Eine Kraterlandschaft mitten in Rosenheim: Innsbrucker Straße 1970

Eine Kraterlandschaft mitten in Rosenheim: Innsbrucker Straße 1970

Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in das Jahr 1970. Auf dieser historischen Aufnahme ist von der Innsbrucker Straße, wie wir sie heute kennen, kaum etwas zu erkennen. Stattdessen wirkt das Gelände wie eine riesige Kraterlandschaft: Aufgerissener Boden, Erdberge und umfangreiche Bauarbeiten bestimmen das Bild.

Wer heute an dieser Stelle unterwegs ist, dürfte Mühe haben, sich die Gegend so vorzustellen. Die markanten hohen Wohnhäuser, die inzwischen das Bild mitprägen, stehen noch nicht. Auch das Hans-Schuster-Haus gibt es noch nicht. Das Foto hält damit einen kurzen Moment fest, in dem sich dieser Teil Rosenheims gerade grundlegend verändert.

Ein Stadtviertel bekommt ein neues Gesicht

Anfang der 1970er-Jahre wurde rund um die Innsbrucker Straße kräftig gebaut. Unter anderem entstand 1970/71 die Eisenbahnbrücke. Gleichzeitig veränderte sich auch die Bebauung.
Die heute auffälligen hohen Wohnhäuser an der Innsbrucker Straße kamen erst Anfang der 1970er-Jahre hinzu. Auf der Aufnahme von 1970 ist von ihnen noch nichts zu sehen. Statt dicht bebautem Wohngebiet prägen offene Flächen und die Baustelle das Bild.
Auch das Hans-Schuster-Haus gehört noch nicht zum Rosenheimer Stadtbild. Das Gebäude wurde erst 1984 gebaut und im Dezember 1985 eröffnet. Damals zog dort unter anderem die Volkshochschule ein.
Und auch die großen Verkehrsprojekte, die diesen Bereich später zusätzlich prägen sollten, waren 1970 noch nicht abgeschlossen. Mit dem Bau der zweiten Innbrücke wurde beispielsweise erst 1975 begonnen. 1977 wurde sie eröffnet.

So zeigt die Aufnahme einen ungewöhnlich spannenden Zwischenstand: Die alte Umgebung ist bereits verschwunden, das Rosenheim, das wir heute kennen, aber noch nicht entstanden.
Erkennst du, wo genau an der Innsbrucker Straße dieses Foto aufgenommen wurde?
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann / Artikel: Karin Wunsam)

ADAC-Sommerbilanz: Mehr Staus, aber kaum mehr Staustunden

ADAC-Sommerbilanz: Mehr Staus, aber kaum mehr Staustunden

Bayern – Mehr Staus, aber insgesamt kaum mehr Zeit im Stillstand: Der ADAC hat die Verkehrslage auf Deutschlands Autobahnen während der Sommerferien 2026 ausgewertet. Demnach wurden deutlich mehr Staus registriert als im Vorjahr. Die gesamte Staulänge und vor allem die Staudauer legten dagegen nur wenig zu beziehungsweise gingen leicht zurück.

An den Wochenenden der Sommerferien zählte der ADAC insgesamt 45.663 Staus. Das waren rund sechs Prozent mehr als 2025. Die zusammengerechnete Staulänge lag mit 85.701 Kilometern dagegen praktisch auf dem Niveau des Vorjahres. 2025 waren es 85.847 Kilometer.
Auch bei der Dauer zeigt sich kaum ein Unterschied: Insgesamt summierten sich die Staus an den Ferienwochenenden auf rund 49.348 Stunden. Im Vorjahr waren es 49.588 Stunden.

