Die geheimen Helfer der Spechte: Wie Pilze beim Höhlenbau helfen

Die geheimen Helfer der Spechte: Wie Pilze beim Höhlenbau helfen

Bayern / Rosenheim – Wie entstehen Spechthöhlen? Der LBV untersucht gemeinsam mit der Bayerischen Mykologischen Gesellschaft und der Universität Bayreuth, welche Rolle holzzersetzende Pilze dabei spielen. Bürger können ihre Beobachtungen melden.

Ein Specht sucht seinen Höhlenbaum möglicherweise nicht zufällig aus. Hinweise deuten darauf hin, dass Bäume mit durch Pilze geschwächtem Holz für die Vögel besonders interessant sind. Wie eng Spechte und holzzersetzende Pilze tatsächlich zusammenhängen, will der Landesbund für Vogel und Naturschutz (LBV) jetzt in einem neuen Bürgerwissenschaftsprojekt untersuchen.

Dafür arbeitet der Verband mit der Bayerischen Mykologischen Gesellschaft (BMG) und der Universität Bayreuth zusammen. Menschen in ganz Bayern können sich beteiligen: Wer bei einem Spaziergang eine Spechthöhle entdeckt, soll darauf achten, ob am selben Baum auch ein Pilz wächst.

Pilze können den Höhlenbau erleichtern

Spechthöhlen sind wichtige Kleinstlebensräume. Sie werden nicht nur von Spechten als Brut- und Schlafplätze genutzt. Später können auch andere Tiere wie Fledermäuse, Siebenschläfer, Meisen oder Totholzkäfer die Höhlen nutzen.
Holzzersetzende Pilze können bei der Entstehung der Höhlen eine wichtige Rolle spielen.  „Viele Spechtarten profitieren davon, dass holzzersetzende Pilze das Holz weicher machen. Das macht es für den Specht leichter, seine Höhle zu bauen“, erklärt die LBV-Pilzexpertin und Projektmanagerin Lotte Krüger.

Besonders deutlich zeigt sich das beim Schwarzspecht. Er hackt zunächst eine kleine, flache Mulde in den Baum. Mit der Zeit dringen dort Feuchtigkeit und Pilzsporen ein, wodurch das Holz weicher wird. Erst Jahre später erweitert der Schwarzspecht die Stelle zu einer Bruthöhle.
Der kleinere Kleinspecht ist dagegen von Anfang an auf weiches, bereits stark zersetztes Holz angewiesen, da sein Schnabel weniger kräftig ist.

Welche Pilze sitzen an den Höhlenbäumen?

Noch ist nicht genau bekannt, welche Pilzarten an Bäumen mit Spechthöhlen vorkommen. Auch bei den betroffenen Baumarten und der Frage, wie häufig Höhlenbäume tatsächlich von Pilzen besiedelt werden, gibt es Wissenslücken.
„Was wir allerdings noch nicht genau wissen, ist, welche Pilzarten an Höhlenbäumen vorkommen, welche Baumarten besonders häufig betroffen sind und wie häufig Höhlenbäume tatsächlich durch Pilze besiedelt werden“, sagt Lotte Krüger.

Mit dem neuen Meldeprojekt will der LBV diese Zusammenhänge nun in größerem Umfang untersuchen. Die gesammelten Beobachtungen sollen neue Erkenntnisse für den Arten- und Lebensraumschutz liefern und zugleich auf die Vielfalt der Pilze aufmerksam machen.

Wer eine Spechthöhle entdeckt und am selben Baum einen Pilz findet, kann die Beobachtung unter lbv.de/spechthoehle-melden melden.
(Quelle: Pressemitteilung LBV / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Residenz Winkler in Aschau: Restaurant „Epicures“ erneut mit Michelin-Stern ausgezeichnet

Residenz Winkler in Aschau: Restaurant „Epicures“ erneut mit Michelin-Stern ausgezeichnet

Aschau im Chiemgau: Das Restaurant „Epicures“ in der Residenz Winkler ist auch 2026 mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet worden. Die erneute Auszeichnung fällt in das 35. Jahr seit der Eröffnung der Residenz in ihrer heutigen Form im September 1991.

