Malteser starten Mobilnotruf in Rosenheim und Miesbach

Malteser starten Mobilnotruf in Rosenheim und Miesbach

Rosenheim / Miesbach – Wer allein spazieren geht, Besorgungen macht oder unterwegs ist, kann im Notfall schnell auf Hilfe angewiesen sein. Der Malteser Hilfsdienst bietet deshalb ab sofort in den Landkreisen Rosenheim und Miesbach den neuen Mobilnotruf an. Er ergänzt den klassischen Hausnotruf und soll auch außerhalb der eigenen Wohnung Sicherheit geben.

Herzstück des Angebots ist eine Notruf-Uhr, die am Handgelenk getragen wird. Im Notfall kann per Knopfdruck Kontakt zur rund um die Uhr besetzten Malteser Hausnotrufzentrale hergestellt werden.

Während der klassische Hausnotruf vor allem für Sicherheit zu Hause sorgt, ist der Mobilnotruf für Menschen gedacht, die weiterhin aktiv unterwegs sein möchten. Besonders angesprochen werden jüngere Senioren sowie Menschen mit gesundheitlichen Risiken, die ihre Selbstständigkeit und Bewegungsfreiheit erhalten möchten.

„Viele Menschen fühlen sich fit und aktiv, möchten aber für den Fall eines medizinischen Notfalls oder eines Sturzes abgesichert sein. Mit dem Mobilnotruf bieten wir eine moderne Lösung, die Sicherheit mit Unabhängigkeit verbindet“, erläutert Claudia Schweiger, Hausnotrufexpertin der Malteser.

Hilfe auf Knopfdruck – auch unterwegs

Die Notruf-Uhr funktioniert deutschlandweit über Mobilfunknetze und kann damit nahezu überall eingesetzt werden. Die Notrufzentrale ist Tag und Nacht erreichbar. Auf Wunsch lässt sich zudem eine automatische Sturzerkennung aktivieren.
Kommt es zu einem Notfall, genügt ein Knopfdruck. Die Mitarbeiter der Hausnotrufzentrale stellen Sprechkontakt her und organisieren die notwendige Hilfe. Über die integrierte Ortungsfunktion kann außerdem der Standort der betroffenen Person ermittelt werden. So kann bei Bedarf auch unterwegs schnelle Unterstützung durch den Rettungsdienst organisiert werden.
Die Uhr ist nach Angaben der Malteser modern gestaltet und soll sich unauffällig in den Alltag integrieren lassen.

Für das häusliche Umfeld gibt es im gesamten Landkreis Rosenheim zudem die Möglichkeit, bei Bedarf den Malteser Bereitschaftsdienst für Hilfeleistungen in Anspruch zu nehmen.
Weitere Informationen zum Mobilnotruf gibt es bei den Maltesern unter 08031 809570, über die kostenfreie Telefonnummer 0800 9966003 oder online unter www.malteser-rosenheim.de.
(Quelle: Pressemitteilung Malteser Rosenheim, Miesbach / Beitragsbild: Claudia Schweiger, Hausnotrufexpertin der Malteser, berät Interessenten und Angehörige zum Mobilnotruf und klassischen Hausnotruf. Copyright Margit Schmitz/Malteser)

„Mag unsere Katze nicht“ – Wenn Katzen über Lebensmittelverschwendung entscheiden

„Mag unsere Katze nicht“ – Wenn Katzen über Lebensmittelverschwendung entscheiden

Rosenheim – Da muss man als Katzenbesitzer erst einmal schmunzeln: Auf einem Container einer Wertstoffsammelstelle in einem Rosenheimer Stadtteil lag ein ordentlich verschnürtes Päckchen mit Katzenfutterbeuteln. Darauf klebte ein handgeschriebener Zettel mit einer ebenso kurzen wie eindeutigen Erklärung: „Mag unsere Katze nicht“. Offenbar wollte der Katzenbesitzer das Futter nicht einfach wegwerfen. Vielleicht findet sich ja noch ein Abnehmer, der die Beutel mit größerer Begeisterung leert. Ein sympathischer Gedanke – und gleichzeitig einer, der Katzenhaltern bestens bekannt sein dürfte.

Denn Nahrungsmittelverschwendung ist in einem Katzenhaushalt ein ganz eigenes Thema. Zumindest bei unseren drei Samtpfoten scheint dafür eine feste Grundregel zu gelten: Was ich schon einmal gefressen habe, fresse ich kein zweites Mal. Was ich noch nicht kenne, fresse ich ebenfalls nicht. Und überhaupt ist das, was Du mir heute hinstellst, grundsätzlich nicht das, worauf ich heute Lust habe.

Das kann dazu führen, dass ein voller Napf erst einmal kritisch beäugt wird. Bei neuem Futter wird geschnuppert. Vielleicht noch einmal geschnuppert. Dann folgt der Blick zum Menschen, der ungefähr sagt: „Du erwartest jetzt nicht ernsthaft, dass ich das esse?“
Und wehe, es wurde gerade eine größere Menge dieser vermeintlichen Lieblingssorte gekauft.

Was gestern noch schmeckte, kann heute schon völlig daneben sein

Ganz so willkürlich, wie es für den Menschen aussieht, ist das Verhalten allerdings nicht. Katzen reagieren stark auf Geruch, Geschmack und Konsistenz ihres Futters. Auch eine Scheu vor unbekannten Futtermitteln, die sogenannte Neophobie, kommt bei Katzen vor.

