. Das Jugendfreizeitgelände bietet neben den Schlafräumen unter anderem Gruppen- und Seminarräume, eine Küche, einen eigenen Badestrand und einen Zeltplatz.

Das rund 5.000 Quadratmeter große Areal direkt am Happinger Ausee wird vom Stadtjugendring Rosenheim betrieben und für Freizeiten, Seminare, Workshops und Zeltlager genutzt.

Für Borrmann eine Herzensangelegenheit

Für Herbert Borrmann hat die Wiederinbetriebnahme der Emporen eine besondere Bedeutung. Er gehörte gemeinsam mit dem damaligen Jugendamtsleiter Gerd Rose zu denjenigen, die das Jugendfreizeitgelände am Happinger Ausee vor mehr als drei Jahrzehnten auf den Weg brachten. Borrmann war damals Vorsitzender des Stadtjugendrings. Umso mehr freut ihn, dass der bislang nicht nutzbare Bereich bald wieder für Übernachtungen zur Verfügung stehen soll. „Für mich als einer der beiden ‚Väter‘ des Geländes eine Herzensangelegenheit“, schreibt Borrmann in seinem Facebook-Beitrag. Borrmann prägte den Stadtjugendring über viele Jahre und wurde später zu dessen Ehrenvorsitzendem ernannt.
(Quelle: Artikel Karin Wunsam / Beitragsbild, Foto: Copyright Herbert Borrmann)

Zwei Tote bei Frontalzusammenstoß mit Lkw bei Weilheim

Zwei Tote bei Frontalzusammenstoß mit Lkw bei Weilheim

Weilheim / Landkreis Weilheim-Schongau – Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Staatsstraße 2064 bei Weilheim sind am Freitagvormittag (14. August) zwei Menschen ums Leben gekommen. Nach Angaben des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd kam ein 64-jähriger Autofahrer aus Penzberg mit seinem Wagen auf die Gegenfahrbahn und prallte frontal mit einem entgegenkommenden Lkw zusammen.

Der Unfall ereignete sich gegen 10.20 Uhr am Ortseingang von Marnbach. Der 64-Jährige war nach Angaben der Polizei von Seeshaupt in Richtung Weilheim unterwegs. Aus bislang unbekannter Ursache geriet sein Pkw auf die Gegenfahrbahn. Bei dem Frontalzusammenstoß erlitten der Fahrer und seine 56-jährige Ehefrau, die auf dem Beifahrersitz saß, schwerste Verletzungen. Beide starben noch an der Unfallstelle.

Der 41-jährige Fahrer des Lkw wurde nach Angaben der Polizei leicht verletzt und in ein Krankenhaus gebracht. Den entstandenen Sachschaden schätzt die Polizei auf rund 80.000 Euro.

Unfallstelle mehrere Stunden gesperrt

Die Polizeiinspektion Weilheim übernahm unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft München II die Ermittlungen zum Unfallhergang. Warum der Pkw auf die Gegenfahrbahn geriet, ist bislang nicht bekannt. Zur Unterstützung waren die Feuerwehren aus Weilheim und Marnbach sowie Rettungswagen aus Peißenberg, Dießen, Weilheim, Penzberg und Peiting im Einsatz.

Die Staatsstraße 2064 blieb nach Angaben der Polizei rund sieben Stunden vollständig gesperrt. Neben der Bergung der Fahrzeuge musste auch ein unfallanalytisches Gutachten erstellt werden.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd / Beitragsbild: Symbolfoto Polizeipräsidium Oberbayern Süd)

Achtjährige fährt mit Pocket Bike durch Bruckmühl – Vater im Visier der Polizei

Achtjährige fährt mit Pocket Bike durch Bruckmühl – Vater im Visier der Polizei

Bruckmühl / Landkreis Rosenheim – Mit einem sogenannten „Pocket Bike“ war am Donnerstag (13. August) eine achtjährige Tochter gemeinsam mit ihrem Vater in Bruckmühl (Landkreis Rosenheim) unterwegs. Nach Angaben der Polizeiinspektion Bad Aibling wurde eine Streife in der Wernher-von-Braun-Straße auf das Kind aufmerksam.