Das Restaurant wird von Sternekoch Daniel Pape geleitet. Nach Angaben der Residenz setzt das Küchenteam auf eine klassisch geprägte Küche mit modernen Akzenten. Im Mittelpunkt stehen hochwertige Produkte und deren handwerkliche Verarbeitung. Mit der erneuten Auszeichnung setzt das „Epicures“ seine langjährige Geschichte im Guide Michelin fort.

Glückwünsche zum Jubiläum

Anlässlich der erneuten Michelin-Auszeichnung besuchten Aschaus Zweiter Bürgermeister Michael Andrelang und Tourismuschef Herbert Reiter die Residenz Winkler. Sie gratulierten Gastgeber Alexander Winkler, seiner Frau Kornelia, Evi Winkler sowie Sternekoch Daniel Pape und seinem Team.

Die Geschichte des Standorts reicht weit zurück. Das Gebäude der heutigen Residenz blickt auf eine lange gastronomische Tradition zurück. Die Residenz Winkler in ihrer heutigen Form wurde im September 1991 eröffnet.
(Quelle:  Pressemitteilung Tourist Info Aschau im Chiemgau / Beitragsbild: re)

Buslinie zwischen Schnaitsee und Wasserburg wird wieder reaktiviert

Buslinie zwischen Schnaitsee und Wasserburg wird wieder reaktiviert

Schnaitsee / Wasserburg – Ab dem neuen Schuljahr fährt zwischen Schnaitsee und Wasserburg wieder regelmäßig ein Bus. Die Buslinie 9413 wird zum 15. September reaktiviert und zunächst für zwei Jahre betrieben. An Schultagen sind sechs Verbindungen zwischen den beiden Orten vorgesehen. Die Landkreise Rosenheim und Traunstein teilen sich die Kosten.

Die Linie war Ende 2025 vom Verkehrsunternehmen Regionalverkehr Oberbayern (RVO) eingestellt worden. Ein eigenwirtschaftlicher Betrieb war nach Angaben der Landkreise nicht mehr möglich. Nun haben die zuständigen Kreisausschüsse in Rosenheim und Traunstein beschlossen, die Verbindung gemeinsam zu finanzieren.
Zwei der sechs Fahrten beginnen beziehungsweise enden im Schnaitseer Ortsteil Waldhausen. Zusätzlich wird es eine Verbindung von Waldhausen nach Schnaitsee geben.

Vor allem für Schüler wichtig

Mit der Reaktivierung soll insbesondere die Anbindung der weiterführenden Schulen in Wasserburg verbessert werden. Schülerinnen und Schüler aus dem Bereich Schnaitsee erhalten damit wieder mehrere Möglichkeiten, ihren Schulort mit dem Bus zu erreichen.
Nach Angaben der Landkreise profitieren auch andere Fahrgäste von den zusätzlichen Verbindungen. Das Angebot soll beispielsweise für Einkäufe, Arztbesuche oder private Erledigungen genutzt werden können.

Ob die Buslinie über die zunächst vereinbarte Laufzeit von zwei Jahren hinaus bestehen bleibt, hängt laut Landratsamt Rosenheim auch von der Nachfrage ab. Die Entwicklung der Fahrgastzahlen soll bei der Entscheidung über eine mögliche Fortführung berücksichtigt werden.

Unterschiedliche Tarifregeln

Bei den Fahrscheinen gibt es aufgrund der Landkreisgrenze eine Besonderheit: Der Landkreis Traunstein gehört nicht zum Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV). MVV-Tickets gelten deshalb nur innerhalb des Landkreises Rosenheim.
Der Fahrplan der Linie 9413 zwischen Wasserburg und Schnaitsee wird in die MVV-App eingepflegt und soll dort ab dem Start des Linienverkehrs am 15. September abrufbar sein. Das Deutschland-Ticket gilt hingegen auch über die Landkreisgrenze hinweg.