Der Geruch spielt dabei eine besonders wichtige Rolle. Untersuchungen zeigen, dass Katzen bei wiederholter Präsentation desselben Futtergeruchs mit der Zeit das Interesse verlieren können. Ein neuer Geruch kann die Fressmotivation dagegen wieder steigern.
Für Katzenbesitzer bedeutet das im Alltag vor allem eines: Was gestern noch das absolute Lieblingsfutter war, kann heute plötzlich völlig uninteressant sein.

Vor den Katzenfutterregalen im Supermarkt lässt sich dieses Problem deshalb geradezu studieren. Dosen und Beutel in unzähligen Sorten und Geschmacksrichtungen stehen dort nebeneinander. Geflügel, Rind, Lachs, Pastete, Stückchen in Soße – und davor stehen Katzenbesitzer mit nachdenklichen Mienen. Denn die entscheidende Frage lautet: „Was wird meine Katze diesmal mögen?“

Ein paar Tricks für den nächsten Futterstreik

Ganz machtlos ist man dem kulinarischen Diktat der Samtpfoten allerdings nicht.

  • Neues Futter langsam einführen: Wer die Futtersorte wechseln möchte, sollte das möglichst nicht von heute auf morgen tun. Kleine Mengen des neuen Futters können zunächst mit dem bekannten Futter kombiniert werden. Der Anteil des neuen Futters wird dann langsam gesteigert. So kann sich die Katze nach und nach an den veränderten Geruch und Geschmack gewöhnen
  • .Nicht eiskalt servieren: Manche Katzen mögen ihr Futter lieber bei Raumtemperatur. Leicht angewärmtes Futter riecht zudem intensiver – und das kann bei einem skeptischen Stubentiger durchaus den Unterschied machen.
  • Mit kleinen Mengen arbeiten: Statt gleich einen ganzen Napf mit einem neuen Futter zu füllen, kann zunächst eine kleine Portion angeboten werden. So landet im schlimmsten Fall auch weniger im Müll.
  • Auch der Napf kann eine Rolle spielen: Manche Katzen mögen es nicht, wenn ihre empfindlichen Schnurrhaare beim Fressen ständig an den Rand eines tiefen Napfes stoßen. Ein flacher Teller kann hier angenehmer sein.

Und noch etwas ist wichtig: Wenn eine Katze plötzlich ihr gewohntes Futter verweigert, sollte man das nicht automatisch als Mäkelei abtun. Eine deutliche Veränderung des Fressverhaltens kann auch gesundheitliche Ursachen haben und sollte gegebenenfalls tierärztlich abgeklärt werden.

Und was wird aus dem Futter auf dem Container?

Vielleicht hat sich die Katze, die hinter dem Rosenheimer Päckchen steckt, also tatsächlich nur gedacht: „Nicht schon wieder diese Sorte!“ Vielleicht wurde genau dieses Futter gestern noch begeistert verschlungen. Heute ist es völlig indiskutabel. Morgen könnte es möglicherweise wieder gehen – sofern der Mensch bis dahin nicht auf die Idee gekommen ist, eine andere Sorte zu kaufen.

So gesehen ist der kleine Zettel „Mag unsere Katze nicht“ eigentlich ein ziemlich ehrliches Zeugnis aus dem Alltag eines Katzenhaushalts. Und vielleicht findet sich ja tatsächlich eine andere Samtpfote, die das ganz anders sieht.😅🐈‍⬛
(Quelle: Artikel :Karin Wunsam / Beitragsbild: Fotomontage Innpuls.me)

Weltalphabetisierungstag: AWO informiert über Hilfe beim Lesen und Schreiben in Rosenheim

Weltalphabetisierungstag: AWO informiert über Hilfe beim Lesen und Schreiben in Rosenheim

Rosenheim – Für viele Menschen ist Lesen und Schreiben selbstverständlich. Doch allein in Deutschland haben mehr als sechs Millionen Erwachsene große Schwierigkeiten damit. Der Weltalphabetisierungstag am 8. September soll jedes Jahr auf diese Situation aufmerksam machen und zeigen, welche Unterstützung es gibt.

Auch das AWO Mehrgenerationenhaus Familienstützpunkt in Rosenheim beteiligt sich und informiert über Angebote des Alpha-Projekts. Dazu gehören unter anderem individuelle Lerntandems, bei denen ehrenamtliche Lernpaten Erwachsene beim Lesen und Schreiben unterstützen.
Die Lernpaten treffen sich einmal pro Woche für ein bis zwei Stunden mit den jeweiligen Lernenden. Das derzeitige Projekt „Besser lesen und schreiben lernen für Erwachsene“ läuft zwar zum Jahresende aus, soll aber in anderer Form fortgeführt werden, erklärt Projektleiterin Tina Matousek.

Unterstützung beim Lesen, Schreiben und im Alltag

Eine weitere Anlaufstelle ist das Lerncafé. Dort helfen Ehrenamtliche beispielsweise dabei, Texte, Briefe oder Formulare zu verstehen. Auch beim Erstellen eines Lebenslaufs oder bei der Nutzung von Online-Portalen gibt es Unterstützung, etwa bei der Kita-Anmeldung oder beim Lernportal der Volkshochschule.

Wer selbst Unterstützung benötigt, Angehörige informieren möchte oder sich ehrenamtlich engagieren will, kann sich beim AWO Mehrgenerationenhaus über die Angebote informieren.

