MorgenINNPULS – Schon gewusst?

MorgenINNPULS – Schon gewusst?

Samstag, 8. August – Guten Morgen!

Wusstest Du, dass manche Vögel während des Fliegens schlafen können?
Dabei bleibt eine Gehirnhälfte aktiv.
Erholung geht auch anders.

Vielleicht findest Du heute Deine eigene Balance.

Wir wünschen Dir einen leichten Start in den Tag! 🌞
(Quelle: Artikel Josefa Staudhammer / Beitragsbild: Josefa Staudhammer)

Innpuls-Tagebuch: Die Loretowiese zwischen Parkplatz und Blumenwiese

Innpuls-Tagebuch: Die Loretowiese zwischen Parkplatz und Blumenwiese

Rosenheim – Die Rosenheimer Loretowiese hat uns auch in dieser Woche wieder beschäftigt. Erst wurden die Parkgebühren gesenkt, jetzt soll ein Monatsticket für 39 Euro kommen. Ich sehe diese Entwicklung durchaus positiv. Für mich wäre die beste Lösung allerdings noch immer: kostenloses Parken. Denn wenn wir wollen, dass unsere Innenstadt lebendig und attraktiv bleibt, sollten wir auch denjenigen ein gutes Angebot machen, die mit dem Auto kommen.

Vielleicht liegt es daran, dass wir uns bei unserer täglichen Rubrik „Unsere fotografische Zeitreise“ gerade wieder mit der Loretowiese beschäftigt haben. Auf der historischen Aufnahme aus dem Jahr 1926 ist sie tatsächlich noch das, was ihr Name verspricht: eine grüne, blühende Wiese mit hohen Bäumen und Kieswegen.
Beim Blick auf unsere alten Fotos fällt mir aber noch etwas anderes auf: Wie viel Platz das Auto früher in Rosenheim hatte. Auf historischen Aufnahmen sind Flächen zu sehen, auf denen Autos standen, die heute längst anders genutzt werden. Das ist natürlich keine Statistik über die Entwicklung des gesamten Parkraums. Aber es hat mich zu einer Frage gebracht: Wir haben heute deutlich mehr Autos als früher – warum wird gleichzeitig der Parkraum in unseren Innenstädten immer knapper?

Die Zahl der Pkw in Deutschland ist seit den 1980er Jahren massiv gestiegen. Anfang der 1980er Jahre waren rund 23 bis 26 Millionen Pkw zugelassen, inzwischen sind es laut aktueller Statistiken knapp 50 Millionen. Gleichzeitig wird innerstädtischer Parkraum vielerorts reduziert oder bewirtschaftet. Parkplätze weichen Radwegen, breiteren Gehwegen, Grünflächen oder Außengastronomie. Kostenlose Stellplätze werden immer seltener.
Ich will damit nicht sagen, dass jede dieser Veränderungen falsch ist. Ich gehe selbst gerne zu Fuß und fahre auch gerne mit dem Fahrrad. Aber ich möchte genauso selbstverständlich entscheiden können, wann ich das Auto nehme. Wenn ich mehr einkaufen möchte oder etwas zu transportieren habe, fahre ich eben mit dem Auto. Dafür möchte ich mir auch kein schlechtes Gewissen einreden lassen.

Straßenverkehr sollte für mich nichts mit Ideologie zu tun haben. Es sollte nicht darum gehen, Menschen über Gebühren oder fehlende Parkplätze zu einem bestimmten Verkehrsmittel zu erziehen. Jeder sollte die Möglichkeit haben, das Verkehrsmittel zu wählen, das für ihn gerade sinnvoll ist.
Was mich dabei ärgert: Die Parkplätze direkt an den Geschäften und am Straßenrand werden immer weniger – und das Parken kostet gleichzeitig immer mehr. Natürlich gibt es weiterhin Parkhäuser. Aber für mich ist es einfach etwas anderes, ob ich direkt vor einem Geschäft oder irgendwo im Parkhaus mein Auto abstelle.

Das ist auch eine Frage der Innenstadtbelebung. Gerade Ladenbesitzer beklagen immer wieder, wenn Parkplätze unmittelbar vor ihren Geschäften wegfallen. Ihre Sorge ist nachvollziehbar: Wer nur schnell etwas einkaufen oder erledigen möchte, überlegt sich möglicherweise zweimal, ob er dafür noch in die Innenstadt fährt, wenn die Parkplatzsuche komplizierter und das Parken zusätzlich teuer wird.

Die Loretowiese als Ausweichadresse

Lange Zeit war die Loretowiese deshalb eine willkommene Ausweichmöglichkeit. Zentral gelegen, kostenlos und ohne zeitliche Begrenzung konnte man dort parken. Natürlich war die Fläche wegen des Herbstfestes und anderer Veranstaltungen immer wieder teilweise oder vollständig gesperrt. Trotzdem war sie für viele Autofahrer eine wichtige Adresse, wenn es in der Innenstadt schwierig wurde.
Umso größer war der Aufschrei, als die Stadt im April 2024 auch dort Parkgebühren einführte. Die Loretowiese wurde in der ersten Zeit deutlich weniger genutzt. Viele Autofahrer wichen auf andere Möglichkeiten aus.
Das Auto abgeschafft hat deshalb aber niemand.