Landkreise teilen sich die Kosten

Für die Reaktivierung nehmen beide Landkreise Geld in die Hand. Der Landkreis Traunstein beteiligt sich mit 60.200 Euro, der Landkreis Rosenheim mit 77.600 Euro.
Die Linie 9413 war zum 31. Dezember 2025 eingestellt worden, nachdem ein wirtschaftlicher Betrieb ohne finanzielle Unterstützung nicht mehr möglich gewesen war.
(Quelle: Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Demonstration nach tödlichem Messerangriff: Gedenken am Rosenheimer Bahnhof

Demonstration nach tödlichem Messerangriff: Gedenken am Rosenheimer Bahnhof

Rosenheim – Rund 40 Menschen haben am Montagabend (31. August) in Rosenheim an einer Demonstration unter dem Titel „Gewalt an Frauen bekämpfen!“ teilgenommen. Die Zahl stammt vom Veranstalter, dem Solidaritätsnetzwerk Rosenheim. Der Demonstrationszug führte vom Ludwigsplatz zum Bahnhof. Dort legten die Teilnehmer Blumen und Schilder nieder und zündeten Kerzen zum Gedenken an die in der Nacht zum Sonntag (30. August) getötete 31-jährige Frau an.

Zu der Demonstration hatte das Solidaritätsnetzwerk Rosenheim aufgerufen. Anlass war der tödliche Messerangriff auf die junge Frau, die in der Nacht zum Sonntag (30. August) im Rosenheimer Bahnhof schwer verletzt worden war und später im Klinikum ihren Verletzungen erlag.
Der Demonstrationszug startete am Ludwigsplatz. Bei der Auftaktkundgebung wurde unter anderem über Gewalt gegen Frauen gesprochen. Eine Rednerin des Solidaritätsnetzwerks sagte mit Blick auf die Tat, man wisse noch nichts über das genaue Motiv. Zugleich vertrat sie die Auffassung, dass das Geschlecht des Opfers eine Rolle gespielt haben könne. Ob es sich bei der Tat um einen Femizid handelt, werde sich nach ihren Worten erst noch herausstellen.

Kritik an politischer Instrumentalisierung

In mehreren Redebeiträgen wurde außerdem Kritik an Reaktionen auf die Tat in sozialen Netzwerken und an der politischen Debatte geäußert. Das Solidaritätsnetzwerk wandte sich dabei sowohl gegen eine aus seiner Sicht rassistische Instrumentalisierung der Tat als auch gegen Forderungen nach mehr Überwachung oder Abschiebungen. Eine Rednerin sagte dazu: „Die Rechten benutzen das für ihren Hass und Rassismus. Der Staat nutzt das, um Überwachungsmaßnahmen auszubauen. Andere wiederum benutzen das jetzt, um gegen Obdachlose zu hetzen.“ Das Solidaritätsnetzwerk vertrat zudem die Position, dass Maßnahmen wie mehr Überwachung oder mehr Straßenbeleuchtung die Ursachen von Gewalt gegen Frauen nicht lösen würden. Die Rednerin bezeichnete entsprechende Debatten als „Scheindebatten“.

Auch während des Demonstrationszugs wurden politische Parolen gerufen. Dazu gehörte unter anderem: „Dieser Staat schützt mich nicht – Meine Schwestern schützen mich!“

Gedenkstelle am Bahnhof

Am Bahnhof angekommen, errichteten die Teilnehmer  eine Gedenkstelle. Sie legten Blumen und Schilder nieder und zündeten Kerzen an. Begleitet wurde das Gedenken von einem Lied in spanischer und bayerischer Sprache, in dem es um getötete, verschwundene und vermisste Frauen geht. Zum Abschluss sprach eine Rednerin nochmals über die getötete Frau und die Umstände der Tat. Dabei stellte sie auch einen Zusammenhang zu der ihrer Ansicht nach fehlenden Sicherheit für Frauen her. Zum Abschluss wurde gemeinsam gesungen: „Wir singen ohne Furcht, wir fordern Gerechtigkeit Wir rufen nach jeder vermissten Frau Lasst es laut erschallen: Wir wollen Leben!“