Die Beamten kontrollierten das motorisierte Fahrzeug. Nach Angaben der Polizei war daran kein Versicherungskennzeichen angebracht. Außerdem ergab eine Auskunft des Herstellers, dass das Pocket Bike eine bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h erreicht.
Für solche Fahrzeuge, die nicht unter die Elektrokleinstfahrzeugverordnung fallen, ist nach Angaben der Polizei für die Nutzung auf öffentlichen Straßen eine entsprechende Fahrerlaubnis erforderlich. Eine solche kann ein achtjähriges Kind noch nicht besitzen.

Ermittlungen gegen den Vater

Die Polizei ermittelt deshalb nach eigenen Angaben gegen den Vater. Ihm werden als Halter beziehungsweise gesetzlichem Vertreter ein Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz sowie das Ermächtigen zum Fahren ohne Fahrerlaubnis vorgeworfen.

Die Polizei weist außerdem darauf hin, dass solche Pocket Bikes aus ihrer Sicht aufgrund ihrer Bauart nicht verkehrssicher und nicht zulassungsfähig sind. Sie dürften deshalb nach Angaben der Polizei nicht im öffentlichen Verkehrsraum gefahren werden – auch nicht von Kindern.

Dass solche Fahrzeuge beispielsweise über Onlineplattformen frei verkauft werden, bedeute laut Polizei nicht automatisch, dass sie auch im öffentlichen Verkehrsraum genutzt werden dürfen. Käufer müssten sich vor der Inbetriebnahme über die jeweiligen rechtlichen Voraussetzungen informieren.
Bei Fragen zur Zulassung eines solchen Fahrzeugs empfiehlt die Polizei, sich an die zuständige Zulassungsstelle zu wenden.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Bad Aibling / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Tierpark Hellabrunn: Elefantin Temi erwartet erneut Nachwuchs

Tierpark Hellabrunn: Elefantin Temi erwartet erneut Nachwuchs

München – Im Elefantenhaus des  Münchner Tierparks Hellabrunn gibt es erfreuliche Nachrichten: Die Asiatische Elefantenkuh Temi ist erneut trächtig. Seit dem Frühjahr steht die Trächtigkeit fest. Bis das Elefantenkalb zur Welt kommt, dauert es allerdings noch einige Zeit: Die Tragzeit bei Asiatischen Elefanten beträgt rund 22 Monate.

Festgestellt wurde die Trächtigkeit mithilfe regelmäßiger Urinproben. Temi gibt diese im Rahmen des täglichen Medical Trainings freiwillig ab. Dabei werden unter anderem Zyklus- und Trächtigkeitshormone untersucht. So konnten die Tierpfleger und Tierärzte die Trächtigkeit frühzeitig feststellen und auch den voraussichtlichen Geburtstermin bestimmen. „Dass Temi erneut trächtig ist, ist eine wunderbare Nachricht für den Tierpark Hellabrunn“, sagt Tierparkdirektor Rasem Baban. Nach den Herausforderungen des vergangenen Jahres in der Elefantengruppe sei diese Entwicklung besonders erfreulich. Bis zur Geburt werde Temi mit größter Sorgfalt begleitet.

Medical Training hilft bei der Betreuung

Das tägliche Medical Training ermöglicht es dem Hellabrunner Team, die Elefanten freiwillig und stressfrei medizinisch zu untersuchen. Neben Urinproben können dabei auch Blutproben genommen und weitere Gesundheitsdaten erhoben werden. „Die ganz unkomplizierten und regelmäßigen Blut- und Urinproben, die wir dank des Medical Trainings bekommen, liefern zuverlässige Werte zur Zyklusbestimmung und haben es ermöglicht, die Trächtigkeit sowie den voraussichtlichen Geburtstermin frühzeitig festzustellen“, erklärt Dr. Hanspeter Steinmetz, Kurator für Elefanten im Tierpark Hellabrunn.
Auch während der Trächtigkeit wird Temi weiterhin eng von Tierpflegern und Tierärzten begleitet. Durch das Medical Training lässt sich der Verlauf regelmäßig kontrollieren und die werdende Mutter entsprechend betreuen.