Genau das finde ich an der Entwicklung interessant. Denn wer auf das Auto angewiesen ist, bleibt in der Regel darauf angewiesen. Wenn eine Parkmöglichkeit wegfällt oder deutlich teurer wird, verschwindet das Bedürfnis nach einem Stellplatz nicht automatisch.

Inzwischen hat es bei der Loretowiese deshalb eine kleine Rolle rückwärts gegeben. Die Gebühren wurden gesenkt. Seit Oktober 2025 kostet das Parken für bis zu fünf Stunden 2 Euro, ein Tagesticket bis zu zehn Stunden 3 Euro. Nun soll zusätzlich ein digitales Monatsticket für 39 Euro kommen. Ich empfinde das als Schritt in die bessere Richtung.

Warum eigentlich nicht wieder kostenlos?

Wenn die Stadt möchte, dass die Loretowiese stärker genutzt wird, frage ich mich allerdings: Warum nicht gleich wieder kostenlos?
Mir ist bewusst, dass Parkraumbewirtschaftung politisch gewollt ist. Sie soll unter anderem verhindern, dass Stellplätze dauerhaft blockiert werden, und die Einnahmen können für andere Zwecke eingesetzt werden.

Aber bei der Loretowiese sehe ich das anders. Wir haben dort eine große Fläche am Rand der Innenstadt, die ohnehin als Parkplatz zur Verfügung steht. Warum sollte man sie nicht bewusst als attraktives Angebot für Menschen nutzen, die mit dem Auto in die Innenstadt kommen? Wenn wir über eine lebendige Innenstadt sprechen, sollten wir meines Erachtens nicht nur darüber nachdenken, wie wir Menschen vom Auto wegbringen. Wir sollten auch überlegen, wie wir Menschen in die Innenstadt bekommen. Und dazu gehört für mich ein vernünftiges und bezahlbares Parkplatzangebot.

Die Blumenwiese bleibt trotzdem schön

In der aktuellen Diskussion kam aus der Linken-Fraktion auch die Vorstellung auf, die Loretowiese künftig ganz anders zu nutzen: weg von Autos und Parkplatz – hin zu einer besseren Zustand –  und da kamen mir dann eben wieder die historischen Fotos in den Sinn, die die Loretowiese als echte Wiese zeigen.

Ganz ehrlich: Romantisch finde ich diesen Gedanken durchaus. Eine blühende Wiese mit hohen Bäumen und Kieswegen hätte sicherlich ihren Reiz. Aber sie entspricht derzeit halt nicht der Realität. Autos werden noch viele Jahre zu unserem Verkehrsbild gehören. Und solange das so ist, brauchen wir auch Plätze, an denen sie abgestellt werden können. Ich glaube deshalb nicht, dass es sinnvoll ist, die Diskussion auf „Auto oder Fahrrad“, „Parkplatz oder Grünfläche“ zu reduzieren.

Wir brauchen gute Radwege und attraktive Fußwege. Wir brauchen einen öffentlichen Nahverkehr, der auch für Menschen aus dem Landkreis eine echte Alternative darstellt. Und wir brauchen gleichzeitig ausreichend Parkmöglichkeiten für diejenigen, die mit dem Auto kommen wollen oder darauf angewiesen sind. Die Loretowiese wird vermutlich noch lange Parkplatz und Festplatz bleiben. Und vielleicht ist das auch gut so.

Auch wenn ich beim Blick auf das historische Foto zugeben muss: Eine blühende Blumenwiese mit hohen Bäumen hätte natürlich auch ihren Reiz.

Liebe Grüße aus der Redaktion

Karin

68jährige Radfahrerin nach Sturz in Vogtareuth in Lebensgefahr

68jährige Radfahrerin nach Sturz in Vogtareuth in Lebensgefahr

Vogtareuth / Landkreis Rosenheim – Eine 68-jährige Radfahrerin aus Rheinland-Pfalz ist am heutigen Freitag (7. August) bei einem Sturz im Gemeindegebiet von Vogtareuth schwerst verletzt worden. Nach Angaben der Polizei besteht weiterhin Lebensgefahr.

Die Frau war gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten auf einer Radtour unterwegs. Beide fuhren auf der Gemeindeverbindungsstraße von Gaffl in Richtung Sulmaring. Die 68-Jährige fuhr dabei hinter ihrem Lebensgefährten, als sie nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei aus bislang ungeklärter Ursache alleinbeteiligt stürzte.
Dabei fiel sie mit ihrem Fahrrad auf den Asphalt und zog sich schwere Verletzungen im Kopf- und Oberkörperbereich zu. Einen Fahrradhelm trug sie nach Angaben der Polizei zum Unfallzeitpunkt nicht.