Ermittlungen laufen weiter

Der dringend tatverdächtige 27-jährige deutsche Staatsangehörige aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck war unmittelbar nach dem Angriff von Einsatzkräften der Bundespolizei festgenommen worden. Ein Ermittlungsrichter erließ am Sonntag (30. August) auf Antrag der Staatsanwaltschaft Traunstein, Zweigstelle Rosenheim, einen Unterbringungsbefehl wegen des Tatvorwurfs des Mordes. Der Mann wurde anschließend in ein psychiatrisches Krankenhaus gebracht.
Nach Angaben der Polizei hatten sich bei dem Tatverdächtigen konkrete Anhaltspunkte für psychische Auffälligkeiten ergeben. Zu einem möglichen Motiv und weiteren Hintergründen der Tat machen Polizei und Staatsanwaltschaft derzeit weiterhin keine Angaben. Die Ermittlungen von Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft dauern an (wir berichteten)
(Quellen: Pressemitteilung Solidaritätsnetzwerk Rosenheim / Polizeipräsidium Oberbayern Süd / Beitragsbild: Fotomontage Copyright Solidaritätsnetzwerk Rosenheim)

Handballer packen bei Arbeiten an Rosenheimer Luitpoldhalle mit an

Handballer packen bei Arbeiten an Rosenheimer Luitpoldhalle mit an

Rosenheim – Pinsel statt Ball: In der Luitpoldhalle haben die Handballer des Sportbund DJK Rosenheim in den vergangenen Wochen selbst Hand angelegt. Gemeinsam mit der Stadt kümmerten sie sich um zahlreiche Reinigungs- und Renovierungsarbeiten an und in ihrer Heimspielstätte.

Gemeinsam für die Rosenheimer Luitpoldhalle. Foto: Sportbund DJK Rosenheim

Schritt für Schritt erstrahlt die Rosenheimer Luitpoldhalle in neuem Glanz – dank Engagement der Handballer. Fotos: Copyright Sportbund DJK Rosenheim

Die Handballabteilung des Sportbund DJK Rosenheim tritt unter dem Namen Handball Club Inntal (HCI) auf. Die Luitpoldhalle ist Heimspielstätte der Rosenheimer Handballer und wird auch für Veranstaltungen und das Vereinsleben genutzt.
An der Außenseite wurden Fassade und Fenster gereinigt. Im Inneren erhielten Wände einen neuen Anstrich, die Beleuchtung in der Cafeteria wurde ausgetauscht und die dortige Holzdecke gereinigt. Auch Fliesen, Betonteile und Holzverkleidungen wurden gesäubert und teilweise neu gestrichen.

Weitere Arbeiten geplant

Die Arbeiten sollen in den kommenden Wochen fortgesetzt werden. Als nächster Schritt ist die Modernisierung des mittleren Zuschauerblocks vorgesehen. Unter anderem sollen dort die Sitzbänke abgeschliffen und neu lasiert sowie weitere Bereiche gestrichen werden.
Auch im Außenbereich sind Veränderungen geplant. Fahnen sollen künftig stärker darauf hinweisen, dass die Luitpoldhalle die Heimspielstätte der Rosenheimer Handballer ist.
In Zusammenarbeit mit der Stadt ist außerdem die Anschaffung neuer Tische und Stühle für die Cafeteria geplant.

Luitpoldhallen-Foyer frisch gestrichen .Foto: Copyright Sporbund DJK Rosenheim

Das Foyer wurde frisch gestrichen.

Verein und Stadt arbeiten zusammen

Die Stadt Rosenheim unterstützt die Maßnahmen und beteiligt sich unter anderem an Neuanschaffungen. Die Handballer bringen sich mit ehrenamtlichen Arbeitsstunden und Eigeninitiative ein.

Auch der Vorstand des Sportbund DJK Rosenheim begrüßt das Engagement: „Es ist großartig zu sehen, mit wie viel Einsatz unsere Handballabteilung ihre Heimspielstätte mitgestaltet. Gleichzeitig zeigt dieses Projekt, was möglich ist, wenn Verein und Stadt partnerschaftlich zusammenarbeiten. Die Luitpoldhalle ist eine städtische Sportstätte, aber für unsere Handballer auch ein Stück Heimat. Dass sie hier selbst Verantwortung übernehmen und so tatkräftig anpacken, verdient großen Respekt und unseren herzlichen Dank.“
Die Arbeiten an der Luitpoldhalle sollen Schritt für Schritt fortgesetzt werden.
(Quelle: Sportbund DJK Rosenheim / Beitragsbild, Foto: Sportbund DJK  Rosenheim)