Informationen zum Weltalphabetisierungstag in Rosenheim

Auskünfte über kostenlose Hilfs- und Beratungsangebote rund um das bessere Lesen und Schreiben gibt es am Dienstag, 8. September, von 10 bis 11 Uhr im AWO Mehrgenerationenhaus in der Ebersberger Straße 8, 2. Obergeschoss, in Rosenheim.
Weitere Informationen gibt es unter 08031/941373-21.
(Quelle: Pressemitteilung AWO Kreisverband Rosenheim – Miesbach e.V. / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Bunte Wände, gemeinsames Werk: Streetart bei den Wendelstein Werkstätten in Rosenheim

Bunte Wände, gemeinsames Werk: Streetart bei den Wendelstein Werkstätten in Rosenheim

Rosenheim – Bunte Farben, kreative Ideen und Menschen, die gemeinsam etwas gestalten: Bei den Wendelstein Werkstätten am neuen Standort Am Oberfeld in Rosenheim ist in diesem Sommer ein besonderes Streetart-Projekt entstanden. Schüler des Inntal-Gymnasiums in Raubling malten gemeinsam mit Beschäftigten der Werkstätten neun großflächige Motive an die Wände entlang der Bahnlinie.

17 Schüler aus der jahrgangsübergreifenden Arbeitsgruppe Kunst entwickelten dafür zunächst neun Entwürfe. Gemeinsam mit zehn Beschäftigten der Wendelstein Werkstätten setzten sie die Motive anschließend auf den vorbereiteten Wandflächen um.
Die Beschäftigten hatten die vorgesehenen Flächen bereits grundiert, sodass die gemeinsamen Malaktionen direkt beginnen konnten. An mehreren Montagnachmittagen trafen sich die inklusiven Teams zum Malen. Dabei entstanden nicht nur farbenfrohe Wände, sondern auch neue Begegnungen.

„Es war ein wunderbares Miteinander und die Teams hatten sich sofort gefunden“, berichtet Petra Rohierse von den Werkstätten begeistert. „Jeder unserer Beschäftigten hatte gleich von Anfang an sein Lieblingsmotiv und damit auch die passenden Schülerinnen oder Schüler gefunden.“

Wenn Kreativität Generationen verbindet

Gemeinsam kreativ und über Generationen hinweg
Für die Beschäftigten der Wendelstein Werkstätten war die Aktion eine besondere Gelegenheit, sich während der Arbeitszeit künstlerisch auszudrücken. Einige waren dabei selbst überrascht, welche Fähigkeiten in ihnen steckten. Besonders groß war die Freude über das gemeinsam geschaffene Ergebnis und die neuen Kontakte.
Auch die Schüler waren mit Begeisterung dabei. Gemeinsam mit Erwachsenen kreativ zu arbeiten, erlebten sie als etwas Besonderes – für sie war die Aktion schlicht „supercool“.

Damit wurde das Projekt auch zu einem generationenübergreifenden Erlebnis. Die beteiligten Menschen waren zwischen 12 und 60 Jahre alt.

Neun Motive entlang der Bahnlinie

Das Ergebnis ist nun entlang der Bahnlinie am Oberfeld zu sehen: Neun farbenfrohe und plakative Motive schmücken die Wände. Sie stehen für Gemeinschaft, Kreativität und das Miteinander unterschiedlicher Menschen.
„Das Ergebnis kann sich auf jeden Fall sehen lassen“, meint Astrid Straßer vom Inntal-Gymnasium. „In kurzer Zeit sind so bunte, plakative Wände entstanden. Das hat uns alle erfüllt und glücklich gemacht.“
Auch das Wetter spielte bei der Streetart-Aktion mit. Trockene und sommerliche Bedingungen sorgten dafür, dass die Farben schnell trocknen konnten.

Unterstützt wurde das Kunstprojekt durch eine Sachspende von Farben Hoegner. Bei der Besichtigung der fertigen Kunstwerke zeigte sich Thomas Mühlbauer von Farben Hoegner beeindruckt: „Mit unserer Materialspende möchten wir ein Zeichen für gelebte Inklusion und Teilhabe setzen. Das wertvolle Engagement der Wendelstein Werkstätten für unsere Region unterstützen wir dabei von Herzen gerne.“
(Quelle: Pressemitteilung Caritasverband der Erzdiözese München und Freising e.V. / Beitragsbild: Schüler aus dem Inntal-Gymnasium haben zusammen mit Beschäftigten aus den Wendelstein Werkstätten unter Anleitung von Kunstpädagogin Astrid Straßer (3. von links) und Petra Rohierse von den Werkstätten (ganz rechts) kunterbunte Werke geschaffen. Thomas Mühlbauer (2. von rechts) von Farben Hoegner hat großzügig Farben und Material dazu gespendet. Copyright Caritasverband der Erzdiözese München und Freising e.V. Wendelstein Werkstätten)

TSV 1860 Rosenheim verliert in Kirchanschöring mit 1:3

TSV 1860 Rosenheim verliert in Kirchanschöring mit 1:3

Kirchanschöring / Landkreis Rosenheim – Die erste Mannschaft des TSV 1860 Rosenheim musste sich beim SV Kirchanschöring mit 1:3 geschlagen geben. Nach einem guten Start und der frühen Führung durch Michael Summerer drehten die Gastgeber die Partie nach der Pause.