Die alarmierten Rettungskräfte versorgten die Frau zunächst an der Unfallstelle. Anschließend wurde sie mit einem Rettungshubschrauber in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht. Nach medizinischer Auskunft, auf die sich die Polizei beruft, besteht weiterhin Lebensgefahr. Nach aktuellem Ermittlungsstand geht die Polizei von einem Unfall ohne Fremdbeteiligung aus. Am Fahrrad entstand nach ihren Angaben kein nennenswerter Sachschaden.

Der Lebensgefährte der 68-Jährigen wurde den Angaben zufolge durch ein Kriseninterventionsteam (KIT) an der Unfallstelle betreut. Das Paar befindet sich derzeit im Urlaub im südlichen Oberbayern.
(Quelle: Pressemitteiljung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Loretowiese, Rosenheim, 1926

Loretowiese, Rosenheim, 1926

Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in das Jahr 1926. Auf der historischen Aufnahme zu sehen ist die Loretowiese in Rosenheim – und zwar noch zu einer Zeit, in der sie ihrem Namen tatsächlich alle Ehre machte.

Eine blühende Blumenwiese erstreckt sich über das Areal. Hohe Bäume säumen die Fläche, dazwischen führen Kieswege hindurch. Einer davon verläuft in Richtung der damaligen höheren Töchterschule, die heute das Karolinengymnasium beherbergt. Auch die Loretokapelle ist auf der Aufnahme zu erkennen.
Heute ist der Anblick ein völlig anderer: Die Loretowiese wird vor allem als Veranstaltungs- und Parkplatzfläche genutzt. Dass hier einmal eine richtige Wiesenlandschaft mit Blumen und Bäumen zu finden war, lässt sich auf der historischen Aufnahme noch sehr gut nachvollziehen.

Namensgeberin ist die Loretokapelle

Ihren Namen verdankt die Loretowiese der Loretokapelle, die 1635/1636 am nördlichen Rand des Platzes errichtet wurde. Die Geschichte ihrer Entstehung reicht allerdings noch weiter zurück.
Der Rosenheimer Gastwirt und Ratsherr Georg Schaur (1579–1652) war im Jahr 1600 auf einer Pilgerreise nach Rom und zum italienischen Wallfahrtsort Loreto schwer erkrankt. Er gelobte, im Falle seiner Genesung eine originalgetreue Nachbildung des sogenannten Heiligen Hauses von Loreto in seiner Heimatstadt errichten zu lassen.

Die Kapelle und die später angelegte Sebastianiallee prägten auch die Gestaltung des Areals. Die Loretowiese blieb über lange Zeit eine weitgehend unbebaute Grünfläche am Rand der Stadt.

Vom Festplatz zum Parkplatz

Bereits ab 1861 wurde die Loretowiese auch als Festplatz genutzt. Das Rosenheimer Volksfest, aus dem später das Herbstfest hervorging, fand hier statt. Nach Unterbrechungen während des Ersten Weltkriegs kehrte das Fest 1925 wieder auf die Loretowiese zurück – ein Jahr vor der Entstehung unserer historischen Aufnahme.
Im Laufe des 20. Jahrhunderts veränderte sich das Erscheinungsbild der Loretowiese zunehmend. Aus der grünen Wiese wurde eine befestigte Fläche. Die Anforderungen des Festbetriebs mit Festzelten, Fahrgeschäften und Schaustellerfahrzeugen sowie die spätere Nutzung als Parkplatz machten eine Schotterung notwendig.

Das Foto von 1926 erinnert damit an eine Zeit, in der die Loretowiese ihren Namen noch ganz wörtlich verdiente: als grüne, blühende Wiese mit hohen Bäumen und Kieswegen – und nicht als Schotter- und Parkplatzfläche.
Wie gefällt euch die Loretowiese von damals?
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann / Bildtext: Karin Wunsam)

Mistel breitet sich aus: Rund 700 Streuobstbäume im Raum Bad Feilnbach betroffen

Mistel breitet sich aus: Rund 700 Streuobstbäume im Raum Bad Feilnbach betroffen

Bad Feilnbach / Landkreis Rosenheim – Die Mistel breitet sich im Raum Bad Feilnbach zunehmend aus und bedroht dort heimische Streuobstbestände. Rund 700 Bäume sind nach Angaben des Landkreises bereits befallen. Im kommenden Winter sollen die betroffenen Bäume im Rahmen einer großflächigen und geförderten Aktion gepflegt werden. Für Grundeigentümer findet dazu am Mittwoch (12. August) ein Infoabend statt.