Freitag bleibt der Stautag

Betrachtet man den gesamten Ferienzeitraum einschließlich der Wochentage, registrierte der ADAC 128.849 Staus. Das entspricht einem Anstieg von gut acht Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die gesamte Staulänge nahm um rund vier Prozent auf 217.727 Kilometer zu. Die Staudauer stieg dagegen lediglich um etwa ein Prozent auf rund 124.262 Stunden.
Nach Auswertung des ADAC waren die einzelnen Staus damit im Durchschnitt kürzer als im Sommer 2025. Besonders viel Geduld war am Wochenende vom 17. bis 19. Juli gefragt. In diesem Zeitraum, an dem unter anderem Nordrhein-Westfalen in die Sommerferien startete, zählte der ADAC 4.324 Staus.

Beim Blick auf die einzelnen Wochentage zeigt sich laut ADAC ein ähnliches Bild wie im Vorjahr: Der Freitag war auch 2026 der Tag mit den meisten und längsten Staus. Samstags und sonntags gab es jeweils deutlich weniger Behinderungen. Nach Angaben des Automobilclubs lagen Anzahl, Länge und Dauer der Staus an diesen beiden Tagen jeweils ungefähr bei der Hälfte des Freitagswertes.

Viele Baustellen auf den Autobahnen

Als einen wichtigen Grund für die Verkehrsbehinderungen nennt der ADAC die zahlreichen Baustellen. Während der Sommerferien gab es demnach durchschnittlich rund 1.020 Baustellen auf Deutschlands Autobahnen.
Die Sommerferien sind inzwischen vorbei – die Baustellen allerdings nicht unbedingt. Gerade auf stark befahrenen Fernstraßen können sie deshalb auch nach dem Ende der Ferien weiterhin für Behinderungen sorgen.
(Quelle: Pressemitteilung ADAC / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Zum Oktoberfest: Bayerischer Bierabsatz geht zurück

Zum Oktoberfest: Bayerischer Bierabsatz geht zurück

Fürth / München / Bayern – Pünktlich zum Start des Münchner Oktoberfests gibt es aktuelle Zahlen zum Bier in Bayern – und die zeigen einen Rückgang: Im Jahr 2025 wurden im Freistaat 22,5 Millionen Hektoliter Bier abgesetzt. Das waren 1,3 Millionen Hektoliter beziehungsweise 5,4 Prozent weniger als im Jahr zuvor.

Trotz des Rückgangs lag Bayern beim Bierabsatz bundesweit erneut an der Spitze. Gleichzeitig gab es 2025 im Freistaat 588 Braustätten. Das sind 13 weniger als 2024. Damit befinden sich nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik mehr als 40 Prozent der deutschen Braustätten in Bayern.

Bierabsatz schwankt seit Jahren

Ein Blick auf die vergangenen zehn Jahre zeigt, dass der Bierabsatz in Bayern durchaus schwankt. 2015 wurden 23,8 Millionen Hektoliter abgesetzt. Den höchsten Wert in diesem Zeitraum gab es 2018 mit 24,6 Millionen Hektolitern.
2025 wurde dagegen der niedrigste Wert der vergangenen zehn Jahre erreicht: 22,5 Millionen Hektoliter.

Auch bei der Zahl der Braustätten zeigt sich über einen längeren Zeitraum ein Rückgang. 2015 gab es in Bayern noch 626 Braustätten. Den Höchststand im betrachteten Zeitraum verzeichnete das Jahr 2018 mit 654. 2025 waren es noch 588.
(Quelle: Pressemitteilung Bayerisches Landesamt für Statistik / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Feldtag in Prutting: Wie lässt sich Unkraut im Mais bekämpfen?

Feldtag in Prutting: Wie lässt sich Unkraut im Mais bekämpfen?

Prutting / Landkreis Rosenheim – Chemische Pflanzenschutzmittel oder mechanische Verfahren? Bei einem Feldtag in Prutting (Landkreis Rosenheim) konnten Landwirte verschiedene Möglichkeiten zur Unkrautbekämpfung im Mais miteinander vergleichen. Das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Rosenheim hatte dafür gemeinsam mit der Hamberger GbR eine Demonstrationsfläche bei Waldering angelegt.