Ausbildungsstart in Rosenheim: Fast 1.000 junge Menschen beginnen ihre Ausbildung

Ausbildungsstart in Rosenheim: Fast 1.000 junge Menschen beginnen ihre Ausbildung

Rosenheim – Für fast 1.000 junge Menschen in der Region Rosenheim beginnt mit dem neuen Ausbildungsjahr ein neuer Abschnitt. Zum Ausbildungsstart am heutigen Dienstag (1. September) stehen für sie die ersten Tage im Betrieb und in der Berufsschule an. Gleichzeitig sind in Stadt und Landkreis noch zahlreiche Ausbildungsplätze frei.

„Am Tag des Ausbildungsbeginns steht an erster Stelle die Freude über die große Zahl an jungen Talenten, die sich für eine Ausbildung als ersten Schritt in ihre berufliche Zukunft entschieden haben. Es ist ein Tag voller Zuversicht und Optimismus. Allen Azubis, ihren Ausbilderinnen und Ausbildern in den Betrieben sowie den Lehrkräften an den Berufsschulen wünsche ich einen erfolgreichen Start in das neue Ausbildungsjahr“, erklärt Andreas Bensegger, Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses Rosenheim.

In den kommenden Wochen kann sich die Zahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge noch verändern. Nach Angaben der IHK werden Verträge zunehmend auch im September und Oktober abgeschlossen. Eine abschließende Bilanz zum Ausbildungsjahr sei deshalb erst zum Jahresende möglich.

Viele Ausbildungsplätze bleiben frei

Trotz des Ausbildungsstarts bleibt der Ausbildungsmarkt aus Sicht der IHK angespannt. „Wir müssen aber leider auch feststellen, dass sich die schwierige Lage am Ausbildungsmarkt weiter verschärft. Aus Sicht der Betriebe, in denen noch Ausbildungsplätze frei sind, ist oftmals fehlendes Interesse sowie die Ausbildungsreife der Bewerberinnen und Bewerber der Engpass. Gleichzeitig ist die wirtschaftliche Dauerkrise am Ausbildungsmarkt angekommen und verunsichert Betriebe und Interessierte, vor allem in der Industrie. Schulische Ausbildungen im öffentlichen Sektor, im Gesundheits- und Pflegebereich, aber auch das Handwerk, verzeichnen dagegen Zuläufe“, so Bensegger.

Nach der aktuellen Statistik der Agentur für Arbeit waren Ende August in der Region Rosenheim noch 458 Ausbildungsstellen unbesetzt. Gleichzeitig suchten 114 Jugendliche noch nach einem passenden Ausbildungsplatz. Rein rechnerisch stehen damit deutlich mehr als zwei freie Ausbildungsstellen für jeden Jugendlichen gegenüber, der zu diesem Zeitpunkt noch keinen Ausbildungsplatz gefunden hatte.
Die Zahlen umfassen alle Ausbildungsbereiche. Neben den IHK-Berufen aus Industrie, Handel und Dienstleistungen gehören dazu auch das Handwerk, die freien Berufe und der öffentliche Dienst.

Betriebe suchen geeignete Bewerber

Eine aktuelle IHK-Umfrage zeigt, dass jeder zweite Ausbildungsbetrieb angibt, Ausbildungsplätze nicht besetzt zu haben. Der überwiegende Grund dafür sind nach Angaben der IHK fehlende oder nicht passende Bewerbungen.
94 Prozent der befragten Betriebe sehen demnach fehlende Voraussetzungen bei Bewerbern. Besonders häufig werden Defizite bei Belastbarkeit, Disziplin, Leistungsbereitschaft und Engagement genannt. Bei Englischkenntnissen, Teamfähigkeit sowie IT- und Medienkompetenz fällt die Einschätzung der Betriebe hingegen überwiegend positiv aus.