Besonders auffällig sind Misteln im Winter, wenn die Bäume kein Laub tragen. Dann sind die immergrünen Kugeln mit ihren weißen Früchten gut zu erkennen. Für die betroffenen Bäume können sie allerdings zum Problem werden: Die Mistel entzieht ihnen dauerhaft Wasser und Nährstoffe. Bei starkem Befall kann dies laut Landkreis im schlimmsten Fall zum Absterben des Baumes führen.

Was ist eigentlich eine Mistel?

Die Laubholzmistel (Viscum album) ist eine immergrüne Pflanze, die auf Bäumen wächst. Sie gilt als Halbschmarotzer: Mit speziellen Saugorganen zapft sie die Leitungsbahnen ihres Wirtsbaumes an und entzieht ihm Wasser und darin gelöste Mineralstoffe. Zucker und andere organische Stoffe kann sie durch Fotosynthese selbst bilden.
Mistelbüsche wachsen vor allem auf Laubbäumen. In Bayern sind sie unter anderem auf Apfelbäumen, Pappeln, Weiden, Linden und Ahorn zu finden. Die kugelförmigen, immergrünen Pflanzen können mehrere Jahrzehnte alt werden. Ihre weißen, klebrigen Beeren reifen im Winter.
Die Mistel ist in Mitteleuropa heimisch und keine neu eingewanderte Pflanzenart. Sie dürfte bereits seit vielen Jahrtausenden Teil der heimischen Flora sein. Verbreitet wird sie vor allem durch Vögel: Sie fressen die Beeren und sorgen mit ihren Ausscheidungen dafür, dass die klebrigen Samen auf neuen Wirtsbäumen landen. Besonders eng mit der Mistel verbunden ist die Misteldrossel.

Zwischen Schädling und Lebensraum

Ökologisch hat die Mistel zwei Seiten. Starker Befall kann einzelne Bäume schwächen, weil ihnen dauerhaft Wasser und Nährstoffe entzogen werden. Gerade ältere Streuobstbäume können dadurch zusätzlich belastet werden.
Gleichzeitig ist die Mistel selbst Teil des Ökosystems. Ihre Beeren dienen verschiedenen Vogelarten als Nahrung, und ihre Blüten, Früchte und das Mistelholz werden von unterschiedlichen Insekten genutzt. Einige Arten sind sogar auf die Mistel spezialisiert. Die Pflanze ist damit nicht einfach nur ein „Schädling“, sondern erfüllt auch eine ökologische Funktion.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Copyright Landratsamt Rosenheim)

Die Bekämpfung ist zudem aufwendig. Die Mistel bildet bis zu 80 Zentimeter lange Wurzeln in der Baumrinde aus. Ein oberflächlicher Schnitt reicht deshalb häufig nicht aus.

Großflächige Bekämpfung geplant

Da sich die Mistel schnell ausbreitet, sei eine Bekämpfung einzelner Bäume nur begrenzt wirksam, erklärt der Landkreis. Um den Befall nachhaltig einzudämmen, sollen deshalb zusammenhängende Flächen möglichst gleichzeitig saniert werden. So soll verhindert werden, dass die Misteln von benachbarten Grundstücken erneut verbreitet werden. Der Erfolg der Aktion hänge damit auch von der Beteiligung möglichst vieler Grundeigentümer ab. Die Pflegemaßnahmen sollen im kommenden Winter von speziell geschulten Baumwarten durchgeführt werden.

Infoabend für Grundeigentümer

Für betroffene Grundeigentümer findet am Mittwoch (12. August) um 19 Uhr ein Infoabend im Gasthaus Weingast in Kematen statt. Streuobstberater Martin Landes und Monika Maier vom Landschaftspflegeverband Rosenheim informieren über die Laubholzmistel. Zudem soll bereits konkret geplant werden, welche Maßnahmen auf den betroffenen Flächen notwendig sind.
Die Grundeigentümer werden gebeten, ihre Flurnummern zum Infoabend mitzubringen. Damit kann die Antragstellung für die vorgesehene Förderung vorbereitet werden.

Zusätzlich ist in Zusammenarbeit mit den Gartenbauvereinen Bad Feilnbach und Au ein spezieller Mistelkurs geplant. Dort soll vermittelt werden, wie die Mistel fachgerecht entfernt und eine weitere Ausbreitung möglichst verhindert werden kann.
(Quelle: Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim /  Beitragsbild: Copyright Landratsamt Rosenheim)

Eiblsteg bei Ecksberg wird erneuert: Geh- und Radwegbrücke ab 10. August gesperrt

Eiblsteg bei Ecksberg wird erneuert: Geh- und Radwegbrücke ab 10. August gesperrt

Ecksberg / Landkreis Mühldorf am Inn – Wer zu Fuß oder mit dem Fahrrad zwischen Mühldorf und Ecksberg unterwegs ist, muss sich auf Einschränkungen einstellen. Der Eiblsteg über den Innkanal wird ab Montag, 10. August, umfassend erneuert und bleibt voraussichtlich bis Anfang Dezember vollständig gesperrt.