Mais wird im Landkreis Rosenheim vor allem als Futter für die Milchviehhaltung angebaut. Damit die Pflanzen ausreichend Wasser, Nährstoffe und Licht zur Verfügung haben, spielt auch die Regulierung von Unkraut eine Rolle. Auf der Demonstrationsfläche konnten die Teilnehmer verschiedene Ansätze direkt miteinander vergleichen.

Chemische Behandlung zeigt Wirkung

Bei der chemischen Unkrautbekämpfung werden Pflanzenschutzmittel mit einer Feldspritze ausgebracht. Auf der Fläche in Prutting war dieser Bereich nach Angaben des AELF nahezu frei von Unkraut.
Mehrjährige Versuche der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) kommen laut AELF zu dem Ergebnis, dass chemische Verfahren Unkräuter im Durchschnitt wirksamer und kostengünstiger bekämpfen als mechanische Methoden. Gleichzeitig gibt es einen Nachteil: Werden über längere Zeit dieselben Wirkstoffe eingesetzt, können sich resistente Unkräuter entwickeln, gegen die bestimmte Mittel nicht mehr ausreichend wirken.

Was bringt die mechanische Variante?

Bei der mechanischen Unkrautbekämpfung bearbeiten spezielle Geräte den Boden. Unkräuter werden dabei ausgerissen oder mit Erde bedeckt. Auf den entsprechenden Flächen kann der Unkrautbesatz allerdings höher sein.
Nach Angaben des AELF müssen dadurch nicht zwangsläufig geringere Maiserträge entstehen. Die mechanische Bodenbearbeitung kann das Wachstum der Maispflanzen zusätzlich fördern. Bleiben jedoch Unkräuter stehen und bilden Samen, kann dies das Unkrautaufkommen in den folgenden Jahren erhöhen.

Kombination verschiedener Verfahren

Nach den Erfahrungen aus den Versuchen bietet die chemische Unkrautregulierung derzeit Vorteile. Gleichzeitig wird nach Angaben des AELF das Risiko von Resistenzen größer, wenn immer weniger Wirkstoffe zur Verfügung stehen.
Als einen möglichen Ansatz nennt das Amt deshalb die Kombination beider Methoden. So könnten mechanische Verfahren beispielsweise zwischen den Maisreihen eingesetzt werden, während die Reihen selbst chemisch behandelt werden. Auf diese Weise ließe sich der Einsatz von Herbiziden reduzieren, ohne bei der Unkrautbekämpfung vollständig auf chemische Mittel zu verzichten.
Rund um diese unterschiedlichen Möglichkeiten ging es beim Feldtag am 10. September in Prutting, bei dem zahlreiche Landwirte die Demonstrationsfläche besichtigten.
(Quelle: Pressemitteilung: Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Rosenheim / Beitragsbild: Copyright AELF)

Microcar gerät in Wasserburg während der Fahrt in Brand

Microcar gerät in Wasserburg während der Fahrt in Brand

Wasserburg / Landkreis Rosenheim – Ein brennendes Microcar hat in der Wasserburger Schmidzeile (Landkreis Rosenheim) für einen Feuerwehreinsatz gesorgt. Die 16-jährige Fahrerin und ihre gleichaltrige Beifahrerin konnten das Fahrzeug rechtzeitig verlassen. Verletzt wurde nach Angaben der Polizei niemand.

Der Vorfall ereignete sich gegen 16.55 Uhr auf Höhe der Schustergasse. Die 16-jährige Fahrerin aus dem Landkreis Rosenheim war mit dem Microcar in Richtung Marienplatz unterwegs, als sie plötzlich Flammen aus dem Motorraum bemerkte.
Sie stoppte das Fahrzeug am Straßenrand. Sowohl sie als auch ihre 16-jährige Beifahrerin konnten das Microcar rechtzeitig verlassen.