Die Rosenheimer erwischten zunächst den besseren Start. Nach einer starken Einzelaktion von Edis Muhameti, der nur durch ein Foul gestoppt werden konnte, gab es Freistoß für die Gäste. Michael Summerer nahm sich der Sache an und verwandelte direkt zur frühen 1:0-Führung.

Kirchanschöring hätte allerdings schnell antworten können. Omelanowsky hatte eine gute Gelegenheit zum Ausgleich. Danach spielte sich die Partie bis zur Halbzeit überwiegend zwischen den Strafräumen ab. Klare Torchancen blieben auf beiden Seiten zunächst Mangelware.

Kirchanschöring dreht die Partie

Nach dem Seitenwechsel fand der TSV 1860 Rosenheim zunächst nicht mehr den nötigen Zugriff. Beim Anlaufen gelang es der ersten Mannschaft nicht, ausreichend Druck auf die Gastgeber auszuüben. Kirchanschöring kam dadurch häufiger zu Standardsituationen und nutzte diese, um das Spiel zu drehen.
Beim Verteidigen dieser Standards agierte der TSV 1860 Rosenheim nach Angaben des Vereins nicht konsequent genug. So wurde aus der Führung eine 1:2-Rücklage.

In der Folge entwickelte sich eine offene Partie. Kirchanschöring kam über Konter zu guten Möglichkeiten, gleichzeitig erspielte sich auch der TSV 1860 Rosenheim gefährliche Situationen im gegnerischen Strafraum. Der nächste Treffer lag zeitweise auf beiden Seiten in der Luft.

Die Rosenheimer gaben sich bis in die Schlussphase nicht geschlagen und versuchten, noch einmal zurück ins Spiel zu kommen. Vor 488 Zuschauern nutzten die Gastgeber in der letzten Minute jedoch einen Konter und machten mit dem 3:1 endgültig alles klar.
(Quelle: Pressemitteilung TSV 1860 Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Tödlicher Verkehrsunfall mit Pedelec-Fahrer in Kirchanschöring

Tödlicher Verkehrsunfall mit Pedelec-Fahrer in Kirchanschöring

Kirchanschöring / Landkreis Traunstein – Bei einem schweren Verkehrsunfall im Gemeindebereich Kirchanschöring ist am Dienstagmorgen (1. September) ein 76-jähriger Pedelec-Fahrer ums Leben gekommen. Nach Angaben der Polizei kam es zuvor zu einer Berührung zwischen zwei Pedelec-Fahrern. Die Ermittlungen zum Unfallhergang dauern an.

Wie das Polizeipräsidium Oberbayern Süd mitteilt, wurde der schwere Verkehrsunfall gegen 8.50 Uhr über die Einsatzzentrale gemeldet.
Nach derzeitigem Ermittlungsstand der Polizei waren zwei Pedelec-Fahrer auf der Ortsverbindungsstraße von Leobendorf in Richtung Kirchanschöring unterwegs. An einer Kreuzung auf Höhe des Weilers Pölln kam es nach Angaben der Polizei zu einer Berührung zwischen den beiden Radfahrern.
In der Folge geriet der 76-Jährige laut Polizei unter den Anhänger eines vorbeifahrenden Lastwagens. Der Mann aus dem Landkreis Berchtesgadener Land wurde dabei tödlich verletzt.

Umfangreicher Einsatz

Zur Versorgung der Unfallbeteiligten waren unter anderem der Rettungshubschrauber Christoph 14 und ein Rettungswagen im Einsatz. Die Freiwillige Feuerwehr Kirchanschöring war nach Angaben der Polizei mit drei Fahrzeugen und 15 Einsatzkräften vor Ort.
Mehrere Streifenwagenbesatzungen der Polizeiinspektion Freilassing, der Verkehrspolizeiinspektion Traunstein und der Grenzpolizeistation Laufen übernahmen die Unfallaufnahme.

Für die Dauer der Unfallaufnahme musste die Ortsverbindungsstraße nach Polizeiangaben für rund vier Stunden vollständig gesperrt werden. Die weiteren Ermittlungen führt die Polizeiinspektion Freilassing unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Traunstein. Diese beauftragte einen Gutachter mit der Untersuchung der Unfallstelle.

Ein Kriseninterventionsdienst kümmerte sich um die Betreuung von Zeugen, die sich zum Unfallzeitpunkt vor Ort befanden.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd / Beitragsbild: Symbolfoto Polizeipräsidium Oberbayern Süd)

Wiesnblaulicht: Räder weg, Promille hoch und ein klares „No Go“

Wiesnblaulicht: Räder weg, Promille hoch und ein klares „No Go“

Rosenheim – Sonnenschein, angenehme Temperaturen und gute Stimmung: So lässt sich der vierte Herbstfesttag am Dienstag (1. September) zusammenfassen. Tagsüber waren die Gassen gut gefüllt, am Abend herrschte ebenfalls reges Treiben auf dem Festplatz. Ganz ohne unerfreuliche Zwischenfälle blieb die Wiesn aber auch diesmal nicht.

Bast’s auf Eure Radl auf

Bast`s auf Eure Radl auf – Diesen Rat gibt die Rosenheimer Polizei den Wiesnbesuchern mit auf den Weg. Denn derzeit liegen der Polizei mehrere Anzeigen über Fahrraddiebstähle im Umfeld des Festgeländes vor. Der entstandene Schaden liegt bei einigen tausend Euro.
Die Empfehlung der Polizei: Die Radl mit stabilen Ketten-, Bügel- oder Faltschlössern sichern. Dünne Ketten oder Speichenschlösser sind dagegen meist kein besonders guter Diebstahlsschutz. Noch besser ist es, das Fahrrad an einem fest im Boden verankerten Gegenstand anzuschließen. Das kann Langfingern den Abtransport trotz Schloss deutlich erschweren.