Während die Sanierung der Straßenbrücken über den Innkanal bei Ecksberg und an der Kraiburger Straße bereits läuft, beginnt nun auch die Erneuerung der Geh- und Radwegbrücke, des sogenannten Eiblstegs.

Nach Angaben des Staatlichen Bauamts Rosenheim machen Korrosionsschäden und deutliche Betonabplatzungen eine umfassende Erneuerung des Brückenüberbaus erforderlich. Eine reine Sanierung sei aus wirtschaftlichen Gründen nicht mehr sinnvoll gewesen.

Zunächst wird die Baustelle eingerichtet und die Brückenausstattung zurückgebaut. Anfang September soll der bestehende Überbau abgebrochen werden. Anschließend werden die Brückenpfeiler instandgesetzt. Parallel entstehen vor Ort die Betonfertigteile für den neuen Überbau, die später eingehoben werden. Dann werden die Fahrbahn, die Anschlüsse und die Brückenausstattung fertiggestellt.
Das neue Geländer erhält zudem eine integrierte Beleuchtung und soll den Eiblsteg künftig komfortabler und sicherer machen.

Vollsperrung und Umleitungen

Für die Bauarbeiten muss der Eiblsteg ab Montag, 10. August, bis voraussichtlich Anfang Dezember 2026 vollständig gesperrt werden. Die Umleitung für Fußgänger und Radfahrer erfolgt in Abstimmung mit der Stiftung Ecksberg über die Ebinger Straße.

Auch auf der darunter verlaufenden Staatsstraße 2550 kommt es zu Einschränkungen. In Höhe der Baustelle wird die Fahrbahn von drei auf zwei Spuren verengt.

Zusätzlich sind zwischen September und Dezember an vier Wochenenden Vollsperrungen der Staatsstraße 2550 erforderlich. Jeweils von Samstagfrüh bis Montagfrüh finden dort Abbrucharbeiten beziehungsweise der Einhub des neuen Brückenüberbaus mit schwerem Gerät statt. Der Verkehr wird während dieser Zeit großräumig umgeleitet. Die Umleitungen werden ausgeschildert.

Die Kosten für die Teilerneuerung der Geh- und Radwegbrücke belaufen sich auf rund 900.000 Euro und werden vom Freistaat Bayern getragen.
(Quelle: Pressemitteilung Staatliches Bauamt Rosenheim / Beitragsbild: Eine Sanierung kam nicht mehr in Frage: Der Eiblsteg bei Ecksberg muss teilerneuert werden Copyright Staatliches Bauamt Rosenheim)

 

Fast neun Stunden in der Luft: Rosenheimer Hagelflieger im Dauereinsatz

Fast neun Stunden in der Luft: Rosenheimer Hagelflieger im Dauereinsatz

Rosenheim / Landkreis Rosenheim – Die Hagelabwehr Rosenheim hatte in den vergangenen Tagen viel zu tun. Am vergangenen Wochenende (1. und 2. August) waren die Hagelflieger insgesamt fast neun Stunden im Einsatz. Vor allem das Inntal, aber auch weitere Teile des Landkreises Rosenheim, waren von schweren Gewittern und Hagel bedroht.

Hagelflieger über dem Chiemsee mit Blick auf die Gewitterzelle am 5. August 2026. Fotos:  Hagelabwehr Rosenheim

Hagelflieger über dem Chiemsee mit Blick auf die Gewitterzelle am 5. August 2026. Fotos: Hagelabwehr Rosenheim

Besonders intensiv war der Einsatz laut einer Pressemitteilung des Landratsamts Rosenheim am Sonntag (2. August). Die Piloten waren an diesem Tag jeweils bis zu zwei Stunden in der Luft und arbeiteten dabei an derselben Gewitterzelle.

Auch am Mittwoch (5. August) wurde die Hagelabwehr aktiv. Eine Gewitterzelle zog aus dem Inntal in Richtung Norden über Achenmühle, Riedering und Söllhuben. Aus Riedering wurden Hagelkörner mit einem Durchmesser von bis zu drei Zentimetern gemeldet.

Gewitterzelle bei Stephanskirchen abgefangen

Nach Angaben des Landratsamts entwickelte sich die Gewitterzelle zunächst nur langsam und verharrte nahezu an Ort und Stelle. Dann nahm sie deutlich an Dynamik und Geschwindigkeit zu. Die Hagelflieger konnten die Zelle auf Höhe Stephanskirchen abfangen und mit der Ausbringung von Silberjodid beginnen. 

Sicht auf die Eggstätt-Hemhofer-Seenplatte am 5. August 2026. Fotos: Hagelabwehr Rosenheim

Sicht auf die Eggstätt-Hemhofer-Seenplatte am 5. August 2026.