Diese Berufe sind besonders gefragt

Welche IHK-Berufe bei den jungen Menschen besonders gefragt sind, unterscheidet sich zwischen Stadt und Landkreis Rosenheim. Im Landkreis ist der Industriemechaniker bei den jungen Männern der am häufigsten gewählte IHK-Beruf. Bei den jungen Frauen liegt die Industriekauffrau vorne.
In der Stadt Rosenheim führt bei den jungen Männern der Fachinformatiker. Bei den jungen Frauen ist die Bankkauffrau der am häufigsten gewählte IHK-Beruf.

Insgesamt gibt es mehr als 200 verschiedene IHK-Berufe, in denen Jugendliche eine Ausbildung absolvieren können.

Noch Chancen auf einen Ausbildungsplatz

Jugendliche, die noch keinen Ausbildungsplatz gefunden haben, haben nach Einschätzung der IHK weiterhin gute Chancen. Auch nach dem offiziellen Ausbildungsbeginn können noch Ausbildungsverträge abgeschlossen werden.
In Stadt und Landkreis Rosenheim bilden derzeit rund 635 IHK-zugehörige Betriebe aus. Nach Angaben der IHK stehen sie für mehr als die Hälfte aller Ausbildungsverhältnisse in der dualen Berufsausbildung.
(Quelle: Pressemitteilung IHK für München und Oberbayern / Symbolfoto re)

TSV 1860 Rosenheim verliert in Kirchanschöring mit 1:3

TSV 1860 Rosenheim verliert in Kirchanschöring mit 1:3

Kirchanschöring / Rosenheim – Die erste Mannschaft des TSV 1860 Rosenheim musste sich am Samstag (29. August) beim SV Kirchanschöring mit 1:3 geschlagen geben. 488 Zuschauer sahen eine Partie, in der die Gäste zunächst in Führung gingen, diese nach der Pause aber nicht behaupten konnten.

Rosenheim kam gut in die Partie. Edis Muhameti setzte sich in einer Einzelaktion durch und konnte nur durch ein Foul gestoppt werden. Den daraus resultierenden Freistoß verwandelte Michael Summerer direkt zur frühen 1:0-Führung.
Kirchanschöring hatte kurz darauf durch Omelanowsky die Chance zum Ausgleich. Danach spielte sich die Partie bis zur Halbzeit überwiegend zwischen den Strafräumen ab. Klare Torchancen blieben auf beiden Seiten zunächst Mangelware.

Kirchanschöring dreht die Partie

Nach dem Seitenwechsel gelang es dem TSV 1860 nicht, beim Anlaufen genügend Druck auf die Gastgeber auszuüben. Kirchanschöring kam dadurch zunehmend zu Standardsituationen und nutzte diese, um die Partie zu drehen. Bei der Verteidigung der Standards fehlte den Rosenheimern dabei die nötige Konsequenz.
In der Folge entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Kirchanschöring kam nach Kontern zu guten Möglichkeiten, während auch die Rosenheimer gefährlich vor dem gegnerischen Tor auftauchten. Ein weiterer Treffer lag in dieser Phase auf beiden Seiten in der Luft.

Der TSV 1860 versuchte bis in die Schlussphase, noch einmal zum Ausgleich zu kommen. In der letzten Minute nutzte Kirchanschöring schließlich einen Konter und machte mit dem 3:1 die Entscheidung perfekt.
(Quelle: Pressemitteilung TSV 1860 Rosenheim / Beitragsbild: Copyright TSV 1860 Rosenheim)

Starbulls Rosenheim verkaufen 1.937 Dauerkarten für die neue Saison

Starbulls Rosenheim verkaufen 1.937 Dauerkarten für die neue Saison

Rosenheim – Der Dauerkartenverkauf der Starbulls Rosenheim für die Saison 2026/27 ist beendet. Insgesamt haben sich 1.937 Fans eine Dauerkarte und damit ihren Stammplatz in der SPIE Arena gesichert. Der Verkauf endete am gestrigen Montag (31. August).

Mit 1.937 Dauerkarten gehen die Starbulls in ihre neue Saison in der DEL2. Der Verein bedankt sich nach eigenen Angaben bei den Dauerkarteninhabern für das entgegengebrachte Vertrauen und die Unterstützung.