Nachwuchs für die Elefantengruppe

Die erneute Trächtigkeit ist laut Tierpark auch aus zoologischer Sicht von Bedeutung. Regelmäßiger Nachwuchs bei Asiatischen Elefanten in zoologischen Gärten sei wichtig für den Aufbau einer gesunden Immunität und den Erhalt einer stabilen Population.
Mit Rani und Savani ist die Elefantengruppe in Hellabrunn bereits gewachsen. Nun wird Temi im kommenden Jahr voraussichtlich für weiteren Nachwuchs sorgen.

Bis dahin heißt es allerdings noch Geduld haben. Bei einer Tragzeit von rund 22 Monaten wird es noch knapp ein Jahr dauern, bis im Hellabrunner Elefantenhaus wieder ein Jungtier zu sehen sein könnte.
(Quelle: Pressemitteilung Tierpark Hellabrunn / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Unternehmensinsolvenzen in Bayern nehmen weiter zu

Unternehmensinsolvenzen in Bayern nehmen weiter zu

Bayern – Die Zahl der Insolvenzen in Bayern bleibt nahezu stabil – doch bei den Unternehmen zeigt die Kurve weiter nach oben. Im ersten Halbjahr 2026 wurden 8,1 Prozent mehr Unternehmensinsolvenzen registriert als im zweiten Halbjahr 2025. Damit liegt die Zahl auf einem Niveau, das zuletzt 2015 erreicht wurde. Besonders betroffen sind das Gastgewerbe und das Grundstücks- und Wohnungswesen.

Insgesamt wurden von Januar bis Juni 2026 bei den Insolvenzgerichten im Freistaat 7.511 Insolvenzverfahren beantragt. Im zweiten Halbjahr 2025 waren es 7.533 Verfahren. Das entspricht einem leichten Rückgang um 0,3 Prozent.
Anders sieht es bei den Unternehmen aus: Ihre Zahl stieg von 1.646 Verfahren im zweiten Halbjahr 2025 auf 1.779 im ersten Halbjahr 2026. Das sind 8,1 Prozent mehr. Damit setzt sich der Aufwärtstrend fort, der seit dem Tiefststand im zweiten Halbjahr 2020 zu beobachten ist. Damals wurden 869 Unternehmensinsolvenzen registriert.

Gastgewerbe und Immobilienbranche stärker betroffen

Vergleicht man die aktuellen Zahlen mit dem zweiten Halbjahr 2015, als zuletzt ähnlich viele Unternehmensinsolvenzen registriert wurden, zeigen sich deutliche Unterschiede bei den betroffenen Wirtschaftsbereichen.
Besonders auffällig ist das Grundstücks- und Wohnungswesen. Im zweiten Halbjahr 2015 entfielen 69 Insolvenzverfahren auf diesen Bereich. Das waren 3,9 Prozent aller Unternehmensinsolvenzen. Im ersten Halbjahr 2026 wurden dagegen 133 Verfahren registriert. Ihr Anteil lag damit bei 7,5 Prozent.

Auch das Gastgewerbe ist heute stärker betroffen. Im zweiten Halbjahr 2015 wurden dort 134 Unternehmensinsolvenzen gezählt, was einem Anteil von 7,6 Prozent entsprach. Im ersten Halbjahr 2026 waren es 202 Verfahren. Damit entfielen 11,4 Prozent aller Unternehmensinsolvenzen auf diesen Wirtschaftsbereich.

Auffällig ist außerdem die Entwicklung bei der Energieversorgung. Dort wurden im ersten Halbjahr 2026 insgesamt 65 Unternehmensinsolvenzen registriert. In den vergangenen Halbjahren lagen die Fallzahlen normalerweise im einstelligen Bereich. Hintergrund ist laut Bayerischem Landesamt für Statistik die Insolvenz einer Unternehmensgruppe. Da deren Tochtergesellschaften jeweils gesamtschuldnerisch haften, wird jede einzelne Tochtergesellschaft separat in der Insolvenzstatistik erfasst.