Bereits nach wenigen Minuten habe die Maßnahme laut Landratsamt Wirkung gezeigt. „Im weiteren Verlauf gingen keine weiteren Hagelmeldungen ein, obwohl die Gewitterzelle vom Boden aus weiterhin deutlich sichtbar war“, so der Wortlaut in der Pressemitteilung.

Nicht jeder vorbereitete Einsatz führt allerdings auch zu einem Start. Andrea Lindner, Leiterin der Rosenheimer Hagelflieger, beschreibt die Arbeit der Piloten so: „Unsere Piloten sind nicht nur im Einsatz beschäftigt, sondern verfolgen die Wetterlage an ihren Bereitschaftstagen quasi schon beim Zähneputzen. Es gibt Tage in der Hagelabwehr, an denen bereits morgens klar ist: Da kommt was. Das Potenzial für schwere Gewitter mit Regen, Wind und Hagel liegt in der Luft. Dann sind die Piloten bereit.“

Im Juli habe es dagegen immer wieder Situationen gegeben, in denen ein Einsatz kurz vor dem Start abgebrochen wurde. Grundlage dafür seien die aktuellen Radaraufnahmen und die Abstimmung mit Meteorologen gewesen. „Dann heißt es, die Flugzeuge wieder einzuräumen und auf den nächsten Alarm zu warten“, so Lindner.

Hagelflieger live verfolgen

Die Einsatzflüge des Hagelfliegers mit dem Kennzeichen D-GITY können über die App „RO-BERTA“ und einen Livestream auf YouTube verfolgt werden.
(Quelle: Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim / Beitragsbild: Hagelabwehr Rosenheim)

Kinderfest auf Gut Aiderbichl Iffeldorf: Tierische Erlebnisse für die ganze Familie

Kinderfest auf Gut Aiderbichl Iffeldorf: Tierische Erlebnisse für die ganze Familie

Iffeldorf / Landkreis Weilheim-Schongau – Spiel, Spaß und spannende Begegnungen mit geretteten Tieren: Gut Aiderbichl Iffeldorf lädt am 8. und 9. August jeweils von 10 bis 17 Uhr zum großen Kinderfest ein. Auf Familien wartet ein abwechslungsreiches Mitmachprogramm, das Kinderfest ist im regulären Eintrittspreis enthalten.

Auf die Besucher wartet ein abwechslungsreiches Programm. Bei kindgerechten Gutsführungen erfahren Kinder Wissenswertes über das Leben auf dem Hof, den Tierschutz und die Geschichten der geretteten Tiere. Mit dem Kinderfest-Pass können sie an verschiedenen Stationen Stempel sammeln. Wer alle Aufgaben erfolgreich meistert, erhält zum Abschluss eine Urkunde.

Unsere Kinder sind die Zukunft – sie sind entscheidend dafür, den Tierschutzgedanken langfristig in der Gesellschaft zu verankern“, so Dieter Ehrengruber, Geschäftsführer von Gut Aiderbichl. „Wir möchten den Kindern mit solchen Veranstaltungen Tierschutz spielerisch näherbringen.“

Das Programm im Überblick:
  • Pony-Putzstation: Ponys striegeln und pflegen.
  • Kinderschminken: Bunte Verwandlung in Tiere und Fantasiefiguren.
  • Mitmachstation „Spinnen & Weben“: Basteln mit Garnen, Bändern und Wolle der geretteten Schafe – jeweils von 10.30 bis 11.30 Uhr sowie von 15.30 bis 16.30 Uhr.
  • Märchenstunde: Geschichten über die geretteten Tiere von Gut Aiderbichl – täglich um 13 Uhr.
  • Hüpfburg: Toben und Springen für die kleinen Gäste.
  • Tierische Begegnungen: Spielzeit mit den Hunden täglich von 13.30 bis 14 Uhr. Die Katzen können von 10.30 bis 11 Uhr sowie von 14.30 bis 15 Uhr besucht werden.

Das Kinderfest findet bei jedem Wetter statt und ist im regulären Eintrittspreis von Gut Aiderbichl (Osterseehof 1, 82393 Iffeldorf) enthalten.
(Quelle: Pressemitteilung Wier Public Relations, Gut Aiderbichl / Beitragsbild: Toben, springen und jede Menge Spaß am Kinderfest auf Gut Aiderbichl Iffeldorf. Copyright Benno Seilersdorfer)

Kultur im Park in Bad Aibling: Strawanza bringt handgemachte Mundartmusik auf die Bühne

Kultur im Park in Bad Aibling: Strawanza bringt handgemachte Mundartmusik auf die Bühne

Bad Aibling / Landkreis Rosenheim – Im Rahmen der Reihe „Kultur im Park“ steht am Freitag, 21. August, Strawanza auf der Bühne im Brunnenhof des Kurhauses Bad Aibling. Von 19.30 bis 21.30 Uhr präsentiert die Band handgemachte Musik in Mundart und Dialekt.