Zwei weitere Heimspiele im freien Verkauf

Mit dem Ende des Dauerkartenverkaufs werden auch zwei bislang zurückgehaltene Heimspiele für den freien Ticketverkauf freigeschaltet. Der Verkauf startet am heutigen Dienstag (1. September) um 10 Uhr. Angeboten werden Tickets für das Derby gegen den EV Landshut sowie für das Heimspiel gegen die Düsseldorfer EG.
Die Starbulls rechnen nach eigenen Angaben mit einer hohen Nachfrage und empfehlen Fans, sich frühzeitig um Tickets zu kümmern.
(Quelle: Pressemitteilung SBR Spielbetriebs GmbH & Co. KG / Beitragsbild: Copyright Ludwig Schirmer)

Sachbeschädigungen in Waldkindergarten in Prien

Sachbeschädigungen in Waldkindergarten in Prien

Prien / Landkreis Rosenheim – Während der Sommerferien ist es in einem Waldkindergarten in Prien zu Sachbeschädigungen gekommen. Eine bislang unbekannte Person drang in das Gelände an der Dr.-Knorz-Straße ein und beschädigte beziehungsweise zerstörte dort mehrere Gegenstände. Der entstandene Sachschaden wird auf rund 100 Euro geschätzt.

Nach Angaben der Kindergartenleitung ereignete sich der Vorfall zwischen Donnerstag (31. Juli) und Montag (31. August). Dabei wurden unter anderem zwei Feuerlöscher entleert und ein Zelt verwüstet. Außerdem wurde weiteres Inventar beschädigt.

Polizei ermittelt

Die Polizeiinspektion Prien ermittelt wegen des Verdachts der Sachbeschädigung und des Hausfriedensbruchs.
Zeugen oder Personen, die im genannten Zeitraum verdächtige Beobachtungen im Bereich des Waldkindergartens an der Dr.-Knorz-Straße gemacht haben oder sonstige Hinweise geben können, werden gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Prien unter der Telefonnummer 08051/90570 zu melden.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Prien / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Wohnmobil in Kiefersfelden brennt – Kripo prüft mögliche Zusammenhänge

Wohnmobil in Kiefersfelden brennt – Kripo prüft mögliche Zusammenhänge

Kiefersfelden / Landkreis Rosenheim – Ein Wohnmobil ist am Samstagnachmittag (29. August) auf einem Wanderparkplatz in Kiefersfelden in Brand geraten. Verletzt wurde niemand. Der Sachschaden wird von der Polizei auf einen niedrigen bis mittleren fünfstelligen Euro-Betrag geschätzt. Die Kriminalpolizei Rosenheim hat die Ermittlungen übernommen und bittet um Zeugenhinweise.

Gegen 15.15 Uhr wurde der Brand eines geparkten Wohnmobils im Bereich des Wanderparkplatzes Brünnstein an der Mühlauer Straße gemeldet. Als die alarmierten Feuerwehren eintrafen, stand das Fahrzeug bereits in Flammen. Durch den Brand wurde niemand verletzt. Das Wohnmobil wurde jedoch erheblich beschädigt.

Brandursache noch unklar

Die ersten polizeilichen Maßnahmen übernahm die Polizeiinspektion Brannenburg. Nach der Einbindung des Kriminaldauerdienstes hat das Fachkommissariat 1 der Kriminalpolizei Rosenheim die weiteren Ermittlungen unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Traunstein, Zweigstelle Rosenheim, übernommen.
Zur Brandursache können derzeit noch keine Angaben gemacht werden. Nach Angaben der Polizei werden aufgrund zurückliegender ähnlich gelagerter Brandfälle auch mögliche Zusammenhänge geprüft. Ob ein solcher Zusammenhang besteht, ist derzeit offen.

Polizei sucht Zeugen

Für die Ermittlungen sind insbesondere Beobachtungen rund um den Wanderparkplatz Brünnstein von Bedeutung. Die Kriminalpolizei bittet deshalb um Hinweise zu folgenden Fragen:

  • Wer hat am Samstag (29. August) zwischen 14 und 16 Uhr im Bereich des Wanderparkplatzes Brünnstein an der Mühlauer Straße verdächtige Wahrnehmungen gemacht?
  • Wer kann sonstige Hinweise geben, die für die Ermittlungen zur Brandursache von Bedeutung sein könnten?