Große regionale Unterschiede

Auch regional gibt es deutliche Unterschiede. In Mittelfranken stieg die Zahl der Unternehmensinsolvenzen gegenüber dem zweiten Halbjahr 2025 um 46,4 Prozent. In Niederbayern gab es einen Anstieg um 20,2 Prozent, in Oberbayern um 3,6 Prozent und in Schwaben um 1,4 Prozent.
Rückgänge wurden dagegen in Unterfranken mit 9,3 Prozent, in Oberfranken mit 7,4 Prozent und in der Oberpfalz mit 3,1 Prozent verzeichnet. Das Statistikamt weist allerdings darauf hin, dass die Zahlen auf Ebene der Regierungsbezirke stärker schwanken können. Der Grund: Einzelne Insolvenzverfahren von Unternehmensgruppen mit mehreren beteiligten Tochtergesellschaften können in einem Regierungsbezirk deutlich stärker ins Gewicht fallen.

Bei den Verbraucherinsolvenzen zeigte sich eine andere Entwicklung. In Schwaben stieg die Zahl der Verfahren um 19,5 Prozent. In den übrigen Regierungsbezirken ging sie zurück. Den stärksten Rückgang gab es in Unterfranken mit 28,8 Prozent. Insgesamt sank die Zahl der Insolvenzen der übrigen Schuldner im ersten Halbjahr 2026 gegenüber dem zweiten Halbjahr 2025 um 2,6 Prozent. Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen ging um 3,0 Prozent zurück.
(Quelle: Pressemitteilunb Bayerisches Landesamt für Statistik / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Liebe auf Bayerisch: Musikalische Lesung auf Schloss Hartmannsberg

Liebe auf Bayerisch: Musikalische Lesung auf Schloss Hartmannsberg

Bad Endorf / Landkreis Rosenheim – Was hat es mit der Liebe auf Bayerisch auf sich? Dieser Frage widmet sich Christoph Maier-Gehring am Sonntag, 6. September, bei einer musikalisch-literarischen Lesung auf Schloss Hartmannsberg ( Hartmannsberg 8, 83093 Bad Endorf). Beginn ist um 15 Uhr, Einlass ab 14.30 Uhr.

In seinem neuen Mundartprogramm „Brautverstecken“ geht es ums Anbandeln, Fensterln, Heiraten, Kinderkriegen und um die Liebe auf der Alm. Zu hören sind Texte und Gedichte unter anderem von Oskar Maria Graf, Lena Christ, Karl Valentin, Georg Queri und Helmut Zöpfl. Dazu gibt es passende G’stanzl, Lieder und Songs von einst und heute.

Christoph Maier-Gehring, ehemaliger Kulturreferent des Landkreises Rosenheim und früherer Chefdramaturg am Münchner Gärtnerplatztheater, hat in den vergangenen 20 Jahren zahlreiche bayerische Mundartprogramme entwickelt und auf die Bühne gebracht. Dazu gehören unter anderem „Das bayerische Dekameron“, „Bayrische Weihnachten“ und zuletzt „Rebellisch möchst werd’n“.

Karten und Informationen

Karten gibt es bei der Tourist-Info Bad Endorf (Telefon 08053/3008-50), im TicketZentrum Rosenheim (Telefon 08031/15001), online bei München Ticket sowie an den Vorverkaufsstellen von München Ticket. Parkplätze stehen in der Umgebung des Schlosses zur Verfügung. Das Schloss ist nicht barrierefrei.
(Quelle: Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim / Beitragsbild: Copyright Andreas Jacob)

MorgenINNPULS – Schon gewusst?

MorgenINNPULS – Schon gewusst?

Samstag, 15. August – Guten Morgen!

Wusstest Du, dass es chemische Reaktionen gibt, die sogar unter Wasser Feuer erzeugen?
Bestimmte Stoffe reagieren so stark, dass sie nicht gelöscht werden können.
Nicht alles verhält sich, wie wir erwarten.