Musikalisch verbindet die Band unterschiedliche Stilrichtungen und Stimmungen. Das Repertoire reicht von modernen Klängen und Beats bis hin zu handgemachter Musik, die sich bewusst nicht in ein festes Genre einordnen lässt.
Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen. Ausschank und Küche öffnen bereits um 18.30 Uhr. Die meisten Plätze sind überdacht. Bei schlechtem Wetter wird – sofern möglich – im Saal gespielt. Über eine eventuelle Änderungen informieren die Veranstalter tagesaktuell über ihre Social-Media-Kanäle sowie telefonisch unter 08061 90800 (bis 17.30 Uhr).
(Quelle: Pressemitteilung AIB-KUR GmbH & Co. KG / Beitragsbild: STRAWANZA Copyright STRAWANZA)

Rosenheimer Bäder: Neue Tarife – Senioren erhalten Ermäßigung, Frühschwimmer sparen

Rosenheimer Bäder: Neue Tarife – Senioren erhalten Ermäßigung, Frühschwimmer sparen

Rosenheim – Die Stadtwerke Rosenheim (SWRO) passen zum 10. August die Tarifstruktur der Rosenheimer Bäder an. Nach Angaben der SWRO wurden dabei Anregungen von Badegästen aufgegriffen. Die Änderungen betreffen die Ermäßigungen für Senioren, die Familienkarte sowie einen neuen Tarif für Frühschwimmer.

Bislang galt der ermäßigte Eintritt für Schwerbehinderte ab 50 Prozent Erwerbsminderung, Kinder bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres, Schüler, Studenten, Auszubildende sowie Inhaber eines Berechtigungsscheins für Sozialleistungen (Grüner Pass).
Ab dem 10. August 2026 wird dieser Kreis erweitert: Dann erhalten auch Senioren ab 65 Jahren den ermäßigten Eintrittspreis.

Familienkarte wird zur Familien-/Gruppenkarte

Eine weitere Änderung betrifft die bisherige Familienkarte. Sie wird künftig als Familien-/Gruppenkarte angeboten.

Der Tarif gilt für bis zu vier Personen, wobei maximal zwei Erwachsene enthalten sein dürfen. Für jedes weitere Kind oder Enkelkind im Alter von sechs bis 14 Jahren muss ein ermäßigtes Eintrittsticket gelöst werden.

Neuer Frühschwimmertarif

Neu eingeführt wird außerdem eine Frühschwimmerkarte. Badegäste, die das Bad zwischen 7.30 Uhr und 8.30 Uhr betreten, erhalten einen vergünstigten Eintritt.
Der Preis beträgt 3,70 Euro und orientiert sich an der bereits bestehenden Abendkarte.

Die Eintrittspreise im Hallen- und Freibad Rosenheim liegen bei 4,50 Euro für Erwachsene und 3,20 Euro für Ermäßigte. Die Familienkarte kostet 9,50 Euro, die Abendkarte ab 19 Uhr 3,70 Euro.
Weitere Informationen zu den Rosenheimer Bädern stellen die SWRO auf ihrer Internetseite sowie über ihre Social-Media-Kanäle bereit.
(Quelle: Pressemitteilung SWRO / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Hübsch, niedlich – oder doch eher ein „hässliches Entlein“?

Hübsch, niedlich – oder doch eher ein „hässliches Entlein“?

Happing / Rosenheim – Am Happinger See in Rosenheim sind derzeit Blässhuhnküken unterwegs. Mit ihren roten Köpfchen und den orangefarbenen Federbüscheln am Hals sehen die kleinen Wasservögel ziemlich ungewöhnlich aus. Aber warum sind die Küken eigentlich so bunt – und was steckt sonst noch hinter dem Blässhuhn?

Bei der Frage, ob die kleinen Blässhuhnküken am Happinger See nun besonders hübsch, niedlich oder vielleicht doch eher ein „hässliches Entlein“ sind, dürfte es unterschiedliche Meinungen geben. Auffällig sind sie auf jeden Fall: Der Kopf ist rot und auch am Hals leuchten orangefarbene Federbüschel. Dazu kommt das dunkle, fast schwarze Gefieder.
So sehen die Küken allerdings nicht für immer aus. Mit zunehmendem Alter verändert sich ihr Aussehen. Aus den auffällig gefärbten Jungvögeln werden die eher schlicht wirkenden schwarzen Blässhühner mit dem charakteristischen weißen Stirnschild.

Die „Blesse“ gibt dem Blässhuhn seinen Namen

Und genau dieses Stirnschild erklärt auch den Namen. Die weiße Zeichnung wird als Blesse bezeichnet – daher Blässhuhn. Die Art gehört zur Familie der Rallen und ist bei uns weit verbreitet. Das Blässhuhn zählt zu den häufigsten Wasservögeln Mitteleuropas.