Passanten löschen erste Flammen

Passanten und andere Verkehrsteilnehmer griffen zu Handfeuerlöschern und konnten den Brand zunächst eindämmen. Kurz darauf traf die Freiwillige Feuerwehr Wasserburg mit rund 13 Einsatzkräften ein und löschte das Feuer vollständig.
Nach ersten Erkenntnissen der Polizei könnte ein technischer Defekt den Brand ausgelöst haben. Der entstandene Sachschaden wird auf rund 8.000 Euro geschätzt.
Wegen der Rauchentwicklung wurden die beiden Jugendlichen vorsorglich vom Rettungsdienst zur Untersuchung in nahegelegene Krankenhäuser gebracht. Nach Angaben der Polizei wurde niemand verletzt.
Die Schmidzeile war während des Einsatzes vorübergehend nur eingeschränkt befahrbar.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Wasserburg / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Polizei informiert in Asylbewerberunterkunft in Warngau über Verkehrssicherheit

Polizei informiert in Asylbewerberunterkunft in Warngau über Verkehrssicherheit

Warngau / Landkreis Miesbach – Rund 70 Bewohner einer Asylbewerberunterkunft in Warngau haben an einem Informationsabend der Polizei zum Thema Verkehrssicherheit teilgenommen. Im Mittelpunkt standen unter anderem die Regeln für Fahrrad- und E-Scooter-Fahrer sowie Gefahren auf Bundesstraßen und an Bahnübergängen.

Die Polizeiinspektion Holzkirchen hatte den Abend gemeinsam mit der Firma Gratus organisiert. Anlass sind nach Angaben der Polizei unter anderem die Wege von der Unterkunft zu den nahegelegenen Bahnhöfen. Diese führen regelmäßig über eine Bundesstraße und einen Bahnübergang.

Verkehrsregeln in mehreren Sprachen erklärt

Polizeioberkommissarin Reinwarth und Polizeioberkommissar Pfisterer informierten über die wichtigsten Verkehrsregeln und das richtige Verhalten in unterschiedlichen Situationen. Ein Schwerpunkt lag auf Fahrrädern und E-Scootern, die von zahlreichen Bewohnern genutzt werden.
Auch mögliche Gefahren an Bundesstraßen und Bahnübergängen wurden angesprochen. Die Teilnehmer konnten Fragen stellen und eigene Beiträge einbringen.
Damit die Informationen von möglichst vielen Bewohnern verstanden werden konnten, wurde die Veranstaltung nach Angaben der Polizei von Dolmetschern in mehrere Sprachen übersetzt.
Ziel des Abends war es laut Polizei, die Bewohner über Verkehrsregeln zu informieren und für mögliche Gefahren auf ihren täglichen Wegen zu sensibilisieren.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Holzkirchen / Beitragsbild: Polizeiinspektion Holzkirchen)

Tag der Schiene: Das steht heute und morgen in Bayern auf dem Programm

Tag der Schiene: Das steht heute und morgen in Bayern auf dem Programm

München / Bayern – Wer sich für Eisenbahnen interessiert, hat an diesem Wochenende noch einiges zu entdecken. Beim „Tag der Schiene“ öffnen auch am heutigen Samstag, 19. September und am morgigen Sonntag, 20. September, verschiedene Einrichtungen in Bayern ihre Türen. Die Deutsche Bahn beteiligt sich unter anderem in München und Nürnberg, in Freilassing wird in der Lokwelt das 20-jährige Bestehen gefeiert.

In München dreht sich heute alles um die 2. Stammstrecke. Im Infozentrum können Besucher zwischen 13 und 18 Uhr an einer digitalen Schnitzeljagd teilnehmen. Dafür wird lediglich ein eigenes Smartphone benötigt.
Im DB Museum Nürnberg steht an diesem Wochenende der Güterzugtunnel Fürth im Mittelpunkt. Heute gibt es kostenlose Führungen durch die Sonderausstellung „Tunnel“ um 11, 12 und 13 Uhr. Am Sonntag kommen zusätzlich ein Infostand zum geplanten Güterzugtunnel und eine multimediale Präsentation dazu. Führungen durch die Sonderausstellung finden dann um 11, 12, 13 und 14 Uhr statt. Die Angebote sind ohne Anmeldung möglich und im Museumseintritt enthalten.