Vielleicht bleibst Du heute offen für das Unerwartete.

Wir wünschen Dir einen intensiven Start in den Tag! 🌞
(Quelle: Artikel Josefa Staudhammer / Beitragsbild: re)

Eine Woche voller Ideen und Abenteuer auf dem Aktivspielplatz

Eine Woche voller Ideen und Abenteuer auf dem Aktivspielplatz

Rosenheim – Hammer, Säge, kreative Workshops und jede Menge Bewegung: Auf dem Aktivspielplatz Hüttenstadt haben 70 Kinder eine Woche lang gemeinsam Ferien gemacht. Die Ferienaktion „Sommer in der Hüttenstadt“ des Stadtjugendrings Rosenheim ist nun zu Ende gegangen.

Im Mittelpunkt standen vor allem gemeinsames Erleben und eigene Ideen. Beim Bauen konnten die Kinder mit Hammer und Säge eigene Projekte umsetzen und dabei handwerkliche Erfahrungen sammeln.
Dazu gab es verschiedene kreative Workshops, eine Olympiade und sportliche Aktionen. Auch für freies Ausprobieren und das Kennenlernen anderer Kinder blieb Zeit. Begleitet wurde das Ferienprogramm von ehrenamtlichen Betreuern und den Pädagogen des Aktivspielplatzes.

Nach den Sommerferien geht der reguläre Betrieb auf dem Aktivspielplatz Hüttenstadt weiter. Das Angebot richtet sich an Kinder zwischen 6 und 12 Jahren. Geöffnet ist dienstags bis donnerstags von 14 bis 18 Uhr sowie freitags von 13 bis 18 Uhr.
(Quelle: Pressemitteilung Stadtjugendring Rosenheim / Beitragsbild: Copyright Stadtjugendring Rosenheim)

Schwerer Motorradunfall bei Soyen: 70-jähriger mit Rettungshubschrauber ins Klinikum geflogen

Schwerer Motorradunfall bei Soyen: 70-jähriger mit Rettungshubschrauber ins Klinikum geflogen

Soyen / Landkreis Rosenheim – Bei einem Zusammenstoß zwischen einem Auto und einem Leichtkraftrad ist am Mittwochabend (12. August) auf der Kreisstraße RO 40 bei Soyen (Landkreis Rosenheim) ein 70-jähriger Motorradfahrer schwer verletzt worden. Er musste mit einem Rettungshubschrauber in ein Klinikum geflogen werden.

Der Unfall ereignete sich auf Höhe der Ortschaft Reiching. Nach Angaben der Polizei wollte eine 50-jährige Autofahrerin von der Kreisstraße nach links abbiegen. Dabei übersah sie, nach den Angaben der Polizei, das entgegenkommende Leichtkraftrad.
Es kam zum Zusammenstoß. Der 70-jährige Fahrer des Leichtkraftrads stürzte und blieb schwer verletzt auf der Fahrbahn liegen. Er erlitt unter anderem schwere Verletzungen im Bereich der Halswirbelsäule und wurde mit einem Rettungshubschrauber zur weiteren Behandlung in ein Klinikum gebracht.

Die Autofahrerin blieb unverletzt.

Beide Fahrzeuge wurden bei dem Unfall erheblich beschädigt. Das Leichtkraftrad dürfte nach Einschätzung der Polizei einen Totalschaden erlitten haben. Der Gesamtschaden wird auf mehrere tausend Euro geschätzt.
Neben Polizei und Rettungsdienst waren zwei Rettungswagen, ein Notarzt, ein Rettungshubschrauber und die Freiwillige Feuerwehr Soyen im Einsatz. Die Kreisstraße musste für die medizinische Versorgung des Verletzten und die Unfallaufnahme rund zwei Stunden vollständig gesperrt werden. Ein Sachverständiger wurde mit der Erstellung eines detaillierten Unfallgutachtens beauftragt
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Wasserburg / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Sinkende Pegel: Trockenheit setzt Bayerns Gewässern zu

Sinkende Pegel: Trockenheit setzt Bayerns Gewässern zu

Bayern – Wenig Regen, viel Sonne und hohe Temperaturen machen sich nach Einschätzung des Landesbunds für Vogel- und Naturschutz (LBV) zunehmend an Bayerns Gewässern bemerkbar. Sinkende Wasserstände und steigende Wassertemperaturen könnten demnach die Lebensbedingungen für Fische, Amphibien, Muscheln und Süßwasserschnecken verändern.