Auch am Happinger See fühlen sich die Tiere offenbar wohl. Blässhühner besiedeln gerne stehende Gewässer wie Seen, Weiher und Teiche. Wichtig sind geeignete Uferbereiche und ausreichend Nahrung.

Anfang August sind die Küken spät dran

Wer jetzt Anfang August noch so kleine Blässhuhnküken entdeckt, kann sich allerdings fragen, ob die Familie nicht etwas spät dran ist. Tatsächlich liegt die Brutzeit der Blässhühner in Bayern normalerweise zwischen März und Anfang August. Die Küken am Happinger See sind damit schon eher Spätstarter – ungewöhnlich ist Nachwuchs zu dieser Jahreszeit aber nicht.

Das Blässhuhn ist in Bayern auch keineswegs vom Aussterben bedroht. Die Art gilt hier als ungefährdet. Dennoch sind geeignete Gewässer und naturnahe Uferbereiche für die Vögel wichtig.

Ein vergleichsweise kühler See

Und während sich viele Gewässer in diesem Sommer stark erwärmen, hat der Happinger See eine Besonderheit: Er ist ein Grundwassersee. Das Wasser stammt zu einem großen Teil aus dem Grundwasserstrom des Inntals und wird ständig ausgetauscht. Dadurch erwärmt sich der See deutlich weniger stark als viele andere Gewässer im Rosenheimer Stadtgebiet. Ob der Blässhuhn-Nachwuchs nun kaltes oder warmes Wasser mehr schätzt, wissen wir nicht. Mit Blick auf unser Beitragsbild können wir aber sagen: Im Happinger See, so wie er sich derzeit präsentiert, scheinen sich die kleinen Wasservögel jedenfalls sehr wohlzufühlen
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Fotomontage Gisela Schreiner)

 

Rosenheimer Färberstraße: Geplante Balkone sorgen für Diskussion

Rosenheimer Färberstraße: Geplante Balkone sorgen für Diskussion

Rosenheim – Das bestehende Gebäude an der Färberstraße 41 in Rosenheim soll weichen. Geplant ist dort ein neues Mehrfamilienhaus. Im Stadtentwicklungs- und Baugenehmigungsausschuss sorgten vor allem die geplanten Balkone für Diskussionen. Mehrere Stadträte sahen kritisch, dass diese in den Straßenraum ragen sollen und befürchteten Auswirkungen auf das Erscheinungsbild der historischen Färberstraße.

Das Gebäude an der Färberstraße 41 soll abgerissen werden. An seiner Stelle ist ein neues Mehrfamilienhaus geplant. Dafür wurde bei der Stadt zunächst ein Antrag auf Vorbescheid eingereicht.
Vorgesehen sind zwei Varianten: Bei einer soll das Gebäude fünf Wohneinheiten und sechs Vollgeschosse, bei der anderen vier Wohneinheiten und vier Vollgeschosse haben. Beide Varianten sehen zwei Stellplätze auf dem Grundstück vor. Aus Sicht der Stadtverwaltung fügt sich die niedrigere Variante hinsichtlich des Maßes der baulichen Nutzung in die nähere Umgebung ein. Die höhere Variante mit sechs Vollgeschossen wird in diesem Punkt dagegen kritisch gesehen.

Balkone als Knackpunkt

Für längere Diskussionen sorgten vor allem die geplanten Balkone an der zur Färberstraße gerichteten Gebäudeseite. Sie sollen vom zweiten bis zum vierten Obergeschoss auskragen und rund 1,50 Meter in den Straßenraum hineinragen.

Die Färberstraße gehört zu den historisch geprägten Bereichen der Rosenheimer Innenstadt. Die Färbergasse wurde bereits 1579 erstmals urkundlich erwähnt. Nach dem großen Brand von 1847 wurden zahlreiche Gebäude in diesem Bereich neu aufgebaut. Der gewachsene Charakter des Viertels spielt deshalb auch bei heutigen Bauvorhaben eine Rolle.

Eine Mehrheit der Stadträte sah die geplanten Balkone kritisch. Befürchtet wurde, dass die Ausführung das bisherige Erscheinungsbild der Färberstraße deutlich verändern könnte. Die Stadträte sprachen sich deshalb dafür aus, dass die Stadtverwaltung noch einmal das Gespräch mit der Antragstellerin sucht.

Oberbürgermeister Abuzar Erdogan gab dabei zu bedenken, dass Balkone grundsätzlich auch die Wohnqualität eines Gebäudes erhöhen würden. Außerdem verwies er darauf, dass es in der Färberstraße unweit des geplanten Neubaus bereits ein Gebäude gibt, bei dem Balkone ab dem zweiten Obergeschoss ebenfalls in den Straßenraum ragen (siehe unser Beitragsbild).
Mit der Beratung im Ausschuss ist noch keine endgültige Genehmigung des Neubaus verbunden. Zunächst soll die Stadtverwaltung noch einmal das Gespräch mit der Antragstellerin suchen.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Josefa Staudhammer)