Geht gar nicht

Ein Verhalten, das sich wohl nur mit „No Go“ beschreiben lässt, legte ein 47-jähriger Italiener an den Tag. Beim Verlassen des Festgeländes gegen 23 Uhr schlug er einer 19-Jährigen auf das Gesäß. Der Mann aus Bozen hatte zu diesem Zeitpunkt mehr als 1,50 Promille im Blut. Die Konsequenz: Wiesnverbot und ein Ermittlungsverfahren wegen sexueller Belästigung.

Warum, weshalb, wieso?

Drei Wörter, die meistens Fragen aufwerfen. Auch die Wiesnwache konnte in diesem Fall nicht sofort alle beantworten.
Ein 43-jähriger Mann aus Stephanskirchen führte sich in einem alkoholischen Verkaufsbetrieb auf. Warum, weshalb und wieso er nicht einfach ging, blieb zunächst sein Geheimnis. Vielleicht lag es auch an der berauschend wirkenden Flüssigkeitsaufnahme. Bei dem Mann wurden rund 1,50 Promille festgestellt.
Offenbar zeigte die deutliche Ansprache der Wiesnwache schließlich Wirkung. Der berauschende Zustand verflog zumindest ein Stück weit und machte einem etwas klareren Aufnahmemodus Platz.

Einem Platzverweis kam der 43-Jährige schließlich nach. Nicht jedoch, ohne zuvor noch ein Wiesnverbot ausgesprochen bekommen zu haben.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

TSV 1860 Rosenheim schreibt Tennisgeschichte – Empfang vor dem Rathaus

TSV 1860 Rosenheim schreibt Tennisgeschichte – Empfang vor dem Rathaus

Rosenheim – Ein Deutscher Meister zu Gast vor dem Rosenheimer Rathaus: Bei schönstem Spätsommerwetter empfing die Stadt am Dienstagnachmittag (1. September) die Herrenmannschaft des TSV 1860 Rosenheim. Im Gepäck hatten die Tennisspieler den Pokal für ihren historischen Erfolg. Erstmals in der Vereinsgeschichte holte die Mannschaft in diesem Sommer die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft in der 1. Tennis-Bundesliga.

Didi Dörfler bei seiner Rede. Foto: Josefa Staudhammer

Stolz auf den Erfolg – Didi Dörfler, einer der Verantwortlichen des TC 1860 Rosenheim bei seiner Rede. Fotos: Josefa Staudhammer

Rosenheims Oberbürgermeister Abuzar Erdogan, der zweite Bürgermeister Daniel Artmann und die dritte Bürgermeisterin Gabriele Leicht waren gekommen, um der Mannschaft zu gratulieren. Erdogan sprach von einer „grandiosen Leistung“. Und dass dieser Titel etwas Besonderes ist, lässt sich tatsächlich an einigen Zahlen ablesen.

Der Meisterpokal. Foto: Josefa Staudhammer

Heiß begehrt. Aber nur die wenigsten dürfen ihn in den Händen halten – der Meisterpokal. 

Die Rosenheimer blieben in der gesamten Bundesliga-Saison 2026 ungeschlagen. Am letzten Spieltag reichte der Mannschaft ein 3:3 beim Traditionsverein TK GW Mannheim, um die Tabellenführung zu verteidigen und den Meistertitel perfekt zu machen. Damit verwies der TSV 1860 den amtierenden Deutschen Meister TC Bredeney auf den zweiten Platz.

Ein langer Weg bis an die Spitze

Der Meistertitel ist zugleich der vorläufige Höhepunkt einer Entwicklung, die bereits vor vielen Jahren begonnen hat. Einer, der diesen Weg nahezu vollständig begleitet und maßgeblich mitgestaltet hat, ist Dieter „Didi“ Dörfler.
Seit mehr als 20 Jahren ist Dörfler Vorsitzender und Sportwart der Tennisabteilung des TSV 1860 Rosenheim. Er kennt deshalb auch noch die Zeiten, in denen an einen Deutschen Meistertitel im deutschen Oberhaus nicht zu denken war.

Rosenheims Oberbürgermeister Abuzar Erdogan bei seiner Ansprache. Foto: Josefa Staudhammer

Mit Blick auf den Pokal hielt Rosenheims Oberbürgermeister Abuzar Erdogan seine Ansprache beim Empfang. 

Nach einer Abmeldung aus der Bayernliga ging es vor rund zwei Jahrzehnten zunächst in der Bezirksliga weiter. Schritt für Schritt arbeitete sich die Mannschaft wieder nach oben. Von 2017 bis 2019 spielte sie in der 2. Bundesliga. Im Sommer 2019 gelang als ungeschlagener Meister der Aufstieg in die 1. Bundesliga.

Die Premiere im deutschen Oberhaus hätte eigentlich bereits 2020 stattfinden sollen. Doch die Corona-Pandemie sorgte dafür, dass die komplette Bundesliga-Saison abgesagt wurde. So schlug der TSV 1860 Rosenheim erst 2021 erstmals in der 1. Bundesliga auf. Inzwischen ist die Mannschaft dort angekommen, wo sie bislang noch kein Rosenheimer Tennis-Team gesehen hat: ganz oben.