Eisenbahn-Jubiläum in Freilassing

Auch in Freilassing ist an diesem Wochenende viel geboten. Die Lokwelt feiert ihr 20-jähriges Bestehen mit dem Festwochenende „Abenteuer Eisenbahn“. Heute und morgen ist das Museum jeweils von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Zum Programm gehören unter anderem Draisinen- und Parkeisenbahnfahrten sowie weitere Angebote rund um die Eisenbahn.
Heute findet dort außerdem von 11 bis 15 Uhr eine DB-Fundsachenversteigerung statt.

Am Sonntag, 20. September, gibt es in Nürnberg außerdem ein Familienfest am Rangierbahnhof. Anlass ist das 75-jährige Bestehen der Bundespolizei. Geplant sind unter anderem Fahrzeugausstellungen, Vorführungen und Informationsstände. Um 12 Uhr spielt das Bundespolizeiorchester ein kostenloses Konzert.

Der „Tag der Schiene“ läuft noch bis Sonntag. Bayernweit gibt es mehr als 70 Veranstaltungen rund um die Eisenbahn. Eine Übersicht über die einzelnen Angebote und mögliche Anmeldebedingungen gibt es im offiziellen Veranstaltungskalender.
(Quelle: Pressemittteilung DB / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Bensegger spendet 3.333,33 Euro für die Aktion Aufwind

Bensegger spendet 3.333,33 Euro für die Aktion Aufwind

Rosenheim – Die Aktion Aufwind der Sparkassenstiftung Zukunft erhält erneut Unterstützung von der Firma Bensegger. Das Unternehmen spendet in diesem Jahr 3.333,33 Euro für Hilfen für Kinder und Familien in der Region.

Die Aktion Aufwind wird nach Angaben der Sparkassenstiftung Zukunft ausschließlich durch Spenden finanziert. Mit den Geldern werden verschiedene Angebote und Hilfen für Familien unterstützt, die finanziell unter Druck stehen.
Dazu gehören beispielsweise Schulranzen für Kinder, deren Familien die Anschaffung zum Schulstart nur schwer finanzieren können. Auch gemeinsame Unternehmungen und Erlebnisse für Kinder und Familien werden über die Aktion ermöglicht.

Bensegger unterstützt die Aktion Aufwind damit auch 2026 wieder. Nach Angaben der Sparkassenstiftung soll die Spende helfen, die verschiedenen Hilfsangebote für Kinder und Familien weiterzuführen.
(Quelle: Aktion Aufwind-Sparkassenstiftungen Zukunft / Beitragsbild: Co9pyright Aktion Aufwind-Sparkassenstiftungen Zukunft)

Trotz Traumstart und zweimaliger Führung: Starbulls patzen beim DEL2-Auftakt gegen Ravensburg

Trotz Traumstart und zweimaliger Führung: Starbulls patzen beim DEL2-Auftakt gegen Ravensburg

Rosenheim – Die Starbulls Rosenheim sind mit einer knappen Niederlage in die DEL2-Saison 2026/27 gestartet. Vor 3.415 Zuschauern in der heimischen SPIE Arena unterlagen sie den Ravensburg Towerstars mit 2:3. Dabei sah es zunächst nach einem gelungenen Auftakt aus: Rosenheim ging zweimal in Führung, am Ende entschied aber ein Treffer der Gäste im Schlussdrittel die Partie.

Die Starbulls Rosenheim starteten mit einer 2:3 Niederlage gegen die Ravensburg Towerstars. Fotos: David Löffler

Auch die Schiedsrichter waren mittendrin im Geschehen. Foto: Copyright David Löffler

Bevor der Puck überhaupt erstmals auf dem Eis lag, mussten die Zuschauer allerdings Geduld haben. Wenige Minuten vor dem geplanten Spielbeginn wurde die SPIE Arena wegen eines Alarms geräumt. Wie sich schnell herausstellte, handelte es sich um einen Fehlalarm. Das Spiel begann deshalb mit rund 25 Minuten Verspätung.
Davon war den Starbulls zunächst nichts anzumerken. Sie legten mit viel Tempo los und nutzten ihr erstes Powerplay der Saison gleich zur Führung. Nach einem Rückpass von Jordy Bellerive traf Keaton Mastrodonato nach 32 Sekunden Überzahl zum 1:0 (5.).