Besonders betroffen seien laut LBV die Fische in Bayerns Bächen und Flüssen. Sinkende Wasserstände würden ihre Lebensräume verkleinern. Flache Gewässerabschnitte könnten sogar vollständig austrocknen. Gleichzeitig erwärme sich das verbleibende Wasser schneller. Nach Angaben des LBV kommt hinzu, dass warmes Wasser weniger Sauerstoff aufnehmen könne. Gleichzeitig benötigten Fische bei höheren Temperaturen mehr Sauerstoff, weil ihr Stoffwechsel schneller laufe. „Besonders empfindlich reagieren Kaltwasserarten wie Bachforelle, Äsche oder Saibling. Für sie wird die Kombination aus Niedrigwasser, hohen Temperaturen und Sauerstoffmangel schnell zur Belastungsprobe. Treten solche Extremsituationen häufiger auf, können empfindliche Arten langfristig aus unseren Gewässern verschwinden und sich die Zusammensetzung der Fischgemeinschaften verändern“, erklärt Thomas Aumer, Referatsleiter Artenschutz beim LBV. Damit drohe Bayerns Flüssen und Bächen nach Einschätzung des LBV ein weiterer Verlust biologischer Vielfalt.

Muscheln können nicht ausweichen

Auch Muscheln und Süßwasserschnecken seien von den niedrigen Wasserständen betroffen. Da Muscheln in der Regel ortsgebunden seien, könnten sie bei sinkenden Wasserständen nicht einfach ausweichen. Laut LBV drohten ihnen Sauerstoffmangel und eine starke Erwärmung des verbleibenden Wassers. Im schlimmsten Fall könnten die Tiere austrocknen und sterben.

Trockenheit gefährdet Amphibien

Auch für Amphibien wie Gelbbauchunke, Kreuzkröte und Wechselkröte sei die langanhaltende Trockenheit problematisch, so der LBV. Im Frühjahr würden die Tiere bevorzugt flache Gewässer wie Pfützen, Fahrspuren, Abgrabungen oder temporäre Tümpel zur Fortpflanzung nutzen. „Bleibt der Regen über einen längeren Zeitraum aus, fehlen wichtige Laichgewässer und komplette Jahrgänge von Kröten und Fröschen wachsen nicht auf. Entscheidend ist also nicht nur, ob Gewässer austrocknen, sondern wann“, erklärt LBV-Biologin Marie-Therese Krieger.

Auch im Sommer könne anhaltende Trockenheit Amphibien zusetzen. Bei hohen Temperaturen entstehe laut LBV Hitzestress, da die Tiere über ihre dünne Haut schnell Körperwasser verlieren könnten. Wiederholte Trockenjahre könnten deshalb zu sinkenden Beständen führen und das Risiko erhöhen, dass lokale Amphibienpopulationen aussterben.
Nicht alle Arten seien allerdings gleichermaßen betroffen. Einige Vogelarten könnten nach Einschätzung des LBV kurzfristig sogar von niedrigen Wasserständen profitieren. See- und Fischadler könnten beispielsweise leichter an ihre Beute gelangen. Insgesamt sieht der LBV die Entwicklung jedoch kritisch. „Wenn Bäche, Flüsse und Tümpel immer weniger Wasser führen, verändert das ganze Lebensgemeinschaften. Für viele Arten schrumpft der Lebensraum, Nahrung wird knapp oder sie pflanzen sich nicht fort. Die Trockenheit setzt die biologische Vielfalt an unseren Gewässern insgesamt stark unter Druck“, sagt Thomas Aumer.
(Quelle: Pressemitteilung Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern e.V. (LBV) / Beitragssbild: Symbolfoto re)