Internationale Profis im Trikot des TSV 1860

Zum Erfolg beigetragen hat eine Mannschaft mit internationaler Besetzung. Die Herren treten unter dem Sponsorennamen Team Marc O’Polo Rosenheim an. Zum Meisterkader gehörten unter anderem der Österreicher Sebastian Ofner und der Chilene Cristian Garín. Beide haben in ihrer Karriere bereits deutlich weiter oben in der ATP-Weltrangliste gestanden: Ofner erreichte Platz 37, Garín sogar Platz 17. Dazu kamen Profis aus Italien, Brasilien, Georgien, Bolivien, Argentinien, Frankreich und Peru.

Das zeigt zugleich, in welcher sportlichen Liga sich die Rosenheimer inzwischen bewegen. Internationale Profis dieser Qualität für eine Bundesliga-Saison nach Rosenheim zu holen, ist mit entsprechendem finanziellen Aufwand verbunden. Flugreisen, Unterbringung, Spielerhonorare und die Organisation rund um die Spieltage müssen finanziert werden.
Eine wichtige Rolle spielen dabei die Sponsoren. Der Name Marc O’Polo ist deshalb nicht nur Bestandteil des Mannschaftsnamens, sondern steht auch für einen Teil der finanziellen Grundlage, auf der das Bundesliga-Team aufgebaut ist.

Gleichzeitig ist der Rosenheimer Meistertitel gerade deshalb bemerkenswert, weil die Tennisabteilung im Vergleich zu einigen anderen Bundesliga-Schwergewichten mit einem vergleichsweise kleinen Etat arbeitet.

Dörfler und Detterbeck halten die Fäden zusammen

Neben Dörfler steht dabei Thomas Detterbeck als Bundesliga-Teammanager im Zentrum. Während Dörfler als langjähriger Abteilungsleiter die Entwicklung der Tennisabteilung prägt, kümmert sich Detterbeck um zahlreiche organisatorische Aufgaben rund um die Bundesligamannschaft. Welche Spieler kommen nach Rosenheim? Wer ist gerade auf einem internationalen Turnier unterwegs und muss kurzfristig zum Bundesliga-Spieltag eingeflogen werden? Wie werden die Einsätze koordiniert? Und wie lässt sich der Spielbetrieb finanzieren?

Dörfler und Detterbeck arbeiten dabei seit vielen Jahren Hand in Hand.

Wie sehr Dörfler mit der Tennisabteilung verbunden ist, zeigt sich auch auf der Anlage an der Pürstlingstraße. Dort trägt inzwischen sogar der Center Court seinen Namen.

„Der Profisport zahlt sich für den Breitensport aus“

Für Detterbeck ist der finanzielle und organisatorische Aufwand für das Bundesligateam dennoch mehr als eine Investition in den Spitzensport. Er sieht darin auch einen direkten Nutzen für die gesamte Tennisabteilung. „Der Profisport zahlt sich für den Breitensport aus. Wenn ein Sportler vorneweg läuft, laufen die anderen ihm nach“, sagte Detterbeck beim Empfang.
Dass Tennis in Rosenheim weit mehr ist als Bundesliga, zeigen die Mitgliederzahlen. Aktuell zählt die Tennisabteilung des TSV 1860 insgesamt 495 Mitglieder. 36 Prozent davon sind Kinder und Jugendliche.

Auch Oberbürgermeister Erdogan berichtete, dass sich sein eigener Blick auf den Tennissport durch die Entwicklung beim TSV 1860 verändert habe. „Früher habe ich immer gedacht, Tennissport ist eine elitäre Angelegenheit“, sagte er. Die Mitgliederstruktur der Rosenheimer Tennisabteilung habe ihm aber gezeigt, dass Tennis deutlich breiter aufgestellt sei.

Der Meistertitel ist greifbar

Beim Empfang wurde der historische Erfolg dann auch ganz praktisch greifbar. Die Tennisabteilung hatte den Meisterpokal mitgebracht. Erdogan, Artmann und Leicht ließen sich die Trophäe aus nächster Nähe zeigen. „Wir sind mächtig stolz, die deutsche Meisterschaft gewonnen zu haben in einer der stärksten Ligen der Welt“, sagte Detterbeck.

Wie außergewöhnlich der Erfolg ist, zeigt auch ein Blick auf die Geschichte der Bundesliga. Die Herren-Bundesliga wurde 1972 erstmals ausgespielt. Seitdem haben es nur 16 verschiedene Vereine geschafft, Deutscher Mannschaftsmeister zu werden. Der TSV 1860 Rosenheim ist nun der jüngste Verein in diesem Kreis. Vier der bislang 16 Meistervereine kommen aus Bayern. Der Rosenheimer Titel ist damit nicht nur der erste der Vereinsgeschichte, sondern schreibt auch ein neues Kapitel in der Geschichte des deutschen Mannschaftstennis.

Eine Titelverteidigung wäre „nicht unmöglich“

Dass der Erfolg nun automatisch zur Titelserie führt, glaubt bei den Rosenheimern allerdings niemand. Das Ziel sei, die Mannschaft weiterzuentwickeln und noch besser zu werden. „Erneut den Titel zu gewinnen ist nicht unmöglich, aber es wird schwer“, sagte Detterbeck mit Blick auf die kommende Saison.
Zunächst durfte am Dienstag aber einfach einmal gefeiert werden. Und dafür war der Rathausvorplatz mit Sonnenschein, Meisterpokal und Deutschem Meister genau der richtige Ort.