Ravensburg hatte kurz darauf durch Tufto die Chance zum Ausgleich, doch Christopher Kolarz blieb im Starbulls-Tor Sieger. Auf der anderen Seite musste sich Ravensburgs Torwart Ilya Sharipov mehrfach auszeichnen. Samir Kharboutli und Jorden Taupert scheiterten ebenso an ihm wie Shane Hanna, dessen Schuss in der 13. Minute am Lattenkreuz landete.

Die Starbulls hatten im ersten Drittel deutlich mehr vom Spiel und kamen immer wieder gefährlich vor das Ravensburger Tor. Auch eine kurze Phase mit zwei Spielern mehr auf dem Eis blieb allerdings ohne weiteren Treffer. Nach Einschätzung von Starbulls-Trainer Jari Pasanen hätte seine Mannschaft zu diesem Zeitpunkt sogar deutlicher führen können: „Wir haben sehr gut gespielt, die Scheibe gut bewegt, meiner Meinung nach hätten wir 3:0 nach dem ersten Drittel führen müssen.“

Ravensburg kommt zurück

Eine große Strafe gegen Ravensburgs Denis Pfaffengut wegen eines Bandenchecks gegen Scott Feser bescherte den Starbulls zu Beginn des zweiten Drittels fast viereinhalb Minuten Überzahl. Ausgerechnet in dieser Phase verloren die Gastgeber jedoch ihren Rhythmus. Stattdessen kam Ravensburg zu Chancen und schließlich zum Ausgleich.
Eine Rosenheimer Bankstrafe wegen unkorrekten Anspiels nutzten die Towerstars. Nick Latta zog ab, der Schuss wurde leicht abgefälscht und rutschte Kolarz über die Fanghand ins Tor – 1:1 (33.).

Die Antwort der Starbulls folgte allerdings nur zwei Minuten später. Dominik Kolb erkämpfte sich die Scheibe an der eigenen blauen Linie und leitete den Angriff ein. Sein Pass von der linken Seite fand Luigi Calce, der flach ins rechte Eck traf und Rosenheim erneut in Führung brachte (35.).

Die Starbulls Rosenheim starteten mit einer 2:3 Niederlage gegen die Ravensburg Towerstars. Fotos: David Löffler

Zuerst sah es nach einen gelungenen Auftakt aus – aber dann drehte sich das Spiel. Foto: David Löffler

Calce war bereits zuvor im Mittelpunkt gestanden. Nach einem Zweikampf mit Niclas Hempel, der nach Angaben der Starbulls zuvor Shane Hanna mit dem Stock aufs Eis gebracht hatte, gerieten beide aneinander. Die Schiedsrichter verhängten gegen beide Spieler fünf Strafminuten. Calce musste anschließend mit einer blutigen Nase weiterspielen.

Mit der 2:1-Führung ging es ins Schlussdrittel. Dort häuften sich auf Rosenheimer Seite die Fehler. Die Starbulls kamen zwar weiterhin zu Möglichkeiten, mussten aber in der Defensive immer wieder gefährliche Situationen überstehen.

Zwei Treffer entscheiden das Spiel

In der 47. Minute nutzte Ravensburg einen Scheibenverlust der Gastgeber. Bei angezeigter Strafe traf erneut Nick Latta mit einem Handgelenkschuss zum 2:2.
Die Entscheidung fiel in der 54. Minute – und ausgerechnet ein ehemaliger Rosenheimer war daran beteiligt. Thomas Reichel lenkte eine Hereingabe von Simon Sezemsky in Bedrängnis mit dem Schläger ins Tor. Für Kolarz gab es dabei keine Abwehrmöglichkeit.