Hinweise nimmt die Kriminalpolizeiinspektion Rosenheim unter der Telefonnummer 08031/200-0 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Gerrit Gottwald wird neuer Leiter der Kriminalpolizeiinspektion mit Zentralaufgaben

Gerrit Gottwald wird neuer Leiter der Kriminalpolizeiinspektion mit Zentralaufgaben

Traunstein / Rosenheim – Polizeidirektor Gerrit Gottwald übernimmt zum Dienstag (1. September) die Leitung der Kriminalpolizeiinspektion mit Zentralaufgaben Oberbayern Süd. Der bisherige Leiter der Polizeiinspektion Traunstein wechselt damit nach mehr als fünf Jahren an die Kriminalpolizei.

Gottwald wechselt nach Angaben des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd auf eigenen Wunsch. Er hatte seit mehr als fünf Jahren die Leitung der Polizeiinspektion Traunstein inne. Seine Nachfolge soll in den kommenden Monaten im Rahmen eines Stellenbesetzungsverfahrens geregelt werden.

Übergangslösung für die PI Traunstein

Bis die Nachfolge feststeht, übernimmt Polizeioberkommissarin Jessica Wankner kommissarisch die Leitung der Polizeiinspektion Traunstein. Sie war bislang stellvertretende Dienststellenleiterin und absolviert derzeit das Förderverfahren für den Aufstieg in die vierte Qualifikationsebene, den früheren höheren Dienst. Unterstützt wird sie von Erstem Polizeihauptkommissar Michael Ertl. Er war zum 1. August vom Polizeipräsidium Oberbayern Süd zur Polizeiinspektion Traunstein gewechselt und übernimmt nun die Funktion des stellvertretenden Dienststellenleiters.
Zum Führungsteam gehört außerdem Polizeihauptkommissar Andreas Appel. Er verfügt über mehrjährige Führungserfahrung in Traunstein und ist dort als Sachbearbeiter Einsatz tätig.

Damit wird die Polizeiinspektion Traunstein bis zur endgültigen Regelung der Nachfolge von einem dreiköpfigen Führungsteam geleitet.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd / Beitragsbild: PP OBS)

Schwerer Unfall auf der Ro 40 bei Soyen

Schwerer Unfall auf der Ro 40 bei Soyen

Soyen / Landkreis Rosenheim – Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Kreisstraße RO 40 im Gemeindebereich Soyen ist am Montagabend (31. August) ein 75-jähriger Radfahrer aus Soyen schwerst verletzt worden. Er kollidierte mit dem Pkw einer 29-jährigen Frau aus Rosenheim.

Nach den bisherigen Erkenntnissen der Polizei war der Radfahrer von Mühlthal kommend unterwegs und bog auf die Kreisstraße in Richtung Soyen ein. Dabei übersah er offenbar den Pkw der 29-Jährigen, der sich auf der Vorfahrtsstraße befand. In der Folge kam es zur Kollision.
Der Radfahrer erlitt schwerste Verletzungen. Nach der Erstversorgung an der Unfallstelle wurde er mit einem Rettungshubschrauber in ein Unfallklinikum geflogen. Die Pkw-Fahrerin blieb ersten Erkenntnissen zufolge körperlich unverletzt, stand jedoch unter dem Eindruck des Geschehens.

RO 40 zeitweise gesperrt

Während der Rettungsmaßnahmen und der polizeilichen Unfallaufnahme war die Kreisstraße RO 40 zeitweise gesperrt. Die Feuerwehr Soyen unterstützte die Einsatzkräfte mit 22 Personen bei der Absicherung und Sperrung der Unfallstelle.
Zur Klärung des genauen Unfallhergangs ordnete die Staatsanwaltschaft ein unfallanalytisches und unfalltechnisches Gutachten an. Die beiden beteiligten Fahrzeuge wurden für die weiteren Untersuchungen sichergestellt.

Die Polizeiinspektion Wasserburg führt die weiteren Ermittlungen. Dabei soll insbesondere geklärt werden, wie es zu der Kollision auf der Vorfahrtsstraße kommen konnte.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Wasserburg / Beitragsbild: Symbolfoto re)