Vom Tennis zum Padel

Ganz zum Schluss wurde es dann noch einmal persönlich. Didi Dörfler und Abuzar Erdogan vereinbarten, demnächst gemeinsam zum Schläger zu greifen. Allerdings nicht auf dem Tennisplatz. Seit kurzem gibt es in Rosenheim auch eine eigene Padel-Anlage. Dort wollen sich der Tennis-Macher und der Oberbürgermeister zu einem Match treffen.

Ob es dabei ähnlich spannend wird wie beim Saisonfinale in Mannheim, bleibt abzuwarten. Einen Meisterpokal gibt es dannl jedenfalls nicht zu gewinnen.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild, Fotos: Josefa Staudhammer)

MorgenINNPULS – Schon gewusst?

MorgenINNPULS – Schon gewusst?

Mittwoch, 2. September – Guten Morgen!

Wusstest Du, dass Saturn eine geringere durchschnittliche Dichte als Wasser hat?
Das bedeutet: Würde man ein riesiges Wasserbecken bauen, das groß genug für Saturn wäre, könnte der Planet theoretisch darin schwimmen.
Natürlich gibt es kein Wasserbecken, das auch nur annähernd groß genug dafür wäre.

Vielleicht erinnerst Du Dich heute daran: Auch das, was riesig und mächtig wirkt, kann leichter sein, als Du denkst.

Wir wünschen Dir einen überraschenden Start in den Tag! 🌞
(Quelle: Artikel Josefa Staudhammer / Beitragsbild: re)

Flötzinger-Zelt, Rosenheimer Herbstfest, 1953

Flötzinger-Zelt, Rosenheimer Herbstfest, 1953

Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in das Jahr 1953. Auf der historischen Aufnahme ist das Rosenheimer Herbstfest zu sehen – genauer gesagt der Eingang zur Flötzinger Festbierhalle auf der Loretowiese.

Wer heute über das Rosenheimer Herbstfest spaziert, erkennt auf den ersten Blick, wie sehr sich die Wiesn in den vergangenen Jahrzehnten verändert hat. Das historische Foto aus dem Jahr 1953 vermittelt einen deutlich schlichteren Eindruck. Zu sehen ist ein kleiner Durchgang mit dem Schild „Festbierhalle“ – dahinter die Festhalle des Flötzinger Bräu.
Auch die Bezeichnung auf dem Eingang erzählt ein Stück Herbstfestgeschichte: Als Festwirt wird dort die Familie Partenhauser genannt. Der Name ist auch aus späteren Jahren mit dem Flötzinger-Zelt verbunden. So erinnert beispielsweise ein erhaltenes Kunstwerk aus dem Jahr 1959 an den Festwirt Partenhauser und den damaligen Braumeister.

Besonders schön sind die kleinen Details am Rand des Fotos. Direkt vor dem Eingang steht ein kleiner Brezenstand der Bäckerei Hölzl. Dahinter öffnet sich der Blick auf die damalige Festhalle. Alles wirkt deutlich kleiner und einfacher als das, was die Besucher heute auf der Loretowiese vorfinden.

Ein Blick auf die Wiesn von damals

1953 lag die Wiederaufnahme des Rosenheimer Herbstfestes nach dem Zweiten Weltkrieg erst wenige Jahre zurück. Die Aufnahme zeigt damit eine Wiesn aus einer Zeit, in der das Fest noch stark von den Aufbaujahren der Nachkriegszeit geprägt war.
Gerade deshalb lohnt sich der genaue Blick auf das Foto. Es sind nicht nur die großen Gebäude, die sich verändert haben. Auch die kleinen Verkaufsstände, die Gestaltung der Eingänge und die gesamte Anordnung auf dem Festplatz vermitteln einen Eindruck davon, wie die Rosenheimer Wiesn vor mehr als 70 Jahren ausgesehen hat.

Und vielleicht macht gerade das den besonderen Reiz dieser Aufnahme aus: Kein riesiger Festzelteingang, keine aufwendige Beleuchtung und keine großen Fahrgeschäfte dominieren das Bild. Stattdessen gibt es einen einfachen Eingang zur Festbierhalle, einen kleinen Brezenstand und dahinter das Zelt.
Ein Stück Rosenheimer Herbstfestgeschichte, das heute fast wie aus einer anderen Welt wirkt.
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann – Foto Nickl / Artikel: Karin Wunsam)

Viele Schwalben über Rosenheim: Am Himmel kündigt sich der Herbstzug an

Viele Schwalben über Rosenheim: Am Himmel kündigt sich der Herbstzug an

Rosenheim – Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer – aber viele Schwalben am Himmel über Rosenheim künden jetzt vom bevorstehenden Ende des Sommers. In diesen Tagen sind auffällig viele der kleinen Flugkünstler in größeren Schwärmen über der Stadt und der Region unterwegs. Für die Vögel beginnt damit die Vorbereitung auf eine lange Reise: Ihr Ziel sind die Winterquartiere südlich der Sahara.

Besonders die Mehlschwalben machen sich jetzt auf den Weg. Nach Angaben des NABU beginnt ihr Herbstzug bereits Ende August beziehungsweise Anfang September. Sie sammeln sich zunächst in größeren Gruppen und ziehen später weiter Richtung Afrika. Rauchschwalben bleiben meist etwas länger und brechen überwiegend zwischen Mitte September und Mitte Oktober auf.