Die Starbulls versuchten anschließend noch einmal alles. Auch in Überzahl erspielten sie sich gute Chancen. Doch entweder war ein Ravensburger Spieler im Weg oder Ilya Sharipov parierte. Besonders gegen Lewis Zerter-Gossage und Maximilian Adam zeigte der Torwart in der Schlussphase starke Reaktionen und hielt damit den Sieg der Gäste fest.
Für Jari Pasanen war Sharipov letztlich der entscheidende Faktor: „Über 60 Minuten gesehen haben wir gegen das starke Ravensburger Unterzahlspiel und Sharipov verloren – er war mit Abstand der beste Spieler auf dem Eis heute.“

Damit bleiben die ersten Punkte der neuen DEL2-Saison zunächst in Rosenheim aus.
(Quelle: Pressemitteilung Starbulls Rosenheim / Beitragsbild: Ludwig Schirmer / Fotos: David Löffler)

18-Jähriger Jungunternehmen zu Gast beim Kamingespräch

18-Jähriger Jungunternehmen zu Gast beim Kamingespräch

Erlenau-Westerndorf St. Peter / Rosenheim – Ein 18-Jähriger, der bereits zwei Unternehmen gegründet und ein Frühstudium im Medizinrecht absolviert hat, steht am kommenden Donnerstag im Mittelpunkt eines Kamingesprächs in Langenpfunzen. Raphael Unterreiner ist auf Einladung des SPD-Ortsvereins Erlenau-Westerndorf St. Peter zu Gast.

Unterreiner ist laut Angaben des Ortsvereins Autor der Bücher „Minderjährig gründen“ und „Kindermund tut Wahrheit kund“. Aus seinem zweiten Buch will er bei der Veranstaltung lesen.
Im Anschluss soll es um die Frage gehen, wie junge Menschen auf Politik und Gesellschaft blicken und ob ihre Sichtweisen ausreichend Gehör finden. Auch das Publikum ist eingeladen, mit dem jungen Unternehmer darüber ins Gespräch zu kommen.

Das Kamingespräch beginnt am Donnerstag, 24. September, um 19.30 Uhr im Gasthof Unterberger in Langenpfunzen.
(Quelle: Pressemitteilung SPD Ortsverein Erlenau-Westerndorf St. Peter / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Brannenburg wird wieder zum Treffpunkt der Kunst

Brannenburg wird wieder zum Treffpunkt der Kunst

Brannenburg / Landkreis Rosenheim – Malerei, Fotografie, Keramik, Skulpturen und Objekte: Bei der Jahresausstellung der Neuen Künstlerkolonie Brannenburg gibt es in diesem Jahr gleich zwei Orte zu entdecken. Vom 26. September bis 4. Oktober zeigen die Mitglieder ihre Arbeiten in der Wendelsteinhalle und in der KUNSTschmiede.

Wer beide Ausstellungen besucht, bekommt dabei unterschiedliche Einblicke in das künstlerische Schaffen der Kolonie. In der Wendelsteinhalle liegt der Schwerpunkt auf klassischen Bereichen der bildenden Kunst. Zu sehen sind unter anderem Gemälde und Zeichnungen sowie plastische und keramische Arbeiten.
Die Fotografie bekommt dagegen ihren eigenen Raum. In der KUNSTschmiede in der Schloßstraße zeigen die Fotokünstler der NKB ihre aktuellen Arbeiten. Dazu kommen weitere künstlerische Arbeiten und Objekte.

Zwei Ausstellungen, ein Termin

Los geht es mit einer gemeinsamen Eröffnung am Freitag, 25. September. Die Vernissage beginnt um 18 Uhr in der Wendelsteinhalle. Musikalisch begleitet wird der Abend von der „Schifferl-Jam-Kombo“.
Ab dem folgenden Tag können Besucher beide Ausstellungen täglich von 14 bis 18 Uhr besuchen. Der Eintritt ist frei.

Jahresausstellung der Neuen Künstlerkolonie Brannenburg

Vernissage: Freitag, 25. September, 18 Uhr, Wendelsteinhalle
Ausstellung: 26. September bis 4. Oktober 2026
Öffnungszeiten: täglich von 14 bis 18 Uhr
Wendelsteinhalle: Schloßstraße 2A, Brannenburg
KUNSTschmiede: Schloßstraße 1, Brannenburg
Eintritt: frei

Fotografie mit Blick zurück und nach vorn

Zusätzlich zur Ausstellung gibt es in der KUNSTschmiede einen Abend, der sich ganz der Geschichte und Entwicklung der Fotografie widmet. Die vhs Brannenburg veranstaltet dort am Mittwoch, 30. September, den Vortrag „200 Jahre Fotografie“. Im Anschluss ist eine Sonderführung durch die Ausstellung der NKB-Fotografen vorgesehen.

Der Termin beginnt um 19 Uhr. Die Teilnahme kostet 8 Euro, eine Anmeldung bei der vhs Brannenburg ist erforderlich.

Eine Künstlertradition mit neuem Kapitel

Dass Brannenburg als Ausstellungsort für Kunst eine lange Geschichte hat, ist kein Zufall. Schon im 19. Jahrhundert kamen Maler aus München ins Inntal. Die Landschaft am Wendelstein wurde zum Motiv und der Ort zu einem Treffpunkt für Künstler.
An diese Tradition knüpft die Neue Künstlerkolonie Brannenburg heute an. Der Verein wurde 1999 gegründet und vereint nach eigenen Angaben rund 120 Kunstschaffende. Das Spektrum reicht von Malerei und Zeichnung über Bildhauerei und Keramik bis zur Fotografie und Objektkunst.

Die Jahresausstellung bietet damit nicht nur einen Überblick über die aktuellen Arbeiten der Mitglieder, sondern zeigt auch, wie vielfältig sich die künstlerische Auseinandersetzung in Brannenburg heute gestaltet.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Waldarbeiter zwischen Baumstämmen eingeklemmt – Feuerwehr befreit ihn

Waldarbeiter zwischen Baumstämmen eingeklemmt – Feuerwehr befreit ihn

Tacherting / Landkreis Traunstein – Ein Waldarbeiter ist am Freitagvormittag (18. September) bei Arbeiten in der Nähe des Tachertinger Wehrs zwischen mehreren Baumstämmen eingeklemmt worden. Die Feuerwehren Tacherting und Feichten an der Alz konnten den Mann nach Angaben des Kreisfeuerwehrverbands Traunstein innerhalb weniger Minuten befreien.

Der Unfall ereignete sich gegen 10.45 Uhr im Bereich der Kanalbrücke am Alzkanal. Nach den bisherigen Erkenntnissen wollte der Mann eine Folie entfernen, die über gelagerten Baumstämmen lag. Dabei gerieten seine Beine zwischen die Stämme. Er konnte sich daraus nicht mehr selbst befreien.

Rettung mit schwerem Gerät

Die Einsatzkräfte sicherten zunächst die Baumstämme. Einer der Stämme konnte nach Angaben des Kreisfeuerwehrverbands mit Muskelkraft entfernt werden. Für den zweiten war schweres technisches Gerät erforderlich. Mit einem Rettungsspreizer gelang es den Feuerwehrleuten schließlich, das eingeklemmte Bein zu lösen. „Für die Rettung haben wir glücklicherweise nur wenige Minuten gebraucht“, berichtet der Tachertinger Kommandant und Einsatzleiter Walter Hofstetter.

Anschließend übernahm der Rettungsdienst die medizinische Versorgung des Mannes. Nach der Erstversorgung vor Ort wurde er zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.

Rund 20 Einsatzkräfte der Feuerwehren Tacherting und Feichten waren an der Rettung beteiligt. Auch Kreisbrandmeister Alexander Heide von der Kreisbrandinspektion Traunstein sowie der Rettungshubschrauber Christoph 14 waren vor Ort. Nach rund 45 Minuten war der Feuerwehreinsatz beendet.
(Quelle: Pressemitteilung Kreisfeuerwehrverband-hob Traunstein / Beitragsbild: Feuerwehr Tacherting)