Noch einmal kräftig Insekten jagen

Bevor es losgeht, müssen die Schwalben Energie für die lange Reise sammeln. Ihre Nahrung besteht aus kleinen Fluginsekten, die sie direkt im Flug erbeuten. Gerade an warmen Spätsommertagen sind deshalb häufig größere Schwärme am Himmel zu beobachten, die über Wiesen, Feldern oder Gewässern auf Insektenjagd gehen.
Die Reise nach Afrika ist für die Vögel eine enorme Leistung. Schwalben aus unserer Region legen dabei mehrere tausend Kilometer zurück. Der LBV Rosenheim nennt für die hier brütenden Schwalben Zugstrecken von etwa 8.000 bis 10.000 Kilometern. Überwintert wird südlich der Sahara.

Große Schwärme vor dem Abflug

Wer derzeit viele Schwalben am Himmel beobachtet, bekommt damit also ein typisches Bild des beginnenden Vogelzugs zu sehen. Die Tiere sammeln sich vor ihrem Weiterflug und nutzen die letzten warmen Wochen, um Nahrung aufzunehmen.
Auch gemeinsame Schlafplätze spielen dabei eine Rolle. Rauchschwalben können sich vor dem Weiterzug beispielsweise in großen Gruppen im Schilf sammeln.

Je nach Art und Wetterlage wird der Rosenheimer Himmel deshalb in den kommenden Wochen zunehmend leerer werden. Während die Mehlschwalben meist den Anfang machen, lassen sich Rauchschwalben häufig noch bis in den Oktober hinein beobachten.

Ein Sprichwort mit langer Geschichte

Übrigens: „Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer“ – das bekannte Sprichwort hat seinen Ursprung bereits in der griechischen Antike. Es geht auf eine Fabel des griechischen Dichters Äsop zurück und wurde später auch von Aristoteles aufgegriffen. Gemeint ist ursprünglich, dass ein einzelnes Anzeichen noch keine sichere Aussage über die weitere Entwicklung erlaubt.

In Deutschland gelten Schwalben traditionell als Sommerboten, weil sie im Frühjahr aus ihren afrikanischen Winterquartieren zurückkehren. Im September zeigt sich nun die andere Seite ihres Zugverhaltens: Die vielen Schwalben am Himmel sind ein Zeichen dafür, dass die nächste Reise bereits begonnen hat.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: re)

Meteorologischer Herbstanfang: Der Sommer 2026  verabschiedete sich mit himmlischen Farbenspiel

Meteorologischer Herbstanfang: Der Sommer 2026 verabschiedete sich mit himmlischen Farbenspiel

Rosenheim – Mit einem farbenprächtigen Sonnenuntergang hat sich der Sommer am Montagabend (31. August) aus meteorologischer Sicht verabschiedet. Rote und orangefarbene Wolken leuchteten über Rosenheim und der Region, während am heutigen Dienstag (1. September) bereits der meteorologische Herbst beginnt. Vom sommerlichen Wetter muss sich die Region deshalb aber noch nicht verabschieden.

Denn temperaturtechnisch geht es zunächst noch recht freundlich weiter. Für Rosenheim werden am Dienstag bis zu 24 Grad erwartet, am Mittwoch können die Temperaturen auf etwa 25 Grad steigen. Nach einem wechselhafteren Donnerstag zeichnet sich für Freitag wieder deutlich wärmeres Wetter ab. Aktuell werden für Rosenheim bis zu 29 Grad vorhergesagt.
Das Foto vom Sonnenuntergang am Montagabend zeigt noch einmal die Farbpalette des ausklingenden Sommers. Rote und orangefarbene Wolken standen am Himmel, während die Sonne am letzten meteorologischen Sommertag unterging.

Warum der Herbst schon am 1. September beginnt

Meteorologisch beginnt der Herbst jedes Jahr am 1. September. Er umfasst die Monate September, Oktober und November. Die Einteilung in vollständige Monate erleichtert Meteorologen die Auswertung und den Vergleich von Wetterdaten über längere Zeiträume.
Kalendarisch beziehungsweise astronomisch sieht es anders aus: Der Herbst beginnt 2026 erst am Mittwoch, 23. September, um 2.05 Uhr. Dann findet die Herbst-Tagundnachtgleiche statt. Zu diesem Zeitpunkt überquert die Sonne auf ihrem scheinbaren Jahreslauf den Äquator von Norden nach Süden.

Was der Herbst zu bieten hat

Auch wenn die warmen Tage im September noch nicht vorbei sind, bringt der Herbst seinen eigenen Reiz mit. In den Wäldern rund um Rosenheim beginnt sich die Natur allmählich zu verfärben. Mit etwas Glück sorgen sonnige und ruhige Herbsttage für klare Sicht auf die Berge und milde Temperaturen. Auch kulinarisch verändert sich die Jahreszeit: Äpfel von den Streuobstwiesen, Kürbisgerichte und andere regionale Herbstprodukte haben jetzt Saison. Und wenn die Abende wieder früher dunkel werden, beginnt auch die Zeit, es sich zu Hause gemütlicher zu machen.

Bis zum kalendarischen Herbstanfang am 23. September bleibt also noch etwas Zeit – und bis dahin kann der September zeigen, dass meteorologischer Herbstanfang und herbstliches Wetter auch gerne mal zwei verschiedene Dinge sind.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: re)